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	<title>Utopie &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Utopie &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Datenschutz quo vadis? Die Reise durch Europa geht weiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2016 14:29:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zwischen Datenschützern und Netzkulturen- Eine digitale Reise durch Europa]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Daten sind das Öl des 21. Jahrhundert. Genau wie einst das Öl, werden sie unser Leben komplett verändern. Darum möchte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Daten sind das Öl des 21. Jahrhundert. Genau wie einst das Öl, werden sie unser Leben komplett verändern. Darum möchte die Europäische Union allen Bürgern die gleichen digitale Bürgerrechte im Netz ermöglichen, doch der Weg dahin ist noch lang. Jan Philipp Albrecht zog in Berlin Bilanz und unsere Artikelreihe zum Datenschutz in Europa geht in die zweite Runde.</p>
<h3>Eine große Aufgabe</h3>
<p>„Das schaffen wir nie“, stöhnte der grüne Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht. Als Albrecht im Dezember 2012 die Aufgabe des Berichterstatters für eine neue Datenschutzgrundverordnung übernahm wusste er noch nicht, was auf ihn zukommen sollte. Über 4000 Änderungsanträge, die höchste Zahl in der Geschichte des Europäischen Parlaments, hatte der erste Entwurf dieser Verordnung. Zähe und langwierige Verhandlungen mit Skeptikern, Lobbyisten und Gegnern verlangten Albrecht und seinen Kollegen viel Anstrengungen und Mühen ab. Über drei Jahre zogen sich die Verhandlungen hin und lieferten sogar Stoff für einen Blockbuster. Die Macher von <a href="https://www.janalbrecht.eu/termine/alles-zum-film-democracy.html">„Democracy Im Rausch der Daten“</a> begleiteten das Geschehen und lassen den Zuschauer den Gesetzgebungsprozess direkt am Verhandlungstisch miterleben.</p>
<p>Angesichts der großen Hürden in Europa erscheint es fast wie ein Wunder, dass diese Richtlinie erfolgreich verabschiedet werden konnte, erklärt Albrecht bei einer Veranstaltung an der Humboldt Universität Berlin zum Thema Datenschutz in Europa. Besonders wichtig erscheint ihm, dass der politische Wille gegeben war, dieses Projekt Datenschutz erfolgreich abzuschließen.</p>
<h3>Datenschutz keine Einbahnstraße</h3>
<p>In einer Zeit, in der wir immer mehr im Netz surfen, sind Datenschutzrechte wie Verkehrsregeln. Immer mehr Bereiche unseres Lebens spielen sich im digitalen Raum ab. Hierin sieht Albrecht eine große Chance für das „Projekt Europa“. Zunehmend gewinnt das europäische Recht auch bei nationalen Fragen eine wichtige Bedeutung. Dadurch macht der Prozess der europäischen Integration einen wichtigen Sprung nach vorne, wie Albrecht feststellt.</p>
<p>Bereits vorher, während den Verhandlungen und auch jetzt noch wird Kritik an der Datenschutzverordnung und ihren Zielen geäußert. Viele Bereiche, finden Kritiker, wären nicht oder unzureichend berücksichtigt worden. Auch Albrecht selbst hätte gerne noch Themen aus dem Bereich der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit in die Verordnung aufgenommen. Er betont jedoch, dass die Demokratie nie perfekte sondern nur gute Gesetze machen kann, die möglichst viele Ansichten vereinen.</p>
<p>In diesem Sinne führen wir in den nächsten Wochen unsere <a href="http://politik-digital.de/news/auf-dem-weg-zur-datenunion-gemeinsam-verschieden-auch-im-netz-148966/">Artikelreihe</a> „ Auf dem Weg zur Datenunion?- Gemeinsam verschieden auch im Netz“, fort und werfen wir wieder einen Blick auf weitere europäische Perspektiven zum Datenschutz. Zunächst begeben wir uns in ein beliebtes Urlaubsland. Wie ist bestellt um Datenschutz im Land der Sonne und des Flamencos <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-siesta-und-non-plus-ultra-ein-blick-nach-spanien-149247/">Spanien</a>? Auch dann bleiben wir im Süden und widmen uns dem Schutz der Daten bei unseren Nachbarn in der Alpenrepublik<a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-bergen-und-behoerden-149286/"> Österreich</a>. Von dort lädt die Reihe ein nach <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-dolce-vita-und-vita-digitale-ein-blick-auf-italien-149331/">Italien </a>mitzukommen und deren Sicht auf das Netz kennenzulernen. Danach berichten wir über <a href="http://politik-digital.de/news/datenschutz-zwischen-vertrauen-und-vorreitern-ein-blick-nach-estland-149358/">Estland</a>, ein Land am Rande Europas, wo das Internet schon fast zu den Grundnahrungsmitteln zählt. Abschließend werden wir Bilanz ziehen und einen Ausblick auf die Digitalisierung der <a href="http://politik-digital.de/?p=149389&amp;preview=true"> Welt</a> wagen.</p>
<p>Titelbild <a href="https://pixabay.com/de/users/TheAndrasBarta-2004841/">TheAndrasBarta </a>via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Utopie oder Realität? Rückblick Digitaler Salon – re:publica ante portas</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 May 2016 09:33:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[„Das Internet ist für uns alle Neuland“, sagte einst Bundeskanzlerin Merkel. Die Menschheit hat einen neuen Lebensraum für sich entdeckt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/surreal-traum-gesicht-frau-träume-by-geralt-via-pixabay-licensed-CC0-e1461845154889.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-149151" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/surreal-traum-gesicht-frau-träume-by-geralt-via-pixabay-licensed-CC0-e1461845154889-630x276.jpg" alt="surreal-traum-gesicht-frau-träume by geralt via pixabay licensed CC0" width="630" height="276" /></a>„Das Internet ist für uns alle Neuland“, sagte einst Bundeskanzlerin Merkel. Die Menschheit hat einen neuen Lebensraum für sich entdeckt. Als Pioniere erschließen und besiedeln wir diesen neuen Kontinent Internet nach unseren Idealen, stoßen aber auch auf neue Risiken. Der digitale Salon diskutierte über Utopien, Hoffnungen und Gefahren des Internetzeitalters.</p>
