<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>UMTS &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/umts/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 Oct 2002 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>UMTS &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Der Koalitionsvertrag und der lange Weg in die Informationsgesellschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-bundestagswahl2002-vertrag-shtml-3185/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-bundestagswahl2002-vertrag-shtml-3185/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[clegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[rot-grüne Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheitsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[digitaler Rundfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wahlkampf-bundestagswahl2002-vertrag-shtml-3185/</guid>

					<description><![CDATA[Während 1998 von Internet noch kaum die Rede war, finden sich im aktuellen Koalitionsvertrag verschiedene Initiativen und Projekte, die das digitale Deutschland auf dem Weg in die Informationsgesellschaft weiter vorantreiben sollen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während 1998 von Internet noch kaum die Rede war, finden sich im aktuellen Koalitionsvertrag verschiedene Initiativen und Projekte, die das digitale Deutschland auf dem Weg in die Informationsgesellschaft weiter vorantreiben sollen.<!--break-->
                    </p>
<p>Die Lektüre des<br />
                    <a href="http://www.spd.de/servlet/PB/show/1023294/Koalitionsvertrag.pdf">Koalitionsvertrages</a> offenbart, dass die rot-grüne Koalition das Internet für Verwaltung, Bildung, Arbeit und Bürgerbeteiligung ausgiebig zu nutzen gedenkt. Die Bundesregierung knüpft in ihren Koalitionspapieren an bereits begonnene Projekte an und formuliert Absichtserklärungen für einige neue Initiativen. Die Pläne der rot-grünen Koalition orientieren sich dabei an dem Leitgedanken, Deutschland weiter in die Informationsgesellschaft zu führen. Dies soll unter anderem mittels der Förderung von Zukunftstechnologien geschehen, da „[e]in dynamischer, zukunftsgerichteter Unternehmenssektor &#8230; Garant für neue Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum &#8230;“ sei.<br />
                    <br />Laut dem Koalitionsvertrag ist eine Spitzenposition Deutschlands in diesem Bereich unerlässlich, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.<br />
                    <br />Mit Hilfe des Programms „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“ möchte man den Prozess aktiv gestalten. Die Initiative soll hierbei gewährleisten, dass existierende „Chancen der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien“ gewinnbringend genutzt werden können. Man erhofft sich hiervon Impulse für Arbeitsmarkt und Wirtschaft.<br />
                    <br />Der Koalitionsvertrag bietet einige Ansätze, die das Fundament für eine solche Entwicklung weiter ausbauen könnten.<br />
                    <br />Ganz konkret ist die schnelle Einführung von UMTS und die Förderung des digitalen Rundfunks geplant.</p>
<p>
                    <strong>Digitale Grundversorgung</strong><br />
                    <br />Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk fällt weiterhin die Rolle des informationellen Grundversorgers zu. Bemerkenswert ist hierbei die Positionierung der Koalitionspartner für den Ausbau des öffentlich-rechtlichen Internetangebots, da die Bundesregierung hiermit das Prinzip der informationellen Grundversorgung auf digitale Dienste ausweiten würde. Eben dieser Punkt ist schon seit längerem<br />
                    <a href="/edemocracy/netzkultur/oeffrech.shtml">heiß umstritten</a>, da sich die Online-Expansion der Rundfunkanstalten nur schwer mit der verfassungsrechtlichen Definition des öffentlich-rechtlichen Informationsauftrags vereinbaren lässt. Hauptkritiker des öffentlich-rechtlichen Webangebots sind die Verbände des<br />
                    <a href="http://www.vprt.de/">privaten Rundfunks</a> und der<br />
                    <a href="http://www.bdzv.de/">Zeitungsverleger</a>. Während diese im Fall des staatlich geförderten Internetdienstes auf den Tatbestand der Wettbewerbsverzerrung pochen, beharrt beispielsweise ARD-Intendant<br />
                    <a href="/edemocracy/netzkultur/interview_pleitgen.shtml">Fritz Pleitgen</a> auf die Notwendigkeit eines nicht kommerziellen „Mittlers von verlässlichen Informationen“. Sofern das Vorhaben ausgeführt wird, sind weitere Konflikte vorprogrammiert.<br />
                    <br />Nichtsdestotrotz ist dieser Plan als Teilaspekt im Kampf gegen eine<br />
                    <a href="/studie/index.shtml#nonli">digitale Spaltung der Gesellschaft</a> zu verstehen. Das Problem ist von Seiten der Bundesregierung erkannt. Nicht umsonst betonen die Koalitionspartner die Bedeutung des „chancengleichen und diskriminierungsfreien Zugangs zu den neuen Medien“. In diesem Kontext wird jedoch auf die Vorreiterrolle der EU-Kommission hingewiesen, welche mittels Richtlinien den nationalen Rahmen vorgeben.</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>Verwaltungsmodernisierung</strong><br />
                    <br />Ein weitere Initiative, welche die Koalitionspartner fortsetzen wollen, ist das Programm „<br />
