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	<title>Verdi &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Verdi &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Grundnahrungsmittel Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 08:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Verdi]]></category>
		<category><![CDATA[Manifest]]></category>
		<category><![CDATA[Privatisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[In einem Manifest haben die Teilnehmer einer von ver.di veranstalteten Konferenz am 5. September 2008 eine Grundversorgung mit Internetzugängen gefordert. Das <a href="http://governet.de/7/viewentry/2484" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zehn-Punkte-Programm</a> stellt  Forderungen an Politik und Verwaltung, wie das Internet dem Gemeinwohl nutzen kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Manifest haben die Teilnehmer einer von ver.di veranstalteten Konferenz am 5. September 2008 eine Grundversorgung mit Internetzugängen gefordert. Das <a href="http://governet.de/7/viewentry/2484" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zehn-Punkte-Programm</a> stellt  Forderungen an Politik und Verwaltung, wie das Internet dem Gemeinwohl nutzen kann.<!--break--></p>
<p>
„Nicht am Internet teilhaben zu können, bedeutet den Ausschluss aus weiten Teilen des gesellschaftlichen und familiären Lebens, Ausschluss von Bildungs- und Informationsmöglichkeiten, von demokratischer Teilhabe“, bemerken die Autoren gleich zu Anfang des Forderungskatalogs. Deswegen müsse jeder Bürger auf einen Breitbandzugang zugreifen können, um eine „digitale Spaltung“ der Gesellschaft zu verhindern.
</p>
<p>
<b>Das Web als Gemeingut<br />
</b>
</p>
<p>
Die Autoren sehen den Staat in der Verantwortung, die Qualität der Onlineinhalte und den Zugang zu ihnen zu sichern. So wird etwa gefordert, dass Wissensbestände nicht privatisiert werden dürfen. Internetauftritte von Museen oder Bibliotheken, die von der öffentlichen Hand finanziert werden, sollten auch der Öffentlichkeit uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Ebenso müssten die Onlineaktivitäten der Verwaltungen von diesen selbstständig gestaltet werden. Auslagerungen von Stadtportalen zum Beispiel an private Auftragsnehmer oder öffentlich-private Partnerschaften seien abzulehnen.
</p>
<p>
Bei aller Internetbegeisterung betonen die Verfasser jedoch auch die kritischen Aspekte des Webs. Forderungen nach verbessertem Datenschutz, besserer Sicherung vor Hackerattacken und die Ablehung von Wahlcomputern lassen sich im Programm ebenfalls finden. Unterschrieben ist das „Berliner Manifest: Öffentliche Dienste 2.0“ von Mitgliedern eines breiten Spektrums an Gruppen und Verbänden. Neben Gewerkschaften finden sich Politiker verschiedener Ebenen, Verwaltungen, Vertreter der Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen wie der Chaos Computer Club.</p>
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		<title>Pränatales Geschrei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Verdi]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Gewerkschaftliche Anpassungsstrategien in der Neuen Ökonomie
<br />
</span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Noch ist das Kind nicht geboren, aber es schreit schon: Die fünf Begründer der geplanten Vereinten 
Dienstleistungsgewerkschaft (<a href="http://www.verdi-net.de/">ver.di</a>) zeigten sich auf ihrer Konferenz zur 
Mitbestimmung in Hamburg entschlossen, Mitglieder und Einfluß zurück zu gewinnen. Das ist auch nötig, denn 
besonders in der IT-Branche laufen sie der Entwicklung bisher hinterher.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Gewerkschaftliche Anpassungsstrategien in der Neuen Ökonomie<br />
<br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Noch ist das Kind nicht geboren, aber es schreit schon: Die fünf Begründer der geplanten Vereinten<br />
Dienstleistungsgewerkschaft (<a href="http://www.verdi-net.de/">ver.di</a>) zeigten sich auf ihrer Konferenz zur<br />
Mitbestimmung in Hamburg entschlossen, Mitglieder und Einfluß zurück zu gewinnen. Das ist auch nötig, denn<br />
besonders in der IT-Branche laufen sie der Entwicklung bisher hinterher.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine gute Analyse ist bekanntlich Grundbedingung einer erfolgreichen Strategie. Und die Analyse, die die<br />
zukünftigen ver.di-Mitglieder in Hamburg vorgetragen haben, legt zumindest reichlich Handlungsbedarf nahe:<br />
Veränderungen in Betrieben und Verwaltungen schwächten das System der Mitbestimmung zunehmend.<br />
(Groß-)Betriebsstrukturen lösten sich auf. In mittleren und kleinen Betrieben würden Mitbestimmungsrechte der<br />
Betriebsräte und Jugend- und Auszubildendenvertretungen eingeschränkt oder entfielen ganz. Als Folge genügten<br />
die geltenden gesetzlichen Regelungen zur Mitbestimmung nicht mehr den veränderten betrieblichen<br />
Anforderungen, etwa zur Beschäftigungssicherung oder bei der Anwendung moderner Technologien.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;Heute werden nur knapp 40 Prozent der Beschäftigten durch Betriebsräte vertreten.&quot; schreiben die Gewerkschafter<br />
