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	<title>Technik &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Technik &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Code Week 2015: Spielerisch programmieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2015 14:21:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auch dieses Jahr möchte die Code Week zwischen dem 10. und 18. Oktober europaweit die digitale Bildung vorantreiben und Kindern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="western" style="text-align: left" align="JUSTIFY"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Code-Week-2015.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-147157 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Code-Week-2015.jpg" alt="Code Week 2015" width="640" height="280" /></a>Auch dieses Jahr möchte die Code Week zwischen dem 10. und 18. Oktober europaweit die digitale Bildung vorantreiben und Kindern und Jugendlichen den Spaß am Programmieren zeigen. Unter der Schirmherrschaft der Berliner Professorin Gesche Joost dürfen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei unterschiedlichsten Workshops spielerisch an Software und Hardware herantasten.</p>
<p class="western" style="text-align: left" align="JUSTIFY">Programmcodes zur Steuerung der digitalen Welt sind heute ein selbstverständlicher Teil des Lebens. Wer sie beherrscht, so die Veranstalter der <a href="http://www.codeweek.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Code Week</a>, kann die Zukunft selbst kreativ mitgestalten. Aus diesem Grund werden vor allem Kinder und Jugendliche im Rahmen der Code Week 2015 zwischen dem 10. und 18. Oktober an das Programmieren herangeführt. Sowohl Privatpersonen, Hacker-Gruppen als auch Unternehmen können im Rahmen der Code Week Events vor Ort planen und das Sponsoring übernehmen, um den Kindern Spaß an digitaler Technik zu vermitteln. Dabei soll vor allem auch die weitergehende Beschäftigung mit dem Thema über die Code Week hinaus gefördert werden. Unter anderem stellen die Veranstalter die während der Events erstellten Baupläne online und verleihen einen eigenen Code Week Award für besonders nachhaltige pädagogische Workshop-Konzepte. Dotiert wird die Auszeichnung mit Preisen zwischen 5.000 und 10.000 Euro.</p>
<p class="western" style="text-align: left" align="JUSTIFY">Der offizielle Startschuss für die Code Week Deutschland fällt am 10. Oktober ab 10 Uhr mit einem zentralen Kick-Off Event im Fab Lab Berlin, bei dem es auch Live-Schalten zu den anderen Kick-Offs in Aachen, Bremen, Hamburg, Ulm, Darmstadt und Mainz geben wird. Mitmachen kann jeder ab sechs Jahren, seien es Kinder, Eltern oder Lehrer. Vorkenntnisse sind für die verschiedenen Events nicht vonnöten. Beim Kick-Off Event in Berlin können die Teilnehmer bis 17 Uhr unter anderem eigene Action-Figuren mit 3D-Druckern herstellen, Spiele programmieren oder an Elektronik basteln. Die Code Week soll ein wichtiges Zeichen für die Förderung digitaler Kompetenzen setzen und die bestehenden Initiativen in Deutschland vernetzen. Eine Liste aller Events in Deutschland finden Sie <a href="http://events.codeweek.eu/search/?country_code=DE&amp;past=no" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<h3 class="western" style="text-align: left" align="JUSTIFY">Deutsche Internetbotschafterin als Schirmherrin</h3>
<p class="western" style="text-align: left" align="JUSTIFY">Die Code Week ist eine europaweite Initiative, die vor zwei Jahren von der ehemaligen EU-Kommissarin für Digitale Agenda Neelie Kroes ins Leben gerufen wurde. Letztes Jahr kam die Code Week dann auch zum ersten Mal nach Deutschland. Schirmherrin der deutschen Workshops ist die Professorin Gesche Joost, die in Berlin an der Universität der Künste Designforschung lehrt. Das von Gesche Joost geleitete „<a href="http://www.design-research-lab.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Design Research Lab</a>“ der Berliner Universität der Künste steht den Veranstaltern bei der Durchführung der Workshops beratend und vernetzend zur Seite.</p>
<p class="western" style="text-align: left" align="JUSTIFY">Seit März 2014 ist Gesche Joost Internetbotschafterin der Bundesregierung und steht ihr beratend bei der Weiterentwicklung der Digitalen Agenda zur Verfügung. Die Code Week soll spielerisch in ein relativ ernstes Thema einführen, so die Professorin. Deutschland hinke bei der Vermittlung von digitalen Kompetenzen noch deutlich hinterher.</p>
<p class="western" style="text-align: left" align="JUSTIFY">Im letzten Jahr zählte die Code Week europaweit über 150.000 junge Teilnehmer und 3.000 Workshops. In Deutschland gab es insgesamt 68 Workshops in 21 Städten, an denen knapp 3.000 Kinder und Jugendliche teilgenommen haben.</p>
<p class="western" style="text-align: left" align="JUSTIFY">Bild: <a href="http://www.udk-berlin.de/sites/content/themen/aktuelles/index_ger.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universität der Künste Berlin</a>, <a href="http://www.design-research-lab.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Design Research Lab</a></p>
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		<title>Google fördert erstmals digitale Projekte in Deutschland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Livia Helbing]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2015 08:53:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Google Impact Challange]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Spenden in Millionenhöhe fördert Google Initiativen und Projekte zur digitalen Weiterentwicklung in Deutschland. Jeder dritte Deutsche engagiere sich ehrenamtlich, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Google-Impact-Challenge.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147137" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Google-Impact-Challenge.jpg" alt="Google Impact Challenge" width="640" height="280" /></a>Mit Spenden in Millionenhöhe fördert Google Initiativen und Projekte zur digitalen Weiterentwicklung in Deutschland.</p>
<p>Jeder dritte Deutsche engagiere sich ehrenamtlich, doch „nur wenige reizen dabei die Möglichkeiten des Internets und anderer digitaler Dienste voll aus“, so der Chef von <a href="https://www.google.de/">Google</a> Deutschland und Zentraleuropa Philipp Justus. Das möchte der Konzern Google gemeinsam mit <a href="https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/bloggerfuerfluechtlinge">betterplace.org</a> durch einen Wettbewerb mit hohen Preisgeldern fördern. Das Programm richtet sich an Vereine und gemeinnützige Organisationen. Diese sollen ermutigt werden, innovative und digitale Ideen zu entwickeln, die einerseits einen Mehrwert für die Gesellschaft haben und andererseits den Verein selbst fördern.</p>
<h3>Preisgelder im Wert von 3,75 Millionen Euro</h3>
<p>Viele Organisationen in Deutschland setzen bereits auf digitale Lösungen, z. B. Apps, Livestreaming-Angebote oder zur Spendenkoordination. Dennoch gibt es hier Verbesserungspotential, weswegen Google den Wettbewerb dieses Jahr erstmals auch in Deutschland veranstaltet. Unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig sollen insgesamt 3,75 Millionen Euro Preisgelder an engagierte Freiwillige vergeben werden. Davon werden 10.000 Euro an hundert lokale und regionale Initiativen vergeben. Die sogenannten „Leuchtturm-Projekte“ sind ambitionierter, größer und agieren nicht nur lokal, sondern bringen ihre Ideen bundesweit, europaweit oder sogar global voran. Hiervon sollen insgesamt neun Organisationen mit jeweils 250.000 Euro prämiert werden. Darüber hinaus wird es ein besonders herausragendes Projekt geben, das mit 500.000 Euro belohnt wird.</p>
<p>Die erste Bewerbungsphase des Wettbewerbs hat am 22. September begonnen und läuft noch bis zum 18. Oktober. Unter <a href="http://g.co/EureIdee">g.co/EureIdee</a> kann die in nur 40 Wörtern zu beschreibende Idee eingereicht werden. Folgende Kriterien müssen für die Bewerbung erfüllt werden:</p>
<ol>
<li><strong>Bedeutung für die Gemeinschaft:</strong> Das Projekt wirkt sich positiv auf die Lebenssituation einer lokalen oder größeren Gemeinschaft aus oder unterstützt Organisationen in ihrer alltäglichen Arbeit.</li>
<li><strong>Innovation:</strong> Das Projekt nutzt digitale Hilfsmittel oder einen kreativen Ansatz, um ein bisher ungelöstes Problem zu beheben.</li>
<li><strong>Realisierbarkeit:</strong> Das Projekt kann erfolgreich von der sich bewerbenden Organisation durchgeführt werden.</li>
<li><strong>Reichweite:</strong> Das Projekt hat das Potenzial, ein Vorbild für andere Gemeinschaften oder Organisationen zu sein oder einer großen Anzahl von Menschen zu helfen.</li>
</ol>
<h3>Neben Jury entscheidet auch Online-Voting</h3>
<p>Eine Jury wird bis Anfang November darüber entscheiden, ob die Teilnehmer es in die zweite Runde des Wettbewerbs geschafft haben. Neben der Internetbotschafterin Gesche Joost sowie der Wirtschaftsexpertin Ann-Kristin Achleitner sitzen u.a. die ehemalige Tennisspielerin Steffi Graf und der Fußballtorhüter Manuel Neuer in der Jury. Zusätzlich entscheidet ein öffentliches Online-Voting über die Gewinner. Zu den Preisgeldern stellt Google Sachleistungen zur Verfügung, sodass das Volumen des Förderprogramms bei insgesamt 4 Million Euro liegt. Google hat seit 2013 über 20 Millionen Euro in gemeinnützige Organisationen investiert.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/thomashawk/84295294/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Hawk</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC 2.0)</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png?resize=305%2C53" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Morozov und die Gretchenfrage der Netzdebatte</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/morozov-und-die-gretchenfrage-der-netzdebatte-139686/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2014 13:42:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Evgeny Morozov]]></category>
