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	<title>Sharing Economy &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Sharing Economy &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Smart Cities &#8211; Teil 4: Wien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Herrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Aug 2018 14:13:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sharing Economy]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Buzzword-Bingo der Digitalisierungsdebatte scheint sich ein Wort ohne Wenn und Aber den ersten Platz gesichert zu haben: Der neue [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Wien.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-154913 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Wien.png" alt="Smart Wien, Dieter_G via Pixapay, CC0, bearbeitet. Manuchi via Pixabay, CC0, bearbeitet." width="640" height="350" /></a></p>
<p>Im Buzzword-Bingo der Digitalisierungsdebatte scheint sich ein Wort ohne Wenn und Aber den ersten Platz gesichert zu haben: Der neue Hype heißt Blockchain. Auch in den Visionen der Smart Cities spielt die Blockchain eine tragende Rolle. Das Wiener Wohnprojekt „VIERTEL ZWEI“ zeigt, wie es der Technologie nun auch gelingen könnte, die Energieversorgung in der Stadt der Zukunft revolutionieren.</p>
<p>Seit einigen Jahren entsteht in der österreichischen Hauptstadt das Stadtentwicklungsprojekt <a href="http://viertel-zwei.at/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VIERTEL ZWEI</a>. Auf mehr als 120.000 m² entwickelt IC Development in unmittelbarer Nähe zum Wiener Prater ein Viertel, in dem Wohn-, Büro- und Geschäftsflächen entstehen sollen. Bis 2021 soll das „VIERTEL ZWEI“ das Zuhause von mehr als 10.000 Menschen werden. Dabei soll der Ortsteil zu einer grünen Oase im Herzen Wiens ausgebaut werden und gleichzeitig Raum für neue Ideen schaffen. Das innovative Wohnprojekt hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Viertel zu entwickeln, in dem es sich sowohl stadtnah als auch grün leben lässt. Neben dem Versuch, die Blockchain für eine Erneuerung der Energieversorgung zu nutzen, arbeitet das Wohnprojekt auch an <a href="http://viertel-zwei.at/images/pages/Zweitung-03.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">anderweitigen innovativen Lösungen</a> für ein modernes Zusammenleben. So werden beispielsweise Elektro-Autos zum Car-Sharing angeboten oder Wohnungen entworfen, die mit 32 m² das Konzept des minimalistischen Wohnens umsetzen. Die Idee, Strom per Blockchain weiter zu verkaufen, klingt im Vergleich zu diesen, mittlerweile etablierten Ansätzen äußerst innovativ. Das VIERTEL ZWEI begibt sich dabei auf bisher mehr oder weniger unbekanntes Terrain. Das Pilotprojekt zeigt, dass die Blockchain-Technologie nicht nur für Kryptowährungen, wie zum Beispiel den Bitcoin, Zukunftspotential bereithält.</p>
<h3>Blockchain – was war das nochmal?</h3>
<p>Analog laufen bisher viele Transaktion zwischen zwei Parteien über eine Drittpartei ab. Wer diese Drittpartei ist, hängt vom Produkt ab, das transferiert wird: bei einer Überweisung ist die Bank dieser Intermediär, beim Hauskauf ist es der Notar oder die Notarin. Eine Transaktion über eine Drittpartei auszuführen kostet Geld, verlangsamt den Prozess und setzt voraus, dass alle Beteiligten der Drittpartei vertrauen. Mit der Blockchain-Technologie fällt diese dritte Partei nun weg. Über das Internet können Transaktionen verschiedener Güter dezentral, das heißt ohne zentrale Überwachungspartei, abgewickelt werden. Wie genau eine Transaktion über die Blockchain abläuft, wird dabei oft am <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZU8pMQfnTq0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beispiel eines Kassenbuches</a> erklärt. In einer Art Online-Kassenbuch werden alle Transaktionen notiert, die zwischen zwei Parteien stattfinden. Dieses Kassenbuch ist dezentral. Das bedeutet, dass