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	<title>Shitstorm &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Shitstorm &#8211; politik-digital</title>
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		<title>#FragNestlé: Krisenkontrolle per Hashtag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Livia Helbing]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2015 14:46:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Statt sein Image mit der Hashtag-Kampagne #FragNestlé aufzupolieren, beantwortet der Konzern momentan hunderte kritische Fragen auf Twitter. Wir haben den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Nestle-Utans.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146971" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Nestle-Utans.jpg" alt="Nestle Utans" width="640" height="280" /></a>Statt sein Image mit der Hashtag-Kampagne #FragNestlé aufzupolieren, beantwortet der Konzern momentan hunderte kritische Fragen auf Twitter. Wir haben den Kommunikationsexperten Christof Fischoeder zu Sinn und Erfolg der Kampagne befragt.</p>
<p>In der Marketing-Abteilung des weltweit agierenden Konzerns Nestlé dürfte so mancher in den letzten Tagen seinen Job verloren haben, könnte man meinen. Unter dem Hashtag #FragNestlé hatte das Unternehmen als Reaktion auf einen ARD-Markencheck dazu aufgerufen, Fragen an das Social-Media Team zu stellen. Statt braver Fragen zufriedener Kunden folgte jedoch ein Shitstorm höchster Qualität. Hat sich Nestlé, wie manche Medien vermuten, verschätzt oder hat der Konzern, wie andere Medien urteilen, erfolgreich den direkten Austausch mit kritischen Meinungen gesucht? Kommunikationsexperte Christof Fischoeder kommt zu einem positiven Urteil.</p>
<p><strong>Handelt es sich, wie bei vielen Portalen berichtet, um ein PR-Desaster oder um eine erfolgreiche Kampagne?</strong></p>
<p>Nestlé ist es gelungen, die Kontrolle zu erhalten in einer potentiell chronischen Situation. Mit dem Wissen um die kritische Öffentlichkeit und ihren Reaktionen auf dem Fernsehbericht, hat Nestle mit der Twitter Aktion einen Kanal geöffnet, den Rahmen aufgespannt und die Möglichkeiten definiert, wie Kritik stattfindet.</p>
<p>So haben sie aus einer potentiell kritischen Kommunikationssituation einen kontrollierten Prozess gestaltet. Ob das strategisch geplant war oder nicht, kann ich nicht sagen, erfolgreich war es.</p>
<p>Aus meiner Erfahrung heraus wird dabei das schwierigste gewesen sein, das Management davon zu überzeugen, die Kritik offen und direkt aufzunehmen und zu beantworten.</p>
<p><strong>An wen richtet sich die Kampagne? An darüber berichtende Journalisten, an die Öffentlichkeit? An konkrete Twitterer und deren Follower?</strong></p>
<figure id="attachment_146973" aria-describedby="caption-attachment-146973" style="width: 151px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cf-portrait4.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-146973" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cf-portrait4-305x457.jpg" alt="cf-portrait4" width="151" height="229" /></a><figcaption id="caption-attachment-146973" class="wp-caption-text">Christof Fischoeder, Kommunikationsberater</figcaption></figure>
<p>Die Kampagne richtet sich an die Kunden, die kritische Öffentlichkeit und die Medien.</p>
<p>Einige Medien behaupten, Nestlé hätte bereits mit derartig negativen Reaktionen auf seine Kampagne gerechnet. Wieso hat Nestlé sie trotzdem gestartet? Welchen Vorteil erhofft sich das Unternehmen von dieser negativen Aufmerksamkeit?</p>
<p>Negative Berichte schaffen keine positive Aufmerksamkeit. Aber kontrolliertes Senden der jeweilig eigenen Botschaft ist nicht negativ. Genau das ist Nestlé gelungen, weil sie kritische Fragen beantworten konnten und so möglicherweise eine noch kritischere Situation verhindert haben. Nestlé hat also die Situation weitgehend kontrollieren können.</p>
<p><strong>Wird die Kampagne den Ruf von Nestlé nachhaltig beeinflussen? Wenn ja, wie?</strong></p>
<p>Ob das langfristig negative Auswirkungen hat, wird man an Umsatz und Gewinn spüren. Bisher hatten negative Kampagnen allerdings kaum einen Einfluss darauf.</p>
<p><strong>Wie beurteilen Sie Aufwand und Ertrag dieser Kampagne verglichen mit klassischen PR-Maßnahmen?</strong></p>
<p>Wenn mit klassischen PR-Maßnahmen Media Relations gemeint sind, dann ist der Ertrag sicherlich nicht schlecht, immerhin berichten alle.</p>
<p>Im Vergleich zu Einzelgesprächen, Veranstaltungen, Diskussionsrunden, Stakeholder-Relations, Produktion und Distribution von Eigenmedien etc., ist der Aufwand sicherlich gering und somit der Ertrag hoch.</p>
<p><strong>Werden wir diese Art der Kommunikation auf Augenhöhe zukünftig öfter sehen? Für welche Firmen, Parteien etc. kommt diese aufwändige Marketing-Arbeit in welchen Situationen in Frage? </strong></p>
<p>Solche und ähnliche Maßnahmen haben wir in den letzten Jahren doch schon öfter erlebt. Wie gesagt, halte ich den Aufwand überschaubar. Man setzt ein Krisenteam für einige Zeit an die Social-Media-Kanäle und definiert vorher seine Botschaften und Antworten auf mögliche kritische Fragen.</p>
<p>Die Herausforderung liegt vielmehr im strategischen Befähigen der Unternehmenskultur und -struktur, auf diese Art mit Krisen umzugehen.</p>
<p><strong>Die Stiftung Warentest hatte sich neulich ebenfalls die Mühe gemacht, verärgerten Kunden zu <a href="https://www.facebook.com/stiftungwarentest/posts/10154193949573332" target="_blank" rel="noopener noreferrer">antworten</a>. Solches Community Management lässt sich nicht dauerhaft durchführen. Besteht nicht die Gefahr, dass User erst recht verärgert sind, wenn temporär engagiert kommuniziert wird, ansonsten aber nur die klassische Einbahnstraßenkommunikation vorherrscht?</strong></p>
<p>Was ist denn einzuwenden, wenn ein Unternehmen sich nicht permanent sondern partiell öffnet und das auch kommunikativ belegt? Das ist besser als wenn sie es nie tun würden. Einige haben die Hoffnung, dass sich Nestlé Jetzt verändern wird. Das wiederum werden sie nur dann tun, wenn die Konsumenten ihr Verhalten, sprich ihre Einkaufszettel  ändern. Solange dies nicht geschieht, hat Nestlé keinen Anreiz sich zu ändern. Das gilt für alle Unternehmen.</p>
<p>Eine Institution die Stiftung Warentest steht in einer ganz anderen Rolle der Öffentlichkeit gegenüber. Außer ihrer Reputation haben sie kein Produkt. Wenn die Stiftung Warentest also Kunden verärgert, verliert sie sie.</p>
<p>Über die Ressourcenbereitstellung in Unternehmen oder Stiftungen wird ja auch strategisch entschieden. Insofern ist es eine Frage der Wirkung, die nach außen erreicht werden soll. Ob dabei User verärgert werden, ist dieser Frage untergeordnet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/greenpeace_switzerland/4523501391/in/photolist-nQJ5xV-o87dBA-687CB9-ccyFx7-po6Nab-f1gWB-o87d2Y-2h9aqi-4kj7M1-oyUreD-nQHpYm-ajmVG-aHWzcB-f36Mmp-f3m1Jm-f36Mcz-f36LYn-f36LT6-f3m1bb-f3m19u-f36LDV-f3kZUQ-f36LhV-f3kZEb-f36Lh2-pUxn22-dBtDNx-4VSN3U-4ezvmA-8eSmmq-fcNwGM-9sWk9Q-6CvjA3-hMeu7-5kVXMY-sCkGgb-4Qgr11-4tekpg-aHXup4-7ARBzq-gbEKo-ipQ6M-6xpxY-nEaREj-jS5c6-aDFyc6-aHWz9n-7TJ8ni-4pyjFW-6umru1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Greenpeace Switzerland</a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC 2.0)</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<div class="attribution-info"></div>
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		<title>Empathie und Quantencomputer &#8211; Digitale Presseschau 2/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2014 15:01:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diese Woche bleibt die Tagespolitik außen vor. Stattdessen wagen wir uns in die „zweite Phase der Zivilisierung“, an den Quantencomputer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche bleibt die Tagespolitik außen vor. Stattdessen wagen wir uns in die „zweite Phase der Zivilisierung“, an den Quantencomputer und die „Ökologie der Geschwindigkeiten“. Vor welchem Hintergrund sind konkrete Ereignisse und Entwicklungen wie im Fall von Justine Sacco oder im Fall des wachsenden Einflusses von Netzwerken und Algorithmen zu betrachten? Sind die Netzwerkstrukturen von Campact vielleicht die neue Form von politischem Aktivismus? Oder unterlaufen sie ihn? Den Schluss bilden die Fragen, wie Nutzerinnen und Nutzer sich ihre elektronischen Geräte wieder aneignen können und ob es im Überwachungsskandal nicht vielmehr um das Strafregime als um die Privatsphäre geht.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=ytEHc4Z1ZHs&amp;feature=youtu.be&amp;hd=1" title="Georg Mascolo über die Rolle der Journalisten" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/ytEHc4Z1ZHs?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p dir="ltr">Der ehemalige Chefredakteur vom Spiegel, Georg Mascolo, über Journalisten und deren Verantwortung gegenüber Staatsgeheimnissen.</p>
<h3><a href="http://breakingthewaves.net/2014/01/05/emporung-aktivieren-konformismus-und-mobverhalten-im-netz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Debatte um Konformismus</a></h3>
<p><a href="http://netzwertig.com/2014/01/02/konformismus-im-netz-die-meinung-der-anderen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Weigert</a> und <a href="http://breitenbach.tumblr.com/post/70670485565/verbannung-und-hyperzivilisierung-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Patrick Breitenbach</a> haben mit ihren Blogeinträgen zu Konformismus und Shitstorms in Sozialen Medien eine rege Diskussion angestoßen. Beide bezogen sich auf rassistische Tweets, deren Urheber durch die massenhafte Reaktion ganz reale Folgen zu spüren bekamen. Weigert sieht darin sogar eine Gefahr für die Demokratie. Auf breakingthewaves.net kritisiert ihn evemassacre dafür, die Sanktionierung von Rassismus als Konformismus zu verunglimpfen. Davon zu trennen sei das „Mobverhalten“ im Internet, sowohl bei Hypes als auch bei Shitstorms. Einig sind sie sich mit dem neuen CDU-Generalsekretär <a href="http://blog.petertauber.de/?p=2023" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peter Tauber</a>, dass mehr Empathie nötig sei. Breitenbach sieht darin sogar <a href="http://blog.karlshochschule.de/2014/01/08/the-day-after-shitstorm-die-zweite-stufe-der-zivilisierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine neue Phase der „Zivilisierung“.</a></p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-nsa-und-der-quantencomputer-das-ueber-hirn-12742939.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nichts wird geheim bleiben – von den Plänen eines Quantencomputers</a></h3>
<p>Die Empörung über den Datenklau durch die US-amerikanische National Security Agency (NSA) hierzulande ist groß. Die NSA zeigt sich allerdings gänzlich unbeeindruckt und will jetzt noch einen draufsetzen: ein Quantencomputer soll gebaut werden, der auf Basis quantenmechanischer Zustände und nicht auf Basis der Gesetze klassischer Physik operiert. Solch ein Computer wäre theoretisch in der Lage, alle bisher digital vorstellbaren Verschlüsselungen zu „knacken“. Wird das Wettrennen zwischen Verschlüsselung und Entschlüsselung zugunsten eines allwissenden Staates entschieden? Der Wissenschafts- und Technikhistoriker George Dyson blickt im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen mit Sorge auf das Vorhaben.</p>
<h3><a href="http://www.theeuropean.de/harald-katzmair/7624-macht-im-digitalen-zeitalter" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Internet und die Macht der Geschwindigkeit</a></h3>
<p>Ein interessanter philosophischer Beitrag erschien diese Woche von Harald Katzmair im The European. Shitstorms und im Sekundentakt reagierende Finanzmärkte repräsentieren für ihn eine Sphäre der Wirklichkeit, die für das Projekt der Demokratie ernsthafte Probleme schafft. Um handlungsfähig zu bleiben bedürfe es einer „integrativen Macht“, die in der Lage ist, die unterschiedlich schnellen Welten, in denen wir leben, zu verbinden. Insgesamt bietet der Artikel aber primär Denkanstöße und weniger in Handlung umsetzbare Ideen.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/online-kampagnen-wie-campact-mit-klicks-die-welt-veraendern-will-a-942394.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Macht im Visier: Campact will mehr als nur Unterschriften</a></h3>
