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	<title>ver.di &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>ver.di &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Expedition in den Gewerkschafts-Dschungel</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 13:08:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Mindestlohn ist das zentrale Thema der Gewerkschaften im Wahlkampf - begleitet von einer Online-Kampagne. politik-digital.de hat sich die Portale der Arbeitnehmervertreter einmal genauer angesehen. Und glücklicherweise aus dem Webseiten-Dschungel wieder herausgefunden. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mindestlohn ist das zentrale Thema der Gewerkschaften im Wahlkampf &#8211; begleitet von einer Online-Kampagne. politik-digital.de hat sich die Portale der Arbeitnehmervertreter einmal genauer angesehen. Und glücklicherweise aus dem Webseiten-Dschungel wieder herausgefunden. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Ziemlich genau zehn Prozent der Wahlberechtigten zur Bundestagswahl sind im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisiert. Enormes Potenzial zur Mobilisierung für die eigenen Forderungen. Dabei darf das Internet im Wahlkampfjahr 2009 nicht fehlen &#8211; und die Gewerkschafter nutzen es in zahlreichen Varianten.
</p>
<p>
<b>Botschaft einfach &#8211; Struktur kompliziert</b>
</p>
<p>
&quot;Deutschland braucht den Mindestlohn&quot; prangt auf der Seite des Portals <a href="http://www.mindestlohn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mindestlohn.de</a>. Die Wahlkampfbotschaft des DGB ist überschaubar, weniger dagegen der Umfang der Online-Kampagne. Zu dieser zählen nämlich auch noch zahlreiche weitere Seiten. Zumindest könnte man diesen Eindruck aufgrund von Verlinkungen und Äußerungen der Verantwortlichen gewinnen.
</p>
<p>
<a href="http://www.initiative-mindestlohn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/initiative_mindestlohn_screenshot2.png" alt="Homepage Initiative Mindestlohn" title="Homepage Initiative Mindestlohn" width="224" align="left" height="152" /></a>Wir starten auf der Seite <a href="http://www.mindestlohn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mindestlohn.de</a> des DGB. Von hier aus führt uns ein Link in eine <a href="http://www.mindestlohn.de/ausstellung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Virtuelle Ausstellung&quot;</a> zum Thema Niedriglohn in Deutschland. Dort wiederum ist auch <a href="http://blog.mindestlohn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Blog</a> zur Domain mindestlohn.de aufgeführt. Dieser wird allerdings nicht vom DGB sondern von ver.di und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) betrieben. Im Blog findet man wieder bisher nicht gekannte Seiten verlinkt. Diesmal <a href="http://www.mindestlohn09.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mindestlohn09.de</a> und <a href="http://www.initiative-mindestlohn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">initiative-mindestlohn.de</a>. Beide werden wiederum von ver.di und der NGG unterhalten. Von dort gelangt man dann auch wieder auf die Virtuelle Ausstellung des DGB. 
</p>
<p>
<a href="http://www.mindestlohn.de/ausstellung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/virtuelle_ausstellung_screenshot2.png" alt="Homepage &quot;Virtuelle Ausstellung&quot;" title="Homepage &quot;Virtuelle Ausstellung&quot;" vspace="25" width="172" align="right" border="3" height="152" hspace="25" /></a>Die Verwirrung ist komplett. Starke thematische Überschneidung, ein fehlendes Corporate Design und unterschiedliche Mobilisierungskonzepte der einzelnen Seiten lassen den User leicht die Orientierung verlieren. Es stellt sich die Frage, wo der zentrale Dreh &#8211; und Angel &#8211; oder zumindest Startpunkt der Kampagne(n) liegt. Oder ob es überhaupt einen gibt. 
</p>
<p>
<b>Getrennte Kampagnen der Gewerkschaften</b>
</p>
<p>
Tatsächlich ist die eigene Kampagne laut ver.di eine Zuspitzung der DGB-Kampagne. Der Fokus liegt auf dem gesetzlichen Mindestlohn. Nur leider wird dem einfachen User das allein <a href="http://blog.mindestlohn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/mindestlohn_weblog_screenshot2.png" alt="Mindestlohn-Weblog" title="Mindestlohn-Weblog" vspace="3" width="172" align="left" border="3" height="160" hspace="3" /></a>durch die Seiten nicht klar. Das Thema sei zu komplex, um es so differenziert in die Webseiten zu integrieren, so der DGB. Im Übrigen sei man mit dem Verlauf der Kampagne sehr zufrieden, eine zukünftige gemeinsame Kampagne noch nicht geplant.
</p>
<p>
Doch könnte durch abgestimmte Inhalte und Designs noch mehr erreicht werden. Denn das Angebote der einzelnen Webpräsenzen zeigt sich als umfangreich und ideal für die Online-Mobilisierung. Alle Seiten bieten als Basis Nachrichten, Aktionsideen und Kommentare an. Besonders bemüht ist man dabei um Rückkanalität und Interaktivität.
</p>
<p>
<b>Umfangreiches Mitmach-Angebot</b>
</p>
<p>
<a href="http://www.mindestlohn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/mindestlohn_de_screenshot.png" alt="Homepage mindestlohn.de" title="Homepage mindestlohn.de" vspace="20" width="224" align="right" border="1" height="152" hspace="20" /></a>So ist auf <a href="http://www.mindestlohn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mindestlohn.de</a> für jeden Nachrichten- und Meinungsbeitrag eine Kommentarfunktion eingerichtet. Der User kann eine Petition zeichnen oder einen &quot;Niedriglohn-Melder&quot; nutzen. Ebenso ist es möglich, auf der Seite ein Foto nebst eigener Meinung zur Thematik hochzuladen. Aktuell sind über 2300 Unterstützer diesem Aufruf nachgekommen. Zentral beworben wird die Möglichkeit, eine virtuelle Postkarte mit vorgefertigter Frage an den eigenen Wahlkreisabgeordneten zu schicken. Geantwortet haben bisher 40 von ihnen.
</p>
<p>
<a href="http://www.mindestlohn09.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/mindestlohn09_screenshot.png" alt="Homepage mindestlohn09.de" title="Homepage mindestlohn09.de" vspace="0" width="224" align="left" border="1" height="152" hspace="0" /></a><a href="http://www.mindestlohn09.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mindestlohn09.de</a> ist laut ver.di das Mitmach-Angebot zu initiative-mindestlohn.de. Optisch und inhaltlich macht es den modernsten Eindruck. Dafür sorgen ein aufgeräumtes Design und zahlreiche Videos auf der Seite. Die teilweise fehlende Aktualität wird durch viel user-generierten Content aufgewertet. Hier kann der User ebenfalls für den Mindestlohn unterschreiben, fotografieren und per Telefonanruf eigene Statements auf einem Anrufbeantworter hinterlassen. Über 130 solcher telefonischer Kommentare kann man sich auf der Seite anhören. 
