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	<title>Simulation &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Simulation &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Parteien sind doch käuflich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tpeick]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuwahlen zum Bundestag 2005]]></category>
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					<description><![CDATA[
                            In der realen Welt würde obige Aussage sofort – und zu Recht - einen gewaltigen Sturm der Entrüstung auslösen, nicht jedoch in den scheinbar unergründlichen Weiten des WorldWideWeb: Dort sind Parteien - ganz legal und völlig legitimiert – käuflich. Kein empörter Aufschrei der sonst oft so sensiblen Internetgemeinde ist zu vernehmen, im Gegenteil: Es wird gezockt, was das eigene virtuelle oder auch reale Kapital hergibt.
                          ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                            <strong>In der realen Welt würde obige Aussage sofort – und zu Recht &#8211; einen gewaltigen Sturm der Entrüstung auslösen, nicht jedoch in den scheinbar unergründlichen Weiten des WorldWideWeb: Dort sind Parteien &#8211; ganz legal und völlig legitimiert – käuflich. Kein empörter Aufschrei der sonst oft so sensiblen Internetgemeinde ist zu vernehmen, im Gegenteil: Es wird gezockt, was das eigene virtuelle oder auch reale Kapital hergibt.</strong>
                          </p>
<p><!--break--></p>
<p>„Wahlbörsen“ heißen diese interaktiven Plattformen, die regelmäßig vor allen wichtigen realen Urnengängen angeboten werden und inzwischen eine eingefleischte, doch immer noch stetig wachsende Community um sich scharen. Bis zu 24 Stunden täglich – also de facto rund um die Uhr &#8211; werden (dunkel- oder hell-) rote, schwarze, grüne oder gelbe Aktien an den Mann oder die Frau gebracht – gehandelt wird die gesammelte politische Farbenlehre.</p>
<p>Im Unterschied zu klassischen Umfragen lautet die Frage, die sich der erfolgsorientierte Online-Händler stellt, nicht &#8220;Was würden Sie wählen?&#8221; sondern: &#8220;Was glauben Sie, werden die Anderen wählen?“ Und so kaufen und verkaufen selbst überzeugte Gysi-Anhänger die Merkel- und Stoiber-Aktien, wenn sie davon überzeugt sind, dass diese Partei unter- bzw. überbewertet ist. Auch Fischers Friends und Westerwelles Jecken gehen beinahe friedlich Hand in Hand, wenn es gilt, mit Schröders Aktien womöglich ein Schnäppchen zu jagen. (Der Ahnungslose mag ja fragen: Geht es auf diesen Handelsplätzen wirklich so friedlich zu? – Ja! Meistens jedenfalls, doch Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel – Und, wissen Sie, selbst die beste politische Freundschaft endet spätestens dann, wenn der andere mir andauernd die günstigsten Aktienpakete direkt vor der Nase wegschnappt…)</p>
<p>Dieses beinahe schon banal anmutende Verhalten mag den Erfolg der Wahlbörsen erklären, deren Prognosen häufig zuverlässiger sind als die Umfrageergebnisse der traditionellen Forschungsinstitute. Denn was für die Institute beinahe ein Umfrage-GAU darstellen würde, entpuppt sich bei den Wahlbörsen als Vorteil: Diese benötigen keine Repräsentativität, sondern nur die Entschlossenheit ihrer – freiwillig – teilnehmenden Händler. Unentschlossenheit und Antwortverweigerung gibt es zudem genauso wenig wie eine von der Größe einer Stichprobe abhängige Schwankungsbreite. Auch liegt hier die sogenannte kritische Masse viel niedriger, denn schon mit 50 Händlern lassen sich gute Prognosen „erspielen“.</p>
<p>Apropos „erspielen“: Ist dies wirklich nur ein Spiel? Nein! Die Donauuniversität Krems wertete diverse österreichische Wahlbörsen wissenschaftlich aus, verglich diese mit den Umfragen der Forschungsinstitute und kam zu folgendem Ergebnis: Bei den in der Alpenrepublik seit 1994 stattgefundenen Wahlbörsen betrug die Abweichung der virtuell „erspielten“ Prognose vom realen Wahlergebnis nur zwischen 0,9 und 3,1 Prozent. Vorhersagen, von denen viele Forsa- oder Emnid-Mitarbeiter oft nur träumen – sofern sie denn dieses zu träumen wagen. Selbiges gilt natürlich auch für die Kollegen von Infratest Dimap und der Forschungsgruppe Wahlen.</p>
<p>Auch zur bevorstehenden Bundestagswahl 2005 werden, wie üblich, diverse Wahlbörsen angeboten. Zumeist in Kooperation mit Zeitungen oder Zeitschriften, so auf<br />
                          <a href="http://www.ftd.de">www.ftd.de</a> oder<br />
                          <a href="http://www.zeit.de">www.zeit.de</a>. Selbst der Rosa-Riese mischt dieses Mal mit und präsentiert (nicht nur) seinen Kunden unter<br />
                          <a href="http://www.t-online.de">www.t-online.de</a> eine solche Handelsplattform. Alle eben genannten Börsen arbeiten allerdings mit dem Einsatz von realem Geld. Erst nach der Überweisung eines Betrages zwischen 10 &#8211; und 50 &#8211; Euro öffnet sich für den Händler das virtuelle Börsenfenster.</p>
<p>Seit Beginn dieser Woche steht der deutschsprachigen Trading-Community ein weiterer Börsenmarkt zur Verfügung. Auf<br />
                          <a href="http://www.wahlfieber.de">www.wahlfieber.de</a> findet der Handel ausschließlich mit virtuellem Geld statt. Und noch eines unterscheidet diesen Markt von seiner Konkurrenz: Als einzige Börse bietet er seinen Händlern eine Plattform zum direkten Austausch untereinander. Im „Wahlfieber-Forum“ können die Trader nach Lust und Laune über den tagesaktuellen Wahlkampf, sofern gewünscht auch über die Höhe der Fehlerquote in den neuesten Wahlumfragen oder über den sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassenden nächsten (ungewollten?) Versprecher eines Bundespolitikers und dessen mögliche negative wie positive Auswirkungen auf das zu erwartende Wahlergebnis diskutieren &#8211; und natürlich streiten.</p>
<p>Der Anbieter, die Wiener Agentur für neue Medien BDF-net, verspricht sich von diesem Diskussionsforum eine längerfristige Community-Bindung, da ihr „Wahlfieber“ als kontinuierliche Börse angelegt ist, die auch über die Bundestagswahl hinaus mit Erfolg bestehen soll.</p>
<p>
                            <br />
                            <strong>Thomas Peick ist freier Journalist, Mitglied des Medienrates der schleswig-holsteinischen Landesmedienanstalt ULR und Freier Mitarbeiter der Agentur<br />
                            <a href="http://www.BDF-net.com">www.BDF-net.com</a>.</strong>
                          </p>
<p></p>
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			</item>
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		<title>Virtuelle Wahlkabine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 28. September wählen zwei österreichische Bundesländer neue Landtage. Erstmals auf Länderebene werden virtuelle Entscheidungshilfen im Internet eingesetzt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 28. September wählen zwei österreichische Bundesländer neue Landtage. Erstmals auf Länderebene werden virtuelle Entscheidungshilfen im Internet eingesetzt.<!--break-->
                    </p>
<p>Der politische Herbst wird heiß. 3 Bundesländer im deutschsprachigen Süden wählen neue Landtage. Die Landtagswahlen in Tirol und Oberösterreich werden am 28. September unser südliches Nachbarland beschäftigen. Bayern wählt am 21. September. Die Kampagnen der Parteien laufen bereits auf Hochtouren und auch das Internet wird von den Parteien wieder intensiv genutzt.</p>
<p>
                    <strong>Politische Bildung auf Landesebene</strong><br />
                    <br />Aber auch die politische Netzöffentlichkeit hat reagiert. In Tirol und Oberösterreich gibt es, wie zuletzt bei den Nationalratswahlen im Herbst, wieder diverse Angebote im Netz, wie die virtuelle Wahlentscheidungshilfe „<br />
                    <a href="http://www.wahlkabine.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlkabine</a>“ für die Landtagswahlen in Oberösterreich und Tirol sowie eine<br />
                    <a href="http://wahlboerse.tirol.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlbörse</a>, die für den tiroler Wahlgang das Ergebnis prognostizieren soll. Die Wahlkabine wird organisiert vom Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, Abteilung Politische Bildung (<br />
                    <a href="http://polbil.uibk.ac.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IFF</a>) unter der Leitung von<br />
                    <a href="http://ulgpolbil.uibk.ac.at/per/fipe.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Peter Filzmaier</a> und dem<br />
                    <a href="http://www.t0.or.at/t0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Institut für neue Kulturtechnologien Public Netbase t0</a>. Die Wahlbörse ist eine Kooperation der Tiroler Tageszeitung mit dem IFF.</p>
<p>
                      <a href="http://wahlboerse.tirol.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                        <img decoding="async" height="168" alt="Wahlbörse" src="/egovernment/international/wahlboerse.jpg" width="220" align="left" border="0" /><br />
                      </a><br />
                      <a href="http://www.wahlkabine.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                        <img decoding="async" height="167" alt="Wahlkabine" src="/egovernment/international/wahlkabine.jpg" width="149" border="0" /><br />
                      </a>
                    </p>
<p>
                    <strong>Wahlkabine Oberösterreich</strong><br />
                    <br />Die Geschichte virtueller Wahlentscheidungshilfen geht zurück bis zum<br />
                    <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/oewahl5.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nationalratswahlkampf 2002</a>, bei dem das IFF mit Partnern das erste derartige Projekt in Österreich startete. Die aktuellen Neuauflagen für die beiden Landtagswahlen sind in Österreich wieder eine Pionierleistung, weil es derartige Projekte auf Länderebene vorher noch nicht gab. Die Themen der Wahlkabine sind an die speziellen Umstände der Länderwahlen angepasst: Mehr noch als bei der Wahlkabine zur Nationalratswahl, geht es diesmal um konkrete, vor allem regionale Sachthemen. So wird man beim Durchlaufen der 25 Fragen beispielsweise gefragt: „Soll sich Tirol noch einmal für die Olympischen Winterspiele bewerben?“ „Soll Kunst, die die Hand beißt, von der Sie gefördert wird, weiterhin Fördermittel des Bundeslandes Oberösterreich erhalten?“</p>
<p>Die Idee hinter Tools wie der Wahlkabine ist, die Nähe oder Distanz der Einstellungen des Bürgers zu den Linien der einzelnen Parteien zu messen. Dem Wähler soll dadurch die Chance gegeben werden, sich über die Positionen der Parteien zu den wichtigsten Sachthemen zu informieren und sie mit seinen eigenen Einstellungen zu vergleichen. Der Wert für die politische Bildungsarbeit liegt neben der Information des Wählers über die Themen vor allem im Schaffen des Themenbewusstseins. Daraus folgt, dass Kompetenzen und politische Handlungs- und Gestaltungsspielräume von Länderregierungen aufgezeigt werden.</p>
<p>
                    <strong>Hohe Qualitätsstandards</strong><br />
