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	<title>Senioren &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Senioren &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Lernen und Vernetzen: Digitales Leben im Alter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 08:12:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Senior*innen, die den Eintritt in die digitale Welt wagen, erhoffen sich einiges von diesem Schritt. Und das zurecht, denn während wir Nutzer der Generation Y bereits mit der Bequemlichkeit und dem Unterhaltungsfaktor der digitalen Medien aufgewachsen sind, können Senioren durch digitale Tools neue Möglichkeiten der Vernetzung und der Mobilität für sich entdecken.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Bedürfnis nach Selbstbestimmung ist für ältere Menschen, nach der körperlichen und geistigen Gesundheit, der zweitwichtigste Faktor für ein erfülltes Leben, so eine <a href="https://www.generali.de/resource/blob/13860/b8ce6359be326245bf0e794e551fc75b/20170103-generali-altersstudie-2017-pdf-data.pdf">Studie</a>. Dies entspricht oft dem Wunsch, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben und den Alltag selbständig zu bewältigen.</p>
<p>Genau dazu befähigen sie digitale Hilfsmittel. Wir haben bei Dagmar Hirche nachgefragt, Vorsitzende des Vereins „<a href="https://www.wegeausdereinsamkeit.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wege aus der Einsamkeit</a>“, der sich auch mit digitalen Mitteln gegen die zunehmende Isolation von Senioren engagiert. Bei den neuen Silver-Surfern erfreuen sich vor allem Kartendienste, Übersetzerprogramme, die Angebote der öffentlichen Verkehrsmittel wie beispielsweise der Bahn, aber auch Toiletten-Finder-Apps großer Beliebtheit; sie helfen älteren Menschen bei der Fortbewegung und Orientierung, berichtet Hirche. Mit digitalen Programmen können die User Gedächtnis- oder Mobilitätsprobleme kompensieren; die Informationsvielfalt im Netz fördert das lebenslange Lernen und kann Menschen in hohem Alter geistig fit halten.</p>
<p>Auch die Vernetzung und aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erfordert zunehmend die digitale Komponente. Sei es nun, um mit den Enkel*innen in Kontakt zu bleiben, die gerade ein Auslandssemester machen, sei es, um sich umfangreich über individuelle Interessen, das Weltgeschehen oder Angebote im eigenen Umfeld zu informieren. „Vieles gibt es heute nur noch digital, von leicht zugänglichen Informationen, über die Terminvergabe beim Arzt oder der Behörde, bis zu preiswerteren Angeboten“, so Dagmar Hirche.</p>
<h3>Antworten auf den digitalen Wandel</h3>
<p>Immer mehr Bereiche des Lebens finden in der digitalen Sphäre statt. Ältere Menschen bleiben dabei oftmals auf der Strecke, da sie von Entwicklern nicht als Zielgruppe wahrgenommen oder zu wenig berücksichtigt werden. Viele frühere Offliner haben zum Beispiel ein höheres Sicherheitsbedürfnis und sind vorsichtiger, was die Weitergabe von persönlichen Daten betrifft.</p>
<p>Dagmar Hirche schildert die Herausforderungen, denen sich ältere Menschen ausgesetzt sehen: „Sie verstehen die, in der digitalen Welt viel genutzte, englische Sprache nicht, haben Angst etwas kaputt zu machen oder in eine Abofalle zu geraten. Zudem gibt es einen Mangel an kostenfreien Möglichkeiten, den Umgang zu erlernen und gleichzeitig eine große Menge an neuem Wissen und Informationen, die erdrückend wirken kann.“</p>
<p>An diesen Stellen müssen Entwickler*innen, aber auch wir jüngeren Nutzer*innen ansetzen. Einerseits muss es Angebote geben, die auf ältere Nutzer zugeschnitten sind, denn viele bereits existierende Programme oder Apps wären für ältere Menschen eine immense Erleichterung im Alltag. Die Nutzung der Lieferdienste von Supermärkten ist hier nur ein Beispiel. Auch medizinische Angebote, wie beispielsweise telemedizinische Sprechstunden oder digitale Apotheken können gerade für diese Zielgruppe interessant sein. Andererseits sind jedoch auch wir Jungen in der Verantwortung, die nicht digitalen Menschen (nicht nur der älteren Generation) an die digitale Welt und bereits existierende Angebote heranzuführen und sie bei der Nutzung zu unterstützen.</p>
<h3>Neue Konzepte für digitale Vernetzung auf dem Land</h3>
<p>Aufgrund des Strukturwandels, der durch die Landflucht der jungen Generation und dem daraus resultierenden Schwund von Infrastruktur auf dem Land erfolgt, sind aber auch neue umfangreichere Konzepte mit digitalen Komponenten vonnöten, um Menschen im Alter ein Leben in ihrem gewohnten Umfeld zu ermöglichen.</p>
<p>Gerade in ländlichen Regionen sind ältere Menschen oft isoliert, hier gibt es laut Dagmar Hirche „noch weniger Angebote für Menschen 65 plus, es fehlt die nötige Infrastruktur und bei den politischen Gremien der Wille und die Forderung, dass Digitale Bildung nicht ab dem Renteneintrittsalter enden darf.“ Eine schlechte ärztliche Versorgung verschärft diese Situation noch und bedeutet für diejenigen, deren Mobilität, beispielsweise durch körperliche Beschwerden in Kombination mit mangelnden sozialen und familiären Kontakten im näheren Umfeld, eingeschränkt ist, oft frühzeitig den Weg ins Pflegeheim oder die Nutzung von mit hohem finanziellen Aufwand verbundenem privatem Pflegepersonal. Diese Situation widerspricht den Wünschen und Bedürfnissen der meisten dieser Generation Zugehörigen.</p>
<p>Die Vermittlung von digitaler Kompetenz und Unterstützung beim Erschließen der digitalen Welt wäre daher auch nur der Anfang. Um den Wünschen der Senioren gerecht zu werden, braucht es neue digitale, soziale Konzepte, die verschiedene Akteure vernetzen und durch die Bereitstellung digitaler Infrastruktur Menschen ein selbstbestimmtes Leben auf dem Land auch bis ins hohe Alter ermöglichen.</p>
<p>Eines dieser Konzepte, ist das Projekt „<a href="https://www.dorfgemeinschaft20.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dorfgemeinschaft 2.0</a>“ der Gesundheitsregion EUREGIO e.V. in der Modellregion</p>
<p><a href="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Dorfgemeinschaft_CMYK-640x608-2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-162524" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Dorfgemeinschaft_CMYK-640x608-2.jpg" alt="Logo_Dorfgemeinschaft_CMYK-640x608" width="297" height="176" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Dorfgemeinschaft_CMYK-640x608-2.jpg 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Dorfgemeinschaft_CMYK-640x608-2-300x178.jpg 300w" sizes="(max-width: 297px) 100vw, 297px" /></a></p>
<p>Grafschaft Bentheim/Südliches Emsland mit sieben beteiligten Pilotkommunen. Zentrale Aspekte des Projekts sind mobile Gesundheitsangebote und die digitale Pflege durch Technisierung des Wohnraums. Ziel ist eine Steigerung der Effektivität durch Konzepte der Datenerfassung bei Pflegebedürftigen und die Vernetzung mit den Pflegenden. Durch Nutzung von IKT- (Informations- und Kommunikationstechnik) bzw. AAL-Technologien (Ambient Assisted Living/Alltagstaugliche Assistenzlösungen für ein selbstbestimmtes Leben) werden die Menschen befähigt, ihren Alltag zu einem großen Teil selbständig zu meistern, sind jedoch gleichzeitig durch die Datenübertragung an das mobile Pflegepersonal oder Angehörige abgesichert und im Notfall nicht auf sich allein gestellt. Verbunden werden diese Angebote mit einer Vernetzung der Dorfgemeinschaft über den „virtuellen Dorfmarktplatz“, über den eine gegenseitige Unterstützung, auch zwischen den Generationen, ermöglicht wird.</p>
