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	<title>Thilo Weichert &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Thilo Weichert &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Snowdens Vermächtnis: Was bleibt von den Enthüllungen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2014 07:55:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Whistleblower]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Jahr Snowden-Leaks, ein Jahr Spähaffäre &#8211; Zeit, um über den Spionageskandal und seine politischen und gesellschaftlichen Folgen nachzudenken. Wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Snwoden-Enthüllungen.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140144" alt="Snwoden-Enthüllungen" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Snwoden-Enthüllungen.png" width="638" height="326" /></a>Ein Jahr Snowden-Leaks, ein Jahr Spähaffäre &#8211; Zeit, um über den Spionageskandal und seine politischen und gesellschaftlichen Folgen nachzudenken. Wir haben Netzmenschen aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft zur historischen Bedeutung der Geschehnisse befragt und wollten wissen, was wohl in zehn Jahren von der mutigen Aktion des Whistleblowers übrig geblieben sein wird.<br />
Viel wird derzeit über den Jahrestag der Enthüllungen gesprochen. Vor etwa einem Jahr erschütterte der junge Systemadministrator Edward Snowden die Welt mit seinen Informationen über die globale Überwachung durch den amerikanischen und den britischen Geheimdienst. Viele Akteure und Organisationen nehmen dies nun zum Anlass, erneut auf den Skandal und das politische Versagen im Zuge der Affäre aufmerksam zu machen. Das Aktionsbündnis <a href="https://www.resetthenet.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Reset The Net“</a> beispielsweise will mit seiner Kampagne die Menschen im Netz zur Datensicherheit und Verschlüsselung animieren. <a href="https://www.campact.de/snowden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Campact</a> wiederum verteilte in den letzten Wochen Türschilder, auf denen der Whistleblower willkommen geheißen wird. Zudem werden verschiedene <a href="https://netzpolitik.org/2014/ein-jahr-nsa-skandal-und-nichts-passiert-auf-zur-kundgebung-morgen-am-bundeskanzleramt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Demonstrationen</a> auf die Thematik aufmerksam machen.<br />
Doch neben den politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen aus der Abhöraffäre stand auch Snowden selbst immer wieder im Zentrum des Interesses. Von den einen als Symbolfigur und Held gefeiert und für den Friedensnobelpreis nominiert, verurteilen ihn andere als Verräter oder Verbrecher mit zweifelhaften Motiven. Wir von politik-digital.de wollen den Jahrestag dazu nutzen, um auf das Ausmaß und die Bedeutung der von Edward Snowden aufgedeckten weltweiten Überwachung aufmerksam zu machen. Deshalb befragten wir Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft zum historischen Stellenwert seiner Enthüllungen.</p>
<blockquote><p>„Was wird in zehn Jahren von den Snowden-Enthüllungen übrig geblieben sein?“<strong><br />
</strong></p></blockquote>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Weichert-Por.png"><img decoding="async" class="size-full wp-image-140113 alignleft" alt="Weichert Por" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Weichert-Por.png" width="155" height="235" /></a><strong>Dr. Thilo Weichert:</strong><em><strong><br />
</strong>(</em>Jurist und <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschutzbeauftragter</a> des Landes Schleswig-Holstein)<br />
<em>Was die globale demokratische Informationsgesellschaft seit einem Jahr beschäftigt, wird sie weit länger als zehn Jahre, wird sie ewig weiter umtreiben: Wie können Sicherheit und Privatsphäre im weltweiten Netz realisiert werden? Der Beitrag, den Edward Snowden zu dieser Diskussion geleistet hat, wird und kann nicht vergessen werden: Das vom Europäischen Gerichtshof gegen Google durchgesetzte &#8220;Recht auf Vergessen&#8221; gilt nicht für weltgeschichtliche Ereignisse wie diese Enthüllungen, selbst wenn sich Google oder die Obama-Administration dies hier wünschen mögen. </em><br />
<em>Die Frage nach einer Weltordnung des Internet steht zur Diskussion. Es wird auf sie keine letzte Antwort geben. Welche Antwort die Geschichte auswerfen wird, hängt von allen Beteiligten ab: von den Regierungen, nicht nur der IT-Mächte, sondern auch der kleinen Staaten, von der UNO, von den IT-Unternehmen in den USA, Asien und Europa, von den Nutzenden in der ganzen Welt und von einer hoffentlich schnell wachsenden demokratisch und bürgerrechtlich motivierten Schicht von technikaffinen Menschen, die den Impuls von Edward Snowden im 21. Jahrhundert zu einer weltweit relevanten politischen Bewegung machen. </em><br />
