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	<title>Tauschbörse &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Tauschbörse &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Mix, Burn &#038; R.I.P.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:45:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Janko Röttgers]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[Musikindustrie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><strong>"Die Musikindustrie muss erkennen, dass sie das Netz        nicht überleben wird". Nichts geringeres als das Ende        einer ganzen Industrie verkündet Janko Röttgers in seinem        Buch "Mix, Burn &#038; R.I.P."]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Die Musikindustrie muss erkennen, dass sie das Netz nicht überleben wird&#8221;. Nichts geringeres als das Ende einer ganzen Industrie verkündet Janko Röttgers in seinem Buch &#8220;Mix, Burn &amp; R.I.P.&#8221;<!--break--></strong><br />
Der Titel des Werks, eine Abwandlung des Werbeslogans für Apple-Computer aus dem Jahr 2001, deren hervorstechendstes Merkmal der eingebaute CD-Brenner war, deutet bereits an, worum es geht: Musik im Internet, und besonders das Tauschen von Musik durch Peer-to-Peer-Tauschbörsen. <a href="http://www.lowpass.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Röttgers</a> mischt die Worte dieses Werbeslogans durcheinander, um daraus einen neuen Namen für sein <a href="http://www.mixburnrip.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch</a> zu erzeugen. „Rip, Mix, Burn“:<br />
Die Käufer des Apple-Computers sollten Musikdateien aus dem Internet laden und zu neuen, selbstgebrannten CDs kombinieren.<br />
Aus Sicht vieler Nutzer war das kostenlose Tauschen und Kopieren von Musikdateien übers Netz schon damals nicht ungewöhnlich. Dass aber ein großer Computerhersteller diese rechtlich fragwürdige Praxis so offen unterstützte, hatte es bis dahin nicht gegeben. Die Vertreter der Musikindustrie konnten es nicht fassen. Für sie handelte es sich um einen direkten Aufruf zur Musikpiraterie.<br />
Momentan läuft in Deutschland eine hitzige Debatte über digitales Kopieren und Tauschbörsen. Ende 2003 wurde das <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzrecht/urh10.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Urheberrecht</a> verändert. Vertreter der Plattenfirmen forderten umgehend weitere Verschärfungen des rechtlichen Rahmens, um den Musiktausch im Netz unter harte Strafen zu stellen. Netzaktivisten dagegen warnen, dass hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen werde und fordern die Industrie auf, lieber ihre Angebote kundenfreundlicher zu gestalten.<br />
<strong>Napster &amp; Nudelsuppen<br />
</strong>Die Geschichte der Musik im Internet hat gerade erst angefangen. Und trotzdem steckt sie schon jetzt voller Konflikte und schillernder Persönlichkeiten, Anekdoten und Legenden.<br />
Um die heutige Diskussion um Piraterie, Peer-to-Peer und Musikdownloads zu verstehen, ist es nützlich, mit dieser Geschichte und ihren Akteuren ein wenig vertraut zu sein. Röttgers führt den Leser auf sehr legere und amüsante Art mitten hinein in diese Welt voller Ungereimtheiten und Skurrilitäten. Anstatt einfach die letzten zehn Jahre nachzuerzählen, stellt der Musikliebhaber führende Köpfe vor, die ihre Spuren im Netz hinterlassen haben. Von stillen Softwareentwicklern und einem Nudelsuppennetzwerk erzählt dieses Buch, von gefloppten Marketingstrategien<br />
und dem Entstehen der Tauschsoftware Napster: Wie keine andere Entwicklung der letzten Jahre ist Tauschnetzwerk mit dem Katzenlogo zum Symbol für den Umbruch der Musiklandschaft geworden.<br />
Angriffslustig und mit einem fundierten Hintergrundwissen greift der freie Journalist die Anschuldigungen der großen Plattenfirmen und Interessenverbände auf und zerpflückt ihre Argumente. Ziemlich subjektiv und immer wertend, könnte man Röttgers Einseitigkeit unterstellen. Die Belege für seine bewusst provozierende These bleibt er aber selten schuldig. Röttgers Argumentation ist schlüssig, gerade weil er nicht versucht, die Peer-to-Peer-Nutzer von ihrer Mitschuld an der Misere der Musikwirtschaft gänzlich freizusprechen.<br />
Vielmehr fragt er ohne Gehässigkeit, ob es nicht auch anders hätte kommen können. Und viel wichtiger: Wie kann es weitergehen?<br />
<strong>Von der Piraterie zur Wissensgesellschaft<br />
</strong>Der zweite Teil von \&#8217;Mix, Burn &amp; R.I.P\&#8217; ist eine Sammlung von Interviews. Zehn führende Köpfe aus verschiedensten Bereich zeichnen hier ihr Bild von der Zukunft der Musik im Netz. Vom Buchverleger O\&#8217;Reilly über Gerb Gebhardt, den Vorsitzenden des Phonoverbands IFPI bis hin zu Fanta-4-Frontmann Smudo stehen sich hier Positionen gegenüber, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.<br />
Ganz im Gegensatz zur allgemeinen Stimmung in der Musikbranche ist die Grundstimmung in Röttgers Werk die ganze Zeit über sehr positiv. Nicht der Untergang eines Wirtschaftszweigs steht hier im Vordergrund, sondern die Chancen, die in diesem einmaligen Umbruch stecken.<br />
Um den Wandel vom traditionellen Plattenhersteller hin zum modernen Musikvertrieb zu vollziehen und weiterhin erfolgreich Musik produzieren zu können, sind noch nicht einmal allzu große Anstrengungen nötig, wenn wir Röttgers Interviewpartner Marc Cuban glauben dürfen. Der Internetmillionär rät: „Lehn dich zurück und lass es passieren.“<br />
&nbsp;</p>
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		<title>Internetradio &#8211; ein neuer Stern am Medienhimmel?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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		<title>Erst die Peitsche, dann das Zuckerbrot</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzrecht-urh12-shtml-2635/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pbihr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kopierschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Schaden Musiktauschbörsen der Musikindustrie? Wie sieht die Zukunft der legalen Musikverbreitung im Internet aus? Ein Bericht über MP 3, Napster und die Folgen des neuen Urheberrechts.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schaden Musiktauschbörsen der Musikindustrie? Wie sieht die Zukunft der legalen Musikverbreitung im Internet aus? Ein Bericht über MP 3, Napster und die Folgen des neuen Urheberrechts.<!--break-->
                    </p>
<p>Seit Jahren geht es hin und her: Die Musikindustrie unterstellt den Tauschbörsen, Künstler in den Ruin zu treiben. Musik-Downloader werfen den Musikverbänden Abzocke vor. Bei diesem Streit fließt viel böses Blut, denn die Beteiligten sind nicht gerade zimperlich.</p>
<p>Statt einer sachlichen Diskussion bekommen Musikliebhaber Propaganda von beiden Seiten zu hören. Aber der Reihe nach. Um was geht es hier überhaupt? Werfen wir einen kurzen Blick zurück.</p>
<p>Ende der neunziger Jahre trat ein bis dahin relativ unbekanntes Musikformat seinen Siegeszug an: MP3 war plötzlich in aller Munde, denn erstmals konnte Musik fast in CD-Qualität schnell per Internet verbreitet werden, weil MP3-Dateien so klein waren. Es dauerte nicht lange, bis inoffizielle Webseiten MP3s in rauhen Mengen zum Download anboten. Um an die Musikstücke zu kommen, brauchte es allerdings einige Nerven und Geduld. Meist waren diese Datenbanken mit Porno-Pop-Up-Fenstern und allerlei anderem Ungemach geschmückt. Doch damit war Schluss, als Napster 1999 ans Netz ging. Über eine komfortable Suchmaske ließen sich Lieder finden, die ein riesiges Kollektiv von Usern auf ihren Festplatten bereitstellten. Und jeder konnte mitmachen &#8211; die erste große Web-Tauschbörse war geboren. Musik, Videos oder Programme, per Napster konnte einfach alles getauscht werden. So begann der Streit, über den sich seitdem die Gemüter von Musiklabels, Künstlern und Lobbyisten ebenso erhitzen wie die von Netzaktivisten, Politikern und Konsumenten.</p>
<p>
                    <strong><br />
                    <br />Zwei Seiten<br />
                    <strong>derselben</strong> Medaille<br />