                    <br />Bei der aktuellen Neuauflage wurde das Redaktionsteam, das für die Frageformulierung, das Erheben der Parteipositionen sowie deren Auswertung verantwortlich war, um einen wichtigen Kompetenzbereich erweitert: neben Politikwissenschaftlern waren auch Politikjournalisten eingeladen, ihre Kompetenz bei der Themenaufbereitung und der unmissverständlichen Formulierung der Fragen einzubringen.</p>
<p>Die aktuellen Wahlkabinen erfüllen, wie zuletzt auch schon die Wahlkabine bei der Nationalratswahl, die von den Initiatoren aufgestellten Qualitätskriterien von virtuellen Entscheidungshilfen. Demnach müssen der Transparenz wegen die Recherchequellen der Standpunkte der Parteien offen gelegt werden sowie die Methodik wissenschaftlich fundiert sein. Bei der Wahlkabine ist die Methodik, nach der die Antworten des Users mit den Positionen der Parteien verglichen werden, in einem eigenen Dokument nachzulesen.</p>
<p>Diese ersten beiden Wahlkabinen auf Länderebene sollen aber nicht die letzten gewesen sein. Wie Prof. Filzmaier bestätigt, gibt es sowohl Pläne als auch schon konkrete Vorgespräche zu Wahlkabinen für die beiden Landtagswahlen in Salzburg und Kärnten, die im Frühjahr 2004 stattfinden werden. Aber auch andere Verwendungsmöglichkeiten des Tools als Instrument der politischen Bildung über Wahlkämpfe hinaus sind angedacht, z.B. wahlkampfunabhängig als Vergleich zwischen Bürger- und Parteimeinung zu aktuellen Politikthemen auf Gemeindeebene oder zur Sachinformation und dem Schaffen von Themenbewusstsein in bestimmten Gruppen, z.B. bei Jugendlichen.</p>
<p>
                    <a href="http://wahlboerse.tirol.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                      <strong>http://wahlboerse.tirol.com</strong><br />
                    </a><br />
                    <br />Gemeinsam mit der Tiroler Tageszeitung startet das IFF zur Tirolwahl auch eine Wahlbörse zur Prognose des Wahlergebnisses. Der Vergleich mit Wahlbörsen auf Bundesebene zeigt Vor- und Nachteile des regionalen „Parteienmarktes“: Während Wahlbörsen auf Bundesebene des Öfteren dem Vorwurf ausgesetzt sind, sie würden nur die Ergebnisse der beinahe täglich veröffentlichten Meinungsumfragen widerspiegeln, lässt Prof. Filzmaier das in diesem Fall nicht gelten: „Während Landtagswahlkämpfen werden überhaupt nur eine Hand voll Umfragen veröffentlicht. Das kann keinen entscheidenden und durchgehenden Einfluss auf das Händlerverhalten haben.“ Ein problematischer Aspekt ist, dass bei Wahlbörsen zu Wahlen in Bundesländern die Gefahr von externen Händlern, also Teilnehmern, die in einem anderen Bundesland leben, groß ist. Denn das Prinzip, nach dem Wahlbörsen funktionieren, geht davon aus, dass den Teilnehmern alle Informationen über den Wahlkampf zur Verfügung stehen. Während aber bei einer Nationalratswahl der Wahlkampf im ganzen Bundesgebiet thematisiert wird, wissen z.B. Wiener über einen tiroler Wahlkampf nicht Bescheid und können damit die Ergebnisse verzerren.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 17.9.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wahl-O-Mat und Wahlbörsen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahl-o-mat-und-wahlboersen-3064/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[alederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Harald Schmidts Beitrag zur politischen Bildung und seine Folgen in Österreich. Gleich mehrere Wahl-O-Maten streiten um die Gunst der Wähler. Gleiches gilt für Wahlbörsen als Prognoseinstrument. Doch wo liegt die Grenze zwischen Sinn und Unsinn solcher Techniken?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Harald Schmidts Beitrag zur politischen Bildung und seine Folgen in Österreich. Gleich mehrere Wahl-O-Maten streiten um die Gunst der Wähler. Gleiches gilt für Wahlbörsen als Prognoseinstrument. Doch wo liegt die Grenze zwischen Sinn und Unsinn solcher Techniken?<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Der Wahlkampf im Internet war bis zum Beginn der „heißen Wahlkampfphase“, zu der die Parteien ihre Websites relaunchten und damit den Wahlkampf im Netz belebten, vom überraschenden virtuellen Wahlkampfschlager der vorangegangenen deutschen Wahl geprägt: dem virtuellen Wahlentscheidungshelfer, allias „Wahl-O-Mat“. Erstmals 1999 konzipiert vom niederländischen<br />
<a href="http://www.stemwijzer.nl/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instituut voor Publiek en Politiek</a> wurde der zur deutschen Bundestagswahl von<br />
<a href="http://www.diewahlgang.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der Wahlgang</a> realisierte<br />
<a href="http://www.wahlomat.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl-O-Mat</a> nach einem Gastauftritt bei Harald Schmidt zum Renner des virtuellen Wahlkampfgeschehens. Bis zum Wahltag konnte der Entscheidungshelfer 2.269.756 Mal die politische Präferenz der User bekannt geben.
</p>
<p>
Dieser Erfolg hat in Österreich offensichtlich so viel Eindruck gemacht, dass das Konzept hierzulande gleich sechsmal kopiert wurde: zwei unabhängige Projekte, die „Wahlkabine“ (www.wahlkabine.at) und der „<br />
<a href="http://www.stimmzettel.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stimmzettel</a>“ standen vier Wahlentscheidungshilfen von Medien gegenüber: dem innovativ „<br />
<a href="http://www.krone.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl-O-Meter</a>“ genannten Automaten der Kronen Zeitung, der „Wahlmaschine“ der<br />
<a href="http://www.news.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zeitschrift News</a>, dem Ö3- Entscheidungshelfer des gleichnamigen<br />
<a href="http://www.oe3.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ORF- Radiosenders</a> und dem guten, alten „Wahl-O-Maten“ der<br />
<a href="http://www.kleinezeitung.at/kleine.taf?_pg=News_Specials&amp;_which=wahlen2002&amp;" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kleinen Zeitung</a>.<br />
<br />
Die österreichische Pioniersehre kommt der Wahlkabine zu. Das von mehreren österreichischen Institutionen zur Bildung und politischen Aufklärung realisierte Projekt ist das erste dieser Art im Alpenland. Die Wahlkabine wies bis vier Tage vor der Wahl 398.058 abgeschlossene Beratungsvorgänge auf. Das ist nur natürlich nur ein Bruchteil des deutschen „Wahl-O-Mat“-Ergebnisses, wenn man allerdings die Bevölkerungszahl Österreichs, die ein Zehntel der Deutschen beträgt, mitdenkt, sowie auch den nur acht Wochen dauernden Wahlkampf und die fehlende TV-Promotion durch Harald Schmidt, dann ist das ein äußerst erfolgreiches Ergebnis. Dazu kommen noch die Nutzungszahlen der fünf anderen Entscheidungshelfer, was die Idee des „Wahl-O-Maten“ noch mehr ehrt.
</p>
<p>
<b>Sinn und Zweck</b><br />
<br />
<a href="http://polbil.uibk.ac.at%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Peter Filzmaier</a> vom Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, einem der Veranstalter der Wahlkabine, betont, dass das Projekt ein Beitrag zur politischen Bildung sein soll und kein Pseudo-Prognoseinstrument. Die fünf Projektklone der Medien sieht er durchwegs positiv, da diese der Idee der politischen Bildung zugute kämen. Eine Chance für die Zukunft sieht er in der Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen Journalisten und Wissenschaftlern, die dieses Mal noch nicht möglich gewesen sei. Eine solche Kooperation würde von der wissenschaftlichen Kompetenz beim Methodendesign wie auch von der Themenkompetenz der Journalisten profitieren.
</p>
<p>
Gibt es zu viele „Wahl-O-Maten“ in Österreich? Welchen soll man benutzen? Für das Konzept sieht Filzmaier Zukunft in Österreich. Er selbst plant für die Landtagswahlen in Tirol im nächsten Frühjahr wieder einen virtuellen Wahlhelfer ins Netz zu stellen. Er stellt zwei wichtige Qualitätskriterien auf: Erstens muss die Methodik wissenschaftlich fundiert sein und zweitens muss die Auswertung transparent sein.<br />
<br />
Konsequenterweise bietet die Wahlkabine ein Textdokument zum Download an, das nicht nur den Prozess der Antwortgenerierung bei den Parteien, die anschließende Fragenauswahl und Gewichtung für die Auswertung darstellt, sondern das auch Einblick in die mathematischen Tiefen des Automaten gibt. Wen es interessiert, der kann dort die Formeln, die zur Auswertung verwendet werden, nachlesen.<br />
<br />
Was Filzmaier kritisiert sind Entscheidungshelfer, die als Pseudo-Prognoseinstrument präsentiert werden, wie die „Wahl-Maschine“ der Zeitschrift News. Am Ende des Test werden zwei Statistiken präsentiert, die aus den Ergebnissen aller gemachter Test zusammengestellt sind: „So wichtig sind Österreich die Themen“ und „Die Partei- Präferenzen Österreichs“. Diese Statistiken würden eine Repräsentativität vortäuschen, die sie in Wirklichkeit nicht besäßen. Die Statistiken würden lediglich Scheinergebnisse produzieren, die absolut unseriös sind. Auch sei dieses Konzept überhaupt nicht der politischen Bildung dienlich.
</p>
<p>
<b>Wahlbörsen- Politik am Markt</b><br />
<br />
Das zweite Format, dass die Netzöffentlichkeit zur Nationalratswahl beherrscht, sind die Wahlbörsen. Fünf Stück davon haben es diesmal ins Netz geschafft:<br />
<br />
die<br />
<a href="http://www.wahlboerse.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlbörse.at</a> der Tageszeitung Kurier und des Wochenmagazins Profil, die Presse-Wahlbörse der gleichnamigen<br />
<a href="http://www.bdf-web.com/presse/presse_feature#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">konservativen Tageszeitung</a>, der Koalitionsmarkt (http://wahlboerse.uibk.ac.at) der Universität Innsbruck in Kooperation mit dem Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, die alle drei auch die Presse-Wahlbörse wissenschaftlich betreuen, die Wahlbörse der<br />
<a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/if_bnews/frame2.shtml?/cgi-bin/trading/trading_start.pl" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tageszeitung Wirtschaftsblatt</a> und „<br />
<a href="http://derstandard.at/MetaAdServer/werbung.asp?rt=cp/newsroom/politik/innenpolitik/wahlen/e-lection" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e-lection</a>“ der liberalen Tageszeitung Der Standard.
</p>
<p>
Alle Wahlbörsen haben gemeinsam, dass sie keine Echtgeldbörsen sind. Bei keiner dieser Börsensimulationen kann man also reales Geld einsetzen und am Ende gewinnen. Der Anreiz für die Händler sind Sachpreise, die an die Gewinner im Händlerranking vergeben werden. Die Besonderheit unter den einzelnen Programmen ist sicher die Presse-Wahlbörse, die von drei Instituten, dem Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung(IFF), dem Institut für betriebliche Finanzwirtschaft und dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck, wissenschaftlich betreut wird. Ziel des Projektes ist das Erforschen der Möglichkeiten von Wahlbörsen als Prognoseinstrumenten. Das Projekt soll Aufschluss über die Mechanismen geben, nach denen Händler auf dem Parteienmarkt agieren. Welche Ereignisse beeinflussen den Kurs einer Aktie? Wie verlässlich sind Wahlbörsen bei der Prognose eines Wahlergebnisses?<br />
<br />
In der letzten Woche vor der Wahl liefern sich die beiden Großparteien ein Kopf an Kopf Rennen bei 35-39 Prozent, ebenso die beiden kleinen Parteien bei 10-12 Prozent. Darüber, welche Partei das Rennen für sich entscheiden wird, sind die Wahlbörsen genauso geteilter Meinung wie die verschiedenen Umfragen. Zwei Fragen bleiben bis zum Wahltag offen: Das um die stärkste Partei einerseits und das Rennen um das genauere Prognoseinstrument andererseits.
