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	<title>Stadtentwicklung &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Stadtentwicklung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Rückblick auf das Barcamp Halle 2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2016 17:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Unter dem Aufruf „Diskutiere mit!“ fand vom 14. Bis 16. Oktober 2016 in Halle (Saale) das erste Barcamp zum Thema [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/woman-1446557_640.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-150513" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/woman-1446557_640-630x419.jpg" alt=" CC0 Public Domain " width="630" height="419" /></a>Unter dem Aufruf „Diskutiere mit!“ fand vom 14. Bis 16. Oktober 2016 in Halle (Saale) das erste Barcamp zum Thema Digitale Stadt statt. Neben dem Oberthema standen verwandte Themen wie Stadtentwicklung, Geschäftsmodelle und Technologien im Fokus.</p>
<p>Die Stadt als Lebensraum gewinnt im Vergleich zu den  kleiner werdenden Dörfern immer mehr an Bedeutung. Zudem werden digitale Wirtschaftszweige immer wichtiger für die Wertschöpfung und siedeln sich vor allem in urbanen Gebieten an. Wie diese Entwicklungen gestaltet werden können, welche Potentiale und Chancen, aber auch Hürden es gibt, wurde in verschiedenen Vorträgen thematisiert und diskutiert.</p>
<h3>Eine Veranstaltung ohne festen Plan?</h3>
<p>Als offene Form des Ideenaustausches sind die Besucher eines Barcamps aufgerufen, sich aktiv durch Vorträge und Diskussionsrunden an der Ideenfindung zu beteiligen. Ein Impulsvortrag von 45 Minuten und anschließende Diskussion waren angedacht. Das Barcamp, organisiert von <a href="http://webwirtschaft.net/">webwirtschaft.net </a>hatte ein paar Session Slots, die von vorn herein mit Vorträgen gefüllt waren, was für das sonst sehr spontane Format eines Barcamps unüblich war. Die restlichen Slots wurden erst am Tag der Vorträge gefüllt. Hier war dann die Mitarbeit der Barcamp-Besucher gefragt: wer ein spannendes Thema hat und dieses vortragen bzw. diskutieren möchte, kann dies in einem einstündigen Slot tun. Auch wenn es eine Frage zu einem Thema gibt und sich aus den anwesenden Personen Leute finden, die dazu etwas sagen können, kann daraus ein Vortrag entstehen – schließlich bringt auch eine Diskussion spannende neue Einblicke aus verschiedenen Blickwinkeln. In der Ankündigung zum Barcamp waren die Beispiele für Themen sehr breit gefächert: von Social Media, IT-Sicherheit über Politik bis zu Stadtentwicklung und Geschäftsmodelle. Entsprechend vielseitig waren auch die dann spontan festgelegten Vorträge. Neben aktuellen Themen wie die Verwendung von Open Data in städtischen Verwaltungen ging es u.a. auch um Digitale Nomaden, Smart Home oder E-Learning.</p>
<h3>Die Zukunftsstadt / Symbiotic City</h3>
<p>Wir müssen wissen, wie wir die Zukunftsstadt aussehen lassen wollen, so Norman Klüber vom Fraunhofer Institut IMWS. Im Vortrag über die Zukunftsstadt gng es darum, was eine Stadt theoretisch bieten muss, um Digitalisierung umzusetzen. Denn dass die Digitalisierung Einzug in den Alltag halten wird, steht für Klüber nicht zur Frage: das Internet der Dinge und künstliche Intelligenz werden kommen. Die Stadt als Lebensraum sollte deshalb eine Schnittstelle zur Digitalisierung haben, die aber für die Stadt vorher genau definiert werden muss. Welche Aufgaben kann eine digital vernetzte Stadt lösen und welche Chancen bieten sich damit zukünftig? Ohne die richtigen Fragen zu stellen, wird die Zukunftsstadt nicht die an sie gestellten Erwartungen erfüllen. Auch wenn überall das Buzzword „Smart“ verwendet wird z.B. City, Energy, Planning, Buildings, Mobility, Technology oder Governance, betont Klüber, dass Digitalisierung nicht einfach alle Probleme löst.</p>
