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	<title>Ursula Engelen-Kefer &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Ursula Engelen-Kefer &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#8220;Wirtschaft braucht keinen &#8220;billigen Jakob&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[thofsaess]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[DGB]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula Engelen-Kefer]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/engelen_kefer_neu1.jpg" alt="Ursula Engelen-Kefer" align="left" border="0" height="113" width="82" /></b> 
<b><span style="color: #000000">Die stellvertretende DGB-Vorsitzenden, Ursula 
Engelen-Kefer</span></b><span style="color: #000000"><b><b>, am 10. November 
2003 zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de.</b></b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/engelen_kefer_neu1.jpg" alt="Ursula Engelen-Kefer" align="left" border="0" height="113" width="82" /></b><br />
<b><span style="color: #000000">Die stellvertretende DGB-Vorsitzenden, Ursula<br />
Engelen-Kefer</span></b><span style="color: #000000"><b><b>, am 10. November<br />
2003 zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de.</b></b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Redaktion</b>:<br />
Aufgrund technischer Mängel können wir nur Teile des Transkripts<br />
mit der DGB-Vizechefin Ursula Engelen-Kefer veröffentlichen. Wir<br />
möchten uns zugleich bei allen Chat-Teilnehmern für die Unannehmlichkeiten<br />
während des Chats entschuldigen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Moderator</b>: Herzlich willkommen im tacheles.02-Chat. Die<br />
Chat-Reihe tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
und wird unterstützt von tagesspiegel.de und von sueddeutsche.de.<br />
Heute begrüßen wir im ARD-Hauptstadtstudio die stellvertretende<br />
DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer. Frau Engelen-Kefer, sind Sie bereit?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Des Onliners<br />
Albtraum</b>: Der Gast ist da, die Leitung weg. </p>
<p><b>Ursula Engelen-Kefer</b>: Ja.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Moderator</b>: Es geht es los. Erste Frage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Stolte</b>: Die Vorsitzende des Deutschen Paritätischen<br />
Wohlfahrtsverbandes bezeichnete hier im Chat die Agenda 2010 als unsozial.<br />
Die Reformen schaffen emotionalen Sprengstoff, der sich entladen wird.<br />
Glauben Sie das auch?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Ursula Engelen-Kefer</b>: Ich glaube auch, dass sehr viel<br />
sozialer Konflikt enthalten ist. Nun ist ja die Agenda 2010 eigentlich<br />
nur noch ein Oberbegriff. Wir befassen uns ja längst mit detaillierter<br />
Gesetzgebung zu ihrer Ausfüllung. Wir haben zwar als Gewerkschaften<br />
einiges erreichen können, die soziale Schieflage ein wenig zurecht<br />
zu rücken. Zum Beispiel: Durch das Vorziehen der nächsten Stufe<br />
der Steuerreform, die Gewährung eines Bundeszuschusses zur Bundesanstalt<br />
für Arbeit, die Verhinderung, dass die zukünftigen Arbeitslosengeld<br />
II-Empfänger auch ihr Vermögen zur Altersvorsorge aufbrauchen<br />
müssen sowie eine unzulässig weitgefasste Regelung der Zumutbarkeit<br />
zu Lasten der betroffenen Menschen. Wenn jedoch die CDU/CSU ihre Vorstellungen<br />
zur Aufweichung der Tarifautonomie im Rahmen des jetzt anstehenden Vermittlungsverfahren<br />
durchsetzen will, und die sozial verträglichen Korrekturen von unserer<br />
Seite wieder zurückgenommen werden sollen, wird es erhebliche Konflikte<br />
geben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Henrik</b>: In den letzten Wochen ist die Diskussion darüber<br />
wieder aufgeflammt, ob nun eine Verkürzung oder Verlängerung<br />
der Wochen-Arbeitszeit ein Weg aus der Misere der Arbeitslosigkeit sind.<br />
Wie kann das sein, dass es da keine klare Antwort in dieser Frage gibt?<br />
Und sollten nicht gerade weil sowohl das eine als auch das andere Vorteile<br />
haben kann, die Gewerkschaften dafür sein, die flexibel auszuhandeln,anstatt<br />
an der 35-Stunden-Woche festzuhalten?<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/engelen-kefer_ard.jpg" alt="ARD-Hauptstadtstudio" align="right" height="150" width="200" /></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Ursula Engelen-Kefer</b>: Die Gewerkschaften setzen sich<br />
