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	<title>SXSW-Festival &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Cory Booker: Leitlinien für die erfolgreiche Twitternutzung in der Politik</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 13:13:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ist er der nächste Social Media-König in den USA? Die Rede ist von Cory Booker, Bürgermeister der Stadt Newark und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TechCrunch-cc-by.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-128116" alt="TechCrunch CC BY 3.0" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TechCrunch-cc-by-630x417.jpg" width="630" height="417" /></a>Ist er der nächste Social Media-König in den USA? Die Rede ist von Cory Booker, Bürgermeister der Stadt Newark und Twitter-Experte . Ein Mann, der die Potenziale von Twitter verstanden hat und dank seiner Kommunikationsstärke zum neuen Stern am demokratischen Himmel aufgestiegen ist. Was deutsche Politiker von ihm lernen können? Einiges, vor allem im Umgang mit den Bürgern.<br />
Twitter ist eigentlich ganz simpel: Ein Tweet besteht aus maximal 140 Zeichen, Hashtags und vielleicht noch einem weiterführenden Link. Allerdings fahren viele Twitter-Nutzer – gerade Unternehmen, Medien und Politiker – oft nur eingleisig mit ihren Konten. Auf Retweets oder Kommentare wird kaum oder gar nicht reagiert. Aber warum? Twitter ist das perfekte Tool, um einen Dialog zu starten – ein eigener Kommunikationskanal ohne großen technischen Aufwand. Insbesondere für (angehende) Politiker bietet das soziale Netzwerk die Möglichkeit, direkt mit den Bürgern in Kontakt zu treten. Dabei kann mit einem Twitter-Accoount viel mehr verbunden sein als nur ein Imagegewinn, sondern zum Beispiel die Erkenntnis, wie „der Bürger“ tickt. Ein Mann, der das verstanden hat, ist der US-Politiker Cory Booker, Bürgermeister von Newark und neuer Hoffnungsträger der Demokraten.</p>
<h3>Ein Mann geht seinen (eigenen) Weg</h3>
<p>Der 43-jährige Jurist Booker ist seit 2006 demokratischer Bürgermeister von Newark und begeisterter Twitter-Nutzer. Zu Twitter habe ihn Ashton Kutcher gebracht, erzählte Booker auf der <a href="http://politik-digital.de/rueckblick-auf-die-sxsw/">Technologie-Messe South by Southwest</a> im März. Aber zu welchem Zweck nutzt der sogenannte New Media-Politiker Twitter? In einem <a href="http://pandodaily.com/2013/03/11/how-cory-bookers-twitter-account-cuts-through-the-political-bs/">Interview</a> mit dem Online-Magazin <a href="http://pandodaily.com/">PandoDaily</a> antwortete Booker auf die Frage, ob sein Umgang mit sozialen Medien auf andere Politiker übertragbar sei: „Kurz gesagt: ja. Aber ich habe kein Erfolgsparameter. Social Media haben es mir ermöglicht, nicht nur Einfluss auf meine eigenen Medienkanäle zu nehmen, sondern sie sogar zu kontrollieren. Vor fünf Jahren hätte ich eine Pressekonferenz einberufen müssen, um der Bevölkerung etwas mitzuteilen, und die Nachricht wäre dann noch durch die Medien gefiltert worden. Heute kann ich eine Reihe von Bürgerversammlungen abhalten, aber letztlich kann ich damit nicht mehr als ein paar Tausend Menschen am Tag erreichen. [Mit Twitter] kann ich innerhalb eines Tages mit Millionen kommunizieren.“<br />
Über 1,3 Millionen Follower hat Booker bereits <a href="https://twitter.com/CoryBooker">auf Twitter gesammelt</a> – Tendenz steigend. Das sind mehr als der beliebte italienische Politiker Beppe Grillo hat und fast so viele wie der amerikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney. Der Unterschied zu diesen zwei großen Namen: Booker ist (nur) Bürgermeister von Newark, einer eher unrühmlichen Stadt mit gerade einmal 270.000 Einwohnern vor den Toren New York Citys. Wie ist es Booker also gelungen, eine so große „Followerschaft“ um sich zu scharen? Der Schlüssel seines Erfolgs liegt nicht etwa im Ankauf von Fake-Profilen, wie dies jüngst mutmaßlich bei CDU und FDP geschehen ist, sondern in der wechselseitigen Interaktion mit seinen Anhängern.</p>
<h3>Hierarchie, nein danke!</h3>
