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	<title>Tony Blair &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Tony Blair &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Neue Wahlkämpfe mit alten Kämpen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 18:40:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Alastair Campbell, der Spin-Doctor von Tony Blair, will für Labour den Wahlkampf per Online-Kampagne revolutionieren. Aber wie kommen altgediente Strategen und Kontrollfreaks wie Campbell mit den &#34;Grassroots&#34; im Netz zurecht?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alastair Campbell, der Spin-Doctor von Tony Blair, will für Labour den Wahlkampf per Online-Kampagne revolutionieren. Aber wie kommen altgediente Strategen und Kontrollfreaks wie Campbell mit den &quot;Grassroots&quot; im Netz zurecht?<!--break--></p>
<p>
In den vergangenen Jahren hatte Campbell zahlreiche offizielle Regierungsämter abgelehnt. Diesmal sagte er bei Labour jedoch wieder zu. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alastair_Campbell" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alastair Campbell</a> arbeitete bereits von 1994 bis 2003 zusammen mit Tony Blair. Ab 1997 übernahm er die Aufgabe des Regierungssprechers. Bereits als &quot;Spin Doctor&quot; im Wahlkampf und später als Regierungssprecher wurde ihm großer Einfluss auf die New-Labour-Regierung zugesprochen.
</p>
<p>
Durch seinen sehr effektiven Umgang mit den Medien allerdings fühlten sich andere Abgeordnete und Minister der Partei ins Abseits gedrängt. Logischerweise verschaffte ihm dies nicht nur Freunde. Er galt als engster Vertrauter Tony Blairs und hatte maßgeblichen Einfluss auf wichtige Regierungsentscheidungen.
</p>
<p>
<b>Der Fall und die Wiedergeburt des Medienexperten</b> 
</p>
<p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/campbell4_2.jpg" align="left" height="307" hspace="50" vspace="10" width="167" />
</p>
<p>
Alastair Campbell geriet in die Kritik, als er im Vorfeld des Irak-Krieges die These der Massenvernichtungswaffen im Irak stützte und teilweise Informationen künstlich aufbauschte.
</p>
<p>
Die Krise eskalierte, als David Kelly, Biowaffenexperte der<br />
Vereinten Nationen, von Campell als BBC-Informant öffentlich<br />
denunziert wurde. Kelly beging daraufhin Selbstmord.
</p>
<p>
Die anschließend eingesetzte Kommission zur Untersuchung der Vorfälle kam zu dem Schluss, dass Campbell unschuldig sei. Der öffntliche Druck jedoch zwang ihn 2003 zum Rücktritt.
</p>
<p>
Seitdem war es still geworden um den Medienexperten. 2007 veröffentlichte er seine Autobiographie. Diese basiert auf Tagebüchern, die er während der Zeit an der Seite von Tony Blair geschrieben hatte. Das Buch avancierte in Großbritannien zum Bestseller.<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Die Grassroot-Bewegung: Ein Thema für Campbell? </b>
</p>
<p>
Auch in Großbritannien hat sich der Wahlkampf seit 1994 maßgeblich verändert. Das Internet ist seit 2000 nicht mehr aus den Wahl-Kampagnen wegzudenken. Spätestens seit Obama 2008 ist auch klar, dass die &quot;Grassroots&quot; im Netz eine bestimmende Macht sein können &#8211; wenn man es richtig anpackt. Das soll Campbell nunmehr für Labour sicherstellen.
</p>
<p>
Viele Parteifunktionäre haben noch seine Glanzleistungen aus zahlreichen vergangenen Wahlkämpfen im Hinterkopf. Die Partei selbst gilt zur Zeit als unfähig, einen koordinierten Wahlkampf auf die Beine zu stellen. Somit kommt Campbell gerade zur rechten Zeit.
</p>
<p>
Aber gleichzeitig machen sich in der Partei alte Ängste breit: Campbell könnte mit seiner Medienpräsenz andere Politiker in den Hintergrund drängen. Die Meinungen über ihn sind also durchaus geteilt. Klar ist aber eins: Campbell wird den Wahlkampf führen und er will das Internet und die &quot;Grassroots&quot;-Bewegung in den Mittelpunkt rücken.</p>
<p><b>Authentizität soll Vertrauen schaffen</b>
</p>
<p>
Campbell sieht dabei vor allem die Politik in einer Vertrauenskrise, die er mittels des Internet überwinden möchte:&quot;People know that politicians might spin them a line, then the media spins them a line. The only stuff that cuts through now is authenticity.&quot; Damit stellt Campbell die &quot;kontrollierte Kampagnentaktik&quot; in Frage und lässt sich auf den Kampagnenstil der neuen Medien ein.
</p>
<p>
Plattformen wie <a href="http://www.gofourth.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GoFourth</a>, die Labour-Kampagnen-Plattform, oder auch <a href="http://www.labourlist.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LabourList</a> sind dabei erst der Anfang. Professionelle Hilfe besorgt man sich auch bei den Kampagnenmachern aus den USA und lässt sich Plattformen und Mechanismen erläutern. Mit Campbell hat Labour also einen altgedienten Wahlkämpfer ins Boot geholt, der verstanden hat, wozu die neuen Medien verwendet werden können: Das Schaffen von Authentizität soll die Distanz zum Wähler überwinden. Außer Medienankündigungen ist bisher allerdings nicht viel Revolutionäres passiert.
