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	<title>Statt-Partei &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Statt-Partei &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Wahlkampf vor Ort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[spienkoss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Statt-Partei]]></category>
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		<category><![CDATA[Partei Rechtsstaatlicher Offensive]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hamburg im August. Strahlende
Sonne, sommerliches Vergnügen. Einkaufslustige Hanseaten und typische
Touristen auf dem Rathausplatz. Blicke wandern hinüber zum
Jungfernstieg, auf das glitzernde Nass der Binnenalster und bleiben
erstaunt stehen: Auf dem Filz der Hansestadt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hamburg im August. Strahlende<br />
Sonne, sommerliches Vergnügen. Einkaufslustige Hanseaten und typische<br />
Touristen auf dem Rathausplatz. Blicke wandern hinüber zum<br />
Jungfernstieg, auf das glitzernde Nass der Binnenalster und bleiben<br />
erstaunt stehen: Auf dem Filz der Hansestadt.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zumindest<br />
kurzweilig war ein aufgetürmter Filzberg ganz augenscheinlich zu sehen.<br />
Ein Haufen von 44 grauen Filzpantoffeln, eines für jedes Regierungsjahr<br />
der SPD, bildete direkt vor dem Eingang des Regierungssitzes einen<br />
Blickfang der ganz besonderen Art. Die kunstvolle Beschmückung ihres<br />
Rathausvorhofes verdankten die Hamburger den Jungen Liberalen. Eine<br />
Petitionsübergabe im hanseatischen Stil. Der JuLi-Bundesvorsitzende<br />
Daniel Bahr wurde anlässlich der ungewohnten Auftürmung von Schuhwerk<br />
sogar angezeigt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wäre der Filz doch immer so sichtbar. Dann hätte sich die Mutterpartei FDP<br />
ihre &quot;Filz-Hotline&quot;, bei der Anrufer kräftig Meinungen und Verdächtigungen abgeben<br />
sollen, sparen können. Und deren Spitzenkandidat, Flottenadmiral a.D. <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/hamburg2001/rlange.shtml">Rudolf<br />
Lange</a>, hätte sich selbst einigen Ärger durch die Telefonaktion erspart.<br />
Lange hatte zuletzt mit mehrdeutigen Aussagen in Richtung aller Seiten der politischen<br />
Landschaft nur eines klargemacht: Die FDP will um jeden Preis mit ins Boot.<br />
Selbst wenn dies einen &quot;Richter Gnadenlos&quot; <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/hamburg2001/rschill.shtml">Schill</a><br />
als ersten Offizier neben Wunsch-Kapitän <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/hamburg2001/ovonbeust.shtml">Ole<br />
von Beust</a> bedeuten würde. Lange gerät so zunehmend in die Rolle des Leichtmatrosen.<br />
Die letzten Umfragen lassen die FDP nicht nur um ihr Image als liberale Partei,<br />
sondern auch noch um das Ergattern des begehrten Segelscheins bangen. Die Fünf-Prozent-Klippen<br />
kommen gefährlich nah. Letztlich gar Landurlaub für den Admiral?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Filz-Schuhe<br />
waren noch nicht aufgetürmt, da hatte eine andere Schar von<br />
Wahlkämpfern einige Meter vom Rathaus entfernt eine wahrlich zündende<br />
Idee. Auf das die Köpfe rauchen, mussten sich die Aktiven der<br />
Regenbogen-Gruppe gedacht haben. Die einstigen Verbündeten der<br />
Grünen-Alternativen Liste (GAL) rauchten in aller Öffentlichkeit<br />
Cannabis und verteilten die Joints an vorübergehende Jugendliche. Die<br />
Rauchzeichen der Regenbogen-Abgeordneten sind wenigstens in der<br />
Hamburger Staatsanwaltschaft erkannt worden. Ermittlungen wurden sofort<br />
aufgenommen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Apropos Rauchzeichen. Die Indianer der modernen Art setzen auf digitale Technik:<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/hamburg2001/jhunke.shtml">Jürgen<br />
