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	<title>Streaming &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Streaming &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Livestreaming: Journalismus und Kampagnen in Echtzeit</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 08:09:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die neuen Möglichkeiten, die Livestreaming bietet, haben einen Hype ausgelöst. Aber verändern sie auch politische Kommunikation und Berichterstattung? Es begann [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="big"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Meerkat.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145257" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Meerkat.jpg" alt="Meerkat" width="640" height="280" /></a>Die neuen Möglichkeiten, die Livestreaming bietet, haben einen Hype ausgelöst. Aber verändern sie auch politische Kommunikation und Berichterstattung?</p>
<p class="big">Es begann mit der Einführung der iOS-App Meerkat beim diesjährigen Szene-Treff “South by Southwest” (SXSW), nun hat Periscope ebenfalls mit einer Anwendung für das mobile Livestreaming via Twitter nachgezogen. Obgleich die Video-Übertragung von Ereignissen mittels Smartphone kein neues Phänomen darstellt, wird von den aktuellen Anwendungen sowie speziellen Geräten ein Durchbruch erwartet, der auch Bürgerjournalismus und Kampagnenkommunikation betrifft. Experten gilt der individuell erstellte Livestream gar als Game Changer für den anstehenden Wahlkampf um die US-Präsidentschaft.</p>
<p class="big">Nach seinen Innovationen für die <a class="liinternal" href="http://www.netzpiloten.de/kommunikation-persuasion-politainment/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitale Regierungskommunikation</a> von Obama hatte <a class="liexternal" href="https://twitter.com/danpfeiffer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dan Pfeiffer</a> gerade den Dienst für das Weiße Haus quittiert, da entdeckte er beim Festival SXSW in Austin etwas Neues. “<em>How Meerkat is Going to Change the 2016 Election for Every Campaign, Reporter and Voter</em>“, erklärte er in einem <a class="liexternal" href="https://medium.com/backchannel/how-meerkat-is-going-to-change-the-2016-election-for-every-campaign-reporter-and-voter-1daa8954e543" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mini-Manifest</a>. Darin zeigte er sich spontan begeistert von der Möglichkeit, die Gatekeeper-Funktion der Massenmedien auch im Bereich der Live-Berichterstattung weiter zu relativieren. Ähnlich wie bei den von ihm arrangierten Interviews des Präsidenten mit Plattformen wie Buzzfeed und Vox, hat er dabei vor allem den Strukturwandel der Öffentlichkeit im Auge: Die audio-visuellen Inhalte sind nun für das Endgerät optimiert, das für wichtige Zielgruppen im Zentrum ihrer Mediennutzung steht.</p>
<h3>The revolution will be livestreamed!</h3>
<p class="big">Die Integration in das Twitter-Universum unterscheidet die Apps auch von anderen Optionen, die schon länger genutzt werden, deren Videos aber den Umweg über den Browser gehen. Bereits der Arabische Frühling und die Occupy-Bewegung wurden mit Livestreams auf Plattformen wie <a class="liinternal" href="http://www.netzpiloten.de/livestreaming-journalismus-und-kampagnen-in-echtzeit/www.bambuser.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bambuser</a> und <a class="liinternal" href="http://www.netzpiloten.de/livestreaming-journalismus-und-kampagnen-in-echtzeit/www.ustream.tv" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ustream</a> begleitet. Periscope sieht sich selbst in dieser Tradition des medialen Empowerment, wie das von Twitter erworbene Startup in einem Beitrag zur Einführung der App <a class="liexternal" href="https://medium.com/@periscope/up-periscope-f0b0a4d2e486" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nahelegt</a>: “<em>What if you could see through the eyes of a protester in Ukraine?</em>“. Der Livestream im sozialen Netzwerk steigert dabei die Unmittelbarkeit sowie die virale Verbreitung der Übertragung, gleichzeitig ist eine bruchlose Interaktion via Chat mit dem Ein-Personen-Sender möglich.</p>
<p class="big">Derweil liegen schon spezifischere (Hardware-)Lösungen vor: Die Plattform Livestream.com hatte bereits eine App für Google Glass programmiert und stellte kürzlich ein neues Gerät vor. “Broadcaster mini” ist eine kleine Box, die Kameras mit HDMI in Verbindung mit einer Smartphone-App kabelloses HD-Livestreaming ermöglicht. CNN <a class="liexternal" href="http://www.cnn.com/2015/03/26/politics/election-2016-live-streaming-campaigns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet darüber</a>, dass dieses System in den USA zum professionellen Tracking im Wahlkampf genutzt wird: Der politische Gegner wird von einem einzelnen Kameramann bei seinen öffentlichen Auftritten gefilmt und das Material in einer Zentrale direkt ausgewertet. So kann jede problematische oder peinliche Äußerung in wenigen Minuten zum viralen Video des Negative Campaigning werden.</p>
<h3>Das panoptische Potenzial des Periskops</h3>
<p class="big">Andere feiern die neuen Anwendungen als Killer-Applikation des Bürgerjournalismus: “<em>We’re ready for the new news, and that’s the promise that Periscope, Meerkat and whatever else comes next delivers. News told as first-hand streams: this is what I’m seeing, you can see it too. (…) It’s the hundreds of potential cameras live on the scene before the media truck arrives. It’s the citizens’ right to record materialized</em>“, <a class="liexternal" href="http://techcrunch.com/2015/03/27/the-livestream-goes-mainstream/#0usajh:KUU2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schreibt</a> <a class="liexternal" href="https://twitter.com/sarahintampa" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sarah Perez</a>. Das erinnert dann allerdings schon an die Dystopie, die Dave Eggers in seiner Google-Kritik “The Circle” entwirft: Zu Beginn des Romans stellt das Unternehmen “SeeChange” vor, eine Mini-Kamera, deren Livebilder mittels des sozialen Netzwerks verbreitet werden und zu einer umfassenden politischen Transparenz führen sollen, die freilich Überwachungscharakter hat.</p>