</p>
<p>
Das <a href="http://blog.mindestlohn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Mindestlohn-Blog&quot;</a> komplettiert schließlich die Sammlung zentraler Konzepte, die im Online-Wahlkampf genutzt werden müssen: Virale Videos von Flashmobs und stundenweise Updates zu Protestaktionen lassen den User direkt am Wahlkampf teilhaben.</p>
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		<title>Dienstleistungsgewerkschaft ver.di</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jul 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Antwort von ver.di zur 2. Stellungnahme der BDA zur privaten Nutzung des Internet, Berlin, den 10. Juli 2002]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Antwort von ver.di zur 2. Stellungnahme der BDA zur privaten Nutzung des Internet, Berlin, den 10. Juli 2002<!--break--></p>
<p>Wir möchten vorausschicken, dass wir den Zugang zu den neuen Kommunikationsmitteln auch am Arbeitsplatz für eine Voraussetzung einer Informations-/Wissensgesellschaft mit selbstverantwortlichen, kreativen und innovativen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern halten. Beschäftigte müssen ohne Angst vor heimlicher Überwachung Optionen haben, auch privat das Internet, Intranet oder einen E-Mailzugang zu nutzen, sofern im Betrieb mit diesen Kommunikationsmitteln gearbeitet wird. Wie dies im Einzelnen geregelt wird, ist eine Frage der individuellen betrieblichen Möglichkeiten. Eine Richtschnur sind die Regelungen zur privaten Telefonnutzung. Anzumerken ist, dass in Notfällen oder bei dienstlich begründeten Telefongesprächen privater Natur Privatgespräche durch den Arbeitgeber nicht verboten werden können. Dieser Grundsatz lässt sich auch auf den E-Mailverkehr übertragen.</p>
<p>Die Ablehnung der BDA, Beschäftigten einen Zugang zur Gewerkschaft über die im Betrieb genutzten elektronischen Kommunikationsmittel wie Internet, Intranet oder E-Mail zu gewähren, stößt bei ver.di auf Unverständnis. Schon in Hinblick auf den hohen Stellenwert von Art. 9 Abs. 3 GG &#8211; Koalitionsrecht der Gewerkschaften &#8211; ist der Arbeitgeber aus verfassungsrechtlichen Erwägungen daran gehindert, den Zugriff auf gewerkschaftliche Informationsangebote einzuschränken. Oft ist die Ansprache über IT-Systeme inzwischen sowohl für Betriebsräte als auch für Gewerkschaften die einzige Möglichkeit, Beschäftigte in Betrieben oder Unternehmen zu erreichen und zeitnah anzusprechen und umgekehrt. Nur wenn die elektronische Inanspruchnahme der gewerkschaftlichen Informationen durch die Beschäftigten zu einer relevanten und unzumutbaren Einschränkung zu Lasten des Arbeitgebers führt, kann der Arbeitgeber die Nutzung einschränken. Diese Einschränkung ist allerdings vom Arbeitgeber substantiiert darzulegen.</p>
<p>Mit unserer Kampagne Onlinerechte für Beschäftigte haben wir auf die unklare rechtliche Situation im Arbeitnehmerdatenschutz aufmerksam gemacht, die sich u.a. in einander widersprechenden arbeitsgerichtlichen Urteilen zeigt. Hieran wird die Notwendigkeit eines speziellen Schutzgesetzes deutlich.</p>
<p>Über 500 Unterstützer und Unterstützerinnen, die sich auf unserer Seite www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de eingetragen haben, unterstreichen aus ihrer Erfahrung den Bedarf nach klaren Regelungen des Zugangs zu den neuen Medien im Betrieb.<br />
                    </p>
<p>
                      
                    </p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 11.07.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      
                    </p>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
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		<title>Online ohne Leine</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzrecht-orecht-shtml-2889/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jul 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In ihrer ersten Onlinekampagne fordert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di "
                      Onlinerechte für Beschäftigte".]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In ihrer ersten Onlinekampagne fordert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di &#8221;<br />
                      <a href="http://www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Onlinerechte für Beschäftigte</a>&#8220;.<!--break-->
                    </p>
<p>Für viele Arbeitnehmer gehören E-Mail und Internet bereits zum beruflichen und privaten Alltag &#8211; so auch für<br />
                    <a href="http://tool.wegewerk.com/verdi/onlinerechte/quest/overview.php3?id=1&amp;" target="_blank" rel="noopener noreferrer">rita2008</a>, Teilnehmerin des virtuellen Interviews auf der<br />
                    <br />ver.di-Kampagnen-Seite. Zwar gibt es in ihrer Firma kein Verbot zum privaten Surfen am Arbeitsplatz, aber trotzdem wurde ihr aus genau diesem Grund fristlos gekündigt. Die Begründung: Durch das private Surfen würde die Arbeitszeit nicht voll ausgenutzt. Auf der anderen Seite nutzen Beschäftigte das Internet zum illegalen Download von mp3-Dateien, zum Surfen auf Pornoseiten und zum &#8220;Moorhuhn&#8221;-Spielen und bringen so den Arbeitgeber in Bedrängnis. Bei dem Versuch, sich gegen solchen Missbrauch zu wehren, greifen manche Arbeitnehmer wiederum auf legale und teilweise illegale Überwachungssoftware zurück &#8211; Big Brother ist watching you! Der Schaden durch privates Surfen wird laut einer Studie von<br />
                    <a href="http://www.sterlingcommerce.de/enhanced.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sterling Commerce</a> vom September 2001 auf rund 52 Mrd. Euro geschätzt. Privates Surfen am Arbeitsplatz verursacht ohne Zweifel wirtschaftlichen Schaden für Unternehmen. Ergänzend zu der Studie von Sterling Commerce schätzt das Beratungsunternehmen<br />
                    <a href="http://www.idc.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IDC</a> den Anteil der Netzwerkbelastung durch „nicht unternehmensrelevante Internet-Aktivitäten“ in vielen Unternehmen auf 30-40 Prozent.</p>
<p>                    <strong>Unsichere Rechtslage</strong><br />
                    <br />Rechtsverbindliche Regelungen zur privaten Nutzung des Internets in Betrieben und zur elektronischen Überwachung des Online-Verhaltens von Arbeitnehmern existieren bisher kaum. Manche Einzelurteile der Arbeitsgerichte widersprechen sich sogar in ihrem Urteil. Mit ihrer ersten Online-Kampagne möchte die Dienstleistungsgesellschaft ver.di diesem Sachverhalt Rechnung tragen und setzt sich für eine verbindliche rechtliche Regelung dieser Probleme über ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz oder betriebliche Vereinbarungen ein. Michael Sommer, zu Beginn der Kampagne stellvertretender Vorsitzender von ver.di und mittlerweile DGB Vorsitzender, stellt jedoch im von politik-digital.de durchgeführten<br />
                    <a href="/salon/transcripte/msommer.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ver.di-Chat</a> klar: &#8220;Wir reden nicht dem Missbrauch des Internet das Wort&#8221;. Stattdessen setzt sich ver.di für klare Absprachen zwischen den Tarifpartnern ein, um die große Unsicherheit vieler Arbeitnehmer hinsichtlich privater Nutzung des Internet zu beseitigen, zumal die Grenzen zwischen privater und betrieblicher Nutzung des Internet häufig fließend sind. Ziel der Kampagne ist es außerdem, in einem &#8220;klaren Arbeitsnehmerdatenschutzgesetz&#8221; (Sommer) den Einsatz von Überwachungssoftware zu regeln. Sommer ist überzeugt, &#8220;dass in weiten Bereichen illegale Überwachungssoftware im Einsatz ist, was den meisten Arbeitnehmern nicht bekannt ist.&#8221; Zwar dürfe das Internet nicht für illegale Nutzung am Arbeitsplatz missbraucht werden, etwa um Beleidigungen, Geschäftsgeheimnisse oder sensible Unternehmensdaten zu verschicken, aber für ver.di ist die permanente Überwachung der Beschäftigten &#8211; auch vor dem Hintergrund der grundgesetlich garantierten Privatsphäre &#8211; &#8220;keineswegs akzeptabel&#8221;. Statt dessen stellt sich die Gewerkschaft bei &#8220;begründeten Verdachtsfällen (&#8230;) Missbrauchskontrollen nach klaren, transparenten Regeln und unter Beteiligung des Betriebsrats&#8221; vor.<br />
                    </p>
<p>
                    <br />
                    <strong>&#8220;Ein Prozess von Geben und Nehmen&#8221;</strong><br />
                    <br />Hört sich kompliziert an? In der Tat herrscht bei manchen Nutzern der Kampagnenseite Verwirrung. Im<br />
                    <a href="/salon/transcripte/msommer.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ver.di Chat</a> mit Michael Sommer fragt &#8220;ernst&#8221;: &#8220;Für mich klingt das ein bisschen schwammig, möchten Sie nun, dass ich meiner Freundin eine Mail am Arbeitsplatz schreiben kann, oder nicht?&#8221; Die Antwort bleibt freilich ebenfalls schwammig: &#8220;Wenn es nicht Ihre Haupttätigkeit ist: Aber natürlich!&#8221; Hier liegt in der Tat der Knackpunkt der Kampagne: Eine rechtliche Regelung der privaten Nutzung des Internets am Arbeitsplatz müsste den Spagat zwischen eindeutigen und dennoch flexiblen Regelungen schaffen. ver.di setzt dabei auf die Tarifpartner und eine verbindliche Regelung zur privaten Nutzung des Internets auf Betriebsebene, wie es auch beim Gebrauch des Telefons gehandhabt wird. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (<br />
                    <a href="http://www.bda-online.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BDA</a>) erklärt in einer<br />
                    <a href="/edemocracy/netzrecht/bda1.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellungnahme</a> für politik-digital.de vom 18. Juni 2002, dass die Arbeitgeber ebenfalls der Meinung sind, dass &#8220;bereits existierende Vereinbarungen &#8211; z.B. zum privaten Telefonieren &#8211; als Modell dienen&#8221; könnten.</p>
<p>In &#8220;einem Prozess von Geben und Nehmen&#8221; (Sommer) soll den Arbeitnehmern die Nutzung des Internets am Arbeitsplatz für nicht ausschließlich betriebliche Zwecke ermöglicht werden. ver.di erkennt dabei auch die Probleme der Netzwerkgesellschaft und -ökonomie, die unter den Bedingungen der Individualisierung und der &#8220;Ich-AG&#8221; eine &#8220;Patentlösung&#8221; für die Nutzung von Online-Medien in allen Betrieben unmöglich macht. Und so versucht ver.di auch nicht, kollektive Lösungen zu bieten. Die Betonung der individuellen Situation des jeweiligen Unternehmens, auf die Regelungen zur Online-Nutzung bezogen sein müssten, zieht sich durch die gesamte Kampagne. Gleichzeitig sollen die Arbeitnehmer durch ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz vor ungerechtfertigter Überwachung geschützt werden. Hier widerspricht die BDA in ihrer<br />
