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	<title>Telemedizin &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Telemedizin &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Hat die klassische Ärzt*innensprechstunde ausgedient?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Louisa Kropp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2020 13:37:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Insbesondere durch die Corona-Krise haben sich viele Lebensbereiche mehr und mehr ins Digitale verlagert. Telemedizinische Angebote bieten Patient*innen die Möglichkeit, digital mit ihrem Arzt oder Ärztin über ihre gesundheitlichen Anliegen zu sprechen, ohne dafür den Weg in die Praxis zu gehen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Laut einer <a href="https://www.bitkom.org/sites/default/files/2020-07/prasentation_digitalhealth2020.pdf">Studie</a> des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (bitkom) ist der Wunsch der Bürger*innen danach  telemedizinische Angebote zu nutzen, in der Pandemie deutlich angestiegen. In der Studie gaben 85% der Nutzer*innen von digitalen Sprechstunden an, dass sie aus Angst sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, eher eine Videosprechstunde in Anspruch genommen haben.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Welche Chancen die Telemedizin bieten kann, aber worin sie auch an ihre Grenzen stößt, diskutieren…</p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>PRO-Standpunkte: </strong>Zava Gründer und CEO David Meinertz</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ></p>
<blockquote>
<p>2018 war ein Jahr des Durchbruchs für die Telemedizin in Deutschland. Bis dahin hatten vor allem gesetzliche Hürden Telemedizin-Patienten das Leben schwer gemacht. Das bis dahin geltende berufsrechtliche Verbot der ausschließlichen Fernbehandlung wurde gelockert und Ärzte erhielten mehr Handlungsspielräume. Noch 2016 wurde es Vor-Ort-Apotheken verboten, telemedizinisch ausgestellte Rezepte einzulösen. 2019 konnten die Apotheken dann wieder Online-Rezepte bedienen. Bei <a href="https://www.zavamed.com/de/">Zava</a> waren wir uns immer sicher, dass es dazu kommen wird und haben uns auch davor jahrelang für die Telemedizin stark gemacht.</p>
<p>Durch die Corona-Pandemie hat die Telemedizin im Frühjahr 2020 dann einen plötzlichen Aufschwung erlebt. Unsere Patienten waren extrem froh über unser Angebot, so konnten sie in den Wochen des Lockdowns den Besuch einer Arztpraxis vermeiden. Seither ist die Telemedizin Teil des ‚new normal’, die Nachfrage nach Online-Sprechstunden steigt seither stetig. Ich gehe davon aus, dass mittelfristig drei bis vier von zehn Arztkontakten telemedizinisch erfolgen werden.</p>
<p>Was kann durch Telemedizin geleistet werden? Die Videosprechstunde zum Beispiel ist eine echte Entlastung für Patienten und das Gesundheitssystem. Sie kann schneller und sicherer sein als der persönliche Besuch in einer Arztpraxis &#8211; und das sogar am Wochenende oder am späten Abend. Und sie kann in Zukunft viel mehr leisten, als sie es heute schon tut. Denn Telemedizin ist niedrigschwelliger und wird mehr Patienten erreichen. Diejenigen, die den Weg in die Praxis scheuen, aus Zeitmangel, logistischen Gründen oder schlicht und einfach, da sie keinen Termin in der Praxis vor Ort bekommen, können auch so, ganz einfach ärztlichen Rat aufsuchen oder ein Folgerezept erhalten. Denn ob der Patient dem Arzt in der Praxis gegenübersitzt oder dies digital vor PC oder Handy geschieht: die besprochenen Themen sind dieselben. Darüber hinaus dauert eine Sprechstunde durchschnittlich ohnehin nur sieben Minuten, da lohnt sich das Warten für den Patienten nicht. Und auch die Ansteckungsgefahr im Wartezimmer fällt weg. So werden Patient und auch der Arzt entlastet werden. Die Ärzte können sich auf die komplizierten Fälle fokussieren, bei denen Telemedizin nicht helfen kann.</p>
<p>In den letzten Jahren ist sehr viel passiert in Deutschland. Die Richtung stimmt. Am Ende entscheiden die Patienten, was sie wie nutzen. Wünschen würden wir uns allerdings mehr Gestaltungswillen auch bei der Weiterentwicklung der medizinischen und pflegerischen Berufe. Langfristig erwarten wir Task Shifting und Skill Mixing in den Berufsbildern.</p>
</blockquote>
<p>