<p>Bei Booker ist garantiert, dass er nicht im Stile eines typischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Top-down_und_Bottom-up">„Top-Down“-Verhältnisses</a> mit den Bürgern seiner Stadt kommuniziert, sondern dass sich Bevölkerung und Bürgermeister auf Augenhöhe (hier: Twitter) treffen, um gemeinsam an Problemen zu arbeiten oder einfach nur Gedanken auszutauschen. So benutzt Booker sein Twitter-Profil nicht nur für (Image-)Kampagnen oder um Informationen zu streuen, nein, er redet buchstäblichen mit den Bürgern. Ein Beispiel: Als ein Bürger sich bei Booker wütend über Schlaglöcher in seiner Straße beschwerte, forderte der Bürgermeister seine Follower auf, weitere Schlaglöcher zu melden.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-@CoryBooker-Frage-an-Bürger.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-128117 aligncenter" alt="Quelle: Twitter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-@CoryBooker-Frage-an-Bürger-305x147.jpg" width="305" height="147" /></a><br />
Und als eine Frau beklagte, dass ihre Tante die Polizei von Newark nicht erreichen könne, schickte Booker ihr seine Telefonnummer, um persönlich mit ihr über das Problem zu sprechen. Booker will für seine Bürger da sein, deshalb wird er auch des Öfteren zur (Online-)Beratungsstelle, bei der er Bürgeranfragen beantwortet und Kontaktdaten zu öffentlichen Stellen vermittelt. Auch wenn fast illusorisch klingt, Booker bekräftigt, dass nur er selbst für seinen Twitter-Account zuständig ist. Bei seinem Enthusiasmus kann man ihm das sogar abnehmen.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-@CoryBooker-Retweet-who-do-i-speak.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-128118 aligncenter" alt="Twitter @CoryBooker Retweet who do i speak" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-@CoryBooker-Retweet-who-do-i-speak-305x143.jpg" width="305" height="143" /></a><br />
Was kann man lernen vom Social Media-Politiker? Erst einmal den Umgang mit den Menschen. Es gibt nicht viele, die so glaubwürdig, geschickt und dazu erfolgreich Twitter nutzen. Selbst seine Kritiker lässt Booker zu Wort kommen. Außerdem ist die Nutzung von Twitter als <a href="http://thecaucus.blogs.nytimes.com/2013/03/10/cory-booker-twitter-visionary/">lokales Beteiligungstool</a> hervorzuheben. Der Bürgermeister hat das Potenzial von Twitter und anderen Social Media-Kanälen erkannt und nutzt sie für sich. Einfacher konnte man nie mit seinem Bürgermeister in Kontakt treten. Hierarchie, nein danke.<br />
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=2lYwczs5O6o&#038;w=480&#038;h=270]<br />
</p>
<h3>Hilfe vom Experten</h3>
<p>Seine Begeisterung für Twitter und auch andere Social Media-Kanäle hat Cory Booker in diesem Jahr die Auszeichnung <a href="http://techland.time.com/2013/03/12/cory-booker-sxsw/">SXSW Speaker of the Year</a> und eine Menge Sympathie in der digitalen Welt eingebracht. Aber wie wird man nun der deutsche Cory Booker? NBC News hat <a href="http://www.nbcnews.com/technology/technolog/5-twitter-tips-super-mayor-cory-booker-1C8780231" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fünf Twitter-Tipps</a> von Booker aufgeführt, die auch für deutsche Politiker interessant sein könnten:<br />
<strong>1. „Löschen Sie nie einen Tweet“</strong><br />
<strong> 2. „Ich versuche immer meine Kritiker zu retweeten“</strong><br />
<strong> 3. „Twittern ist kein zusätzlicher Bonus. Es hat Priorität.“</strong><br />
<strong> 4. „Man weiß nie, was man mit einem freundlichen Wort erreichen kann“</strong><br />
<strong> 5. „Beeinflussen Sie die Diskussion“</strong><br />
Ob Booker es schafft, auch die älteren (Offline-)Bürger auf seine Seite zu ziehen, wird sich zeigen müssen. Sein nächstes Ziel hat er bereits verkündet: die Senatswahl 2014. Wir dürfen also gespannt sein, ob es nach einem Social Media-Bürgermeister im kommenden Jahr vielleicht auch einen Social Media-Senator geben wird.<br />
Bilder: TechCrunch (CC BY 3.0), Twitter</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Alte Leier und Altbekannte – Digitale Presseschau KW 11</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 16:18:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Habemus Papam! Und noch viel wichtiger: David Hasselhoff (ja der) kommt nach Berlin, um gegen den Teilabriss der East Side [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Habemus Papam! Und noch viel wichtiger: David Hasselhoff (ja der) kommt nach Berlin, um gegen den Teilabriss der East Side Gallery zu protestieren. Was die Netzgemeinde abseits des klassischen Medienrummels getrieben hat und warum uns nicht alles gefallen sollte, steht in der heutigen Ausgabe der Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=EKr9_YcyHg8" title="Facebook: What the Social Network Knows About You" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/EKr9_YcyHg8?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
