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	<title>UN &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>UN &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>UN eröffnen Ablasshandel für Klimasünder</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/un-eroeffnet-ablasshandel-fuer-klimasuender-146926/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Livia Helbing]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2015 08:08:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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		<category><![CDATA[Emissionshandel]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Vereinten Nationen planen eine Online-Plattform für den Ausgleich von Kohlendioxid-Emissionen. Nach Angaben des WDR und der Süddeutschen Zeitung soll [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Felix-Tagebau-640x280-mittel.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146932" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Felix-Tagebau-640x280-mittel.jpg" alt="Felix Tagebau 640x280 mittel" width="640" height="280" /></a>Die Vereinten Nationen planen eine Online-Plattform für den Ausgleich von Kohlendioxid-Emissionen. Nach Angaben des <em><a href="http://www1.wdr.de/themen/politik/investigativ/zertifikatehandel-kyoto-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WDR </a></em>und der <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/emissionshandel-im-internet-un-planen-online-shop-fuer-umweltverschmutzer-1.2641976" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Süddeutschen Zeitung</em></a> soll der „United Nations Climate Store“ diese Woche in New York vorgestellt werden. Kritiker befürchten jedoch, dass der Handel mit Emissionszertifikaten der Umwelt mehr schaden als nützen könnte.</p>
<p>Der Handel der UN-Klima-Kredit Plattform funktioniert so, dass Unternehmen Zertifikate beanspruchen können, wenn sie im Gegenzug besonders saubere Technologien verwenden. So kann ein Unternehmen beispielsweise die Nutzung von Solarenergie in Afrika fördern und hierfür Zertifikate erlangen. Diese können dann an Firmen oder Regierungen verkauft werden. Neu ist, dass es nun auch Privatpersonen möglich sein soll, diese Emissionszertifikate aus dem sogenannten „Clean Development Mechanism“ (CDM) zu kaufen, um so ihre Emissionen, wie beispielweise einen Flug, zu kompensieren. Im „Store“ man kann die Treibhausgas-Belastung berechnen lassen und anschließend die entsprechende Menge Zertifikate kaufen.</p>
<h3>Umweltverschmutzung elegant neutralisieren</h3>
<p>Ein Beispiel: Ein junges Pärchen bucht für einen Wochenend-Trip Flüge von München nach Mailand. Die CO2-Eimissionen dieses Kurzstreckenflugs sollen kompensiert werden. Hierfür kauft das Pärchen einem Unternehmen, das sich klimaeffizient engagiert, über den UN Credit Store Zertifikate ab, die anschließend gelöscht werden. Kompensationen dieser Art waren zuvor bereits über private Anbieter, wie „AtmosFair“ möglich, die beispielsweise das Pflanzen von Bäumen fördern. Nun kann zusätzlich der direkte Weg über die UN gewählt werden, die ein Mindestmaß an Kontrolle garantieren.</p>
<p>Der neue Online-Shop soll es Kunden künftig einfacher machen. Er wird sogar auf Smartphones verfügbar sein. Privatpersonen, kleine Firmen, große Firmen, Städte oder Regierungen können hier ihre ökologischen Fußabdrücke neutralisieren. Anhand von Beschreibungen jedes Projektes kann der Käufer entscheiden auf welche Art und Weise er das Klima schützen möchte. Per Kreditkarte oder über PayPal können die Ablassscheine dann gekauft werden. Der Preis wird von den Anbietern selbst festgelegt. Den Beleg über ihr bereinigtes Gewissen erhalten die Käufer innerhalb eines Tages.</p>
<h3>Angebot größer als Nachfrage</h3>
<p>Durch den „Mechanismus für saubere Entwicklung“, der Teil des Kyoto-Protokolls im Jahr 1997 war, haben sich in den letzten Jahren massive Überschüsse angehäuft. So viele Unternehmen konnten Zertifikate erlangen, sodass die Kundschaft am Ende nicht groß genug war. Zu wenige Staaten handeln mit Emissionsrechten. In der EU ist der Ablass mit CDM sogar eingeschränkt.</p>
