<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Stadtplanung &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/stadtplanung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Tue, 24 Jul 2018 09:50:10 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Stadtplanung &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Smart Cities &#8211; Teil 1: Rio de Janeiro</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lea Herrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jul 2018 09:50:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Virtual Reality]]></category>
		<category><![CDATA[Data Crowdsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Smart City]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=154888</guid>

					<description><![CDATA[Der Begriff „Smart City“ suggeriert westlichen Wohlstand und kostspielige Investitionen. Die App „Smart Favela“ zeigt, dass auch weniger wohlhabende Gebiete [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Rio.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-154889 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Rio.png" alt="Blick auf Rio de Janeiro, ASSY via Pixapay, CC0, bearbeitet. Manuchi via Pixabay, CC0, bearbeitet." width="640" height="350" /></a>Der Begriff „Smart City“ suggeriert westlichen Wohlstand und kostspielige Investitionen. Die App „Smart Favela“ zeigt, dass auch weniger wohlhabende Gebiete von neuen Technologien profitieren können. Eine interaktive, dreidimensionale Stadtkarte ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern in den Slums der brasilianischen Großstadt, aktiv und basisdemokratisch an der Entwicklung ihrer Stadt mitzuwirken.</p>
<p>Egal an welchen Ort der Welt wir reisen, der Kartendienst unseres Smartphones ermöglicht uns direkte Orientierung vor Ort, unabhängig von Landessprache oder Stadtkenntnissen. Dank Google Maps wissen wir immer, wo wir uns gerade befinden und wie lange der Supermarkt um die Ecke heute noch geöffnet hat. Auch Wirtschaft und Politik profitieren von den Kartendiensten privater Anbieter. Dass Großmächte wie Google und Co. noch nicht alle Ecken und Enden dieser Erde kartographiert haben, erscheint gerade deshalb aus europäischer Perspektive kaum vorstellbar. Der erste Artikel unserer Sommerreihe stellt daher ein Projekt aus Rio de Janeiro vor, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Stadtentwicklung mit Hilfe von interaktiven Kartendiensten zu demokratisieren. Das Projekt zeigt, wo Großkonzerne in Sachen Stadtplanung an ihre Grenzen stoßen und weshalb das Konzept „Smart City“ auch in weniger wohlhabenden Gebieten funktionieren kann.</p>
<h3>Nicht kartographierte Gebiete bleiben Niemandsland</h3>
<p>In Rio de Janeiro leben schätzungsweise 30% der Bevölkerung in sogenannten Favelas, den Slums der Stadt. Trotzdem wurden bis 2014 nur etwa 0,001% Prozent der Favelas kartographiert. Zahlreiche kleine Gassen, unentdeckte Abkürzungen und provisorische Unterkünfte prägen das Bild der Favelas als undurchdringbares Dickicht des Großstadtdschungels. Die soziale Spaltung der Bevölkerung Brasiliens macht sich demnach auch auf der Stadtkarte bemerkbar. Gebiete, die als schwarzer Fleck auf der Karte erscheinen, bleiben unsichtbar. Die fehlende Präsenz der Favelas auf den Karten steht dabei stellvertretend für das fehlende Bewusstsein über die Bedürfnisse ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Ein Gebiet, in dem weder Straßennamen, Kanalisation oder Orte der medizinischen Erstversorgung erfasst sind, bietet wenig Aufschluss darüber, wie die Situation der Menschen vor Ort verbessert werden kann. Dass ein Großteil der Bevölkerung in den Favelas mit dem eigenen Smartphone online ist, könnte jetzt genau das ändern. Denn auch wenn es an vielen grundlegenden Dingen wie Infrastruktur oder Wasserversorgung noch immer mangelt, das Smartphone zählt mittlerweile auch in den Slums zu den grundlegenden Helfern des Alltags.</p>
<h3>Stadtplanung als Virtual Reality Game</h3>
<p>Die Initiative „tá no mapa“ (zu Dt.: Es ist auf der Karte) versuchte bereits vor einigen Jahren, gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Favelas umfassende Karten der Regionen zu erstellen. Das französische Tech-Start-Up „toolz“ wagt sich mit der <a href="http://www.toolz.fr/uk/en_EN/projet_en.php?inc_smart_favela_en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">App „Smart Favela“</a> noch einen Schritt weiter. Mit Hilfe ihres Smartphones können die Bewohnerinnen und Bewohner der Favelas selbst aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitwirken. Die App bildet einen digitalen Avatar der Favela ab, der alle Details dreidimensional wiedergibt.</p>
<figure id="attachment_154891" aria-describedby="caption-attachment-154891" style="width: 305px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Favela-Screenshot.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-154891 size-medium" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Favela-Screenshot-305x225.jpg" alt="Smart Favela Screenshot" width="305" height="225" /></a><figcaption id="caption-attachment-154891" class="wp-caption-text">Anwohnerinnen und Anwohner können direkt in der App über neue Investitionen abstimmen.</figcaption></figure>
<p>Doch die Gebiete sollen im Gegensatz zu vorangegangenen Projekten nicht vorrangig kartographiert, sondern mit Hilfe von „Smart Favela“ interaktiv gestaltbar werden. Stadtplanerinnen und Stadtplaner können zukünftige Investitionen innerhalb des 3D-Models problemlos visualisieren. Diese werden dann von der Bevölkerung in der App bewertet. Anwohnerinnen und Anwohner erhalten so die Möglichkeit, Anregungen oder Kritik zu üben oder selbst Vorschläge für neue Projekte einzureichen. Konzipiert ist die App in Anlehnung an ein Virtual Reality Game, in dem spielerisch ausprobiert werden kann, in welche Richtung sich eine Stadt effektiv entwickelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>„Smart Favela“ ermöglicht Teilhabe und Entscheidungsfreiheit</h3>
<p>Als die brasilianische Regierung vor wenigen Jahren in teure Seilbahnen investierte, die über die Favelas schwebten, zeigte sich die lokale Bevölkerung wenig beeindruckt. Der Vorwurf, lieber in prestigeträchtige Projekte zu investieren anstatt in die Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort, wurde laut. Auch ein Versuch des Anbieters Google Maps, die Favelas von Rio zu kartographieren, traf auf wenig Unterstützung in der Bevölkerung. Der Konzern hatte Straßen beispielsweise in Eigeninitiative benannt und sorgte so für erhebliche Missverständnisse. Im Gegensatz zu bisherigen Versuchen, Gebiete wie die brasilianischen Favelas zu kartographieren, bezieht die „Smart Favela App“ erstmals die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in den Gestaltungsprozess ihrer Heimat mit ein. Die Möglichkeit Vorschläge einzureichen schafft dabei ein besseres Bewusstsein für die Probleme der Anwohnerinnen und Anwohner. Zudem schafft die App, was bisher keinem der Großprojekte Rio de Janeiros gelang: Legitimation. Die Einbindung der Bevölkerung sorgt so auf simple Weise letztendlich auch für eine größere Akzeptanz der neuen Investitionen.</p>
<h3>Data Crowdsourcing als Zukunftsmodell?</h3>
<p>Viele Projekte, die die Städte von morgen intelligenter und digitaler machen sollen, stoßen schon heute auf erhebliche Finanzierungsprobleme. Die Währung, an der es mangelt, ist dabei nicht immer Geld, auch Daten sind knapp. Große Technikkonzerne verfügen sowohl über die finanziellen Mittel, als auch über zahlreiche Userdaten – beides erscheint unerlässlich, um Innovation zu schaffen. Der Ansatz des „Data Crowdsourcing“ erfreut sich deshalb nicht nur bei den Macherinnen und Macher der „Smart Favela“-App großer Beliebtheit. Dabei werden die Daten dort erhoben, wo sie entstehen: bei den Benutzerinnen und Benutzern einer Anwendung. Einfacher gesagt, unter „Data Crowdsourcing“ versteht man den Aufbau eines Datensatzes mit Hilfe einer großen Gruppe an Helferinnen und Helfern, die den Datensatz auf freiwilliger Basis nach eigenem Wissenstand optimieren und ergänzen.</p>
