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	<title>Sarkozy &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Sarkozy &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Vergessene Online-Welten &#8211; Teil 3: Second Life</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Aug 2013 07:38:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Social Media und Online-Plattformen… da denkt jeder an Facebook, Twitter, Google +. Diese Namen gehören heute zum Internet wie die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bild.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-130965" alt="bild" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bild-630x405.jpg" width="630" height="405" /></a>Social Media und Online-Plattformen… da denkt jeder an Facebook, Twitter, Google +. Diese Namen gehören heute zum Internet wie die Predigt in die Kirche. Doch es gab tatsächlich mal eine Zeit, in der von Facebook (noch) keine Rede war, es andere digitale Treffpunkte gab, um miteinander zu kommunizieren und in Verbindung zu bleiben. Viele sind in Vergessenheit geraten. Dabei waren sie in ihren Glanzzeiten das zweite Zuhause für ihre Mitglieder. Für einige kam irgendwann das jähe Ende, andere dümpeln bis heute vor sich hin und wieder andere wagen ein Comeback. Für unsere Sommerreihe haben wir in die Mottenkiste der sozialen Medien geschaut und ein paar Schätze ausgegraben.Im dritten Teil unserer Reihe widmen wir uns der fast vergessenen virtuellen Welt Second Life.</p>
<h3>Wie es wurde, was es war</h3>
<p>Damals wollten alle dabei sein: Adidas verkaufte Schuhe an Second-Life-Bewohner, die schwedische Regierung schuf eine virtuelle diplomatische Vertretung und sogar Baden-Württemberg eröffnete eine eigene Second-Life-Dependance. Die Bildzeitung veröffentlichte die Second-Life-Zeitung “AvaStar” und der damalige französische Präsidentschaftskandidat Nicholas Sarcozy ließ die “Sarkozy Island” einrichten, um auf Stimmenfang im Netz zu gehen. Genauso übrigens wie seine Kontrahentin Segolène Royal, die nämlich längst schon drin war, in der virtuellen Welt von Second Life. Die Betonung liegt dabei auf “war“. Denn der große Hype um Second Life ist längst passé. Zunächst aber stellt sich die Frage: Wie ging es eigentlich los?<br />
Vor genau zehn Jahren schuf das kalifornische Unternehmen Linden Lab die 3D-Weltsimulation Second Life. Dieses Kunstuniversum war von Anfang an nicht als einfaches Spiel konzipiert, sondern eher als eine Plattform, die kreativen Austausch und Interaktion ermöglicht. Der Besucher kann die Umwelt und sein  virtuelles Selbst, den Avatar, mithilfe unterschiedlicher Gestaltungsfunktionen und einer internen Programmiersprache nach eigenen Wünschen gestalten. In Form ihrer Avatare können die User in Echtzeit miteinander kommunizieren und anderweitig agieren. Von Gesprächen über gemeinsames Tanzen oder Shoppen bis hin zu virtuellem Sex ist nahezu jede Form der Interaktion möglich. Während die Basis-Registrierung und das grundsätzliche Spielen bei Second Life kostenlos ist, kann der User über kostenpflichtige Premium-Accounts unterschiedliche Privilegien erhalten. Ein Premium-Mitglied ist beispielsweise von der monatlichen Landmiete in Höhe von 5 Dollar für eine bestimmte Quadratmeteranzahl an Land befreit. Außerdem haben die Nutzer die Möglichkeit, sogenannte Linden-Dollars, die Second-Life-Währung, durch Jobs im Second Life und virtuelles &#8220;Taschengeld&#8221; seitens der Betreiber zu erwerben. Diese lassen sich in eine reale Währungen umzutauschen und umgekehrt. Das ermöglicht den Handel zwischen den Bewohnern. Und gehandelt wird alles Vorstellbare und mehr: Kleidung, Autos und Dienstleistungen aller Art genauso wie Nahkampfwaffen oder „zuchttaugliche Feen“. Das schuf den Mythos des schnellen Geldes: Zwar wurden einige Bewohner durch Geschäfte in Second Life auch im realen Leben zu vermögenden Personen, der Großteil der User aber träumte vergeblich vom Reichtum durch den virtuellen Handel.<br />