                    <a href="/edemocracy/netzrecht/bda1.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellungnahme</a> der ver.di Position: &#8220;Die Notwendigkeit für ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz besteht aus Sicht der Arbeitgeber nicht. Die vorhandenen Gesetze zum Datenschutz sind ausreichend.&#8221;</p>
<p>
                    <strong>Streitpunkt private Nutzung</strong><br />
                    <br />Ein weiterer Streitpunkt ist die Ermöglichung der privaten Nutzung des Internets. &#8220;Die Forderung von verdi, allen Beschäftigten eine Option zur privaten Nutzung des Internets ermöglichen zu wollen, unterstützen die Arbeitgeber nicht. Einen allgemeinen Anspruch für Arbeitnehmer auf Privatnutzung des Internets am Arbeitsplatz oder auf Einrichtung eines Internetanschlusses darf es ebenfalls nicht geben, heißt es in der<br />
                    <a href="/edemocracy/netzrecht/bda1.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BDA Stellungnahme</a>. In der<br />
                    <a href="/edemocracy/netzrecht/verdi1.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ver.di Antwort</a> für politik-digital.de auf diese Stellungnahme des BDA vom 3. Juli 2002 verneint die Gewerkschaft die Absicht einer solchen generellen Forderung. Vielmehr fordert ver.di, &#8220;dass die Beschäftigten, deren Arbeitsplatz bereits über einen Zugang zu Internet und E-Mailsystemen verfügt, diesen in geregeltem Umfang auch privat nutzen dürfen&#8221;. Hier zeigt sich die Tücke im Detail, zwischen allgemeinem Anspruch und der Lösung im Kleinen, die nach<br />
                    <a href="http://tool.wegewerk.com/verdi/onlinerechte/quest/overview.php3?id=1&amp;" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Expertenmeinung</a> durch die unsichere Rechtslage hervorgerufen wird.</p>
<p>Ein anderer Aspekt der privaten Nutzung des Internets ist ebenfalls umstritten. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert in ihrer Stellungnahme, &#8220;dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über Intra-, Internet und E-Mailsystemen Kontakt zu ihrem Betriebsrat und ihrer Gewerkschaft aufnehmen können und umgekehrt. Nach unserer Erfahrung hat in vielen Betrieben die Interessenvertretung der Beschäftigten keinen Zugang zum Intranet oder eine eigene Homepage. In der Vergangenheit gab es sogar den konkreten Fall, dass Beschäftigten der Zugang zur Internetplattform ihres Betriebsrates gesperrt wurde und diesem der Zugang zu seiner Gewerkschaft.&#8221; Die Standpunkt der Arbeitergeber ist eindeutig. In einer<br />
                    <a href="/edemocracy/netzrecht/bda2.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweiten Stellungnahme</a> vom 4. Juli 2002 stellt der BDA fest: &#8220;Das Internet hat sich in einigen Bereichen zu einem wichtigen Arbeitsinstrument entwickelt. In vielen anderen Arbeitsbereichen spielt es gar keine oder kaum eine Rolle. Die Forderung, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über Intra-, Internet oder Email-Systemen Kontakt zu Ihrer Gewerkschaft aufnehmen können, lehnt die BDA ab. Dort, wo bereits durch andere Kommunikationswege die Kommunikation zu betrieblichen Mitarbeitervertretungen möglich ist, ist die Forderung von ver.di nach Internetzugang für alle Beschäftigten nicht nachvollziehbar und deshalb abzulehnen.&#8221; Die Antwort von ver.di kam prompt: &#8220;Die Ablehnung der BDA, Beschäftigten einen Zugang zur Gewerkschaft über die im Betrieb genutzten elektronischen Kommunikationsmittel wie Internet, Intranet oder E-Mail zu gewähren, stößt bei ver.di auf Unverständnis. Schon in Hinblick auf den hohen Stellenwert von Art. 9 Abs. 3 GG &#8211; Koalitionsrecht der Gewerkschaften &#8211; ist der Arbeitgeber aus verfassungsrechtlichen Erwägungen daran gehindert, den Zugriff auf gewerkschaftliche Informationsangebote einzuschränken&#8221;, heißt es in der<br />
                    <a href="/edemocracy/netzrecht/verdi2.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweiten Stellungnahme von ver.di</a>.</p>
<p>Der Fortlauf der Kampagne wird zeigen, ob es möglich sein wird, die unterschiedlichen Standpunkte auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Die Gesprächsbereitschaft ist da, wie die Stellungnahmen der beiden Organisationen zeigen. Spannend ist auch die Frage, wie die Politik reagieren wird. Besonders vor dem Hintergrund der anstehenden Bundestagswahlen.</p>
<p>                    <strong>Kampagnenelemente</strong><br />
                    <br />Kern-Tool der Kampagnenseite ist eine Unterschriftenliste, in die sich seit März circa 500 Unterstützer eingetragen haben. Sommer: &#8220;Wir sind ganz zufrieden mit der Resonanz.&#8221; Bis zu den Bundestagswahlen soll die Kampagne vorerst laufen und der damalige ver.di-Vize Sommer verspricht geheimnisvoll &#8220;spektakulärere Geschichten&#8221;, wenn die Unterschriftenliste alleine nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Für die Realisierung der Kampagnenseite zeichnet sich die Berliner Medienagentur &#8221;<br />
                    <a href="http://www.wegewerk.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wegewerk</a>&#8221; verantwortlich. &#8220;Wir waren uns mit unserem Auftraggeber von Beginn an darüber im Klaren, dieses Online-Thema vor allem durch die Nutzung der interaktiven Möglichkeiten der E-Kommunikation zu artikulieren&#8221;, so Juri Maier, Geschäftsführer bei wegewerk. Ein innovatives Entwickler-Team sorgt dafür, dass diese interaktiven Möglichkeiten auch ausgeschöpft werden. Neben der virtuellen Unterschriftenliste informiert ein Newsletter über den Verlauf der Kampagne und die Nutzer können in einem Forum Erfahrungen austauschen und diskutieren. Zudem entwickelte wegwerk ein<br />
                    <a href="/edemocracy/netzkampagnen/interview.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;virtuelles Interview&#8221;</a>, bei dem die User bis zu einem bestimmten Stichtag Fragen an einen Experten stellen, und die Fragen der anderen Nutzer bewerten können. Nach Ablauf des Stichtages werden die zehn am höchsten bewerteten Fragen beantwortet. Das am 30.6. 2002 durchgeführte Interview zum Thema &#8220;Überwachungssoftware&#8221; ist ebenso wie ein Interview mit dem Arbeitsrechtsexperten<br />
                    <a href="http://tool.wegewerk.com/verdi/onlinerechte/quest/overview.php3?id=1&amp;" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Dr. Wedde</a> online auf der Kampagnenseite zum nachlesen bereitgestellt. Online-Umfragen und umfangreiche Download-Möglichkeiten runden das Angebot ab. Bis zum Herbst wollen die Campaigner bei ver.di noch Unterschriften sammeln und die Liste noch vor der Bundestagswahl an den Bundesarbeitsminister Riester überreichen. In der nächsten Legislaturperiode soll dann nach dem Willen der Gewerkschaft das längst überfällige Arbeitnehmerdatenschutzgesetz verabschiedet werden &#8211; und Menschen wie &#8220;rita2008&#8221; damit mehr Sicherheit beim Umgang mit dem Internet am Arbeitslatz gegeben werden.</p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 04.07.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      
                    </p>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dienstleistungsgewerkschaft ver.di</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jul 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsplatz]]></category>
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					<description><![CDATA[auf die Stellungnahme des BDA zur privaten Nutzung des Internets, Berlin, den 3. Juli 2002]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>auf die Stellungnahme des BDA zur privaten Nutzung des Internets, Berlin, den 3. Juli 2002<!--break--></p>
<p>In einer Zeit, in der sich E-Mail-Systeme, Intra- und Internet etabliert haben, sollte der Umgang mit diesen Kommunikationsmitteln auch für betriebliche Interessenvertretungen und am Arbeitsplatz selbstverständlich sein. Ver.di setzt sich ein für klare Regelungen zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten sowie für eine Reglementierung der Kontrollmöglichkeiten durch die ArbeitgeberInnen.</p>
<p>Zu der bei politik-digital veröffentlichten Stellungnahme des BDA zur privaten Nutzung des Internets in Betrieben und zur elektronischen Überwachung des Online-Verhaltens nehmen wir im folgenden Stellung.</p>
<p>1.<br />
                    <a href="http://www.verdi.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ver.di</a> begrüßt, dass der BDA sich den Forderungen der Gewerkschaft nach klaren Regelungen zur privaten Nutzung von Internet und E-Mailsystemen am Arbeitsplatz durch Betriebsvereinbarungen anschließt. Sinnvoll erscheint auch der Vorschlag, bei individuellen Regelungen zur privaten Internetnutzung an bereits existente Regelungen, wie z.B. die zur privaten Nutzung des Telefons, anzuknüpfen.</p>
<p>2. Die Gewerkschaft betont, dass es ihr um eine verantwortungsbewusste und ökonomisch sinnvolle Nutzung der neuen Kommunikationsmittel geht. Auch ver.di spricht sich gegen den Missbrauch der neuen Technologien aus. Wir empfehlen einen sinnvollen Gebrauch von Filterprogrammen und eindeutigen Sanktionen. Beides muss selbstverständlich mit der Interessenvertretung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den Betrieben abgestimmt werden.</p>
<p>3. Die vorhandenen Gesetze zum Datenschutz sind komplex und unübersichtlich, das zeigt sich in der betrieblichen und rechtlichen Praxis. ver.di setzt sich dafür ein, dass die Grundrechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Informationsgesellschaft gewahrt werden. Der arbeitsrechtliche Standard muss mit der technischen Entwicklung Schritt halten. Nur in einem speziellen Arbeitnehmerdatenschutzgesetz kann der abhängigen Situation der Beschäftigten Rechnung getragen und können geeignete rechtliche Instrumente zur Durchsetzung des Datenschutzes für die betrieblichen Interessenvertretungen und die Beschäftigten bereitgestellt werden.</p>