<h3>Ein unfassbarer Fund</h3>
<p>„Was sehen Sie?“, fragte der Grabungsleiter. „Ich sehe viele unfassbare Dinge“, antwortete sein Kollege. „Überall Drähte und Fasern. Es scheint als würden sie von einer Art Kasten zusammengehalten. Es gibt ganz viele davon und irgendwie wirken diese Konstruktionen verbunden“. So oder ähnlich könnte es aussehen, wenn Archäologen im Jahre 2100 nach den Ursprüngen des Internets suchen. Was sind dessen Spuren, was ist das Internet selbst?</p>
<p>Vielleicht wird man die verrosteten Router auf den Kirchtürmen entdecken, die die Initiative freifunk.net auf Dächern installiert. Aber was soll man ausgraben oder gar finden? „Das Internet sind Ideen“, wie Philipp Borgers, als <a href="https://freifunk.net//">freifunk.ne</a>t betont.Was ist nach Jahren des Internetwachstums aus diesen Ideen, ja Idealen, Utopien geworden?</p>
<p>Neben Philipp Borgers diskutierten Andreas Gebhard, Gründer und Geschäftsführer der Re:publica, sowie Jeanette Hofman, Direktorin des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft, im <a href="http://www.hiig.de/digitaler-salon/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Salon</a> diese Frage.</p>
<p>„Als ich 1992 anfing mich damit zu beschäftigen, sah ich das Internet als etwas sehr Positives. Ein Laboratorium für neue Ideen war entstanden, das die Gesellschaft neu definieren wird“, erinnert sich Jeanette Hofmann. „Vielleicht werden die Archäologen auch die ‚Best Practice‘ Beispiele finden“, meint Andreas Gebhard. Dazu gehören unsere vielen Kontakte in den sozialen Netzwerken und unsere großen Datenbanken, schlichtweg Kommunikation und Information. „Die Flüchtlingskrise hat dieses Bedürfnis nach Zugang zu Information deutlich gemacht“, unterstreicht Philipp Borgers, der mit seiner Initiative Flüchtlingsheime mit Internet versorgen will: „Noch immer sind viele nicht am Netz, sie haben keinen Zugang zu diesen Möglichkeiten, das wollen wir ändern.“ Langfristig wünscht er sich daher die Entwicklung des Internets zu einem Common Good für alle.</p>
<p>„Als jedoch das Thema Netzneutralität aufkam, merkte ich schnell, wie naiv dieses Denken von Demokratisierung durch dieses Instrument war. Es gibt aber nichts, was nicht anfällig für Missbrauch ist“, bemerkt Hofmann.  Start Ups bereichern die kreativen Zentren, aber längst hat auch das Verbrechen das Netz für ihre Zwecke entdeckt. Cybersex, Piraterie, Phishing sind Ausdruck dieser Entwicklung.</p>
<h3>Netzkultur oder die Kultur für das Netz</h3>
<p>„Wir brauchen eine Kultur des digitalen Entrepreneurships“, findet Andreas Gebhard. Immer wenn von Internet die Rede ist, werden die großen Giganten genannt und Start Ups. Letztere bringen neue Ideen, verändern die Branche immer wieder. Allerdings scheitern neun von zehn Unternehmern wieder. Dadurch werde Geld zum hauptsächlichen Anreiz in diese Branche einzusteigen. Derzeit fördert der Staat Investoren, indem er 20% der gesamten Investitionssumme übernimmt. „Es ist fraglich, ob Geldgeber auch nur 80% investieren würden“, wenn sie von der Geschäftsidee nicht überzeugt wären, moniert Gebhard. Anstelle die Abhängigkeit von Geldgebern zu erhöhen, wünscht sich der Initiator der re:publica, dass die Förderungen direkt an die Gründer vergeben werden. Auf diese Weise könne sich ein digitales Unternehmertum etablieren. Diese Unternehmen hätten so mehr Handlungsspielraum, wären aber selber für ihre Entscheidungen verantwortlich.</p>
<p>Alle diese Fragen über digitale Infrastruktur, Sicherheit, Schutz, Vertrauen im Netz aber auch digitale Wirtschaft und digitales Arbeiten umfasst die Digitale Agenda. Jedoch wird sie nur halbherzig und lustlos umgesetzt. Es fehlt bisher am politischen Willen sich dieser Thematik anzunehmen, bemängelt Jeanette Hoffmann, ehemaliges Mitglied der Enquete-Kommission des Bundestages für Internet und digitale Gesellschaft.</p>
<h3>Das Internet wird erwachsen</h3>
<p>„Das Netz war ein unerforschter Kontinent“, erinnert sie sich noch. Damals waren nur sehr wenige am Netz. Doch das Internet ist gewachsen, erwachsen geworden. „Man kann immer mehr machen, damit wachsen auch die Bedürfnisse“, wie die Politikprofessorin findet.Heute sind bereits mehr als 3,4 Milliarden Menschen auf der Erde miteinander verbunden.Gemeinsame verbindliche Regeln zu finden, die allen Bedürfnissen gerecht werden, erscheinen immer mehr als eine Utopie. Aber genau diese Utopien sind es, die das Netz voranbringen, meint der Gründer der re:publica Gebhard. Es gibt viele gute Ideen, diese müssen wir zum Leben erwecken, bekräftigt er.</p>