                    <a href="http://www.staat-modern.de/">Moderner Staat – Moderne Verwaltung</a>&#8220;. Ziel des laufenden Projekts ist die Modernisierung der Verwaltung und der Abbau von Überregulierung. Bereits im März 2001 hatte die Regierung einen 80 Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog vorgelegt und begonnen diesen zu verwirklichen. Die noch ausstehenden Schritte sollen nun in der kommenden Legislaturperiode umgesetzt werden. Auch in Sachen e-Government geht’s weiter. Im Rahmen der Verwaltungsmodernisierung hatte sich die Regierung mit dem Projekt „<br />
                    <a href="http://www.bmi.bund.de/liste/Schwerpunkte/Informationsgesellschaft/Politische_Ziele/ix3835_artikel.htm?categoryVariant=bmi_PZ&amp;Thema=63&amp;language=de">BundOnline 2005</a>“verpflichtet, 350 internetfähige Dienstleistungen ins Netz zu stellen.<br />
                    <br />Zusätzlich zu den internen Aufräumarbeiten und dem Ausbau des Onlineangebots, soll die Verwaltung für den Bürger transparenter werden. Die Koalitionspartner beabsichtigen erneut den Erlass des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). Mit Hilfe des Gesetzes könnten Bürger freien Zugang zu öffentlichen Daten und Akten erhalten. An internationalen Vorbildern mangelt es nicht. Sogar hier zu Lande existieren bereits IFGs in<br />
                    <a href="http://www.datenschutz-berlin.de/recht/bln/ifg/ifg.htm">Berlin</a>,<br />
                    <a href="http://www.brandenburg.de/land/lfdbbg/adressen/ifgdtld.htm">Brandenburg</a>,<br />
                    <a href="http://www.nordrhein-westfalen.datenschutz.de/fachbereich/fach_3_komplett.html">Nordrhein-Westfalen</a> und<br />
                    <a href="http://www.datenschutzzentrum.de/material/recht/infofrei/infofrei.htm">Schleswig-Holstein</a>. Trotz Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag von 1998 gelang es der Regierung nicht, das Gesetz auf den Weg zu bringen.<br />
                    <br />Bekannt als Prestigeobjekt von Bündnis90/Die Grünen<br />
                    <a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/ifg.shtml">scheiterte</a> das IFG nach zahlreichen Überarbeitungen am Widerstand der sozialdemokratisch geführten Bundesministerien für Inneres, Finanzen und Wirtschaft. Nun steht das IFG erneut auf der Agenda der Koalition.</p>
<p>
                    <strong>Onlinewahlen</strong><br />
                    <br />Rot-Grün plädiert für eine stärkere direkt-demokratische Teilhabe der Bürger. Aus diesem Grund möchte man, wie schon 1998 zu lesen war, Volksbegehren und Volksentscheide auf Bundesebene einführen. Doch diesmal wird auch das Internet berücksichtigt. Passend zu dem Versuch, Deutschland in eine e-Demokratie zu verwandeln, wird der alte partizipatorische Traum von Online-Wahlen angedacht.<br />
                    <a href="/edemocracy/evoting/creativ.shtml">e-Voting</a> soll jedoch erst ein mal unterhalb der Bundesebene „ausprobiert“ werden.</p>
<p>
                    <strong>Datenschutz</strong><br />
                    <br />Die Reform der Medien- und Kommunikationsordnung wird genauso wie die Neugestaltung des Datenschutzrechts fortgesetzt.<br />
                    <br />Im Bereich des Datenschutzes will man sich stärker auf selbstregulative Modelle verlassen. Die Umsetzung der zweiten umfassenden Datenschutznovelle stützt sich offenbar auf ein<br />
                    <a href="http://www.heise.de/bin/tp/issue/download.cgi?artikelnr=11108&amp;rub_ordner=inhalt">Expertengutachten</a>, wie aus Fraktionskreisen zu verlauten war. Stärker als bisher sollen die Daten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Form eines eigenen Gesetz geschützt werden.<br />
                    <br />Die Bundesregierung will zum Thema Datenschutz noch überprüfen, ob und inwiefern eine institutionalisierte Koordinationsplattform geschaffen werden kann.</p>
<p>
                    <strong>Bildung</strong><br />
                    <br />Neben dem flächendeckenden Internetangebot in Schulen, welches im Zuge der Initiative „Jugend ans Netz“ aufgebaut wurde, sind nun auch Netzzugänge für alle Einrichtungen der Jugendhilfe geplant. Da die digitale Grundversorgung prinzipiell gegeben ist, will die Regierung zukünftig die Internetnutzung von Jugendlichen mit dem Ziel steuern, sie aktiv an informationelle Bildungsangebote heran zu führen. Als zentrale Anlaufstelle soll hiefür eine digitale Bildungsplattform entstehen.</p>
<p>
                    <strong>Jugendmedienschutz</strong><br />
                    <br />Obwohl seit dem 27. September der<br />
                    <a href="/econsumer/verbraucherschutz/jugendschutz.shtml">Jugendmedienschutz-Staatsvertrag</a> (JMDStV) vorliegt, wird das Thema Jugendschutz auch im Koalitionsvertrag erwähnt. Um Jugendliche und Kinder vor der Darstellung von Gewalt in allen Offline- und Onlinemedien zu bewahren, liegt das Hauptaugenmerk auf der Förderung von Medienkompetenz. Auf diesem Weg will man den verantwortungsvollen Umgang mit den Medien anerziehen. Als rechtlicher Schutz ist die Einrichtung eines Systems der „regulierten Selbstreguliertung“ geplant. Hierbei steht die Kodifizierung einheitlicher Bewertungskriterien für die freiwillige Selbstkontrolle von medialen Anbietern im Vordergrund. Letztlich verweist der Vertrag jedoch auf die internationale Komponente des Problems, welche eine nationale Gesetzgebung ohne die Durchsetzung von weltweiten Mindeststandards für Jugend- und Medienschutz nahezu wirkungslos macht.</p>
<p>
                    <strong>Ausbildung und IT-Branche</strong><br />
                    <br />Im Bereich Weiter- und Ausbildung von Jugendlichen streben die Koalitionspartner ein Modell ähnlich dem der IT-Branche an. Hierbei stehen e-Learning-Methoden im Vordergrund.<br />