<p class="big">“<em>Livestream ist der neue Mainstream</em>“, meint <a class="liexternal" href="https://twitter.com/gutjahr" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Richard Gutjahr</a>, der Periscope vorab <a class="liexternal" href="http://www.gutjahr.biz/2015/03/meerkat-vs-periscope/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">getestet hat</a> und die Nutzung der App wenig später am Beispiel einer Gasexplosion in New York <a class="liexternal" href="http://www.gutjahr.biz/#%212015/03/livestream-journalismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diskutiert</a>. Sein Fazit relativiert vor allem die zu vermutende Diskrepanz zwischen Profis und Amateuren hinsichtlich einer informativen Berichterstattung. <a class="liexternal" href="https://twitter.com/dvg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dirk von Gehlen</a> erkennt in den diversen Live-Formaten hingegen einen Trend, bei der die Berichterstattung nur eine Facette eines übergreifenden Livejournalismus darstellt: “<em>Durch die Digitalisierung werden Inhalte nicht mehr nur dokumentierbar, man kann sie erleben</em>“, proklamiert der Leiter des Bereichs “Social Media/Innovation” bei der Süddeutschen Zeitung auf seiner gerade gelaunchten Website LIVEjournalismus.de. Von Gehlen präsentiert unter diesem Titel eine Sammlung von Ideen für ereignishafte und kollaborative Angebote mit dem Ziel, neue “<em>Geschäftsmodelle im digitalen Raum</em>” zu eruieren. Die Livestreaming-Apps sind also ein weiterer Anwendungsfall des durch digitale Medien evozierten Wandels, der eine echte Herausforderung für viele etablierte Akteure darstellt.</p>
<p><em>Dies ist ein Crosspost von Netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a class="external" href="http://www.netzpiloten.de/livestreaming-journalismus-und-kampagnen-in-echtzeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> erschienen.</em></p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/quintanomedia/16930072836/in/photolist-mrtfg-rNSnCf-FvEew-4ZsiDk-4ZsiGv-rN43Pw-7PpjHR-7U4TiV-7Dy6qc-6nPvUj-22AEqg-o82Jvb-muULCt-7tJJMS-2MyBiK-mPBWFg-mRxTYN-LmbLE-cFmdLf-5Wv6n7-wYSXT-7152xj-ezz71s-7Mbr1r-eK1ToR-RtATd-4pmVok-o1WYCE-caAdCs-RvDkk-9632RX-9663js-4Bv3e4-9afqg9-62ntm6-iU7sKY-669MD1-j1VG8u-i96CJb-6uDvCY-jrZta-5Fi7uJ-4ZWNCp-5F8LSQ-evk4u-5Fi5x1-5F3TMC-64j33-5FhUFb-5FdPJK" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anthony Quintano</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Internetradio &#8211; das Ende eines Hypes?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/netzkulturwebradio_zukunftgoldhammer-shtml-2740/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[uheimann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetradio - ein neuer Stern am Medienhimmel?]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internetradio galt in Zeiten der Goldgräberstimmung als das Radio der Zukunft. Jeder sollte sein eigenes Programm bestimmen und on demand abfragen können - natürlich kostenlos. politik-digital.de hat den Internetradio-Experten Prof. Klaus Goldhammer zu den Hypes und Flops der Vergangenheit und den Chancen für die Zukunft des Internetradios befragt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Das Internetradio galt in Zeiten der Goldgräberstimmung als das Radio der Zukunft. Jeder sollte sein eigenes Programm bestimmen und on demand abfragen können &#8211; natürlich kostenlos. politik-digital.de hat den Internetradio-Experten Prof. Klaus Goldhammer zu den Hypes und Flops der Vergangenheit und den Chancen für die Zukunft des Internetradios befragt</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Zu Beginn der so genannten &#8216;New Economy&#8217; wurde eine große Nachfrage nach dem &#8220;neuen&#8221; Internetradio prognostiziert. Was waren die größten Hypes zu Beginn der Webradios?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Plötzlich war es über das Internet möglich, eine unendliche Vielzahl von Radiostationen ins Rennen zu schicken. Man war nicht mehr an die sehr geringe Bandbreite des UKW-Spektrums gebunden, die in aufwändigen Verfahren vergeben werden. Statt dessen hatte jeder auch mit sehr geringen Mitteln die Möglichkeit, einen eigenen Sendern, ein eigenes Programm zu verbreiten. Und noch viel reizvoller erschien die Möglichkeit, das Programm zu personalisieren, also auf die eigenen Vorlieben zuschneiden zu können. Gleichzeitig profitierte man natürlich als Rezipient von der großen Zahl an Webradiosendern, die einem alles bot: Von tibetanischer Gongmusik bis zu afrikanischem Freejazz.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Es sind so viele Ideen aufgetaucht und wieder verschwunden &#8211; was waren die größten Irrglauben der Webradioszene?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Einer der größten Irrtümer war sicherlich, dass man mit einem Webradio nicht nur schnell ein neues Programm aufbauen, sondern auch schnell dankbare Werbepartner finden würde, um die Investitionen schnell rückverdienen könnte. Und noch seltener wurde bedacht, dass es für Internet-Broadcaster keine Senderflatrate gibt, wie im klassischen Rundfunk. Dies heißt: Jeder zusätzliche Nutzer bedeutet zusätzlichen Datentraffic und damit zusätzliche Kosten. Diese Linearität bekommt man ab einem bestimmten Punkt schwer in den Griff. Viele Radiostationen verschwanden daher genauso schnell wie sie kamen.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Wie können Webradios ihre multimediale Plattform besser ausnutzen und statt einfacher Audiostreams einen echten Mehrwert bieten?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Mit zunehmenden Bandbreiten gibt es mehr und mehr die Möglichkeit, neben den Audiostreams auch Bilder, Musikvideos oder TV-Werbespots mitzusenden und so das anzubieten, was die Musiksender immer seltener tun und die Plattenlabel zunehmend anbieten. Musik und Bewegtbild im Doppelpack. Gleichzeitig gibt es auch bezüglich des individuellen Zuschnitts der Musik auf den Hörer noch echtes Entwicklungspotenzial.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Die Idee des personalisierten Internetradio gab es ja schon früher. Was ist denn aus dieser Idee geworden?