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	<title>Ulrich Wickert &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Ulrich Wickert &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#034;Sarkozy geht es in erster Linie um Macht.&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotsarkozy_geht_es_in_erster_linie_um_machtquot-496/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Wickert]]></category>
		<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Nicolas Sarkozy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b><span class="fett"> Am 7. Mai war Ulrich Wickert, der ehemalige
ARD-Frankreich-Korrespondent, im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit
mit politik-digital.de. Er sprach über seine Erwartungen an
die französische Außenpolitik unter Sarkozy, die Folgen
für die Europäische Union und die Haltung der Franzosen
zu ihrem neuen Präsidenten.</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b><span class="fett"> Am 7. Mai war Ulrich Wickert, der ehemalige<br />
ARD-Frankreich-Korrespondent, im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit<br />
mit politik-digital.de. Er sprach über seine Erwartungen an<br />
die französische Außenpolitik unter Sarkozy, die Folgen<br />
für die Europäische Union und die Haltung der Franzosen<br />
zu ihrem neuen Präsidenten.</span></b><!--break-->
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Herzlich willkommen zum tagesschau-Chat<br />
in Kooperation mit politik-digital.de. Wohin wird der neue französische<br />
Präsident das Land steuern? Wie steht es um die Europapolitik?<br />
Und wie nimmt die Bevölkerung das Wahlergebnis auf? Sie können<br />
Ihre Fragen gerne jetzt schon stellen, der langjährige ARD-Frankreich-Korrespondent<br />
Ulrich Wickert wird sie von 17.00 bis 18.00 Uhr an dieser Stelle<br />
beantworten. <img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/uwickert85x.jpg" alt="Ulrich Wickert" align="right" height="125" width="85" />
</p>
<p>
<b>Ulrich Wickert:</b> Hallo liebe User, hier ist Ulrich<br />
Wickert. Ich bin eben gerade aus Paris zurückgekommen, wo ich<br />
den zweiten Wahlgang miterlebt habe. Ich bin jetzt gespannt auf<br />
Ihre Fragen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo Herr Wickert, schön, dass<br />
Sie da sind! Die ersten Fragen beziehen sich auf das deutsch-französische<br />
Verhältnis:
</p>
<p>
<b>akira:</b> Hallo Herr Wickert, wie, denken Sie, werden<br />
sich die Beziehungen Frankreichs zu Deutschland mit dem neuen Präsidenten<br />
entwickeln?
</p>
<p>
<b>eggi:</b> Wie wird sich die deutsch-französische<br />
Partnerschaft im Rahmen der EU entwickeln?
</p>
<p>
<b>DTH07:</b> Was glauben Sie, in welchem politischen<br />
Verhältnis zukünftig Deutschland und Frankreich agieren<br />
werden? Wird die Achse Berlin &#8211; Paris bleiben oder sich verlagern?
</p>
<p>
<b>Renni</b>: Wird das Verhältnis zwischen Deutschland<br />
und Frankreich jetzt erschwert?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Wenn es um die Zukunft des deutsch-französischen<br />
Verhältnisses geht und die Einstellung des neuen Präsidenten,<br />
dann muss man wahrscheinlich unterscheiden zwischen dem, was er<br />
bisher gesagt hat, und dem, was er als Präsident wirklich umsetzen<br />
wird. In den letzten Jahren hat er sich immer wieder kritisch über<br />
die deutsch-französische Sonderstellung in Europa geäußert.<br />
Und im Wahlkampf hat er äußerst unfreundliche Aussagen<br />
über Deutschland gemacht, indem er sagte, Frankreich habe ja<br />
die Endlösung nicht erfunden. Er wollte damit sicherlich Stimmen<br />
bei den Rechtsradikalen einfangen. Jetzt hat Nicolas Sarkozy angekündigt,<br />
seine erste Auslandsreise werde nach Berlin führen. Das lässt<br />
darauf hoffen, dass er die Tradition seiner Vorgänger wahren<br />
wird.
</p>
<p>
<b>IGM:</b> Wäre für Deutschland nicht ein<br />
Sieg von Royal besser gewesen? So hätten Frau Merkel und Frau<br />
Royal eher „unter Frauen&quot; Angelegenheiten klären<br />
können.
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Das glaube ich nicht. Denn Frau Royal<br />
ist nicht als Frau in den Wahlkampf gegangen, sondern als eine moderne<br />
Politikerin, die zum Beispiel das Internet ganz bewusst für<br />
ihren Wahlkampf eingesetzt hat. Sicherlich steht sie in einigen<br />
Punkten Frau Merkel näher. Sie ist einmal Umweltministerin<br />
gewesen und hätte in den Fragen der alternativen Energie sich<br />
mit Angela Merkel besser verstanden.
</p>
<p>
<b>Kritzel:</b> Wohin steuert Frankreich jetzt außenpolitisch?
</p>
<p>
<b> Wickert:</b> Das wird man erst nach einigen Monaten<br />
feststellen können. Denn Nicolas Sarkozy hat im Wahlkampf zu<br />
erkennen gegeben, dass er noch kein außenpolitisches Konzept<br />
erarbeitet hat. Um sich von dem scheidenden Präsidenten Jacques<br />
Chirac zu distanzieren, hat er sich bei George Bush als Politiker<br />
eingeführt, der nicht wie Chirac ein kritischer Gegenspieler<br />
sein will.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere User machen sich dennoch Gedanken,<br />
vor allem um die Zukunft der EU:
</p>
<p>
<b>mainzel:</b> Wie steht Sarkozy denn zur EU als Staatenbund?<br />
Wird er eher Motor oder Bremse bei der Erstellung einer neuen europäischen<br />
Verfassung sein?
</p>
<p>
<b>SAS:</b> Wie schätzen sie die Beziehungen Sarkozys<br />
zu Merkel ein? Und wie sieht es aus mit seiner transatlantischen<br />
Position? Wird er, ähnlich wie Chirac, weiter eher mit Europa<br />
zusammen arbeiten, oder doch auch die USA bevorzugen?
