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	<title>Think Tank &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Think Tank &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Effektive Politik für den gesellschaftlichen Wandel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2016 13:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit zwei Jahren existiert die Digitale Agenda und somit die erklärte Absicht der Bundesregierung Deutschland netzpolitisch ins 21. Jahrhundert zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5107656846_4d40f1c794_z.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149924 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/5107656846_4d40f1c794_z.jpg" alt="Firmensitz im Beisheim Center am Potsdamer Platz" width="640" height="427" /></a>Seit zwei Jahren existiert die Digitale Agenda und somit die erklärte Absicht der Bundesregierung Deutschland netzpolitisch ins 21. Jahrhundert zu bringen. Besonders viel Nachholbedarf besteht bei der Digitalisierung und anschließenden Nutzung von Verwaltungsdaten. Hier setzt die Stiftung Neue Verantwortung (SNV) an.</p>
<p>Die <a href="http://www.stiftung-nv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung</a> hat sich vor Kurzem als Think Tank für Digitalisierungsthemen und die Gesellschaft im digitalen Wandel repositioniert und verfolgt den ehrgeizigen Anspruch, effektive und praktikable Strategien zu formulieren, um die ausbaufähige Digitalisierung Deutschlands tatkräftig voranzutreiben. Das soll erreicht werden durch die anhaltende Zusammenarbeit mit Experten aus Wissenschaft, Politik, Unternehmen oder auch NGOs. So will man bei ständig wandelnden Problemstellungen, wie sie in einem sich rapide entwickelnden Gebiet wie der IT üblich sind, am Puls der Zeit bleiben und darüber hinaus ineffektive und unrealistische Ansätze möglichst frühzeitig ausmerzen.</p>
<p>In einer ersten <a href="http://www.stiftung-nv.de/publikation/das-datenzeitalter-gestalten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veröffentlichung</a> spricht die SNV Handlungsempfehlungen zum Thema offene Daten aus, in deren Konzeption sowohl Ministerien als auch NGOs konsultiert wurden. Die Empfehlungen umfassen sowohl die konkrete Verteilung von öffentlichen Geldern, als auch generelle Notwendigkeiten der öffentlichkeitswirksamen Kommunikation und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft in der Konzepterarbeitung für eine offene, digitale Regierung und Verwaltung.</p>
<h3>Interessenvertreter der Zivilgesellschaft</h3>
<p>Auch die Kanzlerin betonte schon mehrmals, dass die Digitalisierung alle Lebensbereiche betrifft. Deshalb beschäftigt sich der Think Tank nicht nur mit dem Thema offenen Daten, sondern u.a. auch mit dem  Arbeitsmarkt und der Industrie 4.0 sowie der Frage, wie sich Menschen bei immer neuen Qualifikationsansprüchen weiterbilden können. Weitere Themenfelder sind die Verbindung von Datenschutz mit Wettbewerbsrecht oder auch Strafverfolgung und IT Sicherheit angesichts fortschreitender Vernetzung von Menschen, Maschinen, Gebäuden und Städten. Die SNV will frühzeitige Impulse geben, um den gesellschaftlichen Wandel aktiv zu gestalten und nicht nur auf neue Tatsachen nachträglich reagieren.</p>
<p>Ein anderer Aspekt, in dem die Gesellschaft von den Anstrengungen der SNV profitieren soll, ist die breite Fächerung von Interessen, die bei der Erarbeitung der Ansätze einbezogen werden, als Kontrapunkt zu beispielsweise Lobbyisten. Papiere werden auf der Website veröffentlicht, wenn auch nicht open-source erarbeitet. Es sollen auch Veranstaltungen organisiert werden, um den Wissenstransfer zu ermöglichen.</p>
<p>Der Think Tank finanziert sich in seinen Bemühungen zu etwa drei Vierteln aus öffentlichen Geldern, das restliche Viertel der Förderung kommt von Unternehmen und Verbänden, wobei kein Unternehmensspender mehr als fünf Prozent des Gesamtbudgets stellen darf. So ist die Stiftung unabhängig und flexibel in ihrer Arbeit, muss sich allerdings auch jedes Jahr neu finanzieren.</p>
<p>Titelbild: Der Firmensitz der SNV am <a href="https://www.flickr.com/photos/grolli77/5107656846/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Potsdamer Platz</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/grolli77/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">grolli77</a> via <a href="https://www.flickr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, <span class="licensetpl_attr">licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Netzpolitischer Einspruch: “Pfadfinder im Neuland”</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Arendt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2014 10:27:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitischer Einspruch]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitale Agenda]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Am Mittwoch, 20.08., stellen Sigmar Gabriel, Thomas de Maizière und Alexander Dobrindt die Pläne zur <a href="http://politik-digital.de/digitale-agenda-hoch-drei/">Digitalen Agenda</a> 2014 bis 2017 der Bundesregierung vor. Im Vorfeld wurde schon viel über den Entwurf der Agenda diskutiert, die Reaktionen reichten von enttäuschten Hoffnungen bis hin zu heller Empörung. In einem Gastbeitrag bewertet Dirk Arendt von der Inititative D21 die Pläne, die er als Auftakt für einen Modernisierungsprozess versteht, und hebt die Rolle des Bundestagsausschusses Digitale Agenda hervor.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Bundestagsausschuss für die Digitale Agenda (BtADA) sucht im alltäglichen parlamentarischen Kleinklein noch nach seiner Rolle. Dabei könnte er das Werkzeug für den großen Wurf sein. Richtige Ansätze sind vorhanden. Erstmals nimmt die Netzpolitik in einem Koalitionsvertrag einen nennenswerten Stellenwert ein, es gibt einen <a href="http://bundestag-digital.de/">eigenen Ausschuss</a> im Bundestag, die digitale Infrastruktur hat mit Alexander Dobrindt einen eigenen Minister und die Bundesregierung plant eine „Digitale Agenda“.</p>