<p>4. ver.di fordert, dass die Beschäftigten, deren Arbeitsplatz bereits über einen Zugang zu Internet und E-Mailsystemen verfügt, diesen in geregeltem Umfang auch privat nutzen dürfen. So hat auch die Datenschutzarbeitsgruppe der Europäischen Kommission in ihrem Arbeitspapier zur &#8220;Überwachung der elektronischen Kommunikation der Beschäftigten&#8221; das Verbot von privatem Internet-Gebrauch am Arbeitsplatz als nicht vernünftig bewertet. Ein solches Verbot verkenne, in welchem Umfang das Internet ArbeitnehmerInnen im Alltag unterstützen könne.<br />
                    <br />Fortschrittliche Unternehmen haben längst erkannt, dass sie davon profitieren, wenn ihre Beschäftigten das Internet in angemessenem Rahmen auch privat nutzen dürfen. Dieser Auffassung folgt bisher nur ein Teil der ArbeitgeberInnen, so dass es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den Beteiligten bis hin zu arbeitsgerichtlichen Prozessen kommt. Wir sehen daher akuten Handlungsbedarf im o.g. Sinne.</p>
<p>5. ver.di fordert, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über Intra-, Internet und E-Mailsystemen Kontakt zu ihrem Betriebsrat und ihrer Gewerkschaft aufnehmen können und umgekehrt. Nach unserer Erfahrung hat in vielen Betrieben die Interessenvertretung der Beschäftigten keinen Zugang zum Intranet oder eine eigene Homepage. In der Vergangenheit gab es sogar den konkreten Fall, dass Beschäftigten der Zugang zur Internetplattform ihres Betriebsrates gesperrt wurde und diesem der Zugang zu seiner Gewerkschaft. Zu einer Zeit in der, wie der BDA in seiner Stellungnahme konstatiert, das Internet sich zu einem wichtigen Arbeitsinstrument entwickelt hat, darf den Betriebsräten und Gewerkschaften nicht die E-Kommunikation mit ihren Mitgliedern und den Beschäftigten versperrt werden. Nicht zusätzliche private Internetanschlüsse an jedem Arbeitsplatz sind unsere Forderung, vielmehr gilt es, für alle Beschäftigten im Betrieb Zugangsmöglichkeiten zum Netz zu schaffen.<br />
                    </p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 04.07.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      
                    </p>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir reden nicht dem Missbrauch des Internet das Wort&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotwir_reden_nicht_dem_missbrauch_des_internet_das_wortquot-345/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Apr 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internetrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/sommer.jpg" alt="Michael Sommer" align="left" height="113" width="80" />Live-Chat mit Michael Sommer</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/sommer.jpg" alt="Michael Sommer" align="left" height="113" width="80" />Live-Chat mit Michael Sommer</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Liebe Chatter, liebe Chatterinnen, herzlich Willkommen im Chat bei<br />
ver.di und politik-digital. Unser heutiger Gast ist der<br />
stellvertretende ver.di Vorsitzende Herr Michael Sommer. Unser heutiges<br />
Thema: Die erste ver.di Online-Kampagne<br />
&quot;onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de&quot;. Gleich geht es los!</p>
<p><b>Moderator:  </b>Herr Sommer, sind sie bereit?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b>  Ich bin bereit<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>isabelle:</b> Wie wurde die Kampagne ins Leben gerufen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Sie ist einmal von der Union Network International ins Leben gerufen<br />
worden als eine weltweite Kampagne, weil das Problem von Online-Rechten<br />
natürlich national reguliert werden muss, </span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">sich<br />
aber natürlich multinational stellt. Und der ver.di Bundesvorstand hat<br />
dann beschlossen, die Kampagne in Deutschland zu starten. Sie geht aber<br />
auch zurück auf unseren Bereich Technologiepolitik und das Projekt<br />
&quot;Online Forum Telearbeit&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>carlito:</b><br />
Hallo Herr Sommer, wie ist das nun mit Online-Rechten für Beschäftigte:<br />
Ist das überhaupt bereits ein Thema? Oder sind davon letztendlich doch<br />
nur wenige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen betroffen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Nein, davon sind sehr viele Menschen betroffen. Ich hatte heute morgen<br />
ein Interview mit einer Journalistin von der Welt am Sonntag, das ist<br />
ja bekanntlich eine Springer Zeitung, und die erzählte mir, dass sie<br />
alle das Internet nutzen und natürlich auch ab und zu mal privat, und<br />
sie mal bei den Kollegen nachgefragt hat, ob das denn bei Springer nun<br />
erlaubt ist oder nicht, und das weiß da niemand.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>visitor:</b> Was sind die größten Probleme auf die Arbeitnehmer in diesem Bereich stoßen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Entweder wird´s klassisch verboten, oder aber arbeitsrechtlich<br />
sanktioniert bis hin zu Abmahnungen und Entlassungen. Aber in den<br />
meisten Fällen gibt es eine Unsicherheit, die dann in Willkür enden<br />
kann, je nachdem, wie es dem Arbeitgeber gefällt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>hellmood:</b><br />
Welche konkreten Fälle von unrechtlichen Schritten von Arbeitgebern<br />
sind Ihnen denn bekannt? Gibt es den Big-Brother im Betrieb?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Bislang gibt es einige Gerichtsurteile, es ist aber noch nicht<br />
abschließend geklärt. Wir gehen davon aus, dass in weiten Bereichen<br />
illegale Überwachungssoftware im Einsatz ist, was den meisten<br />
Arbeitnehmern nicht bekannt ist. Und wir bedauern außerordentlich, dass<br />
die Bundesregierung da bislang nichts gemacht hat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>carlito:</b><br />
Nehmen wir also zum Beispiel die E-Mail: Wenn ich kündige, wird mein<br />
Chef darauf bestehen, dass ich alle Mails übergebe. Darf er das? Und<br />
was passiert, wenn ich sie (oder nur die privaten Mails) trotzdem<br />
lösche?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
An seinem persönlichen PC darf er sie löschen, aber er hat keine<br />
Chance, die auf den Speichern liegenden Daten zu löschen oder dies zu<br />
verlangen: das Backup gehört dem Arbeitgeber!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>carlito:</b><br />
Vermutlich darf der Chef also auch jede Briefpost an die Untergebenen<br />
aufmachen. Das ist ja weniger üblich. Weicht mit E-Mails dieser<br />
&quot;Standard&quot; auf?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b>  Der Chef darf die Post natürlich nicht aufmachen (Persönlichkeitsrecht + Briefgeheimnis + Telekommunikationsgeheimnis).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>nadine:</b> Ist die private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz ein Kündigungsgrund?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b>  Nach unserer Auffassung nicht, es sei denn, es ist ausdrücklich verboten, was allerdings politisch eine Katastrophe wäre.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>ernst:</b> Was kann ich denn gegen eine Überwachung in der Firma tun?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:  </b>Einen Betriebsrat wählen. www.onlinerecht-fuer-beschaeftigte.de gibt weitere Auskünfte<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Winter:</b> Wie groß ist denn die Resonanz auf das neue Portal? Gab es konkrete Hilfestellungen, die Sie quasi online anbieten konnten?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Wir sind ganz zufrieden mit der Resonanz. Ja, es gibt<br />
Musterbetriebsvereinbarungen, den Überwachungsratgeber und ein<br />
wichtiges Rechtsgutachten von Prof. Dr. Wedde.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>carlito:</b> Wie lange wird die Kampagne noch laufen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Wir hatten sie bis zu den Bundestagswahlen geplant, könnten uns aber<br />
vorstellen, sie noch länger laufen zu lassen. Unser Ziel ist ein guter<br />
gesetzlicher Arbeitnehmerdatenschutz, und den wollen wir unter anderem<br />
auch mit der Kampagnen durchsetzen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>verdidad: </b>Wie ist das mit Online Rechten für Betriebsräte? Darf ich über die Firmencomputer Massenmails verschicken?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
In der Erfüllung der Aufgaben als Betriebsrat ist das möglich, es darf<br />
aber das Netz nicht lahm legen oder den Arbeitsablauf stören<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>carlito: </b>Und dürfen Betriebsräte überhaupt das Firmennetzwerk nutzen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b>  Ja.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Nadine:</b><br />
Gibt es Ansprechpartner in den jeweiligen Firmen, ein<br />
Betriebsratsmitglied zum Beispiel, die sie mit den Rechten der<br />
Arbeitgeber auf diesem Gebiet auskennen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:  </b>Hoffentlich, ansonsten bieten wir Infomaterial an, machen Schulungen und geben Broschüren heraus.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>carlito:</b><br />
Im neuen Betriebsverfassungsgesetz wurde auch so was festgelegt wie,<br />
dass der Betriebsrat angemessen technisch ausgestattet sein muss (wenn<br />
ich mich richtig erinnere). Ist das inzwischen gängige Praxis?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Der Betriebsrat muss in der Lage sein, auf diese Arbeitsmittel<br />
zurückgreifen zu können. Im Rahmen des betrieblich Üblichen hat er<br />
einen Anspruch auf angemessene Ausstattung. Wird ihm die verweigert, </span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">  empfehle ich den Gang zum Arbeitsgericht. Im Übrigen gehen wir davon aus, dass es gängige Praxis ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>surfa:</b> Zum<br />
privaten Surfen: Warum wäre das eigentlich eine Katastrophe? Wenn ein<br />
Mitarbeiter Pornos anschaut, dann frisst das Arbeitszeit, die der Chef<br />
zahlen muss. Das ist doch nachvollziehbar, das privates Surfen verboten<br />
ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Wir reden nicht dem Missbrauch des Internet das Wort, wir wollen nur<br />
klare Regeln haben, die jeder kennt, und die zwischen den<br />
