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	<title>Trolle &#8211; politik-digital</title>
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		<title>„Hass im Netz“: Von Trollen und Glaubenskriegern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2016 16:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob in sozialen Medien oder den Kommentarspalten von Zeitungen: Der Ton zwischen den Nutzern wird immer rauer. Über den Zustand [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/internet-stop-crime-fight_alexas-photos_pixabay.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149621 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/internet-stop-crime-fight_alexas-photos_pixabay.jpg" alt="" width="640" height="367" /></a>Ob in sozialen Medien oder den Kommentarspalten von Zeitungen: Der Ton zwischen den Nutzern wird immer rauer. Über den Zustand des Umgangs im Internet und was man dagegen unternehmen kann, gibt die österreichische Journalistin Ingrid Brodnig in ihrem neuen Buch „Hass im Netz“ einen guten Überblick.</p>
<p>Brodnig identifiziert zu Beginn zwei Arten von problematischen Internetnutzern, die stellvertretend und extrem für das raue Klima stehen: Den Troll und den Glaubenskrieger. Ersteren erkennt man daran, dass er bewusst provozierende Äußerungen postet, es dabei oft an richtiger Rechtschreibung mangeln lässt und auch mit Beleidigungen nicht spart. Das alles nur, weil die Person Spaß daran hat, andere User zu provozieren, bewusst aufzustacheln, um sich an den wütenden oder richtigstellenden Antworten zu ergötzen. Anders dagegen ist der sogenannte Glaubenskrieger. Ihm geht es nicht um Spaß, sondern um die „Wahrheit“. Und es ist seine Pflicht, diese möglichst laut weiterzuverbreiten, ob es die anderen Nutzer hören wollen oder nicht. Nicht nur glauben die Glaubenskrieger, die einzigen zu sein, die über diese Wahrheit Bescheid wüssten. Sie sind auch immun gegen Fakten oder Argumente und sehen ihre Position durch ein unliebsames Argument nur untermauert. Zu guter Letzt nutzen die Glaubenskrieger eine sehr aggressive Tonalität, werden schnell sehr unfreundlich und haben dabei wenig Empathie gegenüber ihren Mitdiskutanten.</p>
<p>Diese beiden problematischen Nutzergruppen sind dabei nur die Spitze des Eisberges. Sie stehen symptomatisch für die Problematik des Internet, das ihre extreme Form hervorgebracht und unterstützt hat. Ein Grund, den Brodnig für die „verrohenden“ Umgangsformen im Internet identifiziert, ist die fehlende Empathie. Man sieht sein Gegenüber nicht, hat keine non-verbalen Faktoren und kann auch nicht persönlich für seine Äußerungen bewertet werden. Dies verstärke sich durch die sogenannten Filterblasen: Die Algorithmen der sozialen Netzwerke und Suchmaschinen zeigen dem Nutzer vorwiegend Inhalte, die dessen Weltanschauung entsprechen.</p>
<h3>„Es gibt kein Grundrecht darauf, andere Menschen zu beleidigen.“</h3>
<p>Brodnig, selbst Zeitungsjournalistin, geht auch auf das Löschen von ausfallenden und beleidigenden Kommentaren in Foren und sozialen Netzwerken ein. Wenn diese aufgrund unhöflicher, unsachlicher oder beleidigender Inhalte von den Redaktionen oder Seitenbetreibern gesperrt werden, würde oft der Vorwurf der Zensur vorgebracht. Brodnig betont: „Es gibt kein Grundrecht darauf, andere Menschen zu beleidigen.“</p>
<figure id="attachment_147195" aria-describedby="caption-attachment-147195" style="width: 198px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hass_im_internet_cover_0.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-147195" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hass_im_internet_cover_0.jpg" alt="" width="198" height="301" /></a><figcaption id="caption-attachment-147195" class="wp-caption-text">Brodnig, Ingrid: Hass im Netz &#8211; Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können. Verlag: Brandstätter, 179 Seiten, 17,90 Euro (D), 2016, ISBN: 978-3-7106-0035-7</figcaption></figure>
<p>Denn es ist eindeutig keine Zensur, wenn Zeitungsredaktionen nicht jeden Kommentar freischalten oder ihn im Nachhinein löschen.</p>