                    <br />Für die IT-Branche selbst erklären die Koalitionspartner die Absicht, das Defizit an weiblichen Fachkräften abzubauen. Bis 2005 soll der Anteil von Frauen in diesen Studien- und Ausbildungsgängen auf 40 Prozent anwachsen. Ohne diesen Schritt, wäre das „Projekt Informationsgesellschaft“ in seiner gesamtgesellschaftlichen Tragweite wohl auch nicht zu bewältigen.</p>
<p>
                    <strong>e-Business</strong><br />
                    <br />Im Bereich e-Business ist vor allem die Anpassung des Urheberrechts auf die Praktiken einer „digitalen Welt“ zu vermelden. Der Ausgleich zwischen Urhebern und Nutzern soll gewährleistet und der Schutz vor Raubkopien erweitert werden.<br />
                    <br />Zusätzlich erhalten Verwertungsgesellschaften die Möglichkeit, Teile ihrer Einnahmen wieder für die Förderung von Kunst und Kultur einzusetzen.<br />
                    <br />Ergänzend wird in diesem Rahmen auf die Unterstützung von Open-Source-Produkten hingewiesen. Parlament und Verwaltung sind hierbei federführend.<br />
                    <br />Am 14. März 2002 entschloss sich der Ältestenrat des Deutschen Bundestages für die<br />
                    <a href="/netzpolitik/linux/bundestux.shtml">Einführung des Betriebssystems Linux</a>.</p>
<p>Wie bereits erwähnt, wendet sich der Koalitionsvertrag den Themen Internet und Informationsgesellschaft wesentlich stärker zu als noch 1998. Trotzdem sucht man vergebens nach näheren Informationen zur Förderung der Informationsgesellschaft in Ostdeutschland, der Einführung der elektronischen Signatur oder der Verwendung des Internets im Gesundheitswesen. Das kontrovers diskutierte Thema „<br />
                    <a href="/econsumer/datenschutz/retent.shtml">Daten-Vorratsspeicherung</a>“ findet ebenfalls keine Beachtung. Als Schlupfloch könnte das angekündigte Programm „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“ dienen. Hier ließe sich Nichtgenanntes nachträglich miteinfließen lassen.<br />
                    <br />Der Koalitionsvertrag berücksichtigt stärker als zuvor die Verwendung des Internets. Dennoch wäre ein zusammenfassendes „Kapitel Informationsgesellschaft“, das alle diesbezüglichen Pläne vorstellt, ein deutlicheres Zeichen für die Relevanz des neuen Mediums.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 24.10.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-bundestagswahl2002-vertrag-shtml-3185/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>CeBIT 2002: Gradmesser oder Trendschau?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-cebit2002-shtml-2445/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-cebit2002-shtml-2445/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[sschellhaass]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Informationstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[PDA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS]]></category>
		<category><![CDATA[Bluetooth]]></category>
		<category><![CDATA[CeBIT]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/econsumer-verbraucherschutz-cebit2002-shtml-2445/</guid>

					<description><![CDATA[Die 
                      CeBIT präsentiert sich dieses Jahr zum ersten Mal in seiner 16-jährigen Geschichte als selbstständige Messe mit rund 130 Ausstellern weniger als im Vorjahr. Die ursprünglich anberaumte Zahl von 8152 Ständen musste vom CeBIT-Chef Ernst Raue herunterkorrigiert werden auf 7962. Auch bei den Besucherzahlen wird ein leichter Rückgang erwartet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die<br />
                      <a href="http://www.cebit.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CeBIT</a> präsentiert sich dieses Jahr zum ersten Mal in seiner 16-jährigen Geschichte als selbstständige Messe mit rund 130 Ausstellern weniger als im Vorjahr. Die ursprünglich anberaumte Zahl von 8152 Ständen musste vom CeBIT-Chef Ernst Raue herunterkorrigiert werden auf 7962. Auch bei den Besucherzahlen wird ein leichter Rückgang erwartet.<!--break-->
                    </p>
<p>Experten prognostizieren aufgrund der anhaltenden Konjunkturflaute eine eher schlechte Stimmung auf der CeBIT. Die Anspannung der Branche werde sich auf die Messe auswirken. Auch bei den technischen Innovationen sollen keine großen Überraschungen auftauchen. Zudem soll das Angebot auf dem traditionellen JobMarket der CeBIT dieses Jahr stark begrenzt sein. Die CeBIT macht daher den Anschein, an Qualität verloren zu haben und nur noch als Kontaktforum und Trendschau zu fungieren.</p>
<p>Was steckt dahinter? Sind die Vermutungen berechtigt oder ist die CeBIT noch immer der wichtigste Indikator für die internationale IT-Industrie?<br />
                    <br />Einige Branchengrößen scheinen das Interesse an der CeBIT bereits verloren zu haben. So werden dieses Jahr die Stände der Softwareunternehmen<br />
                    <a href="http://www.cai.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Computer Associates</a>,<br />
                    <a href="http://www.siebel.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Siebel Systems</a> und<br />
                    <a href="http://www.oracle.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oracle</a> fehlen, und auch der Internetkonzern<br />