<p>Auch wenn „Data Crowdsourcing“ das Problem der Finanzierung zu schmälern weiß, so bleibt der Datenschutz der Benutzerinnen und Benutzer ein Problem. Unabhängig von der Quelle der Daten stellt sich die Frage, wie genau der digitale Avatar der Stadt beispielsweise privates Eigentum abbildet. Wie genau bildet die App meinen Hinterhof ab, wenn dieser an eine öffentliche Straße anschließt? Auch wenn sich mittlerweile andere Großstädte, wie beispielsweise Paris oder Bordeaux, interessiert an der „Smart Favela“ App zeigen, bleibt Datenschutz eine der zentralen Herausforderungen des Pilotprojektes. Das Prinzip des Data Crowdsourcing birgt trotzdem Zukunftspotential. Spätestens seit der Erfolgsgeschichte von Wikipedia steht außer Frage, dass Schwarmwissen in den unterschiedlichsten Kontexten gewinnbringend eingesetzt werden kann. Auch für die „Smart City“ bietet sich hier also eine Chance. Besonders da große Teile der Bevölkerung vielen neuen Entwicklungen in ihrem direkten Lebensumfeld noch immer skeptisch gegenüberstehen, bieten neue Formen des Feedbacks Chancen für einen verbesserten Austausch. Geplante Projekte könnten mit Hilfe von Virtual Reality beispielsweise erfahrbarer werden und auch Feedback könnte einfacher integriert werden. Hier bietet sich zumindest theoretisch die Chance, den Menschen mit Hilfe von Technik verstärkt in die Entwicklungen einzubinden, die sein direktes Lebensumfeld betreffen. Ob wirklich alle Bewohnerinnen und Bewohner offen wären, ein solches Angebot auch zu nutzen, ist dabei allerdings nicht gegeben.</p>
<p><em><strong>Teil 2 befasst sich mit einem <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-2-kopenhagen-154895/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitalen Marktplatz für öffentliche und private Daten in Kopenhagen</a>. Die weiteren Stationen auf unserer Smart-City-Reise sind: <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-3-dubai-154901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dubai</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-4-wien-154912/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wien</a> und <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-5-santander-154917/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Satander</a>. Zum Übersichtsartikel geht es <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-eine-reise-durch-die-stadte-von-morgen-154873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</strong></em></p>
<hr />
<p>Titelbild: ASSY via <a href="https://pixabay.com/de/rio-de-janeiro-blick-auf-corcovado-1145762/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet. Manuchi via <a href="https://pixabay.com/de/hintergrund-zusammenfassung-linie-2462431/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p>Bild im Text: Screenshot toolz.fr</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/smart-citiesteil-1-rio-de-janeiro-154888/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Online-mediierte Verfahren in der Planung Teil I</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-partizipation-maerker_emediation_060406_1-shtml-2897/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-partizipation-maerker_emediation_060406_1-shtml-2897/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[omaerker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Mediation]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-partizipation-maerker_emediation_060406_1-shtml-2897/</guid>

					<description><![CDATA[
                                Planer stehen heute immer häufiger vor dem Problem, sich mit ganz unterschiedlichen Interessen, Standpunkten und Erwartungen betroffener Bürger/innen und organisierter Interessensvertreter auseinandersetzen zu müssen. Sie können ihre Entscheidungen nicht länger von zentraler Stelle aus fällen, sondern müssen neue Möglichkeiten der Einbeziehung und Berücksichtigung aller Beteiligten schaffen. Dabei geht es nicht mehr nur darum, die Legitimation und Akzeptanz gegenüber Planungsvorhaben zu verbessern, sondern vielmehr durch die Berücksichtigung unterschiedlichen Wissens bessere und nachhaltigere Entscheidungen treffen zu können.
                              ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>                                <span class="normal">Planer stehen heute immer häufiger vor dem Problem, sich mit ganz unterschiedlichen Interessen, Standpunkten und Erwartungen betroffener Bürger/innen und organisierter Interessensvertreter auseinandersetzen zu müssen. Sie können ihre Entscheidungen nicht länger von zentraler Stelle aus fällen, sondern müssen neue Möglichkeiten der Einbeziehung und Berücksichtigung aller Beteiligten schaffen. Dabei geht es nicht mehr nur darum, die Legitimation und Akzeptanz gegenüber Planungsvorhaben zu verbessern, sondern vielmehr durch die Berücksichtigung unterschiedlichen Wissens bessere und nachhaltigere Entscheidungen treffen zu können.</span><br />
                              <!--break-->
                            </p>
<p>
                              <span class="normal">Vor dem Hintergrund der eGovernment-Bewegung stellt sich die Frage, inwiefern dabei auch auf die neuen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) zurückgegriffen wird. In der Planungspraxis lässt sich in diesem Zusammenhang die Herausbildung eines neuen Verfahrentyps beobachten: „Online-mediierte Verfahren“, die sich möglicherweise als Anzeichen für eine Planungskultur werten lassen, in der Planer/innen versuchen, anstelle Wissensmonopole zu behaupten und Planungen „von oben nach unten“ durchzusetzen, die unaufhebbare Vielfalt an Wissensformen und Ordnungsvorstellungen zuzulassen und produktiv zu nutzen.</span>
                            </p>
<p>
                              <span class="normal"><br />
                                <strong>Heterogenität als Herausforderung</strong><br />
                              </span>
                            </p>
<p>
                              <span class="normal">In einer Gesellschaft, die sich immer stärker differenziert, dürfen wir gerade in Fragen des Zusammenlebens immer weniger auf Übereinstimmungen in den Sichtweisen und Lösungsvorstellungen hoffen. Bereits auf kommunaler Ebene, wo die Bürger/innen politische Entscheidungen hautnah erleben, ist mit auseinanderstrebenden Wertvorstellungen, Erfahrungshintergründen und Wissensvoraussetzungen zu rechnen. Man kann auch sagen, dass es auch in der Planung für alle erkennbar keinen Besser- oder Richtigwissenden mehr gibt, stattdessen lediglich Vertreter unterschiedlicher Sichtweisen und Lösungsvorstellungen. Dies bedeutet, dass das politisch-administrative System sich mit Aufgaben der Leitung und Koordination komplexer, dynamischer Systeme befassen muss, in denen heterogene Wissensformen und Ordnungsvorstellungen koexistieren und miteinander konkurrieren. Allerdings sind Planungs- und Beteiligungsverfahren (bzw. die dahinter stehenden Planungs- und Beteiligungskulturen) vor diesem Hintergrund als kritisch einzuschätzen: Denn erstens sind sie in einem relativ späten Phase im Planungszyklus verankert. Zweitens wird in ihnen die Idee der Beteiligung weitgehend auf Information über Vorhaben reduziert. Und drittens scheinen sie Vielfalt in den Sichtweisen und Auffassungen der Betroffenen eher zu behindern als zu befördern. In den letzten Jahren wurden jedoch vermehrt informelle Beteiligungsverfahren entwickelt und auch eingesetzt, in denen Planung als ein kommunikativer, argumentativer oder kooperativer Prozess zwischen heterogenen Akteuren verstanden wird.</p>
<p>                              <strong>Neue Impulse durch die E-Government-Bewegung</strong></p>