Hunke</a>, der selbsternannte Häuptling der Statt-Partei, will mit modernsten<br />
Wahlkampfwaffen den Nichtwähler für seine Protest- und Anti-Filz-Partei gewinnen.<br />
Seine diversen Internet-Seiten bieten u.a. das Spiel Egg-O-Shooter. Ein heiteres<br />
Nichtwählerklatschen per Eierwurf. Die Wahlplakate zeigen das Konterfei Hunkes<br />
und ein Stichwort: Wohlfühlen. Natürlich nur ohne den Filz. Ohne die &quot;Filzokraten&quot;.<br />
Emotionen und Internet. Die Statt-Partei setzt auf die Unentschlossenen. Die<br />
stellen mit 37 Prozent immerhin die größte Gruppe innerhalb der Hamburger Wählerschaft.<br />
Für die Hamburger Indianer und ihren Häuptling bleibt die Sache spannend bis<br />
zuletzt. Und einige Filz-Denkmale bleibt es noch enthüllen, um die Wählerschaft<br />
zu motivieren &#8211; derzeit schwächelt die Statt-Partei bei einem halben Prozentpunkt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch zurück zum Rathaus. Bürgermeister <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/hamburg2001/orunde.shtml">Ortwin<br />
Runde</a> und seine SPD setzen auf Wirtschaftskompetenz. Der frischgebackene<br />
Innensenator Olaf Scholz soll die Sicherheitsflanke decken. Sein forsches Vorgehen<br />
in Sachen Einsatz von Brechmitteln zur Überführung von Drogendealern stößt auf<br />
parteiübergreifenden Konsens und wird von knapp zwei Dritteln der Wählerschaft<br />
getragen. Trotzdem gewinnt die SPD laut Umfragen nicht an Stimmen. Das Wählerpotential<br />
konnte noch nicht aktiviert werden, eine hohe Wahlbeteiligung ist für die SPD<br />
aber äußerst wichtig für den Wahlsieg. Gerade weil die Wähler dem Thema &quot;Innere<br />
Sicherheit&quot; eine außerordentliche Stellung zuordnen, sehen sich viele ehemalige<br />
SPD-Wähler bei einem Ronald Schill besser aufgehoben. Der Wahlkampf der größten<br />
Partei ist bisher wenig aufsehenerregend. Zudem sperren sich die Vorzeigewahlkämpfer<br />
Runde und Scholz vor einer direkten Konfrontation mit dem medienwirksamen Schill<br />
&#8211; der SPD-Stuhl in Diskussions- und Elefantenrunden bleibt unbesetzt. Ein Lichtblick<br />
in der tristen Wahlkampagne scheint die jüngste Attacke von Bundesgeschäftsführer<br />
Franz Müntefering zu sein: Der geht &quot;Richter Gnadenlos&quot; mit markigen Worten<br />
an. Und auch seine Hamburger Genossen setzen ganz plötzlich auf Nahkampf: Eine<br />
brandneue Plakatreihe zeigt Schill mit einer Kasperpuppe Ole von Beust an der<br />
Hand. Die CDU an der Strippe von Schill. Für die Sozialdemokraten gilt nun alles<br />
oder nichts. Die SPD-Wählertruppen müssen aktiviert werden, um die Vormacht<br />
im Rathaus nicht zu verlieren &#8211; da kommt Polemik gerade recht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Weniger ruhig gingen es bis dato die GALier an. Mit ihrer Wahloffensive schossen<br />
sich <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/hamburg2001/ksager.shtml">Krista<br />
Sager</a> und ihre Grünen von Anfang an auf den &quot;Feind&quot; Schill ein. Ein lohnendes<br />
Ziel: Die GAL bleibt in den Umfragen konstant zweistellig. Trotz allem bescheinigten<br />
Trendforscher der gesamten Regierungskoalition jüngst mangelnde Kreativität,<br />
fehlendes Niveau und einen Werbestil der 80er-Jahre. Immerhin würden Runde und<br />
Co. damit unbeabsichtigt deutliche Zeichen setzen: Damals war die CDU jahrelang<br />
stärkste Fraktion &#8211; die SPD koalierte 1987 mit der FDP. Und warum nicht weiter<br />
in der Vergangenheit schwelgen: Einst machte eine ganze Brigade von Künstlern<br />
und Kulturmenschen gegen den seligen F.J. Strauß und für die Brandt-Schmidtsche<br />
Sozialdemokratie mobil. Auch hier wird in die alte Kiste gegriffen: Rund 60<br />
Hamburger Prominente haben jüngst eine Anti-Schill-Koalition gegründet. Gegen<br />