Betriebsparteien ausgehandelt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>visitor:</b> Wenn der Chef Briefe nicht öffnen darf, darf er denn dann Emails lesen? wieso &quot;gehören&quot; die Backupdateien am Server der Firma?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Solange nicht in einer Betriebsvereinbarung geregelt ist, was erlaubt<br />
wird bzw. in diesem Fall gelöscht werden muss, wird der Arbeitgeber auf<br />
sein Eigentumsrecht pochen. Im Übrigen </span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">noch besser wäre, wenn wir ein Gesetz hätten, in dem solche Fragen geregelt sind.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>ernst:</b> Aber wohin sollen dann Ihre Regelungen gehen? Ein Verbot ist ja auch eine Regelung! Was wollen Sie erreichen?<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Michael Sommer:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Erst mal ist das richtig. Was wir wollen, ist einem Prozess von Geben<br />
und Nehmen die Nutzung ermöglichen, zumal in vielen Fällen die Grenzen<br />
zwischen privater und dienstlicher Nutzung fließend sind. Im Übrigen<br />
müssen die Grauzonen beseitigt werden, damit jeder weiß, woran er ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>hannes:</b><br />
Ja, das mit dem Backup finde ich auch interessant: Der Computer und die<br />
Festplatte gehören doch auch der Firma, warum ist nur das Backup<br />
geschützt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Auf dem persönlichen PC kann man selber handeln, ohne den Chef zu<br />
fragen. Außerdem: persönliche Dinge sollte man sofort löschen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>ernst:</b> Für<br />
mich klingt das ein bisschen schwammig, möchten Sie nun, dass ich<br />
meiner Freundin eine Mail am Arbeitsplatz schreiben kann, oder nicht?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b>  Wenn es nicht Ihre Haupttätigkeit ist: Aber natürlich!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>verdidad:</b><br />
Also es gibt eine klare Angst, dass der Chef Mails liest etc; ich frage<br />
mich halt, inwieweit das alles nicht auch ziemlich viel Panikmache von<br />
den Gewerkschaften ist und grob übertrieben, Herr Sommer?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer</b>:<br />
Mit der Kampagne haben wir erfahren, dass sehr viele Leute wirklich die<br />
Sorge haben, dass ihre PC kontrolliert werden. Wir haben auch einen<br />
Kündigungsfall den wir begleiten, und letztlich läuft jeder Gefahr, </span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">  dass er unbemerkt kontrolliert wird, und im Zweifelsfall Informationen gegen ihn verwandt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>popster: </b>Gibt es eine gesetzliche Rahmenrichtlinie, die die Online-Rechte von Beschäftigten am Arbeitsplatz festlegt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:  </b>Nein,<br />
leider noch nicht. Die Bundesregierung hat ihre Ankündigung aus der<br />
Koalitionsvereinbarung leider bis heute nicht umgesetzt. Mir ist das<br />
unverständlich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>ariane: </b>Mit welchen Mittel wollen Sie die Arbeitgeber dazu bringen, private und halbdienstliche Kommunikation zu erlauben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Kluge Arbeitgeber lassen so etwas zu, besonders kluge Arbeitsgeber<br />
machen eine gute Vereinbarung mit ihrem Betriebsrat, und bei dummen<br />
Arbeitgebern sollte man erst mal für die Wahl eines Betriebsrats sorgen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>hannes: </b>Sehen Sie eigentlich das Bundesjustizministerium in der Pflicht oder höhere Instanzen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:  </b>Die Federführung für ein solches Gesetz liegt beim Arbeitsministerium, und das da nichts passiert, ist besonders ärgerlich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>tomas:</b> Inwieweit besteht eine Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeberverbänden und ver.di in Bezug auf die Kampagne?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Wir haben versucht, Kontakt aufzunehmen mit den Arbeitgeberverbänden.<br />
Leider ist daraus bislang nichts geworden. Mit einzelnen Arbeitgebern<br />
stehen wir durchaus in guten Kontakten,</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">  aber ich habe demnächst einen Termin mit dem Präsidium von BDI und BDA, da werde ich das mal ansprechen.<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">hellmood: </span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Was sind denn konkrete Maßnahmen der Kampagne? Wie wollen Sie Druck auf Politik und Arbeitgeber ausüben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Die Hauptgeschichte ist die Unterschriftenliste und die Kampagne<br />
selbst, und wenn das noch keine Wirkungen erzielt, werden wir uns<br />
spektakulärere Geschichten ausdenken.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>hans wurst:</b> Wie kann eine Gewerkschaft in einer solchen Sache Druck auf Arbeitgeber ausüben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Druck kann nur die Belegschaft mit dem Betriebsrat ausüben. Die<br />
Gewerkschaften nur, wenn es im Tarifvertrag steht. Ein paar<br />
Tarifverträge dazu gibt es bereits.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>tomas:</b> Auf<br />
Ihrer Homepage liest man von den Zielen der Kampagnen, den Vorhaben und<br />
den Vorstellungen. Mir fehlen da ein bisschen die Ergebnisse. Welche<br />
sind das denn nun?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Das eigentliche Ziel unserer Kampagne ist, das Thema Online-Rights zu<br />
einem politischen Thema zu machen und letztendlich zu einer guten<br />
gesetzlichen Regelung zu kommen. Die Kampagne geht noch weiter über<br />
ihre konkreten Ergebnisse &#8211; quantitativ und qualitativ &#8211; werden wir die<br />
Öffentlichkeit natürlich informieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>isabelle:</b><br />
Wie ist die Beteiligung der Basis von ver.di an der Kampagne, sprich<br />
wie ist das Interesse der Gewerkschaftsmitglieder an dem Projekt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Auf der Unterschriftenliste finden sich viele begeisterte Reaktionen,<br />
nach dem Motto: &quot;es wurde mal Zeit&quot;. Wir sind ganz stolz, dass bereits<br />
16.000 Besucher an unserer Kampagne teilgenommen haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:  </b>Eine Nachfrage zum wirtschaftlichen Schaden:<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">sommerwiewinter:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Ist es nicht normal, dass Arbeitgeber gerade bei dem Medium Internet<br />
und seinen privaten Möglichkeiten darauf achten, wie viel Arbeitszeit<br />
ihnen durch nicht genehmigte Onlineaktivitäten verloren geht? Der<br />
gesamtwirtschaftliche Schaden muss doch enorm sein, oder?<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Michael Sommer:  </span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Ich<br />
sehe das völlig anders. Es entsteht kaum Schaden, wenn überhaupt, im<br />
Gegenteil, gerade wenn mit dem Medium intensiv gearbeitet werden soll,<br />
ist die private Nutzung doch eher marginal. Im Übrigen sind motivierte<br />
Mitarbeiter nicht darauf aus, ihrem Arbeitgeber zu schaden. Und damit<br />
wir uns Recht verstehen: wenn es wirklich Missbrauch gibt, dann gibt es<br />
genügend arbeitsrechtliche Möglichkeiten, dem einen Riegel vorzuschieben<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">boris2:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Mal eine ganz andere Frage: Werden Sie bald neuer DGB-Chef sein? Es gibt ja offenbar keinen Gegenkandidaten für die Wahl, oder?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Ob ich neuer DGB Chef werde oder nicht, weiß ich am Tag der Wahl. Und<br />
das ist der 28.Mai. Von einem Gegenkandidaten ist mir bislang nichts<br />
bekannt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>punk:</b> Wie<br />
hoch schätzen Sie eigentlich Ihren politischen Einfluss als<br />
Gewerkschaft und als DGB-Chef ein? Man sagt ja, die Gewerkschaften<br />
würden diesmal die Wahl entscheiden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Ich glaube schon, dass wir einen großen politischen Einfluss haben,<br />
aber man sollte sich auch nicht überschätzen: Die Wahl entscheiden<br />
immer noch die Wähler.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>holograhm:</b> Gibt es ein Stillhalteabkommen der Gewerkschaften mit Schröder?<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Michael Sommer:  </span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Nein<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>sonne:</b> Was<br />
erwarten Sie von der zukünftigen Bundesregierung in der kommenden<br />
Legislaturperiode? Wie sollte Ihrer Meinung nach eine vernünftige<br />
Wirtschafts- und </span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Arbeitsmarktpolitik aussehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b><br />
Da könnte man ganze Programme vollschreiben. In Kurzfassung: Im<br />
Mittelpunkt muss eine Politik stehen, die alles daran setzt, die<br />
Massenarbeitslosigkeit zu beseitigen, z.B. durch Investitionsprogramme,<br />
Zukunftsprojekte und die Forderung nach neuen Formen von Arbeit und das<br />
sozialgeschützt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>hellmood:</b><br />
Ich hab da noch eine politische Frage: Die Gewerkschaften haben ja nach<br />
einer recht heftigen Kritik an Bundeskanzler Schröder sich für eine<br />
Unterstützung des SPD-Wahlkampfes entschieden. Wie sicher ist denn<br />
diese Entscheidung? Und worauf beruht Sie? Die SPD-Regierung macht ja<br />
nicht gerade eine arbeitnehmerfreundliche Politik?<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Michael Sommer:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Die Gewerkschaften haben sich nicht entschieden, einen SPD-Wahlkampf zu<br />
unterstützen. Wir sind und bleiben parteipolitisch unabhängig. Im<br />
Übrigen messen wir Parteien und Kandidaten, in dem was sie tatsächlich<br />
für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen tun. Und was die<br />
Regierungspolitik in Bezug auf Arbeitnehmer, Gewerkschaftsrechte und<br />
soziale Themen betrifft, ist die Bilanz zwiespältig. Da ist manches gut<br />
gemacht worden, aber bei manchen Projekten fehlt mir die soziale<br />
