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	<title>Silver Surfer &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Lernen und Vernetzen: Digitales Leben im Alter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 08:12:59 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Senior*innen, die den Eintritt in die digitale Welt wagen, erhoffen sich einiges von diesem Schritt. Und das zurecht, denn während wir Nutzer der Generation Y bereits mit der Bequemlichkeit und dem Unterhaltungsfaktor der digitalen Medien aufgewachsen sind, können Senioren durch digitale Tools neue Möglichkeiten der Vernetzung und der Mobilität für sich entdecken.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Bedürfnis nach Selbstbestimmung ist für ältere Menschen, nach der körperlichen und geistigen Gesundheit, der zweitwichtigste Faktor für ein erfülltes Leben, so eine <a href="https://www.generali.de/resource/blob/13860/b8ce6359be326245bf0e794e551fc75b/20170103-generali-altersstudie-2017-pdf-data.pdf">Studie</a>. Dies entspricht oft dem Wunsch, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben und den Alltag selbständig zu bewältigen.</p>
<p>Genau dazu befähigen sie digitale Hilfsmittel. Wir haben bei Dagmar Hirche nachgefragt, Vorsitzende des Vereins „<a href="https://www.wegeausdereinsamkeit.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wege aus der Einsamkeit</a>“, der sich auch mit digitalen Mitteln gegen die zunehmende Isolation von Senioren engagiert. Bei den neuen Silver-Surfern erfreuen sich vor allem Kartendienste, Übersetzerprogramme, die Angebote der öffentlichen Verkehrsmittel wie beispielsweise der Bahn, aber auch Toiletten-Finder-Apps großer Beliebtheit; sie helfen älteren Menschen bei der Fortbewegung und Orientierung, berichtet Hirche. Mit digitalen Programmen können die User Gedächtnis- oder Mobilitätsprobleme kompensieren; die Informationsvielfalt im Netz fördert das lebenslange Lernen und kann Menschen in hohem Alter geistig fit halten.</p>
<p>Auch die Vernetzung und aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erfordert zunehmend die digitale Komponente. Sei es nun, um mit den Enkel*innen in Kontakt zu bleiben, die gerade ein Auslandssemester machen, sei es, um sich umfangreich über individuelle Interessen, das Weltgeschehen oder Angebote im eigenen Umfeld zu informieren. „Vieles gibt es heute nur noch digital, von leicht zugänglichen Informationen, über die Terminvergabe beim Arzt oder der Behörde, bis zu preiswerteren Angeboten“, so Dagmar Hirche.</p>
<h3>Antworten auf den digitalen Wandel</h3>
<p>Immer mehr Bereiche des Lebens finden in der digitalen Sphäre statt. Ältere Menschen bleiben dabei oftmals auf der Strecke, da sie von Entwicklern nicht als Zielgruppe wahrgenommen oder zu wenig berücksichtigt werden. Viele frühere Offliner haben zum Beispiel ein höheres Sicherheitsbedürfnis und sind vorsichtiger, was die Weitergabe von persönlichen Daten betrifft.</p>
<p>Dagmar Hirche schildert die Herausforderungen, denen sich ältere Menschen ausgesetzt sehen: „Sie verstehen die, in der digitalen Welt viel genutzte, englische Sprache nicht, haben Angst etwas kaputt zu machen oder in eine Abofalle zu geraten. Zudem gibt es einen Mangel an kostenfreien Möglichkeiten, den Umgang zu erlernen und gleichzeitig eine große Menge an neuem Wissen und Informationen, die erdrückend wirken kann.“</p>
<p>An diesen Stellen müssen Entwickler*innen, aber auch wir jüngeren Nutzer*innen ansetzen. Einerseits muss es Angebote geben, die auf ältere Nutzer zugeschnitten sind, denn viele bereits existierende Programme oder Apps wären für ältere Menschen eine immense Erleichterung im Alltag. Die Nutzung der Lieferdienste von Supermärkten ist hier nur ein Beispiel. Auch medizinische Angebote, wie beispielsweise telemedizinische Sprechstunden oder digitale Apotheken können gerade für diese Zielgruppe interessant sein. Andererseits sind jedoch auch wir Jungen in der Verantwortung, die nicht digitalen Menschen (nicht nur der älteren Generation) an die digitale Welt und bereits existierende Angebote heranzuführen und sie bei der Nutzung zu unterstützen.</p>
<h3>Neue Konzepte für digitale Vernetzung auf dem Land</h3>
<p>Aufgrund des Strukturwandels, der durch die Landflucht der jungen Generation und dem daraus resultierenden Schwund von Infrastruktur auf dem Land erfolgt, sind aber auch neue umfangreichere Konzepte mit digitalen Komponenten vonnöten, um Menschen im Alter ein Leben in ihrem gewohnten Umfeld zu ermöglichen.</p>
<p>Gerade in ländlichen Regionen sind ältere Menschen oft isoliert, hier gibt es laut Dagmar Hirche „noch weniger Angebote für Menschen 65 plus, es fehlt die nötige Infrastruktur und bei den politischen Gremien der Wille und die Forderung, dass Digitale Bildung nicht ab dem Renteneintrittsalter enden darf.“ Eine schlechte ärztliche Versorgung verschärft diese Situation noch und bedeutet für diejenigen, deren Mobilität, beispielsweise durch körperliche Beschwerden in Kombination mit mangelnden sozialen und familiären Kontakten im näheren Umfeld, eingeschränkt ist, oft frühzeitig den Weg ins Pflegeheim oder die Nutzung von mit hohem finanziellen Aufwand verbundenem privatem Pflegepersonal. Diese Situation widerspricht den Wünschen und Bedürfnissen der meisten dieser Generation Zugehörigen.</p>
<p>Die Vermittlung von digitaler Kompetenz und Unterstützung beim Erschließen der digitalen Welt wäre daher auch nur der Anfang. Um den Wünschen der Senioren gerecht zu werden, braucht es neue digitale, soziale Konzepte, die verschiedene Akteure vernetzen und durch die Bereitstellung digitaler Infrastruktur Menschen ein selbstbestimmtes Leben auf dem Land auch bis ins hohe Alter ermöglichen.</p>
<p>Eines dieser Konzepte, ist das Projekt „<a href="https://www.dorfgemeinschaft20.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dorfgemeinschaft 2.0</a>“ der Gesundheitsregion EUREGIO e.V. in der Modellregion</p>
<p><a href="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Dorfgemeinschaft_CMYK-640x608-2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-162524" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Dorfgemeinschaft_CMYK-640x608-2.jpg" alt="Logo_Dorfgemeinschaft_CMYK-640x608" width="297" height="176" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Dorfgemeinschaft_CMYK-640x608-2.jpg 640w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Dorfgemeinschaft_CMYK-640x608-2-300x178.jpg 300w" sizes="(max-width: 297px) 100vw, 297px" /></a></p>
<p>Grafschaft Bentheim/Südliches Emsland mit sieben beteiligten Pilotkommunen. Zentrale Aspekte des Projekts sind mobile Gesundheitsangebote und die digitale Pflege durch Technisierung des Wohnraums. Ziel ist eine Steigerung der Effektivität durch Konzepte der Datenerfassung bei Pflegebedürftigen und die Vernetzung mit den Pflegenden. Durch Nutzung von IKT- (Informations- und Kommunikationstechnik) bzw. AAL-Technologien (Ambient Assisted Living/Alltagstaugliche Assistenzlösungen für ein selbstbestimmtes Leben) werden die Menschen befähigt, ihren Alltag zu einem großen Teil selbständig zu meistern, sind jedoch gleichzeitig durch die Datenübertragung an das mobile Pflegepersonal oder Angehörige abgesichert und im Notfall nicht auf sich allein gestellt. Verbunden werden diese Angebote mit einer Vernetzung der Dorfgemeinschaft über den „virtuellen Dorfmarktplatz“, über den eine gegenseitige Unterstützung, auch zwischen den Generationen, ermöglicht wird.</p>
<p>Ein weiteres Projekt ist das „<a href="https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Pflege/Innovationsprogramm-Pflege_Bericht_Technik_Walzbachtaler-Modell.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Walzbachtaler Modell</a>“ des Zentrums für Telemedizin Bad Kissingen. Auch hier geht es darum, die Pflege zu Hause zu vergleichbaren Kosten mit einer stationären Unterbringung zu ermöglichen. Dazu werden die verschiedenen Akteure der Pflege, also Vereine wie die Nachbarschaftshilfe, Privatpersonen, wie Angehörige oder Nachbar*innen, und professionelle Dienstleister*innen, über eine App verknüpft und so eine umfangreiche Betreuung sichergestellt. Auch dieses Konzept geht Hand in Hand mit einer Technisierung und Vernetzung des Wohnraums, um Sicherheit zu gewährleisten und die Versorgung an den Bedarf anzupassen. Ein sozialer Träger wie die Diakonie-Sozialstation koordiniert dann diesen sogenannten Bürger-Profi-Technik-Mix.</p>