<p>Die Online-Plattform Campact sammelt seit bald zehn Jahren Unterstützer für ihre Petitionen zu ganz unterschiedlichen Themen und hat jetzt rund eine Million „Mitglieder“. Briefe und Anrufe werden in gebündelter Form an politische Machthaber adressiert, um sie zum Handeln zu bringen. „Klicktivismus“ nennen Kritiker solche politische Beteiligungsverfahren und warnen davor, dass dieser „echtes“ politisches Engagement ersetzen würde. Campact teilt diese Meinung sicherlich nicht, organisiert jetzt aber auch Treffen für die Unterstützer und „echte“ Demonstrationen. Diese lieferten Fotos und das sei gut für die Presse und um die Mächtigen unter Druck zu setzen, berichtet spiegel-online.de.</p>
<h3><a href="http://irights.info/seda-gurses-bei-der-privatsphare-darf-es-keine-zweiklassengesellschaft-geben" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unsere Geräte und das Strafregime</a></h3>
<p>Es ist die alte Diskussion: Im Interview mit iRights.info spricht die Informatikerin Seda Gürses über „Privacy“ und die Notwendigkeit der Verschlüsselung, damit elektronische und vernetzte Geräte wieder „unsere“ Geräte werden. Dafür sei es besonders wichtig, dass Verschlüsselung universell zugänglich sei und die Politik handele. Michael Seemann als Vertreter des Post-Privacy-Ansatzes hingegen betont in einem <a href="http://mspr0.de/?p=3916" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogpost,</a> dass das Strafregime nicht in die Privatsphäre eindringen müsse, um fatale Folgen zu haben. Es gehe um eine Kritik des Strafregimes und nicht des Aufhebens der Privatsphäre.<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
Koautor: Nicolas Krotz</p>
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		<title>Online in den Bundestag?! Kampagnen der Parteien zur #btw13 &#8211; Teil 5: Die Grünen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-5-die-gruenen-130619/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jul 2013 13:45:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis90/Die Grünen]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
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		<category><![CDATA[Robert Heinrich]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Die_Gruenen_Fahne1.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-130627" alt="Die_Gruenen_Fahne" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Die_Gruenen_Fahne1-630x418.jpg" width="630" height="418" /></a>Eine <a href="http://politik-digital.de/wie-wahlentscheidend-ist-das-internet-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuelle Studie</a> des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend für den Ausgang der Bundestagswahl ist, jeder Dritte informiert sich auf Social-Media-Plattformen über Politik. Auch wenn der klassische Wahlkampf damit nicht ersetzt wird, sollte 2013 keine Partei ohne Online-Kampagne in den Kampf um Stimmen ziehen. Wie man Wähler am besten im und ins Netz lockt, darüber haben wir mit den Verantwortlichen gesprochen. Welche Bedeutung hat der Online-Wahlkampf? Kann der User mitmachen? Was tun im Shitstorm?<br />
Unsere Fragen an die Partei Bündnis90/Die Grünen beantwortete Robert Heinrich, der Wahlkampfmanager der Grünen für die Bundestagswahlkampf 2013.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche Wählergruppe wollen Sie mit der Online-Kampagne ansprechen?<br />
<strong>Robert Heinrich:</strong> Unser Wahlkampf richtet sich an unser gesamtes Wählerpotential. Wir machen da keinen Unterschied zwischen online und offline, auch weil wir wissen, dass die Grünen-Wähler überdurchschnittlich online-affin sind. Zwar ist die Grünen-Wählerschaft im Netz  im Schnitt etwas jünger als diejenigen Grünen-Wähler, die zum Beispiel Lokalzeitungen lesen. Aber wir  haben den Ehrgeiz, über das Internet einen großen Teil  unserer Wählerschaft anzusprechen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie wichtig ist der Online-Wahlkampf, verglichen mit anderen Werbekanälen? Hat sich bezüglich der Priorisierung etwas im Vergleich zu 2009 geändert?<em id="__mceDel"></em><br />
<strong>Robert Heinrich</strong>: Ich lehne den Begriff Online-Wahlkampf inzwischen ab, denn er bedient ein Klischee:  Da gibt es den  „richtigen“, „harten“ Wahlkampf auf der einen Seite, mit Plakaten, Infoständen und Tagesschau – und dann gibt es noch den Online-Wahlkampf: Der läuft quasi als Beiboot, witzig, kreativ, aber letztendlich irrelevant. Das wird der Relevanz des Mediums längst nicht mehr gerecht, deswegen sage ich: wir führen einen integrierten Wahlkampf in allen Kanälen. In diesem integrierten Wahlkampf ist Online inzwischen das Herzstück. Wir nutzen das Internet heute, um die Kampagne zu organisieren, unsere eigenen Anhänger zu mobilisieren, für unsere Inhalte zu werben und um mit den Bürgern in Dialog zu treten.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welchen Anteil am Gesamtbudget hat die Online-Kampagne? Gibt es eine Veränderung, verglichen mit 2009?<br />
<strong><strong>Robert Heinrich</strong>:</strong> Das kann man in einer integrierten Kampagne in Zahlen eben nicht klar sagen. Jeder Mitarbeiter im Basislager betreibt Online-Kommunikation, ebenso ist eine E-Mail an Kreisverbände mit einer Datei, die Mitglieder vor Ort nutzen können, eine Form des Wahlkampfes im Netz. Trotzdem: 2013 geben wir noch einmal deutlich mehr für die Online-Kommunikation aus als noch 2009.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welcher Teil des Online-Wahlkampfes ist das Herzstück der Kampagne?<br />
<strong><strong>Robert Heinrich</strong>:</strong> Das Herzstück unserer Kampagne ist nach wie vor die eigene Website. Sie ist digitaler Infostand, Stammtisch, Mitmachzentrum und Wahlkampfzentrale in einem. Dort können sich Wähler informieren, einmischen und mitmachen. Aber natürlich warten wir nicht darauf, dass die Menschen zu unserer Seite  finden, sondern sind im Netz präsent: Bei Facebook, Twitter, Google+ und YouTube haben wir deshalb Angebote geschaffen, die für unsere Inhalte werben. Die sozialen Medien sind wichtige Kanäle für uns, um Wähler zu mobilisieren  und die eigene Reichweite zu vergrößern. Und wir stecken einen erheblichen Teil unseres Media-Etats ins Online-Marketing.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Robert Heinrich</strong>, 36, ist Wahlkampfmanager der GRÜNEN für den Bundestagswahlkampf 2013. Der gebürtige Leipziger und studierte Politikwissenschaftler arbeitete seit 2003 für die GRÜNEN, zunächst als Büroleiter der Politischen Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke, seit 2007 als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit. In dieser Funktion war er an der Organisation mehrerer bundesweiten Wahlkämpfen beteiligt und bereits 2009 für den Online-Wahlkampf verantwortlich. Zuvor arbeitete Heinrich als freier Journalist bei Tageszeitungen und Radio.</div></div><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Kann die Parteibasis Einfluss nehmen auf die Kampagne?<br />
<strong>Robert Heinrich:</strong> Unsere Kampagne setzt so konsequent wie nie zuvor auf die Beteiligung unserer Mitglieder. Deshalb haben wir unsere Spitzenkandidaten per Urwahl bestimmt und einen Mitgliederentscheid über die neun wichtigsten Projekte einer möglichen Regierungsbeteiligung durchgeführt. Wir werden im Netz  massiv mit diesen neun Projekten um Stimmen werben und sie dafür spannend, unterhaltsam und verständlich aufbereiten – als eine Art interaktives Wahlprogramm! Ich kann ihnen versprechen: In diesem Wahlkampf wird es Spaß machen, sich mit grünen Inhalten zu beschäftigen!<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Auch dieses Mal soll direkt vor der Wahl eine „3 Tage wach“-Aktion stattfinden. Wie genau wird das ablaufen? Wie war die Resonanz der Bürger bisher bei ähnlichen Aktionen?<br />
<strong>Robert Heinrich:</strong> „3 Tage wach“ ist das ambitionierteste politische Dialog-Event, das mir bekannt ist: Rund um die Uhr werden  mehrere Hundert ehrenamtliche Wahlkämpfer/innen in den drei Tagen vor der Wahl politische Fragen beantworten. Vor der Bundestagswahl 2009 wurden so  insgesamt 12.000 Fragen beantwortet, über eine Viertel Million Nutzer haben die Seite in diesen drei Tagen besucht. Danach wurde „3 Tage wach“ bei jeder einzelnen Landtagswahl eingesetzt, heute ist es bei den Grünen fast so selbstverständlich wie Plakate kleben. Es zeigt, dass die Partei immer stärker in den Wahlkampf im Netz hineinwächst. Natürlich sind wir in diesem Wahlkampf  wieder „3 Tage wach“ &#8211; und wir haben uns dafür auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen, Sie können gespannt sein.<br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Robert_Heinrich.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-130631" alt="Robert_Heinrich" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Robert_Heinrich.jpg" width="139" height="129" /></a>politik-digital.de:</strong> Welche Möglichkeiten bietet ihr Mitgliederportal Wurzelwerk?<br />
<strong>Robert Heinrich:</strong> Das Wurzelwerk ist in erster Linie eine interne Plattform für die politische Arbeit, mit deren Hilfe sich z.B. Basisgruppen vor Ort miteinander vernetzen und ihre Arbeit organisieren können. Wir als Bundesverband stellen unseren Mitgliedern im Wurzelwerk exklusive Tools zur Verfügung, damit diese eigenständigen Wahlkampf machen können: von Argumentationshilfen über Druckvorlagen bis hin zu Design-Manuals. Wichtig: Das Wurzelwerk ist kein reines Wahlkampf-Werkzeug, sondern ein Netzwerk für die politische Arbeit. Es ist eine grüne Community wie auch ein grünes Intranet, bietet Kalender,  Etherpad, Abstimmungstools und  Dokumentenverwaltung.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Insbesondere für Nicht-Mitglieder haben sie online das Portal „Meine Kampagne“ eingerichtet. Welche Möglichkeiten eröffnet diese Plattform den Unterstützern ihrer Partei? Wie ist die Resonanz der Bürger?<br />
<strong>Robert Heinrich:</strong> „Meine Kampagne“ ist ein Mitmachangebot das sich sowohl an Nicht-Mitglieder als auch an Mitglieder richtet. Sie bietet die Möglichkeit, die Grünen – z.B. durch die Teilnahme an bestimmten Aktionen – unkompliziert zu unterstützen. Sie können dort bei Peter Altmaier gegen Fracking protestieren, eine Petition für Edward Snowden unterschreiben – oder aber den Grünen einen Kinospot spenden. „Meine Kampagne“ besteht bereits seit 2009. Im Gegensatz zu den anderen Parteien haben wir unsere Plattform nicht nach der letzten Wahl vom Netz genommen. Auch während der laufenden Legislaturperiode haben wir dort Aktionen und Kampagnen gestartet. So gelang es uns, die Mitgliederzahl der Plattform seit der Bundestagswahl 2009 von 7.000 Unterstützern auf über 15.000 Unterstützer zu erhöhen. Und wir werden die Plattform im Laufe des Wahlkampfes noch populärer machen können.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche Erfahrungen wurden mit Veröffentlichung unter Creative Commons und der offenen Kommentarfunktion gemacht? Wurde das missbraucht? Mussten Kommentare später gelöscht werden?<br />
<strong>Robert Heinrich:</strong> Insgesamt machen wir sehr gute Erfahrungen mit Offenheit. Ein Beispiel: Über Spread-Shirt haben wir einen T-Shirt-Shop laufen, der es Menschen ermöglicht, T-Shirts mit eigenen grünen Mottos zu gestalten. Dort gab es bisher nahezu keinen Missbrauch. Natürlich müssen wir bei bestimmten Kommentaren eingreifen. Wir haben klare Nutzungsbedingungen.  Kommentare, die beleidigen oder diskriminieren, werden gelöscht. Unsere Kommentarfunktion ist aber insgesamt ein  Signal an die User, dass wir den Dialog nicht in versteckte Foren verbannen, sondern überall dort anbieten, wo wir mit Inhalten an die Öffentlichkeit treten. Dialog und Inhalt bilden eine Einheit.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Werden Kommentare der User verwertet/ in das Wahlprogramm miteinbezogen?<br />
<strong>Robert Heinrich:</strong> Kommentare sind ein hilfreiches Feedback, das wir sehr ernst nehmen. In der Wahlkampfzentrale beobachtet ein grüner Social-Media-Manager die Kommentare, geht auf Kritik ein und beantwortet Fragen.  Eine direkte Verwertung im Wahlprogramm, dessen Erstellung ja das Recht der Parteimitglieder ist, findet nicht statt.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Ist der Abwählkalender eine Form des „Dagegen-Wahlkampfs“?<br />
<strong>Robert Heinrich:</strong> Der Abwählkalender ist Attacke-Wahlkampf mit Witz und Substanz. Dort wird nicht einfach gepöbelt, sondern es wird mit Fakten die Bilanz einer Regierung gezogen. Wir bieten den Menschen dort jeden Tag ein neues Argument, die aktuelle Regierung abzuwählen. Das ist natürlich  „dagegen“. Aber wir sagen gleichzeitig auch immer, wofür GRÜN steht. Eine Opposition hat im Wahlkampf zwei Aufgaben: Zum einen aufzuzeigen, wofür sie steht und was sie anders machen möchte. Das tun wir in diesem Wahlkampf mit viel Aufwand. Zweitens eine kritische Bilanz der Regierung ziehen. Nur so werden Alternativen deutlich.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Beobachten Sie, wie die Konkurrenz online vorgeht? Kann ggf. flexibel  reagiert werden?<br />