</p>
<p>
<br />
<b>Die Wahlergebnisse im Netz<br />
<br />
</b>Für österreichische Verhältnisse Neuartiges bietet am Wahlabend die Firma Siemens, die für das Innenministerium seit 1994 die Wahlergebnisse elektronisch aufbereitet. In ihrem Internetmagazin „<br />
<a href="http://www.wahl2002.hitech.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hi!tech</a>“ stellt Siemens als einzige Seite im Netz die Wahlergebnisse aller Bundesländer und Bezirke auf einer interaktiven Landkarte dar. Dieses Jahr bietet Siemens über diese Seite in Österreich erstmals Wahlergebnisse per SMS an. Dabei kann man sich das Bundesergebnis, einzelne Landes oder auch nur Regionalergebnisse zuschicken lassen. Das Problem für Interessierte im Ausland: Das Service kann nur mit einem österreichischen Handybetreiber verwendet werden.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table width="146" border="0" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#ffcc33">
<div class="tidy-2">
			Erschienen am 21.11.2002
			</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Heut kauf ich mir die PDS</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-bundestagswahl2002-wahlstreet-shtml-2694/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jroettgers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlbörse]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
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					<description><![CDATA[Virtuelle Parteien-Börse: Wahlstreet.de. Zum zweiten Mal sollen durch eine Online-Markt-Simulation die Wahlergebnisse vom Sonntag vorausgesagt werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Virtuelle Parteien-Börse: Wahlstreet.de. Zum zweiten Mal sollen durch eine Online-Markt-Simulation die Wahlergebnisse vom Sonntag vorausgesagt werden.<!--break-->
                    </p>
<p>Was für ein Aufstieg. Eben noch lag ich auf Platz 596 der<br />
                    <a href="http://www.wahlstreet.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlstreet.de</a>-Händlerbestenliste und hatte üble -1,5 Prozent Rendite zu verzeichnen. Doch dann profitierte ich vom Über-Nacht-Wachstum der Splitterparteien. Billig gekauft, teuer verkauft, und schon heißt es: Platz 9. Roland Schill sei Dank.<br />
                    <br />In den nächsten zwei Tagen helfen mir dann die PDS und die SPD dabei, mein Niveau halbwegs zu halten. Doch kommt das Schicksalswochenende. Deutschland wird nicht Fußball-Weltmeister. Zu müde vom nächtlichen Univision-Fernsehen &#8211; spanisch-sprachige Fußball-Reporter sind ja so viel besser, aber das nur nebenbei &#8211; verpasse ich es, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dabei ist es ja eigentlich ganz logisch: Hätte Deutschland gewonnen, wäre Schröder am nächsten Tag Fußball-spielend und Oliver Kahn-umarmend auf jeder Mattscheibe gewesen. So aber war&#8217;s eine Niederlage für alle. Kahn, Schröder, Völler, Deutschland. Und damit eben auch die SPD. Die Aktie sackt ab und ich bleib auf 7000 Stück Sozis sitzen. Dumm gelaufen.<br />
                    <br />Nicht, dass ich damit wirklich Geld verloren hätte. Insgesamt dürfen bei der Politikbörse Wahlstreet.de nur bis zu 50 Euro eingesetzt werden. Dafür gibt&#8217;s dann 500.000 virtuelle Wahldollar, für die sich Aktien der verschiedenen Parteien erwerben lassen. Ein Prozent entspricht dabei einem Dollar. Was Schill und Co. &#8211; bei der Wahlstreet einfachheitshalber unter &#8220;Andere&#8221; subsummiert &#8211; eben zu so einem netten Spekulationsobjekt macht. Über ein einfaches Web-Interface lassen sich Gebote und Angebote platzieren, Transaktionen vollziehen und die aktuellen Kurse in Echtzeit kontrollieren. Das ganze ist simpel genug, um auch von Nicht-Börsianern verstanden zu werden, der Suchtfaktor ist extrem groß.</p>
<p>
                      <strong>Peer to Peer beats Allensbach</strong>
                    </p>
<p>Entwickelt wurde das der Wahlstreet zugrunde liegende Modell eines Meinungsforschungs-Markts von den Wirtschaftswissenschaftlern der<br />
                    <a href="http://www.biz.uiowa.edu/iem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universität Iowa</a>. Dort können Studenten schon seit der Präsidentenwahl 1988 den Ausgang von Wahlen am virtuellen Markt erproben. Mittlerweile wird das Modell in Iowa auch dazu benutzt, andere Entwicklungen zu prognostizieren. Kürzlich gab es beispielsweise eine Handelsrunde zur Frage, wie oft sich das neue Harry Potter-Video verkaufen wird.<br />
                    <br />In Deutschland wurde das Parteien-Kaufen erstmals 1998 anlässlich der Bundestagswahl von der ZEIT und dem Berliner Tagesspiegel veranstaltet. Die Idee: Anstatt sich auf die Erbsenzählerei der klassischen Umfrage-Prognosen zu verlassen, fragt man lieber den freien Markt. Da am Ende des Börsenbetriebs nur das wieder ausgezahlt wird, was die Parteien bei der Wahl tatsächlich an Prozenten bekommen, versucht jeder Händler langfristig, möglichst nah an das Endergebnis heranzukommen. Weshalb ein echter Wahlstreet-Junkie ständig Zeitung liest, Umfragen verfolgt, Arbeitslosenzahlen hochrechnet und natürlich auch Fußball guckt. Aus all dem entsteht dann das ganz persönliche Prognosen-Raster. Kombiniert man diese Raster aller Wahlstreet-Teilnehmer, entsteht dabei ein vernetztes Modell, das weitaus mächtiger ist als das von Frau Noelle-Neumann. Peer to Peer beats Allensbach. Soweit zumindest die Theorie.</p>
<p>
                      <strong>Die Grünen empfehlen die Grünen-Aktie</strong>
                    </p>
<p>In der Praxis funktioniert die Wahlstreet nicht unbedingt besser, aber auch nicht viel schlechter als klassische Prognosen. Was eben auch ganz üble Fehleinschätzungen mit einschließt. So war die Wahlstreet bei der letzten Bundestagswahl zwar besser als einige Meinungsforschungsinstitute, lag bei der Prognose des SPD-Ergebnisses aber immer noch um zwei Prozent daneben. Völlig ins Auge ging der Versuch, die hessische Landtagswahl von 1999 zu prognostizieren. Roland Kochs CDU wurde dabei von Wahlstreet-Teilnehmern um fast sieben Prozent unterschätzt.<br />
                    <br />Könnten solche Fehleinschätzungen an gezielten Manipulationen liegen? Grad für kleine Parteien klingt das nach einer tollen Idee: Den eigenen Aktienkurs in die Höhe treiben und so Unentschiedene bei ihrer Wahlentscheidung beeinflussen. Bisher kommen solche Versuche hier zu Lande allerdings noch eher hilflos daher. 1998 etwa versuchte die grüne Hochschulgruppe Konstanz, Wahlstreet-Teilnehmer mit Logik zu überzeugen: &#8220;Unser Tipp: Gleich nach Börseneröffnung möglichst viele Aktien von Bündnis 90/ Die Grünen zu Tiefstpreisen erwerben. Denn nach Ansicht vieler Wahlstreet-Experten werden die grünen Aktien derzeit deutlich unter Wert gehandelt.&#8221; Jaja, die Experten aber auch wieder. Irgendwie hatten die Konstanzer Grünen dann doch etwas anderes zu tun, ihrer Aktie hat der Aufruf nicht genützt.<br />
                    <br />Anders erging es dem Kurs der FPÖ 1995 beim<br />
                    <a href="http://ebweb.tuwien.ac.at/apsm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">österreichischen Wahlstreet-Pendant</a>. Damals kaufte eine Gruppe von Händlern fünf Tage vor der Wahl gezielt fast alle Aktien der Haider-Partei auf, was deren Kurs steil ansteigen ließ und den Gesamtmarkt ordentlich durcheinander brachte. Ob‘s der Partei selbst was genützt hat, bleibt fraglich. Das Wahlergebnis der FPÖ lag schließlich fünf Prozent unter dem Aktienkurs.</p>
<p>
                      <strong>Mal eben den Edmund rauswählen</strong>
                    </p>
<p>So richtig lassen sich solche Manipulationen kaum verhindern. Der beste Schutz ist immer noch ein möglichst großer Markt. Weshalb es natürlich nur logisch ist, auch Politikmuffel für die Wahlstreet anzufixen. Etwa, indem man sie über andere Börsen ans Politiker-Kaufen gewöhnt. Konsequenterweise organisiert<br />
                    <a href="http://www.die-prognose.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ecce Terram</a>, der Provider der Wahlstreet, mittlerweile auch Ableger, die nicht mehr ganz so viel mit der Politik zu tun haben. So lassen sich mittlerweile auch Bundesliga-, Formel 1- oder TV-Quoten-Aktien handeln. Sogar zum Sat1-Inselduell gab es schon eine elektronische Börse.<br />
                    <br />So schön der Gedanke auch ist, nächste Woche würde das Sat1-Publikum einfach mal den Edmund rauswählen &#8211; echte Wahlstreet-Fans möchten mit so simpel voraussagbaren Sachen wie dem Inselduell natürlich nichts zu tun haben. Wer hat auch schon Zeit für Reality-TV, wenn er ständig die Börsenkurse checken muss? Mittlerweile hab ich&#8217;s durch emsiges Handeln übrigens wieder auf Platz 107 geschafft. Insbesondere die FDP hat mir dabei wunderbar geholfen. Aber wie werde ich jetzt die ganzen Grünen-Aktien wieder los, die ich mir gestern aus irgend einem Grund zugelegt habe? Vielleicht sollte ich mal bei deren Konstanzer Hochschulgruppe anrufen.<br />
                    </p>
<p>
                      <em>Zuerst erschienen in DE:BUG.62 &#8211; 08/2002<br />
                      <br />Mit freundlicher Genehmigung von<br />
                      <a href="http://www.de-bug.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DE:BUG</a></em></p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 18.09.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      
                    </p>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Koppelung an Partei mehr ein Nachteil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[dol2day]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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					<description><![CDATA[politik-digital sprach mit dol2day-Betreiber Andreas Hauser darüber, ob das Politiksimulations-Spiel der CDU 
<a href="http://www.wahlkreis300.de/">www.wahlkreis300.de</a> zum ernstzunehmenden Konkurrenten wird.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>politik-digital sprach mit dol2day-Betreiber Andreas Hauser darüber, ob das Politiksimulations-Spiel der CDU<br />
<a href="http://www.wahlkreis300.de/">www.wahlkreis300.de</a> zum ernstzunehmenden Konkurrenten wird.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> dol2day ist der &quot;Marktführer&quot; im Bereich Politiksimulationen im Internet. Fühlt sich die Redaktion geehrt, dass die Idee nun prominent in den Wahlkampf der<br />
<a href="http://www.cdu.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU</a> integriert worden ist?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Die starke Anlehnung des Wahlkreis300 an der Idee von<br />
<a href="http://194.9.168.118/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dol2day</a> bestätigt sicherlich das von uns bereits vor zwei Jahren erstellte Konzept einer Internetdemokratie. Allerdings sind wir stark verwundert, dass die CDU scheinbar keine Kosten und Mühen gescheut hat, um eine parteipolitische Variante zu kreieren. Besonders die Neutralität der redaktionelle Betreuung ist für die praktische Umsetzung einer Internetdemokratie zwingend erforderlich und in diesem Fall nicht gegeben.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Inwiefern hat sich wahlkreis300.de an der dol2day-Umgebung orientiert bzw. welche Unterschiede weist wahlkreis300.de zur Plattform von dol2day auf?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Wahlkreis300.de hat die grundlegende Eigenschaften von dol2day übernommen. Der Funktionsumfang ist zwar nicht mit dol2day zu vergleichen, die grundlegenden Strukturen sind aber nahezu identisch. Insofern hätten wir uns sicherlich gefreut, wenn Frau Dr. Merkel auf der<br />
<a href="/econsumer/verbraucherschutz/cebit2002.shtml">CeBIT</a> zumindest einen Hinweis auf den Ideengeber gegeben hätte.