keine zentrale Instanz, wie beispielsweise eine Bank, das Kassenbuch überwacht, wie das bei einer klassischen Überweisung der Fall wäre. Stattdessen befindet sich das Kassenbuch in tausendfacher Kopie auf den Computern aller Blockchain-Mitglieder. Das Kassenbuch ist daher auch für alle einsehbar, es ist also nicht nur dezentral, sondern auch transparent. Zudem müssen alle Transaktionen verifiziert werden und anschließend für alle Teilnehmer sichtbar in einem sogenannten Block abgelegt werden. Wie genau die Transaktionen verifiziert werden, hängt von der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2473NHJtdFA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art der Blockchain</a> ab. Einmal abgelegt, lassen sich diese nicht mehr verändern. Transaktionen können also lückenlos und unveränderbar festgehalten werden. Das Kassenbuch ist damit potentiell also auch sicherer, da die Transaktionen nicht mehr nachträglich manipuliert werden können. Reihen sich verschiedene Blöcke aneinander, entsteht eine Kette von Blöcken: die Blockchain. Stark vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich bei der Blockchain also um eine Art dezentralisierte Datenbank, die es ermöglicht, Transaktionen über das Internet dezentral, transparent und somit auch potentiell sicherer durchzuführen.</p>
<h3>Strom-Sharing per Blockchain</h3>
<p>Das „VIERTEL ZWEI“ versucht nun, die Blockchain-Technologie im Bereich der Energieversorgung einzusetzen. Anwohnerinnen und Anwohner sollen dabei die Möglichkeit erhalten, den von ihnen zum Beispiel per Solarpanel erzeugten Strom weiterzuverkaufen, wenn sie ihn selbst nicht benötigen. Die Idee, nicht benötigten Strom weiter zu verkaufen, ist nicht neu, wohl aber der Ansatz, diesen <a href="https://politik-digital.de/news/energiewende-per-blockchain-152633/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weiterverkauf per Blockchain-Technologie</a> durchzuführen. Das bietet potentiell einige Vorteile. So fallen beispielsweise Drittparteien, die den Stromverkauf von Partei A zu Partei B normalerweise durchführen würden, weg. Dadurch kann der Prozess gewinnbringender werden, denn Kosten für Dritte, wie beispielsweise bei der Einspeisung ins Netz, entstehen erst gar nicht. Aktuell handelt es sich bei dem Versuch des Strom-Sharings per Blockchain allerdings noch um ein Pilotprojekt. Trotzdem bietet die Blockchain gerade im Bereich der Energieversorgung viel Potential und könnte ermöglichen, sich verändernde Lebensweisen stärker zu berücksichtigen. In Zeiten der zunehmenden Elektromobilität beziehen viele Userinnen und User zukünftig vielleicht nicht mehr nur an einem festen Wohnort Strom. Ein Stromvertrag, der beispielsweise nicht länger an Adressen gebunden ist, sondern stattdessen an Personen, könnte daher im Zusammenhang mit der Blockchain zukünftig an Bedeutung gewinnen, so Andreas Zeiselmair, von der Münchner Forschungsstelle für Energiewirtschaft gegenüber dem Online-Magazin <a href="https://futurezone.at/b2b/wie-die-blockchain-in-der-energiewirtschaft-eingesetzt-werden-kann/400042135" target="_blank" rel="noopener noreferrer">futurezone</a>.</p>
<h3>Grenzen und Grauzonen des Hypes</h3>
<p>Auf der anderen Seite bietet die Blockchain-Technologie auch Nachteile. Da es sich um eine verhältnismäßig neue und komplexe Technologie handelt, stellt derzeit vor allem die Skalierbarkeit noch immer ein Problem dar. Je mehr Menschen innerhalb einer Blockchain mitwirken, desto länger kann es unter Umständen dauern, Transaktionen zu verifizieren. Aus politischer und wirtschaftlicher Perspektive muss außerdem berücksichtigt werden, dass die Rechtslage für Blockchain-Firmen teilweise noch immer nicht eindeutig geklärt ist. Gerade im Energiesektor setzt der Staat strenge Regeln, um den Strombedarf der Bevölkerung zu sichern. Daher stellt die regulatorische Anpassung des Marktes besonders in diesem Sektor eine Herausforderung dar. Trotzdem bietet die Blockchain viel Potential, die Stromversorgung in der Stadt von morgen neu zu gestalten. Gerade die Selbstversorgung mit Öko-Strom könnte für viele Bewohnerinnen und Bewohner attraktiver werden, wenn der Weiterverkauf bei einer Überproduktion neu geregelt wird.</p>