                    <a href="http://www.aol.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AOL Deutschland</a> hat eine Absage erteilt. AOL-Sprecher Jens Nordlohne erklärte, das Unternehmen wolle seine Produkte und Dienstleistungen in diesem Jahr &#8220;zielgruppenorientierter anbieten und dabei keine Messen, sondern andere Formen des Marketings wählen&#8221;. Auch bei den anderen Unternehmen scheint ein Wandel in der internen Messe-Strategie erfolgt zu sein, sodass kein Platz mehr für einen teuren CeBIT-Stand bleibt. &#8220;So eine Massenveranstaltung entspricht einfach nicht mehr dem Trend&#8221;, meint Oracle-Sprecherin<br />
                    <a href="http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200104,203327,507817/SH/0/depot/0/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chari Lazaridis</a> im Gespräch mit dem Handelsblatt.<br />
                    <br />Grund zur Beunruhigung besteht durch die Entscheidungen dieser Unternehmen jedoch nicht. Die Zu- und Absagen für die CeBIT 2002 halten sich nach Angaben der<br />
                    <a href="http://www.messe.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Messe AG</a>, dem Ausrichter der Messe, ungefähr die Waage.<br />
                    <br />Fest steht zudem, dass von der CeBIT entscheidende Signale für den Verlauf des zweiten Halbjahres in der IT-Branche ausgehen werden. Nach Expertenmeinung ist die CeBIT noch immer wirkungsvoll für die Branche. Durch einen positiven Verlauf könnte die gesamte Wirtschaft Auftrieb erlangen.<br />
                    <br />Diesen Auftrieb versprechen sich vor allem die führenden Anbieter der Telekommunikationsbranche von der CeBIT 2002. War zum Ende des letzten Jahres schon ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen, so soll dieser nun durch die CeBIT verfestigt werden. Dementsprechend viele<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/globis/007/2002/jsp/kurzlisten_asp_d.jsp?suchausstellungsschwerpunkt=2212&amp;sortierung=firma&amp;veran_nr=007&amp;veran_jj=2002&amp;sprache=D&amp;kontakt=71167089&amp;be_host=c0a80e34" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anbieter</a> aus der Telekommunikations- und Mobilfunkbranche sind auf der diesjährigen Messe vertreten.</p>
<p>Die Trends der Messe 2002 liegen daher auch im Bereich Hardware und<br />
                    <a href="/archiv/econsumer/umts.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UMTS</a>. Wahrscheinlich werden die ersten funktionsfähigen UMTS-Handys zu sehen sein, da<br />
                    <a href="http://www.vodafone.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vodafone</a> und<br />
                    <a href="http://www.mobilcom.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mobilcom</a> schon für den kommenden Herbst den Start des Mobilfunks der dritten Generation angekündigt haben.<br />
                    <br />Zum Thema &#8220;drahtlose Vernetzung&#8221; wird neben dem Funkstandard<br />
                    <a href="http://www.bluetooth.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bluetooth</a> (der schon im vergangenen Jahr auf der CeBIT vorgestellt wurde, jedoch damals noch fehlerhaft war) die Funkverbindung mit dem WiFi-Standard (<br />
                    <a href="http://www.wifi.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wireless Fidelity</a>) eine Attraktion der Messe sein. Diese soll eine drahtlose Vernetzung in Gebäuden über Distanzen von 30 bis 50 Metern ermöglichen.<br />
                    <br />Außerdem steht die Verschmelzung von Handy und PDA, dem<br />
                    <a href="http://www.usus.org/timo/ddp/service/pda.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Personal Digital Assistent</a>, bevor. Da im vergangenen Jahr der PDA-Verkauf nur schleppend voran ging, erhoffen sich die Hersteller einen besseren Absatz mit Geräten, die PDA und Handy in einem sind.</p>
<p>Dass keine bahnbrechenden Neuheiten erwartet werden, macht die Messe aber nicht uninteressanter. Schließlich haben sich viele Trends und Neuheiten, die auf früheren CeBIT-Messen vorgestellt wurden, im Nachhinein als Flops erwiesen, da sie nicht kundentauglich waren. Wenn dieses Jahr UMTS erneut der Trend des Jahres sein soll, so lassen die zu erwartenden Neuheiten in diesem Bereich auf Alltagsgebräuchlichkeit hoffen. Dies könnte auch darauf hinweisen, dass sich die diesjährige CeBIT kundengerechter geben wird.</p>
<p>An Besucherfreundlichkeit wird es dieses Jahr nach Angaben der Deutschen Messe AG jedenfalls nicht fehlen. Die CeBIT präsentiert sich mit neuer Struktur übersichtlicher und konzentrierter. So ist die Geländeaufteilung optimiert, und thematisch in eine Nord-, Ost-, und Südwestausrichtung eingeteilt worden. Im Norden finden sich Aussteller aus dem Bereich Informationstechnik, im Osten sind die Softwareanbieter untergebracht und im Südwesten preisen die Telekommunikationsanbieter ihre Produkte an.<br />
                    <br />Zur besseren Orientierung wird das Navigations- und Informationssystem<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/26201" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mobil Fair Guide</a> zum Download auf PDA oder Organizer angeboten. Dieser enthält eine Gesamtliste aller Aussteller in Kurzform, Informationen zum Kongress- und Eventprogramm, Gelände- und Hallenübersichten, sowie allgemeine Informationen rund um die CeBIT. Zum Download befinden sich sogenannte Datentankstellen in verschiedenen Messehallen. Er kann auch über die<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/22057" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CeBIT-Homepage</a> vorgenommen werden. Dazu ist eine Registrierung erforderlich.</p>