<p>&#8220;Der Konsument wird da getäuscht. Man sagt ihm, er kann seine Emissionen kompensieren, aber er kompensiert mit heißer Luft&#8221; betonte die Klimaexpertin Juliette de Grandpré in der SZ. Das Angebot auf diesem Markt übersteige am Ende immer die Nachfrage, was das System vollkommen ineffizient mache.</p>
<p>Umweltschützer sehen das System ebenfalls kritisch. Ihrer Meinung nach werden CDM-Zertifikate oftmals zu leichtfertig vergeben, weil Vorgaben für Nachhaltigkeit nicht streng genug sind. Im CDM-Register lassen sich so beispielsweise Zertifikate für Kohlekraftwerke finden, deren Technologien nur halbwegs klimaeffizient sind. Die russische Regierung duldete offenbar jahrelang, dass klimaschädliche Treibhausgase erst mit Absicht produziert wurden, um sie dann gewinnbringend zu zerstören. Derlei Projekte werden mittlerweile aber nicht mehr gefördert.</p>
<h3>Strengere Kontrollen durch UN nötig</h3>
<p>Problematisch sei zudem, dass Kunden im Store selbst unterscheiden müssten, wie sinnvoll ein Projekt sein könnte oder nicht. Die Vereinten Nationen wollen bewusst Hinweise vermeiden, da nicht zwischen einzelnen Projekten diskriminiert werden soll. Dies spiegele sich oftmals im Preis wider. Bei der Klimakonferenz in Paris, bei der die Staaten im Dezember die Ergebnisse ihrer Verhandlungen über ein neues Klima-Abkommen bekanntgeben, sollen sogar eigene Terminals mit dem neuen Programm aufgestellt werden, damit die Delegierten elegant ihre Anreise kompensieren können.</p>
<p>Der UN Climate Credit Store ist eine sinnvolle Idee, jedoch muss die UN die Effizienz der Projekte durch strengere Vorgaben und Kontrollen sicherstellen. Ansonsten schadet das System der Umwelt eher, als dass es sie schützt. Auch ist es fraglich, ob das Angebot tatsächlich von so vielen Privatpersonen in Anspruch genommen wird.</p>
<p>Bild: Privat von <a href="https://www.flickr.com/photos/130107018@N06/16407831518/in/dateposted/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Felix Helbing</a></p>
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		<item>
		<title>World Conference on International Telecommunications (WCIT) in Dubai</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/world-conference-on-international-telecommunications-wcit-in-dubai-123917/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Germar Molter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2012 17:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ITU]]></category>
		<category><![CDATA[ITR]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Regulierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf der World Conference on International Telecommunications (WCIT) kommen von heute an bis zum 14.12. Staaten aus aller Welt in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/world-conference-on-international-telecommunications-wcit-in-dubai/itu-logo-7/" rel="attachment wp-att-123930"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-123930" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ITU-Logo6.jpg" alt="Logo der ITU" width="211" height="239" /></a>Auf der World Conference on International Telecommunications (WCIT) kommen von heute an bis zum 14.12. Staaten aus aller Welt in Dubai zusammen, um über gemeinsame Regeln für Kommunikation zu beraten. Ziel ist die Überarbeitung der im Jahr 1988 in Melbourne verabschiedeten Internationalen Telekommunikationsregulierungen (ITRs).</p>
<p>Streitpunkt der<a href="http://www.itu.int/en/wcit-12/Pages/default.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Tagung</a> dürfte insbesondere eine mögliche Vereinbarung über die internationale Regulierung des Internets sein, die auch Auswirkungen auf die Netzneutralität haben könnte. Bisher werden Aufgaben wie die Vergabe von Internetadressen von der<a href="http://www.icann.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) </a>übernommen, die dem US-Handelsministerium untersteht. Zukünftig könnte dies eine andere Institution übernehmen wie etwa die<a href="http://www.itu.int" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> International Telecommunication Union (ITU)</a>.</p>