Ausgewogenheit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:  </b>Zurück zu den Zielen der Online Kampagne:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>schunck:</b><br />
Frage: Müssen private Internet und E-Mail Nutzungen von Arbeitnehmern<br />
abgemahnt werden oder rechtfertigen sie nach der heutigen<br />
Rechtsprechung zur fristlosen Kündigung? Vielen Dank für Ihre Antwort<br />
an b.schunck@beta-publishing.com<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Michael Sommer:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">  Immer Abmahnung, außer bei strafrechtlichen Verstößen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>tomas: </b>Prof.<br />
Dr. Wedde hat ein Gutachten über die Zugangs- und Nutzungsrechte der<br />
Arbeitnehmer verfasst. Nehmen auch die Arbeitgeber diese Studie als<br />
Orientierung?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b>  Die Frage kann ich Ihnen leider nicht beantworten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>verdidad:</b><br />
Herr Sommer, was halten Sie von der Landesregierung NRW, die ja<br />
Providern vorschreiben will, welche Inhalte sie weitergeben dürfen und<br />
welche nicht &#8211; oder ist das nicht auch das Thema Online-Rechte?<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Michael Sommer:  </span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Ich<br />
kann Ihnen die Frage jetzt nicht beantworten, ich lasse das aber prüfen<br />
und sie bekommen die Antwort später auf der Online Rechte Seite.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>debil:</b> Was ist eigentlich mit den Beschäftigten, die bei ver.di arbeiten? Dürfen die denn privat im Internet surfen?<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Michael Sommer:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">  Ja.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>thesaurus:</b> Wie oft nutzen Sie eigentlich das Internet persönlich? Ist ver.di mit den neuesten Rechnern ausgestattet?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b>  Mehrmals täglich, sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause (wenn ich da mal bin).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>popster: </b>Falls<br />
es so ist, dass Angestellte zu stark am Arbeitsplatz überwacht werden<br />
und diese Aktion das beweisen wird. Wie wollen Sie darauf reagieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Michael Sommer:  </span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Das<br />
wichtigste ist, dass sie sich an ihre Gewerkschaft oder ihren<br />
Betriebsrat wenden, damit wir ihnen helfen können. Was dann konkret zu<br />
machen ist, muss man von Fall zu Fall sehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>icu4:</b> Was könnte die Bundesregierung denn gegen Überwachungssoftware machen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:  </b>Wir<br />
brauchen ein klares Arbeitsnehmerdatenschutzgesetz, in dem auch<br />
geregelt ist, ob überhaupt, und mit welchen Beschränkungen<br />
Überwachungssoftware eingesetzt werden darf.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:  </b>Thema Call Center Telearbeit:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>icu4:</b> Mal<br />
ein anderes Thema: Wie sieht das aus für Call Center Mitarbeiter und<br />
Telearbeiter? Setzt sich die Kampagne da auch mal für fairere<br />
Tarifabschlüsse ein?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:  </b>Na klar.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>prodomo: </b>Noch<br />
mal zur Kampagne Online-Rechte: An wen kann ich mich wenden, wenn ich<br />
konkrete Fragen habe (die ich nicht in einer anonymen Mail sondern im<br />
persönlichen Gespräch klären will)?<br />
</span>
</p>
<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Michael Sommer:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Die Telefonnummern von Ansprechpartner finden sie auf der Seite Online<br />
Rechte für Beschäftigte. Ansonsten schicken Sie uns eine Mail, wir<br />
melden uns dann, ohne dass sie in Schwulitäten kommen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>prodomo:</b> In Call Centern herrschen echt fiese Bedingungen, liest man immer wieder!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:  </b>In<br />
vielen Call Centern herrschen schlechte Arbeitsbedingungen. Sehr viele<br />
sogenannter freier Call Center unterliegen keinem Tarifvertrag. Um<br />
diesen Zustand zu ändern, haben wir ein Projekt gestartet &quot;Soziales<br />
Benchmarking für Call Center&quot;, an das sich Betroffene persönlich wenden<br />
können und dort Rat und Hilfe erfahren; der zweite Zweck dieses<br />
Projektes ist es, mit den Betroffenen zu erkunden, was eigentlich<br />
geregelt werden muss, und welche Standards bereits heute bestehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b>  Letzte Frage:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>tomas:</b><br />
Kommunizieren sie mit ihren Mitgliedern in erster Linie via Internet<br />
oder stehen die traditionellen Kommunikationsmittel immer noch im<br />
Vordergrund?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:  </b>Wir machen beides.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>prodomo: </b>Ist das Thema gut genug für den Bundestagswahlkampf, eigentlich?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b>  Das ist ein gutes Thema, ich glaube aber nicht, dass es im Mittelpunkt des Bundestagswahlkampfes stehen wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Liebe Chatter, liebe Chatterinnen, vielen Dank für ihre Teilnahme an<br />
unserem Chat. Leider konnten nicht alle Fragen beantwortet werden &#8211; es<br />
waren einfach zu viele. Ganz herzlichen Dank an Herrn Sommer für seine<br />
Teilnahme am Chat.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael Sommer:</b>  Danke auch, und Tschüß.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Frank Bsirske &#8211; ver.di-Vorsitzender</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitbestimmung-online-gewerkschaften-im-netz/frank_bsirske_ver_di_vorsitzender-614/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitbestimmung-Online - Gewerkschaften im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Bsirske]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/frank_bsirske_ver_di_vorsitzender-614/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bereits im November 2000
sorgte er erstmals als unbekannter Überraschungskandidat für
Schlagzeilen. Aus dem personalpolitischen Nichts kommend, wurde Frank
Bsirske auf dem ÖTV-Gewerkschaftstag in Leipzig nach einer <a href="http://www.oetv-berlin.de/Aktuelles/GT-Leipzig-2000/bsirske-rede.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mitreißenden Rede</a>
mit über 94 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von ÖTV-Chef Herbert
Mai, dieser war nach einem mageren Abstimmungsergebnis zur Neugründung
der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft (ver.di) zurückgetreten,
gewählt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bereits im November 2000<br />
sorgte er erstmals als unbekannter Überraschungskandidat für<br />
Schlagzeilen. Aus dem personalpolitischen Nichts kommend, wurde Frank<br />
Bsirske auf dem ÖTV-Gewerkschaftstag in Leipzig nach einer <a href="http://www.oetv-berlin.de/Aktuelles/GT-Leipzig-2000/bsirske-rede.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mitreißenden Rede</a><br />
mit über 94 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von ÖTV-Chef Herbert<br />
Mai, dieser war nach einem mageren Abstimmungsergebnis zur Neugründung<br />
der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft (ver.di) zurückgetreten,<br />
gewählt.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Wahl zum ÖTV-Vorsitzenden war<br />
für den damaligen Personaldezernent der Landeshauptstadt Hannover eine<br />
große Herausforderung, schließlich sollte er das erste Grünen-Mitglied<br />
an der Spitze einer Gewerkschaft sein. Um sich mit diesem Amt vertraut<br />
zu machen, hatte aber er nur wenige Monate Zeit. Bereits im März 2001<br />
wurde er von der ver.di-Gründungsversammlung mit ausgezeichneten 95,9<br />
Prozent zum ersten Vorsitzenden der größten Gewerkschaft der Welt<br />
gewählt. Dies war für den Politikwissenschaftler der bisherige<br />
Höhepunkt einer relativ kurzen, aber steilen, Karriere.<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="100">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/bsirske/bsirske.jpg" alt="Frank Bsirske" border="1" height="150" hspace="0" vspace="0" width="100" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333">Frank Bsirske</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Geboren wurde Bsirske am 10.<br />
Februar 1952 im niedersächsischen Helmstedt. Nach Abschluss der<br />
Realschule (1967) bestand er vier Jahre später auch das Abitur und<br />
konnte 1978 sein Diplom-Studium der Politikwissenschaft erfolgreich<br />
beenden. Bereits früh engagierte sich Bsirske in der Parteipolitik;<br />
1966 trat er der SPD bei, 1969 aber bereits wieder aus. Vor allem die<br />
sozialdemokratische Zustimmung zu den Notstandsgesetzen und zur Großen<br />
Koalition ließen ihn diese Entscheidung fällen. Von 1978 bis 1987 war<br />
er Bildungssekretär der SPD-nahen &quot;<a href="http://www.sjd-die-falken.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialistischen Jugend Deutschlands &#8211; Die Falken</a>&quot;<br />
im Bezirk Hannover. 1987 verabschiedete er sich dann endgültig von der<br />
Sozialdemokratie und trat &#8211; angeblich weil sich der ehemalige<br />
Bundeskanzler Helmut Schmidt abfällig über sie geäußert hatte &#8211; den<br />
Grünen bei. Direkt nach seinem Beitritt arbeitete er in den Jahren<br />
1988/89 für die Fraktion der Grünen Alternativen Bürgerliste im Rat der<br />
Stadt Hannover. Nach diesem kurzen Intermezzo in der Politik begann er<br />
1989, obwohl er nicht den klassischen Weg durch die gewerkschaftlichen<br />
Funktionen vorweisen konnte, seine hauptamtliche Laufbahn bei der ÖTV.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das langjährige und vorher<br />
bereits ehrenamtlich tätige Gewerkschaftsmitglied (seit 1978) wurde<br />
zunächst Sekretär der ÖTV-Kreisverwaltung Hannover (1989/1990), weitere<br />
Aufgaben als Stellvertretender Geschäftsführer der Kreisverwaltung<br />