<p>Im VIERTEL ZWEI können Bewohnerinnen und Bewohner in verschiedenen Workshops im Rahmen des „Urban Pioneers Community“-Programmes weitere Ideen für die Anwendung der Blockchain entwickeln. Inspiration für Anwendungsgebiete findet sich dabei in den <a href="https://multimedia.boerse.ard.de/alles-blockchain-oder-was#6133" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verschiedensten Bereichen</a>. So hielt der US-Bundestaat West Virginia beispielsweise im Mai diesen Jahres Wahlen ab, die es bestimmten Wählerinnen und Wählern ermöglichten, ihre Stimme auf einer <a href="https://de.cointelegraph.com/news/us-west-virginia-completes-first-blockchain-supported-state-elections" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mobilen, blockchain-basierten Plattform</a> abzugeben. Ein weiteres Beispiel bietet die Republik Moldawien, die aktuell versucht Menschenhandel mit Hilfe von <a href="https://www.btc-echo.de/moldawien-blockchain-gegen-menschenhandel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Identitätsnachweisen per Blockchain</a> zu unterbinden. Von Versicherungen bis hin zu politischer Teilhabe, das Potential der Blockchain erstreckt sich sektorenübergreifend. Es gilt also den Begriff Blockchain nicht ausschließlich mit Kryptowährungen, wie beispielsweise dem Bitcoin, zu verknüpfen, sondern auch in anderen Bereichen das Potential der Technologie hervorzuheben. Die Stadt Wien geht hier mit gutem Beispiel voran und bietet im VIERTEL ZWEI erste Ansätze dafür, wie auch die Stromversorgung der Zukunft von der Blockchain-Technologie profitieren könnte.</p>
<p><em><strong>Teil 5 befasst sich mit <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-5-santander-154917/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tausenden Sensoren in der spanischen Küstenstadt Santander</a>. Die weiteren Stationen auf unserer Smart-City-Reise sind: <a href="https://politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rio de Janeiro</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-2-kopenhagen-154895/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kopenhagen</a> und <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-3-dubai-154901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dubai</a>. Zum Übersichtsartikel geht es <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-eine-reise-durch-die-stadte-von-morgen-154873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</strong></em></p>
<hr />
<p>Titelbild: Dieter_G via <a href="https://pixabay.com/de/wien-prater-riesenrad-rummel-748651/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet. Manuchi via <a href="https://pixabay.com/de/hintergrund-zusammenfassung-linie-2462431/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/themen/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt-140764/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2014 09:40:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Das Internet der Dinge ist keine Zukunftsmusik, es ist real. Wir nutzen es bereits tagein, tagaus und es ist absehbar, was uns in naher Zukunft noch bevorsteht. Während die Wirtschaft jubelt, warnen Datenschützer vor den Risiken, die diese Entwicklung mit sich bringt. Doch worum geht es dabei eigentlich genau und was ist so revolutionär daran? Mit unserer diesjährigen Sommerreihe wollen wir den „Dingen“ auf den Grund gehen und das Phänomen aus seiner Dunstwolke ziehen. In mehreren Beiträgen sollen Instrumente, Technologien und Dienste vorgestellt werden, in denen sich die Idee bereits manifestiert.