seit vielen Jahren dafür ein, Regelungen zu finden für eine<br />
flexible Gestaltung der Arbeitszeit, die sowohl den Interessen der Arbeitgeber<br />
wie der Arbeitnehmer Rechnung trägt. Beispiele hierfür sind<br />
die vielfältigen Formen von Teilzeitarbeit, Altersteilzeit, Arbeitszeitkonten<br />
auf die Woche, das Jahr und längere Perioden bezogen. Diese Möglichkeiten<br />
werden auch weitestgehend in den Betrieben genutzt. Wenn aber in einer<br />
Wirtschaft die Leistung der Arbeitnehmer immer weiter steigt, sind pauschale<br />
Erhöhungen der Arbeitszeit keinesfalls ein geeignetes Mittel. Folge<br />
wäre ein weiteres Ansteigen der Arbeitslosigkeit und ein Absinken<br />
der Löhne.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Moderator</b>: Eine kritische Frage von Johannes Berg:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Johannes Berg</b>: Hat das Beschäftigungsmodell &quot;5000<br />
mal 5000&quot; von VW nicht gezeigt, dass die Gewerkschaften die Schaffung<br />
von Arbeitsplätzen eher behindert?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Ursula Engelen-Kefer</b>: Ich kann ihre Frage nicht ganz<br />
nachvollziehen, schließlich war es die IG Metall, die das Modell<br />
„5000 x 5000“ gemeinsam mit VW auf den Weg gebracht hat. Sie<br />
hat einen wichtigen Beitrag geleistet, Arbeitsplätze zu schaffen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Ozzy</b>: Wie viel Ost-Förderung brauchen wir noch?<br />
Helmut Schmidt hat ja gesagt, die Ossis sollen das Jammern aufhören.<br />
Wie ist dazu Ihre Meinung?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Ursula Engelen-Kefer</b>: Es wäre nützlich in den<br />
neuen Bundesländern durch verbesserte Wirtschafts- und Finanzpolitik<br />
mehr Arbeitsplätze zu schaffen, dann gäbe es auch keine weitere<br />
Veranlassung für Verhaltensweisen, die als Jammern bezeichnet werden,<br />
wenn sie denn überhaupt so erfahren werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Lobbie</b>: Werden die Arbeitgeber aus den Flächentarifen<br />
aussteigen und lieberwie im Osten einzeln<br />
verhandeln?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Ursula Engelen-Kefer</b>:<br />
Gerade in den neuen Bundesländern sind bereits vieleArbeitgeber aus den<br />
Arbeitgeberverbänden ausgestiegen oder gar nicht ersteingestiegen. Dies<br />
hat allerdings nicht weniger, sondern nur noch mehr Probleme<br />
verursacht. Es ist auch gerade im Interesse der Arbeitgeber durch<br />
Flächentarifverträge sichere Rahmenbedingungen für den Umgang mit ihren<br />
Beschäftigten zu haben und nicht einem permanenten „dumping“ von<br />
Löhnenund Arbeitsbedingungen ausgesetzt zu sein, das letztlich auch zu<br />
ihren Lasten geht. Unabhängig davon haben die Gewerkschaften auch<br />
gerade im Rahmen von Flächentarifverträgen umfangreiche<br />
Öffnungsmöglichkeiten für besondere betriebliche Problemlagen gegeben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Michael22</b>: Wieso lassen die Gewerkschaften keine im Unternehmen<br />
selbstvereinbarten Tarifabschlüsse<br />
zu? Unser Arbeitsmarkt braucht mehr Flexibilität!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Ursula Engelen-Kefer</b>: Weil es im Betrieb keine Konfliktregelung<br />
gibt. Die Möglichkeit zum Streik haben nur die Tarifparteien. Bei<br />
betrieblichenRegelungen würden<br />
die Arbeitnehmer und die Betriebs- bzw. Personalräte demDruck der Arbeitgeber<br />
ausgesetzt, der im Zweifelsfalle die Form offener Erpressung annehmen<br />
kann.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>BertK</b>: Zu &quot;Arbeitszeiten&quot;: Das ist doch eine<br />
Phantom-Diskussion. Wie lange wird denn wirklich gearbeitet? Einerseits<br />
werden Fünfzigjährige bereits mit dubiosen Übergangsregeln<br />
nach Hause geschickt. Andererseits muss ichunfähige, qualifizierungsunwillige<br />
Fünfzigjährige behalten, da sie nicht mehrtragfähig kündbar<br />
sind. Dafür kann ich qualifizierte Bewerber nicht einstellen (egal,<br />
wie alt). Sucht man eine &quot;Lösung&quot;, ist die Klage programmiert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Ursula Engelen-Kefer</b>: Wir brauchen in unserer Wirtschaft<br />
die Leistungen vonjungen und älteren<br />
