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		<title>Köpfe voll – Kasse leer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 16:03:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Netzaktivismus ist hierzulande ein zähes Geschäft. Trotz Ausspähskandal und nicht enden wollender Enthüllungen fehlt dem Engagement im und um das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bekassine.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140522" alt="Bekassine" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bekassine.png" width="640" height="345" /></a>Netzaktivismus ist hierzulande ein zähes Geschäft. Trotz Ausspähskandal und nicht enden wollender Enthüllungen fehlt dem Engagement im und um das Netz oft die finanzielle Basis. Die Frage ist: Warum bekommen deutsche Internetaktivisten zu wenig finanzielle Unterstützung?<br />
Die Bekassine, der Vogel des Jahres 2013, wird auch „Meckervogel“ genannt, nicht weil er sich über die permanente Zerstörung seines Lebensraumes beschwert, sondern weil das Meckern zu seinen typischen Balzgeräuschen gehört. Anscheinend lockt das Meckern nicht nur Weibchen an, sondern auch spendable Vogelschützer, denn über 75.000 ehrenamtliche Helfer kümmern sich darum, dass der Lebensraum des Vogels erhalten bleibt.<br />
Der Netzaktivist und Internetberater Sascha Lobo hatte auf der diesjährigen re:publica in seiner <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3hbEWOTI5MI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Rede zur Lage der Nation“</a>, die Bekassine als Beispiel dafür angeführt, dass die Eltern der Netzgemeinde etwas können, was die Kinder der Kostenlosgesellschaft anscheinend verlernt haben: sich finanziell für etwas einzusetzen, was ihnen am Herzen liegt. Das Ganze kulminierte in der Anklage: „Ihr twittert, aber ihr überweist nicht“.<br />
Sascha Lobo übertreibt gern ein wenig. Natürlich wird auch für netzpolitische Aktivitäten und Organisationen gespendet. Aber in dem vergleichsweise geringen Spendenvolumen, das auch <a href="http://politik-digital.de/spenden-im-netz-fuers-netz-ein-ueberblick/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unsere Recherche</a> ergeben hat, drückt sich etwas anderes aus: unsere Unfähigkeit, die Bedrohung und die bereits eingesetzte Zerstörung des digitalen Lebensraumes sichtbar zu machen. Denn die Empörung über die NSA-Affäre ist nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen.</p>
<h3>Wo liegt das Problem?</h3>
<p>Wolfgang Michal geht in <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/whistleblower-edward-snowden-der-hat-doch-gar-nichts-enthuellt-12982298.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seinem Artikel in der FAZ</a> sogar noch einen Schritt weiter, indem er behauptet, dass Edward Snowden gar nichts enthüllt habe, da die Enthüllungen frei von Inhalten gewesen seien und es sich nur um Metainformationen, um Zahlen-Hülsen handele, die aber nicht zu einer Emotionalisierung der Debatte führen würden. Michal zitiert dabei auch die Netzaktivistin Anne Roth, die in ihrer Analyse die Lethargie gegenüber der NSA-Affäre auf das Ohnmachtsgefühl gegenüber einem übermächtigen Gegner, auf die Genügsamkeit der Protestierenden, aber auch auf deren Zersplitterung und auf Eitelkeiten untereinander zurückführt.<br />
Und hier sind wir wieder beim Thema Geld. Die Netzaktivisten haben eine Menge Ideen im Kopf, aber sie konkurrieren auch um die begrenzten ökonomischen Mittel. Lobo hat deswegen Recht, wenn er fordert, dass wir für eine andere Netzkultur, für mehr Bürgerrechte im Internet mehr Geld, also Spenden benötigen. Nur müssen sich die Netzaktivisten auch kritisch fragen lassen, ob sie bei der Spendenakquise alles richtig machen. Sind die Kampagnen einfach und klar, die Ziele verständlich, ziehen alle Organisationen an einem Strang und &#8211; das ist die entscheidende Frage &#8211; wissen die Spender genau, was mit ihrem Geld passiert, sind also die Ausgaben transparent dargelegt?</p>