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Buzzwords sind so eine Sache: In den immer unübersichtlicheren und vielstimmigeren Netzöffentlichkeiten sind sie notwendig und verwirrend zugleich. Sie organisieren und ermöglichen einen gemeinsamen Diskurs und verwässern gleichzeitig den Gegenstand, weil sie zu viele Einzelaspekte unter sich vereinigen. Das <b>Internet der Dinge </b>ist ein solches Buzzword. Es schwirrt seit einer gefühlten Ewigkeit durch Kongresse, Artikel und Diskussionsrunden. 1999 von Technik-Pionier Kevin Ashton eingeführt, avancierte der Begriff „Internet of Things“ (IoT) in den letzten Jahren zum „Next Big Thing“ der IT-Branche. Mehr noch, es gilt als Triebfeder einer „<a href="http://www.bmbf.de/de/9072.php">vierten industriellen Revolution</a>“, in deren Folge sich unsere Gegenwartskultur grundlegend umkrempeln wird.<br />
Nicht verwunderlich also, dass sich über das weite Feld technischer Neuerungen, die unter dem Sammelbegriff zusammengefasst werden können, bereits ein Meer an <a href="http://www.itespresso.de/2013/06/25/studie-bis-2020-generiert-das-internet-of-everything-144-billionen-us-dollar/">Verheißungen</a> und Verwünschungen gelegt hat. Es wird munter gewarnt und entwarnt, gefachsimpelt und philosophiert. Doch bei all den Ausblicken und Prognosen kann schnell übersehen werden, dass das Internet der Dinge längst seinen Weg in unseren Alltag, unsere Geräte und Wohnungen gefunden. Die großen IT-Konzerne der Gegenwart haben in entsprechende Technologien <a href="http://www.boersennews.de/nachrichten/videos/siemens-investiert-in-internet-der-dinge/759995">investiert</a>, forschen <a href="http://www.silicon-saxony.de/news/news-detail/archive/2014/january/article/bosch-forscht-fuer-internet-der-dinge-und-dienste.html?tx_ttnews%5bday%5d=07&amp;cHash=ae2962a6a9c50068371760ce0947b82d">selbstständig</a> an entsprechenden Geräten oder <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/google-kauft-nest-labs-fuer-3-2-milliarden-dollar-a-943362.html">kaufen Startups</a> auf. Die technologische Revolution ist in vollem Gange.</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?<b> </b></h3>
<p>Bereits Anfang der 1990er Jahre hatte der Informatiker Mark Weiser von „Ubiquitous Computing“ gesprochen. Die Bezeichnung, die sich in der US-Debatte bis heute durchgesetzt hat, bringt das Phänomen auf den Punkt: Rechner, wohin das Auge blickt. Die Idee ist zunächst so einfach wie einleuchtend: Nachdem wir im Web 2.0 unser Leben ins Internet gestellt haben, verlängern wir nun das Internet in die reale Welt. Intelligente Sensoren und eine Netzverbindung machen aus jedem Ding eine potenzielle Datenquelle.<br />
Wo früher Computer und in jüngerer Zeit Mobilfunkgeräte und Tablets die Schnittstellen im globalen Netz darstellten, sind nun Gegenstände die Pfeiler einer umfassenden Struktur. Nahezu jeder Gegenstand kann von nun an senden und empfangen. Cloud-Computing, Apps und Big Data helfen im Weiteren, die generierten Daten zu organisieren, zu verbinden und zu nutzen. Schon heute verwenden wir viele dieser Dienste und profitieren davon, teils ohne es wahrzunehmen. Das Smartphone speichert fortlaufend unseren Aufenthaltsort, das Auto misst die Temperatur, unser iPhone weiß, wie weit wir gelaufen sind, und schließt die Jalousien, wenn es zu hell ist. Während in der öffentlichen Wahrnehmung häufig technische Geräte wie das Smartphone im Vordergrund stehen, reicht das Spektrum an Anwendungsfeldern weit darüber hinaus. Ob in Wirtschaft, Wissenschaft oder öffentlicher Infrastruktur, <a href="http://postscapes.com/what-exactly-is-the-internet-of-things-infographic" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Nutzungsmöglichkeiten</a> scheinen nahezu unbegrenzt.