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	<title>The BOBs &#8211; politik-digital</title>
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	<title>The BOBs &#8211; politik-digital</title>
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		<title>The Bobs &#8211; Deutsche Welle zeichnet Online-Aktivisten aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julie Rothe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2015 15:30:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
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					<description><![CDATA[Die &#8220;The Bobs&#8221;-Preisträger 2015 sind am 3. Mai von der Deutschen Welle bekannt gegeben worden. Eine 14-köpfige Jury entschied über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/online_activism_bearb.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145511" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/online_activism_bearb.jpg" alt="online_activism_bearb" width="640" height="280" /></a>Die &#8220;The Bobs&#8221;-Preisträger 2015 sind am 3. Mai von der Deutschen Welle bekannt gegeben worden. Eine 14-köpfige Jury entschied über die Gewinner in drei Kategorien, vorab konnte bereits online über die Publikumspreise abgestimmt werden.</p>
<p>Die Deutsche Welle zeichnet bereits seit 2004 jedes Jahr herausragende Leistungen von Bloggern, Journalisten und Aktivisten mit dem Preis „<a href="http://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Bobs – Best of Online Activism</a>“ aus, die das Internet für den Kampf um Menschenrechte und freie Meinungsäußerung nutzen. Der Preis wird in den Kategorien „Social Change“, “Privacy and Security“ sowie „Arts and Media“ von einer internationalen Jury verliehen.</p>
<p>In den 14 Wettbewerbssprachen (Arabisch, Bengalisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hindi, Indonesisch, Persisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, und Ukrainisch) werden jeweils Publikumspreise an Webseiten verliehen, die sich besonders innovativ um die öffentliche Debatte in ihrem jeweiligen Sprachraum verdient gemacht haben. Die <a href="http://thebobs.com/deutsch/category/2015/?only_winners=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gewinner der Sprachenpreise</a> spiegeln die ganze Bandbreite des Online-Aktivismus wider, der sich derzeit im Netz finden lässt. Von einer durch Crowdsourcing ermöglichten Plattform, die syrischen Flüchtlingen helfen soll, sich in ihrer neuen Umgebung zurecht zu finden, über eine englischsprachige Seite, die Frauen und Mädchen in der Nutzung von Informationstechnik stärken will, bis hin zum ukrainischen Anti-Korruptionsblog ANTAC. Den Publikumspreis aus Deutschland hat der Blog „<a href="http://deutschwortschatz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschwortschatz</a>“ gewonnen, der sich unter anderem gegen Lobbykontroll, &gt;3 und Metronaut durchsetzen konnte und schöne, deutsche Wörter sammelt.</p>
<p>Die Preisträger der Jury sind in diesem Jahr „<a href="http://blog.mukto-mona.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bonya’s Blog</a>“ aus Bangladesch in der Kategorie Social Change, die mexikanische Webseite „<a href="http://www.ranchoelectronico.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rancho Electrónico</a>“ im Bereich Privacy and Security und das Videospielprojekt „<a href="https://zaytounthelittlerefugee.wordpress.com/الصفحة-الرئيسية/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zaytoun, the little refugee</a>“ aus Syrien. Zaytoun ist ein interaktives Videospiel, bei dem der Spieler in die Rolle eines kleinen syrischen Flüchtlingsjungen schlüpft. Die Seite Rancho Electrónico befasst sich mit Datenschutz und Überwachung in Mexiko und bietet neben der Berichterstattung auch Workshops zu diesen Themen an. In Bonya’s Blog setzt die Bloggerin Rafida Bonya Ahmed die Arbeit ihres Mannes fort, dem Blogger Avijit Roy, der im Februar 2015 von Unbekannten niedergestochen wurde und sich gegen religiösen Fundamentalismus eingesetzt hatte.</p>
<p>Zum ersten Mal vergeben wurde in diesem Jahr der Freedom of Speech-Award. Der erste Preisträger ist der inhaftierte saudische Blogger Raif Badawi, der vor einem Jahr zu einer zehnjährigen Haftstrafe und 1.000 Peitschenhieben verurteilt wurde. Badawi hat sich zuvor jahrelang für das Recht auf freie Meinungsäußerung in Saudi-Arabien eingesetzt. Badawis Ehefrau Ensaf Haidar hat im April das Buch „1000 Peitschenhiebe“ mit den in Saudi-Arabien verbotenen Texten herausgegeben, um der Weltöffentlichkeit zu zeigen, wofür ihr Mann bestraft wird.</p>