<h3>Gemeinsam auf die Veränderungen vorbereiten</h3>
<p>In einer Gesellschaft, in der 2030 über 8% der Menschen über 80 Jahre alt sein werden und in der es bereits heute einen Pflegenotstand mit knapp 3 Millionen Pflegebedürftigen gibt, müssen Politik und Gesellschaft Konzepte fördern, die es älteren Menschen ermöglichen, sich selbst möglichst lange in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus zu versorgen. Dafür ist es gerade auf dem Land wichtig, mobile Angebote zu schaffen, um die Versorgung sicherzustellen. Und so die Entwicklung und Bereitstellung von Technik voranzutreiben, die älteren Menschen Sicherheit gibt und sie dazu befähigt ihren Alltag selbstständig zu meistern, während Angehörige und Pflegende dadurch mehr Zeit gewinnen, auf einer zwischenmenschlichen Ebene auf die Pflegebedürftigen einzugehen. Gleichzeitig kann die Vernetzung der Nutzer auch im Alter noch die Entstehung neuer sozialer Kontakte ermöglichen.</p>
<p>Die Vermittlung digitaler Kompetenz an ältere Menschen wird gerade zu einer gesellschaftlichen Kernaufgabe. Digital weniger affine Menschen brauchen bei der digitalen Transformation Begleitung, um für die Veränderungen der Pflege in den nächsten Jahren gewappnet zu sein, aber auch allgemein, um gesellschaftlich integriert zu bleiben.</p>
<p>Es wäre fatal in einer zunehmend digitalisierten Welt, eine so große Bevölkerungsgruppe, durch fehlenden Zugang zu einem wichtigen Teil gesellschaftlich relevanter Themen, auszuschließen.</p>
<p><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@elfcodobelf?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Andreea Popa</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<p><strong>Logo:</strong> <a href="https://www.dorfgemeinschaft20.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dorfgemeinschaft 2.0 </a></p>
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</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Mein Internet mein Fenster zur Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2016 09:41:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wer auf die Welt kommt baut ein neues Haus, sagte einst Goethe. Häuser haben Fenster, mit denen wir die Welt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/WP_20160422_12_24_11_Pro_v1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149162 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/WP_20160422_12_24_11_Pro_v1.jpg" alt="" width="640" height="280" /></a>Wer auf die Welt kommt baut ein neues Haus, sagte einst Goethe. Häuser haben Fenster, mit denen wir die Welt da draußen wahrnehmen und auf sie blicken. Das Internet ist eines davon, doch jeder hat sein eigenes Fenster in diese virtuelle Welt. Alter, Bildung und soziale Herkunft bestimmen den Blick hinaus. Johann (97), Anni (91) und Rosa (15) erklären uns ihre Perspektive.</p>
<h3>Internet ist…</h3>
<p>„Internet ist schnelle Kommunikation.“ „Internet, es ist überall frei zugänglich, man kann alles Mögliche damit machen.“ Zwischen diesen beiden Aussagen liegen über 80 Jahre Lebenserfahrung. In den 1930er Jahren, als Johann (97) und Anni (91) im Alter von Rosa (15) waren, chattete man noch durch Briefe. Wer „skypen“ wollte, der musste sich auf der Post zum Telefongespräch verabreden. Snapchat waren Postkarten aus aller Welt, die häufig gesammelt wurden.</p>
<p>Zeitsprung ins Jahr 2016. Wie selbstverständlich kommuniziert Rosa mit vielen Freunden gleichzeitig in der ganzen Welt. Innerhalb von Sekunden werden Bilder und persönliche Mitteilungen um den Globus geschickt. Das ganz nebenbei, während die neusten Nachrichten, Trends und Ereignisse im Freundeskreis verfolgt werden. Rosa organisiert ihr ganzes Leben über das Netz.</p>
<h3>Deutschland und sein Internet</h3>
<p>Heute nutzen fast 80 Prozent der Deutschen das Internet. Im Schnitt verbringen sie täglich 108 Minuten im Netz. Das Internet ist zum treuen Alltagsbegleiter geworden. „Zum Internet bin ich durch Verwandte und Freunde gekommen, die mir Emails schicken wollten. Da bin ich selber neugierig geworden“, erinnert sich Johann. Auch Rosa ist durch die Familie mit dem Internet Berührung gekommen: „Als vor sieben Jahren meine älteren Schwestern auszogen, wollten wir Kontakt halten. Dafür haben wir einen Familienchat eingerichtet. So habe ich das Internet und seine Möglichkeiten zum ersten Mal wirklich kennengelernt.“</p>
<p>Bereits Zweijährige sind heute in der Lage, intuitiv mit dem Smartphone ihrer Eltern umzugehen, füttern virtuelle Hunde, lernen lesen und schreiben, entdecken die Welt. Bereits 20 Prozent aller 6-7 Jährigen haben ein eigenes Smartphone. Sie gehören zur Generation der „Digital Natives“, all denjenigen, die nach 1980 geboren sind und das Internet von klein auf kennen.</p>
<p>Aber auch die Generation der „Silver Surfer“ entdeckt das Netz immer mehr für sich. Bereits etwa 11 Millionen User in Deutschland sind über 60 Jahre, das ist mehr als die Hälfte. „Ich nutze mein Tablet um regelmäßig Angebote der Discounter zu vergleichen“, erzählt Johann. Rentner sind eine neue Zielgruppe. Doch nicht nur das Alter unterscheidet die Nutzer, viele verschiedene Faktoren spielen eine Rolle.</p>
<h3>Verschiedene Welten zwischen Bits und Bytes</h3>
<p>Eine Studie der DIVSI teilt die digitale Gesellschaft in „Digital Outsiders“ (37 Prozent) „Digital Immigrants“ (19 Prozent) und „Digital Natives“ (44 Prozent) ein. Dabei zeigt sich: Mit sinkendem Alter und steigender Bildung, nimmt die digitale Kompetenz zu, weshalb sich die Spannbreite von „Internetfernen Verunsicherten“ bis zu „Digital Souveränen“ erstreckt. Dieses Muster findet sich bei den jeweiligen Nutzertypen innerhalb der verschiedenen Altersklassen wieder.</p>
<p>„Ich nutze das Internet nicht, da ich es nicht brauche“, meint Anni, die zur Gruppe der Internetfernen zählt. Unter den Silver Surfern ist sie damit der „Häusliche“ Typ. Häusliche sind meist um die 62 Jahre, heimatverbunden und haben einen kleineren Freundeskreis. Traditionelle Medien wie Radio und Fernsehen stellen für sie immer noch die wichtigste Informationsquelle dar.</p>
<p>„Digitale Kommunikation spielt für Menschen meines Alters keine so große Rolle mehr. Persönlicher Kontakt und persönliche Gespräche sind mir wichtiger“, findet Johann. „Ich brauche nicht immer die schnelle Lösung, sondern bin froh, wenn ich Zeit habe, mich mit etwas zu beschäftigen. Trotzdem finde ich das Internet eine interessante Errungenschaft, die ich gerne für meine Hobbys wie Ahnenforschung und Kunst nutze.“ „Digital Immigrants“ wie er sind vielseitig interessiert an neuen Technologien und den Möglichkeiten, die sie bieten. „Mein Tablet ist sehr selbsterklärend. Wenn ich nicht weiter weiß, hole ich mir einfach Hilfe“, beschreibt er sein Surfverhalten.</p>
<p>„Man ist halt viel im Internet“, meint Rosa. Bis zu vier Stunden täglich verbringt sie nach eigenen Einschätzungen online mit Chat, Recherche, Hausaufgaben und sozialen Aktivitäten. Mit ihren 15 Jahren gehört zu den „Digital Natives“. Auf dem Weg zur Schule, beim Lernen, in der Freizeit: das Internet gehört zum Alltag dazu. Unzählige Chatgruppen informieren über Schule, Freizeit, Freunde. Wer nicht über Smartphone und Co. verfügt, hat Schwierigkeiten, diesem Informationsfluss zu folgen. Als „Verantwortungsbedachte Etablierte“ sieht Rosa die technischen Möglichkeiten als hilfreiches Mittel für Schule, Hausaufgaben und schnelle Kommunikation. Trotzdem sieht sie Gefahren und möchte sich von neuen Technologien nicht dominieren lassen. „Es ist jetzt nicht so, dass ich mein ganzes Leben im Internet teilen würde. Ich möchte eigentlich schon noch Privatsphäre haben, abgesehen vom Internet.“</p>