<p>Es muss deshalb eine Diskussion darüber geben, wie wir diese Systeme gestalten und nutzen können. Was wird von der Stadtgestaltung und der Stadtentwicklung erwartet? Laut Klüber sind Digitalisierung und „Smart City“ schon lange ein Thema in städtischen Verwaltungen. Entscheidend ist die Frage: Welche Ziele will man zukünftig erreichen? Während mit der Zukunftsstadt oft Weiterentwicklung und Fortschritt im Fokus stehen, gibt es Grundprobleme wie Armut, die weiterhin aktuell bestehen. Deshalb müssen sinnvolle Ziele im Hintergrund formuliert werden, sonst baut sich eine Schere zwischen Fortschritt und aktuell noch vorhandene Problemen auf. Ein Beispiel sind die <a href="//www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/">17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung</a>. Ein weiteres Beispiel für Ideen zur Zukunftsstadt ist <a href="http://halle.neu.stadt-2050.de/">halle.neu.stadt </a>, das am <a href="http://www.wettbewerb-zukunftsstadt.de/">Wettbewerb der Zukunftsstadt </a>teilnimmt.</p>
<p>Mit Blick auf zukünftige Stadtentwicklungen ist es notwendig, die Digitalisierung für Problemlösungen mit einzubeziehen. So müssen wir laut Klüber alternative Wohnformen finden, da die klassische Wohnfamilienkonzeption nicht mehr der dynamischen sozialen Realität entspricht. Auch sind neue Energiequellen und Speicher, Energetische Infrastruktur und geschlossene Stoffkreisläufe Teil der Zukunftsstadt.ebenso wie Mobility on Demand. Die gleichzeitige Bereitstellung von ÖPNV + PKW-Verkehr sei kurzfristig notwendig. Klassische PKW und Taxis wird es in 10 Jahren nicht mehr geben, stattdessen wird es hybride oder symbiotische Transportkonzepte geben, so Kleber. Auch neue und alte Produktionsweisen (z. B. solidarische Landwirtschaft, lokal denken, handeln und produzieren) werden laut Klüber wieder vermehrt Teil der zukünftigen Stadt sein.</p>
<p>Die Stadt sollte als Ressource mit Potential gesehen werden. So ist geteiltes Wissen z.B. via <a href="https://www.leerstandsmelder.de/">Leerstandsmelder</a> eine digitale Chance für die Stadt. Wichtig dafür sind aber neue Formen der Partizipation zwischen z.B. parallel laufenden off- und online- Angeboten. Digitale Angebote funktionieren nur, wenn die Beteiligten sie akzeptieren und auch aktiv nutzen. Als Möglichkeit wurde interaktive und kommunikative Social-Media-Projekte genannt, wie zum Beispiel die durch Bürgerbeteiligung entstandene Brücke von <a href="http://www.luchtsingel.org/">luchtsingel.org</a>. Hier wurde die gesamte Brücke durch Bürgerspendengelder gebaut, da eine lokale Identifikation und digitales Urban Crowdfunding stattfanden.</p>
<h3>Missverständnisse der Digitalisierung – alte Denkweisen überwinden</h3>
<p>Im Impulsvortrag zu den Missverständnissen der Digitalisierung von Thomas Patzelt, Geschäftsführer der Teleport GmbH, ging es um die Frage, welche Diskrepanz es zwischen Theorie und Praxis in der Digitalisierung gibt. Unter der Prämisse, dass digitale Transformation für Unternehmen überlebensnotwendig sei, sind UBER, airbnb und Lieferheld Beispiele für den Wandel digitaler Geschäftsmodelle. Es werden Fahrdienste, Zimmer und Mahlzeiten angeboten, obwohl die Unternehmen selber keine eigenen Autos, Hotels oder Restaurants besitzen.</p>
<p>Mit der Aussage „wir digitalisieren nicht, um unseren Vorsprung auszubauen, wir versuchen, die immer größer werdende Lücke zu schließen“ richtet Patzelt die Aufmerksamkeit auf einen zentralen Aspekt: die schulische Ausbildung: Digitalisierung werde in der Schule nicht beigebracht. Der Unterricht sei praxisfern und digitale Arbeitsweisen würden dort nicht vermittelt. Die intuitive Nutzung von Tablets und anderen Geräten sei nicht das Problem, aber es fehle an Programmierkenntnissen. Aus der persönlichen Erfahrung mit zwei Schulkindern leitete er ab, dass digitale Erziehung nicht ausreichend in der Schule vermittelt werde. Es dürfe nicht nur darum gehen Schüler mit Tablets auszustatten, sondern ein Konzept für digitale Integration sei notwendig.</p>