Arbeitnehmern. Wir müssen endlich damit aufhören, Jüngere<br />
und Ältere gegeneinander auszuspielen. Damit ältere Arbeitnehmer<br />
weiterhin unter humanen Bedingungen im Arbeitsleben verbleiben und ihre<br />
Leistungen genutzt werden können, müssen die Betriebe während<br />
des gesamten Arbeitslebens Weiterbildungsmöglichkeit und auch und gerade für älter Arbeitnehmer anbieten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Franzsika Hertle</b>: Was halten sie von dem Video-Spot von<br />
Ver.di?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Ursula Engelen-Kefer</b>: Das müssen Sie Ver.di fragen,<br />
aber ich würde empfehlen sich weniger über Video-Spots den Kopf<br />
zu zerbrechen, sondern eher wie wir zu mehr Ausbildungsstellen kommen.<br />
Ich glaube, wir verspielen unsere Zukunft, wenn wir jungen Menschen Perspektiven<br />
durch geeignete Ausbildung und Beschäftigung verweigern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Moderator</b>: Letzte Frage!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>AzubiS</b>: Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen<br />
Industrie (BDI) hatte eine Kürzung der Lehrlingsvergütungen<br />
vorgeschlagen und die Höhe der Azubi-Löhne kritisiert. Was sagen<br />
sie dazu?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Ursula Engelen-Kefer</b>: Ich denke solche Totschlagargumente<br />
bringen niemanden weiter. Ich bin daher froh, dass er Präsident des<br />
Zentralverbandes des deutschen Handwerks, Herr Philipp, dieses Ansinnen<br />
von Herrn Rogowski klar und deutlich zurückgewiesen hat. Die Wirtschaft<br />
braucht qualifizierte Arbeitnehmer und nicht den &quot;billigen Jakob&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Moderatorin</b>: Liebe Gäste, der Chat ist vorbei, herzlichen<br />
Dank für Ihr Interesse. Besten Dank, Frau Engelen-Kefer, dass Sie<br />
unseren Usern zur Verfügung standen. Wir möchten uns bei allen<br />
sehr für die technischen Schwierigkeiten entschuldigen, die zu den<br />
Verzögerungen geführt haben. Wir hoffen, Frau Engelen-Kefer<br />
in nächster Zeit noch einmal hier begrüßen zu können!<br />
Sicher sind noch viele Fragen offen geblieben. Morgen ist CDU-Fraktionsvize<br />
Wolfgang Schäuble von 17.30 bis 18.30 Uhr im tacheles.02-Chat –<br />
Diskutieren Sie mit!</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><br />
Ursula Engelen-Kefer</b>: Ich habe höchsten Respekt vor den<br />
Tücken der Technik und bin gerne bereit, mich einmal wieder dem tacheles.02-Chat<br />
zu stellen.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Reform des Betriebsverfassungsgesetzes und verbesserte Mitbestimmung in den Betrieben</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitbestimmung-online-gewerkschaften-im-netz/reform_des_betriebsverfassungsgesetzes_und_verbesserte_mitbestimmung_in_den_betrieben-388/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung-Online - Gewerkschaften im Netz]]></category>
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		<category><![CDATA[Betriebsverfassungsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[DGB]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula Engelen-Kefer]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"> <b></b></span><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Expertenchat mit Ursula Engelen-Kefer 
in Kooperation mit dem DGB </b></span> <br />
<!--
<table BORDER=0 WIDTH="99%">
</table>
--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> 
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"> <b></b></span><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Expertenchat mit Ursula Engelen-Kefer<br />
in Kooperation mit dem DGB </b></span> <br />
<!--


<table BORDER=0 WIDTH="99%">
</table>


--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<br />
Moderator: Herzlich willkommen beim Internet-Chat des DGB und von politik-digital!<br />
Heute zu Gast: Ursula Engelen-Kefer, stellvertretende Vorsitzende des DGB.<br />
Der heutige Chat soll Gelegenheit geben, sich über die geplante Novelle<br />
des Betriebsverfassungsgesetzes zu informieren. Herzlich willkommen Frau<br />
Engelen-Kefer!<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Herzlichen<br />
Dank. Ich freue mich sehr darüber, heute die Gelegenheit zu haben, über<br />
unsere Vorstellungen zur Verbesserung der Mitbestimmung im Betrieb mit<br />