</p>
<p>
<b>ulle:</b> Was denken Sie: Wird es mit Sarkozy eine<br />
Europäische Verfassung geben?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Sarkozy hat nach seinem Besuch bei George<br />
Bush erfahren müssen, dass er damit bei seinen französischen<br />
Wählern nicht unbedingt auf Zustimmung stößt. Er<br />
möchte sehr schnell in Europa Frankreich wieder als starke<br />
Macht einführen. Deshalb hat er vorgeschlagen, von dem Minimalvertrag<br />
auszugehen, wie ihn auch Frau Merkel vorsieht. Dieser Minimalvertrag<br />
soll nach seiner Vorstellung in Frankreich nicht mehr dem Volk vorgelegt<br />
werden, sondern vom Parlament gebilligt werden. Erweiterungen der<br />
Europäischen Union sieht er skeptisch. Sarkozy spricht sich<br />
gegen die Aufnahme der Türkei aus und will auch die Verhandlungen<br />
mit der Türkei so bald wie möglich einschränken.<br />
Ganz wie Angela Merkel spricht er von einer privilegierten Partnerschaft,<br />
die man der Türkei anbieten solle.
</p>
<p>
<b>mainzel:</b> Wie steht Sarkozy zur französischen<br />
Atommacht? Werden wir &#8211; wie schon bei seinem Vorgänger &#8211; zeitnah<br />
am Anfang seiner Amtszeit eine Demonstration der Stärke durch<br />
einen Atomtest erleben?
</p>
<p>
<b>Trinity:</b> Wird sich die bisher defensive Atompolitik<br />
Frankreichs ändern?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Sarkozy wird sicherlich keine Atomtests<br />
anordnen. Aber es ist davon auszugehen, dass er die französische<br />
Atomverteidigung nicht abschaffen wird. Sie gehört zu der Ausstattung<br />
Frankreichs als besondere Macht in Europa.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Eine Nachfrage zur EU:
</p>
<p>
<b>CaHaas:</b> Steht Sarkozy für ein „Europa<br />
der zwei Geschwindigkeiten&quot;?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Sarkozy steht für ein Europa der<br />
zwei Geschwindigkeiten. Er kann sich vorstellen, dass es ein Kerneuropa<br />
der Sechs gibt, die enger miteinander zusammenarbeiten. Und diese<br />
Sechs sind Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien<br />
und Polen.
</p>
<p>
<b>sigfried:</b> Wird sich Frankreich in militärischen<br />
Fragen und Beiträgen verändern?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Sarkozy hat bisher nicht zu erkennen<br />
gegeben, dass er die Verteidigungspolitik Frankreichs grundsätzlich<br />
verändern will. Er hat allerdings im Unterschied zu Jacques<br />
Chirac erklärt, er sei dagegen, dass das Waffenembargo gegen<br />
China aufgehoben wird. Wahrscheinlich wird er auch in der Nahostpolitik<br />
eine andere Position einnehmen, da er anders als Chirac weniger<br />
von den arabischen Staaten beeinflusst ist. Er wird starke Beziehungen<br />
zu Israel aufbauen.
</p>
<p>
<b>Spezi:</b> Chirac kann mit einem atomaren Iran leben.<br />
Sarkozy auch?
</p>
<p>
<b>Wickert: </b>Sarkozy wird eher die Position Deutschlands<br />
einnehmen und natürlich Amerikas, die verhindern wollen, dass<br />
der Iran eine Atombombe baut.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Themenwechsel in die Innenpolitik.<br />
Besonders die Probleme in den Vorstädten beschäftigen<br />
die User:
</p>
<p>
<b>Frankentaler:</b> Wie wird Sarkozy innenpolitisch<br />
mit den Jugendlichen umgehen? Behält er seine als Minister<br />
praktizierte harte Linie bei? Wie will er die Integration von Jugendlichen<br />
in die Gesellschaft schaffen?
</p>
<p>
<b>MarLau:</b> Viele Franzosen fürchten mehr „sozial<br />
Kälte&quot; durch Sarkozys Präsidentschaft. Werden sich<br />
die Gräben, die sich angedeutet haben, verfestigen oder wird<br />
es gelingen sie zu überwinden?
</p>
<p>
<b>Christiane:</b> Wie beurteilen Sie die Zukunftschancen<br />
der Immigranten in Frankreich unter der neuen Regierung? Können<br />
Sie sich vorstellen, dass der neue Präsident, zum Beispiel<br />
insbesondere in den Pariser Vorstädten, neue Wege beschreiten<br />
wird? Wenn ja, welche könnten das Ihrer Meinung nach sein?<br />
Herzliche Grüße von einer Ihrer Verehrerinnen (die sie<br />
noch immer in den Tagesthemen vermisst&#8230;).
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Sarkozy weiß, dass er mit der Banlieue<br />
ein großes Problem hat. Gestern Nacht sind ja schon mehr als<br />
200 Autos in Brand gesteckt worden. Er wird allerdings eine ganz<br />
konsequente Einwanderungspolitik durchführen. Er hat angekündigt,<br />
ein Ministerium für Immigration und französische Identität<br />
einzurichten. Das bedeutet, Frankreich wird bestimmen, wer in Zukunft<br />
„gewünscht&quot; und wer unerwünscht ist. Er hat<br />
gestern Abend schon klar gesagt: Unerwünscht werden diejenigen<br />
sein, die die Rechte der Frau nicht respektieren, die die Mehrehe<br />
praktizieren oder die ihre Töchter beschneiden lassen. Die<br />
Banlieue ist aber erst einmal ein soziales Problem. Und es ist notwendig,<br />
für die Jugendlichen ein Arbeitsprogramm zu erstellen.
</p>
<p>
<b>sigfried:</b> Ich habe mich beeindruckt gezeigt, als<br />
Herr Sarkozy als einziger Präsidentschaftskandidat bei den<br />
Unruhen in den französischen Vororten sich auf Polizeistationen<br />
die Nächte um die Ohren geschlagen hat. Warum haben die anderen<br />
Kandidaten dieses Verhalten kritisiert von außerhalb? Und<br />
ist diese Tat nicht Sarkozy hoch anzurechnen, unabhängig davon,<br />
was er in diesen Nächten gesagt hat?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Sarkozy hat dies als Innenminister getan,<br />
ist allerdings in den letzten Monaten nicht mehr in der Banlieue<br />
erschienen, weil er befürchtet hat, dass dies zu Unruhen führen<br />
würde.
</p>
<p>
<b>teilzeit:</b> Wie beurteilen Sie die Proteste nach<br />
Bekanntwerden des Wahlergebnisses in Paris? Woher kam diese Aufgebrachtheit?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Ich würde diese Proteste nicht überschätzen.<br />
Solche Unruhen gibt es immer zu festen Daten. Die Polizei hat heute<br />
erklärt, es seien nicht mehr Autos angesteckt worden als am<br />
letzten Silvester oder am letzten Nationalfeiertag.