So oder so, die Gemeinschaft wuchs, und zwar schnell. Schon 2006 hatte Second Life über zwei Millionen Bewohner – auch wenn davon weniger als eine Million User tatsächlich und häufig am virtuellen Leben teilnahmen. 2007 war der Hype um Second Life auf seinem Höhepunkt– da waren es bereits über sieben Millionen „Lifers“. Denn auch Unternehmen hatten die neue virtuelle Welt als Marketingplattform für sich entdeckt. In der Hoffnung, Kunden noch gezielter ansprechen zu können, schufen sich mehr und mehr Firmen eine “zweite Existenz” in Second Life. Mit dabei waren zum Beispiel BMW und Toyota. Auch Künstler und Bands nutzten Second Life, um auf sich aufmerksam zu machen. Dass die Politik folgte, schien nur logisch: Neben den beiden ehemaligen französischen Spitzenkandidaten für das Präsidentschaftsamt versuchten vereinzelt auch deutsche Politiker, virtuellen Wahlkampf zu betreiben. Sogar politische Initiativen entstanden, beispielsweise für die  Einführung des Mindestlohns in Deutschland. In der Folge befassten sich renommierte Wissenschaftler und natürlich die Medien mit der Online-Spielwiese. „Das Spiel hat Potenzial und könnte noch ungeahnte Möglichkeiten zur Kommunikation entwickeln, zu Experimenten – und zur Zukunft des Internets. Einige Experten gehen davon aus, dass Second Life das World Wide Web komplett verändern wird – und User sich in ein paar Jahren so durchs Netz bewegen werden wie heute durch das Onlinegame“, prophezeite der Fokus im April 2007. Für den Spiegel bedeutete Second Life gar &#8220;den Beginn einer völlig neuen Anthropologie, eines neuen Menschenbildes. Nach dem freibestimmten Individuum der Renaissance und dem Massenmenschen des Industriezeitalters betritt nun der virtuelle Prototyp die Arena: ewig jung, ewig agil, metropolitan einsam und gleichzeitig unendlich vernetzt.“  Second Life schien das nächste große Ding zu sein, die Möglichkeiten nahezu grenzenlos.</p>
<h3>Aus der Traum</h3>
<p>Enthusiasten malten sich also die Vision einer besseren Welt aus, während Skeptiker vor einer massiven Realitätsflucht einsamer Nutzer warnten. Letztendlich bewahrheitete sich keines der beiden Szenarien. Denn so schnell der Hype entstanden war, so schnell flaute er auch wieder ab.<br />
Second Life wurde größer geschrieben als es tatsächlich war. Tatsächlich bestand die Plattform auch auf ihrem (medialen) Höhepunkt zu großen Teilen aus sogenannten „Account-Leichen“. 2007 loggten sich nur 0,8 Prozent der Spieler mindestens einmal in der Woche ein. Was auch daran liegen könnte, dass Steuerung und Grafik schon zum Zeitpunkt des Erscheinens von Second Life nicht auf der Höhe der Zeit war. Dazu kamen technische Mängel der Plattform. Bugs und Ausfälle machten den „Lifern“ das Leben schwer. Wer Second Life eher passiv als reines Online-Spiel nutzte, musste außerdem schnell feststellen, dass es außer Shopping, wenig aufregenden Club-Nächten, virtuellem Sex und Small-Talk nicht viel zu tun gab. Darüber hinaus wurde vermehrt Kritik an der Kommerzialisierung von Second Life laut. Insbesondere die treuesten Fans sträubten sich gegen das zunehmende Statusdenken und die Invasion der Unternehmen. Die idealistische Vision einer „zweiten“, besseren Welt ohne  soziale Unterschiede ging nicht in Erfüllung.  Wer kein (virtuelles und reales) Geld hatte, konnte die angesagten Clubs nicht besuchen, sich weder neue Kleidung  noch Land kaufen. Virtuelle Zäune und Absperrungen taten ihr Übriges. In der Folge sank zwar zunächst nicht die Zahl der Bewohner, wohl jedoch die Zahl der gleichzeitig aktiven User langsam aber stetig.<br />
