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	<title>Smart City &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Smart City &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Daten, Denker, Demokratien &#8211; das war 2018 digital</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Dec 2018 10:27:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ></p>
<p>„Computer sind unbrauchbar. Sie können nur Fragen beantworten;“ stellte einmal der Maler Pablo Picasso fest. Am Ende eines jeden Jahres steht die wichtige Frage: „Was für ein Jahr?!“</p>
<p>Fest steht bereits, 2018 wird wohl als das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte eingehen. Aber heiß her ging es auch on- wie offline. politik-digital war wieder dabei und blickt zurück. Was für ein Jahr?! Das war das digitale Jahr 2018.</p>
<h3>Digitales Durcheinander</h3>
<p>Die gute Nachricht gleich vorab: <a href="https://politik-digital.de/news/kommentar-wann-wird-deutschland-spitze-in-sachen-digitalisierung-153901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschland ist Spitzenreiter in Sachen Digitalisierung</a>. Ok,diese Meldung wünschen sich wohl viele für die Zukunft. Wir kommunizieren, konsumieren, leben und lernen immer mehr im Netz. Aber sobald es um die <a href="https://politik-digital.de/news/eine-annaeherung-an-die-digitalisierung-der-verwaltung-153862/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">öffentliche Verwaltung</a> geht, da klopft noch immer das 20. Jahrhundert an. Sprühten die Parteien im Bundestagswahlkampf noch vor Ideen für den digitalen Wandel, werden die digitalen Aufgaben nicht weniger, sondern mehr. Aber die neue Staatsministerin für Digitales <a href="https://politik-digital.de/news/interview-dorothee-baer-155542/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dorothee Bär</a> zeigt sich durchaus optimistisch: „Ich habe es mir schwieriger und komplizierter vorgestellt!“ Vielleicht neigt das digitale Deutschland auch zu digitalem Durcheinander: „Wir sind sehr perfektionistisch und warten lieber, bis wir 110 Prozent haben, anstatt mit 80 Prozent einfach mal loszulegen!“</p>
<p>Wer nun loslegen möchte, kann sich gleich über <a href="https://politik-digital.de/news/mobile-recruiting-mit-einem-wisch-zum-traumjob-154653/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mobile Recruiting</a> via App und Algorithmen um eine Tätigkeit bewerben, ganz flexibel und mobil wie die digitale <a href="https://politik-digital.de/news/schluss-mit-social-media-155252/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Generation Z</a>. Es ist zu vermuten, dass sie einige gute Ideen hätten. Sie erkennen immer besser die Chancen und Risiken der sozialen Medien und beginnen, diese Angebote immer bewusster (nicht) zu nutzen.</p>
<h3>Smarte Cities und schlaue Dörfer</h3>
<p>Deutschland wird digitaler und Deutschland wird urbaner. Immer mehr Menschen ziehen aufgrund der besseren Arbeitsmöglichkeiten und Chancen in die Großstädte. Bis 2050 wird geschätzt, dass etwa 75% der Weltbevölkerung in urbanen Regionen leben werden. Angesichts dieses Zuwachses wird nach nachhaltigen intelligenten Lösungen gesucht, den <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-eine-reise-durch-die-stadte-von-morgen-154873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Cities</a>. Mithilfe modernster Informations- und Kommunikationstechnologie sollen Nachhaltigkeit, Wachstum und ein hoher Lebensstandard in den Städten von morgen umgesetzt werden.</p>
<p>Sommerzeit ist Reisezeit, daher machte sich politik-digital auf, die Smart Cities von morgen schon heute zu erkunden. Mithilfe der <a href="https://politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Favela App</a> ging es durch die im wahrsten Sinne des Wortes unbekannten Ecken und Kanten von Rio de Janeiro. Mit diesen gesammelten Daten führte die Reise nach Kopenhagen zum <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-2-kopenhagen-154895/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Big Data Marketplace“</a>, auf dem Daten gesammelt, erworben oder selbst hochgeladen werden können. Der <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-3-dubai-154901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robocop</a> fuhr Streife durch den Wüstensand von Dubai. Für eine spritzige Erfrischung sorgte ein Abstecher nach Wien zum Projekt <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-4-wien-154912/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Viertel Zwei“</a>. In diesem Neubaugebiet werden die Möglichkeiten von Blockchain genutzt, um aus Konsumenten Produzenten zu machen, die Energieversorgung der Zukunft zu revolutionieren. Das kleine <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-5-santander-154917/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Santander</a> macht eines besonderes deutlich: Eine smarte Stadt braucht vor allem auch smarte Bürgerinnen und Bürger, die diese Stadt annehmen, gestalten und weiterentwickeln wollen.</p>
<p>Bei allen schönen Urlaubserinnerungen dürfen die ländlichen Räume nicht vergessen werden. Hier macht sich der demographische Wandel besonders deutlich. Immer mehr Arztpraxen schließen. Daher sind neue Ansätze der <a href="https://politik-digital.de/news/wie-telemedizin-neue-moeglichkeiten-eroeffnet-154561/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telemedizin</a> gefragt, die digitalen Möglichkeiten der Diagnose zu nutzen ohne dabei die Sensibilität dieser Daten außer Acht zu lassen. Im besten Fall könnte es sogar gelingen, Menschen wieder auf das Land zu holen, fernab des Großstadtstresses im <a href="https://politik-digital.de/news/das-vergessene-land-wie-digitalisierung-die-landflucht-stoppen-kann-154501/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Coworking Space</a> gemeinsam lokale und globale Ideen zu erarbeiten. Bisher scheitert dies immer noch am Breitbandausbau, so dass viele Gemeinden wie im Projekt <a href="https://politik-digital.de/news/morodigital-155226/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MOROdigital</a> selbst die Initiative ergreifen und den Breitbandausbau vorantreiben. Digitalisierung eröffnet neue Chancen, doch müssen dazu noch viele Fragen geklärt werden.</p>
<h3>Das Spiel mit den Daten</h3>
<p>Das ganze Leben ist ein Quiz, und wir raten, raten, raten! Wir produzieren Daten, Daten, Daten! Es war in einem Sommer, der niemals enden sollte, in einem Wahlkampf, der niemals enden wollte. Im Spiel um die Macht probierten Politik und Gesellschaft wieder einmal andere Wege. In Italien versucht sich beispielsweise die <a href="https://politik-digital.de/news/politik-via-app-movimento-5-stelle-154282/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fünf-Sterne-Bewegung</a> an eine App basierten Demokratie, jedoch mit eher zweifelhaften Erfolg. <a href="https://politik-digital.de/news/wichtig-waehlen-dgb-landtagswahl-hessen-155082/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stimmungsbarometer</a> versuchten, Wählerschaft und Wahlprogramme in Hessen zu verbinden. Für ein vielleicht passendes Match zu den Landtagswahlen sorgte der <a href="https://politik-digital.de/news/durchs-swipen-zur-wahlentscheidung-interaktive-wahltools-155147/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlswiper</a>, der Schritt für Schritt zur Wahl wischen sollte.</p>
<p>Demokratie in Echtzeit, dass verspricht die App <a href="https://politik-digital.de/news/app-democracy-1810-155346/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Democracy</a> mit aktuellen Gesetzesentwürfen. Endlich entdeckte auch die Politik die Gamerszene für sich, eine Anerkennung des <a href="https://politik-digital.de/news/e-sport-aus-der-nische-ins-rampenlicht-154482/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Sport</a> als offizielle Sportart bleibt jedoch noch abzuwarten. Was Politiker von Gamer allerding alles lernen können, das zeigt ein Blick in die Hochburgen der Gamerszene nach Asien, genauer gesagt China. Das neue <a href="https://politik-digital.de/news/jede-handlung-wird-bewertet-willkommen-in-der-zukunft-154096/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Social Scoring System</a> funktioniert wie ein großes Spiel mit über einer Milliarde Mitspieler. Wie im Game werden gute Taten, in diesem Fall parteikonformes Verhalten, belohnt und neue Level bzw. Zugänge zu gesellschaftlichen Positionen eröffnet. Fehlverhalten im Sinne der Spielemacher, hier der Kommunistischen Partei Chinas, werden im Gegenzug geahndet und bestimmte Rechte entzogen. Natürlich mag dies für den westlichen Beobachter befremdlich wirken, einer permanenten Überwachung ausgesetzt zu sein. Allerdings verfolgen <a href="https://politik-digital.de/news/big-mama-is-watching-you-154693/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Toys</a> mit GPS Funktion nicht eine ähnliche Zielsetzung?</p>
<p>In diesem Jahr trat nun die europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Trotz der teils berechtigten Kritik werden hierin grundlegende Rechte für die digitale Demokratie festgelegt. In diesem Jahr wurde erneut deutlich, dass es für den demokratischen Diskurs nicht reicht, <a href="https://politik-digital.de/news/die-digitale-protestkultur-engagement-auf-dem-sofa-154001/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online oder offline</a> zu sein. Wichtig ist viel eher, dass die Demokratie durch die Herausforderungen der Digitalisierung nicht erstarrt sondern weiterhin in <a href="https://politik-digital.de/news/kreativer-protest-on-und-offline-154818/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bewegung</a> bleibt.</p>
<h3>Denken wir mal digital</h3>
<p>„Will ich nachvollziehen, wie eine Entscheidung getroffen wird, und akzeptiere dafür häufiger, dass das Ergebnis nicht korrekt ist, oder will ich es häufiger korrekt haben – und verstehe es dafür nicht, habe also die Black Box?“ Angesichts der vielen aktuellen Fragen erscheint so manche politische Entscheidung kaum nachvollziehbar und je nach Betrachtung intelligent. Vielleicht kann hier ja eines der Schlagworte des Jahres, die <a href="https://politik-digital.de/news/kuenstliche-intelligenz-155485/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">künstliche Intelligenz</a> helfen.  Zunächst klingt dies auch einfach wie vielversprechend. Unter KI sind vor allem Algorithmen zu verstehen, also ein Lösungsweg für ein Problem. Diese lernen indem sie aus Erfahrungen generalisieren, Muster erkennen, sowie mit Hilfe von Rückkopplungen <a href="https://politik-digital.de/news/algorithmen-die-den-weg-vorgeben-153846/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wege</a> vorgeben. Ganz bescheiden müssen wir hier zugegeben, dass Algorithmen uns hier um viele Sequenzen voraus sind. <a href="https://politik-digital.de/news/kuenstliche-intelligenz-teil-3-155492/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Menschliche Intelligenz</a> ist also, theoretisch, durchaus von Algorithmen zu erreichen.</p>
<p>Schon heute bestimmen Algorithmen unseren Musikgeschmack beeinflussen aber auch in riesigen Echokammern die politische Debatte, indem sie bestimmte Tendenzen verstärken. Technologie ist hier nicht neutral, sondern kann <a href="https://politik-digital.de/news/kuenstliche-intelligenz-teil-2-155488/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diskriminierend</a> wirken, wenn es um bestimmte Eigenschaften wie Herkunft, Geschlecht oder Einkommen geht. Die Anwendung von Algorithmen befreit somit nicht aus der Verantwortung, sondern bedingt diese geradezu.</p>