</p>
<p>
<b>mainzel:</b> Welche Themen wurden von Sarkozy bei<br />
diesen Wahlen besonders „heiß&quot; diskutiert?<br />
Welche wird er demnach als erstes umsetzen müssen/wollen?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Als erstes hat Sarkozy die Sicherheit<br />
der Bürger hervorgehoben. Und er will sobald wie möglich<br />
strengere Gesetze für Wiederholungstäter einführen.<br />
Wer zum dritten Mal verurteilt wird, der soll mit der Höchststrafe<br />
rechnen müssen. Als zweites hebt Sarkozy hervor, dass es wichtig<br />
ist, die Wirtschaft wieder anzukurbeln. &#8230; und dazu macht er einen<br />
Vorschlag, die staatlich festgelegte 35-Stunden-Woche aufzuweichen.<br />
Das heißt, Überstunden sollen in Zukunft nicht mehr bezahlt<br />
werden, sondern steuerfrei sein und auch von Seiten der Arbeitgeber<br />
befreit werden von Sozialabgaben. Allerdings werden die Überstunden<br />
von Angestellten sowieso nicht bezahlt, und Empfänger des Mindestlohnes<br />
zahlen meist keine Steuern.
</p>
<p>
<b>Jan2007:</b> Wie sieht es mit der Wirtschaftspolitik<br />
aus? Wird Sarkozy weitere Anstrengungen unternehmen, um die Handelsbeziehungen<br />
zu Deutschland und anderen EU-Ländern weiter zu verbessern?
</p>
<p>
<b>Wickert: </b>In der Wirtschaftspolitik will sich Sarkozy<br />
„liberal&quot; zeigen. Aber ob das in der Wirklichkeit auch<br />
so sein wird, stelle ich in Frage, denn bisher hat er dies nicht<br />
getan. Als die deutsche Firma Siemens die französische Firma<br />
Alstom kaufen wollte, hat Sarkozy dies verhindert.<br />
Da ist er wahrscheinlich doch noch sehr stark französischer<br />
Zentralist.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Fragen zu Airbus:
</p>
<p>
<b>Christoph5:</b> Wie steht Sarkozy Deutschland gegenüber<br />
(vielleicht gerade in dem schwelenden Richtungsstreit bei EADS,<br />
allgemein wirtschaftspolitisch)? Im Wahlkampf äußerte<br />
er sich, dass er französische Interessen hart vertreten will.
</p>
<p>
<b>ulle:</b> Ist das Thema Airbus mit Sarkozy für<br />
die deutschen Standorte besser oder schlechter geworden?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Auch was Airbus betrifft, ist Sarkozy<br />
„Franzose&quot;. Er hält die Doppelspitze für nicht<br />
notwendig und da hat er wahrscheinlich Recht. Aber er meint natürlich<br />
damit, dass an der Spitze ein Franzose sitzen soll, und kein Deutscher.
</p>
<p>
<b>caspate</b>: Bildungspolitisch hat sich Sarkozy eine<br />
Menge vorgenommen. Wie will er das marode und nicht mehr zeitgemäße<br />
Bildungssystem Frankreichs denn nun reformieren?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Sarkozy will den Universitäten mehr<br />
Freiheit geben, was ja sicherlich notwendig ist. Aber er sieht nicht<br />
vor, das ganze System der Eliteschulen zu verändern.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch eine Nachfrage zur 35-Stunden-Woche:
</p>
<p>
<b>mainzel:</b> Machen die Franzosen die „Aufweichung&quot;<br />
der 35-Stunden-Woche mit? Man hat beim Konsum der tagesschau/tagesthemen<br />
eher das Gefühl, den Franzosen ist die 35-Stunden-Woche heilig.
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> In Frankreich warnen gerade diejenigen,<br />
die für Ségolène Royal gestimmt haben, dass es<br />
zu einem heißen Herbst kommen könnte, wenn Sarkozy bei<br />
seinen Gesetzesvorhaben zur 35-Stunden-Woche die Gewerkschaften<br />
nicht in die Diskussion mit einbezieht. Die 35-Stunden-Woche ist<br />
den Franzosen sicherlich heilig, insbesondere deswegen, weil in<br />
Frankreich ein ungewöhnlich großer Teil der Beschäftigten<br />
sich im Staatsdienst befinden.
</p>
<p>
<b>hamma13:</b> Sarkozy plant zudem, Steuern und Sozialabgaben<br />
zu senken. Zukünftig soll keiner mehr als 50 Prozent seines<br />
Einkommens an den Staat abgeben müssen. Wird der Sozialstaat<br />
Frankreich darunter leiden? Wird es zu spürbaren Einbußen<br />
bei staatlichen Serviceleistungen kommen?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Im Wahlkampf hat Sarkozy verkündet,<br />
dass die Steuern auf unter 50 Prozent gesenkt werden sollen. Er<br />
will zusätzlich die Erbschaftssteuer fast ganz abschaffen und<br />
nur für die ganz großen Vermögen noch einen kleinen<br />
Steuersatz beibehalten. Er hat allerdings nicht präzisiert,<br />
wie er dies finanzieren will und wo er Sozialleistungen kürzen<br />
wird.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nun ein Blick in die Zukunft:
</p>
<p>
<b>Manfred Klose:</b> Glauben Sie, dass die Wahlen im<br />
Juni ähnlich knapp ausfallen werden, oder sich dort denn eine<br />
größere Mehrheit für Sarkozy abzeichnen wird? (Falls<br />
die UMP diese Wahlen überhaupt gewinnt?)
</p>
<p>
<b>fl:</b> Wie schätzen Sie die Chancen der Parti<br />
Socialiste bei den Parlamentswahlen ein? Viele Franzosen könnten<br />
sich eine Cohabitation wünschen, um Sarkozy zu „zügeln&quot;.<br />
Ist das realistisch, beziehungsweise wünschenswert?
</p>
<p>
<b>Wickert: </b>Die Franzosen hassen die Cohabitation.<br />
Deswegen gehe ich davon aus, dass die UMP als Partei von Nicolas<br />
Sarkozy bei den Parlamentswahlen eine große Mehrheit erhalten<br />
wird. Das entspricht auch dem republikanischen Verhalten der Franzosen.<br />
Immer wieder hat der neu gewählte Präsident bei den anschließenden<br />
Parlamentswahlen die Mehrheit erhalten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Und noch eine Personalfrage:
</p>
<p>
<b>PainAuChocolat:</b> Ist schon bekannt, wer Premierminister<br />
werden könnte?