<h3>Erste Akzente sind gesetzt</h3>
<p>Doch ein halbes Jahr nachdem die Koalition ihre Arbeit aufgenommen hat, trüben sich die anfänglichen Hoffnungen ein. Der angekündigte Breitbandausbau ist früh ins Stocken geraten, und die schon in ersten Versionen vorliegende Digitale Agenda wird sich aller Voraussicht nach auf die aktuelle Legislaturperiode beschränken. Auch wenn mit den Bekenntnissen zur Netzneutralität, zur Abschaffung der Störerhaftung für WLAN-Funknetze und der Absage an das „SchlandNet“ sowie an die Vorratsdatenspeicherung  in der Agenda erste politische Akzente gesetzt werden, bezeichnet das <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/netzpolitische-halbjahresbilanz-die-regierung-taumelt-orientierungslos-durchs-neuland/10213886.html">Handelsblatt</a> die Regierung in Sachen Netzpolitik als orientierungslos.<br />
Ganz so schwarz muss man die Dinge freilich nicht sehen. Immerhin gibt es inzwischen eine Netzallianz und das Innenministerium hat einen runden netzpolitischen Tisch installiert. Kleine, aber notwendige Schritte, wenn ein großer Verwaltungsapparat an ein neues Thema herangeführt werden muss. Die Digitale Agenda kann auch als Auftakt verstanden werden: für einen gesamtgesellschaftlichen Modernisierungsprozess, an dessen Ende eine langfristige Vision und ein Maßnahmenplan mit konkreten, messbaren Handlungszielen, Meilensteinen und Verantwortlichkeiten steht. Diesen Prozessgedanken sieht der aktuelle Entwurf vor und diesen gilt es nun sinnvoll zu gestalten – unter Einbeziehung der gesellschaftlich relevanten Akteure.</p>
<h3>Der BtADA als innerparlamentarischer Think Tank</h3>
<p>Für die Zukunft braucht es eine Instanz, die eine langfristige, vorausschauende Netzpolitik etabliert – und zwar quer über die Ressorts wie Verkehr, Arbeit, Gesundheit und Bildung hinweg. Netzpolitik muss in Alltagsthemen präsent werden. Eine Instanz, die in einem ersten Schritt mutige Visionen entwirft, wie die digitale Gesellschaft aussehen kann und wohin sie sich entwickeln soll. Eine Instanz, die auch maßgeblich an der Weiterentwicklung der Digitalen Agenda beteiligt ist. Die dann in einem zweiten Schritt Vorgehenskonzepte entwickelt, wie diese Visionen realisiert und permanent fortgeschrieben werden können. Eine Instanz, die einen langfristigen digitalen Masterplan ausarbeitet und sich nicht auf eine Legislaturperiode beschränkt. Einen innerparlamentarischen Think Tank, der seine Aufgaben in der vorausschauenden Bewertung und Erschließung von Chancen sieht und nicht als legislative Reparaturwerkstatt für digitalen Flurschäden in der analogen Welt.<br />
Diese Lücke könnte der BtADA füllen, der – in Tradition der Arbeit und der Verantwortung der Ergebnisse der <a href="http://politik-digital.de/category/themen/netzpolitik-im-bundestag/">Enquete-Kommission</a> „Internet und Digitale Gesellschaft“ eingesetzt – seine Rolle noch nicht richtig gefunden zu haben scheint. Keinem Minister eindeutig zugeordnet, könnte er bald zwischen den Stühlen zerrieben werden. Wenn er lediglich das „abnicken“ darf, was die große Koalition erarbeitet hat, wird er ein „Gremium ohne parlamentarische Relevanz“ bleiben, als was ihn Opposition und Internetwirtschaft ohnehin schon bezeichnen. Zeit also, auf die Möglichkeiten des neuen Ausschusses hinzuweisen. Denn er könnte zu einer Plattform heranreifen, auf der sich abzeichnende digitale Trends diskutiert werden, die einen Blick über den Tellerrand der Koalitionsvereinbarungen und über Deutschlands Grenzen hinaus wirft. Mit diesem Ausschuss gibt es die Gelegenheit, das Neuland zu vermessen, endlich vorauszudenken, die politischen Rahmenbedingungen rechtzeitig zu setzen – und nicht immer nur reagieren zu müssen.</p>
<h3>Es braucht ein Alleinstellungsmerkmal</h3>
<p>Dieser Ausschuss braucht mehr Macht, mehr Einfluss, mehr Befugnisse, mehr Möglichkeiten, mehr Selbstbewusstsein. Er könnte zum Beispiel alle zukünftigen Gesetze auf ihre digitale Umsetzbarkeit hin überprüfen und Empfehlungen an den Bundestag aussprechen. Es müssten dazu allerdings Verfahrensweisen aufgebaut werden, damit der Ausschuss die Entwicklung der politischen Ereignisse spiegeln und ihnen vorgreifen kann.<br />
Ein Monitoring, das es im Übrigen in anderer Hinsicht schon gibt. Der Normenkontrollrat beispielsweise prüft alle Gesetze hinsichtlich ihrer Bürokratiekosten. Und auch wenn ein Normenkontrollrat natürlich anders funktioniert und zusammengesetzt ist als ein Bundestagsausschuss, zeigt er doch, dass ein solches Monitoring-System praktikabel und durchführbar sein kann.<br />
Fakt ist: Wir haben den Ausschuss gefordert, nun ist er da. Derzeit steht es noch nicht gut um seine parlamentarische Bedeutung, ihm fehlt vor allem eine eindeutige Funktion.<br />
Jetzt muss es darum gehen, ihm Relevanz und Alleinstellungsmerkmale zu verleihen. Damit er künftig den Stellenwert bekommt, der ihm, der Entwicklung unserer Gesellschaft in die digitale Realität und der unverzichtbaren, gestaltenden Netzpolitik dafür gebührt.</p>