                    <br /></strong>An jedem Musikstück haben mehrere Personen oder Firmen verschiedene Rechte. Vertreter dieser Rechteinhaber, allen voran der internationale Phonoverband IFPI (<br />
                    <a href="http://www.ifpi.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">International Federation of the Phonographic Industry</a>,<br />
                    <a href="http://www.ifpi.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IFPI Deutschland</a>) werfen den Tauschbörsen vor, die Musik gratis zu verbreiten &#8211; vorbei an den Händlern und Rechteinhabern. Die Auftraggeber der IFPI, besonders Musik, erhielten durch die Tausch-Netzwerke weniger Geld. Folgerichtig beklagt die IFPI seit einigen Jahren lauthals ihre<br />
                    <a href="http://www.ifpi.org/site-content/antipiracy/piracy2003-the-key-facts.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umsatzrückgänge</a>, für die sie hauptsächlich Tauschbörsen und Raubkopien auf dem Schulhof verantwortlich sieht. Die Lösung des Problems sucht die Musikindustrie vor allem im Verhindern des Tauschaktes an sich: Durch Kopierschutzmaßnahmen soll das Kopieren der Lieblingsalben so umständlich werden, dass niemand sich mehr die Mühe macht. Bisher stellten sich die verwendeten Techniken allerdings als nicht sehr sicher heraus. Zumeist war der Kopierschutz schon nach wenigen Wochen geknackt, das Kopieren ging weiter.</p>
<p>Deshalb gingen die Großen der Branche jetzt einen Schritt weiter. Durch massive Lobbyarbeit erreichten sie, dass im neuen Urhebergesetz das<br />
                    <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/html/result.xhtml?url=/tp/deutsch/special/copy/14624/1.html&amp;words=Urheberrecht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umgehen des Kopierschutzes</a> illegal wurde. Seitdem dürfen selbst Computerzeitschriften keine Anleitungen mehr zum Umgehen der Sicherheitsmaßnahmen veröffentlichen. IFPI-Boss Gerd Gephardt sieht darin einen &#8221;<br />
                    <a href="http://www.ifpi.de/news/news-298.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wichtigen Schritt für alle Künstler und Tonträgerhersteller</a>&#8220;, fordert aber &#8220;zügig&#8221; weitere Gesetzesänderungen. Diese gibt es voraussichtlich schon im Herbst, im sogenannten &#8220;zweiten Korb&#8221; der Gesetzesänderung.</p>
<p>In der Netzgemeinde war der Aufschrei groß. Von den verschiedensten Seiten kamen Einwände gegen die Aktionen der Musikindustrie: User der Tauschbörsen wollen die liebgewonnene Gratismusik nicht missen. Wissenschaftler<br />
                    <a href="http://www.privatkopie.net/files/argumentensammlung.htm#_1_12" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fürchten Einschränkungen</a> durch die neuen Verbote. Stichworte wie &#8221;<br />
                    <a href="http://www.privatkopie.net/files/argumentensammlung.htm#_1_14" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kriminalisierung der Kinderzimmer</a>&#8221; machen die Runde. Musikliebhaber wollen auch weiterhin digitale Kopien ihrer gekauften CDs anfertigen. Der anklagende Tenor lautet: &#8220;Ihr schießt mit Kanonen auf Spatzen!&#8221; Und dabei kann viel mehr kaputt gehen, als die Musikindustrie bisher glaubt: Das Vertrauen in die Labels steht auf dem Spiel. Und es ist schon jetzt sehr angekratzt.</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>Wer ist schuld?<br />
                    <br /></strong>Es stimmt, der Umsatz der Plattenbranche ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Gleichzeitig stieg das Tauschvolumen im Netz massiv an. Wie stark diese beiden Tatsachen aber zusammenhängen, kann niemand schlüssig belegen, denn schließlich mussten auch die meisten anderen Branchen in den letzten Jahren Einbrüche verkraften.</p>
<p>Beide Seiten haben starke Argumente. Dass im heutigen System Künstler und Labels Geld einnehmen müssen, um Musik zu produzieren, bezweifelt kaum jemand. Durch ein Lied aus der Tauschbörse kommt kein Cent in deren Geldsäckel. Doch würde sich ein Fünfzehnjähriger längst nicht jedes Musikstück kaufen, das er aus dem Internet herunterlädt. Jeden Download direkt als wirtschaftlichen Schaden zu kalkulieren, ist eine<br />
                    <a href="http://www.ifpi.de/jb/2002/22-25.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Milchmädchenrechnung</a>. Und durch unseriös wirkende Warnkampagnen, dem Stören von Tauschbörsen und Drohgebärden stehen die Phonoverbände als Spielverderber da. Den entscheidenden Punkt aber sollte man nicht vergessen: Bisher starteten die großen Labels eher halbherzige Versuche, Musik online zu vertreiben.<br />
                    <a href="http://www.pressplay.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressplay</a> floppte mangels Akzeptanz der User, da die heruntergeladene Musik zu großen Einschränkungen unterlag. Auch Bertelsmann konnte das aufgekaufte Napster nicht zum legalen Erfolg führen. Lediglich Apple schaffte das Unerwartete &#8211; der Download-Service<br />
                    <a href="http://www.apple.com/itunes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iTunes</a> übertraf alle Erwartungen bei weitem und machte vom ersten Tag an riesige Umsätze. Für PC-Benutzer wird mit<br />
                    <a href="http://www.ftd.de/tm/me/1060416744500.html?nv=hpm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">phonoline</a> erst diesen Herbst eine legale Musikplattform an den Markt gehen, an der sich alle Labels beteiligen können.</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>Fortsetzung folgt&#8230;<br />
                    <br /></strong>Fassen wir das Bisherige zusammen. Millionen Nutzer laden sich gratis Musik aus dem Netz und schädigen damit Künstler und Musikhändler. Die Musikbranche verklagt diese User und damit ihre eigenen Kunden. Komfortable Downloads aus offizieller Quelle wird es erst in ein paar Monaten mit der nötigen Auswahl geben.</p>
<p>Im Moment sind die User verunsichert, denn bisher war das Erstellen weniger Kopien für den Privatgebrauch nicht strafbar. „Eine Aufklärungskampagne ist im Interesse der Industrie, aber auch im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher sinnvoll&#8221;, fordert Gretje Bettin, medienpolitische Sprecherin der Grünen. Auch die Union unterstützt eine solche Kampagne. Dr. Günter Krings, CDU-Bundestagsabgeordneter, kritisiert aber, dass andere Länder da schon viel weiter seien. Hätte man sich durch eine ordentliche Aufklärungskampagne zu einem früheren Zeitpunkt viel Ärger sparen können?</p>
<p>Ende des Jahres steht die nächste Runde des Kampfes an, diesmal allerdings an drei Fronten: Der stark kritisierte zweite Korb des Urheberrechtsgesetzes wird diskutiert werden. Die Jagd der Phonoverbände auf Tauschbörsen-Nutzer wird sich verschärfen. Am spannendsten aber dürfte ein dritter Punkt werden: Können die Plattenfirmen mit Phonoline und dem kostenpflichtigen Napster 2.0 ihre Online-Angebote so interessant gestalten, dass sich die Kunden ihnen wieder zuwenden?<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 28.08.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      
                    </p>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
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		<title>Wind of Change</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-popkomm-shtml-3133/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsverletzung]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf der Popkomm in Köln wird deutlich: das Internet gilt nicht mehr als Hauptfeind der Musikindustrie. Vielmehr versuchen die Vertriebe jetzt, die Potenziale des Netzes gewinnbringend für sich zu nutzen und setzen auf eigene Musiktauschbörsen und neue Abgabemodelle.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Popkomm in Köln wird deutlich: das Internet gilt nicht mehr als Hauptfeind der Musikindustrie. Vielmehr versuchen die Vertriebe jetzt, die Potenziale des Netzes gewinnbringend für sich zu nutzen und setzen auf eigene Musiktauschbörsen und neue Abgabemodelle.<!--break-->
                    </p>
<p>Die Umsatzeinbrüche der Musikindustrie durch MP3s und Musiktauschbörsen im Internet beherrschen seit Jahren die jährliche Musikmesse<br />
