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	<title>Sanders &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>US-Wahl: Trump, Sanders und das Netz</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Apr 2016 08:15:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Sommer nominieren die Parteitage ihre Präsidentschaftskandidaten. Doch welchen Einfluss haben Online-Kampagnen und Gatekeeper wie Facebook und Google? Wenn über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bernie-Sanders-Smartphone-Image-Phil-Roeder-CC-BY-2.0-via-Wikimedia-Commons-e1461163714980.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-149032" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bernie-Sanders-Smartphone-Image-Phil-Roeder-CC-BY-2.0-via-Wikimedia-Commons-e1461163714980-630x276.jpg" alt="Bernie-Sanders-Smartphone-Image-Phil-Roeder-CC-BY-2.0-via-Wikimedia-Commons" width="630" height="276" /></a>Im Sommer nominieren die Parteitage ihre Präsidentschaftskandidaten. Doch welchen Einfluss haben Online-Kampagnen und Gatekeeper wie Facebook und Google?</p>
<p>Wenn über die Relevanz von sozialen Medien in der Wahlkampfkommunikation gesprochen wird, geht es häufig um die Reichweite: Wie viele Fans und Follower  hat ein Kandidat auf welcher Plattform und welche Inhalte finden virale Verbreitung? Demgegenüber demonstrieren die Anhänger des Demokraten <a href="https://twitter.com/BernieSanders" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bernhard Sanders</a> das Potenzial von Online-Kommunikation für die Aktivierung von Freiwilligen. Könnten am Ende aber auch soziale Netzwerke und Suchmaschinen als Gatekeeper entscheidende Bedeutung erlangen?</p>
<p>Wenn es darum geht, die Achtungserfolge des Außenseiters Sanders in der Konkurrenz mit <a href="https://twitter.com/HillaryClinton" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hillary Clinton</a> um die demokratische Präsidentschaftskandidatur zu erklären, spielen nicht nur Inhalt und Stil eine Rolle. Wo <a href="https://twitter.com/realDonaldTrump" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Donald Trump</a> die Enttäuschten von rechts einsammelt, kommt Bernie Sanders als „demokratischer Sozialist“ (so die Selbstwahrnehmung) von links. Beide kompensieren vermeintliche Schwächen ihrer politischen Organisation durch Instrumente der Online-Kommunikation. Trump mobilisiert seine Anhänger maßgeblich via Twitter. Er schreibt seine Tweets selbst und passt die Inhalte im Hinblick auf die Reaktionen an, wie die Mediensoziologin <a href="https://twitter.com/zeynep" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zeynep Tufekci</a> <a href="http://www.nytimes.com/2016/03/31/opinion/campaign-stops/adventures-in-the-trump-twittersphere.html?_r=0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">herausgearbeitet hat</a>: „<em>He uses Twitter as a kind of gut focus-group polling to pick up and amplify messages that resonate.“</em></p>
<h3>Big Organizing</h3>
<p>Wo Trump quasi programmatisch auf einen umfangreichen Mitarbeiterstab verzichtet, setzt Sanders auf eine Graswurzelbewegung. Verstand es die Obama-Kampagne bereits, Freiwillige für den Tür-zu-Tür-Wahlkampf sowie den Wahlkampf per Telefon zu rekrutieren und durch datengetriebenes Campaigning effektiv einzusetzen, so organisieren die „Sandernistas“ sich nun in weiten Teilen selbst und übernehmen dabei mehr Verantwortung. Eine der Beraterinnen von Sanders, <a href="https://twitter.com/bbond" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Becky Bond</a>, <a href="http://www.thenation.com/article/how-the-sanders-campaign-is-reinventing-the-use-of-tech-in-politics/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fasst es so zusammen</a>: „<em>If the media framed the 2012 campaign as being about ‘Big Data,’ the 2015-2016 Bernie campaign is driven by ‘Big Organizing.’</em>“</p>