<em>Die Frage nach Freiheit oder Diktatur hat neue Frontlinien entstehen lassen, die für uns erschreckend erscheinen, die wir aber zur Kenntnis nehmen müssen. Dabei stehen die Regierungen von den USA, China und Russland auf der einen Seite der Front, gemeinsam mit ihren Administrationen und Sicherheitsbehörden. Auf der anderen Seite stehen freiheitlich denkende Menschen in all diesen Ländern. Für den Ausgang des Konfliktes mit entscheidend ist, auf welche Seite sich die IT-Unternehmen und Europa mit Deutschland stellen werden. Die Debatte und der politische Konflikt haben erst begonnen. Die mögliche Bandbreite reicht von digitalen Diktaturen und fremdbestimmten Konsumgesellschaften bis hin zur freiheitlichen informatisierten Weltgesellschaft. Der Ausgang ist offen.</em><br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/seemann-por.png"><img decoding="async" class="size-full wp-image-140115 alignleft" alt="seemann por" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/seemann-por.png" width="157" height="235" /></a><strong>Michael Seemann:<br />
</strong>(<a href="http://mspr0.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogger</a>, Journalist und Aktivist)<br />
<em>&#8220;2001 kam heraus, dass die NSA alle Telefonate und Datenverbindungen zumindest in Europa abhört. Das damalige Programm, das enthüllt wurde, hieß Echolon. Die EU-Kommision strengte eine Untersuchung an. Der Skandal wurde aber bald vom 11. September überschattet. Menschen vergessen schnell.</em><br />
<em>Wenn ich mich also frage, was in zehn Jahren von den Snowden-Enthüllungen übrig geblieben sein wird, bin ich skeptisch. Vermutlich ein paar nette Filme von Oliver Stone und Sony Pictures (die Filmrechte wurden gerade verkauft). Ansonsten wird sich die Überwachungsintensität auch die nächsten zehn Jahre vor allem an Moores Law orientieren, also eine Verdopplung alle zwei Jahre. Fünf Verdoppelungen sind eine Menge, das merkt man auch an der Relation zwischen Echolon und den Snowden-Enthüllungen. Da geht noch einiges: Immer mehr Lebensbereiche wandern ins Internet: Unsere Haushalte, der Straßenverkehr, Energieversorgung, Kommunikation wird immer unmittelbarer. Vielleicht scannen sie in zehn Jahren schon unsere Hirne, wer weiß. Es würde mich nicht wundern, wenn wir 2023 erneut aus allen Wolken fallen, wenn wieder eine neue Geheimdienst-Enthüllung ans Tageslicht kommt.&#8221;</em><br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Eisel-por.png"><img decoding="async" class="size-full wp-image-140117 alignleft" alt="Eisel por" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Eisel-por.png" width="157" height="234" /></a><strong>Dr. Stephan Eisel:<br />
</strong>(Projektleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung und <a href="http://www.kas.de/wf/de/33.23232/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buchautor</a>)</p>
<p style="padding-left: 180px"><em>&#8220;Der Weg in die Geschichtsbücher ist weit  &#8211; aber Snowden  hat  eine wichtige Diskussion ausgelöst: Wie weit darf der demokratische Staat in die Privatsphäre der Bürger eingreifen, um deren Sicherheit z. B. vor terroristischen Anschlägen zu gewährleisten? Die NSA ist nach den fast 3.000 Toten der Anschläge vom 11. September übers Ziel hinausgeschossen. Die dort praktizierte Datenüberwachung ist in Deutschland nur mit strenger parlamentarischer Kontrolle und im konkreten Fall nur mit richterlichem Entscheid möglich. Hier gibt es in den USA Nachholbedarf. Bedauerlich ist allerdings, dass sich Snowden ausgerechnet von Putin instrumentalisieren lässt. Außerdem erschwert seine selektive Dokumentenveröffentlichung eine unabhängige Überprüfung der Sachverhalte. Hier sollte Snowden selbst für mehr Transparenz sorgen.&#8221;</em></p>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Prof. Dr. Gesche Joost:</strong><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Joost1.png"><img decoding="async" class="alignleft" alt="Joost" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Joost1.png" width="157" height="235" /><br />
</a>(Designprofessorin und <a href="https://ec.europa.eu/digital-agenda/en/germany-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitale Botschafterin Deutschlands</a>)<em></em></p>
<p style="padding-left: 180px"><em>“<i>Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückschauen, wie viel die Snowden-Enthüllungen verändert haben, dann ja. Zumal die Idee von einer Geschichte ohnehin vorbei ist, stattdessen gibt es eine Vielzahl von Geschichten. Die digitale Gesellschaft ist ins Zentrum des Interesses gerückt und die Neuausrichtung unserer Werte und Ideen ist in vollem Gange &#8211; dafür war ein maßgeblicher Faktor Edward Snowden. Die Enthüllungen markieren eine Zäsur. Das wird auf jeden Fall Teil der Online-Geschichtsschreibung.&#8221;<br />
</i><br />
Der Kommentar ist Teil des <a href="http://politik-digital.de/12-berliner-hinterhofgespraech/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hinterhofgesprächs</a> (ab Minute 35) mit politik-digital.de und bezog sich auf die Frage: &#8220;Wird Snowden in zehn Jahren in den Geschichtsbüchern stehen?&#8221;</em></p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/campact/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr/Campact</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> (CC BY-NC 2.0)</a><br />