</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Durch das umfassende Zählen und Aufzeichnen erweitert sich unser Wissen immens. Unser Körper, unser Verhalten, unsere Geräte und unsere Umwelt: Das Internet der Dinge weiß Bescheid. Wir erlangen Statistiken zu beinahe jedem Aspekt unseres Lebens und können immens davon profitieren. Von der Verkehrsführung über die Logistik bis hin zum Stromverbrauch werden viele Bereiche der Wirtschaft und des Alltags transparenter und folglich optimierbar. So können Konsumenten nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern auch Ressourcen effizienter genutzt und die Umwelt geschont werden. Durch den Abgleich von Bedarf und Angebot bieten sich auch Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung und optimalen Auslastung von Gebrauchsgütern – <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/trend-sharing-economy-teilst-du-schon-1.1989642">Sharing-Economy</a>. Kundendaten erlauben außerdem angepasste Produkte je nach Geschmack, Physiognomie oder Wohnort.<br />
Mehr als das, birgt die umfassende Vernetzung unserer Gegenstandswelt auch die Möglichkeit, von überall und jederzeit auf diese zuzugreifen. Das Smartphone wird so zur Schaltzentrale über Haus, Auto und Arbeitsplatz. Noch besser wird das Ganze allerdings, wenn sich die Fenster in meinem Haus von alleine schließen, sobald sie Regen registrieren, oder mein Kühlschrank im Alleingang Milch bestellt, sobald sie aus ist. Letztlich geht die Entwicklung genau in diese Richtung: Maschinen kommunizieren untereinander, voll automatisch, und der Mensch muss nicht einmal mehr eingreifen. Interoperabilität ist das Zauberwort und maximaler Komfort die Versprechung.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Die Entwicklung steht zunächst in unserem Dienst. Sie macht uns sicherer, schneller, organisierter. Letztlich entsteht auf diese Weise eine virtuelle Struktur, die unbemerkt neben uns existiert, arbeitet und neue Realitäten schafft. Doch wie so oft, gilt auch hier: Nicht alles, was technisch umsetzbar ist, ist auch ethisch vertretbar, und auch darüber hinaus gibt es zahlreiche Einwände.<br />
<i>Privatsphäre:</i> Wenn jedwedes Datum unseres Lebens abrufbar ist, vernetzt und schließlich zu umfassenden Nutzerprofilen zusammengefasst wird, dann werden auch Konzepte wie Anonymität und Privatsphäre grundlegend in Frage gestellt. Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung erhalten vor diesem Hintergrund einen völlig neuen Stellenwert und werden gleichzeitig durch die Technologie herausgefordert wie nie.<br />
<i>Diskriminierung:</i> Versicherungen interessieren sich naturgemäß  immens dafür, wie und wie viel wir essen und uns ernähren, ob wir uns die Zähne putzen oder rauchen, wie wir Auto fahren und ob wir Haus, Auto und Fahrrad angemessen gegen Einbruch und Diebstahl sichern. „<a href="http://www.br.de/themen/ratgeber/inhalt/computer/telefonica-auto-versicherung-100.html">Pay as you Drive</a>“ – Verfahren machen jetzt schon deutlich, wohin die Reise in dieser Hinsicht gehen könnte: Versicherungsprämien orientieren sich an messbaren Datenströmen. Im Rahmen der <a href="http://politik-digital.de/im-netz-der-daten/">Debatte über Big Data-Verfahren</a> wird bereits ausgiebig darüber diskutiert, wo die ethischen Grenzen einer solchen datenbasierten Einordnung liegen.<br />
<i>Entscheidungsfreiheit: </i> Die letzten Bereiche, in denen noch von einer Trennung zwischen materieller Welt und virtueller Sphäre gesprochen werden konnte, werden nun auch von der Digitalisierung ergriffen. Der Bereich dessen, was wir noch verstehen, nachvollziehen und kontrollieren können, ist und wird in diesem Geflecht immer stärker eingeschränkt. Mit der Automation geben wir immer größere und weitreichendere Entscheidungen an Maschinen und Algorithmen ab. Fragen der Verantwortung und Haftung sind hier ebenso zu stellen wie <a href="http://politik-digital.de/big-data-into-the-control/">die Frage nach Handlungsautonomie</a>.<br />