Interessierten zu diskutieren. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">digitalist: Frau Engelen-Kefer, warum macht die Arbeitgeberseite so mobil gegen das neue Betriebsverfassungsgesetz?    </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wenn wir das<br />
nur wüssten, denn die Arbeitgeber profitieren davon, dass die<br />
Betriebsräte bei Veränderungen in den Betrieben mithelfen, Konflikte<br />
mit den Arbeitnehmern zu vermeiden. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">digitalist: Umfaßt denn die Novelle des Betriebsverfassungsgesetzes wirklich so gravierende Änderungen?      </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Nein,<br />
zunächst einmal ist sie hilfreich, damit endlich auch Betriebsräte in<br />
kleinen Betrieben gegründet werden können. Bei der Verbesserung der<br />
Mitbestimmungsregelungen wollen wir Verbesserungen. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Können Sie diese Verbesserungen genauer benennen?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer:<br />
Selbstverständlich. Wir wollen, dass Betriebsräte dafür sorgen können,<br />
dass Arbeitnehmer bessere Angebote zur beruflichen Weiterbildung im<br />
Betrieb bekommen, dass keine Veränderungen der Arbeitsorganisation<br />
stattfinden, die die Gesundheit der Arbeitnehmer gefährden, dass bei<br />
flexibler Gestaltung von Arbeitszeiten nicht nur die Interessen des<br />
Arbeitgebers, sondern auch der Arbeitnehmer, z.B. einer besseren<br />
Vereinbarkeit von Beruf und Familie berücksichtigt werden.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Karin: Die meisten Arbeitnehmer<br />
haben begründete Angst vor Sanktionen, wenn sie die Gründung eines<br />
Betriebsrates oder einer Mitarbeitervertretung anregen. Was können Sie<br />
solchen Leuten raten? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wir wollen<br />
deshalb über die vorliegende Reform hinaus einen verbesserten<br />
Kündigungsschutz für Arbeitnehmer, die sich für die Bildung von<br />
Betriebsräten einsetzen. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Mein Chef und ich verstehen uns toll. Wozu brauche ich dann einen Betriebsrat?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ich finde das<br />
prima, dass Sie sich mit Ihrem Chef gut verstehen. Das soll auch so<br />
bleiben. Trotzdem kann es immer einmal Konflikte geben, und auch Sie<br />
hätten eine bessere Möglichkeit, sich durchzusetzen, wenn Sie dies<br />
nicht alleine tun müssen, sondern ein Betriebsrat sich für Sie und Ihre<br />
Kollegen und Kolleginnen einsetzt. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">g948218: Bonna fragt: Bisher<br />
waren Frauen immer unterrepräsentiert im Betriebrat sowie in allen<br />
Ausschüssen. Wird sich das nun ändern? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ja, wir<br />
wollen dies ändern. Frauen sollen in den Betriebsräten in dem<br />
Verhältnis vertreten sein, wie es ihrem Anteil an den Beschäftigten im<br />
Betrieb insgesamt entspricht. Dies gilt sowohl für den Betriebsrat wie<br />
auch für seine Ausschüsse. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Geht da der Entwurf der Bundesregierung weit genug?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wir erwarten eine Klarstellung, dass tatsächlich die Beteiligung von Frauen verbessert wird.  </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Karin: Wie weit sollte denn die<br />
Mitbestimmung in den Betrieben gehen &#8211; gibt es nicht Felder, in denen<br />
eine Einmischung der Mitarbeiter übertrieben wäre? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wir wollen<br />
keine übertriebene Mitbestimmung, allerdings ist für uns unerlässlich,<br />
dass Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber oder Betriebsleiter &quot;auf gleicher<br />
Augenhöhe&quot; über die Arbeitsbedinungen verhandeln können. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">digitalist: Viele Firmen in der<br />
New Economy haben inzwischen Alternative Formen der Mitbestimmung<br />
gefunden. Sind diese nicht zeitgemäßer als die institutionelle Form des<br />
Betriebsrates? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Welche sind das?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Bei Consors zum Beispiel gibt es einen Senat&#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Entscheidend<br />