<p>Ein weiteres Projekt ist das „<a href="https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Pflege/Innovationsprogramm-Pflege_Bericht_Technik_Walzbachtaler-Modell.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Walzbachtaler Modell</a>“ des Zentrums für Telemedizin Bad Kissingen. Auch hier geht es darum, die Pflege zu Hause zu vergleichbaren Kosten mit einer stationären Unterbringung zu ermöglichen. Dazu werden die verschiedenen Akteure der Pflege, also Vereine wie die Nachbarschaftshilfe, Privatpersonen, wie Angehörige oder Nachbar*innen, und professionelle Dienstleister*innen, über eine App verknüpft und so eine umfangreiche Betreuung sichergestellt. Auch dieses Konzept geht Hand in Hand mit einer Technisierung und Vernetzung des Wohnraums, um Sicherheit zu gewährleisten und die Versorgung an den Bedarf anzupassen. Ein sozialer Träger wie die Diakonie-Sozialstation koordiniert dann diesen sogenannten Bürger-Profi-Technik-Mix.</p>
<h3>Gemeinsam auf die Veränderungen vorbereiten</h3>
<p>In einer Gesellschaft, in der 2030 über 8% der Menschen über 80 Jahre alt sein werden und in der es bereits heute einen Pflegenotstand mit knapp 3 Millionen Pflegebedürftigen gibt, müssen Politik und Gesellschaft Konzepte fördern, die es älteren Menschen ermöglichen, sich selbst möglichst lange in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus zu versorgen. Dafür ist es gerade auf dem Land wichtig, mobile Angebote zu schaffen, um die Versorgung sicherzustellen. Und so die Entwicklung und Bereitstellung von Technik voranzutreiben, die älteren Menschen Sicherheit gibt und sie dazu befähigt ihren Alltag selbstständig zu meistern, während Angehörige und Pflegende dadurch mehr Zeit gewinnen, auf einer zwischenmenschlichen Ebene auf die Pflegebedürftigen einzugehen. Gleichzeitig kann die Vernetzung der Nutzer auch im Alter noch die Entstehung neuer sozialer Kontakte ermöglichen.</p>
<p>Die Vermittlung digitaler Kompetenz an ältere Menschen wird gerade zu einer gesellschaftlichen Kernaufgabe. Digital weniger affine Menschen brauchen bei der digitalen Transformation Begleitung, um für die Veränderungen der Pflege in den nächsten Jahren gewappnet zu sein, aber auch allgemein, um gesellschaftlich integriert zu bleiben.</p>
<p>Es wäre fatal in einer zunehmend digitalisierten Welt, eine so große Bevölkerungsgruppe, durch fehlenden Zugang zu einem wichtigen Teil gesellschaftlich relevanter Themen, auszuschließen.</p>
<p><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@elfcodobelf?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Andreea Popa</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<p><strong>Logo:</strong> <a href="https://www.dorfgemeinschaft20.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dorfgemeinschaft 2.0 </a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div>
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		<item>
		<title>Goldener Internetpreis 2016 &#8211; Jetzt Bewerben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2016 09:21:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Nominierung]]></category>
		<category><![CDATA[Generationen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Goldene Internetpreis zeichnet digital aktive Menschen über 60 Jahren aus. Bis zum 16. September können sich Interessierte online bewerben [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Goldener-Internetpreis-2016-Logo.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149702 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Goldener-Internetpreis-2016-Logo.jpg" alt="Logo Goldener Internetpreis 2016, Digital aktiv im Alter" width="639" height="295" /></a>Der Goldene Internetpreis zeichnet digital aktive Menschen über 60 Jahren aus. Bis zum 16. September können sich Interessierte online bewerben und ihre Beiträge als Erfahrungsberichte, Projektbeschreibungen, Videodokumentationen oder Präsentationen einreichen.</p>
<p>Etwa 50% der über 60-jährigen nutzen das Internet. Ihre Erfahrungen können andere inspirieren, ebenfalls die Möglichkeiten des Internets für sich zu entdecken. Der „Goldene Internetpreis 2016 – Digital aktiv im Alter“ prämiert in der Kategorie „Alltag“ Einzelpersonen über 60, die das Internet versiert nutzen, sowie in der Kategorie „Starthilfe“ Menschen der Generation 60+, die Anderen beim Einstieg ins Netz helfen. So zeichnete die Jury im vergangenen Jahr zum Beispiel Ursel Ilgner aus. Die 74-jährige engagiert sich bei Wikipedia und hat beim Aufbau mehrerer Websites mitgewirkt.</p>
<p>Seniorenorganisationen und Initiativen oder Einrichtungen, die mit und für Senioren im Internet aktiv sind, können außerdem für ihren Einsatz in der Kategorie „Soziales Engagement“ nominiert werden. Des Weiteren loben die Veranstalter den Sonderpreis „Jung und Alt – gemeinsam online“ für generationenübergreifende Projekte und Initiativen aus. Insgesamt sind Preisgelder von 8000€ ausgeschrieben.</p>
<p>Um eine Nominierung für den Goldenen Internetpreis kann sich jede Einzelperson über 60 sowie seniorenorientierte Online-Initiativen <a href="https://www.goldener-internetpreis.de/mitmachen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> bewerben oder auch von Anderen <a href="https://www.goldener-internetpreis.de/nominiere-ein-projekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> vorgeschlagen werden.</p>
<p>Schirmherr des diesjährigen Goldenen Internetpreises ist Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Organisiert wird die Veranstaltung außerdem durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation e.V. (BAGSO), Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN), Wege aus der Einsamkeit, Google Deutschland und die Deutsche Telekom.</p>
<p>Weitere Infos: www.goldener-internetpreis.de</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://www.goldener-internetpreis.de/media/388" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Logo</a> des Goldenen Internetpreises</span><span class="licensetpl_attr"><br />
</span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Langsam kommen die Senioren</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wie-die-alten-surfen/langsam-kommen-die-senioren-2805/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie die Alten surfen]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Silversurfer]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Mit vorsichtigen Schritten nähern sich die Senioren dem Internet. Wenn sie aber einmal drin sind, wird das Internet schnell Teil des Alltags. Corvin Jordan beleuchtet die wichtigsten Trends und Entwicklungen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Mit vorsichtigen Schritten nähern sich die Senioren dem Internet. Wenn sie aber einmal drin sind, wird das Internet schnell Teil des Alltags. Corvin Jordan beleuchtet die wichtigsten Trends und Entwicklungen.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Die Mehrheit der Altersgruppe 50plus ist bisher nicht im Netz und viele verfügen über keinen Computer. Zu diesem Ergebnis kommt die größte Studie zur Internetnutzung der Deutschen der<br />
<a href="http://www.nonliner-atlas.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(N)ONLINER Atlas 2006</a> der Initiative D21. Doch die Zahl der älteren Internetnutzer &#8211; den so genannten Silversurfern &#8211; wächst ständig.
</p>
<p>
So hat den Ergebnissen der Studie nach die Internetnutzung bei der Altersgruppe 50plus im Jahr 2006 um weitere drei Prozentpunkte zugelegt und liegt derzeit bei 34 Prozent. Zum Vergleich: Auf 58 Prozent ist die Internetnutzung 2006 in Deutschland insgesamt gestiegen.
</p>
<p>
Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die einzelnen Altersgruppen zu werfen. In der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen bewegen sich 56,8 Prozent im Netz. Die 50- bis 59-Jährigen nutzen also das Internet so häufig wie der Durchschnittsdeutsche. Anders sieht das bei den 60- bis 69-Jährigen aus. In dieser Altersgruppe nutzen nur 32,7 Prozent das Internet. Gerade einmal 12,2 Prozent der Altersgruppe 70plus nutzen das Internet. Vielen Älteren ist die Internetwelt grundsätzlich fremd geblieben.