<p>Bereits der IT-Pionier Alan Turing erkannte, dass Menschen keine Maschinen sein können. Anders als diese besitzen <a href="https://politik-digital.de/news/rezension-digitaler-humanismus-155310/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Menschen</a> Intentionen, sind in der Lage sich selbst Ziele zu stecken und diese zu verwirklichen. Digital ist daher nicht immer gut und analog nicht immer besser.</p>
<h3>Digital und dann?</h3>
<p>Mittlerweile ist Digitalisierung zu einem Buzzword geworden. Alles spricht darüber, doch wer versteht wovon wir sprechen? Das Internet ist im Kern eine große <a href="https://politik-digital.de/news/die-veraenderte-kommunikation-im-digitalen-zeitalter-153968/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommunikationsplattform</a>. Die Gespräche hier haben keinen Anfang und kein Ende, sondern können jederzeit weitergehen.</p>
<p><a href="https://politik-digital.de/news/wie-die-kuenstliche-intelligenz-vom-menschlichen-gehirn-lernt-154055/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was unterscheidet den Menschen von der Maschine</a>? Ein Kind erlernt innerhalb von drei Jahren auf Basis von etwa einem Gigabyte genetischer Information weitgehend autonomes, intelligentes Verhalten, sich in einer komplexen Umwelt zurechtzufinden. Hier versagen die Maschinen trotz viel höherer Rechenleistungen immer noch, da sie zu unstrukturiert starr sind.</p>
<p>Aus diesem Grund endet <a href="https://politik-digital.de/news/thorsten-schaefer-guembel-digitale-bildung-ist-mehr-als-ein-whitebboard-154724/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitale Bildung</a> nicht mit der Infrastruktur, sondern muss hier beginnen. „Es ist wie mit alten, kaputten <a href="https://politik-digital.de/news/digitalisierung-an-meiner-schule-ein-erfahrungsbericht-154007/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulbüchern</a>. Wenn die Seiten fehlen oder nicht mehr lesbar sind, kann man nichts lernen. Der Unterschied ist nur, unsere Bücher werden ersetzt, die Computer nicht“, lautetet eine Beobachtung aus dem Schulalltag. „Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht Wissen ist ein Ozean“, soll einmal Sir Isaac Newton gesagt haben. Angesichts der Datenmeere vermehrt sich das <a href="https://politik-digital.de/news/mit-mehr-diversitaet-zu-einer-universitaet-der-zukunft-154151/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weltwissen</a> stetig und immer dynamischer. Daher wird es immer wichtiger zu wissen, wie dieses Wissen erarbeiten und anzuwenden ist.</p>
<p>Einst waren <a href="https://politik-digital.de/news/bibliotheken-im-wandel-ein-ort-fuer-kreativitaet-und-austausch-154407/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bibliotheken</a> die Zentren des Wissens. In Zeiten von E-Books könnten sie dies wieder werden. Heute werden Bibliotheken zu Treffpunkten für Do it yourself und vor allem Do it together, gemeinsam zu lernen. Der digitale Wandel erfordert Bildung für jedes Alter. Vielleicht wird der Generationenvertrag durch einen <a href="https://politik-digital.de/news/digitale-bildung-kompetenzen-lernorte-und-erwachsenenbildung-154577/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalpakt</a> ergänzt, in welchem technikaffine Menschen die Verantwortung für technikferne übernehmen, ihnen in diese Welt zu erklären.</p>
<h3>Die digitale Debatte geht weiter? Ein Ausblick</h3>
<p>„Die Demokratie kann die Grundlagen nicht schaffen, auf denen sie steht“ machte der ehemalige Bildungsminister Klaus von Dohnanyi deutlich. Wer sind wir, wenn wir online sind? Welche Regeln sollen für die digitale Gesellschaft online wie offline gelten? Dieser Frage widmeten sich die <a href="https://politik-digital.de/news/dialogperspektiven-digital-155340/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dialogperspektiven</a>. Hier wurden die Fragen nach Identität und Integration, die Suche nach Zugehörigkeit betrachtet. Digitale Technologien sind wie ein Fenster in die Welt. Verschiedene Erfahrungen, Prägungen aber auch Meinungen liefern den Rahmen für diese Fenster. Einflussreiche Organisationen haben dies längst für sich entdeckt und liefern mit ihrer Wortwahl das entsprechende <a href="https://politik-digital.de/news/die-macht-der-worte-154767/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Framing</a>. Unterschiedliche Meinungen treffen im digitalen Raum aufeinander, werden zunehmend nicht diskutiert, sondern auch bewusst polarisiert. Initiativen wie <a href="https://politik-digital.de/news/hate-speech-interview-das-nettz-154850/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DAS NETTZ</a> versuchen diese Meinungen zu vernetzen, die demokratische Debatte zu fördern. Manchmal ist es weniger entscheidend, was gesprochen wird, sondern das überhaupt gesprochen wird. Vielfach wird diese Debatte eher verkürzt, emotionalisiert, um rasch an Aufmerksamkeit zu gewinnen. „In einer immer komplexeren Welt, die wir alle nur noch bruchstückhaft verstehen können, wird <a href="https://politik-digital.de/news/rhetorik-im-digitalen-zeitalter-interview-155060/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Glaubwürdigkeit</a> zur entscheidenden Währung.“ Die Frage nach dem besten Argument kann nicht nur durch Wissen, sondern auch durch Werte und Wertungen beantwortet werden. Es braucht ein <a href="https://politik-digital.de/news/rhetorik-heute-eine-frage-des-gefuehls-155163/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gefühl</a> für die digitalen ethischen Fragen. Entscheidend ist an dieser Stelle: „<a href="https://politik-digital.de/news/freiwilligendienst-fsj-digital-jetzt-bundesweit-marten-gerdnun-im-interview-154665/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalisierung</a> darf zu keinem Unwort werden!“</p>
<p>Das Datenvolumen für 2018 ist nun aufgebraucht. Wie geht es 2019 weiter? „Am Schluss werden wir alle erkennen, dass jeder von uns ein <a href="https://politik-digital.de/news/die-rolle-der-roboter-in-unserem-leben-153607/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">‘Algorithmus’</a> ist“.  Was für ein Jahr?! Die Antwort kann wohl niemand besser geben, als der berühmte Wissenschaftler Albert Einstein: „Wenn&#8217;s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs Neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“</p>
<p>Die Autorinnen und Autoren von politik-digital wünschen allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in das digitale und analoge Jahr 2019.</p>
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<div class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@swviiphotography?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Steven VanDesande Jr</a> on <a href="https://unsplash.com/@swviiphotography?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></div>
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</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Smart Cities &#8211; Teil 5: Santander</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Herrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Aug 2018 07:28:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Big Data]]></category>
		<category><![CDATA[Smart City]]></category>
		<category><![CDATA[Datenanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Sensortechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[Partizipation, Energieversorgung, öffentliche Sicherheit – die bisher von uns vorgestellten Projekte befassen sich mit den unterschiedlichsten Bereichen der Stadtentwicklung. Die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Satander.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154918" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Satander.png" alt="Smart Satander" width="640" height="350" /></a></p>
<p>Partizipation, Energieversorgung, öffentliche Sicherheit – die bisher von uns vorgestellten Projekte befassen sich mit den unterschiedlichsten Bereichen der Stadtentwicklung. Die spanische Küstenstadt Santander versucht nun, mit rund 12.000 in der Stadt platzierten Sensoren einige dieser Bereiche gleichzeitig zu optimieren. Das letzte Projekt unserer Reihe zeigt, dass das Konzept der Smart City nicht nur auf Metropolen anwendbar ist.</p>
<p>Mit ihren rund 175.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gilt die spanische Küstenstadt Santander per Definition zwar nicht mehr als Kleinstadt, dennoch sind ihre Einwohnerzahlen nicht mit denen großer Metropolen vergleichbar. Trotz seiner verhältnismäßig bescheidenen Größe gilt Santander aber als Vorreiter der Smart-City-Bewegung. Mit dem Projekt <a href="http://www.smartsantander.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SmartSantander</a> gründete sich 2009 ein technologisches Versuchslabor, das sich über ganze Städte erstreckt. Neben dem spanischen Santander sind auch die Städte Lübeck, Belgrad und Guildford Teil des Projektes. Ziel ist es, mit Hilfe von verschiedenen in der Stadt installierten Geräten Daten über das Leben in der Stadt zu sammeln und so öffentliche Dienstleistungen zu verbessern. Das geschieht hauptsächlich durch verschiedenen Arten von Sensoren, aber auch Kameras oder von den Bürgerinnen und Bürgern selbst bereitgestellte Daten tragen zum Aufbau der Datenbank bei. Gesammelt werden die Daten auf einer zentralen Plattform, die öffentlich zugänglich ist. Damit versucht Santander, ähnlich wie die Stadt Kopenhagen, datenbasierte Lösungen für die Stadt der Zukunft zu entwickeln. Im Gegensatz zur dänischen Hauptstadt verlässt sich die spanische Küstenstadt dabei allerdings nicht auf das Open-Data-Konzept, sondern sammelt seine Daten lieber selbst. Durch das Projekt habe sich Santander zu „einem wahrhaftigen urbanen Labor“ entwickelt, so die Bürgermeisterin <a href="https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/smart-city-santander-ist-spaniens-digitale-musterstadt/20842232.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gegenüber dem Berliner Tagesspiegel.</a> Die Küstenstadt beweist also, dass auch weniger große Städte im Rennen um die Stadt von Morgen mit um die vordersten Plätze buhlen.</p>
<h3>Mehr Sensoren, weniger Probleme?</h3>
<p>Ein Fokus des SmartSantander-Projektes liegt auf der Verteilung von Sensoren in der Stadt. An verschiedenen Stellen sollen diese Verkehrsaufkommen, Lärm, Luftverschmutzung oder andere Parameter messen. So sollen Probleme in der Stadt schneller erkannt und behoben werden. Die Sensoren sind dabei über die ganze Stadt verteilt und decken die unterschiedlichsten Bereiche des alltäglichen Lebens ab. So melden Santanders Müllcontainer beispielsweise selbständig ab einer Füllhöhe von 90%, dass sie geleert werden müssen. Die lokale Müllabfuhr fährt also nur Tonnen an, die auch wirklich geleert werden müssen – so wird nicht nur Geld, sondern auch Zeit gespart. Auch bei der Parkplatzsuche hilft der Datenpool der Stadt. Per App oder digitaler Anzeigetafel werden Autos zu freien Parkplätzen gelotst. Wo sich der freie Parkplatz befindet, wurde vorher ebenfalls per Sensor ermittelt. Doch nicht nur die Sensoren, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger Santanders füttern die Datenbank ihrer Stadt. Mit Hilfe einer App können die Santanderinos beispielsweise Schlaglöcher oder andere Schäden an öffentlichem Eigentum mit Hilfe eines Fotos melden. Im Anschluss kann online und damit öffentlich verfolgt werden, wann das Problem behoben wurde. So versucht die Stadt neben den Informationen zur Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen auch die Bürgerbeteiligung vor Ort zu stärken. Auch in Deutschland gibt es Konzepte, Schäden im öffentlichen Raum durch Apps zu melden, wie beispielsweise mit dem Maerker in Brandenburg.</p>