<h3>Internet 2030 – Das Netz zieht sich zu</h3>
<p>„Wir haben viele Entwicklungen mitgemacht aber heute geht es immer schneller. Man kann die Dinge kaum mehr begreifen“, blickt Anni nach vorne. „Was da online passiert ist unheimlich“, findet Rosa. Alles was man schreibt und ins Internet stellt, bleibt schließlich für immer da. Was mit diesen Daten passiert ist ungewiss. Diese Sorge teilt auch Johann: „Jede Kommunikation kann mitgelesen werden, die neuen Techniken eröffnen neue Wege für Kriminelle“, befürchtet er.</p>
<p>Früher traf man sich in Vereinen, heute kommt man in sozialen Netzwerken von überall auf der Welt zusammen. Schon heute „gehen“ wir nicht mehr in das Internet, wir leben bereits mit und in ihm. Die allumfassende Vernetzung schreitet kontinuierlich fort. „Immer früher verfangen wir uns im Netz des Internet“, findet Rosa.</p>
<p>Das Netz fängt nahezu alles ein, doch vieles geht auch verloren. Die Menschen kommen zwar einander näher, aber entfernen sich persönlich auch voneinander. „Es scheint, als habe niemand mehr Zeit für den anderen“, bemängelt Anni. „Ich glaube, dass die Menschen dadurch einsamer werden“, pflichtet ihr Johann bei.</p>
<p>Die Technologie breitet sich immer weiter aus und lässt die Grenzen zwischen Realität und Virtualität verschwinden. So erfasst das „Internet der Dinge“ alle Bereiche unseres Lebens, vernetzt sie und speichert sie ab. Darum erscheint das Internet 2030 kaum vorstellbar.</p>
<p>„Früher eigneten wir uns ein solides Grundwissen an. Heute findet sich auf jede Frage eine schnelle Antwort im Netz. Die Leute wissen nicht mehr wer sie sind, sie brauchen darüber auch nicht mehr nachzudenken“, bedauert Johann.</p>
<p>Das Internet hat jetzt schon eine wahnsinnige Entwicklung hinter sich und eine solche steht ihr noch bevor. Als Johann 1938 Abitur machte, lernte er erstmals Sender und Empfänger für Radios kennen. Heute bereitet sich jeder Abiturient selbstverständlich im Internet auf die Prüfungen vor. Das Internet erleichtert viele Aufgaben, macht vieles einfacher. Kommunikation und Wissensaustauch über die ganze Welt wird befördert. Das bietet viele Chancen.</p>
<p>Das Netz zieht sich immer weiter zu, alle Aspekte des Lebens finden online statt. Digitale Geräte übernehmen immer mehr Aufgaben für uns. Doch wir müssen digital souverän werden, über unsere Daten selbst bestimmen, damit uns das Internet nicht selbst bestimmt. Dazu brauchen wir einen gesunden, kritischen Umgang mit dieser Technologie. Denn sobald der Mensch sich nicht mehr als Mensch begreift, alles den Algorithmen überlässt, macht er sich letztlich selber überflüssig.</p>
<p>Dieser Artikel ist eine Gemeinschaftsarbeit von <a href="http://politik-digital.de/user/sraab/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stephan Raab</a> und <a href="http://politik-digital.de/user/owolff/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oliver Wolff</a>.</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a> licenced under <a class="external" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 3.0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Silver Surfer: Brücken über den digitalen Graben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pia Thiele]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2014 11:17:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Mit der Digitalisierung ist das so eine Sache: Da hat man 50, 60 oder 70 Jahre lang gut gelebt und muss plötzlich etwas lernen, wovon man keinen blassen Schimmer hat. Trotzdem steigt die Internetnutzung in der Altersgruppe über 50 Jahren am stärksten an. Wie nutzen die sogenannten Silver Surfer das Internet, welche Bedenken gibt es und wo liegt das größte Potenzial für sie?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der soeben erschienene <a href="http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2014/11/141103_digitalindex_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Index 2014</a> der Initiative D21 beziffert den Anteil der 60- bis 69-jährigen „Onliner“ mit 64,5 Prozent (2013: 63,7 Prozent) und bestätigt damit den Trend des überproportionalen Wachstums in der Altersgruppe (im Vergleich: In der Gesamtbevölkerung stieg die Zahl der Onliner seit 2013 nur um 0,3 Prozent an). Von den über 70-Jährigen hingegen sind nach wie vor lediglich 29,4 Prozent online, Tendenz sogar leicht abnehmend. Trotz des relativen Anstiegs in der Generation 60+ liegen die Zahlen nach wie vor unter dem Durchschnitt der deutschen Internetnutzer über 14 Jahren (76,8 Prozent). Woran liegt das?<br />
Menschen, die bewusst offline sind oder planen, sich künftig einen Internetzugang zuzulegen, nennen am häufigsten Datenschutzbedenken als Grund für ihre Internet-Abstinenz, wie der <a href="http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2013/05/digialindex_03.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(N)ONLINER-Atlas 2013</a> belegt. An zweiter Stelle geben sie an, dass sie Kinder, Enkel, Freunde oder Bekannte haben, die Dinge für sie im Internet erledigen. Als weitere Gründe führen die Befragten an, das Internet aus Altersgründen oder Mangel an Erfahrung nicht zu nutzen, weil sie es zu kompliziert finden, keinen Mehrwert darin sehen oder niemanden kennen, der ihnen den Weg ins Netz erklären könne. Diese Daten wurden für alle Offliner erhoben; gesonderte Daten nach Altersklassen liegen nicht vor. Da sich jedoch der größte Teil der Offliner in der Altersgruppe der 60- bis über 70-Jährigen finden lässt, treffen die Gründe offenkundig vor allem auf SeniorInnen zu.<br />
<b>Ältere Onliner surfen anders</b><br />
Auffällig ist auch, dass es für SeniorInnen nur schwarz oder weiß zu geben scheint: Entweder sind sie vollständig offline oder mit Begeisterung online. Trotzdem unterscheidet sich ihr Nutzungsverhalten merklich von anderen Altersgruppen. SeniorInnen greifen eher auf die altbewährten Instrumente des Internets zurück. So erfreut sich beispielsweise die E-Mail großer Beliebtheit. Auch Nachrichtenseiten, der Wetterbericht und Enzyklopädien werden <a href="http://www.spiegel.de/fotostrecke/surfende-senioren-wenn-schon-denn-schon-fotostrecke-60562-3.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">von Älteren geschätzt</a>. Kenntnisse in Bildbearbeitung oder Reiseplanung sind ebenfalls Bereiche, die SeniorInnen als hilfreich für ihr Leben erachten, wie die Kursprogramme verschiedener <a href="http://politik-digital.de/13-berliner-hinterhofgespraech-nonliner-und-silver-surfer-die-generation-60-in-der-digitalen-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Senioren-Computerclubs</a>, die sich in der ganzen Republik gegründet haben, zeigen. Gegenüber Online-Banking bestehen häufig Vorbehalte, dennoch wagen sich einige auch an dieses Thema heran. In den vergangenen Jahren haben viele SeniorInnen Videotelefonie-Programme wie Skype für sich entdeckt. Deren Vorteile schätzen sie insbesondere deshalb, weil sie so mit der jungen Generation leichter und über große Distanzen hinweg in Kontakt bleiben können. Für interaktive Dienste wie Social Media oder Videoplattformen sind SeniorInnen hingegen bisher keine relevante Zielgruppe. Möglicherweise sind sie von der Vielfalt der Angebote und Formate schlicht überfordert. Dabei verfügen auch diese Dienste über großes Potential für Ältere.<br />
<b>Internetnutzung: Luft nach oben</b><br />
Seit September 2012 ist „<a href="http://www.seniorbook.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seniorbook</a>“ Teil der Social Network-Landschaft in Deutschland. Die Gründer haben den <a href="https://www.seniorbook.de/inhalt/b2b" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anspruch</a>, ein <i>„zeitgemäßes, zukunftsweisendes Bild vom Älterwerden [zu] fördern“</i>. Zunächst können Netzwerke dieser Art einfach Mittel sein, um SeniorInnen zu mehr Selbstbestimmung zu verhelfen. Dass  Ältere sich nicht schon früher über derartige Dienste vernetzt haben, ist genau genommen verwunderlich, bedenkt man, dass viele von ihnen bereits Partner oder Freunde verloren haben und häufig einsam sind. Soziale Netzwerke können insbesondere ältere Menschen, die weniger mobil sind, wieder verbinden und ihnen zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben verhelfen. Ob ältere Menschen sich durch spezielle Netzwerke für ihre Altersgruppe überhaupt angesprochen fühlen, sei jedoch dahingestellt. Ebenso fraglich ist es, ob ein exklusives Netzwerk für Ältere die generationsübergreifende Kommunikation, die für eine Gesellschaft von großer Bedeutung ist, zu fördern vermag.<br />