Rechte Propaganda und deren Handlanger und für die SPD. Natürlich nur, weil<br />
die Sozialdemokraten sich so emsig für die hanseatische Kulturszene einsetzen.<br />
Es leben die alten Zeiten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In den kritischen<br />
Augen der Werbestrategen schneidet die CDU mit dem ausdrucksstarken<br />
Antlitz eines ehrgeizig dreinblickenden Ole von Beust deutlich<br />
positiver ab. Die Großplakate der Christdemokraten zeigen lange<br />
Zahlenreihen. Jahreszahlen in denen eine SPD-geführte Regierung an der<br />
Macht war. Aus eigener Kraft scheint der Wechsel aber nicht zu<br />
gelingen. Für von Beust wird der 23. September entscheidend. Er<br />
verknüpft sein politisches Schicksal mit dem Wahlsieg. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Mann, der ihm<br />
die Krone des Bürgermeisters auf den Kopf zaubern könnte, ist Ronald<br />
Barnabas Schill. Dessen Partei Rechtsstaatlicher Offensive (PRO) legt<br />
von Monat zu Monat zu. Ohne großen wahlkämpferischen Aufwand siegen<br />
Schills Truppen wohl von ganz allein. Mittlerweile stellen sie nach<br />
Umfragen die mit Abstand drittstärkste Kraft. Schill profitiert von<br />
einer Hysterie namens &quot;Innere Sicherheit&quot;, die an der Hamburger<br />
Waterkant seit langem ihre Opfer fordert. Die an sich drögen Vorträge<br />
des PRO-Spitzenkandidaten in Hamburgs Bezirken sind vor allem durch die<br />
Horden der schimpfenden Anti-Rechts-Demonstranten immer wieder für eine<br />
Pressemeldung gut. Ob Ignorieren oder Bekämpfen &#8211; ein wirksames Mittel<br />
gegen Schill wurde seitens der Gegner nicht ausgemacht. Fraglich ist,<br />
ob eines existiert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Filz und &quot;Innere<br />
Sicherheit&quot; sind auch für den Endspurt die Knüller des Hamburger<br />
Bürgerschaftswahlkampfs. Ob die Themen Auswirkungen auf die<br />
Wahlbeteiligung haben werden, ist aber ungewiss. Vorsorglich hat die<br />
Bürgerschaft einen Etat bereitgestellt: 250.000 Mark, um mit<br />
prominenter Hilfe für Unterstützung zu sorgen. </span></p>
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		<title>NewMedia@HamburgerWahlkampf?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nachdem Hamburg sich in den letzten Jahren
zu einem der wichtigsten New Economy- und New Media-Standorte entwickelt hat,
haben auch die Parteien in der Hansestadt das Potenzial des WWW erkannt: Viel
stärker als beim Wahlkampf vor vier Jahren setzen die Landesverbände auf die digitalen ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nachdem Hamburg sich in den letzten Jahren<br />
zu einem der wichtigsten New Economy- und New Media-Standorte entwickelt hat,<br />
haben auch die Parteien in der Hansestadt das Potenzial des WWW erkannt: Viel<br />
stärker als beim Wahlkampf vor vier Jahren setzen die Landesverbände auf die digitalen<br />
Möglichkeiten, die sich in einem Netz-Ringen um die Wählergunst erschließen lassen.<br />
Doch hat sich die Mühe und das Geld gelohnt? Wer ist digitaler Gewinner und Verlierer?<br />
Und wie macht sich &quot;Richter Gnadenlos&quot; Schill im WorldWideWeb? Sicher ist: Viel<br />
mehr Gelder als 1997 fließen nun auch in die Planung, den Aufbau und die Pflege<br />
von Wahlkampfwebsites. Während der Gesamtetat für den Wahlkampf bei der SPD bei<br />
1,5 Millionen Mark liegt und die CDU mit rund der Hälfte auskommen muss, schneiden<br />
online jedoch die Konservativen in der Elbmetropole am besten ab.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Gewinnen mit Online-Ole</b><br />
Die CDU Hamburg um Spitzenkandidat Ole von Beust präsentiert sich im frischen<br />
Hellblau &#8212; farblich abgestimmt auf den blonden Hamburger Jung´. Die übersichtliche<br />