<p>Diese Ideen, die Entwicklung gehen immer schneller:, immer schwerer fällt es, noch etwas festzuhalten. Hier sieht Professorin Hoffmann die große Schwierigkeit. Das Internet ist aus seiner pubertären Phase hinausgewachsen. Nun ist es Zeit, Lehren zu ziehen und zu entscheiden, was das Internet werden will. „Leider“, so bemängelt sie, „ziehen die kreativen Köpfe immer weiter und weiter, anstelle sich dieser Aufgabe zu stellen.“</p>
<p>Diese Wanderung findet unter anderem vom offenen Internet in die sozialen Netzwerke statt. Facebook schickt sich an, das neue geschlossene Internet zu werden. Immer mehr Nachrichten werden in diesem Netzwerk verbreitet und gesucht, was den Wettbewerbsdruck auf die etablierten Bezahlmedien erhöht.Soziale Bewegungen organisieren sich über das Netz, Konflikte werden ausgetragen, Glauben gelebt.</p>
<p>Das Internet ist eine unfassbare Errungenschaft unserer Zeit. Sie ist so unfassbar, dass die  Identifikation damit sehr schwer fällt. Daher ist physischer Kontakt immer noch wichtig, wie Gebhard hervorhebt. Die Vernetzung schreitet voran, das Internet breitet sich immer weiter aus, was auch Unruhe weckt. Noch fehlen schlüssige Antworten auf Fragen, wie eine komplett vernetzte Gesellschaft einmal aussehen wird.</p>
<p>Zum zehnten Mal öffnet die re:publica ihre Pforten für alle, die sich dieser Thematik annehmen wollen. Interessierte Pioniere, Erfahrene und Neueinsteiger aus allen Bereichen kommen wieder zusammen, diskutieren, tauschen sich aus und knüpfen neue Kontakte.</p>
<p>Das Internet wird eine immer wichtigere Rolle spielen. Neue Chancen eröffnen auch neue Risiken. Wir haben erst die Küsten des Kontinents Internet wirklich besiedelt, es geht noch weiter. Das Internet erfindet sich immer wieder neu und wir entdecken auf diese Weise stets neue Möglichkeiten, wie Gebhard schließt. Daher Mut und Bekenntnis zum gesunden Umgang mit dieser Technologie. Denn es wusste schon der große Seefahrer Magellan: „Wer an der Küste bleibt kann keine neuen Ozeane entdecken.“ Auf diese Entdeckungsreise lädt die <a href="https://re-publica.de/">re:publica</a> ab Montag dem 02.Mai alle Interessierten ein.</p>
<p>Titelbild <a href="https://pixabay.com/de/users/geralt-9301/">geralt</a> via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Die Utopie ist tot &#8211; lang lebe die Utopie! &#8211; Digitale Presseschau 8/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 16:06:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was in älterern filmischen und literarischen Darstellungen als Dystopie erschien, ist zum Teil heute Realität. Günter Hack diagnostiziert in der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was in älterern filmischen und literarischen Darstellungen als Dystopie erschien, ist zum Teil heute Realität. Günter Hack diagnostiziert in der FAZ das Ende der Utopien. Doch vielleicht hat gerade das Internet das Potential, sich selbst neu zu erschaffen und neue Utopien zu entwickeln. Das Neue – es ist heute dringend erforderlich! Und das nicht nur in utopischer Form, sondern auch in Form neuerer rechtlicher Rahmenbedingungen für den Datenschutz, aber auch in Form einer Änderung unserer Gewohnheiten. Da hilft es auch nichts, dass die Perspektive außerhalb der westlichen Hemisphäre ganz anders aussieht, wie uns Leena Simon von ihrer Reise aus Indien berichtet. Manchmal muss mit Traditionen auch gebrochen werden, um ein neues Leben zu ermöglichen.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=95jLTIGnZQE" title="Netzneutralität ist in Gefahr! Rette das Internet!" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/95jLTIGnZQE?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Das Video der Woche ist diesmal ein Video der Kampagne <a href="http://savetheinternet.eu/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Save the Internet.eu“</a>, das erklärt, warum Netzneutralität in der EU in Gefahr ist. Zudem werden Vorschläge für persönlichen Lobbyismus und Aktivismus gemacht &#8211; für die Zukunft eines offenen, freiheitlichen Internets.</p>
<h3><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/oxford-forscher-mayer-schoenberger-wir-geben-unsere-daten-zu-schnell-her-seite-all/9495354-all.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gehen wir zu leichtsinnig mit unseren Daten um?</a></h3>
<p>Seit einigen Wochen wird anhaltend die Warnung vor <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/technologischer-totalitarismus-warum-wir-jetzt-kaempfen-muessen-12786805.html)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„technologischem Totalitarismus“</a> von Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, diskutiert. Letzte Woche wiesen wir in der Digitalen Presseschau auf eine Antwort von Peter Schaar hin, der für mehr Datenschutz zur Sicherung der Grundrechte plädierte. Diese Woche gab Professor Viktor Mayer-Schönberger vom Internet Institute der Universität Oxford ein Interview, in dem er für mehr Verantwortung bei der Nutzung von Big Data plädiert. Für eine zeitgemäße Lösung der kritischen Probleme beim Umgang mit großen Datenmengen seien zwei Eckpfeiler notwendig: „Erstens, dass sich aus Daten Wert schöpfen lässt. Und zweitens, dass diese Wertschöpfung eben in einem rechtlichen Rahmen, der auch durchgesetzt wird, zu erfolgen hat – und zwar in klarer gesellschaftlicher Verantwortung, also nicht bloß zum Wohl der bestehenden Besitzstände, sondern vor allem auch zum Wohl der Menschen.“ Dafür sei eine „schlagkräftige und effektive Datenschutzbehörde“ unabdingbar.<br />