<p>Das Buch geht auch auf die Bedeutung von Worten im Internet ein. Denn hinter jedem Wort – beispielsweise „Flüchtlingtsunami“ – stehe eine ein gewisser Frame, ein Gedankenkonstrukt. Und durch Verwendung gewisser Frames würde auch eine gewisse Ansicht übermittelt. Für weitere Informationen empfiehlt sich auf jeden Fall Brodnigs Buch oder unser <a href="http://politik-digital.de/news/sprache-im-internet-die-macht-der-worte-148759/">Artikel zu dem Thema</a>. Die Autorin führt weiter aus: Worte haben eine beeindruckende Macht über das menschliche Denken. Deshalb bietet Brodnig Argumentationsstrategien an und gibt praktische Tipps, die gegen unfreundliche oder provozierende User anwendbar sind – und das nicht nur im Internet.</p>
<h3>Der größte Gatekeeper im Internet: Facebook</h3>
<p>Abschließend erinnert die Autorin an die Macht der Konsumenten im Internet. Auch wenn diese scheinbar dem Willen der Unternehmen unterworfen seien, bestimmten sie letztlich durch ihr Nutzungsverhalten, welches Unternehmen Gewinn mache und welches nicht. Zwar würde das die Konzerne nicht sofort zum Umdenken bringen, aber in gewissen Punkten kann eine andere Unternehmenspolitik erreicht werden. Und alle Menschen, die über die „Lügenpresse“ schimpften, sollten sich in Erinnerung rufen: Facebook ist der größte Gatekeeper für Informationen im Internet – nicht die Nachrichtenportale!</p>
<p>In ihrem Buch zeichnet die Autorin auch für nicht-netzaffine Menschen ein aktuelles Bild über das Ausmaß von Hass, Hetze und Lügen im Internet. Sie führt viele aktuelle Beispiele auf, die sie verständlich darlegt. Definitionen der wichtigsten Schlagworte können in Ruhe im angehängten Glossar nachgelesen werden. Darüber hinaus gibt Brodnig einen verständlichen Einblick, was man sich an Äußerungen im Internet gefallen lassen muss und wo die Grenzen der Meinungsfreiheit liegen. Die Meinungsfreiheit endet beispielsweise dort, wo die Ehre eines anderen angegriffen wird. Im Buch finden sich hilfreiche Tipps und Hilfestellungen zum Verhalten in gereizten und aufgeladenen Situationen, die auch außerhalb des Internet von großem Nutzen sind. Deshalb ist „Hass im Netz“ besonders auch Personen empfohlen, die nicht heimisch im Internet sind, damit diese nicht große Teile  des „öffentlichen“ Internet den Trollen und Glaubenskriegern überlassen.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/en/internet-stop-crime-fight-1315920/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">internet-stop-crime-fight</a> by <a href="https://pixabay.com/en/users/Alexas_Fotos-686414/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alexas_Fotos</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a> licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></p>
<div>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Süddeutsche.de: Kein Platz für Trolle und Verschwörungstheoretiker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Türk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2015 14:14:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ist das Web 2.0 tot?]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentarfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Plöchinger]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche.de]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Trolle]]></category>
		<category><![CDATA[politischer Diskurs]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Beleidigungen, unsachliche Kommentare, Spam: Der politische Diskurs im Internet hat schon bessere Zeiten gesehen. Nur: Wie weist man digitale Unruhestifter am besten in ihre Schranken? Süddeutsche.de hat einen klaren Weg gewählt. Einzelne moderierte Diskussionen ersetzen die allgemeine Kommentarfunktion. Chefredakteur Stefan Plöchinger spricht über die Erfahrungen mit diesem neuen Konzept.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><b><i>politik-digital.de: </i></b><em>Im September 2014 haben Sie die Kommentarfunktion auf <a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Süddeutsche.de</a> deaktiviert und stattdessen zu Diskussionsforen über ausgewählte Themen eingeladen. Was ist Ihr Fazit nach rund fünf Monaten? Ist der Diskurs inhaltlich besser geworden?</em></p>