<p>Die Preise werden am 23. Juni beim Global Media Forum in Bonn an die Gewinner verliehen.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/gastaum/9253300569" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Felipe Tofani</a></p>
<div id="yui_3_16_0_1_1430750988796_724" class="view follow-view clear-float photo-attribution"></div>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>„Best of Online Activism“: Blogs in 14 Sprachen können sich für Auszeichnung bewerben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2014 14:31:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Bereits zum zehnten Mal zeichnet die Deutsche Welle gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen Webseiten und Blogs aus, die sich im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-137250" alt="Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bobs-2014_Milestoneposting_submitNow_600x240px-630x229.png" width="630" height="229" /></a>Bereits zum zehnten Mal zeichnet die Deutsche Welle gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen Webseiten und Blogs aus, die sich im Netz herausragend für Meinungsfreiheit, Menschenrechte und die Zivilgesellschaft einsetzen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 5. März.<br />
Aktivismus kann vieles heißen. Meist ist es zunächst die Haltung, etwas nicht hinnehmen zu wollen, die zum Aktivismus führt. Politischer Aktivismus will in der Regel bestimmten Zielen zur Durchsetzung verhelfen, etwas am Status Quo ändern. Im Internet gibt es zudem speziellere Formen des Aktivismus, etwa den sogenannten <a href="http://www.clicktivist.org/what-is-clicktivism/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Clicktivism</a>, bei dem außer Klicken im Grunde nicht viel zu tun ist. Doch es gibt auch online durchaus Formen des Aktivismus, bei denen eigene Initiativen gefragt sind.<br />
Solche werden nun zum zehnten Mal bei den <a href="https://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bob Awards</a> der Deutschen Welle in Kooperation mit Reporter ohne Grenzen ausgezeichnet. Die Jubiläumsausgabe der Bobs läuft noch bis zum 5. März. Bewerben können sich Projekte in 14 Sprachen. Die „Best of Online Activism“-Awards konzentrieren sich auf Webseiten, <a href="https://thebobs.com/deutsch/uber-die-bobs/219-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„die im Sinne der Meinungsfreiheit den offenen Diskurs im Internet vorantreiben und bereichern.“</a><br />
In den vergangenen Jahren wurden immer wieder internationale Blogger_innen ausgezeichnet, die kritisch über die gesellschaftliche Lage in ihren oft autokratisch geprägten Ländern berichten, und kritische Einblicke in die Gesellschaft vermitteln, die infolge staatlicher Zensur oder althergebrachter Mediensysteme sonst nicht sichtbar werden. Im Jahr 2013 wurde etwa das Blog der togolesischen Menschenrechtsaktivstin <a href="http://fabbikouassi.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fabbi Kouassi</a> ausgezeichnet, ebenso wie das Projekt des chinesischen Bloggers <a href="http://blog.sina.com.cn/lichengpeng" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Li Chengpeng</a>, sowie der Podcast von <a href="https://soundcloud.com/ichripodcasts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kambiz Hosseini</a>, der die aktuelle Lage der Menschenrechte im Iran thematisiert.<br />
Vorschläge für in diesem Sinne aktivistische Blogs, Facebook-Seiten, Youtube-Channels, Microblogs, Podcasts oder News-Seiten können auch online vorgeschlagen werden. Die Gewinner_innen werden von einer internationalen Jury ausgewählt, am 7. Mai bekannt gegeben und zur Preisverleihung zum <a href="http://www.dw.de/global-media-forum/home/s-30956" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Media Forum</a> in Bonn (30. Juni bis 2. Juli) eingeladen. Zusätzlich wird es eine Online-Abstimmung geben.<br />