<p>Es geht also, um es im Start-up-Sprech zu sagen, um ein schnell skalierbares Organisationsmodell. Eine wichtige Online-Plattform dafür ist der Messaging-Dienst Slack, den auch viele Firmen in den USA für die interne Kommunikation nutzen. In den meisten Bundesstaaten existieren inzwischen entsprechende Kanäle, in denen sich ehrenamtliche Aktivisten und Kampagnen-Mitarbeiter bei Bedarf rund um <a href="http://www.bernie2016events.org/teams/slack" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Uhr koordinieren</a>.</p>
<p>Darüber hinaus gibt es einen Sack voll digitaler Tools, die von <a href="http://www.bernkit.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freiwilligen programmiert</a> wurden, um den revolutionären Elan derjenigen, die sich hinter dem Hashtag #FeeltheBern versammeln, weiter zu befeuern. Oder wie es bei berniesanders.com heißt:</p>
<blockquote><p><em>This is your movement. They have the money, but we have the people. If everyone who visits this website joins our movement, there’s nothing we can’t accomplish together.</em></p></blockquote>
<p>(dt.: „Das ist eure Bewegung. Sie haben das Geld, aber wir haben das Volk. Wenn jeder, der diese Seite besucht hat, sich der Bewegung anschließt, gibt es nichts, was wir nicht erreichen können.“)</p>
<h3>Soll Facebook Trump als Präsidenten verhindern?</h3>
<p>Doch was passiert, wenn die Vorwahlen entschieden sind, können die dann nominierten Präsidentschaftskandidaten mit den Mitteln der Online-Kommunikation auch die gesamte Wählerschaft erreichen? In diesem Zusammenhang rücken nach den Massenmedien als vermeintlichen Meinungsmachern soziale Netzwerke und Suchmaschinen in den Mittelpunkt des Interesses. So entscheiden die Mitarbeiter von Facebook wöchentlich in einem internen Voting, zu welchen Themen sich Mark Zuckerberg in der nächsten Frage-und-Antwort-Session äußern soll. Wie bekannt wurde, war nun eine <a href="http://gizmodo.com/facebook-employees-asked-mark-zuckerberg-if-they-should-1771012990" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vorgeschlagene Frage</a> dafür: „<em>What responsibility does Facebook have to help prevent President Trump in 2017?</em>“</p>
<p>Abwegig erscheint dieses Ansinnen nicht, wenn man an die Diskussionen über Maßnahmen zu Hate Speech einerseits und zu Eingriffe in den Newsfeed (beispielsweise um die Wahlbeteiligung in den USA zu erhöhen, wie sie <a href="http://fowler.ucsd.edu/massive_turnout.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Studie</a> dokumentiert hat) andererseits denkt. Aber Facebook hat die Möglichkeit der Einflussnahme für oder gegen einen Kandidaten<a href="http://thehill.com/policy/technology/276503-facebook-employee-said-to-pose-question-about-stopping-trump-to-ceo" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> freilich ausgeschlossen</a>.</p>
<p>Die Bedeutsamkeit dessen, was über Kandidaten an prominenter Stelle etwa in Suchergebnissen sichtbar ist, für die politische Präferenzbildung von Rezipienten haben in den letzten Jahren jedenfalls bereits <a href="http://www.wired.com/2015/08/googles-search-algorithm-steal-presidency" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Untersuchungen</a> am Beispiel von Google experimentell belegt. Insofern könnten Facebook oder Google durchaus dazu beitragen, Trump als Präsidenten zu verhindern.</p>
<p>Medienethisch erscheinen solche Manipulationen allerdings nicht vertretbar, und die Forderung nach „Algorithmic Accountability and Transparency“ (<a href="https://twitter.com/ndiakopoulos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nick Diakopoulos</a>) wird immer wichtiger.</p>
</div>