</p>
<p>
<b>„Ich bin technisch neugierig und will im Alter nicht versauern.“</b>
</p>
<p>
Allerdings ist es an der Zeit mit den Vorurteilen aufzuräumen, ältere Menschen seien kaum im Internet unterwegs – und diejenigen, die „drin“ sind, würden kaum das Netz nutzen. Genauere Untersuchungen zu diesem Thema fehlten bisher. Doch nun hat eine<br />
<a href="http://www.50plus-ans-netz.de/content/download/9202/80901/version/3/file/Studie%2BVon%2Bden%2B0nlinern%2Blernen.pdf%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> des Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit einige Vorurteile widerlegt. Im Rahmen der Studie wurden 1.120 aktive Nutzerinnen und Nutzer der Altersgruppe 50plus genauer befragt.
</p>
<p>
Die Studie zeigt, dass wenn von den Senioren erst einmal die Vorteile der neuen Medien erkannt werden, sie nicht mehr aus dem Alltag der Älteren wegzudenken sind. „Der Computer ist ein Stück von meinem Leben“, antwortete ein Befragter der Studie. „Unser Leben ohne PC ist oft umständlich geworden“, meint ein anderer. Das Internet wird mit wachsenden Kenntnissen häufiger genutzt. Die befragten Nutzerinnen und Nutzer bewegen sich aktiv online, fast 80 Prozent surfen sogar täglich.
</p>
<p>
<b>„Das Internet ist eine tolle Verbindung zur Außenwelt“</b>
</p>
<p>
Besonders beliebt sind Seiten mit praktischem Wert, denn Ältere sehen im Internet mehr ein Nutzmedium als ein Unterhaltungsmedium. Gerade das Medium Internet hat ein hohes Potenzial, die Menschen in ihrem Ruhestand zu unterstützen. Es gilt als Mittel zur Weiterbildung, gegen die Einsamkeit und als eine unerschöpfliche Informationsquelle. Das Internet bietet die Möglichkeit sich umfassend über fast jedes Fachgebiet zu informieren, von medizinischen Fragen bis zur Ahnenforschung und es ist ein unschlagbares Hilfsmittel, um Reisen zu planen.
</p>
<p>
Die befragten Silversurfer legen großen Wert auf aktuelle und hoch wertige Ausstattung. So haben die aktiven Nutzer eine aktuelle Hardware- und Softwareausstattung. Jeder zweite Rechner ist jünger als zwei Jahre und 62 Prozent haben einen Arbeitsspeicher, der 512 MB oder größer ist. Die aktiven Onliner gehen auch meist mit einer schnellen Internetverbindung ins Netz.
</p>
<p>
Die Silversurfer sind zum größten Teil Autodidakten. Teils haben sie sich mit Hilfe von Freunden und Bekannten oder von Arbeitskollegen und Kindern die notwendigen Kenntnisse angeeignet. Doch auch Computer- und Internetkurse werden verstärkt in Anspruch genommen. Besonders Frauen nehmen gerne die Hilfestellung professioneller Dienstleister in Anspruch und belegen Computerkurse.
</p>
<p>
<b>„Weil es ohne halt nicht geht!“</b>
</p>
<p>
Für Computerneulinge oder wenig Erfahrene ist „mitreden zu können“ der wichtigste Grund, sich einen Computer zuzulegen. Diese Gruppe fühlt sich ohne Computer immer stärker gesellschaftlich ausgegrenzt. Zunehmend häufiger lesen sie den Hinweis, dass weitere Informationen im weltweiten Netz zu finden sind. Immer mehr Dienstleistung und Sonderangebote sind ausschließlich über das Internet zu bekommen. Daher sehen auch zwei Drittel der Befragten die gesellschaftliche Teilhabe und die Versorgung mit Dienstleistungen für Menschen ohne Zugang zu den neuen Medien als gefährdet.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Linkliste: Barrierefreiheit und Senioren</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/wissensgesellschaftjdillmann_linkliste_barrierefreiheit_070329-shtml-2814/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jdillmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie die Alten surfen]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[(Linkliste) Barrierefreiheit bedeutet, dass auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen das Internet nutzen können, zum Beispiel mit Vorlesesoftware. Welche Initiativen und Richtlinien es dazu gibt und was für Senioren im Netz geboten wird, steht in dieser kommentierten Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Linkliste) Barrierefreiheit bedeutet, dass auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen das Internet nutzen können, zum Beispiel mit Vorlesesoftware. Welche Initiativen und Richtlinien es dazu gibt und was für Senioren im Netz geboten wird, steht in dieser kommentierten Linkliste.</p>
<p><!--break--></p>
<p>
                              <strong>Barrierefreiheit im Netz</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.w3.org/WAI/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Initiative für barrierefreies Internet des W3C</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Das internationale Gremium &#8220;World Wide Web Consortium&#8221; (W3C), erarbeitet Standards für Techniken, die im Internet genutzt werden. Neben den Richtlinien zu HTML, der für Webseiten verwendeten Programmiersprache, wurde von W3C eine Initiative für barrierefreies Internet gestartet. Von der<br />
                            <a href="http://www.w3c.de/Trans/WAI/webinhalt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ersten Version der Richtlinie</a> gibt es eine deutsche Übersetzung.</p>
<p>
                            <a href="http://www.bund.de/nn_189164/DE/VuI/A-Z/B-wie-Beihilfe/Barrierefreiheit/Barrierefreiheit-knoten.html__nnn=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Informationsseite des Bundesverwaltungsamts zu Barrierefreiheit</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem<br />
                            <a href="http://bundesrecht.juris.de/bitv/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Behindertengleichstellungsgesetz</a> verpflichtet die deutschen Behörden dazu, Menschen mit Behinderungen einen gleichberechtigten Zugang zu ihren Informationen und Diensten zur Verfügung zu stellen. Auf dieser Übersichtsseite finden sich Hinweise zu den rechtlichen Grundlagen und Arbeitshilfen für die Umsetzung der Richtlinie.</p>
<p>
                            <a href="http://www.webforall.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Projekt für Barrierefreiheit im Internet</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Das Projekt WEB for ALL setzt sich dafür ein, dass alle Menschen unabhängig davon, ob sie behindert sind oder nicht, das Internet nutzen können. Neben allgemeinen Informationen und Veranstaltungen, bieten sie die Überprüfung von Internetseiten durch behinderte Mitarbeiter mit spezieller Software an.</p>
<p>
                            <a href="http://www.barrierefreies-webdesign.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Informationen und Tipps zur Gestaltung barrierefreier Webseiten</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Auf den Seiten von barrierefreies-webdesign.de finden sich neben allgemeinen Informationen und Richtlinien praktische Tipps zur Gestaltung barrierefreier Webseiten.</p>
<p>
                            <a href="http://www.biene-award.de/award/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>BIENE – Auszeichnung für barrierefreies Webdesign</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Die Stiftung Digitale Chancen und Aktion Mensch zeichnen jedes Jahr die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten mit dem BIENE-Award aus. Auf der Seite finden sich die Gewinner der vergangenen Wettbewerbe und eine Übersicht über Kriterien die für die Barrierefreiheit relevant sind.</p>
<p>
                              <strong>Angebote für Senioren im Internet</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.feierabend.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Webtreff für die ältere Menschen</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Feierabend.de ist eine Internetcommunity für Menschen ab 50. Auf der Seite gibt es neben redaktionellen Beiträgen die Möglichkeit zu chatten, in Foren zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen. Insgesamt haben sich für das Portal nach eigenen Angaben etwa 100.000 Senioren registriert.</p>
<p>