</p>
<p>
<b>Kontinuität und Wandel</b>
</p>
<p>
Ähnliches fand sich auch in den USA wieder: Hier waren es Kerry und Dean-Wahlkämpfer, die für Obama gearbeitet haben. Unternehmen wie <a href="http://www.bluestatedigital.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Blue State Digital&quot;</a>, die die Online-Kampagne von Obama durchgeführt haben, sind von ehemaligen Wahlkämpfern gegründet worden. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Joe_Trippi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Joe Trippi</a>, erfolgreicher Spin Doctor zahlreicher Kampagnen, gilt in den USA immer noch als Vordenker des modernen Wahlkampfes.
</p>
<p>
In Deutschland wurde mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Josef_Wasserh%C3%B6vel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kajo Wasserhövel</a> (SPD) ebenfalls ein Veteran der Spin-Doctor Riege auf den kommenden Wahlkampf angesetzt. Auch er ist überzeugt davon, dass das Internet eine bedeutende Rolle im Wahlkampf einnehmen wird.
</p>
<p>
Damit finden sich oftmals etablierte Wahlkämpfer, deren Kontinuität in der Arbeit unverkennbar ist, in der Position wieder, den modernen Wahlkampf managen zu müssen.<br />
<b><br />
Neuer Wahlkampf mit alten Wahlkämpfern?</b>
</p>
<p>
Dieser Wandel ist erstaunlich und zeugt von einer hohen Flexibilität und Bereitschaft, die neuen Medien in den Wahlkampf integrieren zu wollen. Sie birgt aber auch die Gefahr, dass die altgedienten Wahlkämpfer alte Kommunikationsmuster auf die neuen Medien aufstülpen wollen, wie jüngst in der <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-13104/hessen-online-wahlkampf-aus-dem-keller_aid_362236.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU in Hessen</a>.
</p>
<p>
Hier wurde versucht, dem Wähler möglichst schnell das Image &quot;modern&quot; zu vermitteln, indem klassische PR-Arbeit in neuem Gewand transportiert wurde. Kommunikation? Partizipation? Fehlanzeige! So geht die Zielgruppe &quot;Onliner&quot; den Wahlkämpfern verloren. Vorsicht ist also angebracht.
</p>
<p>
Ein wenig frischer Wind in den Kampagnenzentralen, hereingeweht durch junge Wahlkämpfer der Generation <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_native" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;internet natives&quot;</a>, wird zweifellos wohltuend sein. Aber: Kontinuität und Wandel wollen gut gemischt werden. Und zumindest Campbell steht für kontinuierlichen Erfolg&#8230;</p>
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		<title>Blairs elektronisches Erbe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[dthelen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Blairs Bilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Blair]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Gordon Brown am 27. Juni neuer britischer Premier wird, übernimmt er der Tageszeitung Guardian zufolge &#34;eine baufällige, mannigfaltige und fantastische Infrastruktur für eGovernment&#34;. Ein Überblick über Blairs Bilanz und Browns Ziele.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Gordon Brown am 27. Juni neuer britischer Premier wird, übernimmt er der Tageszeitung Guardian zufolge &quot;eine baufällige, mannigfaltige und fantastische Infrastruktur für eGovernment&quot;. Ein Überblick über Blairs Bilanz und Browns Ziele.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Unter Tony Blair besaß das Thema eGovernment &#8211; also das<br />
Regieren und Verwalten mit Hilfe des Internet &#8211; seit Beginn der<br />
Labour-Regierung im Mai 1997 einen hohen Stellenwert: Im Kabinett<br />
angesiedelt, verfolgte von 1998 bis 2004 der Internet-Sonderbeauftragte<br />
&quot;e-Envoy&quot; das Ziel, bis 2005 alle Regierungsangebote online<br />
verfügbar zu machen und eine flächendeckende Nutzung des<br />
Internets in Großbritannien zu erreichen. </p>
<p>Eine eGovernment-Abteilung war der nächste Schritt. Mittlerweile<br />
kümmert sich der &quot;Chief Information Officer Council&quot;,<br />
auch er mit Kabinettsrang, unter dem Stichwort &quot;<a href="http://www.cio.gov.uk/transformational_government/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transformational<br />
Government</a>&quot; &#8211; unter anderem um Informations- und Telekommunikations-Elemente<br />
(IT) für die nationale, regionale und lokale Verwaltung in<br />
England, Schottland, Wales und Nordirland.
</p>
<p>
<b>Regierungsseiten entschlackt </b>
</p>
<p>
Als Resultat des ersten Jahresberichts zur &quot;Transformational<br />
Government&quot;-Strategie beschloss die Regierung Anfang 2007,<br />
in den kommenden Monaten mehr als 500 Websites unter der Top-Level-Domain<br />
gov.uk zu schließen. Durch diesen Schritt sollte eine größere<br />
Übersichtlichkeit erreicht werden. Das &quot;e-Government Unit&quot;<br />
ging dabei gleich mit gutem Beispiel voran: Seine Seiten sind nurmehr<br />
im Online-Archiv des Cabinet Office zu finden.