Bild: <a href="https://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle / The Bobs</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Internationaler Tag der Pressefreiheit: Blog-Brücken schlagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 13:27:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Blogger sind sie. Brückenbauer zwischen den Welten. Als Emissäre für die Pressefreiheit hat die Deutsche Welle renommierte Blogger aus China, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/internationaler-tag-der-pressefreiheit-blog-bruecken-schlagen/dw_blogger_shahidul-alam_580_2/" rel="attachment wp-att-115492"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-115492" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/dw_blogger_shahidul-alam_580_2.jpg" alt="Blogger Shahidul Alam (Foto: Ralf Pauli)" width="580" height="373" /></a><br />
Blogger sind sie. Brückenbauer zwischen den Welten. Als Emissäre für die Pressefreiheit hat die Deutsche Welle renommierte Blogger aus China, Iran, Ägypten, Russland und Bangladesh in Berlin zusammengebracht. Ihr gemeinsamer Appell: Blogger als Reporter für Mainstream-Medien einsetzen.</p>
<p>Das Timing ist perfekt &#8211; nicht nur bei seiner spektakulären Flucht aus dem Hausarrest hat der blinde Bürgerrechtler Chen Guangcheng den geeigneten Zeitpunkt abgewartet. Trotz aller Bemühungen der chinesischen Führung, die Flucht zu verheimlichen, verbreitete sich die Nachricht dank chinesischer Blogger wie ein Lauffeuer &#8211; pünktlich zum internationalen Tag der Pressefreiheit. Ohne das Web, so <a href="http://re-publica.de/12/person/isaac-mao/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Isaac Mao</a>, wäre Chens Flucht nicht möglich gewesen. Mao, selbst einer der bekanntesten Blogger der Volkrepublik China, weiß, wovon er spricht. Er kennt die Fluchthelferin Chens persönlich, spricht von ihr als &#8220;that girl&#8221;. Mao verrät, dass die Fluchtdetails online vorbereitet wurden, dass in der chinesischen Blogosphäre der Informationsaustausch über Chen als Machtdemonstration der sozialen Medien wahrgenommen wird. Staatliche Filter und Account-Sperren können die Verbreitung nicht aufhalten. Die Blogger weichen auf ausländische Dienste wie Facebook aus und chiffrieren ihre Texte. Jeder wisse, dass mit &#8220;er&#8221; Chen gemeint sei.</p>
<p>Ein Dissident fordert das politische System heraus &#8211; und jeder kriegt es mit. Der chinesischen Führung entgleitet die Kontrolle. Ein Wendepunkt im Kampf für die Meinungsfreiheit? Mao glaubt daran. Vorfälle wie dieser werden in den staatlichen Medien in China mit keiner Zeile, mit keinem Wort erwähnt. Vor beinahe zehn Jahren, führt Mao während des von der Deutschen Welle organisierten Pressegesprächs am Montag in Berlin fort, habe Chen die erste Warnung vom Regime erhalten. Nur habe in China damals niemand von den Prügeln erfahren, die Chen für seine Recherchen zur Ein-Kind-Politik einstecken musste. Heute sind seine Enthüllungen um Zwangsabtreibungen und Sterilisationen von Frauen, die fadenscheinige Verurteilung 2006 sowie seine Freilassung 2010 mit anschließendem Hausarrest in China bekannt &#8211; seine gelungene Flucht in die US-Botschaft nach Peking entblößt die chinesische Führung vor der Internationalen Gemeinschaft &#8211; dank Social-Media-Aktivisten. Der Anfang des &#8220;chinesischen Frühlings&#8221;?</p>
<h3><strong>Chen Symbol für die Macht der Sozialen Medien in China</strong></h3>
<p>Dass neue Medien nicht nur den Regimesturz beschleunigen können, sondern auch demokratische Verfahren transparenter und partizipativer machen, hofft auch <a href="http://re-publica.de/12/person/tarek-amr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tarek Amr</a>, ebenso wie viele seiner Landsleute. Der ägyptische Blogger hat miterlebt, wie aus Netzaktivisten Politiker oder Journalisten unabhängiger Medien wurden. Wie er selbst. Amr schreibt für <a href="http://globalvoicesonline.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Voices Online</a>. Andere Blogger gingen in die Politik &#8211; und twittern heute direkt aus dem ägyptischen Parlament. Wie effektiv die Zusammenarbeit für die demokratische Kontrolle sein kann, legt Amr am Beispiel der Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung dar, die das Parlament &#8211; in dem die gemäßigten Islamisten die stärkste Fraktion sind &#8211; gegen den Wunsch der Bürger nach fairer Vertretung aller Interessensgruppen zu Gunsten der Mehrheit durchsetzen wollte. Die Proteste auf der Straße und in den Medien brachten die  Parlamentarier von ihrem Vorhaben ab. Sie verschoben die Wahl.</p>
