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	<title>The Huffington Post &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>The Huffington Post &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Er lädt, und lädt und lädt&#8230; &#8211; Digitale Presseschau KW 18</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 May 2013 16:55:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Internet ist randvoll, soviel ist klar. Und was es da alles zu bestaunen gibt: Regierungskritik, kostenlose Werbung, private Details, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet ist randvoll, soviel ist klar. Und was es da alles zu bestaunen gibt: Regierungskritik, kostenlose Werbung, private Details, all jenes, worüber es sich zu berichten lohnt. Doch um diesen digitalen Datenwust auf die Screens zu bringen, sind natürlich Datenautobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen nötig. Aber aufgepasst, denn bei voller Fahrt kann die E-Identity sehr schnell zum Wanderpokal werden.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=LqIvz7Z1sbw" title="Werbespot: Deutsche Telekom-Drosselpläne mit Ladebalken" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/LqIvz7Z1sbw?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Vor wenigen Jahren erst pries die Deutsche Telekom die Abschaffung des zeitfressenden Ladebalkens mit einem Werbespot als Schritt in die Zukunft an. Die nun bekannt gewordenen Pläne, nach 75 GB Datenvolumen pro Nutzer auf die digitale Bremse zu treten, erscheinen da doch eher wie ein großer Rückschritt denn als Zukunftsmodell. „Keine halben Sachen!“ fordert daher auch die Digitale Gesellschaft mit dieser ironischen Anspielung auf die magentafarbene Selbstbeweihräucherung.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/britische-regierung-startet-twitter-offensive-a-897226.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Angsthasen?</a></h3>
<p>Grassiert in London Angst vor schlechter Publicity? Anders lässt es nicht wohl nicht erklären, warum der britische Premierminister David Cameron seine Pressemitarbeiter dazu anhält, imageschädigenden Tweets schnellstmöglich den Garaus zu machen. &#8220;Jede Minute, die vergeht, verbreitet sich das Gift durch das System&#8221;, drückt ein Vertrauter Camerons seine hohe Meinung zu digitalem Meinungsaustausch aus. Dass obendrein auch noch ausgewählte Journalisten mit exklusiven Infos versorgt werden sollen, um gutes Twitter-Karma für die Tories zu erzeugen, riecht doch sehr nach verzweifelter Medieninstrumentalisierung an der Themse.</p>
<h3><a href="http://gutjahr.biz/2013/05/identity-theft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bruder Leichtfuß mein Name!</a></h3>
<p>Who is who? Die Frage ist oft einfach zu beantworten, weil viele Menschen mit ihren Daten allzu leichtfertig und öffentlichkeitswirksam umgehen und dann eine böse Überraschung erleben. Richard Gutjahr gesteht nämlich, wie er zufällig wichtige Daten eines Sitznachbarn am Flughafen aufschnappte und nun theoretisch in der Lage wäre, auf fremde Kosten online auf Shoppingtour zu gehen. Ganz so einfach ist das letzten Endes zwar nicht, doch wessen digitales Ich einmal gehackt wurde, der wird die nächsten Wochen damit verbringen, seine Identität in den weltweiten Datenströmen wieder einzufangen. Die Tipps am Artikelende sollten helfen, sich diese unnötige Arbeit zu ersparen.</p>
<h3><a href="http://socialmediawatchblog.de/2013/04/wie-medien-politik-und-unternehmen-andauernd-fuer-facebook-twitter-und-google-werbung-machen-und-sich-dafuer-auch-noch-feiern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier könnte Ihre Werbung stehen.</a></h3>