<strong><strong>Marion Heinrich</strong>:</strong> Wir beobachten das. Aber wir reagieren nur selten, denn meistens wertet es die Aktionen der Konkurrenz nur unnötig auf.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Räumen Sie dem Internet einen großen Stellenwert bei der Mobilisierung von Nichtwählern ein? Wenn ja, wie funktioniert die Mobilisierung im Netz?<br />
<strong><strong>Robert Heinrich</strong>:</strong> Bei denjenigen Nichtwählern,  die sich des politischen Geschehens sehr bewusst sind, sich aber momentan von keiner Partei repräsentiert fühlen, oder Menschen, die bei jeder Wahl neu entscheiden, ob es sich lohnt, diesmal wählen zu gehen – bei denen haben wir im Netz die Chance Überzeugungsarbeit zu leisten. Durch einen inhaltlich fundierten Dialog-Wahlkampf kann man versuchen, diese Gruppen auch im Netz anzusprechen. Insbesondere ein authentisches Format wie „3 Tage wach“ kann in diesem Zusammenhang hilfreich und ein Mittel gegen Politikverdrossenheit sein.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wo online um Wähler geworben wird, ist der Shitstorm nicht weit. Haben Sie eine „Eingreiftruppe“? Wie wird die intervenieren?<br />
<strong><strong>Robert Heinrich</strong>:</strong> Wir haben für diesen Fall eine „freiwillige Feuerwehr“. Diese Netzaktivisten helfen uns, bei Shitstorms zu reagieren und unsere Argumente und Reaktionen im Netz zu verbreiten.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-1-die-piraten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 1 der Reihe: Christophe Chan Hin von den Piraten im Interview.</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-2-cdu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 2 der Reihe: Interview mit Uwe Göpel (CDU).</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-3-fdp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 3 der Reihe: Tommy Diener, FDP, im Interview.</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-4-die-linke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 4 der Reihe: Marion Heinrich, stellvertretende Pressesprecherin der Linken im Interview.</a><br />
&nbsp;<br />
<strong><strong></strong></strong>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/gruenenrw/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gruenenrw</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-SA 2.0)</a>, Robert Heinrich</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Online in den Bundestag?! Kampagnen der Parteien zur #btw13 &#8211; Teil 4: Die Linke</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-4-die-linke-130414/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jul 2013 10:59:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
		<category><![CDATA[Marion Heinrich]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Kampagne]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/linke.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130487" alt="linke" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/linke.jpg" width="640" height="357" /></a>Eine <a href="http://politik-digital.de/wie-wahlentscheidend-ist-das-internet-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuelle Studie</a> des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend für den Ausgang der Bundestagswahl ist, jeder Dritte informiert sich auf Social-Media-Plattformen über Politik. Auch wenn der klassische Wahlkampf damit nicht ersetzt wird, sollte 2013 keine Partei ohne Online-Kampagne in den Kampf um Stimmen ziehen. Wie man Wähler am besten im und ins Netz lockt, darüber haben wir mit den Verantwortlichen gesprochen. Welche Bedeutung hat der Online-Wahlkampf? Kann der User mitmachen? Was tun im Shitstorm?<br />
Unsere Fragen an die Partei DIE LINKE beantwortete Marion Heinrich, die stellvertretende Pressesprecherin in der Bundesgeschäftsstelle.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche Wählergruppe wollen Sie mit der Online-Kampagne ansprechen?<br />
<strong>Marion Heinrich:</strong> Die Online-Kampagne ist Teil der Kampagnenführung der LINKEN zu den Wahlen 2013. Neben „altbewährten“ Kommunikationsmitteln wie Plakaten, Großveranstaltungen, Broschüren, Handzetteln oder Anzeigen nimmt die Online-Kommunikation einen hohen Stellenwert als gleichberechtigtes Instrument ein. Die Online-Strategie der LINKEN orientiert sich dabei an den Grundlagendokumenten der Wahlkampfführung (Wahlstrategie, Kommunikationsstrategie usw.). Die Online-Wahlkampagne soll unterschiedliche Wählergruppen ansprechen.<br />
Die <a href="http://www.die-linke.de/dielinke/aktuell/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website der LINKEN</a> dient in erster Linie Interessierten und Parteimitgliedern als zentraler Anlaufpunkt, um sich mit Informationen über DIE LINKE zu versorgen. Sie ist unser zentrales Sprachrohr im Netz mit einer sehr allgemeinen Ansprache. Darüber hinaus finden Gliederungen, Aktive, Mitglieder dort alle relevanten Hintergrundinformationen und Arbeitshilfen für ihr alltägliches Engagement in der LINKEN.<br />
<a href="https://twitter.com/dielinke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unser Twitter-Kanal</a> dient insbesondere der schnellen Information bei bestimmten Anlässen wie Parteitage, Aktionstage usw. Er richtet sich in erster Linie als Ticker an Multiplikatoren.<br />
Die <a href="https://www.facebook.com/linkspartei" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Seite der LINKEN</a> ist &#8211; ebenso wie die <a href="https://plus.google.com/+DIELINKE/posts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seite bei Google+</a> eine Ergänzung zur Website der LINKEN. Beide Angebote richten sich ebenfalls an ein breiteres Publikum, sind aber im Gegensatz zu <a href="http://www.die-linke.de/dielinke/aktuell/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die-linke.de</a> dialogorientiert aufgebaut. Wir legen hier Wert auf den schnellen Transport von Informationen und treten mit unseren Nutzerinnen und Nutzern in einen langfristigen Austausch ein.<br />
Die <a href="https://secure.flickr.com/photos/die_linke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fotoplattform Flickr</a> nutzen wir als zusätzlichen Distributionskanal für Fotos. Gliederungen und Medien der Partei, externe Medien und sonstige Interessierte können sich hier mit authentischem und unter Creative Commons lizensiertem Bildmaterial kostenlos versorgen.<br />
Ähnlich wie Flickr nutzen wir <a href="http://www.youtube.com/user/dielinke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unseren Youtube-Kanal</a> als Distributionsplattform für Bewegtbild. Die Ansprache richtet sich dabei nach dem jeweiligen Inhalt. Mitschnitte von Pressekonferenzen, Schulungs- und Mobilisierungsvideos dienen in erster Linie der direkten Information unserer Sympathisanten und der Mitgliedschaft. Werbespots, Rapid Response-Videos und dergleichen richten sich an ein breiteres Publikum.<br />
<a href="http://parteidebatte.die-linke.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Adhocracy</a> nutzen wir für Mitglieder und Sympathisanten als elektronisches Abstimmungs- und Antragstool zur Herstellung verbindlicher Entscheidungen im Netz. Unser Etherpad-Server ist ein weiteres Kollaborationsinstrument, das insbesondere Gliederungen und Zusammenschlüssen als praktisches Werkzeug zur Textarbeit und Organisierung dient.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie wichtig ist der Online-Wahlkampf, verglichen mit anderen Werbekanälen? Hat sich bezüglich der Priorisierung etwas im Vergleich zu 2009 geändert?<em id="__mceDel"></em><br />
<strong>Marion Heinrich</strong>: DIE LINKE hat ihre Online-Strategie in den vergangenen Jahren kontinuierlich fortgeschrieben und weiterentwickelt.Daher ist es im Jahr 2013 weder nötig noch möglich, »einen Schalter umzulegen« und etwas Neues, nie Dagewesenes zu starten. Generell stärken wir alle Instrumente, die den Dialog fördern, die Kollaboration unserer Anhängerinnen und Anhänger verbessern und die Multiplikatoren gezielt ansprechen. Darüber hinaus bauen wir verstärkt auf mobile Anwendungen und haben nennenswert Ressourcen von Print- zu Online-Anzeigen umgeschichtet.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welchen Anteil am Gesamtbudget hat die Online-Kampagne? Gibt es eine Veränderung, verglichen mit 2009?<br />
<strong><strong>Marion Heinrich</strong>:</strong> Das Budget für den Online-Wahlkampf wurde gegenüber 2009 erhöht. Weitere Angaben dazu werden wir nicht veröffentlichen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welcher Teil des Online-Wahlkampfes ist das Herzstück der Kampagne?<br />
<strong><strong>Marion Heinrich</strong>:</strong> Die Dialogorientierung das Herzstück unserer Kommunikationsstrategie. Das gilt nicht nur im Online-Bereich, sondern auch offline. DIE LINKE setzt gezielt darauf, ihre Anhängerinnen und Anhänger dazu zu motivieren, im Kreis von Kollegen, Freunden und Verwandten über DIE LINKE zu sprechen, zu diskutieren und so selbst zum Botschafter der Partei und ihrer Ziele zu werden. Ohne die Parteibasis kann die Online-Kampagne nicht funktionieren. Selbstverständlich macht die Parteibasis in der Kampagne mit und nimmt darauf Einfluss.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Marion Heinrich</strong> ist stellvertretende Pressesprecherin im Berliner Karl-Liebknecht-Haus, der Bundesgeschäftsstelle der LINKEN.</div></div><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Beobachten Sie, wie die Konkurrenz online vorgeht? Kann ggf. flexibel  reagiert werden?<br />
<strong><strong>Marion Heinrich</strong>:</strong> Wir beobachten unsere politischen Konkurrenten und können darauf ggf. auch flexibel reagieren.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie glaubhaft kann ein kapitalismuskritischer Wahlkampf sein, der (auch) auf Facebook geführt wird – in einem undurchsichtigen, monopolartigen Datensilo?<br />
<strong><strong>Marion Heinrich</strong>:</strong> Wie schon erwähnt, ist Facebook nicht die einzige Option für unseren Online-Wahlkampf. Sicher gibt es Argumente, die für Ihre Einschätzung sprechen, dennoch hieße es sich den Realitäten zu verweigern, würde Facebook als Kommunikationskanal von der LINKEN ausgeschlossen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Räumen Sie dem Internet einen großen Stellenwert bei der Mobilisierung von Nichtwählern ein? Wenn ja, wie funktioniert die Mobilisierung im Netz?<br />
<strong><strong>Marion Heinrich</strong>:</strong> Generell gilt für DIE LINKE: Mobilisierung funktioniert mit einem altbewährten Mix aus Infoständen, Veranstaltungen, Aktionen, mit Anzeigen, Wahlzeitungen, über die klassische Presse und über das Internet. Wir beobachten, dass die Nutzerzahlen im ländlichen Raum erst langsam anziehen und sich &#8211; im Verhältnis &#8211; den Nutzungsgewohnheiten in urbanen Zentren annähern. Wir erwarten, dass diese Entwicklung anhält.<br />
Ortsverbände bzw. Kreisverbände der LINKEN erreichen wir entweder durch persönliche Ansprache, über Mailinglisten, SMS-Verteiler oder auch über eigens eingerichtete Facebook-Gruppen (sofern diese vor Ort genutzt werden).<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wo online um Wähler geworben wird, ist der Shitstorm nicht weit. Haben Sie eine „Eingreiftruppe“? Wie wird die intervenieren?<br />
<strong><strong>Marion Heinrich</strong>:</strong> Wir reagieren entsprechend professionell.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-1-die-piraten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 1 der Reihe: Christophe Chan Hin von den Piraten im Interview.</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-2-cdu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 2 der Reihe: Interview mit Uwe Göpel (CDU).</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-3-fdp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 3 der Reihe: Tommy Diener, FDP, im Interview.</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/3-berliner-hinterhofgespraech-auf-stimmenfang-im-neuland-die-online-kampagnen-zur-bundestagswahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auch unser 3. Berliner Hinterhofgespräch hatte das Thema “Auf Stimmenfang im #Neuland – Die Online-Kampagnen zur Bundestagswahl”. Hier geht’s zum Video.</a><br />
&nbsp;<br />
<strong><strong></strong></strong>Bild: Sebastian Drescher</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Online in den Bundestag?! Kampagnen der Parteien zur #btw13 &#8211; Teil 3: FDP</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-3-fdp-130393/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jul 2013 10:33:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