<h3>Wissen ist Macht</h3>
<p>Das SmartSantander-Projekt verlässt sich mit seiner sensorgesteuerten Stadtentwicklungspolitik darauf, dass datenbasierte Lösungen den zentralen Weg zu mehr Fortschritt darstellen. Das Konzept, die Daten selbst vor Ort zu erheben, bietet dabei einen entscheidenden Vorteil: Maßgeschneiderte Lösungen. Nicht alle Smart-City-Lösungen sind auf alle Städte dieser Welt gleichermaßen anwendbar. Ein Projekt, das eine Stadt smarter macht, kann in einer anderen kaum oder nur schwer umsetzbar sein oder wenig Verbesserung nach sich ziehen. Berücksichtig werden müssen neben den offensichtlichen Parametern, wie der Größe oder dem Entwicklungsgrad einer Stadt, auch weniger offensichtliche Eigenheiten, wie beispielsweise Luftverschmutzung oder Energieverbrauch. Letztendlich gilt es also die Bedürfnisse einer Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner so genau wie möglich zu analysieren, um die Stadt fit für eine smarte Zukunft zu machen. Das SmartSantander-Projekt liefert hier einen ersten Ansatz dafür, wie diese Analyse aussehen könnte.</p>
<p>Neben den Problemen der teilweise einseitigen Finanzierung und des datenschutzgerechten Sammelns der Informationen, stellt sich die grundsätzliche Frage, ob der Ansatz der datenbasierten Lösungsentwicklung nicht den Blick auf andere fortschrittliche Lösungen verstellt. Nicht immer müssen erst Daten gesammelt werden, um ein bestimmtes Problem zu erkennen. Aufgabe einer effizienten Stadtplanung könnte stattdessen auch sein, selbstständig Impulse für ein nachhaltiges Leben in der Stadt zu geben. Ein einfaches Beispiel verdeutlicht, warum die simple Angebot-Nachfrage-Logik rein datenbasierter Ansätze nicht zwangsweise zu mehr Nachhaltigkeit führt: Ein Sensor, der beispielsweise auf allen Straßen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen misst, signalisiert das Problem überlasteter Straßen. Auf den Fahrradwegen misst der Sensor allerdings kaum Benutzung. Ein Blick auf ausschließlich diese beiden Messungen suggeriert nach klassischer Angebot-Nachfrage-Logik, mehr Straßen und weniger Fahrradwege zu schaffen. Dass das allerdings nicht die Lösung für das Infrastrukturproblem ist, ist nur von außen klar ersichtlich. Datenbasiertes Stadtplanung kann also nur dann effektiv funktionieren, wenn auch von außen die richtigen Impulse gesetzt werden.</p>
<h3>Quo vadis, Smart City?</h3>
<p>Blickt man auf alle von uns vorgestellten Projekte, zeigt sich, dass die Debatte rund um die Smart City dort endet, wo sie begonnen hat: Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Städte. Neben all den Anforderungen, die eine steigende Urbanisierung mit sich bringt, stellt vor allem die transparente Kommunikation mit der lokalen Bevölkerung eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz der Smart City dar. Dabei gilt es, Berührungsängste gegenüber moderner Technik abzubauen und den Mehrwert der neuen Entwicklungen zu garantieren und verständlich zu erklären. Das beginnt bei einer Gewährleistung des Datenschutzes der Userinnen und User und endet bei der Festsetzung von ethischen Leitlinien für den Umgang mit moderner Technologie. Unabhängig davon, wie schillernd und prachtvoll, wie effizient oder gewinnbringend eine smarte Stadt auch sein mag – wird sie von ihren Bewohnerinnen und Bewohnern nicht verstanden oder gar nicht akzeptiert wird sie nicht die Stadt der Zukunft sein.</p>
<p><em><strong>Das war der letzte Teil unserer Smart-City-Sommerreihe. Die anderen Stationen der Reise waren: <a href="https://politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rio de Janeiro</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-2-kopenhagen-154895/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kopenhagen</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-3-dubai-154901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dubai</a> und <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-4-wien-154912/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wien</a>. Zum Übersichtsartikel geht es <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-eine-reise-durch-die-stadte-von-morgen-154873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</strong></em></p>
<hr />
<p>Titelbild: Tiia Monto via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Santander_-_Life_Bank.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikimedia</a>, CC-BY-SA 3.0, bearbeitet. Manuchi via <a href="https://pixabay.com/de/hintergrund-zusammenfassung-linie-2462431/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Smart Cities &#8211; Teil 4: Wien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Herrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Aug 2018 14:13:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sharing Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Smart City]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Energieversorgung]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Buzzword-Bingo der Digitalisierungsdebatte scheint sich ein Wort ohne Wenn und Aber den ersten Platz gesichert zu haben: Der neue [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Wien.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-154913 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Wien.png" alt="Smart Wien, Dieter_G via Pixapay, CC0, bearbeitet. Manuchi via Pixabay, CC0, bearbeitet." width="640" height="350" /></a></p>
<p>Im Buzzword-Bingo der Digitalisierungsdebatte scheint sich ein Wort ohne Wenn und Aber den ersten Platz gesichert zu haben: Der neue Hype heißt Blockchain. Auch in den Visionen der Smart Cities spielt die Blockchain eine tragende Rolle. Das Wiener Wohnprojekt „VIERTEL ZWEI“ zeigt, wie es der Technologie nun auch gelingen könnte, die Energieversorgung in der Stadt der Zukunft revolutionieren.</p>
<p>Seit einigen Jahren entsteht in der österreichischen Hauptstadt das Stadtentwicklungsprojekt <a href="http://viertel-zwei.at/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VIERTEL ZWEI</a>. Auf mehr als 120.000 m² entwickelt IC Development in unmittelbarer Nähe zum Wiener Prater ein Viertel, in dem Wohn-, Büro- und Geschäftsflächen entstehen sollen. Bis 2021 soll das „VIERTEL ZWEI“ das Zuhause von mehr als 10.000 Menschen werden. Dabei soll der Ortsteil zu einer grünen Oase im Herzen Wiens ausgebaut werden und gleichzeitig Raum für neue Ideen schaffen. Das innovative Wohnprojekt hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Viertel zu entwickeln, in dem es sich sowohl stadtnah als auch grün leben lässt. Neben dem Versuch, die Blockchain für eine Erneuerung der Energieversorgung zu nutzen, arbeitet das Wohnprojekt auch an <a href="http://viertel-zwei.at/images/pages/Zweitung-03.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">anderweitigen innovativen Lösungen</a> für ein modernes Zusammenleben. So werden beispielsweise Elektro-Autos zum Car-Sharing angeboten oder Wohnungen entworfen, die mit 32 m² das Konzept des minimalistischen Wohnens umsetzen. Die Idee, Strom per Blockchain weiter zu verkaufen, klingt im Vergleich zu diesen, mittlerweile etablierten Ansätzen äußerst innovativ. Das VIERTEL ZWEI begibt sich dabei auf bisher mehr oder weniger unbekanntes Terrain. Das Pilotprojekt zeigt, dass die Blockchain-Technologie nicht nur für Kryptowährungen, wie zum Beispiel den Bitcoin, Zukunftspotential bereithält.</p>
<h3>Blockchain – was war das nochmal?</h3>
<p>Analog laufen bisher viele Transaktion zwischen zwei Parteien über eine Drittpartei ab. Wer diese Drittpartei ist, hängt vom Produkt ab, das transferiert wird: bei einer Überweisung ist die Bank dieser Intermediär, beim Hauskauf ist es der Notar oder die Notarin. Eine Transaktion über eine Drittpartei auszuführen kostet Geld, verlangsamt den Prozess und setzt voraus, dass alle Beteiligten der Drittpartei vertrauen. Mit der Blockchain-Technologie fällt diese dritte Partei nun weg. Über das Internet können Transaktionen verschiedener Güter dezentral, das heißt ohne zentrale Überwachungspartei, abgewickelt werden. Wie genau eine Transaktion über die Blockchain abläuft, wird dabei oft am <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZU8pMQfnTq0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beispiel eines Kassenbuches</a> erklärt. In einer Art Online-Kassenbuch werden alle Transaktionen notiert, die zwischen zwei Parteien stattfinden. Dieses Kassenbuch ist dezentral. Das bedeutet, dass keine zentrale Instanz, wie beispielsweise eine Bank, das Kassenbuch überwacht, wie das bei einer klassischen Überweisung der Fall wäre. Stattdessen befindet sich das Kassenbuch in tausendfacher Kopie auf den Computern aller Blockchain-Mitglieder. Das Kassenbuch ist daher auch für alle einsehbar, es ist also nicht nur dezentral, sondern auch transparent. Zudem müssen alle Transaktionen verifiziert werden und anschließend für alle Teilnehmer sichtbar in einem sogenannten Block abgelegt werden. Wie genau die Transaktionen verifiziert werden, hängt von der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2473NHJtdFA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art der Blockchain</a> ab. Einmal abgelegt, lassen sich diese nicht mehr verändern. Transaktionen können also lückenlos und unveränderbar festgehalten werden. Das Kassenbuch ist damit potentiell also auch sicherer, da die Transaktionen nicht mehr nachträglich manipuliert werden können. Reihen sich verschiedene Blöcke aneinander, entsteht eine Kette von Blöcken: die Blockchain. Stark vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich bei der Blockchain also um eine Art dezentralisierte Datenbank, die es ermöglicht, Transaktionen über das Internet dezentral, transparent und somit auch potentiell sicherer durchzuführen.</p>
<h3>Strom-Sharing per Blockchain</h3>
<p>Das „VIERTEL ZWEI“ versucht nun, die Blockchain-Technologie im Bereich der Energieversorgung einzusetzen. Anwohnerinnen und Anwohner sollen dabei die Möglichkeit erhalten, den von ihnen zum Beispiel per Solarpanel erzeugten Strom weiterzuverkaufen, wenn sie ihn selbst nicht benötigen. Die Idee, nicht benötigten Strom weiter zu verkaufen, ist nicht neu, wohl aber der Ansatz, diesen <a href="https://politik-digital.de/news/energiewende-per-blockchain-152633/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weiterverkauf per Blockchain-Technologie</a> durchzuführen. Das bietet potentiell einige Vorteile. So fallen beispielsweise Drittparteien, die den Stromverkauf von Partei A zu Partei B normalerweise durchführen würden, weg. Dadurch kann der Prozess gewinnbringender werden, denn Kosten für Dritte, wie beispielsweise bei der Einspeisung ins Netz, entstehen erst gar nicht. Aktuell handelt es sich bei dem Versuch des Strom-Sharings per Blockchain allerdings noch um ein Pilotprojekt. Trotzdem bietet die Blockchain gerade im Bereich der Energieversorgung viel Potential und könnte ermöglichen, sich verändernde Lebensweisen stärker zu berücksichtigen. In Zeiten der zunehmenden Elektromobilität beziehen viele Userinnen und User zukünftig vielleicht nicht mehr nur an einem festen Wohnort Strom. Ein Stromvertrag, der beispielsweise nicht länger an Adressen gebunden ist, sondern stattdessen an Personen, könnte daher im Zusammenhang mit der Blockchain zukünftig an Bedeutung gewinnen, so Andreas Zeiselmair, von der Münchner Forschungsstelle für Energiewirtschaft gegenüber dem Online-Magazin <a href="https://futurezone.at/b2b/wie-die-blockchain-in-der-energiewirtschaft-eingesetzt-werden-kann/400042135" target="_blank" rel="noopener noreferrer">futurezone</a>.</p>