ist, ob es im Falle des Konfliktes, z.B. bei endlosen Arbeitszeiten,<br />
Wochenendarbeit oder drohendem Verlust des Arbeitsplatzes eine<br />
Möglichkeit für Arbeitnehmer gibt, ihre Interessen durchzusetzen. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">g948218: Bei pixelpark finden<br />
bald die ersten Betriebsratswahlen statt. Was machen denn<br />
Gewerkschaften um in diese neuen Bereiche besser reinzukommen? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Die haben bereits stattgefunden &#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wir<br />
versuchen, uns in Form und Inhalten unserer Arbeit an die Erfordernisse<br />
der Beschäftigten in diesen Betrieben anzupassen. Wichtig sind daher<br />
verbesserte Mitbestimmungsmöglichkeiten von Betriebsräten bei Maßnahmen<br />
zur beruflichen Weiterbildung, ausreichender betrieblicher<br />
Altersvorsorge, Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivkapital. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Was tut Ver.di denn für diese Klientel?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Verdi ist<br />
entstanden, um mehr finanzielle und personelle Möglichkeiten einsetzen<br />
zu können, um gerade Beschäftigte in den Betrieben der qualifizierten<br />
Dienstleistungen von Banken bis Softwarehäusern ansprechen zu können<br />
und ihnen Angebote für Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit zu machen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Nochmal eine Frage zur Reform&#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">g948218: Was macht der DGB wenn nur ein Bruchteil der bisherigen Reformabsichten verabschiedet wird?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Zunächst<br />
einmal haben wir mit Erfolg durchsetzen können, dass der jetzige<br />
Gesetzesentwurf zur Reform des Betriebsverfassungsgesetzes eine<br />
deutliche Verbesserung der Möglichkeiten der Betriebsratstätigkeit in<br />
kleineren Betrieben bringt und im übrigen auch die Arbeitsbedingungen<br />
für die Betriebsräte insgesamt erheblich verbessert werden. Wir werden<br />
in den Gesetzesanhörungen mit Unterstützung unserer Gewerkschaften auch<br />
durch sichtbare Aktionen dafür kämpfen, dass Verbesserungen vor allem<br />
bei den Mitbestimmungsregelungen zur Qualifizierung und zur<br />
Frauenförderung erreicht werden. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Ist es richtig, dass das Gesetz um den 20. Juni verabschiedet werden soll?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Natürlich<br />
muss das Gesetz in jedem Fall vor der Sommerpause verabschiedet sein,<br />
denn nach den Sommerferien müssen wir umgehend beginnen, unsere<br />
Kollegen zu schulen, damit die dann erweiterten Möglichkeiten des neuen<br />
Betriebsverfassungsgesetzes für die nächsten Betriebsratswahlen im<br />
Frühjar 2002 genutzt werden können. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Warum kämpfen die Gewerkschaften so verbissen um Kleinigkeiten, z. B. ab wann es wieviele Betriebsräte geben soll? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: In was für einem Betrieb arbeiten Sie denn?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Wir sind ungefähr 100 Leute.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Und wieviel Betriebsräte haben Sie heute?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Gar keinen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Was interessiert Sie dann die Zahl der Betriebsratsmitglieder?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Ich wollte wissen, warum die Zahl der Betriebsräte so wichtig ist.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Sie ist<br />
wichtig, um die Interessen der Beschäftigten wirksam vertreten zu<br />
können, z.B. bei der Verbesserung der betrieblichen Weiterbildung, der<br />
Regelung der Arbeitszeiten, der Durchsetzung einer guten betrieblichen<br />
Altersvorsorge, der Beteiligung am Produktivvermögen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">digitalist: Wie kann Ihrer<br />
Meinung nach das Engagement der Arbeitnehmer in ihren Betrieben im<br />
Sinne einer größeren Mitbestimmung gestärkt werden? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Indem besser<br />
informiert wird über die Chancen der betrieblichen Mitbestimmung und<br />