Struktur der Seite, unterstützt durch eine Sitemap, wird durch ganz neue Wahlkampf-Strategien<br />
der CDU Hanseaten ergänzt: Neben geplanten Chats mit dem Spitzenkandidat<br />
wird ein SMS-Service angeboten, der potenzielle Wähler mit den neuesten Informationen<br />
aus der konservativen Wahlkampfzentrale versorgt. Doch damit nimmt die Interaktivität<br />
noch kein Ende: Ein eher unterhaltsames denn wahlwirksames Instrument ist das<br />
Gästebuch. Auf den ersten Blick erkennt man hier, dass kein Webmaster am Werk<br />
ist und Beiträge zensiert. Ob eine ernstgemeinte Auseinandersetzung mit dem<br />
Wahlprogramm oder ähnliches dadurch gefördert wird, ist allerdings zu bezweifeln.<br />
Früh angekündigt hat Online-Ole seine e-Voting Initiative. Der User kann hier<br />
zwischen vier Möglichkeiten wählen, was die CDU als erstes machen soll, wenn<br />
Sie in der Regierungsverantwortung ist. Das vermeintliche Highlight im Webwahlkampf<br />
der CDU ist jedoch die Website <a href="http://gewinnen-mit-ole.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.gewinnen-mit-ole.de</a>.<br />
Doch entpuppt sich diese Site nicht als Rätsel oder Wissensspiel, sondern vielmehr<br />
als Adressensammelstelle. Denn um an der Verlosung um einen &quot;Dombesuch mit Ole<br />
von Beust&quot; teilzunehmen, reicht es lediglich, Name und Adresse anzugeben. Nichtsdestotrotz<br />
beweist die Hamburger CDU hier Internetinnovation. Sie schöpft viele Möglichkeiten<br />
der digitalen Information und Kommunikation aus, und liegt so ganz klar vor<br />
der SPD.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Nichts Neues bei der SPD</b><br />
Diese legt andere Schwerpunkte im Netz: Anders als die Konservativen setzen<br />
die Sozialdemokraten ihr digitales Augenmerk nicht auf Spitzenkandidat und Regierenden<br />
Bürgermeister Ortwin Runde, sondern auf allgemeine Informationen zur Wahl zur<br />
Hamburgischen Bürgerschaft. Sämtliche Downloads von der Kandidatenliste über<br />
das Programm bis hin zum Versenden von elektronischen Wahlkampfkarten, bieten<br />
nicht wirklich etwas Neues. Auch das Diskussionsforum für registrierte Besucher<br />
und die Möglichkeiten, sich den SPD-Newsletter zuschicken zu lassen, zeigen<br />
keine digitalen Innovationen. Das Ziel der SPD-Internet-Projektgruppe, alle<br />
84 Hamburger SPD-Distrikte ins Netz zu bringen, wurde jedoch erreicht, so dass<br />
zu lokalen Veranstaltungen, dem Vorstand und den Zielen für den Distrikt jederzeit<br />
im Netz Informationen bereit stehen. Die interaktiven Möglichkeiten des WorldWideWeb<br />
werden auch in der Hochphase des Wahlkampfes von der SPD Hamburg nicht ausgeschöpft.<br />
So scheint es, als setzten die Hamburger Sozialdemokraten eher auf Information<br />
als auf Kommunikation.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Krista Sager Superstar</b><br />
Beim Koalitionspartner, der <a href="http://www.gruene-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GAL<br />
Hamburg</a>, sieht es auf der Landesverband-Website ähnlich aus. Jedoch sind<br />
Angaben zur Wahl leichter zu finden, und auch die Informationen zu den Personen<br />
sind auf den Wahlkampf abgestimmt und übersichtlicher angeordnet. Neben den<br />
obligaten Dialogmöglichkeiten wie Mailingliste, Gästebuch und Diskussionsforum<br />
bieten aber auch die Grünen/Alternative Liste im digitalen Wahlkampf keine Innovationen.<br />
Die persönliche Homepage der Spitzenkandidatin <a href="http://www.krista-sager.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Krista<br />
Sager</a> kann dies nicht wettmachen, verschafft jedoch einen umfassenden Einblick<br />
in die Biographie, in die politischen Schwerpunkte und die Fußballprognosen<br />
der Senatorin für Wissenschaft und Forschung, die ein bekennender FC St. Pauli<br />
Fan ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>FDP setzt auf Lange</b><br />