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Das Internet bietet dem User eine riesige Auswahl von Radiosendern mit allen erdenklichen Stilrichtungen, so dass tatsächlich jeder die Möglichkeit hat ein Programm nach eigenem Geschmack auszuwählen. Abseits der „klassischen“ Streams kann der User bei verschiedenen Sendern zudem eine Vorauswahl der angebotenen Bands treffen (falls man z.B. gerne Brit-Pop hört, aber die Band Oasis nicht mag, kann man diese somit „aus dem Programm klicken“). Ein „echtes“ auf den einzelnen Hörer zugeschnittenes Individualradio steht jedoch noch aus, hätte aber sicher seinen Reiz.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Welchen Anteil hat Internet-Radio am Gesamtmarkt heute, gibt es verlässliche Hörerzahlen? Stellen Internet-Radios überhaupt einen spürbaren Werbemarktanteil dar?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Im Vergleich zur Gesamthörerzahl der einzelnen Sender liegt die Hörerzahl der Internetstreams im Promillebereich. Sie dienen den klassischen Radiostationen in erster Linie als Marketinginstrument für den Offline-Sender, so dass diese eher dazu beitragen, die Werbeerlöse des klassischen Senders zu erhöhen. Verlässliche Hörerzahlen gibt es dabei nicht. Manche Sender in den USA sprechen aber davon, dass sie bis zu 60 oder 80.000 parallele Hörer haben. Das ist schon recht ordentlich.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Woran liegt es denn, dass Radio nach wie vor so wenig über Internet genutzt wird &#8211; ist das Angebot nicht qualitativ genug, ist die Technik nicht ausgereift, oder sind die Zuhörer schlichtweg zu bequem?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Tatsächlich liegt die Qualität der Radiostreams zu weiten Teilen unterhalb der eines normalen Radios. Zum anderen verfügen viele User bisher noch nicht über die nötigen Bandbreiten, um einen Radiostream dauerhaft abspielen zu können. Bei einer Modemverbindung kommt die Kostenfrage hinzu. Viele Streams sind zudem oft überlastet (so bietet Radio Eins beispielsweise nur 500 Hörern die gleichzeitige Nutzung), so dass man sich nicht jederzeit einwählen kann. Insgesamt ist der Zugriff im Vergleich zum Radio recht umständlich und zeitaufwändig. Außerdem ist das Internet an vielen Orten an denen klassischerweise das Radio genutzt wird (Auto/Badezimmer/Küche) in weiten Teilen noch nicht präsent. Aber wenn Sie sich umhören, was junge Menschen mit einem DSL-Anschluss so treiben, ist Internet-Radio schon oftmals dabei.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Werden Webradios und klassische Radiosender Ihrer Meinung nach auf längere Sicht verschmelzen?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Bereits jetzt ist nahezu jeder klassische Radiosender auch im Internet vertreten. Aber eine „Verschmelzung“ ist das nicht, sondern die Erschließung eines neuen Vertriebsweges. Das Internet stellt für das klassische Radio in erster Linie doch ein Marketinginstrument (zur Gewinnung von Marktforschungs-ergebnissen sowie zur Hörer-Bindung) dar. Darüber hinaus werden aber die ausschließlich im Web vertretenen Sender auch weiterhin einen großen Teil der Webradionutzer auf sich ziehen. Gleichzeitig wird auf absehbare Zeit auch das klassische Radio in der jetzigen Form erhalten bleiben.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Haben die Webradios Ihrer Meinung nach eine Zukunft? Und wie könnte sie aussehen??</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Wenn eventuell in fünf bis zehn Jahren wir in jedem einen Breitband-Internetzugang über DSL- oder Kabel als Flatrate haben, und im Wohnzimmer ein Computer steht auf dem die eigene Musik und Videosammlung verwaltet und das Fernsehprogramm gesteuert wird, so wäre es auch nicht unwahrscheinlich, dass in diesem Bereich ein gewisser Teil des Radioangebotes auch irgendwann aus dem Internet genutzt wird – Wenn nicht bis dahin iTunes und Konsorten die modernere Form des Radios geworden sind. Ein vollständiger Ersatz des klassischen Radios wird es aber wohl auch auf längere Sicht nicht werden. Bis es soweit ist, wird das Webradio im Sinne eines Meso-Mediums, das kleinere sehr spezielle Zielgruppen mit einem ausgesuchten Programm erreicht, parallel zum klassischen Radio weiter bestehen. Und weiter gilt das ökonomische Grundproblem, das es zu lösen gilt: Jeder zusätzliche Nutzer bedeutet zusätzliche Kosten. Eine Million Hörer möchte ich über das Internet nicht finanzieren müssen.</p>
</p>
<p class="fett">Prof. Klaus Goldhammer ist Professor für Medienwirtschaft an der Rheinischen Fachhochschule in Köln und Geschäftsführer der Medienberatung Goldmedia GmbH Media Consulting &amp; Research</p>
<p class="fett">
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			</item>
		<item>
		<title>Internetradio in Deutschland &#8211; ein Überblick</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/internetradio-ein-neuer-stern-am-medienhimmel/netzkulturwebradio_uebersicht-shtml-2741/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jsteiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetradio - ein neuer Stern am Medienhimmel?]]></category>
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					<description><![CDATA[Etlliche deutsche Radiosender strahlen ihr Programm im Internet aus. Die ersten Angebote entstanden Mitte der neunziger Jahre. Etwa die Hälfte der Programme sind reine Webradios mit kommerzieller Ausrichtung. Diese kommen meist ohne Redaktion aus und spielen von Trailern und Jingles unterbrochene Playlists ab. Das Label der Fantastischen Vier, Four Music, nutzt das eigene 
                            Four Radio zur Promotion seiner Platten und Konzerte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Etlliche deutsche Radiosender strahlen ihr Programm im Internet aus. Die ersten Angebote entstanden Mitte der neunziger Jahre. Etwa die Hälfte der Programme sind reine Webradios mit kommerzieller Ausrichtung. Diese kommen meist ohne Redaktion aus und spielen von Trailern und Jingles unterbrochene Playlists ab. Das Label der Fantastischen Vier, Four Music, nutzt das eigene<br />