<p>Gerade bei Wahlfälschungen ist die Mobilisierung über Facebook oder Twitter enorm, wie die Erfahrungen in Iran 2009 und in Russland im März dieses Jahres gezeigt haben. Doch im Gegensatz zum harten Durchgreifen während der &#8220;Grünen Revolution&#8221;, die &#8211; wie der Exil-Iraner <a href="http://re-publica.de/12/person/arash-abadpour/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arash Abadpour</a> berichtet, viele regimekritische Blogger ins Exil trieb, hat die russische Opposition mit dem zivilgesellschaftlichen Protest eine Art Oppositionskultur für sich entdeckt. Der russische Top-Blogger, Journalist und Internet-Experte <a href="http://thebobs.com/deutsch/2012/alexander-plushev/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alexander Plushev</a> zeigt sich selbst einigermaßen überrascht vom Umfang der Protestewegung. Am 6. Mai wird sich die Opposition erneut formieren, um am &#8220;Marsch der Millionen&#8221; gegen die Wiederwahl Putins teilzunehmen &#8211; einen Tag vor der Amtseinführung des jetzigen Premierministers. Plushev geht davon aus, dass die Bewegung von Dauer sein wird.</p>
<h3><strong>Blockierte Facebook-Gruppe &#8220;Who is sexier?&#8221; harmlos   </strong></h3>
<p>So hoffnungsvoll wie in Russland heute, so still ist es um die Opposition in Iran. Abadpour, dessen Blog zu den 20 meist gelesenen in persischer Sprache zählt, liefert die Begründung dafür: In Iran werde bereits die Auslebung &#8211; gemessen an westlichen Standards &#8211; banaler Aktivitäten wie etwa eine Wasserpistolen-Schlacht zu sozialem Aktivismus gerechnet. Die moralischen Ansprüche, die die religiöse Führung des islamischen Staates an die Gesellschaft stellt, gelten auch für das Internet.  In diesem &#8220;guten Internet&#8221; &#8211; führt der in Kanada lebende Blogger am Montag in Berlin aus &#8211; hätten auch harmlose Facebook-Seiten keinen Platz.  Dieses Vorgehen könnte aufgrund ihrer &#8220;absurden&#8221; Verhältnislosigkeit in einen Regimesturz münden &#8211; ein Beispiel für Ethan Zuckermans &#8220;Cute Cat Theory&#8221;, die besagt, dass überwachte Bürger sich erst von der Zensur betroffen fühlen, wenn der Staat in banale Alltagsdinge eingreift.</p>
<p>Oftmals jedoch dringen solche Umstände nicht aus der &#8220;Sprachinsel&#8221; des jeweiligen Landes oder Kulturgreises heraus, bilanziert <a href="http://re-publica.de/12/person/markus-beckedahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Beckedahl</a>, deutscher Blogger und Mit-Gründer und Veranstalter der <a href="http://re-publica.de/12/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">re:publica</a>, auf der die internationalen Blogger auch in verschiedenen Beiträgen als Redner auftreten. Erst durch die Übersetzung seines Blogs in eine andere Sprache könne er außerhalb des deutschsprachigen Raumes gelesen werden. Beckedahl nennt dies &#8220;BridgeBlogging&#8221;, das Überbrücken von Sprachbarrieren. Doch was konkret könne in westlichen Medien &#8211; abgesehen von der Weiterverbreitung von Bloggereinträgen rund um die Welt &#8211; zur Unterstützung der Meinungsfreiheit unternommen werden? Blogger vor Ort als Reporter anheuern &#8211; dieser Appell an große westliche Medien trifft bei den Anwesenden auf ungeteilte Zustimmung. Die Deutsche Welle unterstützt Blogger weltweit. Seit 2004 vergibt sie die  <a href="http://thebobs.com/deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BOBs-Award</a>. Die geladenen Blogger waren Teil der Jury. Hauptgewinner ist der persische Blogger und Journalist Arash Sigarchi mit seinem Blog <a href="http://sigarchi.net/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Window of Anguish&#8221;</a>. Mit der Auszeichnung will die Deutsche Welle &#8220;im Sinne der Meinungsfreiheit den offenen Diskurs im Internet vorantreiben.&#8221;</p>
<h3><strong>BOB-Awards: Iranischer Blog ausgezeichnet</strong></h3>