Offenbar trat hier wohl der Effekt ein, dass sich Medienhype und das massive Marketinginteresse der Unternehmen gegenseitig bedingten. Als die hehren Erwartungen nicht in Erfüllung gingen, beendeten viele Firmen ihr Engagement wieder. Weder Bild noch Adidas sind heute noch im Second Life aktiv. Und die Medien? Weniger als zwei Jahre nach den Jubelschriften wurde Second Life von vielen Journalisten praktisch für tot erklärt.  Schlagzeilen wie „Second Life liegt im Sterben“ dominierten die Presse. Es wurde wieder leise um Second Life. 2010 musste Linden Lab 30 Prozent seiner Belegschaft entlassen. Die Welt schrieb dazu: „Es gibt etwas, das ist noch vernichtender als schlechte Presse: gar keine Presse. (…) Obwohl sich &#8220;Second Life&#8221; ins Nichts schrumpft, scheint das niemanden zu interessieren. Oder es wundert sich einfach keiner.“</p>
<h3>Geht da noch was?</h3>
<p>Ins Nichts geschrumpft hat sich Second Life nicht. Im Juni dieses Jahres feierte die Plattform ihren zehnten Geburtstag. Wirklich ansprechend und modern ist die Plattform zwar noch immer nicht. Ebenso wenig hat das, was im Second Life passiert,  starken Einfluss auf den medialen Diskurs über das Web.  „Second Life, die Zukunft des Internets“, diese Aussage wird man in der Form nicht mehr lesen. Und wir wären doch sehr überrascht, wenn plötzlich eine virtuelle Merkel gegen einen Steinbrück-Avatar zu Felde ziehen würde. Die tatsächlich teilnehmende Bevölkerung von Second Life scheint geschrumpft zu sein &#8211; trotz einer Zahl von insgesamt <del>20 Millionen</del> 36 Millionen Registrierungen seit Gründung laut Aussage der Betreiber  (korrigiert, vgl. Kommentar).<br />
Andere bauen  derweil schon an neuen Welten. Das ist vielleicht auch gut so. Denn der durchschnittliche Second Life-User ist Mitte dreißig oder älter. Jüngere Generationen stellen durch mehr Erfahrung mit modernen Konsolenspielen häufig höhere Anforderungen an Technik und Grafik. „Cloud Party“ heißt der neue Versuch, das totgesagte Genre  wieder zum Leben zu erwecken. In der 3-D-Anwendung bewegen sich die Avatare durch eine Welt mit riesigen Blasen, die jeweils eine abgeschlossene Welt umfassen. Im Vergleich zu Second Life scheint das Spiel flüssiger zu laufen und einfach zu verstehen zu sein. Medien und User reagieren allerdings noch verhalten auf die neue Welt. Bis zum nächsten Hype um 3-D-Universen wird wohl noch einige Zeit vergehen.<br />
Trotzdem: Second Life hat nach wie vor seine Fans, und die sind treu. Meist sind 35.000 bis 60.000 Nutzer gleichzeitig in das System eingeloggt. Man trifft auf Künstler, Designer und Wissenschaftler, die gemeinsam an „ihrer“ Welt basteln und detailverliebte Landschaften oder Gebäude entstehen lassen. Noch immer werden Vorträge oder Referate  im Second Life gehalten. Die Zahl der zeitgleich aktiven Nutzer steigt zwar nicht an. Aber solange die bestehenden Anhänger von Second Life der Plattform auch weiterhin die Treue halten, kann das virtuelle Universum vermutlich noch länger bestehen.<br />