</p>
<p>
<b>hamma13:</b> Wer wird ihrer Ansicht nach neuer Premierminister?
</p>
<p>
<b>Wickert: </b>Höchstwahrscheinlich wird François<br />
Fillon der französische Premierminister.
</p>
<p>
<b>gagmaus:</b> Kann man sagen, Frankreich sei gespalten<br />
in zwei etwa gleich starke, unversöhnliche Lager, ähnlich<br />
wie die USA?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Der Wahlausgang zeigt, dass Frankreich<br />
aus zwei Lagern besteht, von denen das konservative eigentlich immer<br />
das größere ist. Aber ich halte es für falsch, von<br />
unversöhnlichen Lagern zu sprechen. Das zeigt die Verteilung<br />
der Stimmen, zum Beispiel des Blocks von François Bayrou.<br />
40 Prozent der Stimmen gingen zu Sarkozy, 40 Prozent zu Ségolène<br />
Royal und 20 in die Enthaltung.
</p>
<p>
<b>JanE: </b>Mich würde interessieren, inwieweit<br />
die „Rechte&quot; in Frankreich mit der „Rechten&quot;<br />
in Deutschland vergleichbar ist. Anders gefragt: Ist es so, dass<br />
das politische Spektrum in Frankreich generell nach links „verschoben&quot;<br />
ist, sodass die UMP und Nicolas Sarkozy in Deutschland eher zur<br />
politischen Mitte gehören würden?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Die Rechte in Deutschland ist meines<br />
Erachtens eine „linkere Rechte&quot; als die Rechte in Frankreich.<br />
Man darf nicht vergessen, dass vor fünf Jahren der rechtsradikale<br />
Jean-Marie Le Pen in die Stichwahl gekommen ist und fast 20 Prozent<br />
der Stimmen erhielt. Auch dieses Mal haben 3,8 Millionen Franzosen<br />
Le Pen ihre Stimme gegeben. Es ist nicht verwunderlich, dass Nicolas<br />
Sarkozy ursprünglich in Edmund Stoiber seinen deutschen Partner<br />
gesucht hat. Denn der liegt ihm inhaltlich sicherlich näher<br />
als Angela Merkel.
</p>
<p>
<b>Nevid:</b> Ist Sarkozy ein so erzkonservativer Politiker,<br />
wie man gemeinhin annimmt, oder gibt es bei ihm kleine liberale<br />
Inseln?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Es ist sehr schwierig, Nicolas Sarkozy<br />
politisch einzuschätzen. Wer seine politische Laufbahn studiert,<br />
wird feststellen: In allererster Linie geht es ihm um die Macht.<br />
Und er hat die Wahlen vor fünf Jahren genau studiert, um die<br />
jetzigen Wahlen zu gewinnen. Dazu gehörte, dass er sich in<br />
manchen Bereich (Sicherheit, französische Identität) erzkonservativ<br />
zeigen musste, um die Stimmen der extremen Rechten zu erhalten.<br />
Er verspricht allerdings, mit der Macht „liberaler&quot; umzugehen<br />
als seine Vorgänger. Er will die Besetzung von wichtigen Posten<br />
von der Zustimmung des Parlamentes abhängig machen. Und sogar<br />
die Besetzung der wichtigsten Kommission im Parlament, nämlich<br />
des Finanzausschusses, einem Oppositionsführer zu überlassen.<br />
Er hat angekündigt, in seinem Kabinett, das aus nur 15 Ministern<br />
bestehen soll (die Hälfte Frauen), auch Politiker des liberalen<br />
Lagers zu berücksichtigen.
</p>
<p>
<b>Daniel24: </b>Frankreichs Wahlbeteiligung war ja enorm<br />
hoch. Woran lag das? Konnten die Kandidaten so begeistern oder lag<br />
es daran, dass nach zwölf Jahren Chirac Abwechslung auf dem<br />
Programm stand?
</p>
<p>
<b>mat: </b>Glauben Sie, dass Frankreich nun wieder „politischer&quot;<br />
geworden ist, was die hohe Wahlbeteiligung vermuten lassen könnte?<br />
Oder ist nach dieser polarisierten Wahl wieder schnell von einer<br />
Normalisierung auszugehen?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Die Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang<br />
lag in Frankreich immer zwischen 79 und 87 Prozent in den letzten<br />
40 Jahren. Bei dieser Wahl kann man beobachten, dass alle Franzosen<br />
von einem wahren Wahlfieber gepackt waren. In den letzten Wochen<br />
gab es kein anderes Gesprächsthema als eben diese Wahl. Vergleichbar<br />
war es mit dem Fußballfieber in Deutschland im letzten Sommer.<br />
Frankreich hat mit dieser Wahl gezeigt, dass die Staatsbürger<br />
immer sehr politisch denken.
</p>
<p>
<b>Burgunder:</b> Gibt es eine Neu-Ausrichtung dieses<br />
politischen Spektrums mit einer neuen Mitte oder bleibt es beim<br />
Rechts-Links Schema?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Vermutlich bleibt es eher bei dem Rechts-Links-Schema.<br />
Das hat auch mit dem französischen Wahlsystem zu tun. Denn<br />
wenn es bei Präsidentschaftswahlen um ein Rennen zwischen zwei<br />
Personen geht, dann ist es ein Entweder-Oder-System. Sarkozy und<br />
Ségolène Royal hatten beide angekündigt, das<br />
Wahlrecht ein wenig zu verändern und eine kleine Dosis Verhältniswahlrecht<br />
einzuführen. Dies könnte einer Partei in der Mitte helfen.<br />
Aber nach dem jetzigen Wahlrecht sieht es so aus, dass es sehr schwierig<br />
sein wird für François Bayrou, eine „unabhängige<br />
Fraktion der Mitte&quot; zu bilden. Denn Abgeordnete, die sich im<br />
Wahlkampf nicht für die Mehrheit des Präsidenten erklären,<br />
werden von Sarkozy als Gegner angesehen und kaum Chancen haben,<br />
gewählt zu werden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Damit kommen wir zur Verliererin der<br />
gestrigen Wahl:
</p>
<p>
<b>Pololitikschauer: </b>Was wird Royal jetzt unternehmen?