</div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h2 class="h2" ><span><strong>CONTRA-Standpunkte:</strong> Vorstandsvorsitzender Freie Ärzteschaft Wieland Dietrich</span></h2></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ></p>
<blockquote>
<p>Telemedizin ist zunächst ein komplexes Feld medizinischer Anwendungen, das beispielsweise Videosprechstunden, Fernberatung oder -Befundung umfasst. Durch die Corona-Pandemie hat insbesondere die Videosprechstunde einen gewissen Aufschwung erfahren: dennoch ist die Frequenz im Vergleich zur echten Arzt-Patientenbehandlung sehr gering. Dasselbe gilt für die Nachfrage durch den Patienten.</p>
<p>Es muss ein Termin für eine Sprechstunde o.Ä. vereinbart werden, wobei jeder Zeitverzug seitens des Patienten einen echten Zeit- und Effizienzverlust für den Arzt bedeutet. Dieses &#8220;just in time&#8221; ist ein wesentlicher Nachteil, weil in der Medizin exakte Zeitfenster ohnehin schwer geplant werden können.</p>
<p>Wenn im ländlichen Raum Ärzte aus der Umgebung konsultiert werden sollen, die der Patient kennt, wird der Arzt Zeitmangel nicht behoben, sondern durch den erhöhten Zeitbedarf der Videokonsultation vielleicht sogar verschärft.</p>
<p>Kommt in der Praxis ein Patient zu spät, macht der Arzt zunächst etwas anderes. Bei der Videosprechstunde wartet er, und verliert Zeit. Bei bekannten Patienten gestaltet sich der Beginn der Videosprechstunde einfacher, weil man sich kennt. Andernfalls ist zunächst ein gewisses Kennenlernen nötig, um Vertrauen zu fassen.</p>
<p>Für Ältere könnte aufgrund meist fehlender Technikaffinität das Vertrauen in die Videosprechstunde fehlen. Darüber hinaus ist ein gravierendes Problem bei älteren Menschen die typische Multimorbidität, das bedeutet das gleichzeitige Bestehen von verschiedenen Krankheiten, die oft eine körperliche Untersuchung erfordert.</p>
<p>Das zeigt schnell die Grenzen der Videosprechstunde auf: Die Oberflächlichkeit, die eher Beratung als echte Behandlung erlaubt, auch weil keine körperliche Untersuchung mit weiterer Diagnostik möglich ist. Beratung ja &#8211; echte Behandlung kaum. Das bedeutet, dass die klassische Arztsprechstunde nur teilweise ersetzt werden kann. Die persönliche Nähe, auch als heilendes Element im psychosozialen Kontext, fehlt bei der Fernbehandlung komplett.</p>
<p>Die Frage der Freiwilligkeit ist entscheidend, für Arzt und Patient. Gute und sichere Prozesse werden sich durchsetzen, Top-down-Projekte mit Zwang werden scheitern. Ärzte werden sie zwar formal implementieren, dann aber gar nicht nutzen. Ein Beispiel dafür ist die eAkte in Frankreich, die seit Jahren verpflichtend, dennoch aber nur minimal realisiert ist.</p>
</blockquote>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><a href="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/09/komplette-Interviews.pdf">Die kompletten Interviews können Sie hier nachlesen.</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@fr3nks?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Daniel Frank</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/doctor-patient?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-3"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div>
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		<title>Dänemark digital</title>
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		<dc:creator><![CDATA[bstoeber]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2014 13:31:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-4"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Dänemark ist nicht nur europäischer Spitzenreiter beim Ausbau des Breitbandnetzes, sondern auch Pionier in der digitalen Verwaltung. Seit November dieses Jahres versenden dänische Behörden ihre Post nur noch in digitaler Form – eine Schlüsselrolle kommt dabei der Telemedizin zu.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Rentenantrag, die Baugenehmigung, der Antrag auf Wohngeld, auf finanzielle Zuschüsse für Alleinerziehende oder auch der Antrag auf Ehescheidung – für all diese Aktivitäten bedarf es in Dänemark nun keines Behördengangs mehr, sondern allein des Zugangs zu einem Computer und einer digitalen Identitätsregistrierung. Seit der ersten Digitalisierungsstrategie aus dem Jahr 2001 wird in Dänemark stetig auf den Umbau der analogen zur digitale Verwaltung hin gearbeitet.<br />