<p>Rollstuhlfahrern soll der Messebesuch ohne Begleitung ermöglicht werden. So verfügen viele Hallen über behindertengerechte Eingänge. Ein<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/cms_bin/4844215_4572476_3236332_20_445136_behind.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Übersichtsplan</a>, auf dem die Eingänge und Aufzüge, sowie leicht zugängliche Telefonapparate und Behindertentoiletten eingezeichnet sind, kann auf der CeBIT-Homepage als pdf-Datei heruntergeladen werden.</p>
<p>Der<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/prog_9.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">JobMarket</a> wird dieses Jahr mit weniger Ausstellern stattfinden. 2001 suchten noch 113 Firmen im Rahmen der CeBIT Mitarbeiter, 2002 finden sich nur noch 92 auf der<br />
                    <a href="http://www.cebit.de/globis/007/2002/jsp/kurzlisten_halle_d.jsp?suchhalle=010&amp;sortierung=firma&amp;veran_nr=007&amp;veran_jj=2002&amp;sprache=D&amp;kontakt=71167089&amp;be_host=c0a80e34" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ausstellerliste</a>. Während das internationale Beratungs- und Prüfungsunternehmen<br />
                    <a href="http://www.andersen.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arthur Andersen</a> noch im letzten Jahr neben einem Beratungsstand einen zweiten Stand im JobMarket stellte, wird dieses Unternehmen in diesem Jahr überhaupt nicht vertreten sein.<br />
                    <br />Angesichts der kränkelnden Konjunktur wurden bereits Stimmen laut, den traditionellen JobMarket in diesem Jahr von der Messe zu streichen. CeBIT-Chef Ernst Raue hält dies allerdings für das falsche Signal. Im<br />
                    <a href="http://www.stern.de/computer-netze/spezial/cebit/artikel_47407.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> mit stern.de äußert er die Befürchtung, ohne den JobMarket könnten nach Überwindung der Konjunkturschwäche zur Verfügung stehende Stellen nicht besetzt werden. Seiner Meinung nach würden auch in naher Zukunft Jobangebote im IT-Bereich vorhanden sein, allerdings nur für hochqualifizierte IT-Spezialisten. Für die &#8220;größte Stellenbörse der IT-Branche&#8221;, wie der JobMarket von den Initiatoren der Messe genannt wird, doch eher ein Armutszeugnis.</p>
<p>Bleibt abzuwarten, was die einzelnen Stände der Unternehmen inhaltlich anzubieten haben. Laut BW-Bank-Analyst Helmut Bartsch im Gespräch mit dem<br />
                    <a href="http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200104,203327,508274/SH/0/depot/0/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Handelsblatt</a> leidet die Qualität der CeBIT unter dem Trend zur Masse. Durch die Ausweitung des Messegeländes und dem Anbieter- und Besucherzuwachs Anfang der 90er Jahre, fänden qualifizierte, tiefgründige Produktpräsentationen und Beratungen mittlerweile kaum noch statt. Vielmehr konzentriere man sich derzeit auf die Kontaktmöglichkeiten, die sich auf der CeBIT auftun. Kundenakquisition und Kontaktpflege scheinen nun an ersten Stelle zu stehen.<br />
                    <br />Auch eine<br />
                    <a href="http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/builduser/cn/bp_user/strucid/page_202829/pageid/page_202769/bmc/cn_hnavi/bmc/cn_umfrage_erg!DOCUMENT_202792!0ss/SH/0/depot/0/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umfrage</a> der Online-Redaktion des Handelsblattes ergibt, dass die CeBIT an Stellenwert eingebüßt hat. Nur knapp 36 Prozent der Umfragenteilnehmer sind der Meinung, dass die CeBIT ein unabdingbarer Branchentreff ist. 22 Prozent halten die CeBIT für nicht mehr so wichtig und weitere 20 Prozent sehen die Messe als unnötige, interne Branchenparty. Sechs Prozent halten Messen im Zeitalter des Internets für schlichtweg sinnlos.</p>
<p>Zusammenfassend läßt sich sagen, dass die CeBIT 2002 unter der schwachen Konjunktur zu leiden hat. Auf dem JobMarket wird in diesem Jahr wohl mehr informiert als angeboten werden. Die rückläufigen Ausstellerzahlen und das Fehlen bahnbrechender Innovationen entziehen der Messe ein Stück Einzigartigkeit, auf die sich die Veranstalter so gerne berufen. Die CeBIT läuft daher Gefahr, eine Messe unter vielen zu werden.<br />
                    <br />Zu hoffen bleibt, dass eine Vielzahl der in diesem Jahr vorgestellten Produkte auch tatsächlich auf dem Markt erhältlich sein werden.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-verbraucherschutz-cebit2002-shtml-2445/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>UMTS: Der Lizenzerwerb war erst der Anfang</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/umts_der_lizenzerwerb_war_erst_der_anfang-919/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/umts_der_lizenzerwerb_war_erst_der_anfang-919/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[nrieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Auktion]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS-Lizenz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/umts_der_lizenzerwerb_war_erst_der_anfang-919/</guid>

					<description><![CDATA[<b>Mit einem europäischen Rekordstand von knapp 100 Milliarden DM
endete am Donnerstag die Versteigerung der UMTS Lizenzen.Von den ursprünglich sieben Bietern konnten alle
sechs verbliebenen Unternehmen je eine kleine UMTS-Lizenz mit zwei Frequenzpaketen ersteigern.</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Mit einem europäischen Rekordstand von knapp 100 Milliarden DM<br />
endete am Donnerstag die Versteigerung der UMTS Lizenzen.Von den ursprünglich sieben Bietern konnten alle<br />