<h3>Grenzen und Grauzonen des Hypes</h3>
<p>Auf der anderen Seite bietet die Blockchain-Technologie auch Nachteile. Da es sich um eine verhältnismäßig neue und komplexe Technologie handelt, stellt derzeit vor allem die Skalierbarkeit noch immer ein Problem dar. Je mehr Menschen innerhalb einer Blockchain mitwirken, desto länger kann es unter Umständen dauern, Transaktionen zu verifizieren. Aus politischer und wirtschaftlicher Perspektive muss außerdem berücksichtigt werden, dass die Rechtslage für Blockchain-Firmen teilweise noch immer nicht eindeutig geklärt ist. Gerade im Energiesektor setzt der Staat strenge Regeln, um den Strombedarf der Bevölkerung zu sichern. Daher stellt die regulatorische Anpassung des Marktes besonders in diesem Sektor eine Herausforderung dar. Trotzdem bietet die Blockchain viel Potential, die Stromversorgung in der Stadt von morgen neu zu gestalten. Gerade die Selbstversorgung mit Öko-Strom könnte für viele Bewohnerinnen und Bewohner attraktiver werden, wenn der Weiterverkauf bei einer Überproduktion neu geregelt wird.</p>
<p>Im VIERTEL ZWEI können Bewohnerinnen und Bewohner in verschiedenen Workshops im Rahmen des „Urban Pioneers Community“-Programmes weitere Ideen für die Anwendung der Blockchain entwickeln. Inspiration für Anwendungsgebiete findet sich dabei in den <a href="https://multimedia.boerse.ard.de/alles-blockchain-oder-was#6133" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verschiedensten Bereichen</a>. So hielt der US-Bundestaat West Virginia beispielsweise im Mai diesen Jahres Wahlen ab, die es bestimmten Wählerinnen und Wählern ermöglichten, ihre Stimme auf einer <a href="https://de.cointelegraph.com/news/us-west-virginia-completes-first-blockchain-supported-state-elections" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mobilen, blockchain-basierten Plattform</a> abzugeben. Ein weiteres Beispiel bietet die Republik Moldawien, die aktuell versucht Menschenhandel mit Hilfe von <a href="https://www.btc-echo.de/moldawien-blockchain-gegen-menschenhandel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Identitätsnachweisen per Blockchain</a> zu unterbinden. Von Versicherungen bis hin zu politischer Teilhabe, das Potential der Blockchain erstreckt sich sektorenübergreifend. Es gilt also den Begriff Blockchain nicht ausschließlich mit Kryptowährungen, wie beispielsweise dem Bitcoin, zu verknüpfen, sondern auch in anderen Bereichen das Potential der Technologie hervorzuheben. Die Stadt Wien geht hier mit gutem Beispiel voran und bietet im VIERTEL ZWEI erste Ansätze dafür, wie auch die Stromversorgung der Zukunft von der Blockchain-Technologie profitieren könnte.</p>
<p><em><strong>Teil 5 befasst sich mit <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-5-santander-154917/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tausenden Sensoren in der spanischen Küstenstadt Santander</a>. Die weiteren Stationen auf unserer Smart-City-Reise sind: <a href="https://politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rio de Janeiro</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-2-kopenhagen-154895/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kopenhagen</a> und <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-3-dubai-154901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dubai</a>. Zum Übersichtsartikel geht es <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-eine-reise-durch-die-stadte-von-morgen-154873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</strong></em></p>
<hr />
<p>Titelbild: Dieter_G via <a href="https://pixabay.com/de/wien-prater-riesenrad-rummel-748651/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet. Manuchi via <a href="https://pixabay.com/de/hintergrund-zusammenfassung-linie-2462431/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Smart Cities &#8211; Teil 3: Dubai</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Herrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jul 2018 08:31:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Videoüberwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesichtserkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Smart City]]></category>
		<category><![CDATA[Roboter]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, stellt sich verstärkt die Frage nach der Sicherheit des öffentlichen Raumes. Die Wüstenstadt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Dubai.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-154902 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Dubai.png" alt="Smart Dubai, PublicDomainPictures via Pixapay, CC0, bearbeitet. Manuchi via Pixabay, CC0, bearbeitet." width="640" height="350" /></a>Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, stellt sich verstärkt die Frage nach der Sicherheit des öffentlichen Raumes. Die Wüstenstadt Dubai versucht aktuell diese Frage mit dem Einsatz von sogenannten „Robocops“ zu beantworten. Mit Hilfe von intelligenter Gesichtserkennung, Live-Videoübertragung oder eingebauten Touchpads sollen die Roboter der Polizei bei der Verbrechensbekämpfung im öffentlichen Raum helfen.</p>
<p>Im Rahmen seiner <a href="https://smartdubai.ae/en/About/Pages/AboutSmartDubai.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Smart Dubai“ Kampagne</a> hat sich die Stadt Dubai zum Ziel gesetzt, zur „glücklichsten und smartesten Stadt der Welt“ zu werden – so zumindest der Slogan der der Kampagne. Dabei sollen technologische Innovationen dazu beitragen, die Stadt „effizient, sicher und makellos“ zu gestalten. Ganz im Sinne dieses Kredos rollt seit Juni vergangenen Jahres der „Robocop“ (zu dt.: Polizei-Roboter) durch die Straßen der Millionenstadt. Der menschenähnliche Roboter soll mit Hilfe von verschiedenen technologischen Features der Polizei dabei helfen, die Stadt der Zukunft sicherer zu machen. In Zeiten von abstrakten Digitalisierungsbegriffen wie Big Data, Künstlicher Intelligenz (KI) oder Block Chains öffnet der Einsatz von Robotern einen Bereich des Fortschrittes, der weniger abstrakt erscheint. Denn roboterartige Helfer im Alltag symbolisieren das Klischee einer digitalisierten Zukunft so konkret, wie bisher wenig andere Erfindungen. Dubais „Robocop“ greift so die scheinbar verlorengegangene Debatte darüber auf, inwiefern es Robotern gelingen wird, die Zukunft durch direkte Interaktion mit dem Menschen zu verändern.</p>
<h3>Mit dem „Robocop“ zu mehr Sicherheit in der Stadt</h3>
<p>Mit seinen 1,70m, den 100kg Gewicht und der menschenähnlichen Statur erinnert der „Robocop“ durchaus an einen echten Polizisten. Eine dunkelgrüne Uniformkappe signalisiert schon von Weitem die Zugehörigkeit des Roboters, der Hände schütteln und salutieren kann. Eine Waffe trägt der neue Helfer der dubaiischen Polizei allerdings nicht. Stattdessen sollen die Robocops mit anderen technischen Features Verbrechen bekämpfen. Eine eingebaute Kamera ermöglicht beispielsweise die Gesichtserkennung vorbeilaufender Passantinnen und Passanten. Die Live-Bild-Übertragung soll der Polizei zusätzlich ermöglichen, belebte Orte in der Stadt besser zu überwachen und so beispielsweise unbeaufsichtigte Gepäckstücke schneller zu identifizieren. Ein etwa auf Brusthöhe des Roboters integriertes Touchpad soll außerdem die Kommunikation mit der lokalen Bevölkerung verbessern. Auf dem Bildschirm können verschiedene Servicefunktionen ausgewählt werden, wie beispielsweise das Melden eines verloren gegangenen Gegenstandes oder eines Unfalls. Zudem soll der Roboter in der Lage sein, Anzeigen oder Zahlungen von Strafzetteln entgegennehmen. In dringenden Fällen ermöglicht ein SOS-Button eine direkte Live-Schaltung zu einer Polizei-Zentrale in der Nähe, wie die lokale Tageszeitung <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_7zTP3LnHqc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Khaleej Times in einem Videobeitrag</a> berichtet. Der Roboter des spanischen Herstellers Paal Robotics soll nach Angaben der lokalen Polizei allerdings kein Pilotprojekt bleiben. Bis zum Jahr 2030 plant der Golfstaat, 25% seines Streifendienstes durch den Roboter zu ersetzen.</p>
<h3>Sicherheitsgewinn oder Orwell‘sche Rundum-Überwachung?</h3>
<figure id="attachment_154905" aria-describedby="caption-attachment-154905" style="width: 192px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/REEM_1.jpg"><img decoding="async" class="  wp-image-154905" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/REEM_1-305x542.jpg" alt="REEM_1, PAL Robotics, Judith Viladomat, bearbeitet. " width="192" height="341" /></a><figcaption id="caption-attachment-154905" class="wp-caption-text">Der neue Helfer der Polizei trägt eine Uniformkappe, um seine Zugehörigkeit zu signalisieren.</figcaption></figure>
<p style="text-align: left">In Dubai ist man überzeugt von den Vorteilen des „Robocops“, vor allem von seiner Betriebswirtschaftlichkeit. Der maschinelle Helfer von morgen sei in der Lage rund um die Uhr zu arbeiten, werde nicht krank und brauche keinen Urlaub, so der Generaldirektor des Automatisierungsprogramms der lokalen Polizei <a href="https://www.reuters.com/article/us-emirates-robocop/robocop-joins-dubai-police-to-fight-real-life-crime-idUSKBN18S4K8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters</a>. Auf der anderen Seite stößt die Vorstellung des Polizeiroboters auch auf kritische Stimmen. Vor allem die intelligente Gesichtserkennung knüpft dabei an eine Debatte an, die auch in Europa aktuell geführt wird. Die Diskussion darüber, ob mehr oder weniger Überwachung die Sicherheit im öffentlichen Raum erhöht ist, wird auch in Deutschland schon länger geführt. Spätestens seit der <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/test-zur-gesichtserkennung-an-bahnhof-in-berlin-startet-15132099.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einführung des Pilotprojektes</a> am Berliner Südkreuz, wird auch hier über die Vor- und Nachteile einer intelligenten Überwachung diskutiert. Neben der Grundsätzlichkeit der Debatte stellt sich dabei auch die Frage nach dem Datenschutz der Passanten und der observierten Personen. Wie lange werden die Aufnahmen gespeichert und was passiert mit sensiblen Daten? Muss ein explizites Einverständnis zum Filmen gegeben werden? Auch die Frage, ob ein Roboter in der Lage ist, in emotional herausfordernden Situationen das gleiche zwischenmenschliche Geschickt aufzuweisen, wie ein realer Mensch, bleibt offen. Mit der Einführung des Polizeiroboters erkundet Dubai auf vielfältige Weise bisher unentdecktes Terrain. Auch wenn sich Roboter in Bereichen wie Produktion und Fertigung mittlerweile längst etabliert haben, ist ihr Einsatz an der Schnittstelle zur direkten Interaktion mit dem Menschen nach wie vor gering.</p>
<h3>Der Roboter, dein Freund und Helfer</h3>