		<category><![CDATA[Netzdebatte]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Netz-Journalist Evgeny Morozov, bekannt und umstritten für seine scharfe Kritik an Überwachung, Netzkultur und technologischem Wandel, äußerte sich diese Woche [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/morozov.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-139687" alt="morozov" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/morozov.png" width="639" height="320" /></a> Netz-Journalist Evgeny Morozov, bekannt und umstritten für seine scharfe Kritik an Überwachung, Netzkultur und technologischem Wandel, äußerte sich diese Woche in einem Interview auf heise online zu den Gefahren einer ökonomischen Prägung und Vereinnahmung durch neue Technologien. Leider stellte er sich kaum der Frage, warum es angesichts dessen nicht gelingt, die Menschen von seinen Positionen zu überzeugen und für diese Problematiken zu sensibilisieren.<br />
Ziel von <a href="http://www.heise.de/tr/artikel/Es-geht-um-die-Zukunft-der-Demokratie-2184581.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Morzovs Schelte</a> war ein weiteres Mal die „New Economy“ im Silicon Valley, die er im Hinblick auf ihr Bedrohungspotenzial auf eine Stufe mit der geheimdienstlichen Überwachung stellte. Aber auch der Staat und die Internet-User, die Verantwortung und Problemlösungskompetenzen zunehmend an Wirtschaftsunternehmen abgeben würden, trügen zu dieser Entwicklung bei.<br />
Die privatwirtschaftliche Verfügung über unsere Kommunikationsmittel stellt für ihn ein Symptom unserer „Kapitulation gegenüber der Logik der Privatisierung und des Neoliberalismus“ dar. Im Zuge dessen überließen wir private und staatliche Entscheidungen zunehmend Datenberechnungen, anstatt darüber nachzudenken, wie diese Probleme in die Welt kämen. Die wirtschaftlichen Problemlösungen würden sich lediglich auf die „niedrig hängenden Früchte“ konzentrieren und eine vertiefte Auseinandersetzung mit Problemen im Zuge dessen verdrängen.<br />
Seine eigene Aufgabe sieht der in den USA lebende Buchautor nun auch darin, Bewusstsein zu schaffen für diese Problematik und zentrale Fragen gesellschaftlicher Gestaltung  zu repolitisieren. Dazu sei es auch notwendig, den Diskurs über digitale Technologien zu verändern. Auf sprachlicher Ebene befindet er Phrasen wie die „Freiheit des Internets“ als untauglich, da sie einerseits zu mehrdeutig und unverständlich seien und andererseits eine falsche Sicht auf Technologien einnehmen würden: „Es gibt keinen virtuellen Raum, es gibt keinen Cyberspace. Es gibt nur eine Welt.“ Für ihn ist bereits die Differenzierung zwischen  Internet und Nicht-Internet problematisch. Bereits in <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-digital-debatte/politik-in-der-digitalen-welt/evgeny-morozov-antwortet-auf-martin-schulz-wider-digitales-wunschdenken-12790285.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seiner Replik</a> auf Martin Schulz‘ <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitale-gesellschaft-eu-parlamentspraesident-warnt-vor-technologischem-totalitarismus-12787107.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beitrag</a> im Februar hatte der Publizist gefordert, mit der Mystifizierung des Internets zu brechen. Diese verweigere sich dem Umstand, Technik als der Gesellschaft eigenen Bestandteil zu begreifen. Technik entwickele sich unter spezifischen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die wirtschaftlich und politisch vermachtet seien, und sei deshalb zu keinem Zeitpunkt frei oder neutral.<br />
<b> „Die Beweislast liegt nicht auf meiner Seite“</b><br />
So wichtig es ist, hin und wieder am Fortschrittsdogma und der Internet-Euphorie zu kratzen, muss aber dennoch reflektiert werden, warum diese eine so große Anziehungskraft auf die Menschen ausüben und warum es nicht gelingt, die Risiken öffentlich bekannt zu machen. Morozov verweist zwar darauf, dass man die gesellschaftlichen Kosten dieser Entwicklung aufzeigen müsse. Auf die Frage nach den mangelnden Problemlösungskompetenzen der repräsentativen Demokratie bleibt Morozov eine befriedigende Antwort schuldig. Denn während Staat, Gesellschaft und Menschen in vielen Bereichen bereits konkreten Nutzen aus den Innovationen ziehen, weist der Publizist die Beweislast von sich.<br />
Den vielfältigen Verheißungen wie Kosten- und Zeiteinsparungen, verbesserten Forschungsbedingungen oder Partizipationsmöglichkeiten begegnet er auf diese Weise mit einer gewissen Ignoranz. Dabei gilt es tatsächlich, kritische Fragen zu stellen: Wie weit wollen wir gehen? Wer soll darüber entscheiden? Was bezahlen wir dafür? Wo liegen die ethischen Grenzen? Wie verändern sich Rolle des Staates und seine Beziehung zu Wirtschaft und Zivilgesellschaft?<br />
Doch wenn wir den Menschen und Dingen, die wir kritisieren, nicht auf Augenhöhe begegnen, und wenn wir nicht versuchen zu verstehen, warum Menschen bestimmte Tools verwenden,  warum sie über gewisse Fragen nicht nachdenken oder sprechen wollen, und warum sie das Internet vor allem im Lichte seiner Annehmlichkeiten betrachten, dann lavieren wir uns um die  gegenwärtige Gretchenfrage des Netzdiskurses herum, die da lautet: Wie kann ein breiter gesellschaftlicher Diskurs angestoßen werden? Einen guten <a href="http://re-publica.de/session/ueberwachung-macht-impotent-neue-narrative-gegen-ueberwachung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beitrag</a> hierzu brachte jüngst der Journalist Friedemann Karig auf der re:publica, indem er „neue Narrative gegen Überwachung“ forderte. Aber auch Evgeny Morozov selbst liefert mit seiner Sensibilisierung für die Begriffe „Internet“ oder „Freiheit“ bereits einen wichtigen Anstoß. Nun muss eine weitere Auseinandersetzung mit den Mechanismen innerhalb der Netzdebatte folgen.<br />
Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/journalismfestival/6319166972/sizes/o/in/photostream/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">International Journalism Festival</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Telegraphenlunch zum Thema &#034;Digitale Deformation&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/telegraphenlunch-vom-15-04-14-139082/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2014 09:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Telegraphenlunch der Deutschen Telekom stand am 15. April nichts weniger zur Debatte als der kulturelle Wandel selbst. Verlernen wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Deformation2.png"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Deformation2.png" alt="Deformation2" width="640" height="300" class="alignnone size-full wp-image-139095" /></a><br />
Beim Telegraphenlunch der Deutschen Telekom stand am 15. April nichts weniger zur Debatte als der kulturelle Wandel selbst. Verlernen wir in der digitalen Gesellschaft substanzielle Fähigkeiten oder sind Kulturtechniken wie die Handschrift und das Kopfrechnen letztlich entbehrlich? Dabei waren sich die zwei Podiumsgäste, Autorin Kathrin Passig und Design-Professor Reto Wettach, schon früh darin einig: Eine einseitige Betrachtung ist keine Lösung. Auch die negative Pointierung des Titelthemas mochten die zwei Impulsgeber nicht so recht mittragen.<br />
So warb die Autorin des Buches „Internet &#8211; Segen oder Fluch“ Kathrin Passig schon zu Beginn ihres Beitrags für eine differenzierte Betrachtung des Themas. Jede Innovation habe ihre Kehrseite, und überall, wo neue Wege zu arbeiten, zu denken und sozial zu interagieren entstünden, würden alte Formen des Handelns verblassen. Passend zum Anlass stimme auch hier die alte Weisheit: &#8220;There ain&#8217;t no such thing like free lunch&#8221;.<br />
Wir sollten uns angesichts des Wandels weder in reflexartige Verurteilungen noch in Lobeshymnen stürzen, sondern die stattfindenden Veränderungsprozesse genau analysieren. Ob das Bahnfahren oder der Buchdruck, jede neue Entwicklung stellte den Menschen auch vor neue Herausforderungen. Passig plädierte dafür, die Anpassungsleistungen der Menschen aufmerksamer zu betrachten.</p>
<h3><strong>Neukonfiguration statt Deformation</strong></h3>
<p>Auch Reto Wettach, Professor an der FH Potsdam und Gründer der Designschmiede IXDS, wandte sich klar gegen eine pessimistische Lesart der Digitalisierung. Zwar ließe sich durchaus eine gewisse Verarmung unserer körperlichen Fähigkeiten beobachten, es sei jedoch nur eine Frage der Zeit und der Kreativität, bis der Mensch lerne, sein gesamtes Potenzial im Internet und über Gadgets einzusetzen: „Ich bin nicht davon überzeugt, dass wir den Schatz, den wir als Menschen mitbekommen haben, voll ausschöpfen“. Mit der richtigen Technik, so der Designer, würden dem Menschen auch gänzlich neue Welten und Möglichkeiten der Wahrnehmung eröffnet werden.<br />
Auch Innovationsreichtum und Experimentierfreude würden durch die Unverbindlichkeit der digitalen Lebenswelt drastisch zunehmen, obgleich Wettach sich auch skeptisch zeigte gegenüber einer Kultur, die nach dem Motto „Apfel-Z geht immer“ funktioniere. Risiko- und Verantwortungsbewusstsein würden in Zeiten vielfältiger Alternativen und permanenter Backups einem nicht unerheblichen Wandel unterzogen.</p>
<h3><strong>„Es ist anstrengender geworden“ </strong></h3>
<p>Einen weiteren interessanten Punkt erreichte die Debatte, als Moderator Wieprecht (Radio Eins) seine Sorge um die Überforderung des menschlichen Gehirns durch die expandierenden und beschleunigten Informationsströme zum Ausdruck brachte. Klar sei auch dies ein ewiges Thema der Moderne, aber in der heutigen Zeit von umso größerer Bedeutung. Wo liegen beispielsweise die Grenzen menschlicher Aufnahmefähigkeit? Reto Wettach plädierte dafür, eine Balance aus Selektion, Oberflächlichkeit und Tiefgründigkeit herzustellen, um die Vielfalt an Information kreativ und variabel zu nutzen. „Das nötige Maß an Desinformation macht den Dialog spannend“, so seine These.</p>
<h3><strong>Die Unsicherheit aushalten</strong></h3>
<p>Insgesamt warf die Runde immer wieder interessante Schlaglichter und stellte wichtige Fragen zur Diskussion. Dennoch verpasste man es an der einen oder anderen Stelle, auf diese vertieft einzugehen. Stattdessen wurde über fehlgeleitete Navigationssysteme sinniert, Technikskeptizismus als typisch deutsch und konservativ verabschiedet und Kritik immer wieder mit den Einwänden gegenüber heute akzeptierten Entwicklungen gleichgesetzt, wie dem Zugfahren, dem Fernsehen oder der Tageszeitung. Auch die anschließende Zuschauerdiskussion zeichnete sich vor allem durch die von Kathrin Passig thematisierten verhärteten Fronten aus: Alt und jung, digital versus analog, Schriftkultur gegen Netzwelt. Am Ende bleiben viele gute Fragen und ein großes Fragezeichen.<br />
