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	<title>Sandro Gaycken &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Sandro Gaycken &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digital Society Institute in Berlin eröffnet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Schwenk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2016 10:41:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Sandro Gaycken]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Society Institute]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 08.02.2016 wurde das Digital Society Institute in Berlin offiziell eröffnet. Ziel des Instituts ist es die Prozesse der Digitalisierung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/weltdigital-pixabay-CC0-Public-Domain-via-images.google.jpg" rel="attachment wp-att-126710"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-148442 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/weltdigital-pixabay-CC0-Public-Domain-via-images.google.jpg" alt="weltdigital-pixabay-CC0 Public Domain-via images.google" width="640" height="280" /></a>Am 08.02.2016 wurde das Digital Society Institute in Berlin offiziell eröffnet. Ziel des Instituts ist es die Prozesse der Digitalisierung zu erforschen und Strategien für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu entwickeln. Auch die deutsche Bundesregierung plant mit der Digitalen Agenda ein solches Institut.</p>
<h3>Allianz, BASF und Ernst&amp;Young als Unterstützer</h3>
<p>Nach dem von Google unterstütztem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft  (Gründung 2011) haben nun mit Allianz, BASF und E&amp;Y drei weitere große Unternehmen ein Institut zur Erforschung der Digitalisierung gegründet. Das an der European School of Management and Technology (<a href="https://www.esmt.org/faculty-research/centers-and-chairs/digital-society-institute-dsi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ESMT)</a> angedockte Institut wird sich in seiner Recherche auf drei große Schwerpunkte konzentrieren: In einem ersten Schritt sollen der Wertewandel und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft erforscht und Strategien entwickelt werden, wie diesen begegnet werden kann („strategische Gesellschaft“). In einem zweiten Schritt sollen Probleme quantifiziert werden, um so die im ersten Schritt entwickelten Strategien zu bewerten und effiziente Lösungen zu finden („Risiken und Lösungen“). Als letzter Schritt folgen Innovation und Regulierungskonzepte, letztere vor allem auf EU-Ebene.</p>
<p>Geleitet wird das Digital Society Institute von Sandro Gaycken, bekannt durch zahlreiche Bücher zum Thema Cybersecurity. Gaycken arbeitete unter anderem als Direktor für strategische Cyberverteidigungsprojekte bei der NATO und als Mitglied der Benchmarking Gruppe „Industrie 4.0“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Am Abend der Eröffnung sagte Gaycken, die Idee für ein solches Institut sei ihm vor knapp eineinhalb Jahren gekommen, Unterstützung habe er vor allem bei dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger gefunden.</p>
<p>Den größten Vorteil des privatwirtschaftlichen Instituts gegenüber staatlich finanzierten Instituten sieht Gaycken darin, dass die Forschung nicht an staatliche Vorgaben zu Gehältern und ähnlichem gebunden sein wird, so würde das Institut auch als Arbeitgeber interessanter. Neben Vertretern von Allianz, BASF und E&amp;Y sitzen auch die parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) und der Leiter des Planungsstabs Auswärtiges Amt Dr. Thomas Bagger im Beirat des Instituts.</p>
<h3>Pläne der Bundesregierung</h3>
<p>Während das Digital Society Institute in sehr kurzer Zeit aufgebaut wurde, scheint die Planung des staatlichen Instituts eher langsam voranzugehen. Nach dem Beschluss der Digitalen Agenda 2014 sollte ein„öffentlich finanziertes Forschungsinstitut (mit) einem interdisziplinären Ansatz“ gegründet werden.  Im September 2015 gab das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Startschuss für das Deutsche Internet Institut bekannt, die Forschungslandschaft wurde aufgefordert Projektskizzen einzureichen. Das Institut soll mit einem interdisziplinären Ansatz die Prozesse und Entwicklungen rund um die Digitalisierung erforschen. Besondere Schwerpunkte sollen dabei laut Ausschreibung auf den Bereichen Bürgerrechten (Zugang, Privatheit, Selbstbestimmung), Rolle des Staates (Regulierung und rechtliche Fragen), Innovation und Bildung liegen. Neben diesen Schwerpunkten sollen auch die Möglichkeiten, die die Digitalisierung für die Demokratie eröffnet erforscht werden, insbesondere wie Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement gefördert werden können.</p>
