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	<title>Smart Cars &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Autonome Autos auf deutschen Straßen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2016 13:08:12 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-150395 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Driver_free_car_by_BP63Vincent_CC-BY-SA-3.0_630x336.jpg" alt="A prototype of an unmanned car by BP63Vincent CC-BY-SA-3.0 via wikimedia commons" width="630" height="336" />In Deutschland gab es Ende September den ersten Unfall mit einem autonom fahrenden Auto auf einer Autobahn. Damit rückt die Diskussion über die ethischen Prinzipien des Straßenverkehrs mit selbstfahrenden Fahrzeugen wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Denn bisher ist nicht nur ungeklärt, wie der autonome Verkehr rollen soll, sondern ob überhaupt und wer diese Entscheidung schlussendlich trifft.</p>
<p>Trotz einer roten Ampel springen zwei Kinder auf die Straße, ohne das heranfahrende Auto zu beachten. Der Autofahrer kann nicht mehr rechtzeitig bremsen. Nun muss er entscheiden, fährt er gerade aus und tötet wahrscheinlich die Kinder oder reißt sein Fahrzeug nach rechts und fährt mit hohem Tempo in einem Baum? Nicht nur für Autofahrer ist so ein Szenario eine Horrorvorstellung. Dieses theoretische Beispiel zeigt sehr deutlich, vor welchen moralischen Entscheidungen Menschen im Alltag stehen können. Doch was passiert, wenn nicht mehr Menschen diese Entscheidungen treffen, sondern selbstfahrende Autos?</p>
<p>Deutlich wurde dies Ende September als sich in Deutschland erstmals ein <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-mobilitaet/autopilot-eingeschaltet-selbstfahrender-tesla-rammt-bus-auf-deutscher-autobahn-14459223.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unfall eines Tesla-Autos mit eingeschaltetem Autopilot</a> auf einer Autobahn ereignete. Der Wagen rammte dabei einen Bus. Dabei wurde der Fahrer verletzt, die Businsassen kamen mit dem Schrecken davon. Nach Aussagen des Autobauers lag der Fehler nicht an der Computersteuerung, sondern am unerwarteten Spurwechsel des Busses. Der Unfall ereignete sich dabei nur einen Tag vor der ersten Zusammenkunft der <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ethikkommission-startet-wer-haftet-wenn-selbstfahrende-autos-unfaelle-bauen-14460391.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neuen Ethikkommission des Bundesverkehrsministeriums</a> zum Thema selbstfahrende Autos. Ziel der Kommission: Leitlinien für die Programmierung automatisierter Fahrsysteme zu entwickeln. Bei diesen soll unter anderem gelten, dass Sachschaden einem Personenschaden immer vorzuziehen sei.</p>
<h3>Soll die Entscheidung also einem Zufallsgenerator überlassen werden?</h3>
<p>Bei einer unüberschaubaren Zahl von Szenarien keine leichte und kleine Aufgabe, handelt es sich doch um ethische Grundsatzentscheidungen. Mit der Arbeit der Ethikkommission müsste eine gesamtgesellschaftliche Diskussion einhergehen, nicht nur wie sich teil- oder vollständig autonome Autos im Straßenverkehr verhalten sollen, sondern auch wer diese Regularien aufstellt: Der Staat oder die Hersteller? Würde die Entscheidung auf den Staat fallen, käme der Gesetzgeber in Schwierigkeiten, denn die deutsche Rechtstradition verbietet jede Gewichtung von Menschenleben. Ob dort ein Paradigmenwechsel ansteht, wird die Zukunft und Entwicklung der künstlichen Intelligenz zeigen (müssen). Für Interessierte lohnt sich dabei ein Besuch des Projekts <a href="http://moralmachine.mit.edu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">moralmachine</a> des Massachusetts Institute of Technologie (MIT). Dort können Internetnutzer verschiedene Szenarien kennenlernen, in denen autonome Autos vor moralische Entscheidungen stehen, und analysieren, wie sie selbst entscheiden würden.</p>