</p>
<p>
<b>Alex66:</b> Wie sieht Ihrer Meinung nach die politische<br />
Zukunft Ségolène Royals aus? Wird sie, ähnlich<br />
wie in Deutschland bei verlorenen Bundeskanzlerwahlen, auf das Abstellgleis<br />
ausmanövriert, oder war dieser Wahlgang ein Sprungbrett für<br />
einen neuen, erfolgreichen Anlauf in fünf Jahren?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Die Schlacht hat schon begonnen. Gestern<br />
Abend haben sowohl Laurent Fabius wie auch Dominique Strauss-Kahn<br />
Ségolène Royal zur großen Verliererin erklärt<br />
und klargemacht, dass jetzt die Zeit der Abrechnung gekommen ist.<br />
Strauss-Kahn hat verkündet, dass die Sozialistische Partei<br />
endlich ihr „Godesberg&quot; nachholen müsse. Und er<br />
stünde dafür zur Verfügung. Da Ségolène<br />
Royal dies aber vermutet hat, trat sie sehr kurz nach Bekanntgabe<br />
des Ergebnisses schon vor die Fernsehkameras und hat ihre Unterstützer<br />
aufgerufen, nicht nachzugeben, denn jetzt gelte es zuerst, die Parlamentswahl<br />
zu gewinnen und dann die Partei zu erneuern.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Einige Zuschauer interessieren sich<br />
noch für Ihre Meinung, Herr Wickert:
</p>
<p>
<b>regent:</b> Welcher Präsidentschaftskandidat<br />
war Ihr ganz persönlicher Favorit? Wen hätten Sie gewählt?
</p>
<p>
<b>sigfried:</b> Wer wäre ihrer Meinung nach der<br />
oder die beste Präsident/in für Frankreich?
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Hätte ich vor der Urne im ersten<br />
Wahlgang gestanden, dann hätte ich lange gezögert und<br />
wahrscheinlich François Bayrou meine Stimme gegeben. Und<br />
hätte ich gestern wieder vor der Urne gestanden, dann hätte<br />
ich vielleicht bis zur Schließung des Wahllokals gezögert,<br />
ob ich mich enthalten soll oder nicht. Und so ging es ja auch dem<br />
ein oder anderen Franzosen.
</p>
<p>
<b>sabine:</b> Haben Sie die Wahlen direkt in Paris verfolgt?<br />
Wie reagierten die Franzosen auf den Wahlsieg von Nicolas Sarkozy?
</p>
<p>
<b>Guckland:</b> Wie haben Sie die Stimmung im Pariser<br />
Zentrum gestern Abend erlebt? War diese typisch für den zweiten<br />
Wahlgang oder wurde das Ergebnis eher ungewöhnlich groß<br />
gefeiert?
</p>
<p>
<b>Wickert: </b>Am Samstagnachmittag traf ich in einem<br />
Bistro in Belleville durch Zufall schon Leute, die sagten, am Sonntagabend<br />
um sechs stehen wir auf der Bastille und das werden dann diejenigen<br />
gewesen sein, die sich dort mit der Polizei ein kleines Scharmützel<br />
geliefert haben. Auf dem „Place de la Concorde“ haben<br />
sich dagegen diejenigen versammelt, die sich über den Sieg<br />
von Nicolas Sarkozy freuten, und sie haben bis weit über Mitternacht<br />
gefeiert. Die Anhänger der Sozialisten haben sich in der Rue<br />
de Solferino getroffen und sind aber bald auseinander gegangen.<br />
Als ich nach Mitternacht noch in einem Bistro in St. Germain einen<br />
Absacker trank, zogen einige wenige Jugendliche mit Plakaten durch<br />
das Viertel. Aber ansonsten herrschte eine Stimmung wie sonst auch<br />
jeden Sonntagabend.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nun die letzten zwei Fragen. Auch diese<br />
gehen direkt an Ulrich Wickert:
</p>
<p>
<b>Alias2: </b>Warum gerade Bayrou und nicht eines der<br />
größeren Lager am Rand?
</p>
<p>
<b>MarLau:</b> Sie meinen also, dass einige Franzosen<br />
erst am Wahltag ihre Entscheidung getroffen haben?
</p>
<p>
Wickert: Am Rand gab es keine größeren Lager. Und ich<br />
weiß von französischen Freunden, dass sie ihre Entscheidung<br />
erst am Wahltag getroffen haben. Das hat damit zu tun, dass Sarkozy<br />
in den Umfragen am Freitag bei 55 Prozent lag, und das war manchen<br />
Leute zu viel, denn sie sagten, das sei nicht gut für „Sarkos&quot;<br />
Ego, wenn er einen solch großen Sieg erringe.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das waren 60 Minuten tagesschau-Chat<br />
bei tagesschau.de und politik-digital.de. Vielen Dank Ulrich Wickert,<br />
dass Sie sich Zeit genommen haben. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer<br />
für Ihr Interesse und die zahlreichen Fragen, die wir wie immer<br />
leider nicht alle beantworten konnten. Das Protokoll des Chats ist<br />
wie immer in Kürze zum Nachlesen auf den Seiten von tagesschau.de<br />
und politik-digital.de zu finden. Wir wünschen Ihnen allen<br />
noch einen angenehmen Tag und bis zum nächsten Mal!