<em> <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></em></p>
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		<title>Big Data – Große Chancen, große Gefahren?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 17:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<category><![CDATA[Quellcode]]></category>
		<category><![CDATA[Datensammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Manuel Höferlin]]></category>
		<category><![CDATA[Thilo Weichert]]></category>
		<category><![CDATA[Big Data]]></category>
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					<description><![CDATA[Gegenwärtig wird viel über „Big Data“ geredet, sei es im Zusammenhang mit personalisierter Werbung oder der Optimierung von Verfahren. Welche [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/infocux-technoloies-big-data.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-127643" alt="Infocux Technologies - cc by-sa 3.0" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/infocux-technoloies-big-data-630x324.jpg" width="630" height="324" /></a>Gegenwärtig wird viel über „Big Data“ geredet, sei es im Zusammenhang mit personalisierter Werbung oder der Optimierung von Verfahren. Welche Rolle spielt die groß angelegte Datensammlung für das Industrieland Deutschland? Dieser Frage haben sich Experten bei der Veranstaltung „Big Data – Chance für Deutschland“ gewidmet. Was dabei auffiel: Chancen scheinen vorhanden, doch dürfen die negative Effekte nicht außer Acht gelassen werden.<br />
„Big Data“ ist eine gute Sache. Aber es ist noch viel mehr: die Chance für das Industrie- und Entwicklerland Deutschland, um nach den Sternen zu greifen. Diese These wurde von den meisten Podiumsgästen bei der Veranstaltung „Big Data – Chance für Deutschland“ vertreten, die von der <a href="www.initiatived21.de/">Initiative D21 e.V.</a> und dem <a href="www.iuk.fraunhofer.de/">Fraunhofer-Verbund IUK-Technologi</a>e organisiert wurde. Nicht jedoch vom schleswig-holsteinischen Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert, der – wen wundert es? – vor Risiken von “Big Data“-Sammlungen warnte. Das größte Problem liegt laut Weichert in der fehlenden Transparenz von Unternehmen wie Google, Facebook oder Amazon, denn: “Ökonomische Überlegungen befassen sich kaum mit Sicherheit“. Man wisse nicht, welche Daten anonymisiert würden und was mit den Daten schlussendlich passiere. Die Politik müsse sich deshalb ausgiebig mit dem Thema befassen und sinnvolle Rahmenbedingungen schaffen. Innovationen und Transparenz müssen sich dabei nicht ausschließen, so Weichert weiter.<br />
<figure id="attachment_127646" aria-describedby="caption-attachment-127646" style="width: 195px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/d21_iukverbund_politabend2013_podiumsteilnehmer_voll.jpg"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/d21_iukverbund_politabend2013_podiumsteilnehmer_voll-195x119.jpg" alt="copyright: Initiative D21 e.V." width="195" height="119" class="size-thumbnail wp-image-127646" /></a><figcaption id="caption-attachment-127646" class="wp-caption-text">Podiumsteilnehmer v.l.n.r.:<br />Manuel Höferlin MdB, FDP-Bundestagsfraktion &#8211; Daniel Finger, rbb &#8211; Dr. Marianne Janik, Microsoft Deutschland/ Initiative D21 &#8211; Prof. Dr. Stefan Wrobel, Fraunhofer IAIS/ Fraunhofer-Verbund IuK-Technologie &#8211; Dr. Thilo Weichert, ULD SH</figcaption></figure><br />
Doch was sind sinnvolle Rahmenbedingungen? Diese Frage konnten die Podiumsgäste nicht zufriedenstellend beantworten. Stefan Wrobel vom <a href="www.iais.fraunhofer.de/">Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS)</a> stellte klar, dass Regulierungen die Chancen für Deutschland behindern könnten. Er bekräftigte: “Es müssen die Bürger geschützt werden, nicht die Daten“. Dieser Meinung schloss sich der FDP-Netzpolitiker Manuel Höferlin an, der ebenfalls Bedenken bei einer Behinderung neuer Entwicklungen durch straffere Richtlinien der Politik hegt. Auch wisse man ja noch gar nicht, was man wirklich mit dem “Haufen Daten“ anfangen solle, führte Höferlin weiter aus.<br />
Firmen wie Google oder Facebook machen vor das Datenanalysen die Zukunft bedeuten. Millionen (anonymisierter) Daten werden gespeichert und warten auf Verwertung. Der “Big Data“-Zug ist längst ins Rollen gebracht worden, ohne zu wissen, wohin die Reise geht. Und was beim Thema “Big Data“ noch akzeptiert werden könne und was nicht, ist laut Höferlin “Gegenstand der gesellschaftlichen Diskussion“.<br />
Klingt einfach, ist es aber nicht. “Big Data“ wird deshalb in den kommenden Wochen und Monaten noch des Öfteren thematisiert werden müssen. Nicht nur Wirtschaft und Wissenschaft sind dabei gefragt, sondern auch Politik und Gesellschaft. Sicherlich wäre die von Weichert geforderte Auflegung von Quellcodes bzw. Algorithmen von Firmen wie Google, Facebook etc. aufschlussreich, doch haben die besagten Unternehmen keinerlei Interesse daran, die Mechanismen offen zu legen, auf denen ihre Geschäfte beruhen. Deswegen ist die Politik gefordert, zu handeln und die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um zum einen seine Bürger vor Datenmissbrauch zu schützen und zum anderen weiterhin ein Entwicklerland von IT-Lösungen zu sein. Diskurse in der Öffentlichkeit wie der gestrige dürften dabei helfen, gute Datenschutzbestimmungen zu finden und Akzeptanz für die Sammlung von Daten zu gewinnen.<br />