                            <a href="http://www.fourradio.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Four Radio</a> zur Promotion seiner Platten und Konzerte</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">In den letzten Jahren sind auch bundesweite Anstalten wie<br />
                            <a href="http://www.dradio.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschlandradio Berlin</a>,<br />
                            <a href="http://www.deutschlandfunk.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschlandfunk</a> und<br />
                            <a href="http://www.dwelle.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle</a> dazu übergegangen, ihre Sendungen als Livestream oder Audio on Demand zur Verfügung zu stellen. Auch die öffentlich-rechtlichen Hörfunkprogramme der Länder und nahezu alle regionalen Privatsender nutzen das Internet als Zweitverwertungsmedium. Ausländische Programme wie die<br />
                            <a href="http://www.bbc.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BBC</a>,<br />
                            <a href="http://www.npr.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NPR</a> und<br />
                            <a href="http://www.voa.gov" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VOA</a> oder<br />
                            <a href="http://www.erf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">religiöse</a> Stationen wie der Evangeliumsrundfunk sind schon seit langer Zeit in deutscher Sprache über das Internet hörbar. In Deutschland werden auch Webradio-Programme für das Ausland produziert. Ein Beispiel dafür ist<br />
                            <a href="http://www.telephonefm.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">telephone.FM</a>. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Friedrich-Ebert-Stiftung wird in Berlin seit Sommer 2004 täglich ein 90-minütiges, arabisches Programm für den Irak erstellt.</p>
<p>Besonders für die knapp vierzig<br />
                            <a href="http://www.freie-radios.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freien Radios</a> in Deutschland ist das neue Medium Webradio von besonderer Wichtigkeit. Der Kampf um die raren terrestrischen Frequenzen ist hier ohne Bedeutung.</p>
<p>Das Internet bietet die Möglichkeit, sich zu vernetzen und Beiträge auszutauschen. Dazu wurde die Plattform<br />
                            <a href="http://www.freieradios.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FreieRadios.net</a> geschaffen. Hier können Reportagen, Features, Hörspiele und Berichte hoch- und runtergeladen werden. Dies geschieht unter Verwendung offener Formate wie ogg vorbis und unter der GNU Open Publishing Lizenz. Auch bei Großveranstaltungen und wichtigen Ereignissen kann Webradio zum schnellsten Medium werden. Während der Proteste gegen den G8-Gipfel in Evian, den Aktionstagen gegen den Irakkrieg oder der NATO-Konferenz in München sendeten Aktivistinnen und Aktivisten des unabhängigen Nachrichtennetzwerks<br />
                            <a href="http://de.indymedia.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Indymedia</a> ein Live-Programm im Internet. Dieses wurde von vielen freien Radios übernommen.</p>
<p>Die neue peer2peer-Technologe eröffnet besonders den freien Radios neue Möglichkeiten. Bisher benötigte man zum Senden von Livestreams einen Server mit großer Bandbreite. Mit der Popularität eines Webradios stiegen Netzlast und Kosten. Das unabhängige Projekt PeerCast.org macht es möglich, dass man nur noch die Bandbreite nutzt, um den Stream an eine andere Person zu schicken. Diese streamt die Sendung weiter an den nächsten Client. Verfügt jemand über viel Bandbreite, können mehrere Personen auf dessen Stream zugreifen. Auch kann er als Puffer für andere Streams dienen.</p>
<p>Alles was man zum Hören braucht, ist ein Rechner mit schneller Internetanbindung, Soundkarte und ein Medienabspielprogramm wie WinAmp, RealPlayer, WindowsMedia Player, Xine oder xmms. Selbst zur Radiomacherin oder zum Radiomacher im Internet zu werden ist nicht mehr schwerer, als eine e-mail zu schreiben. Der Weg zu den unbeliebten und schlecht ausgestatteten Offenen Kanälen erübrigt sich. Radioprojekte wie<br />
                            <a href="http://www.reboot.fm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">reboot.fm</a> aus Berlin haben bereits Pionerarbeit geleistet. Man braucht sich nur noch einen Sendeplatz aussuchen und von einem der Editoren freischalten lassen. Dann kann man sein Programm bequem an einem Ort seiner Wahl produzieren und hochladen. Einzelne Beiträge kann man ohne Probleme auf der Seite FreieRadios.net hochladen. Die Chance, dass andere Freie Radios darauf zurückgreifen, ist enorm hoch.</p>
<p>Webradio in Deutschland steht für eine Programmvielfalt, die das terrestrische Radio bisher nicht bieten konnte. Die Ansätze und Konzepte der einzelnen Anbieter sind verschieden, die Möglichkeiten für praktizierte Demokratie im Netz sind weit gefächert und groß, doch den meisten Internet Usern bislang unbekannt.</p>
<p>Am 01. April 2005 könnten viele der neuen Webradios verschwinden. An diesem Tag tritt die<br />
                            <a href="http://www.radioring.de/CMS/index.php?op=content&amp;m=14&amp;s=117">neue Gebührenregelung</a> der<br />
                            <a href="http://www.medienkultur.org/sm1/popsong/ha/">GEMA</a> und der<br />
                            <a href="http://www.gvl.de">GVL</a> in Kraft. Das kostenfreie Speichern von Musik, automatischer Senderwechsel, personalisierte Programme, Rückspul- und Titelskip-Funktionen werden dann nicht mehr erlaubt sein.<br />
                            <br />Anhänger des<br />
                            <a href="http://www.radioring.de">Radiorings</a> initierten als Protest gegen die neue Verordnung die Netzkampagnen<br />
                            <a href="http://www.ich-will-webradio.de">Ich will Webradio</a> und<br />