<p>Aufwind erhalten Bemühungen um eine Öffnung der Planungs- und Beteiligungsverfahren für die Interessen und Sichtweisen der bislang nur Planungsbetroffenen durch die Verbreitung des Internets. Die neuen Medien werden im Rahmen der eGovernment-Reformbewegung als Weichenstellung für eine Reformierung institutioneller Arrangements im politisch-administrativen System gedeutet und eingesetzt. Dabei geht es nicht um die Nutzung der neuen Medien um ihrer selbst willen, sondern um soziale Innovationen, das heißt mehr um Government als um Electronic. eGovernment meint deshalb auch nicht die Digitalisierung vorhandener Verwaltungsabläufe, sondern die Neu- und Umgestaltung von Verwaltungsprozessen auf der Basis neuer organisatorischer Spielräume, die sich durch die Einführung neuer Medien ergeben. Ebenso geht es bei der ePartizipation nicht um die Digitalisierung vorhandener Planungs- und Entscheidungsverfahren. Ziel ist es vielmehr, mit Hilfe neuer Medien neue Beteiligungsverfahren zu entwickeln und diese als Teil einer neuen Verwaltungs- und Entscheidungskultur zu etablieren: ePartizipation ist also die Suche nach innovativen Beteiligungsmöglichkeiten unter Rückgriff auf die Möglichkeiten internet-basierter IuK.</span>
                            </p>
<p>
                              <span class="normal"><br />
                                <strong>Weiter zum<br />
                                <a href="maerker_emediation_060406_2.shtml">zweiten Teil..</a></strong><br />
                              </span>
                            </p>
<p>
                              <span class="normal"><br />
                                <strong>Der Autor des Textes, Dr. Oliver Märker, ist Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für Autonome Intelligente Systeme und Mitarbeiter des Vereins Zebralog e.V. für medienübergreifende Dialoge.</p>
<p></strong><br />
                              </span>
                            </p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 06.04.2006</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-partizipation-maerker_emediation_060406_1-shtml-2897/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Online-mediierte Verfahren in der Planung Teil II</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-partizipation-maerker_emediation_060406_2-shtml-2898/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-partizipation-maerker_emediation_060406_2-shtml-2898/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[omaerker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Mediation]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-partizipation-maerker_emediation_060406_2-shtml-2898/</guid>

					<description><![CDATA[
                              Online-mediierte Verfahren – Heterogenität managen
                              
                            ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>                              <span class="normal">Online-mediierte Verfahren – Heterogenität managen<br />
                              <br /></span><br />
                            <!--break--><br />
                            <span class="normal"><br />
                            <br />So lassen sich in den letzten 5 Jahren neue Formen internet-basierter Bürgerbeteiligung beobachten, die etwa im Rahmen von Visions- und Leitbildprozessen (z.B. „<br />
                            <a href="http://wachsende-stadt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wachsende Stadt Hamburg</a>“), Prozessen zu städtebaulichen Veränderungen und Stadtgestaltung (z.B. „<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/egovernment/bund/Alex.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interaktive Bürgerbeteiligung Alexanderplatz</a>“, „<br />
                            <a href="http://www.kulturforum-dialog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturforum Berlin</a>“) und zur Verteilung von Ressourcen, Anlagen oder Einrichtungen (z.B. „Esslinger Haushalt im Dialog“; „<br />
                            <a href="http://www.buergerhaushalt-lichtenberg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerhaushalt Lichtenberg</a>“) durchgeführt werden. Der Gedanke der Beteiligung wird hier in Gestalt so genannter Online-Diskurse umgesetzt. Damit sind elektronisch unterstützte Foren angesprochen, die es vielen Teilnehmer ermöglichen, sich innerhalb eines definierten Zeitfensters (z.B. über 3 Wochen) zu einem ebenfalls festgelegten Thema zu äußern. Die Erstellung der Beiträge durch die Teilnehmer bzw. die Diskussionen werden zum einen durch Moderatoren betreut und zum anderen durch mediative Verfahrenselemente gesteuert. Es sind diskursiv gestaltete Beteiligungsverfahren mit mediativen Elementen. Diskursiv, weil versucht wird, den Austausch von Argumenten zu befördern. Mediativ, weil sie auf Prozesswissen aus der Mediation zur Verfahrensstrukturierung und Methoden zur Vermeidung, Deeskalation oder Vermittlung von Konflikten – die im Diskurskontext entstehen – zurückgreifen. Es sind also durch die Mediationstheorie und -praxis inspirierte, medienunterstützte Diskursverfahren, die auch als online-mediierte Verfahren bezeichnet werden können.</p>
<p>Die Analyse online-mediierter Verfahren hat gezeigt, wie anspruchsvoll diese Verfahren sind, um auf diese Weise mehr Teilnehmer an ein Planungsvorhaben heranzuführen und eine möglichst offene, durch unterschiedliche Perspektiven bereicherte Diskussion zu führen: Verfahrensplanung, Prozessstrukturierung, Anmoderation von Themen, Informationen über den Prozess, Gewährleistung von Fairness, Herausforderung von Argumentation, Strukturierung von Themen, Erstellung von Zusammenfassungen, technische Erläuterungen und Hilfemaßnahmen, Ermöglichung von Metakommunikation, oder Vermittlung bei Konflikteskalationen sind nur einige Aktivitäten, um produktive Diskurse zu unterstützen bzw. Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Beteiligungsangebotes von den Teilnehmern zu erhalten.</p>
<p>                            <strong>Öffnung der Planungs- und Entscheidungsprozesse<br />
                            <br /></strong><br />
                            <br />Zusätzlich zur Online-Moderation muss für alle Akteure deutlich erkennbar sein, wie online-mediierte Verfahren in Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebettet sind – in diesem Punkt unterscheiden sie sich in keiner Weise von „konventionellen Beteiligungsangeboten“. Ihre Funktion muss für alle Beteiligten erkennbar werden. Es muss klar sein, was mit den Ergebnissen geschieht. Die Entscheidungsträger sind also aufgefordert, erkennen zu geben, welche Relevanz für sie das Verfahren haben soll. Darüber hinaus können die folgenden (aus der Analyse der Beteiligungspraxis abgeleitete) Fragen Hinweise geben, welchen Stellenwert ein Verfahren im politisch-administrativen System hat: Gibt es eine eindeutige Ziel- und Funktionszuweisung für das Verfahren? Sind Schnittstellen zu laufenden Planungs- und Entscheidungsprozessen definiert worden? Sind personeller Ressourcen ausreichend verfügbar, um das Verfahren durchzuführen bzw. um Ergebnisse zu verarbeiten? Wird das Verfahren durch Öffentlichkeitsarbeit beworben? Gibt es eine Vereinbarung auf welche Weise Planung und Politik Feedback geben, ob, wie oder warum Ergebnisse (nicht) genutzt wurden? Und genau hier stoßen wir an Grenzen.</p>
<p>                            <strong>Planungs- und Beteiligungskultur auf die Probe gestellt<br />
                            <br /></strong><br />
                            <br />Auch wenn sich die Möglichkeiten der Unterstützung beteiligungsorientierter Foren für den Informationsaustausch zwischen Verwaltungen sowie Bürger/innen und anderen Akteuren enorme Fortschritte aufweisen. Auch wenn mit „online-mediierter Verfahren“ mittlerweile Verfahren vorliegen, mit deren Hilfe diese neuen Werkzeuge sinnvoll eingesetzt und dadurch konstruktive und ergebnisreiche Diskurse in der Planung ermöglicht werden. Sie sind immer der Gefahr ausgesetzt, dass Verwaltung und Politik sich nicht nachhaltig und transparent mit den Ergebnissen auseinandersetzen. Online-mediierte Verfahren sind daher paradoxer Weise Ausdruck einer kommunikativ orientierten Planungs- und Beteiligungskultur und gleichzeitig Indikator für Kräfte, bestehende Wissensmonopole aufrechtzuerhalten.</p>
<p>                            <strong>Weitere Entwicklungen<br />
                            <br /></strong><br />