<a href="http://politik-digital.de/vergessene-online-welten-teil-1-die-vz-netzwerke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 1 der Reihe: Was macht eigentlich StudiVZ?</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/vergessene-online-welten-teil-2-myspace/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 2 der Reihe: Was macht eigentlich MySpace?</a><br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/lifesagamble/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jane </a><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<div id="stcpDiv"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Sarkozy startet durch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 16:29:43 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem selbst viele Mitglieder der französischen Regierungspartei UMP zuletzt vehement die öffentliche Verkündung der Präsidentschaftskandidatur von Nicolas Sarkozy forderten, hat [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000"><span style="font-family: Calibri,sans-serif"><span style="font-size: small"><a href="http://politik-digital.de/sarkozy-startet-durch/lafrancefore-3/" rel="attachment wp-att-12222"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-12222" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/lafrancefore2-195x119.jpg" alt="" width="195" height="119" /></a></span></span></span> Nachdem selbst viele Mitglieder der französischen Regierungspartei UMP zuletzt vehement die öffentliche Verkündung der Präsidentschaftskandidatur von Nicolas Sarkozy forderten, hat dieser reagiert und befindet sich seitdem offiziell im Wahlkampf.</p>
<p>Monatelang musste Sarkozy dabei zusehen, wie die Präsidentschaftskandidaten der anderen Parteien und allen voran der Sozialist François Hollande in den Wahlkampf starteten und ihre Angriffe auf den aktuellen Präsidenten verschärften. Obwohl der amtierende Präsident Sarkozy selbst längst auf Wahlkampfmodus geschaltet hatte, entschied er sich dennoch dazu, die offizielle Ankündigung seiner erneuten Präsidentschaftskandidatur so lange wie möglich hinauszuzögern. Schließlich, so die Strategie, wollte er von den französischen Wählern nicht als Kandidat wahrgenommen werden, sondern vielmehr als treusorgender Präsident, der die Franzosen vor der Wirtschafts- und Schuldenkrise so gut wie möglich bewahrt hat.</p>
<p>Die ursprünglich für Mitte März geplante Verkündung von Sarkozys erneutem Antritt bei der Präsidentschaftswahl ist nun jedoch auf Mitte Februar vorgezogen worden, damit der offizielle Start in den Wahlkampf früher beginnen kann – Sarkozy hinkt seit Monaten dem in den Umfragen führenden Hollande hinterher.</p>
<p>Diese Entscheidung beeinflusste natürlich auch die Webkampagne des Kandidaten Sarkozy maßgeblich, hatte man bislang doch auf jegliche Online-Aktivitäten verzichtet. Damit sollte insbesondere der Eindruck verhindert werden, dass sich der Präsident mehr um seine Wiederwahl sorgt als um die Lösung dringender Probleme wie etwa die hohe Arbeitslosigkeit in Frankreich. Andererseits musste sich Sarkozy in dieser Hinischt vor allem Kritik von Parteifreunden gefallen lassen, die in der Verzögerung der Wahlkampfaktivitäten zusehends einen Nachteil gegenüber den anderen Kandidaten sahen, allesamt schon seit Monaten im Wahlkampf.</p>
<h3>Staatsmännischer Werbeauftritt</h3>
<p>Mit der Ankündigung seiner Präsidentschaftskandidatur folgte dann aber ein Paukenschlag auf den anderen: Zunächst präsentierte Sarkozy seinen Wahlkampfslogan <a href="http://www.lafranceforte.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„La France forte“</a> – zu Deutsch „starkes Frankreich – samt dazugehöriger Webseite lafranceforte.fr. Auch die Konten Sarkozys auf <a href="https://twitter.com/#!/NicolasSarkozy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> und <a href="http://fr-fr.facebook.com/nicolassarkozy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> wurden von jetzt auf gleich zu neuem Leben erweckt bzw. im Falle des Twitter-Accounts überhaupt erst eröffnet. Obwohl hinter den Kulissen bereits seit Monaten die Vorbereitungen für den Wahlkampf laufen, muss Sarkozy nun den Vorsprung der Konkurrenten aufholen und seine Unterstützer im Netz mobilisieren.</p>