<p>Social Media ist wichtig. Wirtschaft, Politik, Medien, beinahe jedes Unternehmen und jede Person des öffentlichen Lebens ist bei Facebook, Twitter und Co. vertreten, überall wird mit den Auftritten auf den einschlägigen Plattformen gelockt. Aber das Wettrennen um mediale Aufmerksamkeit beschert vor allem den Sozialen Netzwerken selbst eine riesige, allgegenwärtige und vor allem kostenlose Präsentationsfläche. Spitzenpolitiker werden zu Werbefiguren für den Facebook-Leitfaden, Sonntagabend wird der Mörder im Tatort in Windeseile am Second Screen per Twitter ermittelt und Angela Merkel lässt sich im Google Hangout befragen. Es scheint, als ob die Social Networks – private Unternehmen also – die Kontrolle über unsere Kommunikation übernehmen. Der Social Media Watchblog fragt stellvertretend: „Was sind die Alternativen?“</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobo-die-fuenf-luegen-der-breitband-schoenredner-a-897385.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahres Wortspiel</a></h3>
<p>Bestnote im Dummdeuten! In den Fächern Schönfärberei, Verschleierung und Herauswinden hat die Politik ihre Hausaufgaben gemacht – und Sascha Lobo zur Erfindung eines neuen Wortes animiert. Denn wenn es darum geht, das eigene Versagen in Sachen Netzpolitik und Breitbandausbau als Erfolg zu verkaufen (=dummzudeuten) und somit bitter nötige Investitionen zu blockieren, sieht Sascha Lobo unsere Volksvertreter in der Champions League. Was allerdings den tatsächlichen Fortschritt im Internetausbau angeht, da spiele Deutschland eher in der Kreisklasse. Und so rechnet der SPON-Kolumnist mit der Bundesregierung und ihren vielen leeren Versprechen zur digitalen Infrastruktur ab und verteilt deftige Strafarbeiten ans Wirtschaftsministerium: „Es führt kein Weg an massiven staatlichen Investitionen in eine netzneutrale Glasfaserinfrastruktur vorbei“, lautet eine seiner Forderungen.</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/04/das-limit-des-netzes/#more-11323" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(K)ein Ende in Sicht</a></h3>
<p>Jeden Tag, jede Sekunde wird das Internet mit Informationen und Daten in Form von Texten, Bildern, Videos und vielem Weiteren gefüttert. Doch was, wenn das Netz irgendwann einmal &#8216;voll&#8217; sein sollte, wenn also die physikalische Grenze erreicht ist? Dass genau das in gar nicht mehr so weit entfernter Zukunft eintreten könnte und schlichtweg den Ausfall des Internets bedeuten würde, ist wohl den wenigsten Usern bewusst. Zur Vermeidung dieses Super-GAUs wird händeringend ein effizienteres Kodierungssystem als Ersatz für die bald zugeparkte Binärkodierung gesucht. Ansatz: das Internet muss intelligenter werden und Rohdaten als zusammenhängende Information verarbeiten, Bits und Bytes könnten somit bald Geschichte sein.</p>
<h3><a href="http://blogs.faz.net/medienwirtschaft/2013/04/29/die-huffington-post-attackiert-den-deutschen-internetmarkt-200/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Huffington Post im Anmarsch</a></h3>
<p>Die deutsche Medienlandschaft wird bald um ein Medium reicher: die US-amerikanische Internetzeitung Huffington Post drängt auf den Nachrichtenmarkt und will innerhalb von nur drei bis vier Jahren 10 Millionen Besuche einfahren. Das Erreichen dieser hochgesteckten Ziele soll mit der Hilfe von Focus Online gesichert werden, das die Neulinge zu Beginn des Deutschland-Engagements unterstützen und bewerben wird. Sollten diese Pläne Erfolg haben, dann wäre die Huffington Post das erste Portal in Deutschland, das sich ohne angeschlossene Printversion durchsetzen würde. Der Clou dabei: die Einbindung von mehreren Tausend Bloggern, die die Seite mitgestalten. „Wir brauchen Menschen, die auf unserer Seite schreiben, die sich in einem Fachgebiet auskennen und ihr Wissen teilen wollen“, so Jimmy Maymann von AOL, dem die HP angeschlossen ist.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-04/harper-reed-datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein besseres Leben durch Daten</a></h3>