<p>Doch soll die Sicherheit der Autoinsassen vor die aller anderen Verkehrsteilnehmer im Programmcode gestellt werden? Es ist schwerlich vorzustellen, dass diese Fahrzeuge gesellschaftlich akzeptiert würden. Andererseits scheint es unwahrscheinlich, dass Personen sich ein (teil-)autonom fahrendes Fahrzeug kaufen, dass sie als Fahrer in kritischen Situationen zum Heldentod zwingt. In einer Reihe von Online-Interviews <a href="http://science.sciencemag.org/content/352/6293/1573" target="_blank" rel="noopener noreferrer">befragten</a> Forscher des MIT fast 2000 amerikanische Internetnutzer zu ihrer Einstellung zu autonomen Fahrzeugen. Ein Großteil der Interviewten sprach sich für selbstfahrende Autos aus, deren Software bei unvermeidbaren Unfällen die Opferzahl reduziert. Auch wenn dies unter Umständen bedeuten würde, die Insassen des Fahrzeuges zu opfern. Als es dann darum ging, ob sie auch ein solches Fahrzeug, das notfalls die eigenen Insassen opfern würde, kaufen würden, gaben deutlich weniger Befragte eine positive Rückmeldung. Somit könnten entsprechende Vorgaben die gesellschaftliche Akzeptanz von autonomen Fahrzeugen erschweren und müssen ebenfalls diskutiert werden.</p>
<h3>Ethische Diskussion als Chance für die gesamte Gesellschaft</h3>
<p>Auch wenn die Mikrosensorik der Fahrzeuge derzeit noch nicht ganz ausgereift ist und beispielsweise noch Schwierigkeiten hat, Männer von Frauen zu unterscheiden, schreitet die Entwicklung stetig voran. Diese Entwicklung führen Befürworter der autonomen und teilautonomen Autos an. Sie warnen, der Moraldiskussion zu viel Bedeutung beizumessen. Denn durch die in Zukunft wohl ausgereifte Technik würde die in der Software festgeschriebene Moral nur in wenigen Fällen zum Einsatz kommen. Ein <a href="http://politik-digital.de/news/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars-141164/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">autonomes Auto</a> mit seiner Technik sei nämlich nie abgelenkt und würde wesentlich weniger Unfälle verursachen als ein menschlicher Fahrer. Doch ist auch dabei die Frage, ob der Mensch die Entscheidung wirklich vollständig abgenommen werden möchte, bisher ungeklärt. Die Diskussion über selbstfahrende Autos kann und sollte dennoch dazu genutzt werden, die ethischen Grundlagen unserer Gesellschaft ausführlich zu reflektieren und vielleicht neu zu festzulegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: <span class="mw-mmv-title">A prototype of an unmanned car</span> by BP63Vincent via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Driver_free_car.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikimedia</a>, licenced <a class="mw-mmv-license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 3.0</a></p>
<div id="stcpDiv">
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Internet der Dinge – Teil 4: Smart Cars</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2014 09:31:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Nicht nur die Autoindustrie tüftelt eifrig an Smart Cars – schlauen Autos, die sich selbst fahren, Pannen diagnostizieren und nicht nur den Fahrer, sondern möglicherweise auch Staat, Versicherer und Industrie über Fahrverhalten, Standort und Zustand von Wagen und Fahrer auf dem Laufenden halten. Aber was genau hat es damit auf sich, welche Möglichkeiten sind in Planung und was könnte die Einführung von Smart Cars für uns als Fahrer bedeuten? Im vierten Teil unserer Reihe zum Internet der Dinge gehen wir diesen Fragen auf den Grund.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Vor allem Kinder der 1980er und frühen 90er Jahre werden sich erinnern: an K.I.T.T, das sich selbst steuernde und sprechende Auto aus der US-Kultserie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Knight_Rider#K.I.T.T." target="_blank" rel="noopener noreferrer">Knight Rider</a>. Unkaputtbar und ausgestattet mit Turbo Boost und rotem Lauflicht, war K.I.T.T. viel mehr als nur ein futuristisches Gefährt, es war Gefährte und Beschützer – das Auto als bester Freund.<br />