</p>
<p>
Der entscheidende Unterschied zwischen dol2day und dem Wahlkreis300 ist der Umgang mit der politischen Neutralität. Der Gedanke einer Internetdemokratie zeichnet sich dadurch aus, dass viele unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen und über Parteigrenzen hinweg Entscheidungen getroffen werden. Durch die Betreuung seitens der CDU wird sich Wahlkreis300.de den Vorwurf gefallen lassen müssen, diese Neutralität nicht wahren zu können.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Um das Projekt scheint ein juristischer Streit zwischen den Parteien auszubrechen. Grund dafür ist die unerlaubte Verwendung von Parteilogos und die Besetzung parteipolitischer Positionen in der virtuellen Wahlkampfumgebung. Gibt es ähnliche Probleme auch bei dol2day?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Es gab zu Beginn des Projektes vor fast zwei Jahren eine vergleichbare Diskussion mit einer Bundestagspartei bzgl. des Namens ihres virtuellen Pendants. Mit der Feststellung, dass dol2day keinerlei politische Richtung bevorzugt und durch die Unterstützung von dol2day Mitglieder wurde das Problem aber einvernehmlich gelöst.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Der Server von wahlkreis300.de ist seit der Eröffnung der Plattform beinahe öfter offline als online. Woran könnte das liegen?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Das Wahlkreis300.de Team kämpft nun offenbar mit all den Kinderkrankheiten aus denen dol2day bereits herausgewachsen ist. Ich könnte mir vorstellen, dass die verantwortlichen Personen die zahlreichen Probleme technischer und insbesondere organisatorischer Art unterschätzt haben, die sich bei einem solch komplexen System zwangsläufig ergeben. Außerdem gibt es zur Zeit keinerlei Maßnahmen, die dem Missbrauch durch Nutzer des Angebotes vorbeugen.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Die CDU begreift wahlkreis300.de als &quot;politisches Bildungsangebot&quot; für Jung- und Erstwähler. Was kann man dort lernen?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Plattformen wie dol2day bieten politisch interessierten Menschen und natürlich auch den Jungwählern die Möglichkeit, sich spielerisch der Politik zu nähern und die Funktionsweise einer Demokratie kennen zu lernen. Besonders wichtig ist es, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch nach außen vertreten zu können. Solche Plattformen sind die einzige und beste Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichsten Meinungen auseinander zu setzten und andere Denkweisen kennen zu lernen. Die Meinungsvielfalt könnte allerdings in der parteipolitischen Betreuung von Wahlkreis300.de ihre Grenzen finden.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Haben die dol2day-Mitspieler das Projekt bereits wahr genommen und wie beurteilt die Community das Angebot?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Unsere Benutzer haben wahlkreis300.de sehr schnell wahrgenommen und eine lebhafte Diskussion darüber entfacht. Negativ stößt den Mitgliedern insbesondere auf, dass es sich um keine unabhängige Instanz handelt die den Wahlkreis300 zur Verfügung stellt. Hinzu kommen zur Zeit die Serverprobleme und der im Vergleich zu dol2day geringere Funktionsumfang.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Was bedeutet die Popularität von wahlkreis300.de für dol2day? Wird es eine Abwanderung von dol2day-Spielern in Richtung wahlkreis300.de geben, weil man dort enger an die &quot;richtige&quot; Politik angekoppelt ist?
</p>
<p>
<b>Andreas Hauser:</b> Dass das Angebot an eine &quot;richtige&quot; Partei gekoppelt ist, ist sicher mehr ein Nachteil, denn ein Vorteil. Genau so werten es zumindest die dol2day-Mitglieder und befürchten eine starke Beeinflussung der Wahlkreis300-Mitglieder durch die CDU.
</p>
<p>
Da der &quot;User-Strom&quot; in beide Seiten fließt, gibt es bei uns keine Befürchtung, dass Mitglieder abwandern werden. Durch die zusätzliche Publicity richten wir uns eher auf einen Mitgliederzuwachs ein.
</p>
<table border="0" cellpadding="2" width="146">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">
			Erschienen am 21.03.2002
			</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Interview mit Ralf Bendrath</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/die-dunklen-seiten-des-www/cyberwarbendrath-shtml-2743/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die dunklen Seiten des WWW]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienst]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
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		<category><![CDATA[Ralf Bendrath]]></category>
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		<category><![CDATA[Cyber-Terrorismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Informationssicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Ralf Bendrath , Dipl. Pol., promoviert an der 
<a href="http://www.fu-berlin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freien Universität Berlin</a> zum Thema &#34;Das Militär in der Informationsgesellschaft&#34;. Daneben ist er Geschäftsführer der Forschungsgruppe Informationsgesellschaft und Sicherheitspolitik (
<a href="http://www.fogis.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FoG:IS</a>) und betreibt die Mailingsliste 
<a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Ebendrath/liste.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Infowar.de</a>.
politik-digital sprach mit dem Autoren des Sammelbandes 
&#34;<a href="/buchbesprechungen/buecher/netzpiraten.shtml">Netzpiraten</a>. Die Kultur des elektronischen Verbrechens&#34; (Hrsg. Armin Medosch und Janko Röttgers) über die Krieger im Datennetz.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ralf Bendrath , Dipl. Pol., promoviert an der<br />
<a href="http://www.fu-berlin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freien Universität Berlin</a> zum Thema &quot;Das Militär in der Informationsgesellschaft&quot;. Daneben ist er Geschäftsführer der Forschungsgruppe Informationsgesellschaft und Sicherheitspolitik (<br />
<a href="http://www.fogis.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FoG:IS</a>) und betreibt die Mailingsliste<br />
<a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Ebendrath/liste.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Infowar.de</a>.<br />
politik-digital sprach mit dem Autoren des Sammelbandes<br />
&quot;<a href="/buchbesprechungen/buecher/netzpiraten.shtml">Netzpiraten</a>. Die Kultur des elektronischen Verbrechens&quot; (Hrsg. Armin Medosch und Janko Röttgers) über die Krieger im Datennetz.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Nicht-staatliche Akteure geraten verstärkt in den Fokus staatlicher Sicherheitsorgane &#8211; besonders seit den Anschlägen des 11. Septembers. Kann man eine Organisation wie Al-Quaida als Cyberterorristen bezeichnen?
</p>
<p>
<b>Ralf Bendrath:</b> Ich wäre da vorsichtig &#8211; da ist noch nichts nachgewiesen. Bisher ist noch kein einziger Fall von wirklichem Cyberterrorismus aufgetreten. Man weiß, dass die Leute von Al-Quaida Laptops benutzen und per eMail kommunizieren, aber sie nutzen nicht mal Verschlüsselungstechnologien. Wenn da von Cyberterroristen geredet wird, darf man nicht vergessen, dass das ein politischer Kampfbegriff ist. Er existiert ungefähr erst seit Mitte der neunziger Jahre. Der Begriff Information-Warfare (Info-War) ist schon viel älter &#8211; den gibt es schon seit 1977. Richtig etabliert wurde er aber erst Anfang der Neunziger.<br />
<br />
Wenn es eine rein technische Entwicklung gewesen wäre, würde es heute noch &quot;electronic warefare&quot; heißen. Auf die politische Agenda gekommen sind die Begriffe durch das neue strategische Denken von Militärstrategen und Militärhistorikern wie John Arquilla oder Futurologen wie Alvin Toffler.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Was ist das neue?
</p>
<p>
<b>Ralf Bendrath:</b> Der ürsprüngliche Begriff &#8216;Informationskrieg&#8217;, wie ihn John Arquilla und David Ronfeldt prägten, meint nicht den Krieg in Datennetzen, sondern die Organisation des Krieges nach kybernetischen Gesichtspunkten. Sie fingen an, über gesellschaftliche Veränderungen durch neue Informationstechnologien nachzudenken; ein Versuch, das, was in der Industrie seit Ende der achtziger Jahre als postmoderne Unternehmensstrukturen bekannt wurde, auf das Militär zu übertragen. Damit meine ich neue Managementkonzepte wie flache Hierarchien, Bildung von Netzwerken, projektbezogene Arbeitsgruppen und effektives Informationsmanagement. Das ist eher ein Organisationskonzept &#8211; weg vom rein Hierarchischen zum Task-Force-Konzept, d.h. mehr Selbstorganisation seitens der Einheiten. Wie kann man schneller schießen, schneller treffen, schneller entscheiden, schneller kommunizieren &#8211; Kriegsführung just-in-time.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Wodurch wurde diese Entwicklung angestoßen?
</p>
<p>
<b>Ralf Bendrath:</b> Durch den Boom des Internets und der Diskussion über die entstehende Informationsgesellschaft, boomte auch der Begriff &#8216;cyber&#8217; &#8211; dann auch im militärischen Bereich. Information-Warfare dagegen ist ein übergreifendes Konzept. Die neuen Angriffsziele sind nicht mehr ausschließlich die Kräfte des Gegners, sondern besonders seine Informationssysteme &#8211; eine Entwicklung vom klassischen Krieg weg, hin zum Krieg gegen Kommunikationsströme, d.h. den Gegner lahm legen ohne groß etwas zerstören zu müssen. So jedenfalls wünschen es sich die Militärs. Cyberwar bezeichnet in der heutigen Verwendung einen Teilbereich davon, nämlich den Krieg in Datennetzen.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Können die Akteure der Informationskriege auch als Subkulturen bezeichnet werden?
</p>
<p>
<b>Ralf Bendrath:</b> Das Militär hat auch eigene Rituale und eigene Wertvorstellungen, aber eine Subkultur im eigentlichen Sinne ist es eher nicht. Im Bereich der Geheimdienste kann man am ehesten von Subkulturen sprechen, da sie ähnlich abgeschottet arbeiten wie Hacker.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Wie passt der Begriff der Netzpiraten zu deinem Thema?
</p>
<p>
<b>Ralf Bendrath:</b> Der Begriff der Netzpiraten passt eher in die Szene der Raubkopierer oder Musikpiraten. Die staatlichen Datenkrieger als Piraten zu bezeichnen, ist eher schwierig. Sicherlich gibt es private, nicht-staatliche Akteure, die für staatliche Institutionen wie die NSA oder das Pentagon als Subunternehmer tätig werden, aber die würde ich eher als Cybersöldner oder Netzsöldner bezeichnen. Der Begriff &#8216;Piraten&#8217; passt da nicht so ganz. Die Firma Sytex Inc. zum Beispiel hilft der Army bei der Analyse, Aufbereitung und Verteilung von informationskriegsrelevanten Daten. Softwarefirmen bekommen klassische Rüstungsaufträge. Es werden jetzt z.B. digitale Animationen zur Visualisierung der ungeheuer großen Datenmengen erstellt. Kommandeure können sich dann per 3D-Brille und Datenhandschuh in den virtuellen Räumen bewegen. Ein anderes Beispiel ist die Verwendung von Computerspielen wie Doom zur Simulation von Gefechtssituationen. Da werden die Spielfelder einfach anhand von Einsatzkarten generiert. So können die Soldaten dann trainieren, wo sie langlaufen müssen. Aber es gibt nicht nur Ballerspiele, sondern auch Strategiespiele, wo die Taktiken und Strategien der Kriegsführung simuliert werden. Das macht die Bundeswehr auch so.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Wo hat die Entwicklung begonnen und wie wird sie wahrgenommen?