Während sich die Hamburg-Site der FDP momentan in Überarbeitung befindet, ist<br />
der Wahlkampf der Hanseatischen Liberalen schon bei der Domaineingabe ganz auf<br />
den Spitzenkandidaten Rudolf Lange (<a href="http://www.lange2001.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.lange2001.de</a>)<br />
zugeschnitten. Die Seite hält neben Informationen zum Wahlprogramm und zum Spitzenkandidaten<br />
einen SMS-Newsservice bereit, wie ihn die CDU auch anbietet. Desgleichen wartet<br />
die FDP mit einem e-voting für die Hamburger auf. Hier geht es jedoch nicht<br />
um inhaltliche Fragen wie bei der CDU, sondern der User soll allein schätzen,<br />
wie viel Prozent der Wählerstimmen die Hamburger FDP am 23. September für sich<br />
verbuchen kann. Die Ankündigung des Spitzenkandidaten Lange, einen frechen Wahlkampf<br />
zu machen, erfüllt sich im Netz am offensichtlichsten am Beispiel des Anti-SPD<br />
Puzzles, das der User per Mausklick zusammenfügen kann. Als einziger Landesverband<br />
in Hamburg ruft die FDP im Netz zum Spenden auf, im &quot;Spendenforum&quot; finden sich<br />
jedoch keine Online-Überweisungsträger, sondern lediglich Angaben zur Bankverbindung.<br />
Im Gegensatz dazu möchten die Hamburger Liberalen Mitgliederrekrutierung online<br />
ausführen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Der &quot;Häuptling&quot; informiert</b><br />
Die <a href="http://www.stattpartei-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Statt-Partei<br />
Hamburg</a> um Spitzenkandidat Jürgen Hunke stellt solide und gut strukturierte<br />
Information ins Netz. &quot;Der Häuptling der Nichtwähler&quot;, wie sich Hunke gerne<br />
bezeichnet, geht mit einem Mini-Etat von 10.000 Mark in den Wahlkampf, damit<br />
sind auch im Netz keine Neuheiten zu erreichen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Der (S)chill Out-Bereich</b><br />
Auch die schillerndste Persönlichkeit im hanseatischen Wahlkampf, Ronald Barnabas<br />
Schill, ist mit seiner <a href="http://www.schill-partei.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Partei<br />
Rechtsstaatlicher Offensive</a> (PRO) im Netz vertreten. Jedoch kann dieser<br />
Webauftritt nicht mit dem Gegenspieler, der Anti-Schill-Site, mithalten. Dröge<br />
Wahlkampf-Informationen rund um die Partei des &quot;Richter Gnadenlos&quot;, Termine<br />
und eine Presseschau präsentieren sich in einem unprofessionellen Layout. Der<br />
Link &quot;Forum&quot; ist zurzeit nicht anklickbar &#8211; ähnlich wie in seinen Verhandlungen<br />
ist Schill, der sich ab September schon als Hamburger Innensenator sieht, wohl<br />
auch digital nicht zu einem Dialog bereit. <a href="http://www.schill-out.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.schill-out.de</a><br />
wurde von den Jusos Hamburg ins Leben gerufen. Die Seite befasst sich inhaltlich<br />
mit dem Wahlprogramm der PRO-Partei , hat eine kommentierte Version der SPD<br />
Harburg und der Gewerkschaft ver.di online gestellt und möchte so dem &quot;Haider<br />
Norddeutschlands&quot; jegliche Wählergunst entziehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Auch wenn die Hamburger Parteien im Jahre 2001 digital versierter und professioneller<br />
an den Wahlkampf im Netz herangehen und besonders bei der CDU Interaktivität<br />
groß geschrieben wird, ist eins klar: Information für und Kommunikation mit<br />
dem Wähler muss im WWW anders gehandhabt werden als auf dem Marktplatz oder<br />
vor dem Fußballstadion. Politisch interessierten Usern reicht es nicht, in einem<br />
Kandidaten-Chat mit den Slogans, Zahlen und Wahlkampfthesen abgespeist zu werden,<br />
die sie schon auf Großveranstaltungen und auf Plakaten präsentiert bekommen.<br />
</span></p>
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