Ein Auto, das sich selbst steuert, sich ganz auf den Fahrer einstellt, mit ihm auf „<a href="http://www.moj.io/#whatismojio" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freundliche und bedeutungsvolle Weise</a>“ kommuniziert, ihn sogar beschützt. Neben <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smartphones und Smart Wearables</a> sind Lösungen für Smart Cars längst in Planung. Diese reichen vom selbstfahrenden Auto über eCall für effiziente Unfallmeldungen bis hin zu Geräten, die jedes Auto smarter – also schlauer – machen. K.I.T.T. für alle oder doch zu schlau? Was sollen unsere Autos, Hersteller, Versicherungen oder der Staat noch alles über uns wissen?</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</h3>
<p>Google ist mit seinem 2010 vorgestellten „Driverless Car Project“ nicht der <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article126577949/Autos-fahren-schon-bald-wie-von-Geisterhand.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einzige Konzern</a>, der auf Hochtouren am fahrerlosen Auto arbeitet. Nach dem <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article129695289/Apple-kaempft-mit-Google-um-Gunst-der-Autofahrer.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einzug von Android- und iOS-Technologien ins Cockpit</a> wird nun gleich das ganze Fahrzeug vernetzt, damit wir sicherer fahren – oder am Ende gar nicht mehr. Das Auto steuert sich dann selbst und sammelt dazu <a href="http://www.theguardian.com/technology/2014/jul/16/google-fbi-driverless-cars-leathal-weapons-autonomous?CMP=EMCNEWEML6619I2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ständig Unmengen von Daten per Radar, Video und GPS</a>, um eine dreidimensionale Karte der Umgebung zu erstellen. Auf diese Weise – oder mithilfe von <a href="http://www.zeit.de/auto/2012-06/autotechnik-assistenz-unfallvermeidung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Car-to-Car-Kommunikation</a> – <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/googles-self-driving-car-wohin-fahren-wir-13002612-p2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bremst das Smart Car Fahrzeuge auf Kollisionskurs automatisch aus</a>, verhindert Zusammenstöße, schützt neben uns auch Radfahrer und Fußgänger.<br />
Überhaupt, die Sache mit den Unfällen. Zur rascheren Reaktion darauf besteht die EU ab 2015 auf Emergency Call – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ECall" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kurz: eCall</a>. Das automatische Notrufsystem wird Pflicht für alle Neufahrzeuge. Es soll Verkehrsunfälle automatisch an die Euro-Notrufnummer 112 melden, um so unter anderem die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren. eCall versendet einen Minimaldatensatz mit Unfallzeitpunkt, den genauen Koordinaten des Unfallorts, der Fahrtrichtung, Fahrzeug-ID, Service Provider-ID sowie Informationen darüber, ob der eCall automatisch oder manuell ausgelöst wurde. Als sogenanntes „schlafendes“ System soll eCall <a href="http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-13-547_en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">laut der Europäischen Kommission</a> nur im Falle eines Unfalles aktiv werden, aber ansonsten keinerlei Daten sammeln oder weiterleiten. Die Sorge darüber, dass die Privatsphäre durch ständige Überwachung eingeschränkt werden könnte, sei damit unbegründet.<br />
Wem es nach NSA-Affäre und CIA-Bespitzelung schwer fällt, Zusicherungen aus Regierungskreisen zu glauben, der wird sicher auch Schwierigkeiten mit den Angeboten kommerzieller Anbieter haben.<br />
Eines dieser Angebote ist <a href="http://www.moj.io/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mojio</a> (sprich mo-dschi-o) eines kanadischen Entwicklers, das aus „dummen“ Autos „schlaue“ Autos machen soll. Mojio bietet ein eigenes Ökosystem von Apps an. Es kann an die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/On-Board-Diagnose" target="_blank" rel="noopener noreferrer">On-Board-Diagnosebuchse</a> eines Autos – also die Schnittstelle, an der Hersteller oder Autowerkstätten Daten über Schäden an Steuergeräten und Abgassystemen auslesen können – angeschlossen werden und verbindet Auto und Internet. Mojio sendet und empfängt Daten ans und vom Fahrzeug in Echtzeit. Diese Daten werden dann an die entsprechende Smartphone-App weitergeleitet und diagnostizieren dort frühzeitig mögliche Schäden, während der Fahrer, so verspricht der Hersteller, gleichzeitig immer und überall Zugriff auf die allerliebsten Daten hat und zugleich stets mit seinen Lieben verbunden ist.