                    <a href="http://www.popkomm.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Popkomm</a> in Köln. Doch während auf dem die Messe begleitenden Kongress vor einigen Jahren noch die Anhebung von CD Preisen auf bis zu 50 Mark und das vehemente Vorgehen gegen Tauschbörsen als Lösungsmöglichkeiten diskutiert wurden, kann bei der diesjährigen Popkomm, die von 15. bis 17. August in Köln stattfand, ein langsames Umdenken beobachtet werden. Dies macht sich besonders an zwei Punkten fest: an der Erkenntnis, dass die Krise der Musikindustrie wenigstens zum Teil hausgemacht ist und dass die juristische Verfolgung von illegalem Kopieren von Musik langfristig nicht zu einer Umsatzsteigerung der Musikindustrie führen wird.</p>
<p>
                    <strong>Legale Musik aus dem Internet</strong><br />
                    <br />Mit der Gründung von kostenpflichtigen Downloadbörsen versucht die Musikindustrie die Eigeninitiative zu ergreifen und illegalen Tauschbörsen legale Alternativen entgegenzusetzen. Während bei<br />
                    <a href="http://www.popfile.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">popfile.de</a> jeder Song pauschal 0,99 € kostet, bietet das Vertriebssystem<br />
                    <a href="http://www.od2.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OD2</a> zwei unterschiedliche Preiskategorien an. Durch eine neu entwickelte Technologie können die Dateien entweder nur auf dem Computer angehört werden, oder, entsprechend teurer, auch einmalig auf CD gebrannt werden. Laut dem Leiter von OD2, Charles Grinsdale, wird das Angebot von den Nutzern sehr positiv angenommen. Er vermutet, dass mit der weiteren Verbreitung von Breitband-Downloadmöglichkeiten wie DSL die Nachfrage nach solchen hochwertigen Angeboten noch weiter steigt. Nicht nur weil dann der Download einer Datei sehr viel schneller geht, sondern auch weil mit dem weiteren Ausbau der Breitbandnetze die klassische Flatrate ohne Zeit- und ohne Downloadbegrenzungen aus Gründen der Rentabilität abgeschafft werden wird. Zukünftig hätte der Nutzer also nur ein begrenztes Downloadkontingent pro Monat zur Verfügung, das er eher für qualitativ hochwertige Dateien als für möglicherweise defekte Mp3s aus Musiktauschbörsen einsetzen wird.<br />
                    <br />Steffen Müller von X-cell Records dagegen findet die Diskussion um bezahlte Downloads als von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Da die Dateien nun mal kostenlos zur Verfügung stehen, kann kein Preis niedrig genug sein, um die Nutzer zu überzeugen, ihn keinem Preis vorzuziehen. Die Preisfrage ist nicht der Ausweg aus dem Dilemma der Musikindustrie, &#8220;das Rad kann nunmal nicht zurückgedreht werden&#8221;. Müller sieht die einzige Möglichkeit, den kriselnden Markt zu halten, in einer Steigerung der Qualität. Darin stimmt ihm Wolfgang Orthmayr, der Direktor von<br />
                    <a href="http://www.wom.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WOM</a> Deutschland, zu. &#8220;Die CD muss preis-wert werden.&#8221; Die Tonträgerhersteller und die Verlage müssen über neue Kaufanreize für Kunden nachdenken, sei es durch neuartige Formen, Verpackungen oder deluxe-Features, die den hohen Preis einer bespielten CD im Vergleich zu einem Rohling rechtfertigen.</p>
<p>
                    <strong>Neue Abgabenmodelle</strong><br />
                    <br />Ein anderer Trend wird durch die Erkenntnis ausgelöst, dass es quasi unmöglich ist, das illegale Tauschen im Internet zu unterbinden. Jede Schließung einer illegalen Tauschbörse lässt zehn weitere aus dem Boden schießen und jahrelang entwickelte Technologien, die CDs kopiersicher machen sollen, werden innerhalb kürzester Zeit von Hackern geknackt. Viele Branchenexperten sind inzwischen der Meinung, dass es gar nicht das Herunterladen der Musik ist, dass die Umsatzverluste der Musikindustrie bedingt, sondern das Brennen auf Datenträger. Diese These wird von einer aktuellen Studie von<br />
                    <a href="http://www.forrester.com/ER/Research/Report/Summary/0,1338,14854,FF.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forrester</a> unterstützt, die einen Zusammenhang zwischen der Verbreitung von Filesharing-Angeboten und den Umsatzeinbrüchen der Musikindustrie nicht bestätigt.<br />
                    <br />Als Konsequenz werden nun GEMA-Abgaben auf CD-Brenner und Rohlinge als Möglichkeit angesehen, die illegale Verbreitung von Musik zu verhindern. Ungeklärt ist dabei allerdings, wie die Einnahmen durch Brenner oder CD-Rohlinge von der GEMA an die Künstler und Labels verteilt werden, da es ja keine gesicherten Daten darüber gibt, welche Künstler und welche Songs heruntergeladen und gebrannt werden. Bis jetzt konnten sich die verschiedenen Vertriebe trotz zahlreicher Diskussionsrunden noch nicht auf einen Standard zur Erfassung von heruntergeladenen Dateien einigen. Eine Implementierung dieses Standards in MP3-Dateien könnte übermitteln, welcher Song wie oft heruntergeladen wird und damit die gerechte Aufteilung der Tantiemen gewährleisten.</p>
<p>
                    <strong>Bewusstsein für Urheberrechtsverletzungen</strong><br />
                    <br />Ein dritter Punkt, der in allen Diskussionsrunden thematisiert wurde, ist die Frage nach Wert und Wertschätzung von Musik. Die Teilnehmer der verschiedenen Diskussionsrunden waren sich größtenteils einig, dass das Bewusstsein für den Wert für Musik gesteigert werden muss. Aber gerade die Entwicklung hin zu Musik als Wegwerfprodukt ist größtenteils von der Musikindustrie hausgemacht. Gerade die Überschwemmung des Marktes mit immer mehr Produkten und die zunehmende Konzentration auf Musik, die ohne den langfristigen Aufbau von Künstlern auf den Markt kommt, weicht eine intensive Bindung der Fans an ihre Idole immer mehr auf. Durch die zunehmende Austauschbarkeit von Bands und deren Musik könne sich beim User kein wirkliches Gefühl für Urheberrecht entwickeln, da er sich einem Massenprodukt gegenübersieht, das jedenfalls seinem Gefühl nach, nicht viel wert ist. Diesem Missverhältnis begegnet die Musikindustrie von zwei verschiedenen Seiten. Die einen fordern eine Anhebung der Preise für CDs, um durch höhere Preise einen höheren Wert von Musik zu symbolisieren. Die anderen setzen eher auf eine aufklärerische Variante und hoffen durch Kampagnen, das Unrechtsbewusstsein für Urheberrechtsverletzungen gerade auch bei industriellen Nutzern von Musik für Werbung oder Filme zu erhöhen.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 29.08.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>MP3 durch die politische Brille</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-mp3p-shtml-2822/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[tbertram]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Raubkopie]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrechtsverletzung]]></category>
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					<description><![CDATA[Stärkere politische Regulation oder mehr Selbstkontrolle: Die politische Seite von MP3 ist die politische Seite des Internets.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stärkere politische Regulation oder mehr Selbstkontrolle: Die politische Seite von MP3 ist die politische Seite des Internets.<!--break-->
                    </p>
<p>&#8220;Wir haben MP3 ja nicht einfach so ins Netz gestellt&#8221;, sagt Karlheinz Brandenburg vom Entwicklerteam des Frauenhofer Instituts für Integrierte Schaltungen Erlangen. &#8220;Es gab nur sehr bald auch nicht-lizensierte Versionen. Zum Teil waren diese auch aus unserer Sicht illegal&#8221;, erklärte Brandenburg in einem Interview gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.</p>
<p>Dem Siegeszug des digitalen Musikformats hat die Illigalität jedoch nichts anhaben können. Mit der Entwicklung des bahnbrechenden Kompressionsalgorhythmus Anfang der 90er Jahre und dem gleichzeitigen Entstehen von Musiktauschbörsen a la Napster war der Erfolg vorprogrammiert. Fortan rippte &#8211; wie das umwandeln von CD-Daten in MP3 genannt wird &#8211; die Jugend was das Zeug hielt und legte die Daten zum Tausch online. Seither läuft die Musikindustrie Sturm, fordert von der Politik neue Gesetze und Maßnahmen zur Eindämmung der verbotenen Raubkopien.</p>