<p>Auch im Web setzt der amtierende Präsident voll und ganz auf einen seriösen, klassischen und staatsmännischen Auftritt. Laut Franck Louvrier, dem Leiter der Kommunikationsabteilung im Elysée-Palast, soll der Webauftritt „an einen Fernseher erinnern“, womit er insbesondere auf die Vielzahl der Videos sowie das Design nach dem Muster einer modernen News-Seite anspielt. Dazu passt auch, dass die Domain von Sarzkoys Hauptwahlkampfseite nicht etwa – wie bei seinem wichtigsten Konkurrenten Hollande – seinen Namen, sondern den zentralen Wahlkampfslogan trägt, der vor allem Zuversicht vermitteln soll. Die seriöse Note findet sich auch auf Sarkzoys Facebook-Accounts wieder: Der zentrale Account dient insbesondere dazu, die Informationen über öffentliche Auftritte publik zu machen, wird von knapp 550.000 Fans verfolgt und existiert bereits seit 2007. Sarkozys zweites Facebookprofil betont dagegen mehr die persönliche Seite des Kandidaten und ist zugleich moderner und attraktiver gestaltet, wobei vornehmlich Fotos und Videos mit Reden des Kandidaten auftauchen.</p>
<p>Entgegen zunächst anderslautender Ankündigungen twittert Sarkozy neuerdings auch, sein Account wird wahlweise von ihm selbst und von seinem Wahlkampfteam betrieben. Die Betonung der seriösen Seite des Kandidaten kommt nicht überraschend, schließlich gelten das zu Beginn der Präsidentschaft in aller Öffentlichkeit ausgetragene Privatleben sowie die zahlreichen Freundschafen zu Wirtschafts- und Showgrößen als Hauptgründe seiner anhaltenden Unbeliebtheit.</p>
<h3>Nahkampf im Netz gegen Hollande</h3>
<p>Zwar beginnt Sarkozys Online-Wahlkampf damit reichlich spät, doch konnte das Umfeld des Kandidaten bereits einige Erfolge im Netz verbuchen. So haben etwa Mitglieder der Jugendorganisation von Sarkozys UMP-Partei früh die Domain mit dem Wahlkampfslogan von Francois Hollande reserviert – sehr zum Ärger der sozialistischen Wahlkämpfer. Denn anstelle der Bewerbung von Hollandes Position wird dessen Wahlprogramm auf der Seite <a href="http://www.lechangementcestmaintenant.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„lechangementcestmaintenant.fr“</a> Stück für Stück von UMP Mitarbeitern auseinandergenommen.</p>
<p>Indes deutet einiges darauf hin, dass das Auftreten der Präsidentschaftskandidaten im Web und die Mobilisierung der Anhänger im diesjährigen Wahlkampf noch wichtiger geworden sind. Dies beweisen bereits die Zahlen für die Web-Budgets der Kandidaten: Lagen die Gesamtausgaben für die Online-Aktivitäten aller Parteien im Jahre 2007 noch bei etwa 2,4 Millionen Euro, so wollen alleine PS und UMP für ihre Netzwahlkämpfe des Jahres 2012 zusammen ca. 4 Millionen Euro ausgeben. Insgesamt dürften sich die Ausgaben aller Kandidaten laut deren eigener Angaben auf ca. 5,8 Millionen Euro belaufen, was im Vergleich zu 2007 eine Steigerung von mehr als 50 Prozent bedeuten würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 37)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-37-4055/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 16:25:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sarkozy]]></category>