Bild: NASA per <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:AC89-0437-20_a.jpeg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikimedia Commons</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></p>
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		<title>Frischer Wind auf den Mühlen des Netzes &#8211; Digitale Presseschau 5/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2014 16:38:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diese Woche haben wir den Eindruck, als spüren wir eine frische Brise um unsere Nasen – und das nicht nur, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche haben wir den Eindruck, als spüren wir eine frische Brise um unsere Nasen – und das nicht nur, weil es aufgrund des verspäteten Winters bitter kalt ist. Gedanken über die Neuerfindung des Internets rauschen von <a href="http://politik-digital.de/changing-the-world-is-hard-auf-dem-weg-zu-einem-neuen-internet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konferenzen</a> und Zeitungen durch die Weiten des digitalen Äthers. Hoffen wir, dass es nicht nur beim Metapherngestöber bleibt! Doch auch wenn die Technik, die Maschinen sich ändern, wir in der Lage sind, diese anders zu nutzen, sollte immer noch Zeit bleiben, in der wir über eine wichtige Komponente in dieser Konstellation nachdenken: uns selbst.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=k22s1QeGv-A<br />
Das ARD-Magazin ZAPP über die letzte „Festung des Linksliberalismus“, die Zeitung The Guardian, in der Journalistinnen sich in der NSA-Affäre nicht der Linie der Regierung beugen, sondern die Enthüllungen Snowdens für die kritische Öffentlichkeit aufarbeiten.</p>
<h3><a href="http://freidenker.cc/stop-watching-us/8215/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Stop watching us!“</a></h3>
<p>Letzten Sonntag wurde im NDR das erste TV-Interview mit dem derzeitig wohl bekanntesten Whistleblower Edward Snowden ausgestrahlt, in dem unter anderem über <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verfassungsschutz-praesident-maassen-deutscher-top-geheimdienstler-kritisiert-snowden/9398822.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mutmaßliche</a> Wirtschaftsspionage und die Liaison von NSA und BND gesprochen wurde (<a href="http://www.presseportal.de/story.htx?nr=2648795" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transkript des Interviews</a>). Charly Rutz fasst das Interview auf seinem Blog Freidenker zusammen und weist auf die geplante Klage der Internationalen Liga für Menschenrechte (ILMR) hin. Darüber hinaus nutzt er die Gelegenheit, um auf Widerstandsbewegungen wie „Stop watching us!“ hinzuweisen.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/2014/05/internet-hacker-nsa" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Neuerfindung des Internets?</a></h3>
<p>Lässt sich das Internet neu erfinden? Über die derzeitigen Entwicklungen bei der Herstellung von Alternativen, die die „Informationstechnik noch mal neu erfinden“, berichtet Götz Hamann in einem Artikel für die ZEIT. Jedoch reicht auch ihm die Debatte über die Technik alleine nicht aus – es gelte auch an den Staat zu appellieren: „Es braucht an dieser Stelle eben doch den Staat, es braucht vor allem einige Staaten, die sich des Freiheitsversprechens der westlichen Demokratien neu annehmen und es im Digitalen massiv fördern und schützen.“</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/internet-verfassungsrichter-johannes-masing-zu-datenschutz-a-945801.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Recht auf digitales Vergessen als Grundrecht?</a></h3>
<p>„Das Internet vergisst nichts.“ Gehört dieses geflügelte Wort über das Netz vielleicht schon bald der Vergangenheit an? Judith Horchert interviewt den Richter am Bundesverfassungsgericht, Johannes Masing, zu seiner These eines „Rechts auf Vergessen“ im Internet. Was Masing auf der internationalen Berliner Konferenz „Einbruch der Dunkelheit“ vom letzten Wochenende bereits vorgestellt hatte, wird hier noch mal an prominenter Stelle zusammengefasst.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-01/vorratsdatenspeicherung-datenschutz-heilmann" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gegenpositionen: Ein Plädoyer für die Vorratsdatenspeicherung</a></h3>
<p>Zum Thema Vorratsdatenspeicherung haben wir immer wieder auf Kritiken und Polemiken hingewiesen. Nun verlassen wir unsere „Bubble“ und stellen die bedenkenswerte Gegenposition vor, an der sich Kritiken werden abarbeiten müssen. Der Berliner Justizsenator Thomas Heilmann schreibt in der ZEIT darüber, warum Vorratsdatenspeicherung Datenschutz bedeutet: „Wenn wir als Staat den Schutz unserer Bürger vor digitalen Angriffen nicht aufgeben wollen, dann müssen wir im Internet ermitteln können. Erste Voraussetzung dafür ist, dass wir Kommunikationswege nachvollziehen können.“</p>
<h3><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundesregierung-2-0-groko-im-social-media-rausch-seite-all/9381498-all.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Politik und Social Media</a></h3>
<p>Ist das Internet für Politiker_innen wirklich „Neuland“? Dietmar Neuerer geht im Handelsblatt dem Nutzungsverhalten von Bundespolitiker_innen in puncto Social Media nach. Dabei wird auch die „zweite Reihe“ hinter Twitter und Facebook betrachtet.</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2014/01/27/kernkompetenz-in-der-digitalen-welt-wir-muessen-lernen-uns-selbst-besser-zu-verstehen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Selbstreflexion im digitalen Zeitalter</a></h3>
<p>Maschinen wissen mehr über uns als wir selbst. Amazon will Dinge an uns verschicken, bevor wir sie bestellt haben. Das Thermostat weiß, wie warm wir es abends gerne haben und der Kühlschrank weiß, was wir gerne essen. Unsere Smartphone nimmt unsere Entscheidungen aufgrund von Berechnung vorweg. Im Hinblick auf diese im Entstehen begriffene Zukunftsvision argumentiert Martin Weigert in einem Artikel über Selbstreflexion im digitalen Zeitalter, dass wir uns mehr mit uns selbst und unserer Psychologie beschäftigen sollten.<br />
Bild: Screenshot ARD-ZAPP<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>„Changing the world is hard“: Auf dem Weg zu einem neuen Internet?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/changing-the-world-is-hard-auf-dem-weg-zu-einem-neuen-internet-136794/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2014 12:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kryptografie]]></category>
		<category><![CDATA[Jacob Applebaum]]></category>
		<category><![CDATA[politisches System]]></category>
		<category><![CDATA[.#eddcon]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Bieber]]></category>
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		<category><![CDATA[Micah L. Sifry]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Paradoxon]]></category>
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		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Snowden]]></category>
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					<description><![CDATA[Allerorten wird das Allheilmittel der Transparenz gegen digitale Kontrolle und Machtmissbrauch angeführt. Einzelne Whistleblower aus dem Umfeld von Julian Assange [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/EinbruchDerDunkelheit-II.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-136798" alt="EinbruchDerDunkelheit-II" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/EinbruchDerDunkelheit-II.jpg" width="640" height="426" /></a> Allerorten wird das Allheilmittel der Transparenz gegen digitale Kontrolle und Machtmissbrauch angeführt. Einzelne Whistleblower aus dem Umfeld von Julian Assange und Wikileaks, aber auch Edward Snowden gelten als Magier dieser Zauberformel. Inwiefern bereichern Leakings unsere politische Öffentlichkeit sowie eine neue demokratische Informationsstruktur? Und wie können die Vermittlungsprobleme hin zur traditionellen Politik und zum politischen System gelöst werden? Diese und andere Fragen wurden auf der internationelen Konferenz „Einbruch der Dunkelheit“ in Berlin diskutiert.<br />
In der Folge der Enthüllungen Edward Snowdens wird das Verhältnis von Gesellschaft und Technik schon seit einiger Zeit intensiv diskutiert. Die Möglichkeiten digitaler Selbstermächtigung (z.B. durch Verschlüsselung) einerseits und kollektiver politischer Gegenentwürfe andererseits spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. <a href="http://futurezone.at/netzpolitik/dld-verschluesselt-alles-was-sich-verschluesseln-laesst/46.971.749" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Verschlüsselt alles, was sich verschlüsseln lässt“</a>, forderte <a href="http://dld-conference.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unlängst</a> der Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC) Frank Rieger.<br />
Am vergangenen Wochenende fand die internationale Konferenz <a href="http://www.einbruch-der-dunkelheit.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Einbruch der Dunkelheit. Theorie und Praxis der Selbstermächtigung in Zeiten digitaler Kontrolle“</a> (im Folgenden: #eddcon), in der Berliner Volksbühne statt. Organisiert wurde sie von der <a href="http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturstiftung des Bundes</a>, konzipiert von der <a href="http://berlinergazette.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Gazette</a>. Die Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops thematisierten u.a. die Themen Anonymisierung und Verschlüsselung. Wiederholt wurde jedoch problematisiert, dass technische Lösungen allein nicht ausreichten, dass wir vielmehr eine gesellschaftspolitische Debatte über das Internet selbst brauchten, die langfristig zur <a href="http://www.zeit.de/2014/05/internet-hacker-nsa" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neuerfindung des Internets</a> sowie zu einer demokratischen Informationsstruktur führe.<br />