<h3>Mit guten Geschichten und langem Atem!</h3>
<p>In der NSA-Affäre wird das ungenaue Ziel vieler Kampagnen leider genau deutlich: Es gibt zu wenige Geschichten, keine tatsächliche Konsequenz aus dieser Affäre. Dem einen oder anderen Aktivisten wurde die Einreise in die USA verwehrt. Ok. Aber es ist (noch) nicht fassbar, wie wir uns verändern, wie wir Gedanken nicht mehr schreiben, weil wir uns zensieren und sie irgendwann auch nicht mehr denken. Diese Geschichten können aber geschrieben werden, sie brauchen nur einen langen Atem, sie brauchen großzügige Budgets und Journalisten mit Mut, die diesen Weg gehen wollen.<br />
Die Bekassine hat es da einfacher. Es ist sichtbar, wie ihr Lebensraum zerstört wird und dass immer weniger Exemplare der Spezies zu finden sind. Sie ist ein schutzloser Vogel, den wir Menschen bedrohen. Dass es schwieriger ist, Emotionen zu wecken, wenn wir uns gegenseitig bedrohen, einsperren, foltern oder töten, dies erleben viele Menschen auf dieser Welt leider tagtäglich.<br />
Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/snoopsmaus/14216274406" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr/snoopsmaus</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Spenden im Netz fürs Netz – ein Überblick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 15:17:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Netzpolitik und digitale Bürgerrechte – ein Nischenthema für Nerds und Netzaffine oder die größte Herausforderung unserer gegenwärtigen Gesellschaft? Irgendwie stimmt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Spenden.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140483" alt="Spenden" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Spenden.png" width="640" height="338" /></a>Netzpolitik und digitale Bürgerrechte – ein Nischenthema für Nerds und Netzaffine oder die größte Herausforderung unserer gegenwärtigen Gesellschaft? Irgendwie stimmt ja beides. Während sich die Zivilgesellschaft zu Themen rund um das Internet immer besser organisiert, fehlt der wachsenden Anzahl an Akteuren in vielen Fällen die breite, leider auch finanzielle, Unterstützung. Doch worüber finanzieren die Organisationen sich stattdessen, wie akquirieren sie Spenden und worin unterscheiden sie sich in Finanzierung und Struktur? Ein Überblick über die Netzaktiven und Aktiven im Netz.<br />
Mit seiner <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3hbEWOTI5MI&amp;feature=kp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Rede zur Lage der Nation“</a> auf der diesjährigen re:publica ging es Sascha Lobo auch darum, eine Diskussion über Internet-Aktivismus und dessen chronische Unterfinanzierung anzustoßen. Knackpunkt ist dabei häufig die mangelnde Bereitschaft der Sympathisanten, sich auch tatkräftig oder mittels Spenden zu engagieren. Um den ewigen Status als „Hobby-Lobby“ zu überwinden, müssten die Netzorganisationen ihre Finanzierung jedoch umso mehr auf ein festeres Fundament stellen &#8211; unabhängig und jenseits von Zeitdruck und ökonomischen Zwängen.<br />
Wo also liegt das Problem? Sind die Menschen tatsächlich nicht bereit, netzpolitisches Engagement zu unterstützen? Fehlt es an öffentlichkeitswirksamen Narrativen, handfesten Bedrohungen oder dem Bewusstsein für die Bedeutung netzpolitischer Themen? Oder mangelt es an Professionalität in der Öffentlichkeitsarbeit und Spendenakquise der Organisationen und Vereine?<br />