<p>Das US-amerikanische Magazin Forbes beschreibt den „Robo Cop“ bereits direkt nach seiner Vorstellung mit dem Adjektiv „<a href="https://www.forbes.com/sites/susannahbreslin/2017/06/03/robot-cop-dubai/#4946a9f36872" target="_blank" rel="noopener noreferrer">terrifiying</a>“ (zu dt.: erschreckend, angsteinflößend). Denn entgegen der Fiktion in Film und Fernsehen hat sich in der Realität die direkte Interaktion von Roboter und Mensch noch immer nicht etabliert. Über 35 Jahre ist es her, dass mit der Ausstrahlung der ersten Star-Wars-Filme die Idee des Roboters als Freund und Helfer der Menschen über die Leinwände flimmerte. Obwohl der Einsatz von Robotern auf vielfältige Weise helfen könnte, das Leben in der Stadt effizienter zu gestalten, dominiert noch immer eine gewisse Skepsis gegenüber den maschinellen Helfern. Laut der Medienpsychologin Martina Maar gilt es, diese Skepsis abzubauen. In einem <a href="https://www.zeit.de/2018/11/kuenstliche-intelligenz-roboter-alltag-haustier-betreuung-menschen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit dem ZEIT ONLINE Magazin</a> appelliert die Forscherin, Mensch und Maschinenwesen zu Freunden zu machen. Dabei liege der Schlüssel zum Glück darin, künstliche Intelligenz so zu programmieren, dass sich das menschliche Gegenüber wohlfühlt. Was schafft Vertrauen in Maschinen und wie kann dieses Vertrauen in der Roboterproduktion umgesetzt werden? Das Forschungsfeld der sogenannten „Robopsychology“ setzt sich mit genau diesen Fragen auseinander. Maar ist überzeugt: Roboter so zu programmieren, dass ihr Verhalten verständlich und vorhersehbar wird, nimmt den Menschen die Angst, von der Technik überholt oder gar ersetzt zu werden. Auch das Design des Roboters sei wichtig, so Maar. Der sogenannte „Uncanny-Valley-Effekt“ besagt, dass menschliche Züge einen Roboter sympathisch machen. Werden die Züge allerdings zu menschlich, überwiegt die Furcht vor der Maschine. Die Optik des „Robocops“ befolgt die Gesetze dieser Regel immerhin. Auch wenn der Polizei-Roboter teilweise menschliche Züge trägt, erinnert das schlichte, aus weißem Plastik geformte Gesicht klar an eine Maschine. Auch die Rollen, auf denen sich der „Robocop“ im Ernstfall schnell durch die Stadt bewegen kann, verdeutlichen auf den ersten Blick den Unterschied zu seinen menschlichen Kolleginnen und Kollegen. Wie die Bevölkerung Dubais nach einer Zeit der Eingewöhnung auf den Robocop reagiert, wird gespannt erwartet. Erste Evaluationsberichte zum Projekt „Robocop“ wurden bisher nicht veröffentlicht.</p>
<p><em><strong>Teil 4 befasst sich mit <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-4-wien-154912/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiener Wohnprojekt „VIERTEL ZWEI“</a>. Die weiteren Stationen auf unserer Smart-City-Reise sind: <a href="https://politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rio de Janeiro</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-2-kopenhagen-154895/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kopenhagen</a>, und <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-5-santander-154917/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Satander</a>. Zum Übersichtsartikel geht es <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-eine-reise-durch-die-stadte-von-morgen-154873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</strong></em></p>
<hr />
<p>Titelbild: PublicDomainPictures via <a href="https://pixabay.com/de/dubai-strand-meer-himmel-71072/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet. Manuchi via <a href="https://pixabay.com/de/hintergrund-zusammenfassung-linie-2462431/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p>Bild im Text:©PAL Robotics</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<item>
		<title>Smart Cities &#8211; Teil 2: Kopenhagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Herrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2018 13:32:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Big Data]]></category>
		<category><![CDATA[Smart City]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data Policy]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer Innovationen schaffen möchte, die Lösungen generieren, muss erst einmal Daten über das Problem sammeln. Damit möglichst viele Unternehmen selbst [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Kopenhagen.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-154896 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Kopenhagen.png" alt="Smart Kopenhagen" width="640" height="350" /></a>Wer Innovationen schaffen möchte, die Lösungen generieren, muss erst einmal Daten über das Problem sammeln. Damit möglichst viele Unternehmen selbst aktiv nach Lösungen für ein besseres Zusammenleben in der Stadt suchen können, arbeitet Dänemarks Hauptstadt aktuell daran, ihre Stadtnutzungsdaten online zu veröffentlichen. Geschaffen wird also eine Art „Big Data Marketplace“, auf dem Daten erkundet, erworben oder selbst hochgeladen werden können.</p>
<p>Bis zum Jahr 2025 soll Dänemarks Hauptstadt nicht nur CO<sub>2</sub>-neutral werden, sondern auch zur Smart-City. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen möglichst viele Investoren mit anpacken. Mit einem digitalen Marktplatz, auf dem der Kauf und Verkauf sowie die gemeinsame Nutzung von Daten ermöglicht werden soll, versucht Kopenhagen nun, Innovationen im Bereich der Stadtentwicklung voran zu treiben. Die Online-Plattform trägt den Namen „<a href="https://www.hitachivantara.com/en-us/pdf/white-paper/hitachi-service-overview-city-data-exchange.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">City Data Exchange (CDE)</a>“ und ist eine Kollaboration der Stadt Kopenhagen, der Hauptstadtregion Dänemark und des Technik-Konzerns Hitachi. Ziel des Projektes ist es, eine Plattform zu schaffen, die öffentliche und private Daten kombiniert. So soll der Informationsaustausch zwischen öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft gefördert werden.</p>
<p>Aktuell stellt die Plattform hauptsächlich Rohdaten zur Verfügung, im weiteren Verlauf soll das Angebot aber auch durch entsprechende Analysewerkzeuge ergänzt werden. Dabei bietet der CDE Daten in verschiedenen Kategorien an, wie beispielsweise in den Bereichen Infrastruktur, Geschäftsdaten und Wirtschaft, Klima und Umwelt oder Wohnhäuser. Kunden der Plattform sind damit alle, die ein Interesse daran haben, was Kopenhagen, seine Unternehmen und seine Bevölkerung bewegt. Von Behörden über Stadtplanungsämter bis hin zu Telekommunikationsnetzwerken oder Geschäftsinhaberinnen und -inhabern: vielfältige Branchen haben ein potentielles Interesse an den Daten. Kopenhagens digitaler Daten-Marktplatz zeigt, dass die Frage nach dem Umgang mit „Big Data“ letztendlich entscheidend dazu beiträgt, ob sich eine Stadt zur Smart City entwickeln kann.</p>
<h3>Ein digitaler Marktplatz für öffentliche und private Daten</h3>
<p>Das Prinzip des digitalen Marktplatzes ist nicht neu, sondern setzt letztendlich um, was seit Jahrhunderten auf Marktplätzen rund um den Globus funktioniert. Statt Obst oder Gemüse werden Datenmengen zum verkauften Produkt und finden einfach und transparent Abnehmerinnen und Abnehmer. Das Besondere daran: Datenanalyse ist damit nicht länger nur denen vorbehalten, die in der Lage sind, große Datenmengen selbst zu sammeln. Anders ausgedrückt, nicht jeder der Gemüse verarbeitet, muss nun noch einen Acker besitzen. Kopenhagens digitaler Big-Data-Marktplatz ermöglicht Unternehmen und Privatpersonen exakt die Daten zu erwerben, die sie für ihre Zwecke benötigen. Das schafft mehrere Vorteile. Zum einen müssen Daten nicht für jedes Projekt neu gesammelt werden, sondern können zeitgleich für verschiedene Projekte benutzt werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch wertvolle Arbeitskraft, die bisher vor jeder Datenanalyse in den Prozess der Datenerhebung fließen musste. Mit den CDE soll also auch kleineren Unternehmen die Chance geboten werden, sich an der Gestaltung der Stadt von morgen zu beteiligen. Zudem ermöglicht der Daten-Marktplatz eine bessere Übersicht bezüglich bisher gesammelter Informationen. Das generiert ein besseres Bewusstsein für Nutzungsbereiche, in denen bisher wenig oder gar keine Daten vorliegen. Schlussendlich, so erhofft sich zumindest die Stadt Kopenhagen, bietet der Big-Data-Marketplace eine Chance, Kreativität und Innovation im Bereich der Stadtentwicklung zu steigern. Probleme, die das Leben in der Stadt erschweren, sind unter Umständen noch gar nicht identifiziert und können an Hand der zur Verfügung gestellten Daten schneller und effizienter lokalisiert werden.</p>
<h3>Wer zahlt die Standgebühren?</h3>
<p>Mitinitiiert wird das Projekt vom japanischen Technik-Konzern Hitachi. Das Unternehmen entwickelte selbst beispielhaft zwei Anwendungen auf Basis der zur Verfügung gestellten Daten, um den Mehrwert der Plattform zu veranschaulichen. Wie so oft auf dem Markt der „Smart City“ Innovationen, steht also auch hier ein Konzern hinter der Entwicklung und Realisierung des Projektes. Die Problematik der Abhängigkeit besteht daher auch beim CDE. Auch wenn die Plattform in Zusammenarbeit mit der Stadt Kopenhagen und der Hauptstadtregion Dänemark entstand, so birgt die Zusammenarbeit mit Technik-Riesen wie Hitachi immer die Gefahr, die Anwendung des entsprechenden Anbieters zu präferieren. Dass sich der CDE den Austausch von privatwirtschaftlichen und öffentlichen Daten zu Aufgabe macht, erklärt die Kooperation zwischen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Trägern des Projektes aber zumindest teilweise. Laufende Kosten der Online-Plattform werden aktuell noch durch Service-Gebühren und Abonnements gedeckt. Auch wenn der Datenzugang damit nicht komplett „for free“ ist, sind die Kosten noch immer um ein vielfacheres geringer als die einer eigenen Datenerhebung.</p>
<h3>„Big Data“ als Konsumgut</h3>
<p>Letztendlich beschäftigt sich Kopenhagens digitaler Daten-Marktplatz mit der Frage, ob Datenmengen künftig als „normales“ Konsumgut etabliert werden können. Der Abstraktionsgrad von Begriffen wie „Big Data“ ist nur einer der zahlreichen Gründe, die bisher verhinderten, dass Daten, wie andere Produkte auch, erworben und konsumiert wurden. Datenmengen erscheinen für Fachfremde oft wenig greifbar und laufen daher Gefahr, den Status eines „normalen“ Produkts zu verlieren. Obwohl sich viele Anbieter heutzutage nicht direkt mit der von Ihnen angebotenen Dienstleistung, sondern mit den dabei erworbenen Daten finanzieren, besitzen Datenmengen bisher kaum transparente Preisschilder. Userinnen und User willigen oftmals ein, ihre Daten zu abzugeben und sind sich dabei teilweise nicht bewusst, dass diese Daten überhaupt einen Wert besitzen. „I want to know how much I pay for my data. Do I pay to much?“ so auch Dr. Monika Lessl, Leiterin der Abteilung „Corporate Innovation and Research &amp; Development“ des DAX-Unternehmens BAYER, vergangene Woche bei einer Veranstaltung der Telefonica in Berlin. Wie viel sind meine Daten wert, wem nutzen sie und wie können wir einen transparenten Markt schaffen, auf dem nachvollzogen werden kann, wer welche Daten wie konsumiert? Ein Bewusstsein für den finanziellen Wert von Daten bildet die Grundlage für eine effektive und sichere Nutzung von Big Data. Der City Data Exchange der Stadt Kopenhagen könnte dabei einen ersten Meilenstein am Rande des Weges hin zu einem transparenten, sicheren und nutzerfreundlichen Umgang mit dem Konsumgut „Big Data“ markieren.</p>
<p><em><strong>Teil 3 befasst sich mit den <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-3-dubai-154901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Robocops&#8221; in Dubai</a>. Die weiteren Stationen auf unserer Smart-City-Reise sind: <a href="https://politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rio de Janeiro</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-4-wien-154912/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wien</a> und <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-5-santander-154917/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Satander</a>. Zum Übersichtsartikel geht es <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-eine-reise-durch-die-stadte-von-morgen-154873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</strong></em></p>