Nicht nur soziale Netzwerke können SeniorInnen zu mehr Selbstbestimmung verhelfen – der verstärkte Einsatz digitaler Technologie in der <a href="http://www.collaboratory.de/index.php?action=ajax&amp;title=-&amp;rs=SecureFileStore::getFile&amp;f=/f/f4/SmartCountry_ExecutiveSummary.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pflege</a> würde es ihnen ermöglichen, länger in ihren eigenen vier Wänden zu leben. Denn: Gerade in höherem Alter spielen die regionale Verbundenheit und die Integration in die vertraute Umgebung eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden. Angebote wie das medizinische Portal  <a href="https://washabich.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Was hab‘ ich“</a> können den erneuten Gang zum Arzt ersparen. Mit dem Projekt <a href="http://portal.sehr-mobil.de/sehrmobil/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Sehr Mobil“</a> wurde eine Mobilitätsplattform speziell für die Bedürfnisse älterer Menschen geschaffen. Das Portal zeigt private wie öffentliche Transportwege an und hat eine besonders intuitiv zu handhabende Oberfläche.<br />
Damit SeniorInnen sich an die Technologie herantrauen, ist die Bedienungsfreundlichkeit ausschlaggebend. Während Kinder und Jugendliche auch komplexe Technik annehmen und sie einfach ausprobieren, ist eine nutzerfreundliche Oberfläche eine wichtige Voraussetzung dafür, dass SeniorInnen sich damit beschäftigen. Diese scheint Apple mit seinem iPad zu <a href="http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article1437452/Mit-dem-iPad-gewinnt-Apple-Senioren-als-Zielgruppe.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erfüllen</a>: Obwohl der Konzern das Tablet nicht speziell für die ältere Zielgruppe designt hatte, fand das Tablet  im Gegensatz zu anderen Geräten großen Anklang bei ihnen.<br />
<b>Lernen: Langsamer, aber nicht schlechter</b><br />
In der aktuellen Hirnforschung ist schon seit Langem die landläufige Meinung entkräftet, dass Menschen mit zunehmendem Alter schlechter lernen: Das Vorurteil „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, ist <a href="http://www.zeit.de/2013/49/interview-lernforscher-aeltere-neues-lernen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wissenschaftlich</a> widerlegt. Lediglich die Annahme, dass ältere Menschen langsamer lernen, diskutieren einige Forscher kontrovers. Denn langsam ist keinesfalls mit schlecht gleichzusetzen. Im Gegenteil – dank ihres großen Erfahrungs- und Wissensreichtums behandeln ältere Menschen neue Informationen <a href="http://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/vdk-zeitung/26027/interview_warum_aeltere_anders_lernen_als_junge" target="_blank" rel="noopener noreferrer">selektiver</a> und können sie so leichter einordnen und abspeichern. Diese Komponente der Intelligenz beschrieb der Psychologe Raymond Bernard Cattell als „kristalline Intelligenz“. Was hingegen die „fluide Intelligenz“, also die Kompetenz, Probleme zu lösen, neue Dinge zu lernen und Muster zu erkennen, anbelangt, mögen SeniorInnen derzeit einen Nachteil haben: Tätigkeiten, die ausschließlich mit Computern und Internet zu tun haben, müssen <a href="http://www.zeit.de/2002/48/Lernen-Alter" target="_blank" rel="noopener noreferrer">komplett neu gelernt werden</a>, denn hier kann nicht aus Erfahrungen geschöpft werden. Kinder und Jugendliche hingegen erwerben diese Kompetenzen von Anfang an und können sie als Wissen in Form von Erfahrung abspeichern. Dass der Erwerb digitaler Kompetenzen für SeniorInnen mehr Zeit in Anspruch nimmt, ist also nachvollziehbar – bedeutet aber nicht, dass er unmöglich ist.<br />
Je stärker der demographische Wandel voranschreitet, desto wichtiger wird lebenslanges Lernen. Laut des <a href="http://www.bmbf.de/de/lebenslangeslernen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesministeriums für Bildung und Forschung</a> (BMBF) sollte lebenslanges Lernen als <i>„lebensbegleitendes Lernen“ </i>verstanden werden.<i>  </i>Bildung im Sinne lebensbegleitenden Lernens ist demnach<i> „kein Prozess, der in einer bestimmten Lebensphase begonnen und abgeschlossen wird“. </i>Ein Leben lang zu lernen, um eine attraktive Arbeitskraft für den Arbeitsmarkt zu bleiben, ist dabei nur ein Aspekt. Darüber hinaus geht es vielmehr um die Fähigkeit zur politischen und gesellschaftlichen Teilhabe. Genau hier stellt die Digitalisierung eine wichtige Chance für die Einbeziehung auch älterer Menschen dar.<br />
SeniorInnen bewegen sich im Internet wie „<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/senioren-testen-tablets-a-851638.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kinder, die im Meer planschen und endlich schwimmen lernen wollen</a>“, so beschrieb die damals 85-jährige Silver Surferin Ilse Sturk es in einem Spiegel-Artikel. Mithilfe <a href="http://www.50plus-ans-netz.de/Digitale-Integration/Aeltere-Erwachsene" target="_blank" rel="noopener noreferrer">generationsübergreifender Patenschaften</a> und dank Projekten wie dem <a href="http://lernkanal.bsnf.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lernkanal</a> könnten die Integration älterer Menschen gelingen und die digitale Spaltung der Gesellschaft langfristig überwunden werden.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/garryknight/6197662378/in/photolist-8XEPpP-arED6U+" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Garry Knight</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Von der Hobbylobby zur Profilobby &#8211; Wie erfolgreiches Fundraising funktioniert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2014 13:43:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Internetkonferenzen wie die re:publica können netzpolitische Anliegen für ein paar Tage ins Rampenlicht der Öffentlichkeit befördern. Doch Politik wird 24/7 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fundraising_kreide_cut.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-140900" alt="fundraising_kreide_cut" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fundraising_kreide_cut.jpg" width="640" height="280" /></a>Internetkonferenzen wie die re:publica können netzpolitische Anliegen für ein paar Tage ins Rampenlicht der Öffentlichkeit befördern. Doch Politik wird 24/7 und an 365 Tagen im Jahr gemacht. Wie könnten netzpolitische Organisationen sich die finanziellen Ressourcen verschaffen, um das ganze Jahr über Flagge zu zeigen? Wir haben den Netzpolitik-Kiez verlassen und uns bei NGOs aus anderen Politikbereichen umgehört<span style="font-size: xx-small">.