                            <br />Vieles spricht dafür, dass Politik und Verwaltung ihre Planungs- und Entscheidungsprozesse auch in naher Zukunft nicht in Richtung diskursiver Verhandlung reformieren und damit für externe Akteure öffnen werden. Allerdings spricht einiges dafür, dass online-mediierte Verfahren auf dem den Kernzonen des politisch-administrativen Handelns vorgelagerten Feld der Außendarstellung und der Informationsbeschaffung eine wichtige Rolle spielen werden. Sie dienen dort als eine Legitimation beschaffendes und gleichzeitig effizient funktionierendes Verfahren für den Umgang mit heterogenem Wissen. Für die Bürger/innen würde eine Institutionalisierung solcher Verfahren bedeuten, dass zwar keine Möglichkeiten der direkten Einmischung in Planungs- und Entscheidungsprozesse bestehen (was auch aus Bürgersicht eine durchaus diskussionswürdige Option wäre), allerdings neue Möglichkeiten der Information über zukünftige Planungsprojekte und deren Diskussion gewonnen werden.<br />
                            <br />Der praktische Nutzen online-mediierter Verfahren für Verwaltung und Politik liegt (gegenwärtig) weniger darin, Bürger/innen in Planungs- und Entscheidungsprozesse zu integrieren, als vielmehr darin neue Möglichkeiten zu eröffnen, unterschiedliche Problemverständnisse nicht länger als Störfaktoren zu verstehen, sondern solches Wissen zu ermitteln und als produktive Ressource für intern abzuarbeitende Planungs- und Entscheidungsprozesse zu nutzen. Es geht also vorrangig um eine Steigerung der Informationsgewinnungs- und -verarbeitungskapazitäten und damit der Lernfähigkeit politisch-administrativer Einrichtungen. Und damit um Verfahren, die über die Raumplanung hinaus auch für die Beteiligung auf Länder- und Bundesebene (eParlament) interessant sind, um neben den „Expertenwissen“ auch das Wissen der Bürger/innen zu nutzen und in Wert zu setzen.</span>
                          </p>
<p>
                            <span class="normal"><br />
                              <strong>Zurück zum<br />
                              <a href="maerker_emediation_060406_1.shtml">ersten Teil..</a></strong><br />
                            </span>
                          </p>
<p>
                            <span class="normal"><br />
                              <strong>Der Autor des Textes, Dr. Oliver Märker, ist Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für Autonome Intelligente Systeme und Mitarbeiter des Vereins Zebralog e.V. für medienübergreifende Dialoge.</p>
<p></strong><br />
                            </span>
                          </p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 06.04.2006</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-partizipation-maerker_emediation_060406_2-shtml-2898/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>80.000 qm &#8211; unter Bürgereinfluss</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-alex-shtml-2377/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-alex-shtml-2377/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[hhagedorn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-bund-alex-shtml-2377/</guid>

					<description><![CDATA[Interaktive Bürgerbeteiligung Alexanderplatz Berlin
                    
                    ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Interaktive Bürgerbeteiligung Alexanderplatz Berlin</p>
<p><!--break-->E-Democracy heißt nicht &#8220;elektronische Demokratie&#8221;. Vielmehr drückt der Begriff E-Democracy im Kern aus, dass durch das Hilfsmittel der elektronisch vermittelten Kommunikation ein Grad an Interaktivität erreicht werden kann, der bei der alleinigen Nutzung klassischer Kommunikationswege nicht zu erreichen wäre.</p>
<p>Als konkretes Beispiel für eine interaktiven Bürgerbeteiligung möchte ich von einem Projekt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin berichten. Gegenstand der Diskussion ist der Alexanderplatz, ein Ort in der Mitte Berlins, überregional bekannt durch seinen Mythos in Döblins Roman und durch seine Funktion als Hauptstadtzentrum zu Zeiten der DDR.</p>
<p>                    <strong>Hintergrund</strong><br />
                    <br />Das Stadtgebiet um den Alexanderplatz soll in den kommenden Jahren durch umfangreiche Neubautätigkeit stark aufgewertet werden. Ein Großteil der Bausubstanz wird von Grund auf erneuert oder durch wesentlich höhere Bauwerke ersetzt und erweitert. Die Veränderungen werden großen Einfluss auf die Nutzung des öffentlichen Raumes und insbesondere den Alexanderplatz haben.</p>
<p>Der Berliner Senat will die Nutzung und Gestaltung des Alexanderplatzes im Dialog mit der Bürgerschaft gestalten, damit der Alexanderplatz von möglichst vielen Menschen angenommen und genutzt wird. Zu diesem Zweck sollen zahlreiche Ideen und Anforderungen von den heutigen und zukünftigen Nutzergruppen gesammelt und diskutiert werden, die als Grundlage in einen Architektenwettbewerb eingehen. Diese Vorgehensweise nutzt die Bewertungsstärken der Laien wie auch der Experten. Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens gehen in den Anforderungskatalog eines Architektenwettbewerbs ein, der im Anschluss an das Beteiligungsverfahren startet. Im Wettbewerb werden auf Basis der vielfältigen Anforderungen unterschiedliche Entwürfe entstehen, die dann von einer Jury bewertet und prämiert werden.</p>
<p>                    <strong>Ablauf der Bürgerbeteiligung</strong><br />
                    <br />Das Verfahren ist so aufgebaut, dass die klassische Form der Präsenzveranstaltung durch moderne Kommunikationstechnologien im Internet ergänzt und qualifiziert wird. City &amp; Bits organisiert im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Online-Phasen des Verfahrens.</p>
<p>                    <em>Erste Ideensammlung &#8211; Online im Netz</em><br />
                    <br />Vom 30. April 2003, 10 Uhr bis zum 13. Mai 2003 werden die ersten Vorschläge und Ideen im Forum<br />
                    <a href="http://www.alex.cityandbits.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.alex.cityandbits.de/</a>gesammelt: &#8220;Wie sehen wir den Alex heute? Welche Qualitäten und Mängel hat der Platz? Was ist uns bei der Gestaltung des Alexanderplatzes wichtig? Was wollen wir aus der Vergangenheit mitnehmen?&#8221;</p>
<p>                    <em>Bürgerversammlung &#8211; persönlich präsent</em><br />
                    <br />Am 14. Mai 2003 präsentiert die Senatsverwaltung in einer öffentlichen Veranstaltung ihre Vorarbeiten zur Platzgestaltung. Auch die Ideen aus dem Internet-Forum werden vorgestellt und diskutiert.</p>
<p>                    <em>Empfehlungen formulieren &#8211; Online im Netz</em><br />
                    <br />Anschließend wird die Diskussion im Internet fortgesetzt. Bis zum 27. Mai 2003, 24 Uhr können die Teilnehmer ihre Empfehlungen und Hinweise formulieren. Sie werden dabei von den Online-Moderatoren unterstützt.</p>
<p>                    <em>Architektenwettbewerb &#8211; Ausarbeitung fachlicher Ideen</em><br />
                    <br />Die Diskussionsergebnisse gehen, zusammen mit den Vorarbeiten der Senatsverwaltung in die Unterlagen für einen Architektenwettbewerb ein, der im Anschluss daran ausgeschrieben wird.</p>
<p>                    <em>Entscheidung durch die Jury &#8211; Öffentliche Begründung</em><br />
                    <br />Die anonym eingereichten Wettbewerbsbeiträge der Architekturbüros werden von einer Fachjury bewertet. Hierbei werden auch Mitwirkende der Bürgerbeteiligung hinzugezogen. Bei der Preisverleihung im Herbst wird die Jury erläutern, wie die Anforderungen der Bürger berücksichtigt wurden.</p>
<p>                    <strong>Die Herausforderung ein Forum ergebnisorientiert zu moderieren</strong><br />
                    <br />Wichtigstes Ziel und gleichzeitig die größte Hürde in einem so angelegten Verfahren ist es, die Ergebnisorientierung und Relevanz der Diskussion vom ersten Tag an zu sichern und allen Teilnehmern deutlich zu machen. Internetforen haben bislang des Ruf eine nette, aber chaotische und nicht-zielführende Sache zu sein. Gut zum gelegentlichen Reinschauen und zur selektiven Informationssuche und -weitergabe.</p>