Zum<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/gespraech-mit-isabelle-falque-pierrotin-vor-den-netzgiganten-sind-wir-voellig-nackt-12808326.html?printPagedArticle=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> gleichen Thema</a> gab die Chefin der französischen Datenschutzbehörde Isabelle Falque-Pierrotin der FAZ ein Interview. Auch sie mahnt, dass wir unsere Daten nicht zu leichtfertig hergeben sollten, plädiert jedoch für einen verbindlichen Rechtsrahmen, in dem Daten international ausgetauscht werden können. Dazu müssen auch Unternehmen wie Facebook oder Google in die Pflicht genommen werden. Jedoch seien aber auch gesellschaftspolitische Initiativen notwendig.</p>
<h3><a href="https://digitalcourage.de/blog/2014/andere-laender-andere-ueberwachung-das-beispiel-indien" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Überwachung jenseits des Westens</a></h3>
<p>Vor dem Hintergrund hiesiger Diskussionen über Überwachung und Datenschutz präsentiert die Philosophin Leena Simon einen Blick jenseits von Eurozentrismus. Sie berichtet von ihren Erfahrungen einer dreiwöchigen Reise nach Indien: „Verglichen mit anderen Ländern leben wir in Deutschland im Datenschutzwunderland. Derweil wird allein in Indien ein Sechstel der Weltbevölkerung daran gewöhnt, dass Überwachung ganz normal und ein unvermeidbares Übel sei.“</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/literarische-utopien-wir-brauchen-eine-neue-science-fiction-12805052.html?printPagedArticle=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Ende der Geschichten</a></h3>
<p>Günter Hack nimmt uns mit auf eine Reise in die Dys- und Utopien der Geschichte der Science-Fiction und des Cyberpunks. Für heute stellt er eine gefährliche Stagnation dieses Genres fest. Leben wir bereits in einer Dystopie, bzw. sind wir am Ende der Utopien angelangt? „Diese Stagnation der Science-Fiction ist gefährlich, denn sie verhindert, dass die Technik-Erzählung über den Status quo hinaus geht: Man hätte es nicht mehr mit dem Ende der Geschichte zu tun, sondern mit dem Ende der Geschichten.“ Hack postuliert dagegen ein neues Feld der Utopie, das unsere „zerbrochene Kultur“ erneuere, also über das Bestehende hinausgehe.</p>
<h3><a href="http://www.netzpiloten.de/internet-der-dinge-die-black-box-in-unserem-zuhause/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Nutzen des Internets der Dinge</a></h3>
<p>Katharina Große von den Netzpiloten misst das Potential des sogenannten „Internet der Dinge“ aus und stellt fest, dass unser vernetzter Alltag zu einem großen Teil automatisch abläuft und dadurch von uns nicht kontrolliert werden kann. Sie fordert stattdessen die Transparenz darüber, welches Gerät welche Daten sammelt sowie ein Recht, das Sammeln von Daten durch Geräte abzulehnen.</p>
<h3><a href="http://www.cicero.de/salon/edward-snowden-verrat-ist-demokratien-nicht-legitim/57062" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verrat in Demokratien</a></h3>
<p>Zum Abschluss der Presseschau ein Text, indem das Wort „Internet“ nicht ein einziges Mal vorkommt – der also den engeren Themenkreis der Netzpolitik in die verschlungenen Pfade der Ideengeschichte verlässt. Führt Whistleblowing nicht zu mehr Transparenz und damit zu mehr Demokratie? Matthias Zimmer präsentiert uns eine spannende Untersuchung der demokratischen Legitimität des Verrats. „Ist Verrat in Demokratien legitim?“ Lesen Sie selbst!<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>(R)Evolution des Währungssystems durch Bitcoins?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/revolution-des-waehrungssystems-durch-bitcoins-136417/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2014 14:16:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als die Finanzkrise 2009 die breite Öffentlichkeit erreicht, ist klar: Es gibt ein Problem mit dem globalisierten Wirtschaftssystem. Staaten sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/10680535645_a7215e3323_z.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-136443" alt="10680535645_a7215e3323_z" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/10680535645_a7215e3323_z-630x472.jpg" width="630" height="472" /></a>Als die Finanzkrise 2009 die breite Öffentlichkeit erreicht, ist klar: Es gibt ein Problem mit dem globalisierten Wirtschaftssystem. Staaten sind in einem historisch einmaligen Maße von Finanzmärkten abhängig und Reformvorschläge wie die Tobinsteuer werden aus genau diesem Grund verworfen. Ein Vorschlag jedoch setzt sich immer mehr durch, der nicht von Staaten abhängig ist: Die Revolution des Währungssystems durch rein elektronisches und dezentrales Geld: „Bitcoins“.<br />
Im Oktober 2008 stellte Satoshi Nakamoto in einer <a href="http://article.gmane.org/gmane.comp.encryption.general/12588/">Newsgroup</a> seine Idee einer elektronischen Währung vor, die auf einem Netzwerk von Servern ohne jegliche zentrale Autorität basiert. Das Netzwerk soll neben der Anonymität auch die eindeutige Zuordnung von Besitz und Transaktionen sichern. Über Nakamoto, sehr wahrscheinlich ein Pseudonym, ist noch nicht einmal bekannt, ob es sich um eine oder mehrere Personen handelt. Aber mit der Open-Source-Software „Bitcoin-QT“ hat er eine alternative Währung geschaffen, die in ihrer Gesamtheit inzwischen knapp <a href="http://blockchain.info/de/charts/market-cap">12 Milliarden Dollar</a> wert ist (entspricht dem isländischen Bruttoinlandsprodukt von 2012) und das gesamte Währungssystem in Frage stellt.<br />