<p>Für die Chefredakteurin der Deutschen Welle, Ute Schaeffer, liegt der Wert der Blogger nicht allein darin, dass sie sich der freien Meinungsäußerung bedienen. Er rührt auch von ihrem Drang, &#8220;soziale Missstände zu beleuchten und ihre authentische Sicht auf Dinge zu teilen, die oftmals von staatlicher Zensur betroffen sind.&#8221; Das führe zu innovativen und kreativen Wegen der Meinugsäußerung. Das gilt allen voran für den Pakistani <a href="http://re-publica.de/12/2012/04/16/vom-internet-in-kinderschuhen-und-totalitaren-staaten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shahidul Alam</a>. Der renommierte Photograph setzt sich derzeit für den Ausbau des Internet in den ländlichen Regionen des Landes ein. Denn Informationen aus dem Netzt seien oft die einzige alternative Quelle zu den Staatsmedien. Bestehende Strukturdefizite bei Fernsehen und Rundfunk ergäben, dass nur der staatliche Fernsehsender landesweit senden könne &#8211;  private Anbieter müssten auf das regional begrenzte Kabelnetz zurückgreifen. Gleiches gelte für den Hörfunk. Mit jedem ans Netz angeschlosse ipod-touch, das Alam verteilt, wird das de facto-Informationsmonopol des Staates ein Stück eingeschränkt. Ein Korrespondenznetzwerk soll die weitgehend fehlende Infrastruktur in ländlichen Gebieten überbrücken, schließt Alam.</p>
<p>So unterschiedlich die Erfahrungen der Blogger mit den Bürgerrechten in ihren Heimatländern Iran, Bangladash, Ägypten, China und Deutschland auch sein mögen, so unbestritten ist ihr Verdienst um das Recht auf freie Meinungsäußerung. Auch wenn kritische Töne &#8211; etwa beim Thema westliche Überwachungstechnologie im Nahen Osten oder nur punktuelle Zusammenarbeit der westlichen Medien mit Bloggern weltweit – angeschnitten worden sind, wünschen sich alle Beteiligten eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Mainstream-Medien. Die Deutsche Welle geht hier mit multimedialen Projekten voran. „Jetzt bitte noch auf einer täglichen Basis und nicht nur einmal im Jahr&#8221; – wünscht sich Mao. Dann würden aus Bloggern sicherlich noch schneller Brückenbauer. Und die Presse freier – im Weltdorf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Menschenrechte im Spiegel der Medien</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/menschenrechte-im-spiegel-der-medien-5299/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[snickel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 12:05:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[The BOBs]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/gmf-logo.jpg" title="GMF" alt="GMF" align="left" height="120" width="200" />„Wir müssen eine weltweite Allianz für die Menschenrechte bilden.“ Mit diesem Appell schloss Erik Bettermann, Intendant der <a href="http://www.dw-world.de/dw/0,,265,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Welle</a> (DW), am 22. Juni 2011 das vierte <a href="http://www.dw-gmf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DW Global Media Forum</a> in Bonn. Bis dahin hatten rund 1.600 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus aller Welt drei Tage lang über das Thema „Menschenrechte und Globalisierung – Herausforderungen für die Medien“ diskutiert. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/gmf-logo.jpg" title="GMF" alt="GMF" align="left" height="120" width="200" />„Wir müssen eine weltweite Allianz für die Menschenrechte bilden.“ Mit diesem Appell schloss Erik Bettermann, Intendant der <a href="http://www.dw-world.de/dw/0,,265,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Welle</a> (DW), am 22. Juni 2011 das vierte <a href="http://www.dw-gmf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DW Global Media Forum</a> in Bonn. Bis dahin hatten rund 1.600 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus aller Welt drei Tage lang über das Thema „Menschenrechte und Globalisierung – Herausforderungen für die Medien“ diskutiert. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Ein Thema &#8211; viele Facetten</b>
</p>
<p>
Allein die Zahl von 50 Workshops macht das breite inhaltliche Spektrum deutlich, in dem sich die Konferenz bewegte. Es ging unter anderem um die Entwicklungen in der arabischen Welt, um Frauenrechte in Lateinamerika und die Rolle der Sozialen Medien in autoritär regierten Staaten. Fragen, ob und inwieweit sich Medien an einer entsprechenden Allianz überhaupt beteiligen dürfen oder dies gar müssen, und wie es um die Meinungsvielfalt und Pressefreiheit bestellt ist, zogen sich als roter Faden durch die  Diskussionen. Hat Erik Bettermann Recht, wenn er zum Abschluss sagt, dass vor allem die Medien in der Verantwortung stünden, sich mehr als bisher des Themas anzunehmen und „Scheuklappen“ abzulegen? 