                            <a href="http://www.vile-netzwerk.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>ViLE – Lernnetzwerk für Senioren</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Das Virtuelle und reale Lern- und Kompetenz-Netzwerk älterer Erwachsener (ViLE) bietet Senioren eine Kontaktplattform über welche gemeinsames Wissen und Erfahrungen im Internet ausgetauscht werden können.</p>
<p>
                            <strong><br />
                              <a href="http://www.digitale-chancen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung digitale Chancen</a><br />
                            </strong><br />
                            <br />Die Stiftung digitale Chancen hat das Ziel Menschen für die Möglichkeiten des Internet zu interessieren und ihnen bei der Nutzung zu helfen. Neben dem BIENE-Award unterstützen sie verschiedene andere Projekte und stellen Experteninformationen zur Verfügung.</p>
<p>                            <strong><br />
                              <a href="http://www.uni-ulm.de/uni/fak/zawiw/projektbereiche/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZAWiW &#8211; Zentrum für allgemeine wissenschaftliche Weiterbildung</a><br />
                            </strong><br />
                            <br />Das Zentrum für allgemeine wissenschaftliche Weiterbildung der Uni Ulm vernetzt zahlreiche Projekte für Senioren im Netz.</p></p>
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		<title>Netz-Gehhilfe für 20 Euro</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wie-die-alten-surfen/netz-gehhilfe-fuer-20-euro-2863/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie die Alten surfen]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Internetschulung]]></category>
		<category><![CDATA[Volkshochschule]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Um herauszufinden, wie der Erstkontakt älterer Menschen mit dem Internet aussieht, hat Christian Heise eine Internetschulung der Volkshochschule besucht. Die Senioren lösen Probleme auch schon einmal mit einem beherzten Click auf das „X“ des Internetbrowsers, beobachtete er.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Um herauszufinden, wie der Erstkontakt älterer Menschen mit dem Internet aussieht, hat Christian Heise eine Internetschulung der Volkshochschule besucht. Die Senioren lösen Probleme auch schon einmal mit einem beherzten Click auf das „X“ des Internetbrowsers, beobachtete er.<!--break--></p>
<p>
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</p>
<p>
Samstag, zehn vor 10 Uhr, in der Berliner Volkshochschule. Im 6. Stock nach rechts und dem Schild „PC-Pool“ folgen: Die 55 bis 75 Jahre alten Kursteilnehmer der „Internetschulung“, 20 Euro für zwei Tage a vier Stunden, sitzen in Dreierreihen vor den in Reih und Glied aufgebauten Computern.
</p>
<p>
Im ersten Quartal 2006 stieg der Anteil der über 54-Jährigen Internetnutzer laut Statistischem Bundesamt von 22 Prozent im Jahr<br />
<a href="http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2005/p1790024.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">2004</a> auf 30 Prozent. Neben der gestiegenen Anzahl der Senioren, die das Internet heute nutzen, erhöhte sich auch die Regelmäßigkeit der Nutzung. So verbrachten im Jahr 2004 nur 12 Prozent der über 54-Jährigen mehr als fünf Stunden pro Woche im Internet. Im selben Zeitraum zwei Jahre später stieg die Anzahl derjenigen, die das Internet jeden Tag oder fast jeden Tag nutzten, auf 48 Prozent.
</p>
<p>
Punkt zehn Uhr beginnt der Dozent in Lehrermanier die &quot;Internetschulung&quot;. Schlagartig wird es still und die Damen und Herren lauschen den Worten des Seminarleiters. &quot;Grundlagen des Internets&quot; heißt die Bildschirmpräsentation. In zehn Minuten werden die Kernelemente des &quot;Zwischennetzes&quot; erklärt und Basiswissen über Internetprotokolle und Internetadressen vermittelt. Es gibt keine Fragen.
</p>
<p>
Im Gegensatz zur allgemein geläufigen Meinung kommt der Erziehungswissenschaftler Marko Hembach in seiner Diplomarbeit zu dem<br />
<a href="http://www.socialnet.de/materialien/diplom/0111_mhembach_senioreninternet.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnis</a>, dass das Ausmaß an Selbständigkeit im Umgang mit den notwendigen technischen Geräten und an Kenntnissen über das Internet, das Senioren vorweisen, überraschend hoch ist.
</p>
<p>
In der Volkshochschule wagen die Teilnehmer die ersten Schritte ins Netz: Geduldig erklärt der Seminarleiter wie man auf einem Windows-Rechner den Internet Explorer öffnet. Da tauchen die ersten Probleme auf. Unterschiedliche Startseiten verwirren die Internetschüler und aus Angst, etwas falsch zu machen, beschließt ein etwa 70-Jähriger selbstsicher das Programm mit einem raschen Klick auf das X zu schließen. Der Dozent beruhigt die Situation und klärt das &quot;Phänomen&quot; Startseite umgehend auf. Einem älteren Herrn fällt es schwer, zwischen dem Suchfenster einer Website und dem URL-Fenster des Browsers zu unterscheiden. „Das sind ja beides Eingabefelder“, argumentiert er &#8211; und er hat Recht.
</p>
<p>
Internetseiten werden meist von jungen Designern erstellt. Die gehen davon aus, dass die Seitenbesucher über eine gute Sehfähigkeit und über einwandfreie Motorik verfügen. Mit steigendem Alter sinken jedoch genau diese Fähigkeiten. Hinzu kommt, dass viele Senioren in den Ruhestand treten, ohne sich jemals in ihrem Arbeitsleben mit dem Computer oder dem Internet befasst zu haben. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass das Internet für Senioren doppelt so schwer zu nutzen ist wie für Jüngere &#8211; obwohl es ihnen Möglichkeiten bietet, ihre eingeschränkte Mobilität auszugleichen.
</p>
<p>
In der Volkshochschule werden daher Menüleiste und Bediensymbole des Internetexplorers erklärt und in der Gruppe ausprobiert. Dabei erregt die Verlauffunktion, die Auflistung der bislang besuchten Seiten, Aufsehen: &quot;Damit kann ich ja meine Enkel kontrollieren&quot;, bemerkt eine ältere Dame. Es dauert eine halbe Stunde bis das Anlegen, Löschen und Sortieren von Favoriten und die Suche erklärt ist. Danach wird gesurft: Die Suchmaschine Google, eine Tageszeitung inklusive Artikelsuche und Archivfunktion und ein Fluganbieter stehen auf der Liste der besuchten Seiten. Bei diesen Klassikern stößt eine Dame auf die Barriere Bezahl-Internet. Beim Durchsuchen des Onlineangebots einer Tageszeitung wird sie aufgefordert, einen Artikel zu kaufen. „Sicher ist das bestimmt nicht“, stellt sie selbstbewusst fest.
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		<title>Das Internet kann ein Seniorenmedium sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(Interview) Senioren bleibt oft der Zugang zum Internet verwehrt. Ein Hauptgrund: Viele Internetseiten sind nicht barrierefrei. Wie wichtig Internetnutzung trotz körperlicher Gebrechen für Senioren ist und was man dabei beachten muss, erklärt der Alternforscher Michael Doh im Interview.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Interview) Senioren bleibt oft der Zugang zum Internet verwehrt. Ein Hauptgrund: Viele Internetseiten sind nicht barrierefrei. Wie wichtig Internetnutzung trotz körperlicher Gebrechen für Senioren ist und was man dabei beachten muss, erklärt der Alternforscher Michael Doh im Interview.<!--break--></p>
<p>
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</p>
<p>
<b>Die Stiftung Digitale Chancen verleiht jedes Jahr den BIENE-Award (Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten) für die besten barrierefreien Internetseiten. Was will die Preisverleihung bewirken?</b><br />
<br />
Der BIENE-Award bringt aus meiner Sicht vor allem eine gute Publicity. Er zeigt anderen Webgestaltern, dass man hinsichtlich der Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit von Internetauftritten noch einiges tun kann. Der Award dient auch als Motivationsschub. Zudem bekommen Senioren und Personen mit Behinderungen mit den Gütesiegeln des BIENE-Awards eine Gewährleistung, dass sie die prämierten Seiten einfacher lesen können.