</span></p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Je nach Schätzung spenden die Deutschen <a href="http://www.slideshare.net/betterplacelab/spenden-in-deutschland-2013" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline">drei bis sieben</span></span></a><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"> Milliarden Euro</span></span> jährlich. Fast 75 Prozent davon flossen 2013 laut Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK) an Organisationen, die humanitäre Hilfe leisten, weitere 17 Prozent kamen Tierschutz, Umweltschutz, Kulturarbeit und Denkmalschutz zugute. Die übrigen 8 Prozent des Spendenaufkommens in Deutschland verteilten sich auf Organisationen, die in „anderen Sektoren“<span style="font-size: xx-small"> </span>tätig sind, wozu auch die Netzpolitik zu zählen ist. Ein kleiner Krümel des Spendenkuchens geht also an netzpolitische Organisationen, was vielerlei Gründe haben mag, über die schon <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.wiesaussieht.de/2014/05/07/anmerkungen-zum-vortrag-von-sascha-lobo-auf-der-republica/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">viel geschrieben</a></span></span> wurde. Nachdem wir uns auf politik-digital.de einen <a href="http://politik-digital.de/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Überblick über die Finanzierung der Netzaktivisten</a> verschafft haben, stellen wir uns – sehr selbstkritisch – die Frage, wie man es anders besser machen kann. Eine Betrachtung der Fundraisingaktivitäten von Organisationen aus anderen Bereichen soll uns dabei Inspiration für neue Ansätze geben. Wie ziehen andere Organisationen ihr Fundraising auf und was könnten netzpolitische Organisationen davon für sich übernehmen? Dazu haben wir eine Liste von Fragen an den World Wild Fund for Nature (WWF), Reporter ohne Grenzen (RoG), Mehr Demokratie e.V. und die Partei Bündnis 90 / Die Grünen geschickt, um mehr über ihre Methoden im Fundraising zu erfahren.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Anteil von Klein- und Großspendern</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Sowohl die befragten NGOs als auch die Grünen verfügen über eine breite Basis von Kleinspendern, wobei die Spanne von ein paar Tausend bei Mehr Demokratie e.V. bis hin zu 455.000 Spendern bei WWF Deutschland reicht. Welchen Anteil Kleinspender am gesamten Spendeneinkommen ausmachen, ist nicht einheitlich aufzuschlüsseln, weil die Organisationen unterschiedliche Spenderkategorien verwenden. Einen nicht unerheblichen Teil des gesamten Spendenaufkommens machen jedoch bei einigen Organisationen Großspenden (z.B. Mehr Demokratie e.V., WWF, RoG) aus.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Die Grünen haben im vergangen Jahr um die 370.000 Euro für ihren Bundesverband eingesammelt, während Mehr Demokratie und Reporter ohne Grenzen (RoG) sich bei jeweils um die 500.000 Euro bewegen. Deutlicher Spitzenreiter ist der WWF mit 64,2 Millionen Euro Spendeneinnahmen im Jahr 2012/2013. Der WWF setzt dabei u.a. auf Kooperationen mit einer Vielzahl von Großkonzernen wie Edeka, dm und Krombacher, aber auch mit kleineren Unternehmen wie Sprint oder VAUDE Sport. Laut Jahresbericht 2012/2013 erhielten die Tierschützer in diesem Zeitraum zudem institutionelle Zuwendungen<span style="font-size: xx-small"> </span>in Höhe von etwas über 16,5 Millionen Euro (26 Prozent der Gesamteinahmen). Die Bemühungen vieler netzpolitischer Organisationen, eine möglichst nachhaltige Kartei von Förderern und Spendern aufzubauen, ist also als überaus zweckmäßig zu bewerten, weil nur ein solch solides Fundament die Entwicklung von Strukturen ermöglicht, die es bedarf, um Vereinsziele umzusetzen.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Das Wissen allein, wie viel andere Organisationen an Geldern einsammeln, bringt die netzpolitischen Organisationen aber noch nicht wirklich weiter. Es ist also vor allem interessant zu erfahren, wie die befragten Organisationen ihr Fundraising aufziehen, um Spenden zu erhalten: Eine durchgängige Antwort lautete, dass Spendenaufrufe nach dem Prinzip „Keep it simple and smart“ gestalten werden sollten. Da ist schon mal ein wichtiger Knackpunkt. Der Komplexität vieler netzpolitischer Themen sind sich die meisten Netzaktivisten schon bewusst und tun sich dennoch schwer damit. Um überhaupt einmal die Aufmerksamkeit potenziell Interessierter zu erhalten, bedarf es einer einfachen Botschaft, die das Anliegen innerhalb weniger Sekunden vermittelt. Alle Organisationen versorgen Interessenten, Spender und Förderer jedoch auch mit umfangreichen Informationen in Magazinen oder auf ihren Webseiten darüber, wofür die Spenden verwendet werden.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Jüngere möchten besser über Verwendung der Mittel informiert sein</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Transparenz über die Verwendung der Mittel ist ein Aspekt, der immer wichtiger wird, da das Informationsbedürfnis insbesondere bei jüngeren Spendern hoch ist. Altersunabhängig sind die meisten Spenden zu erreichen, wenn Spendenaufrufe an spezielle Kampagnen geknüpft werden. Übertragen auf die Netzpolitik hieße das: Die Konsequenzen politischer Entscheidungen sollten möglichst dringlich für die Zielgruppe sein und anschaulich erklärt werden. Dabei sollten die Spendenaufrufe bestenfalls nicht nur online (der für netzpolitische Organisationen naheliegende Weg) verbreitet werden, sondern auch klassisch per Brief mit persönlicher Ansprache.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Es stimmt zwar, dass die Spenden über das Internet kontinuierlich zunehmen, aber bis dato werden laut <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.betterplace-lab.org/projekte/deutscher-spendenmarkt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auswertung</a></span></span> des Better Place Labs, einer Organisation, die sich für digitale Innovationen mit sozialen Zielen stark macht, nur 1,3 Prozent des Spendenaufkommens in Deutschland über das Internet generiert. Die Aufgliederung des Spendenaufkommens der Reporter ohne Grenzen nach Spendenwegen untermauert den Ansatz des klassischen Spendenbriefs als weiterhin wirkungsvollstes Mittel: 90 Prozent der Spenden erfolgten nach dem Versenden von Briefen und nur zehn Prozent nach Online-Aufrufen. Die Grünen machen es mit ihren Plakatspenden in Wahlkämpfen und für Infokampagnen vor, dass bei den Spendenformaten Kreativität gefordert ist, um den Spendern ein unmittelbares „Erlebnis“ bieten zu können, das über das reine Spenden hinausgeht.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Bis das Spenden sich verstärkt ins Netz verlagert haben wird, sollten netzpolitische Organisationen also wenn möglich ebenso die klassischen Kanäle bedienen. Denn nicht nur netzaffine Menschen zwischen Mitte 20 und Mitte 30 dürften die Ziele netzpolitischer Organisationen förderungswürdig finden. Auch in der älteren Generation dürften potenzielle Unterstützer zu finden sein, weil ihnen Datenschutz noch ein Begriff ist und sie Wert auf ihre Privatsphäre legen. Hinzu kommt, dass sie im Durchschnitt das größere Portemonnaie besitzen, möglicherweise eine geringere fatalistische Haltung („Wir sind doch ´eh machtlos!“) gegenüber politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen einnehmen und aufgrund ihres Alters und ihrer Lebenserfahrung sogar teilweise empfänglicher für bestimmte netzpolitische Themen wie Datenschutz sein könnten.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Die „Silver Surfer“ sind eine wichtige Zielgruppe</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Im Fachjargon der Fundraiser werden die gut situierten und älteren Spender als „<i>Silver Surfer</i>“ bezeichnet, auf welche die netzpolitischen Organisationen nicht verzichten sollten. Ihre <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.betterplace-lab.org/projekte/deutscher-spendenmarkt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenquote</a></span></span> liegt mit 53 Prozent (&gt;65 Jahre) bzw. 37 Prozent (50-64) deutlicher höher als die der jüngeren Generationen mit 30 Prozent (30-49) und 19 Prozent (14-29). Zudem sind treue Spender deutlich älter als Neuspender. Dafür müssten die netzpolitischen Organisationen es aber auch schaffen, diese Altersgruppen zielgruppengerecht anzusprechen.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Generell spielt das Vertrauen in die Empfängerorganisation eine sehr große Rolle. Um ihre seriöse Arbeit und effiziente Mittelverwendung gegenüber (potenziellen) Spendern zu nachzuweisen, lassen beispielsweise der WWF und RoG ihren Umgang mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen extern überprüfen und erhalten nach erfolgreicher Prüfung ein anerkanntes Spendensiegel (z.B. <a href="http://www.dzi.