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	<title>Veranstaltungsbericht &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Gesellschaftlicher Dialog Ethik &#038; Digitalisierung – Vertrauen in unsere vernetzte Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2018 20:24:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel der Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Arbeitswelt, Bildung und gesellschaftliche Herausforderungen befinden sich im steten Wandel – nicht erst, aber auf grundlegend neue Weise durch die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-154542" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Artikelbild_Gesellschaftlicher_Dialog_2018-630x449.jpg" alt="Artikelbild Gesellschaftlicher Dialog" width="630" height="449" />Arbeitswelt, Bildung und gesellschaftliche Herausforderungen befinden sich im steten Wandel – nicht erst, aber auf grundlegend neue Weise durch die Digitalisierung. Der Frage, wie wir diesen Wandel gestalten können, ging der erste „Gesellschaftlicher Dialog Ethik &amp; Digitalisierung – Vertrauen in unsere vernetze Welt“ am 17.April in Berlin nach. politik-digital hat die Veranstaltung als Medienpartner begleitet.</p>
<p>In Fachforen, Vorträgen und Workshops widmeten sich über 60 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft auf Einladung der Wegweiser Media &amp; Conferences GmbH Berlin den Auswirkungen der Digitalisierung.</p>
<p>Mit einem Eingangsstatement gab Dr. Klaus von Dohnanyi, ehemaliger Bundesbildungsminister und Bürgermeister der Stadt Hamburg, Antworten auf die Frage, was die Digitalisierung für den Arbeitsmarkt bedeutet und welche ethischen Fragen hierbei zentral sind. Anschließend diskutierten die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff, Internetbotschafterin Prof. Dr. Gesche Joost, Informatik-Professor Dr. Christoph Meinel, Dr. Michael Müller-Wünsch, CIO der Otto GmbH und Dr. Ralf Schneider, CIO der Allianz Group vorab die Fragen, die später in den Workshops ausführlicher aufgegriffen wurden.</p>
<h3>Wandel der Arbeitswelten: Zwischen Homeoffice und neuen Berufen</h3>
<p>Zu den dringendsten Fragen gehört, wie wir die Veränderungen der Berufswelt gestalten können: Wie kann der Arbeitsmarkt nachhaltig gestaltet werden, welche Berufe wird es in Zukunft noch geben, welche Rolle werden Homeoffice und mobiles Arbeiten spielen? Einigkeit herrschte darüber, dass wir auf die vielfältigen Herausforderungen differenziert reagieren müssen. Lösungen, die sich bei 20-Jährigen anbieten, passen nicht immer auf 55-Jährige. Lebenslanges Lernen wird unabdingbar sein. Traditionelle Vorstellungen von Arbeit werden sich ändern und neue Arbeitskonzepte die bestehenden ablösen.</p>
<p>Kontrovers blieb, ob die Digitalisierung Arbeitsplätze abschaffen oder nur verändern wird. Und auch das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) als Antwort auf mögliche Arbeitsplatzverluste spaltet die Gemüter: Während einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür plädierten, sich die verschiedenen Modelle genauer auf ihre Umsetzbarkeit und Auswirkungen zu überprüfen, wandte eine Zuschauerin ein, dass das BGE Arbeit nur teilweise ersetzen könne, so fehle bei ehrenamtlicher Arbeit die Wertschätzung, die klassische Arbeit erfahre.</p>
<h3>Digitale Bildung</h3>
<p>Um die für die Digitalisierung notwendigen Kompetenzen zu lernen, ist es notwendig, dass der Staat mehr in Bildung investiert, damit die Schulen die richtige Ausstattung erhalten und das Lehrpersonal entsprechend fort- und weitergebildet werden kann. In den Diskussionen herrschte Konsens, das sowohl die Infrastruktur an Bildungseinrichtungen wie z.B. in Schulen und Hochschulen sowie die Kompetenzvermittlung von Fähigkeiten wie kritisches Denken und Kreativität gefördert werden müssen. Die Unternehmen müssen ebenfalls ihr Personal mit digitalen Grundkompetenzen weiterbilden.</p>
<p>Aber auch ältere Menschen brauchen beim Erwerb digitaler Fähigkeiten Unterstützung, sowohl durch haupt- als auch durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Gerad die Über-70-Jährigen sehen sich oft außerstande, allein das Internet für ihre Zwecke zu nutzen – da viele analoge Angebote zu Gunsten von digitalen Konzepten aufgegeben werden (z.B. schließen viele Bankfilialen, während das Online-Banking zunimmt), wird sich dieses Problem verschärfen.</p>
<h3>Ethik – Leitbild der digitalen Souveränität</h3>