</p>
<p>
Es ist davon auszugehen, dass Gordon Brown diesen Zentralisierungskurs<br />
fortsetzen wird. Denn mit aktuellen Zahlen lassen sich durchaus<br />
Erfolge belegen: 2004 eingerichtet, verzeichnet zum Beispiel <a href="http://www.direct.gov.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Directgov</a><br />
-als Portal zu sämtlichen Online-Angeboten des öffentlichen<br />
Dienstes -derzeit zwischen 3,5 und vier Millionen Besucher pro Monat<br />
(bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 60 Millionen auf den britischen<br />
Inseln und Nordirland). Oder die <a href="http://www.ukonlinecentres.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UK<br />
Online Centres</a>: Diese 6000 IT-Zentren, in öffentlichen<br />
Bibliotheken und ähnlichen Einrichtungen untergebracht, stehen<br />
denjenigen offen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen oder sozialen<br />
Lage keinen leichten Zugang zu aktueller Kommunikationstechnologie<br />
haben.
</p>
<p>
<b>Zahl der Nicht-Onliner stagniert </b></p>
<p>Auf der anderen Seite gibt es deutliche Zweifel, wie sie zum Beispiel<br />
der Journalist Michael Cross in der Tageszeitung <a href="http://politics.guardian.co.uk/egovernment/comment/0,,2070654,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Guardian</a><br />
äußert: &quot;Drei Jahre nachdem die Regierung behauptete,<br />
die digitale Teilung überwunden zu haben, erscheint die Kluft<br />
zwischen den E-Literati und allen übrigen mehr und mehr als<br />
dauerhafte Gegebenheit. Ja, die Internetnutzung steigt &#8211; aber die<br />
Wachstumsraten gehen in erster Linie auf langjährige Onliner<br />
zurück, die sich aufwändigerem Zeitvertreib wie MySpace<br />
widmen. Der Anteil der Bevölkerung, der überhaupt nicht<br />
mit dem Internet arbeitet, stagniert bei rund 30 Prozent.&quot;</p>
<p>Besonders hitzig wurde die Debatte zuletzt, wo Konzepte aus eGovernment<br />
und eDemocracy aufeinander stießen. Mit Tony Blairs Unterstützung<br />
entwickelte die Non-Profit-Organisation &quot;<a href="http://www.mysociety.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySociety</a>&quot;<br />
Ende 2006 eine <a href="http://petitions.pm.gov.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plattform</a><br />
für Online-Petitionen an den Premierminister, der &#8211; im Gegensatz<br />
zur Zuständigkeit des Parlaments in Deutschland &#8211; Eingaben<br />
von Bürgern selbst entgegen nimmt: Gerade im Ausland hoch gelobt,<br />
gibt es im Land selbst Stimmen, die den Erfolg mancher Petitionen<br />
für fraglich halten. Als sich etwa im Frühjahr 2007 gut<br />
1,7 Millionen Briten auf der Website von &quot;Number 10&quot; gegen<br />
die Einführung allgemeiner Straßennutzungsgebühren<br />
aussprachen, war das Unverständnis derjenigen groß, die<br />
diesen Vorschlag der Regierung Blair zur Reduktion des Straßenverkehrs<br />
unterstützen.
</p>
<p>
<b>Kein Rückzieher bei der Bürgerbeteiligung </b>
</p>
<p>
Aussagen in einem aktuellen <a href="http://politics.guardian.co.uk/gordonbrown/story/0,,2091020,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Guardian-Interview</a><br />
zufolge will Gordon Brown aber gerade im Bereich der Bürgerbeteiligung<br />
keinen Rückzieher machen. Im Gegenteil: &quot;Es gibt so viele<br />
verschiedene Formen der Kommunikation &#8211; schriftlich, per Telefon,<br />
über das Internet &#8211; derzeit tun wir nicht genug, um die Bevölkerung<br />
zu informieren und zu zeigen, dass wir sehr wohl bereit sind, Bürgern<br />
zuzuhören, die ihre Meinung äußern wollen.&quot;
</p>
<p>
<i>Detlef Thelen ist Communications Manager des British Council<br />
Germany.</i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Auf halben Wege steckengeblieben&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/blairs-bilanz/auf-halben-wege-steckengeblieben-3284/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blairs Bilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[MySociety.org]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Blair]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Steinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[MySociety kümmert sich als britische Nichtregierungsorganisation, um elektronische Bürgerbeteiligung – und stellte ihre Projekte mehrfach in 10 Downing Street vor. Was hinterlässt Blair im Bereich der elektronischen Demokratie? Ein Interview mit MySociety-Gründer Tom Steinberg.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>MySociety kümmert sich als britische Nichtregierungsorganisation, um elektronische Bürgerbeteiligung – und stellte ihre Projekte mehrfach in 10 Downing Street vor. Was hinterlässt Blair im Bereich der elektronischen Demokratie? Ein Interview mit MySociety-Gründer Tom Steinberg.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>politik-digital.de: Tom, Ende Mai rief dich Gordon Brown<br />
an, der zukünftige Premierminister Großbritanniens. Was<br />
wollte er von dir?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Das war eine echte Überraschung. Er wollte<br />
wissen, ob man das Internet nutzen könnte, um Debatten zu politischen<br />
Kernthemen zu vereinfachen.