<p>Bis 2020 stehen für die Gründung des Instituts 50 Millionen Euro zur Verfügung, im Vergleich dazu: Google unterstützte, als damaliger Hauptsponsor, das Humboldt- Institut mit rund 4,5 Millionen Euro. Die European School of Management, der das Digital Society Institute angegliedert ist, hat sich zu Details der Finanzierung  und die Höhe der Beiträge, die die Unternehmen leisten, nicht geäußert.</p>
<p>Wie sich bis 2020 die Digitalisierung und auch die Forschung weiterentwickeln werden, bleibt abzuwarten, ebenso, welche Rolle das dann startende staatliche Institut neben den etablierten Instituten einnehmen wird.</p>
<p>Bild: <a href="http://images.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fpixabay.com%2Fstatic%2Fuploads%2Fphoto%2F2015%2F04%2F20%2F08%2F33%2Fboard-730794_960_720.jpg&amp;imgrefurl=https%3A%2F%2Fpixabay.com%2Fde%2Fplatine-schnittstellen-digital-730794%2F&amp;h=678&amp;w=960&amp;tbnid=E1V7f127O_UPZM%3A&amp;docid=O3GYeonjGZIyeM&amp;ei=_vK5VsnxIrCW6QSuh5GQBQ&amp;tbm=isch&amp;iact=rc&amp;uact=3&amp;dur=436&amp;page=2&amp;start=19&amp;ndsp=24&amp;ved=0ahUKEwjJ6LPg7erKAhUwS5oKHa5DBFIQrQMIigEwIw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay </a>,<a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> CC0-1.0-Universal</a></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></p>
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		<title>„Im Zweifel für den Zweifel“? Internet und Freiheit &#8211; Digitale Presseschau 13/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2014 15:31:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Zweifel ist nicht erst seit Descartes eine Triebfeder der Moderne. Strittig ist nur seit je her, welcher der richtige [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zweifel ist nicht erst seit Descartes eine Triebfeder der Moderne. Strittig ist nur seit je her, welcher der richtige Zweifel ist. Eine genaue Prüfung und Abwägung ist unabdingbar, so dass der Zweifel ein elastischer Zweifel bleibt: <a href="http://www.uni-marburg.de/fb03/politikwissenschaft/pi-nip/publikationen/zombieneu/maerzzombie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Nur nicht verzweifeln!“</a>  Auch und gerade im Umgang mit dem Internet. Dieses war bislang ein Medium, das auf einer freiheitlichen Idee fußte – nie war dieser Impetus mehr bedroht als heute. Gegen diese Bedrohungen regt sich kein signifikanter Protest. Ist also das freie Internet nur noch eine Illusion? Warum es aber nach wie vor gilt, um die Freiheit zu streiten und zu kämpfen, lesen Sie in unserer Presseschau.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=Xf3Qy7jG1uY<br />
Das Video der Woche stammt aus der Reihe „Elektrischer Reporter“. Es werden so unterschiedliche Themen behandelt, wie die Nationalisierung des Internets, ein Projekt der Aufarbeitung der Vergangenheit auf Twitter sowie die immer beliebter werdende Ökonomie des Teilens.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/zukunft-des-internets-freies-netz-eine-illusion-1.1921160" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Illusion freies Netz</a></h3>
<p>Mit der Zukunft des Internets beschäftigt sich ein Artikel von Sandro Gaycken: „Ein neues digitales Zeitalter kündigt sich an.“ Dies ist jedoch nicht pathetisch zu verstehen – Gaycken beschreibt die Zersplitterung des freien Internets in fünf Ideologien, je nach politischem System und gesellschaftlicher Wertschätzung von Freiheit und Grundrechten. Diese Zersplitterung könne katastrophale Ergebnisse zeitigen, aber in aufgeklärten Gesellschaften auch zur Weiterentwicklung des Netzes beitragen.</p>
<h3><a href="http://www.carta.info/71237/kryptographie-freie-software-dezentralisierung-vorhut-oder-letztes-aufgebot/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Überwachung: Wo bleibt die Demokratie?</a></h3>
<p>Das Ende der Illusionen leitet auch Jürgen Drommert auf Carta ein. Nicht nur bei der Überwachung, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen gebe es „kein Protestpotential im Land“. Alternativen, sich etwa gegen Überwachung zur Wehr zu setzen, werden darauf folgend in drei Schritten beschrieben: Kryptographie, freie Open-Source-Software und Dezentralisierungen im Internet.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/das-internet-der-zukunft-wir-muessen-fuer-die-freiheit-kaempfen-12860165.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Für die Freiheit</a></h3>