sechs verbliebenen Unternehmen je eine kleine UMTS-Lizenz mit zwei Frequenzpaketen ersteigern.</b><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wieviel kostet so eine Lizenz eigentlich?</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <b>Deutsche Telekom</b> mit ihrer Mobilfunktochter T-Mobil (D1) muss für die zwei Frequenzpakete 16,58<br />
Milliarden Mark zahlen.<br />
16,52 Milliarden Mark muss <b>VIAG Interkom</b> für seine Lizenz aufbringen.<br />
Auch <b>Mannesmann Mobilfunk</b> (D2) konnte eine UMTS-Lizenz ersteigern: zum Preis 16,47 Milliarden Mark.<br />
Die Gruppe um <b>E-Plus/ Hutchinson</b> zahlt 16,42 Milliarden Mark für ihre Lizenz.<br />
Das Konsortium <b>3 G</b> ersteigerte seine Lizenz für 16,45 Milliarden Mark. Es kann im  Gegensatz zu den andern<br />
Bietern aber noch auf keinen einen eigenen  Kundenstamm aufbauen.<br />
<b>Mobilcom</b>, die mit France Télécom einen finanzstarken Partner hat, kostet die Lizenz 16,37 Milliarden Mark.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Was sich alle fragen: Woher kommt so viel Geld?</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben den Lizenzkosten müssen die Telekommunikationsunternehmen weitere zehn bis zwölf Milliarden Mark für<br />
den Aufbau der Netze aufbringen. Keine der Bieterfirmen verfügt über ein Volumen an eigenen liquiden Mitteln,<br />
die in Höhe des Kaufpreises eines mittleren Unternehmens liegen. Bankkredite allein reichen zur Finanzierung<br />
der teuren Lizenzen nicht aus. Philipp Schindera, Pressesprecher von T-Mobil, erläuterte, dass die Telekom<br />
die Summe über kurzfristige Kredite, eigene Rücklagen und Anleihen finanzieren werde.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die anderen Unternehmen werden sich das Geld von den Finanzmärkten beschaffen. Das bedeutet die Ausgabe<br />
neuer <a href="http://www.boersenlexikon.de/aktie.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Aktien</a> und<br />
<a href="http://www.boersenlexikon.de/anleihe.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Anleihen </a>.<br />
Allerdings drückt ein Überangebot an Anleihen die Kurse am Markt. Die Unternehmen müssten dann, um f&amp;ür<br />
Anleger dennoch attraktiv zu sein, ihre Papiere mit hohen Zinsen ausstatten, was ihre Finanzierung zusätzlich<br />
verteuern würde. Hinzu kommt eine herabgestufte Bewertung der<br />
<a href="http://informer2.comdirect.de/de/finanztools/lexikon/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bonität</a> der Firmen,<br />
welche ebenfalls höhere Zinsen für Kredite und Anleihen zur Folge hätte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die erste Hürde, die von den Telekommunikationsfirmen genommen werden muss, ist der Aufbau der<br />
Netzinfrastruktur. Zunächst gilt es einen Vertrag mit einem Lieferanten für den Aufbau der Netze<br />
auszuhandeln. Da europaweit fast gleichzeitig 60 UMTS-Mobilfunknetze aufgebaut werden, könnte es zu<br />
Kapazitätsengpässen der Zulieferer kommen. Wer also zuerst kommt, der baut zuerst.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bis Ende 2003 müssen dann 25 Prozent der Bevölkerung mit UMTS versorgt sein: das  verlangen die Auflagen,<br />
die mit dem Lizenzerwerb verbunden sind. Jedoch wird das Netz zunächst nur in den Ballungszentren zum<br />
Einsatz kommen und erst nach und nach, wie es schon bei GMS der Fall war, in weniger dicht besiedelte<br />
Gebiete vorstoßen. Schon allein deshalb, wird UMTS den &quot;alten&quot; Standard GMS nicht von heute auf morgen<br />
verdrängen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mobilfunknutzer können sich über den Ausgang der Versteigerung freuen, denn mit den sechs<br />
UMTS-Netzbetreibern wird es in Deutschland einen scharfen Wettbewerb geben. Der Verbraucher kann also neben<br />
einem vielfältigen Angebot der konkurrierenden Unternehmen, auch mit fairen Preisen aufgrund des harten<br />
Konkurrenzkampfes rechnen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit dem Übergang von der LP zur CD vergleicht Schindera die neue UMTS-Technologie. Sie werde ein neues<br />
Zeitalter des Mobilfunkes eingeleiten. Vielfältige Möglichkeiten werden sich dem Nutzer bieten: drahtlose<br />
Netzwerk-Anbindung in Gebäuden und innerhalb einer Stadt, etwa um mit Notebooks und Organizern ständig<br />
&quot; online&quot;  zu sein. E-Commerce: das Einkaufen und bargeldlose Bezahlen von Waren und Dienstleitungen per Handy<br />
oder Palm, Datendienste für den mobilen Einsatz: Navigations- und Informationsdienste fürs Auto. Eben der<br />
Markt der Zukunft, schwärmt Schindera.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/umts_der_lizenzerwerb_war_erst_der_anfang-919/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mobilfunklizenzen unter dem Hammer</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mobilfunklizenzen_unter_dem_hammer-921/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/mobilfunklizenzen_unter_dem_hammer-921/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[nrieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Auktion]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS]]></category>
		<category><![CDATA[UMTS-Lizenz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/mobilfunklizenzen_unter_dem_hammer-921/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Startschuss für die Versteigerung der begehrten Lizenzen des
drahtlosen Kommunikationssystems UMTS fiel am Montag, 31. Juli 2000 in Mainz. 10 Stunden täglich bieten
7 Unternehmen in der ehemaligen US-Kaserne, für das &#34;Universial Mobile Telecommunications System&#34; <a href="http://www.umts-forum.org/">UMTS</a>.