</p>
<p>
<b>Warum hat er dazu gerade Dich angerufen?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: <a href="http://www.mysociety.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySociety</a><br />
hat sich mit der Erstellung von Internetseiten zur Stärkung<br />
der demokratischen Beteiligung in Großbritannien einen Namen<br />
gemacht. Wir stehen auch für eine neue Generation von Nichtregierungsorganisationen:<br />
Wir arbeiten mit einigen Festangestellten, vielen Freiwilligen und<br />
wir nutzen das Internet für unsere Arbeit.
</p>
<p>
<b>Wird sich die britische Politik im Bereich der internetbasierten<br />
Bürgerbeteiligung nach der Amtszeit von Tony Blair ändern?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Ich denke, viele Menschen erwarten eine neue Schwerpunktsetzung<br />
bei verschiedenen verfassungsrechtlichen Inhalten. Als Tony Blair<br />
1997 und 2001 als Premierminister gewählt wurde, gab es in<br />
dem Bereich große Anstrengungen. Seitdem war es aber kein<br />
großes Thema mehr.
</p>
<p>
<b>Lass uns zu Tony Blair und seiner Amtszeit kommen, die<br />
am 27. Juni 2007 endet: Wie hat Blair die elektronische Bürgerbeteiligung<br />
in der Anfangszeit seines Mandats gefördert? </b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Im Jahr 2000 war sein Ziel, dass alle Regierungsservices<br />
bis 2005 online sind. Das war der bis dahin größte Antrieb<br />
für internetbasiertes Regieren in Großbritannien. Allerdings<br />
ging es meist darum, traditionelle Services online zu stellen, wie<br />
zum Beispiel die Erneuerung der persönlichen Kraftfahrzeugssteuer.
</p>
<p>
<b>Das war dann eher eine eAdministrations-Strategie als eine<br />
eDemokratie-Strategie?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Ja. Es gab ein paar Initiativen zu konkreter ePartizipation,<br />
die in dieser Zeit entstanden. Das erste war ein <a href="http://www.voxpolitics.com/weblog/archives/000076.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grünbuch</a><br />
zu eDemokratie 2002, das aber nach seinem Erscheinen in der Versenkung<br />
verschwand. Das zweite war ein nationales Projekt zur Förderung<br />
lokaler eDemokratie-Projekte. Das lief gut. Im Rahmen dieses Projekts<br />
wurden eDemokratie-Werkzeuge im Bereich lokaler Regierungen für<br />
über vier Millionen Pfund gebaut (etwa sechs Millionen Euro,<br />
Anm. d. Red.).
</p>
<p>
<b>Wer schrieb dieses Grünbuch?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Das war die Regierung.
</p>
<p>
<b>Also muss es eine gewisse Wirkung gehabt haben?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Nun ja, erst löste es Begeisterung in der aufkeimenden<br />
eDemokratie-Gemeinschaft aus, dann verschwand es komplett von der<br />
Bildfläche. Es brachte die Debatte nicht weiter.
</p>
<p>
<b>Was geschah mit dem &quot;Local eDemocracy National Project&quot;?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Es endete vor zwei Jahren und ging im Internationalen<br />
Exzellenz-Zentrum für lokale eDemokratie auf (ICELE, zu Zeit<br />
offline, Anm. d. Red.). Einige seiner Seiten sind noch immer online,<br />
zum Beispiel die Foren der Gemeinde <a href="http://forums.e-democracy.org/groups/bh" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brighton<br />
und Hove</a>.
</p>
<p>
<b>Gibt es noch mehr eDemokratie-Projekte auf nationaler Regierungsebene,<br />
die in irgendeiner Weise von Blair gefördert wurden? </b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Es ist schwer zu sagen, ob Tony Blair diese Dinge<br />
tatsächlich wichtig waren. Er gibt zu, nicht sehr sicher im<br />
Umgang mit Computern zu sein. Also ist es wahrscheinlicher, dass<br />
diese Projekte von jüngeren und weniger einflussreichen Mitarbeitern<br />
unterstützt wurden, die darin interessante Möglichkeiten<br />
sahen. Die vielleicht bedeutsamste Maßnahme Blairs in Bezug<br />
auf eDemokratie war das System der Online-Petitionen für die<br />
Parlamentswahlen in Schottland (1997 bis 1999, Anm. d. Red.). Das<br />
lief sieben Jahre, aber ich denke nicht, dass es ein konkreter Teil<br />
des Plans war.