</p>
<p>
<b>Ralf Bendrath:</b> Begonnen hat die militärische Eroberung des Cyberspaces in den USA, nicht in den sogenannten Schurkenstaaten wie Irak oder Nordkorea. In der Öffentlichkeit wird fast immer nur über Cyberterroristen gesprochen, die die US-amerikanische Börse oder Flugsicherungssysteme knacken könnten, was jetzt auch wieder für Deutschland im Spiegel stand. Aber es gibt keine große öffentliche Diskussion darüber, was die US-amerikanischen Streitkräfte selber treiben. Wenn, dann nur affirmativ in Militärfachzeitschriften wie beispielsweise &quot;Air Power Journal Revue&quot;. Eine wirklich kritische Berichterstattung oder wissenschaftliche Forschung dazu gibt es fast gar nicht. In Deutschland sind wir mit FoG:IS und einigen kritischen Informatikern fast die einzigen.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Wie sieht es mit der Umsetzung von Info-War Konzepten in der Realität aus?
</p>
<p>
<b>Ralf Bendrath:</b> Was in Afghanistan bezüglich &quot;information operations&quot; passiert ist, entspricht eher der klassischen psychologischen Kriegsführung, d.h. das Abwerfen von Flugblättern und die Nutzung von Radiosendern. Eigentlich nichts neues. Aber da gibt es auch kaum Kommunikationsstrukturen wie das Internet.<br />
<br />
Im Kosovokrieg wurde auch der Einsatz der Cyberkriegsführung kaum berücksichtigt bzw. viel zu spät. Als die Liste der Angriffsziele für die Bomber schon fertig erstellt war, wurden erst die Abteilungen für Info-War hinzugezogen &#8211; viel zu spät, so dass mit den konventionellen Mitteln der Bombardierung die Kommunikationsstrukturen des Gegners zerstört wurden. Insider aus dem Pentagon haben anschließend geschätzt, dass nur rund 10 Prozent der Möglichkeiten genutzt wurden. Das wird aber zukünftig anders. Denn der Cyberkrieg beginnt zu reifen.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Wie kann man den staatlichen Cyberwar kontrollieren?
</p>
<p>
<b>Ralf Bendrath:</b> Es ist für die Öffentlichkeit kaum nachvollziehbar, welche technischen und strategischen Konzepte wirklich durchgeführt werden, welche Folgen sie im einzelnen haben, und was genau geplant wird. Auch für die zivilen Regierungen und Parlamente ist das nur schwer überprüfbar.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Welche Ideen gibt es im Bereich Cyber-Rüstungskontrolle?
</p>
<p>
<b>Ralf Bendrath:</b> Die klassische quantitative Rüstungskontrolle, die Panzer, Flugzeuge oder Raketen zählt, kann im Bereich Info-War nicht angewendet werden. Wie will man da zählen? Die Datenmengen in Terrabyte? Das geht nicht. Aber im Bereich der Normen, also im Bereich der Verwendung der Technologien, da kann sehr wohl etwas passieren. Beispielsweise durch eine internationale Konvention, die das Verbot von Angriffen auf zivile Ziele oder von Erstschlägen (no-first-use) rechtlich verankert. Aber bis es soweit ist, können 10 oder 15 Jahre vergehen, wenn man es überhaupt schafft. Natürlich könnten Staaten unilateral anfangen. Die Bundesregierung z.B. könnte sich heute hinstellen und sich öffentlich verpflichten, keine Cyberattacken auf zivile Rechnersysteme zu verüben. Aber die entsprechenden Ministerien sind da eher zurückhaltend. Ich vermute, der politische Wille fehlt noch dazu &#8211; leider.
</p>
<p>
<b>politik-digital:</b> Vielen Dank für das Gespräch!
</p>
<p>
Das Interview mit Ralf Bendrath führte Clemens Lerche.
</p>
<p>
<!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Deutschland rennt!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/deutschland_rennt-625/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Oct 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
		<category><![CDATA[dol2day]]></category>
		<category><![CDATA[Politik-Community]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">
<b>&#34;General T&#34; hat abgedankt. Er war der erste Internetkanzler und das für ganze zwei Monate. Ihm folgte  Reto&#34;, der den Job jetzt seit ca. einem Monat macht. Gemein ist beiden, dass sie politisch engagiert sind, aber dennoch keine reale Macht besitzen. Nun ist dies nichts grundsätzlich neues, da mit politischem Engagement nicht unbedingt der Besitz von politischer Macht einhergeht.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><br />
<b>&quot;General T&quot; hat abgedankt. Er war der erste Internetkanzler und das für ganze zwei Monate. Ihm folgte  Reto&quot;, der den Job jetzt seit ca. einem Monat macht. Gemein ist beiden, dass sie politisch engagiert sind, aber dennoch keine reale Macht besitzen. Nun ist dies nichts grundsätzlich neues, da mit politischem Engagement nicht unbedingt der Besitz von politischer Macht einhergeht.</b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Die Politik-Community <a href="http://www.dol2day.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">democracy online 2day&quot;</a>, die bereits<br />
die zweite &quot;Kanzlerwahl im Internet&quot; veranstaltete, möchte deshalb auch eher die heutige<br />
Einstellungen der Internet-Generation an die Politiker vermitteln und zeigen, dass das Internet<br />
sehr wohl als politisches Medium taugt. Dazu haben sie sich quasi ein politisches Monopoly-Spiel<br />
im Internet ausgedacht, bei dem die einzelnen Parteien und ihre Kandidaten u.a. &quot;Bimbes&quot; sammeln<br />
müssen, um den über 5.000 Mitgliedern zu zeigen wie engagiert sie sind.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Solche und andere Beispiele von Bürgerengagement wie Petitionen gegen die Flut von Werbeemails<br />
oder Aktionen für die Einführung von günstigen <a href="http://www.ungetaktet.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Pauschaltarifen</a>, die ohne Taktung abrechnen<br />
zeigen, dass das Interesse an politischen Auseinandersetzungen im Netz<br />
größer als je zuvor ist. Der eigentliche Inhalt gerät dabei im Vergleich zur Kommunikation<br />
über das Ereignis sowie der Möglichkeit zur schnellen und unbegrenzten Vernetzung der Aktivisten<br />
immer mehr in den Hintergrund. Bezogen auf das Medium erscheint dies sinnvoll, doch dem<br />
demokratischen Image scheint es eher zu schaden.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Entsteht hier eine neue Form des Politikverständnisses und des Protests? In Fachkreisen gilt es<br />
als unbestritten, dass das Internet als Medium sinnvoll eingesetzt werden kann, damit sich<br />
Akteure besser aggregieren, aber auch artikulieren können. Angefangen von den E-Mail Bombardements<br />
auf den französischen Präsidenten, als der die Atombombe unter dem Mururoa-Atoll hochgehen ließ,<br />
bis hin zu den Aktivitäten von Teilen der jugoslawischen Bevölkerung, die unter dem Namen<br />
&quot;Cyber Yugoslavia&quot; als sogenannte Mikronation im Netz firmiert, lässt sich die digitale Spur<br />
des politischen Protests verfolgen. Dennoch besitzen solche Aktionen auch Auswirkungen auf die<br />
&quot;reale Welt&quot;. So plant die Mikronation <a href="http://www.yuga.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Cyber Yugoslavia</a> bei Erreichen einer Einwohnerzahl von<br />
fünf Millionen Bürgern, eine Mitgliedschaft bei der UNO zu beantragen und somit als souveräner<br />
Staat zu gelten. Demnach wollen sich die virtuellen Bürger ein Territorium von 20 Quadratmetern<br />
von der UNO erbitten, in dem sie als Zentrum des Staates ihren Server platzieren können.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Für die Haudegen der mittlerweile &quot;alten sozialen Bewegungen&quot; muten diese neuen Artikulations-<br />
und Vergemeinschaftungsformen wohl ein wenig seltsam an und momentan werden diese Aktionen im<br />
Diskurs um gesellschaftspolitische Probleme eher am Rande wahrgenommen. Doch ablesbar an diesen<br />
Beispielen ist, dass sich die Formen der politischen Auseinandersetzungen in den nächsten Jahren<br />
gehörig ändern werden, und dass sich hier nur der Anfang einer neuen politischen Kultur offenbart.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>Ein Generationskonflikt?</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Aber auch die hiesigen Aktivitäten auf dem Weg zur digitalen Demokratie werden äußerst skeptisch betrachtet<br />
oder allzu oft fälschlicherweise auf das bloße Wählen am Computer reduziert. Sicherlich hatten<br />
dem Netz verbundene Menschen wie Howard Rheingold oder Al Gore andere Hoffnungen als sie von<br />
einer &quot;Wiederbelebung des griechischen Marktplatzes&quot; bzw. von der &quot;Neugeburt der athenischen<br />
Demokratie&quot; sprachen. Überrascht muss man deswegen auch feststellen, das mit den ersten<br />
Einbrüchen auf dem neuen Markt sowie mit einigen Konkursen sogenannter &quot;Start-Ups&quot; auch<br />
gleichzeitig die digitalen Visionen einer demokratischeren und engagierteren Gesellschaft ins<br />
Abseits geraten sind. Es wird kräftig gerudert zur Zeit, leider mehr zurück als nach vorn. Die<br />
Rede von der wachsenden digitalen Spaltung (digital devide) zwischen Arm und Reich oder von der<br />
Flut unnützlicher Informationen macht die Runde. Das Überschwängliche ist dabei zum Leidwesen der<br />
politisch motivierten Akteure im Internet nicht dem Realistischen, sondern vielmehr einem<br />
allgemeinen Pessimismus gewichen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Doch wo sind die Chancen für die Demokratie, bei all den berechtigten Risiken, die zur Zeit<br />
diskutiert werden? Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo zwischen Apokalypse und utopischen<br />
Paradies. Zunächst hilft es einem sich zu fragen, wer die &quot;Demokratie-Latte&quot; in der Diskussion<br />
so hoch gehängt hat. Wie fast alle Diskurse wird auch die Diskussion um die Entwicklungschancen<br />
der Demokratie durch das Internet maßgeblich von einer Generation bestimmt, die sich selbst<br />
eingestehen musste, schon die letzten Visionen auf dem Marsch durch die Institutionen zu Grabe<br />
getragen zu haben. Das klingt gemein, weil diese Akteure meistens noch nicht einmal eine Ahnung<br />
davon haben wie ein Computer funktioniert und jetzt auch noch dafür verantwortlich gemacht werden<br />
sollen. Doch Unkenntnis schützt &#8211; wie oft erlebt &#8211; leider nicht vorm mitplappern, besonders nicht<br />
wenn es um gesellschaftspolitische Visionen geht. So stellt man sich die berechtigte Frage, ob<br />
neuerdings nicht ein wenig Schadenfreude mit im Spiel ist, wenn es um den vermeintlichen<br />
&quot;Hype ums Netz&quot; geht.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>Wie viel Bürgerdemokratie verträgt der Staat?</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Immer noch kommen zu viele Parteien altbacken mit ihrem Internetauftritt daher oder lassen sie<br />
ihren Mitgliedern nicht die Informationsfreiheit zu, nach denen das Medium geradezu schreit.<br />
Zukünftig wird es mindestens genauso wichtig sein, den inneren Zusammenhalt mit der Basis in den<br />
Parteien zu bewahren oder auch neu herzustellen, wie die offiziellen Website weiterzuentwickeln.<br />
Auch die Netzinitiativen der Regierung lassen eine klare Richtung vermissen. Der Bundeskanzler<br />
will Deutschland bis ins Jahr 2005 jede Dienstleistung der gesamten <a href="http://www.bund.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bundesverwaltung online</a><br />
bereitstellen, das Innenministerium verschlankt den Staat mit der Initiative<br />
<a href="http://www.staat-modern.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">staat-modern</a> und zahlreiche Kommunen und Städte arbeiten längst an der<br />
kommunalen Online-Verwaltung (www.mediakomm.net), die vom Bundeswirtschaftsministerium mit<br />
50 Mio. DM getragen wird. Doch wer kann da noch durchblicken oder Synergien nutzen? In diesem<br />
Sammelsurium von Experten, Wissenschaftlern, Unternehmern und Politikern finden sich zwar immer<br />
die üblichen Verdächtigen, teilweise aber auch in doppelter und dreifacher Funktion, ohne das ein<br />