Einige zentrale Konfliktlinien dieser Problematik traten bei dem von Tilmann Baumgärtel moderierten Streitgespräch zwischen dem amerikanischen Netzexperten <a href="https://twitter.com/Mlsif" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Micah L. Sifry</a>, dem Internetaktivisten <a href="https://twitter.com/ioerror" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jacob Applebaum</a> und dem Politikwissenschaftler <a href="https://twitter.com/drbieber" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Bieber</a> hervor. Titel: „Transparenz: Was können wir von Manning, Assange und Snowden lernen?“. Das Schlagwort der Transparenz wird in den letzten Jahren vielerorts als Allheilmittel verwendet. Dieses Verständnis von totaler Transparenz gilt zurecht als naiv.<br />
Transparenz bezeichnet ein <a href="http://www.zeit.de/kultur/2011-02/interview-eva-horn/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Paradox der Demokratie“</a>, weil Demokratien aus Öffentlichkeit und politischer Partizipation Legitimation beziehen. Aus diesem Grund ist Transparenz für Demokratien in einem gewissen Maß notwendig – für demokratische Entscheidungen genauso wie für die Kontrolle von Machtmissbrauch. Die allgegenwärtige Forderung nach totaler Transparenz kann aber, wie die NSA-Enthüllungen zeigen, auch in die totale Überwachung führen und <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/39059" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„nimmt totalitäre Züge an“</a>, wie der Philosoph <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Byung-Chul_Han" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Byung-Chul Han</a> argumentiert.<br />
Daraus wird offenbar, dass Transparenz differenziert gedacht werden muss: im Verhältnis des Bürgers zum Staat, im Verhältnis des Staates zum Bürger sowie im Verhältnis des Individuums zu sich selbst und zu anderen Individuen. Die Forderung nach totaler Transparenz auf allen Ebenen beträfe somit nicht nur den Staat, sondern auch die Privatsphäre aller seiner Bürger_innen. Das Argument, wir hätten alle nichts zu verbergen, widerspricht, wie es der Philosoph Volker Gerhardt auf der #eddcon ausführte, unserer Subjektivität. Jede_r sollte von sich auch etwas zu verbergen haben – wir seien eben nicht gezwungen, alles von uns öffentlich zu machen, und das sei auch gut so. Allerdings muss auch ein demokratischer Staat, aus Sicherheits- und Funktionalitätsgründen, Geheimnisse haben, was hingegen nicht bedeutet, dass er alles geheim halten darf, wie dies in totalitären Staaten praktiziert wird.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sifry-Applebaum-Bieber-III.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-136800 alignnone" alt="Sifry-Applebaum-Bieber-III" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sifry-Applebaum-Bieber-III.jpg" width="526" height="239" /></a><br />
Zurück zum Anfang des Paradoxons. Wie Micah L. Sifry in seinem Vortrag auf der #eddcon deutlich machte: Um politisch zu partizipieren, müssen wir in bestimmten Fällen sehen können, was die Regierung tut. Transparenz ist notwendig für Beteiligung, wozu er das Beispiel Nahrungsmittel anführt. Wüssten wir nicht, was in der Ernährungsindustrie vor sich geht, wären wir nicht in der Lage, uns dem zu widersetzen. Sifry sprach in seinem Vortrag hauptsächlich über die Open-Data-Bewegung in den USA, die er als legitimes Korrektiv gewählter Regierungen betrachtet. Denn deren Vertrauen sei durch die Überwachungspraktiken nicht gewählter Geheimdienste beschädigt.<br />
Am Beispiel des Programmierers und Hackers Aaron Swartz, der Anfang 2013 Suizid beging, beleuchtet Sifry die Unzulänglichkeit des Engagements einzelner Hacker und Whistleblower, die unter großen staatlichen Druck geraten können, solange sie allein agieren. Das Internet mache uns zu atomisierten Zuschauern, individuellen Sprechern, allerdings sei die organisierte, kollektive Aktion weitaus schwieriger zu erreichen. Um sich organisieren zu können und politisch zu werden, müsse die Transparenz-Bewegung – die eigentlich (noch) nicht als „Bewegung“ im umfassenden Sinne zu bezeichnen sei, wie Sifry später betonte – in Netzwerken agieren. Die Bereitstellung von Daten kann in diesem Sinne nur der erste Schritt sein – es mangele an der Weiterverarbeitung, um damit politisch etwas bewegen zu können.<br />
Dieses Problem bestimmte entsprechend die Diskussion mit Jacob Applebaum und Christoph Bieber im Anschluss an Sifrys Vortrag. Auch Bieber problematisierte den fehlenden Transfer von Online-Netzwerken in das politische System. So könnten sowohl von der Straße, als auch von Leaking-Bewegungen aus dem Internet Impulse für den politischen Diskurs ausgehen, jedoch müsse diese politische Energie in die institutionalisierte Politik übertragen werden. Dazu bedürfe es zunächst der Aufbereitung durch klassische Medien.<br />
Über die Frage, ob politischer Widerstand von der Straße den gleichen sozialen Wert habe wie der politische Widerstand im Internet, gab es keine Einigkeit. Applebaum versteht Transparenz als Methode zur Schaffung sozialer Gerechtigkeit und betonte die Bedeutung entsprechender Online-Werkzeuge. Es brauche allerdings Strategien und Taktiken für diesen Machtkampf. Auch Bieber hält das Internet für ein wichtiges Instrument, hob aber hervor, dass dies alleine nicht ausreiche, um auch in der breiten Gesellschaft nachhaltig Akzeptanz für politische Bewegungen zu schaffen. Einig waren sich beide mit Micah Sifry: „Changing the world is hard“, es sei aber nicht unmöglich.<br />
Bilder: (C) <a href="http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kulturstiftung des Bundes</a>/ <a href="http://www.christian-ditsch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Ditsch</a>.<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Söder: „Die Möglichkeiten der digitalen Welt in der Politik nutzen“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/soeder-die-moeglichkeiten-der-digitalen-welt-in-der-politik-nutzen-136649/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2014 14:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Söder]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Breitbandausbau]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Briefwahl]]></category>
		<category><![CDATA[ID-Chipkarte]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Infrastruktur]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage hat der bayerische Staatsminister für Finanzen, Markus Söder (CSU), in den letzten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Voting-Estonia-2011.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-136672" alt="E-Voting-Estonia-2011" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Voting-Estonia-2011.jpg" width="640" height="427" /></a><br />
„Digitalisierung ist das Schlüsselthema schlechthin.“ Mit dieser Aussage hat der bayerische Staatsminister für Finanzen, Markus Söder (CSU), in den letzten Wochen auf sich aufmerksam gemacht. Neben E-Government- und Breitbandausbau will Söder bis 2018 in Bayern Online-Wahlen durchführen. Die gesetzlichen Änderungen, die dazu nötig sind, könnten zunächst in Online-Volksbefragungen getestet werden. Bayern will hier Vorreiter nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa werden. Wie er sich die Einführung von Online-Wahlen vorstellt, beantwortet Söder im Interview mit politik-digital.de.<br />
<strong><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </strong><em>Ihre Vorschläge zu Online-Wahlen wurden bereits durch Oppositionsparteien, unter anderem von den Grünen und der Piratenpartei, kritisiert. Es wurde etwa in Frage gestellt, ob das Wahlgeheimnis gewahrt werden könne, und auf die Manipulierbarkeit von Online-Wahlen hingewiesen. Auch die nachträgliche Überprüfung von Online-Wahlen wird selbst von der Piratenpartei für nicht möglich gehalten. Die Piraten haben sogar eine Klage mit Bezug auf das Bundesverfassungsgerichtsurteil vom März 2009 angekündigt. Wie gehen Sie mit dieser Kritik um?</em><br />
<strong>Markus Söder: </strong>Mich wundert, dass ausgerechnet die Piratenpartei diese Position vertritt. Aus meiner Sicht muss man neue, zeitgemäße Möglichkeiten offen anpacken, statt immer nur Bedenken zu äußern.<br />
Der Anteil der Briefwähler steigt rasant an. Bei der Bundestagswahl 1990 haben nur 9% der Wahlberechtigten per Brief gewählt – 2013 war es schon jeder Vierte! In Bayern haben bei der Landtagswahl 2013 sogar 37% per Brief abgestimmt. Deshalb wäre es eine gute Idee, wenn Bayern das erste Land wäre, das eine elektronische Briefwahl möglich macht, ergänzend zu Wahlkabine und klassischer Briefwahl. Wenn Online-Banking möglich ist, muss auch Online-Voting machbar sein! Online-Wahlen auf Dauer auszuschließen, halte ich für einen Anachronismus. Bei den rechtlichen Voraussetzungen sind sicherlich noch Änderungen notwendig. Auch wenn Online-Voting noch eine Vision ist, werden wir das Thema angehen.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Wie wollen Sie die Manipulierbarkeit von Online-Wahlen durch Cyber-Attacken verhindern?</em><br />
<figure id="attachment_136658" aria-describedby="caption-attachment-136658" style="width: 154px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/30000201_10_soeder_1_preview.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-136658     " alt="30000201_10_soeder_1_preview" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/30000201_10_soeder_1_preview-305x250.jpg" width="154" height="126" /></a><figcaption id="caption-attachment-136658" class="wp-caption-text">Dr. Markus Söder ist seit 2013 Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat im Kabinett Seehofer II</figcaption></figure><br />
