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	<title>Transparenzregister &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Transparenzregister &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Netzstandpunkt zum Transparenzregister: Erfolg für den Datenschutz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2017 15:25:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Uhr tickt beim Datenschutz für Unternehmer. Bis zum 7. Juni 2017 muss die Geldwäscherichtlinie der EU in deutsches Recht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/datenschutzfertig.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-151701" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/datenschutzfertig.jpg" alt="Titelbild: architecture by stux via pixabay, CC0 Public Domain" width="640" height="300" /></a>Die Uhr tickt beim Datenschutz für Unternehmer. Bis zum 7. Juni 2017 muss die Geldwäscherichtlinie der EU in deutsches Recht übernommen sein. Ein wichtiger Bestandteil des Gesetzes gab Anlass zu wochenlangen Grabenkämpfen zwischen Bundesjustiz- und Bundesfinanzministerium: Die Zugangsberechtigung zum Transparenzregister.</p>
<p>Hier wird jeder dokumentiert, der Unternehmensanteile ab einer Größe von 25 Prozent hält. Unter dem Zeitdruck einigten sich CDU und SPD auf eine Zugangsberechtigung für Personen mit „berechtigtem Interesse“, wie es Finanzminister Schäuble und auch das Europarecht vorsahen. Zur Diskussion stand außerdem ein „öffentlicher Zugang“, wie ihn Justizminister Maas bevorzugte. Auch viele NGOs vertreten diese Sichtweise: Transparenz, immer und überall! Diese Idee färbte nach und nach auch auf die öffentliche Meinung ab, doch die Konsequenzen eines öffentlichen Zugangs wurden in der Debatte kaum berücksichtigt.</p>
<h3>Was bedeutet ein „öffentlicher Zugang“?</h3>
<p>Mit wenigen Klicks könnte jeder Informationen zu Namen, Geburtsdatum und Wohnort des wirtschaftlich Berechtigten, sowie Art und Umfang seines wirtschaftlichen Interesses einsehen. Für Behörden, Journalisten und NGOs ein wichtiges Hilfsmittel zur Recherche und Aufklärung von Straftaten wie Geldwäsche. Was aber macht der Rest der berechtigten Personen mit diesem Zugang? Die Wahrscheinlichkeit, dass mit solchen Daten Schindluder betrieben wird, ist groß. England hat bereits Fälle von „Identity Theft“ festgestellt. Hier werden Individuen Daten geklaut, um sich betrügerisch einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus dem Netz, auf die sich eingetragene Anteilseigner einstellen müssten. Denn zusammen mit den veröffentlichten Jahresabschlüssen würde sich einfach das Vermögen eines Eigentümers ermitteln lassen. Allem voran aber stünde das erhöhte persönliche Sicherheitsrisiko durch Erpressung und Entführung, dem die Personen ausgesetzt würden.</p>
<h3>Schwachpunkte einfach ausgeblendet</h3>
<p>Über diese Probleme in puncto Datenschutz war sich das Bundesjustizministerium durchaus bewusst. Es stellte sich die berechtigte Frage, ob der allgemeine Transparenzlobgesang und die anstehenden Bundestagswahlen die Forderung nach einem öffentlichen Zugang anfeuerten – trotz der offensichtlichen Tücken des Entwurfs.</p>
<p>Ferner spräche sich das Bundesjustizministerium mit der Entscheidung für ein öffentliches Register von eventuell nicht erfolgter Verantwortung zur Strafaufklärung frei und übergäbe sie an die Öffentlichkeit. Sollte eine kriminelle Verstrickung aufgedeckt werden und die Behörde dies zu spät oder gar nicht feststellen, könnte es immer heißen: „Es war öffentlich einsehbar. Ihr hättet es ja auch sehen können“. Ein berechnender Schachzug.</p>
<p>Am Ende wäre eine Datenbank entstanden, auf der sich jeder Interessierte der Daten der Anleger bedienen kann. Gleichzeitig wäre die Geldwäsche in keiner Weise erschwert worden. Schwarze Schafe würden nicht daran gehindert, ihre Beteiligungen zu verstecken. Mehrstufige Beteiligungsketten über Ländergrenzen hinweg sind nur ein Beispiel für die Umgehung der Meldepflicht.</p>
<h3>Die fehlende Verhältnismäßigkeit</h3>
<p>Das Ziel, der Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismus, und die dafür ergriffene Maßnahme, die Aufhebung des grundrechtlichen Schutzes der eigenen Daten, stehen in keinem Verhältnis zueinander. Es wäre nicht mehr Sicherheit geschaffen worden. Im Gegenteil, es kämen sogar neue Risiken dazu.</p>