So versenden dänische Behörden seit dem 1. November 2014 keine Formulare oder sonstige Post in Papierform mehr, vielmehr finden alle Bewohner Dänemarks, die älter als 15 Jahre sind, die an sie adressierte offizielle Post seither in ihrem digitalen Briefkasten. Waren Anfang Dezember insgesamt 4,2 Millionen Nutzer registriert, was 89,5 Prozent der dänischen Bevölkerung entspricht, gab es nur knapp 500.000 Einwohner, die von der Teilnahme der E-Post befreit waren und weiterhin ihre offiziellen Briefe in Papierversion erhalten.<br />
Gründe für die Nichtteilnahme am digitalen Postverkehr sind nicht etwa datenschutzrechtliche Bedenken, sondern in erster Linie nachweisbare Schwierigkeiten, Zugang zu einem Computer mit ausreichender Internetverbindung zu haben, „physische oder kognitive Einschränkungen, die den Empfang digitaler Post behindern“ (so der offizielle Wortlaut) oder auch Obdachlosigkeit. Die aus Deutschland bekannten Bedenken in Bezug auf Datenschutz, sind in Dänemark wenig verbreitet. Dies mag zum einen an einer Art Gewöhnungseffekt liegen, denn seit Ende der 1960 Jahre erhalten alle Bewohner Dänemarks eine zehnziffrige Identitätsnummer (CPR-Nummern), mit Hilfe derer wesentliche Personendaten gesammelt werden. Zum anderen wird den dänischen Behörden ein insgesamt recht hohes Vertrauen entgegengebracht, die gesammelten Daten verantwortungsvoll zu verwalten. Und bis auf kleinere – von der nationalen Datenschutzbehörde (Datatilsynet) veröffentlichte – Verstöße scheint das Vertrauen gerechtfertigt.</p>
<h3>Digitale Wohlfahrt durch digitale Lösungen</h3>
<p>E-Post ist eine konkrete Initiative der dänischen Digitalisierungsstrategie, die von der Regierung, den Kommunen und Regionen gemeinsam getragen wird – und zwar mit dem Ziel, den dänischen Wohlfahrtsstaat zu modernisieren und die öffentliche Verwaltung zu effektivisieren. Zu den wesentlichen Eckpunkten gehören neben der papierlosen Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern eine effektivere digitale Zusammenarbeit der Behörden sowie der Fokus auf digitale Wohlfahrt durch den Einsatz digitaler Lösungen.<br />
Im Hinblick auf die öffentliche Verwaltung wird darauf gesetzt, dass die Behörden die Digitalisierung und die neuen Technologien dazu nutzen, effektiver zu arbeiten und Wissen zu teilen. „Dies soll einen zusammenhängenderen und überschaubareren öffentlichen Service schaffen“ so heißt es in der„Strategie für digitale Wohlfahrt 2014-2020“, die die dänische Regierung im Jahr 2013 veröffentlichte. Insgesamt sieben Bereiche umfasst diese Strategie, die auf eine mittlerweile zwölfjährige gemeinsame Zusammenarbeit des öffentlichen Sektors zum Thema Digitalisierung zurückgeht: Neben der Verwaltung wird auf die Bereiche Gesundheitsvorsorge und Pflege gesetzt sowie Telemedizin, Ausbildung, digitale Lehre und – als entscheidende Voraussetzung – eine bessere Breitbandabdeckung und verstärkte Entwicklung digitaler Kompetenzen. Offizielles Ziel der Strategie ist es, mithilfe digitaler Lösungen allen Dänen (besser als bisher) zu ermöglichen, selbst zur Wohlfahrt beizutragen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.</p>
<h3>Schlüsselrolle Telemedizin</h3>
<p>In Bezug auf den Bereich Telemedizin, auf den mit großem Nachdruck gesetzt wird, heißt es in der Strategie, dass mit Hilfe der Digitalisierung Wohlfahrt auf neue, effektivere Art bereitgestellt werden kann. Dabei wird der Telemedizin bei der Lösung von zukünftigen Gesundheitsleistungen eine Schlüsselrolle zugesprochen. „Dänemark gehört bereits zu den Ländern in der Welt, die weit gekommen sind bei der Nutzung von Telemedizin, um demografischen und ökonomischen Herausforderungen zu begegnen, die Dänemark und anderen Ländern in den kommenden Jahren bevorstehen“ heißt es in dem Strategiepapier.<br />
Dass die erfolgreiche Umsetzung dieser Pläne stark von einer funktionierenden digitalen Infrastruktur abhängt, steht außer Frage. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die dänische Regierung bis zum Jahr 2020 sicherzustellen, dass landesweit Breitbandverbindungen mit 100 Mbit/s (Download) beziehungsweise 30 Mbit/s (Upload) verfügbar sind. Bisher sind nicht überall eine gleichmäßig gute Breitbandabdeckung und hohe Datengeschwindigkeiten zu finden: „Nur“ gut 70 Prozent aller dänischen Haushalte und Unternehmen haben einen Breitbandzugang mit einer Geschwindigkeit von 100 Mbit/s (Download), beziehungsweise 58 Prozent haben Zugang zu einer Geschwindigkeit von 30 Mbit/s (Upload). Dabei sind es vor allem die Inseln, von denen es viele in Dänemark gibt, die weit aus weniger gut ausgestattet sind als die meisten Festlandkommunen. Diese Problematik wird von offizieller Seite ernst genommen, und so stellte die Regierung im Sommer 2014 umgerechnet gut acht Millionen Euro bereit, um allein auf der Insel Bornholm für die betroffenen 10.000 Haushalte und Unternehmen den Zugang zum schnellen Breitband markant zu verbessern.</p>