</p>
<p>
<b>Wickert:</b> Vielen Dank für die vielen Fragen<br />
und auch das eine oder andere liebe persönliche Wort. Und wenn<br />
es nicht zu früh wäre, würde ich Ihnen eine geruhsame<br />
Nacht wünschen. Ihr Ulrich Wickert.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Ulrich Wickert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cloesch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesthemen]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Wickert]]></category>
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					<description><![CDATA[<table border="0">
	<tbody>
		<tr valign="top">
			<th align="right">Moderator:</th>
			<td>
			Lieber Herr Wickert, im Namen von Tomorrow und politik-digital moechten
			wir Sie ganz herzlich in unserem digitalen Studio begrüßen. Wir freuen
			uns auf einen spannenden Chat mit Ihnen, der diesmal wieder dank TV1
			live gestreamt wird.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Lieber Herr Wickert, im Namen von Tomorrow und politik-digital moechten<br />
			wir Sie ganz herzlich in unserem digitalen Studio begrüßen. Wir freuen<br />
			uns auf einen spannenden Chat mit Ihnen, der diesmal wieder dank TV1<br />
			live gestreamt wird.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hauser:</th>
<td>
			Herr Wickert, welche Nachtricht hat Sie denn am meisten überrascht? und womit?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Wahrscheinlich war es der Fall der Mauer am 9. 11. 1989. Obwohl auch das vorherzusehen war, wenn auch nicht an diesem Tag.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ClausSupper:</th>
<td>
			Hallo Herr Wickert, arbeiten Sie viel mit neuen Medien, zum Beispiel bei der Recherche? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Da muß ich antworten: WIR arbeiten viel mit denneuen Medien. Denn es<br />
			ist so, daß eine Moderationsredakteurn die meisten Recherchen für mnich<br />
			erledigt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzPeter:</th>
<td>
			was ist Ihre Lieblingssendung ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Witzbold: Tagesthemen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			keine andere?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Doch: James Bond-Filme oder Humphrey Bogard
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ClausSupper:</th>
<td>
			Herr Wickert, haben sie Ambitionen im Filmgeschäft &quot;mitzumischen&quot; ?? (vgl. Frau Stahnke)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Ich habe schon immer einen Traum gehabt, nicht etwa als Professor Unrat<br />
			aufzutreten, sondern als Regisseur einen Spielfim (oder viele) zu<br />
			machen &#8211; und zwar nach dem Vorbild von Alfred H.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">big_tom:</th>
<td>
			was empfindet man als bekannter moderator, wenn man von Bill Clintons Bodyguards eifach weggetragen wird?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Man stellt fest: alles ist relativ
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ArthurSchmidt:</th>
<td>
			Ihre fast täglich präsenz bei den Tagesthemen hat sich im<br />
			ZDF-Abendprogramm mehr als etabliert, welche Ziele setzen Sie sich<br />
			selbst. Gibt es bald ein neues Format?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Das sind gleich drei Fragen: erstens was Sie als ZDF ansprechen ist die<br />
			ARD. Ziele? Ich möchte gern mal einen Krimi schreiben! Gibt es ein<br />
			neues Format? Wo ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">BÃ¼cherwurm:</th>
<td>
			Herr Wickert, welches persönliche Verhältnis &#8211; mal auf den Punkt<br />
			gebracht &#8211; haben Sie zu Frankreich? Frankreich taucht in Ihrer<br />
			Biographie ja immer wieder auf; nicht zuletzt auch in Ihren eigenen<br />
			Publikationen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Ich arbeite ja an einem neuen Format. Das sind meine Zeitzeugengespräche im Dokumentationskanal Phoenix
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			In Frankreich fühloe ich micih heimisch. Das hat damit zu tun, dass<br />
			(neue Rechtschreibung) als Schüler drei Jahre in eine französische<br />
			Schule in Paris gegangen bi. Und dann habe ich als Korrespondent zehn<br />
			Jahre aus Paris berichtet.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Wie viel Zeit verbringen Sie im Jahr  in Frankreich?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Das kommt drauf an. Aber gerade letzte Woche war ich für sieben Tage dort. Es sind im Jahr immer mehrere Wochen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Was haben Sie in den USA studiert?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			An der Wesleyan University in Connecticut habe ich Politische<br />
			Wissenschaften (das amerikanische System), Literatur, Kunst und<br />
			RUSSISCH studiert
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">CheGuevara:</th>
<td>
			Was sind die bedeutendsten Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Lieber Revolutionär: die Franzosen haben die Revoluti8on zweihundert<br />
			Jahre vor den Deutschen gemacht &#8211; und dann auch noch mit der Guillotine
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">lorenza:</th>
<td>
			guten morgen herr wickert, warum ist Deutschland als das 3 groesste<br />
			wirtschaftland der welt nicht in der lage die Arbeitslosen zusenken?<br />
			mit lieben gruessen aus dem popcornland
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Das liegt unter anderem an der deutschen Bürokratie, dem Korporatismus und dem mangelnden Flexibiulität.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">CheGuevara:</th>
<td>
			Sehr geehrter Herr Wickert, wie lange bleibt Fidel Castro in Kuba noch an der Macht?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Bis zu seinem Tod.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Schwarz:</th>
<td>
			Es gibt in Europa ein Sprachenproblem, sollte man ausser Englisch auch Französisch lernen? Wie stehen Sie dazu?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Auf jeden Fall, und auch noch Italienisch, Spanisch und Russisch
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Beemer:</th>
<td>
			How do you feel about the American military being here in Germany?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Gott, die stören mich hier oben in Hamburg nicht. Und es werden ja auch immer wenig.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">LeCorbeau:</th>
<td>
			Hallo Ulli, ich wage es zu behaupten, dass Du der beste<br />
			Nachrichtenmoderator welltweit bist! Ich wohne in der Schweiz, wir<br />
			empfangen fast 300 TV-Sender über Satelit, ich muss es ja wissen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">BÃ¼cherwurm:</th>
<td>
			Gefällt Ihnen eigentlich die Bezeichnung &quot;Mr. Tagesschau&quot;? Für viele Millionen TV-Seher sind sie es ja&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Mister Tagesthemen bin ich, aber Sie haben nicht Unrecht: man benutzt<br />
			den Begriff Tagesschau heute ja allgemein als Bezeichnung für<br />
			Nachrichten. Ich habe nichts gegen den Begriff: Mister T.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">LeCorbeau:</th>
<td>
			Herr Wickert,würden Sie auch mal als Korrespondent in der Schweiz arbeiten, und wenn nein, warum nicht???
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Wegen der hohen Berge nicht. Da bekomme ich Klasustrophobie.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Um wieviel Uhr müssen Sie im Studio des NDR sein, wenn Sie die Tagesthemen moderieren?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Ich fange jeden morgen um zehn Uhr schon an mit der Lektüre von zehn<br />
			Tageszeitungen. Dann kommt die erste große Planungskonferenz &#8211; Sie<br />
			sehen, ich habe einen Halbtagsjob: zwölf von 24 Studen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">peno:</th>
<td>
			Ulrich: ist es dir schonmal passiert, dass du waehrend der Sendung Schluackauf bekommen hast?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Nein, erstaunlicherweise hört der Schluckauf vor der Sendung auf und fängt danach wieder an,
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">newsman:</th>
<td>
			Hallo Herr Wickert, sie hatten vor kurzem ein sehr lustigen<br />
			Versprecher: &quot;ausscheißen&quot; statt ausscheiden. Ist Ihnen ähnliches schon<br />
			Mal passiert.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Nein! Ich verspreche mich nie. Sie haben sich verhört. Sie Ferkel
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ben_:</th>
<td>
			Herr Wickert, was halten Sie eigentlich davon, dass bei der Tagesschau auf Teleprompter umgestellt werden soll?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Warum nicht. Das ist ein kleiner Schritt für die Menschheit.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">darkvoice:</th>
<td>
			wie sehen Sie die Zukunft der reinen Nachrichtensender, NTV, Bloomberg #oder CNN??