<p>Kritiker befürchten, die Konferenz könne von Staaten wie China und Russland genutzt werden, um Inhalte im Netz zu zensieren oder Regimekritikern den Zugang zum Internet zu erschweren.</p>
<p>Bereits im Vorfeld der Konferenz wurde Unmut darüber geäußert, dass nur Staaten auf der Konferenz stimmberechtigt sind und die Tagung nicht-öffentlich stattfindet. Selbst eine Tagesordnung wurde der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/zensur-bekaempfen-meinungsfreiheit-schuetzen/cc-lizens-305x53/" rel="attachment wp-att-123698"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="" width="305" height="53" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Daddeln für Darfur</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/serious-games-frontiers-computerspiele-4881/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Melching]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2010 17:07:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
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					<description><![CDATA[Man muss über Zäune klettern und sich vor Grenzbeamten verstecken: Das Online-Multiplayer-Game &#34;<a href="http://www.frontiers-game.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frontiers</a>&#34; versetzt den Spieler in die Rolle eines Flüchtlings, der das Elend seiner Heimat hinter sich lassen will. Ziel: Europa. Eine österreichische Künstlergruppe hat mit diesem ethischen Ego-Shooter eine interessante Frage aufgeworfen: Sind Computerspiele vielleicht doch nicht so böse, wie oft behauptet wird?
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss über Zäune klettern und sich vor Grenzbeamten verstecken: Das Online-Multiplayer-Game &quot;<a href="http://www.frontiers-game.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frontiers</a>&quot; versetzt den Spieler in die Rolle eines Flüchtlings, der das Elend seiner Heimat hinter sich lassen will. Ziel: Europa. Eine österreichische Künstlergruppe hat mit diesem ethischen Ego-Shooter eine interessante Frage aufgeworfen: Sind Computerspiele vielleicht doch nicht so böse, wie oft behauptet wird?</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b>Spielen für eine bessere Welt?</b>
</p>
<p>
Spiele können die Welt verändern und das haben sie auch schon, sagt Linda Breitlauch, Professorin an der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf: &quot;Spiele sind eine neue Kunstform, sowohl aus ästhetischer, dramaturgischer als auch kultureller Sicht. Geschichten können auf ganz andere Weise erzählt werden, Konflikte intensiver dargestellt werden.&quot; Der Spieler könne die Konsequenzen bestimmter Handlungen selbst erleben, Entscheidungssituationen ließen ihn reflektieren, so die Expertin gegenüber politik-digital.de. Leider gebe es noch Vorbehalte, ähnliche Budgets in Spiele zu investieren wie in Schulbücher.
</p>
<p>
<b>Tiefgehendere Informationsverarbeitung</b>
</p>
<p>
Linda Breitlauch steht mit ihrer Meinung in der Fachwelt keineswegs alleine da. So kommt eine Studie vom Hans-Bredow-Institut zu dem Schluss, dass Computerspiele nicht nur Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken, sondern sich auch zur nachhaltigen Wissensvermittlung eignen: &quot;Eine hohe Motivation und Involvierung der Spieler haben den Effekt, dass die im Spiel erlebten Erfahrungen bei den Spielern länger gespeichert bleiben&quot;, heißt es in der <a href="http://www.medienpaed.com/15/lampert0903.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a>.
</p>
<p>
Auch Anja Hawlitschek vom Fraunhofer-Institut für digitale Medientechnologie hebt in ihrer <a href="http://www.spielbar.de/neu/wp-content/uploads/2009/06/hawlitschek_spielend_lernen.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wissenschaftlichen Untersuchung</a> hervor, das aktives Handeln in einem Computerspiel zu einer tiefer gehenden Verarbeitung von Informationen führt: Der Spieler müsse Informationen nicht nur aufnehmen, sondern auch zu nutzen wissen.