<p>Während die ethischen Grundfragen nur sehr knapp angerissen wurden, gab es zumindest einen Überblick über Datenschutz und die nötigen Bestimmungen. Laut Dr. von Dohnanyi ist Deutschland hierbei klar ein Vorbild für die Welt. Fraglich bleibt allerdings nach wie vor, wem die personalisierten Daten am Ende gehören. Gesche Joost plädiert beim mündigen Umgang mit der digitalen Welt für ein Leitbild der digitalen Souveränität. Die User müssen die Konsequenzen des eigenen Handelns im Netz, aber auch die Weitergabe personenbezogener Daten sollten wahrnehmen und verstehen. Aber nicht nur der User, auch der Staat steht in der Pflicht. Gesellschaftlicher Fortschritt und digitaler Fortschritt gehen für die CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön Hand in Hand. Auch ihre  Kollegin von der Linken Anke Domscheit-Berg forderte im Forum „Staat und Rahmenbedingungen“, dass wir die digitale Revolution mit einer sozialen Revolution verbinden müssen.</p>
<p>Neben dem Individuum und dem Staat müssen die Unternehmen Verantwortung übernehmen. Ein wichtiges Stichwort bei dieser Auseinandersetzung ist Corporate Digital Responsibility, also der verantwortungsvolle Umgang mit Daten und digitaler Kommunikation – von Datenschutz bis zur informationellen Selbstbestimmung – durch Unternehmen, die nicht nur ihren Gewinn maximieren wollen, sondern sich im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung auch neuen sozialen Herausforderungen stellen.</p>
<p>Das Abschlussplenum eröffnete Justizministerin Dr. Katarina Barley mit den Worten: „Die Digitalisierung der Welt ist ein gesellschaftliches Totalphänomen.“ Sie griff erneut das Thema Datenschutz, Verbraucherschutz und die Rolle der Politik auf. Spannend war hierbei die Aussage von Prof. Dr. Detlev Ganten, der es als unethisch bezeichnete, „dass die ganzen Daten in Krankenhäusern, bei Ärzten und Krankenkassen nicht für Forschung genutzt werden“ und damit sinnbildlich das Fazit des Tages festhielt: Sowohl die Nutzung als auch die Nicht-Nutzung von Daten kann ethisch und unethisch sein. Es geht vielmehr darum, Richtlinien und Regeln für den richtigen Umgang mit Daten festzulegen und zu vermitteln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Konferenz: Digitale Bildung für alle – „Das Digitale gehört fest in die Lebenswelt von Kindern“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2017 10:52:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Programmieren]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[Am vergangenen Donnerstag fand die Coding und Bildung-Konferenz „Code{affair} 2017“ in Berlin statt. Veranstaltet wurde die Konferenz von der Initiative [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2990_thumb.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-153732" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2990_thumb-630x275.jpg" alt="2990_thumb" width="630" height="275" /></a>Am vergangenen Donnerstag fand die Coding und Bildung-Konferenz „Code{affair} 2017“ in Berlin statt. Veranstaltet wurde die Konferenz von der Initiative „Code your Life“, die als Teil des Programms Microsoft YouthSpark fungiert und vom 21st Century Competence Center im Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e.V. umgesetzt wird. Unter dem Motto „Programmieren geht uns alle etwas an“ gewährten Experten aus Bildung, Coding-Initiativen, Werkstätten und Wirtschaft Einblicke in den aktuellen Stand der Digitalisierung an deutschen Schulen und Bildungseinrichtungen.</p>
<h3>Programmieren noch nicht im Klassenzimmer angekommen</h3>
<p>Nach einer <a href="https://news.microsoft.com/de-de/microsoft-lehrplan-digital/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov</a> zufolge sind 93% der befragten deutschen Unternehmensentscheider und Lehrkräfte davon überzeugt, dass der Erwerb digitaler Kompetenzen entscheidend für den Erfolg in der Arbeitswelt von morgen sein wird. Welche Kompetenzen diese aber genau sein sollen, darüber herrscht große Uneinigkeit zwischen Lehrern und Unternehmern. Denn während fast jeder zweite Unternehmensentscheider zum Beispiel das Programmieren an Schulen befürwortet, finden nur 26% der Lehrer, dass es auch in den Lehrplan aufgenommen werden sollte. Während zwölf andere EU-Länder dies bereits planen, würde Deutschland an dieser Stelle noch große Chancen verschenken. Die Gründe sieht Thomas Bachem, Mitbegründer der <a href="https://code.berlin/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Code University</a>, vor allem im föderalistischen Bildungssystem, in der noch immer zu geringeren finanziellen Förderung, sowie in der Verstaatlichung der Schulen. Zusammengenommen würden diese ein strukturelles Hindernis sowie ein Mangel an Innovationen an Deutschlands Schulen bedeuteten. Daher sei es besonders wichtig, dass die Schulen aktiv ihre Bereitschaft zur Aufnahme digitaler Themen zeigen, ergänzte Alexander Rabe vom eco-Verband der Internetwirtschaft e.V.</p>