Bis vor kurzem war Bitcoin, wenn überhaupt, nur bekannt als ominöse Währung, mit der Waffen, Drogen und Menschenleben in den Tiefen des „Darknet“ gehandelt werden. Auch wenn diese Analyse bis heute nicht ganz falsch ist, scheint das Bitcoin-Netzwerk sich davon zu emanzipieren: <a href="http://www.cnbc.com/id/101315433">Große Online-Händler</a> und -Handelsplattformen wie <a href="http://www.rp-online.de/wirtschaft/ebay-prueft-die-einfuehrung-von-bitcoins-aid-1.3852170">ebay</a> liebäugeln mit den wertvollen Codes als Zahlungsmittel, <a href="https://exante.eu/">Hedgefonds</a> spezialisieren sich bereits auf die elektronische Währung.<br />
<figure id="attachment_136420" aria-describedby="caption-attachment-136420" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bitcoins-wert.png"><img decoding="async" class="size-large wp-image-136420" alt="Bitcoins wert" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bitcoins-wert-630x233.png" width="630" height="233" /></a><figcaption id="caption-attachment-136420" class="wp-caption-text">Bitcoin-Preis in US-Dollar, Entwicklung im Jahr 2013</figcaption></figure><br />
Staaten und Zentralbanken kommen nicht mehr umhin, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bitcoin-Regulierung-Die-Staaten-und-das-Kryptogeld-2089262.html">sich mit Bitcoin zu beschäftigen.</a> Denn das dezentrale Netzwerk, auf dem das Geld basiert, entzieht sich jeglicher Kontrolle durch die üblichen Institutionen. Es ist kein Zufall, dass Bitcoins gerade zu dem Zeitpunkt im Frühjahr 2013 einen Boom erlebten, als der zypriotische Staat im Zuge der Eurokrise private Bankkonten belangen wollte. Die Ende 2013 beginnende Rallye wird auf das wachsende <a href="http://www.welt.de/finanzen/article122333875/Bitcoin-ist-erstmals-mehr-als-1000-Dollar-wert.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interesse chinesischer und US-amerikanischer Investoren</a> zurückgeführt. Auch eine Reihe von <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bitcoin-virtuelle-waehrung-erstmals-mehr-als-1000-dollar-wert-a-936081.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anhörungen im US-Parlament zum Thema</a> mit führenden Mitarbeitern aus Justiz und Verwaltung werden als Ursache genannt. Doch die chinesische Regierung sah sich Anfang Dezember offenbar bedroht genug, um <a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/devisen/internetwaehrung-chinas-notenbank-verbietet-bitcoin-transaktionen/9173760.html">den eigenen Finanzinstituten den Handel mit Bitcoins zu verbieten</a>. Das Verbot führte prompt zu einem Kurseinbruch.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Wie funktionieren Bitcoins?</strong><br />
Wer Euros gegen Bitcoins tauscht, der kauft mit bei der EZB registriertem Geld digitale Codes ein. Während jeder papierene Geldschein eine Seriennummer trägt, besteht ein <strong>Bitcoin (BTC)</strong> aus nichts anderem mehr als einer Folge von Zahlen und Buchstaben. Diese Folgen werden, eher Gold ähnelnd als Papiergeld, mithilfe von Computern elektronisch geschürft. In der Bitcoin-Sprache nennt sich der Vorgang sehr bildlich <strong>„Mining“</strong> und meint die Berechnung von kryptografischen Rätseln, die mit momentan 25 BTC (z. Z. über 20.000 USD) belohnt werden.<br />
Prinzipiell kann also jeder, der über eine Internetverbindung verfügt, elektronischer Minenarbeiter werden und den eigenen PC digitales Gold schürfen lassen. Allerdings werden die Rätsel umso schwerer, je mehr Rechenkraft das Mining-Netzwerk, also alle <strong>„Miner“</strong> zusammen, aufbringt. Zudem verringert sich die Belohnung, je mehr bereits geschürft wurde. Auf diese Weise wird ein <a href="http://blockchain.info/de/charts/total-bitcoins?showDataPoints=false&amp;show_header=true&amp;daysAverageString=1&amp;timespan=all&amp;scale=0&amp;address=">immer langsamer werdender Mengenzuwachs </a>an Bitcoins sichergestellt. Das Schürfen lohnt sich daher nur noch für <a href="http://dealbook.nytimes.com/2013/12/21/into-the-bitcoin-mines/?_php=true&amp;_type=blogs&amp;_r=2&amp;">professionelle Minenbesitzer.</a><br />
Der Clou schließlich ist, dass die Miner mit ihren Berechnungen nichts anderes machen, als alle getätigten <strong>Transaktionen von Bitcoins</strong> zu <strong>überprüfen</strong>. Damit braucht es keine zentralen Institutionen wie Staaten oder Banken mehr, sondern diese Aufgabe verteilt sich <strong>dezentral</strong> über das Netzwerk. Benutzer können Bitcoins auf diese Weise kostenlos über eine Internetverbindung an jeden Nutzer mit Bitcoin-Account verschicken – und durch <strong>Verschlüsselung</strong> bleibt alles anonym.</div></div>
<h3><b>Idealismus und Schwarzmarkt</b></h3>
<p>Bitcoin ist nicht das einzige rein elektronische Zahlungsmittel, aber das erste, das Anspruch auf eine allgemeingültige Währung erhebt und damit einigen Erfolg hat. Was motivierte die ersten Benutzer und Miner, auf den Wert der im Prinzip wertlosen Datenpakete zu vertrauen? Möglicherweise war es der Wille, die Macht über das Geld den Staaten und dem Finanzsystem aus den Händen zu reißen und ein politisch nicht beeinflussbares Währungssystem zu etablieren. Der durchaus lukrative Schwarzmarkt im Darknet trug jedoch sicherlich auch seinen Teil dazu bei.<br />