</p>
<p>
<b>Lernen mit Half-Life 2</b>
</p>
<p>
Computerspiele, die nicht nur dem Spaß an der Freude dienen, sind nichts grundsätzlich Neues: &quot;Wir haben es mit ernsten Spielen in dem Sinne zu tun, dass diese Spiele einen ausdrücklichen und sorgfältig durchdachten Bildungszweck verfolgen und nicht in erster Linie zur Unterhaltung gedacht sind. Das heißt nicht, dass ernste Spiele nicht unterhaltsam sind oder sein sollten&quot;, schrieb Clark C. Abt bereits 1971 in einer ersten Definition des Begriffs &quot;Serious Game&quot;. Frontiers ist nicht das erste &quot;ernsthafte&quot; Spiel. Aber es ist eines der ersten, das mit ansprechender Grafik daherkommt. Das Spiel nutzt die bekannte Half-Life 2-Engine &#8211; genau wie das als &quot;Killerspiel&quot; verrufene Counter-Strike.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.frontiers-game.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Screenshot_Frontiers_0.jpg" alt="Screenshot Frontiers" title="Screenshot Frontiers" height="237" width="320" /></a>
</div>
<p></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Die UN spielt mit</b>
</p>
<p>
Während Frontiers über Jahre entwickelt wurde (und noch lange nicht fertig ist), gibt es auch eine Reihe einfacher browser-basierter Spiele. Diese sind zwar grafisch deutlich weniger ausgereift, dafür aber ist der Zugang sehr viel unkomplizierter. So können Internetnutzer zum Beispiel die <a href="http://www.darfurisdying.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wasserversorgung eines sudanesischen Flüchtlingscamps </a>organisieren. Dabei müssen sie vagabundierende Milizen umgehen und sich verstecken, um sicher zum Brunnen in der Wüste zu gelangen.
</p>
<p>
Wem das zu einfach ist, der kann versuchen, bei &quot;<a href="http://www.stopdisastersgame.org/en/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stop Disasters!</a>&quot; die Schäden von Naturkatastrophen einzudämmen. Hinter dem Spiel  steht übrigens die UN-Organisation &quot;<a href="http://www.unisdr.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">International Strategy for Disaster Reduction</a>&quot; (ISDR).
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.stopdisastersgame.org/en/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Screenshot_Stop_Disasters__1.jpg" alt="Screenshot Stop Disaster" title="Screenshot Stop Disaster" height="237" width="319" /></a>
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kölner Bürgerhaushalt ausgezeichnet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/koelner-buergerhaushalt-ausgezeichnet-3901/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2008 13:10:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Preis]]></category>
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					<description><![CDATA[Der <a href="https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerhaushalt der Stadt Köln</a> hat es unter die sechs Finalisten des &#34;<a href="http://www.unpan.org/DPADM/UNPublicServiceDayAwards/UNPublicServiceDayAwards/tabid/566/Default.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UN Public Service Award</a>&#34; geschafft. Damit erhält die Stadt bei der Preisverleihung am 23. Juni in New York eine Anerkennungsurkunde. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerhaushalt der Stadt Köln</a> hat es unter die sechs Finalisten des &quot;<a href="http://www.unpan.org/DPADM/UNPublicServiceDayAwards/UNPublicServiceDayAwards/tabid/566/Default.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UN Public Service Award</a>&quot; geschafft. Damit erhält die Stadt bei der Preisverleihung am 23. Juni in New York eine Anerkennungsurkunde. <!--break--></p>
<p>
In New York ehren die Vereinten Nationen zwölf öffentliche Institutionen mit dem Preis für die besten Serviceleistungen; sechs weitere Finalisten können sich über eine Ehrenurkunde freuen. Diese Urkunde erhält die Stadt Köln in der Kategorie &quot;Förderung und Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen durch innovative Mechanismen&quot; für den Bereich Europa und Nordamerika. Den Preis in dieser Kategorie bekommt die <a href="http://www.gencat.net/index_eng.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Generalitat de Catalunya</a>, die eine Hauptabteilung für Bürgerbeteiligung eingerichtet hat.