<strong>Söder</strong>: Die Datensicherheit ist insbesondere bei der elektronischen Briefwahl sehr wichtig. In Bayern haben wir mit dem Bayern-Server eine bereits hochsichere und effiziente IT-Infrastruktur. Für dessen Betrieb ist ebenfalls das Finanzministerium zuständig. Hier wehren IT-Spezialisten täglich mehr als 40.000 Angriffe auf die IT-Systeme des Freistaats ab. Neue Sicherheitsmaßnahmen wie Profiling, eine Entschlüsselung von Angriffsmustern, und Intrusion Detection, noch schnelleres Aufspüren erfolgreicher Angriffe, werden den Bayern-Server zukünftig noch sicherer machen – dies kann auch Online-Voting zugutekommen. Die IT-Sicherheitsstrategien werden auch laufend weiterentwickelt. Es muss unser Ziel sein, in der IT-Sicherheit immer einen Schritt voraus zu sein. Die mit Online-Wahlen verbundenen IT-Risiken müssen auf ein Minimum reduziert werden, um sie so sicher wie die Briefwahl zu machen.<br />
<strong>politik-digital.de: </strong><em>Wie stehen Sie zu der Verwendung von Wahlcomputern?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Dem Einsatz von Wahlcomputern bei Bundestagswahlen wurden vom Bundesverfassungsgericht enge verfassungsrechtliche Grenzen gesetzt. Online-Wahlen unterscheiden sich aber grundsätzlich vom Einsatz von Wahlcomputern. Während die Online-Wahl eine elektronische Briefwahl ist, stehen Wahlcomputer in Wahllokalen und ersetzen dort die analoge Abgabe und Auszählung der Stimmen.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong></em> <em>Denken Sie bei der Einführung von Online-Wahlen an Vorbilder wie Estland, wo es die Möglichkeit von E-Voting bereits seit 2007 gibt?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Zunächst geht es uns darum, hier in Deutschland eine gesellschaftspolitische Diskussion über die Möglichkeit von Online Wahlen anzustoßen. Erfahrungen aus dem Ausland werden wir bei der technischen Umsetzung prüfen. Hier gibt es eine Reihe von interessanten Ansätzen, nicht nur in Estland. Wir müssen aber sorgfältig prüfen, ob sie sicherheitstechnisch und rechtlich auf Bayern übertragbar sind.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Wie stellen Sie sich die Durchführung genau vor? Zum Beispiel per ID-Chipkarte wie in Estland?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Der neue Personalausweis mit seinem ID-Chip ist eine gute technische Grundlage. Gleichzeitig muss allerdings aus Sicherheitsgründen noch die elektronische Signaturen-Gesetzgebung vorangebracht werden.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong></em> <em>Ein weiterer Kritikpunkt ist die „digitale Spaltung“ der Gesellschaft, die es mit sich bringe, dass Online-Wahlen nicht repräsentativ genug seien sowie Elitenbildung förderten. Wie wollen sie die „digitale Spaltung“ der Gesellschaft überwinden?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Die Digitalisierung ist das Top-Thema in Bayern. Dazu gehören Breitbandausbau, die Datensicherheit und der Ausbau von E-Government. Der Zugang zu schnellem Internet muss eine Selbstverständlichkeit für jedermann sein – unabhängig vom Wohnort. In Bayern fördern wir den Breitbandausbau mit ca. 1,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig vereinfachen wird das EU-Förderverfahren mit dem Ziel: Es darf kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten geben. Denn das könnte tatsächlich das Risiko einer digitalen Spaltung der Gesellschaft erhöhen. Wichtig ist auch die frühzeitige Vorbereitung unserer Kinder auf die Herausforderungen einer digitalen und mobilen Gesellschaft. Mit dem Digitalen Bildungsnetz Bayern bekommen 1,8 Millionen Schüler und 140.000 Lehrer an 5.800 Schulen bis 2018 eine moderne, hochverfügbare und sichere IT-Infrastruktur. Außerdem muss ganz klar sein: Online-Wahlen sollen nur eine weitere Alternative zur Briefwahl und der Wahl in der Kabine darstellen – jeder soll auf die Weise wählen können, die ihm am liebsten ist.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong> Welche Zielgruppe stellen Sie sich für Online-Wahlen vor? Denken Sie dabei auch an jüngere Generationen?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Wir haben keine konkrete Zielgruppe im Auge – jeder kann die Möglichkeit der Online-Wahl nutzen. Es liegt natürlich nah, dass diese neue Alternative bei der jungen Generation gut ankommt. Aber mehr als 40% der über 60-jährigen nutzen regelmäßig das Internet. Auch hier sind bestimmt zukünftige Online-Wähler zu finden.<br />
<em><strong>politik-digital.de: </strong>Glauben Sie, dass mit der Einführung von Online-Wahlen Phänomene wie die Politikverdrossenheit vermindert werden könnten?</em><br />
<strong>Söder: </strong>Wir müssen auch in der Politik die Möglichkeiten der digitalen Welt besser nutzen. Zur Aufklärung, zur Mitgestaltung und zur Mitentscheidung. Die Möglichkeit des Online-Voting könnte auch die Wahlbeteiligung wieder anheben. Man erkennt das doch auch an den sprunghaft ansteigenden Zahlen von Briefwählern. Die Vision der Online-Wahl wäre die zeitgemäße digitale Fortsetzung der Briefwahl – aber nur als Alternative.<br />
Bilder: oben: <a href="http://www.flickr.com/photos/european_parliament/5554919771/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Parliament</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-ND 2.0)</a>; Porträt: (C) <a href="http://www.stmf.bayern.de/aktuelles/pressegalerie/?pic=61&amp;view=&amp;ref=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bayerisches Staatsministerium der Finanzen</a><br />
<img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Flachfernseher besser später kaufen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/flachfernseher-besser-spaeter-kaufen-3597/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/flachfernseher-besser-spaeter-kaufen-3597/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Gievert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2007 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Warentest]]></category>
		<category><![CDATA[Flachfernseher]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Knaak]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Donnerstag, 29. November, war Peter Knaak, Experte für Flachbildfernseher, zu Gast im test.de-Chat. Er sprach über neue Technologien wie HD- und Plasma-TV, die Vorteile der Röhre und gab Einschätzungen, wann sich welcher Kauf lohnt.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Donnerstag, 29. November, war Peter Knaak, Experte für Flachbildfernseher, zu Gast im test.de-Chat. Er sprach über neue Technologien wie HD- und Plasma-TV, die Vorteile der Röhre und gab Einschätzungen, wann sich welcher Kauf lohnt.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="left">
<b>Moderator</b>: Bevor wir in die User-Fragen<br />
einsteigen, möchte ich Sie bitten, kurz zu umreißen,<br />
was die Stiftung Warentest in Sachen Flachbildfernseher getestet<br />
hat.
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Dieses Jahr 67 Stück, elf davon<br />
Plasma – Bilddiagonale 50cm bis 108cm.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/salon/photos/pknaak85px.jpg" alt="Peter Knaak" width="85" height="120" /><br />
<i>Peter Knaak<br />
Flachbildfernseher-Experte von test.de</i>
</p>
<p align="left">
<b>Moderator</b>: Bevor wir in die User-Fragen<br />
einsteigen, möchte ich Sie bitten, kurz zu umreißen,<br />
was die Stiftung Warentest in Sachen Flachbildfernseher getestet<br />
hat.
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Dieses Jahr 67 Stück, elf davon<br />
Plasma – Bilddiagonale 50cm bis 108cm.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Die Frage, die unseren Usern am meisten<br />
auf den Nägeln brennt:
</p>
<p>
<b>MagicU</b>: Lohnt sich die Investition in LCD oder<br />
Plasma oder sollte man lieber auf das bessere LaserTV in 2008 warten?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: 2008 wirds noch kein Laser-TV geben.<br />
Die nächste Technologie ist OLED, startet gegen Weihnachten.<br />
1700 Euro für ein 50cm-Gerät!
</p>
<p>
<b>Hans</b>: Verglichen mit drei Jahre alten Geräten<br />
haben Flat-TV heute eine drastisch bessere Bildqualität. Geht<br />
das so weiter oder nähert man sich langsam dem Optimum?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Das Optimum ist weit entfernt. Entwicklungsschritte<br />
erfolgen es im Jahresrhythmus.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Und wo läge das Optimum?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Natürlich besser als die Röhre,<br />
die es abzulösen gilt. Derzeit wird deren Niveau allenfalls<br />
erreicht.
</p>
<p>
<b>Vohi</b>: Wie ist der Energieverbrauch (auch im Standby)?
</p>
<p>
<b>Snake</b>: Computerflachbildschirme brauchen weniger<br />
Strom als Röhrenmonitore. Ich habe allerdings in einem Test<br />
gesehen, dass ein Flachbildfernseher mit über 500 Watt Leistung<br />
angegeben wurde. Warum? Gilt die Formel flach = sparsam nicht für<br />
die Fernsehertechnik? Und falls ja, warum?
</p>
<p>
<b>madbeck</b>: Im Rahmen der Strompreiserhöhungen<br />
kann man ja bei aktuellen Geräten nur von einem Kauf absehen<br />
oder ? Wie sieht die Zukunft aus zum Thema Stromverbrauch und LCDs<br />
bzw. Plasmas?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Bei LCD ist der Stromverbrauch kaum<br />
höher als bei gleichgroßen Röhren, so es denn gleichgroße<br />
Röhren gibt. Bei Plasma-Geräten – die ohnehin größer<br />
sind – ist der Stromverbrauch signifikant höher. Wir<br />
haben auch schon 450 Watt im Betrieb gemessen, das tut weh.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Und das ist viel, oder?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: 450 Watt ist drei Mal mehr als ein<br />
siebzig Zentimeter Röhrengerät nehmen würde.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/salon/photos/pknaak_imchat.jpg" width="250" height="167" />
</p>
<p align="center">
<i>Peter Knaak beim Live-Chat</i>
</p>
<p>
<b>Kuddel</b>: Ich habe noch Kabel-TV analog und eine<br />
gute Röhre. Digital-TV ist nicht in Sicht. Wird es für<br />
diese Bedingungen je ein richtig gutes Flachbild-TV-Gerät geben?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Zumindest auf kleinen Bildröhren<br />
bis achtzig Zentimeter hatten wir fünf gute Modelle dieses<br />
Jahr im Test.<br />
Die fünf besten Modelle im Test waren:<br />
LCD von Panasonic – TX 32-LX70F<br />
LCD von Panasonic TX-26 LX 70F<br />
LCD von Panasonic – TX-32-LXD700<br />
LCD von Sony – KDL-40V2500<br />
und zum guten Schluss der LCD von Metz – TFT Milos 26MK /<br />
26TN11.