		<category><![CDATA[US-Präsidentschaftswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Neue US-Studie zur Dynamik des Internets, Sarkozys Schlichtungsversuche im Streit um französische Sicherheits-Datenbank, Beck macht sich für Arbeitnehmerdatenschutz stark und der marokkanische Blogger Mohammed Erraji ist vorerst doch auf freiem Fuß: Diese und weitere aktuelle Meldungen in der folgenden Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neue US-Studie zur Dynamik des Internets, Sarkozys Schlichtungsversuche im Streit um französische Sicherheits-Datenbank, Beck macht sich für Arbeitnehmerdatenschutz stark und der marokkanische Blogger Mohammed Erraji ist vorerst doch auf freiem Fuß: Diese und weitere aktuelle Meldungen in der folgenden Linkliste.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a target="_blank" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28683/1.html" rel="noopener noreferrer">Webseiten sollten Talent haben</a>
</p>
<p>
US-Forscher der US-Akademie der Wissenschaften haben nun eine <a target="_blank" href="http://www.pnas.org/content/early/2008/09/06/0805921105" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zur Dynamik des Internets veröffentlicht. Untersuchungsschwerpunkte lagen vor allem auf Erfolg und Misserfolg von Webseiten. Dabei stellten sie einige Parallelen zu realen Gesellschaften fest. So entscheiden oft Talent und Potenzial über Entwicklungsmöglichkeiten. Inwiefern dies auch für Websites zutrifft, untersuchte man anhand von 22 Millionen Beispielen.
</p>
<p>
<a target="_blank" href="http://www.epochtimes.de/articles/2008/09/10/336937.html" rel="noopener noreferrer">Sarkozy lenkt ein im Streit um Datenbank</a>
</p>
<p>
Die staatliche Geheimdienst-Datenbank &quot;Edvige&quot; hat in Frankreich für zahlreiche Proteste gesorgt. Betreffende Datenbank sollte Informationen über 13-jährige Jugendliche beinhalten, insofern diese einmal auffällig geworden sind, sowie sexuelle Neigungen von &quot;Personen des öffentlichen Lebens&quot; erfassen. Daraufhin hagelte es Beschwerden von Anwälten, Politikern und Gewerkschaften. Aktivisten rufen am 16. Oktober zu nationalen Protesten auf. Frankreichs Präsident Sarkozy forderte die Innenministerin Michèle Alliot-Marie nun zum Schutz der Freiheitsrechte auf.
</p>
<p>
<a target="_blank" href="http://www.rlp.de/rlp/broker?uMen=db860fc4-de16-ecfa-6d78-75f965297725&amp;uCon=8666a3a1-6c94-c115-3a16-e5c3899d11eb&amp;uTem=29e40463-2d03-6311-53a1-6e5c3899d11e&amp;_ic_ministerium=6c97097b-771f-fcfa-6d78-75f965297725&amp;_det=1" rel="noopener noreferrer">Beck setzt sich für Arbeitnehmerdatenschutz ein</a>
</p>
<p>
Rheinland-Pfalz plant eine Bundesinitiative zugunsten des Arbeitnehmerdatenschutzgesetzes. So wollen Ministerpräsident Kurt Beck und die Landtagsabgeordnete Malu Dreyer den Schutz der Daten von Arbeitnehmern verstärken. Arbeitnehmerdaten sollen nur noch zweckmäßig verwendet und erhoben werden und so die Rechtssicherheit der Betreffenden schützen. Konflikte gab es in der Vergangenheit vor allem immer wieder bei der Videoüberwachung der Mitarbeiter, die nicht hinnehmbar sei, so Beck.
</p>
<p>
<a target="_blank" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/blogger-zu-zwei-jahren-gefaengnis-verurteilt.html" rel="noopener noreferrer">Marokkanischer Blogger nach Verurteilung vorläufig freigelassen</a>
</p>
<p>
Nachdem er in einem Artikel die Sozialpolitik des marokkanischen Königs kritisierte, wurde der Blogger Mohammed Erraji wegen Respektlosigkeit zu zwei Jahren Haft und Geldstrafe verurteilt, wie die Reporter ohne Grenzen berichteten. Bis zu einem entgültigen Urteilsspruch ist er nun vorerst auf freiem Fuß.