Hauch von Koordination durch die neuen Amtsstuben weht.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>Deutschland rennt und keiner lenkt?</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Sehr viel der jetzigen Multimediaintiative der Bundesregierung erinnert an die<br />
Startschwierigkeiten nach der Wahl von Rot/Grün. Eine kürzlich veröffentlichte Studie von<br />
<a href="http://www.bah.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Booz Allen &amp; Hamilton</a> (&quot;Digitale Spaltung in Deutschland &#8211; Ausgangssituation, Internationaler<br />
Vergleich, Handlungsempfehlungen&quot;)  kommt zu dem Schluss, dass noch erhebliche Defizite bei der<br />
Abstimmung der verschiedenen Bemühungen bestehen. Es fehlt eine zentrale Stelle, die alle<br />
Anstrengungen bündelt und den Informationsfluss beweglich hält. Ein spezielles<br />
Internetministerium &#8211; wie es andere europäische Länder eingerichtet haben &#8211; wäre ein erster<br />
möglicher Schritt. Dass eine solche Stelle dringend erforderlich ist, zeigt die Fülle der<br />
Projekte und Initiativen, die derzeit wie Pilze aus dem digitalen Brachland schießen.<br />
Landesregierungen, Ministerien, Verbände und Privatwirtschaft müssen sich stärker vernetzen und<br />
in ihren Aktionen abstimmen. Denkbar ist auch eine Koordinierungsstelle für Konzeptionsarbeit,<br />
ergänzt von einer bundesweit zugänglichen Datenbank zum Nutzungsverhalten, über das es noch<br />
immer keine fundierten empirischen Erkenntnisse gibt und schließlich in der Praxis eine<br />
konzertierte Bildungsarbeit, um die verbreitete Scheu vor der digitalen Technologie zu verringern.<br />
Über ein solches Internetministerium müssten dann die jetzigen Internetregierungsaktionäre Schily,<br />
Müller und Bulmahn verhandeln. Und allein daraus resultiert bereits ein neues Problem.<br />
Vielleicht sucht &quot;General T&quot; ja gerade einen neuen Job bzw. was macht eigentlich Jost Stollmann?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Dieser Artikel erschien zuerst in der <a href="http://www.taz.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">taz</a> vom 19. Oktober 2000.<br />
</span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die Cyberarchitektin</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die_cyberarchitektin-648/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hschmundt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
		<category><![CDATA[Virtueller Stadtrundgang]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Alsdorf]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Die Berliner &#34;echtzeit&#34;-Unternehmerin Claudia
Alsdorf baut die Hauptstadt als interaktive
Simulation nach und verknüpft den Datenraum mit
Informationen aus dem realen Stadtleben.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Die Berliner &quot;echtzeit&quot;-Unternehmerin Claudia<br />
Alsdorf baut die Hauptstadt als interaktive<br />
Simulation nach und verknüpft den Datenraum mit<br />
Informationen aus dem realen Stadtleben.</b></span><!--break--></p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/alsdorf/images/alsdorf.jpg" alt="Claudia Alsdorf" border="1" height="142" hspace="0" vspace="0" width="120" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Claudia Alsdorf</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;Wir bauen hier an der Stadt der Zukunft&quot;, sagt Claudia Alsdorf, und wer ihr charmantes Lächeln sieht und<br />
ihre selbstverständliche Art, zum Kostüm einfach Turnschuhe zu tragen, so wie es die Brokerinnen in Manhattan<br />
tun, der glaubt ihr sofort.<br />
Wer weitere Beweise braucht, den lädt die Geschäftsführerin der Berliner Firma <a href="http://www.echtzeit.de/">&quot;echtzeit&quot;</a> ein zu  einem<br />
virtuellen Rundflug durch das Zentrum Berlins. &quot;Es geht los&quot;, sagt sie noch und schon stürzen wir<br />
aus den Wolken hinab über die gläsernen Schluchten des Potsdamer Platzes, Richtung Bundeskanzleramt &#8211;<br />
das wunderbarerweise schon fertiggestellt ist im Gegensatz zum Original. Bislang hat sie nur einen<br />
kleinen Teil der Stadt als dreidimensionale Simulation nachgebildet, doch wenn es nach Claudia Alsdorf<br />
und ihrem Mitstreiter Edouard Bannwart geht, einem Professor für Städtebau, soll eines Tages die ganze<br />
Hauptstadt als interaktive Simulation sowohl auf CD-Rom wie auch im Internet für jeden Mauswanderer<br />
begehbar sein.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;Wir arbeiten jetzt schon daran, Straßenzug um Straßenzug präzise nachzubilden&quot;, sagt Alsdorf. Die Räumlichkeiten<br />
ihrer Firma sind so repräsentativ, wie man sich das als Gründermutter einer virtuellen Stadt nur wünschen kann:<br />
endlose Fensterfluchten geben den Blick über die ganze Stadt frei. Und direkt gegenüber, tief unten, liegt der<br />
Bahnhof Zoo, durch den sich beständig die Menschenmassen wälzen. Doch verglichen mit dem erhofften<br />
Besucheransturm auf ihre Datenstadt muß das Gedränge dort unten verschwindend gering wirken, rettungslos<br />
veraltet. In ihrem Cyberlin dagegen ist alles aufgeräumt und blitzsauber, kein Punker bettelt um &#8216;ne Mark<br />
und kein Straßenmusiker legt ein Solo über das Donnern der Dampframmen am Potsdamer Platz. Und dennoch wird<br />
ihre Datenstadt nie ohne das reale Leben im realen Berlin auskommen. Und das ist gut so, das findet Alsdorf auch.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Datenbasis für das Computermodell der Hauptstadt ist so originalgetreu wie nur irgend möglich, sie stammt<br />
aus der digitalen Liegenschaftskarte. Diese Daten wurden dann von echtzeit um die dritte Dimension erweitert.<br />
Dabei wurde eine spezielle Renderingtechnik für die Fassaden eingesetzt, um die Höhe und Dachform der<br />
Gebäude möglichst authentisch nachzuahmen &#8211; eine Sisyphos-Arbeit: bisher ist erst ein Prozent der Stadt,<br />
nämlich der Kern von Berlin-Mitte auf die Festplatte gebannt. Was jetzt noch den Charakter eines lustigen<br />
Videospiels hat, soll später Teil einer riesigen Informationsstruktur werden. &quot;Dieser virtuelle Spaziergang<br />
ist keine Spielerei, sondern wir verbinden Orte mit Informationen&quot;, erläutert Alsdorf. Diese Informationen<br />
können aus Textdateien bestehen, aber ebenso gut aus Tondokumenten oder Videofilmen. Die Datenstadt bietet<br />
jedoch nicht nur den Besuchern Informationen an, auch ihre Stadtplaner erhoffen sich neue Erkenntnisse von<br />
dem Modell. So können mit dem von echtzeit entwickelten Modul &quot;Traffic&quot; Verkehrsströme innerhalb der Stadt<br />
zu den verschiedensten Tages- oder Jahreszeiten erforscht werden, um beispielsweise Staus vorzubeugen.<br />
Denkbar wäre sogar eine morgendliche Stauvorhersage, gleich nach dem Wetter. In eine<br />
ähnliche Richtung geht das Modul &quot;Crowd&quot;, mit dem etwas roboterähnlich anmutende virtuelle Fußgänger<br />
in die Datenstadt eingefügt werden. Die Menschenmasse als Softwaresimulation würde sich etwa dazu eignen,<br />
Paniksituationen zu erforschen, zum Beispiel bei der Planung von Flughäfen oder Bahnhöfen.<br />
Neben dieser städteplanerischen Hilfe öffnen sich aber auch für den Normalbürger neue Perspektiven.<br />
Alsdorf: &quot;Mit CyberCity ist es möglich, sich den Weg in die Oper dreidimensional zeigen zu lassen und<br />
ob man vom reservierten Platz aus auch eine guten Blick auf die Bühne hat&quot;. Ein weiteres Beispiel für<br />
die Verknüpfung von virtueller Umgebung und realem Wirtschaftsleben erläutert sich am Beispiel des<br />
Einkaufstempels Galleries Lafayette. Der Computer erlaubt auch hier die virtuelle Stippvisite. Durch<br />
eine Verknüpfung mit dem Warenwirtschaftssystem des Kaufhauses kann online festgestellt werden, ob im<br />
Regal noch ein Exemplar der gewünschten Ware ausliegt. Eine ebenfalls virtuelle Schaufensterpuppe zeigt<br />
&quot;ausgestattet mit den eigenen Maßen&quot; ob einem das ausgesuchte Kleid oder der Anzug auch im &quot;real life&quot; steht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der von Alsdorf &amp; Co. kreierte CyberNavigator ermöglicht den virtuellen<br />
Stadtrundgang auf einem handelsüblichen Multimedia-PC. Ausgestattet mit einem<br />
Standard-Browser von, der um einen VR-Viewer von Cosmo erweitert wurde, werden hier die verschiedenen<br />
Zugänge zum städtischen Raum verbunden. Entweder navigiert man per Maus und Tastatur durch das 3D-Abbild<br />
der Stadt oder man nutzt die Stadtkarte zum Wechseln der Örtlichkeiten. In einem seperaten Fenster werden<br />
sodann  die jeweiligen Informationen angezeigt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Seit Jahren schon wartet Alsdorf darauf, daß das entnervend langsame Internet schneller wird, schnell<br />
genug für ihre hochfliegenden Pläne: &quot;Wir können die Datenmengen, die wir für unsere Simulationen brauchen,<br />
unmöglich über das Internet transportieren. Das setzt beim User zuviel Leidensfähigkeit voraus&quot;, sagt<br />
Alsdorf. Deshalb kommt bislang nur eine Hybrid-Lösung in Frage, bei der eine Grundgerüst der Cybercity<br />
Berlin auf CD-Rom vorliegt und die aktuellen Stadtinformationen per Modem nachgeladen werden.<br />
Die reale Stadt als Vorbild für das virtuelle Objekt ist für Alsdorf<br />
Grundbedingung, künstliche Cybercieties ohne Bezug zu realen Örtlichkeiten findet<br />
sie &quot;idiotisch&quot;: &quot;Was sollen Menschen da machen, wenn ihnen die Bezugspunkte aus<br />
ihrem konkreten Lebensumfeld fehlen&quot;, fragt sie sich?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
In ihrer Berliner Cybercity dominieren zur Zeit noch die &quot;schnieken Vorzeigeplätze&quot; der Hauptstadt,<br />
bedauert Alsdorf. Das werde sich aber mit der Ausweitung der  Datenstadt in die Außenbezirke schnell<br />
ändern. &quot;Das echte Brodeln Berlins können wir aber nicht virtuell abbilden, wir schaffen nur ein<br />
virtuelles Interface, daß die Realität simuliert, ohne sie ersetzen zu können.&quot;<br />
Gefragt nach ihrem Lieblingsplatz im realen Berlin, gerät die wortgewandte Unternehmerin zum ersten<br />
Mal ins Stocken. &quot;Ich lebe jetzt seit 12 Jahren in dieser Stadt und habe den Eindruck, daß Berlin im<br />
Vergleich zu anderen europäischen Metropolen noch wie vor kleinstädtisch ist. Zur Zeit gehe ich deshalb<br />
viel lieber in London oder Paris auf Städtetour.&quot; Mit etwas Nachhaken fällt ihr doch noch ein besonders<br />
aufregender Ort ein: &quot;Der Rosenthaler Platz, aber das würde Ihnen bestimmt auch jeder Tourist sagen.&quot;<br />
Nicht unbedingt. Der Rosenthaler Platz ist alles andere als &quot;schnieke&quot; &#8211; eher ein abgehalfterter Szenetreff,<br />
auf halbem Weg gelegen zwischen dem Galerienmarathon von Mitte und den ersten Ausläufern von Prenzlauer Berg.<br />
Ein Ort also, den selbst die beste Programmiererin nicht so schnell digital nachbauen könnte. Das Hotel<br />
Adlon dagegen, ein mißlungener, kalter Nachbau des zerstörten Originals, ist für sie weder ein angenehmer<br />
Ort noch eine Herausforderung: &quot;Das sieht ja in der Realität schon aus wie eine schlechte Simulation.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Daß sie einmal als Cyberarchitektin Deutschlands Hauptstadt nachbauen würde, überrascht sie manchmal<br />
selber, auch heute noch. &quot;Ich habe an der Technischen Universität Germanistik und Medienwissenschaft<br />
studiert und meine Zeit mit dem Errechnen von Zeitreihen verbracht&quot;, erzählt sie. Auf der Sache nach einem<br />
Nebenverdienst während ihrer Promotion ist sie 1992 eher durch Zufall als PR-Frau zur Firma <a href="http://www.art-com.de/">Art+Com</a><br />
gekommen, einem Medienlabor, das seit langem virtuelle Realitäten programmiert. &quot;Für mich war damals<br />
Virtual Reality so was wie schlechte<br />
Zeichentrickfilme&quot;, bekennt sie offen. &quot;Ich bin dann aber schnell in das Thema<br />