</p>
<p>
<b>sisemo</b>: Besitzen LCD Fernseher den gleiche Farbraum<br />
bzw. die gleiche Farbtreue wie ein normaler Röhrenfernseher?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Klare Antwort: Nein. Dazu wäre<br />
hochwertige LED-Hintergrundbeleuchtung notwendig, das verkneifen<br />
sich die Anbieter zur Zeit noch.
</p>
<p>
<b>Oyster</b>: Moin, macht bei Seitenlicht (Sonne) eher<br />
ein LCD Sinn oder Plasma TV? Mir kommt es vor, als sei die Bildqualität<br />
der Röhre nach wie vor unübertroffen (analog Receiver-Empfang).
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Fürs Standardfernsehen –<br />
Röhre top.
</p>
<p>
<b>kapitaen52</b>: Wodurch kommen die Schärfeunterschiede<br />
bei den einzelnen Herstellern bei gleicher Bildgröße<br />
und gleicher Quelle – gerade gestern noch im Fachgeschäft<br />
im Studio beobachtet?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Falsche Einstellung könnte eine<br />
Ursache sein, auf jeden Fall unterschiedlich gute Signalaufbereitung.
</p>
<p>
<b>mercatore</b>: Erst mal mit dem Kauf zu warten hören<br />
wir seit Jahren. Die Geräte werden besser, aber der technische<br />
Fortschritt beschleunigt sich ja permanent. Im nächsten Jahr<br />
gibt es wahrscheinlich schon wieder neue Standards etc. Wann soll<br />
dann der günstigste Zeitpunkt sein? Was sind die wichtigsten<br />
Fragen/Antworten, die man sich stellen muss?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Macht es wie ich: Lasst die Röhre<br />
laufen, solange sie geht.
</p>
<p>
<b>tfritz1000</b>: Bei dem momentanen Preisverfall, sowohl<br />
bei LCDs als auch bei Beamern, ist es abgesehen von der Lampenstunden-Zahl<br />
nicht sinnvoller, sich einen Beamer anzuschaffen? Diese bieten ein<br />
größeres Bild bei XGA Auflösung = Half HD (1376&#215;768)<br />
für gelegentliches Fernsehen oder Film gucken!
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Hier ist ein Sowohl-als-auch angebracht:<br />
Wegen der kurzen Lampenlebensdauer den Beamer für Filme, für<br />
die Soap die Röhre. (Und für Nachrichten natürlich<br />
auch!)
</p>
<p>
<b>marie</b>: Was ist denn OLED und was daran ist eine<br />
deutliche Verbesserung gegenüber den jetzigen Technologien?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: OLED steht für Organische Leuchtdioden;<br />
bessere Farben, größerer Farbraum, großer Blickwinkel.<br />
Geringer Stromverbrauch natürlich auch.
</p>
<p>
<b>Martin</b>: Gibt es Qualitätsunterschiede zwischen<br />
Kabel, Terrestrisch oder Satellit?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Die beste Bildqualität hatten<br />
wir über den eingebauten DVBT-Tuner, das ist auf Röhrenniveau,<br />
oft zumindest.
</p>
<p>
<b>chenry</b>: Unser Röhrengerät ist defekt.<br />
Was ist bei einer Neuanschaffung zu empfehlen – Röhre<br />
oder LCD?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Röhrengeräte werden derzeit<br />
nur noch aus der zweiten Wahl angeboten, die echten Kracher-Röhren<br />
gibt es nicht mehr. Insofern muss es dann wohl schon ein „flacher“<br />
sein.
</p>
<p>
<b>Jensel</b>: Kann man sich auf Geräte von Sony,<br />
Philipps und Panasonic blind beim Kauf verlassen? Oder produzieren<br />
auch die teilweise Schrott?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Nein, bei keiner Marke kann man sich<br />
blind auf ein gutes Gerät verlassen. Leider, leider (aber es<br />
sind schon die tendenziell besseren Marken).
</p>
<p>
<b>hummel</b>: Wieso denn leider?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Leider, weil ich es als Käufer<br />
auch lieber einfach hätte und statt umfangreicher Testberichte<br />
lesen, schlicht nach Marke kaufen würde. Aber es geht nicht.
</p>
<p>
<b>Hr. Oppl</b>: Gibt es eine Checkliste? Zahlen für<br />
Betrachtungswinkel, Umschaltzeit etc.? Und wo man noch drauf achten<br />
sollte?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Unser Testspezial „Fernsehgeräte“<br />
ist am Kiosk zu haben. Da drin ist Kaufberatung, Technikberatung<br />
und die detaillierten Ergebnisse von 39 geprüften noch erhältlichen<br />
TVs.
</p>
<p>
<b>Walldorfman</b>: Welches ist aus Preis/Leistungssicht<br />
der derzeit beste Flat TV bei 37 Zoll. Qualität und Zukunftstechnologie?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Das wäre der LCD von Panasonic:<br />
TX 32 LXD700. Das ist der einzige, der bei den wichtigen Bildsignalen<br />
mindestens gut abschnitt, alle anderen patzen bei Digitalfotos oder<br />
dem analogen Fernsehen.
</p>
<p>
<b>geranie</b>: Mir wurde gesagt, dass bei einer Diagonale<br />
bis 42 Zoll LCD und über 42 Zoll Plasma die bessere Wahl seien.<br />
Stimmt das so?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Das können wir nicht bestätigen.<br />
Die Grenze galt bisher, weil es gar keine größeren LCDs<br />
gab, die kommen erst jetzt.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Auch eine Frage, die sehr häufig<br />
kommt:
</p>
<p>
<b>mathee</b>: Wie groß muss ein Wohnzimmer sein,<br />
damit mit einem großen Fernsehschirm (ab ein Meter diagonal)<br />
gutes Sehen möglich ist?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Der Sehabstand entspricht etwa dem<br />
der Röhre. Ein bisschen dichter kann man ran, etwa sechsfache<br />
Bildhöhe. Drei Meter bei einem Achtzig-Zentimeter-TV sind super.<br />
Bei einem Meter Bilddiagonale sind es dann vier Meter.
</p>
<p>
<b>Mik</b>: Welchen Unterschied macht die Qualität<br />
des HDMI-Kabels bei einen LCD-TV und wie erkenne ich ggfls. ein<br />
gutes HDMI-Kabel?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Kabel haben wir nicht getestet. Die<br />
Diskussionen füllen Foren, deren Stoff wir nicht so nachvollziehen<br />
können. Die Qualität der HD- oder Blueray-DVD schwankt<br />
stärker als die Kabelqualität.
</p>
<p>
<b>Fredi</b>: Wie hoch sollte der Kontrast sein ?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Zahlen helfen da gar nicht, weil<br />
sie unter synthetischen Bedingungen gemessen werden. Hier hilft<br />
nur, sich auf Testberichte zu verlassen. Ich empfehle ohnehin mehrere<br />
Testberichte zu vergleichen, das macht unglaublich schlau!
</p>
<p>
<b>Vauel</b>: Full-HD Flachbildschirme gibt es meist<br />
mit Diagonalen ab 90 cm. Das ist mir zu groß. Hat Full-HD<br />
auf Bildschirmen bis 82 cm Vor- oder Nachteile? Und wie werden sich<br />
die Preise für solche Flachbildschirme entwickeln?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Full-HD hat auf kleinen Bildschirmen<br />
keine Wirkung, weil wir bereits ab etwa anderthalb Meter Entfernung<br />
auf einem 80cm-TV die Strukturen nicht mehr erkennen.
</p>
<p>
<b>Baumi</b>: Welches ist der zur Zeit der beste LCD<br />
in der Liga 102–110cm Sichtdiagonale?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Das ist der Sony, den wir vorhin<br />
hatten. KDL40V-2500.
</p>
<p>
<b>Zihart</b>: Welcher ist der beste LCD Fernseher unter<br />
80 cm und mit Frontlautsprecher?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Das ist der Panasonic TX-26 LX 70<br />
F.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Kommen wir zum großen Unterschied<br />
in den Tests:
</p>
<p>
<b>6aus49</b>: Wann ist ein LCD- und wann ein Plasmagerät<br />
die bessere Wahl?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Die Entscheidung fällt nach<br />
der Bildgröße. Die in Deutschland typischen Bilddiagonalen<br />
bis 94cm gibt es nur in LCD, darüber erst hat man die Wahl<br />
und auch da sieht LCD noch besser aus.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Kommen wir einmal zu den Fernseh-Standards:
</p>
<p>
<b>Baumi</b>: Ist „Full HD“ wirklich Full<br />
HD? Oder auch nur gleich zu setzten mit „HD Ready“?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Das Logo heißt „HD Ready<br />
1080P“ und setzt eben wirklich auf zwei Millionen Bildpunkte<br />
statt einer Million bei einfachem HD Ready. Die Crux: Unter einem<br />
Meter Bilddiagonale sieht man den Unterschied nicht.