Nicht nur deshalb ist Bitcoin hoch umstritten. Während einige euphorisch das Ende staatlicher Gelddruckerei und Steuerverschwendung feiern, warnen andere vor inhärenter Deflationsgefahr, einem <a href="http://www.nytimes.com/2013/04/15/opinion/krugman-the-antisocial-network.html?ref=paulkrugman">„Anti-Social Network“</a> und dem <a href="http://blog.gardeviance.org/2013/11/a-spoiler-for-future-bitcoin.html">Zerfall der Staaten und Regierungen</a> weltweit. An zwei zentralen Fragen trennen sich dabei die Geister: a) Ist Bitcoin eine potenziell voll funktionsfähige Währung? b) Ist der staatliche Kontrollverlust ein Schritt Richtung Utopie oder Dystopie?<b><br />
</b></p>
<h3><b>Geld als soziales Kontrukt</b></h3>
<p>a) Die Frage, ob Bitcoin eine Währung ist oder nicht, bietet einen guten Grund, sich kurz generell mit Geld auseinanderzusetzen: Die Grundfunktion von Geld ist die Erleichterung des Warentausches zwischen Menschen. Dazu kommen noch die Funktionen als Sparmöglichkeit und als Wertmaßstab. Geld braucht daher einen relativ stabilen Wert. Spätestens aber seitdem Geld hauptsächlich in Form von Papierscheinen genutzt wird, muss der Wert sozial hergestellt werden. Und mit der Aufgabe der Goldbindung in den 1970er Jahren ist allgemeines Vertrauen und die Versicherung der Staaten das Einzige, was hinter dem Wert von Geld steht. Auch hinter <a href="http://politik-digital.de/bitcoins-gefaehrlich-oder-revolutionaer/">Bitcoins steht nur noch das allgemeine Vertrauen</a>.<br />
Trotz der Tatsache, dass die Codes offensichtlich als Tauschmittel funktionieren, <a href="http://krugman.blogs.nytimes.com/2013/12/28/bitcoin-is-evil/">bezweifelt der Wirtschaftswissenschaftler Paul Krugman</a> daher, dass sie als Sparmittel verwendet werden können. Zu unsicher sei der Wert. Sein Kollege <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KtNPKdtCumM">Gerhard Rösl dagegen ist sich sicher</a>, dass Bitcoins „genauso als Geld zu interpretieren sind wie offizielles Geld, das Banken ausgeben“. Abgesehen von der absoluten Abhängigkeit von Internet und Strom sind die kritischen Punkte der Anteil an Spekulation auf dem Bitcoin-Markt, eine hohe Volatilität des Wertes und eine <a href="http://www.slate.com/blogs/moneybox/2013/04/10/bitcoin_s_deflation_problem.html">inhärente Deflationsgefahr.</a></p>
<blockquote><p><em>„We are for some reason digging our way back to the 17<sup>th</sup> century“</em></p></blockquote>
<p>In <a href="http://p2pfoundation.ning.com/forum/topics/bitcoin-open-source">Nakamotos Konzeption von Bitcoin</a> zeigt sich die Angst vor ungehemmter staatlicher Gelddruckerei und damit einhergehender Inflation der Preise sowie Entwertung der Währung. Durch den geregelten Zuwachs an Bitcoins bis zu einer fixen Grenze, die voraussichtlich um 2140 erreicht sein wird, hat der Initiator Nakamoto Inflation gewissermaßen unmöglich gemacht.<br />
Allerdings sehen Kritiker wie der Wirtschaftsjournalist <a href="http://www.slate.com/blogs/moneybox/2013/04/10/bitcoin_s_deflation_problem.html">Matthew Yglesias hier die Gefahr</a> einer Deflation mit eingebaut. Da die Menge der Bitcoins nur begrenzt und immer langsamer wächst, steige deren Wert mit immer mehr Nutzern und Märkten automatisch. Das könnte dazu führen, dass niemand mehr Bitcoins ausgibt, sondern sie nur hortet. Auch hier tut sich die Analogie zu Gold auf, was Paul Krugman zu der Aussage veranlasst, dass <a href="http://www.nytimes.com/2013/12/23/opinion/krugman-bits-and-barbarism.html">„wir uns in das 17. Jahrhundert zurück graben“.</a></p>
<blockquote><p><i>„The point is not that Bitcoin is a deflationary currency. The point is that it can be anything.“</i></p></blockquote>
<p>Jedoch auch diese <a href="http://www.forbes.com/sites/timothylee/2013/04/11/bitcoin-doesnt-have-a-deflation-problem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kritik bleibt nicht unerwidert</a>. So könnte die stetig an Wert zunehmende Währung überflüssigen Konsum verhindern und Anreiz zum Sparen anstatt zum Schuldenmachen geben. Wired-Redakteur <a href="http://www.wired.com/wiredenterprise/2013/11/bitcoin-and-deflation/all/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cade Metz verweist darauf</a>, dass das Bitcoin-System grundsätzlich reformierbar sei. Denn das Netzwerk basiert auf einer Open-Source-Software, die geändert werden könne, sobald mehr als die Hälfte der Nutzer dahinter stehen. So könnte zum Beispiel die Obergrenze aufgehoben werden.<br />
Das elektronische Geld ist mit gut fünf Jahren noch sehr jung, und ob es sich als eine vollwertige Währung etabliert, bleibt abzuwarten. Aber das Potenzial ist da.</p>
<h3><b>Utopie und Dystopie </b></h3>
<p>b) Wie jeder Währung liegt Bitcoin eine politische Agenda zugrunde: die Etablierung eines Währungssystems unter Ausschluss von Staaten und Banken. Nakamoto stellt damit die herrschenden Formen von Politik und Macht in Frage. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=K7OSYKqDTfw&amp;list=PLF12155DCD51B7F91&amp;index=9">Das Ideal</a> wäre eine Welt, in der alle über das Netzwerk an der Währung mitbauen könnten, Transaktionen nichts oder nur sehr wenig kosten und unnötiger Konsum ausbleiben würde. Damit würde die Demokratie ebenso gestärkt wie eine nachhaltige Wirtschaft.<br />