<p>Ein weiteres Plädoyer für die Rückeroberung des von Unfreiheit bedrohten freien Internets, liefert Mathias Müller von Blumencron. Einerseits müsse darauf geachtet werden, dass Konzerne, deren Geschäftsmodell auf der Verwertung von Daten beruht, nicht zu mächtig werden – andererseits müsse auch Sorge dafür getragen werden, dass gesetzliche Regulierungen nicht zu rigide werden, sodass freiheitliche Potentiale nicht ausgebremst werden: „Das Internet braucht Freiheit, Toleranz und den Mut, sich unbequemen Veränderungen zu stellen – und sie auszuhalten.“</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-it-projekt/die-eu-und-die-digitale-revolution-ich-bin-nicht-naiv-und-europa-darf-es-auch-nicht-sein-12860365.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gegen die Naivität</a></h3>
<p>Die europäische Kommissarin für Digitale Agenda Neelie Kroes argumentiert in ihrem neuesten Beitrag gegen eine skeptizistische Verfallsgeschichte der digitalen Revolution und begreift diese als „Chance, das europäische Sozialmodell zu retten.“ Gegen Rückzug, Protektionismus und Begrenzung präsentiert sie ihre Vision einer digitalisierten Zukunft.</p>
<h3 class="western" style="margin-bottom: 0cm"><a href="http://www.intmag.de/2014/03/tom-standage/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der historische Kontext von Social Media</a></h3>
<p>Der britische Journalist Tom Standage gab dem InternetMagazin ein Interview über sein neustes Buch, das versucht Social Media in einen historischen Kontext zu setzen, der bis in die Antike zurückreicht. Was uns das über unsere Gegenwart aussagt? Entscheiden Sie selbst!<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Europäische Cybersicherheitspolitik auf undemokratischen Wegen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/europaeische-cybersicherheitspolitik-auf-undemokratischen-wegen-119347/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 10:29:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Cybersicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Wissenschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Sandro Gaycken]]></category>
		<category><![CDATA[Annegret Bendiek]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) aus Berlin stellt der EU in Sachen  Cybersicherheit ein schlechtes Zeugnis aus. Der Experte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/europaeische-cybersicherheitspolitik-auf-undemokratischen-wegen/ueberwachung/" rel="attachment wp-att-119664"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-119664" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ueberwachung.jpg" alt="" width="630" height="459" /></a><br />
Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) aus Berlin stellt der EU in Sachen  Cybersicherheit ein schlechtes Zeugnis aus. Der Experte und Regierungsberater Dr. Sandro Gaycken räumt ebenfalls Mängel ein. Im Gespräch mit politik-digital fordert er mehr Investitionen in passive Sicherheit anstatt in die Überwachung der Bürger.</p>
<p>ACTA, Vorratsdatenspeicherung, Export von Überwachungstechnik an Diktatoren &#8211; dies sind einige herausragende Beispiele europäischer Cyberpolitik, an denen sich zuletzt massive Kritik entzündet hat. EU und Länderregierungen nähmen im Namen der Sicherheit bewusst die Beschneidung bürgerlicher Freiheitsrechte in Kauf, empörten sich Bürger, Journalisten und Oppositionspolitiker. Widerstand formierte sich vor allem gegen die Art und Weise, wie innerhalb der EU sicherheitspolitische Richtlinien umgesetzt werden. Annegret Bendiek von der Stiftung Wissenschaft und Politik urteilt: „Transparenz und Rechenschaftspflicht lassen in fast allen beschriebenen Bereichen sehr zu wünschen übrig“.</p>
<blockquote>
<address>Die Politikwissenschaftlerin Bendiek untersuchte für die <a href="http://www.swp-berlin.org/de/publikationen/swp-studien-de/swp-studien-detail/article/europaeische_cybersicherheitspolitik.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuelle SWP-Studie</a> die vier Kernpunkte der europäischen Sicherheitsstrategie, die EU-Innenkommissarin Cecilia Malström auf dem transatlantischen Forum in Washington Anfang Mai 2012 vorgestellt hatte:<strong> Prävention, Widerstandsfähigkeit und Reaktionsfähigkeiten, öffentlich-private Partnerschaften sowie globale Zusammenarbeit mit Partnern</strong>.</address>