Unter dem Motto <em>„Was kostet die Demokratie?“</em> wollen wir herausfinden, wie es denn nun konkret um die Spendenbereitschaft der Netzinteressierten bestellt ist und welchen Anteil Spenden in den Einnahmen der führenden Netzorganisationen haben. Wir versuchen einen besseren Einblick in die Finanzierung spendengestützter Netzorganisationen zu gewähren und die Mittelverwendung  verstärkt zu thematisieren. Mit diesem Beitrag wollen wir die Debatte über Defizite, Möglichkeiten und Professionalisierungsbedarf der Organisationen, zu der wir auch unsere zählen, fortsetzen.</p>
<h3>Wie ist das bei uns?</h3>
<p>Aus eigener Erfahrung mit unserer Arbeit für <b>politik-digital e.V.</b> können wir sagen, dass Spenden mit unter 5.000 Euro im Jahr gegenüber 350.000 Euro Gesamteinnahmen nur minimal zu unserer Finanzierung beitragen. Stattdessen sind wir in unserer Arbeit auf alternative  Finanzierungsmodelle angewiesen. So generieren wir einen Großteil der Einnahmen durch Dienstleistungen in den Bereichen Redaktion und Live-Kommunikation. Damit finanzieren wir u.a. die Redaktion und den Betrieb von politik-digital.de als verlagsunabhängige und parteienübergreifende Informations-, Kommunikations- und Partizipationsplattform zum Thema Politik und Internet.<br />
Auftraggeber der Dienstleistungen sind beispielsweise die Bundeszentrale für politische Bildung (<a href="http://www.bpb.de/politik/wahlen/europawahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Dossier zur Europawahl</a>), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (<a href="http://www.ganztagsschulen.org/">http://www.ganztagsschulen.org/</a>), die <a href="http://www.test.de/suche/?q=chat&amp;ff=P3F1ZXJ5PWNoYXQmY2hhbm5lbD1kZSZmb2xsb3dTZWFyY2g9OTk3NSZmb3JtYXQ9WE1M0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Warentest</a> oder der Deutsche Akademische Austauschdienst (<a href="https://www.study-in.de/de/community/chat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DAAD</a>). Mit der <a href="http://digitale-buergersprechstunde.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Bürgersprechstunde</a> (DBS) wird außerdem eines unserer Projekte in Teilen von Google Deutschland mit unterstützt.<br />
Fundraising betreibt der Verein nur in geringem Maße. Zwar wird für die DBS gezielt um Zuschüsse und Spenden geworben, darüber hinaus beschränkt sich die Akquise allerdings auf wenig prominente <a href="http://verein.politik-digital.de/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenaufrufe auf unserer Seite</a>.<br />
Wir fragten bei insgesamt 12*<ins cite="mailto:SimonePoldi" datetime="2014-06-17T17:41"></ins><ins cite="mailto:SimonePoldi" datetime="2014-06-17T17:41"></ins> Vereinen, Organisationen und Initiativen im Bereich der Netzpolitik und des Netz-Aktivismus nach, um Einblicke in den Status Quo der Spendenbereitschaft zusammenzutragen und Lobos Klage mit den notwendigen Fakten zu unterlegen. In sieben Fragen baten wir sie um Auskunft darüber, wie hoch ihre Spendeneinnahmen (auch gegenüber alternativen Einnahmequellen) sind, woher diese größtenteils stammen und auf welche Weise bzw. wie aufwendig sie um Spenden werben. Antworten erhielten wir von acht der angeschriebenen Organisationen. In einem Fall konnten wir die Informationen teilweise selbst recherchieren.</p>
<h3>Netzpolitik: Ein heterogenes Feld</h3>
<p>Nach einem ersten Blick auf die Antworten wird zunächst eines deutlich: So unterschiedlich die von uns adressierten Akteure in Struktur, Aktivitäten und Inhalten sind, so vielfältig sind auch ihre Finanzierungsmodelle. Während sich einige Vereine vorrangig über ihre Mitgliederbeiträge und somit relativ solide finanzieren können, sind andere Organisationen sehr viel mehr von Spenden abhängig. Andere wiederum finanzieren sich teilweise über Dienstleistungen oder konkrete Kampagnenzuschüsse. Außerdem muss unterschieden werden zwischen Organisationen, die vor allem von Großspendern wie Stiftungen oder gar Unternehmen getragen werden, und jenen, die vor allem Einzelpersonen ansprechen. Im Folgenden haben wir versucht entlang dieser Differenzierungen das Feld der im Netz aktiven und netzpolitischen Organisationen zu skizzieren und ihren Praktiken der Spendenakquise gegenüberzustellen.</p>