<p>So verlangte Peter Zombik, Vorsitzender der Geschäftsführung des<br />
                    <a href="http://www.ifpi.de">Bundesverbands der Phonographischen Wirtschaft</a>, unter anderem eine Regelung, um die Provider und Serverbetreiber in die Verantwortung nehmen zu können. Im Gespräch war eine Filtersoftware, die Adressen von MP3-Seiten blockieren und damit indirekt das Copyright der Musikindustrie schützen sollte. Die vom europäischen Parlament im Mai 2000 verabschiedete E-Commerce-Richtlinie, die beinhaltet, dass Provider bei &#8220;Caching&#8221; und &#8220;Hosting&#8221; keine Verantwortung für Online-Inhalte mehr tragen, setzte jedoch einen Schlußpunkt unter die Diskussion.</p>
<p>Auch deutsche Intellektuelle wie Michael Krüger, Leiter des Münchner Carl Hanser Verlages und selbst Autor, legen sich beim Thema MP3 und Urheberrecht ins Zeug. So forderte Krüger im letzten Jahr von Bundeskulturminister Julian Nida-Rümlin eine Diskussion am Runden Tisch, um der weltweiten Verletzung des Copyrights Herr zu werden.</p>
<p>Von Seiten des Gesetzgeber ist die Lage von MP3-Dateien jedoch klar. Rechtlich ist der MP3-Austausch von MP3-Files, die von urheberrechtlich geschützten CDs kopiert worden sind, absolut illegal. Das umwandeln ist zwar noch legal, da es erlaubt, ist sich für den privaten Gebrauch eine Kopie zu machen. Auch ist es erlaubt eine Kopie einer CD oder auch nur einzelner Tracks an Freunde weiterzugeben, der Download aus dem Internet jedoch nicht.</p>
<p>Nicht strafbar dagegen sind freigegebene MP3-Files, die zum Beispiel auch zur politischen Kommunikation eingesetzt werden könnten. In der Praxis sieht es jedoch anders aus. Radio, Fernsehanstalten oder der<br />
                    <a href="http://www.bundestag.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Bundestag</a> setzen auf Streaming-Formate (z.B. Realplayer), mit denen eine Übertragung von Audio- und Bildsignalen in Echtzeit möglich ist.</p>
<p>Großer Beliebtheit erfreut sich das MP3-Format jedoch auf einer anderen Ebene der politischen Kommunikation. So finden sich in den Musiktauschbörsen zahllose Dateien mit rechtsextremistischen Inhalten. Neben Mitschnitten von Reden Adolf Hitlers stehen auch Musiktitel von einschlägigen bekannten Bands aus der Neo-Nazi-Szene, wie Skrewdriver, Reichssturm oder Endsieg, zum Download bereit.</p>
<p>Spätestens hier ist die politische Seite des MP3-Formats die politische Seite des Internets. Muß das Internet stärker poltisch reguliert, seine Nutzer überwacht und beobachtet werden? Oder setzt man auf Selbstregulation im Sinne liberaler Meinungsfreiheit und Bürgerrechte? Die Internet-Community ist gespalten: Zum einen herrscht ein allgemeiner Konsens, sich gegen rechtsextremistische oder andere illegale Inhalte auszusprechen. Diverse Onlineangebote wie das<br />
                    <a href="http://www.netzgegenrechts.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netz gegen Rechts</a> kämpfen für die Abschaltung und Verbannung solcher Inhalte aus dem Netz. Zum anderen gibt es jedoch Initiativen, wie die des Chaos-Compuer-Clubs oder von Freedom of Speech, die sich für uneingeschränkte Informationsfreiheit und damit gegen Zensur im Internet wehren.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 26.03.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Shawn Fanning &#8211; Mr. Napster</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/shawn_fanning_mr_napster-616/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Dec 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[File Sharing]]></category>
		<category><![CDATA[Tauschbörse]]></category>
		<category><![CDATA[Napster]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Shawn Fanning]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Seit knapp einem Jahr lässt
der 19-jährige Studienabrecher die großen Musikkonzerne erzittern. Mit
Hilfe seines mittlerweile weltweit verbreiteten Programms <a href="http://www.napster.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Napster</a>
tauschen die Nutzer ihre MP3-Dateien kostenlos untereinander aus und
sparen sich nach Meinung einiger betroffenen Musiker so den Kauf der
ein oder anderen CD.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Seit knapp einem Jahr lässt<br />
der 19-jährige Studienabrecher die großen Musikkonzerne erzittern. Mit<br />
Hilfe seines mittlerweile weltweit verbreiteten Programms <a href="http://www.napster.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Napster</a><br />
tauschen die Nutzer ihre MP3-Dateien kostenlos untereinander aus und<br />
sparen sich nach Meinung einiger betroffenen Musiker so den Kauf der<br />
ein oder anderen CD.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Geschichte seines Lebens<br />
beginnt 1980 auf einer High School Abschlussfeier, denn dort wurde er<br />
ungewollt gezeugt. Obwohl sein leiblicher Vater das Weite suchte,<br />
entschied sich die damals erst 17-jährige werdende Mutter Colleen<br />
Fanning letztlich gegen eine Abtreibung. Unter schwierigen sozialen<br />
Bedingungen wuchs er dann in Brockton und Harwich Port (Massachusetts)<br />
auf. Seine Mutter heiratete später einen LKW-Fahrer und im Laufe der<br />
Zeit bekam Shawn vier weitere Brüder und Schwestern. Während Colleen<br />
Haushalt und Kinder versorgte, arbeitete sein Stiefvater als<br />
Auslieferer für eine örtliche Bäckerei, verdiente aber nicht besonders<br />
viel. Wie Shawn sich erinnert, stand das Thema Geld immer auf der<br />
Tagesordnung. Die Dinge liefen für die Familie Fanning nicht besonders<br />
gut. Da seine Eltern Job und Wohnung verloren hatten und obdachlos<br />
wurden, lebte er mit seinen jüngeren Geschwistern ein Jahr lang in<br />
einer Pflegefamilie.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch in seinem Onkel (und<br />
späteren Napster-Teilhaber) John Fanning fand Shawn früh einen<br />
großzügigen Förderer. 1996 bekam er von ihm einen Computer &#8211; einen <a href="http://www.lowendmac.com/compact/512ke.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Apple Macintosh 512+</a> &#8211; inklusive Internetanschluss geschenkt. Außerdem konnte Shawn während der Sommerferien in der <a href="http://www.netgames.com/">Firma seines Onkels</a><br />
erste Computer-Erfahrungen machen. Es dauerte nicht lange und seine<br />
bisher begeistert ausgeübten sportlichen Aktivitäten gerieten deswegen<br />
ins Hintertreffen. Nach Abschluss der High School begann er dann im<br />
Herbst 1998 ein Studium der Computerwissenschaften an der <a href="http://www.neu.edu/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Northeastern University</a><br />
in Boston. Bereits hier spielte der Name Napster eine große Rolle in<br />
seinem Leben; es war sein Nickname in Internet Relay Chat-Räumen (IRC),<br />
wo er sich mit erfahrenen Programmierern unterhielt und so seine<br />
Computerkenntnisse stetig ausbaute.<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/fanning/fanning_kahl.jpg" alt="Shawn Fanning" border="1" height="178" hspace="0" vspace="0" width="116" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Shawn Fanning</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Den umstrittenen und kürzlich von<br />
Bertelsmann teuer erkauften Napster-Stein brachte sein<br />
musikbegeisterter Zimmergenosse Matt ins Rollen. Dieser war im Netz<br />
ständig auf der Suche nach neuen Musikstücken im MP3-Format. Des<br />
öfteren lud er seinen Frust über schlecht zu findende MP3-Dateien, über<br />
tote Links oder nicht aktualisierte Suchmaschinen bei Shawn ab und fand<br />
dort einen interessierten Zuhörer. Fanning machte sich alsbald<br />
inspiriert ans Werk, musste sich dafür sogar ein für die<br />
Windows-Programmierung geschriebenes Buch besorgen, da er bislang er<br />
nur unter UNIX gearbeitet hatte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Anfänglich für Shawn nur ein<br />
kleines Nebenbei-Projekt, begann Napster rasch und unaufhaltsam zu<br />
wachsen. Nach Fertigstellung einer ersten Testversion verteilte er<br />
diese an einige Freunde und bereits kurz darauf wurde er von einer<br />