</p>
<p>
Auf der Bürgerhaushalts-Plattform konnten Kölner Einwohner vom 22. Oktober bis zum 19. November 2007 beraten, wofür die Stadt ihr Geld ausgegeben soll &#8211; und wo sie besser sparen sollte. Mehr als 10.000 Teilnehmer diskutierten mit. Für die Durchführung und die Moderation des Forums war <a href="http://www.zebralog.de/de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zebralog</a>, Anbieter für medienübergreifende Dialoge aus Berlin, verantwortlich.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Das &#8216;e&#8217; in e-Learning steht für experience</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Dec 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Integriertes Lernen]]></category>
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					<description><![CDATA[politik-digital sprach während der diesjährigen 
                      Online-Educa mit Gunnar Brückner, Chief Learning Officer (CLO) des 
                      United Nations Development Programme (UNDP) / Learning Resources Center, New York. Herr Brückner ist verantwortlich für die interne Weiterbildung von ca. 5000 Mitarbeitern, die in 140 Länder-Vertretungen des UNDP arbeiten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>politik-digital sprach während der diesjährigen<br />
                      <a href="http://www.online-educa.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Educa</a> mit Gunnar Brückner, Chief Learning Officer (CLO) des<br />
                      <a href="http://www.undp.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">United Nations Development Programme</a> (UNDP) / Learning Resources Center, New York. Herr Brückner ist verantwortlich für die interne Weiterbildung von ca. 5000 Mitarbeitern, die in 140 Länder-Vertretungen des UNDP arbeiten.<!--break-->
                    </p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Was hat UNDP bewogen, e-Learning einzusetzen?</p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Wenn man bedenkt, dass unsere Mitarbeiter auf der ganzen Welt in 140 Ländern verteilt sind, und unsere Zentrale in New York sitzt, war es zunehmend teuer und unbefriedigend, sich ausschließlich darauf zu konzentrieren, wenige Mitarbeiter für Seminare nach New York einfliegen zu lassen. Außerdem arbeiten Mitarbeiter teilweise in aktuellen Krisengebieten und können nicht einfach zur Weiterbildung das Land verlassen. Das alte Weiterbildungssystem konnte nur wenige, ausgesuchte Mitarbeiter erreichen, das war zu hierarchisch und zu zentral organisiert. Durch die Einführung einer ganz neuen Lernkultur haben wir dank der Nutzung des Internets unsere Weiterbildungsmaßnahmen dezentralisieren können. So können wir auch besser auf spezifische kulturelle Gegebenheiten eingehen, da die Menschen vor Ort ihr Lernen jetzt mit- bzw. selbstbestimmen können.</p>
<p>Es entstehen ganz neue Kommunikationsformen, die vorher so nicht existierten. Es beschränkt sich nicht mehr auf Weiterbilden (&#8220;Training&#8221;), sondern verändert die gesamte Lernkultur der Organisation. Die Betonung verschiebt sich von &#8220;formal training&#8221; hin zu &#8220;informal learning&#8221;, wobei betont werden muss, dass &#8220;formal training&#8221; weiterhin seinen Platz im Lernangebot unserer Abteilung behalten wird. Informelles Lernen, bezogen auf das Lernen am Arbeitsplatz, ist all jenes Lernen, welches nicht im Detail von der Organisation vorgegeben ist, wie zum Beispiel ein Seminarplan oder auch nur eine Präsentation. Informelles Lernen orientiert sich an den unmittelbaren Bedürfnissen des Lerners und erfolgt eher unstrukturiert, genau zu dem Zeitpunkt, an dem es gebraucht wird. Die Herausforderung für eine &#8220;Lernende Organisation&#8221; besteht darin, möglichst viele Räume (real und virtuell) zu schaffen, damit informelles Lernen in viel größerem Umfang stattfinden kann als das normalerweise der Fall wäre.<br />
                    <br />Übrigens haben wir mit unserer &#8220;learning policy&#8221; andere UN-Organisationen wie etwa<br />
                    <a href="http://www.unhcr.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UNHCR</a> oder<br />