<i>Fremdzugriff</i><i>:</i> Garagentür auf, Alarm aus – Einbrechen leicht gemacht? <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kuehlschrank-verschickt-spam-botnet-angriff-aus-dem-internet-der-dinge-a-944030.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fälle</a>, in denen die technische Infrastruktur gehackt wurde, haben in der Vergangenheit bereits für Aufsehen gesorgt. Auch in Wirtschaft und Politik wird die Frage nach der Sicherheit und Manipulierbarkeit entsprechender Geräte und Technologien diskutiert. Denn eines ist klar: Mit der Digitalisierung all unserer Alltagsgegenstände erweitern sich die Angriffsfläche für Cyberkriminalität sowie dadurch entstehende Schäden immens.</p>
<h3>Die Sommerreihe „Internet der Dinge“</h3>
<p>Trotz allem: Wirtschaft und Politik können und wollen den Zug nicht verpassen, sondern vielmehr  in voller Fahrt aufspringen. Es geht um Geld, neue Industriezweige, Innovationspotenziale und eine Wachstumsbranche. Die Probleme müssen weiter diskutiert werden, doch sich dem Wandel zu verschließen, ist schier unmöglich. Wir wollen das Internet der Dinge greifbar machen. Mit unserer Sommerreihe werfen wir einen Blick auf Anwendungsfelder und ganz konkrete Produkte. Wir wollen wissen, wie diese technologische Revolution im Kleinen aussieht und funktioniert, was sich verändert und mit welchen Folgen. Was bedeutet es, wenn nahezu mein gesamtes Haus mit Sensoren ausgestattet ist, und was habe ich davon? Was verbirgt sich hinter der „Smart City“ und warum sollte ich intelligente Unterwäsche tragen? Die nächsten Wochen werden es zeigen.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping<br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home<br />
</a><em>Teil 4:</em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Smart Cars</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><em><strong>Teil 6: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/"><em><strong>Smart City</strong></em></a><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em><br />
Bild: <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png">deviantart/dadallone</a>  (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 3.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="378" height="66" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Ein neues Jahr &#8211; die gleichen Fragen &#8211; Digitale Presseschau 1/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2014 14:41:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer dachte, dass es nach den Enthüllungen des letzten Jahres im NSA-Skandal nicht mehr schlimmer kommen könnte, lag leider falsch: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer dachte, dass es nach den Enthüllungen des letzten Jahres im NSA-Skandal nicht mehr schlimmer kommen könnte, lag leider falsch: Es kam schlimmer. Internetaktivist Jacob Applebaum brachte zum 30. Chaos Communication Congress Informationen mit, die belegen, dass die NSA unsere digitale Kommunikation praktisch vollständig überwachen kann. In einem Interview mit der Berliner Zeitung, spricht er über die neuesten Snowden-Enthüllungen. Partrick Beuth zieht in seinem Beitrag auf Zeit Online Konsequenzen aus der Übermacht der Geheimdienste. Außerdem in der Digitalen Presseschau: Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald definiert die Rolle des Journalisten und Aktivisten, die Sharing Economy nimmt neue politische und ideologische Dimensionen an und Googles Gesichtserkennung könnte weit mehr als nur ein Social-Media Gimmick sein.<br />
&nbsp;</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&amp;v=HIsSgLIw_1A" title="Interview mit Janina Sombetzki zu Roboterethik" width="840" height="630" src="https://www.youtube.com/embed/HIsSgLIw_1A?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p dir="ltr">Janina Sombetzki ist Philosophin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern wir etwas von Robotern über Menschen lernen und welche Verantwortung wir den intelligenten Maschinen in Zukunft übertragen können.</p>
<h3><a href="http://www.berliner-zeitung.de/spionage-skandal/jacob-appelbaum-zur-ueberwachung--eine-taktik-der-zersetzung-,23568638,25682272.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Im Auge der NSA</a></h3>