</p>
<p>
<a target="_blank" href="http://debatte.welt.de/weblogs/5332/roadtrip+to+the+white+house" rel="noopener noreferrer">US-Präsidentschaftswahl &#8211; Die Stimmen des Volkes</a>
</p>
<p>
Die Wahlkampfreden und Ansichten der Politiker kennen wir im Überfluss. Doch was sagt eigentlich der mexikanische Einwanderer aus Omaha oder der reiche Indianer vom Mystic Lake? Matthias Bernold und sein Greyhound-Bus machten sich auf um Statements der Menschen zu sammeln, deren Zukunft vom Ausgang der Wahl beeinflusst wird. In seinem politischen Reiseblog dokumentiert er jede Station seiner 90-tägigen Reise durch 35 Bundestaaten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Internet und der französische Wahlkampf</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/das-internet-und-der-franzoesische-wahlkampf-3645/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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		<title>Le Meur verliert den Überblick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 10:00:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Loïc le Meur]]></category>
		<category><![CDATA[Französische Präsidentschaftswahl 2007]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Loic le Meur gilt als einer der bekanntesten Blogger Frankreichs, ist Chef der Blogsoftwarefirma &#34;Six Apart Europe&#34; und Internetexperte für den rechts-konservativen Präsidentschaftskandidaten Nicolas Sarkozy. Sein politisches Engagement führte in Zusammenhang mit den großen französischen Wahlkämpfen im Netz zu noch größerer Berühmtheit. Viele Fernsehprogramme luden ihm zum Beispiel als Internetexperte ein. Es hat aber auch seine Nachteile. Ich glaube, Loic ist ein bisschen überfordert.
</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>
Loic le Meur gilt als einer der bekanntesten Blogger Frankreichs, ist Chef der Blogsoftwarefirma &quot;Six Apart Europe&quot; und Internetexperte für den rechts-konservativen Präsidentschaftskandidaten Nicolas Sarkozy. Sein politisches Engagement führte in Zusammenhang mit den großen französischen Wahlkämpfen im Netz zu noch größerer Berühmtheit. Viele Fernsehprogramme luden ihm zum Beispiel als Internetexperte ein. Es hat aber auch seine Nachteile. Ich glaube, Loic ist ein bisschen überfordert.
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Seit einer Woche gibt es eine <a href="http://ilesarkozy.typepad.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sarkozy-Insel</a> in der virtuellen Welt <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/bbergervoet_chartmann_sgievert_glossar_computergames_070215.shtml#second_life" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Second Life</a>. Das <a href="http://www.loiclemeur.com/france/2007/03/une_semaine_sur.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transkript</a> einer Diskussion mit 70 Avataren erschien auf le Meurs Blog. Dazu erkannte le Meur selbst, dass es ziemlich schwierig sei, einen Chat mit 70 Avataren zu kontrollieren. Ein klarer Lernmoment für Herrn le Meur. Bin ich froh, dass es bei politik-digital immer moderierte Chats gibt!
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Zudem hat le Meur die Kommentarfunktion seines eigenen Blogs geschlossen. Den Grund erklärt er in einem <a href="http://www.loiclemeur.com/france/2007/03/371_24h_aprs_la.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video-Podcast</a>: &quot;Spam&quot;. Einen Teil der Schuld gibt er den Anhängern der sozialistischen Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal. Seitdem le Meur für Sarkozy arbeitet, hätten sie &#8211; trotz einer Warnung der eigenen sozialistischen Wahlkampfleitung &#8211; sein Blog vollgespamt. Wegen der Vielfalt an Kommentaren verlor le Meur den Überblick und schloss die Kommentarfunktion. Trotzdem möchte er die Diskussion fortsetzen, aber dann in einem <a href="http://groups.google.com/group/loiclemeur/browse_thread/thread/ccad121657a1a054" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Google Groups&quot;-Forum</a>.</p>
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