ganzen Reihe an Reaktionen und Anfragen förmlich überrollt. Mit dem<br />
Wachsen der Ansprüche wuchs aber auch der für die Weiterentwicklung von<br />
Napster nötige Zeitbedarf. Im Winter beschloss er, sein Studium zu<br />
unterbrechen. Die Arbeit an seiner Software kostete ihn einfach zu viel<br />
Zeit. Eigentlich wollte er ursprünglich nur eine Auszeit nehmen und<br />
Napster fertig stellen, doch mittlerweile ist er sich sicher, sein<br />
Studium nicht mehr zu beenden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Grundidee seiner<br />
&quot;Music-Community&quot; fand rasch viele Anhänger. Im Mai 1999 gründete er<br />
mit tatkräftiger Unterstützung seines bereits erwähnten Onkels John die<br />
Napster Incorporated. Sein in Virginia lebender Freund Sean Parker &#8211; er<br />
hatte ihn im IRC kennengelernt &#8211; stieg Mitte 1999 in das Projekt ein.<br />
Zusammen mit John Ritter, auch ihn hatte Shawn im IRC getroffen,<br />
veröffentlichte das Trio im Juni 1999 eine offizielle Beta-Version und<br />
verfeinerten diese mit Hilfe der bis zu diesem Zeitpunkt noch relativ<br />
wenigen Nutzer. Aber der Dienst sprach sich im Netz schnell herum und<br />
bereits in den ersten Wochen zählten sie an die 15.000 Downloads. Als <a href="http://www.download.com/">Download.com</a> das Programm im Herbst 1999 zum &quot;Download of the week&quot; erklärte, explodierte die Nutzerzahl sprichwörtlich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dieser riesige Erfolg führte<br />
dazu, dass sich sein Onkel John erfolgreich um 15 Millionen Dollar<br />
Risikokapital bemühte und die Firma im September 1999 offizielle<br />
Geschäftsräume in San Mateo (Kalifornien) bezog. Doch der unerwartete<br />
Erfolg ließ die Musikindustrie schnell aufhorchen und so dauerte es<br />
nicht lange, bis sich eine mächtige Allianz gegen den MP3-Tauschdienst<br />
entwickelte. Im Juni 2000 strengte der Verband der amerikanischen<br />
Musikindustrie (RIAA) eine <a href="http://w3.zdf.msnbc.de/news/55932.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klage</a><br />
wegen Verletzung der Urheberrechte gegen Napster an. Nach einigem<br />
hin-und-her und der zeitweiligen zwangsweisen Schließung der Seite,<br />
steht eine <a href="http://w3.zdf.msnbc.de/news/62854.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">endgültige Entscheidung</a> darüber aber immer noch aus.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ende des Jahres 2000 folgte nun<br />
sein zweiter großer Deal. Frei nach dem Motto &quot;Mache deinen Feind zum<br />
Freund&quot; konnte er Ende Oktober einen <a href="http://w3.zdf.msnbc.de/news/64673.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kooperationsvertrag</a><br />
mit der Bertelsmann eCommerce Group unter Dach und Fach bringen. Diese<br />
unterstützen Napster nun finanziell beim Aufbau eines kostenpflichtigen<br />
Abonnementsystem, das nach Fertigstellung insbesondere die Titel der<br />
bei der BMG unter Vertrag stehenden Künstler digital vertreiben soll.<br />
Die BMG zog daraufhin die Klage gegen Napster zurück. Ob Fanning damit<br />
dem bislang bekannten Napster einen Bärendienst erwiesen haben könnte,<br />
wird sich zeigen. Der noch vor kurzem als &quot;Held der Generation @&quot;<br />
bezeichnete Fanning zog durch dieses Geschäft mit der unbeliebten<br />
Gegenseite die Wut seiner Fans und der über 30 Millionen registrierter<br />
Napster-Nutzer auf sich. In Diskussionsforen und Newsgroups wird zum <a href="http://w3.zdf.msnbc.de/news/64740.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Boykott</a> aufgerufen und ein erneutes &quot;Abtauchen in den Untergrund&quot; angekündigt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dem Geschäftsmann Shawn Fanning wird dies wenig ausmachen; erst kürzlich wurde er von der renomierten Zeitschrift &quot;<a href="http://www.ew.com/ew/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entertainment Weekly</a>&quot; auf Platz sechs der <a href="http://w3.zdf.msnbc.de/news/63924.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">101 wichtigsten Persönlichkeiten</a> aus dem Show Business gewählt.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>MP3, Warez und andere Piratenstücke</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mp3_warez_und_andere_piratenstuecke-796/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mbornkessel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetrecht]]></category>
		<category><![CDATA[File Sharing]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Raubkopie]]></category>
		<category><![CDATA[Tauschbörse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Es gibt nichts, was es im Netz nicht gibt! Von gut sortierten Angeboten
kann man sich CDs als illegale MP3-Dateien herunterladen, auf gerne besuchten
'Warez'-Seiten finden sich die neuesten Produkte der Softwareindustrie
und viele andere Sachen, für die normalerweise die eine oder andere
Mark bezahlt werden müsste.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Es gibt nichts, was es im Netz nicht gibt! Von gut sortierten Angeboten<br />
kann man sich CDs als illegale MP3-Dateien herunterladen, auf gerne besuchten<br />
&#8216;Warez&#8217;-Seiten finden sich die neuesten Produkte der Softwareindustrie<br />
und viele andere Sachen, für die normalerweise die eine oder andere<br />
Mark bezahlt werden müsste.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Moderne Freibeuter verursachen Milliardenschäden</b><br />
<br />
Manch eingefleischter Fan der Heavy Metall Band &quot;<a href="http://www.metallica.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Metallica</a>&quot;<br />
ist in diesen Tagen nicht gut auf seine schweren Lieblinge zu sprechen.<br />
Durch eine bis dato einmalige Aktion wurden die Musiker zu einer der <a href="http://www.killmetallica.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meist gehassten Bands im Netz</a>. Im Kampf gegen illegale MP3-Kopien ihrer Songs zogen die US-Boys vor ein kalifornisches Gericht und erkämpften die <a href="http://www.gnn.de/0005/7634.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sperrung von fast 320.000 Nutzern</a> des MP3-Tauschdienstes <a href="http://www.napster.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Napster</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während nun die Fans im Web über diese &quot;Unverschämtheit&quot; wettern, wittert die Musikindustrie ihre Chance. Spätestens seit dem <a href="http://w3.zdf.msnbc.de/news/52472.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Urteil gegen AOL</a><br />
im April diesen Jahres &#8211; danach haften Internetprovider wenn auf ihren<br />
Servern Raubkopien angeboten werden &#8211; ist das Thema MP3 ständig auf der<br />
Tagesordnung. Nicht verwunderlich, denn nach Schätzungen der deutschen<br />
Phonoindustrie sei alleine im Jahr 1999 dem bundesdeutschen<br />
Musikgewerbe ein Schaden von rund 140 Millionen Mark zugefügt worden.<br />
Dabei spielten die professionellen Raubkopierer mittlerweile eine eher<br />
untergeordnete Rolle; das Internet läuft ihnen den Rang ab!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;Download ohne Grenzen&quot;</b><br />
In<br />
der schönen, neuen Online-Welt haben nationale Grenzen nur eine<br />
marginale Bedeutung und zur Zeit sind länderübergreifende gesetzliche<br />
Regelungen noch die Ausnahme &#8211; aber in <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/g8.shtml">Vorbereitung</a>!<br />
Wer will, der kann sich mit vollen Händen aus dem schier<br />
unerschöpflichen Web-Fundus bedienen. Musik, Software jeder Art,<br />
Cracks, Kreditkartennummern, Passwörter oder ganze Kinofilme werden &#8211;<br />
ganz offen &#8211; auf verschiedenen Seiten im Netz zur kostenlosen Nutzung,<br />
bzw. zum Download angeboten. Dass damit nicht unerhebliche Schäden<br />
verursacht werden ist vielen Nutzern zwar bewusst, aber letztlich egal!<br />
Zum Teil brüsten sich die Webmaster und Member dieser Seiten mit ihrem<br />
umfangreichen und überprüften Angeboten, die sie ständig aktualisieren<br />
und animieren dadurch die Surfer zu erneuten Besuchen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Provider wehren sich</b><br />