		<category><![CDATA[Tommy Diener]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fdpmichtmachzentrum11.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130456" alt="fdpmichtmachzentrum1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fdpmichtmachzentrum11.jpg" width="640" height="298" /></a>Eine<a href="http://politik-digital.de/wie-wahlentscheidend-ist-das-internet-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> aktuelle Studie</a> des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend für den Ausgang der Bundestagswahl ist, jeder Dritte informiert sich auf Social-Media-Plattformen über Politik. Auch wenn der klassische Wahlkampf damit nicht ersetzt wird, sollte 2013 keine Partei ohne Online-Kampagne in den Kampf um Stimmen ziehen. Wie man Wähler am besten im und ins Netz lockt, darüber haben wir mit den Verantwortlichen gesprochen. Welche Bedeutung hat der Online-Wahlkampf? Kann der User mitmachen? Was tun im Shitstorm?<br />
Für die FDP hat Tommy Diener unsere Fragen beantwortet, er ist Bereichsleiter Dialog der Abteilung Strategie, Dialog und Kampagnen der FDP.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche Wählergruppe wollen Sie mit der Online-Kampagne ansprechen?<br />
<strong>Tommy Diener:</strong> Der Online-Wahlkampf spielt eine wichtige Rolle, insbesondere um junge Menschen und Erstwähler anzusprechen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie wichtig ist der Online-Wahlkampf, verglichen mit anderen Werbekanälen? Hat sich bezüglich der Priorisierung etwas im Vergleich zu 2009 geändert?<br />
<strong>Tommy Diener:</strong> Der Online-Wahlkampf hat 2009 noch in den Kinderschuhen gesteckt. In diesem Jahr wird er professioneller und effektiver sein.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welchen Anteil am Gesamtbudget hat die Online-Kampagne? Gibt es eine Veränderung, verglichen mit 2009?<br />
<strong>Tommy Diener:</strong> Der FDP-Bundesverband plant für 2013 mit einem Etat von vier Mio. Euro. Davon werden etwa 20 Prozent für den Online-Wahlkampf ausgegeben.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welcher Teil des Online-Wahlkampfes ist das Herzstück der Kampagne?<br />
<strong>Tommy Diener:</strong> Neben der Wahlkampfseite <a href="http://wahl.fdp.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wahl.fdp.de</a> und der <a href="http://www.fdp.de/bruederle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage des Spitzenkandidaten Rainer Brüderle</a> setzen wir auf die bereits bestehenden Seite <a href="http://www.liberale.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Portal Liberal&#8221;</a>, die <a href="http://www.fdp.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage der FDP</a> und das soziale Netzwerk <a href="https://network.meine-freiheit.de/login" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;meine freiheit&#8221;.</a> Zudem wird es Aktionen in den sozialen Netzwerken und klassische Bannerwerbung geben.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Tommy Diener</strong> (* 1975) ist seit März 2013 Bereichsleiter Dialog der Abteilung Strategie, Dialog und Kampagnen der FDP und verantwortet die Online-Kampagne der Liberalen zur Bundestagswahl 2013. Zuvor war er u.a. in der Öffentlichkeitsarbeit, im Büro der Bundesgeschäftsführerin/des Bundesgeschäftsführers sowie im Info-Point der Freien Demokraten beschäftigt. Auf Landesebene betätigte er sich als Vorsitzender der Jungen Liberalen Berlin sowie als Bezirksverordneter der FDP-Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg.</div></div><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Soll mit der Online-Kampagne auch versucht werden, gezielt verlorengegangene Wähler wieder an die Partei zu binden und das ramponierte Image aufzubessern?<br />
<strong>Tommy Diener:</strong> Die FDP sieht großes Potenzial im Internet und in den sozialen Medien im Hinblick auf die Platzierung liberaler Kernthemen im öffentlichen und politischen Diskurs. Auf Facebook allein sind bis zu 14 Millionen Nutzer mit Themen zu erreichen, die von Freunden der FDP-Seiten sowie deren Freunden geteilt werden. Diese gewaltige Zahl unterstreicht die Bedeutung, die das Agendasetting im Netz für die FDP hat. Darüber hinaus ist das Internet ein sehr attraktives Medium, um Wähler für die FDP zu gewinnen, weil gerade Internetnutzer offen sind für liberale Datenschutz- und Bürgerrechtspolitik. Außerdem fahren wir viele Satellitenkampagnen, um gezielt einzelne Gruppen anzusprechen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Hat der User die Möglichkeit, mitzumachen? Falls ja: Wie wird er dazu animiert? Kann die Parteibasis Einfluss nehmen auf die Kampagne?<br />
<strong>Tommy Diener:</strong> Bereits seit der Erstellung des Bürgerprogramms 2002 hatte jeder User – egal ob Mitglied oder nur Sympathisant &#8211; die Möglichkeit, an unserem Wahlprogramm online mitzuarbeiten. Bei unserer <a href="http://www.fdp.de/Kampagne/1748b640/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Gut gemacht“-Kampagne</a> konnten User ihre eigenen Fotos hochladen und damit Plakate gestalten. Weitere Social Media-Aktionen wird es auch im Bundestagswahlkampf geben. Zudem bieten wir eine Reihe von Mitmach-Möglichkeiten über unsere Wahlkampfseite <a href="http://wahl.fdp.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wahl.fdp.de</a> an.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Beobachten Sie, wie die Konkurrenz online vorgeht? Kann ggf. flexibel reagiert werden?<br />
<strong>Tommy Diener:</strong> Dass wir die politischen Mitbewerber beobachten und auf sie reagieren, haben wir bereits des Öfteren auf Facebook gezeigt – mit schnellen und reichweitenstarken Repliken z.B. auf den Kampagnen-Claim der SPD.<br />
<strong><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TommyDiener.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-130448 alignleft" alt="TommyDiener" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TommyDiener.jpg" width="120" height="170" /></a>politik-digital.de:</strong> Räumen Sie dem Internet einen großen Stellenwert bei der Mobilisierung von Nichtwählern ein? Wenn ja, wie funktioniert die Mobilisierung im Netz?<br />
<strong>Tommy Diener:</strong> Zum einen ist Online-Wahlkampf zeitgemäß und wird von den Wählerinnen und Wählern erwartet. Zum anderen ist das Internet insbesondere für junge Menschen ein zentrales Medium geworden, um sich über Politik zu informieren.<br />
Besonders interessant für den Wahlkampf macht das Internet die Geschwindigkeit, mit der Neuigkeiten verbreitet werden können. Zudem bietet der gegenseitige Austausch von Ideen und Informationen im Netz die Möglichkeit des echten Dialogs anstelle klassischer, einseitiger Kommunikation. Auch ist es über soziale Medien einfacher, einen Multiplikator-Effekt zu erzielen, um eine Vielzahl von potenziellen Wählerinnen und Wählern zu erreichen. Aufgrund dieser Vorteile ist das Internet heute nicht mehr aus dem Wahlkampf der FDP wegzudenken.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wo online um Wähler geworben wird, ist der Shitstorm nicht weit. Haben Sie eine „Eingreiftruppe“? Wie wird die intervenieren?<br />
<strong>Tommy Diener:</strong> Ja, wir haben eine „Eingreiftruppe“, die durch Richtigstellung reagiert. Aber im Gegensatz zu anderen lassen wir auch Kritik auf unseren Seiten zu und zensieren nur strafrechtlich Relevantes – man muss einen Shitstorm auch mal aushalten.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Ihre Kampagne „Gut gemacht, FDP“ wurde auf einem tumblr-Blog aufgegriffen: Alle Plakate, die es nicht auf Ihre Homepage schaffen, werden dort als Negativkampagne veröffentlicht. Wie gehen Sie damit um bzw. reagieren darauf?<br />
<strong>Tommy Diener:</strong> Die Motive auf tumblr wurden nicht über unser Tool erstellt! Negative Campagning kann man nicht verhindern, aber man darf es auch nicht überbewerten. Die Auseinandersetzung mit unserer Kampagne erhöht jedoch auch die Aufmerksamkeit und zeigt die Relevanz.<br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-1-die-piraten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a> <a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-1-die-piraten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 1 der Reihe:  Christophe Chan Hin (Piratenpartei) im Interview </a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-2-cdu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 2 der Reihe: Uwe Göpel von der CDU im Interview</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-4-die-linke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 4 der Reihe: Interview mit Marion Heinrich (Die LINKE)</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/3-berliner-hinterhofgespraech-auf-stimmenfang-im-neuland-die-online-kampagnen-zur-bundestagswahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auch unser 3. Berliner Hinterhofgespräch hatte das Thema &#8220;Auf Stimmenfang im #Neuland – Die Online-Kampagnen zur Bundestagswahl&#8221;. Hier geht&#8217;s zum Video.</a><br />
&nbsp;<br />
<strong><strong></strong></strong>Bilder: Sebastian Drescher, Tommy Diener</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Online in den Bundestag?! Kampagnen der Parteien zur #btw13 &#8211; Teil 2: CDU</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina zur Nedden]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2013 09:13:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Göpel]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cdu_konradadenauerhaus2.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130339" alt="cdu_konradadenauerhaus2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cdu_konradadenauerhaus2.jpg" width="640" height="356" /></a>Eine<a href="http://politik-digital.de/wie-wahlentscheidend-ist-das-internet-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> aktuelle Studie</a> des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend für den Ausgang der Bundestagswahl ist, jeder Dritte informiert sich auf Social-Media-Plattformen über Politik. Auch wenn der klassische Wahlkampf damit nicht ersetzt wird, sollte 2013 keine Partei ohne Online-Kampagne in den Kampf um Stimmen ziehen. Wie man Wähler am besten im und ins Netz lockt, darüber haben wir mit den Verantwortlichen gesprochen. Welche Bedeutung hat der Online-Wahlkampf? Kann der User mitmachen? Was tun im Shitstorm?<br />
Heute: Uwe Göpel. Er ist Teamleiter Online für Marketing und interne Kommunikation der CDU und verantwortet die Online-Kampagne der Christdemokraten für den Bundestagswahlkampf 2013.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welche Wählergruppe wollen Sie mit dem Online-Auftritt ansprechen?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Mittlerweile sind drei Viertel der Bevölkerung online und im Internet aktiv. Als Volkspartei ist es unser Anspruch, jede Zielgruppe anzusprechen und für jede Zielgruppe attraktiv zu sein &#8211; sowohl online als auch offline.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Nach dem Relaunch der CDU-Website Ende April ist ein Schwerpunkt auf YouTube-Videos zu beobachten. Sollen diese klassische TV-Wahlspots ersetzen?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Das ist keine neue Entwicklung. Wir haben schon 2007 angefangen, „Bewegtbild-Tagebücher“ der Sommertour unseres damaligen Generalsekretärs zu erstellen. In der Bundestagswahlkampagne 2009 wurde unser Bewegtbild-Angebot dann unter dem Namen <a href="http://www.youtube.com/cdutv" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU.TV</a> weitergeführt. Neu ist der Grad der Professionalisierung. Wir haben seit 2012 ein eigenes TV-Studio im Konrad-Adenauer-Haus, das uns qualitativ einen großen Schub ermöglicht. Es bietet uns technisch vielfältige Möglichkeiten, zum Beispiel die Nutzung des „Green Screen“ für unterschiedliche Bild-Hintergründe. Zudem haben wir die notwendige Infrastruktur geschaffen, um jederzeit ein Livestreaming anzubieten. So übertragen wir mittlerweile alle CDU-Veranstaltungen in unserem Haus live. Unser Anspruch ist es, das Bewegtbild-Angebot inhaltlich so attraktiv wie möglich zu machen und so breit wie möglich zur Verfügung zu stellen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie wichtig ist der Online-Wahlkampf, verglichen mit anderen Werbekanälen? Hat sich bezüglich der Priorisierung etwas im Vergleich zu 2009 geändert?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Die Online-Kampagne ist eine vollwertige Säule der Gesamtkampagne. Soziale Netzwerke sind für uns attraktive, weil reichweitenstarke Kanäle. 