hereingewachsen und habe als Medienwissenschaftlerin immer versucht, die<br />
Nutzerperspektive einzunehmen. 1995 kam es dann zum Krach mit der<br />
Art+Com-Geschäftsführung über die richtige Strategie und Claudia Alsdorf machte<br />
sich zusammen mit Bannwart selbständig.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Mit ihren digitalen Stadtvisionen erwirtschaften ihre weltweit etwa 40 Mitarbeiter heute<br />
einen Jahresumsatz von acht Millionen Mark. Neben der Berliner Zentrale von echtzeit, das<br />
direkt an der Berliner Gedächtniskirche liegt, unterhält die virtual company noch drei<br />
weitere Filialen in Köln, Zürich und Sausalito (USA). Dabei dienen virtuelle Animationen<br />
von Gebäuden und weitere Auftragsarbeiten dazu, die Startkosten für den visionären Datensatz<br />
der Cybercity zu finanzieren. Doch die Rechnung von Alsdorf &amp;. Co. scheint aufzugehen. Denn die<br />
Betreiber von <a href="http://www.berlin.de/">Berlin.de</a> denken bereits über eine Einbindung von<br />
Cybercity in ihre Informationsplattform Berlin.de nach.<br />
&quot;Innovativ an berlin.de ist doch vor allem die Allianz von Senat und Privatinvestoren&quot;, sagt<br />
Alsdorf über das Angebot des finanzstarken Konkurrenten. &quot;Die Website selber ist doch nur eine<br />
wie viele andere auch.&quot; Dennoch und deshalb könnte berlin.de die beste Chance sein,<br />
ihr exquisites Projekt, das bislang nur auf der Festplatte eines Onyxrechners im Wert<br />
von einer halben Million Mark lief, endlich an die Öffentlichkeit zu bringen. Daher hofft<br />
Alsdorf genauso auf den Erfolg von Berlin.de wie die Betreiber. &quot;Wenn das nicht klappt,<br />
wäre das eine Katastrophe nicht nur für Berlin, sondern für generell für das Ziel, alle<br />
Großstädte im großen Stil online zu bringen&quot;, so ihre Sorge. Auf die vorwurfsvolle Frage,<br />
ob ihre Cybercity nicht sehr glatt und kommerziell und ohne eine politische Vision sei,<br />
kontert Alsdorf mit einer entwaffnenden Gegenfrage: &quot;Kann denn etwas, bei dem für Menschen<br />
ein attraktiver Ort zum Kommunizieren geschaffen wird, unpolitisch sein?&quot;</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zwei Monate deutscher Internetkanzler</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/zwei_monate_deutscher_internetkanzler-681/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fstegers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
		<category><![CDATA[dol2day]]></category>
		<category><![CDATA[Politik-Community]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Reto alias Urs Fähndrich hat sein Amt als Kanzler der Politik-Community
&#34;democracy online 2day&#34; angetreten. Reale Macht hat er jedoch nicht, und
im Gegensatz zu Amtsvorgänger Tim Peters fehlt ihm auch das medienwirksame Etikett
&#34;erster deutscher Internetkanzler&#34;. Peters, der sich als Taktgeber sah,
der die Einstellungen der Internet-Generation an die
Politiker vermittelt, ist sich jedoch sicher, daß auch sein(e)
Nachfolger diese Rolle wirksam ausfüllen können. Er selbst zieht nach
dem Ende seiner Amtszeit eine nüchterne, aber positive Bilanz.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Reto alias Urs Fähndrich hat sein Amt als Kanzler der Politik-Community<br />
&quot;democracy online 2day&quot; angetreten. Reale Macht hat er jedoch nicht, und<br />
im Gegensatz zu Amtsvorgänger Tim Peters fehlt ihm auch das medienwirksame Etikett<br />
&quot;erster deutscher Internetkanzler&quot;. Peters, der sich als Taktgeber sah,<br />
der die Einstellungen der Internet-Generation an die<br />
Politiker vermittelt, ist sich jedoch sicher, daß auch sein(e)<br />
Nachfolger diese Rolle wirksam ausfüllen können. Er selbst zieht nach<br />
dem Ende seiner Amtszeit eine nüchterne, aber positive Bilanz.</b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die zweimonatige Regierungszeit des 26-jährigen Berliners endete am<br />
1. September. Begonnen hatte die Netzkarriere einer<br />
Juninacht in einer Juninach um 2:56. Da legte sich Tim Peters mit<br />
einem Mausklick das Pseudonym &quot;General T&quot; zu, wie sein Useraccount<br />
verrät.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Keine vier Wochen später wurde der Jura-Student zum ersten<br />
Internetkanzler Deutschlands gewählt, von den  Usern der Plattform &quot;dol2day&quot;, die<br />
spielerisch umsetzten, was Visionäre digitaler Demokratie seit<br />
Jahren träumen.<br />
Online diskutiert die Community-Mitglieder über<br />
Fragen von der Steuerreform bis zur Abtreibung &#8211; und verdienen dafür<br />
Bimbes. Ein fragwürdiges Demokratiemodell?<br />
&quot;Den gibt&#8217;s hier nur für<br />
harte politische Arbeit&quot;, beruhigt Peters, der in real life bei der<br />
Jungen Union aktiv ist.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Er sammelte in drei<br />
Online-Stunden täglich eine ganz Menge Bimbes, half mit, das Programm<br />
der virtuellen Christdemokraten zu formulieren und setzte sich als<br />
deren Spitzenkandidat schließlich gegen Internet-Grüne und -Liberale<br />
durch. Im Netz abgeschlagen: die Sozialdemokraten.<br />
Statt im Bungalow residierte der Internetkanzler in einer WG in einem<br />
stilvoll renovierten Altbau in Berlin-Mitte. Die Verbindung zum<br />
Wahlvolk hielt ein 56k-Modem, kein ADSL. Aber um die Ecke machen ein<br />
Dutzend Internet-Startups die Chaussee-Straße zur &quot;Silicon Street&quot;.<br />
In einem davon jobbt Tim Peters neben dem Jura-Studium.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Er fühlt sich<br />
als Teil einer Internet-Generation. Und wenngleich er von dol2day<br />
als &quot;Spiel&quot; oder &quot;Experiment&quot; redet, sah er an seine Aufgabe als<br />
Sprecher dieser Generation: &quot;Das sind engagierte, stark vernetzte<br />
junge Menschen mit einem überdurchschnittlichen Bildungsstand, aus<br />
allen politischen Lagern.&quot; Unabhängig davon, welcher Partei sich die<br />
dol2day- Mitglieder normalerweise zuordneten &#8211; bei Internet-Themen<br />
seien sie sich einig, meint Peters. Und auch wenn die Ideen und<br />
Meinungen der dol2day- Community nicht unbedingt repräsentativ<br />
seien, wären sie doch aufgrund der demographischen Zusammensetzung<br />
als Trendbarmeter für die Politik interessant.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Kanzlerschaft bedeutete für Peters vor allem eine Mittlerrolle zu<br />
den Parteien und Parlamentariern. Im Gegensatz zum Bundeskanzler übt er<br />
keine Regierungsfunktion aus &#8211; das&quot;Herrschaftsgebiet&quot; ist ja auch nur<br />
virtuell. Die Kanzler-Stimme zählt in den dol2day- Diskussionen nicht<br />
mehr als die eines gerade beigetreten Mitglieds. Die Funktion ähnelt<br />
eher der des Bundespräsidenten, der Themen setzen und die Community nach<br />
außen vertreten kann.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie, das war zu Beginn der Amtszeit von &quot;General<br />
T.&quot; noch nicht genau definiert. Zusammen mit den dol2day- Machern<br />
versuchte er, auf zwei Wegen den Dialog mit politischen Entscheidern<br />
einzuleiten:<br />
Zum Chat mit der Community stellten sich auf seine Einladung<br />
CDU-Internet-Sprecher Thomas Heilmann, SPD-Netzexperte Jörg<br />
Tauss und Hildegard Müller, Vorsitzender jungen Union. Von ihnen<br />
fühlte sich der Internetkanzler ernst genommen &#8211; auch wenn in seiner<br />
Wählerschaft neben der deutschen Innenpolitik oder der EU-Osterweiterung<br />
auch über ganz andere Themen diskutiert.<br />
Peters:  &quot;Die Umfrage:<br />
&#8216;Welchen Brotaufstrich ißt du morgens am liebsten?&#8217; hat schon<br />
Kultstatus.&quot;<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ärgerlich nur, daß die Chat-Funktion nicht gleich zu Beginn der<br />
Kanzlerschaft zu Verfügung stand. Die studentischen Gründer von<br />
dol2day hatten Probleme, die Technik einzubauen. Noch mehr<br />
hektische Handy-Telefonate zwischen Kanzler und Konstrukteuren waren<br />
nötig, bis endlich das versprochene Umfrage-Tool einsatzbereit war.<br />
Tim Peters hatte in der Community Online-Petitionen zu &quot;Mehr Wettbewerb<br />
im Ortsnetz&quot;<br />
und &quot;Multimedia-Ausbildung in Schulen&quot; geplant.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Ergebnisse<br />
sollten gleichsam als Unterschriten-Aktion der Netizens an die<br />
wirklichen politischen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.<br />
Weil die technische Umsetzung sich stark verzögerte, konnte der<br />
Kanzler zwar Einfluß auf die Gestaltung des Umfrage-Tools nehmen,<br />
hatte aber selbst nicht mehr viel davon.&quot;Nur 200 der rund 4000<br />
registrierten Nutzer unterstützen die Aktion bis zum Ende der<br />
Kanzlerschaft, berichtet er enttäuscht: ?Aber es war ja eine<br />
Premiere.&quot;<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jetzt hofft General T., dass sein seit dem 9. September gewählter<br />
Nachfolger das Tool besser einsetzen könne. Dafür habe es Kanzler Nr.<br />
2 aber  natürlich schwerer als er, von den Politikern wahrgenommen zu<br />
werden als er, meint Peters.<br />
Trotzdem gibt er sich überzeugt, daß<br />
sein Posten mehr darstellt als ein vorübergehendes Maskottchen für<br />
ein paar Medienberichte und Politker, die sich mit dem Siegel der<br />
hippen New Economy schmücken wollen.<br />
Auch Kanzler Nr. 2 und 3. können<br />
seiner Meinung nach als Sprecher der Internet-Generation auftreten.<br />
Voraussetzung: gute Ideen, hochwertige Gäste im Chat. Und eine<br />
technische Neuerung bei dol2day: Die Anliegen, die der Kanzler an<br />
die Politik weiterleiten soll, müssten besser aus der Masse der<br />
diskutierten Fragen hervorgehoben werden. Sonst könne der Kanzler<br />
keine Agenda setzen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die kurze Amtszeit und die damit verbundene Fluktuation sieht er<br />
dagegen nicht als grundsätzliches Problem. Im Internet sei das Tempo<br />
ja auch schneller. Daß sie gerade auf drei Monate erhöht wurde,<br />
findet er trotzdem gut.<br />
Langfristig, so die Einschätzung von<br />
&quot;General T&quot;, werde dol2day zwar ein Spiel bleiben, aber eines, das<br />
die Politik auf den großen Handlungsbedarf in Sachen Internet<br />
hinweise.<br />
Als Ersatz für die Realpolitik möchte er das dol2day- Modell mit<br />
häufigen Abstimmungen und Umfragen aber nicht sehen. Da setzt<br />
RCDS-Mann Peters auf festere Strukturen: &quot;Ich bin ein Anhänger<br />
repräsentativer Demokratie. Am Ende muß jemand die langfristige<br />
Verantwortung übernehmen.&quot; Als Partizipationsinstrument auf lokaler<br />
Ebene kann er sich das Netz dagegen durchaus vorstellen.<br />
Die größten Chancen beim Interneteinsatz liegen seiner Meinung nach<br />
jedoch eher in der virtuellen Diskussionskultur, die er sie bei<br />
dol2day kennengelernt hat. Die Lösung seien virtuelle<br />
Organisationen als Ergänzung zur herkömmlichen Parteistruktur: &quot;Die<br />
sind ideal für Leute für Leute, die jung und mobil sind, und nicht<br />
ständig Zeit haben, sich abends ab 18 Uhr in einer Kneipe zu treffen<br />
und lokal Politik zu machen, aber dafür jeden Tag eine halbe Stunde<br />
aufwenden, um online zu diskutieren.&quot;<br />
</span></span></p>
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			</item>
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		<title>Liberal besiegt Christdemokratisch</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/liberal_besiegt_christdemokratisch-682/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[shirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[dol2day]]></category>
		<category><![CDATA[Politik-Community]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Fähndrich]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Würfel sind gefallen, die Stichwahl bei
<a href="http://www.dol2day.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">dol2day</a> ist zu ende.