<p>In der anschließenden Diskussion wurden auch Probleme in der Ausbildung von Lehrern beleuchtet, da digital interessierte Lehrer selten auf ein ebenso interessiertes Kollegium träfen. Ein gelungenes Projekt für die Ausbildung an Schulen sei das <a href="http://futurego.de/">Projekt Futurego</a>.</p>
<h3>Digitale Verwaltung und offene Daten: Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage?</h3>
<p>Unter der Leitfrage „Gibt es genug Daten und wenn ja, warum werden diese nicht verwendet?“ erörterte <a href="http://rifter.org/">Stefan Weißwange</a> das Thema „Open Data und digitale Verwaltung“. In der Theorie sind offene Daten ein Berg von Daten, die zur Verfügung gestellt werden, damit sie alle nutzen können. Dies bedeutet, dass Open Data in einer engeren Definition als freie Lizenz (kostenlos), maschinenlesbar, strukturiert und aktuell vorhanden sein müssen. Diese Vorgabe setze aber kaum eine Verwaltung vollständig um, da die Daten zwar von Verwaltungen geliefert werden, aber dabei nicht alle benannten Voraussetzungen erfüllen.  Immerhin würden immer mehr Daten verwertbar zur Verfügung gestellt werden, konstatiert Weißwange.</p>
<p>Mit dem <a href="http://www.verwaltung-innovativ.de/DE/E_Government/Open_Government/Aktionsplan/Aktionsplan_node.html">Aktionsplan Open Data</a> und dem Datenportal <a href="https://www.govdata.de/">govdata.de </a>sollen Daten für Verwaltungen greifbar gemacht und Datensätze gesammelt werden. Ein weiteres Beispiel für online verfügbare Verwaltungsdaten ist die <a href="https://www.destatis.de/DE/Startseite.html">Seite des Statistischen Bundesamtes</a>. Auch in Halle gibt es offene Verwaltungsdaten, die aber mit den angebotenen Dateiformaten .csv und .xls als nicht verarbeitbare Datensätze gelten. Beim Thema Angebot und Nachfrage merkte Weißwange an, dass es offene Daten gibt, die aber wenig genutzt würden. Die Nachfrage sei also der Knackpunkt. Auch gibt es laut Open Data Atlas keine flächendeckenden <a href="http://opendata.tursics.de/?page=Data&amp;level=all&amp;dataset=portals&amp;country=DE&amp;lat=52.516&amp;lng=13.4795&amp;zoom=6">Open Data Portale </a>in Deutschland. Zudem wurde kritisiert, dass es Projekte wie Apps4Deutschland gab, bei denen Apps erstellt wurden, die Daten aber nicht erneuert oder gepflegt wurden (zum Zeitpunkt des Vortrags war die Seite noch online). Mit punktueller Förderung wird keine Nachhaltigkeit erzielt. Diese Kritik wurde im Vortrag auch auf Hackathons ausgeweitet, die sich zum Teil auch mit Open Data beschäftigen, aber ebenfalls nur punktuell gefördert werden. Weißwange betont, dass Offene Daten nicht automatisch einen Nutzen erzeugen und die fehlende Nutzung die Vorbehalte verstärkt. Allerdings gibt es auch Unternehmen und Open Data Communities, die als Vorreiter gelten können, diese sind aber vor allem in den USA angesiedelt. In der Verwaltung ist es vor allem die Datenbereitstellung, die Ansprechbarkeit und die Umsetzungszeiträume, die eine Hürde darstellen, um Open Data effektiv zu nutzen.</p>
<p>Zwar gibt es offene Daten und Anwendungsgebiete für diese, allerdings ist die Nutzung und das Angebot in Deutschland gering. Dies liegt nicht nur an der Art der angebotenen Daten, sondern ist auch regionsabhängig: Größe, Wirtschaftskraft, Bildung und andere Faktoren spielen eine wichtige Rolle.</p>
<p>Unterm Strich kommt Weißwange zu dem Fazit, dass der Hype um Open Data vorbei sei. Zwar gibt es offene Daten, die genutzt werden können und müssten- aber eine punktuelle Verwendung reicht nicht aus.</p>
<h3>Digitale Nomaden, passives Einkommen und Coworking Spaces</h3>