<address>Bendiek kommt in ihrer Analyse zu dem Schluss, dass die EU ihren demokratischen Ansprüchen nicht Rechnung trägt. Erstens stellt sie eine zunehmende Verschmelzung von Innen- und Außenpolitik fest, die zu Kompetenzüberschneidung und unklaren Zuständigkeiten führe.</address>
<address>Zum Zweiten warnt sie vor einer „Versicherheitlichung“ europäischer Politik. Aufgrund der Bedrohungswahrnehmung durch Cyberverbrechen würden EU-Kommission und Mitgliedsstaaten in ihrem Ziel, einen „Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ zu schaffen, „zunehmend einseitig zugunsten sicherheitspolitischer Maßnahmen“ handeln.</address>
<address>Als dritten Kritikpunkt führt Bendiek die Privatisierung des Regierens an. Ohne den technologischen Wissensvorsprung privater Unternehmen könne heute weder Staat noch Staatenverbund für umfassenden Cyberschutz sorgen. Dadurch sei die Einflussnahme nichtstaatlicher Akteure auf die Agendasetzung im sicherheitspolitischem Bereich sehr ausgeprägt.</address>
</blockquote>
<address> </address>
<p>Damit die europäische Cybersicherheitspolitik künftig nicht weiter der Grundlage der Rechtsstaatlichkeit (wie bei der Vorratsdatenspeicherung), mangelnder demokratischer Transparenz (wie bei ACTA) sowie Glaubwürdigkeit (wie bei dem Export von Überwachungstechnik) entbehrt, gibt die stellvertretende Leiterin der SWP- Forschungsgruppe EU-Außenbeziehungen mehrere Empfehlungen ab. Unter anderem fordert Bendiek von Bürgern und privaten Unternehmen die Weiterleitung von Cyberangriffen an staatliche Stellen oder die Aufdeckung der Anzahl und Qualität dieser Attacken. Damit soll das öffentliche Bewusstsein über die Bedrohungslage geschärft werden. Über diese und weitere Empfehlungen sowie ihre Kritik an der europäischen Cybersicherheitspolitik spricht politik-digital mit dem Cybersicherheitsexperten <a href="http://politik-digital.de/sandro-gaycken-diskotuer-und-cyberwar/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Sandro Gaycken</a>.</p>
<p><strong><a href="http://politik-digital.de/europaeische-cybersicherheitspolitik-auf-undemokratischen-wegen/sandro-gaycken5-305x137/" rel="attachment wp-att-119667"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-119667" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/sandro-gaycken5-305x1371.png" alt="" width="305" height="137" /></a>politik-digital:</strong> Herr Gaycken, die Politikwissenschaftlerin Annegret Bendiek stellt in ihrer Studie erhebliche Mängel im demokratischen Verfahren der europäischen Cybersicherheitspolitik fest. Wo sehen Sie die größten Defizite?</p>
<p><strong>Dr. Sandro Gaycken:</strong> Es gibt dort tatsächlich viele Inkonsistenzen und andere Probleme. Es gibt keine klaren Zuständigkeiten &#8211; das wird gerade noch ausgefochten. Und es herrscht wenig Transparenz in vielen Verfahren. Alles in allem eine chaotische Situation, zumindest im Moment noch. Einige Vorstöße sind dann tatsächlich sogar menschenrechtsfeindlich wie der Export von Überwachungstechnik an Regime. Es gibt aber auch immer wieder gute Einzelprojekte &#8211; das muss auch gesagt werden. Zum Teil haben einige Bereiche in der EU gute Arbeitsebenen, die vernünftige Dinge tun. Die kommen nur eben leider nicht immer zum Zug in diesen Fragen.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Bendiek postuliert, dass Parlamente &#8211; nationale wie supranationale &#8211; bei der Cybersicherheitspolitik marginalisiert werden. Versuchen Regierungen Ihrer Einschätzung nach, ihre Kenntnisse bewusst unter Verschluss zu halten?</p>
<p><strong>Gaycken:</strong> Das ist nur zum Teil so, viel passiert auch recht transparent. Die deutsche Cybersicherheitspolitik etwa hat eine explizite Strategie und viele öffentlich bekannte Projekte und Stoßrichtungen. Wenn Dinge unter Verschluss gehalten werden, dann meist aus Sicherheitsgründen, wobei aber viele Berater und Forscher die Sicherheitsbedenken überzogen finden und für eine stärkere Veröffentlichung plädieren. Unter anderem weil dann ein ganz anderes Problembewusstsein entstünde. Ein anderer Grund für Zurückhaltung ist Inkompetenz. Viele Politiker, die das Thema nicht verstehen und keine sachkundigen Berater haben, halten sich dann lieber mit Äußerungen zurück, bevor sie auf irgendwelche Lobbyisten hereinfallen, und überlassen das Feld anderen.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Bendiek empfiehlt unter anderem eine globale Harmonisierung des Strafrechts, um rechtsfreie Räume bei Cyberkriminalität zu minimieren. Wäre dies eine effiziente Maßnahme zur Eindämmung anonymer Cyberattacken?</p>
