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	<title>Sozialwissenschaft &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Auf dem Weg in die Online-Demokratie</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jens Schröder über eine neue Aufsatzsammlung zur politischen
Dimension des Internets</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Jens Schröder über eine neue Aufsatzsammlung zur politischen<br />
Dimension des Internets</b></span><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wenn von den politischen Auswirkungen des Internet die Rede ist, dann gehen<br />
die Meinungen meist weit auseinander: Die einen rufen euphorisch die<br />
virtuelle Wiedergeburt der athenischen Demokratie aus, und für die<br />
anderen ist das Netz der Netze ein gefährlicher Tummelplatz für<br />
digital-vernetzte Staatsfeinde und Extremisten. Wie so oft liegen die<br />
eigentlich interessanten Aspekte des Themas genau dazwischen. In ihrer<br />
Aufsatzsammlung &quot;Demokratie und Internet&quot; werfen der Passauer Politologe<br />
Winand Gellner und sein Mitarbeiter Fritz von Korff deshalb einen etwas<br />
differenzierteren Blick auf das, was am Internet politisch ist. Der Band ist<br />
das Ergebnis einer Fachtagung des Passauer Lehrstuhls für<br />
Politikwissenschaft im März 1998. In 16 Aufsätzen nähert er<br />
sich der Frage, wie das Internet die repräsentative Demokratie und das<br />
menschliche Zusammenleben verändern könnte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;Das Internet verkörpert den Bedeutungszuwachs der Information,&quot; meint<br />
Gellner im Vorwort zu seinem Buch. Nach Ansicht des Wissenschaftlers werden<br />
durch die Online-Kommunikation die politischen Trends verstärkt, die<br />
uns der Medienwandel der letzten Jahrzehnte ohnehin schon beschert hat:<br />
Wertewandel, Individualisierung, Globalisierung und Fragmentierung der<br />
Gesellschaft. Darüber hinaus, so Gellner, werde die klassischen Medien<br />
um zwei neue Komponenten ergänzt: Interaktivität und<br />
Hypertextstrukturen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Sind diese Neuerungen für die Demokratie per saldo positiv oder<br />
negativ? Macht das interaktive Netz politikverdrossene Bürger zu<br />
Cyberaktivisten oder zu Couch-Potatoes? Wird die politische<br />
Öffentlichkeit zum &quot;total digitalen&quot; oder zum &#8216;total egalen&quot; Raum? Das<br />
alles ist heute schwer abzusehen. Aus den bisherigen Erfahrungen und mit<br />
Hilfe politologischer Theorien zeichnet der Sammelband aber zumindest eine<br />
Moment-auf-nahme des politischen Internet und beleuchtet Zukunftsperspektiven.<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<h4><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Internet und die Studentenstreiks</span></h4>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der rote Faden verläuft dabei vom Allgemeinen zum Speziellen: Drei<br />
theoretische Annäherungen beleuchten das Internet zunächst aus<br />
Perspektiven der politischen Philosophie, der Demokratietheorie und der<br />
Organisationslehre. Im Kernsttück des Buches charakterisieren dann neun<br />
Wissenschaftler die Herausforderung, die die Internet-Kommunikation an die<br />
Akteure des politischen Systems stellt. Behandelt werden die<br />
Netz-Aktivitäten von Parlamenten, Parteien, sozialen Bewegungen,<br />
Journalisten und der Europäischen Union. Besonders herauszuheben ist<br />
hier die spannende Fallstudie von Christoph Bieber und Eike Hebeker<br />
über die Rolle des Internet bei der Organisation der Studentenproteste<br />
im letzten Jahr. Ein weitere Schwerpunkt der Sammlung, dem sich Volker Leib<br />
und Co-Herausgeber Fritz von Korff widmen, ist die Bedeutung von kommunalen<br />
Bürgernetzen. Abgerundet wird das Aufsatzmenü wieder mit etwas<br />
mehr Theorie: Anhand von sozialwissen-schaftlichen Modellen prüfen<br />
Patrick Rössler und Christina Holtz-Bacha, ob das Internet die<br />
Abhängigkeit der Bürger von Medieninformationen erhöht und ob<br />
es die Zersplitterung des Medienpublikums vorantreibt.<br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insgesamt ist &quot;Demokratie und Internet&quot; eine empfehlenswerte Lektüre<br />
für alle diejenigen, die bereit zu mehr als einem nur<br />
oberflächlichen Blick auf das Thema sind. Vor allem ein ausgefeilter<br />
Fußnotenapparat ermöglicht gezielte weitere Recherche auch zu ganz<br />
speziellen Aspekten des Themas. Unglücklicherweise krankt das Buch aber<br />
an einigen der üblichen Problemen thematischer Aufsatzsammlungen:<br />
Standardinformationen wie die statistischen Daten über die Onliner oder<br />
die Geschichte des Internet werden von den meisten Beiträgen in<br />
ermüdender Weise wiedergekäut. Außerdem schwankt das Niveau der<br />
einzelnen Beiträge stark: Von recht abgehobenen Theorien bis hin zu<br />
eher trivialen Erkenntnissen oder rein deskriptiven Artikeln ist alles<br />
dabei. Aber das sind natürlich wieder mal nur die Extreme. Und wie so<br />
oft liegen das eigentlich Interessante&#8230; genau dazwischen.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Demokratie und Internet. Herausgegeben von Winand Gellner / Fritz von Korff,<br />
Nomos Verlag, Baden-Baden 1998, 240 Seiten, 68,00 Mark</span></p>
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