Doch<br />
seit dem bereits erwähnten AOL-Urteil werden auch die Gegenmaßnahmen<br />
seitens der Provider intensiviert. Eine der bekanntesten<br />
deutschsprachigen MP3-Seiten &#8211; MP3Hitz &#8211; kämpft seit einigen Tagen<br />
gegen ihre komplette Löschung. Da kein seriöser Provider solchen Seiten<br />
den benötigten Webspace zur Verfügung stellt, müssen sich die<br />
Internetpiraten &#8211; vergleichbar mit ihren zur See fahrenden Vorfahren &#8211;<br />
im Netz kleine Basen suchen. Zumeist nutzen sie kostenlose<br />
Speicherplätze wie <a href="http://geocities.yahoo.com/home/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yahoo!Geocities</a>, um ihre Files dort anzubieten.<br />
Auf verschiedene Benutzeraccounts verteilt und auch von verschiedenen<br />
Personen betreut, existieren auf der Seite zahlreiche Unterrubriken,<br />
die von Yahoo!Geocities gezielt gelöscht wurden und auch weiterhin<br />
verstärkt unter Beschuss stehen. Doch davon lässt sich das Team nicht<br />
beeindrucken sondern lädt &#8211; zum Teil in Nachtarbeit &#8211; fleißig wieder<br />
hoch und versichert, dass sie &quot;alles tun, um MP3Hitz zu erhalten&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Kampf gegen Windmühlen</b><br />
Während Metallica und nun auch der Rapper <a href="http://www.gnn.de/0005/7931.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Dre</a><br />
gegen die Napster-User vorgehen oder MP3Hitz gezielt gelöscht wird,<br />
lassen sich die MP3-Tausch-Fans einfach etwas Neues einfallen &#8211; <a href="http://mpex.net/news/archiv/00186.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gnutella</a>!<br />
Was sich zunächst nach einer neuen Variante des bekannten<br />
Nuss-Nougat-Aufstrichs anhört, ist aber die Fortsetzung von Napster mit<br />
anderen Mitteln. Im Gegensatz zu Napster läuft das Programm nicht über<br />
zentrale und vom Anbieter betriebene Server, sondern jeder einzelne<br />
User fungiert hier gleichzeitig als Server und Client. Eine Sperrung<br />
von Ports oder bestimmten IP-Adressen ist daher leicht zu umgehen.<br />
Dabei ist Gnutella nur eines der im Netz kursierenden Tauschprogramme<br />
und ist durch seine persönliche Abwandlung der OpenSource-Philosophie<br />
namens &quot;<a href="http://www.gnu.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GNU&#8217;s Not Unix!</a>&quot;<br />
für jeden fachkundigen Nutzer leicht veränderbar. Die Klone und<br />
Varianten werden daher zukünftig noch zunehmen und somit die Verfolgung<br />
von Raubkopierern weiter erschweren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ein Filter soll schützen</b><br />
Dagegen vorgehen könnte das von der Musikindustrie entwickelte &quot;<a href="http://www.ifpi.de/recht/re-22.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rights Protection System</a>&quot;<br />
(RPS) welches das Übel aus dem Netz filtern, bzw. den Zugang zu<br />
illegalen Inhalte unterbinden oder ganze Internetadressen für den<br />
Zugriff aus Deutschland sperren soll. Dabei müssten die Server aller<br />
inländischen Internetanbieter die über eine Verbindung ins Ausland<br />
verfügen mit diesem System ausgerüstet werden. Das RPS überwacht den<br />
Datenstrom der nach Deutschland hereinfließt und soll so den Zugriff<br />
auf urheberrechtlich geschützte Dateien, die auf einem ausländischen<br />
Server abgelegt sind, verhindern. Der Bundesverband der<br />
Phonographischen Wirtschaft ist der Meinung, dass dies ohne größere<br />
Probleme umzusetzen sei; lediglich 50 bis 70 Provider verfügten über<br />
diese Auslandsanbindung und auch die Technik sei in die bestehenden<br />
Systeme einfach zu integrieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Da dieses Verfahren aber eine stetige Überwachung der Daten erfordert, kommt unweigerlich die <a href="http://www.politik-digital.de/netzpolitik/datenschutz">Datenschutzfrage</a><br />
ins Spiel. In der Offline-Welt ist es ja auch nicht ohne weiteres<br />
möglich Telefongespräche ohne entsprechende richterliche Beschlüsse<br />
abzuhören. Wieso dies im Cyberspace plötzlich kein Problem mehr sein<br />
soll bleibt ein spannender Konfliktpunkt im Streit zwischen den<br />
geschädigten Industrien und den aufmerksamen Datenschützern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Auch Software wird angeboten</b><br />
Durch<br />
das RPS könnten theoretisch auch andere Datei-Formate nach illegalen<br />
Inhalten durchsucht und somit weitaus höhere Schadensbilanzen gemindert<br />
werden. Während der Normalsurfer bislang aufgrund von engen Bandbreiten<br />
und teuren Tarifen seine CDs noch bevorzugt im Fachhandel zu kaufen<br />
scheint, &quot;lohnt&quot; sich der illegale Download von extrem teuerer<br />
Anwendungssoftware für den Privatnutzer in finanzieller Hinsicht. Trotz<br />
großer Datenmengen und den damit verbundenen Online-Kosten spart man &#8211;<br />
bei Softwarepreisen zum Teil weit über 1.000 Mark &#8211; durch den<br />
&quot;Raubdownload&quot; eine ganze Menge. Nicht nur deshalb sind Warez-, Gamez-,<br />
Filez-, Crackz oder Appz-Sites hoch frequentiert, so mancher Surfer<br />
entwickelt bei dem riesigen Angebot eine ausgeprägte<br />
Sammlerleidenschaft und lädt bis die Festplatte voll ist. Inwieweit<br />
diese Sammler die illegal beschaffte Software dann auch wirklich<br />
nutzen, bzw. ohne diese Angebote überhaupt gekauft hätten, bleibt<br />
fraglich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.bsa.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Business Software Alliance</a> (BSA) beziffert den durch Softwarepiraten in Deutschland entstandenen <a href="http://www.bsa.de/zahlen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schaden</a><br />
auf 839 Millionen Mark, weltweit auf 11 Milliarden Dollar (1998). Dabei<br />
befürchtet sie, dass diese Beträge in den nächsten Jahren &#8211; Dank immer<br />
schnelleren und billigeren Zugangsmöglichkeiten &#8211; noch bedeutend<br />
steigen werden. Es fänden sich derzeit an die 690.000 Seiten mit zum<br />
Teil umfangreichen Angeboten im Netz. Ein effektives Vorgehen scheint<br />
bei dieser großen Anzahl fast unmöglich und so erwecken die<br />
BSA-Erfolgsmeldungen &#8211; etwa wenn im ersten Quartal 2000 aufgrund von<br />
BSA-Anzeigen Software im Wert von rund 450.000 Mark nachlizensiert<br />
wurde &#8211; den Eindruck des oft zitierten Tropfens, der auf dem heißen<br />
Stein verdampft.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Online=Offline?!</b><br />
&quot;Im Netz gibt es alles außer Mord&quot;, zitiert der <a href="http://www.heise.de/newsticker/data/jk-17.02.00-000/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heise Newsticker</a> den Geschäftsführer der Firma <a href="http://www.netuse.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NetUSE</a>,<br />
Martin Seeger. Er hat damit den Punkt getroffen. Bislang lagen die<br />
Schwerpunkte der polizeilichen Netzermittlungen im Bereich der <a href="http://www.bka.de/aktuell/agenda98/vtr99/vtr_kind.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kinderpornographie</a>.<br />
In Zukunft müssen sich Polizei und Staatsanwaltschaften intensiver und<br />
umfassender mit dem Netz und seinen vielfältigen kriminellen Auswüchsen<br />
beschäftigen. Durch die immer weiter fort schreitende internationale<br />
Vernetzung stoßen nationale Gesetzgebungen schnell an ihre Grenzen und<br />
müssen daher schnellstmöglich durch weiter gehende Ordnungsrahmen<br />
ersetzt werden.</span></p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ein Hauch von Napster</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ein_hauch_von_napster-813/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/ein_hauch_von_napster-813/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Bieber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmentausch]]></category>
		<category><![CDATA[Tauschbörse]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#34;Das amerikanische Volk hat gesprochen, aber es wird noch eine Weile dauern bis wir wissen, was es gesagt hat.&#34;