<p>Der Anspruch dieses Projekts, einen Themenkatalog zu erarbeiten, ihn in einer Versammlung vorzustellen und ihn anschließend online so auszuformulieren, dass er für die Architekten eine echte Hilfestellung darstellt, ist dagegen eine völlig neue Herangehensweise. Die ersten Tage im Forum zeigen aber, dass die Teilnehmer dieses Ziel sehr schnell aufgreifen und konzentriert an der gemeinsamen Aufgabe arbeiten.</p>
<p>Möglich ist dies durch eine zeitnahe Präsenz der Moderatoren, die immer wieder die Zwischenergebnisse zusammenfassen und Neuhinzugekommenen und Zaungästen den Einstieg ermöglichen. Gleichzeitig wird dadurch der Fortgang der Diskussion gewährleistet.</p>
<p>                    <strong>Einbettung in die weiteren Entscheidungsprozesse</strong><br />
                    <br />Das A und O eines interaktiven Demokratieprojekts ist die Einbettung des Verfahrens in die vorausgehenden und nachfolgenden Entscheidungsabläufe. Ein wesentlicher Teil der Moderationsarbeit besteht daher darin, noch vor dem Start der eigentlichen Diskussionsphase Akteure und Multiplikatoren anzusprechen und für die zu erwartenden Ergebnisse zu sensibilisieren. Hier ist oft eine verständliche Skeptik festzustellen, die letztendlich erst durch ein erfolgreiches Verfahren mit qualifizierten Ergebnissen ausgeräumt werden kann.</p>
<p>Im Projekt Alexanderplatz wurden daher 50 und mehr (je nach Zählweise) Akteure und Organisationen angesprochen, die durch die Weitergabe der Information an ihre Hintergrundgruppe auch eine breite Verankerung des Verfahrens in allen gesellschaftlichen Teilgruppen ermöglichen sollte.</p>
<p>Nach Abschluss des Verfahrens wird es Aufgabe der Moderation sein, die erarbeiteten Ergebnisse im weiteren Wettbewerbsverfahren und während der Juryentscheidung immer in Erinnerung zu rufen und damit den Anspruch der interaktiven Bürgerbeteiligung einzulösen.</p>
<p>Zu einer abschließenden Bewertung des Projektes wird man also frühestens im Herbst dieses Jahres kommen. Wichtig ist, dass die Bürger der Demokratie ihren Platz innerhalb der Entscheidungsablaufe behaupten und mit durchdachten Beiträgen die Ergebnisse qualifizieren.</p>
<p>                    <em>Hans Hagedorn arbeitet bei<br />
                    <a href="http://www.cityandbits.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">City &amp; Bits Berlin</a> und leitet die Online-Phasen<br />
                    <br />der Interaktiven Bürgerbeteiligung Alexanderplatz und deren Einbettung in<br />
                    <br />die weiteren Entscheidungsprozesse. Die eingesetzte Diskurssoftware wurde<br />
                    <br />vom<br />
                    <a href="http://www.ais.fraunhofer.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fraunhofer Institut AIS</a> entwickelt und speziell für das Verfahren<br />
                    <br />angepasst.</em></p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 08.05.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      
                    </p>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-alex-shtml-2377/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tausendundeine Idee</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-hamburg1-shtml-2994/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-hamburg1-shtml-2994/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[rluehrs]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenwettbewerb]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-bund-hamburg1-shtml-2994/</guid>

					<description><![CDATA[Mit dem Ideenwettbewerb zum Leitbild Wachsende Stadt setzt Hamburg Maßstäbe in der elektronischen Bürgerbeteiligung.
                    
                    ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Ideenwettbewerb zum Leitbild Wachsende Stadt setzt Hamburg Maßstäbe in der elektronischen Bürgerbeteiligung.</p>
<p><!--break-->Die Telefonnummer wurde ihr von der Senatskanzlei angegeben, teilte die Anruferin dem verblüfften Mitarbeiter des DEMOS Projekts an der<br />
                    <a href="http://www.tuhh.de/tbg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TU Harburg</a>, Arbeitsbereich Technikbewertung und Technikgestaltung, mit und dem Bürgermeister habe sie auch schon geschrieben. Schließlich hätte der doch alle Hamburger zur Einreichung guter Ideen im Internet aufgefordert. Sie habe aber nun mal keinen Computer und deshalb möchte sie ein Fax schicken und da die Sache eile, wollte sie sich telefonisch erkundigen, wo genau sie jetzt ihre Idee hinschicken soll.</p>
<p>Der Hinweis darauf, dass alle Ideen und Vorschläge zunächst in die laufende Online-Diskussion eingebracht werden müssen, schon weil unmöglich Tausende von Faxe ausgewertet werden können, half in diesem Fall nicht. Schließlich, führte die Anruferin aus, gehe es ihr darum, eine Überdachung der Großen Theaterstraße anzuregen (damit man trockenen Fußes vom Taxi in die Staatsoper gelangt) . Da zur Zeit an genau dieser Stelle gebaut werde, könnte das doch, gewissermaßen in einem Abwasch, mit erledigt werden.</p>
<p>Wie unterschiedlich doch die Erwartungen ins Kraut schießen, wenn der Erste Bürgermeister einer Millionenmetropole zum Bürgerdialog aufruft und bekräftigt, dass die &#8216;besten&#8217; Ideen zur Senatspolitik gemacht werden:</p>
<p>Während Skeptiker sofort mutmaßen, dass es sich hierbei um einen raffinierten PR-Gag handelt, also gar nichts umgesetzt werden wird, was nicht ohnehin schon geplant war, gehen andere ganz arglos davon aus, dass zwischen Faxversand und dem Einrammen der Stützpfeiler für die Überdachung einer öffentlichen Straße nur wenige Tage liegen werden.</p>
<p>                    <strong>DEMOS in Hamburg:</strong><br />
                    <strong>Bürgerideen und Expertenauswahl</strong><br />
                    <br />Die Wahrheit liegt, wie so oft, wohl irgendwo zwischen den Extremen und das war in diesem Fall schon konzeptionell so angelegt. Zusammen mit dem von der europäischen Kommission geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekt<br />
                    <a href="http://www.demos-project.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DEMOS</a> hat die Freie und Hansestadt Hamburg ein in dieser Form bisher einmaliges Experiment im Bereich elektronischer Bürgerbeteiligung gewagt.</p>
<p>Auf der im DEMOS Projekt entwickelten Internetplattform konnten die Bürgerinnen und Bürger im November 2002 gestalterisch in die Hamburger Politik eingreifen. Thema war das &#8216;Leitbild Metropole Hamburg &#8211; Wachsende Stadt&#8217;, das zum Ziel hat, einem Einwohnerschwund die Stirn zu bieten, unter dem die meisten europäischen Großstädte aufgrund sinkender Geburtenraten und der so genannten Umlandabwanderung zu leiden haben.</p>
<p>Hamburg soll also weiter wachsen und dabei nach Möglichkeit sowohl eine grüne Metropole bleiben als auch seinen hanseatischen Charme bewahren. Aber wie kann das gehen? Über die geeigneten Mittel und Wege konnte unter<br />
                    <a href="http://www.wachsende-stadt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.wachsende-stadt.de</a> vom vierten November 2002 an vier Wochen diskutiert werden . Dabei sollten möglichst konkrete und umsetzbare Ideen entwickelt werden. Im Anschluss an die Diskussion wurden die Ideen dann einer Expertenjury übergeben, um die fünf besten Ideen auszuwählen und dem Ersten Bürgermeister Ole von Beust anschließend zur Umsetzung zu empfehlen.</p>
<p>                    <strong>Fakten im Zahlensalat<br />
                    <br /></strong> Das Ergebnis dieser Diskussion ist in verschiedener Hinsicht beeindruckend. Für einige Journalisten sogar derart, dass ihnen die Zahlen etwas durcheinander geraten sind. Um dies gleich richtig zu stellen: Bei der Diskussion sind nicht (!) 4000 Vorschläge (Hamburger Abendblatt, Die Welt) und schon gar nicht 500 Ideen (Hamburger Morgenpost) entwickelt worden.</p>
<p>Vielmehr sind in der Zeit vom 4.11.- 2.12.2002 insgesamt knapp 4000 Diskussionsbeiträge eingegangen. Es haben sich etwa 530 Personen registrieren lassen, von denen aber &#8216;nur&#8217; 264 mindestens einen Beitrag geschrieben haben. Die<br />