2009 war das wichtigste soziale Netzwerk noch StudiVZ, mittlerweile ist Facebook die absolute Nummer Eins in puncto Reichweite. Angela Merkel hat inzwischen über 300.000 Fans bei <a href="https://www.facebook.com/AngelaMerkel?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>, damit ist sie in diesem Netzwerk die mit Abstand beliebteste deutsche Politikerin. Twitter kommt an zweiter Stelle und natürlich YouTube, da der Bewegtbild-Bereich im Haus einen großen Stellenwert hat.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welchen Anteil am Gesamtbudget hat die Online-Kampagne? Gibt es eine Veränderung, verglichen mit 2009?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Der Etat der CDU Deutschlands für den Bundestagswahlkampf 2013 beträgt rund 20 Millionen Euro – wie schon in den Bundestagswahlkämpfen 2005 und 2009. Natürlich haben wir der wachsenden Bedeutung des Online-Bereichs entsprechend auch Umschichtungen im Budget vorgenommen.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Uwe Göpel</strong> (M.A.) studierte Politikwissenschaft (HF), Kommunikations- und Rechtswissenschaft an der TU Dresden. Er arbeitet seit 2007 im Konrad-Adenauer-Haus, derzeit ist er Teamleiter Online im Bereich Marketing und Interne Kommunikation der CDU-Bundesgeschäftsstelle.</div></div><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welcher Teil des Online-Wahlkampfs ist das Herzstück der Kampagne?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Es gibt drei Schwerpunkte: Zum einen sind da die sozialen Netzwerke mit den reichweitenstärksten Angeboten Facebook, Twitter und YouTube. Dann haben wir das Thema Bewegtbild und CDU.TV. Zum dritten beobachten wir die rasant steigende Nutzung im Bereich der mobilen Endgeräte. Die neue Website der CDU ist daher im responsiven Design gestaltet, das heißt, dass alle Inhalte für das jeweilige Endgerät optimiert dargestellt werden.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Hat der User bei der CDU die Möglichkeit, mitzumachen?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Der Wunsch nach Mitmachen, Mitgestalten und Teilhabe ist nicht erst durch die sozialen Netzwerke aufgekommen. Das Internet macht Beteiligung allerdings einfacher. Für diese Bundestagwahl haben wir zum Beispiel das Regierungsprogramm zusammen mit den Bürgern erarbeitet. Unsere Mitmach-Aktion hieß „Was mir am Herzen liegt!“. Jeder Bürger konnte, übrigens on- wie offline, seine Ideen einbringen. Insgesamt sind rund 10.000 Vorschläge bei uns eingegangen. Die Vorschläge wurden in 45 Themen-Thesen zusammengefasst, die die Parteimitglieder wiederum in unserem Mitgliedernetzwerk <a href="https://www.cduplus.cdu.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„CDU Plus“</a> bewerten und kommentieren konnten. Da gab es noch einmal mehr als 16.500 Bewertungen und 1.000 Kommentare. Die Online-Komponente wurde durch weitere Veranstaltungen ergänzt, unter anderem ganz prominent durch die „Tele-Townhall“: Hier hat unsere Parteivorsitzende Angela Merkel mit CDU-Mitgliedern über unser Regierungsprogramm diskutiert, per Livestream verfolgbar im Internet.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Uwe_Goepel.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-130330 alignleft" alt="Uwe_Goepel" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Uwe_Goepel.jpg" width="116" height="150" /></a><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Inwieweit beschränken Datenschutzbestimmungen die Möglichkeiten der Übernahme von Standpunkten der Online-User?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Die Übernahme von Standpunkten war unproblematisch, weil die Diskussion auf unserer Website stattgefunden hat. Unsere Seite ist frei zugänglich und selbstverständlich datenschutzkonform. Ein Problem kann entstehen, wenn man soziale Netzwerke einbinden will. Im Zweifel entscheiden wir uns immer für den Datenschutz.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Gibt es auf der CDU-Website eine offene Kommentarfunktion oder muss man sich registrieren?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Auf der CDU-Homepage gibt es keine eigene Kommentarfunktion, aber es gibt die „Sharing-Funktion“ und einen Social Media-Bereich, über den man direkt zur Diskussion gelangt. Alle Facebook-Profile haben eine offene Kommentarfunktion. Unser Anspruch war und ist es, die Diskussion dahin zu verlagern, wo die Leute sind – und das ist in den sozialen Netzwerken. Facebook und Twitter sind daher auch in unser Mitgliedernetzwerk „CDU Plus“ integriert.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Beobachten Sie, wie die Konkurrenz online vorgeht? Können Sie gegebenenfalls flexibel reagieren?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Na klar. Ein Beispiel: Auf unserer Seite <a href="http://www.wahlfakten.cdu.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wahlfakten.cdu.de</a> reagieren wir, indem wir den Behauptungen der Konkurrenz Fakten und Argumente entgegensetzen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Räumen Sie dem Internet einen großen Stellenwert bei der Mobilisierung von Nichtwählern ein? Wie funktioniert die Mobilisierung im Netz?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Wir haben tägliche Bildelemente zu aktuellen Themen. Oft werden Inhalte Facebook-gerecht angeboten, um die User zum Teilen zu animieren. Vielleicht erreicht unser CDU.TV-Angebot, mit dem wir politische Botschaften multimedial aufbereiten, gerade Zielgruppen, die sich ein Regierungsprogramm nicht anschauen, sondern lieber einen 90-sekündigen Clip auf YouTube. Aber: Ich möchte das nicht auf Nichtwähler begrenzen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wo online um Wähler geworben wird, ist der Shitstorm nicht weit. Haben Sie eine „Eingreiftruppe“? Wie wird die intervenieren?<br />
<strong>Uwe Göpel:</strong> Wir beobachten und moderieren unsere Seiten, vor allem Facebook und YouTube. Das ist zwingend notwendig, weil dort auch Kommentare erscheinen könnten, die strafrechtlich relevant sind. Die sozialen Netzwerke leben von Diskussion und Auseinandersetzung, aber natürlich muss man in manchen Situationen eingreifen.<br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-1-die-piraten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a> <a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-1-die-piraten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 1 der Reihe: Christophe Chan Hin (Piratenpartei) im Interview</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-3-fdp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 3 der Reihe: Tommy Diener von der FDP im Interview</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-4-die-linke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 4 der Reihe: Interview mit Marion Heinrich (Die LINKE)</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/3-berliner-hinterhofgespraech-auf-stimmenfang-im-neuland-die-online-kampagnen-zur-bundestagswahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auch unser 3. Berliner Hinterhofgespräch hatte das Thema &#8220;Auf Stimmenfang im #Neuland – Die Online-Kampagnen zur Bundestagswahl&#8221;. Hier geht&#8217;s zum Video.</a><br />
&nbsp;<br />
<strong><strong></strong></strong>Bilder: Sebastian Drescher, Christina zur Nedden</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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			</item>
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		<title>Online in den Bundestag?! Kampagnen der Parteien zur #btw13 &#8211; Teil 1: Die Piraten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2013 15:22:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
		<category><![CDATA[Christophe Chan Hin]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
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		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/PiratenparteiWahlkampf.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129756" alt="PiratenparteiWahlkampf" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/PiratenparteiWahlkampf.jpg" width="640" height="348" /></a>Eine<a href="http://politik-digital.de/wie-wahlentscheidend-ist-das-internet-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> aktuelle Studie</a> des Branchenverbands Bitkom gibt die Richtung vor: Gut ein Drittel der Befragten sagt, dass der Internet-Wahlkampf entscheidend für den Ausgang der Bundestagswahl ist, jeder Dritte informiert sich auf Social-Media-Plattformen über Politik. Auch wenn der klassische Wahlkampf damit nicht ersetzt wird, sollte 2013 keine Partei ohne Online-Kampagne in den Kampf um Stimmen ziehen. Wie man Wähler am besten im und ins Netz lockt, darüber haben wir mit den Verantwortlichen gesprochen. Welche Bedeutung hat der Online-Wahlkampf? Kann der User mitmachen? Was tun im Shitstorm?<br />
Die Reihe startet mit Christophe Chan Hin. Er ist Beisitzer im Piraten-Vorstand und Verantwortlicher für die Wählerwerbung im Internet – dem Revier seiner Partei. Chan Hin verrät, wie eine Internetpartei Internetwahlkampf führt, wenn das eigene Überleben auf dem Spiel steht.<br />
<strong>politik-digital.de: </strong><strong></strong>Welche Wählergruppe wollen Sie mit der Online-Kampagne ansprechen?<br />
<strong><strong>Christophe Chan Hin</strong>:</strong><strong> </strong>Es gibt drei wichtige Gruppen für uns. Zum einen natürlich die netzpolitischen Gruppen, die außerhalb der Partei agieren. Die müssen online sehen: Hey, die Piraten können schlagkräftig als Partei kommunizieren. Wir haben das Problem, dass Teile der bekannten netzpolitischen Akteure bereits aus ihrer persönlichen Historie mit einer Partei verbandelt sind. Dazu kommt noch, dass ja viele ganz bewusst einen ganz anderen Weg als die Piraten eingeschlagen haben: Sie setzen auf Lobbyismus im positiven Sinne, also Bürgerrechtsgruppen, die versuchen, von außen auf die Parteien einzuwirken, eventuell auch einen Gesetzesvorschlag direkt an einen Mandatsträger zu tragen. Das Konzept, eine eigene Partei zu gründen, ist natürlich ein gänzlich anderes. Wenn wir es schaffen, uns nicht als Konkurrenten zu sehen, sondern als „Jellyfish Cluster“ mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen, können wir enorme Schlagkraft entwickeln. Dafür müssen wir aber auch selbstbewusst auftreten. Es wird uns gerade aus der Richtung vorgeworfen, dass wir einerseits zu oft das Piratenlogo platzieren, auf der anderen Seite aber Positionen nicht offensiv genug vertreten, insbesondere netzplitische. Es ist ein schmaler Grat, hier die richtige Tonlage zu treffen: Wir haben es mit einer Gruppe mit einem extrem kritischen Blick auf Medien &#8211; eben auch auf Parteimedien -, aber gleichzeitig hohem Konsum zu tun. Das heißt: Wir müssen eigentlich den Gedankengang &#8220;Wow, das ist verdammt richtig was die sagen, aber doof dass die da ihr Parteilogo dahinklatschen&#8221; hinbekommen. Mehr können wir gar nicht erwarten. Klare Aussagen, keine Pseudo &#8220;Wie seht ihr das Social Media Fishing-for-Compliments&#8221; Spielchen, wo man doch genau weiß, dass man einer Meinung ist. Und wenn man es nicht ist, mit diesen klaren Aussagen einen Dialog initiieren.<br />
Die nächste wichtige Gruppe sind natürlich die Piraten selber, denn für Social Media sind sie unser primärer Verbreitungskanal &#8211; ein bei den Piraten beliebtes Social Media Motiv beispielsweise wird sehr schnell auf Twitter und Facebook von unseren Mitgliedern geteilt. Das ist ein großer Bonus: Verbreitung ist nicht das Problem bei uns. Wir müssen nur den Nerv von 3-4 Piraten mit vielen Followern treffen, und dann rollt die Lawine los. Andere Parteien haben es da sehr viel schwerer.<br />
Und dann haben wir natürlich das ambitionierte Ziel, große Teile der jungen Menschen für unsere Sache zu begeistern. Das sind die unglaublich vielen Leute, die durch Bildungsstreik, ACTA und Freiheit statt Angst-Demos politisiert wurden, und um die sich natürlich auch die anderen Parteien bemühen. Ich glaube, da können wir authentischer auftreten.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie wichtig ist der Online-Wahlkampf, verglichen mit anderen Werbekanälen?<br />