</p>
<p>
<b>Auch MySociety erstellte ein Online-Petitionssystem, allerdings<br />
nicht für das Parlament, sondern für den Premierminister.<br />
Es ging im Januar 2007 online und war weitaus erfolgreicher als<br />
das Projekt in Schottland, oder? </b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Bisher haben wir 4,4 Millionen Unterschriften von<br />
3,2 Millionen Nutzern. Außerdem ist die Zahl der Online-Konsultationen<br />
außerhalb Großbritanniens gestiegen, unterstützt<br />
von Organisationen wie <a href="http://www.dialoguebydesign.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dialogue<br />
by Design</a>. Ich denke aber, dass diese Online-Konsultationen<br />
vor allem auf lokaler Ebene gefördert wurden.</p>
<p><b>Welche Rolle spielte e-Envoy?</b></p>
<p>Tom Steinberg : Bei <a href="http://archive.cabinetoffice.gov.uk/e-envoy/index-content.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e-Envoy</a><br />
ging es wirklich nur um elektronisches Regieren. Demokratie und<br />
Partizipationsexperimente waren immer nur ein winziger Teil der<br />
e-Government-Agenda in Großbritannien, genau wie in Deutschland.
</p>
<p>
<b>Es existiert nicht mehr, oder?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Genau, es wurde in <a href="http://archive.cabinetoffice.gov.uk/e-government/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e-government<br />
Unit</a> umbenannt.
</p>
<p>
<b>War diese Umbenennung ein Symbol für den Zusammenbruch<br />
der New Economy? Nach dem Motto: &quot;Die Party ist vorbei, nun<br />
muss sich die Regierung nach neuen Themen umsehen?&quot;</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Ich bin nicht sicher, was die Motivation für<br />
diesen Wandel war. Ich weiß, dass es den Wunsch gab, Reformen<br />
von einer zentralen Stelle aus durchzusetzen. Aber nachdem einiges<br />
getan war, wurde der Job vermutlich an die Abteilungen zurückgegeben.<br />
So konnten sie lernen, es selbst zu tun.
</p>
<p>
<b>Kommunizierte Blair mit der kleinen Szene von eDemokratie-Freaks?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Nein, nicht wirklich. Wie gesagt, ich denke nicht,<br />
dass er wirklich ein persönliches Interesse am Internet hatte,<br />
da er es nicht viel genutzt hat.
</p>
<p>
<b>Während der Amtszeit Tony Blairs gingst du in der<br />
Downing Street 10 ein und aus und erzähltest der Regierung<br />
von deinen Projekten. Wie haben die Leute auf so innovative e-Themen<br />
wie deine Projekte reagiert? Waren sie &quot;interested&quot; oder<br />
eher &quot;concerned&quot;?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Eigentlich habe ich dort so gut wie nie mit Politikern<br />
gesprochen. Nahezu der gesamte Austausch lief mit den Beamten, welche<br />
die Webseite abwickelten. Sie glaubten, dass wir gute Seiten machen<br />
und wollten Ideen, was sie tun könnten. Nur einmal wurde von<br />
einer Kommission angefragt, die die &quot;<a href="http://www.cabinetoffice.gov.uk/newsroom/news_releases/2007/070405_power.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Power<br />
of Information Review</a>&quot; macht.
</p>
<p>
<b>Zusammengefasst: Was bleibt von der Amtszeit Tony Blairs<br />
im Bereich eDemocracy in Großbritannien?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Ich würde sagen, die Regierung ist auf dem<br />
halben Weg stecken geblieben. Sie brachte der Idee Aufmerksamkeit<br />
entgegen und gab sogar ein wenig Geld dafür aus. Das ist mehr,<br />
als die meisten anderen Regierungen tun würden. Leider wurde<br />
ein großer Teil des Geldes jedoch nicht gut genug eingesetzt.<br />
Die Konsequenz: Großbritannien kann viele Ideen nur kopieren,<br />
die es eventuell selbst hätte haben können und verfügt<br />
nicht über so einen großen Fundus an Ideen, wie möglich<br />
gewesen wäre. Zeitgleich entwickelte sich aber auch eine Gemeinschaft<br />
um MySociety herum – oft sogar mithilfe von Geldern aus Regierungskreisen,<br />
die nichts mit eDemokratie zu tun hatten. Somit ist die britische<br />
Position im Bereich der eDemokratie insgesamt ziemlich stark geworden.
</p>
<p>
<b>Letzte Frage: Wenn du bei Gordon Brown einen Wunsch frei<br />
hättest – worum würdest du ihn bitten?</b>
</p>
<p>
Tom Steinberg: Ich wünsche mir, dass Entscheidungen auf allen<br />
Regierungsebenen transparent und nachvollziehbar werden. Er sollte<br />
ebenso deutlich machen, wie normale Menschen an diesen Prozessen<br />
teilnehmen können. Und ich würde ihn um Unterstützung<br />
für unseren Plan bitten, die Plattform <a href="http://www.theyworkforyou.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TheyWorkForYou</a><br />
für das Europäische Parlament zu bauen.