<p>Der Vortrag zum Thema „Digital Nomaden, passives Einkommen und Coworking Spaces“ von Matthias Haltenhof passt zur digitalen Stadt durch den Blick in die zukünftigen Arbeitsmöglichkeiten. Mit der Frage „Was ist das und was bringt es?“ werden Digitale Nomaden als Personen beschrieben, die reisen und nebenbei von unterwegs arbeiten. Hierbei bietet sich ein passives &#8211; also vom zeitlichen Bezug losgelöstes – Einkommen an. Passives Einkommen ist, wie der Vortragende betonte, nicht nur „eine Stunde Schalter umlegen und für immer Geld verdienen“. Es gehöre mehr dazu, nämlich harte Arbeit und zeitlich eigenständiges Arbeiten. Die <a href="http://de.slideshare.net/MatthiasHaltenhof/%20ab Folie 17">zwölf vorgestellten Möglichkeiten für passives Einkommen</a> findet man in der Praxis oft in Coworking Spaces. In den Coworking Spaces findet oft ein reger Austausch zwischen den Digitalen Nomaden statt und es kann zum Expertenaustausch verschiedener Themengebiete kommen. Solche Coworking Spaces gibt es in Halle (Saale) kaum, in Leipzig geschätzt 5 Mal und in Berlin circa 100. Abschließendes Fazit des Vortrags war: Es werden mehr Coworking Spaces in der zukünftigen Stadt gebraucht, da sich ortsunabhängiges Arbeiten positiv für Angestellte und Unternehmen auswirken kann.</p>
<h2>Fazit zum Barcamp 2016 in Halle</h2>
<p>Mit dem Ziel, über die Probleme von heute und die Herausforderungen von morgen zu diskutieren, konnte das Barcamp viele verschiedene Themenkomplexe bearbeiten. Der nächste Schritt muss nun sein, mit lokalen Entscheidern über diese Themen zu sprechen. Ingesamt war der Meinungs- und Erfahrungsaustausch von konstruktiver Kritik geprägt, auf Twitter lassen sich einige Diskussionen unter <a href="https://twitter.com/search?q=%23bchal&amp;src=typd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#bchal</a> auch im Nachhinein verfolgen.</p>
<p>Titelbild : woman-1446557_640, CC0 Public Domain</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></p>
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		<title>be berlin, be gespannt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[aluxelalaoui]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 16:29:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gab am 11. März 2008 live im Netz den Startschuss für die neue Imagekampagne &#34;be berlin – Sei Berlin&#34;. Flaggschiff des rund 10,6 Mio. teuren Städtemarketings ist die Internetseite <a href="http://www.sei.berlin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.sei.berlin.de</a>. Während Wowereit live und online sprach, umrahmte ihn die Banner-Werbung &#34;Be Berlin, Be Tempelhof&#34; von Gegnern der Flughafenschließung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gab am 11. März 2008 live im Netz den Startschuss für die neue Imagekampagne &quot;be berlin – Sei Berlin&quot;. Flaggschiff des rund 10,6 Mio. teuren Städtemarketings ist die Internetseite <a href="http://www.sei.berlin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.sei.berlin.de</a>. Während Wowereit live und online sprach, umrahmte ihn die Banner-Werbung &quot;Be Berlin, Be Tempelhof&quot; von Gegnern der Flughafenschließung.<!--break--> </p>
<p>
Das aus Experten verschiedener Fachrichtungen zusammengesetzte Berlin Board will durch den Markennamen im globalen Konzert der Metropolen mitsingen &#8211; so wie bei &quot;I love New York&quot;. Neben Werbeplakaten, Fernseh- und Radiospots sowie Zeitungsanzeigen soll vor allem die am 11. März 2008 online gegangene Website <a href="http://www.sei.berlin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.sei.berlin.de</a> die Interaktion mit den Bürgern suchen. Als Botschafter Berlins sind sie aufgerufen, ihre persönliche Geschichte zum Besten zu geben, um sie daraufhin online bewerten, weiterempfehlen und kommentieren zu lassen. Die Geschichte sollte möglichst „authentisch, originell und mutig sein“, von einer „innovativen Idee“ oder „engagierten Mitmenschen“ erzählen, einfach „Spaß machen“.
</p>
<p>
<b>Sei irgendwas</b>
</p>
<p>
Ergänzt wird der Oberbegriff, so die Senatskanzlei, durch einen je nach Thema wechselnden rhetorischen Dreiklang, etwa „sei stadt, sei wandel, sei berlin“ oder „sei straße, sei laufsteg, sei berlin“. Mit diesem Slogan bewirbt beispielsweise die bundesweit in die Schlagzeilen geratene Rütli-Schule ein Modeprojekt.