<strong><strong>Christophe Chan Hin</strong>:</strong><strong></strong> Den Online-Wahlkampf trennen wir nicht so klinisch vom Offline-Wahlkampf. Insofern priorisieren wir nicht wirklich, sondern versuchen, das Ganze in einem Kontext zu sehen: Wenn ich auf Facebook und Twitter merke, viele Piraten begeistern oder empören sich über ein Thema, dann muss da natürlich schnell Material für die Infostände gemacht werden. Sonst besteht die Gefahr, dass zwar eine große Handlungsmotivation da ist, diese aber verpufft. Auch eine kreative Aktion auf der Straße, die erfolgreich war, müssen wir natürlich online verbreiten: Die Videodokumentation auf Youtube von eben dieser Aktion motiviert Menschen, diese Aktion selber vor Ort auch auszuführen.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc">Der 31jährige <strong>Christophe Chan Hin</strong> arbeitet als Kommunikationsdesigner und wurde erst im Mai 2013 als Beisitzer in den Piraten-Bundesvorstand gewählt. Er bloggt im „<a href="http://mannheimer-salon.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mannheimer Salon</a>“, ist auf der <a href="http://hedonistischepiraten.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hedonistischen Plattform</a> unterwegs und leitet nun den Online-Wahlkampf der Piraten.</div></div><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welchen Anteil am Gesamtbudget hat die Online-Kampagne?<br />
<strong><strong>Christophe Chan Hin</strong>:</strong> Die Online-Kampagne kostet uns sehr wenig bis gar nichts. Die größten Kostenpunkte sind zusätzliche Kapazitäten bei der IT, die neben den innerparteilichen Parteiangeboten jetzt auch die ein oder andere Wahlkampfseite hostet. Da hilft uns natürlich auch unsere Mitgliederstruktur, für die anderen Parteien stellt sich oft auch die Frage, wie sie ihre Nachrichten im Netz verbreiten sollen. Sie müssen sich dafür koordinierte Strategien überlegen. Bei uns ist das zweite Natur: Unsere Mitglieder sind sowieso zahlreich in Sozialen Kanälen vertreten.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Welcher Teil des Online-Wahlkampfes ist das Herzstück der Kampagne?<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ChristopheChanHin.jpg"><img decoding="async" class="alignleft" alt="ChristopheChanHin" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ChristopheChanHin.jpg" width="102" height="153" /></a><strong><strong>Christophe Chan Hin</strong>:</strong> Unsere<a href="http://wirstellendasmalinfrage.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Social Media Kampagne</a>. Sie ist im Prinzip eine visuelle Pressemeldung: Wir versuchen, herauszufinden, was an dem Tag das wichtigste Thema ist. Dazu machen wir einen Kommentar. Hier sind drei Dinge wichtig: Klare Aussagen, eine gute Text/Bild Kombination, und natürlich Geschwindigkeit. Wir wollen unseren Kandidierenden und Mitgliedern die Möglichkeit geben, etwas zum Teilen zu haben. Etwas, dass sie selber auch gerne verteilen. Und das unmissverständlich unsere Position kommuniziert. Der Dialog passiert dann ganz von selbst.<br />
Und dazu gehören natürlich dann Inhalte, die in die Tiefe gehen: Blogeinträge, Kommentare von Kandidaten, oder auch einfach mal ne Handlungsaufforderung, z.B. eine Petition. Die Social Media Motive sind da eigentlich nur ein Baustein, aber eben der, der die Einstiegsdroge zu den anderen Inhalten darstellt.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Hat der User die Möglichkeit, mitzumachen? Falls ja: wie wird er dazu animiert? Kann die Parteibasis Einfluss nehmen auf die Kampagne?<br />
<strong><strong>Christophe Chan Hin</strong>:</strong> Wir haben unser <a href="http://pirat.ly" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitmach-Portal</a>, da können konkrete Jobs und Events reingestellt werden. Die Parteibasis kann natürlich Einfluss auf die Kampagne nehmen und z.B. direkt bei der Servicegruppe &#8220;Gestaltung&#8221;, also unserem Designernetzwerk, anfragen, wenn sie einen konkreten Umsetzungswunsch für ein Design hat. Allerdings muss sie dann schon auch selber bereit sein, an den Inhalten zu arbeiten &#8211; einfach einen Wunsch reinschmeißen und warten, das klappt manchmal bei Social Media, aber das können wir natürlich nicht versprechen. Gleichzeitig werden Vorlagen zur Verfügung gestellt: Unser Design ist mit sehr starken Elementen sehr robust, und wir haben eine eigene Headline-Schrift, die Politics Head. Man kann einiges an Unfug damit machen und es ist trotzdem noch klar als Piratenkampagne erkennbar.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Beobachten Sie, wie die Konkurrenz online vorgeht? Kann ggf. flexibel reagiert werden?<br />
<strong><strong>Christophe Chan Hin</strong>:</strong> Ja, wobei wir mehr agieren wollen als reagieren. Unsere Strukturen sind denke ich schneller als die der anderen Parteien. Wir müssen es eigentlich schaffen, dass die Konkurrenz irgendwie auf uns reagieren muss. Also wollen wir in unserer Strategie nicht zu defensiv sein: Flexibel reagieren ist eigentlich unsere Stärke. Unsere Schwäche ist, in der Kakophonie aus Tweets und Pinnwandeinträgen auch mal gemeinsam ein Thema zu halten. Hier versuchen wir mit einer Kombination aus Social Media Motiven, Blogeinträgen und Dokumentationen von Offline-Aktionen auch mal länger präsent zu sein.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Räumen Sie dem Internet einen großen Stellenwert bei der Mobilisierung von Nichtwählern ein? Wenn ja, wie funktioniert die Mobilisierung im Netz?<br />
<strong><strong>Christophe Chan Hin</strong>:</strong> Ja, wobei wir das nicht auf Nichtwähler beschränken. Wir haben ja auch Parteimitglieder, die wenig aktiv sind und Sympathisanten aus anderen Parteien oder NGOs. Das geht am besten über Themen. Online können wir sehr gut politisieren, wenn wir uns trauen, klar unsere Themen anzusprechen – und dann in Dialog treten, die Leute also wirklich abholen. Ganz wichtig wird auch in der heißen Phase des Wahlkampfs sein, konkret zu sagen: Das könnt ihr tun! Hier wollen wir noch Plakate hängen, Flyer verteilen, eine Straßenaktion machen! Teilt unsere Social Media Motive, da könnt ihr sie finden!<br />
Wir müssen klarmachen, dass auch eine kleine Aktion eine große Hilfe ist. Und offline müssen wir die Leute dann auch abholen: Wenn die sich dann mal zum lokalen Piratentreffen trauen, sehen sie viele Mitglieder, die sehr aktiv sind und tausende Dinge tun. Das ist oft einschüchternd – der eigene Beitrag wird als sehr klein und sinnlos eingeschätzt. Diese Hemmschwelle haben wir online nicht so sehr. Aber zehn Leute, die jede Woche eine Stunde in die Partei investieren, sind eine robustere Basis als eine Person, die zehn Stunden investiert, und dann plötzlich die Stadt wechselt oder einen Vorstandsposten bekommt und dann lokal wegfällt. Das müssen wir auch uns selber klar machen und klare Handlungsangebote online- wie offline machen. Hier werden wir online wie offline einfache Mittel, um Wahlkampf zu machen, an die Hand geben.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wo online um Wähler geworben wird, ist der Shitstorm nicht weit. Haben Sie eine „Eingreiftruppe“? Wie wird die intervenieren?<br />
<strong><strong>Christophe Chan Hin</strong>:</strong> Mittlerweile gibt es viele Piraten, die bei solchen Dingen schlichten. Es geht letztlich nicht zuletzt darum, dass die Mechanismen, die zu einem Shitstorm führen, auch positiv genutzt werden können. Unsere täglichen Social Media Motive können durchaus auch einen Shitstorm unterbrechen. Das ist eine nicht zu unterschätzende Rolle unserer Social Media Kampagne. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, dass die Shitstorms als das dastehen, was sie sind: Oftmals eigentlich nicht besonders relevante Neuigkeiten, die aber aufgrund fehlender oder unzureichender Öffentlichkeitsarbeit der Partei eine massive Aufmerksamkeit bekommen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Soll mit der Online-Kampagne auch versucht werden, gezielt das ramponierte Image der Piratenpartei aufzubessern? Falls ja, wie?<br />
<strong><strong>Christophe Chan Hin</strong>:</strong> Ja. Die Online-Kampagne soll klarmachen, dass wir erstens zu jedem tagespolitischen Thema etwas sagen können. Damit entkräften wir den Vorwurf, kein Programm zu haben. Zweitens lässt ein zeitlich gut gesetztes Social Media Motiv einen parallel startenden Shitstorm in sich zusammenfallen. Ein einfaches Bild wirkt da wie ein Aufruf: &#8220;Leute, das hier ist heute unsere gemeinsame Aussage. Konzentriert euch!&#8221;.<br />
<em id="__mceDel"> </em><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-2-cdu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 2 der Reihe: Uwe Göpel (CDU) im Interview</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-3-fdp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 3 der Reihe: Interview mit Tommy Diener von der FDP.</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/online-in-den-bundestag-kampagnen-der-parteien-zur-btw13-teil-4-die-linke/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier finden Sie Teil 4 der Reihe: Interview mit Marion Heinrich, Die Linke.</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/3-berliner-hinterhofgespraech-auf-stimmenfang-im-neuland-die-online-kampagnen-zur-bundestagswahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auch unser 3. Berliner Hinterhofgespräch hatte das Thema &#8220;Auf Stimmenfang im #Neuland – Die Online-Kampagnen zur Bundestagswahl&#8221;. Hier geht&#8217;s zum Video.</a><br />
&nbsp;<br />
<strong><strong></strong></strong>Bilder: Piratenpartei Deutschland (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a>), <a href="http://piratenpartei-bw.de/2013/05/15/christophe-chan-hin-aus-baden-wurttemberg-in-den-bundesvorstand-der-piratenpartei-gewahlt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpartei Baden-Württemberg</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 3.0 DE</a>)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Es braucht eine gesellschaftliche Diskussion über die Kommunikationsgeschwindigkeit&#034; Der SPD-Abgeordnete Lars Klingbeil im Interview</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/es-braucht-eine-gesellschaftliche-diskussion-ueber-die-kommunikationsgeschwindigkeit-der-spd-abgeordnete-lars-klingbeil-im-interview-129322/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 14:33:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang Juni hatte das &#8220;Zentrum für Digitalen Fortschritt&#8221; (D64) zu einer Podiumsdiskussion geladen, auf der darüber gesprochen wurde, wie Internet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelInterviewKlingenbeil.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129329" alt="ArtikelInterviewKlingenbeil" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelInterviewKlingenbeil.jpg" width="640" height="427" /></a>Anfang Juni hatte das &#8220;Zentrum für Digitalen Fortschritt&#8221; (D64) zu einer Podiumsdiskussion geladen, auf der darüber gesprochen wurde, wie Internet und Smartphones die Arbeitswelt verändern. Büro ist überall &#8211; Freiheit oder (Arbeits)Falle? Teilnehmer war auch der SPD-Netzexperte Lars Klingbeil. politik-digital hat ihn gefragt, was permanente Erreichbarkeit und blitzschnelle Online-Nachrichten für den Alltag eines Politikers bedeuten.<strong><br />
</strong><br />
<strong>politik-digital.de: </strong>Auf der Podiumsdiskussion des D64 haben Sie in einer ruhigen Minute Ihr Smartphone gecheckt. Wie oft schauen Sie im Politikeralltag, ob neue Nachrichten gekommen sind?<strong><br />
</strong><br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Da gibt es keine Trennung zwischen dem privaten und politischen Alltag. Ich gucke sehr viel auf mein Smartphone, in freien Minuten oder auch mal in einer Sitzung, die nicht so spannend ist. Allerdings gibt es auch immer mehr Sitzungen, für die ich das Handy in der Tasche lasse. Bin ich im Wahlkreis unterwegs, kommt es häufiger vor, dass mein Smartphone im Auto bleibt.<br />
<strong>politik-digital.de: </strong>Können Sie sich im Gespräch noch auf das Hier und Jetzt konzentrieren, oder haben Sie immer das virtuelle Postfach im Hinterkopf?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>: </strong>Im direkten Gespräch mit anderen starre ich nicht die ganze Zeit aufs Handy.<strong><br />
</strong><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Sind Sie jemand, der immer sofort antworten will, wenn eine Nachricht ankommt?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>: </strong>Wenn ich einen Brief ins Büro bekomme, kann die Beantwortung schon mal zehn Tage, zwei Wochen dauern, bevor eine Antwort kommt.<br />
Bei Facebook und Twitter ist die Erwartung jedoch eine andere, da werden schnelle Antworten gewünscht. Es gibt Tage, an denen schaffe ich es nicht, zu twittern – und bekomme deswegen von manchem Nutzer auf den Deckel. Hier müssen beide Seiten lernen. Der Wunsch nach einer schnellen Antwort ist da, aber manchmal klappt das eben nicht – zumal man sich ja auch in bestimmten Fällen erst vorher schlau machen muss.<br />