                    <a href="http://www.unfpa.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UNFPA</a> beeinflusst, die durch die positive Resonanz auf unser Experiment Elemente unsere &#8220;learning policy&#8221; in ihre Eigene übernehmen. Das ist ein großer Erfolg für uns, auf den ich sehr stolz bin.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Unterstützt e-Learning die Entwicklung einer neuen Lernkultur oder ist es nur eine neue Lerntechnik in neuem Marketingjargon &#8211; gleich dem Motto: &#8220;Alter Wein in neuen Schläuchen&#8221;?</p>
<p>
                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Wir können uns in der Tat auf eine neue Lernkultur gefasst machen. Die jüngeren Generationen denken, fühlen und handeln schon jetzt signifikant anders als die heute Vierzigjährigen. E-Learning wird zum integralen Bestandteil des Lernens, und zwar immer und nicht nur während der Schulzeit. Man wird sich daran gewöhnen müssen, dass es nicht darum geht, eine wie auch immer geartete Lernerfahrung der traditionellen Art im Internet zu replizieren, sondern gänzlich neue Wege und Methoden des Lernens zu nutzen. SMS zum Lernen, Verknüpfung von GPS und Lernen und so weiter. Darin besteht heute eine ganz besondere Herausforderung an die e-Learning Industrie.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Kann durch den Einsatz von e-Learning der Wissensunterschied zwischen der sogenannten &#8220;ersten Welt&#8221; und der &#8220;dritten Welt&#8221; gemindert werden?</p>
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                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Ja. Die Diskussion wird kontrovers geführt aber ich gehöre zu denen, die sich ein &#8221;<br />
                    <a href="/archiv/globalisierung/wambui.shtml">leapfrogging</a>&#8220;, d.h. ein Überspringen von Entwicklungsschritten mit Hilfe des Internets vorstellen können. Ein Knackpunkt in dieser Diskussion ist die Schaffung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, die den Zugriff auf diese modernen Technologien ohne staatliche Eingriffe ermöglichen. Projekte, deren Zielsetzung die Schaffung einer Informations- bzw. Wissensgesellschaft ist, sind in der Regel nützlicher als einseitig technische Projekte.</p>
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                    <strong>politik-digital:</strong> Wie lauten die gegenwärtigen Schlagwörter der e-Learning Debatten?<br />
                    </p>
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                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Schlagwörter in der internationalen Diskussion (daher meist in Englisch) sind die Konvergenz von Wissensmanagement und e-Learning; und immer noch &#8220;blended learning&#8221;, d.h. die Kombination von e-Learning mit klassischem Präsenzunterricht. Für mich persönlich ist &#8220;informal learning&#8221; ganz hoch auf der Tagesordnung. Ferner wird &#8220;just in time learning&#8221; im Unterschied zu &#8220;just in case learning&#8221; immer wichtiger und dabei spielen &#8220;learning objects&#8221; eine immer wichtigere Rolle. Aber das ist zugegebenermaßen nicht gerade neu. Lerning Objects sind so etwas wie klar definierbare Lernbausteine, aus denen sich Lernaktivitäten zusammensetzen. Nehmen wir zum Beispiel ein hypothetisches Online Modul zum Thema Feedback. Das setzt sich zusammen aus vielen Bausteinen: einem Einführungstext, einer Übersichtsgraphik, einem oder mehreren Texten zum Thema, einem Quiz am Ende und so weiter. Alle diese Bausteine könnten theoretisch für ein anderes Modul weiterverwandt werden oder könnten auch einzeln, also außerhalb des Feedback Moduls zum Lernerfolg eines Mitarbeiters beitragen, vorausgesetzt er/sie kann den richtigen Baustein zum genau richtigen Zeitpunkt finden. Das ist genau die Idee, die hinter UNDPs<br />
                    <a href="http://208.36.136.215/undp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e-Learning-Tree</a> steckt, bei dem sich der Lerner an einem visuellen Baum orientiert, dann eine Entscheidung trifft, was er/sie lernen will, um dann durch einen Doppelklick ein Menu von Lernobjekten (Lernbausteinen) zu aktivieren, aus dem dann ausgewählt werden kann.</p>
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                    <strong>politik-digital:</strong> Gibt es Unterschiede zwischen der Debatte an Universitäten und in der freien Wirtschaft?<br />
                    </p>