</p>
<p>
<b>Neben dem BIENE-Award wurde das Jahr 2006 von der zuständigen Ministerin Ursula von der Leyen als Online-Jahr 50plus ausgerufen. Es scheint ungemein viele Fördertöpfe für solche Projekte zu geben. Aber warum ist dann der größte Teil der Generation 50plus immer noch offline? Haben die Projekte den gewünschten Erfolg?</b><br />
<br />
Es ist prinzipiell eine schöne Sache, wenn man in einem neuen Medium die Potenziale für ältere Menschen entdeckt. Die ganzen Aktionen, die stattfinden, wie eben das Online-Jahr 50plus, sind aber zweischneidig zu sehen. Einerseits ist es toll, dass überhaupt öffentlichkeitswirksame Angebote gemacht werden. Aber wenn man genauer hinschaut, bleibt doch vieles an der Oberfläche. Zum Beispiel gibt es für Senioren oft günstige Internetschnupperkurse, in denen sie in drei Stunden einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten des Netzes bekommen. Aber eine Garantie, wie es weitergeht, gibt es kaum. Wenn einer wirklich Interesse hat, fehlen oftmals noch weiterführende Angebote. Das gilt auch für das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Projekt &quot;Ganz einfach Internet&quot; (Anmerkung der Redaktion: „Ganz einfach Internet“ veranstaltete das Online-Jahr 50plus). Die Projekte bekommen 40.000 bis 50.000 Besucher im Jahr, die als neue &quot;Silver Surfer&quot; deklariert werden. Aber wie viele von denen wirklich im Internet bleiben, und ob sie ausreichend und nachhaltig Medienkompetenzen erworben haben, bleibt offen.
</p>
<p>
<b>Was gibt es für altersbedingte Schwächen, die den Zugang ins Internet erschweren?</b><br />
<br />
Man muss immer mitbedenken, dass unter dem Deckmantel 50plus fünf Dekaden an Demographie in einen Topf geworfen werden. Das ist fatal. Kein Jugendforscher würde heute 14 und 40-Jährige in einen Topf schmeißen. Schon in der Zielansprache von 50 bis 65-Jährigen liegt ein grober Fehler. Die 50 bis 64- Jährigen sind, zumindest zum größten Teil, noch im Beruf. Danach beginnt die neue nachberufliche Lebensphase. Zwischen beiden Gruppen muss man einen großen Unterschied machen. Und die Hochbetagten ab 80 haben noch ganz andere Stolpersteine. Für alle Senioren aber sind überfrachtete und nicht barrierefreie Internetseiten das größte Hindernis. Gerade das prangert der Biene-Award hauptsächlich an. Außerdem erschließt sich vielen älteren Offlinern nicht der Nutz- und Mehrwert des Internets. Die meisten denken, dass sie mit ihrem Angebot an Fernsehen, Radio und Zeitungen völlig abgedeckt sind. Dass das Internet vom Potenzial her aber ein Seniorenmedium sein könnte, ist unbestritten. Ältere können im Netz leicht an Gesundheits- und andere relevante Informationen gelangen, ihre Hobbies ausbauen, Ahnenforschung betreiben, oder mit Gleichaltrigen und Enkelkindern kommunizieren. Sie müssen aber die Möglichkeit haben, das Internet in ihrer Geschwindigkeit zu nutzen. Wie bei der Zeitung: Sie können sich zur Not eine Lupe holen und die Texte so lesen, wie sie wollen. Viele Senioren haben aber noch Ängste, mit dem neuen Medium umzugehen. Sie wissen nicht, was passiert, wenn der Computer abstürzt, oder wenn ein Virus sich ausbreitet. Außerdem legen sie Wert auf die Sicherheit ihrer Daten, was das Internet aber nicht immer gewährleistet. Sie sind argwöhnisch – zu Recht – und zum Teil auch ein bisschen reserviert gegenüber Neuem. Datensicherheit und Glaubwürdigkeit von Informationen ist daher von großer Bedeutung für die Gewinnung älterer Onliner. Zudem achten sie sehr wohl auf Qualität und viele können sich einen guten und modernen Computer leisten.
</p>
<p>
<b>Was läuft hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit von Websites falsch?</b><br />
<br />
Man muss bedenken, dass es im Altersprozess auch Veränderungen der Sinnesmodalitäten gibt. Die Kontrastschärfe und die Aufmerksamkeit können nachlassen. Darauf muss man bei der Gestaltung von Internetseiten Rücksicht nehmen. Das World Wide Web Konsortium (W3C) gibt klare<br />
<a href="http://www.ww3.org/WAI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Richtlinien</a> vor, wie man eine Seite barrierefrei aufbauen kann. Webgestalter sollten kleine Schriften vermeidet und Farben benutzen, die ein älterer oder hochbetagter Mensch mit Sehbeeinträchtigung erkennen kann. Das alles sind webdesigntechnische Fragen. Inhaltlich sind Anglizismen und Computerfachbegriffe ein Problem. Für viele Senioren wirkt dies wie eine fremde Sprache. Die Seiten müssen einfach und übersichtlich gestaltet werden, damit Menschen, die neu im Medium sind, sich nicht überfordert fühlen.
</p>
<p>
<b>Der Usability-Guru Jakob Nielsen fordert sogar, dass Links im Internet immer blau und unterstrichen dargestellt werden müssen und dass man überhaupt keine Flash-Anwendungen benutzen darf. Ist das Ihrer Meinung nach ein richtiger Ansatz?</b><br />
<br />
Es kommt darauf an, welche Zielgruppe man ansprechen will. Ein öffentliches Organ wie ein Rathaus muss für jede Altersgruppe ansprechbar sein. Solche Einrichtungen müssen sicherstellen, dass auch jeder Internetnutzer mit den Inhalten zurechtkommt. Dort muss Barrierefreiheit an oberster Stelle stehen. Wenn aber jetzt irgendein „hipper“ Unternehmer eine junge Zielgruppe besitzt, kann er natürlich mit Flash und allem möglichen Brimborium arbeiten – wobei modern und barrierefrei kein Gegensatz sein müssen! Er will womöglich gar keinen sehbeeinträchtigten 80jährigen in seinem Shop haben. Dagegen ist aber jede öffentliche Einrichtung mittlerweile verpflichtet, Barrierefreiheit anzubieten.
</p>
<p>
<b>Das Web 2.0 bietet Unmengen von Interaktions- und Vernetzungsmöglichkeiten – sehen Sie das als Chance für Senioren?</b><br />
<br />
Ältere nutzen das Internet immer noch hauptsächlich, um Informationen abzurufen und eMails zu schicken. Weblogs oder Chatrooms spielen noch eine marginale Rolle. Eine kleine Bildungsgruppe gibt es, die sich vernetzt hat. Jetzt habe ich erfahren, dass die Internetplattform feierabend.de ein großes Seniorenverzeichnis, also eine Art StudiVZ für Ältere, aufgebaut hat, in dem Senioren untereinander Kontakt aufnehmen können. In dem Netzwerk sind schon über 100.000 Personen. Bis das Web 2.0 wirklich bei den Senioren ankommt, dauert es aber noch.