<hr />
<p>[expand title=&#8221;<strong>Digitalcourage</strong>&#8220;]<br />
Jenseits der Berliner Hauptstadtblase verrichten beispielsweise die Netzaktivisten von <a href="http://digitalcourage.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Digitalcourage</b> <b>e.V.</b></a> (vormals FOEBUD) seit 1987 ihre Arbeit in Bielefeld. In ihrem Engagement für „<a href="https://digitalcourage.de/ueber-uns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerrechte, Datenschutz und eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter</a>“ richten sie sich mit verschiedenen Aktionen, Projekten und Initiativen an die Öffentlichkeit.<br />
Hier machten im Geschäftsjahr 2012 (<a href="https://digitalcourage.de/ueber-uns/transparenzbericht-wer-steht-hinter-digitalcourage-und-wie-verwenden-wir-die-spenden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzbericht</a>) die erwirtschafteten Einnahmen etwa 20 Prozent der Gesamteinnahmen von ca. 315.000 Euro aus, Mitgliedsbeiträge etwa 11 Prozent, Einzelspenden ca. 30 Prozent sowie Großspenden und Zuschüsse  41 Prozent. Eine besondere Rolle nehmen bei Digitalcourage gezielte Bezuschussungen im Rahmen der <a href="https://www.bigbrotherawards.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Brother Awards</a> ein. Die Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen kann damit insgesamt als hoch angesehen werden.<br />
Der Verein ist allerdings darum bemüht, sein finanzielles Fundament vor allem über Kleinspenden zu stützen, die für einen breiteren Rückhalt in der Gesellschaft stehen. Dazu ist es laut eigener Aussage insbesondere wichtig, auch jenseits der netzaffinen Community Geldgeber zu gewinnen. Dennoch setzen die Bielefelder vor allem auf klassische Spendenaufrufe in ihrem Newsletter, in ihren Druckmaterialien und auf <a href="https://digitalcourage.de/spende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihrer Homepage</a>. Darüber hinaus werden Stiftungen und weitere korporative Geldgeber gezielt und projektbezogen angeschrieben. Gegen externes Fundraising hat man sich hier jedoch bewusst entschieden und integriert die Akquise stattdessen in die alltäglichen Bürotätigkeiten, um Wissen und Ressourcen innerhalb des Vereins zu belassen. Darüber hinaus wurde ein Fundraisingberater hinzugezogen, um das Team in diesem Bereich weiter zu schulen.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: mittel<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: mittel<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Internet Gesellschaft Collaboratory</strong>&#8220;]<br />
Eine völlig andere Finanzstruktur findet sich beim <a href="http://www.collaboratory.de/w/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Internet &amp; Gesellschaft Collaboratory e.V.</b></a>, das aber auch andere Ziele verfolgt. Als „ <a href="http://www.collaboratory.de/w/%C3%9Cber_uns" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offene Experten- und Interventionsplattform</a>“ will das CoLab vor allem dazu dienen, interdisziplinär und praxisbezogen neue Diskussionen und Projekte in der digitalen Gesellschaft anzustoßen.  Der junge Verein (Gründungsjahr 2012) zehrt noch von einer Anschubfinanzierung des Initiators Google Deutschland und war auch im vergangenen Jahr weiterhin stark auf die Spenden des Konzerns angewiesen (56,7 Prozent der Gesamteinnahmen). Die restliche Finanzierung errechnet sich durch einen Jahresübertrag, nicht-monetäre Zuwendungen und  zu 11,3 Prozente über projektbezogene Kostenbeteiligungen (u.a. Bertelsmann Stiftung, Wikimedia). Kleinspender stehen hingegen  bislang noch kaum auf der Geberliste des Vereins (unter 5 Prozent). Darüber hinaus profitiert das CoLab projektbezogen auch von der engen Zusammenarbeit und dem Austausch mit anderen Organisationen.<br />