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Ich kann mir sogar vorstellen, dass eines Tages auch ARD-aktuell 24Stunden sendet
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Larsandl:</th>
<td>
			Die Vernetzung von Internet und Fernsehen wird die nächsten Jahre zu<br />
			vielen neuen Formaten führen. An welche TV-Internet-Formate glauben Sie?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Auf jeden Fall werden Informationen vernetzt. Unterhaltung wird schwieriger sein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mendok:</th>
<td>
			Können sie sich vorstellen auch ein Politisches Magazin zu Moderieren ( z.B. wie Sabine Christiansen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">CheGuevara:</th>
<td>
			Was halten Sie persönlich von den Qualitäten Sabine Christiansens als Moderatorin einer Politsendung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Solang es um Politik geht, kann ich mir vieles vorstellen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Welches war das interessanteste Gespräch bei phoenix?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Wahrscheinlich das mit Helmut Kohl. #Es dauerte drei Stunden, die wir<br />
			in zwei Etappen gesendet haben. Und spannend wird es auch Mit Gerhard<br />
			Schröder, den ich für den 1.1.2000 interviewen werde
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Sie sind jetzt im Internet aber auch sehr unterhaltsam, Herr Wickert!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Danke Ismene!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Binky:</th>
<td>
			nutzen sie das www privat ? wenn ja, wofür ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			ja, für den chat
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">BÃ¼cherwurm:</th>
<td>
			Sind Sie das erste Mal in einem Chat oder ist es schon Routine? Wie<br />
			gefällt Ihnen der direkte &amp; interaktive Kontakt zu Ihren Fans?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Das ist der erste in dieser Form. Ich f9inde es wunderbar.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">SantaClaudia:</th>
<td>
			Herr Wickert: Was würden sie im Fernsehen niemals machen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Vieles Nicht
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">newsman:</th>
<td>
			Wenn Sie Stefan Raab für den Raab der Woche nominieren würde, würden Sie dann in die Sendung tv total gehen??
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Dazu habe ich leider keine Zeit.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Teleprompter:</th>
<td>
			Was halten Sie von der Qualität von n-tv?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Sie stellen mir aber Fragen!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>
			Fiese natürlich.. 🙂
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Man soll Kollegen nie öffenbtlich kritisieren, das ist meine Meinung
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">SantaClaudia:</th>
<td>
			Was halten sie von Daily-Talkshows z.B. auf RTL oder SAT.1?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Das ist nicht my cup of tea
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">sepp-a-lot:</th>
<td>
			wie lang wollen sie noch die tagesthemen machen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Ich habe gerade gehört, dass die Intendanten der ARD meinen Vertrag bis 2003 verlängern wollen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Tim14:</th>
<td>
			Würden sie je zu einem Privatsender wechseln,wenn ein gutes Angebot vorläge?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Privatsender sind per se nicht von Übel. Es gibt da ja auch gute<br />
			Sendungen wie SPiegel TV. Aber bisher hat mich dort nie etwas gereizt
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Steiner:</th>
<td>
			Wenn man Ihre Antworten betrachtet erinnert das an einen eigefleischten Politiker
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ArnoS:</th>
<td>
			Ist es für Sie schwer dem Image als &quot;politisch neutral&quot; in der Funktion als Nachrichtensprecher gerecht zu werden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Manchmal ja, denn als MODERATOR (nicht sprecher) schreibe ich ja all<br />
			meine Texte selber. Und da auch ich nur aus Fleusch und Blut bestehe,<br />
			habe ich auf Gefühle und Politische Ansichten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">lexbarker:</th>
<td>
			Wann stehen Sie wieder für Werbung zur Verfügung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Nicht
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">simonH:</th>
<td>
			Was ist ihr Hauptmedium zur ihrer eigenen Meinungsbildung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Es gibt viele Meiden: Rundfunk, TV, Zeitungen, Bücher.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Stellina:</th>
<td>
			darf ich sie noch einmal fragen, was sie gerne lesen, wenn freie Zeit bleibt, nach Ihren 10 Tageszeitungen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Zur Zeit lese ich mehrere Romane paralle: Gheisa &#8211; finde ich spannend<br />
			und sehr gut geschrieben, und dann von Ernst Weiss: Der arme<br />
			Verschwender &#8211; ein ganz hervorragender Roman., geschrieben 1^942- jetzt<br />
			neu aufgelegt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">BÃ¼cherwurm:</th>
<td>
			Sie schrieben 1997 das Buch &quot;Deutschland auf Bewährung&quot;. Was meinen<br />
			Sie, warum es so komliziert ist, Deutscher zu sein? Haben Deutsche ein<br />
			generelles Problem mit Ihrer Identität?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Ja. Das haben sie schon seit Jahrhunderten (sieh mein Buch: Deutschland<br />
			auf Bewährung). Auch ich habe mein Problem mit der deutschen Identität<br />
			gehabt, besonders, als ich ein junger Mensch war und nicht mit der<br />
			deutschen Vergangneheit der Nazis udn der Judenvernichtung belastet<br />
			werden wollte. Wahrscheinlich habe ich das Buch geschrieben, um für<br />
			mich eine persönliche Antwort zu finden,
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Was würden die Franzosen zu der aktuellen Parteifinanzierungsdebatte<br />
			sagen, würden Sie anders reagieren als die Deutschen und ihre Medien?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Erstens: die Franzosen sind da sehr viel entspannter &#8211; das Volk. Aber<br />
			inzwischen sind dort die Richter auch hinter den Parteien und ihren<br />
			illegalen Konton her und sperren Politiker ein &#8211; oder verurteilen sie.<br />
			Dort ist es noch schlimmer als bei uns.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>
			Wieviele Bücher möchten Sie noch schreiben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">CheGuevara:</th>
<td>
			Was den Franzosen Ihr Wein, ist den Deutschen ihr Wickert: Hut ab
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>
			Ich habe noch eine ganze Reihe von Ideen. Also: ich kann mir<br />
			vorstellen, dass es eines Tages ein Leben ohne Fernsehn für mich gibt.<br />
			Aber kein Leben ohne Bücher &#8211; schreiebn und lesen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">lexbarker:</th>
<td>Was halten Sie vom Steve Forbes&#8217; Moral Compass im Rahmen des<br />
			US-Wahlkampf?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Habe ich noch nicht gelesen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">lexbarker:</th>
<td>finden Sie auf der forbes website
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ArnoS:</th>
<td>Welches war für Sie persönlich die bewegendste Meldung, welche Sie<br />
			vorgetragen haben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Vielleicht etwa persönlich sehr betroffen machendes: ich mußte den<br />
			Toid eines Freundes vermelden, dessen Nachruf ich auch noch als Bericvht<br />
			hergestellt hatte
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Dürfen wir den Namen erfahren?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Eugene Ionesco, der französisch rumänische Theater-Autro
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ArnoS:</th>
<td>Verbindet Sie noch etwas aus Ihrer Kindheit mit dem asiatischen<br />
			Raum?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Ja, wahrscheinlich ein besonderes Interesse für Japan und China. Ich<br />
			habe schon als junger Mensch in der Bibnliothek meines Vaters die<br />
			chinesischen Klassiker gefunden und gelesen (auf deutsch).