<p>Harper Reed weiß, wie man US-Präsident wird. Immerhin übernahm er die technische Leitung für Barack Obamas Wahlkampf. Dafür verteilte er keine Flyer oder Prospekte, sondern entwickelte mit entsprechenden Tools eine ausgeklügelten Internetkampagne, die die nötigen Wählerstimmen per Mausklick einfing. Dass er sich im WWW auskenne dürfte, scheint daher unbestritten. Ob Reed in Deutschland Ähnliches gelingen würde scheint ob seiner laxen Ansichten zu Datenschutz und fraglich: &#8220;Ich habe einen Facebook-Account, ich poste täglich mein Gewicht&#8221;. Ob Reed zu- oder abnimmt, ist sicherlich weniger wichtig als dieses lesenswerte und unterhaltsame Interview auf Zeit Online.</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Interview Teil II: Innovationen erwünscht? Die Einbeziehung der Leser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 14:32:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Deutschland Land der Innovationen? Im Medienbereich wohl eher weniger. Aber wie sollte sich das deutsche Pressewesen im digitalen Zeitalter verändern? [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ScaarAT-CC-BY-SA-3.0.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-128399" alt="ScaarAT (CC BY-SA 3.0)" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ScaarAT-CC-BY-SA-3.0-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a>Deutschland Land der Innovationen? Im Medienbereich wohl eher weniger. Aber wie sollte sich das deutsche Pressewesen im digitalen Zeitalter verändern? Antworten finden sich im zweiten Teil des Interviews mit Kommunikations- und Medienwissenschaftler Leif Kramp.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Viele Printverlage wie die Frankfurter Rundschau bangen um ihre Existenz. Das Problem: die Verzahnung der Online- und Printausgabe. Gibt es wirklich eine Krise der Massenmedien oder handelt es sich eher um eine Krise der traditionellen Geschäftsmodelle?<br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Das Ende der Massenmedien ist noch nicht in Sicht, auch wenn kleinere Journalismusprojekte wie eigenständige Nachrichtenwebsites selbständiger Journalisten oder gemeinnützige Projekte wie u.a. <a href="http://www.vocer.org/de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VOCER</a> an Bedeutung gewinnen. Die großen Medienorganisationen werden auf absehbare Zeit die Stützpfeiler des Journalismus bleiben. Insbesondere in Deutschland gibt es auch keinen Grund zur Hysterie: Die Schicksale von „Frankfurter Rundschau“ oder der „Financial Times Deutschland“ sind keine akuten Folgen der aktuellen Krise der Verlagswirtschaft, sondern diese Titel schwächelten aus betriebswirtschaftlicher Perspektive schon seit vielen Jahren. Dennoch wird es neue, spezialisierte Geschäftsmodelle für Journalismus brauchen, welche die derzeit noch weitgehend alternativlose Erlösstruktur aus Anzeigen- und Vertriebseinnahmen ergänzen – nicht aber ersetzen. Die durch den digitalen Wandel vorangetriebene Flexibilität der Mediennutzung zwingt Medienhäuser dazu, nicht nur redaktionell, sondern auch bei der Vermarktung von Journalismus zu experimentieren. In Zukunft werden viele neue Modellvarianten ausprobiert werden, von diversen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paywall" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Paywall-Konzepten</a> über zugeschnittene Premium-Dienste für bestimmte Zielgruppen bis zur Verbindung von Journalismus und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Standortbezogene_Dienste" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Location Based Services</a>.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Dr. Leif Kramp</strong> ist Kommunikations- und Medienwissenschaftler sowie Historiker und arbeitet als Forschungskoordinator am ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen. Zuletzt erschienene Publikationen: <strong>„Journalismus in der digitalen Moderne“</strong> (gem. hrsg. mit Leonard Novy, Dennis Ballwieser und Karsten Wenzlaff) und <strong>„Innovationsreport Journalismus“</strong> (gem. mit Stephan Weichert).</div></div><br />