<p><strong>Gaycken:</strong> Eine globale Harmonisierung ist nur sehr schwer umzusetzen, außerdem müssen sie die rechtlichen Möglichkeiten auch mit organisatorischen und technischen Mitteln unterfüttern, also IT-Forensik und Cybercrime-Abteilungen weltweit aufbauen. Das wäre zwar wünschenswert, ist aber im Moment nicht realistisch. Abgesehen davon hat eine Harmonisierung des Strafrechts nichts mit Anonymität zu tun. Das sind zwei unterschiedliche Baustellen. Gegen Anonymität möglicher Täter hilft in geringem Maße rigorose Überwachung und in etwas höherem Maße konventionelle polizeiliche Ermittlungsarbeit von Fachabteilungen. Wie gesagt: Ermittler dazu aufbauen wäre dringend geraten. Bei Überwachung dagegen ist die Verhältnismäßigkeit meiner Meinung nach nicht gegeben, da man da nur die dümmsten Angreifer erwischt. Die sind aber gerade nicht so gefährlich, dass man dafür Privatheit im Netz aufgeben müsste.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Wie weit ist die europäische Cybersicherheitspolitik Ihrer Meinung nach im Vergleich zu den Großmächten USA oder China?</p>
<p><strong>Gaycken:</strong> In den Kinderschuhen, mindestens fünf Jahre hinterher. Allerdings könnte Europa schnell aufholen und letztlich besser dastehen als die Großmächte, wenn es um passive Sicherheit geht. Wir haben gute Techniker, die passende Industrie und keine so hohen Widerstände in dieser Richtung.</p>
<p><strong>politik-digital</strong>: Der enorme Widerstand der Bürger gegen die mangelnde demokratische Transparenz des EU-Parlaments hat ACTA erst auf nationaler und schließlich auf europäischer Ebene gekippt. Dürfen die Bürger in Zukunft mit mehr Einbindung rechnen?</p>
<p><strong>Gaycken:</strong> Das ist sehr zu hoffen. Es ist natürlich in keiner Weise akzeptabel, dass Entscheidungen, bloß weil man Widerstände fürchtet, einfach still und heimlich durchgeschummelt werden. Das darf nicht noch einmal passieren.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Sie beraten die Bundesregierung in Fragen Cybersicherheitspolitik. Was sind Ihre wichtigsten Empfehlungen?</p>
<p><strong>Gaycken:</strong> Meine Empfehlungen gehen konsequent dahin, objektiv risikoorientiert zu arbeiten und die passive Sicherheit radikal zu erhöhen, statt zu viel auf Überwachung zu setzen. Arbeitet man risikoorientiert, kann man sich Fehlinvestitionen in unsinnige &#8220;Lösungen&#8221; an falschen Stellen sparen und dann kann man eben im Bereich passiver Sicherheit noch unendlich viel tun. Da haben die Bemühungen noch nicht einmal richtig angefangen, weil viele das utopisch finden &#8211; vor allem natürlich die Lobbyisten derjenigen Firmen, die von einem konsequenten Abbau unsicherer IT monetär betroffen wären. Aber dieser Ansatz wäre aus Sicherheitsperspektive garantiert effektiver, er wäre 100 Prozent Privacy-verträglich, weil man sich dann die ohnehin ineffiziente Überwachung sparen kann. Und ein vollkommen neuer technologischer Ansatz, eine Reform der Computer nach Sicherheit wenn man so will, wäre auch ein unheimlicher Gewinn für Wissenschaft und Wirtschaft. Eine Win-Win-Win-Situation quasi. Aber eben gegen den Willen vieler Lobbyisten und auch einiger Nationen. Daher ist das schwierig durchzusetzen, wenn auch nicht unmöglich. Es gibt auch viel Zuspruch und wachsendes Verständnis. Über Details kann ich sonst natürlich nicht sprechen.</p>
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			</item>
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		<title>Digitale Presseschau 29/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2012 15:31:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Marissa Mayer]]></category>
		<category><![CDATA[Women Under Siege Syria]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
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		<category><![CDATA[Sandro Gaycken]]></category>
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		<category><![CDATA[Kim Dotcom]]></category>
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					<description><![CDATA[Sascha Lobo ist Vorbild und Zerrbild der Berliner „digitalen Bohème“. Internetjunkies sind wie Nikotinabhängige und Tageszeitungen haben ausgedient. Aber warum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sascha Lobo ist Vorbild und Zerrbild der Berliner „digitalen Bohème“. Internetjunkies sind wie Nikotinabhängige und Tageszeitungen haben ausgedient. Aber warum ist Kim Dotcom das neue Popsternchen? Das und noch mehr in der heutigen Ausgabe der Presseschau.</p>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=MokNvbiRqCM&amp;feature=player_embedded;w=630&amp;h=340]<br />