“Gefällt mir“ &#8211; ein Klick auf den Facebook-Button und du verrätst vielleicht viel mehr als du denkst. Zumindest besagt das eine neue Studie, die herausgefunden hat, dass sich durch “Likes“ Rückschlüsse auf Geschlecht, Intelligenz, sexuelle Orientierung und ethnische Zugehörigkeit ziehen lassen.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/buergerbeteiligung-im-netz-die-mitmach-tricks-der-cdu-a-888396.html">Das Märchen von der Mitmach-CDU</a></h3>
<p>Es ziehen schon dunkle Wolken auf – der Bundestagswahlkampf steht vor der Tür. Passend dazu hat die CDU die Aktion “Was mir am Herzen liegt“ gestartet, bei der Mitglieder am Regierungsprogramm mitschreiben dürfen. “Simulierte Bürgerdialoge“ nennt Annett Meiritz das und geht mit der Mitmach-Kampagne hart ins Gericht: „Unter dem Deckmantel der Mitmachkultur wird hier in erster Linie die eigene Politik gelobt“.</p>
<h3><a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/567934/Wir-wollen-den-grossen-Playern-auf-die-Finger-schauen">Someone is watching you!</a></h3>
<p>Social Media aufgepasst, denn dem neuen “Social Media Watchblog“ entgeht nichts mehr. Betrieben von den beiden Journalisten Konrad Weber und Martin Giesler, soll es Hintergrundartikel, einen News-Aggregator und sogar einen “Social Media Radar“ beherbergen. Dabei geht es nicht nur um Kritik an der Social Media Nutzung von Politikern und Unternehmen, sondern auch darum, falschen Ängsten der Nutzern entgegenzutreten.</p>
<h3><a href="http://berlinergazette.de/system-facebook/">Kampf dem Facebook – und zwar von innen</a></h3>
<p>Die Kritik an Facebook wird immer lauter. Sei es ein neues Layout, Werbung oder der Umgang mit den persönlichen Daten. Problem: Die Menschen meckern viel, bleiben dennoch bei Facebook aktiv. Fanny Steyer empfiehlt den Wechsel zu <a href="https://join.app.net/">App.net</a> oder <a href="https://github.com/">Github</a> und rät zu einem Fake-Profil auf Facebook, “um die Vorgänge (&#8230;) weiter aus erster Hand zu beobachten.“ Nur so könne man seine Kritik an Facebook aus “authentischen Erfahrungen“ ableiten, so Steyer.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kolumne-von-sascha-lobo-echtzeit-ist-wunschzeit-a-888351.html">Echtzeit ist Wunschzeit</a></h3>
<p>Sofort ist sofort. Diese Aussage würde Sascha Lobo nicht gleich unterschreiben. Anhand eines nicht verständlichen Zitats von Merkel spaltet der Spiegel-Kolumnist die Gesellschaft in zwei Gruppen, die “Netzbeheimateten“ und die “Merkelartigen“, die ein unterschiedliches Verständnis vom Begriff sofort besitzen. Lobo versucht zu klären: “Das aus Sicht der Merkelartigen etwas verstörende <em>Alles,Immer,Sofort</em> bedeutet nicht Reizüberflutung in Echtzeit rund um die Uhr. Sondern nur die jederzeitige Möglichkeit dazu.“</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/al-gore-und-cory-booker-beim-sxsw-festival-politiker-unter-nerds-1.1620968">Politiker unter Nerds</a></h3>
<p>Was macht eigentlich der ehemalige Vize-Präsident und Friedensnobelpreisträger Al Gore? Er macht es sich gemütlich auf dem SXSW-Festival, dem Treffpunkt der Technikbegeisterten in Texas. Grund dafür ist sein neues Buch “The Future“, bei dem er über den aktuellen Zustand der Welt schreibt. “Sechs Faktoren des globalen Wandels“, gebe es nach Gore, die die Zukunft prägen werden. Ein Ausblick.</p>
<h3><a href="http://www.taz.de/Neues-Assange-Buch-Cypherpunks-/!112818/">Übel, übler, noch übler</a></h3>
<p>Und noch ein Altbekannter lässt sich blicken – Julian Assange, Wikileaks Gründer und Hausarrest-König. Im Buch “Cypherpunks“ diskutieren er und drei (Hacker-)Mitstreiter über das Internet, Komplettüberwachung, Zensur und staatliche Kontrolle. Ein vernichtendes Urteil gibt es von Journalistin Meike Laaff, die das Werk als “Buhlen um Aufmerksamkeit“ ansieht.</p>
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