Auf der anderen Seite interpretieren <a href="http://www.antipope.org/charlie/blog-static/2013/12/why-i-want-bitcoin-to-die-in-a.html">Kritiker</a> die politischen Implikationen der Währung ganz anders: Sie entwerfen eine <a href="http://blog.gardeviance.org/2013/11/a-spoiler-for-future-bitcoin.html">Dystopie</a>, in der Staaten die Steuereinnahmen wegbrechen würden, da Bitcoins nur schwer besteuert werden können. In diesem Fall würde eine harsche Austeritätspolitik herrschen, verbunden mit einem Absterben des Sozialstaats. Monetäre Wirtschaftspolitik käme durch den Verlust der staatlichen Kontrolle der Geldmenge zum Erliegen und durch eine Deflationsspirale würde auch das Wirtschaftswachstum einbrechen.<br />
Ist das dezentrale Zahlungsmittel Teil eines Traums einer staatenlosen, globalen Gemeinschaft? Oder ist es der Anfang einer asozialen, Algorithmen-gesteuerten Netzwerkgesellschaft? Oder vielleicht funktionieren die wertvollen Codes einfach als <a href="http://netzwertig.com/2013/11/25/bitcoin-das-voice-over-ip-der-internationalen-finanzbranche/">praktisches Mittel für globale Peer-to-peer-Überweisungen?</a><br />
Wie auch immer Bitcoin sich entwickelt, die digitale Währung bietet wohl vorerst keine Lösung der Finanzkrise: Denn sie ist weder gefeit gegen übermäßige Spekulation noch gegen <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/digitale-waehrung-der-bitcoin-boom-in-fuenf-infografiken-a-936136.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ungleichheit</a>. Jedoch hat das Aufkommen der elektronischen Währung eine Menge wichtiger Fragen aufgeworfen und an ein Prinzip erinnert: Das Währungs- und Finanzsystem ist von Menschen gemacht &#8211; und kann von ihnen verändert werden.<br />
Bild: oben: <a href="http://www.flickr.com/photos/100239928@N08/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BTC Keychain</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a>); Grafik: <a href="http://blockchain.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bitcoincharts.com</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 3.0</a>)<br />
<img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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		<title>&#034;Bitte gönnen Sie sich diese Post!&#034; – Die digitale Presseschau KW 42</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Oct 2013 16:41:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn Gewalt eskaliert, dann bietet das Internet für unbewaffnete und leicht verletzbare Menschen einen Weg, sich zu äußern und Einfluss [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Gewalt eskaliert, dann bietet das Internet für unbewaffnete und leicht verletzbare Menschen einen Weg, sich zu äußern und Einfluss zu nehmen. So erklärt Carina Pesch die sich ausbreitende Nutzung der Möglichkeiten des Internets unter syrischen, vor allem weiblichen, Oppositionellen. Derweil fordert Jörg Heiser von der zeitgenössischen Kunstszene, das Internet nicht nur zu nutzen, sondern auch zum Gegenstand zu nehmen. Ob Privatsphäre dabei noch eine Rolle spielen sollte, oder doch eher Post-Privacy, wird woanders heftig debattiert. Mit ordentlich Wut im Bauch macht ein Drehbuchautor einen konstruktiven Vorschlag zum Urheberrechtsstreit. Und Constanze Kurz und Frank Rieger wagen einen breiten und kritischen Blick auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeit und Alltag. In dem Video der Woche geht es schließlich um das EU-Datenschutzabkommen, das am Montag, dem 21.10. beschlossen werden soll.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=JkUZEn9oKZg&amp;hd=1" title="Rette deine Privatsphäre! - Stoppt den &quot;Lobby-Krieg&quot; gegen EU-Datenschutz!" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/JkUZEn9oKZg?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Rette deine Privatsphäre! &#8211; Privacy League/EUDataP<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/10/wohin-im-krieg-friedensaktivisten-und-frauen-in-syrien-fluechten-ins-internet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Die Revolution ohne Internet kann ich mir nicht vorstellen. Aber die Revolution ist nicht nur im Internet.”</a></h3>
<p>Die Bedeutung von Social Media und Internet für die Aufstände im Nahen Osten und Nordafrika der letzten zwei Jahre ist kontrovers. Carina Pesch ist sich jedoch sicher, dass sie zumindest in Syrien jetzt „essentieller denn je“ seien. Auf Hyperland beschreibt sie, wie unbewaffnete Oppositionelle die Möglichkeiten des Internets ausnutzen, um der fortwährenden Eskalation von Gewalt zu entkommen oder ihr sogar etwas entgegenzusetzen. Gerade Frauen, die anfangs stark bei den Protesten mitwirkten, seien durch männliche Gewalt und fehlende Anerkennung von den Straßen und aus der medialen Berichterstattung verdrängt worden. Das Internet böte nun viel genutzte Möglichkeiten, weiterhin aktiv und öffentlich zu bleiben, wie das <a href="http://nfsjworkshop.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzwerk Syrischer Journalistinnen</a> oder das Online-Kunstprojekt <a href="http://www.creativememory.org/?lang=en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„The Creative Memory of the Syrian Revolution“</a> zeigen.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/urheberrecht-verschenkt-meine-filme-1.1794040" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sie wollen nicht kaufen? Schenkt&#8217;s ihnen!</a></h3>