Bisher war Kim Schmitz, alias Kimble oder Kim Dotcom, nur als durchgeknallter Internet-Multimillionär bekannt. Sein Portal Megaupload hat ihn reich und berühmt gemacht und brachte ihn wegen Urheberrechtsverletzungen in ein neuseeländisches Gefängnis. Nun präsentiert er sich als Sänger und &#8220;Freiheitskämpfer&#8221; auf YouTube. Adressiert an den US-Präsidenten Barack Obama streut Kim Dotcom die These, dass der Krieg gegen das Internet begonnen hat. Die Redaktion von politik-digital sagt: Das Lied hat eindeutig Hitpotential, aber ob der Vergleich zwischen SOPA, PIPA und ACTA mit MEGA wirklich zutrifft? Wir zweifeln dran.</p>
<p><strong><a title="Diese verflixten tausend Euro" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitale-boheme-in-berlin-diese-verflixten-tausend-euro-11823254.html">Diese verflixten tausend Euro</a></strong></p>
<p>Berlin: Das Social Media-Mekka Deutschlands, das Pflaster des &#8220;Hipstertums&#8221; und, laut FAZ-Blogger Don Alphonso, Heimstätte der digitalen Bohème. Beispiele sind Netzexperten wie Sascha Lobo, Piratensprecher Johannes Ponader und Startup-Gründer wie die Samwer-Brüder. Zukunft? Ja, aber nur mit bedingungslosem Grundeinkommen und der Hoffnung, &#8220;Germany&#8217;s next Lobo, Ponader oder Samwer zu werden&#8221;. Bis dahin versucht man sich mit schlecht bezahlten Gastbeiträgen über Wasser zu halten oder doch die politische Karriere bei den Piraten zu verfolgen.</p>
<p><strong><a title="Syrien: Live-Landkarte von Vergewaltigungen" href="http://futurezone.at/netzpolitik/10129-syrien-live-landkarte-von-vergewaltigungen.php">Syrien: Live-Landkarte von Vergewaltigungen</a></strong></p>
<p>In Syrien herrscht Bürgerkrieg. Tagtäglich gibt es neue Berichte über Mord, Folter und Vergewaltigungen. Die Initiative &#8220;Women Under Siege Syria&#8221; hat aus diesem Grund eine Live-Landkarte ins Netz gestellt, um Gewaltverbrechen an Frauen so aktuell wie möglich zu dokumentieren. Der Artikel von Madleine Amberger auf dem Nachrichtenportal futurezone.at befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung solcher &#8220;Krisenlandkarten&#8221; als &#8220;neueste Waffe im Arsenal von Menschenrechtsorganisationen&#8221;.</p>
<p><strong><a title="Exploiting the Neuroscience of Internet Addiction" href="http://www.theatlantic.com/health/archive/2012/07/exploiting-the-neuroscience-of-internet-addiction/259820/">Exploiting the Neuroscience of Internet Addiction</a></strong></p>
<p>Wussten Sie, dass Onlineaktivitäten Glückshormone freisetzen? Nein? Dann könnte Ihnen der Artikel von Bill Davidow im US-Magazin „The Atlantic“ weiterhelfen. Darin beschäftigt sich der Ingenieur, Autor und Risikokapital-Unternehmer mit dieser Frage sowie mit den Gefahren der Internetsucht und dem Profit, den Internetfirmen daraus ziehen. Denn die haben längst verstanden, was Tabak-Konzerne schon immer wussten: &#8220;Die Sucht ist gut fürs Geschäft&#8221;.</p>
<p><strong><a title="Das verzerrte Bild von Arbeitszeit und Erfolg" href="http://netzwertig.com/2012/07/19/firmenlenker-und-startup-gruender-das-verzerrte-bild-von-arbeitszeit-und-erfolg/">Das verzerrte Bild von Arbeitszeit und Erfolg</a></strong></p>
<p>Mit Marissa Mayer hat eine schwangere Frau die Firmenleitung von Yahoo übernommen. Ein Novum, denn Erfolg ist im öffentlichen Bewusstsein meist mit überdurchschnittlichem Engagement und Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit verbunden. Martin Weigert veranschaulicht auf netzwertig.com dieses arbeitsrechtliche Problem und kommt zu dem Schluss, dass harte Arbeit und der Verlust von Freizeit nicht zwangsläufig mit Erfolg und besserer Leistung gleichzusetzen sind. Workoholics seien kein Ideal und deswegen hofft der Autor, dass das Beispiel Marissa Mayer kein Einzelfall bleibt.</p>
<p><strong><a title="&quot;Tageszeitungen sterben, kommen wir drüber weg&quot;" href="http://www.vocer.org/de/artikel/do/detail/id/228/%22tageszeitungen-sterben-kommen-wir-drueber-weg%22.html">&#8220;Tageszeitungen sterben, kommen wir drüber weg&#8221;</a></strong></p>
<p>Der Journalismus steht am Scheideweg. Nein, damit ist nicht das Leistungsschutzrecht gemeint. In einem Interview, das Ulrike Langer mit dem Gründungs-Chefredakteur der deutschen &#8220;Wired&#8221; Thomas Knüwer für vocer.org führte, sieht dieser keine Zukunft für das klassische Format Tageszeitung. Neue Ideen seien gefragt im Journalismus, denn: &#8220;Wenn Journalismus keine Innovationen hervorbringt, stirbt er&#8221;, so Knüwer.</p>