Hannover (1990/1991) und Stellvertretender Bezirksvorsitzender des<br />
ÖTV-Bezirks Niedersachsen (1991-1997) folgten. Nach dieser<br />
gewerkschaftlichen Phase zog es Bsirske zunächst auf die Gegenseite.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">1997 übernahm er die Position des<br />
Personal- und Organisationsdezernenten der Stadt Hannover. In seiner<br />
dortigen Funktion als Arbeitgeber erwarb sich Bsirske den Ruf eines<br />
fähigen Managers und modernen Reformers, eine für seine ver.di-Arbeit<br />
durchaus sinnvolle Qualifikation. Er forcierte vor allem die<br />
Dezentralisierung der Verwaltung und erntete für sein Vorhaben,<br />
Amtsleiterstellen vorerst nur noch befristet zu vergeben, bundesweit<br />
Anerkennung. Sein Ziel, die öffentliche Verwaltung leistungsfähiger und<br />
kundenfreundlicher zu gestalten, hat er in Hannover erreichen können.<br />
Die Öffnungszeiten der Bürgerbüros konnten durch flexible Gestaltung<br />
der Arbeitszeit von knapp 28 auf 42 Stunden in der Woche ausgedehnt<br />
werden.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Am Samstag (19.05.) skizzierte<br />
Bsirske anlässlich der Gründung des letzten ver.di-Landesverbandes in<br />
Hessen den langen und noch vor der neuen Gewerkschaft liegenden Weg.<br />
&quot;Neue Aktionsformen&quot; sollen erschlossen, eine &quot;neue Form der<br />
Solidarität&quot; entwickelt und neue Berufsgruppen für ver.di gewonnen<br />
werden, so Bsirske in seiner Rede. Für den 49jährigen dürfte dabei<br />
seine Lieblingssportart &quot;Kommunikation&quot; von besonderem Nutzen sein.<br />
Während er bereits der Verwaltung mehr Bürgernähe verordnen konnte,<br />
machte er nun auch kurz nach seiner Wahl zum ÖTV-Vorsitzenden deutlich,<br />
dass in einer Gewerkschaft &quot;der Funktionär für die Mitglieder da zu<br />
sein habe und nicht umgekehrt&quot;. Frank Bsirske will vermitteln und die<br />
Kluft zwischen denen, die eine Gewerkschaft als &quot;Kampforganisation&quot;<br />
verstehen und anderen, die den Dienstleistungsaspekt stärker in den<br />
Vordergrund rücken möchten, schließen.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mitbestimmung-Online &#8211; Gewerkschaften im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2001 13:27:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Bsirske]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
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			</item>
		<item>
		<title>Duales Ausbildungssystem in der New Economy &#8211; Expertenchat zum Thema in Kooperation mit NADIV</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/duales_ausbildungssystem_in_der_new_economy_expertenchat_zum_thema_in_kooperation_mit_nadiv-402/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbranche]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Karl-Heinz Kaschel-Arnold]]></category>
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					<description><![CDATA[<table cellspacing="12" width="350">
	<tbody>
		<tr>
			<td width="120"> <a href="http://www.nadiv.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><img src="http://www.politik-digital.de/images/nadiv/nadiv_weblogo.jpg" border="0" /></a></td>
		</tr>
	</tbody>
</table>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table cellspacing="12" width="350">
<tbody>
<tr>
<td width="120"> <a href="http://www.nadiv.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/nadiv/nadiv_weblogo.jpg" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!--break--><br />
<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<table border="0" width="99%">
<tbody>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td> Herzlich willkommen beim Expertenchat von politik-digital und dem<br />
			&quot;Netzwerk Arbeit durch Innovation&quot; (nadiv) aus Schleswig-Holstein. Dies<br />
			ist der erste von insgesamt vier Experten-Chats des Forschungsverbundes<br />
			nadiv, in denen der Frage nachgegangen wird, welches<br />
			Arbeitsmarktpotenzial in den Neuen Medien steckt. Der Titel des<br />
			heutigen Expertenchats: &quot;Ist das duale Ausbildungssystem für die New<br />
			Economy noch sinnvoll?&quot; Unser Gast ist Karl-Heinz Kaschel-Arnold, als<br />
			Abteilungsleiter bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi/IG Medien<br />
			zuständig für berufliche Bildung und Technologie. Guten Tag Herr<br />
			Kaschel-Arnold!<br />
			Erste Frage: Herr Kaschel-Arnold hat als Arbeitnehmervertreter in<br />
			verschiedenen Expertengruppen an der Schaffung neuer<br />
			Arbeitsbezeichnungen mitgewirkt. Dank Ihnen gibt es nun also zum<br />
			Beispiel die Berufsbezeichnung &quot;Mediengestalter/in für Digital- und<br />
			Printmedien&quot;. Lassen Sie uns doch hier gleich einsteigen: Warum<br />
			brauchen wir solche neuen Berufsbezeichnungen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Hallo! Berufsbezeichnungen kennzeichnen einen wesentlichen Punkt:<br />
			Die Kernkompetenzen, die die Absolventen nach ihrer Ausbildung<br />
			vorweisen sollen. Hier: Diese Menschen decken das gesamte Feld der<br />
			Medien ab.
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kernel:</b></td>
<td>Warum sollen Azubis aus neuen Medienberufen noch in die Schule gehen? Auf dem Job lernen sie vielleicht viel mehr?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Es gibt auch bestimmte theoretische Grundlagen und Ergänzungen, die<br />
			der einzelne Betrieb oder die Agentur allein nicht abbilden können. Zum<br />
			Beispiel Medienethik oder Medienrecht, das in der Schule kompakt<br />
			vermittelt werden kann., oder Grundlagen der Farblehre für das Design.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Als Berufsschüler sehe ich nicht ein, warum ich noch in die Schule<br />
			gehen soll. Meine Lehrer haben weniger Praxiserfahrung als ich!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Solche Lehrer kenne ich auch, das ist in der Tat ein Problem.<br />
			Spricht aber nicht grundsätzlich gegen Lehrer und Berufschulen. Weil es<br />
			Mängel gibt, haben wir in der Branche ein Projekt &quot;Mediengestalter<br />
			2000plus&quot; gestartet, bei dem auch die Ausbilder ausgebildet oder<br />
			weitergebildet werden sollen. Das ist in der Tat nötig.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Berta:</b></td>
<td>Gibt es für den Multimedia-Bereich eigentlich Alternativen zu einem dualen Ausbildungssystem?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Branche hat ja angefangen mit den Menschen, die sich alles<br />
			selbst beigebracht haben oder aus den Unis und FHs kamen. Es hat sich<br />
			aber gezeigt, das das allein nicht ausreicht! Akademiker werden auch<br />
			gebraucht, aber ein Großteil der Stellen wird mit gut ausgebildeten<br />
			Leuten aus dem dualen System besetzt werden können.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Berta:</b></td>
<td>Meistens sind die Schüler doch ohnehin schon auf einem besseren Wissenstand als die Ausbilder, was meinen Sie?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Stimmt nur zum Teil. Ausbilder sind beispielsweise auch die Leute,<br />
			die bei Pixelpark oder anderen Agenturen arbeiten. Leute aus der<br />
			Praxis. Das es Mängel gibt, gebe ich zu. Das ist aber auch kein Wunder<br />
			in einem völlig neuen Bereich. Heute kann man in der Financial Times<br />
			über die Pixelpark-Bilanzpressekonferenz lesen, das dort bestimmte<br />
			Kompetenzen wie Projektmanagement oder IT-Kompetenzen fehlen. Merke:<br />
			Nicht jeder Praktiker ist automatisch perfekt!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Geben Sie nicht damit zu, dass die Lehrer nicht mehr zeitgemäß ausbilden können? Zumindest in diesen Berufen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das stimt so pauschal nicht. Sowohl in den Schulen als auch in den<br />
			Firmen und Agenturen muss in die Ausbildung der Ausbilder investiert<br />
			werden. Ich kenne eine ganze Reihe junger Berufsschullehrer, die mit<br />
			Praxiserfahrungen in ihren Beruf gekommen sind und sehr fit sind in<br />
			ihrem Feld. </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Pooh:</b></td>
<td>Was wollen Sie eigentlich tun, um das duale System im IT-Bereich attraktiver zu machen und die Leute von den Unis zu holen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td> Es geht nicht darum, die Leute von den Unis zu holen. Die werden<br />
			auch dringend gebraucht. Aber um alle Plätze besetzen zu können,<br />
			braucht es drei bis vier Mal so viel Azubis, wie es jetzt schon gibt,<br />
			trotz des enormen Wachstums der letzten drei Jahre. Attraktiv sind die<br />
			Berufe, das zeigt die gigantische Nachfrage. Auf einen Ausbildungsplatz<br />
			komen bis zu dreihundert BewerberInnen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Was sind denn die Qualitäten, die ich nur im dualen System lerne?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Verbidung von praktischer Arbeit im Betrieb mit grundlegenden<br />
			Kenntnissen, die für die ganze Branche gelten, plus dem<br />
			Hintergrundwissen aus der Berufsschule. Außerdem sind die Berufe des<br />
			dualen Systems auch Grundlage für Bezahlung und tarifliche Regelung.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Becero:</b></td>
<td>Ist eine Gewerkschaft im Multimedia Bereich, besonders bei<br />
			Startup-Unternehmen überhaupt noch gefragt &#8211; kann sie diese<br />
			Berufsgruppen überhaupt erreichen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Ganz eindeutig! Gerade während der Krise des letzten Jahres hat<br />
			sich gezeigt, dass es eine ungeheure Nachfrage gibt. Dazu gehört auch,<br />
			dass wir als Gewerkschaften hier anders arbeiten als in klassischen<br />
			Betrieben.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Sind die Gewerkschaften nicht etwas langsam in ihrer Reaktion auf<br />
			die neue Arbeitswelt? Hätte man nicht schneller reagieren können?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Überholen können wir die Entwicklung nicht, aber wir sind am Ball.<br />
			Seit 1997 gibt es ein Kooperationsbüroo Medien und Arbeitswelt von vier<br />
			Gewerkschaften. Wir bieten dort z.B. ein Callcenter mit Beratung zu<br />
			allen Fragen der Telearbeit (on-forte) oder ein Callcenter Mediafon,<br />
			bei dem alle Fragen von Freelancern aus der Branche beantwortet werden.