<hr />
<p>Titelbild: saskiakoopmans0 via <a href="https://pixabay.com/de/kopenhagen-segeln-urlaub-858271/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet. Manuchi via <a href="https://pixabay.com/de/hintergrund-zusammenfassung-linie-2462431/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Smart Cities &#8211; Teil 1: Rio de Janeiro</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Herrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jul 2018 09:50:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Smart City]]></category>
		<category><![CDATA[Virtual Reality]]></category>
		<category><![CDATA[Data Crowdsourcing]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff „Smart City“ suggeriert westlichen Wohlstand und kostspielige Investitionen. Die App „Smart Favela“ zeigt, dass auch weniger wohlhabende Gebiete [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Rio.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-154889 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Rio.png" alt="Blick auf Rio de Janeiro, ASSY via Pixapay, CC0, bearbeitet. Manuchi via Pixabay, CC0, bearbeitet." width="640" height="350" /></a>Der Begriff „Smart City“ suggeriert westlichen Wohlstand und kostspielige Investitionen. Die App „Smart Favela“ zeigt, dass auch weniger wohlhabende Gebiete von neuen Technologien profitieren können. Eine interaktive, dreidimensionale Stadtkarte ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern in den Slums der brasilianischen Großstadt, aktiv und basisdemokratisch an der Entwicklung ihrer Stadt mitzuwirken.</p>
<p>Egal an welchen Ort der Welt wir reisen, der Kartendienst unseres Smartphones ermöglicht uns direkte Orientierung vor Ort, unabhängig von Landessprache oder Stadtkenntnissen. Dank Google Maps wissen wir immer, wo wir uns gerade befinden und wie lange der Supermarkt um die Ecke heute noch geöffnet hat. Auch Wirtschaft und Politik profitieren von den Kartendiensten privater Anbieter. Dass Großmächte wie Google und Co. noch nicht alle Ecken und Enden dieser Erde kartographiert haben, erscheint gerade deshalb aus europäischer Perspektive kaum vorstellbar. Der erste Artikel unserer Sommerreihe stellt daher ein Projekt aus Rio de Janeiro vor, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Stadtentwicklung mit Hilfe von interaktiven Kartendiensten zu demokratisieren. Das Projekt zeigt, wo Großkonzerne in Sachen Stadtplanung an ihre Grenzen stoßen und weshalb das Konzept „Smart City“ auch in weniger wohlhabenden Gebieten funktionieren kann.</p>
<h3>Nicht kartographierte Gebiete bleiben Niemandsland</h3>
<p>In Rio de Janeiro leben schätzungsweise 30% der Bevölkerung in sogenannten Favelas, den Slums der Stadt. Trotzdem wurden bis 2014 nur etwa 0,001% Prozent der Favelas kartographiert. Zahlreiche kleine Gassen, unentdeckte Abkürzungen und provisorische Unterkünfte prägen das Bild der Favelas als undurchdringbares Dickicht des Großstadtdschungels. Die soziale Spaltung der Bevölkerung Brasiliens macht sich demnach auch auf der Stadtkarte bemerkbar. Gebiete, die als schwarzer Fleck auf der Karte erscheinen, bleiben unsichtbar. Die fehlende Präsenz der Favelas auf den Karten steht dabei stellvertretend für das fehlende Bewusstsein über die Bedürfnisse ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Ein Gebiet, in dem weder Straßennamen, Kanalisation oder Orte der medizinischen Erstversorgung erfasst sind, bietet wenig Aufschluss darüber, wie die Situation der Menschen vor Ort verbessert werden kann. Dass ein Großteil der Bevölkerung in den Favelas mit dem eigenen Smartphone online ist, könnte jetzt genau das ändern. Denn auch wenn es an vielen grundlegenden Dingen wie Infrastruktur oder Wasserversorgung noch immer mangelt, das Smartphone zählt mittlerweile auch in den Slums zu den grundlegenden Helfern des Alltags.</p>
<h3>Stadtplanung als Virtual Reality Game</h3>
<p>Die Initiative „tá no mapa“ (zu Dt.: Es ist auf der Karte) versuchte bereits vor einigen Jahren, gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Favelas umfassende Karten der Regionen zu erstellen. Das französische Tech-Start-Up „toolz“ wagt sich mit der <a href="http://www.toolz.fr/uk/en_EN/projet_en.php?inc_smart_favela_en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">App „Smart Favela“</a> noch einen Schritt weiter. Mit Hilfe ihres Smartphones können die Bewohnerinnen und Bewohner der Favelas selbst aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitwirken. Die App bildet einen digitalen Avatar der Favela ab, der alle Details dreidimensional wiedergibt.</p>
<figure id="attachment_154891" aria-describedby="caption-attachment-154891" style="width: 305px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Favela-Screenshot.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-154891 size-medium" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Favela-Screenshot-305x225.jpg" alt="Smart Favela Screenshot" width="305" height="225" /></a><figcaption id="caption-attachment-154891" class="wp-caption-text">Anwohnerinnen und Anwohner können direkt in der App über neue Investitionen abstimmen.</figcaption></figure>
<p>Doch die Gebiete sollen im Gegensatz zu vorangegangenen Projekten nicht vorrangig kartographiert, sondern mit Hilfe von „Smart Favela“ interaktiv gestaltbar werden. Stadtplanerinnen und Stadtplaner können zukünftige Investitionen innerhalb des 3D-Models problemlos visualisieren. Diese werden dann von der Bevölkerung in der App bewertet. Anwohnerinnen und Anwohner erhalten so die Möglichkeit, Anregungen oder Kritik zu üben oder selbst Vorschläge für neue Projekte einzureichen. Konzipiert ist die App in Anlehnung an ein Virtual Reality Game, in dem spielerisch ausprobiert werden kann, in welche Richtung sich eine Stadt effektiv entwickelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>„Smart Favela“ ermöglicht Teilhabe und Entscheidungsfreiheit</h3>
<p>Als die brasilianische Regierung vor wenigen Jahren in teure Seilbahnen investierte, die über die Favelas schwebten, zeigte sich die lokale Bevölkerung wenig beeindruckt. Der Vorwurf, lieber in prestigeträchtige Projekte zu investieren anstatt in die Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort, wurde laut. Auch ein Versuch des Anbieters Google Maps, die Favelas von Rio zu kartographieren, traf auf wenig Unterstützung in der Bevölkerung. Der Konzern hatte Straßen beispielsweise in Eigeninitiative benannt und sorgte so für erhebliche Missverständnisse. Im Gegensatz zu bisherigen Versuchen, Gebiete wie die brasilianischen Favelas zu kartographieren, bezieht die „Smart Favela App“ erstmals die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in den Gestaltungsprozess ihrer Heimat mit ein. Die Möglichkeit Vorschläge einzureichen schafft dabei ein besseres Bewusstsein für die Probleme der Anwohnerinnen und Anwohner. Zudem schafft die App, was bisher keinem der Großprojekte Rio de Janeiros gelang: Legitimation. Die Einbindung der Bevölkerung sorgt so auf simple Weise letztendlich auch für eine größere Akzeptanz der neuen Investitionen.</p>
<h3>Data Crowdsourcing als Zukunftsmodell?</h3>
<p>Viele Projekte, die die Städte von morgen intelligenter und digitaler machen sollen, stoßen schon heute auf erhebliche Finanzierungsprobleme. Die Währung, an der es mangelt, ist dabei nicht immer Geld, auch Daten sind knapp. Große Technikkonzerne verfügen sowohl über die finanziellen Mittel, als auch über zahlreiche Userdaten – beides erscheint unerlässlich, um Innovation zu schaffen. Der Ansatz des „Data Crowdsourcing“ erfreut sich deshalb nicht nur bei den Macherinnen und Macher der „Smart Favela“-App großer Beliebtheit. Dabei werden die Daten dort erhoben, wo sie entstehen: bei den Benutzerinnen und Benutzern einer Anwendung. Einfacher gesagt, unter „Data Crowdsourcing“ versteht man den Aufbau eines Datensatzes mit Hilfe einer großen Gruppe an Helferinnen und Helfern, die den Datensatz auf freiwilliger Basis nach eigenem Wissenstand optimieren und ergänzen.</p>
<p>Auch wenn „Data Crowdsourcing“ das Problem der Finanzierung zu schmälern weiß, so bleibt der Datenschutz der Benutzerinnen und Benutzer ein Problem. Unabhängig von der Quelle der Daten stellt sich die Frage, wie genau der digitale Avatar der Stadt beispielsweise privates Eigentum abbildet. Wie genau bildet die App meinen Hinterhof ab, wenn dieser an eine öffentliche Straße anschließt? Auch wenn sich mittlerweile andere Großstädte, wie beispielsweise Paris oder Bordeaux, interessiert an der „Smart Favela“ App zeigen, bleibt Datenschutz eine der zentralen Herausforderungen des Pilotprojektes. Das Prinzip des Data Crowdsourcing birgt trotzdem Zukunftspotential. Spätestens seit der Erfolgsgeschichte von Wikipedia steht außer Frage, dass Schwarmwissen in den unterschiedlichsten Kontexten gewinnbringend eingesetzt werden kann. Auch für die „Smart City“ bietet sich hier also eine Chance. Besonders da große Teile der Bevölkerung vielen neuen Entwicklungen in ihrem direkten Lebensumfeld noch immer skeptisch gegenüberstehen, bieten neue Formen des Feedbacks Chancen für einen verbesserten Austausch. Geplante Projekte könnten mit Hilfe von Virtual Reality beispielsweise erfahrbarer werden und auch Feedback könnte einfacher integriert werden. Hier bietet sich zumindest theoretisch die Chance, den Menschen mit Hilfe von Technik verstärkt in die Entwicklungen einzubinden, die sein direktes Lebensumfeld betreffen. Ob wirklich alle Bewohnerinnen und Bewohner offen wären, ein solches Angebot auch zu nutzen, ist dabei allerdings nicht gegeben.</p>
<p><em><strong>Teil 2 befasst sich mit einem <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-2-kopenhagen-154895/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitalen Marktplatz für öffentliche und private Daten in Kopenhagen</a>. Die weiteren Stationen auf unserer Smart-City-Reise sind: <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-3-dubai-154901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dubai</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-4-wien-154912/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wien</a> und <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-5-santander-154917/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Satander</a>. Zum Übersichtsartikel geht es <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-eine-reise-durch-die-stadte-von-morgen-154873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</strong></em></p>
<hr />
<p>Titelbild: ASSY via <a href="https://pixabay.com/de/rio-de-janeiro-blick-auf-corcovado-1145762/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet. Manuchi via <a href="https://pixabay.com/de/hintergrund-zusammenfassung-linie-2462431/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p>Bild im Text: Screenshot toolz.fr</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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			</item>
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		<title>Smart Cities: Eine Reise durch die Städte von morgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Herrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 08:53:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Smart City]]></category>