Noch-Präsident Bill Clinton fand am Mittwoch <a href="http://www.whitehouse.gov/library/hot_releases/Wed_Nov_8_161912_2000.html">eine geradezu philosophische Umschreibung</a>
für die Ereignisse der amerikanischen Wahlwoche, denn aus dem längsten
Wahltag der US-Geschichte ist inzwischen eine mehrtägige Veranstaltung
geworden, die sich möglicherweise noch bis weit in den November hinein
ziehen kann.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;Das amerikanische Volk hat gesprochen, aber es wird noch eine Weile dauern bis wir wissen, was es gesagt hat.&quot;<br />
Noch-Präsident Bill Clinton fand am Mittwoch <a href="http://www.whitehouse.gov/library/hot_releases/Wed_Nov_8_161912_2000.html">eine geradezu philosophische Umschreibung</a><br />
für die Ereignisse der amerikanischen Wahlwoche, denn aus dem längsten<br />
Wahltag der US-Geschichte ist inzwischen eine mehrtägige Veranstaltung<br />
geworden, die sich möglicherweise noch bis weit in den November hinein<br />
ziehen kann.</b></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die<br />
durch den knappen Wahlausgang im Bundesstaat Florida notwendig<br />
gewordene Nachzählung gießt reichlich Öl ins Feuer einer Debatte, die<br />
zwar schon im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen geführt wurde, nun<br />
aber vom<br />
politikwissenschaftlichen Rand ins tagespolitische Zentrum gerückt ist:<br />
Ist das entlang bundesstaatlicher Grenzen organisierte<br />
Mehrheitswahlrecht ein überkommenes Relikt aus der Zeit der<br />
Gründerväter?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben<br />
den Diskussionslinien um die Vor- und Nachteile von Mehrheits- und<br />
Verhältniswahlrecht, die Notwendigkeit der Wahlmänner-Versammlung, das <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/4225/1.html">Design der Stimmzettel</a><br />
und den Einsatz von Wahlmaschinen, sind die noch in der letzten Woche<br />
vor der Wahl heftig diskutierten Stimmentauschbörsen im Internet in den<br />
Hintergrund gedrängt worden. Durch die historische Dimension der Wahl<br />
(oder Nicht-Wahl) des amerikanischen Präsidenten sind die innovativen<br />
Online-Angebote aus den Schlagzeilen der selbst in die Kritik geratenen<br />
großen Medienverbünde geraten.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zur Erinnerung: Online-Handelsplätze wie das vorzeitig stillgelegte &quot;Voteswap2000&quot; oder die bis zur Wahl aktiven<br />
<a href="http://www.winwincampaign.org/">Win Win Campaign, </a><a href="http://nadertrader.org/">Nader´s Traders</a> und <a href="http://www.voteexchange.com/">VoteExchange</a><br />
richteten sich an potenzielle Wähler des Grünen Ralph Nader sowie an<br />
Gore-Anhänger: im Gegenzug für die Unterstützung des Vizepräsidenten in<br />
den hart umkämpften &quot;Battleground States&quot; hatten die Anhänger des<br />
demokratischen Kandidaten in<br />
sicher gewonnen oder verloren geglaubten Bundesstaaten Naders Grünen<br />
zum Sprung über die 5%-Hürde helfen sollen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die<br />
zusätzlichen Unruhestifter an der Wahlfront funktionierten zunächst<br />
einmal nach dem Muster einer Kontaktbörse und ähnelten wenn auch nicht<br />
technisch, so doch prinzipiell dem Bertelsmann-Neukauf Napster:<br />
kooperationsbereite Wähler wurden quer zu bundesstaatlichen Grenzen<br />
miteinander in Verbindung gebracht und konnten dann ihre Stimme für ein<br />
&quot;Vote-Swapping&quot; zur Verfügung stellen. Auf diese Weise wurde kein<br />
bindender Vertrag über den Stimmentausch beschlossen, sondern lediglich<br />
das Interesse an einer <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/4167/1.html">&quot;strategischen Stimmabgabe&quot;</a><br />
bekundet. Dadurch war &#8211; wie sich nach dem Verlauf der Wahl nun zeigt,<br />
keineswegs auch das Einlösen der virtuellen Übereinkunft sichergestellt.</span></span>
</p>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit<br />
den Online-Plattformen zum Stimmentausch fand aber eine vermeintlich<br />
ganz andere Diskussion aus der vergangenen Woche ihre Fortführung auf<br />
neuem Terrain. Schließlich hatte sich ja auch Napster den Groll der<br />
mächtigen Musikindustrie zugezogen, da die Plattform eingefahrene<br />
Konventionen über den Haufen warf.</span></span></span>
</p>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span></span></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Treibendes<br />
Element sowohl bei Napster wie auch bei den Websites zum Vote-Swapping<br />
ist die intelligente Nutzung der Kommunikationsmöglichkeiten der<br />
Online-Kommunikation. Durch die Vermittlungsplattformen entsteht ein<br />
&quot;peer-to-peer-Netzwerk&quot;, in dem schnell und variabel unterschiedliche<br />
Inhalte ausgetauscht werden &#8211; dabei ist es nur in zweiter Linie<br />
wichtig, ob der Tauschgegenstand nun begehrte mp3-Dateien oder Optionen<br />
auf Wählerstimmen sind. In beiden Fällen reizt der Eingriff in eine<br />
virtuelle Schatzkammer.<br />
</span></span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insbesondere<br />
durch die Verschiebung der Kommunikationsrichtung unterscheiden sich<br />
die Tauschbörsen deutlich von den marketinglastigen Online-Kampagnen<br />
der Präsidentschaftskandidaten und den quotenorientierten<br />
Berichterstattungsversuchen der Online-Medien. Die Bereitstellung einer<br />
kostengünstigen, dabei aber reichweitenstarken Kommunikationsplattform<br />
und die Zusammenführung eines über die Bundesstaaten verteilten<br />
Publikums setzt im besten Sinne auf das &quot;interaktivierende&quot; Potential<br />
der Online-Kommunikation.<br />
</span></span></span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch<br />
trotz dieses internet-bezogenen Konzepts hat die nationale<br />
Stimmentauschaktion nicht gut genug funktioniert &#8211; denn ganz offenbar<br />
hat Al Gore nicht genügend Schützenhilfe erhalten und auch Ralph Nader<br />
hat sein Ziel eines 5%igen Stimmenanteils am &quot;popular vote&quot; verfehlt.<br />
Dennoch weht ein Hauch von Napster durch die politische Netzwelt. Das<br />
Modell der Online-Tauschbörse als Vehikel zur politischen<br />
Meinungsbildung scheint durchaus geeignet, die politische Kommunikation<br />
im Internet um eine neue Facette zu bereichern.</span></span></span></span></span></span>
</p>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span></span></span></span></span></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Eines aber hat die Episode des &quot;Vote-Swappings&quot; schon jetzt geleistet:<br />
Bereits vor der Wahl hat diese bislang unbekannte Form politischer<br />
Partizipation nämlich auf die Entstehung &quot;virtueller<br />
Stimmgemeinschaften&quot; hingewiesen, die im US-Wahlrecht eigentlich gar<br />
nicht vorgesehen sind. Damit wurde die nun heiß geführte Debatte um<br />
eine Wahlrechtsreform schon vor der Wahl begonnen.</span></span></span></span></span></span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Requiem für Napster?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/requiem_fuer_napster-916/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fpaschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Tauschbörse]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Napster]]></category>
		<category><![CDATA[Vertriebsstruktur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/requiem_fuer_napster-916/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Übernahme durch Bertelsmann ist mehr als der Streit um kostenlose Musik im Internet</b>
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Die mit 37 Millionen Nutzern weltweit beliebteste und durch Prozesse stark gebeutelte Internet-Musiktauschbörse Napster
ist vergangene Woche de facto an Bertelsmann gefallen. Das Ende kostenlosen und unbegrenzten
Tauschens durch dieses System ist damit nahe. Erboste Musikfreunde drohen in Foren mit dem
Wechsel auf einen der zahlreichen Klons. </b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Übernahme durch Bertelsmann ist mehr als der Streit um kostenlose Musik im Internet</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Die mit 37 Millionen Nutzern weltweit beliebteste und durch Prozesse stark gebeutelte Internet-Musiktauschbörse Napster<br />