<p>Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/100477852@N05/">Bokeh &amp; Travel</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>D 64: Statement gegen Vorratsdatenspeicherung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/d-64-statement-gegen-vorratsdatenspeicherung-5932/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 14:38:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Think Tank]]></category>
		<category><![CDATA[SPD-Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Integration]]></category>
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		<category><![CDATA[Breitband-Internetzugang]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/D64-logo.png" align="left" height="112" width="250" />Mit dem in Gründung befindlichen Verein „D64“ hat sich ein prominent besetzter Thinktank für das digitale Zeitalter am Wochenende der Öffentlichkeit vorgestellt. politik-digital.de hat am Rande des SPD-Bundesparteitags mit dem Vorstandsvorsitzenden Mathias Richel über Gründungsmotive und Ziele gesprochen.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/D64-logo.png" alt="" width="250" height="112" align="left" />Mit dem in Gründung befindlichen Verein „D64“ hat sich ein prominent besetzter Thinktank für das digitale Zeitalter am Wochenende der Öffentlichkeit vorgestellt. politik-digital.de hat am Rande des SPD-Bundesparteitags mit dem Vorstandsvorsitzenden Mathias Richel über Gründungsmotive und Ziele gesprochen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Aufregung in den einschlägigen Foren und Timelines war groß, als im April 2011 anlässlich der jährlichen Konferenz re:publica der Verein <a href="http://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Digitale Gesellschaft“</a> an den Start ging. Der Vorwurf damals: mangelnde Transparenz in einer Versammlung von „Berlin Mitte-Nerds“ und der Verdacht, es könne sich bei der Initiative, die maßgeblich von dem Berliner Netzaktivisten und Enqute-Sachverständigen Markus Beckedahl vorangetrieben worden war, um ein netzpolitisches „U-Boot der Grünen“ handeln, kam schnell auf. Mit all diesen Fragen sahen sich auch die Initiatoren des digitalen Thinktanks <a href="http://d-64.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;D64 &#8211; Zentrum für Digitalen Fortschritt&#8221;</a> konfrontiert, die die Gründung ihres Vereins am Vorabend des aktuellen SPD-Bundesparteitags in Berlin bekanntgegeben haben und damit &#8211; vermutlich mehr als ein willkommener Nebeneffekt &#8211; die Aufmerksamkeit der netzpolitischen Szene aus Offenbach am Main weglenkten, wo sich die Piratenpartei zeitgleich zu ihrem Bundesparteitag versammelt hatte. Dort spielte das Thema Netzpolitik hingegen bemerkenswerterweise nur eine marginale Rolle.</p>
<p>Ein weiterer elitärer Zirkel von Netzaktivisten oder etablierten Politikern sei der neue Verein, dessen Gründung seit einem Washington-Besuch des SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil vor bald anderthalb Jahren nach und nach Gestalt annahm, jedoch keinesfalls: „Wir laden jeden ein, dabeizusein“, so die Aufforderung des Vorstandsvorsitzenden Mathias Richel im Gespräch mit politik-digital.de. Trotz dieses Anspruchs habe es, so Richel auf Nachfrage, aber selbstverständlich auch Kritik am Zustandekommen sowie den Vorwurf der mangelnden Transparenz gegeben.<br />
Dem will man auch mit der Namenswahl entgegentreten, rekurriert doch die Zahlenkombination 64 auf die mit dem Modell C64 aus dem Hause Commodore aufgewachsene Generation.</p>
<p>Die Bekanntgabe der Gründung am Vorabend der SPD-Parteitagseröffnung war kein Zufall. Mit Persönlichkeiten wie dem „elektrischen Reporter“ Mario Sixutsoder der Journalistin Mercedes Bunz waren zwar auch Personen ohne Parteibuch an der Gründung beteiligt. Das Mitgliederverzeichnis auf der Homepage des Vereins liest sich derzeit dennoch wie ein „Who-is-Who“ netzpolitisch engagierter SozialdemokratInnen. Auf den etwaigen Vorwurf der parteipolitischen Nähe zur Sozialdemokratie reagiert man bei D64 jedoch äußerst offensiv: „Wir versuchen gar nicht erst, die Nähe zu leugnen“, so Mathias Richels Antwort. Im Übrigen sei man jedoch bestrebt, mit dem neuen Thinktank über das unmittelbare sozialdemokratische Umfeld und die innerhalb der Parteistrukturen bereits etablierten Arbeitskreise und Kommissionen hinauszuwirken. Bereits am ersten Tag nach Bekanntgabe der Gründung hätten dann auch „mehr Nicht-SPD-Mitglieder als Menschen mit Parteibuch“, insgesamt etwa 60 Personen, ihr Interesse an einer Mitarbeit an dem in Gründung befindlichen Verein bekundet.</p>
<p>Und auch hinsichtlich der Ziele des neuen Vereins, zu dessen Gründungsmitgliedern neben Mathias Richel und dem niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil der Hamburger Blogger Nico Lumma und SPD-Bundesvorstandsmitglied Björn Böhning gehören, sehe man sich nicht als eine direkte Konkurrenz zur Digitalen Gesellschaft. Habe man doch neben dem Themenfeld der Netzpolitik einen Fokus auf weitere, viel umfassendere gesellschaftlich relevante Fragen des digitalen Zeitalters. Richel nennt hier beispielhaft die Bereiche Bildung und Kultur im digitalen Zeitalter, mit denen sich der Verein zukünftig befassen werde. Man wolle neue politische Antworten finden, „die allen Bevölkerungsgruppen mehr Teilhabe am Web, besseren Zugang zum Wissen und den Arbeitschancen des Internet ermöglichen“, heißt es in der Pressemitteilung. Konkret beinhaltet dieses Ziel u.a. die Forderung nach einem Grundrecht auf Breitband-Internet für alle, so Richel.</p>