		<category><![CDATA[Urbanisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Strom-Sharing mit den Nachbarn, Polizei-Roboter mit Webcam oder Stadtnutzungsdaten, die für alle Anwohnerinnen und Anwohner frei zugänglich sind. Sogenannte „Smart [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Bild-Smart-City.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-154874 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Bild-Smart-City.png" alt="12019 via Pixapay, CC0, bearbeitet. Manuchi via Pixabay, CCo, bearbeitet." width="640" height="350" /></a>Strom-Sharing mit den Nachbarn, Polizei-Roboter mit Webcam oder Stadtnutzungsdaten, die für alle Anwohnerinnen und Anwohner frei zugänglich sind. Sogenannte „Smart Cities“ sollen den Problemen der steigenden Urbanisierung mit Hilfe von modernster digitaler Technik kreativ entgegenwirken. Doch was ist dran an den Lösungsansätzen der Digitalisierung? Bietet das digitale Zeitalter ausreichend Möglichkeiten, die wachsenden Herausforderungen des Städtewachstums zu meistern oder droht dabei eine Kollision mit dem Datenschutz? In unserer Sommerreihe stellen wir fünf Beispiele aus Großstädten vor, in denen die Smart City längst zur Realität geworden ist.</p>
<p>Im Jahr 2050 werden voraussichtlich rund <a href="https://esa.un.org/unpd/wup/publications/files/wup2014-highlights.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">75% der Weltbevölkerung</a> in urbanen Regionen ansässig sein, Tendenz steigend. Wachsende Treibhausgasemissionen, ein Mangel an Wohnraum und eine nicht ausreichende Infrastruktur sind nur einige Beispiele für die Probleme, die steigende Urbanisierung mit sich bringt. Die Smart City – die intelligente und vernetzte Stadt – ist zum Schlagwort für die Lösung dieser Probleme avanciert. Laut dem „Committee of Digital and Knowledge-Based Cities“ ist die Smart City eine Stadt, in der Ziele wie Nachhaltigkeit, Wirtschaftswachstum und ein hoher Lebensstandard mit Hilfe von modernsten Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) umgesetzt werden. Kurz gesagt, eine Smart City setzt IKT gezielt ein, um das Leben in der Stadt auf vielfältige Art und Weise zu verbessern. Dabei gilt vor allem das Gebot der Effizienz, denn Zeit-, Geld- und Energieersparnis sind die deklarierten Ziele der intelligenten Stadt. Verbesserte Infrastruktur, intelligenter Wohnraum oder mehr Sicherheit sind nur wenige Beispiele für die potentiellen Gewinne der Smart Cities, wie in diese <a href="https://de.rs-online.com/web/generalDisplay.html?id=i/smart-city-technologien-einfach-erklart" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Infografik</a> dargestellt. Vor allem in Kombination mit den sich verändernden Werten und Einstellungen der <a href="https://www.zeit.de/2013/11/Generation-Y-Arbeitswelt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Generationen Y und Z</a>, die andere Ansprüche an das Leben in der Stadt stellen als vorherige Generationen, erscheinen neue Gestaltungsansätze essentiell.</p>
<h3>Grenzgebiet Datenschutz und Finanzierung</h3>
<p>Ungeachtet der Vorteile der Smart City bereitet vor allem die Frage nach dem Datenschutz vielerorts Sorge. Müssen Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch Besucherinnen und Besucher explizit ihre Erlaubnis geben, wenn die Straßenlaterne in ihrer Straße zukünftig Bewegungsmuster speichert? Welche Rückschlüsse erlaubt der von einem Smart Meter protokollierte Stromverbrauch über mein Leben? Und wer erlaubt dem „Robo Cop“ (zu dt.: Polizei-Roboter) eigentlich, mich zu filmen, während ich meine täglichen Einkäufe in der Stadt erledige? Besonders für die Bewohnerinnen und Bewohner der intelligenten Stadt könnte der Schutz ihrer Daten zum Problem werden. Denn eine Stadt, die die Daten ihrer Bürger ungefragt sammelt, stößt auch auf Widerstand. So hat die Stadt Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien im Mai dieses Jahres beispielsweise ein neues Gesetz erlassen, das dieses Problem aufgreift. Entschieden wurde, dass eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern einen Bericht über die Auswirkungen von neu in der Stadt eingesetzten Technologien verfasst. Von dieser Bewertung hängt dann ab, wie diese Technologie zukünftig in der Stadt eingesetzt wird. Ein erster Versuch einer Stadt, ihren Bürgerinnen und Bürgern mehr Gestaltungsfreiräume im Hinblick auf die Entwicklung ihres Umfelds zu gewähren.</p>
<p>Neben dem Datenschutz stellt sich auch die Frage nach der Finanzierung der Städte von morgen. Tech-Konzernriesen wie Intel oder Huawei sehen in aufwändigen Pilotprojekten ihre Chance, den technologischen Wandel im Bereich Stadtentwicklung zu beflügeln. Da die eigene Technologie dabei selbstverständlich als Universallösung vermarket wird, kommt technischen Mängeln oder preisgünstigeren Alternativlösungen unter Umständen nicht die Aufmerksamkeit zu, die ihnen zusteht. Auf Grund der fehlenden finanziellen Mittel bleibt der Markt der Zukunftsstädte daher nur bedingt ein Markt, der bottom-up von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Städte gestaltet werden kann.</p>
<h3>Der Begriff „SmartCity“ bleibt vor allem eines: abstrakt</h3>
<p>Unabhängig von seinen Vor- oder Nachteilen ist der Begriff „Smart City“ ist zum Buzzword für Innovation und Zukunftsvision geworden. Dabei bleibt er vor allem eines: abstrakt. Was genau an der Smart City eigentlich smart ist, darunter können sich viele Bürgerinnen und Bürger noch immer wenig vorstellen. Eine <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Was_die_Deutschen_ueber_Algorithmen_denken.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie der Bertelsmann Stiftung</a> beispielsweise zeigt, dass 45% der Befragten zum Begriff „Algorithmus“ spontan nichts einfällt. Weitere 43% der Befragten sind unentschieden, ob Algorithmen mehr Chancen oder Risiken bedeuten. Diese Ergebnisse untermauern ein Problem, das in vielen Bereichen auftritt, in denen der technologische Fortschritt Einzug hält. Vor allem das fehlende technologische Verständnis verursacht Berührungsängste bei Userinnen und Usern. Ähnlich geht es der Smart City. Fehlendes technisches Know-How verstärkt das Gefühl des Kontrollverlustes. Rasante technologische Entwicklungen, so gewinnbringend sie auch sein mögen, erfordern gerade deshalb auch immer eine Betrachtung und Akzeptanz von allen Seiten. Dabei sollte gerade Fachfremden ermöglicht werden, sich ausreichend zu informieren.</p>
<h3>Die Sommerreihe „Smart Cities: Eine Reise durch die Städte von morgen“</h3>
<p>Auch wenn sich Befürworter und Gegner noch nicht einig sind, wie die Umsetzung der Smart City voranschreiten soll, so ist vor allem eines sicher: Die Smart City kommt. Vielmehr noch, an vielen Orten ist sie – zumindest in Teilbereichen &#8211; bereits zur Realität geworden. Dabei bieten sich neben Vorteilen für Bewohnerinnen und Bewohner auch attraktive Investitionsmöglichkeiten für Wirtschaft und Handlungspotenziale für die Politik. Der Markt wächst und es gilt, sich umzuschauen. Wie setzen andere Städte Projekte um, die ihrer Stadt zu einer intelligenten und vernetzten Zukunft verhelfen sollen?</p>
<p>In unserer Sommerreihe stellen wir fünf konkrete Beispiele vor, die zeigen, dass die Smart City kein Begriff ist, der abstrakt blieben muss. Wir beleuchten Projekte aus Großstädten rund um den Globus und berichten dabei nicht nur über deren Aufbau, sondern fragen auch nach dem Mehrwehrt, den das Projekt für Verbraucherinnen und Verbraucher darstellt. Wie steht es um den Datenschutz der einzelnen Projekte und wie finanziert sich das, was nach einer glänzenden Zukunft aussieht? Unsere Reise durch die Städte von morgen bietet erste Antworten.</p>
<p><strong><em>Teil 1 befasst sich mit dem Projekt <a href="https://politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Favelas in Rio de Janeiro</a>. Die weiteren Stationen auf unserer Smart-City-Reise sind: <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-2-kopenhagen-154895/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kopenhagen</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-3-dubai-154901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dubai</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-4-wien-154912/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wien</a> und <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-5-santander-154917/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Satander</a>.</em></strong></p>
<hr />
<p>Titelbild: Hong Kong via <a href="https://pixabay.com/de/hong-kong-stadt-st%C3%A4dtischen-1990268/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet. Manuchi via <a href="https://pixabay.com/de/hintergrund-zusammenfassung-linie-2462431/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Herbstkonferenz 2017: Deutsche Städte sollen vollständig digitalisiert werden</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/herbstkonferenz-2017-deutsche-staedte-sollen-vollstaendig-digitalisiert-werden-153498/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Oct 2017 11:34:36 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<category><![CDATA[Breitbandausbau]]></category>
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					<description><![CDATA[Laut dem Digital Economy and Society Index (DESI) ist Deutschland aktuell nur auf Platz 11 in Sachen Digitalisierung. Spitzenreiter sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fdp-artikelbild.png"><img decoding="async" class=" size-full wp-image-152941 alignnone" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/München-Glasfaser.png" alt="fdp artikelbild" width="640" height="280" /></a>Laut dem Digital Economy and Society Index (<a href="https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/desi">DESI</a>) ist Deutschland aktuell nur auf Platz 11 in Sachen Digitalisierung. Spitzenreiter sind Länder wie Dänemark, Finnland und Schweden. Die Debatte um Glasfaserausbau, Smart City &amp; Co. findet zunehmend in Deutschland statt, so auch während dem Broadband World Forum in Berlin.</p>
<p>Die <a href="http://initiatived21.de/arbeitsgruppen/deutsche-breitbandinitiative/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Breitbandinitiative</a> lud am 25.10.2017 zu einer Herbstkonferenz in Berlin ein. Experten aus verschiedenen Bereichen diskutierten das Thema: „Digitale Transformation der Städte – Wandel, Folgen und Chancen“ und argumentierten aus verschiedenen Perspektiven für die Digitalisierung der deutschen Städte.</p>
<p>In einer allgemeinen Diskussionsrunde sprachen sich Gäste, wie die Geschäftsführerin der Initiative D21 e.V. Lena-Sophie Müller oder der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern Christian Pegel für das Voranbringen der Digitalisierung in deutschen Städten aus. Deutschland sei in Fragen der Digitalisierung weit hinter anderen EU-Ländern. Estland mache mit sehr gutem Beispiel vor, welche Vorteile dieser Fortschritt mit sich bringe, argumentieren die Podiumsgäste. In Estland sei es mittlerweile üblich, online zu wählen, sich umzumelden oder auch eine Firma anzumelden. Behördengänge und lange Warteschlangen seien Vergangenheit. Digitalisierte Städte würden einen besseren Lebensstandard ermöglichen, so die Meinung der Gäste. Wichtig sei hierbei die aktive Unterstützung seitens der Politik, um mit angemessener Geschwindigkeit den Ausbau von Glasfasern zu gewährleisten.</p>