</p>
<p>
Viel Spaß hatten die Anhänger der Interessensgemeinschaft City-Airport Tempelhof (ICAT) um die Berliner Christdemokraten. Während der Regierende live auf <a href="http://www.berlin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.berlin.de</a> das Konzept präsentierte, schalteten die Tempelhof-Befürworter eine vorher punktgenau auf die Kampagnenvorstellung abgestimmte Werbeanzeige mit der Überschrift &quot;Be Berlin, Be Tempelhof&quot; auf dem Hauptstadtportal www.berlin.de online. Der erklärte City-Airport-Gegner Wowereit schien augenscheinlich nichts davon mitbekommen zu haben, die Werbebanner verschwanden allerdings nach kurzer Zeit wieder.
</p>
<p>
Für das Folgejahr 2009 wird die zunächst lokale Marketingaktion um eine bundesweite und internationale Werbestrategie erweitert. Bis dahin haben Berlins Einwohner Zeit, sich mit dem neuen Markennamen anzufreunden: „be gespannt“.</p>
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			</item>
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		<title>Issy &#8211; die eCity</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[André Santini]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Issy-les-Moulineaux]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bürgermeister André Santini hat die Gemeinde Issy-les Moulineaux zu einer beispielhaften eCity ausgebaut. Die kleine Gemeinde, die direkt im Süden der Hauptstadt Paris liegt, treibt nach einem Beschluss aus dem Jahr 1996 die technologische Entwicklung und Anwendung voran. Die ehemalige Industriestadt schaffte durch eine fast flächendeckende Ansiedelung von IT-Unternehmen den Sprung ins 21. Jahrhundert. Dabei achtet die liberal-konservative Regierung nicht nur aufs Geschäft sondern bezieht die Bürger ins politische Leben ein. Die Gemeinderatssitzung beispielsweise kann jeder interessierte Bürger mit Fragen via Mail bereichern während er am Bildschirm die Debatte verfolgt. Wie schafft man es, einen Plan zur interaktiven Stadtentwicklung derart lebendig werden zu lassen? politik-digital fragte den Bürgermeister André Santini.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Der Bürgermeister André Santini hat die Gemeinde Issy-les Moulineaux zu einer beispielhaften eCity ausgebaut. Die kleine Gemeinde, die direkt im Süden der Hauptstadt Paris liegt, treibt nach einem Beschluss aus dem Jahr 1996 die technologische Entwicklung und Anwendung voran. Die ehemalige Industriestadt schaffte durch eine fast flächendeckende Ansiedelung von IT-Unternehmen den Sprung ins 21. Jahrhundert. Dabei achtet die liberal-konservative Regierung nicht nur aufs Geschäft sondern bezieht die Bürger ins politische Leben ein. Die Gemeinderatssitzung beispielsweise kann jeder interessierte Bürger mit Fragen via Mail bereichern während er am Bildschirm die Debatte verfolgt. Wie schafft man es, einen Plan zur interaktiven Stadtentwicklung derart lebendig werden zu lassen? politik-digital fragte den Bürgermeister André Santini.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Seit wann engagiert sich die Gemeinde Issy-les-Moulineaux für den Sektor des eCommerce? Wie war die Ausgangsituation der Gemeinde?</p>
<p class="normal">
                            <strong>Santini:</strong> Als wir den &#8220;Plan Local de l´Information&#8221; im Januar 1996 verabschiedeten war unsere Zielsetzung, die Entwicklung Neuer Technologien auf unserem Stadtgebiet zu begleiten. Ich hatte damals das Gefühl, dass mit dem Internet eine tiefgehende Umwälzung unserer Art zu kommunizieren einherging und dass es ein hervoragendes Werkzeug beim Erwerb von Wissen darstellt. In meiner Funktion als gewählter Volksvertreter sah ich es als meine Pflicht an, diese Umwälzung zu antizipieren und jedem Einwohner und jedem Unternehmen den Zugang zu den Neuen Medien leicht und schnell zu bieten. Allerdings ist die Kultur der Innovation in Issy nicht erst mit dem Internet geboren worden. Unsere Kinder zahlen seit 1993 im Schulrestaurant mit einer Karte, mit der sie sich auch bei den Sport- und Freizeitzentern anmelden können. Die städtische Mediathek führt seit 1994 CD-Roms, hat seit 1995 einen kostenlosen öffentlichen Internetzugang und verleiht seit 1998 DVDs. Schliesslich verfügen wir über einen Multimedia-Saal, der seit Beginn der 90er Jahre an Firmen vermietet wird.</p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> In welchen Bereichen hat die Gemeinde investiert, um die Unternehmen anzuziehen? Welche Unternehmen sind nach Issy gekommen?</p>