                    <a href="http://www.demos.tu-harburg.de/forum/documents/plan_ideen3.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beiträge</a> wurden im Laufe der Diskussion von den Moderatoren und mit Unterstützung der Teilnehmer zu 57 konkreten und zum Teil schon detailliert ausgearbeiteten Ideen zusammengefasst. Von diesen 57 Ideen sind dann von der Jury fünf ausgewählt und die daran Beteiligten zu einem gemeinsamen Essen mit dem Ersten Bürgermeister in das Gästehaus des Hamburger Senats eingeladen worden.</p>
<p>Die Analyse der Logfiles hat darüber hinaus ergeben, dass während der Diskussion von der DEMOS Plattform ca. 1,2 Millionen Seiten abgerufen wurden (zum Vergleich: das Stadtportal hamburg.de konnte in diesem Zeitraum ca. 8,5 Mio. Seitenabrufe verzeichnen) und etwa 8000 Besucher ihre virtuellen Spuren hinterließen.</p>
<p>Wirklich Bemerkenswertes findet sich aber ohnehin jenseits der Zahlenhuberei. Zu nennen ist hier vor allem die Sachkenntnis, Kreativität und das Engagement der Teilnehmer. Auch dass sich Mitarbeiter der Hamburger Verwaltung, international bekannte Stadtplanungsexperten sowie Repräsentanten aller in der Hamburger Bürgerschaft vertretenen Fraktionen aktiv an der Diskussion beteiligt haben, ist im Bereich elektronischer Demokratie bisher ohne Beispiel.</p>
<p>Geradezu märchenhaft mutet schließlich an, dass es kaum verbale Ausfälle gegeben hat, niemand von der Diskussion ausgeschlossen werden musste oder ernsthaft versucht wurde, die Diskussion zu sabotieren.</p>
<p>                    <strong>Schwimmende Häuser und bewohnte Brücken für Hamburg</strong><br />
                    <br />Was nun die ausgewählten Ideen anbelangt, so kommt man kaum umhin, die hier angestimmte Lobeshymne weiter zu summen. Denn es wurden keineswegs nur Ideen prämiert, deren Umsetzung keine Mühe machen würde. Der Vorschlag, eine mit Amsterdam vergleichbare Wohnkultur schwimmender Häuser in der Stadt zu etablieren, ist, vorsichtig formuliert, ambitioniert, genauso wie die Idee bewohnter Brücken nach dem Vorbild der florentinischen Ponte Vecchio.</p>
<p>Aber auch eine gläserne Fabrik, ein Sportboothafen in Harburg oder ein Leuchtbogen über die Elbe als Teil eines städtische Illuminationskonzeptes sind nicht gerade als Kleinkram zu bezeichnen. Und schließlich wurden auch Integrationsprojekte prämiert, die gemeinsames Wohnen und Arbeiten von Alten und Jungen, behinderten und nichtbehinderten Menschen zum Ziel haben.</p>
<p>Geschichten aus dem Fabelwald, zu schön, um wahr zu sein? Das wird sich erweisen müssen. Es ist inzwischen immerhin, wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen zu erfahren war, einiges passiert. Für jede Idee gibt es verwaltungsintern einen verantwortlichen Mitarbeiter sowie einen Zeitplan für die Erhebung möglicher Probleme, die einer Umsetzung im Wege stehen könnten.</p>
<p>Was immer aber der Hamburger Senat zur Realisierung der Ideen beitragen wird &#8211; ohne weiteres Engagement der Ideengeber, denen ein langer Atem zu wünschen ist, wird es in Hamburg weder schwimmender Häuser noch neue Arbeitsplätze für geistig behinderte Menschen geben.</p>
<p>                    <strong>E-Partizipation in Deutschland: Horn-Lehe, Esslingen, Hamburg</strong><br />
                    <br />Die online Diskussion dagegen muss unabhängig von der Umsetzung der darin entwickelten Ideen als Erfolg gewertet werden. Während seit mindestens zwanzig Jahren die Potenziale des Internets für die Revitalisierung einer demokratischen Kultur beschworen werden, sind die praktischen Beispiele für bürgerschaftliches Online-Engagement immer noch rar gesät.</p>
<p>Gerade, wenn es nicht nur darum geht, auf einer Website standardisierte Fragebögen durchzuklicken, sondern ein (lokal-) politisches Thema aktiv zu diskutieren oder sich mit der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes argumentativ auseinander zu setzen, wird die Luft ziemlich dünn.</p>
<p>In Deutschland finden sich bisher nur wenige dokumentierte Beispiele. So wurde im Bremer Stadtteil<br />
                    <a href="http://www.horn-lehe.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Horn-Lehe</a> vom 29.10. &#8211; 3.12.2001 online über Verkehrsprobleme und die zukünftige Gestaltung des Stadtteils diskutiert. Insgesamt haben sich 69 Teilnehmer für die Diskussion registrieren lassen und 224 Diskussionsbeiträge geschrieben.</p>
<p>Auch die Stadt Esslingen hat sich im Bereich elektronischer Partizipation Verdienste erworben. Bereits im Mai 2000 wurde mit 26 Teilnehmern die Gestaltung eines geplanten Neubaugebietes kontrovers im Netz diskutiert. Etwa 120 Beiträge konnten dabei verzeichnet werden. (Nachzulesen u.a. in dem von Oliver Märker und Matthias Trénel herausgegebenen Band &#8216;Online-Mediation&#8217;, der soeben im<br />
                    <a href="http://www.edition-sigma.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sigma Verlag</a> erschienen ist).</p>
<p>Mit mehr als 500 registrierten Teilnehmern, knapp 4000 Beiträgen und ca. 8000 Besuchern hat die Hamburger Online-Diskussion zur Wachsenden Stadt neue Maßstäbe im Bereich elektronischer Bürgerbeteiligung gesetzt. Damit wächst nun hoffentlich auch bundesweit die Bereitschaft der politisch Verantwortlichen und das Interesse der Bürger, mehr (elektronische) Demokratie zu wagen. Profitieren können davon beide Seiten &#8212; zumindest virtuell.</p>
<p>
                      <em>Rolf Lührs ist Projektleiter des Delphi Mediation Online System (DEMOS) an der<br />
                      <a href="http://www.tuhh.de/tbg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TU Hamburg-Harburg.</a></em><br />
                      
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 08.05.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-hamburg1-shtml-2994/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Architektur, Kommunikation und Multimedia &#8211; wohnen und arbeiten in der Zukunft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/architektur_kommunikation_und_multimedia_wohnen_und_arbeiten_in_der_zukunft-399/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/architektur_kommunikation_und_multimedia_wohnen_und_arbeiten_in_der_zukunft-399/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Hausautomation]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligentes Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligentes Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Fromm]]></category>
		<category><![CDATA[Lydia Keune]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftstechnologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/architektur_kommunikation_und_multimedia_wohnen_und_arbeiten_in_der_zukunft-399/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Prof. Ludwig Fromm und Lydia Keune im Chat am 18. April 2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Prof. Ludwig Fromm und Lydia Keune im Chat am 18. April 2001</b></span><!--break--></p>
<table cellspacing="12" width="350">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><a href="http://www.nadiv.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/nadiv/nadiv_weblogo.jpg" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!--- 


<table BORDER="0" WIDTH="99%">
	

<tr>
		

<td VALIGN=TOP ALIGN=RIGHT> ---><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
		<b>Moderator:</b> Sehr geehrte Frau Keune, sehr geehrter Herr Professor<br />
		Fromm, liebe Chatgemeinde &#8211; herzlich willkommen zum Expertenchat von<br />
		politik-digital und nadiv &#8211; dem Netzwerk Arbeit durch Innovation. Unser<br />
		Thema ist die Verknüpfung von Architektur, Kommunikation und<br />
		Multimedia, also das Leben im vernetzten Haus oder Wohnquartier der<br />
		Zukunft. Frau Keune, ist das vernetzte Wohnen denn noch Zukunftsmusik<br />
		oder schon Realität?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Guten Abend, Moderator!<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Guten Abend, das ist ein Gruß an den Moderator!<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Ja, in<br />