<p><b>Stefan Plöchinger<i>: </i></b>Ja: fokussierter, klarer, auch angenehmer lesbar, weil wir besser moderieren können.</p>
<p><b><i>politik-digital.de: </i></b><em>Wie waren die Reaktionen seitens der Leser auf die Sperrung der Kommentarfunktion?</em></p>
<p><b>Stefan Plöchinger: </b>Rund 200 Mails kamen an, die meisten fanden die neuen Foren auf der Homepage nicht. Natürlich haben sich auch einige beschwert, worauf wir mit Erklärungen reagiert haben, was wiederum nicht jeden erfreut hat – allerdings: 200 Mails bekommen Sie auch, wenn Sie eine Nachrichtenseite einem Relaunch unterziehen. Es war weniger als erwartet.</p>
<p><b><i>politik-digital.de: </i></b><em>Ist das Deaktivieren der Kommentarfunktion nicht ein Maulkorb für die Leser und verhindert eine konstruktive Debatte im Netz?</em></p>
<p><b>Stefan Plöchinger<i>: </i></b>Es ist ja keineswegs so, dass bei uns nicht mehr diskutiert werden kann. Nur eben thematisch zu einzelnen Themen des Tages. Und das ist deutlich konstruktiver, zeigt unsere Erfahrung.</p>
<p><b><i>politik-digital.de: </i></b><em>Wo sehen Sie die Chancen und Grenzen von politischem Diskurs in den sozialen Medien? Sind soziale Netzwerke und Kommentarspalten von Online-Medien überhaupt ein geeigneter Ort für politische Debatten?</em></p>
<p><b>Stefan Plöchinger: </b>Die generelle Frage nach allen „sozialen Netzwerken und Kommentarspalten von Online-Medien“ kann und werde ich Ihnen nicht generell beantworten. Wir alle wissen zum Beispiel, dass auf Blogs durchaus sehr konstruktiv diskutiert wird, weil sich Menschen dort dem Blogger näher fühlen. Nachrichtenseiten gelten als anonymer, was natürlich Unsinn ist, aber vermutlich unterscheiden sich auch die Nachrichtenseiten untereinander noch mal. Die Grenze weg vom sinnstiftenden Diskurs ist vermutlich dort überschritten, wo Hunderte, vielleicht Tausende Leute notdürftig moderiert über alles und jeden durcheinanderreden oder -schreien dürfen.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><b><i><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPlöchinger_crop.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-144744 " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPlöchinger_crop-305x384.jpg" alt="SPlöchinger_crop" width="187" height="237" /></a></i><i> </i></b><strong>Stefan Plöchinger</strong>, Jahrgang 1976, ist Chefredakteur von Süddeutsche.de. Er unterrichtet zudem an der Henri-Nannen-Schule und der Deutschen Journalistenschule in München und ist Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung.</div></div>
<p><b><i>politik-digital.de</i><em>: </em></b><em>Wird bei den von Ihnen vorgeschlagenen Diskussionsthemen auf einige Themen bewusst verzichtet?</em><span class="Apple-converted-space"><br />
</span></p>
<p><b>Stefan Plöchinger<i>: </i></b>Nein. Wir hatten uns zunächst durchaus gefragt, ob hochkontroverse respektive trollstarke Themen wie Ukraine, Gaza und Islamfeindlichkeit in unserem neuen System überhaupt auf ein konstruktives Niveau gebracht werden können, in dem jeder nicht nur platte Vorwürfe und Unterstellungen macht, und natürlich ist es manchmal schief gegangen. Aber generell ist auch da die Erfahrung: Mehr Zeit für Moderation zu schaffen, hat uns bessere Moderationsmöglichkeiten und damit bessere Diskussionen selbst über diese Themen ermöglicht.</p>
<p><b><i>politik-di</i></b><b><i>gital.de: </i></b><em>Hat sich die Diskussion im Internet generell in letzter Zeit verändert? Falls ja, glauben Sie, dass es sich um ein vorübergehendes Phänomen oder einen dauerhaften Trend handelt? Ist die Diskussion stärker emotional eingefärbt als noch vor ein oder zwei Jahren?</em></p>
<p><b>Stefan Plöchinger<i>: </i></b>Wir leben gerade in einer spannungsreichen Zeit, da kann ein solcher Eindruck auch mal vorschnell entstehen, aber selbst wenn ich es nicht gemessen habe – manche Ausfälle von Trollen, Verbohrten und anderen angenehmen Diskutanten, die im vergangenen Jahr aufkamen, hatte ich vorher noch nicht erlebt.</p>