                            <a href="http://www.gvl-protest.de">GVL-Protest</a>. Sie halten die Neuregelung für einen schweren Einschnitt in die Meinungs- und Pressefreiheit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>WM-2002: Der digitale Ball ist rund!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-wm-shtml-3060/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[rheinemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball-Weltmeisterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[FIFA]]></category>
		<category><![CDATA[globale Vermarktung]]></category>
		<category><![CDATA[T-Online]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Yahoo]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerzialisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Berichterstattung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Zukunft der Berichterstattung im Netz bei sportlichen Großereignissen heißt Video Streaming]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zukunft der Berichterstattung im Netz bei sportlichen Großereignissen heißt Video Streaming<!--break-->
                    </p>
<p>Erstmals findet eine Fußball-Weltmeisterschaft auf dem asiatischen Kontinent statt, noch nie wurde sie in zwei Ländern gleichzeitig ausgetragen und noch nie erreichte ein sportliches Großereignis eine solche multimediale Bandbreite. Am 30. Mai wird in Japan und Süd-Korea der<br />
                    <a href="http://www.fifaworldcup.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">17. Fifa-World-Cup 2002</a> eröffnet. Zählte der Olympische Gedanke (&#8220;Dabeisein ist alles&#8221;) für das Internet-Angebot während der letzten beiden olympischen Spiele noch relativ wenig, so bekommen Fans und Zuschauer auf der ganzen Welt zur diesjährigen Fußball-WM eine veritabele Hightech-Show geboten. Die Welt-Fußball-Organisation (Fifa) hat auf internationaler Ebene einen großvolumigen Kooperationsvertrag mit dem Internetportal Yahoo geschlossen. Neben Mannschaftsaufstellungen, Spielplänen, Merchandising und aktuellen Live-Nachrichten rund um das Turnier, versucht<br />
                    <a href="http://www.yahoo.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yahoo</a> Schwerpunkte im Bereich<br />
                    <a href="http://www.akmedia.de/streaming-media.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Streaming-Media</a> zu setzen.</p>
<p>Geboten werden Video-Höhepunkte aller 64 Begegnungen und ein Archiv mit Clips der letzten neun Fifa-Weltpokale. Doch wer sich für Pay-TV nicht erwärmen kann und im Internet den Kick sucht, wird enttäuscht. Fußball wird zwar zum großen Test für das Streaming im Internet &#8211; der einstige &#8220;Freeworld&#8221;-Gedanke des WorldWideWeb jedoch ist längst verworfen. Um in den Genuß von Videobeiträgen zu kommen müssen WM-Begeisterte eine Mitgliedschaft im Yahoo-Vip-Club erwerben, die mit 22,50 Euro zu Buche schlägt. Als Gegenleistung erhält der Gast ganze vier Minuten Videomaterial pro Spiel &#8211; als Highlights zusammengefasst. Die Bestellung des Services berechtigt zu insgesamt 15 Stunden Streaming, die zu Spitzennutzungszeiten allerdings nicht garantiert werden können. Der Abruf von Spielergebnissen, Mannschaftstabellen und Hintergrundnachrichten wird von Yahoo kostenfrei angeboten. Die Fifa macht in Zusammenarbeit mit Yahoo deutlich, dass sich die globale Vermarktung von Medienereignissen längst nicht mehr nur auf Fernsehübertragungen eingrenzen lässt. Gerade im Streit über die Senderechte an der Fußball-Weltmeisterschaft spielt das Internet eine zunehmend wichtige Rolle. In Deutschland wurde diese Tendenz vom Breitband-Provider<br />
                    <a href="http://www.t-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">T-Online</a> und dem<br />
                    <a href="http://www.dfb.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Fußball Bund</a> (DFB) erkannt, da mit über 30 Millionen Internetnutzern (laut Infratest April 2002) eine ausreichend große Zielgruppe vorhanden ist. Beide wollen während der Wettkämpfe im Internet kooperieren. Vor dem Hintergrund der großen Entfernung zu Asien und der damit verbundenen Zeitverschiebung sieht Thomas Holtrop, Vorstandsvorsitzender von T-Online, im Internet &#8220;eine attraktive Plattform für die aktuelle Berichterstattung aus Japan und Korea&#8221;. Marketingexperten argumentieren, dass &#8220;zu den Spielzeiten zwischen 15.30 Uhr und 20.30 Uhr Ortszeit die meisten Zuschauer am Arbeitsplatz, in der Uni oder in der Schule sind&#8221;.</p>
<p>Auch beim DFB und T-Online stehen multimediale Inhalte im Vordergrund. Auf den Websites beider Unternehmen sollen zum Beispiel aktuelle Interviews und Hintergrundberichte aus dem Mannschaftsquartier, exklusive Live-Chats mit den Nationalspielern und die Highlights aus den DFB-Pressekonferenzen als Video-Dateien angeboten werden. Außerdem können User auf Basis-Informationen wie tägliche News, Tabellen und Statistiken, sowie historische Daten zurückgreifen. Kostenpflichtige Inhalte sind bislang nicht zu finden. Nach Angaben von T-Online bekommen die zahlreichen Journalisten vor Ort sogar eine Internet-Lounge zur Verfügung gestellt. Abgesehen von Pay-per-View Aspekten gewinnt das Internet für die gesamte Print-Branche zur WM-Berichterstattung an Attraktivität. Die dpa-infocom GmbH bietet zum Worldcup ein umfangreiches Content-Modul mit aktueller Berichterstattung, Hintergründen, Statistiken und vielen Bildern. Online- Formate von<br />
                    <a href="http://www.kicker.de" target="_top" rel="noopener noreferrer">Kicker</a> und<br />
                    <a href="http://www.sportbild.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sport-Bild</a>, genauso wie jede Tageszeitung deren Ausgaben im WorldWideWeb zu finden sind, werben mit ähnlichen Angeboten.<br />
                    </p>
<p>Unterdessen versucht das europäische Internet-Portal<br />