<p><strong><a title="&quot;Cyberwar ist humaner als ein echter Krieg&quot;" href="http://futurezone.at/netzpolitik/9827-cyberwar-ist-humaner-als-ein-echter-krieg.php?rss=fuzo">&#8220;Cyberwar ist humaner als ein echter Krieg&#8221;</a></strong></p>
<p>Ist Cyberwar super-sexy? Im Interview auf futurezone.at beantwortet der deutsche Cyberwar-Experte Sandro Gaycken diese und andere Fragen. Laut Gaycken, der Militärs in Cyberwar-Fragen berät, sind breit angelegte Hacker-Angriffe sehr viel kostengünstiger und effizienter als traditionelle Spionage und deshalb besonders attraktiv für einige Staaten. Auch einen Ratschlag für junge Hacker hat Gaycken: &#8220;Nicht für die bösen Jungs arbeiten. Wer auch immer das gerade ist&#8221;.</p>
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		<title>Sandro Gaycken: Diskotür und Cyberwar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 10:39:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Sandro Gaycken]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/gayken1.png" align="left" height="160" width="160" />Cyberwar und Cybercrime sind Begriffe, die viele Menschen vor allem Videospielen oder Sience-Fiction-Literatur zuordnen. Einer, der weiß, dass es sich dabei keineswegs nur um kreative Auswüchse von Spieleentwicklern handelt, ist der Technikphilosoph und Sicherheitsforscher Sandro Gaycken. Ein Porträt.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-6727" title="Sandro Gaycken" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/sandro-gaycken.png" alt="" width="185" height="120" />Cyberwar und Cybercrime sind Begriffe, die viele Menschen vor allem Videospielen oder Sience-Fiction-Literatur zuordnen. Einer, der weiß, dass es sich dabei keineswegs nur um kreative Auswüchse von Spieleentwicklern handelt, ist der Technikphilosoph und Sicherheitsforscher Sandro Gaycken. Ein Porträt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man stelle sich vor: ein landesweiter Stromausfall, verursacht durch einen Cyberangriff. Auch wenn ein solches Horrorszenario bisher glücklicherweise nicht Realität geworden ist:<br />
Spionage- und Sabotageversuche über das Internet haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Nicht wenige dieser Attacken lassen sich inzwischen gar als Angriffe in staatlichem Auftrag deuten. Ziele können militärische und wirtschaftliche Infrastrukturen, die nationale Energieversorgung oder auch Forschungsabteilungen in großen und mittelständischen Unternehmen sein. Dass solche Cyber-Angriffe mittlerweile ein sehr reales Problem sind, mit dem sich viele Staaten auseinandersetzen müssen, wird auch bei einem Blick in Sandro Gayckens Terminkalender deutlich. Neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit als Technik- und Sicherheitsforscher an der Freien Universität Berlin berät er Unternehmen und Sicherheitsinstitutionen im In- und Ausland, unter anderem die Bundeswehr, aber auch ausländische Militärs und verschiedene Kriminalämter u.a. zu den Risiken durch Cyberwar und alternativen Sicherheitsstrategien. Zudem ist er in Gremien auf Bundes- und EU-Ebene tätig. Vor allem im ablaufenden Jahr sei er viel unterwegs gewesen, habe Konferenzen besucht und sei mit Stellungnahmen und Gutachten beschäftigt gewesen. „Der Informationsbedarf in der Politik ist sehr groß“, so der Technikphilosoph, der Ende 2010 ein Buch mit dem Titel „Cyberwar: Das Internet als Kriegsschauplatz“ veröffentlichte, in dem er Ursachen und Risiken dieser neuen Form der Kriegsführung im Internet beschreibt und gleichzeitig Verteidigungsstrategien vorstellt.</p>
<p>Mit seiner ruhigen und nüchternen, fast norddeutsch kühlen Art kann man sich den in der Nähe von Hamburg aufgewachsenen Gaycken gut in der Rolle des ernsthaften Sicherheitsberaters vorstellen, dem hohe Beamte und Politiker aufmerksam zuhören. Philosoph sei er eigentlich schon immer gewesen. In seinem Studium noch mehr mit formalen Inhalten beschäftigt, wurden die Themen, mit denen er sich befasst, mit der Zeit immer techniklastiger. Seine Magisterarbeit verfasste er zum Thema Philosophie der Quantenmechanik. Promoviert hat er schließlich in Technikforschung.</p>