<p>Viele Lehrer fühlen sich aber überfordert mit der Thematik. Ihnen fehle neben der Fachkompetenz vor allem eine erste Anleitung, so ein Lehrer einer Grundschule in Berlin. Kritisiert wird auch der bereits überfüllte Lehrplan. Abhilfe könnte hier eine fächerübergreifende Integrierung des Programmierwissens leisten: Indem in den bereits bestehenden Schulfächern wie Deutsch und Musik  über Sprache, Grammatik oder das Notenlesen Verbindungen geknüpft werden, könnten so leicht Zusammenhänge zur Sprache des Programmierens aufgebaut werden, schlug Thomas Schmidt von der <a href="http://www.code-your-life.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative Code your Life</a> vor. So würde sich an der Gesamtzahl der Schulstunden nichts ändern. Nichtsdestotrotz bleibt der Bedarf an Weiterbildungen für Lehrer bestehen. Ein weiteres Beispiel zeigt, dass Coding auf spielerische Weise im Informatikunterricht mit Hilfe von Hardware-Erweiterungen für das populäre Videospiel <a href="http://www.hancl.de/cis/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Minecraft</a> erlernt werden kann. Viele der teilgenommenen Experten fordern daher, mit dem Programmieren bereits in der Grundschule oder gar im Kindergarten anzufangen.</p>
<h3>Programmieren oder digitale Kompetenzen?</h3>
<p>Ob aber auf diese Weise das Ziel, nämlich die Befähigung der Heranwachsenden an der kompetenten Teilhabe an einer digitalisierten Gesellschaft, erreicht werden kann, bleibt offen. Denn: Digitale Kompetenzen und das Programmieren bzw. „Coden“ sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Während beim ersten die digitale Mündigkeit vorangetrieben werden soll, also die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend sachkundig nutzen zu können, geht es beim Programmieren um die Vermittlung rein technischer Kompetenzen. Die beiden Bereiche bedeutungsgleich zusammenzuführen erweckt daher den Eindruck, der Ruf nach digitalen Kompetenzen fungiere hier eher als Deckmantel für den Auf- und Ausbau der technischen Fertigkeiten der Schüler.</p>
<p>Dass aber digitale Grundkompetenzen in nahezu allen Berufen der Zukunft von Bedeutung sein werden, darin waren sich die verschiedenen Teilnehmer in ihren Vorträgen einig. Viele gingen sogar so weit zu behaupten, dass das Programmieren die Sprache der Zukunft sei. Keine Kommunikation mehr ohne Coding-Fertigkeiten also? Julia Eckelhoff, Leiterin der Digitalwerkstatt in Berlin, in der Kinder an das Programmieren herangeführt werden, Roboter bauen und experimentieren, ist jedenfalls der Meinung, dass zumindest „das Digitale“ auch fest in die Lebenswelt von Kindern gehört. Eine Anmerkung der Leiterin blieb aber besonders in Erinnerung: Die meisten der Anmeldungen in ihrer Digitalwerkstatt würden  nur aus bestimmten gesellschaftlichen Schichten stattfinden. Auf die Frage, ob im Coden Potenzial für Integration und Inklusion gesehen werde, lenkte Thomas Schmidt die Aufmerksamkeit auf bereits laufende Coding-Projekte für Flüchtlinge. Inwieweit aber hierbei von Inklusion gesprochen werden kann, wenn Flüchtlinge unter sich das Coden lernen, bleibt fragwürdig.</p>
<p>Insgesamt gestaltete sich die <a href="http://www.code-your-life.org/Mitmachen/1343_CODE_affair_2017.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veranstaltung</a> vor allem als innovationsfreudig. Verschiedene Verantwortliche aus den Bereichen Bildung und Digitalisierung kamen zu Wort und man konnte sich regelrecht vom Enthusiasmus der Vortragenden anstecken lassen. Dagegen blieben kritische Meinungen und Debatten seitens der Experten gänzlich aus. Eine kritische Betrachtung über den frühen Einsatz digitaler Medien in Kindergärten fand genauso wenig statt wie die Frage nach dem Nutzen von Programmierfähigkeiten für zum Beispiel künstlerisch-affine Schüler und Schülerinnen.</p>
<p>Titelbild: <a href="http://www.code-your-life.org/Mitmachen/1343_CODE_affair_2017.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Code your Life</a></p>
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