</p>
<p>
Übersetzung aus dem Englischen: Alina Barenz</p>
<p><i>Das Interview wurde per E-Mail geführt.</i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Glossar zum Dossier &#034;Blairs Bilanz&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Blairs Bilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Glossar]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Blair]]></category>
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					<description><![CDATA[Was bedeutet eigentlich eGovernment und was ist eine Online-Petition? Welche Behörden waren und sind in Großbritannien für neue Technologien in Regierung und Verwaltung verantwortlich? Das Glossar erklärt wichtige Begriffe zu Tony Blairs eGovernment-Strategie.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was bedeutet eigentlich eGovernment und was ist eine Online-Petition? Welche Behörden waren und sind in Großbritannien für neue Technologien in Regierung und Verwaltung verantwortlich? Das Glossar erklärt wichtige Begriffe zu Tony Blairs eGovernment-Strategie.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>10 Downing Street </b><br />
10 Downing Street ist die Adresse der offiziellen Residenz des britischen<br />
Premierministers in London. Seit 1907 ist das Haus auch der ständige<br />
Wohnsitz.
</p>
<p>
<b>eGovernment</b><br />
eGovernment bezeichnet Maßnahmen zur Verwaltungsmodernisierung<br />
durch elektronische Medien. Bürger können im Internet<br />
Verwaltungsdienste erreichen und so zum Beispiel ihre Steuererklärung<br />
online ausfüllen oder ihren Wohnsitz ummelden. Je nach dem<br />
Verständnis der jeweiligen Regierung kann eGovernment auch<br />
Angebote umfassen, durch die Bürger online direkt mit Verwaltungs-<br />
und Regierungsmitgliedern in Kontakt treten können.
</p>
<p>
<b>eDemocracy / eDemokratie</b><br />
Unter eDemokratie versteht man den Austausch zwischen Bürgern<br />
und Politikern über das Internet. Politiker informieren Bürger<br />
online, Bürger können sich mittels Online-Angeboten an<br />
politischen Prozessen und Entscheidungen beteiligen. Darunter fällt<br />
nicht nur die elektronische Stimmabgabe – aktive Teilhabe<br />
ist auch durch Diskussionsforen und Online-Bürgerbefragungen<br />
zu Gesetzesentwürfen oder Parteiprogrammen möglich.
</p>
<p>
<b>eParticipation</b><br />
Partizipation bedeutet die Beteiligung der Bürger an politischen<br />
Entscheidungen, im Dialog mit den Regierenden. Damit ist eParticipation<br />
ein Teil von eDemocracy. Online-Verfahren zur politischen Teilhabe<br />
können zum einen von den Politikern angeboten werden, die Bürger<br />
nach ihrer Meinung fragen und Idealfall diese Meinungen für<br />
konkrete Programme aufgreifen. Zum anderen können auch die<br />
Bürger selbst im Netz aktiv werden, etwa online Unterschriften<br />
sammeln.
</p>
<p>
<b>ePetitionen / Online-Petitonen</b><br />
Petitionen sind Eingaben von Bürgern an das Parlament bzw.<br />
in Großbritannien an den Premierminister direkt. Mittels einer<br />
speziellen Software können die Nutzer Petitionen online erstellen<br />
und unterschreiben. In Großbritannien kann der Premier auch<br />
den Verfassern einer Petition per E-Mail antworten.
</p>
<p>
<b>eConsultations / Online-Konsultationen</b><br />
Konsultation meint das Einholen von Informationen und Ratschlägen<br />
vor politischen Entscheidungen, eConsultations sind also Online-Bürgerbefragungen.<br />
Bürger können online ihre Meinung zu Gesetzesentwürfen<br />
und politischen Programmen äußern, entweder per E-Mail<br />
oder in einem Diskussionsforum. Diese Meinungen können in das<br />
spätere Papier einfließen, ein Recht darauf besteht jedoch<br />
nicht.
</p>
<p>
<b>MySociety</b><br />
Britische Nichtregierungsorganisation. Eine Gruppe von Programmierern<br />
entwickelt leicht benutzbare Internetseiten für die politischen<br />
Online-Beteiligung, zum Beispiel Websites wie <a href="http://www.hearfromyourmp.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HearFromYourMP</a>,<br />
wo Bürger per Postleitzahl nach Abgeordneten aus ihrem Wahlkreis<br />
suchen und ihnen E-Mails schreiben können. Ein anderes Beispiel<br />
ist <a href="http://www.notapathetic.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NotApathetic.com</a>,<br />
eine Online-Diskussion für britische Nichtwähler, die<br />
politik-digital.de vor der Bundestagswahl auch in Deutschland angeboten<br />
hat: <a href="http://www.ich-gehe-nicht-hin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ich-gehe-nicht-hin.de</a>.<br />
Tom Steinberg, Gründer von MySociety, entwickelte im Auftrag<br />
von Tony Blair Online-Petitionen für den Webauftritt des britischen<br />
Premiers.[<a href="http://www.politik-digital.de/egovernment/international/070621_cdowe_Interview%20Steinberg.shtml">Interview<br />
mit Tom Steinberg von politik-digital.de</a>]
</p>
<p>
<b>New Economy</b> <br />
Computer und Internet ermöglichen die Vernetzung von Unternehmen<br />
untereinander und von Unternehmen und Kunde. Dadurch, so die Theorie<br />
in der New Economy, stehen nicht mehr Waren und Güter im Vordergrund<br />
des Marktes, sondern Wissen und Information.