<p>Transparenz ist kein Allheilmittel. Sie hätte hier dafür gesorgt, dass das Eigentum an einem Unternehmen unter Generalverdacht gestellt würde. Unternehmer sind keine notorischen Geldwäscher. Es ist eher nahliegend, Personen üble Absichten zu unterstellen, die ohne berechtigtes Interesse in einem Eigentumsregister herumwühlen.</p>
<p>Man stelle sich diesen offenen Umgang mit Daten mal in einem Transparenzregister mit Verbraucherdaten vor, wie groß wäre der Aufschrei? Die Einigung von Union und SPD ist ein wichtiges Signal, das Datenschutz kein Privileg sein darf. Wir hoffen sehr, dass es nun im Parlament, im Einklang mit der EU-Rechtsforderung, verabschiedet wird.</p>
<p>Das Recht zu entscheiden, was mit den eigenen Daten passiert, ist in einer digitalen Gesellschaft von elementarer Wichtigkeit und darf nicht ausgehebelt werden – weder für Verbraucher, noch für Unternehmer.</p>
<p>Titelbild:<a href="https://pixabay.com/de/architektur-gr%C3%BCn-geb%C3%A4ude-haus-glas-1992423/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> architecture by stux</a> via pixabay, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Kleiner Schritt zu mehr Transparenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 16:32:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Gerald Häfner]]></category>
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		<category><![CDATA[Transparenzregister]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab heute ist ein öffentliches Transparenzregister des EU-Parlaments und der Kommission online, in das sich Lobbyisten eintragen können. Die Europaabgeordneten Matthias Groote (SPD) und Gerald Häfner (Grüne) sehen aber noch Verbesserungsbedarf. 
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab heute ist ein öffentliches Transparenzregister des EU-Parlaments und der Kommission online, in das sich Lobbyisten eintragen können. Die Europaabgeordneten Matthias Groote (SPD) und Gerald Häfner (Grüne) sehen aber noch Verbesserungsbedarf. </p>
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Das heute online gegangene <a href="http://europa.eu/transparency-register/index_de.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzregister</a> soll es der Öffentlichkeit ermöglichen nachzuverfolgen, welche Personen oder Organisationen die Entscheidungsfindungsprozesse der EU maßgeblich beeinflussen. Wer sich einträgt, muss Auskunft geben über die Organisation, die er repräsentiert sowie darüber, welche Ziele sie verfolgt und wie sie finanziert wird. Aus Gründen des Datenschutzes werden die Kontaktdaten der eingetragenen Person jedoch nicht öffentlich gemacht. Zusätzlich verpflichten sich alle Registrierten den im Register enthaltenen <a href="http://europa.eu/transparency-register/about-register/code-of-conduct/index_de.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verhaltenskodex</a> einzuhalten. Das Register wird dann online, für alle Bürger zugänglich, auf die Seite der EU gestellt. Die Regulierung und Kontrolle übernimmt das gemeinsame Transparenzregister Sekretariat von Parlament und Kommission. Der SPD-Europaabgeordnete <a href="http://www.groote.eu/aktuell/nachrichten/2011/330777.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Matthias Groote</a> kritisierte jedoch, dass momentan nur Parlament und Kommission das Register benutzen, während der Ministerrat sich noch nicht klar dazu geäußert hat. Laut einer <a href="http://www.europarl.europa.eu/de/pressroom/content/20110510IPR19128/html/EP-unterstützt-gemeinsames-Register-für-Lobbyisten-andere-Interessenvertreter" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a> des Europäischen Parlaments habe der Rat aber einen Beitritt angedeutet. Seine Hauptkritik zielt aber darauf, dass die Eintragung in das Register bis jetzt nur freiwillig ist. Keiner der Lobbyisten ist nach derzeitiger Regelung dazu verpflichtet, seine Daten anzugeben. Die Grünen nannten das Register einen halben Schritt in die richtige Richtung. &quot;Das Transparenzregister ist ein wichtiger Schritt, um dem Missbrauch von Macht durch Lobbyisten und willfährige Politiker einen Riegel vorzuschieben“, sagte <a href="http://www.gruene-europa.de/cms/default/dok/380/380518.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gerald Häfner</a>, Europaabgeordneter der Grünen. Ebenso wie Groote sieht er noch Verbesserungsbedarf in der jetzigen Regelung, räumt aber ein, dass mehr aktuell nicht zu erreichen gewesen sei.</p>
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