<p>Gaycken forscht zu den Themen Cyberwar, Cybercrime und Hochsicherheits-IT und zeigt sich besorgt angesichts der aktuellen Lage der internationalen Beziehungen. Es kristallisiere sich eindeutig eine Zuspitzung auf eine Situation heraus, die auf längere Sicht in das Szenario eines Kalten Kriegs münden könne. Erst vor knapp zwei Wochen hatte Gaycken zusammen mit der Uno und dem Außenministerium die Sicherheitskonferenz „Challenges in Cybersecurity“ ausgerichtet. Hier sei sehr deutlich geworden, wie angespannt die Situation ist. Vor ein paar Jahren noch undenkbar, haben die US-Amerikaner hier nun klar Position bezogen und damit gedroht, Spionageaktionen aus China und Russland in Zukunft nicht mehr zu akzeptieren. Dieser Strategiewechsel könne natürlich zu Verhärtungen führen. „Daher sehe ich mich in solchen Situationen in der Verantwortung, Hilfestellung zu leisten “, so Gaycken. Zurzeit bestehe in vielen Bereichen in Wirtschaft, Regierung und auch bei den Militärs noch hoher Aufklärungs- und Beratungsbedarf, da nahezu alle Bereiche der Sicherheits-IT bislang ungenügend seien und keinen ausreichenden Schutz vor staatlich organisierten „Hacks“ bieten würden. Es müsse eine komplett neue IT entwickelt werden, die gegen die neue Qualität staatlich finanzierter Cyber-Angriffe gerüstet ist.</p>
<p>Das Thema Sicherheit spielt in Gayckens Leben auch außerhalb des akademischen Betriebs eine wichtige Rolle. 15 Jahre lang hat er in Hamburger und Berliner Clubs als Türsteher gearbeitet. Ein wenig Box-Training als Grundlage habe ausgereicht, um sich – buchstäblich &#8211; „durchzuschlagen“. Man dürfe nie mehr trinken als diejenigen, die man rausschmeißen muss, dann sei das kein Problem. Für seine jetzige Arbeit seien diese Erfahrungen auch hilfreich gewesen. Es gebe einfach grundlegende Mechanismen hinter dem Sicherheitsdenken. Das sei in der internationalen Politik nicht anders als an der Diskotür. „Es sind im Prinzip die gleichen Strukturen“, analysiert Gaycken knapp.</p>
<p>Über die Techno- und Clubszene lernte er auch die Leute vom Chaos-Computer-Club kennen, dessen assoziiertes Mitglied er lange Zeit war. „Die wollten immer umsonst in meine Clubs rein“, erinnert er sich. Eine langjährige freundschaftliche Verbindung sei damals entstanden, die erst durch machtpolitische Spielereien führender Köpfe des CCC nachhaltig gestört worden sei. „Ich hatte keine Lust, da reinzugrätschen, die haben mich da ziemlich rausgeekelt“, erinnert sich Gaycken noch immer verärgert. Man werfe ihm vor, auf die „dunkle Seite der Macht“ gewechselt zu sein, womit wohl seine Arbeit für Regierungen, Militärs und Sicherheitsinstitutionen gemeint sein dürfte. Noch 2008 hatte er zusammen mit CCC-Sprecherin Constanze Kurz das Buch „1884.exe“ herausgegeben, in dem sie gesellschaftliche, politische und juristische Aspekte moderner Überwachungstechnologien thematisierten.</p>
<p>Trotz seiner Tätigkeiten für den Staat nimmt Gaycken eine kritische Position ein, wenn es um staatliche Überwachungsmaßnahmen geht. Insbesondere im Vergleich zur Datensammelwut von Google, Facebook und Co.: „Bei Google und Facebook habe ich keine Angst, dass die mich an die Wand stellen, weil ich nicht deren Meinung teile. Bei Staaten kann ich mir nicht so sicher sein. Das ist zumindest eine Erfahrung, die wir historisch gemacht haben“, meint Gaycken. Viele Menschen im Ausland würden die Deutschen wegen ihres strengen Datenschutzrechts belächeln. Dabei sei es doch gut, dass Deutschland diese Lektion aus der Vergangenheit gelernt und gesagt habe: „Wir wollen dem Staat nicht so viel Macht einräumen, weil das auch schief gehen kann“. Das sei eine berechtigte Sorge und für uns Deutsche auch eine Verantwortung.</p>
<p>Wie Firmen mit unseren Daten umgehen, beunruhigt den Sicherheitsexperten Gaycken wenig. Natürlich würden sich die Datenschützer routinemäßig darüber aufregen, aber schlimmstenfalls erhalte man eben gezielt Werbung. Das sieht Sandro Gaycken entspannt, auch wenn er Facebook selbst gar nicht nutzt: „Brauche ich nicht, habe ich keine Zeit für. Und Mädels habe ich immer so kennengelernt“, winkt er ab. Beruflich nutze der 38-Jährige das Netz so oft wie nötig, aber privat sei er ein zurückhaltender Internet-User. Insgesamt sei einfach zu viel „bullshit“ darin zu finden. Wenn seine Familie es erlaubt, entspannt sich der passionierte Gamer lieber mit einem Shooter oder einem anderen Videospiel im Keller, im Sommer auch beim Motorradfahren. Dass sein Beruf und die Leidenschaft für martialische Spiele irgendetwas miteinander zu tun haben könnten, lässt Gaycken nicht gelten: „Beim Gamen wird nicht theoretisiert, sondern nur entspannt“. Obwohl er ja eigentlich gar keine Zeit habe, zu entspannen &#8211; zu viel zu tun.</p>
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