</p>
<p>
<b>Angebote wie das Videoportal YouTube oder die Fotocommunity Flickr sind zum größten Teil auf englisch und es gibt eine Vielzahl neuer Funktionen wie „Social Tagging“. Verwirrt das Web 2.0?</b><br />
<br />
Der demographische Wandel wird sich schrittweise in der Gesellschaft auf allen gesellschaftlichen Ebenen auswirken. Das darf man nicht außer Acht lassen. Das heißt, in 25 Jahren, wenn der Großteil der Bevölkerung über 50 Jahre alt ist, werden ältere Menschen mit ihrem Denken, ihren Sprachcodes, ihren Bedürfnissen und ihrem Verhalten ganz neue Angebots- und Nachfragestrukturen auch für den Medienkonsum schaffen. Sie werden sich Angebote wie YouTube zu eigen machen und in ihrem Duktus aufbereiten. Ich glaube nicht, dass sich Senioren so verändern müssen, dass sie nur noch mit perfektem Englisch durchs Internet surfen können. Vielmehr glaube ich, dass sich das Medium an die Bedürfnisse von Senioren anpassen wird. Deswegen gibt es ja immer mehr Internetseiten speziell für Senioren, die Schrift und Sprache der Zielgruppe benutzen. Ich hoffe, denke und wünsche mir, dass sich das fortsetzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Medium weiterhin durchsetzungsfähig ist, wenn es nur die junge Zielgruppe bedient. Der demographische Wandel ist schließlich wie das Internet ein globales Phänomen. Eventuell entwickelt sich aber auch eine Parallelwelt, in der sich die Jungen in ihrer hippen Sprache und die Älteren in ihrer gediegenen Alltagssprache bewegen. Vielleicht gibt es so etwas jetzt schon.
</p>
<p>
<b>Was würden Sie einer Person raten, die eine kleine, private Homepage oder ein Blog führt und kein Geld hat, sich an Agenturen zuwenden? Wie kann sie „Barrierefreiheit“ einfach und günstig umsetzen?</b><br />
<br />
Es gibt zahlreiche vorbildliche Internetseiten, auf denen man die Informationen abrufen kann. In Heidelberg gibt es das Projekt „web for all“: Körperlich beeinträchtigte Onliner überprüfen selbst die Internetseiten und vergeben ein Zertifikat für Barrierefreiheit. Das sind auch Ansprechpartner. Von ihnen kann man sich Unterlagen geben lassen, wie man barrierefrei gestaltet. Barrierefreiheit ist ja kein Hexenwerk, eigentlich ist es nur eine Vereinfachung. Es sind ganz primitive Anwendungen. Man hinterlegt zum Beispiel ein Foto im Internet und beschreibt im HTML-Code, was sich dahinter verbirgt. So können Sehbeeinträchtigte oder Blinde mit einem Sprachdecoder erkennen, dass es sich dabei um ein Bild handelt. Auch bei der Stiftung Digitale Chancen gibt es Informationsbroschüren zum barrierefreien Design und beim W3C-Konsortium kann man seine Website sogar kostenlos auf Barrierefreiheit überprüfen lassen.
</p>
<p>
<b>Können Sie noch ein Best-Practice-Beispiel für eine barrierefreie Website nennen?</b><br />
<br />
Die Internetseite des<br />
<a href="http://www.biene-award.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BIENE-Awards</a> ist für mich immer das Kriterium für neue Trends in der Benutzerfreundlichkeit. Ich hoffe, dass auch<br />
<a href="http://www.feierabend.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">feierabend.de</a> barrierefrei ist.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wie die Alten surfen</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
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		<title>Chatten und Skypen mit 83 Jahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[esubklew]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Dr. Erna Subklew, geboren 1923, ist täglich bis zu vier Stunden im Internet unterwegs. Sie ist als Online-Redakteurin aktiv und engagiert sich für lebenslanges Lernen im Netz. Wofür sie das Internet nutzt und welche Vorteile es älteren Menschen bringt, schreibt sie in diesem Erfahrungsbericht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Dr. Erna Subklew, geboren 1923, ist täglich bis zu vier Stunden im Internet unterwegs. Sie ist als Online-Redakteurin aktiv und engagiert sich für lebenslanges Lernen im Netz. Wofür sie das Internet nutzt und welche Vorteile es älteren Menschen bringt, schreibt sie in diesem Erfahrungsbericht.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Wenn ich so zurückdenke, dass ich vor zehn Jahren noch überhaupt nichts mit dem Internet zu tun haben wollte und mich heute doch oft drei bis vier Stunden mit dem PC beschäftige, so kann ich es selbst nicht ganz glauben. Natürlich habe ich &#8211; wie so viele Senioren &#8211; den ersten PC von meinen Kindern geschenkt bekommen. Natürlich war es einer, den sie nicht mehr haben wollten, weil es schon bessere gab. Aber ich habe inzwischen schon längst einen neuen, mit dem ich viel mehr anstellen kann als vorher. Zunächst habe ich den PC als bessere Schreibmaschine gebraucht. Ich musste damals viel für meine Doktorarbeit schreiben.<br />

</p>
<p>
<br />
Aber als die Dissertation dann fertig war und ich genügend Zeit hatte, ging ich ins Internet. Was heißt ging: Ich nahm einige Übungsstunden. Die bekam ich zu Weihnachten geschenkt &#8211; wiederum von meinen Kindern. Dann besuchte ich noch einige Kurse und endlich stand ich dem Ganzen nicht mehr so fremd gegenüber. Als ich dann die ersten Möglichkeiten zur Arbeit mit dem Internet begriffen hatte, konnte ich auch an den weiterführenden Kurse von<br />
<a href="http://www.vile-netzwerk.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ViLE</a> teilnehmen, dem virtuellen und realen Lernnetzwerk für ältere Erwachsene. Dort bekam man mit bestimmten Themen auch immer ein Stück Technik vermittelt. Ich bin dort auch Gründungsmitglied. Und schließlich nahm ich noch an der Ausbildung für Online-Redakteure des Projekts<br />
<a href="http://www.lerncafe.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LernCafe</a> von ViLE teil, was wiederum ein Stück mehr an Möglichkeiten bei der Arbeit mit dem PC bot. Langsam aber ständig hat sich mein Gebrauch des Internets erweitert. Das wichtigste dabei sind natürlich die E-Mails. Es gibt eigentlich kaum ein Mittel, mit dem man so gut in Verbindung zur Außenwelt treten kann. Sicherlich haben meine Verwandten noch nie so oft Nachricht von mir erhalten, als seit der Zeit, da ich mailen kann. Vor allem ins Ausland ist es das Verständigungsmittel.
</p>
<p>
<b>Schwere Gegenstände mit einem Click</b>
</p>
<p>
Für mich, die ich schon ziemlich alt bin, spielt auch das Einkaufen eine<br />
<br />
ständig steigende Rolle. So kann ich zum Beispiel ohne viel<br />
<br />
Schwierigkeiten meinen Enkeln auch größere und schwerere Gegenstände schenken, wenn ich sie über das Internet bestelle und ihnen ausliefern lasse. Neulich habe ich doch tatsächlich Teppiche in Dänemark gekauft und sie in München verschenkt, ohne dass ich einen Fuß vor die Tür gesetzt habe. Vor allem aber Bücher kaufe ich über das Internet. Seit neuestem mache ich auch Online-Banking und finde es schade, dass man das Geld noch immer vom Automaten holen muss. Wenn ich hier so begeistert vom Internet schreibe, weiß ich, dass es auch seine negativen Seiten hat. Wir werden ja fast zum gläsernen Menschen. Oder die vielen Spams, die bei den E-Mails zu finden sind. Aber das, was der eigentlich Grund meines Internetzuganges war, ist ja immer noch das Lernen. Eben erst nehme ich an einem<br />
<a href="http://elearning-politik.net/moodle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kurs</a> über Europa-online teil, zum 50. Jahrestag der EU. Schließlich müssen auch Ältere in der Gegenwart leben, sollen neugierig sein und können so noch eine Menge lernen.