<p>Und wie geht es weiter? Bereits bis Ende des Jahres soll, so die Pläne der Initiatoren, die unmittelbare Gründungsphase mit den unausweichlichen vereinsrechtlichen Formalia abgeschlossen sein. Im kommenden Frühjahr dann wird sich der neue Verein mit seinen Mitgliedern zu einem Workshop treffen und Inhalte wie Strukturen vertiefend beraten. Eine erste netzpolitische Botschaft gab der Verein jedoch bereits am Wochenende seiner Gründung aus. Von den Delegierten des SPD-Bundesparteitags fordert Mathias Richel mit Blick auf einen bereits im Vorfeld des Parteitages äußerst kontrovers debattierten Antragstext „ein starkes Statement gegen die Vorratsdatenspeicherung“.</p>
<p>Der SPD-Parteitag selbst beschloss heute den netzpolitischen Leitantrag “Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in der digitalen Gesellschaft”, <a href="http://spd-netzpolitik.de/berlin/leitantrag-freiheit-gerechtigkeit-solidaritaet-digitalen-gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der hier zu finden ist</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Labor für die digitale Zukunft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/labor-fuer-die-digitale-zukunft-5208/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 14:02:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Think Tank]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Co:llaboratory]]></category>
		<category><![CDATA[Experte]]></category>
		<category><![CDATA[Max Senges]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
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					<description><![CDATA[Der von Google geförderte Think Tank <a href="http://collaboratory.de/home" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#34;Internet und Gesellschaft Co:llaboratory&#34;</a> hat erst kürzlich den Abschlussbericht seiner dritten Initiative vorgelegt. Nach gut einem Jahr Arbeit in verschiedenen Expertenkreisen sprach politik-digital.de mit Max Senges, einem der Köpfe des Projekts, über bisher Erreichtes, zukünftige Aufgaben und Kritik an der Arbeitsweise.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der von Google geförderte Think Tank <a href="http://collaboratory.de/home" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Internet und Gesellschaft Co:llaboratory&#8221;</a> hat erst kürzlich den Abschlussbericht seiner dritten Initiative vorgelegt. Nach gut einem Jahr Arbeit in verschiedenen Expertenkreisen sprach politik-digital.de mit Max Senges, einem der Köpfe des Projekts, über bisher Erreichtes, zukünftige Aufgaben und Kritik an der Arbeitsweise.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf der eben beendeten <a href="http://re-publica.de/11/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">re:publica XI</a> stellte sich mit dem &#8220;Internet und Gesellschaft Co:llaboratory&#8221; (Co:Lab) ein netzpolitischer Thinktank vor, der gewöhnlich im eher kleinen Rahmen arbeitet. Max Senges ist studierter Wirtschaftsinformatiker und Doktor der Philosophie. Im Gespräch mit politik-digital.de resümiert der Mitinitiator des Projekts, hauptberuflich in Googles Berliner Policy-Team tätig, die bisherige Arbeit in den verschiedenen Expertenkreisen und nimmt zu möglichen Veränderungen des Arbeitsprozesses Stellung.</p>
<p><strong>Herr Senges, das Co:llaboratory geht mit der Initiative &#8220;Privatheit und Öffentlichkeit&#8221; in die vierte Runde. Welches Zwischenfazit ziehen Sie als einer der Initiatoren nach einem Jahr Arbeit am Co:llaboratory?<br />
</strong></p>
<p><img decoding="async" title="Dr. Max Senges" src="/wp-content/uploads/senges-mit-rand.jpg" alt="Dr. Max Senges" width="169" height="143" align="left" />Die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen und Disziplinen funktioniert hervorragend und bringt beachtliche Ergebnisse wie zum Beispiel den aktuellen Abschlussbericht “Urheberrecht in der digitalen Zukunft” hervor. In der Organisation des Co:llab sorgen kollaborative Online Tools wie Google-Docs oder Mailing-Listen für mehr Effektivität und Teambildung. Ähnlich wie in einem “Book-Sprint” können so sehr schnell gute Resultate &#8211; also Berichte und andere Beiträge zum gesellschaftlichen Diskurs &#8211; erstellt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie entstand die Idee zum Co:llaboratory?</strong><br />
Google beteiligt sich schon seit langem in Multistakeholder-Foren wie ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers, Anm. d. Red.), dem W3C (Word Wide Web Consortium) und dem Internet Governance Forum (IGF). Wir denken, dass solche offenen Gruppen am besten geeignet sind, die komplexen Fragen bei der Entwicklung von Governance-Regelungen zu bearbeiten. Wenn die Expertise von technischen Experten, Politikern und User-Vertretern in Gremien zusammenkommt, dann besteht die beste Chance, vernünftige Lösungen zu finden.</p>
<p>Auf dieser Erfahrung aufbauend begann das deutsche Policy-Team von Google Anfang 2010, Experten aus den relevanten Akteursgruppen anzusprechen. Das Feedback war so positiv, dass die 30 Kollegen zum ersten Co:llaboratory-Expertenkreis schnell zusammenfanden. Während der ersten Initiative begannen die Experten, sich auf eine “Community Charter” zu verständigen.<br />
Insgesamt versuchen wir, eine möglichst schlanke Institution zu sein, die sich auf die inhaltliche Arbeit konzentriert. Vor allem aber muss sie viel Flexibilität mitbringen, um sich weiter zu entwickeln und mit neuen Formaten und Methoden zu experimentieren.</p>
<p><strong>Was waren, was sind die Hauptziele? Sind diese bisher erreicht?<br />
</strong><br />
Zwei Dinge sind uns wichtig: Zum einen möchten wir die gesellschaftliche Diskussion über die Transformation, die das Internet in unseren Gesellschaften bedingt, besser verstehen. Zum zweiten geht es uns darum, die Einsichten, die aus den Initiativen und Arbeitsgruppen entstehen, in die klassischen Foren von Wirtschaft, Politik und Verwaltung, aber auch der Wissenschaft und der Gesellschaft, einzubringen.</p>