<p>Internetaktivist Jacob Applebaum ist vielen im Zusammenhang mit NSA-Whistleblower Edward Snowden bekannt. Trotz der teilweisen Verfolgung und Schikanen durch den amerikanischen Geheimdienst setzt er seine Arbeit im Berliner Exil fort. Im Interview mit der Berliner Zeitung spricht er über seine Erfahrungen mit der NSA und wie man deren Macht eingrenzen könnte.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2013-12/glenn-greenwald-journalismus-debatte/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Journalistischer Aktivismus?</a></h3>
<p>Geht es nach der Meinung von Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald sind Journalisten immer auch Aktivisten. Vor allem, da Journalisten eigentlich nie neutral sind und eine Meinung vertreten, das hat die Berichterstattung zum NSA-Skandal des Öfteren gezeigt. Doch so klar wie er diese Behauptung auf dem Chaos Communication Congress (30C3) präsentiert, so unklar sind die Standpunkte bei seinen Berufskollegen. Aus diesem Grund kommentieren die beiden ZEIT Online Redakteure Kai Biermann und Patrick Beuth die bereits seit langem währende Diskussion.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/shareconomy-der-terror-des-teilens-12722202.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teilen ist seliger denn besitzen</a></h3>
<p>Car-Sharing, Flat-Sharing, Self-Storage, File-Sharing usw. Die sogenannte Sharing Economy erlebt seit einigen Jahren eine Hochkonjunktur. Via Handy-App oder über den heimischen Rechner erscheint alles spielend einfach, doch haben die vielen Vorteile auch einen schalen Beigeschmack. In der Onlineausgabe der FAZ schreibt Autor Harald Staun über den Wechsel vom Einzelgänger-Kapitalismus zum Sharing-Kommunism.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-12/30c3-nsa-methoden/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die &#8220;Owner&#8221; des Internets</a></h3>
<p>Warum Hacker und Journalist Jacob Applebaum der “Stimmungskiller” des 30. Chaos Communication Congress war, beschreibt Patrick Beuth auf Zeit Online. Applebaum hatte neue Informationen von Edward Snowden veröffentlicht, welche Überwachungsfähigkeiten des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA dokumentierten, “die einem düsteren Hollywood-Film entsprungen sein könnten”. Die nun bekannt gewordenen Methoden zur Infiltration jeder erdenklichen Ebene des Internets, “dürften in Raffinesse und Umfang die Vorstellungskraft der meisten Menschen sprengen”, so Beuth. Die lähmende Gewissheit, dass Geheimdienste sich das Internet praktisch vollends zu eigen gemacht haben, verleihe so einer bereits bekannten Hacker-Forderung absolute Dringlichkeit, die letztlich einem Arbeitsauftrag an alle gleichkomme: &#8220;Wir müssen das Internet neu erfinden&#8221;.</p>
<h3><a href="http://future.arte.tv/de/cyborgs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsere Software ist frei </a></h3>
<p>Mario Sixtus leidet an einer milden Form von Gesichtsblindheit (Prosopagnosie) und erklärt auf ARTE Future, warum eine Gesichtserkennungsfunktion, wie jene, die bereits Google+ anbietet, seinen “Makel” ausgleichen könnte. Weil Google die großflächige Einführung von Gesichtserkennungssoftware und die Reaktionen von Datenschützern nicht verantworten wolle, arbeiteten nun andere Unternehmen an einer Software für Datenbrillen wie “Google Glass”, die Gesichter erkennen kann. Für Sixtus steht fest, dass die Einführung von Datenbrillen mit Gesichtserkennung Wirklichkeit werden, ganz unabhängig von etwaigen Konsequenzen und dem gesellschaftlich &#8220;Wünschenswerten&#8221;. Letztlich verhalte es sich mit Software wie mit Gedanken: “Sie sind frei, man kann sie nicht verbieten”, resümiert Sixtus.<br />
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<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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