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DZI-Siegel</a>). WWF und RoG haben sich darüber hinaus der Initiative „<a href="http://www.transparency.de/Initiative-Transparente-Zivilg.1612.0.html?&amp;no_cache=1&amp;sword_list[]=Zivilgesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparente Zivilgesellschaft</a>“ von Transparency International angeschlossen. Gewiss, diese Spendensiegel kosten Geld. Geld, das kleine netzpolitische Organisationen nicht unbedingt haben, doch richtet sich die zu entrichtende Gebühr auch nach dem jährlichen Budget der Organisation, die das Siegel beantragt.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Wo sich Fundraisingexpertise finden lässt</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Eine Entwicklung von der „Hobbylobby“ zur „Profilobby“ wurde auf der re:publica14 und danach nachdrücklich gefordert. Ein Schritt in diese Richtung könnte für netzpolitische Organisationen darin bestehen, sich bestehende Strukturen wie den <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://fundraisingverband-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fundraising-Verband</a></span></span> zunutze zu machen. Dort tauschen sich seit Jahren professionelle Fundraiser über die besten Strategien aus. Was für die eine Organisation perfekt funktioniert, muss aber für eine andere nicht gleichermaßen zum Selbstläufer werden. Doch steht es außer Frage, dass die netzpolitischen Organisationen von der an den Fundraising-Stammtischen anzutreffenden Expertise viel lernen könnten.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Letztendlich dürfte es das Ziel einer jeden – auch netzpolitischen – Organisation sein, die eigenen Themen in die Öffentlichkeit zu bringen, politischen Druck aufzubauen und Mehrheiten zu organisieren. Diesem übergeordneten Ziel hat sich das Fundraising unterzuordnen. Wer Unternehmenskooperationen eingeht, sollte dies gezielt tun, um die eigene Glaubwürdigkeit nicht zu untergraben. Wer öffentliche Gelder bezieht, sollte auf Ausgewogenheit achten und sich nicht einer einzigen Institution verschreiben und damit die eigene Unabhängigkeit einbüßen. Mit ihrer in den vergangenen Jahren erarbeiteten Glaubwürdigkeit brauchen sich die meisten netzpolitischen Organisationen nicht scheuen, offen nach Geld zu fragen, sofern sie klar kommunizieren, wozu sie das Geld brauchen und wieso ihre Anliegen gesellschaftlich relevant sind. Aber sind sie das? Auch diese Frage müssen sie sich – angesichts von Bürgerkriegen und drohenden Hungersnöten in den Krisenzonen dieser Welt – selbstkritisch stellen. Dies dürfte also die schwierigste Aufgabe sein. Nachdem die Netzaktivisten ihre Kompetenz hier (ACTA) und dort (EU-Netzneutralität) bewiesen<span style="font-size: xx-small"> </span>haben, ist es an der Zeit, dass sie ihren realpolitischen Einfluss ausbauen. Professionelles Fundraising ist dafür unumgänglich.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><em><strong>Danksagung:</strong> Bedanken möchte ich bei den Mitarbeitern von Bündnis 90 / Die Grünen, WWF, RoG und Mehr Demokratie e.V., die einen Teil ihrer knappen Zeit zum Beantworten meiner Fragen aufgewendet haben.</em></p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/howardlake/9694324435" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HowardLake/flickr</a>; bearbeitet und zugeschnitten <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-SA 2.0)</a></p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Von der Hobbylobby zur Profilobby &#8211; Wie erfolgreiches Fundraising funktioniert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2014 13:43:15 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fundraising_kreide_cut.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-140900" alt="fundraising_kreide_cut" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fundraising_kreide_cut.jpg" width="640" height="280" /></a>Internetkonferenzen wie die re:publica können netzpolitische Anliegen für ein paar Tage ins Rampenlicht der Öffentlichkeit befördern. Doch Politik wird 24/7 und an 365 Tagen im Jahr gemacht. Wie könnten netzpolitische Organisationen sich die finanziellen Ressourcen verschaffen, um das ganze Jahr über Flagge zu zeigen? Wir haben den Netzpolitik-Kiez verlassen und uns bei NGOs aus anderen Politikbereichen umgehört<span style="font-size: xx-small">.</span></p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Je nach Schätzung spenden die Deutschen <a href="http://www.slideshare.net/betterplacelab/spenden-in-deutschland-2013" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline">drei bis sieben</span></span></a><span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"> Milliarden Euro</span></span> jährlich. Fast 75 Prozent davon flossen 2013 laut Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK) an Organisationen, die humanitäre Hilfe leisten, weitere 17 Prozent kamen Tierschutz, Umweltschutz, Kulturarbeit und Denkmalschutz zugute. Die übrigen 8 Prozent des Spendenaufkommens in Deutschland verteilten sich auf Organisationen, die in „anderen Sektoren“<span style="font-size: xx-small"> </span>tätig sind, wozu auch die Netzpolitik zu zählen ist. Ein kleiner Krümel des Spendenkuchens geht also an netzpolitische Organisationen, was vielerlei Gründe haben mag, über die schon <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.wiesaussieht.de/2014/05/07/anmerkungen-zum-vortrag-von-sascha-lobo-auf-der-republica/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">viel geschrieben</a></span></span> wurde. Nachdem wir uns auf politik-digital.de einen <a href="http://politik-digital.de/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Überblick über die Finanzierung der Netzaktivisten</a> verschafft haben, stellen wir uns – sehr selbstkritisch – die Frage, wie man es anders besser machen kann. Eine Betrachtung der Fundraisingaktivitäten von Organisationen aus anderen Bereichen soll uns dabei Inspiration für neue Ansätze geben. Wie ziehen andere Organisationen ihr Fundraising auf und was könnten netzpolitische Organisationen davon für sich übernehmen? Dazu haben wir eine Liste von Fragen an den World Wild Fund for Nature (WWF), Reporter ohne Grenzen (RoG), Mehr Demokratie e.V. und die Partei Bündnis 90 / Die Grünen geschickt, um mehr über ihre Methoden im Fundraising zu erfahren.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Anteil von Klein- und Großspendern</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Sowohl die befragten NGOs als auch die Grünen verfügen über eine breite Basis von Kleinspendern, wobei die Spanne von ein paar Tausend bei Mehr Demokratie e.V. bis hin zu 455.000 Spendern bei WWF Deutschland reicht. Welchen Anteil Kleinspender am gesamten Spendeneinkommen ausmachen, ist nicht einheitlich aufzuschlüsseln, weil die Organisationen unterschiedliche Spenderkategorien verwenden. Einen nicht unerheblichen Teil des gesamten Spendenaufkommens machen jedoch bei einigen Organisationen Großspenden (z.B. Mehr Demokratie e.V., WWF, RoG) aus.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Die Grünen haben im vergangen Jahr um die 370.000 Euro für ihren Bundesverband eingesammelt, während Mehr Demokratie und Reporter ohne Grenzen (RoG) sich bei jeweils um die 500.000 Euro bewegen. Deutlicher Spitzenreiter ist der WWF mit 64,2 Millionen Euro Spendeneinnahmen im Jahr 2012/2013. Der WWF setzt dabei u.a. auf Kooperationen mit einer Vielzahl von Großkonzernen wie Edeka, dm und Krombacher, aber auch mit kleineren Unternehmen wie Sprint oder VAUDE Sport. Laut Jahresbericht 2012/2013 erhielten die Tierschützer in diesem Zeitraum zudem institutionelle Zuwendungen<span style="font-size: xx-small"> </span>in Höhe von etwas über 16,5 Millionen Euro (26 Prozent der Gesamteinahmen). Die Bemühungen vieler netzpolitischer Organisationen, eine möglichst nachhaltige Kartei von Förderern und Spendern aufzubauen, ist also als überaus zweckmäßig zu bewerten, weil nur ein solch solides Fundament die Entwicklung von Strukturen ermöglicht, die es bedarf, um Vereinsziele umzusetzen.