<p><strong>Wie ist der Zeitplan für den vierten Workshop und wann gehen Sie mit den Ergebnissen an die Öffentlichkeit?<br />
</strong><br />
Neben ihrer Online-Zusammenarbeit treffen sich die Experten der vierten Runde in insgesamt fünf Workshops zwischen April und September. Zwei dieser Workshops (10.6. und 16.9.) sind öffentlich. Sie sind dazu gedacht, Input von interessierten Kollegen zu bekommen und speziell sicher zu stellen, dass wir auch die Perspektive von Politik und Verwaltung miteinbeziehen.<br />
Wir werden in dieser Initiative wieder einige neue Ansätze erproben. So planen wir diesmal, ausgewählte Vordenker zu interviewen und diese Interviews schon während der Initiative zu veröffentlichen. Wer sich einbringen will, kann die Fragen, die wir herausarbeiten, aber auch wie bisher im Netz beantworten. Eine der Kernaufgaben des Co:Lab ist es ja, den Stimmen all jener Akteure, die im etablierten oder institutionalisierten Diskurs nicht gehört werden, Gehör zu verschaffen.<br />
Selbstverständlich wird es auch wieder einen Abschlussbericht geben, der die Ergebnisse zusammenträgt. Dieser wird wohl im Spätherbst erscheinen.</p>
<p><strong>Das Co:llaboratory setzt auf die Zusammenarbeit mit Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Hat sich diese Zusammensetzung bisher bewährt?</strong><br />
In meiner Arbeit im Kontext der Multistakeholder-Koalition des IGF “Internet Rights and Principles” habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese drei Akteursgruppen effizient und offen miteinander diskutieren und arbeiten können. Die Integration der klassischen politischen Akteure ist dagegen aus verschiedenen Gründen eher schwierig. Deshalb bringen wir für die Initiativen Expertenkreise aus verschieden Disziplinen, Alters- und Berufsgruppen zusammen und ermöglichen Kollegen aus Poltik und Verwaltung, bei den öffentlichen Workshops ihre Perspektive einzubringen.<br />
Ich würde sagen, dass sich diese Methode bewährt hat. Wir experimentieren aber kontinuierlich weiter, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen. So haben wir die die thematischen Arbeitsgruppen, die bei uns “Ohus” (Maori für Arbeitsgruppe) heißen, für alle Akteure geöffnet. Wir werden sehen, ob dieses Setup funktioniert.</p>
<p><strong>Bei einigen der bisherigen öffentlichen Veranstaltungen haben bereits Vertreter der im Bundestag vertreten Parteien gesprochen.<br />
Welche Rückmeldungen erhalten Sie aus der Politik für Ihre Initiativen?<br />
</strong><br />
Insgesamt ist das Feedback auf die Arbeit des Co:Lab sehr positiv. Die Berichte versuchen ja einerseits, neue Erkenntnisse und Argumente einzubringen. Andererseits sind sie aber auch so gestaltet, dass sich auch Nicht-Spezialisten einen guten Ein- und Überblick über den momentanen Stand der Diskussion verschaffen können. So haben wir schon verschiedentlich gehört, dass die Arbeiten des Co:Lab gern von Experten an Kollegen weitergegeben werden, die sich für die Thematik interessieren, aber speziell die Internet-spezifischen Aspekte oder Veränderungen einer Thematik noch nicht voll verinnerlicht haben.<br />
Auch bei den bereits erwähnten “Ohus” zu Themen wie Medienkompetenz, Urheberrecht oder Offene Staatskunst laden wir ab sofort Kollegen aus Politik und Verwaltung ein, mitzumachen. Die Resonanz ist recht viel versprechend!</p>
<p><strong>Gibt es Kritik an Ihrer Arbeit? Wenn ja, worin besteht diese?<br />
</strong><br />
Selbstverständlich gab und gibt es auch Kritik an den Ergebnissen aber auch an der Arbeitsweise des Co:Lab. In beiden Fällen sind wir sehr offen, solange die Kritik sachlich und konstruktiv gehalten ist.<br />
Konkrete Kritikpunkte waren Zeitdruck und konsequente Umsetzung des Multistakeholder-Ansatzes. Beide Punkte nehmen wir sehr ernst. Ich bin fest davon überzeugt, dass mehr Zeit nicht zwingend bessere Ergebnisse hervorbringt. Dennoch ist es richtig, dass unsere Experten bisher bei allen Initiativen, speziell in der Finalisierungsphase, unter hohem Zeitdruck arbeiten mussten. Hier war das Zeitmanagement der jeweiligen Projektleitung sicher nicht immer optimal. Ich hoffe, dass wir hier in Zukunft deutlich besser werden.</p>
<p>Auch den zweiten Kritikpunkt kann ich nachvollziehen. Es ist sehr schwer, einen Expertenkreis zusammenzustellen, der einerseits konstruktiv und effektiv zusammenarbeiten kann und andererseits das gesamte Spektrum der Akteure abbildet. Besonders deutlich wurde dies bei unserer dritten Initiative, bei der wir ja mit dem Thema Urheberrecht in der digitalen Zukunft ein “heißes Eisen” angefasst hatten. Zwar hatte der Lenkungskreis für dieses Projekt eine eher reformorientierte Expertenrunde ausgewählt; und doch standen sich am Ende zu unterschiedliche Interessen gegenüber, um von allen tragbare Ergebnisse zu produzieren. Wir haben aus diesem schwierigen Prozess sehr viel gelernt!</p>
<p><strong>Inwiefern werden die bisherigen Erfahrungn Einfluss auf Ihre zukünftige Arbeit nehmen? </strong><br />
In Zukunft wollen wir deshalb noch transparenter vorgehen und es allen Akteursgruppen ermöglichen, ihre Perspektive in die Ergebnisse der jeweiligen Co:Lab-Initiative einzubringen.<br />
Generell gilt: Kritik oder das Hinterfragen der Ergebnisse sind elementare Bestandteile jener öffentlichen Diskussion, die wir uns wünschen. Deshalb bringen wir uns ja in Paneldiskussionen und Workshops ein! Wir wollen die Ergebnisse weiter entwickeln und auf verschiedene Handlungs- und Institutionskontexte anwenden.</p>