</p>
<p>
<b>argonaut</b>: Wieviel machen eigentlich die Einstellungen<br />
am Fernseher selbst aus? Kann man als Nutzer da noch große<br />
Verbesserungen erzielen?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Alles! Fast alles. Ausgeliefert wird<br />
mit Einstellungen für den „Showroom“, zu hell,<br />
zu kontrastreich, zu viel Farbe. Das mindert die Lebensdauer und<br />
macht das Bild schlecht. Wir stellen tatsächlich für jede<br />
einzelne Bildquelle die optimalen Parameter ein, das sind bis zu<br />
acht.
</p>
<p>
<b>schultzko</b>: Was ist von LCD-TVs zu halten, deren<br />
Hintergrund-Licht von weißen LEDs erzeugt wird anstelle von<br />
Leuchtstofflampen (Heute + Zukunft)?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Die haben uns bisher noch nicht überzeugt.<br />
Das ist die Billiglösung mit tatsächlich eingeschränktem<br />
Farbraum, das will man nicht. Richtig gut wäre es mit dreifarbigen<br />
LEDs, aber die bietet noch keiner.
</p>
<p>
<b>Vauel</b>: Gibt es Fernseher, die Full-HD und 100-Hertz-Technik<br />
kombinieren und macht das überhaupt Sinn?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Hundert-Hertz-Technik ist ganz wichtig.<br />
Bei LCDs werden Bewegungsartefakte drastisch verringert, wenn es<br />
denn gut umgesetzt wird! Da haben wir schon Pannen erlebt.
</p>
<p>
<b>Hiasl</b>: Ist der Unterschied zwischen 50 und 100<br />
Hz für das bloße Auge überhaupt wahrnehmbar?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Das ist sehr gut sichtbar, wie der<br />
Nachrichtenticker-Test zeigt; den kann jeder im Fachhandel selber<br />
machen; einfach einen Ticker laufen lassen und wenn die Buchstaben<br />
verwischen, funktioniert 100 Hertz nicht.
</p>
<p>
<b>Lothar</b>: Sind lange Umschaltzeiten bei Programmwechseln<br />
bei LCD notwendig?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Je mehr Tuner ein Fernsehgerät<br />
hat, also DVB-S zusätzlich zu DVB-T, umso länger dauert<br />
das Umschalten. Dagegen ist noch kein Kraut gewachsen.
</p>
<p>
<b>enno</b>: Wie aussagekräftig ist das Kontrastverhältnis?<br />
bBi meinem LCDler ist dieser mit 1:500 angegeben. Ist das gut oder<br />
schlecht?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Die Zahlen sagen gar nichts aus,<br />
weil sie unter völlig unrealistischen Bedingungen gemessen<br />
werden.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wie kommt das?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: LCD-Geräte haben als Bildverbesserung<br />
ein Active-Backlight, es regelt die Helligkeit bei dunklen Bildern<br />
herab. Ergebnis: Ein satteres Schwarz. Außerdem bringen sie<br />
in hellen Bildern volle Power. Gemessen wird von dem einen dunklen<br />
Bild auf das nächste helle Bild. Wer ein Digitalfoto ansieht,<br />
bekommt dieses Kontrastverhältnis keinesfalls geboten.
</p>
<p>
<b>martin55</b>: Werden die Preise für sehr große<br />
Bildschirme (über 110 cm) noch deutlich sinken oder erreicht<br />
man allmählich die untere Grenze?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Preislich ist da noch viel Luft drinnen.
</p>
<p>
<b>martin55</b>: Lohnen sich große Flachbildschirme<br />
auch ohne HD-Medien?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Davon raten wir eher ab. Auf großen<br />
Bilddiagonalen werden die Schwächen des normalen Fernsehbildes<br />
deutlicher sichtbar.
</p>
<p>
<b>Karl Otto</b>: Gibt es denn schon HD-Ready Fernseher<br />
mit eingebautem HDTV-Empfänger?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Meines Wissens nicht. Bisher muss<br />
in Deutschland immer eine Setup-Box genutzt werden, Beispiel Premiere.
</p>
<p>
<b>ebzimmer</b>: Es werden jetzt vermehrt LCD-Fernseher<br />
mit 100 HZ-Technik angeboten. Wo liegt der Vorteil dieser Geräte?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Bewegte Objekte, z.B. der Ball beim<br />
Fußball, werden schärfer dargestellt. Einfacher Test:<br />
Newsticker im Nachrichtensender.
</p>
<p>
<b>Numod</b>: Wie sehen Sie die Entwicklung von Ambilight?<br />
Ist das überhaupt sinnvoll?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Ambilight, das Fernsehlicht von der<br />
Rückseite des Philips-Fernsehers (das macht kein anderer),<br />
ist eine Geschmacksfrage.
</p>
<p>
<b>Hummer</b>: Ist abzusehen, dass die Geräte nach<br />
Weihnachten preislich wieder attraktiver werden?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Ich rechne fest damit! Jetzt werden<br />
die Lager vollgestopft und was übrig bleibt, muss Anfang des<br />
Jahres raus.
</p>
<p>
joachim: Wir schwanken zwischen 66 und 80 cm Bildschirmdiagonale<br />
bei einem LCD-Fernseher. Genügen 66 cm? Unser Wohnzimmer ist<br />
40 qm groß. Und: Kauft man das Gerät besser vor oder<br />
nach Weihnachten (des Preises wegen)?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Ich würde das LCD-Gerät<br />
kaufen, dessen Bildhöhe einen Tick mehr ist als von der alten<br />
Röhre. Und nach Weihnachten kann nicht schlecht sein.<br />
Moderator: Zum Termin noch etwas spezieller:
</p>
<p>
<b>Baumi</b>: Macht es Sinn vor Weihnachten noch einen<br />
LCD zu kaufen, oder sollte man lieber bis nach der CeBit warten?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Ich würde zwischen Weihnachten<br />
und der CeBIT kaufen, denn irgendwann sind auch die Lager leer und<br />
dann kriegt man nur noch den letzten Rest. Ehe die CeBIT-Modelle<br />
im Handel sind, wird es sowieso Herbst.
</p>
<p>
<b>Triene</b>: Welchen Fernseher würden Sie empfehlen,<br />
wenn Geld absolut keine Rolle spielt und warum?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Ich würde immer noch einen mittelpreisigen<br />
Panasonic kaufen (siehe oben), weil er einfach alles am besten bringt.<br />
Die Bedienungsvorteile bei LOEWE, Metz und Bang &amp; Olufsen wären<br />
mir den Aufpreis nicht wert.
</p>
<p>
<b>Hiasl</b>: Budgetfrage: Gibt es überhaupt gute<br />
LCD-Fernseher für den kleinen Geldbeutel – sagen wir<br />
um die 700 EUR? Oder sollte man davon von vornherein die Finger<br />
lassen?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Nein, gibt es nicht. Unter 900 Euro<br />
wird die Luft wirklich dünn.
</p>
<p>
<b>Rössler</b>: Welchen Flachbildfernseher würden<br />
Sie persönlich kaufen?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Den Panasonic, den TX-32LXD700. Der<br />
hat leichte Schwächen bei 24P, aber das stört mich nicht.
</p>
<p>
<b>mbbonn</b>: Unser Röhrenbildschirm (15 Jahre<br />
alt) geht kaputt. Wir sehen circa 3 Wochenstunden fern. Meine Frau<br />
will mindestens 81cm Diagonale. Ich brauche einen zukunftssicheren<br />
LCD ohne Schnickschnack – preiswerte Qualität. Danke<br />
und Grüße aus Bonn.
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Das ist der, den ich mir auch kaufen<br />
würde. Bitte und Grüße aus Berlin.
</p>
<p>
<b>Uli</b>: Ich habe einen 103“ Plasma mit 1366<br />
Pixeln angesteuert (Messe) und ein sehr gutes Bild erhalten. Ist<br />
Full-HD fürs Wohnzimmer wirklich sichtbar?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Nach unserer Erfahrung ist das nicht<br />
sichtbar, es sei denn, man geht ganz dicht ran.
</p>
<p>
<b>Baumi</b>: Was muss ein LCD mindestens bieten, damit<br />
er zukunftssicher ist?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: HD-Ready sollte er natürlich<br />
sein, mehrere HDMI-Eingänge haben, eine wirksame 100-Hertz-Technik<br />
und eine gute Kinofilmwiedergabe (24P).
</p>
<p>
<b>Anonymous</b>: Was ist der Unterschied zwischen „LCD“,<br />
„Plasma“, „HD“ und „HDready“?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Zur Technik: LCD hat eine konstante<br />
Hintergrundbeleuchtung, die Flüssigkristalle lassen das Licht<br />
durch oder sperren es aus. Vorteil: Helligkeit. Nachteil: In schwarzen,<br />
in dunklen Bereichen und bei Bewegungen. Plasma: Die einzelnen Plasmazellen<br />
schalten nur an, wenn Licht gebraucht wird. Vorteil: Großer<br />
Blickwinkel, sattes Schwarz, keine Bewegungsartefakte. Nachteil:<br />
Fressen aber Strom. HD: HD ist einfach nur die Bezeichnung für<br />
„High Definition“, also hochauflösendes Fernsehen.<br />
HD Ready kennzeichnet Fernsehgeräte mit digitalem Eingang und<br />
Kopierschutz, die mindestens 720 Zeilen Auflösung haben. HD<br />
Ready, eine Million Bildpunkte, Full HD hat zwei Millionen Bildpunkte.
</p>
<p>
<b>Hiasl</b>: Wann werden die TV-Sender standardmäßig<br />
in HD senden?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Es wird einen Probebetrieb mit der<br />
Winter-Olympiade in Vancouver 2010 geben, das ist der Start für<br />
die Öffentlich-Rechtlichen. Die anderen halten sich bedeckt.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Und das gilt für welche Sendearten?<br />
Kann man dazu etwas sagen?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Per Satellit gibt es heute schon<br />
HD, von Premiere, Pro7 und Sat1. Im Kabel wird es 2010 starten.<br />
Per DVB-T ist derzeit noch keine Lösung sichtbar.