</p>
<p>
<b>e-Envoy</b><br />
1999 richtete die britische Regierung die Stelle des e-Envoy (Envoy<br />
= Gesandter) im Kabinett ein. Seine Aufgabe war es, die Regierungsvorgabe<br />
zu koordinieren, bis 2005 alle Regierungsdienstleistungen ans Netz<br />
zu bringen,. Zudem sollte er Strategien entwickeln, um ebenfalls<br />
bis 2005 jedem Briten, der einen Internetanschluss möchte,<br />
einen zu ermöglichen. Für Dienstleistungen steht seit<br />
2004 das Portal Directgov bereit, über das die Nutzer alle<br />
britischen Verwaltungsdienstleistungen und Regierungs-Services online<br />
erreichen können.
</p>
<p>
<b>eGovernment Unit</b><br />
Abteilung im britischen Kabinett, die dem e-Envoy 2004 nachfolgte<br />
und seine Aufgabengebiete übernahm. Die e-Government Unit hatte<br />
die Aufgabe, Strategien für den Einsatz neuer Technologien<br />
für Verwaltung und Regierung zu entwickeln. Durch Online-Angebote<br />
sollten Dienstleistungen zum einen bürgerfreundlicher werden.<br />
Zum anderen sollte die eGovernment Unit ermitteln, wie die Regierung<br />
durch eGovernment-Projekte Verwaltungskosten sparen kann. Die Ergebnisse<br />
der Arbeit sind in der 2006 veröffentlichten „<a href="http://www.cio.gov.uk/documents/pdf/transgov/transgov-strategy.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transformational<br />
Government Strategy</a>“ zusammengefasst.
</p>
<p>
<b>Chief Information Officer Council</b><br />
Seit Anfang 2007 die Nachfolge-Behörde der eGovernment Unit,<br />
ebenfalls im Kabinett. Der Chief Information Officer Council verfolgt<br />
dieselben Ziele wie die eGovernment Unit: Durch den Einsatz neuer<br />
elektronischer Medien sollen den Bürgern bessere und bürgernahe<br />
Dienstleistungen zur Verfügung stehen, die zudem Verwaltungskosten<br />
sparen.
</p>
<p>
<b>Local eDemocracy National Project (LeDNP)</b><br />
Im März 2004 startete die britische Regierung dieses Projekt<br />
zur Förderung von eDemokratie auf kommunaler Ebene. Ziel war<br />
es, Wege für einen Dialog zwischen kommunalen Verwaltungen<br />
und Bürgern im Internet zu finden. Gemeinden wie <a href="http://www.askbristol.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bristol</a>,<br />
<a href="http://forums.e-democracy.org/groups/newham-issues" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newham</a><br />
und <a href="http://forums.e-democracy.org/groups/bh" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brighton and<br />
Hove</a> starteten Pilotprojekte zur Bürgerbeteiligung, die<br />
Regierung förderte die Projekte mit insgesamt vier Millionen<br />
britischen Pfund (etwa sechs Millionen Euro). Die Nutzer konnten<br />
zum Beispiel an Diskussionsforen und Online-Bürgerbefragungen<br />
teilnehmen und online nach regionalen Abgeordneten suchen. Das Projekt<br />
lief 2005 aus, die meisten Pilotprojekte sind mittlerweile nicht<br />
mehr online.
</p>
<p>
<b>International Centre for Excellence on Local e-Democracy<br />
(ICELE)</b><br />
Nachfolge vom Local eDemocracy National Project. ICELE sammelt die<br />
Praxisbeispiele, die im Rahmen des eDemocracy-Projekts stattfanden<br />
und veröffentlicht Auswertungsberichte.</p>
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		<title>Linkliste zum Dossier &#034;Blairs Bilanz&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/linkliste-zum-dossier-blairs-bilanz-3286/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Blairs Bilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Blair]]></category>
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					<description><![CDATA[Britische Bürger können online Petitionen unterschreiben und mit Abgeordneten Kontakt aufnehmen. Die Website des Premierministers lädt zudem zum virtuellen Rundgang durch 10 Downing Street. Einen Überblick über die Online-Angebote gibt die Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Britische Bürger können online Petitionen unterschreiben und mit Abgeordneten Kontakt aufnehmen. Die Website des Premierministers lädt zudem zum virtuellen Rundgang durch 10 Downing Street. Einen Überblick über die Online-Angebote gibt die Linkliste.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b><a href="http://www.number-10.gov.uk/output/Page1.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">10<br />
Downing Street</a></b> <br />
Internetseite des Britischen Premierministers, benannt nach dem<br />
offiziellen Wohnsitz in London. Für die Nutzer gibt es Nachrichten,<br />
Parlamentsreden, Podcasts und Chats. Über die Startseite gelangen<br />
die Nutzer auch zum YouTube-Videokanal und zu den Online-Petitionen.<br />
Seit der Neugestaltung im November 2006 können sich Nutzer<br />
auch auf eine vituelle Tour durch den Sitz des Premierministers<br />
begeben.