<h3>Breitbandausbau: Paradiesische Zustände</h3>
<p>Verglichen mit dem Ziel der im August 2014 in Deutschland vorgelegten „Digitalen Agenda 2014-2017“, bis zum Jahr 2018 flächendeckend 50 Mbit/s verfügbar zu machen, mögen die dänischen digitalen Infrastrukturpläne für Deutsche paradiesisch wirken. Zweifellos gehört Dänemark bereits zu den Spitzenreitern beim Ausbau des Breitbandnetzes, was sich überaus deutlich auf die Nutzung und den Nutzen des Internets für die Bevölkerung bemerkbar macht. Diese Situation resultierte jüngst beim Web Index der World Wide Web Foundation in einer <a href="http://thewebindex.org/report/#2._overview_of_rankings" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Platzierung Dänemarks auf dem ersten Platz</a> .<br />
Dass die Digitalisierung und mit ihr wohlfahrttechnologische Innovationen zukünftig ein wichtiges Element bei der Aufrechterhaltung und weiteren Gestaltung des dänischen Wohlfahrtstaats sein können, bezweifelt in Dänemark kaum jemand. Doch während einige Bereiche wie zum Beispiel die Verwaltung vorbehaltlos vom Einzug digitaler Innovationen profitieren, werden Stimmen laut, denen zufolge in einigen Bereichen wie beispielsweise der Pflege und Altenfürsorge, aber auch der Ausbildung und Lehre Rücksicht auf die Besonderheiten und Komplexität des Einsatzesgebietes genommen werden sollte. Bei aller digitaler Euphorie müsse der Wert direkter, sozialer Beziehungen berücksichtigt werden.<br />
<em>Mehr Infos zu Dänemark:<br />
Die Studie „Von glücklichen Dänen lernen? Wohlfahrtsstaat und Zivilgesellschaft im demografischen Wandel“ von Birgit Stöber ist <a href="http://www.herbert-quandt-stiftung.de/galerien/Gedanken_zur_Zukunft_Von_gluecklichen_Daenen_lernen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> erschienen.</em><br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/marfis75/10014019485" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Fish</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div>
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		<title>Meckern bis der Arzt kommt &#8211; Digitale Presseschau 26/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2014 14:10:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Es reicht, Schluss damit! Überwachung, Google, genug aufgeregt! Seit dieser Woche wissen wir, dass wir alles ein bisschen lockerer sehen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es reicht, Schluss damit! Überwachung, Google, genug aufgeregt! Seit dieser Woche wissen wir, dass wir alles ein bisschen lockerer sehen sollten, mit Fassung tragen eben. Wer trotzdem ein wenig digitalen Frust abbauen will, der kann sich wie immer über Google und Co. beschweren. Das kann aber auch nicht die Lösung sein. Stattdessen ist diese Woche konstruktives Denken gefragt: Emails verschlüsseln, Datenschutzstandards einführen und alle Kinder zu Informatikern erziehen. Das klingt doch gut! Wer da noch Einwände hat, der geht am besten zum Arzt, aber online bitteschön.</p>
<h3>Video der Woche<b><br />
</b></h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=0n_UqRlmFaU&#038;feature=youtu.be<br />
Ist das jetzt noch Galgenhumor oder schon zynisch oder beides? Seit einem Jahr erhitzt der Überwachungsskandal die Gemüter, nur einer bleibt ganz cool: Nein, nicht Chuck Norris, sondern Bundestagspräsident Lammert. Er trägt die Bespitzelung seiner Person durch die NSA mit Fassung. Was <a href="http://gefaelltmir.sueddeutsche.de/post/89945359394/dass-beitraege-aus-dem-deutschen-bundestag-virale">für die einen</a> ein tragikomisches Paradebeispiel für den politischen Umgang mit der Überwachungsaffäre darstellt, sorgte vor Ort aber lediglich für amüsiertes Gelächter.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-06/verschluesselung-e-mail-neue-anbieter/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verschlüsseln für Anfänger</a></h3>