ist vergangene Woche de facto an Bertelsmann gefallen. Das Ende kostenlosen und unbegrenzten<br />
Tauschens durch dieses System ist damit nahe. Erboste Musikfreunde drohen in Foren mit dem<br />
Wechsel auf einen der zahlreichen Klons. </b></span></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eigentlich<br />
geht es jedoch um etwas Größeres als nur<br />
den freien Zugang zu kostenloser Musik: um neue Vertriebswege für<br />
&quot;Content&quot;, neue Geschäftsmodelle, kurz: um neue Märkte und Macht.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Innerhalb eines Jahres ist aus einem Programm des mittlerweile 19jährigen College-Studenten<br />
Shawn Fanning die größte und beliebteste Internet-Musiktauschbörse geworden.<br />
<a href="http://www.napster.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Napster</a> hat derzeit rund 37 Millionen Nutzer, die sich &#8211; dank der MP3-Technologie &#8211; aus dem<br />
nahezu unerschöpflichen Quell kostenloser Songs bedienen. Klar, dass dies den Musikkonzernen<br />
nicht schmeckt. Denn wer sich im virtuellen Plattenladen bedient, der braucht keine CD&#8217;s mehr<br />
zu kaufen. Logisch, dass der Goliath RIAA (US-Musikindustrieverband) mit Beteiligung der<br />
einschlägigen Branchenriesen den anarchistischen David wg. Urheberrechtsverletzungen mit Klagen<br />
überzieht. Der Rechtsstand soweit: In der ersten Instanz konnten sich die Kläger durchsetzen.<br />
Ein Berufungsgericht hob dann die Anordnung zur Schließung Napsters auf. Im Augenblick befindet<br />
sich das Ganze in der Revision. Wer will, kann sich noch ungehindert seine Lieblingssongs auf<br />
die Platte laden.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für Wirbel sorgte letzte Woche dann die Meldung, dass der <a href="http://www.bertelsmann.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bertelsmann-Konzern</a><br />
Napster übernommen habe. Dem finanziell angeschlagenen David wird ein Kredit in zweistelliger<br />
Millionenhöhe zum Aufbau eines neuen Abonnementsystems zur Verfügung gestellt, der Medienriese<br />
erhält dafür eine garantierte Option auf Anteile. De facto eine Übernahme. Downloads &#8211; von<br />
Promotiontiteln einmal abgesehen &#8211; werden damit in absehbarer Zukunft wohl gebührenpflichtig<br />
werden und das Angebot vorläufig auf die Titel der Bertelsmann Music Group (BMG) reduziert.<br />
Infolgedessen werden sich Dutzende von Klons wohl über steigende Mitgliederzahlen freuen können.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Letzten Endes geht es aber nur vordergründig um die Zukunft von Napster als unlimitierter und<br />
kostenloser Tauschbörse oder um die zahlreichen Nachahmer. Diese auf Dauer zu unterbinden wäre<br />
in der globalen und immer noch weitgehend anarchistischen Welt des Internet ohnehin ein<br />
hoffnungsloses Unterfangen. Es geht vielmehr um neue Vertriebswege und Geschäftsmodelle,<br />
die sich den einzigartigen technischen Möglichkeiten des Mediums Internet verdanken.<br />
Dies schließt nicht nur Musiktitel ein, sondern auch Bücher, Videos, Computerspiele, etc.<br />
Kurz: alles, was in digitaler Form vom Produzenten zum Endverbraucher gelangen kann &#8211;  ohne<br />
den Umweg über LKW&#8217;s oder das nächste Kaufhaus. Nach den ersten Abwehrversuchen der<br />
Branchenriesen gegenüber den sich hier abzeichnenden gravierenden Änderungen, hat sich<br />
Bertelsmann-Chef Middelhoff nun dazu entschlossen, den vermeintlichen Feind zu umarmen und die<br />
Flucht nach vorne anzutreten.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Keine CD&#8217;s mehr im Laden kaufen, sondern einzelne Titel zu Hause selbst zusammenstellen. Legal<br />
und gegen Bezahlung, dafür aber auch in gesicherter Qualität und mit gutem Gewissen. Dies ist<br />
nach Ansicht von Middelhoff der Vertriebsweg der Zukunft. Sicherlich wird dies den Verkauf von<br />
CD` s nicht stoppen, denn es gibt immer noch Qualitätsunterschiede zwischen MP3 und der<br />
silbernen Scheibe. Nach einer neuen Studie der Unternehmensberatung <a href="http://www.pwcglobal.com/Extweb/pwcpublications.nsf/docid/109074ADC7D84B5F8525691F006E7389" target="_new" rel="noopener noreferrer">PricewaterhouseCoopers</a><br />
facht das Probehören im Netz sogar eher den CD-Verkauf an.<br />
(Siehe hierzu auch einen Artikel des Online-Magazins <a href="http://www.wired.com/news/culture/0,1284,39924,00.html" target="_target" rel="noopener noreferrer">wired.com</a>)<br />
Aber warum nicht auch an denen verdienen, die einzelne Musikstücke haben wollen und die<br />
angesichts der geringeren (Telefon)-Kosten Abstriche bei der Qualität hinnehmen?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bei Musik muss es aber noch lange nicht enden. Was ist zum Beispiel mit Büchern? Horrorautor<br />
<a href="http://www.stephenking.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Stephen King</a> beispielsweise bietet unter Umgehung seines Verlages bereits eine<br />
Geschichte an, die exklusiv und portionsweise im Internet erscheint. Kosten: ein freiwilliger<br />
Beitrag von ein paar Dollar. Der Buchverlag <a href="http://www.randomhouse.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">RandomHouse</a> (Bertelsmann) hat<br />
ähnliche Angebote. Auf der Website von <a href="http://www.contentville.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Contentville</a> stehen u.a.<br />
Presseartikel, Dissertationen, Zeitungs- und Zeitschriftenabos, Redemanuskripte und Bücher zur<br />
Verfügung. Aus einer Hand gibt es hier, was bisher von unterschiedlichen Unternehmen auf<br />
verschiedenen Vertriebswegen unter die Konsumenten gebracht wurde. Solche<br />
Konzentrationstendenzen geben freilich nicht nur zu Jubelstürmen Anlass.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bei Videos oder Spielen gestaltet sich das Ganze aufgrund der großen Datenmengen und<br />
beschränkter Bandbreiten derzeit noch schwierig. Auch wenn der Tausch von Videos bei Seiten<br />
wie  <a href="http://www.mojonation.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mojonation</a><br />
schon angeboten wird. Die Konzerne arbeiten jedoch an Lösungen. Vor<br />
rund zwei Wochen ist Bertelsmann eine Kooperation mit der Telekom<br />
eingegangen, um im Berliner Kabelnetz einen Pilotversuch mit<br />
rückkanalfähigen TV-Netzen zu starten. Eine weitere Möglichkeit wäre<br />
die sogenannte DSL-Technik (bei der die Telekom ein Quasi-Monopol<br />
besitzt) mit der die Übertragungsgeschwindigkeiten alter Telefonkabel<br />
auf bis zu 30fache ISDN-Geschwindigkeit gebracht werden können. Auch<br />
der Hauptkonkurrent von Bertelsmann, die Kirch Gruppe, bändelt seit<br />
längerer Zeit mit dem rosa Riesen und entwickelt Set-Top-Boxen, die das<br />
Fernsehen zur Multimediamaschine machen sollen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zwischen einander eigentlich branchenfremden Konzernen werden hier Partnerschaften geschlossen.<br />
Telekommunikationsunternehmen avancieren zu Anbietern von Inhalten. Klassische<br />
Unternehmensstrukturen und Vertriebswege werden umgeworfen. Das Konsumentenverhalten wird sich<br />
in Bereichen mit digitalem Content ändern. Produkte werden sich verändern. Wer zum Beispiel,<br />
ganze Bücher nicht am heimischen PC ausdrucken möchte, wird sie am Bildschirm oder auf seinem<br />
eBook lesen können &#8211; oder müssen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.<br />
</span></span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die &quot;strategische Allianz&quot; zwischen Bertelsmann und Napster ist mehr als der geschickte<br />
Versuch, den ungeliebten Anarchisten zu domestizieren. Es könnte eine zukunftsweisende<br />
Entscheidung sein, die &#8211; über den Bereich Musik hinausgehend &#8211; klassische Vertriebstrukturen<br />
und Geschäftsmodelle umwälzen wird. Die Branchenriesen scheinen die Potentiale des Internets<br />
und von Tauschsystemen wie Napster erkannt haben, und sie möchten sie für ihre Produkte<br />
nutzbar machen. Die Zukunft gehört dem digitalen Content.</span></span></p>
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