<p>Im Internet floriert der illegale Filmmarkt, die großen Vermarktungsgesellschaften sind allerdings nicht die Hauptleidtragenden. Fred Breinersdorf, Jurist und Drehbuchautor von mehreren Tatorten sowie von „Sophie Scholl“, will nun eine „radikale neue“ Lösung, die sowohl Urhebern ihre Rechte und Einnahmen sichert, als auch die „schützenswerten Interessen“ der Öffentlichkeit beachtet. In einem detaillierten Beitrag auf süddeutsche.de schlägt er vor, Filme im Internet per Zwangslizenz zu verschenken. So sollten Seitenbetreiber Filme frei im Internet bereitstellen können, jedoch unter der Bedingung, dass sie die Urheber an den Einnahmen durch Werbung oder anderes beteiligen. Davon erhofft Breinersdorf sich nicht nur ein Ende des Missbrauchs seiner Rechte, sondern auch die Chance auf eine Vielzahl von Online-Programmkinos.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.carta.info/65492/zwei-sichtweisen-die-post-privacy-falle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Privatsphäre ist tot. Es lebe die Privatsphäre!</a></h3>
<p>Post-Privacy sagen die einen. Privatsphäre ist alles, worum es geht, sagen die anderen. Für Michael Seemann ist die Zeit gekommen, in der Datenschutz zur Illusion wird. Eine Antwort auf NSA und den gläsernen Bürger ist nur die Flucht nach vorne zur totalen Transparenz. Denn, so <a href="http://www.carta.info/65473/zwei-sichtweisen-macht-privilegien-und-privatsphare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seemann auf Carta</a>, Kontrollverlust betrifft alle und die Mächtigen haben mehr zu verlieren. John F. Nebel stimmt der Diagnose des Kontrollverlusts auf <a href="http://www.metronaut.de/2013/10/privatsphaere-z/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">metronaut.de</a> zu, sieht jedoch das Problem des durch Herrschaft produzierten informationellen Vorsprungs: „Die Mächtigen lesen Deine Akte, Du nicht ihre“. Das sieht auch <a href="http://www.carta.info/65492/zwei-sichtweisen-die-post-privacy-falle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Stadler</a> so und fordert Privatsphäre als einzige Waffe gegen staatliche Überwachung ein. Er will den maximal transparenten Staat mit größtmöglich intransparenten Bürgern. Die Debatte ist sicher nicht zu Ende.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/e-mail-ueberwachung-im-alltag-sehr-uebles-verhalten-1.1793066" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bitte gönnen Sie sich diese Post!</a></h3>
<p>Derweil holt Bernd Graff die theoretische Debatte um Privatsphäre auf den praktischen Boden der digitalen Selbstverteidigung zurück. In dem Blog „Keep me covered!“ auf süddeutsche.de erklärt er, verständlich für Laien und analog-veranlagte Menschen, wie die Datensammlung bzw. Überwachung über E-Mails funktioniert. Wie einfach es ist, über E-Mails Informationen über die Empfänger zu erhalten, und dass auch gerade Unternehmen dies tatkräftig ausnutzen, nimmt der Autor dann zum Anlass, um einfach durchführbare Gegenstrategien aufzuzeigen. Um den Lesern die Tragweite zu verdeutlichen, empfiehlt er Seiten wie <a href="https://emailprivacytester.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">emailprivacytester.com</a>, mithilfe derer man sich selber probeweise „überwachen“ kann. Sein Fazit: „Bitte gönnen Sie sich diese Post!“<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/nsa-affaere-in-der-kunst-das-schweigen-der-vernetzungsjunkies-12619171.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunst ohne Hammer</a></h3>
<p>Bei der Bundestagswahl waren die Themen Überwachung und Netzpolitik weitestgehend zur Bedeutungslosigkeit verdammt, während Politiker fröhlich über Twitter zwitscherten und per Facebook ihre Basis mobilisierten. Ähnliches attestiert Jörg Heiser der zeitgenössischen Kunstszene, welche stark von der digitalen Vernetzung und dem Informationsreichtum des Internet profitiere, jedoch keinen Pinselstrich zur NSA und dem gläsernen Bürger verliere. Auf faz.net plädiert er für eine Beschäftigung der Kunstszene mit diesen abstrakten Themen, um Digitalisierung, Überwachung, Vernetzung und Kontrollverlust erfahrbar zu machen. Als positive Beispiele nennt der Autor schließlich ein paar Projekte, denen noch diese <a href="http://www.ctrl-verlust.net/zkmb-de-kontrollverlust-und-kunst-ein-werksbericht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beschreibung von Kunstprojekten</a> von Michael Seemann hinzugefügt werden kann.<br />
&nbsp;</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/automatisierung-des-denkens-die-freisetzung-12615442.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalisierung zwischen Utopie und Dystopie</a></h3>
<p>Was passiert mit der Gesellschaft, wenn Maschinen und Algorithmen immer bedeutender für ihr Funktionieren werden? Constanze Kurz und Frank Rieger wagen einen großen Blick auf die digitale Gesellschaft auf faz.net. Sie fragen nach den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Revolution der Informationstechnologie und setzen bei der Arbeit an. In ihrer kurzen Analyse fallen sie keinem technologischen Determinismus anheim, sondern fragen nach den Mechanismen in der Gesellschaft, in welchen die neuen Technologien eingebettet werden. Was bedeutet Digitalisierung des Alltags und der Arbeitswelt, wenn sie mit Kommerzialisierung einhergeht, Daten privatisiert werden und sich Kapital konzentriert? Auch wenn die Autoren eine eindeutige Antwort schuldig bleiben, so betonen sie doch, dass viel politische Gestaltung im Gegensatz zum Vertrauen auf Marktmechanismen notwendig ist, um nicht in eine „hässliche Dystopie“ zu rutschen.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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