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=e6gYHgGC3BE" title="What is Mojio?" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/e6gYHgGC3BE?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Naja, wer’s mag. Die Resonanz innerhalb der Gesellschaft, zumindest auf sich selbst fahrende Autos, ist grundsätzlich positiv: <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article126577949/Autos-fahren-schon-bald-wie-von-Geisterhand.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jeder dritte Deutsche</a> kann sich vorstellen, in Zukunft ein solches Fahrzeug zu nutzen. Immerhin, zusätzlich zur schnelleren Reaktion auf einen Aufprall und zur Vermeidung von Unfällen, fährt beispielsweise Googles Driverless Car effizienter, sucht sich selbst einen Parkplatz und ermöglicht laut Google sogar Menschen das Autofahren, denen dies bisher verwehrt blieb, wie Menschen mit Behinderungen. Zudem macht es Pendlern das Leben leichter: Anstatt sich mit dem Berufsverkehr zu stressen, konzentriert man schon mal auf die auf dem Smartphone eingegangenen E-Mails.<br />
Mojio wiederum wäre zudem als Gedankenstütze nützlich: Mithilfe einer App kann der Fahrer sein Auto wiederfinden, wenn er sich nicht mehr erinnern kann, wo er es abgestellt hat. Sobald man sich dem Wagen nähert, <a href="http://www.techvibes.com/blog/open-platform-car-app-mojio-2012-12-12" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erkennt Mojio das Smartphone des Fahrers</a> und öffnet automatisch die Tür. Und es macht nicht nur das Leben im Auto leichter, sondern das Leben überhaupt: Mojio schließt nach dem Wegfahren die Haustür ab, erinnert daran, der besseren Hälfte das Geschenk zum Jahrestag mitzubringen und bezahlt die Parkgebühr. Anzunehmen wäre auch, dass es sich als Droge gegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fomo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FOMO (Fear of Missing Out – die Angst, etwas zu verpassen)</a> ganz ausgezeichnet eignet.<br />
Dass die Technik nicht zum Wohle der Menschheit entwickelt wurde, dürfte jedoch jedem klar sein. Der Vorteil des fahrerlosen Autos für Google ist offenkundig: „<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/googles-self-driving-car-wohin-fahren-wir-13002612-p2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wenn man die Autofahrer vom Lenkrad wegbekäme, würde sich ein Milliardenmarkt eröffnen</a>“, mutmaßte kürzlich der FAZ-Redakteur Niklas Maak im Hinblick auf die gewonnene Zeit, die man stattdessen mit z. B. Googeln verbringen könnte. Zumal individualisierte Werbung im Stile der iBeacons auch für das Auto möglich würde.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Die Deutschen fühlen sich mit dem Smart Car <a href="http://www.zeit.de/mobilitaet/2013-12/auto-datenschutz-elektronik/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht so recht wohl</a>. Was auf den ersten Blick verheißungsvoll klingt, wirkt bei genauerem Blick auf die „geschwätzige“ Elektronik dann doch unheimlich.<br />
Zudem ist die Frage, ob der ganze Schnickschnack wirklich nötig ist, damit wir getrost noch fauler werden können, nicht die einzige, die sich im Zusammenhang mit den schlauen, den Behörden diagnostische Daten verratenden Autos stellt.<br />
Das Google-Auto hat, wie <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/googles-self-driving-car-wohin-fahren-wir-13002612.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Niklas Maak kritisiert</a>, kein Lenkrad. Vorbei ist es mit dem autonomen Autofahrer. Wie ein Zug bleibt das Driverless Car stets auf bekannten Straßen – <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article126577949/Autos-fahren-schon-bald-wie-von-Geisterhand.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das von Volvo erdachte Modell führe gar auf unsichtbaren Magnetschienen</a>. Eigentlich könnte man sich also auch einen Chauffeur anschaffen, ein Taxi rufen oder sich eben in den Zug setzen – das wäre besser für die Umwelt, denn die Straßen sind ohnehin schon voll genug.<br />