Bis der Hammer fällt, können unter Umständen Wochen vergehen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Startschuss für die Versteigerung der begehrten Lizenzen des<br />
drahtlosen Kommunikationssystems UMTS fiel am Montag, 31. Juli 2000 in Mainz. 10 Stunden täglich bieten<br />
7 Unternehmen in der ehemaligen US-Kaserne, für das &quot;Universial Mobile Telecommunications System&quot; <a href="http://www.umts-forum.org/">UMTS</a>.<br />
Bis der Hammer fällt, können unter Umständen Wochen vergehen.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit im Boot sitzen die Betreiber der bestehenden vier digitalen GSM-Mobilfunknetze: Die Mobilfunktochter<br />
der Deutschen Telekom &#8211; T-Mobil, Mannesmann/Vodafone, E-Plus/KPN und Viag Interkom. Darüber hinaus<br />
pokern die zwei netzunabhängigen Dienstleister MobilCom und Debitel mit, sowie die Neueinsteiger ohne<br />
deutsche Partner: die spanische Telefonica und die finnische Sonera &#8211; die ihre Kräfte im sogenannten Group 3<br />
Konsortium gebündelt haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In  Deutschland hat man sich ebenso wie in Finnland und England für das Verfahren der <a href="http://www.worldstocks.de/htm/versteigerung.htm">Versteigerung</a> entschieden.<br />
Im alternativen Schönheitswettbewerb, dem sogenannten &quot;Beauty Contest&quot;, setzt die zuständige<br />
Regulierungsbehörde einen Preis fest und bewertet die eingereichten Bewerbungen der Unternehmen nach<br />
Kriterien wie Netzdichte, Glaubwürdigkeit des Geschäftsplans, Investitionsvolumen und Beschäftigungseffekten.<br />
Den Zuschlag erhält dann eben das größte und finanzkräftigste Unternehmen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es stellt sich die Frage, ob nicht auch bei der Versteigerung gerade die größten und finanzstärksten Unternehmen<br />
bevorteilt werden. Das Verfahren<br />
wurde gewählt, da es als das Transparentere angesehen wird und grundsätzlich jedem Unternehmen die<br />
Möglichkeit bietet, daran teilzunehmen, erläuterte der Pressesprecher der <a href="http://www.regtp.de/">Bundesregulierungsbehörde für<br />
Telekommunikation und Post (Reg TP)</a>, Rudolf Boll. Mit diesem Verfahren sind ebenso Verhandlungen nach dem<br />
Ende der Auktion möglich. So ist durch die Regulierungsbehörde sichergestellt, dass kleinere Unternehmen die<br />
keine Lizenz erhalten haben, die Netze als Service-Provider nutzen dürfen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Alle Firmen haben sich lange auf diese milliardenschwere Auktion vorbereitet, in der es darum geht,  ein Stück<br />
Zukunft zu ersteigern &#8211; den Zugang zur dritten Generation des Mobilfunks. Die erste Generation der<br />
Mobilfunknetze begann mit den analogen  A, B und C-Netzen. Die zweite Generation bilden die digitalen,<br />
derzeit vier Mobilfunknetze D1, D2, Viag Intercom und E-Plus, die über den <a href="http://www.mediendaten.de/gesamt/technikglossar">GSM</a>-Standard verfügen. Mit der<br />
Weiterentwicklung entstehen Systeme der dritten Mobilfunkgeneration, deren technischer Standard als<br />
&quot;IMT-2000&quot; (International Mobile Telecommunications Standard 2000) bezeichnet wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die neuen Technologie ermöglicht eine Datenübertragung von bis zu zwei Megabit pro Sekunde. Sie ist damit bis<br />
zu 30 Mal so schnell wie ISDN (64 kBit pro Sekunde) und bis zu 200 Mal schneller als heutige Handys (9,6 kBit<br />
pro Sekunde). Das Stichwort lautet wieder einmal Multimedia: Durch die größere Bandbreite und die schnelleren<br />
Übertragungsraten wird das Handy zu einer multimedialen Plattform, mit der Möglichkeit der Übertragung<br />
komplexer Datenpakete, Bilder und Filme. Eine Live-Videokonferenz wird, ebenso wie Mobiles Surfen im Internet,<br />
technisch realisierbar sein.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die neue Standardfamilie IMT 2000 ermöglicht es auch, weltweit mit ein und demselben Handy zu telefonieren.<br />
Universal System lautet das Zauberwort &#8211; ein weltumspannendes Netz , ohne Grenzen. Die Probleme, die bei<br />