<p class="normal">
                            <strong>Santini:</strong> Unter den 57% der in Issy ansässigen Firmen, die im Sektor der Informationstechnologie arbeiten, befinden sich internatiale Großkonzerne wie Cisco Systems, Wanadoo oder Compaq. Aber auch zahlreiche junge Firmen haben sich dazu entschlossen, sich hier zu entwickeln. Das beste Beispiel dafür bietet Wavecom, spezialisiert auf die Herstellung von Chips für Mobiltelefone. Diese Firma hat sich 1993 auf einem Areal von 100m2 niedergelassen und nutzt heute 10.000 m2 in der Stadt.</p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Issy zeigt sich neben dem eCommerce auch sehr aktiv im Bereich der elektronischen Verwaltung und der Beteiligung der Bürger am politischen Prozess. Mit welchen Mitteln wird den Bürgern die Partizipation am lokalpolitischen Leben ermöglicht?</p>
<p class="normal">
                            <strong>Santini:</strong> In Issy-les-Moulineaux experimentieren wir seit vier Jahren mit einer interaktiven Stadtverwaltung. Dabei haben wir den Bürgern erlaubt, in die Debatten des Gemeinderats einzugreifen, die übertragen werden durch Kabel oder Internet. Die Bürger können per mail Fragen stellen oder ihre Anmerkungen über eine kostenfreie Telefonleitung abgeben. Dies hat uns geholfen, den Gemeinderat wieder als Zentrum des städtischen Lebens zu etablieren. Das sichtbare Ergebnis ist die verstärkte Teilnahme der Bürger an Sitzungen im Rathaus.</p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Was sind ihre Ziele für eine Issy électronique in der Zukunft?</p>
<p class="normal">
                            <strong>Santini:</strong> Im Laufe der kommenden Jahre sollen sich drei zentrale Themen entwickeln: die Mobilität, Breitbandzugang, die elektronische Verwaltung und der internationale Austausch. Die Mobilität: Dadurch dass beinahe 50% der Franzosen über ein Mobiltelefon verfügen, wird die Frage nach der mobilen Information virulent. Wir beobachten die Entwicklung von WAP-Standards, eine Technologie, die rasch von den Übertragunsmöglichkeiten GPRS und UMTS ersetzt werden wird. Darüberhinaus werden diese archaischen Zustände durch den Breitbandzugang, den uns die neue Mobiltechnologie bieten wird, abgelöst. Wir müssen also unsere Kommunikation und unsere Angebote an diese Mobilität anpassen, indem wir uns schnell um neue Services bemühen, die wir dem Bürger anbieten können. Der Breitbandzugang: Nach ADSL und Kabel wird der Zusammenschluss lokaler Radiostationen den Bretibandzugang für PME-PMI und für Privatpersonen zu interessanten Konditionen anbieten. Darüberhinaus wird der durch Breitbandzugang entstehende Komfort, die Anpassung der Zugangspreise eine radikale Nutzungsveränderung der Internetgemeinde bewirken : Dadurch, dass ihre Konzentration sich nicht mehr auf die Telefonrechnung beschränkt, nutzen sie das Netz in allen Lebenslagen. Das bedeutet eine verstärkte Forderung nach qualitätsvollen Angeboten. In dieser Hinsicht wird das lokale Webfernsehen (e-T2i, seit 2000 im Netz) eine der zentralen Informationsquellen der lokalen Netzgemeinde darstellen. Die elektronische Verwaltung: Über die reine elektronische Verwaltung hinaus, muss dem Bürger eine einzigartige Plattform geboten werden, ein Virutelles Verwaltungsbüro, das von zu Hause, vom Büro aus und an öffentlichen Stellen zugänglich ist. Ziel dieser Maßnahme ist es, die tatsächlichen Wege zum Rathaus zu reduzieren und dadurch Humanressourcen zu mobilisieren. Für die Zukunft können wir uns vorstellen, dass alle administrativen Vorgänge in elektronischer Form stattfinden und die Bewohner von Issy mit sicherer elektronischer Währung bezahlen.</p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Steht Issy im Austausch mit anderen Städten in Frankreich oder Europa, um sein Wissen und seine Erfahrungen zu teilen?</p>
