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	<title>US-Wahllkampf &#8211; politik-digital</title>
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		<title>US-Wahlkampf: Auf dem Weg zum gläsernen Wähler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian-Zsolt Varga]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2016 12:09:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/image2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149964 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/image2.jpg" alt="Registrierung für die CampaignTech Chicago" width="640" height="391" /></a></p>
<p>Daten, Daten und nochmals Daten! Um ihre richtige Verwendung dreht sich fast alles auf der diesjährigen <a href="http://campaigntechchicago.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CampaignTech Chicago</a>. Denn: US-Amerikaner stören sich vergleichsweise wenig an der Verwendung ihre persönlichen Daten. Ob an der Supermarktkasse oder in sozialen Netzwerken &#8211; freimütig füttern sie die Kraken mit ihren personenbezogenen Bits and Bytes.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die so entstandenen Datenmasse in Kombination mit dem schwach ausgeprägten Datenschutz in den USA rüsten die Wahlkampfstrategen mit einem mächtigen digitalen Marketing-Instrumentarium aus. Denkt man sich dann auch noch die astronomischen Werbebudgets sowie die ultra-kompetitive politische Kultur der USA hinzu, eröffnet sich ein komplett neues Wahlkampf-Universum.</p>
<p>Tatsächlich hat Big Data bereits in den letzten Jahren die Art und Weise, wie in den USA Wahlkampf geführt wird, auf den Kopf gestellt. Nach der erfolgreichen Obama-Kampagne von 2008 sprach man von einer „Facebook“-Wahl, also vor allem über das mobilisierende Potential von Social Media. Bereits damals wurden mit ausgefeilten digitalen Methoden des Datensammelns und Datenauswertens, welche die Erstellung von neuartigen Wählerprofilen ermöglichten, die ersten Grundsteine für den Erfolg der der zweiten Kampagne Obamas zur Widerwahl 2012 gelegt &#8211; welche deshalb in der Branche auch als die erste <a href="https://www.technologyreview.com/s/509026/how-obamas-team-used-big-data-to-rally-voters/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Big Data“-Wahl</a> gilt.</p>
<p>Damals gelang es Obamas Polit-Tech-Pionieren die verschiedensten Datensätze so aussagekräftig zusammenzufügen, dass sie Wahlausgänge oftmals wesentlich genauer vorhersagten, als die mit klassischen Methoden operierenden Umfrageinstitute.</p>
<p>Besonders beim Aufspüren der für den Wahlerfolg entscheidenden unentschlossenen Wähler in den Swing-States – dem sogenannten „voter targeting“ &#8211; entfalteten die neuen Methoden ihr volles Potential. Diese wichtigen Wählergruppen konnten nun mit präzise auf sie abgestimmten politischen Botschaften ins Visier genommen werden.</p>
<blockquote>
<p>“We are soon going to get to the point where the targeting technology is so good that if I am sitting in the campaign office and I say `I want to get this specific message on the economy to Joe Smith, this specific Ohio voter’, I can actually do that.”  (Shane D’Aprile, Miteigentümer von Campaigns &amp; Elections)</p>
</blockquote>
<p>Der Fokus der Branche lag in den letzten vier Jahren dementsprechend auf der technischen Fortentwicklung und Perfektionierung dieses data-driven voter-targetings. Neu und in vollem Gange ist hier vor allem die <a href="http://www.wired.com/insights/2013/05/election-2016-marriage-of-big-data-social-data-will-determine-the-next-president/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verschmelzung von Big Data und Social Data</a>, also die Fusion von kommerziellen oder öffentlich zugänglichen demographischen Daten mit denen aus sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, die über die persönlichen Präferenzen und Verhaltensweisen (wie z.B. „Likes“) der Individuen Auskunft geben.</p>
<p>Eine für digitale Wahlkampfstrategen unwiderstehliche Kombination, auf deren Basis sie in Zukunft nicht nur das individuelle Wahlverhalten von Wählern erkennen, sondern &#8211; mit hoch individualisierter Ansprache – auch in die gewünschte Richtung lenken möchten. <a href="https://www.washingtonpost.com/blogs/monkey-cage/wp/2015/07/01/the-real-story-about-how-data-driven-campaigns-target-voters/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Diese Entwicklungen sehen aber natürlich nicht alle so optimistisch</a>.</p>
<p>Titelbild: Registrierung für die CampaignTech Chicago von <a title="Christian-Zsolt Varga" href="http://politik-digital.de/user/czsoltvarga/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian-Zsolt Varga</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Bieber: &#8220;Deutsche Politiker sind keine Internet-Analphabeten&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 14:08:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Köhler]]></category>
		<category><![CDATA[MySpace]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
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		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Internetwahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahllkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[In heutigen Schulklassen würden sie sicherlich zu den Außenseitern zählen: Sowohl die Politiker der Grünen als auch der Linken sind in keinem sozialen Netzwerk aktiv. Und für Westerwelle, Köhler oder Steinmeier scheint das Profil bei Facebook oder MySpace <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/13/0,3672,7381229,00.html">eher eine Pflichterfüllung</a> zu sein. Dass die deutsche Parteienlandschaft nicht dem virtuellen US-Wahlkampf nacheifert, sei kein Grund zur Beunruhigung, meint Christoph Bieber, Politikwissenschaftler und stellvertretender Vorsitzender von pol-di.net e.V. 