</p>
<p>
<a href="http://petitions.pm.gov.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Online-Petitionen<br />
des britischen Premierministers</b></a><br />
Seit November 2006 bietet der britische Premierminister in Zusammenarbeit<br />
mit MySociety.org Online-Petitionen an. Die Nutzer können Petitionen<br />
online aufsetzen, lesen und unterzeichnen.
</p>
<p>
<a href="http://www.youtube.com/10DowningStreet" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>YouTube-Kanal<br />
von Tony Blair</b></a><br />
Aktuelle Reden Tony Blairs und historische Stummfilme aus der britischen<br />
Politik – das bietet der YouTube-Kanal des Premiers. Geschichtsprofessor<br />
Simon Schama führt zudem durch die Hallen von Downing Street<br />
10.
</p>
<p>
<a href="http://www.mysociety.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>MySociety.org</b></a><br />
Internetseite der von Tom Steinberg gegründeten Nichtregierungsorganisation.<br />
Über die Seite lassen sich auch alle von MySociety entwickelten<br />
Online-Angebote erreichen.
</p>
<p>
<a href="http://www.direct.gov.uk/en/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Direct.gov.uk</b></a><br />
Zentrales Portal, über das britische Bürger Regierungsdienstleistungen<br />
online erreichen können. Die Services sind nach Politikbereichen<br />
wie Umwelt, Steuern und Recht und nach Zielgruppen geordnet. So<br />
sollen etwa junge Leute, Eltern, Senioren oder Briten im Ausland<br />
schnell die Dienste erreichen können, die sie brauchen.
</p>
<p>
<a href="http://www.ufi.com/ukol/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>UK Online<br />
Centres</b></a><br />
Die UK Online Centres sollen dafür sorgen, dass jeder britische<br />
Bürger Computer, Internetanschlüsse und E-Mail-Zugänge<br />
in seiner Nähe erreichen kann. Die Mitarbeiter der Zentren<br />
helfen wenig interneterfahrenen Nutzern beim Umgang mit den neuen<br />
Technologien. 2001 beschloss das Department of Education and Skills<br />
die Einrichtung der UK Online Centres, mittlerweile gibt es über<br />
6.000 in Großbritannien.
</p>
<p>
<a href="http://www.councillor.gov.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Councillor.gov.uk</b></a><br />
Über councillor.gov.uk können Bürger mit ihren zuständigen<br />
Abgeordneten im Stadt- oder Gemeinderat (Councillors) Kontakt aufnehmen.<br />
Nutzer geben ihre Postleitzahl ein, erfahren, wer die Councillors<br />
in ihrer Stadt sind und können ihnen dann E-Mails schreiben.<br />
Zusätzlich stehen Councillors auf der Internetseite in Interviews<br />
Rede und Antwort.
</p>
<p>
<a href="http://www.icele.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>ICELE</b></a><br />
Das International Centre for Excellence on Local e-Democracy (internationales<br />
Exzellenz-Zentrum für lokale eDemokratie) sammelt Angebote<br />
zur Online-Beteiligung, die im Rahmen eines Regierungs-Projektes<br />
zur Förderung der eDemokratie in lokalen Verwaltungen entstanden<br />
sind. Auch Auswertungsberichte finden sich auf der ICELE-Website.</p>
<p><b><a href="http://www.cio.gov.uk/documents/pdf/transgov/transgov-strategy.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transformational<br />
Government Strategy</a></b> <br />
Die eGovernment Unit, eine Behörde im britischen Kabinett,<br />
sollte Strategien entwickeln, wie Verwaltung und Regierung mit Hilfe<br />
neuer Technologien bürgernäher werden können. Als<br />
Ergebnis ihrer Arbeit veröffentlichte sie im Februar 2006 die<br />
„Transformational Government Strategy“. Unter dem Link<br />
kann man dieses Strategiepapier als PFD herunterladen.
</p>
<p>
<a href="http://www.communities.gov.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Communities<br />
and Local Government</b></a><br />
Bis zum März 2007 war das Office of the Deputy Prime Minister<br />
(Büro des stellvertretenden Premierministers) für die<br />
Förderung von eDemocracy in Großbritannien zuständig.<br />
Im Frühjahr 2007 wurde es zur Behörde für Gemeinden<br />
und regionale Regierungen. Die neu eingerichtete Internetseite bietet<br />
neben vielen Informationen auch Bürgerbefragungen und Diskussionsforen<br />
an.
</p>
<p><a href="http://www.gordonbrownforbritain.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Gordon<br />
Brown</b></a><br />
Die offizielle Website des designierten Blair-Nachfolgers Gordon<br />
Brown. Der Politiker der Labour-Partei zeigt sich in Videos und<br />
führt ein Moblog, ein Fototagebuch. Im Team-Blog berichtet<br />
seine Mitarbeitern Oona King von der Wahlkampftour durch Großbritannien.<br />
Nutzer können seine Stationen zudem über Google Earth<br />
verfolgen und mittels einer Umfrage die Themen bestimmen, die auf<br />
der Seite diskutiert werden sollen.</p>
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