<strong>politik-digital.de:</strong> In den USA hat die <a href="http://www.huffingtonpost.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Huffington Post</a> als Onlinezeitung im Stile eines Polit-Weblogs sehr großen Erfolg. Hier wird oftmals der Leser zum Autor von Beiträgen. 2012 erhielt das Onlinemagazin sogar <a href="http://politik-digital.de/online-journalismus-the-huffington-post-und-politico-mit-pulitzerpreis-ausgezeichnet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als erste kommerzielle Onlinezeitung den Pulitzerpreis</a>. Man gewinnt den Eindruck, dass in Deutschland kein Platz für Innovationen ist und dass die meisten großen Medienhäuser nicht mehr als Onlineausgaben der Printtitel anbieten. Warum gibt es (noch) keine deutsche „Huffington Post“?<br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Die Genese der „Huffington Post“ ist eine sehr spezielle und lässt sich nur schwerlich auf den deutschen Markt projizieren. Die HuffPo verdankt ihre Relevanz jenen Bloggern, die sich jahrelang vielfach aus Unzufriedenheit über die Qualität des US-amerikanischen Politikjournalismus unbezahlt engagierten, bis der Medienkonzern AOL die Blog-Zeitung kaufte und nun einen internationalen Expansionskurs vorantreibt, der auch sehr bald nach Deutschland führen soll. Bisher sind hierzulande Versuche der Verlage gescheitert, eine Onlinezeitung als eigenständige Marke zu installieren, wie die Beispiele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzeitung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Netzeitung“</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zoomer.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Zoomer“</a> gezeigt haben. In Deutschland ist ein unabhängiges Start Up, wie es einst Arianna Huffington gründete, eher unwahrscheinlich, da die Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem überregionalen Journalismus verhältnismäßig hoch ist. Etwas anders verhält es sich im Lokalen: Dort gab es in einigen Regionen bereits erfolgreiche Gründungen unabhängiger kommerzieller Alternativmedien, die sich in Opposition zu den etablierten Lokalzeitungen schon seit längerem am Markt behaupten.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Eine Ausnahme ist die Wochenzeitung „Der Freitag“, die seit ihrem Relaunch vor einiger Zeit versucht, die <a href="http://www.freitag.de/community" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Community stärker in ihren Online-Auftritt einzubeziehen</a>. Und das offenbar mit Erfolg. Wie sehr muss sich ein Medienunternehmen auf die Leser einlassen?<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/kramp_4c-e1366386424530.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-128352" alt="Leif Kramp" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/kramp_4c-e1366386424530.jpg" width="150" height="244" /></a><br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Das geschieht beim „Freitag“ sehr erfolgreich deshalb, weil seit Jahren konsequent signalisiert wird, dass ernstzunehmende Meinungsbeiträge der Nutzer nicht nur auf der Website der Zeitung geduldet, sondern besonders gelungene Texte sogar für den Abdruck in der Zeitung gegen Honorar ausgewählt werden. Redaktionen sollten verschiedene Wege ausprobieren, ihre Nutzer stärker an sich zu binden. Journalisten können beispielsweise über soziale Netzwerke, Twitter etc. Kontakt mit Nutzern aufnehmen, sie können sich an den Diskussionen der Nutzer mittels der Kommentarfunktion unter ihren Beiträgen beteiligen, sie können sich aber auch erreichbar und ansprechbar zeigen, ob nun in einem „Open Newsroom“ oder per E-Mail. Dabei geht es nicht darum, sich blind den Wünschen der Nutzer zu unterwerfen, sondern vielmehr um die Bereitschaft, offen für Anregungen und Kritik zu sein, und das nicht nur im Nachhinein, sondern schon während des journalistischen Arbeitsprozesses. Auch Journalisten müssen sich heutzutage das Vertrauen der Nutzer immer wieder neu verdienen.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Der Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datenjournalismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenjournalismus</a> ist zurzeit in aller Munde. Handelt es sich nur um einen kurzfristigen Hype oder ist die Auswertung von Daten die Zukunft des Journalismus?<br />