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                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Ich sehe keinen wesentlichen Unterschied zwischen den Debatten, aber möglicherweise ist meine Wahrnehmung geprägt von der Situation in den USA, wo sich die Universitäten traditionell eher dem unternehmerischen (&#8220;corporate&#8221;) Model unterordnen. Viele Universitäten sind &#8220;corporate ventures&#8221;, d.h. sie sind privatrechtlich und nach betriebswirtschaftlichen Regeln organisiert und beginnen, im Bereich e-Learning erste Erfahrungen zu sammeln, Allianzen zu schmieden &#8211; und diese auch wieder verwerfen.</p>
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                    <strong>politik-digital:</strong> Welche Geschäftsmodelle sind gerade en vogue und welche erfolgreich?<br />
                    </p>
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                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Ingesamt kann man davon ausgehen, dass sich der Markt zunehmend konsolidieren wird. Einige wenige Anbieter werden komplette Lösungen von A bis Z anbieten, aus denen sich der Kunde dann die passende Lösung für sich heraussucht. Nischenanbieter werden aber auch immer eine Chance behalten. Zunehmend werden im Modell der Komplettanbieter die Technologiedienste von den Inhalt- und Servicedienstleistungen verdrängt werden.</p>
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                    <strong>politik-digital:</strong> Welche technischen Entwicklungen werden e-Learning beeinflussen?<br />
                    </p>
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                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Mit der zunehmenden Verringerung von Breitbandproblemen (&#8220;broadband technology&#8221;) kann sich im Feld der sprachgesteuerten Anwendungen etwas tun. Sprachgesteuerte Anwendungen (&#8220;voice-enabled technology&#8221;) kombiniert mit Touchscreen-Technologie könnten auch im Bereich der Entwicklungsländer von Nutzen sein, aber ich sehe die Entwicklung noch nicht klar und würde diese Möglichkeit keinesfalls als den kommenden Trend bezeichnen.</p>
<p>                    <strong>politik-digital:</strong> Was hat es mit den Breitband-Technologien auf sich?<br />
                    </p>
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                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Solange die Netzanbindung an und für sich noch so große Problem darstellt, kann man kurzfristig einfach noch nicht so viel erwarten. Der Benutzung von Simulationen im e-Learning wird in Abhängigkeit von der Breitband -Entwicklung sicher eine gute Zukunft blühen, obwohl auch hier das Geheimnis nicht in der Technologie an für sich liegt, sondern darin, den Lernenden ein Erlebnis zu verschaffen. Die Lernerfahrungen der Lernenden bzw. der Kunden wird in diesem Zusammenhang zum treibenden Faktor werden denn: Das &#8216;e&#8217; in e-Learning steht für<br />
                    <em>experience</em> &#8211; und nicht für<br />
                    <em>electronic</em> oder was auch immer!</p>
<p>                    <strong>politik-digital:</strong> Kann man feststellen, dass seit den<br />
                    <a href="/archiv/edemocracy/ny-links.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Terroranschlägen</a> auf New York und Washington und den Milzbrandattacken die Menschen Angst vor dem Reisen haben und daher e-Learning bevorzugen?</p>
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                    <strong>Gunnar Brückner:</strong> Man wird niemals gänzlich jede Form von sozialer Interaktion ersetzten können jedoch neue Formen finden, z.B. Chat und Instant-Messaging, die zum integralen Bestandteil unserer Kommunikation werden. Soziale Interaktionen wird es immer geben müssen, und meiner Erfahrung nach steigert das Vorhandensein von e-Learning diesen Bedarf sogar. Kollegen, die sich online treffen und mögen, werden Mittel und Wege finden, sich auch im realen Leben zu treffen. Gleichsam ist face-to-face Kommunikation von hoher Bedeutung bei der Formierung von erfolgreichen Lerngemeinschaften (&#8220;communities of practice&#8221;).</p>
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                    <strong>politik-digital: </strong>Vielen Dank für das Gespräch!<br />
                    </p>
<p>Das Interview mit Gunnar Brückner führte Clemens Lerche.</p>
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