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Poldine:</b></td>
<td>Was halten Sie von dem oft gewerkschaftsfeindlichen Klima in der New Economy?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das Klima in der New Economy wird zunehmend freundlicher. So<br />
			funktioniert z.B. eine Kündigung in der N.E. genauso wie in der Old<br />
			Economy und trifft die einzelnen genauso hart. Und auf Dauer 60 und<br />
			mehr Stunden /Woche zu arbeiten ist auch nicht so attraktiv. Hier<br />
			können Gewerkschaften Schutz und Regelungen organisieren, ohne dass man<br />
			deshalb zum zementierten 7 Stunden Tag mit Stechuhr zurück muss.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hugo:</b></td>
<td>Wie schätzen Sie die Zukunft der New Economy ein? Was sagen Sie zum Beispiel zu der Pixelpark-Pleite?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Pleite ist Pixelpark ja nicht, aber in der Realität angekommen wie<br />
			viele anderen new-economy Firmen auch. Jetzt muß man erkennen, das<br />
			manche Regeln und Gesetzmässigkeiten sich nicht geändert haben.<br />
			Berufsausbildung kann ein Beitrag dazu sein, etwas zu verbessern.<br />
			Pixelpark musste zB zugeben, das man Projektmanagement nicht richtig<br />
			beherrscht. Das lernt man im dualen System (zumindest die Grundlagen).<br />
			Also: Es geht weiter, aber realistischer als vor einem Jahr.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Becero:</b></td>
<td>Inwiefern sind Sie der Ansicht, dass viele Regelungen des<br />
			BetriebsverfassungsG auf junge und kleine Unternehmen gar nicht<br />
			anwendbar sind und sich die traditionellen Gewerkschaften dahingehend<br />
			nicht weit genug geöffnet haben? Diese Diskussion kam ja u.a. auch in<br />
			den Landtagswahlen in Nordrhein-W. und Baden-W. auf.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Wir haben immer gesagt, das ers bestimmte grundlegende Änderungen<br />
			geben muss. Die ver.di-Medien (IG Medien) hat 23.000 Freelancer als<br />
			Mitglieder. In unserem Rechtssystem werden die genauso behandelt wie<br />
			der Bertelsmann-Konzern. Das stimmt juristisch, aber nicht in der<br />
			Realität. So brauchen wir zum Beispiel eine völlig neue Definition von<br />
			solchen arbeitenden Menschen und ihren Rechten. Dafür setzen wir uns<br />
			ein.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Gync:</b></td>
<td>Ganz konkret: Wie viele Mitarbeiter dürfen sich bei verdi darum kümmern, dass mehr<br />
			Gewerkschaftsmitglieder aus dieser Branche gewonnen werden?
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Auf den Kopf genau kann ich das nicht sagen, aber es gibt<br />
			bundeswsweit das Projekt TIM (Telekom-Medien-IT) in dem rund 15 Leute<br />
			arbeiten, 8 betreuen nur den Privatfunk (Viva, RTL, pro7), es gibt 16<br />
			regionale Projekte mit jeweils mindestens zwei MitarbeiterInnen, wir<br />
			haben 12 Leute im onforte-Projekt für Telearbeit, ein Kreis von über 20<br />
			Experten, die bei mediafon Freiberufler beraten , dazu backoffice in<br />
			der &quot;klassischen&quot; Verwaltung: also eine ganze Menge (Nicht<br />
			vollständig).Und: es ist und wird ein Schwerpunkt für ver.di-Medien.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>DrSpokk;</b></td>
<td>Ist ver.di nicht ein struktureller Schritt in die falsche Richtung?<br />
			Eine neue Großorganisation, die der schnellen und flexiblen New Economy<br />
			gar nicht gewachsen ist?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Stimmt so nicht! Ver.di ist eine Matrixorganisation, d.h. neben dem<br />
			Hauptvorstand in Berlin gibt es 13 teilautonome Fachbereiche, z.B.<br />
			ver.di-Medien oder ver.di-IT und Telekommunikation, die sich um<br />
			einzelne Branchen kümmern. Außerdem arbeiten wir mit vielen Teams und<br />
			Projekten für spezielle Zielgruppen, z.B. Multimediaagenturen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Anastasia:</b></td>
<td>Wie stark ist die IG-Medien eigentlich allgemein im Internet engagiert?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Wie meinst Du das?  Wir haben eine WWW-Page und betreuen die Branche.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hugo:</b></td>
<td>Meinen Sie, dass ein Unterrrichtsfach &quot;Medien&quot; oder &quot;Internet&quot;<br />
			bereits an den normalen Schulen eingeführt werden sollte, damit die<br />
			Schüler den Anschluss nicht verpassen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Klar doch! Aber dazu reicht ein Program &quot;Computer an die Schulen&quot;<br />
			nicht aus. Der ganze Unterricht muß dann auch neu gestaltet werden. </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Basecap:</b></td>
<td>Brauche ich überhaupt eine Ausbildung um in den Neuen Medien zu arbeiten? Die nehmen doch jeden, der Ahnung von Computern hat.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das ist teilweise auch so, aber so sehen leider auch viele Produkte<br />
			aus! Die Kunden verlangen zunehmend Qualität und das setzt Menschen<br />
			voraus, die vernünftig ausgebildet sind und ein bischen mehr können als<br />
			nur in den Computer &quot;hacken&quot;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Supergrass:</b></td>
<td>In welchen Bereichen der New Economy ist dann überhaupt noch eine universitäre Ausbildung sinnvoll?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>In allen, was aber kein Wiederspruch dazu ist, daß es auch viele<br />
			Menschen geben muß, die auch im dualen System ausgebildet sind. Beides<br />
			gehört zusammen.</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td align="right" valign="top"><b>Anastasia:</b></td>
<td>Was kann von Seiten der Regierung getan werden, um die Ausbildungsmöglichkeiten im IT-Bereich zu verbessern?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Regierung kann und soll bestimmte Rahmen setzen, etwa für einen<br />
			Anspruch auf Weiterbildung im Beruf oder Regeln, wie Qualitätsstandards<br />
			erarbeitet werden können. Die Hauptarbeit sollte aber in der Branche<br />
			selbst laufen zwischen den Firmen und den Beschäftigten und ihren<br />
			Organisationen. Das läuft seit langer Zeit ganz gut. Gefragt sind auch<br />
			Rahmenregeleungen etwa um das Urheberrecht der Produzenten<br />
			(=Beschäftigten) zu regeln oder den Datenschutz. Sowas regelt der Markt<br />
			nicht allein. Ansonsten soll es dabei bleiben, das es bundesweit<br />
			einheitliche Ausbildungen gibt, damit man unter dem Begriff<br />
			Mediendesigner in Hamburg das gleiche versteht wie in München.</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td align="right" valign="top"><b>Pooh:</b></td>
<td>Was halten Sie denn dann von den Vorwürfen an die IT-Branche: Die<br />
			Leute werden ausgenutzt, schlecht bezahlt und machen die meisten<br />
			Überstunden?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das ist eine Seite und das gibt es auch . Die andere Seite: die<br />
			meisten Leute arbeiten gerne und mit Lust in ihren Aufgaben, und das<br />
			soll auch so bleiben. Unser Punkt als Gewerkschaft ist: Daraus darf<br />
			nicht soziale Verantwortungslosigkeit werden. Wir brauchen neue<br />
			Spielregeln des Umgangs miteinander. Daran arbeiten wir. Also: Nicht<br />
			altbackene starre Zwangsregeln, aber auch nicht Wildwest.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Servus:</b></td>
<td>Verdient man in der Medienbranche tatsächlich besser, wenn man ausgebildet wurde? Gibt es eine Untersuchung dazu?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Im Prinzip ja. Leider gibt es sehr wenige Untersuchungen wie die<br />
			vom High Text Verlag / DMMV und Umfragen und Aufstellungen, die wir als<br />
			Gewerkschaften machen. Eines zeigt sich darin aber deutlich: Je besser<br />
			die Ausbildung desto höher das Einkommen oder die Honorare.;</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Wie halten es eigentlich unsern europ. Nachbarn mit der Ausbildung? Gibt es da auch duale Systeme?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Duale Systeme gibt es in Skandinavien, den Niederlanden, Österreich<br />
			und der Schweiz. Andere Länder wie Italien oder Frankreich bilden nur<br />
			an Schulen aus. Danach kommt der &quot;Praxisschock&quot;. Interessant sind die<br />
			USA: dort baut die Regierung ein Ausbildungssystem auf, besonders für<br />
			den IT- und Medienbereich, das unserem System ziemlich ähnich ist. Die<br />
			machen das mit der Begründung, daß sie die Nummer eins weltweit bleiben<br />
			wollen und das nur mit einer systematischen Ausbildung schaffen können.<br />
			Das sollten sich unsere deutschen Systemkritiker mal näher anschauen!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>Liebe Chat Teilnehmer, unsere Zeit ist fast um. Wir bitten nochmal<br />
			um Verständnis für die Verschiebung des Chats. Grund war der Lufthansa<br />
			Streik und die daraus resultierende Verspätung von Herrn<br />
			Kaschel-Arnold. Jetzt kommen wir zur letzten Frage:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Wie sind sie zur Gewerkschaftsarbeit gekommen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Als ich anfing, als Journalist zu arbeiten, war es in der Redaktion<br />
			selbstverständlich, Gewerkschaftsmitglied zu sein. Für mich persönlich<br />
			war das auch klar. Das ist sicher auch ein Grund warum fest angestelle<br />
			Journalisten nicht schlecht verdienen. (In einem Tarifvertrag<br />
			abgesichert). </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>So, die Stunde ist um. Im Namen von politik-digital und dem<br />
			Foschungsverbund &quot;Netzwerk Arbeit durch Innovation&quot; (www.nadiv.de)<br />
			möchten wir uns bei den Chatteilnehmern und bei Karl-Heinz<br />
			Kaschel-Arnold für die sehr aufschlussreiche Stunde bedanken. Der<br />
			zweite Termin unserer Reihe &quot;Experten-Chat mit nadiv&quot; ist der 18. April<br />
			zwischen 19 und 20 Uhr. Thema wird die Verknüpfung von Architektur,<br />
			Kommunikation und Multimedia sein: Machen eigens errichtete Stadtteile<br />
			mit luxuriöser Technikausstattung Sinn? Wo gibt es solche Projekte?<br />
			Fragen Sie unsere Chatgäste in drei Wochen. Bis dahin: Auf Wiederchat!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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