Bilder: Infocux Technologies (cc by-sa 3.0); © Initiative D21 e.V.</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Dr. Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter Schleswig-Holstein</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/netzpolitischer-rueckblick-2012/dr-thilo-weichert-datenschutzbeauftragter-schleswig-holstein-124990/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Germar Molter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2012 10:20:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzpolitischer Rückblick 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Thilo Weichert]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitischer Rückblick]]></category>
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					<description><![CDATA[2012 war ein durchwachsenes netzpolitisches Jahr, weil die kommerzielle Ausbeutung des digitalisierten Menschen neue Höhen erklommen hat, zugleich die Freiheitsbetätigung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>2012 war ein durchwachsenes netzpolitisches Jahr, weil die kommerzielle Ausbeutung des digitalisierten Menschen neue Höhen erklommen hat, zugleich die Freiheitsbetätigung mit Hilfe von neuen Medien zu positiven gesellschaftlichen Veränderungen beiträgt.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/netzpolitischer-rueckblick-was-denken-netzkoepfe-ueber-das-jahr-2012/weichert-s-9/" rel="attachment wp-att-124966"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-124966" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/weichert-s-9-305x457.jpg" alt="Copyright: Markus Hansen" width="183" height="274" /></a>Die Politik, Betroffene und Nutzer sowie die Wirtschaft beginnen erst zu ahnen, aber noch nicht zu akzeptieren, dass wir zur Bekämpfung der digitalen Ausbeutung und zur Stärkung unserer demokratischen Freiheiten eine internationale Rechtsordnung mit digitalen Menschenrechten benötigen. Das muss 2013 auf die Agenda.</p>
<p><em>Thilo Weichert ist Landesbeauftragter für Datenschutz Schleswig-Holstein und damit Leiter des <a href="https://www.datenschutzzentrum.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz</a> in Kiel.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wünsche für das Internet 2012</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wuensche-fuer-das-internet-2012-5939/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 11:08:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Lars Klingbeil]]></category>
		<category><![CDATA[Hajo Schumacher]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Tauber]]></category>
		<category><![CDATA[Thilo Weichert]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Urbach]]></category>
		<category><![CDATA[Jeff Jarvis]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Eisel]]></category>
		<category><![CDATA[Jillian C. York]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jimmy Schulz]]></category>
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					<description><![CDATA[Was würden Sie dem Internet für 2012 wünschen, wenn es ein Mensch wäre? Diese Frage stellte politik-digital.de Persönlichkeiten aus Politik, Medien und Wissenschaft. 

<p align="center">
<br />
<b></b>
</p>
<p style="text-align: center">
<b>Der Journalist und Autor <a href="http://www.buzzmachine.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jeff Jarvis</a></b>
</p>
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was würden Sie dem Internet für 2012 wünschen, wenn es ein Mensch wäre? Diese Frage stellte politik-digital.de Persönlichkeiten aus Politik, Medien und Wissenschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div align="center"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/33229637?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="320" height="300"></iframe></div>
<p style="text-align: center;"><strong>Der Journalist und Autor <a href="http://www.buzzmachine.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jeff Jarvis</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" width="100%" />
<p align="left"><strong><br />
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/urbach_5.jpg" alt="" width="186" height="125" /></strong></p>
<p align="left"><em>Liebes Internet,</em><br />
<em><br />