<strong>politik-digital.de: </strong>Wie viele Mails/FB-Nachrichten beantworten Sie pro Tag?<strong><br />
</strong><br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>: </strong>Das weiß ich nicht. Aber es sind sehr viele.<br />
<strong>politik-digital.de: </strong>Und wie viele ignorieren Sie?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Bei Facebook versuche ich, fast alle Nachrichten zu beantworten. Was die Postings betrifft, muss ich mich da manchmal gar nicht einmischen. Auf Twitter kommen manche Kommentare, da macht das Antworten Spaß, bei anderen weiß ich: hier solltest Du besser nicht reagieren. Eine Systematik existiert nicht, ich entscheide das nach Bauchgefühl.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Lars Klingbeil </strong>ist Bundestagsabgeordneter der SPD. Er vertritt den Wahlkreis Rotenburg I/Soltau-Fallingbostel, seinen Heimatort. Klingbeil sitzt im Verteidigungsausschuss sowie im Ausschuss für Kultur und Medien. Darüber hinaus ist er netzpolitischer Sprecher seiner Fraktion &#8211; und eifriger <a href="https://twitter.com/larsklingbeil" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitterer</a>.</div></div><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Angela Merkel kann angeblich gleichzeitig eine SMS schreiben und zuhören. Können Sie das auch?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Nicht immer zu hundert Prozent, aber grundsätzlich bin ich zum Multitasking fähig.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Die SPD fordert Schutzrechte für Arbeitnehmer, die sie vor Erreichbarkeit bewahren sollen. Brauchen auch Abgeordnete eine solche Protektion?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Bei uns sehe ich das ein Stück weit anders. Wir wollen ja kommunizieren, unsere Botschaften ins Land bringen, mit Leuten in den Dialog treten. Wofür ich jedoch plädiere: Es braucht eine gesellschaftliche Diskussion über die Kommunikationsgeschwindigkeit. Das ist mir sehr wichtig. Es sollte Verständnis dafür wachsen, dass Antworten dauern können.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Gibt es eine Regelung innerhalb Ihrer Fraktion, ab einer bestimmten Uhrzeit die berufliche Kommunikation einzustellen?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Nein, dazu gibt es keine Regelung. Hier ist die Sensibilität jedes Einzelnen gefragt. Es ist auch nichts dazu festgelegt, was getwittert werden darf und was nicht. Wir haben im Parlament keinen Kodex für Social-Media-Kommunikation.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Was ist Ihre primäre Quelle für Nachrichten aus dem Weltgeschehen?<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/profilbild_klingbeil_cad.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-129323 alignleft" alt="profilbild_klingbeil_cad" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/profilbild_klingbeil_cad.jpg" width="125" height="200" /></a><strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Twitter ist für mich das Medium Nr. 1, wenn es um Neuigkeiten geht und um aktuelle politische Entwicklungen. Da schaue ich morgens als erstens, ob und was passiert ist. Für tiefergehende Informationen nutze ich Nachrichtenseiten und das Radio, wobei ich dorthin auch über Links von Twitter geleitet werde. In meinem Fall spielen natürlich ebenfalls die lokalen Zeitungen eine große Rolle, von denen zwei auch bei Twitter unterwegs sind – und die auch manchmal nachmittags bereits die Artikel online stellen, die am nächsten Tag erscheinen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Ist überhaupt noch Zeit für längere Artikel?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Die Süddeutsche lese ich regelmäßig.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Nennen Sie bitte drei Apps, die jeder Bundestagsabgeordnete auf seinem Smatphone haben sollte.<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> SpiegelOnline gehört sicherlich dazu. Das ist die Nachrichtenquelle Nr. 1 für uns, neben Twitter. Als drittes kommt die Facebook-App, was mich betrifft.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wissen Sie, wann Sie zuletzt im Fernsehen eine längere Reportage gesehen haben?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Im Fernsehen?<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Meinetwegen auch in der Mediathek.<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Die heute-show zählt wahrscheinlich nicht, ne?<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Nein.<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Die letzte richtige Fernsehreportage, die ich gesehen habe, war die bekannte ARD-Doku über die Arbeitsbedingungen bei Amazon. Ich bin kein großer Fernsehgucker, außer von amerikanischen Serien.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Verlangt das digitale Zeitalter ein dickeres Politikerfell, Stichwort „Shitstorm“?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Man muss sich zurechtfinden, das musste ich an vielen Stellen auch. Wer auf Social-Media-Kanälen kommuniziert, braucht ein dickes Fell. Man kriegt schon einiges ab.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Schon mal selber im Shitstorm gewesen?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Meinen größten habe ich erlebt, als die SPD das Leistungsschutzrecht im Bundesrat nicht in den Vermittlungsausschuss geschoben, sondern passieren hat lassen. Ich hatte mich vorher im Bundestag sehr massiv gegen dieses Gesetz ausgesprochen und in Aussicht gestellt, dass es im Bundesrat gestoppt wird. Deshalb gab es verbale Prügel.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Ist es schwierig, mit persönlichen Beleidigungen umzugehen?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>: </strong>Gelegentlich möchte man schon gerne antworten – denkt sich dann aber, dass es besser ist, nichts zu schreiben.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wie steht es mit dem Druck durch Faktenchecks, wie sie das ZDF oder auch das ZEITmagazin machen? Dabei werden Politikeraussagen überprüft, auch mithilfe der User.<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Natürlich erhöhen die den Druck. Wir müssen sehr darauf achten, wie wir kommunizieren, das fordert eine massive Umstellung von uns Politikern. Aber ich finde, dass diese Checks auch die starke Seite des Internets zeigen, wenn mehrere Leute auf diese Weise kooperieren. Das hat einen großen Mehrwert für die politische Debatte.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Denken Sie, dass Politikerstatements nun glatter werden? Weil Sie und Ihre Kollegen wissen, dass sie viel mehr beäugt werden?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Die Gefahr besteht. Viele Bürger sagen, sie wollen kantigere Formulierungen – aber wenn es dann einer macht, bekommt er viel Gegenwind.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Stichwort „Steinbrück“.<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Steinbrück ist in der Tat jemand, der kantig formuliert. Er hat Fehler gemacht, aber er ist auch für viele Aussagen verprügelt worden, bei denen er einfach nur eine deutliche Aussprache gefunden hat. Das Signal darf nicht sein, dass alle Politiker irgendwann nur noch stromlinienförmige Antworten geben. Ich finde es sehr bereichernd, dass jeder im Internet Sachen auch einfach mal raushauen kann. Diese Diskussionskultur dürfen wir uns nicht kaputt machen.<br />
Prinzipiell müssen wir uns alle daran gewöhnen, dass die politische Kommunikation heute eine andere ist als früher. Früher lief es nur top-down, heute stehen wir im Dialog mit den Bürgern. Das ist ein totaler Umbruch. Da müssen sich viele Kollegen erst dran gewöhnen. Das dauert, wenn man 40 Jahre anders sozialisiert wurde. Diesbezüglich sehe ich eine Kluft, auch innerhalb der Fraktion.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Wird Twitter einen entscheidenden Einfluss auf den Wahlausgang haben?<br />
<strong><strong>Lars Klingbeil</strong>:</strong> Die Wahl wird nicht im Netz entschieden, aber Social-Media kann einen großen Beitrag zum Ausgang leisten.<br />
&nbsp;<br />
<strong><strong></strong></strong>Bilder: European Parliament (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-ND 2.0</a>), <a href="http://www.lars-klingbeil.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.lars-klingbeil.de</a></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Macht und Masse im digitalen Zeitalter &#8211; Das Internet als Partizipationsplacebo?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicola Jenne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Sep 2012 13:52:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Anke Domscheid-Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Salon]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
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					<description><![CDATA[Längst erreicht das Internet mehr Menschen als der traditionelle Stammtisch. Doch wenn es um Online-Bürgerbeteiligung an Politik geht, stehen wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/macht-und-masse-im-digitalen-zeitalter-das-internet-als-partizipationsplacebo/digitaler_salon_bearbeitet-4/" rel="attachment wp-att-120914"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-120914" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/digitaler_salon_bearbeitet3-630x357.jpg" alt="" width="630" height="357" /></a>Längst erreicht das Internet mehr Menschen als der traditionelle Stammtisch. Doch wenn es um Online-Bürgerbeteiligung an Politik geht, stehen wir noch ganz am Anfang. Nicht die Masse hat mehr Macht, sondern bislang nur eine Teil-Elite des Internets. Shitstorms und Diskussionen im Netz sind also nicht repräsentativ, so das Ergebnis einer Diskussion vergangene Woche im Digitalen Salon.</p>
<p align="JUSTIFY">Der „Digitale Salon“ zum Thema „Masse und Macht im digitalen Zeitalter“, der am vergangenen Freitag in Berlin stattfand, wurde vom <a href="http://www.hiig.de/digitaler-salon-auf-dradio-wissen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)</a> und vom <a href="http:///wissen.dradio.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschlandradio</a> organisiert. Man wollte darüber diskutieren, ob E-Democracy und E-Partizipation eine Neuerfindung der Demokratie sind und ob Schwärme, Communities und Shitstorms überhaupt relevant sind. Die Bilanz fiel frustrierend aus. Doch erst nachdem die Kameras für den Livestream ausgeschaltet waren, redeten die Diskutanten frei heraus.</p>
<p align="JUSTIFY">Gastgeber Ralf Müller-Schmid, Leiter von DRadio Wissen, zitierte Elias Canetti, um das Verhältnis vieler Bürger zum Internet zu beschreiben: &#8220;Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes&#8221;. Damit war eine Richtung vorgegeben. Anke Domscheit-Berg, langjährige Managerin bei Microsoft und heutige Netzaktivistin mit den Schwerpunkten Open Data und Open Government, griff das Zitat auf. Das frisch gebackene Mitglied der Piratenpartei sah in dem Bedürfnis nach mehr Beteiligung ein Zeichen für fehlendes Vertrauen der Bürger in die Politiker. So forderte sie mehr Transparenz, offene Lobby-Register, öffentlich zugängliche Listen von Politiker-Gehältern und eine Teilhabe von unten nach oben („bottom-up“) bei der Entstehung von Gesetzen. Domscheit-Berg schätzt, dass es allerdings noch 25 Jahre dauern werde, bis Deutschland diese emanzipierte aufklärerische Gesellschaft sei. Aktuell befänden wir uns noch „im Kindergarten der Bürgerbeteiligung im Internet“.</p>
<p align="JUSTIFY">Einer ihrer Mitdiskutanten, der Vorstandsvorsitzende der XING AG Stefan Gross-Selbeck, warnte dann auch gleich vor einer künftigen &#8220;Diktatur der Masse&#8221;, noch jedoch sei Online-Bürgerbeteiligung kein demokratischer Prozess. Denn die kleine Internet-Community sei alles andere als repräsentativ für alle Bürger.<em> </em>Der XING-Manager ist überzeugt, dass das Internet nach der 1:99-Regel funktioniere: Einer beteilige sich, 99 nicht. Die Community sei noch zu klein, um alle Bürger zu repräsentieren. Domscheit-Berg pflichtete ihm bei, auch sie sieht die Macht klar auf Politik und im Hinterzimmer eingeschränkt, daran habe das Internet bislang nichts ändern können. Für diesen Zustand macht Wolfgang Schulz, Gründungsdirektor des HIIG und Direktoriumsmitglied des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung in Hamburg, insbesondere die Lagerteilung zwischen den deutschen Politikern verantwortlich und betitelte die Lage gar als &#8216;epistemic closure&#8217; – den schleichenden Prozess in den Stillstand.</p>