<p class="normal">
                            <strong>Santini:</strong> Der Fortschritt der Stadt im Bereich der Telekommunikation hat ihr die Anerkennung auf internationalem Niveau ermöglicht. Dabei erleichtert und intensiviert die Technologie selbst den Austausch. Durch das fortschrittliche Image von Issy-les-Moulineaux sind wir zunehmend mit Anfragen konfrontiert, beispielsweise empfangen wir Delegationen oder beteiligen uns an internationalen Konferenzen. Die Stadt steht ausserdem einem internationalen Zusammenschluss von Rathäusern vor, dem Global Cities Dialogue, zu dem über 50 Städte in aller Welt gehören, darunter Helsinki, Stockholm, Bremen, Barcelona, Rom, Seattle, Buenos-Aires, Santiago du Chile, Bamako, oder Belo Horizonte Die Bürgermeister dieser Städte bemühen sich darum den allgemeinen Austausch von Informationen zum Thema zu institutionalisieren. Ein weiterer Multiplikator sind unsere bilateralen Austäusche, die vor allem über unsere Schulen organisiert werden. Es werden beispielsweise regelmäßig Videokonferenzen mit Schulklassen in Madison (USA), in Peking, Bremen oder erst kürzlich mit Santa Clara im Silicon Valley organisiert. Im Zuge dieser letzten Konferenz konnten die jungen Issyianer mit Eric Benhamou, dem Präsididenten von 3 Com und damit einem der wenigen erfolgreichen Franzosen im Valley diskutieren.</p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Glauben Sie, dass das Internet zur Entwicklung der Demokratie beiträgt? Was sind ihre Visionen?</p>
<p class="normal">
                            <strong>Santini:</strong> Das Internet ist das einfachste Mittel, um eine direkte Verbindung zwischen Gewählten und Bürgern bei geradezu lächerlich geringen Kosten zu schaffen. Die Informationstechnologie hilft den Bürgern, die Politik besser zu kennen und ihre Rechte auszuüben. Die kann den Bürger in die Lage versetzen, eine wichtigere Rolle bei der Entscheidungsfindung für öffentliche Angelegenheite zu spielen. Es handelt sich dabei um eine einzigartige Gelegenheit, eine aktive Bürgerschaft zu etablieren und diese an der Erneuerung der Demokratie mitwirken zu lassen. Wir haben es hier höchstwahrscheinlich mit einer Revolution zu tun, die in ihrem Einfluss auf die öffentliche Meinung gleichbedeutend ist mit der Erfindung des Buchdrucks. Unter Zurückweisung der direkten Demokratie, die niemals mehr war als eine Utopie, bieten die Informationstechnologien die Voraussetzung zu einem Wandel von der repräsentativen zur partizipativen Demokratie. Hier wird das Verlangen nach Transparenz und Teilhabe eines Teils der Bevölkerung seine Erfüllung finden können.</p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Was bedeuten diese Veränderungen für die Beziehungen zwischen politischer Klasse und Bürgern?</p>
<p class="normal">
                            <strong>Santini:</strong> Wir entwickeln uns auf ein System der transparenten und kontrollierten Delegation zu. Die politisch Verantwortlichen müssen sich daran gewöhnen, indem sie für jedes Thema ihre Fähigkeit, alternative Lösungen anzubieten, unter Beweis stellen. Die verschiedenen Möglichkeiten und nicht die getroffenen Entscheidungen müssen gezeigt werden, der Konsens muss über das Abwägen der Vor- und Nachteile und der Berücksichtigung der verschiedenen Lösungsmöglichkeiten erfolgen.</p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Führt das Internet tatsächlich zu einer Rückbesinnung der Bürger auf die Politik?</p>
<p class="normal">
                            <strong>Santini:</strong> Phil Noble, der amerikanische Experte für ePolitics bemerkte anlässlich des zweiten Weltforums zur Elektronischen Demokratie in Issy letzten Mai, dass die durchschnittliche Verweildauer der User auf den politischen Seiten von acht Minuten in den USA bis zu fünf Minuten in Schweden reicht. Dank des Internet können wir in unsere Welt der Sekunden-Clips, in der die griffigen Phrasen die Politik beherrschen, wieder Auseinandersetzungen von einer gewissen Dauer einbringen.</p>
<p class="normal">
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