<p>In einem weiteren Vortrag, präsentiert durch Nicole Gargitter, Leiterin der Telekommunikation der Stadtwerke München, wurde der Stand des Glasfaserausbaus der Stadt München dargestellt. Die Stadt erfahre, betont Gargitter, starke politische Unterstützung seitens der Landeshauptstadt und könne damit von dem schnellsten und modernsten Datennetz Europas profitieren. Langfristig sei das Ziel, jedes Gebäude mit einem Glasfaseranschluss zu versehen und öffentliches sowie leistungsstarkes WLAN in der ganzen Stadt zu gewährleisten. Mit dem Pilotprojekt <a href="https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Arbeit-und-Wirtschaft/Europa/Smart-Cities/Leuchtturm-Smarter-Together.html"><em>Smarter Together</em></a> soll der Münchner Stadtteil Neuaubing-Westkreuz/Freiham mit Hilfe neuester Technologie und intelligent genutzter Daten die CO2-Emission bis zu 20% reduzieren, mehr als 20 Prozent erneuerbare Energien nutzen und die Energieeffizienz um mehr als 20 Prozent steigern.</p>
<p>Die Herbstkonferenz gab gute Einblicke in das komplexe Thema und sensibilisierte für die Notwendigkeit des Glasfaserausbaus in deutschen Städten, um weiterhin wettbewerbsfähig auf dem Markt zu bleiben. Kritische Debatten um Themen wie Datenschutz oder Einschränkung der Privatsphäre fanden bedauerlicherweise genauso wenig statt wie die Frage nach der Finanzierung des Glasfaserausbaus. So gestaltete sich die Herbstkonferenz aufschlussreich und informativ – jedoch auch homogen und einseitig in der Positionierung der Podiumsgäste.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/m%C3%BCnchen-nacht-stra%C3%9Fe-autos-342825/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay.com</a>,  <a href="https://pixabay.com/de/service/terms/#usage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Daten und ihre Ideen – Was kann Open Data noch?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2016 15:49:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[Österreich steht an der Spitze des E-Government. Die Verwaltung in der Alpenrepublik bietet bereits heuet viele Onlinedienste an. Im Wettbewerb [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wien-österreich-denkmal-parlament-1440547-by-domeckopol-via-pixabay-licensed-under-cc0-e1466696291824.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-149597" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wien-österreich-denkmal-parlament-1440547-by-domeckopol-via-pixabay-licensed-under-cc0-e1466696291824-630x276.jpg" alt="wien-österreich-denkmal-parlament-1440547 by domeckopol via pixabay licensed under cc0" width="630" height="276" /></a>Österreich steht an der Spitze des E-Government. Die Verwaltung in der Alpenrepublik bietet bereits heuet viele Onlinedienste an. Im Wettbewerb „Daten suchen Ideen, Ideen suchen Daten“, sind kreative Köpfe dazu aufgerufen, neue Möglichkeiten im Bereich Open Data zu entwickeln.</p>
<p><strong>Daten über Daten</strong></p>
<p>Daten werden immer wichtiger, doch wozu brauchen wir sie? Bis zum 29. Februar 2016 hatten Entwickler die Möglichkeit, bei der <a href="https://www.digitales.oesterreich.gv.at/open4data-2016">open4datachallenge 2016</a>, innovative Projekte zur Nutzung von Open Data einzureichen. Anschließend konnten interessierte User über die einzelnen Beiträge abstimmen. Die besten Ideen werden am 28. Juni im Wiener Bundeskanzleramt ausgezeichnet.</p>
<p>Dabei sollen vor allem neue Datendienste im Bereich Stadt, Verkehr, Umwelt und Freizeit entwickelt werden. In drei Kategorien werden die Preise vergeben: Datensätze, Ideen und Lösungen.</p>
<p>Der Bereich Ideen beschäftigt sich damit, Ansätze zu finden, wie sich das bestehende Datenmaterial nutzbringend und verständlich aufbereiten lässt. Die zweite Kategorie zielt darauf ab, bestehende Datensätze zusammenzuführen oder neue Datenbanken zu generieren, die auf dem Prinzip der Open Data basieren. Dies bedeutet, die Daten müssen offen zugänglich und frei verfügbar sein. Die letzte Kategorie stellt Lösungen vor, die eine konkrete Anwendung oder zumindest bereits eine Betaversion für die Nutzung bereitstellen.</p>
<p><strong>Von der Idee über die Datei zur Lösung</strong></p>
<p>Ob bessere Übersicht über Städteplanung und Lebensqualität, ÖPNV, Wissensverbreitung oder Freizeit, vielen Ideen wurden eingereicht. Datenbanken zu Verkehrsaufkommen, Bebauung oder Bergwelt wurden angelegt. Anwendungen wie <a href="http://daten-waben.tursics.de/?city=vienna&amp;page=cards">Daten Waben</a> stellen die Datenmengen einfach und auf einen Blick in Waben dar. <a href="http://staging.offenesparlament.at/">Offenes Parlament.at</a> und <a href="http://iris.d0minik.net/">iRiS </a>ermöglichen es, die österreichische Politik und Gesetzeswelt zu erfassen. Wem das alles zu viel ist, der kann den <a href="https://itunes.apple.com/at/app/adlerweg-tirol-der-wanderweg/id939436209?mt=8&amp;ign-mpt=uo%3D4">Adlerweg</a> in Tirol bequem per App bewandern, die Bergwelt kennenlernen und anderen Wanderern von seinem Weg berichten. Alternativ kann man sich in Kärnten dank <a href="https://itunes.apple.com/at/app/h2k-das-karntner-wasser-app/id936477484?mt=8&amp;ign-mpt=uo%3D4">H2K</a> unbesorgt in die Fluten der Seen stürzen. Die App verfügt über eine eigene Benachrichtigungsfunktion sollte der See Badetemperatur erreicht haben. Wer trotzdem noch nicht weiß, was zu tun ist: <a href="https://use-gisela.rhcloud.com/">Gisela</a> hilft. Die Anwendung kommt ohne die Speicherung der Daten ihrer Nutzer aus und zeigt immer, was gerade alles in der Umgebung los ist.</p>
<p>Es wird deutlich, Open Data bietet noch ein großes Potenzial, das noch viele neue Ideen hervorbringen kann. Am 28. Juni wird sich zeigen, welche Projekte die Jury überzeugen konnten.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/users/domeckopol-610494/">Domeckopol </a>via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>„Smart Cities im Cyberwar“ – Viel Philosophie, wenig Cyberwar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jan 2016 10:45:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Smart City ist das Zukunftsmodell der modernen Stadt. Philosoph Florian Rötzer fragt in seinem Buch „Smart Cities im Cyberwar“, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Smart-Cities.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147754" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-Smart-Cities.jpg" alt="Teaser-Smart-Cities" width="640" height="280" /></a>Die Smart City ist das Zukunftsmodell der modernen Stadt. Philosoph Florian Rötzer fragt in seinem Buch „Smart Cities im Cyberwar“, wie das Leben in einer solchen urbanen Region aussehen wird. Ein interessanter Einstieg in eine zentrale Thematik – wenn auch streckenweise abschweifend und anstrengend philosophisch.</p>
<p>Das Ende August 2015 erschienene Buch „Smart Cities im Cyberwar“ beschäftigt sich zentral mit der Frage, wie die Städte der Zukunft funktionieren. Wird es eine Re-Urbanisierung geben? Was sagt der Wohnort über die eigene soziale Stellung aus und hat er Einfluss auf meine Lebenserwartung? Auf welche Konflikte muss sich unsere Gesellschaft in Zukunft einstellen? All diese Fragen möchte Florian Rötzer in seinem Buch beantworten – vor allem unter philosophischen und ethischen Gesichtspunkten. Er will darauf aufbauend verdeutlichen, welche Gefahren hinter der Digitalisierung der Städte und der damit verbundenen künftigen Art der Kriegsführung liegen. Diese Vorgehensweise ist nicht kulturpessimistisch – auch wenn man in kurzen Momenten zu diesem Schluss kommen könnte. Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten, wir müssen uns schlicht darauf einstellen.</p>
<h3>Vom erweiterten Körper und anderen philosophischen Gedankenspielen</h3>
<figure id="attachment_147753" aria-describedby="caption-attachment-147753" style="width: 171px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Roetzer-Smart-Cities.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-147753" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Roetzer-Smart-Cities.jpg" alt="Roetzer-Smart-Cities" width="171" height="280" /></a><figcaption id="caption-attachment-147753" class="wp-caption-text">Rötzer, Florian: Smart Cities im Cyberwar. Verlag: Westend, 256 Seiten, 14,99 € (D), 2015, ISBN: 978-3-86489-112-0</figcaption></figure>
<p>Florian Rötzer ist seit 1996 Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis. Es berichtet und schreibt unter dem Dach des Heise-Vertrags über gesellschaftliche Themen wie Politik, Klima, Wissenschaft oder Medien. Er ist studierter Philosoph und arbeitete nach seinem Studium als freier Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und Medienästethik. Der <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/im-portraet-der-eremit/1496438.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tagesspiegel bezeichnete ihn vor Jahren</a> als „Deutschlands bekanntesten Online-Philosophen“.</p>
<p>Und diese Prägung merkt man dem Buch „Smart Cities im Cyberwar“ deutlich an. In vielen Passagen des Buches analysiert Rötzer soziale Prozesse aus einem philosophischen Blickwinkel. Für den entsprechend geneigten Leser mag das durchaus interessant sein – für jemanden, den das Thema Cyberwar interessiert, sind die langatmigen Beschreibungen mehr als nur schleppend. Kapitel 13 und 14 beschreiben beispielsweise, wie man den Körper mithilfe von Technik „erweitert“ – die Lust, die Smart City „als Teil seiner selbst zu erfahren“.</p>
<h3>„Fassadenbegrünung durch im Boden wurzelnde Selbstklimmer“</h3>
<p>Problematisch werden diese philosophischen Schilderungen, wenn der Autor von den eigentlichen Themen abschweift. Es sind Passagen, die zwar in der Argumentation durchaus Sinn ergeben, aber im Kontext des Buches vollkommen obsolet sind. Beispielsweise beschreibt Rötzer die Entdeckung der Agoraphobie, die Angst vor weiten Plätzen oder Menschengedrängen. Schön zu wissen, wenn man mal bei Günther Jauch auf dem Stuhl sitzt, aber warum muss das im Zusammenhang mit Cyberwar erwähnt werden? Auch die Beschreibung des Vorgangs des Lachens – ebenfalls aus der philosophischen Sichtweise – ist eventuell noch interessant, aber bitte nicht zwischen Digitalisierung und elektromagnetischen Impulsbomben.</p>
<p>Zwischenzeitlich gleitet das Sachbuch dann auch noch in literarische Schreibstile ab. „Die Schreber- und Kleingärten waren die Vorläufer, die nun von Urban Gardening oder Farming erweitert werden, während die Vertical Gardens oder Living Walls die Fassadenbegrünung durch im Boden wurzelnde Selbstklimmer wie Efeu oder andere Kletterpflanzen, die Gerüste wie Wein, Glyzinie oder Rosen benötigen, weiter entwickeln.“</p>
<h3>Mark Zuckerman</h3>
<p>In weiten Teilen des Buches sind Cyber-Sicherheit und Cyberwar darüber hinaus nicht die zentralen Themen. Oft geht es um die alltägliche Digitalisierung unseres Lebensraums. Seien es Wearables wie Fitness-Armbänder, private Drohnen oder die komplett automatisierte Küche. Manchmal liegt der Gedanke nicht fern, dass der Titel nicht vom Autor eingereicht, sondern Idee des Verlags war. „Cyberwar“ klingt definitiv reißerischer als „Digitalisierung aller Lebensbereiche“.</p>
<p>Abgesehen von diesen Kritikpunkten muss man Florian Rötzer mit seinem Buch ein durchaus gelungenes Einstiegswerk in die digitalen Problematiken unserer Zeit bescheinigen. Vor allem jene Kapitel, die den Cyberwar behandeln, geben interessante Einblicke in Militärstrategie und neue Arten der Kriegsführung. Der rote Faden, die Argumentationslinie, ist fast durchweg nachvollziehbar, sofern man die Kapitel über die Erweiterung des Körpers mal ausblendet. Und die Tatsache, dass der Facebook-Chef laut Rötzer offenbar „Mark Zuckerman“ (S. 116) heißt.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/hawkinsdigital/10478821335/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brian Hawkins</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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