<p align="JUSTIFY">Auch Martin Heidingsfelder, Internetunternehmer und Gründer der Plagiatsjägerplattform Vroni-Plag macht sich keine Illusionen über die Macht der Masse. Die Guttenberg-Plagiatsaffäre hätte es laut ihm auch ohne das Internet gegeben. Ebenso hätte der Wulff-Skandal so oder ähnlich auch ohne das Internet stattgefunden, der Unterschied sei, dass der Protest in den sozialen Medien organisiert wurde. Das Internet sei das schnellere und effizientere Medium, jedoch kein Ersatz für die „alten Medien“, bestätigte Schulz. Gross-Selbeck immerhin sieht eine Machtverschiebung, die durch das Internet ausgelöst wurde: Unternehmer richteten sich heute mehr denn je nach den Kunden.</p>
<h3 align="JUSTIFY">Shitstorms schaffen Bewusstsein, lösen aber keine Probleme.</h3>
<p align="JUSTIFY">Dank der Anonymität im Internet entflöhen Bürger der sozialen Kontrolle. Dies sei insbesondere bei Shitstorms zu beobachten, wenn händeringend neue Wege gesucht würden, um eine gewisse Konstruktivität in der Diskussion herzustellen. Shitstorms schafften lediglich Bewusstsein, lösten aber die Probleme nicht, so Gross-Selbeck. Insofern könne das Internet einen sinnvollen Resonanzen-Mechanismus haben.</p>
<p align="JUSTIFY">Einig waren die Diskutanten sich darin, dass das Internet als Medium zur Herstellung von Demokratie noch in den Kinderschuhen steckt. So pessimistisch wollte man sich aber vor laufender Kamera und eingeschalteten Mikrofonen nicht geben, was besonders paradox ist, da es doch um Transparenz und Bürgerbeteiligung ging.</p>
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		<title>Von alten Gatekeepern und neuen Skandalierern</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/von-alten-gatekeepern-und-neuen-skandalierern-120089/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Aug 2012 16:22:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
		<category><![CDATA[Buchveröffentlichung]]></category>
		<category><![CDATA[Bernhard Pörksen]]></category>
		<category><![CDATA[Der entfesselte Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Hanne Detel]]></category>
		<category><![CDATA[Medienskandal]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie verändert sich die Wahrnehmung persönlicher oder kollektiver Verfehlung durch die Digitalisierung und die ständige Verfügbarkeit neuartiger Publikationsformate? Die Tübinger [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/von-alten-gatekeepern-und-neuen-skandalierern/slider_skandal_630x330-2/" rel="attachment wp-att-120107"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-120107" alt="Bild &quot;der entfesselte Skandal&quot;" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Slider_Skandal_630x3301.jpg" width="630" height="330" /></a>Wie verändert sich die Wahrnehmung persönlicher oder kollektiver Verfehlung durch die Digitalisierung und die ständige Verfügbarkeit neuartiger Publikationsformate? Die Tübinger Medienwissenschaftler Hanne Detel und Bernhard Pörksen haben hierzu im Frühjahr ein Buch vorgelegt. Im Interview mit politik-digital.de sprach Mitautorin Hanne Detel über die Arbeit am Buch und die Besonderheiten der Skandalisierungskultur im Netz.</p>
<p>Debatten, Skandalschemata und vor allem Langzeitwirkungen von Skandalen haben sich im Zuge der Digitalisierung von Medien und Gesellschaft gewandelt. Soweit ein bereits bekannter Prozess, dessen Bewertung bislang allzu häufig durch polemische Blogeinträge selbsterklärter „digital natives“ beziehungsweise martialisch anmutende Reaktionen sprachgewaltiger Kulturpessimisten („Heveling-Traktat) geprägt gewesen ist. Das Buch  „Der entfesselte Skandal: Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter“ bemüht sich aus der  Perspektive der Medientheorie um begriffliche Klarheit. Was in neobürgerlichen Zeitungskolumnen allzu häufig mit polemischem Unterton als Teufel an die Wand gemalt wird, haben die Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und Hanne Detel nun in anspruchsvoller, dennoch gut lesbarer, vor allem aber unaufgeregter Buchform recherchiert und seziert.</p>
<p><a title="Buch" href="http://www.halem-verlag.de/2012/der-entfesselte-skandal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Der entfesselte Skandal“</a>, so der Titel ihres im Kölner Herbert von Halem Verlag erschienenen Buches beleuchtet die durch zunehmende Digitalisierung befeuerten Medienskandale der vergangenen Jahre und Jahrzehnte mit bemerkenswerter Akribie. Die Kernthese der beiden Forscher lautet hierbei, dass Skandale und/oder die nicht beabsichtigte Medienpräsenz, anders als früher, nicht mehr zwangsläufig linear verlaufen müssen. Die Skandale können durch neuartige Publikationsformate und ein verändertes Mediennutzungsverhalten jederzeit und aus allen Richtungen angeheizt werden.Die beiden Autoren liefern keine finale Theorie des entfesselten Skandals. Vielmehr beschreiben sie das Phänomen entlang der Genese einer ganzen Reihe von Fallbeispielen, die sich in das kollektive Gedächtnis unserer Mediengesellschaft eingebrannt haben. Unter den 15 Fällen ist die Distribution der Folterfotos aus dem irakischen Abu-Ghuraib ebenso vertreten wie eine detaillierte Analyse der Wirkungsmechanismen kollektiver Online-Recherche im Fall Guttenberg. Immer dann, wenn individuelle, von den Medien weniger multiperspektivisch beleuchtete bzw. bereits in Vergessenheit geratene Affären und Empörungswellen unter den Prämissen der Medienwirklichkeit des digitalen Zeitalters aufgearbeitet werden, sticht das Buch besonders hervor.</p>
<h3>Der kategorische Imperativ des digitalen Zeitalters</h3>
<p>Hervorgehoben sind in jedem Kapitel bestimmte Begriffe oder Phänomene, so dass das Buch auch für Leser ohne direkten Bezug zu Netzphänomenen ein Gewinn ist. Zwar überlassen die Autoren ihrem Publikum ganz bewusst eine Bewertung der vorgestellten Fälle. Bereits in der Einleitung formulieren Detel und Pörksen jedoch ihren an Immanuel Kant angelehnten kategorischen Imperativ des digitalen Zeitalters, mit dem sie bewusst machen wollen, welche Konsequenzen eine im Internet geäußerte Meinung haben kann.</p>
<p>politik-digital.de hat die Co-Autorin Hanne Detel zu ihrer Arbeit am Buch, nationalen Unterschieden und ihren Erkenntnissen befragt. Detel, Jahrgang 1983, ist Akademische Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaf der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt: Print- und Onlinemedien.</p>
<p><strong>politik-digital.de: Frau Detel, in einem Interview zur Entstehung Ihres Buches haben Sie kürzlich gesagt, dass Ihrer Publikation eine Datenbank zugrunde lag, in der sie Fälle sortiert und klassifiziert haben. Welches war das wesentliche Merkmal, das ein Medienereignis Ereignis aufweisen musste, um Eingang in Ihre Tabelle zu finden?</strong></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/von-alten-gatekeepern-und-neuen-skandalierern/detel/" rel="attachment wp-att-120100"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-120100" alt="Foto Hanne Detel" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Detel-195x119.jpg" width="182" height="111" /></a>Hanne Detel: Wir haben uns bei der Auswahl der Fälle an der klassischen Skandaldefinition orientiert. Danach besitzt ein Skandal drei Merkmale: Zunächst begeht eine Person einen Normverstoß, handelt entgegen der gängigen Werte oder Gesetze. Diese Grenzüberschreitung wird öffentlich und damit einem großen Publikum zugänglich gemacht, das sich – und das ist der dritte Schritt – darüber empört. Uns interessierten Skandale, bei denen der Normverstoß primär im Internet oder mithilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien enthüllt und verbreitet, kommentiert und diskutiert wurde.</p>
<p>Hier liegt eines der entscheidenden Unterschiede zum klassischen Skandal: Nicht mehr nur Journalisten – die früheren Gatekeeper – können einen Skandal initiieren, sondern jeder Mensch mit Smartphone oder Computer. Als Beispiel sei auf die Affäre um den ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg verwiesen, dessen Plagiate von einer gut organisierten Gruppe anonymer Enthüller auf dem Wiki GuttenPlag systematisch dokumentiert wurden. Auf diese Weise machten sie das Ausmaß des Vergehens für jedermann sichtbar und nachvollziehbar.</p>
<p><strong>politik-digital.de: Aufgrund der &#8220;Grenzenlosigkeit&#8221; des Internet wundert es nicht weiter, dass sich unter den 15 aufgearbeiteten Fällen in Ihrem Buch Beispiele aus Deutschland, Europa, den USA und aus Asien finden.<br />
Konnten Sie im Zuge der Analyse der einzelnen Fälle und der Auswertung von Sekundärquellen zumindest national oder regional variierende Rezeptions- und Bewertungsmuster herausarbeiten?</strong></p>
<p>Hanne Detel: Ob Menschen eine Handlung als Normverstoß wahrnehmen oder nicht, hängt in der Tat in vielen Fällen von ihrem kulturellen, nationalen, ideologischen oder auch religiösen Hintergrund ab – das ist allerdings nicht nur bei Netzskandalen der Fall: Man denke nur an den Aufruhr unter Muslimen nach dem Druck der Mohammed-Karikaturen und vergleiche sie mit den Reaktionen, die jüngst auf die Abbildungen des Papstes in der Satire-Zeitschrift „Titanic“ folgten. Ein in seiner Intensität vergleichbar Auslöser führte zu völlig unterschiedlichen Reaktionen bei den jeweiligen Anhängern.</p>
<p>Auch für unser Buch untersuchten wir Fälle, die verschiedene Erregungsstränge beobachten ließen: So führte etwa der Schlichtungsversuch einer jungen Chinesin in den USA zwischen Pro-Tibet-Demonstranten und ihren chinesischen Gegnern zu einem regelrechten Cybermob, der seinen Höhepunkt in anonymen Morddrohungen und heftigen Beschimpfungen im Netz fand. Von Amerikanern erfuhr die Studentin hingegen, in und außerhalb des Internet, viel Unterstützung und Zuspruch für ihren Einsatz – die Entrüstung richtete sich hier gegen die chinesischen Skandalierer. Es wird deutlich: Anders als in den klassischen Medien, die meist eher gleichförmig über Skandale berichten, wird im Internet in vielen Fällen die gesamte Bandbreite an Meinungen sichtbar.</p>
<p><strong>politik-digital.de: Am Stil Ihres Buches fällt auf, dass es &#8211; mit Ausnahme der Formulierung des modifizierten &#8220;Kategorischen Imperativs&#8221; kaum belehrend daherkommt. Für wie wünschenswert halten Sie es, einigen der in Ihrem Buch recherchierten Skandalszenarien</strong> <strong>zukünftig dadurch zu begegnen, dass an Schulen und Fortbildungseinrichtungen verstärkt Wert auf das Fach Medienpädagogik bzw. Medienethik gelegt wird?</strong></p>
<p>Hanne Detel: Das halte ich für realistisch und wünschenswert, denn eine verstärkte Medienpädagogik ist die logische Konsequenz unseres kategorischen Imperativs des digitalen Zeitalters, dessen erster Satz lautet: „Handele stets so, dass dir die öffentlichen Effekte deines Handelns langfristig vertretbar erscheinen.“ Im digitalen Zeitalter sind wir alle Publizisten. Jedoch können wir uns nicht vorstellen, was mit unseren Tweets und YouTube-Videos, unseren E-Mails und SMS eines Tages geschieht, in welchen Kontexten sie womöglich eines Tages wieder auftauchen und gegen uns oder gegen die, über die wir berichtet haben, verwendet werden. Daher sollten bereits Schüler für diese möglichen Konsequenzen sensibilisiert werden, noch bevor sie intime oder private Informationen über sich und andere Menschen im digitalen Schaufenster platzieren.</p>
<p>Allerdings muss – so heißt es im zweiten Satz unseres kategorischen Imperativs – unbedingt mit dem Scheitern gerechnet werden, denn im Extremfall sind alle Vorsichtsmaßnahmen nutzlos.</p>
<p><strong>politik-digital.de: Mit der Facebook-Gruppe &#8220;Der entfesselte Skandal&#8221; wird u.a. auf Berichterstattung zu den Themen des Buches aufmerksam gemacht. Ist die Facebook-Gruppe in Ihren Augen Dokumentation oder zusätzlich auch Fortentwicklung des Schreibprozesses an Ihrem Buch?</strong></p>
<p>Hanne Detel: Die Facebook-Seite zum Buch wird von der Agentur Literaturtest betreut und startete erst, nachdem wir den „entfesselten Skandal“ zu Ende geschrieben hatten. Hätten wir die Facebook-Seite zu einem früheren Zeitpunkt aufgebaut, so hätten wir bereits während der Recherche- und Schreibphase den aktuellen Stand unserer Arbeit dokumentieren und mit interessierten Nutzern diskutieren können. Ein Beispiel, das zeigt, wie sich ein solcher virtueller Austausch realisieren und nutzen lässt, ist übrigens die Seite zum Dokumentarfilm „Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft“ von Svea Eckert und Anika Giese (<a title="Facebook Doku Notizblock" href="http://www.facebook.com/ARD.Doku" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„FB Doku Notizblock&#8221;</a>).</p>
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