<strong>Leif Kramp:</strong> Daten journalistisch zu verarbeiten und für den Nutzer zu verdeutlichen – zum Beispiel durch Info-Graphiken – gehört schon lange zum Tagesgeschäft in den Redaktionen. Mit digitalen Medientechnologien haben Journalisten aber nun Werkzeuge an der Hand, die es ermöglichen, ihrer Vermittlungsfunktion noch besser nachzukommen, weil sie erstens hochkomplexe Datenbestände verarbeiten und zweitens diese interaktiv veranschaulichen können. Solche Instrumente zu beherrschen, ist freilich nicht voraussetzungsfrei, sondern erfordert in der Regel fortgeschrittene Kenntnisse statistischer Verfahren und bestimmter Software-Anwendungen. Deshalb ist Datenjournalismus vor allem als Teamarbeit von Journalisten und Informatikern ein wachsendes und angesichts der zunehmenden Komplexität verfügbarer Daten auch ein immer wichtigeres Tätigkeitsfeld im digitalen Journalismus.<br />
Bilder: ScaarAT (CC BY-SA 3.0), Leif Kramp</p>
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		<title>Online-Journalismus: &#8220;The Huffington Post&#8221; und &#8220;Politico&#8221; mit Pulitzerpreis ausgezeichnet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 15:49:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Pulitzerpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Politico]]></category>
		<category><![CDATA[The Huffington Post]]></category>
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					<description><![CDATA[Die journalistischen Online-Medien sind auf dem Vormarsch. Dies schlug sich dieses Jahr erneut bei der Verleihung des Pulitzerpreises nieder. Gleich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_111578" aria-describedby="caption-attachment-111578" style="width: 270px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/online-journalismus-the-huffington-post-und-politico-mit-pulitzerpreis-ausgezeichnet/online_journalismus_wuerker_18_04_2012_bearb/" rel="attachment wp-att-111578"><img decoding="async" class=" wp-image-111578" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/online_journalismus_wuerker_18_04_2012_bearb-630x399.jpg" alt="" width="270" height="170" /></a><figcaption id="caption-attachment-111578" class="wp-caption-text">Cartoon des Publitzer-Preisträgers Wuerker</figcaption></figure>
<p><strong>Die journalistischen Online-Medien sind auf dem Vormarsch. Dies schlug sich </strong><strong>dieses Jahr erneut bei der Verleihung des Pulitzerpreises nieder. Gleich in zwei Kategorien ging die renommierte Medienauszeichnung an reine Online-Medien.</strong></p>
<p>2010 hat die Auszeichnung einer Reportage des Online-Portals <a href="http://www.propublica.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pro Publica</a> über die Nachwirkungen des Hurricanes Katrina in New Orleans noch Geschichte geschrieben: Es war die erste Auszeichnung eines Online-Beitrages mit dem Pulitzerpreis, der wichtigsten journalistischen Auszeichnung in den USA. 2011 gewann Pro Publica gleich noch einmal. Dieses Jahr erhielten nun gleich zwei Vertreter der Online-Medien den begehrten Preis: David Wood von „The Huffington Post“ wurde für seine Reportagen-Serie <em><a href="http://www.huffingtonpost.com/2011/10/10/beyond-the-battlefield-part-1-tyler-southern_n_999329.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beyond the Battlefield</a></em> über verwundete Kriegsveteranen in der Kategorie &#8220;Nationale Berichterstattung&#8221; prämiert. Ebenso gewann in der Kategorie &#8220;Editorial Cartoons&#8221; mit <a href="http://www.politico.com/wuerker/2012/04/matt-wuerkers-pulitzer-prize-winning-cartoons/000072-000758.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Matt Wuerker</a> ein Mitarbeiter der Internetzeitung <a href="http://www.politico.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Politico</a>.</p>
<p>Die doppelte Auszeichnung für Online-Medien wird als Zeichen für die zunehmende Verlagerung der Berichterstattung von klassischen Printmedien zu digitalen Formaten gewertet. Bald &#8211; so die Einschätzung von Experten &#8211; wird die Mehrzahl der Preise an Online-Medien gehen. Der <a href="http://www.pulitzer.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pulitzerpreis</a> wird seit 1917 von der Columbia Universität in New York verliehen. Eine Jury aus US-amerikanischen Journalisten und Verlegern bestimmt jedes Jahr die Preisträger.</p>
<p>&nbsp;</p>
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