</p>
<p>
<b>Transparenz, Information, Meinungsfreiheit</b>
</p>
<p>
Ein großes – weil aktuelles –  Thema war die Rolle webbasierter Enthüllungsportale: „Leaks, Wikileaks, Whistleblower – Neue Herausforderungen für Menschenrechte“ lautete der Titel einer prominent besetzten Diskussionsrunde. Natürlich waren sich die Teilnehmer einig im Grundsatz, dass ohne freie Medien keine demokratischen Strukturen möglich seien. Doch Freiheit um jeden Preis? <a href="http://topics.nytimes.com/top/reference/timestopics/people/s/eric_schmitt/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eric Schmitt</a>, Journalist der <a href="http://www.nytimes.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">New York Times</a>, hatte selbst mit Wikileaks-Gründer Julian Assange über die Veröffentlichung geheimer Dokumente zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak verhandelt und kritisiert ihn nun deutlich: „Julian Assange hat sich keine Gedanken um die Menschen in Afghanistan und Pakistan gemacht, sonst wären ihre Namen in den Leaks nicht genannt worden. Doch so wurden sie zur Zielscheibe für die Taliban. Er konnte sich nicht entscheiden, ob er nun Journalist, Verleger oder Kämpfer für Informationsfreiheit ist.“ Es sei eine Frage des journalistischen Standards, Whistleblower zu schützen. Sie gerieten in Gefahr, wenn ihre Anonymität verletzt werde, so Schmitt. Dem hielt <a href="http://www.article19.org/about/staff.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agnès Callamard</a>, Geschäftsführerin der Menschenrechtsorganisation <a href="http://www.article19.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARTICLE 19</a>, entgegen, die Veröffentlichung geheimer Informationen sei wichtiger als die Konsequenzen es sein könnten, die daraus entstünden: „Niemand sollte Angst vor den Leaks haben, denn sie fordern Staaten heraus, Menschenrechte einzuhalten.“ <a href="http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/presse/biografien-mitarbeitende.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Dr. Beate Rudolf</a>, Leiterin des <a href="http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin</a>, forderte dementsprechend Kontrollmechanismen ein, „die uns garantieren, dass durch die Leaks keine Menschenrechte verletzt werden.“
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Das fundamental wichtige Recht auf freie Rede kann zu einer Gratwanderung werden – das zeigte der Verlauf dieser Podiumsdiskussion allzu deutlich. Wann endet die journalistische Verantwortung und wo beginnt die Freiheit des Wortes? Wie weit dürfen die Medien im Bestreben nach Transparenz, Information und Meinungsfreiheit gehen, ohne andere zu gefährden?
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<b>„Nicht mundtot machen lassen“</b>
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Durch die Veröffentlichungen von Portalen wie Wikileaks fühlen sich staatliche Einrichtungen angegriffen, doch die Stoßrichtung kann sich ändern, wie das medienwirksame Thema Cyberwar aktuell zeigt. Im Rahmen des Global Media Forums organisierte die Deutsche Welle einen Workshop, der sich mit Cyberattacken auf Menschenrechtsorganisationen befasste. Denn auch Regierungen bedienen sich der neuen Möglichkeiten, um an Informationen zu gelangen. „Nichtregierungsorganisationen müssen sich fast täglich damit auseinandersetzen, dass sie im Internet angegriffen werden.“ Das sagte Linda Poppe von <a href="http://www.survivalinternational.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Survival International</a>, einer Organisation, die sich für die Rechte indigener Völker einsetzt und deren Webseite unlängst attackiert wurde. Survival wolle sich jedoch nicht mundtot machen lassen. Die Diskussion machte das grundsätzliche Problem deutlich: „Je kleiner eine NGO ist, desto häufiger kommt es vor, dass sie angegriffen wird, weil das öffentliche Interesse daran nicht sehr groß und das technische Equipment nicht sehr ausgefeilt ist.“ Doch ohne Internet gehe eben gar nichts mehr, ist Linda Poppe überzeugt: „Es ist das zentrale Medium, um Öffentlichkeit herzustellen.“
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Allerdings warnte Internetaktivist <a href="http://netzpolitik.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Beckedahl</a> davor, sich deshalb in eine zu starke Abhängigkeit von den großen Sozialen Medien zu begeben. Dies biete einerseits viele Vorteile, andererseits berge es manche Risiken. So hätten Sicherheitsbehörden in der arabischen Welt über sie zu Demonstrationen eingeladen, wobei die Teilnehmer anschließend inhaftiert worden seien.