die Vorteile für die Arbeitnehmer. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">g948218: SPD+Grüne haben doch die<br />
Mehrheit. Wenn die Novellierung nicht in dem bisher angepeilten Umfang<br />
durchkommt, steigen dann die Gewerkschaften aus den unergiebigen<br />
Bündnisgesprächen aus? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Nein, aber<br />
wir gehen davon aus, dass wir ein Betriebsverfassungsgesetz<br />
durchsetzen, mit dem die Mitbestimmung in den Betrieben im Interesse<br />
der Arbeitnehmer verbessert werden kann. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Geben Sie mit diesem Zugeständnis nicht ein wichtiges Droh-Argument aus der Hand?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ich weiß<br />
nicht, wie Sie sich Politik vorstellen &#8211; mit vordergründigen<br />
Droh-Argumenten ist man noch niemals weit gekommen. Durchsetzen können<br />
wir uns nur, wenn über längere Zeit systematisch auf Parteien und<br />
Regierung Einfluss genommen wird. Unsere diesbezüglichen Bemühungen<br />
laufen bereits über mehrere Jahre. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Was macht eigentlich<br />
ein freigestellter Betriebsrat, der wieder in seinem alten Beruf<br />
arbeiten möchte. Der ist doch tot auf dem Arbeitsmarkt! </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Dies ist ohne<br />
Zweifel ein gravierendes Problem und hängt sehr stark von der<br />
Qualifikation und den Veränderungen in den einzelnen Tätigkeiten ab.<br />
Natürlich hat der Betriebsrat nach Auslaufen seiner Freistellung<br />
genügend Möglichkeiten und Schutz, wieder in eine berufliche Tätigkeit<br />
eingegliedert zu werden&#8230; <br />
UrsulaEngelenKefer: Wir setzen uns auch dafür ein, dass mehr<br />
Möglichkeiten für Teilfreistellungen von Betriebsräten gewährt werden. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Schutz hat er vielleicht, wie sieht die Praxis aus? Gibt es Untersuchungen zum Thema?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ich selbst<br />
kenne Beispiele aus meiner Tätigkeit bei der Bundesanstalt für Arbeit.<br />
Da ging es um freigestellte Personalräte, die sogar nach Auslaufen der<br />
Freistellung befördert wurden. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Karin: Gibt es auch Bereiche, in denen Ihnen die Novelle nicht genug in die Tiefe geht?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ja, bei den<br />
Mitbestimmungsregelungen zur beruflichen Weiterbildung, zur<br />
Frauenförderung, zu den Auwirkungen von arbeitsorganisatorischen<br />
Veränderungen und zur befristeten Beschäftigung. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: In der IT-Branche werde ich bestimmt nicht befördert, wenn ich mal Betriebrat war!</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ich bin<br />
überzeugt, dass auch in der IT-Branche die Bäume nicht in den Himmel<br />
wachsen. Wenn jetzt auch hier Betriebseinschränkungen und Kündigungen<br />
anstehen, haben die Betriebsräte auch im Urteil der Arbeitgeber eine<br />
erheblich höhere Bedeutung und daher glaube ich auch, dass keine<br />
Diskriminierung gegenüber Beschäftigten erfolgt, die sich als<br />
Betriebsrat zur Verfügung stellen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Noch einmal zu den<br />
Arbeitgebern: Die sagen auch, dass die Novelle mit Mehrkosten in<br />
Milliardenhöhe verbunden ist. Ich glaube, die Möbelbranche allein kam<br />
auf 15 Milliarden Mark. Sind solche Berechnungen seriös? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Das ist<br />
dummes Zeug. Mitbestimmung hat erheblich mehr Erträge als Kosten. Die<br />
friedliche Beilegung eines größeren Konfliktes kann gar nicht hoch<br />
genug beziffert werden. Die betriebliche Mitbestimmung in Deutschland<br />
hat sicherlich auch einen Beitrag dazu geleistet, dass wir eine der<br />
geringsten Streikhäufigkeiten in der Welt haben. Dies spart enorme<br />
Kosten. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Ich glaube, die<br />
Berechnung kam zustande, weil man die Freigestellten berechnet hat, die<br />
in Zukunft ja bei einer geringeren Mitarbeiterzahl freigestellt werden<br />
sollen &#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Das ist<br />
kleinkariertes Rechnen. In vielen Betrieben gibt es heute schon auf<br />
Initiative der Arbeitgeber mehr Freistellungen als vom Gesetz verlangt.<br />