in ihrer <a href="http://www.verdi-net.de/infopool/hherkl.html">Hamburger Erklärung</a> und liefern die Lösung gleich<br />
mit: &quot;Die ver.di-Gewerkschaften <a href="http://www.dag.de/">DAG</a>,<br />
<a href="http://www.dpg-hv.de/index_dat.html">DPG</a>, <a href="http://www.hbv.org/hbv.nsf">HBV</a>, die<br />
<a href="http://www.igmedien.de/">IG Medien</a> und die <a href="http://www.oetv.de/">ÖTV</a> sehen in der<br />
Sicherung und im Ausbau der Mitbestimmung eine herausragende Aufgabe für die zukünftige Arbeit der neuen<br />
Dienstleistungsgewerkschaft.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nun stellt die Hamburger Erklärung natürlich nur einen Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen<br />
(Erfolgs-)Strategie dar. Aber ein wenig Eigenwerbung in Sachen Daseinsberechtigung kann ver.di momentan gut<br />
gebrauchen. Zum einen ist die Fusion noch nicht beschlossene Sache, und die Basis, die den Zusammenschluß<br />
absegnen muß, zögert. Im März 2001 werden die Mitglieder der ÖTV über ver.di abstimmen, 80 Prozent<br />
Zustimmung sind erforderlich. Bisher haben sich aber lediglich zwei Drittel für den Zusammenschluß<br />
ausgesprochen. Das Plädoyer für mehr Mitbestimung in den Betrieben soll sicherlich auch die Akzeptanz der<br />
neuen Mega-Gewerkschaft fördern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum anderen haben die Gewerkschaften seit Jahren mit Mitgliederschwund und sinkendem politischen Einfluß zu<br />
kämpfen. Durch Frühverrentung und Entlassungen sind viele alteingesessene Mitglieder verloren gegangen, das<br />
Interesse der Jüngeren ist gering. Am extremsten ist die Situation in den Betrieben der &quot;neuen Ökonomie&quot;, also<br />
der IT-Branche. Die gewerkschaftliche Organisierung ist hier besonders in den &quot;Start-Up-Unternehmen&quot; nur<br />
schwach ausgeprägt &#8211; und diese Formulierung ist eigentlich schon der pure Euphemismus.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Organisationsweise der Gewerkschaften wirkt hier oft anachronistisch, denn die Branchengrenzen in den<br />
Bereichen Neue Kommunikationstechnologien, Informationstechnologie, Telekommunikation und Datenverarbeitung<br />
verschwimmen und verändern sich genauso sehr wie die Formen der Arbeit. Damit stehen die in der Branche<br />
auftretenden Strukturveränderungen in wachsendem Widerspruch zu den Prinzipien der herkömmlichen Tarifpolitik.<br />
Diese geht von einer branchenorientierten, betriebsgebundenen Arbeitsweise aus, die weitgehend mittel- bis<br />
langfristig in (flächendeckenden) tariflichen Rahmenbestimmungen festgelegt wird. Zuständig ist immer genau eine<br />
Gewerkschaft. Es gibt keine grenzüberschreitenden Geltungsbereiche.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a href="http://www.forum-arbeit.de/history/AG1.html#Glissmann">Reinhard Bispinck</a> vom Wirtschafts- und<br />
Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung (<a href="http://www.wsi.de/">WSI</a>) beschreibt die<br />
Probleme, die für die Gewerkschaften erwachsen: &quot;Auf dem Weg zur Informationsgesellschaft entstehen immer<br />
mehr &quot;weiße Flecken&quot; auf der tarifpolitischen Landkarte. D.h.: Zahl und Umfang der Bereiche ohne tarifliche<br />
Regelung von Arbeits- und Einkommensbedingungen nehmen zu. Nimmt man die Erosion der bestehenden<br />
(Flächen-)Tarifverträge hinzu, droht die Gefahr einer tarifpolitischen Segmentierung und Spaltung mit<br />
problematischen Langfristwirkungen.&quot; Die Tarifpolitik bedürfe daher einer systematischen<br />
zwischengewerkschaftlichen Koordinierung. Die vielfach zu beobachtende Tarifkonkurrenz müsse<br />
einer zielgerichteten Tarifkooperation weichen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese Pläne wecken aber bei vielen Mitgliedern auch Zweifel. Die Basis befürchtet besonders, durch die<br />
Zentralisierung an Einfluß zu verlieren. Der <a href="http://www.oetv.de/og/og_u.htm">Vorstand der ÖTV</a><br />
forderte daher Ende März, &quot;dass die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeiterinnen und Arbeiter und Beamtinnen<br />
und Beamten in den Ebenenvorständen ein Stimmrecht erhalten und wie eine Personengruppe behandelt werden.&quot;<br />
Hauptstreitpunkt ist in diesem Zusammenhang die Aufteilung der Bezirke. Weigern sich die anderen vier<br />
Gewerkschaften, die von der ÖTV geforderten Strukturen zu akzeptieren, droht ein Scheitern des gesamten<br />
Unterfangens.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wohl auch deshalb setzen die fünf, die gemeinsam gut 3,3 Millionen Mitglieder aufbringen, auch auf eine größere<br />
Differenzierung. Eine mögliche Lösung sei unter anderem eine stärkere Prozeßorientierung der Bestimmungen,<br />
argumentiert etwa Reinhard Bispinck. Projekttarifverträge, Erprobungsklauseln, und Vereinbarungen unterhalb der<br />
Ebene harter tariflicher Regelungen seien ebenfalls zu erwägen. So oder so würden neben den Flächentarifvertrag<br />
in stärkerem Umfang Firmentarifverträge treten. Da ist es konsequent, die betriebliche Mitbestimmung zu stärken.<br />
Denn nur so kann aus der Analyse auch eine erfolgreiche Strategie erwachsen.<br />
</span></p>
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