<p>Auch die neuen “Ohus” sind dazu gedacht, die Ergebnisse zu aktualisieren, zu erweitern und gegebenenfalls zu korrigieren. Bei einem so jungen Think Tank wie dem Co:Lab lernen wir jeden Monat und bei jeder Initiative sehr viel dazu. In den drei bisherigen Runden haben wir mit sehr vielen Methoden experimentiert: qualitative Umfragen, quantitative Umfragen, Szenarioentwicklung, Design Thinking und viele mehr. Ich denke, dass wir weiterhin mit vielen innovativen Ansätzen experimentieren sollten. Das Co:Lab ist ein Policy-Labor: Wir wollen Neues schaffen und dabei speziell das Internet sowie dessen Potienzial für Kollaboration und Einbeziehung von Perspektiven auch außerhalb des Co:Lab-Expertenkreises nutzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>politik-digital.de ist offizieller Medienpartner des Co:llaboratory und wird weiterhin in loser Folge<br />
über die veröffentlichten Expertisen des in Deutschland bisher<br />
einmaligen Think Tanks berichten.</p>
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		<title>Dreißig Jahre Münchner Kreis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Oct 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Münchner Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikationsmarkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Telekommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[Think Tank]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Münchner Kreis wird 30. Obwohl von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, wirkt er dennoch bis tief in die Gesellschaft hinein. Die hiesige Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte, die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes oder die Digitalisierung von Rundfunk und Fernsehen sind nur einige der zentralen Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit, die ohne Mitwirken des Münchner Kreis kaum denkbar gewesen wären.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Der Münchner Kreis wird 30. Obwohl von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, wirkt er dennoch bis tief in die Gesellschaft hinein. Die hiesige Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte, die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes oder die Digitalisierung von Rundfunk und Fernsehen sind nur einige der zentralen Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit, die ohne Mitwirken des Münchner Kreis kaum denkbar gewesen wären.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Der Münchner Kreis wurde im September 1974 auf Initiative von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und den Medien mit Unterstützung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gegründet. Professor Jörg Eberspächer, Münchner Kreis-Vorstand und Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikationsnetze an der TU München: „Vor fünf Jahren hat der Münchner Kreis sein 25-jähriges Bestehen im Rahmen einer Fachkonferenz und einer großen Festveranstaltung gefeiert. In diesem Jahr werden wir bei unseren Herbstveranstaltungen auf die ,30’ zwar aufmerksam machen, aber nicht förmlich feiern – man kann und sollte das nicht alle fünf Jahre tun. Aber wir freuen uns sehr darüber, dass dieses Datum von außen bemerkt wird.“</p>
<p>Die gemeinnützige übernationale Vereinigung richtet regelmäßig Mitglieder- und Fachkonferenzen sowie internationale Kongresse aus, die jeweils vom Forschungsausschuss sorgfältig vorbereitet werden. Die Ergebnisse werden anschließend entsprechend publiziert. Bei aktuellen Anlässen wendet sich der Münchner Kreis mit Memoranden oder in Form von Dokumentationen auch direkt an die Öffentlichkeit. Als Ziele werden die Erforschung und der Betrieb von Kommunikationssystemen sowie deren Nutzung genannt. Ganz besonderes Augenmerk richtet der Kreis dabei jedoch auf die menschlichen, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Probleme, die mit Einführung moderner Kommunikationstechniken auftreten können. Es wird zunehmend die Notwendigkeit erkannt, eine weltweite Infrastruktur der Telekommunikation zu entwickeln und den Wettbewerb auf den Telekommunikationsmärkten zum Vorteil des Nutzers zu fördern. Die Nutzungsbedingungen in rechtlicher, organisatorischer und wirtschaftlicher Hinsicht sollten international so homogen wie möglich gestaltet werden. Den Bürgern soll ein anschauliches Bild von der Zukunft der Telekommunikation vermittelt und damit Möglichkeiten und Folgen technologischer Entwicklungen aufgezeigt werden. Deshalb erfüllt der Münchner Kreis zum einen die Aufgabe, die Allgemeinheit auf den Prozess des Fortschritts vorzubereiten, andererseits wird versucht, die Reaktion der Menschen auf neue Kommunikationschancen zu erfassen und in den Systementwürfen zu berücksichtigen.</p>
<p>Professor Eberspächer: „Die Früherkennung des Kommunikationsbedarfs in Qualität und Quantität schafft die Voraussetzungen, um die technische Entwicklung, die Standardisierung und die wirtschaftliche Integration zu umfassenden Infrastrukturen rechtzeitig einzuleiten. Wenn es gelingt, diese Aufgaben zu lösen, dann ist die Telekommunikation ihrerseits in der Lage, positive Effekte zur Angleichung der Gesellschafts- und Wirtschaftsordnungen in den einzelnen Regionen der Erde auszulösen.“ Der Münchner Kreis wirkt dabei mit durch sachliche Untersuchung und kritische interdisziplinäre sowie übernationale Diskussion.</p>