<p>Wer Datenklau und Überwachung nicht <a href="https://twitter.com/search?q=%23mitfassung&amp;src=typd">#mitFassung</a> tragen möchte, der sollte einfach mal darüber nachdenken, seinen Emailprovider zu wechseln. Die Zeiten, in denen digitale Selbstverteidigung Nerds und Netzaffinen vorbehalten war, nähern sich ihrem Ende. Zahlreiche Email-Dienste bieten mittlerweile verschlüsselte Emailkommunikation an, selbst die Bösen von Google. Na dann muss das doch klappen! Ein Überblick dazu &#8211; umfassend, verständlich und übersichtlich.<br />
<em><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-06/verschluesselung-e-mail-neue-anbieter/komplettansicht">www.zeit.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.eaid-berlin.de/?p=413" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anschnallen nicht vergessen &#8211; Mehr Standards für das Netz?</a></h3>
<p><b></b>Wie in der analogen Welt auch, kann individuelle Selbstverteidigung aber nicht die Lösung sein. Vielmehr bedarf es gesetzlich festgelegter Standards, die sichere Kommunikation für alle gewährleisten. Das ist dann keine Bevormundung, sondern entspricht dem Schutzauftrag des Staates, meint der ehemalige Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar. Wie die „Helmpflicht für das Internet“ aussehen könnte, erklärt er uns auch.<br />
<em><a href="http://www.eaid-berlin.de/?p=413">www.eaid-berlin.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/telemedizin-wird-in-deutschland-zum-alltag-12990869.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tschüss Hausarzt, hallo digitales Wartezimmer!</a></h3>
<p>Mit dem digitalen Helm ab zum Online-Doktor? Telemedizin soll ärztliche Versorgung ohne den manchmal lästigen oder mühseligen Weg in die Praxis ermöglichen. Gesetzliche Regelungen fehlen bis dato und das trotz einschlägiger Vereinbarungen im Koalitionsvertrag. Erste Pilotprojekte laufen allerdings bereits und Geschäftsideen sprießen aus dem Boden. Nur noch eine Frage der Zeit?<br />
<em><a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/telemedizin-wird-in-deutschland-zum-alltag-12990869.html">www.faz.net</a></em></p>
<h3><a href="http://frau-dingens.de/?p=3009" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unser tägliches Google gib uns heute!<b></b></a></h3>
<p>Es ist auf jeden Fall nur eine Frage der Zeit bis die FAZ die nächste Google-Schelte durchs Netz schickt. Die Bloggerin Yasmina Banaszczuk hat genug davon. Die alten Eliten in Verlagen und Redaktionen haben kein Problem mit Google, sondern mit Machtverlust. Harte Worte, aber ein guter Punkt. Was sonst noch hinter der Scheindebatte steckt und worüber wir uns stattdessen Gedanken machen sollten, erfahren wir außerdem.<br />
<em><a href="http://frau-dingens.de/?p=3009">www.frau-dingens.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/proteste-auf-entwicklerkonferenz-google-und-die-wut-1406-107477.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Willkommen im Google-Imperium!</a></h3>
<p>Doch es gibt auch viele, die der anhaltenden Google-Kritik noch nicht überdrüssig sind. Einige davon standen diese Woche sogar vor der Haustür des Konzerns und waren drauf und dran dem IT-Riesen bei seiner hauseigenen Messe I/O die Stimmung zu verhageln. In Kalifornien erleben die Menschen jetzt schon, was es bedeutet, wenn Marktmacht und Unternehmergeist ineinander greifen. Die stete Expansion des Google-Imperiums lässt wenig Gutes vermuten.<br />
<em><a href="http://www.golem.de/news/proteste-auf-entwicklerkonferenz-google-und-die-wut-1406-107477.html">www.golem.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/bildung/informatikunterricht-an-der-schule-geht-nicht-per-mausklick-1.2008760" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Computerlehrpläne in Deutschland: „Das grenzt an Utopie“ </a></h3>
<p>Weitsicht ist auch in Sachen Bildung gefragt. IT und Informatik durchdringen zunehmend unsere Gesellschaft. Computerkenntnisse und Programmieren sind bereits zentrale Fähigkeiten in der Arbeitswelt. Nach Meinung einiger Experten ist es höchste Zeit, dass Kinder auch in jungen Jahren bereits das digitale Einmaleins erlernen. Deutschland ist davon aber meilenweit entfernt. Woran hakts?<br />
<em><a href="http://www.sueddeutsche.de/bildung/informatikunterricht-an-der-schule-geht-nicht-per-mausklick-1.2008760">www.sueddeutsche.de</a></em><br />
Bild: Screenshot aus dem Video<br />
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