Nach einem heißen ersten Wahlgang, mußten &#34;Mr. Bodensee&#34; von der Christdemokratischen
Internet Partei und sein liberaler politischer Kontrahent, &#34;Reto&#34;, eine weitere Runde überstehen,
bevor sich das endgültige Ergebnis abzeichnete. Alle anderen  Parteien ließen sie weit hinter
sich, weder die Grünen im Internet, noch die Sozialdemokratische Internet Partei oder die
Sozialisten im Netz, konnten den beiden Kandidaten das Wasser reichen. Eine Tendenz, die
sich auch im richtigen Wahlkampf fortsetzen wird ? Bleibt abzuwarten...!</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Würfel sind gefallen, die Stichwahl bei<br />
<a href="http://www.dol2day.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">dol2day</a> ist zu ende.<br />
Nach einem heißen ersten Wahlgang, mußten &quot;Mr. Bodensee&quot; von der Christdemokratischen<br />
Internet Partei und sein liberaler politischer Kontrahent, &quot;Reto&quot;, eine weitere Runde überstehen,<br />
bevor sich das endgültige Ergebnis abzeichnete. Alle anderen  Parteien ließen sie weit hinter<br />
sich, weder die Grünen im Internet, noch die Sozialdemokratische Internet Partei oder die<br />
Sozialisten im Netz, konnten den beiden Kandidaten das Wasser reichen. Eine Tendenz, die<br />
sich auch im richtigen Wahlkampf fortsetzen wird ? Bleibt abzuwarten&#8230;!</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit seinen 35, 38 Prozent lag der christdemokratische Kandidat im ersten Wahlgang noch<br />
weit vor dem Liberalen, der nur 23, 81 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte. Die Wende<br />
erfolgte in der Stichwahl zwischen den beiden Anwärtern für das Internetkanzleramt.<br />
&quot;Reto&quot; (IDL) erziehlte ein traumhaftes Ergebnis, über 54 Prozent der surfenden Wähler<br />
gaben ihm ihre Stimme, nur knapp 43 Prozent wählten &quot;Mr. Bodensee&quot; (CIP).<br />
Obwohl beide einen sehr aktiven Wahlkampf betrieben hatten und auch ihre Wahlkampfseiten<br />
bei dol2day häufig aktualisierten, war die Wahlbeteiligung mit 47,06 Prozent viel geringer<br />
als beim ersten Wahlgang, wo über 60 Prozent der  Community ihre Stimme abgaben.<br />
-Politikverdrosenheit nun auch im Netz?<br />
Eher nicht, denn kaum war der neue Internetkanzler gekührt, hatten sich schon neue Parteien<br />
formiert. Diese haben Namen, die endlich mal nicht sofort die Nähe des Real Life Pendants<br />
erahnen lassen. Doch noch sind sie in der Entstehungsphase und müssen sich erst bei den<br />
Mitgliedern der dol2day- Community profilieren, bevor sie bei der nächsten Wahl in drei Monaten<br />
um Wählerstimmen werben können.<br />
Aber nun ist erst einmal &quot;Reto&quot; an der Reihe als Kanzler in sein virtuelles Amt einzuziehen.<br />
Seine Dankessagungen an die Wähler hat er schon gemacht, auch über die wichtigsten Ziele<br />
hat er sich geäußert: ein &quot;guter Kanzler für alle Mitglieder&quot; möchte er werden und viel<br />
Öffentlichkeitsarbeit leisten, damit die im Netz formulierten Ideen nicht nur virtuelle<br />
Spielerein bleiben, sondern auch im Real Life auf fruchtbaren Boden stoßen.<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Interview mit Urs Fähndrich alias Reto, neuer Internetkanzler und Mitglied der &quot;Liberalen im Internet&quot;</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wird die IDL in irgendeiner Form von der<br />
FDP finanziell unterstützt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Reto</b>: Nein, die IDL ist auch eine von der FDP vollkommen unabhängige &quot;virtuelle&quot; Partei,<br />
wobei es sicherlich personell sehr viele überschneidungen gibt und auch es inhaltlich<br />
viele übereinstimmungen zu den meisten Themen gibt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Denken sie, dass sie mit ihrer<br />
Partizipation an den Aktivitäten von<br />
dol2day etwas in der realen Politik bewirken können?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Reto</b>: Ja, auf jeden Fall. Dol2day hat die Chance, sich als innovativer Ideenlieferant<br />
für die RL-Politik<br />
zu etablieren. Wir können Politiker für unsere Ideen gewinnen.<br />
Die stark steigende Medienresonanz<br />
wird mit Sicherheit ihren Teil dazu beitragen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie wichtig war Ihnen ein<br />
Wahsieg bei dieser Kandidatur?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Reto</b>: Jeder der sich für bestimmte Ideale engagiert, will sicherlich auch erfolgreich sein. Aber mein<br />
persönliches Glück hängt natürlich nicht davon ab. Ich will kein Politiker werden. Davon<br />
gibt es in Deutschland genug, was wir brauchen sind politisch engagierte Bürger, die nicht<br />
in ihrem Elfenbeinturm sitzen, sondern die Probleme der Menschen kennen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie häufig werden sie ihren Amtsgeschäften im virtuellen Kanzleramt<br />
nachkommen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Reto</b>: Internetkanzler zu sein bedeutet sicherlich viel Arbeit, aber dafür hat man auch<br />
die Chance etwas zu<br />
bewegen. Schon jetzt investiere ich täglich mindestens 2 Stunden für dol2day und im Wahlkampf<br />
natürlich<br />
vielmehr. Da hat eine Nacht auch nur mal 2 Stunden. Die Sache ist es aber wert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b>Bedeutet diese Kanzlerschaft eher Spaß<br />
oder ist sie ernst zu nehmen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Reto</b>: Sie ist auf jeden Fall ernst zu nehmen, da dol2day die Chance hat,<br />
die politische Meinungsbildung<br />
zu revolutionieren. Und wir stehen am Anfang einer vielleicht neuen &quot;Epoche&quot; der Demokratie.<br />
Für mich gibt es nichts spannenderes.</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was haben Sie während der<br />
Stichwahl- Tage gemacht?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Reto</b>: Wir haben weiter an unserem Programm gefeilt, um es weiter zu optimieren und haben<br />
die inhaltlichen Unterschiede zu unserem Konkurrenten der CIP herausgestellt, um den<br />
Wählern, die im ersten Wahlgang für einen anderen Kandidaten gestimmt haben, ihre<br />
Entscheidung zu erleichtern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Hat Sie Ihr Wahlsieg nicht ein<br />
bißchen überrascht, immerhin lagen sie nach dem ersten Wahlgang hinter &quot;Mr. Bodensee&quot;?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Reto</b>: Eigentlich war ich nicht überrascht, da Mr Bodensee durch seine Position nur Stimmen aus<br />
seiner eigenen Partei bekommen hat. Unser klares liberales Programm ist hingegen auch<br />
auf sehr große Akzeptanz bei den Parteilosen und den Mitgliedern anderer Parteien gestossen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Denken sie, dass die Online-Wahl auch die Tendenzen der realen<br />
Wählerstimmung aufzeigt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Reto</b>: Eindeutig ja, das Ergebnis zeigt sehr klar, dass die Generation @ ihre Anliegen bei den Liberalen<br />
am besten aufgehoben fühlt. Im Internet, wie im &quot;RL&quot; (real life). Entsprechend sind vorallem im<br />
Bereich &quot;Neue Technologien&quot; viele Aktionen geplant, so z.B. im Bildungsbereich, wo  die<br />
&quot;Neue Technologien&quot; noch eine viel zu geringe Bedeutung haben und die Gefahr eines &quot;digital divide&quot;<br />
besteht. Geplant sind auch Aktionen gegen neue Abgaben, wie z.B. der Urheberrechtsabgabe für<br />
Computer, Drucker, CD-Brenner etc. und gegen Rundfunkgebühren für Internetanschlüsse.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sind Aktionen mit der FDP geplant?<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Reto</b>: Grundsätzlich ist die IDL eine eigenständige &quot;virtuelle Partei&quot;. Da aber in vielen<br />
Bereichen programmatisch<br />
eine Übereinstimmung mit der FDP herrscht, sind Kooperation sicherlich denkbar. Konkret geplant<br />
ist<br />
z.B. mit den Julis eine Präsentation von dol2day auf dem Bundesparteitag der FDP in Berlin.</span></p>
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