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	<title>Social Web &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Nicht aufgeben! &#8211; Digitale Presseschau KW 32</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Aug 2013 15:08:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gekaufte Freunde, ein gescheitertes Gesetz, Romane auf dem Reißbrett: Die Presseschau beinhaltet diese Woche einige wenig erfreuliche Themen. Aber es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gekaufte Freunde, ein gescheitertes Gesetz, Romane auf dem Reißbrett: Die Presseschau beinhaltet diese Woche einige wenig erfreuliche Themen. Aber es ist nicht alles schlecht: Big Data und Ubiquitous Computing schaffen  &#8211; sinnvoll angewandt – neues Wissen und können gesellschaftliche Emanzipation ermöglichen. Und eine Reihe von Netzaktivisten will die Hoffnung auf ein freies und uneingeschränktes Internet nicht aufgeben.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=wwhuWM1K7-8&amp;feature=youtu.be" title="st_ry Folge 1: Das tägliche Ausspähen. (Oder: Warum Männer keinen Kredit kriegen.)" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/wwhuWM1K7-8?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
St_ry, eine Doku im Netz, zeigt Daniel Bröckerhoff sechs Monate lang auf der Suche nach unseren Daten. Auf<a href="http://www.startnext.de/st_ry" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> http://www.startnext.de/st_ry</a>  können die Unterstützer der Sendung entscheiden, mit welchen Themen sich Bröckerhoff auseinandersetzen soll. In Folge 1 blickt er hinter die Kulissen des sogenannten „Scorings“, des kommerziellen Sammelns, Speicherns und Auswertens unserer persönlichen Daten.</p>
<h3><a href="http://www.cicero.de/berliner-republik/zukunft-des-internets-wir-werden-nicht-mehr-offline-sein/55227" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Internet der Dinge</a></h3>
<p>Wie sieht das Internet in 20 Jahren aus? Diese Frage stellte Cicero Online an Jeanette Hofmann, die Direktorin des Humboldt-Instituts für Internet und Gesellschaft.  Ein wesentliches Merkmal wird seine „Unsichtbarkeit“ sein, prophezeit Hofmann. Dank neuer Informations- und Kommunikationstechnologien könnten in Zukunft immer mehr Dinge mit digitalen Schnittstellen ausgestattet werden und auf diese Weise mit Menschen und anderen Maschinen interagieren. Dieser Trend zum „Internet der Dinge“ berge sowohl Chancen und als auch Risiken: „Ubiquitous Computing“ und „Big Data“ etwa würden Wissen generieren, auf das wir ohne die technologischen Innovationen keinen Zugriff hätten. Gleichzeitig aber verlören wir  damit wohl ein Stück unserer individuellen Autonomie, vermutet Hofmann.</p>
<h3><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/40237/Dein-Buch-liest-dich" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Ende der großen Literatur?</a></h3>
<p>Nicht nur der Mail-Verkehr und Telefonate werden überwacht. Auch aus E- Books lassen sich Daten von Nutzern herauslesen, schreibt Lara Fritzsche im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Für E-Book-Verlage wie Apple, Google und Amazon ist das gesamte Leseverhalten der Kunden sichtbar. So können sie beispielweise erfassen, wann der Leser das Buch zur Hand nimmt und an welchen Stellen er verweilt. Und das ganz legal. Denn der Käufer eines E-Books muss dem in den Nutzungsbedingungen noch vor dem Kauf des Buches zustimmen. Die Konsequenz: Die Verlage können den Geschmack ihrer „gläsernen“ Kunden nun individuell auswerten und damit besser vorhersagen. Skeptiker befürchten, dass Bücher zukünftig auf dem Reißbrett, ganz nach den Vorlieben der potenziellen Leser, entstehen werden.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-08/internet-pioniere-nsa/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alles kaputt</a></h3>