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">BlueHawaii:</th>
<td>Ich habe eine Grande Ecole besucht. Ich würde gerne wissen was Sie vom<br />
			französischen Bildungssystem im Vergleich zu unserem halten? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Unseres ist schelcht und hat seine guten Seiten. Das französiche ist<br />
			schlecht und hat seine Grandes Ecoles. Was ich von den Eliteschulen hatle,<br />
			habe ich in einem meiner Frankreichbücher schon geschrieben. Und in dem<br />
			jetzigen: Vom Glpück Franzose zu sein, weise ich auf die Absurditäten<br />
			dieser Ausbildung hin.l DViele, die aus der ENA kommen halten sich für<br />
			etwas besonderes
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ismene:</th>
<td>Welche Musik hören Sie privat am liebsten?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Zuerst Klassik, mein Favorit ist Beethoven. Aber auch Ennio Morricone<br />
			oder Country-Musik Ich liebe den Film Nashville. Und dann bin ich ein<br />
			großer Beastle fan.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">LarsHintze:</th>
<td>Wo feiern Sie Sylvester?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>In Hamburg ganz gemütlich mit meiner Freundin bei Freunden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Stellina:</th>
<td>was halten sie von dem Millenium -Fieber
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristophA:</th>
<td>Befürchten Sie schlimmere Konsequenzen aus dem Jahr 2000-Problem<br />
			(politisch/wirtschaftlich)?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Liebe Stellina, davon halte ich nichts. Aber offenbar haben viele<br />
			Menschen inzwischen auch schon gemerkt, dass da nichts besonderes<br />
			passiert. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Ich glaube nicht, dass es einen großen Zusammenbruch geben wird. Aber<br />
			ich habe gehört, dass in dieser Nacht alle Computerspezialisten von Banken<br />
			an Bord sein müssen. Na ghut.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">deppendorf:</th>
<td>was halten Sie von den derzeit so gehypten neuen deutschen Jungautoren<br />
			(Kracht, Stuckrad-Barre, Bessing etc.)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Stuckrad-Barre habe ich letztens mal kennengelernt, und wir haben uns<br />
			köstlich amüsiert6. Und ich bin der Meinung solche Leute muß es geben: wie<br />
			im Theater auch Christoph Schlingensief.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">TomH:</th>
<td>Ich werde langsam den ganzen Skandalen müde. Denken Sie auch oft:<br />
			&quot;Aha, der hat also auch Dreck am stecken!&quot;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Es sind ja eigentlich weniger Skandale, als man meint. Es gibt<br />
			tausende von Politikern in Deutschland, die sehr ehrenwehrt und auch<br />
			ehrenamtlich arbeiten. Leider überdecken die paar Skandale ihr<br />
			Wirken.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Carlo2:</th>
<td>In Italien broch nach der Parteispendenaffäre die Popularität der<br />
			führenden Volkspartei DC um 90% ein, und einige Leute mussten ins<br />
			Kittchen. Wenn Kohl sagt er übernehme Verantwortung, sollte er dann auch<br />
			mal ins Gefängnis?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Ins Kittchen muß nur, wer gegen die Strafgesetze verstoßen hat. Bei<br />
			dem Parteifinanzierungsgesetz gibt es keine Strafbestiummungen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">lexbarker:</th>
<td>Was steht denn da auf ihrem Sweatshirt?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Da steht Kiawah drauf, das ist eine kleine Halbinsel vor<br />
			South-Casrolina. Dort kann man sehr schön Uralub machen. Bei dem jetztigen<br />
			Wetter in Hamburg wäre das ein erstrebenswertes Ziel
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">lexbarker:</th>
<td>Haben Sie sich an der Konzeption der TT-Website beteiligt?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Nein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">lexbarker:</th>
<td>Kaufen Sie ihre Weihnachtsgeschänke im Internet?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Nein, aber die TT-Website ist hier entstanden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">simonH:</th>
<td>Chatten sie heute gegen Bezahlung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Nein. Ich kaufe Weihnachtsgeschenke nur dort, wo ich sie sehe und<br />
			anfassen kann. Da bin ich ganz altmodisch.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Nein, ich bekomme nichts &#8211; ausser dem Vergügen, das ich<br />
			habe.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">sepp-a-lot:</th>
<td>wuerden sie ard-korrespondent auf dem mond werden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">UlrichWickert:</th>
<td>Nein. da ist schon ein Mann.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MHE:</th>
<td>Herr Wickert, was denken Sie persönlich über die Spendenaffäre der CDU<br />
			?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Auch wenn Sie den Raum bereits verlassen haben, bedanken wir uns bei<br />
			Ihnen für dieses Gespräch, und bei allen Anwesenden Chattern für die<br />
			vielen guten Fragen! 🙂
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">golfo:</th>
<td>schade..war sehr gut!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">LeCorbeau:</th>
<td>Danke Herr Wickert&#8230;&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Dan:</th>
<td>Hallo Moderator!! Ich bin zu spät eingestiegen, und würde gerne die<br />
			ganze Stunde nachlesen. Möglich??? (Danke im Voraus)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">kanebo:</th>
<td>Schade, in der ARD wird doch ganz gerne überzogen&#8230;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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