                    <a href="http://www.sports.com" target="_top" rel="noopener noreferrer">Sports.com</a> in Verbindung mit dem amerikanischen Telekommunikations-Dienstleister Avaya seinen Live-Ticker auf den mobilen Bereich auszuweiten. Bei diesem Service bekommt der User alle Tore per SMS direkt auf sein Handy. Fußball-Fans haben in diesem Jahr die Chance auf ein engmaschiges, globales Netzwerk von Informationsdienstleistungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 zurückzugreifen- ob kostenpflichtig oder kostenfrei. Hautnahes Erleben soll möglich gemacht werden. Zurückzuführen ist dieses breite Angebotsspektrum auf flexible Verträge, die die Fifa ganz im Gegensatz zum Internationalen Olympischen Komitee mit seinen Medienpartnern schloss. Die olympischen Funktionäre konnten bislang aufgrund langfristiger Vermarktungsverträge mit Fernsehsendern nur extrem wenigen Online-Diensten die Berichterstattung von den Wettkampfstätten erlauben. Jegliche Informationsvermittlung über das neue Medium wurde mit Argusaugen überwacht. Online-Journalisten erhielten keine Presseakkreditierung, Sportlern wurde untersagt, persönliche Eindrücke von den Spielen in &#8220;Internet-Tagebüchern&#8221; im Web zu veröffentlichen. Die Bedrohung durch Streaming-Media und die mediale Aufmerksamkeit des Internets war zwar 2000 in Sydney offenkundig, doch Konzepte zur Realisierung einer Vermarktungsstrategie konnte keiner vorlegen. Die Kommerzialisierung des Sports funktionierte bislang nur deshalb so gut, weil sich nationale Übertragungsrechte fein säuberlich nach Ländern getrennt verkaufen ließen. Das Internet stand lange Zeit auf keiner Rechnung.<br />
                    </p>
<p>Der diesjährige Fußball-Weltcup wird entscheiden, ob Online-Dienste in Zukunft verstärkt bei sportlichen Großereignissen auf Streaming-Formate zurückgreifen werden. Es bleibt jedoch die Frage, wie kostenpflichtige und kostenfreie Inhalte künftig verteilt werden. Eine breite Akzeptanz von Pay-per-View Übertragungen im Internet würde die momentane Gewichtung empfindlich verschieben. Fans hätten bald die Möglichkeit, sofern sie nicht die vollkommene Kommerzialisierung des Sports im WWW unterstützen wollen, sich Spiele ohne Ton oder sogar ohne Ball anzusehen. Eine durchaus interessante Vorstellung. Doch der Ball ist rund, das Spiel dauert 90 Minuten, soviel ist schon mal klar. Alles andere ist Theorie.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 23.05.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Technologien von gestern</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-hypes-shtml-2873/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fsteglich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bluetooth]]></category>
		<category><![CDATA[Dotcom-Blase]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming]]></category>
		<category><![CDATA[WAP]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Revolution]]></category>
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		<category><![CDATA[Avatare]]></category>
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					<description><![CDATA[Großes Geld, dreidimensionales Web, virtuelle Fernsehansagerinnen und alle Küchengeräte über die Maus zu bedienen. Das Internet werde unser aller Leben umkrempeln, heißt es seit langem. Heute surfen zwar die meisten und versenden E-Mails, aber der große technologische Umbruch scheint das nicht zu sein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Großes Geld, dreidimensionales Web, virtuelle Fernsehansagerinnen und alle Küchengeräte über die Maus zu bedienen. Das Internet werde unser aller Leben umkrempeln, heißt es seit langem. Heute surfen zwar die meisten und versenden E-Mails, aber der große technologische Umbruch scheint das nicht zu sein.<!--break--><br />
                    <strong>War dies schon die digitale Revolution oder steht uns dieser erst noch bevor? Was ist aus den Hypes geworden, die in den letzten Jahren aufkamen?</strong></p>
<p>Gegen Ende der 1990er Jahre stürzten sich viele Menschen ins Internet-Business in der Manier des amerikanischen Goldrausch. Domainnamen wurden wie Claims abgesteckt und für Millionen Dollar weiterverkauft, wenn sie eingängig genug waren. Wer nicht in einer Internet-Agentur arbeitete, war out. Jede Woche tauchte in den Wirtschafts- und Nachrichtenmagazinen eine neue Gründer-Boygroup auf, alle mit riesigen Maskottchen, in Fabrik- oder Altbauetagen und mit ihrem Logo auf dem Shirt. Der Trend ging zum Zweit-Start-up. Das Internet, das in seinen Anfangszeiten für grenzenlose Information, Kommunikation und Freiheit stand, war ein Synonym für das schnelle Geld geworden.<br />
                    <br />Das Ende des Hypes ist bekannt:<br />
                    <a href="http://www.google.de/search?q=cache:Db8G2KUMak8C:www.boo.com/%2B&amp;hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Boo.com</a>, der spektakulär gestartete und kaum bedienbar gestaltete Online-Fashionhändler, machte im Mai 2000 den Anfang. Gigabell folgte, hunderte weitere Firmen der Neuen Wirtschaft beantragten Insolvenz. Mit den handelnden Personen starb auch die Hofberichterstattung &#8211; Net-Business, econy und andere Magazine wurden eingestellt oder verkauft. &#8220;New Economy&#8221; ist für Unternehmen der Neuen Medien beinahe rufschädigend geworden. Sie sitzen noch immer in Fabrik- oder Altbauetagen, sind aber stolz darauf, keinen Risikokapitalgeber im Aufsichtsrat sitzen zu haben. Sogar<br />
                    <a href="http://www.amazon.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">amazon.com</a>, einer der Start-up-Pioniere, wird jetzt zu einem ganz normalen Unternehmen: Vor wenigen Tagen meldete Jeff Bezos die ersten schwarzen Zahlen.<br />
                    <br />Und in den Webrubriken und Netzwelten der Medienlandschaft rücken andere Themen in den Blickpunkt. Pornographie und Propaganda, die Schattenseiten des Internet, lösen den Hype des schnellen Geldes ab.</p>
<p>
                      <strong>Mythos Multimedia</strong>
                    </p>
<p>Glanz sollte auch durch Multimedia ins Web gebracht werden. Audio- und Videostreaming, also das direkte Abspielen von Musik- oder Filmdaten aus dem Internet, ohne dass diese erst heruntergeladen werden müssen, versprach, den vernetzten Rechner zum allumfassenden Medium werden zu lassen. Fernseher, Radio und (Bild-)Telefon zusätzlich zum unüberschaubaren Informationsangebot. Die nötige Technik und Bandbreite für reibungslose, sprich ruckelfreie Video-Konferenzen ist nicht leicht zu haben. In den meisten Fällen muss darum das kleine Fenster des<br />