ich habe lange überlegt, was ich Dir schenken würde, wenn Du ein Mensch wärst. Mehr Katzen. Das auf jeden Fall. Ich bin mir sicher, dass alle viel entspannter sind, wenn es mehr Katzen gibt. Ich würde Dir Immunität schenken, dass Dich nicht wild gewordene Politiker einfach so festnehmen und wegsperren oder irgendwas an Deinem Verhalten ändern. Ich würde Dir Netzneutralität schenken, damit niemand Dich mehr für sich beanspruchen kann, weil er mehr Geld hat. Du bist für alle da und sollst weiterhin für alle da sein können. Ich würde Dir eine Reise zu den Menschen schenken, die Dich bisher nur vom Hörensagen kennen. Außerdem würde ich Dir einen großen Batzen Bleiche besorgen, damit Du die ekligen Sachen, die Du gesehen hast, wieder vergessen kannst. Doch zum Glück bist Du kein Mensch, sondern eine großartige Idee &#8211; die Idee von Teilhabe, Kreativität und freiem Fluss von Informationen. Du sorgst dafür, dass unser Limit nicht mehr der Himmel, sondern das Universum ist.</em></p>
<p>Stephan Urbach (<a href="http://stephanurbach.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzaktivist, Blogger &amp; Pirat</a>)</p>
<div align="left"></div>
<hr align="left" size="2" width="100%" />
<div align="left"><em><br />
</em><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/thilo_weichert.png" alt="" width="120" height="125" /></div>
<p align="left"><em><br />
Ich würde ihm Herz und Verstand wünschen, was ja bei allen Menschen potenziell angelegt, aber oft nicht vorhanden ist. Fehlt es dann bei den Usern, zu denen ja auch Kriminelle, geldgierige Konzerne und totalitäre Staaten gehören, an Herz und Verstand, dann könnte sich das Internet diesen einfach trotzig verweigern. Das wäre keine Zensur; Zensur hat ja nichts mit Herz und Verstand gemeinsam. Das wäre Kultur, eine humane, humanistische globale Internetkultur.</em></p>
<p>Ich wünschte mir, dass diese Kultur des Herzens und des Verstandes ansteckend wäre wie ein Trojaner, gegen den kein Virenschutz hilft. Ich weiß wohl: Dieser Wunsch bleibt ein Traum. Menschen und Organisationen werden auch künftig ohne Bedacht und Gefühl anderen Menschen in diesem riesigen Netz Schaden zufügen. Daher habe ich noch einen realistischeren Wunsch für das menschgewordene Internet: dass diese Seelen- und Rücksichtslosigkeiten im Netz angeprangert, diskutiert und dadurch demokratisch erfolgreich bekämpft werden.</p>
<p align="left">Dr. Thilo Weichert (<a href="https://www.datenschutzzentrum.de/ldsh/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leiter des </a><a href="https://www.datenschutzzentrum.de/ldsh/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ULD Schleswig-Holstein</a>)</p>
<div align="left"></div>
<hr align="left" size="2" width="100%" />
<div align="left"><em><br />
</em><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/hans-peter-friedrich.png" alt="" width="120" height="125" /></div>
<div align="left">(© Henning Schacht)</div>
<p align="left"><em><br />
Ich würde dem Internet Vertrauen schenken: Vertrauen in die Offenheit des Internet, seine Potenziale für Demokratie und Innovation, seinen positiven Beitrag zu Wohlstand und Wachstum und auch das Vertrauen in die Möglichkeit, diese wichtigen Funktionen des Internet auch zukünftig sicherzustellen.</em></p>
<p align="left"><em></em>Dr. Hans-Peter Friedrich (<a href="http://www.hans-peter-friedrich.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CSU &#8211; Bundesinnenminister</a>)</p>
<hr align="left" size="2" width="100%" />
<div align="left"><em><br />
</em><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/malte-spitz.png" alt="" width="120" height="125" /><br />
<em><br />
</em><br />
<em>Handschellen für diejenigen, die die Internetfreiheit einschränken wollen.</em></div>
<div align="left">Malte Spitz (<a href="http://www.malte-spitz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bündnis 90/Die Grünen &#8211; Mitglied des Bundesvorstandes</a>)</div>
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<p align="left"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/jillian_c_york.png" alt="" width="120" height="125" /></p>
<p><em>This is a fascinating question. To be honest, if the Internet were a human being, I imagine that what it would desire the most is a vacation! That said, I want the Internet to be free. Sometimes there is give and take involved, and it&#8217;s worth admitting that sometimes freedom can enable more harm, but I firmly believe that the right to expression is always worthwhile. </em></p>
<p align="left">(<em>Das ist eine faszinierende Frage. Ehrlich gesagt kann ich mir gut vorstellen, dass das Internet, wenn es ein Mensch wäre, sich am meisten einen Urlaub wünschen würde.<br />
Ich jedenfalls wünsche dem Internet, dass es frei ist. Dabei sind mitunter Geben und Nehmen im Spiel, und manchmal sollte man sich eingestehen, dass Freiheit auch Unheil möglich machen kann. Aber ich glaube fest daran, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung immer erstrebenswert sein wird.</em>)</p>
<p>Jillian C. York (<a href="http://jilliancyork.com/about/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Direktorin bei der Electronic Frontier Foundation</a>)</p>
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<p align="left"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/hajo-schumacher.png" alt="" width="120" height="125" /></p>
<p><em>52 lange freie Wochenenden.</em></p>
<p>Dr. Hajo Schumacher (<a href="http://www.hajoschumacher.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Journalist Textmanufaktur Berlin</a>)</p>