<p>Dies ist ein Crosspost von netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a href="http://www.netzpiloten.de/live-blogging-medium-town-hall/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen.</p>
<p>Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bernie_Sanders_on_a_smartphone_%2821580048468%29.jpg">Phil Roeder</a> unter Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain </a></p>
<h2> <img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></h2>
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		<title>Über datengetriebenes Campaigning: Die Daten der Demokraten</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2016 12:24:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit der Wiederwahl von Obama gilt datengetriebenes Campaigning in den USA als Faktor für den Erfolg bei Wahlen. Gab es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Top-Three-2016-Democratic-Candidates-Image-DonkeyHotey-CC-BY-SA-2_Fotor.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-148134" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Top-Three-2016-Democratic-Candidates-Image-DonkeyHotey-CC-BY-SA-2_Fotor.jpg" alt="Top-Three-2016-Democratic-Candidates-Image-DonkeyHotey-CC-BY-SA-2_Fotor" width="640" height="280" /></a><br />
Seit der Wiederwahl von Obama gilt datengetriebenes Campaigning in den USA als Faktor für den Erfolg bei Wahlen. Gab es im Vorwahlkampf nun einen Datendiebstahl?</p>
<p class="big">Während sich <a class="liexternal" href="https://twitter.com/HillaryClinton" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hillary Clinton</a>, <a class="liexternal" href="https://twitter.com/SenSanders" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bernie Sanders</a> und <a class="liexternal" href="https://twitter.com/MartinOMalley" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin O‘Malley</a> auf die dritte TV-Debatte der demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten vorbereiteten, entwickelte sich in der innerparteilichen Auseinandersetzung ein Nebenkriegsschauplatz: Verantwortliche aus dem Team von Sanders hatten unberechtigterweise Zugriff auf Datenmaterial der Clinton-Kampagne. Diese Episode wirft ein Schlaglicht auf die Bedeutung, die die Vermessung der Wählerschaft für die Kampagnenführung haben kann. Und freilich markiert der Vorfall einige Probleme des “computational campaign management”.<span id="more-73007"></span></p>
<p class="big">Die Berichterstattung über die Relevanz digitaler Wahlkampfinstrumente für <a class="liexternal" href="https://twitter.com/BarackObama" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Obamas </a>erfolgreiche Kampagnen war von Beginn an überschwänglich; 2012 geriet sie dann zur Mythologisierung: In einer “<a class="liexternal" href="http://enga.ge/projects/inside-the-cave/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Höhle</a>” in Obamas Hauptquartier hausten demnach <a class="liexternal" href="http://www.theatlantic.com/technology/archive/2012/11/when-the-nerds-go-marching-in/265325" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hipster-Nerds</a>, deren technologische Raffinesse dem Amtsinhaber die Wiederwahl sicherten. Vor allem durch diverse Datenerhebungsverfahren gespeiste Modelle der Wählerschaft ermöglichten ein exaktes Micro-Targeting potenzieller Spender, Influencer und schließlich Wähler sowie die punktgenaue Verausgabung der finanziellen und organisatorischen Ressourcen. Denn das Profil der Wähler steuerte nicht nur zielgruppenspezifische Mailings, sondern auch den Einsatz von Freiwilligen, die von Tür zu Tür zogen und Sympathisanten zur Stimmabgabe mobilisierten.</p>
<h3>Sanders Blick über die Firewall</h3>