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<b>Bloggen für Freiheitsrechte</b>
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<b></b>Mit der Existenz der neuen Medien und ihrer scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten verschwimmen auch die Grenzen zwischen Journalisten und Publizisten. Dies lässt sich in der arabischen Welt beobachten, wo der Begriff der Meinungsvielfalt häufig ein Fremdwort ist. In diese Lücke springen engagierte Blogger. Um sie zu unterstützen und ihr Engagement öffentlich zu machen, hat die Deutsche Welle den <a href="http://thebobs.dw-world.de/en/category/start/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BOBs Award </a>ins Leben gerufen, mit dem herausragende Blogs ausgezeichnet werden. Traditionell wird die Verleihung im Rahmen des Global Media Forum vorgenommen. In diesem Jahr heißt die Preisträgerin Lina Ben Mhenni. Die 28-jährige Dozentin an der Universität Tunis schreibt in ihrem <a href="http://atunisiangirl.blogspot.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a> seit mehreren Jahren über die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in ihrem Land – auf Französisch, Englisch und Arabisch.
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„Als ich sah, wie Menschen getötet wurden, war klar: Es gibt kein Zurück mehr“, erklärte sie bei der Preisverleihung. „Ich musste den Stimmen dieser Menschen und ihrer Familien Gehör verschaffen, damit sie nicht umsonst gestorben sind.“ Die Brutalität des Regimes in Tunesien sei für sie der wichtigste Grund gewesen, die Revolution über das Internet zu unterstützen. Allerdings sei die Revolution in erster Linie von Menschen gemacht worden, „die auf die Straße gingen und ihr Leben riskierten.“
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Haben Medien die Aufgabe, Anwalt der Menschenrechte zu sein? So lautete die Kernfrage des Forums – die Antworten sind so vielschichtig wie der Themenkatalog selbst: Investigativer Journalismus sei essenziell, um Menschenrechtsverstöße aufzudecken, so Ingrid Deltenre (<a href="http://www.ebu.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Broadcasting Union</a>, EBU). Filmemacher <a href="http://www.facesoffreedom.goodweave.org/roberto-romano.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">U. Roberto Romano</a> hält dagegen, Medien seien nicht so ausgestattet, um in der erforderlichen Tiefe über wichtige Themen zu berichten. <a href="http://www.wernerhoyer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Werner Hoyer</a>, Staatsminister im Auswärtigen Amt, forderte abschließend: „Es ist wichtig, dass wir gerade dann, wenn autoritäre Systeme ökonomisch erfolgreich sind, die Menschenrechtsfrage immer wieder aufwerfen.“</p>
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		<title>&#8220;The BOBs 2011&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simone Schiedchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 13:06:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[The BOBs]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="http://atunisiangirl.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/bob_rnd.jpg" align="left" height="86" width="99" /></a>Heute hat die <a href="http://www.dw-world.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle</a> den internationalen Blog-Preis &#34;The BOBs&#34; verliehen. Sieger ist das Blog &#34;A Tunisian Girl&#34; (&#34;Ein tunesisches Mädchen&#34;)  der 27-jährigen Bloggerin Lina Ben Mhenni. <br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://atunisiangirl.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/bob_rnd.jpg" align="left" height="86" width="99" /></a>Heute hat die <a href="http://www.dw-world.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle</a> den internationalen Blog-Preis &quot;The BOBs&quot; verliehen. Sieger ist das Blog &quot;A Tunisian Girl&quot; (&quot;Ein tunesisches Mädchen&quot;)  der 27-jährigen Bloggerin Lina Ben Mhenni. </p>
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<p>
Lina Ben Mhenni, Dozentin an der Universität von Tunis, bloggt bereits seit mehreren Jahren<br />
auf Französisch, Englisch und Arabisch über die gesellschaftlichen und<br />
politischen Entwicklungen in ihrem Land. Unter der Regierung von Präsident Ben Ali<br />
schrieb sie über Zensur und Unterdrückung und begleitet seit dem<br />
politischen Umbruch den Weg Tunesiens hin zur Demokratie.