</p>
<p>
<b>Tina</b>: Welcher TV-Standard bietet die beste Auflösung<br />
und welches LCD-Format passt dazu am besten?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Im Clinch liegen 720P bei den Öffentlich-Rechtlichen<br />
mit Vorteilen bei Sportübertragungen (bei bewegten Bildern)<br />
und 1080i mit mehr Details – aber Problemen bei bewegten Bildern<br />
(private Sender). Was sich durchsetzt, werden wir sehen. Auf jeden<br />
Fall ist ein HD-Ready-Gerät keine schlechte Wahl.
</p>
<p>
<b>FernSichT</b>: Was hat es mit der „24p“-Unterstützung<br />
auf sich? Muss ich darauf achten, wenn ich öfter HD- oder Blu-Ray-DVDs<br />
schauen will?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Nur dann, genau. Das können<br />
leider nur wenige Fernsehgeräte. Einfacher Test: Eine HD-DVD,<br />
beispielsweise „Phantom der Oper“ einlegen, Anfangsszene<br />
Zoom auf das Opernhaus: Ruckelt es – klappt 24P nicht.
</p>
<p>
<b>marie</b>: Gibt es Erfahrungen zur Langlebigkeit der<br />
Geräte? Vom welchen TV hab ich länger etwas, von LCD oder<br />
Plasma? Oder doch von Röhre?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Beide Systeme sollen etwa 60 000<br />
Stunden durchhalten, mehr als jedes Röhrengerät. Tatsächlich<br />
melden die Servicebetriebe geringere Reparaturquoten.
</p>
<p>
<b>Albert</b>: Gibt es Geräte (außer Loewe)<br />
mit eingebautem Digi-Sat-Receiver und lohnen sich die Mehrkosten?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Ich glaube Metz bringt so etwas auch<br />
noch, aber der Aufpreis ist so heftig, dass auch andere Vorteile<br />
zählen sollten.
</p>
<p>
<b>Ulli</b>: Ist 100Hz-Technik bei LCD Full-HD wichtig<br />
oder genügt auch ein 50 Hz-Gerät?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: 100 Hertz-Technik ist eminent wichtig,<br />
aber sie muss funktionieren. Und das tut sie nicht immer, wie unsere<br />
Tests zeigen.
</p>
<p>
<b>DW aus W.</b>: Wie steht es um die mechanische Robustheit<br />
der LCDs? Wir haben kleine Kinder im Haushalt. Einer Bildröhre<br />
macht der unsanfte Kontakt mit einem Holzbaustein nicht viel aus.<br />
Wir wollen vermeiden, nach kurzer Zeit teuren „Edelschrott<br />
„ zu haben.
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Das wurde bei Einführung der<br />
Spielekonsole wie Wii bekannt, dass Flachfernsehgeräte sehr<br />
empfindlich auf herumfliegende Gegenstände reagieren. Da ist<br />
die Röhre deutlich robuster. Wie wäre es mit einem Plasmagerät?<br />
Die haben immer noch eine Schutzscheibe davor.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Kommen wir zum Fernseher als Diaprojektor:
</p>
<p>
<b>Anonymous</b>: Ist die Qualitätsangabe für<br />
„USB-Stick oder Speicherkarte“ auch für Fotos von<br />
Laptop-Festplatte gültig, oder gilt dafür die DVD-Bewertung?<br />
Welcher Anschluss ist für Laptop-Verbindung nötig?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Von den 67 geprüften waren nur<br />
5 bei digitalen Fotos gut, allesamt über den USB-Eingang. Beim<br />
Einspielen über DVD ist die Qualität mau. Den Laptop würde<br />
ich immer über die digitale Schnittstelle anschließen<br />
(DVI auf HDMI).
</p>
<p>
<b>valentin</b>: Was ist günstiger in den Reparaturkosten,<br />
Röhre oder LCD?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Keine Ahnung, was ist kaputt? Der<br />
Netzschalter kostet bei beiden gleich viel, das Display ist bestimmt<br />
teurer als eine neue Röhre.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Zum Thema Energie:
</p>
<p>
<b>hummel</b>: Warum lassen sich die Flach-TVs eigentlich<br />
nicht mehr richtig ausschalten, sondern brennen immer im Standby?<br />
Wem soll das denn Vorteile bringen – der Stromverbrauch steigt<br />
dadurch ja drastisch.
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Hier sind geringe Einsparungen in<br />
der Produktion auf den Käufer abgewälzt, wir geißeln<br />
das auch.
</p>
<p>
<b>Plinus</b>: Es gab schon Experimente mit 3D-Bild-Fernsehern,<br />
glauben Sie, dass über kurz oder lang da größere<br />
Erfolge verbucht werden können?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Was ich bisher gesehen habe, war<br />
unbrauchbar. Was mir als brauchbar per Pressemeldung offeriert wurde,<br />
durfte ich mir aber noch nicht angucken. Ich glaube, das ist in<br />
ganz ganz ferner Zukunft.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Eine Nachfrage:
</p>
<p>
<b>hummel</b>: Wie bekommt man die Geräte denn ganz<br />
aus? Stecker ziehen?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Stecker ziehen oder eine schaltbare<br />
Steckerleiste nutzen. Das hat nur einen Nachteil: Die elektronische<br />
Programmzeitung (EPG) braucht nach dem Einschalten dann ein paar<br />
Minuten um sich zu aktualisieren. Aber die hat man wohl immer.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Und das schadet den Geräten nicht?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Die Geräte leiden keinesfalls<br />
darunter. Nur der Stromanbieter – der leidet darunter 🙂
</p>
<p>
<b>Uli</b>: Ich nutze einen „PowerSafer“<br />
(Schaltet alles ab, wenn die Geräte im Standby sind). Ich habe<br />
gehört, dass dies schädlich für die Netzteile sein<br />
kann.
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<b>Peter Knaak</b>: Davon habe ich noch nichts gehört.<br />
Ich habe selber so etwas und noch keine Probleme. So ganz privat.
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<b>Palmenkind</b>: Testen Sie auch das Zusammenspiel<br />
von Fernsehern und Videokonsolen? Stichwort Blu Ray und HD.
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<b>Peter Knaak</b>: Das haben wir gemacht, siehe unser<br />
Testheft 6/2007. Wir haben keine Riesenmatrix getestet, aber eben<br />
die DVD-Nachfolger und die DVD, sowohl an LCD-Plasma als auch Röhre.<br />
Unser Favorit war die klassische DVD per Upscaling und HDMI auf<br />
einer 80cm LCD.
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<b>hummel</b>: Mal was anderes als nur Bild: Welches<br />
TV liefert eigentlich den besten Ton und welches Zusatzmaterial<br />
brauch ich da, für normalen Stereoton erstmal?
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<b>Peter Knaak</b>: Die Tonqualität ist in den flachen<br />
Fernsehgeräten schlechter als vorher in den großen Röhren.<br />
Logisch: Kein Platz für Klang. Mein Tipp: Heimkinoanlage anschließen,<br />
zur Not tuts die normale Stereoanlage.
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<p>
<b>Hr. Oppl</b>: Gibt es auch Geräte, an die ich<br />
meinen PC via Home-Netzwerk anschließen kann – also<br />
mit Netzwerk-Eingang? Wenn ja – gibt es irgendwelche bekannten<br />
Probleme?
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<b>Peter Knaak</b>: Hier würde ich wirklich auf<br />
Foren verweisen. Das ist sehr sehr tricky.
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<b>Uli</b>: Welche native Auflösung empfehlen Sie,<br />
wenn ein 40–42“ LCD für Fernsehen, DVD und Media-Box<br />
(PC) im Wohnzimmer mit fünf Meter Abstand genutzt werden soll?
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<b>Peter Knaak</b>: Hier reicht HD-Ready allemal.
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<b>Tyeron</b>: Wird es in nächster Zeit noch einen<br />
Test für Fernseher ab 46“ geben?
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<p>
<b>Peter Knaak</b>: Zur Zeit testen wir drei Mal im Jahr,<br />
der aktuelle Test ist gerade raus (12/2007). Und diese Testergebnisse<br />
sind natürlich auch im Testspezial „Flachfernseher“<br />
drin.
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<b>Palmenkind</b>: Wie wichtig ist es bei Heimkinoanlagen,<br />
alles vom gleichen Hersteller zu haben? Ich habe gelesen, manche<br />
vertragen sich schlecht untereinander.
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<b>Peter Knaak</b>: Das ist nicht meine Erfahrung. Im<br />
Gegenteil: Da jeder besondere Stärken und Schwächen hat,<br />
lohnt es sich die Komponenten mit ihren Stärken zu kombinieren.
</p>
<p>
<b>gosener</b>: Ich habe einen 32 „ LCD von LG<br />
mit 8ms Verzögerung. bei dunklerem Bild und bei Porträtaufnahmen<br />
verschieben sich die Gesichtskonturen. Ab wieviel ms passiert das<br />
nicht mehr?
</p>
<p>
<b>Peter Knaak</b>: Die Millisekunden sagen gar nichts,<br />
bei LCDs wird es immer Wischeffekte geben. Das wirksamere Mittel<br />
ist 100-Hertz-Technik.
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<p>
<b>Moderator</b>: So, unsere Zeit ist fast um. Ein Schlusswort<br />
noch?
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<b>Peter Knaak</b>: Vielen Dank an alle und mein ultimativer<br />
Tipp: Röhre laufen lassen, Flachfernsehgerät lieber später<br />
kaufen.
</p>
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<b>Moderator</b>: Das waren 60 Minuten test.de-Expertenchat.<br />
Vielen Dank an Peter Knaak für die Antworten und vielen Dank<br />
an die Chatter für die vielen Fragen. Das Chat-Team wünscht<br />
allen Beteiligten noch einen schönen Tag.</p>
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