</p>
<p>
<b>Seniorenlesekreis mit Chat und Forum</b></p>
<p>Ein besonderer Gag ist der<br />
<a href="http://www.gemeinsamlernen.de/vile-netzwerk/Lesen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Literaturkreis im Internet</a>. Aus den Vorschlägen der Teilnehmerinnen kommen die Vorschläge der Bücher, die gelesen werden sollen. Unter &quot;Materialien&quot; werden die Biographie der SchriftstellerIn, Rezensionen, Inhaltsangabe und was wir sonst noch zu dem Buch finden, ins Internet gestellt. Schon kurz nach dem Beginn des Lesens, schreiben wir unsere Gedanken ins Internet-Forum und sprechen darüber. Nach einiger Zeit gibt es einen Chat dazu, und nach wiederum einiger Zeit treffen wir uns real und besprechen unsere weiteren Gedanken, Eindrücke oder machen eine Zusammenfassung. Demnächst haben wir auch vor, eine Audio-Konferenz zu halten &#8211; vielleicht über den Internet-Sprachübertragungsdienst Skype. Das Besprechen eines Buches von Anfang an hat den Vorteil, dass man viele Aspekte, die bei einer Diskussion verloren gehen würden, gleich anspricht. Das bedeutet nicht, dass im Verlaufe des Lesens nicht auch Annahmen revidiert werden müssen. Bei der Beurteilung von Literatur ist sowieso nichts endgültig. Vielleicht ist unser Lesen nicht einmal wissenschaftlich, aber es macht Spaß. Wir haben viel Glück gehabt bei der Auswahl unserer Literatur und fanden die Bücher, die wir gelesen haben nachher oft in der Top-Ten-Liste. Bei &quot;Die Vermessung der Welt&quot; von Daniel Kehlmann lagen wir zum Beispiel richtig. Wir lesen auch Sachbücher bei ViLE. Die &quot;<br />
<a href="http://www.gemeinsamlernen.de/vile-netzwerk/Lesen/sachbuch/Sachbuch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturellen Werte Europas</a>&quot;, herausgegeben vom &quot;Forum für Verantwortung&quot; haben es auf die<br />
<br />
stattliche Zahl von über 50.000 Aufrufen gebracht. Das Interesse an dem Thema scheint groß zu sein. Dieser Lesekreis ist rein virtuell.<br />
<br />
Mitmachen kann jeder, der sich für ein Buch interessiert und sich beim<br />
<br />
Lesen anmeldet, gleich ob bei der Belletristik oder dem Sachbuch. Man muss dazu nicht einmal ViLE-Mitglied werden.</p>
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		<title>Der Offliner &#8211; das unbekannte Wesen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir sind Offliner]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Offliner]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Die Initiative D21 veröffentlicht in Zusammenarbeit mit tns infratest den (N)ONLINER Atlas 2006 - Eine Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland. Welche neuen Erkenntnisse liefert diese Studie und welchen Einfluss wird sie auf die Digital-divide-Debatte haben?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Die Initiative D21 veröffentlicht in Zusammenarbeit mit tns infratest den (N)ONLINER Atlas 2006 &#8211; Eine Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland. Welche neuen Erkenntnisse liefert diese Studie und welchen Einfluss wird sie auf die Digital-divide-Debatte haben?<!--break--></p>
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Der Billig-Flug ist unerreichbar, weil er nur online buchbar ist.<br />
<br />
Die tägliche Nachrichtendosis beschränkt sich auf die Tageszeitung.<br />
<br />
Die Verabredung fürs Kino wird telefonisch gemacht.
</p>
<p>
Für 37,8 Mio. Deutsche über 14 Jahren ist dies unvorstellbar, denn sie sind online. Die Charakteristik des typischen Onliners und dessen Surf-Verhalten wurde mittlerweile hinlänglich erforscht (z.B. Studie der<br />
<a href="http://www.agof.de/die_internet_facts.353.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V.</a>)
</p>
<p>
Doch was ist mit denen, die kein Internet nutzen? Der Offliner- das unbekannte Wesen?
</p>
<p>
Die<br />
<a href="http://www.initiatived21.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a> hat in Zusammenarbeit mit<br />
<a href="http://www.tns-infratest.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tns infratest</a> bereits zum fünften Mal den<br />
<a href="http://www.nonliner-atlas.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(N)ONLINER Atlas 2006</a> veröffentlicht. Die &quot;Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland&quot; beruht auf der Basis von über 50.000 Telefoninterviews und ist damit die größte Studie zur Internetnutzung bzw. dessen Nichtnutzung in Deutschland. Die drei Typen Onliner, Offliner und Nutzungsplaner werden nach den Kriterien Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsgrad und Beschäftigung ausgewertet und nach Postleitzahl-Bereichen gegliedert dargestellt.
</p>
<p>
<b>Frauen über 60</b>
</p>
<p>
Demnach ist die Anzahl derjenigen, die das Internet nutzen, seit dem Vorjahr um drei Punkte auf mittlerweile 58 Prozent gestiegen. Im nächsten Jahr beabsichtigen sogar vier Millionen Deutsche, das Internet zu nutzen, also so genannte Nutzungsplaner.</p>
<p>Trotz des ungebremsten Anstiegs der momentanen und zukünftigen Onliner nutzen 23 Millionen Menschen über 14 Jahren in Deutschland noch immer kein Internet, das sind immerhin 36 Prozent. Um ein präziseres Bild von ihnen zu bekommen, nimmt der (N)ONLINER Atlas diese Gruppe genauer unter die Lupe. Kurz gesagt: Offliner sind im Schnitt 61 Jahre alte Frauen mit &quot;Volkschulabschluss&quot;, Allein daran sieht man, wie alt sie sein müssen: Das Volksschul-Modell gibt es seit 1968 nicht mehr, wer damals acht Jahre Schulpflicht hinter sich gebracht hat, entspricht heute also am ehesten Hauptschulabgängern. Nur zum Vergleich: Der typische Onliner ist 40 und hat einen Hochschulabschluss oder mindestens Abitur – oder ist noch Schüler.</p>
<p>Auch die ökonomische Situation hat Einfluss auf das Nutzungsverhalten: Offliner haben weniger Geld als Onliner, drei Viertel von Ihnen sind nicht berufstätig, die meisten davon Rentner. Übrigens: Stolze elf Prozent der Rentner sind online!</p>
<p>Die Studie untersucht jedoch nicht nur sozio-ökonomische Faktoren, sondern zeigt auch, wo in Deutschland die Offliner leben, in welchen Regionen, ob in Metropolen oder im Kaff. Auffallend ist dabei, dass es bei diesem Thema kaum Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland gibt. In beiden Fällen beträgt der Anteil der Offliner etwa ein Fünftel der Bevölkerung ab 14 Jahren. Allerdings ist das Wachstum der Onliner-Gemeinde in Ostdeutschland mit 3,9 Prozent höher als in Westdeutschland (2,9 Prozent).</p>
<p>Und auch die Gemeindegröße hat gemäß der Studie keinen Einfluss auf das Nutzungsverhalten. Damit lässt sich die Annahme, dass in städtisch geprägten Regionen ein anderes Nutzungsverhalten als auf dem Land existiert, ins Reich der Legenden verweisen.</p>
<p>Die Studie beschränkt sich jedoch nicht darauf, die Einflussfaktoren auf das Nutzungsverhalten zu definieren, sondern sie bewertet auch deren unterschiedlich hohen Einfluss. Zusammengefasst steigt die Wahrscheinlichkeit, Offliner zu sein mit zunehmenden Alter, sinkender Schulbildung sowie sinkendem Einkommen.</p>
<p><b>Von digital divide und e-inclusion</b></p>
<p>Dies sind wiederum die Merkmale, die auch im Zuge der Diskussionen über die digitale Spaltung, etwa beim<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/index.shtml#ungi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UN Gipfel zur Informationsgesellschaft</a>, genannt werden.<br />
<br />
In einer Welt, in der das WorldWideWeb eine immer größere Rolle im täglichen Leben spielt, besteht die Gefahr, dass 23 Millionen Offliner in Deutschland den Anschluss an die digitale Welt verlieren. Allerdings muss dabei unterschieden werden zwischen denen, die bewusst auf das Internet verzichten, weil sie sich keinen Nutzen davon versprechen, und denen, die aus technischen oder finanziellen Gründen keinen Zugang finden.