Den sonst so datensammelwütigen Spionen des FBI ist das Google-Auto <a href="http://www.theguardian.com/technology/2014/jul/16/google-fbi-driverless-cars-leathal-weapons-autonomous?CMP=EMCNEWEML6619I2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">übrigens auch nicht ganz geheuer</a>. Man könne es zu einer selbstfahrenden Bombe umfunktionieren oder hätte die Hände frei, um Schusswaffen abzufeuern, während sich das Fluchtauto nach einem Banküberfall selbst lenken könnte. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, dass die computergesteuerten Autos schlicht von Cyberkriminellen gekapert werden könnten.<br />
Oder der Haken an Mojio: Die Internet-Verbindung ist immer aktiviert. Verschlüsselt und damit hundertprozentig sicher, behauptet der Hersteller. Aber glaubt daran in Zeiten der NSA und des kommerziellen Datensammelwettbewerbs wirklich noch jemand? Sicherlich lassen sich mit den vom Auto oder eben auch von Applikationen wie Mojio gesammelten Daten leicht Persönlichkeits- und Verhaltensprofile erstellen. Profitieren würden davon zum Beispiel <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-11/versicherung-telematik-ueberwachung-kfz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Versicherer</a> – und das auf <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-11/versicherung-telematik-ueberwachung-kfz/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kosten der Versicherten</a>. eCall wird mit einer SIM-Karte ausgestattet sein, die Mobilfunkbetreibern neue Geschäftsfelder eröffnet, und steht in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ECall#Datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kritik</a>, nicht zuletzt durch nötige GPS- und GSM-Module „möglicherweise die technische Grundlage für eine EU-weite Überwachungsinfrastruktur zu schaffen“.<br />
Auch sind noch nicht alle rechtlichen Fragen geklärt: Wenn ein fahrerloses Auto einen Unfall baut – wer hat dann Schuld? Was, wenn ein Beschuldigter „<a href="http://www.zeit.de/mobilitaet/2013-12/auto-datenschutz-elektronik/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht sagen möchte, wie schnell er gefahren ist, die Daten jedoch jederzeit ausgelesen werden können?</a>”, fragt Heiko Haupt in der Zeit.<br />
Nicht zu Unrecht <a href="http://www.zeit.de/mobilitaet/2013-12/auto-datenschutz-elektronik/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">forderte der Ex-Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar</a> die Aufnahme des folgenden Satzes in das <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/ivsg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetz über intelligente Verkehrssysteme im Straßenverkehr</a>:</p>
<blockquote>
<p>&#8220;Personenbezogene Daten dürfen nur erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, soweit dies durch eine bundesgesetzliche Regelung ausdrücklich zugelassen oder angeordnet wird.&#8221;</p>
</blockquote>
<p>Das mag auf den Staat ja anwendbar sein. Aber wollen wir wirklich noch mehr persönliche Daten unserer Bequemlichkeit opfern? Viel zu häufig geben wir jetzt schon das Datensteuer im übertragenen Sinn aus der Hand. Da mag der Schritt dazu, dies auch im wahren Wortsinn zu tun, wenig bedeutend erscheinen. Wenn wir uns da mal nicht verfahren.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping<br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><br />
<strong><em>Teil 6:</em> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/">Smart City</a></strong><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em></p>
<p>Clipart: Mazeo/<a href="http://openclipart.org/detail/87055/c-is-for-car-by-mazeo">openclipart.com</a></p>
<div id="stcpDiv"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></div>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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