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Seit 2004 verleiht die Deutsche Welle den internationalen Blog-Award &quot;<a href="http://thebobs.dw-world.de/de/category/start/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The BOBs</a>&quot;. Mit dem Preis werden herausragende Blogs ausgezeichnet, die das Internet als Kommunikationsplattform verstehen und damit einen öffentlichen Diskurs anregen. &quot;The BOBs&quot; will einen sprachübergreifenden Dialog, die freie Meinungsäußerung und den Einsatz für Menschenrechte im Internet  fördern. Mit über 2.100 Vorschlägen und über 90.000 abgegebenen Stimmen beim Online-Voting hat &quot;The BOBs&quot; in diesem Jahr große internationale Aufmerksamkeit gefunden.
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Zentral für den diesjährigen Wettbewerb war die Beschäftigung der Blogger mit dem Thema Menschenrechte, gerade in Ländern eingeschränkter Medien- und Meinungsfreiheit, hebt  DW-Programmdirektor Christian Gramsch hervor.
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<p style="margin-bottom: 0cm">
Das von den Reportern ohne Grenzen (ROG) im März mit dem ROG-Netizen-Preis ausgezeichnete tunesische Blog &quot;<a href="http://24sur24.posterous.com/tag/sidibouzid" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nawaat</a>&quot; konnte sich in der User-Abstimmung der Kategorie &quot;Reporter ohne Grenzen&quot; nicht gegen das kollektiv redaktionelle Blog der russischen Zeitung &quot;<a href="http://novayagazeta.livejournal.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Novaya Gazeta</a>&quot; durchsetzen. Gegenüber politik-digital.de sagte ROG-Sprecherin Anja Viohl, es sei wenig<br />
überraschend, dass die Zeitung ausgezeichnet wurde, da sie über<br />
die Ländergrenzen Russlands hinaus bekannt und renommiert sei. Erst<br />
vor kurzem gab es wieder einen Cyberangriff auf das Blog, um damit<br />
den Zugang zu blockieren und Kritik zu unterdrücken. In Russland ist in Zukunft mit zunehmenden Online-Repressionen zu rechnen.
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&nbsp;</p>
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		<title>Blogger gefährdet die Staatssicherheit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/blogger-gefaehrdet-die-staatssicherheit-4165/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[esnakker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 13:20:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[The BOBs]]></category>
		<category><![CDATA[Zola]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medienzensur]]></category>
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					<description><![CDATA[Der chinesische Blogger Zhou Shuguang a.k.a. &#34;Zola&#34;, sollte auf den diesjährigen
Internationalen Weblog Awards der Deutschen Welle -The BOBs- an der Jurysitzung in Berlin teilnehmen. Zhou wurde jedoch am Freitag, 21. November 2008 von den chinesichen Behörden an der Ausreise gehindert. Die Begründung: Er stelle eine &#34;mögliche Gefährdung der Staatssicherheit&#34; dar.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der chinesische Blogger Zhou Shuguang a.k.a. &quot;Zola&quot;, sollte auf den diesjährigen<br />
Internationalen Weblog Awards der Deutschen Welle -The BOBs- an der Jurysitzung in Berlin teilnehmen. Zhou wurde jedoch am Freitag, 21. November 2008 von den chinesichen Behörden an der Ausreise gehindert. Die Begründung: Er stelle eine &quot;mögliche Gefährdung der Staatssicherheit&quot; dar.<br />
<!--break--></p>
<p>
In der Titelleiste seines Blogs steht der Satz: &quot;You never know<br />
what you can do till you try.&quot;<br />
Getreu diesem Motto reizte der 27-jährige Blogger und<br />
Bürgerjournalist des öfteren den engen Spielraum der<br />
Informationsfreiheit in der Volksrepublik aus. In <a href="http://www.zuola.com/weblog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seinem<br />
Blog</a> befasst er sich bereits seit 2004 mit kritischen Themen wie<br />
unter anderem der Redefreiheit, Tibet oder der staatlichen<br />
Medienzensur in China. Bereits während<br />
der Olympischen Spiele 2008 wurde er unter Arrest gestellt und durfte<br />
sein Heimatdorf Meitanba nicht verlassen.
</p>
<p>
Obwohl, wie die Deutsche Welle (DW) <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3820911,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtete</a>,<br />
sowohl das Auswärtige Amt, als auch DW mit der chinesischen<br />
Regierung wegen Zhou in Kontakt getreten sind, konnte bis zuletzt<br />
keine Ausreisegenehmigung erreicht werden. Aus diesem Grund will Zhou<br />
jetzt über das Internet an der Sitzung teilnehmen, sofern es hierbei<br />
nicht zu Behinderungen durch chinesische Internetzensoren kommt.</p>
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