<p>Der NSA-Skandal erschüttert viele in ihrem Glauben an das Freiheitsversprechens des Internets. Kann das Internet seine utopische Kraft zurückgewinnen? Das möchte Die Zeit von zehn Pionieren und Theoretikern des Internets wissen. Die Journalisten, Professoren, Blogger und Netzaktivisten finden höchst unterschiedliche und teils überraschende Antworten auf die Frage. Die Hoffnung auf eine offene und uneingeschränkte digitale Welt aufgeben aber möchte niemand.</p>
<h3><a href="http://www.tagesschau.de/inland/socialmedia-wahlkampf100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicht ohne Social Web</a></h3>
<p>Am Social Web führt auch für die Politik kein Weg mehr vorbei. Positionieren sich die Parteien im Wahlkampf dort besser als noch 2009? Die ARD hat genauer hingeschaut: Seit der letzten Bundestagswahl haben die Parteien dazugelernt. Allerdings fehle oft eine Gesamtstrategie für den Umgang mit den sozialen Medien. Insgesamt wird den Partei-Strategen ein gutes Zeugnis ausgestellt. Zumindest theoretisch wüssten die meisten, worauf es im Social Web ankomme: Dialog, Feedback und Interaktion.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/klickfarmen-in-bangladesch-gekaufte-freunde-1.1739441" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Likes&#8221; für den kleinen Geldbeutel</a></h3>
<p>Unternehmen, Parteien und Online-Spiele  verbessern ihre eigene Reputation zunehmend auch auf dubiosen Wegen: Sogenannte Klickfirmen verkaufen Facebook-Likes, Twitter-Follower und YouTube-Zuschauer. Diese Likes haben im Gegensatz zu Maschinenklicks für die Auftraggeber den Vorteil, dass die Manipulation schwerer nachvollziehbar ist. Viele dieser Klickfirmen haben ihren Sitz in Bangladesch und beschäftigen ihre Angestellten zu einem Hungerlohn, haben Pascal Paukner und Pia Ratzesberger auf sueddeutsche.de herausgefunden.</p>
<h3><a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Wettbewerbsexperte-Justus-Haucap-Leistungsschutzrecht-ist-komplett-gescheitert_115995.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Komplett gescheitert</a></h3>
<p>Vergangene Woche ist das Leistungsschutzrecht (LSR) für Presseverlage in Kraft getreten &#8211; und komplett gescheitert. So sieht es Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie. Denn die Verlage seien nun einmal stärker auf Google angewiesen als umgekehrt. Es sei sogar wahrscheinlich, dass Google irgendwann selbst Geld  für die Listung bestimmter Artikel auf Google News von den Verlagen verlangen werde. Das LSR treffe mit den kleinen innovativen New-Aggregatoren nun genau die Falschen. Außerdem befürchtet Haucap eine baldige Abmahnwelle durch unseriöse Verlage und dubiose Anwälte. Solange Schwarz-Gelb regiere, werde das Gesetz aber wohl trotz aller Mängel nicht einkassiert, meint Haucap.</p>
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		<title>Bundestagswahlkampf: Gleiche Chancen für kleine Parteien?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bundestagswahlkampf-gleiche-chancen-fuer-kleine-parteien-130169/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Schlitzke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2013 08:20:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Michael Weigl]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinparteien]]></category>
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					<description><![CDATA[Waren es noch 2009 nur 49 Parteien, die sich um die Zulassung zur Bundestagswahl bemühten, wollten 2013 schon 58 Parteien [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Power-Button2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-130215" alt="Power Button" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Power-Button2-630x426.jpg" width="630" height="426" /></a>Waren es noch 2009 nur 49 Parteien, die sich um die Zulassung zur Bundestagswahl bemühten, wollten 2013 schon 58 Parteien zur Wahl anerkannt werden. Der Trend geht offenbar zu Kleinparteien. Während die TV-Spots und Wahlplakate der „Sonstigen“ oftmals belächelt werden, zeigen einige von ihnen im Netz ihre Stärken.<br />