Zudem können freigestellte Betriebsräte weit kompetenter mithelfen,<br />
betriebliche Probleme zu lösen und sparen somit erhebliche Kosten. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">g948218: Warum hat die Zahl der<br />
Betriebsräte in den letzten Jahren so stark abgenommen? Heißt das nicht<br />
Betriebsräte sind nicht mehr zeitgemäß?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Nein,<br />
Betriebsräte sind heute dringender erforderlich als je zuvor. Sie haben<br />
abgenommen, weil sie durch gezielte Strategien der Arbeitgeber<br />
verhindert wurden oder durch Abspaltungen von Betriebsteilen aus<br />
steuerlichen und sonstigen Gründen keine Betriebsräte mehr errichtet<br />
wurden. Zudem ist ein gravierender Personalabbau in vielen<br />
Großbetrieben erfolgt. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Patentaktie: Ich arbeite an einem<br />
neuen Aktienmodell welches viele neue Arbeitsplätze schafft indem<br />
schneller als je zuvor Patente in neue Gesellschaften und Arbeitsplätze<br />
umsetzt ! Haben sie eine Arbeitsgruppe welche sich mit neuen<br />
Aktienmodellen befasst? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ja, bei uns<br />
befasst sich eine Arbeitsgruppe von DGB und Mitgliedsgewerkschaften mit<br />
Fachleuten mit Möglichkeiten gewerkschaftlicher Initiativen zur<br />
Beteiligung von Arbeitnehmern am Produktivkapital. Dies soll auch ein<br />
Thema im Bündnis für Arbeit werden&#8230; <br />
UrsulaEngelenKefer: Hier gibt es enge Verknüpfung mit den Initiativen<br />
der Gewerkschaften, tarifliche und betrieblichen Wege zur betrieblichen<br />
Altersvorsorge zu eröffnen. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Ist Aktienbesitz eine Art Mitbestimmung?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Nein, dies ist eine Form der Beteiligung am Produktivkapital.<br />
UrsulaEngelenKefer: Der Mitbestimmungsanteil ist vergleichsweise<br />
niedrig, es sei denn, wir erreichen eine sehr breite Beteiligung der<br />
Arbeitnehmer, z.B. über Branchenfonds am Aktienkapital von Unternehmen.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Muss ich mir das neue Aktienmodell vorstellen wie eine Weiterentwicklung des Genossenschaftsmodells? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Was ist die Weiterentwicklung des Genossenschaftsmodells?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Eine Modernisierung, wie auch immer die aussehen müsste&#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Was heißt Modernisierung?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Genossenschaften sind<br />
heute nicht mehr &quot;en vogue&quot;, nur wenige arbeiten wirklich erfolgreich.<br />
.. dennoch stecken darin ja gute Ideen &#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Warum wollen Sie denn dann Verbindungen zur Beteiligung am Produktivvermögen ziehen? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Ich will nur verstehen, was sie mit neuen Aktienmodellen meinen könnten &#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Sie sprechen doch von Aktienmodellen, nicht ich!</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Ich mache jede Menge<br />
Überstunden, das ist halt so, die Projekte müssen fertig werden. Wenn<br />
ich es nicht mache, machts ein anderer. Wie soll mir da ein Betriebsrat<br />
helfen?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Vielleicht<br />
wäre es ganz nützlich, wenn Sie einmal Freizeit bekommen als Ausgleich<br />
für die vielen Überstunden. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Das ist bei uns nicht vorgesehen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Und bezahlt wird&#8217;s auch nicht?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Nein, in meinem Arbeitsvertrag steht: Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Sind Sie Millionär?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Nein, aber nicht die einzige mit so einem Arbeitsvertrag.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wollen Sie dies denn verändern?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Würde ich schon gerne, aber ich habs nun mal unterschrieben.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Das ist der<br />
klare Fall für einen Betriebsrat. Der müsste mit Ihnen gemeinsam dafür<br />
sorgen, dass Sie für Ihre vielen Überstunden zumindest<br />