<p>Belege für die erfolgreiche und engagierte Arbeit des Kreises gibt es indes viele. Münchner Kreis-Geschäftsführer Volker Gehrling: „Allein in den vergangenen fünf Jahren hatten wir 26 wissenschaftliche Veröffentlichungen.“ Und Münchner Kreis-Vorsitzender Professor Arnold Picot, Institut für Information, Organisation und Management an der LMU München, ergänzt: „Begleitend und unterstützend waren wir zum Beispiel an der Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte in Deutschland sowie der jüngsten Novellierung des Telekommunikationsgesetzes beteiligt. Außerdem halfen wir konstruktiv mit beim Wandel von Rundfunk und Fernsehen in Richtung Digitalisierung bei gleichzeitiger Förderung neuer nützlicher Dienstleistungen, also etwa Hybriddienste, wie DVB-H.“</p>
<p>Bis zum Sommer 2004 drehte es sich bei den 221 Mitgliedern des Münchner Kreises hauptsächlich um die Zukunftspotenziale der Informationstechnologien: „Wir bemühen uns ja sehr um die Intensivierung des Bewusstseins für die enorme entwicklungspolitische Bedeutung der Telekommunikation. Deshalb richteten wir im Sommer in Berlin im Vorfeld des ,UN-Summit of the Information Society in Tunis 2005’ eine internationale Konferenz aus“ sagte Professor Picot.</p>
<p>Der Münchner Kreis arbeitet in den verschiedensten Bundesgremien, berät Telekom, Forschungsinstitute und Stiftungen. Immer mehr wirken aber nicht nur die Hersteller und Betreiber von Telekommunikationssystemen, sondern auch die Anwender und Nutzer der Systeme mit ihren Ansprüchen und innovativen Ideen an der Arbeit des Münchner Kreises mit. Volker Gehrling: „Durch die weltweite Deregulierung der ursprünglich von Monopolen dominierten Telekommunikation werden auf allen Ebenen (Netze, Dienstleistungen, Endgeräte) staatliche und private Wettbewerber von den zu behandelnden Fragen und Problemen berührt. Dies spiegelt sich auch im Kreis unserer Mitglieder wider.“ Um dem hohen wissenschaftlichen Anspruch gerecht zu werden, kooptieren allerdings nur die Organe des Münchner Kreises neue Mitglieder. „Das heißt“, so Prof. Picot, „es gibt keinen einfachen Beitritt mit Antrag auf Mitgliedschaft. Aber selbstverständlich erhält der Münchner Kreis viele wichtige Anregungen aus Fachkreisen für die Auswahl der Mitglieder.“</p>
<p>Und was sind die aktuellen Topthemen auf der Agenda des Münchner Kreises? Professor Picot: „Zum einen die Medienvernetzung im privaten Heim, wozu wir Mitte Oktober auch einen Fachkongress veranstalten, Voice over IP, also Internettelefonie und der Wandel der Telekommunikationsbranchen. Außerdem arbeiten wir an den Themen E-Health, Suchen und Finden im Internet, Information Security sowie Offshoring und Outsourcing.“</p>
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		<title>Think Tanks &#8211; Amerikas Denkmaschinen im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/krieg-im-irak/netzkampagnenthitanks-shtml-2999/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krieg im Irak]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Irak-Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Think Tank]]></category>
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					<description><![CDATA[Universitäten und Forschungsinstitute haben in den USA einen deutlichen Einfluss auf die öffentliche Meinung. In Deutschland sind vieler dieser Think Tanks noch weitgehend unbekannt. Wir stellen die wichtigsten Webseiten vor.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Universitäten und Forschungsinstitute haben in den USA einen deutlichen Einfluss auf die öffentliche Meinung. In Deutschland sind vieler dieser Think Tanks noch weitgehend unbekannt. Wir stellen die wichtigsten Webseiten vor.<!--break-->
                    </p>
<p>Viele der Argumente, Ideen und Strategien werden in US-amerikanischen Universitäten und Forschungsinstituten ausgebrütet, bevor sie in der oeffentlichen Diskussion wahrgenommen werden. Die Meinung dieser Think Tanks sind auch im Irak-Konflikt gefragt. Sie liefern Analysen, die den Anspruch haben über die tägliche Berichterstattung hinaus Gültigkeit zu bewahren, indem sie sich vor allem auf die grundsätzlichen Probleme konzentrieren. Die Wissenschaftler werden aber auch gerne von den Massenmedien als „Experten“ herangezogen. Nicht zuletzt das Denken der US-Administration selbst ist von den Think Tanks beeinflusst. Viele der strategischen und ideologischen Konzepte wurden von den Vordenkern in den Forschungsinstituten diskutiert, lange bevor sie in offiziellen Regierungsverlautbarungen auftauchten. Da solche Institute es als Teil ihrer Aufgabe betrachten, aktiv in den öffentlichen Meinungsbildungsprozess einzugreifen, sind die meisten ihrer Publikationen online verfügbar. Hier die wichtigsten Think Tanks im Überblick.</p>
<p>Das ausführlichste Angebot hält das<br />
                    <a href="http://www.csis.org/features/iraq.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Center for Strategic and International Studies</a> (CSIS) bereit. Es ist nach verschiedenen Unterthemen gegliedert; von den Verbindungen des Irak zum Terrorismus über die Kosten des Krieges, die Folgen für die Region, Auswirkungen auf die Energieversorgung bis hin zu Strategien für die Zeit nach einem Krieg.</p>
<p>Die<br />
                    <a href="http://www.brookings.org/dybdocroot/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brookings Institution</a>, einer der größten und einflussreichsten Think Tanks in Washington, kommentiert alle wichtigen Entwicklungen zum Thema Irak. Neben diesen aktuellen Einschätzungen sind auch Kommentare und Meinungsaufsätzte der Wissenschaftler in den Printmedien dokumentiert. Bereits vom Januar 2002 aber in seiner Argumentation immer noch aktuell ist der<br />
                    <a href="http://www.brookings.org/dybdocroot/comm/policybriefs/pb93.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brookings Policy Brief #93</a>. Diese Publikation setzt sich ausführlich mit dem Für und Wider einer Invasion zum Sturz Saddam Husseins auseinander. Außerdem von Interesse ist das Protokoll eines<br />