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Das Wissen allein, wie viel andere Organisationen an Geldern einsammeln, bringt die netzpolitischen Organisationen aber noch nicht wirklich weiter. Es ist also vor allem interessant zu erfahren, wie die befragten Organisationen ihr Fundraising aufziehen, um Spenden zu erhalten: Eine durchgängige Antwort lautete, dass Spendenaufrufe nach dem Prinzip „Keep it simple and smart“ gestalten werden sollten. Da ist schon mal ein wichtiger Knackpunkt. Der Komplexität vieler netzpolitischer Themen sind sich die meisten Netzaktivisten schon bewusst und tun sich dennoch schwer damit. Um überhaupt einmal die Aufmerksamkeit potenziell Interessierter zu erhalten, bedarf es einer einfachen Botschaft, die das Anliegen innerhalb weniger Sekunden vermittelt. Alle Organisationen versorgen Interessenten, Spender und Förderer jedoch auch mit umfangreichen Informationen in Magazinen oder auf ihren Webseiten darüber, wofür die Spenden verwendet werden.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Jüngere möchten besser über Verwendung der Mittel informiert sein</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Transparenz über die Verwendung der Mittel ist ein Aspekt, der immer wichtiger wird, da das Informationsbedürfnis insbesondere bei jüngeren Spendern hoch ist. Altersunabhängig sind die meisten Spenden zu erreichen, wenn Spendenaufrufe an spezielle Kampagnen geknüpft werden. Übertragen auf die Netzpolitik hieße das: Die Konsequenzen politischer Entscheidungen sollten möglichst dringlich für die Zielgruppe sein und anschaulich erklärt werden. Dabei sollten die Spendenaufrufe bestenfalls nicht nur online (der für netzpolitische Organisationen naheliegende Weg) verbreitet werden, sondern auch klassisch per Brief mit persönlicher Ansprache.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Es stimmt zwar, dass die Spenden über das Internet kontinuierlich zunehmen, aber bis dato werden laut <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.betterplace-lab.org/projekte/deutscher-spendenmarkt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auswertung</a></span></span> des Better Place Labs, einer Organisation, die sich für digitale Innovationen mit sozialen Zielen stark macht, nur 1,3 Prozent des Spendenaufkommens in Deutschland über das Internet generiert. Die Aufgliederung des Spendenaufkommens der Reporter ohne Grenzen nach Spendenwegen untermauert den Ansatz des klassischen Spendenbriefs als weiterhin wirkungsvollstes Mittel: 90 Prozent der Spenden erfolgten nach dem Versenden von Briefen und nur zehn Prozent nach Online-Aufrufen. Die Grünen machen es mit ihren Plakatspenden in Wahlkämpfen und für Infokampagnen vor, dass bei den Spendenformaten Kreativität gefordert ist, um den Spendern ein unmittelbares „Erlebnis“ bieten zu können, das über das reine Spenden hinausgeht.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Bis das Spenden sich verstärkt ins Netz verlagert haben wird, sollten netzpolitische Organisationen also wenn möglich ebenso die klassischen Kanäle bedienen. Denn nicht nur netzaffine Menschen zwischen Mitte 20 und Mitte 30 dürften die Ziele netzpolitischer Organisationen förderungswürdig finden. Auch in der älteren Generation dürften potenzielle Unterstützer zu finden sein, weil ihnen Datenschutz noch ein Begriff ist und sie Wert auf ihre Privatsphäre legen. Hinzu kommt, dass sie im Durchschnitt das größere Portemonnaie besitzen, möglicherweise eine geringere fatalistische Haltung („Wir sind doch ´eh machtlos!“) gegenüber politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen einnehmen und aufgrund ihres Alters und ihrer Lebenserfahrung sogar teilweise empfänglicher für bestimmte netzpolitische Themen wie Datenschutz sein könnten.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Die „Silver Surfer“ sind eine wichtige Zielgruppe</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Im Fachjargon der Fundraiser werden die gut situierten und älteren Spender als „<i>Silver Surfer</i>“ bezeichnet, auf welche die netzpolitischen Organisationen nicht verzichten sollten. Ihre <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.betterplace-lab.org/projekte/deutscher-spendenmarkt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenquote</a></span></span> liegt mit 53 Prozent (&gt;65 Jahre) bzw. 37 Prozent (50-64) deutlicher höher als die der jüngeren Generationen mit 30 Prozent (30-49) und 19 Prozent (14-29). Zudem sind treue Spender deutlich älter als Neuspender. Dafür müssten die netzpolitischen Organisationen es aber auch schaffen, diese Altersgruppen zielgruppengerecht anzusprechen.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Generell spielt das Vertrauen in die Empfängerorganisation eine sehr große Rolle. Um ihre seriöse Arbeit und effiziente Mittelverwendung gegenüber (potenziellen) Spendern zu nachzuweisen, lassen beispielsweise der WWF und RoG ihren Umgang mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen extern überprüfen und erhalten nach erfolgreicher Prüfung ein anerkanntes Spendensiegel (z.B. <a href="http://www.dzi.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DZI-Siegel</a>). WWF und RoG haben sich darüber hinaus der Initiative „<a href="http://www.transparency.de/Initiative-Transparente-Zivilg.1612.0.html?&amp;no_cache=1&amp;sword_list[]=Zivilgesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparente Zivilgesellschaft</a>“ von Transparency International angeschlossen. Gewiss, diese Spendensiegel kosten Geld. Geld, das kleine netzpolitische Organisationen nicht unbedingt haben, doch richtet sich die zu entrichtende Gebühr auch nach dem jährlichen Budget der Organisation, die das Siegel beantragt.</p>
<h3 style="text-align: left" align="JUSTIFY">Wo sich Fundraisingexpertise finden lässt</h3>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Eine Entwicklung von der „Hobbylobby“ zur „Profilobby“ wurde auf der re:publica14 und danach nachdrücklich gefordert. Ein Schritt in diese Richtung könnte für netzpolitische Organisationen darin bestehen, sich bestehende Strukturen wie den <span style="color: #000080"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://fundraisingverband-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fundraising-Verband</a></span></span> zunutze zu machen. Dort tauschen sich seit Jahren professionelle Fundraiser über die besten Strategien aus. Was für die eine Organisation perfekt funktioniert, muss aber für eine andere nicht gleichermaßen zum Selbstläufer werden. Doch steht es außer Frage, dass die netzpolitischen Organisationen von der an den Fundraising-Stammtischen anzutreffenden Expertise viel lernen könnten.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Letztendlich dürfte es das Ziel einer jeden – auch netzpolitischen – Organisation sein, die eigenen Themen in die Öffentlichkeit zu bringen, politischen Druck aufzubauen und Mehrheiten zu organisieren. Diesem übergeordneten Ziel hat sich das Fundraising unterzuordnen. Wer Unternehmenskooperationen eingeht, sollte dies gezielt tun, um die eigene Glaubwürdigkeit nicht zu untergraben. Wer öffentliche Gelder bezieht, sollte auf Ausgewogenheit achten und sich nicht einer einzigen Institution verschreiben und damit die eigene Unabhängigkeit einbüßen. Mit ihrer in den vergangenen Jahren erarbeiteten Glaubwürdigkeit brauchen sich die meisten netzpolitischen Organisationen nicht scheuen, offen nach Geld zu fragen, sofern sie klar kommunizieren, wozu sie das Geld brauchen und wieso ihre Anliegen gesellschaftlich relevant sind. Aber sind sie das? Auch diese Frage müssen sie sich – angesichts von Bürgerkriegen und drohenden Hungersnöten in den Krisenzonen dieser Welt – selbstkritisch stellen. Dies dürfte also die schwierigste Aufgabe sein. Nachdem die Netzaktivisten ihre Kompetenz hier (ACTA) und dort (EU-Netzneutralität) bewiesen<span style="font-size: xx-small"> </span>haben, ist es an der Zeit, dass sie ihren realpolitischen Einfluss ausbauen. Professionelles Fundraising ist dafür unumgänglich.</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><em><strong>Danksagung:</strong> Bedanken möchte ich bei den Mitarbeitern von Bündnis 90 / Die Grünen, WWF, RoG und Mehr Demokratie e.V., die einen Teil ihrer knappen Zeit zum Beantworten meiner Fragen aufgewendet haben.</em></p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/howardlake/9694324435" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HowardLake/flickr</a>; bearbeitet und zugeschnitten <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-SA 2.0)</a></p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>ARD/ZDF-Onlinestudie 2013: Internet ist das neue Fernsehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2013 08:52:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Silver Surfer]]></category>