<p class="big">Nachdem der linke Außenseiter Bernie Sanders bei der Mobilisierung von Unterstützung im Vorwahlkampf gegen die Favoritin Hillary Clinton <a class="liinternal" href="http://www.netzpiloten.de/us2016-wahlkampf-online-kommunikation" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Achtungserfolge erzielen konnte</a>, spielen nun diese Aspekte bereits im Kampf um die demokratische Präsidentschaftskandidatur eine erhebliche Rolle. Dabei stützen sich beide Kampagnen auf eine beständig aktualisierte Datenbank der Demokratischen Partei (Democratic National Committee – DNC).</p>
<p class="big">Dies hat damit zu tun, dass sich Bürger zur Teilnahme an den Vorwahlen als Unterstützer der Demokraten registrieren. Insofern setzen die Anwendungen der innerparteilichen Konkurrenten also auf der gleichen Plattform des Dienstleisters <a class="liexternal" href="https://www.ngpvan.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NGP VAN</a> auf und sind dort durch technische Vorkehrungen voneinander getrennt: <em>“Das Unternehmen pflegt eine Stammwählerliste für das DNC und verleiht diese an nationale und staatliche Kampagnen, die dann ihre eigenen, geschützten Informationen, gesammelt von <a class="liexternal" href="https://www.washingtonpost.com/politics/sanders-threatens-to-sue-dnc-if-access-to-voter-list-isnt-restored/2015/12/18/fa8d6df8-a5a2-11e5-ad3f-991ce3374e23_story.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Außendienstmitarbeitern und Freiwilligen</a>, hinzufügen. ”</em></p>
<p class="big">Ein Fehler ermöglichte nun Zugangsberechtigten von Seiten Sanders&#8217; einen kurzen Einblick in das Datenmaterial der Clinton-Kampagne. Seitens NGP VAN <a class="liexternal" href="https://de.scribd.com/doc/293643104/Sanders-Campaign-Audit-Sheet-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wurde protokolliert</a>, dass diese Gelegenheit auch dazu genutzt wurde, betreffende Daten zu sichern. Die Demokratische Partei reagierte darauf mit einer drakonischen Maßnahme und entzog Sanders den Zugriff auf die Datenbank. Dagegen wehrte sich Sanders mit juristischen Mitteln und erreichte eine Einigung, die seiner Kampagne wieder Zugang zur Partei-Plattform gewährt.</p>
<h3>Kritische Kollaboration</h3>
<p class="big">In der Auseinandersetzung um den Vorfall argumentierten beide Lager mit der immensen Bedeutung der Daten wie die Formulierungen von Clintons Kampagnen-Manager Robby Mook und Sanders Kampagnen-Manager Jeff Weaver verdeutlichen: <em>“Mook sagte, dass die in den Datenbanken gespeicherten Informationen ‘fundamentale Teile von unserer Strategie’ beinhalten. Weaver (…) sagte, dass die Partei Sanders Team vom <a class="liexternal" href="http://bigstory.ap.org/article/da7e5f2765814506a2519ea03055c1e6/dnc-barring-sanders-team-accessing-data-after-breach?platform=hootsuite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">‘Lebensnerv jeglicher Kampagne</a>’ abgegrenzt hat. ”</em></p>
<p class="big">Die Sanders-Kampagne bezifferte den Verlust, der in diesem Zusammenhang unter anderem im Bereich des Fundraising entstehe, auf <a class="liexternal" href="https://www.washingtonpost.com/politics/sanders-threatens-to-sue-dnc-if-access-to-voter-list-isnt-restored/2015/12/18/fa8d6df8-a5a2-11e5-ad3f-991ce3374e23_story.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">600.000 US-Dollar pro Tag</a>. Vor dem Hintergrund dieser Angaben liegt es nahe, auch die Rolle des Dienstleisters als Gatekeeper zu problematisieren. Dass nahezu jede Kampagne eines demokratischen Bewerbers in den USA auf NGP VAN vertraut, ist eine strategische Entscheidung, betont Nancy Scola: <em>“Es ist eine Glaubensfrage unter den demokratischen Parteimitgliedern, dass sie mit Hilfe von Shareware und anderen Dateninformationen Vorteile gegenüber den Republikanern erlangen, die sich an einem weitaus kleineren Set an <a class="liexternal" href="http://www.politico.com/story/2015/12/bernie-sanders-dnc-data-breach-217016#ixzz3uwbuVTfJ" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Softwareanbietern</a> bedienen.”</em></p>