Freizeitausgleich bekommen. Vielleicht möchten Sie ja auch mal<br />
verreisen oder haben eine Familie oder einen Hund.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">haribo: Was kann denn ein Betriebsrat bei der Arbeitsvertragsgesteltung machen? Das sind doch alles individuelle Verinbarungen. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Der<br />
Betriebsrat kann mit der Geschäftsleitung über Arbeitszeitregelungen<br />
verhandeln. Hier hat er ein echtes Mitbestimmungsrecht.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Noch einmal Reform:<br />
Sie haben Proteste angekündigt, falls Ihre Forderungen nicht erfüllt<br />
werden? Ist das Thema überhaupt massentauglich, um die Menschen auf die<br />
Straße zu locken?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ich habe<br />
weder Proteste angekündigt noch wollen wir mit dem Kopf durch die Wand.<br />
Wir haben aber durch die Aktionen der Gewerkschaften erreicht, dass der<br />
Gesetzentwurf nicht durch den Bundeswirtschaftsminister verbessert<br />
wurde. Sollten die Arbeitgeber versuchen, ihre Vorstellungen zur<br />
Verschlechterung der Mitbestimmung durchzusetzen, könnte es allerdings<br />
zu erheblichen Protesten der Gewerkschaften kommen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Hat der DGB in den vergangenen Jahren genug getan, um auch Arbeitslose in seine Struktur zu integrieren? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ja. Aber man kann immer besser werden.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Patentaktie: Ein behinderter<br />
Schlosser hat ein Patent und möchte seine arbeitslosen Freunde und<br />
viele weitere seiner Gesinnung erreichen und ihnen das Patent<br />
vorstellen und Beteiligen an der Firma. Gleichzeitig sollen viele<br />
eingestellt werden und zusammen Arbeiten. Was würden sie dieser Gruppe<br />
wünschen zum Schluss ? und welchen Idealisten könnte mann im DGB<br />
erreichen der es Möglichmacht als gutes Vorbild das es in Deutschland<br />
doch geht?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Meinen Kollegen Burkhard von Seggern fragen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Eine letzte Frage: Was<br />
sind die nächsten Aktionen für die Durchsetzung Ihrer Forderungen beim<br />
Betriebsverfassungsgesetz? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Am Montag<br />
werden wir unsere Vorstellungen in Form von Flugblättern und Zeitungen<br />
vor dem Reichstag verteilen. Wir werden mit 50 Betriebsräten an der<br />
Anhörung teilnehmen und wir werden am Nachmittag vor dem Reichstag mit<br />
mehreren hundert Teilnehmern eine Demonstration für eine ausreichende<br />
Reform der Betriebsverfassung durchführen. Wir freuen uns auf möglichst<br />
rege Beteiligung. Informationen gibt es unter <a href="http://www.dgb.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.dgb.de.</a> </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Liebe Chatter! Das war<br />
es &#8211; jetzt hat auch Frau Engelen-Kefer Feierabend verdient. Werden ihre<br />
Überstunden eigentlich auch bezahlt 😉 ? Wir bedanken uns, dass Sie<br />
bei uns waren und bei den Chattern, dass sie ihren Fragen gestellt<br />
haben! </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Dies war doch keine Arbeit, sondern Vergnügen. Herzlichen Dank für die Unterstützung. Bis bald.<br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
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<hr align="left" noshade="noshade" size="1" width="390" />
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<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Weiterführende Links:</p>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/arbeit/gewerkschaft.shtml">Gewerkschaften im Netz</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/globalisierung/onlinecamps.shtml">Globaler Aktionsraum</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/bsirske/">Frank Bsirkse &#8211; ver.di-Vorsitzender</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/forschung/wildeehen.shtml">Mitbestimmungspraxis und New Economy</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/arbeit/index.shtml">Digitale Arbeit</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/igmetall.shtml">IG Metall rüstet sich für&#8217;s Online-Zeitalter</a></li>
<p></span></p>
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