Allerlei kuriose Namen tauchten in diesem Jahr wieder auf der Antragsliste des Bundeswahlleiters auf: WasserPartei Deutschland-WPD, Frühling-in-Deutschland e. V. oder auch SustainableUnion. Zwar wurden diese drei politischen Vereinigungen am Ende nicht zugelassen, aber 38 andere Parteien erhielten das Okay des Bundeswahlleiters für einen Antritt zur Bundestagswahl. Diese vom Bundeswahlausschuss anerkannten Parteien müssen nun – mit Ausnahme der Parteien, die bereits im Bundestag bzw. einem Landesparlament vertreten sind &#8211; für einen erfolgreichen Antritt bis zum 15. Juli die Unterschriften von mindestens 200 Wahlberechtigten des jeweiligen Wahlkreises vorweisen. Für einen Landeslistenvorschlag sind die Unterschriften von mindestens einem von tausend Wahlberechtigten des jeweiligen Landes bei der vergangenen Bundestagswahl, jedoch von höchstens 2.000 Wahlberechtigten, erforderlich. Die größte Hürde, die formelle Zulassung zur Wahl, ist jedoch schon gemeistert.<br />
<b></b><br />
Der anhaltende Aufschwung von Kleinparteien ist im Übrigen kein Zufall. Der Politikwissenschaftler Professor Uwe Jun von der Universität Trier sieht in dieser Entwicklung deutliche Parallelen zu Tendenzen in der Bevölkerung, die ihren Lebensstil immer individueller definiert und aus den klassischen Mustern ausbricht: „Auf jeden Fall spiegelt sich diese gesellschaftliche Entwicklung innerhalb der Parteienlandschaft nieder. Schließlich sind die Parteien ja Akteure der gesellschaftlichen Interessen.“ Im Resultat sieht das dann laut Uwe Jun wie folgt aus: „Dies drückt sich dann in unterschiedlichen Strömungen aus, die von den kleineren Parteien zum Teil eindeutiger besetzt werden können. Der Pluralismus des Parteienwettbewerbs ist für Demokratien konstitutiv.“</p>
<h2>Internet und Social-Media gleichen Organisationsnachteil aus.</h2>
<p>Vor allem das Internet fördert die Entwicklung, denn es hilft dabei, diesen Strömungen eine Plattform zu geben. Mittlerweile hat nahezu jede Kleinpartei oder politische Gruppierung zuerst eine Facebook-Seite, noch bevor sie überhaupt eine eigene Internetseite oder gar ein ordentliches Programm hat. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Mitglieder und Interessenten werden unmittelbar erreicht und können sich direkt über die Parteiaktivitäten informieren. Das mühsame Abtelefonieren und teure Versenden von Einladungen per Post, was die Organisationsstruktur vieler neuer Parteien und Wählervereinigungen häufig überfordert hatte, entfällt und kann heute bequem via Facebook erledigt werden.<br />
<b></b><br />
Auch ist der Wahlkampf im Netz mit wenig Personal durchführbar und viel einfacher zu koordinieren. Dabei liegt nicht nur die Piratenpartei weit vorn, die nach wie vor auch die großen Parteien in puncto  Internet-Aktivitäten und Social-Media deutlich abhängt.<br />
<b></b><br />
Auch die Euro-Kritiker von der Partei „Alternative für Deutschland“ haben in den vergangenen Monaten für ein enormes Echo in der Medienberichterstattung gesorgt. Die Partei hat bereits mehr Facebook-Freunde (knapp 40.000) als die meisten der etablierten Parteien und damit kürzlich sogar die SPD überholt. Am Ende sprach selbst die taz von „überraschend erfolgreich“ im Hinblick auf die AfD und ihre Netzstrategie. Der Social-Media-Auftritt der AfD kommt zwar alles andere als professionell daher &#8211; davon zeugen nicht nur die vielen Rechtsschreibfehler und Ausrufezeichen in den Postings. Aber dank ihrer anhaltenden Aktivität und der Aufforderungen an ihre Unterstützer, Inhalte im Netz zu teilen, scheinen sie einen Nerv getroffen zu haben und sind bemerkenswert erfolgreich.</p>
<h2>Regionalparteien mit Möglichkeiten zum Bürgerdialog</h2>