                    <a href="http://www.real.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Real Player</a> genügen, um beispielsweise bei ins Web übertragenen Nachrichtensendungen und Pressekonferenzen zuzusehen. Ein weiterer Grund dafür, dass das Streamen in Deutschland nicht so recht ankommt, könnten die vergleichsweise hohen Internetgebühren sein. Der durchschnittliche US-Amerikaner widmet eine Stunde seines Tages gestreamten Filmen oder Musik &#8211; der Deutsche bringt es nur auf durchschnittlich 11 Minuten. Die Flatrates, die hierzulande Abhilfe hätten schaffen können, haben weitgehend das Zeitliche gesegnet, eine bundesweit verfügbare Flatrate bietet nicht ein einziges Telekommunikationsunternehmen mehr an. Die letzten, wenigstens in Großstädten angebotenen Flatrates haben die<br />
                    <a href="http://www.telekom.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telekom</a> und<br />
                    <a href="http://www.arcor.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arcor</a> im Angebot.</p>
<p>Wenn die Anbieter der Streams auf die Idee kommen, sich ihre Leistung bezahlen zu lassen, könnte aber auch eine Flatrate zu spät kommen: Fernsehen im Internet, ob<br />
                    <a href="http://www.heute.t-online.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heute-Journal</a> oder<br />
                    <a href="http://www.ftv.com/fashionTV.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mode-Kanal</a> kostet ja bisher noch nichts. Keine Rundfunkgebühren und Decoder-Pakete fallen an. Die nötige Software ist bei<br />
                    <a href="http://www.microsoft.com/windows/mediaplayer/en/default.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsoft</a> und Real Media kostenlos erhältlich. Tatsächlich kann vom Musikvideo, über den Westernklassiker bis hin zum Online-Radioprogramm bis heute ein großes Angebot an Digital-Waren kostenlos genutzt werden. Die Gratis-Musik-Quelle Napster, die noch bis zum letzten Sommer als der Inbegriff von neuer Preisfreiheit im Datennetz herhielt, ist jedoch vorerst versiegt. Musikanbieter wie<br />
                    <a href="http://www.musicnet.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Music Net</a> , dahinter stecken die Musikriesen BMG, Warner, EMI und Zomba, oder<br />
                    <a href="http://www.pressplay.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressplay</a>, der Konkurrent aus den Häusern Sony, Universal und Vivendi, erheben nicht nur Gebühren dafür, dass Musik heruntergeladen und auf CD gebrannt wird. Schon das bloße Streaming kostet Geld. So kostet ein Monatspaket von MusicNet, dass 100 Downloads und 100 Streams beinhaltet, US $9,95 in den Vereinigten Staaten &#8211; in Deutschland sogar ganze US $29,99. Auch beim Konkurrenten Pressplay müssen für das selbe Angebot satte 25 Dollar auf den Tische gelegt werden. Musik-Börsen wie Gnutella oder KaZaa, bei denen bis heute kostenfrei getauscht wird, versuchen dem Schicksal des Vorläufers Napster zu entrinnen. Ohne zentralen Server entgehen sie nationalen Gerichtsurteilen, die sie zum Abschalten verpflichten könnten. Napster, der inzwischen von Bertelsmann aufgekaufte Vorreiter im Plattentausch will in Kürze neu ins Netz starten &#8211; diesmal allerdings ohne die großen Namen der Musikszene im Angebot zu haben und außerdem gebührenpflichtig. Mit fünf bis zehn Dollar pro Monat wäre zumindest der bestehende Marktpreis unterboten. Ein Streaming-Programm, das richtig anmachen soll, verspricht der<br />
                    <a href="http://www.playboy.com/zmega.html">Playboy</a> auf seine Seite zu bringen. 20 Millionen US-Dollar stellte der Konzern im letzten Jahr bereit, um Technik und Inhalt für das sexy Streaming zu entwickeln. Bisher ist von Streaming jedoch beim Playboy noch nichts zu sehen. Ob man sich am Ende doch mit dem bewährten eigenem TV-Sender und Online-Video-Bestellung zufrieden geben wird? Streaming-Angebote fast jeder Art, die keinen müden Pfennig kosten, zeigt der<br />
                    <a href="http://www.webtimer.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webtimer</a>. Bei der großen Auswahl liegt die Vermutung, die Streaming-Welle sei vorüber, einigermaßen fern. Wenn Breitbandzugänge sich weiter verbreiten, dürfte die Nachfrage steigen. Das könnte dann allerdings bald einen Preisanstieg zur Folge haben.</p>
<p>
                      <strong>Avatare</strong>
                    </p>
<p>Avatare sind animierte Figuren im Cyberspace. Mit ihrer Hilfe sollte sich das Web noch weiter von der Zweidimensionalität des Bildschirms lösen, gemütlicher, herzlicher &#8211; eben dreidimensionaler werden. Könnte sich der User im anonymen Datenraum vielleicht nach persönlicher Ansprache sehnen? Könnten virtuelle Berater den Verkauf im Netz begleiten, wenn die direkte Kundenbetreuung im Geschäft unter den Tisch fällt? Solche oder ähnliche Gedanken hatten wohl die Werbestrategen als sie sich Figuren wie Robert-T-Online, Cor@Deutsche Bank oder Liam Loewe ausdachten. Was bei Joe Camel, dem berühmten Werbekamel des gleichnamigen US-Zigarettenkonzerns, funktioniert hat, hätte ja auch zur Erfolgsnummer von T-Online oder der Deutschen Bank werden können.<br />
                    <br />Stattdessen wurde Robert-T-Online ungewollt zum<br />
                    <a href="http://www.golem.de/0102/12406.html%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Absender</a> des unangenehmen &#8220;Kournikova&#8221;-Wurms. Die Betreffzeile &#8220;Neues von Ihrem Internetdienstleister &#8211; Robert T. Online informiert&#8221; mit dem Absender &#8220;support@t-online.de&#8221; täuschte den Telekom-Kunden eine seriöse Herkunft der E-Mail vor. Heute ist der gescholtene Robert auf der Homepage des Konzerns nur nach langer Suche in alten Archiven zu finden. Burschikos und Blond strahlt zwar<br />
                    <a href="http://www.db-cora.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cor@</a> von der Deutschen Bank dem Besucher entgegen, leider führen aber sämtliche Navigationspunkte auf der Seite bei Anklicken ins Nichts. Ebenfalls blauäugig und mit einem charmantem Lächeln bietet sich Liam Loewe auf der Seite des Fernsehherstellers zur virtuellen Produktberatung an: &#8220;Ich bin Loewe Spezialist, Navigationshilfe und technisches Lexikon in Personalunion. Nutzen Sie diese Chance!&#8221;. Der nette Mattscheibenverkäufer im silbernen Zwirn gibt auch Auskunft über sein &#8220;Privatleben&#8221;. Er sei 27 Menschenjahre alt, jedoch erst am 13. August 2000 geboren und wohne im Cyberspace, auf der Festplatte des Hauses Loewe. Zur Information: Er hat keine Partnerin!<br />