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In heutigen Schulklassen würden sie sicherlich zu den Außenseitern zählen: Sowohl die Politiker der Grünen als auch der Linken sind in keinem sozialen Netzwerk aktiv. Und für Westerwelle, Köhler oder Steinmeier scheint das Profil bei Facebook oder MySpace <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/13/0,3672,7381229,00.html">eher eine Pflichterfüllung</a> zu sein. Dass die deutsche Parteienlandschaft nicht dem virtuellen US-Wahlkampf nacheifert, sei kein Grund zur Beunruhigung, meint Christoph Bieber, Politikwissenschaftler und stellvertretender Vorsitzender von pol-di.net e.V.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>11 für Steinmeier vs. 1 898 135 für Obama</b>
</p>
<p>
Während sich viele deutsche Politiker noch nicht in den gefährlichen Internetdschungel aus sozialen Netzwerken getraut haben, erfreuen sich die Mutigen großer Beliebtheit. So kann SPD-Kanzlerkandidat <a href="http://www.myspace.com/fwsteinmeier">Frank-Walter Steinmeier</a> schon elf MySpace-Nutzer als seine Freunde bezeichnen. <a href="http://www.facebook.com/pages/Horst-Kohler/26150281430">Bundespräsident Horst Köhler</a> zählt momentan 38 Anhänger bei Facebook und <a href="http://www.facebook.com/pages/Guido-Westerwelle/20353539724">FDP-Chef Guido Westerwelle</a> hat sogar neun Fans mehr als das Staatsoberhaupt.
</p>
<p>
<b>Heil getwittert</b>
</p>
<p>
Da die zaghaften Schritte deutscher Politiker in das Mitmachnetz meist von Seiten der Medien zynisch kommentiert werden, braucht man sich nicht über deren virtuelle Enthaltsamkeit wundern, meint Christoph Bieber. So rehabilitiert der Politikwissenschaftler in einem <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/9/0,3672,7378025,00.html">heute.de-Interview</a> den medial viel gescholtenen, twitternden Hubertus Heil:„ Die Politiker sind in einer Art Zwickmühle gelandet, in die sie durch die Medienberichterstattung geschoben werden: &#8216;Wie könne denn ein deutscher Politiker so einen Unfug machen? Das sind Mitteilungen im Teenager-Slang, das hat mit Politik nichts zu tun.&#8217; Noch eine Woche zuvor haben Kritiker aus dem gleichen Medienhaus über langweilige Partei-Seiten im Internet gemeckert.“
</p>
<p>
<b>Kein Erlöser</b>
</p>
<p>
Das der US-Präsidentschaftskandidat Obama beispielsweise einen derartigen Erfolg in sozialen Netzwerken verzeichnet, hat für Bieber tiefer greifende Gründe. So würde man Deutschland wohl eher von einer solchen Persönlichkeitsinszenierung als &quot;Erlöserfigur&quot; die Finger lassen. „Dies liegt schon in den unterschiedlichen Regierungssystemen begründet &#8211; während der US-Präsident direkt gewählt wird, entscheiden die Deutschen an der Urne &#8216;nur&#8217; über die Zusammensetzung des Parlaments“, erklärt der Wissenschaftler.</p>
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