		einigen wenigen Projekten gibt es die vernetzte Realität schon. Zum<br />
		Beispiel in Itzehoe bei Hamburg oder demnächst auch in Norderstedt.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Moderator:</b> Sind das Projekte oder leben dort schon Menschen?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> In beiden<br />
		Projekten leben natürlich Menschen. Im Stadtteil Klosterforst in<br />
		Itzehoe sind es insgesamt rund 500, die dort leben und über 700, die<br />
		dort arbeiten.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bauhaus:</b> Wie sieht es aus,<br />
		kann man in der Zukunft seiner &quot;Telearbeit&quot; vom Bett aus nachgehen? Ist<br />
		es nicht auch gefährlich, Beruf und Privates so wenig zu trennen?<br />
		Werden die Menschen dann nicht zu absoluten Arbeitstieren und Sklaven<br />
		der Technik?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Gute Frage.<br />
		Das Problem wird sich nur lösen lassen, wenn die Technik im Dienst des<br />
		Menschen bleibt, manche würden sagen: in den Dienst der Menschen<br />
		gestellt wird.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Clara:</b> Inwiefern soll die Technik im Dienst des Menschen stehen? Bitte erläutern Sie das?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Moderator:</b> Herr Fromm?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>LudwigFromm:</b> Ja, Technik,<br />
		besonders die so genannte Kommunikationstechnik ist dann im Sinne der<br />
		Frage positiv zu bewerten, wenn sie ein kommunikatives Umfeld schafft,<br />
		also dem Verständnis der Menschen untereinander dient.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Es gibt<br />
		darüber hinaus ja auch immer die Möglichkeit, Beruf und Arbeit anders<br />
		zu verbinden &#8211; z.b. durch alternierende Telearbeit, wo die Menschen<br />
		teilweise zuhause und teilweise in der Arbeitsstätte tätig sind.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Clara:</b> Warum beschäftigt sich eigentlich ein Architekt mit &quot;Kommunikations-Architektur&quot;? Was steckt dahinter?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Architektur<br />
		hat mit Qualität des Lebens ganz direkt etwas zu tum. Wir Architektem<br />
		gestalten Umwelt, die das Zusammenleben der Menschen möglichst positiv<br />
		beeinflussen soll. Hier ist ein Ansatz, sich mit<br />
		Kommunikationstechniken zu beschäftigen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Wenn der<br />
		Architekt, die Architektin nicht mitdenkt, kommt der multimediale<br />
		Dienst (z.B.) nicht zum Endkunden bzw.. Mitarbeiter nachhause. Im<br />
		Klosterforst haben wir 1,8 Mio. DM in Grünflächen und Spielplätze<br />
		investiert.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Clara:</b> Was meinen Sie, Herr Fromm? Wie sehen die Städte der Zukunft aus? Rund, eckig, überall Internetzugänge? keine Grünflächen?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Ich hoffe<br />
		nicht! Die konkrete Form einer Stadt, ihre Gestalt ist übrigens von den<br />
		Kommunikationstechniken nur bedingt abhängig. Die Architektur und die<br />
		Stadtplanung haben ihre eigenen Gesetze. Internetzugänge wird es in<br />
		Zukunft sicher mehr geben als im Moment, und sie werden unser tägliches<br />
		Leben auch stärker bestimmen als heute, aber, ich sage es nocheinmal,<br />
		die Form der Stadt der Zukunft wird sich anders bestimmen. Stichwort:<br />
		Umweltproblematik.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Das<br />
		Multimedianetz spürt man nur, wenn man dort am Computer oder Fernseher<br />
		sitzt und mit hoher Performance arbeitet oder surfen kann. Es ist<br />
		meiner Ansicht nach wichtig, dass wir die Möglichkeiten der Zukunft<br />
		einplanen, also beispielsweise durch Leerrohre bei der Erschliessung<br />
		und multimediale Gebäudevernetzung. Dazu müssen Städteplaner und<br />
		Architekten &quot;ins Boot&quot;, die sich mit den Technologien von morgen<br />
		beschäftigen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Moderator:</b> Herr Fromm, ändert sich tatsächlich vor allem die Technik oder auch die Gestalt der Architektur?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Die Technik<br />
		wird sich sehr ändern! Die Architektur ist statischer und folgt ihren<br />
		eigenen Regeln. Wenn wir heute Häuser bauen rechnen wir damit, daß ein<br />
		Haus 50 bis100 Jahre bestehen wird. Das ist weniger schnellebig als die<br />
		Technik. Das heißt nicht, daß sich der technische Standard eines Hauses<br />
		im Leben des Gebäudes den technischen Neuerungen anpassen kann.<br />
		Stichwort: Verkabelung.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Daemen:</b> Frau Keune, warum<br />
		müssen ganze hochvernetzte Stadtteile gebaut werden, mit<br />
		high-speed-Netzzugang etc. &#8211; wo doch der Vorteil des Internets in der<br />
		Dezentralität liegen soll, es also keinen Unterschied macht, ob man von<br />
		Wanneeikel oder Kairo aus arbeitet?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Einer muss<br />
		doch anfangen., denn von Wanneeickel nach Kairo kommt man mit grossen<br />
		Datenmengen nur dann, wenn die Übertragungstechnologie auch<br />
		leistungsfähig ist. Wir wissen heute noch nicht, was UMTS wirklich<br />
		leisten wird und in einem kleineren Zusammenhang kann bei der<br />
		Erschliessung gleich ein Hochleistungsnetz mitverlegt werden, um grosse<br />
		Datenraten zu garantieren.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Globo:</b> Aber es gibt doch ganze Stadtteile, die hochvernetzt gebaut werden; wo sind da die Synergieeffekte?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> das Problem<br />
		ist, dass die Infrastruktur für Multimedia nur sehr vereinzelt<br />
		existiert. Diese Basis muss verbreitert werden, damit alle die gleichen<br />
		Zugangsraten nutzen können. Welche Technologie das Rennen macht, ist<br />
		noch nicht endgültig entschieden. Sollte es UMTS sein, werden<br />
		irgendwann große Funktstationen ausreichen, um die Entfernungen zu<br />
		kompensieren.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Beuss:</b> Architektur wird<br />
		immer funktionaler, wo bleiben die ästhetischen und künstlerischen<br />
		Aspekte? Kann man sich in den neuen Gebäuden auch wohlfühlen?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Diese Frage<br />
		hat mit unserem Kommunikationsthema nichts zu tun, trifft aber die<br />
		Krise, in der sich die Architektur immer noch befindet. Das Wohlfühlen,<br />
		eine berechtigte Forderung aller Menschen an die Architektur, wird von<br />
		der Fachwelt nicht ernst genug genommen. Sachzwänge, ökonomische,<br />
		funktionale, bautechnische, werden immer noch höher bewertet als der<br />
		banale und doch so berechtigte Wunsch eines Menschen, sich in einem<br />
		Hause wohlfühlen zu können.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Miller:</b> Gibt es eine frauenspezifische Architektur?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Es gibt<br />
		viele frauenspezifische Fragestellungen in der Architektur, viele<br />
		Belange, die Frauen direkt betreffen. Beispiele: Mutter und<br />
		Kind-Ausstattungen, Arbeiten in der eigenen Wohnung, Probleme der<br />
		Kindererziehung, Probleme der Sicherheit (Angsträume z.B. in<br />
		Tiefgaragen, in unübersichtlichen Treppenhausanlagen, etc.) Die<br />
		traditionelle Architektur wird diesen Belangen leider nicht immer<br />
		gerecht. Seit den 60ger Jahren gibt es eine starke Bewegung unter den<br />
		Architektinnen, frauengerechte Architektur zu schaffen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Gope:</b> Herr Fromm: Aus welchen Materialien bestehen die neuen Häuser?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Stahl, Glas<br />
		und Verbundwerkstoffe. Aber: Wir erinnern uns immer mehr und wieder an<br />
		traditionelle und ökologische Baustoffe. Zum Beispiel wurde im<br />
		Klosterforst Itzehoe Altbeton recykelt. Dadurch wurde die<br />
		Abfallproblematik verringert und Energie gespart, die sonst für neue<br />