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<p align="left"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/lars-klingbeil.png" alt="" width="120" height="125" /></p>
<p><em>Ich wünsche dem Internet, dass es im Jahr 2012 nicht erneut mit simplen symbolpolitischen Debatten konfrontiert wird. Es ist Zeit, dass die Politik insgesamt das Internet weder als Spielwiese für Technik-Interessierte noch als Gefahr für die Gesellschaft begreift. Wir haben massenhaft ungenutzte Potenziale für wirtschaftliches Wachstum, Arbeitsplätze, mehr Demokratie und bessere Bildung, die durch die Digitalisierung und das Internet freigesetzt werden. Wenn die Politik sich im Jahr 2012 stärker um diese Dinge kümmert, statt um Verbots- oder Symboldebatten, wird das Jahr 2012 ein gutes Jahr für das Internet.</em></p>
<p>Lars Klingbeil (<a href="http://www.lars-klingbeil.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD &#8211; MdB, Mitglied der Internet-Enquete</a>)</p>
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<p align="left"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/jimmy_schulz.png" alt="" width="120" height="125" /><br />
<em><br />
Ich wünsche dem Internet für 2012, dass es den Freiraum für seine weitere Entfaltung bekommt, den es braucht. Ich wünsche ihm, dass der Versuchung widerstanden wird, Gesetze zu erlassen, die die Erkundung und Fortentwicklung dieses einzigartigen Raumes erschweren. Ich wünsche mir, dass besonders in Deutschland die öffentliche Debatte um das Netz positiver geführt wird und weniger von Unverständnis und Ängsten geprägt sein wird.</em></p>
<p>Ich denke, dass noch immer viel zu wenig über die Chancen – und den potenziellen gesellschaftlichen Wert – des Internet gesprochen wird. Diese Debatte braucht sicherlich mehr gegenseitiges Verständnis: Netzgemeinde und Generation Münzfernsprecher, Befürworter und Warner, Zukunftsdenker und Traditionalisten.<br />
Ich wünsche dem Internet, dass sich die Einsicht durchsetzt, dass es nicht nur Chancen, Gefahren, wirtschaftliche, freiheitliche oder (sicherheits-)politische Aspekte hat, sondern eine Mischung aus allem darstellt.</p>
<p>Jimmy Schulz (<a href="http://jimmy-schulz.netactive.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP &#8211; MdB, Mitglied der Internet-Enquete</a>)</p>
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<p align="left"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/peter_tauber_0.png" alt="" width="120" height="125" /><br />
<em><br />
Als Geisteswissenschaftler interessiert mich der gesellschaftspolitische Prozess, der damit einhergeht. Ich wünsche mir vom Internet, dass wir das Gute stärken, in der Art wie wir miteinander umgehen und diskutieren. Das würde dem Internet bestimmt gut tun und es würde sich das von uns bestimmt auch wünschen!</em></p>
<p>Dr. Peter Tauber (<a href="http://www.petertauber.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU &#8211; MdB, Mitglied der Internet-Enquete</a>)</p>
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<p align="left"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/stephan-eisel.png" alt="" width="120" height="125" /></p>
<p><em>Mein Geschenk wäre vor allem die Hoffnung, dass niemand das Internet für menschlich hält. Neulich schrieb mir ein Blogger, es sei schwierig mit mir, weil ich nicht anerkennen wolle, „dass sehr vielen Menschen das Web inzwischen richtig ans Herz gewachsen ist.“ Ich wünsche dem Internet, dass es den Menschen weder zur Geliebten noch zum Rivalen wird. Denn das Internet läutet weder den Untergang des Abendlandes ein noch führt es uns in ein Zeitalter der Erleuchtung.</em></p>
<p>Schenken würde ich dem Internet also den nüchternen Umgang mit seinen Chancen und Gefahren.<br />
Und nach der Bescherung würde ich dem Internet und all seinen Nutzern noch vom legendären Dialog zwischen dem Pionier der drahtlosen Telekommunikation Guglielmo Marconi und einem Mitarbeiter erzählen. Als Anfang des 20. Jahrhunderts die erste Verbindung mit der neuen Technologie von New York nach Florida zustande kam, rief der Mitarbeiter begeistert zu seinem Chef: „Marconi, Marconi, we can talk to Florida!“ – der aber antwortete nur trocken: „That’s wonderful, but do we have anything to say to Florida?“</p>
<p>Dr. Stephan Eisel (<a href="http://www.stephaneisel.de/start/Internet/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Autor des Buches „Internet und Demokratie“</a>)</p>
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<h1>Und was wünschen Sie sich vom Internet?</h1>
<p><em><br />