<p><b><i>politik-digital.de: </i></b><em>Auf Süddeutsche.de kann man unter einem Pseudonym mitdiskutieren, muss sich dafür aber mit dem echten Namen anmelden. Sind Sie der Ansicht, dass die Hemmschwelle bei anonymisierten Diskussionen sinkt und Leser eher extreme Meinungen kundtun?</em></p>
<p><b>Stefan Plöchinger<i>: </i></b>Das war schon immer so. Es gibt reichlich Forschung dazu, dass Pseudonymität Trollerei begünstigen kann – dass Trollerei aber vor allem von schlechter Moderation abhängt. Pseudonymität kann im Positiven auch dazu führen, dass sich Menschen an Diskussionen beteiligen, die zum Beispiel von persönlichen Erfahrungen erzählen wollen, aber diese nicht mit ihrem echten Namen verbinden wollen, um nicht auf ewig damit googlebar zu werden. Kann man nachvollziehen. Diese Regelung bei uns ist übrigens nicht neu, sondern gilt seit vielen Jahren.</p>
<p><b><i>politik-digital.de: </i></b><em>Die neuen Diskussionen auf Süddeutsche.de scheinen recht sachlich und differenziert zu sein – diskutieren dort mittlerweile andere Menschen als früher oder gibt es Unmengen an unqualifizierten Beiträgen, die ihren Weg gar nicht auf die Seite finden?</em></p>
<p><b>Stefan Plöchinger</b><b>:<i> </i></b>Nachdem wir die alte und die neue Nutzerschaft nicht systematisch verglichen haben, wissen wir nicht, wie viele alte Nutzer sich genau im neuen System neu angemeldet haben. Anfangs war es recht ruhig, jetzt ist wieder einiges los, es hat also der Diskussionslust mittelfristig nicht geschadet, was wir getan haben – im Gegenteil fühlen sich manche durch das höhere Niveau vermutlich erst angesprochen. Aber klar, das bedeutet auch, dass wir viele Beiträge ablehnen, die gegen die Netiquette verstoßen, Verschwörungstheorien verbreiten oder Ähnliches.</p>
<p><b><i>politik-digital.de: </i></b><em>Wer moderiert die Diskussionen auf Sueddeutsche.de? Wurden dafür extra Stellen geschaffen?</em></p>
<p><b>Stefan Plöchinger<i>: </i></b>Ein Team von Freien unter Leitung eines Kollegen, den wir zu dieser Leserdialog-Reform fest angestellt haben. Wir haben auch die Dienstzeiten um ein paar Stunden die Woche ausgeweitet.</p>
<p><b><i>politik-digital.de: </i></b><em>Die Kommentarfunktion auf Facebook ist weiterhin aktiv – werden die Kommentare dort auch moderiert und selektiert?</em></p>
<p><b>Stefan Plöchinger<i>: </i></b>Facebook macht einem das quasi unmöglich. Wir löschen dort regelmäßig extreme Beiträge und sperren Nutzer, aber bei 40 Postings am Tag kommen Sie da nicht jedem hinterher, zumal in der umständlichen Sortierlogik, die eben nicht auf Moderation ausgelegt ist. Faszinierend ist aber für mich, dass kaum ein Leser auf die Idee käme, uns für die irren Kommentare unter manchem Posting verantwortlich zu machen. Die Beschwerden richten sich viel stärker gegen Facebook und die Verfasser selbst. Insofern haben die Leute schon ein gutes Gespür, dass wir da keine ausgereiften Möglichkeiten des Eingreifens haben.</p>
<p><b><i>politik-digital.</i></b><b><i>de: </i></b><em>Was ist Ihre Prognose für die Zukunft? Welche Entwicklungen des politischen Diskurses im Internet halten Sie für denkbar?</em></p>
<p><b>Stefan Plöchinger<i>: </i></b>Auf manchen Seiten, die sich mehr Mühe geben, wird es hoffentlich mittelfristig richtig spannend, die Debatten zu verfolgen, so wie es – ehrlicherweise – die Forumsseiten in guten Zeitungen und Zeitschriften schon länger schaffen. Auf den anderen Seiten wird noch mehr Grütze stehen. Diesen Kollegen wünsche ich viel Glück; sie werden es brauchen, damit der Ruf ihrer Marke nicht mit vergrützt wird.</p>