                    <br />Immerhin weiß Liam, der auch mit den Augen zwinkern kann, dass er kein Mensch ist.<br />
                    <br />Aber auch an anderer Stelle im Netz tauchen die kleinen Figuren auf. Bei<br />
                    <a href="http://www.electronic-arts.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Electronic Arts</a> kann man sich einen Platz im Simulations-Spiel Sims kaufen. Mit $ 25,99 für die Spiel-CD-Rom darf bei dem virtuellen Single-Treff jeder &#8220;mal Kuppler sein&#8221; wird dort geworben. Avatare für alle! Bei<br />
                    <a href="http://gexserve.genie.de/global_root/init.php?data=babyfred.inc.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">genie.de</a> findet sich die Fantasiefigur &#8220;Baby Fred&#8221;. Grußpostkarten, schenkelklopfende &#8220;Cheffe&#8221;-Witze und Baby-Fred´s Begegnungen mit Stars wie Nadja ab del Farrag gehören zur Spaßpalette. Auch das Baby-Sprachlexikon oder die von Baby-Fred gelesenen Nachrichten scheinen mal ein Highlight der Seite gewesen zu sein. Der letzte Eintrag auf der News-Seite stammt allerdings vom Juli 2001. Hat die Sommerpause der Witzfigur den Garaus gemacht?</p>
<p>Digitale Geschöpfe, die das Kindchen-Schema gelangweilter Büroinsassen ansprechen sollen, haben es schwer zu überleben. Das Massensterben der Tamagotchis nach dem Abklingen des großen Hypes von 1997, sollte da als Mahnmal der Vergänglichkeit im Gedächtnis der computerisierten Welt erscheinen.<br />
                    <br />Mit anderem Ehrgeiz als die Spaßmacher und Kundenbetreuer, die Avatare erschaffen haben, nähert sich seit dem 1.Januar 2001 das<br />
                    <a href="http://www.fraunhofer.de/german/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frauenhofer-Institut</a> den Cyber-Figuren. Im Projekt &#8221;<br />
                    <a href="http://212.205.85.111:8087/Avatar_Conference/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Avatar-Conference</a>&#8221; des Stuttgarter Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation haben sich die Forscher das Ziel gesetzt, die weltweit verstreute Wissenschafts-Gemeinde im virtuellen Raum zusammenzuführen. Experten sollen auf Avatar-Konferenzen über ihre Arbeit berichten. In Direktzeit könnten die Kollegen sich auf der Suche nach der Wahrheit letztem Schluss in die Debatten einschalten. Räumliche Distanz als Ursache ungleich verteilter Information und von Missverständnissen könnte so überwunden werden. Zukunftsmusik? Wie das Frauenhofer-Institut Anfang 2001 mitteilte, ist das Projekt auf 24 Monate angelegt. Am 28. Februar dieses Jahres sollen die Ergebnisse<br />
                    <a href="http://www.iao.fraunhofer.de/d/kontakt/news.hbs?pageid=243&amp;catid=36#243" target="_blank" rel="noopener noreferrer">publik gemacht</a> werden.</p>
<p>
                      <strong>Mobile Web</strong>
                    </p>
<p>Der erste große Hype, der einen drahtlosen Internetzugang überall versprach, war WAP. Das erinnert allerdings bis heute eher an die Anfangstage des btx als an die Zukunft des World Wide Web. Auf kleinen Handydisplays, auf denen niemals die ganze Seite zu sehen ist, mit einer über die Telefontastatur nur mühsam zu bedienenden Navigation, das alles zu horrenden Preisen &#8211; es ist nicht weit her mit dem S-Bahn-Surfen.<br />
                    <br />Eine etwas ausgereiftere Technik des wireless web kommt &#8211; wenn auch nur mit sehr begrenzter Reichweite &#8211; aus Skandinavien. Mit dem Laptop auf dem Balkon sitzen und den Drucker im Arbeitszimmer aktivieren, die Heizung per Palm aufdrehen, über das Headset telefonieren, obwohl das Handy im Koffer auf dem Rücksitz liegt, und nie mehr Kabelstränge mit Tesafilm an Tischunterseiten befestigen müssen. Die Erfüllung all dieser Träume verspricht seit 1998 ein Chip, der kaum größer ist als ein Zwei-Euro-Stück und den Namen eines Vikingerkönigs aus dem 10. Jahrhundert trägt:<br />
                    <a href="http://www.bluetooth.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bluetooth</a> (vom skandinavischen Blatand, also Blauzahn).<br />
                    <br />Über Bluetooth können Daten per Funk von einem sogenannten Master-Gerät an bis zu sieben Peripheriegeräte übertragen werden. Das können zum Beispiel Organizer, Freisprecheinrichtungen, mp3-Player, Lautsprecher oder Haushaltsgeräte sein. Auch die Infrarot-Technik von Fernbedienungen und kabellosen Kopfhörern könnte von Bluetooth abgelöst werden. Das Netz von acht Geräten kann durch den Einsatz weiterer Master ausgebaut werden. Die Reichweite von 10 Metern ist für die meisten Anwendungen ausreichend und kann mit einem Verstärker auf 100 Meter erweitert werden. Bluetooth sendet im für jeden zugänglichen 2,4 GHz ISM-Band (Industrial Scientific Medical-Frequenz) und erreicht je nach Nutzung der Kanäle Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 64 kBit/s, was ISDN-Geschwindigkeit entspricht, und 721 kBit/s.<br />
                    <br />Fast 2.000 Unternehmen sind inzwischen in der 1998 gegründeten Special Interest Group versammelt und entwickeln Lösungen für die drahtlose Kommunikation mittels Bluetooth. Erste mit der Technik ausgestattete Geräte sind bereits auf dem Markt: Handys, Notebooks und Headsets.<br />
                    <br />Experten sagen Bluetooth eine große Zukunft voraus. Auch wenn das medieninteresse nachgelassen hat und gerüchteweise schon mal das Ende der Technologie verkündet wurde &#8211; da der Preis des Chips bei Serienfertigung auf unter 5 Euro sinken dürfte, könnte es tatsächlich zum überall verwendeten Modul werden.<br />
                    </p>
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<div class="tidy-2">Erschienen am 24.01.2002</div>
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