</em><em><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Thilo Weichert: „Uns geht es nicht um Zoff, sondern um Überzeugung“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 13:50:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Thilo Weichert]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein veröffentlichte kürzlich ein Arbeitspapier in dem es die Nutzung des „Gefällt mir“-Buttons von Facebook als rechtswidrig erklärt. politik-digital.de sprach mit dem Leiter des Landeszentrums Thilo Weichert.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein veröffentlichte kürzlich ein Arbeitspapier in dem es die Nutzung des „Gefällt mir“-Buttons von Facebook als rechtswidrig erklärt. politik-digital.de sprach mit dem Leiter des Landeszentrums Thilo Weichert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Deutschen Datenschützern ist Facebook erneut ein Dorn im Auge. Nachdem Ende vergangenen Jahres bereits die Verbraucherzentrale <a href="http://www.tagesschau.de/inland/facebook170.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">klagte</a> und erst kürzlich der Datenschutzbeauftragte Hamburgs Johannes Caspar das US-Unternehmen <a href="/gesichtserkennung-druck-auf-facebook-waechst" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aufforderte</a>, die automatische Gesichtserkennung einzustellen, will das ULD Schleswig-Holstein nun gegen den „Gefällt mir“ Button und Fan Pages vorgehen. Wir sprachen mit Thilo Weichert über die Argumentation der Datenschützer und gaben ihm die Möglichkeit sich zu krititschen Stimmen zu äußern.</p>
<p><strong>Das kürzlich veröffentlichte <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/facebook/facebook-ap-20110819.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arbeitspapier</a> des ULD Schleswig-Holstein trägt den Titel „Datenschutzrechtliche Bewertung der Reichweitenanalyse durch Facebook“. Was genau ist die Reichweitenanalyse?</strong></p>
<p>Reichweitenanalysen geben Auskunft, wann welche Internetnutzer welche Webangebote wie lange genutzt haben, woher sie kamen und wohin sie weitersurften. Es geht also um eine Nutzungsanalyse für Webseitenbetreiber, mit der die eigene Seite optimiert und Werbung besser platziert werden kann.</p>
<p><strong>Welche Verfahren nutzt Facebook für die Analyse des Nutzerverhaltens? Welche Rolle spielen Social-Plugins und Browser Cookies?</strong></p>
<p>Nach unseren Erkenntnissen nutzt Facebook zur Reichenweitenanalyse für Webseitenbetreiber und als Grundlage zum Verkauf von Werbung Cookies. Diese werden auf dem Rechner der Nutzenden gespeichert, wenn diese sogenannte Social-Plugins anklicken, wie z. B. den &#8220;Gefällt mir&#8221;-Button, auf Facebook-Fanpages gehen oder sonst über Facebook kommunizieren. Die Cookies auf dem eigenen Rechner erlauben Facebook, diesen Rechner bei Änderung der IP-Adresse wiederzuerkennen und den Profilen von Facebook-Mitgliedern zuzuordnen. Durch Browsereinstellungen ist es möglich Cookies abzulehnen. Cookies können auch nachträglich gelöscht werden.</p>
<p><strong>Warum erachten Sie die obigen Analyseverfahren als rechtswidrig im Hinblick auf sowohl deutsches als auch europäisches Datenschutzrecht?</strong></p>
<p>Das europäische und das deutsche Datenschutzrecht fordern, dass beim Setzen von Cookies zur Profilbildung die Betroffenen hierüber informiert werden und ihnen eine aktive Wahlmöglichkeit gegeben wird, ja dass sie hierfür eine Einwilligung erteilen. Diese Informationen und Optionen werden von Facebook nicht angeboten.</p>
<p><strong>Zu welchen rechtlichen Forderungen kommen sie auf Grund der Ergebnisse des Arbeitspapiers?</strong></p>
<p>Die Webseitenbetreiber müssen sich an die gesetzlichen Vorgaben halten. Das ist praktisch äußerst schwierig, wenn man Facebook nutzen möchte, weil die wesentliche Datenverarbeitungen in den USA stattfinden, wo es praktisch keinen Datenschutz gibt und Facebook sich nicht in die Karten schauen lässt. Daher ist es ratsam, datenschutzkonforme Alternativen zu Facebook zu suchen.</p>
<p><strong>Welche Absicht steckt hinter der Veröffentlichung des Papiers, was wollen Sie damit erreichen?</strong></p>
<p>Unser übergeordnetes Ziel ist es, den Datenschutz bei der Internetnutzung durchzusetzen. Unser Text will hierzu verschiedene Mechanismen nutzen: Zunächst sollen die Nutzenden und die Webseitenbetreiber informiert werden. Dann wollen wir eine qualifizierte Diskussion über Facebook und Datenschutz initiieren. Hierbei wollen wir die Politik, Behörden, die Wirtschaft, die anderen Aufsichtsbehörden und natürlich auch die Medien und die öffentliche Meinung erreichen. Damit soll letztlich Druck auch auf Facebook ausgeübt werden, das sich mit seinen Adressen in den USA und in Irland bisher unserer Aufsicht entzog.<br />
Uns geht es nicht vorrangig um die Drohung mit Sanktionen, sondern um Überzeugungsarbeit &#8211; nämlich, dass die geschäftliche und behördliche Nutzung von Facebook trotz aller vordergründigen Vorteile aus Datenschutzgründen unverantwortlich ist.</p>
<p><strong>Es wurde <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/08/19/schleswig-holstein-bald-facebook-freie-zone/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kritisiert</a>, dass sich ihre rechtlichen Forderungen nicht an Facebook, sondern an Webseitenbetreiber richten, obwohl diese ja gar nicht die Hauptverursacher der Datenschutzrechtsverletzungen sind. Was entgegnen Sie dieser Kritik?</strong></p>