<p>Aber auch Lokalparteien können sich die Vorteile sozialer Medien zunutze machen. Die Bayernpartei, die ebenfalls zur Bundestagswahl zugelassen worden ist, verfügt über beachtliche 10.000 Anhänger bei Facebook und unterstützte kürzlich die Online-Gruppen der Fluthilfen in Bayern, der sich fast 130.000 Menschen anschlossen. So sind Bürgerforen mittlerweile ein beliebtes Mittel kommunaler Politik. Politikwissenschaftler Michael Weigl von der Ludwig-Maximilians-Universität München relativiert allerdings die Erfolgsmöglichkeiten der Facebook-Unterstützung von Parteien: „Ein &#8216;Like&#8217;‚ bei Facebook sagt noch nicht viel über die kommende Wahlentscheidung aus. Generell tut man sich in Deutschland relativ schwer damit, sich öffentlich als Anhänger einer Partei zu outen. Dass dies bei der Bayernpartei weniger der Fall ist, dürfte vor allem daran liegen, dass sie von vielen gar nicht primär als Partei wahrgenommen wird.“ Und davon kann die Wählervereinigung nur profitieren, wie Weigl erklärt: „Generell steigt der Trend zur Verbundenheit mit der Heimat und der Region. Das scheint auch der Bayernpartei Vorteile zu verschaffen. Da geben scheinbar viele ihr &#8216;Like&#8217; schon deshalb, weil es jenseits des Mainstreams, weil es Kult ist.“ Das kommt auch der zur diesjährigen Wahl zugelassene Satirepartei Die PARTEI zugute, die 2009 noch vergeblich um die offizielle Anerkennung gekämpft hatte. Die Partei des Satirikers Martin Sonneborn hat schon knapp über 40.000 Facebook-Likes. Doch nur die wenigsten dieser Fans werden wohl auch im September ihr Kreuz bei der Partei machen. Vielmehr dürfte es sich größtenteils um Freunde politischer Satire handeln, die sich durch die täglichen humoristischen Meldungen bestens unterhalten fühlen.<br />
<b></b><br />
Trotz aller Relativierungen der Möglichkeiten des Online-Wahlkampfs: Es bleibt immer auch ein unbekannter Faktor X zurück, der sich nicht kalkulieren lässt. Das gibt auch der Experte Michael Weigl im Hinblick auf mögliche Erfolgschancen der Piratenpartei zu: „Wird es der Piratenpartei gelingen, ihre Wähler mit Hilfe des Internets zu rekrutieren? Dies ist die entscheidende Frage, die aber für uns Politikwissenschaftler aufgrund mangelnder Erfahrungswerte bislang nur sehr schwer einzuschätzen ist.“ Dieser Faktor X könnte auch den anderen Kleinparteien möglicherweise zu gute kommen.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/coda/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Damien du Toit</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Wahlkampf in Japan geht offline</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-in-japan-geht-offline-4510/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[lbuhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 11:39:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwölf Tage vor den Unterhauswahlen in Japan werden die Kanäle der Web2.0-Community für alle kandidierenden Politiker gesperrt. Der Online-Wahlkampf wird damit kurz vor dem Urnengang einfach abgeschaltet.
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwölf Tage vor den Unterhauswahlen in Japan werden die Kanäle der Web2.0-Community für alle kandidierenden Politiker gesperrt. Der Online-Wahlkampf wird damit kurz vor dem Urnengang einfach abgeschaltet.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Grundlage für dieses Verbot ist ein 59 Jahre altes Wahlgesetz, das den Politikern in der Endphase des Wahlkampfes jeglichen Einsatz von breit zugänglichen Visualisierungen, also elektronischen Medien verbietet. <a href="http://asiajin.com/blog/2009/07/04/election-and-internet-in-japan/" target="_blank" title="Wakampf in Japan" rel="noopener noreferrer">Erlaubt sind</a> lediglich traditionelle Methoden wie Kandidatenwerbung über die Lautsprecher eines Autos, Postkartenversand, Poster und Versammlungen. Das Internet bleibt angesichts dieses strengen Wahlgesetzes im offiziellen Wahlkampf für die Politiker tabu.
</p>
<p>
Zwar plädieren einige Vertreter aus Regierung und Opposition für eine <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/6292602.stm" target="_blank" title="Japan Wahlgesetz" rel="noopener noreferrer">Änderung des Wahlgesetzes</a>, eine breite Unterstützung dafür gibt es in den Parteien aber nicht. Der Wahlkampf in Japan bleibt in seiner Endphase klassisch, konservativ und ohne digitale Medien – genauso wie vor 50 Jahren.</p>
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