		<category><![CDATA[ARD/ZDF-Onlinestudie]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Netz bindet mehr und mehr Aufmerksamkeit. Es wird auch für die Generation 50+ attraktiver, beschäftigt länger als früher und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/InternetIstDasNeueFernsehen.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132048" alt="InternetIstDasNeueFernsehen" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/InternetIstDasNeueFernsehen.jpg" width="639" height="355" /></a>Das Netz bindet mehr und mehr Aufmerksamkeit. Es wird auch für die Generation 50+ attraktiver, beschäftigt länger als früher und ist öfter dabei, wenn Menschen unterwegs sind. Und noch ein Trend bestätigt sich in der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013: Fernsehinhalte werden vermehrt im Internet abgerufen.<br />
Von den Erwachsenen ab 14 Jahren sind in Deutschland 77,2 Prozent online, ein Jahr zuvor waren es noch knapp 76 Prozent. Für den Anstieg ist laut gestern veröffentlichter ARD/ZDF-Onlinestudie ausschließlich die Generation der „Silver Surfer“ verantwortlich, also Internetnutzer ab 50 Jahren.<br />
Onliner sind heute im Schnitt eine gute halbe Stunde länger mit ihren Browsern oder Apps beschäftigt als 2012 – insgesamt fast drei Stunden täglich. Das liegt auch daran, dass nun beim Laufen oder in der Bahn mehr gewischt wird. So verdoppelte sich die Unterwegs-Nutzung nahezu von 23 Prozent (2012) auf 41 Prozent (2013).</p>
<h3>Wollen wir heute Abend einfach nur ins Internet gehen?</h3>
<p>Viele User nutzen das Netz mittlerweile, um Videos anzuschauen. 43 Prozent tun das regelmäßig, vor einem Jahr waren es sechs Prozent weniger. Das freut insbesondere die Intendanten des klassischen Fernsehens. Helmut Reitze vom Hessischen Rundfunk sieht sein Haus zukunftsfähig aufgestellt, denn „TV- und Radio-Inhalte haben noch nie so viele Nutzer erreicht wie heute.“ ZDF-Intendant Thomas Bellut hält sich ebenfalls für gewappnet: „Die Grenzen zwischen klassischem Fernsehen im Wohnzimmer und Fernsehen im Internet über Smart-TV, Laptop, Smartphone oder Tablet verschwinden zunehmend. Mit den immer einfacher zu bedienenden Endgeräten wird der Anteil an Fernsehen über das Internet weiter steigen.“<br />
Die komplette Studie: <a href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.ard-zdf-onlinestudie.de</a><br />
<strong><strong></strong></strong>Bild: thms.nl (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a>)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Mehr Nutzer, mehr Breitband, mehr Online-Videos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 07:42:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ARD/ZDF-Onlinestudie]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Nutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[1,9 Millionen mehr Menschen als im Vorjahr sind 2008 im Internet unterwegs. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle <a href="http://www.ard.de/intern/presseservice/-/id=8058/nid=8058/did=815386/19i5cr1/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARD-ZDF-Onlinestudie</a>. Die größte Zuwachsrate gäbe es bei den so genannten Silver Surfern, der Altersgruppe zwischen 60 und 79 Jahren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>1,9 Millionen mehr Menschen als im Vorjahr sind 2008 im Internet unterwegs. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle <a href="http://www.ard.de/intern/presseservice/-/id=8058/nid=8058/did=815386/19i5cr1/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARD-ZDF-Onlinestudie</a>. Die größte Zuwachsrate gäbe es bei den so genannten Silver Surfern, der Altersgruppe zwischen 60 und 79 Jahren.<!--break--></p>
<p>
Insgesamt seien 42,7 Millionen Menschen in Deutschland online &#8211; das entspricht 65,8 Prozent der Bevölkerung. Die Studie macht für den Anstieg vor allem die wachsende Nachfrage nach multimedialen Angeboten wie etwa Online-Videos verantwortlich: 55 Prozent der Surfer nutzten diese Dienste; das seien zehn Prozent mehr als 2007. Dies hänge auch mit der gestiegenen Anzahl an Breitbandanschlüssen zusammen, so die Autoren. Mittlerweile verfügten 70 Prozent der Nutzer über die schnelle Datenverbindung; 2007 waren es noch 59 Prozent.
</p>
<p>
Die ARD-ZDF-Onlinestudie erscheint dieses Jahr zum elften Mal. Im März und April wurden dafür 1.802 Erwachsene nach ihren Nutzungsgewohnheiten befragt. Die vollständigen Ergebnisse gibt es ab Juli 2008 auf <a href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ard-zdf-onlinestudie.de.</a></p>
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		<title>Senioren surfen mit Breitband</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 10:49:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Silver Surfer]]></category>
		<category><![CDATA[Breitband]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Silver Surfer holen auf: Eine <a href="http://www.eiaa.net/Ftp/casestudiesppt/EIAA%20Silver%20Surfers%20-%20Executive%20Summary%20FINAL%2023.7.07.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie </a> der &#34;European Interactive Advertising Association&#34;, dem Branchenverband der europäischen Online-Vermarkter, befragte rund 7000 Menschen über 55 Jahren in zehn europäischen Ländern.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Silver Surfer holen auf: Eine <a href="http://www.eiaa.net/Ftp/casestudiesppt/EIAA%20Silver%20Surfers%20-%20Executive%20Summary%20FINAL%2023.7.07.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie </a> der &quot;European Interactive Advertising Association&quot;, dem Branchenverband der europäischen Online-Vermarkter, befragte rund 7000 Menschen über 55 Jahren in zehn europäischen Ländern.<br />
<!--break-->
</p>
<p>
In Deutschland nutzen demnach etwa ein Viertel der Senioren das Internet. Davon seien über die Hälfte (51 Prozent) über einen Breitbandanschluss im Netz unterwegs &#8211; für alle untersuchten Länder gesamt seien es sogar 68 Prozent. Die Verbreitung der schnellen Zugänge stiege unter den über 55jährigen deutlicher als unter den anderen Nutzergruppen.<br />
Durchschnittlich sieben Stunden verbringe ein deutscher Silver Surfer im Netz. Besonders gerne surfen Senioren Suchmaschinen an oder versenden E-Mails &#8211; darin unterscheidet sich wenig von den Nutzungsgewohnheiten anderer Altersgruppen.
</p>
<p>
Bei den Online-Services stehen Online-Banking und die Urlaubsplanung an erster Stelle. Zunehmend würden Silver Surfer das Internet auch nutzen, um den Kontakt zu Familie und Freunden zu halten, so die Autoren der Studie: 18 Prozent besuchten mindestens einmal im Monat Foren und Netzwerk-Plattformen. Zum Vergleich: Bei den 16 &#8211; 34jährigen seien es 28 Prozent.
</p>
<p>
In der Studie fanden nur Länder Berücksichtigung, die ohnehin hohe Nutzzerzahlen aufweisen &#8211; und die damit für Online-Vermarkter interessant sind: Mit dabei waren Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, die skandinavischen Länder, Belgien und die Niederlande.</p>
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		<title>Wie die Alten surfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Silver Surfer]]></category>
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