GSM durch die drei konkurrierenden Systeme für Amerika, Japan und Europa entstanden, wird das UMTS Netz<br />
umgehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn die Einführung von UMTS erfordert den Aufbau einer neuen<br />
Funkinfrastruktur. Die Aufwendungen für dieses Projekt wird die Unternehmen weitere Milliarden kosten. Allerdings<br />
werden die zukünftigen Lizenzinhaber ein berechtigtes Interesse daran haben, die Netze  so schnell wie möglich<br />
aufzubauen, um den Rückfluss des bei der Versteigerung investierten Geldes zu ermöglichen. Annahmen, die<br />
hohen Kosten der Unternehmen würden auf die Mobiltelefonierer abgewälzt, konnte Stehpan Althoff, Sprecher von<br />
T-Mobil, nicht bestätigen. UMTS ergebe nur einen Sinn, wenn es schnell zu einem Massenmarkt mit vielen<br />
Kunden werde und die könne man eben nur mit niedrigen Kosten gewinnen. Der Wettbewerb der Firmen<br />
untereinander werde sein übriges tun, um die Preise zu drücken.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">2002 soll das erste Netz stehen, vorerst jedoch nur in den Ballungszentren. Um eine flächendeckende<br />
Versorgung zu gewährleisten, sind mit dem Erwerb der Lizenzen Auflagen verbunden. Bis Ende 2003 müssen<br />
25% und bis Ende 2005 die Hälfte der Bevölkerung mit dem neuen Netz abgedeckt werden.<br />
Der neue Standard wird GSM nicht übergangslos ablösen. Zu Beginn werden die Netze parallel laufen, wie es<br />
auch schon bei dem alten analogen C-Netz und den neuen digitalen Netzen der Fall war.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das alte C-Netz wird<br />
Ende 2000 nach 10 Jahren parallelen Betrieb abgeschaltet. Die Lizenzen für D1 beispielsweise laufen noch bis<br />
2009, doch wird der Fortbestand der digitalen Netze der zweiten Generation nicht nur von den Betreibern, sondern<br />
auch entscheidend vom Verhalten der Nutzer abhängig sein. Die derzeitigen Handys lassen sich im neuen Netz<br />
nicht mehr verwenden. Auf Grund der ständigen Verbesserung der Handytechnologie, sei es üblich, Handys<br />
regelmäßig auszuwechseln, so Althoff.  Diese Entwicklung sichert natürlich den<br />
E-Plus,  Viag Intercom oder auch D1 Shops wieder eine neue Verkaufsrunde, zumal die Akkus der meisten<br />
Handtelefone nach drei Jahren sowieso nicht mehr zu gebrauchen sind und man sich nach einem neuen Handy<br />
umschauen muss.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum Ausgang der Versteigerung gibt es zahlreiche Aussagen. Darüber, wer letztendlich das Rennen macht und<br />
ob die Preise die Ergebnisse der anderen Länder übersteigen werden, können nur Spekulationen angestellt werden.<br />
In England war man von einer dreistelligen Milliardensumme ausgegangen, eine Erwartung, die sich nicht bestätigte.<br />
Bereits bei knapp 71,2 Milliarden DM (22,5 Milliarden Pfund Sterling) fiel der Hammer. Experten rechnen in<br />
Deutschland mit einem zweistelligen Milliardenbetrag, obwohl sich alle Beteiligten bisher nur sehr vorsichtig<br />
vorantasten. Es ist also mit mindestens zwei bis drei Wochen Verhandlungszeit zu rechnen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Sicher ist, dass<br />
die Regulierungsbehörde, eine Bundesbehörde des <a href="http://www.bundeswirtschaftsministerium.de/">Bundeswirtschaftsministeriums</a>, nach Beendigung der<br />
Verhandlungen den Erlös an den Bundesfinanzminister Eichel weiterleiten wird. Über die Verwendung des Geldes<br />
gibt es keine konkreten Pläne, bestätigte die Pressesprecherin Ulrike Schreckenberger. Der Erlös werde zur<br />
Schuldentilgung des Bundes verwendet. Man rechne jedoch im Bundesfinanzministerium nicht mit einer<br />
bestimmten Summe. Euphorische Prognosen jedoch hoffen, mit Erlösen von bis zu 120 Milliarden Mark einen<br />
historischen Überschusses in der Haushaltskasse des Bundes erwirtschaften zu können. Mit der damit<br />
verbundenen Zinsersparnis sollen Bereiche des Verkehrswesens und der Bildung gefördert werden. </span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/mobilfunklizenzen_unter_dem_hammer-921/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