<p>Webseitenbetreiber können sich nicht herausreden, dass Facebook oder die Nutzer verantwortlich wären. Sie haben rechtlich wie tatsächlich eine eigene Verantwortung. Niemand ist gezwungen Facebook-Anwendungen zu installieren; das macht jeder aus freien Stücken und in eigener Entscheidung.</p>
<p><strong>Markus Beckedahl vom Verein Digitale Gesellschaft <a href="https://digitalegesellschaft.de/2011/08/wer-durch-facebooks-ignorante-haltung-und-das-versagen-der-politik-am-ende-doof-da-steht-ist-der-einfache-nutzer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erklärte</a> in Hinblick auf Ihre Forderungen an Webseitenbetreiber in Schleswig-Holstein: „Dass das ULD nicht direkt an Facebook herantreten kann, ist das Verschulden der Politik: Die Durchsetzung von Datenschutzrecht auf internationaler Ebene ist […] kein bisschen verbessert worden.“ Stimmen Sie dem zu?</strong></p>
<p>Wir können natürlich nach Irland und in die USA schreiben. Das haben wir und unser hamburgischer Kollege auch getan. Herausgekommen ist dabei leider wenig, weil wir tatsächlich wenig direkte rechtliche Druckmittel haben. Die Druckmöglichkeiten ließen sich durch politische Initiativen und gesetzliche Änderungen verbessern, doch alle unsere Vorschläge hierzu sind ohne sichtbare Resonanz geblieben.</p>
<p><strong>Facebook ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit europäischem Sitz in Irland und einem Vermarktungsbüro in Deutschland, das sich in Hamburg befindet. Wie erklären Sie die Zuständigkeit des ULD Schleswig-Holstein in diesem Sachverhalt? Gibt es eine Absprache oder Kooperation mit anderen Landesdatenschutzzentren oder dem Bundesdatenschutzbeauftragten?</strong></p>
<p>Das ULD ist wie alle anderen Landesdatenschutzbeauftragten für die Betreiber im eigenen Land zuständig, auch wenn diese internationale Dienstleister wie Facebook in Anspruch nehmen. Tatsächlich sind wir personell und sachlich so schlecht ausgestattet, dass wir durch Arbeitsteilung unsere Effektivität erhöhen müssen. Die Facebook-Aktion des ULD haben wir langfristig bei unseren Kollegen angekündigt und vorab kommuniziert. In einen nächsten Schritt werden wir versuchen, auch unsere weiteren Aktionen untereinander zu koordinieren.</p>
<p><strong>Sie geben den Bürgern den <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20110819-facebook.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ratschlag</a> „ihre Finger vom Anklicken von Social-Plugins wie dem „Gefällt mir“-Button zu lassen und keinen Facebook-Account anzulegen, wenn sie eine umfassende Profilbildung durch das Unternehmen vermeiden wollen“. Darf eine staatliche Behörde so gezielt zum Boykott eines einzelnen Unternehmens auffordern?</strong></p>
<p>Das ULD ruft nicht zum Boykott eines Unternehmens auf, sondern wir sagen nur was passiert, wenn jemand die Social-Plugins anklickt. Jeder Verbraucher kann selbst entscheiden; zur informationellen Selbstbestimmung gehört auch, dass jeder Facebook erlauben darf über ihn Profile zu erstellen und diese kommerziell zu nutzen. Bevor dies aber erlaubt wird, muss der Betroffene wissen, was er da erlaubt. Das teilen wir den Betroffenen mit.</p>
<p><strong>Der Rechtsanwalt Niko Härting kritisiert Ihr Vorgehen in einem <a href="http://www.computerundrecht.de/media/2011_08-22_Haerting_Oeffentlichkeitsarbeit_einer_Landesbehoerde.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beitrag</a> für „Computer und Recht“ sehr stark. Er äußert sogar den Vorwurf, die Forderungen der ULD seien verfassungswidrig, weil sie in die im Grundgesetz festgeschriebene Berufs- und Handlungsfreiheit eingriffen. Auch hegt er Zweifel an der rechtlichen Grundlage ihrer Bußgeldforderungen. Das ULD habe zwar nach dem Bundesdatenschutzgesetz die Möglichkeit, Bußgelder zu erheben, nicht aber nach dem Telemediengesetz, auf das sich das Arbeitspapier stellenweise beziehe. Wie äußern Sie sich zu diesen beiden Vorwürfen?</strong></p>
<p>Es ist das Recht von Herrn Härting, diese Meinung zu äußern, auch wenn sie falsch ist. Auf unserer Webseite haben wir das Zuständigkeitsargument <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/facebook/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">widerlegt</a>. Das Argument mit der Berufs- und Handlungsfreiheit ist &#8211; mit Verlaub &#8211; Unsinn. Jedes Unternehmen muss natürlich bei seiner Tätigkeit die Gesetze beachten &#8211; auch die Datenschutzgesetze.</p>
<p><strong>Haben Sie weitere Vorstöße im Zusammenhang mit möglichen Datenschutzrechtsverletzungen durch Facebook geplant?</strong></p>
<p>Nachdem wir A gesagt haben müssen wir natürlich weiter buchstabieren. Insofern sind wir völlig transparent. Erst aber im Oktober werden wir erste rechtsförmliche Maßnahmen ergreifen. Vor Beanstandungen, Untersagungsverfügungen und Bußgeldern wird es natürlich Anhörungsverfahren geben. Dabei werden wir Verhältnismäßigkeit und Augenmaß praktizieren &#8211; auch angesichts unserer begrenzten Ressourcen.<br />
Wenn es dann zu gerichtlichen Verfahren kommen sollte, dann sehen wir diesen zuversichtlich entgegen. Uns geht es nicht um Zoff, sondern um Überzeugung.</p>
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