<p>Bilder: <a href="https://www.flickr.com/photos/marcwathieu/3096005407/in/photolist-5HzQxz-5ujxg7-5HzFJp-5HDZUd-5HzhSx-pihaDU-67hTyN-5HzsUP-5HDePS-5HzRwc-ddkhqP-5HDeW9-5BmokJ-5ujLj1-5uh1aA-5HDbMN-5HE3rL-5Hzp3a-5HDceC-5Hz5Gg-5HDojU-5HA1ST-5HA1Q8-5HzTpt-5Hz5L6-5HEjDu-5HA1Ki-5HEjLE-5HA1GD-8nyVAP-5HEBdC-5HAhtX-5Tkr1V-5HAeC8-5HDoNG-5HyTmF-5Hz5dV-5HDc79-5HzFax-5Hz5W8-5HySxn-5HDnJN-5HDnVj-5HzHH8-5HzSCX-5HDnnL-5HDo6C-5Hzuvn-5HDnd3-5HzrEM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marc Wathieu</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/jochen/8724424949/in/photolist-ehWXzP-bTqoCT-egcAaA-ci5gz5-egcNzm-ci4X6Q-ehJtYM-ehJuwp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jochen Wegner</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Digitale Presseschau 25/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hendrik Behnisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 11:20:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet-Grundrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom Internet-Grundrechtekatalog, den die brasilianische Regierung gerade auf den Weg bringt bis zu der Frage, ob ein Internetzugang ein fundamentales [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Internet-Grundrechtekatalog, den die brasilianische Regierung gerade auf den Weg bringt bis zu der Frage, ob ein Internetzugang ein fundamentales Menschenrecht ist – und somit auch jedem Asylbewerber zusteht. Von der Zukunft des Journalismus, der durch die Digitalisierung einen dramatischen Wandel durchläuft und von der Kunst des „nützlichen Trollens“ &#8211; all dies in der heutigen Presseschau.</p>
<p>http://youtu.be/gySCRwbRoyw</p>
<p>Der Beitrag des Bayerischen Rundfunks beleuchtet den Umgang einiger Lokalpolitiker mit dem Thema „Transparenz“. Die Politiker einer bayerischen Gemeinde widersetzten sich der Idee, ihre Ratssitzungen im Netz live übertragen zu lassen.</p>
<h3><a href="http://netzpolitik.org/2012/marco-civil-da-internet-brasilien-erarbeitet-grundrechtekatalog-fur-das-internet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marco Civil da Internet: Brasilien erarbeitet Grundrechtekatalog für das Internet</a></h3>
<p>Auf netzpolitik.org berichtet André Meister über ein bislang beispielloses Projekt der brasilianischen Regierung: der Erarbeitung eines Grundrechtekatalogs fürs Internet, welcher der Digitalisierung der Lebenswelten Rechnung tragen und endlich verbindliche Netz-Rechte und-Regeln fixieren soll.</p>
<h3><a href="http://www.taz.de/Internet-fuer-Asylsuchende/!95616/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Den Anschluss nicht verlieren</a></h3>
<p>Joanna Itzek nimmt den Vorschlag der Piratenpartei, alle deutschen Asylheime mit einem Internetzugang auszustatten, zum Anlass, um auf taz.de das Für und Wider der Idee zu beleuchten. Besonderen Fokus legt die Autorin dabei auf die positiven psychologischen Effekte, die eine solche Maßnahme bei den Betroffenen hervorrufen würde.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-06/trolle-internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Füttert die Trolle!</a></h3>
<p>„Trolle, also feindselige, meist anonym agierende Nutzer, gelten als die Plage des Internets.“ &#8211; mit dieser einseitigen Sicht auf das Phänomen „Trolle“ räumt Astrid Herbold auf Zeit Online auf und entwickelt in ihrer Darstellung interessante Überlegungen zu nützlichen Aspekten des Troll-Theaters.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-06/kinderfotos-facebook-schule" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mangelndes Gespür für Datenschutz an Schulen</a></h3>
<p>Ebenfalls auf Zeit Online beschäftigen sich Achim Sawall und Juliane Gunardono mit der Frage, wie Eltern und Schulen mit Kinderfotos auf Facebook umgehen sollten. Es geht dabei nicht nur um die spezifisch deutsche Datenschutz-Mentalität, sondern auch um konkrete Risiken wie Pädophile, deren Anhänger gezielt in sozialen Netzwerken nach Opfern suchen.</p>
<h3><a href="http://www.vocer.org/de/artikel/do/detail/id/218/mit-eingezogenen-fuehlern.html?onePage=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mit eingezogenen Fühlern</a></h3>
<p>In ihrem (Rede-)Beitrag auf vocer.org setzt sich die Journalistin Julia Friedrichs mit dem gegenwärtigen Zustand ihres Berufsfeldes auseinander und zeichnet ein persönliches, aber dennoch ausgewogenes Bild von einer Profession am Scheideweg.</p>
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