<h3>American Exceptionalism?</h3>
<p class="big">Wer nach der Relevanz dieser Episode für Parteiendemokratien fragt, braucht selbst in Europa nicht weit zu blicken. Der Überraschungserfolg des Linken Jeremy Corbyn bei der Wahl zum Vorsitzenden der Labour-Partei, war unter anderem auch datengetrieben:</p>
<blockquote>
<p class="big"><em>“Die Geheimwaffe des digitalen Teams war der leise sprechende junge Technik-Experte Ben Soffa. (…) Soffa entwickelte eine App – unter Nutzung von NationalBuilder, einer Software, welche die amerikanische Politik organisiert – die es Freiwilligen erlaubt, vom eigenen Heim aus Anrufe zu potenziellen Unterstützern zu tätigen. Die App beinhaltet Informationen über eine individuelle Labour-Mitgliedschaft, in welchem Wählerkreis sie lebten und die Daten ihrer Wahlkampfgeschichte. Freiwillige sollen hiermit einige Fragen verfolgen, deren Antworten durch das Team von Soffa <a class="liexternal" href="http://www.theguardian.com/politics/2015/sep/25/jeremy-corbyn-earthquake-labour-party" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit der App gekoppelt sind</a>.”</em></p>
</blockquote>
<p class="big">Dabei stützte sich die Corbyn-Kampagne auf Daten der Parteiorganisation und konnte Sympathisanten zu Wählern machen, denn nicht nur Parteimitglieder waren wahlberechtigt.</p>
<p class="big">Dies mag in Deutschland auf den ersten Blick undenkbar sein, aber vor einigen Jahren brachte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel für die Kür des Kanzlerkandidaten seiner Partei schon einmal Vorwahlen nach US-Vorbild ins Gespräch. Auch hier wäre also der Zugriff auf die Datensammlungen der Partei für alle Bewerber gleichermaßen zu gewährleisten. Dass beispielsweise E-Mail-Adressen von Sympathisanten von besonderer Bedeutung sind, scheint sich jedenfalls schon bis zu den Volksparteien herumgesprochen zu haben. Im Kontext der Bemühungen zur <a class="liinternal" href="http://www.netzpiloten.de/partei-teilhabe-demokratie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Modernisierung der Parteiarbeit</a> haben die CDU und die von Obamas Wahlkampfstratege Jim Messina für die nächste Bundestagswahl beratene SPD erst kürzlich die Erhebung von E-Mail-Adressen zum zentralen Bestandteil ihrer Websites gemacht. Zudem arbeitet die SPD an einer Strategie für datenbasierten Kampagnen:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de">
<p dir="ltr" lang="de">scheinbar schon: <a href="https://twitter.com/spdde">@spdde</a> sucht analystin/analysten für das projekt &#8220;Datenbasierte Kampagnen&#8221;: <a href="https://t.co/5KZA4poaTy">https://t.co/5KZA4poaTy</a> <a href="https://t.co/PyqAHTSsfL">https://t.co/PyqAHTSsfL</a></p>
<p>— Erik Meyer (@dr_meyer) <a href="https://twitter.com/dr_meyer/status/682292885958430720">30. Dezember 2015</a></p></blockquote>
<p><script src="//platform.twitter.com/widgets.js" async="" charset="utf-8"></script></p>
<p>Dies ist ein Crosspost von netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a class="external" href="http://www.netzpiloten.de/campaigning-demokraten-sanders-clinton-vorwahlkampf-datendiebstahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen.</p>
<p>Teaser &amp; Bild „<a href="http://www.netzpiloten.de/wp-content/uploads/2015/12/Top-Three-2016-Democratic-Candidates-Image-DonkeyHotey-CC-BY-SA-2.0-via-Flickr.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DonkeyHotey</a>“, <a class="external" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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