		Werkstoffe verbraucht worden wäre.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Blume:</b> Herr Fromm: Gibt es<br />
		spezielle Vorgaben für politische Architektur? Ich meine<br />
		Regierungsgebäude, die haben doch eine spezielle Architektur! Ändert<br />
		sich auch diese?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>LudwigFromm:</b><br />
		Regierungsarchitektur meint in diesem Sinne wohl Architektur, in der<br />
		politische Entscheidungen gefällt werden. Sie steht also somit im<br />
		Mittelpunkt demokratischer Entscheidungsprozesse und sollte diese<br />
		Aufgabe durch ihre Gestalt verkörpern. Wie ist es möglich: Sie hat eine<br />
		besondere Lage innerhalb der Stadt (siehe Berlin) und sollte<br />
		Prozeßhaftigkeit darstellen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Gope:</b> Frau Keune: Wird die technische Infrastruktur in Klosterforst auch von den Bewohnern genutzt?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>LydiaKeune:</b> Natürlich<br />
		nutzen die Bewohner die Infrastruktur, z.b. können alle auf einen 2MB<br />
		Internetzugang zugreifen und auch add-ons wie netmeetings, Intranet und<br />
		Gratis-Telefonate im Stadtteilnetz nutzen. Auch können alle über<br />
		Breitband ca. 35 Fernsehprogramme empfangen und sogar Video-on-demand<br />
		benutzen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Blume:</b> Frau Keune: Was werden Sie bei einer künftigen Quartiersentwicklung anders machen, als in Klosterforst?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Bisher haben<br />
		wir wenig zu meckern und viel richtig gemacht. Vielleicht oder ganz<br />
		sicher, würden wir heute architektonisch &quot;bunter&quot; bauen. Als ehemaliges<br />
		Kasernengelände könnte der Klosterforst heute baulich facettenreicher<br />
		sein.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Miller:</b> Umwelt: Ist es<br />
		ökologisch, Stadtteile auf der grünen Wiese hochzuziehen, anstatt<br />
		innerhalb von bestehenden Quartieren die Technikanbildung zu<br />
		verbessern?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Nein.<br />
		Bestimmt nicht! Verdichtung innerhalb bestehender Stadtstrukturen ist<br />
		der einzige vertretbare Weg, mehr Wohnraum und mehr Arbeitsraum zu<br />
		schaffen. Die Schonung der Ressource &quot;Fläche&quot; muß in Zukunft sehr viel<br />
		ernster genommen werden. Unsere Städte wachsen und vernichten immer<br />
		mehr Naturraum.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hubert:</b> Sind die neuen<br />
		Bauweisen eher für den ländlichen oder den urbanen Bereich geeignet?<br />
		Wird es in Zukunft keine Pendler mehr geben?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Wenn Sie auf<br />
		die Verknüpfung von Bauen und Kommunikationstehnik abziehlen: Die neuen<br />
		Bauweisen gelten dann für beide Bereiche und können bei intelligentem<br />
		Einsatz tatsächlich Verkehrsprobleme mindern helfen, es können weniger<br />
		Pendler entstehen wodurch auch Emissionswerte reduziert werden könnten.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Klinkhart:</b> Guten Abend,<br />
		wenn ich das alles sehe frage ich mich nach der Finanzierbarkeit<br />
		zukunftsorientierter Wohnquartiere. Einerseits frauenfreundlich,<br />
		kinderfreundlich oder als politische Architektur &quot;beamtenfreundlich&quot;,<br />
		mit Highspeedanschluß und allem, was ein Telearbeiter/IT-Beamter<br />
		benötigt. Das ganze möglichst ökologisch und schick soll es auch noch<br />
		dehrkommen. Hat einmal jemand den Quadratmeterpreis für eine<br />
		wirtschaftliche Vermietung errechnet ? Gibt es erfolgreiche Beispiele ?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Trotzdem, im<br />
		Klosterforst ist uns das gelungen. Wir haben im Quadratmeter-Preis in<br />
		der Erstellung niemals den Höchstsatz im sozialen Wohnungsbau<br />
		überschritten. Dabei haben wir natürlich alle Förderungsmöglichkeiten<br />
		im öffentlichen Bereich genutzt und über exakte Planung und effizientes<br />
		Projektmanagement versucht, kosten zu sparen. Zum Beispiel haben wir<br />
		über 80% des gesamten Kasernenbetons recycelt und wieder im Hochbau<br />
		verwendet.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mgiel:</b> Bitte noch mal Frau<br />
		Keune: Wie nutzen die Bewohner die Angebote tatsächlich? Nicht was sie<br />
		können, sondern ob und wie sie es tatsächlich tun interessiert mich!<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Ja, sie<br />
		werden sehr rege genutzt und selbst die Senioren im klosterforst<br />
		besuchen IT-Kurse, die unser unternehmen anbietet. Zur Zeit nehmen z.b.<br />
		rund 100 Haushalte auch an einem Pilotversuch für eine neue<br />
		Internet-TV-Plattform über Set-Top-Boxen teil.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Moderator:</b> Zum Abschluss einen Ausblick, jetzt können beide noch mal in die Tasten greifen. Zum vernetzten Wohnen:<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Walze:</b> Födert das ihre Kommunikation, ihre Produktivität und ihren Lebensstandard wirklich?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> das können<br />
		wir heute noch nicht absehen. In Schweden gibt es gute Beispiele, dass<br />
		sozial schwächere Quartiere durch Multimedia-Anbindung Arbeit und<br />
		&quot;besseres&quot; Freizeitverhalten &quot;produziert&quot; haben.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Das kann<br />
		nicht eindeutig beantwortet werden. Es wird davon abhängen, wie die<br />
		Technik wo und für wen zur Anwendung kommt. Das ist kein technisches<br />
		Problem sondern ein soziales bzw. ein politische Problem oder besser:<br />
		eine politische Aufgabe. Das Know How haben wir, um das Know Why<br />
		streiten wir.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Ich denke, es<br />
		wird in dieser Frage der Entwicklung wie immer nicht ohne breite<br />
		Diskussion auf allen gesellschaftlichen Ebenen gehen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Moderator:</b> Vielen Dank für<br />
		den spannenden Chat! Das nächste Mal sollten wir dann live aus<br />
		Klosterforst mit streaming chatten, dann können wir auch die übrigen<br />
		Fragen beantworten! Bis zum nächsten Mal: Am Freitag, den 20. April von<br />
		15 bis 16 Uhr mit Professor Konradt zum Thema &quot;Virtuelle Teamarbeit&quot;.<br />
		Einen Gruss an alle und bis dann! : Vielen DAnk für den spannenden<br />
		Chat! Das nächste Mal sollten wir dann live aus Klosterforst mit<br />
		streaming chatten, dann können wFragen beantworten! Bis zum nächsten<br />
		Mal: Am Freitag, den 20. April von 15 bis 16 Uhr&#8230;.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune</b>: Tschüss !<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Danke für die Fragen!<br />
		</span></p>
<p>
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
		</span>
		</p>
<p>
		&nbsp;
		</p>
<p>
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/5150_11480.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b> </span><br />
		<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
					&nbsp;
					</p>
<p>					<center><br />
					<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
					Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
					</center><br />
					<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
					</span><br />
					<center><br />
					<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
					Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
					</center>
					</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr align="left" noshade="noshade" size="1" width="390" />
		<!-- Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="540">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#000000" height="1" width="120"><spacer type="block" height="1"></spacer></td>
<td bgcolor="#000000" height="1" width="420"><spacer type="block" height="1"></spacer></td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/architektur_kommunikation_und_multimedia_wohnen_und_arbeiten_in_der_zukunft-399/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