                    <a href="http://discuss.washingtonpost.com/wp-srv/zforum/02/sp_politics_pollack102202.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chats</a>, den Irak-Experte Kenneth Pollack und Befürworter eines Sturzes von Saddam Hussein mit den Lesern der Washington Post durchgeführt hat.</p>
<p>Aus theoretischer politikwissenschaftlicher Perspektive wird das Thema Irak in einem Dossier auf der Seite der Online-Zeitschrift<br />
                    <a href="http://www.csis.org/features/iraq.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Columbia International Affairs Online</a> beleuchtet. Das Dossier enthält eine Serie von längeren Artikeln, in denen sich namhafte Wissenschaftler der Internationalen Beziehungen zu verschiedenen Aspekten des Irak-Themas Gedanken machen. o beschäftigen sich John Mearsheimer (University of Chicago) und Stephen Walt (Harvard) in ihrem Beitrag mit der Frage, ob Saddam Hussein durch eine konsequente Politik der Abschreckung und Eindämmung daran gehindert werden kann, Massenvernichtungswaffen einzusetzen. Steven Miller (Harvard) stellt verschiedene mögliche Szenarien des Kriegsverlaufs vor und Jack Snyder (Columbia University) beleuchtet die langfristigen Risiken, die mit einer US-amerikanischen Außenpolitik einhergehen.</p>
<p>Noch umfassender ist eine Analyse mit dem Titel „Confronting Iraq: US Policy and the Use of Force Since the Gulf War“, die sich auf der Seite der<br />
                    <a href="http://www.rand.org/publications/MR/MR1146/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RAND Cooperation</a> findet. In dem als PDF-Volltext zur Verfügung stehenden Buch, nehmen die Autoren Daniel Byman und Matthew Waxman die amerikanische Strategie der 90er Jahre gegenüber dem Irak genauer unter die Lupe. Besonders beschäftigt sie die Frage, unter welchen Bedingungen das Regime von Saddam Hussein mit Androhung von Gewalt unter Kontrolle gehalten werden kann.</p>
<p>Das<br />
                    <a href="http://www.ceip.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carnegie Endowment for International Peace</a> widmet sich neben zahlreichen Kommentaren besonders einem speziellen Aspekt der Kontrolle des Iraks, nämlich den Waffeninspektionen. In einem Report vom August 2002 diskutiert eine Vielzahl von Wissenschaftlern, was nötig ist, damit Inspektionen funktionieren. Im dem aktuelleren Report vom Januar 2003 wird argumentiert, dass die derzeitigen Inspektionen noch am Anfang stehen und mindestens ein weiteres Jahr benötigen um ihre Arbeit fortzusetzen.</p>
<p>Nicht mehr ganz neu, aber durch seinen speziellen Fokus auf die neue Qualität von Krieg im Informationszeitalter durchaus von aktuellem Wert, ist das<br />
                    <a href="http://www.watsoninstitute.org/infopeace/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Information Technology, War and Peace Project</a> am Watson Institute for International Studies der Brown University. Ursprünglich wurde das Projekt nach dem 11. September ins Leben gerufen, doch die Analysen von Konzepten wie<br />
                    <a href="http://www.watsoninstitute.org/infopeace/info_war.cfm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Information Warfare</a> (mit Literaturliste) und Präventivkrieg sind auch für die Irak-Debatte zentral. Die ansprechend gestaltete Website hält einen bis Mitte letzten Jahres erschienenen wöchentlichen Leitartikel bereit, dazu gibt es jeweils Links zu interessanten Medienberichten sowie ein Forum, in dem der Leser mitdiskutieren kann.</p>
<p>Dass Think Tanks ein wichtiger Bestandteil der politischen Landschaft der USA sind, ist unbestritten. Wie sehr, wird daran deutlich, dass nicht nur Think Tanks die Politik der Regierung evaluieren, sondern auch umgekehrt: Das US-Außenministerium hat kürzlich ein<br />
                    <a href="http://usinfo.state.gov/journals/itps/1102/ijpe/ijpe1102.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Papier</a> über Rolle und Einfluss der Think Tanks veröffentlicht. Darin wird in mehreren Aufsätzen auf die unverzichtbare Arbeit der Forschungseinrichtungen bei der Gestaltung der US-Außenpolitik hingewiesen.<br />
                    </p>
<p>
                    <strong>Weitere Think Tanks im Netz:</strong><br />
                    <br />
                    <a href="http://www.aei.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">American Enterprise Institute</a><br />
                    <br />
                    <a href="http://www.aspeninst.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aspen Institute</a><br />
                    <br />
                    <a href="http://www.cato.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cato Institute</a><br />
                    <br />
                    <a href="http://www.csis.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Center of Strategic and International Studies</a><br />
                    <br />
                    <a href="http://www.heritage.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heritage Foundation</a>.<br />
                    <br />
                    <a href="http://www.cfr.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Council on Foreign Relations</a><br />
                    </p>
<p>
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 27.2.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      
                    </p>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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