</p>
<p>
Die damit zusammenhängende<br />
<a href="http://www.digitaldivide.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digital-divide-Debatte</a> ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite sind in den vergangenen zwölf Monaten in Deutschland zwei Millionen Menschen zu Onlinern geworden. Das bedeutet, dass die digitale Spaltung kein unumstößliches Gesetz ist, sondern dass die Anstrengungen der so genannten e-inclusion Früchte tragen können. Dazu können auch die Initiativen der<br />
<a href="http://ec.europa.eu/employment_social/knowledge_society/society_de.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Kommission</a> und der<br />
<a href="http://www.zukunft-breitband.de/Breitband/Portal/Navigation/Breitbandatlas.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesregierung</a> aber auch die zahlreichen gesellschaftlich getragenen Projekte beitragen.
</p>
<p>
Nachdem der (N)ONLINER-Atlas die Merkmale eines typischen Offliners analysiert hat, müssen diese Kenntnisse genutzt werden, um den Offlinern weiterhin den Weg zum Onliner zu erleichtern. Dazu gehören laut Barbara Schwarze, Vorstand der Initiative D21, „nutzenorientierte Informationen, Anwendungsbeispiele und Lernangebote, ebenso wie öffentliche Internetzugangsorte und einfach zu nutzende Technologien.“</p>
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		<title>Im Leben von Offlinern</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(Protokolle) Das Leben vor 1995 – für manche immer noch Realität: Sie leben analog. eMails schreiben, surfen, Bahnfahrkarten online bestellen, das machen ihre Kinder oder Enkel, sie selbst haben damit nichts zu tun. Drei Offliner berichten über ihren Alltag, politik-digital.de hat protokolliert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Protokolle) Das Leben vor 1995 – für manche immer noch Realität: Sie leben analog. eMails schreiben, surfen, Bahnfahrkarten online bestellen, das machen ihre Kinder oder Enkel, sie selbst haben damit nichts zu tun. Drei Offliner berichten über ihren Alltag, politik-digital.de hat protokolliert.<!--break--></p>
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<p>
Frauen über 60 – das sind die statistischen Offliner, so der &quot;(N)Onliner-Atlas 2006&quot; der Initiative D21. Aber wie beeinflusst das Internet den Alltag von Menschen, deren Leben weitgehend analog verläuft? In welchen Situationen kommen sie mit der digitalen Welt in Berührung? Und vor allem: Was halten sie vom Internet? Marianne, Wilfried und Irma sind offline und erzählen von gläsernen Menschen, Online-Wahlen und den Vorteilen von Bargeld.</p>
<p><b>Marianne (62), Hausfrau</b><br />
<br />
„Den Einkommenssteuerbescheid online ausfüllen, übers Internet wählen, statt bei Regen ins Wahlbüro laufen – das klingt schon gut, ich wusste bis vor kurzem gar nicht, dass das geht. Vielleicht gibt es im Internet ja auch noch andere Dienstleistungen die Behördengänge ersetzen, andere Verwaltungsangelegenheiten, keine Ahnung, das könnte ich gut gebrauchen. Aber selbst war ich noch nie im Internet, wenn ich etwas gebraucht habe, dann hat das bis jetzt immer mein Sohn für mich gemacht. Also etwas zu recherchieren oder so. Er hat zum Beispiel ein Zimmer in einer Pension über das Internet für mich gebucht. Oder er hat Preise für ein Produkt verglichen, das fand ich schon ganz gut. Man kann es dann ja auch gleich bestellen. Und wenn man krank ist, kann man sich mit anderen über das Internet austauschen. Und für eMails bräuchte ich ja auch Internet, dann könnte man auch Kontakte im Ausland pflegen. Ich habe ziemlich oft das Gefühl, dass mir etwas fehlt, dass ich das Internet schon bräuchte. Alleine ins Internet zu gehen, ist mir zu kompliziert, man kann wahrscheinlich ziemlich viel falsch machen. Aber neugierig bin ich schon, ich will das mal ausprobieren und surfen, wie man sagt. Nur eines würde ich grundsätzlich nicht machen: Online-Banking kommt nicht in Frage, das ist mir zu unsicher.&quot;</p>
<p><b>Wilfried (62), Feinmechaniker</b><br />
<br />
„Ich selbst war noch nie im Internet, meine Frau schon. Sie nutzt das Netz für eMail-Kontakte und recherchiert Termine und allgemeine Informationen für ihre Verbandsarbeit im Sportverein. Sie hat auch schon eine Reise im Internet gebucht. Aber ehrlich gesagt: Mir ist das zu langweilig. Solange ich alles persönlich erledigen kann, brauche ich das nicht. Ich gehe in die Bank und zahle am Kassenschalter Geld ein oder hebe welches ab, wechsele ein, zwei Worte mit der Frau hinterm Schalter, das ist mir lieber. Auch persönliche Gespräche sind für mich nicht durch eMails oder so etwas zu ersetzen. Ich schaue den Leuten lieber in die Augen, wenn ich mit ihnen rede. Meiner Meinung nach ist das Internet außerdem gefährlich: Es ist schuld daran, dass immens viele Arbeitsplätze verloren gehen, es begünstigt kriminelle Machenschaften. Und außerdem sammelt es die Daten der Bevölkerung – der einzelne wird zum gläsernen Menschen.“</p>
<p><b>Irma (67), Hausfrau</b><br />
<br />
„Grundsätzlich: Ich halte nicht viel vom Internet. Kinder und Jugendliche haben so Zugang zu Sachen, zu denen sie besser keinen hätten. Meine 15-jährige Enkelin ist dauernd im Internet, korrespondiert mit ihren Brieffreundinnen, lädt sich Musik runter – wenn ich bei ihr bin, schaue ich da schon mal mit rein. Die Cousine meines Mannes ist ein Jahr älter als ich und verbringt seit 15 Jahren jede freie Minute mit dem Computer. Ich hätte ehrlich gesagt Besseres zu tun. Mit ihren Kindern und Freunden hat sie in erster Linie Kontakt über eMails. Das ist so unpersönlich, mir wäre ein handgeschriebener Brief immer lieber, und wenn er noch so kurz ist. Gut, für Geschäftsleute ist das schon praktisch, ein Brief oder ein Telegramm ist halt nicht so schnell. Wenn wir verreisen, fahre ich in die Stadt, gehe zum Bahnhof , lasse mich beraten und kaufe dann die Fahrkarten. Diese persönlichen Gespräche sind mir einfach wichtig. Neulich haben wir mit unseren Kindern und Enkeln ein paar Tage Urlaub in Serbien gemacht. Ich habe vorher im Hotel angerufen und gefragt, was es kostet, überschlagen, was wir sonst so brauchen, und entsprechend viel Bargeld getauscht. Eine ec-Karte oder so etwas habe ich nicht. Meine Tochter hat protestiert und gesagt, sie würde ihre Karte mitnehmen, Bargeld, das brauche man heute nicht mehr. Was soll ich sagen: Ohne mein Geld wären wir ganz schön aufgeschmissen gewesen. Bankautomaten haben wir dort fast keine gefunden.“</p>
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