Entsprechend seiner Finanzierungsstruktur adressiert das Collaboratory vornehmlich Unternehmen und Stiftungen, die im selben Feld tätig sind, „d.h. mit dem Internet oder weitestgehend mit dem digitalen Wandel in Berührung stehen.“ Neben dem obligatorischen Spendenaufruf auf der Webseite und einem Eintrag bei <a href="https://www.boost-project.com/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">boost-project.com</a>, werden diese gezielt angeworben, häufig auch im Rahmen konkreter Projektfinanzierung (Sponsoring). Insgesamt verwendet der Verein 40-50 Prozent seiner Personalausgaben auf Fundraising.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: hoch<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Digitale Gesellschaft</strong>&#8220;]<br />
Die <a href="https://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Digitale Gesellschaft</b></a> gründete sich 2010 und wurde auf der re:publica 2011 der Netz-Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem hat der eingetragene Verein einen stabilen Stamm an <a href="https://digitalegesellschaft.de/foerdermitglied/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fördermitgliedern</a> aufgebaut, der sein finanzielles Rückgrat bildet. Durch konstante monatliche Mitgliedsbeiträge von mindestens 5 Euro und durchschnittlich 5-10 Euro verschaffen die Fördermitgliedschaften den Netzaktivisten eine gewisse Planungssicherheit. Darüber hinaus spielen traditionelle Kleinspenden eine große Rolle. Insgesamt kam die Organisation im Jahr 2011 somit auf eine Spendensumme von knapp 13.500 Euro, wie dem aktuellen <a href="https://digitalegesellschaft.de/uber-uns/transparenz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparenzbericht</a> zu entnehmen ist. Die zweite große Säule der Finanzierung bilden Großspenden von Stiftungen. Seit Mai 2013 beispielsweise empfängt der Verein eine Förderung der <a href="http://www.opensocietyfoundations.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftungsgruppe Open Society Foundations</a>, die im vergangenen Jahr jede Spendeneinnahme des Vereins mit einem Euro bezuschusst hat. Auch konnte die Bridge-Stiftung zwischen 2012 und 2013 dafür gewonnen werden, die <a href="http://echtesnetz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampagne der Digitalen Gesellschaft zur Netzneutralität</a> mit 9.500 Euro zu unterstützen.<br />
Bereits auf ihrer Startseite wirbt die Digitale Gesellschaft sehr prominent um Fördermitglieder. „Arbeit für digitale Bürgerrechte kostet Zeit und Geld“, heißt es dort. Angesichts der geringen Anzahl hauptberuflicher und voller Arbeitsstellen betreibt der Verein kein aufwendiges oder professionelles Fundraising, sondern bindet den Spendenappell stattdessen <a href="https://digitalegesellschaft.de/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf der Webseite</a> und in Publikationen ein. Außerdem bemüht man sich stetig, bestehende Förderungen zu erhalten bzw. zu verlängern, und um neue Förderpartnerschaften projektbezogen zu werben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: mittel<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>netzpolitik.org</strong>&#8220;]<br />
<a href="https://netzpolitik.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>netzpolitik.org</b> </a> versteht sich selbst als „<a href="https://netzpolitik.org/about-this-blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plattform für digitale Bürgerrechte</a>“ und besteht in seiner derzeitigen  Form seit dem Jahr 2004. Mit seiner  journalistischen Arbeit bewegt sich der Verein an der Schnittstelle von Internet, Gesellschaft und Politik. Dabei finanziert er sich nach eigener Aussage über mehrere Quellen: zum einen über Werbung, Gastbeiträge in anderen Medien und Einnahmen aus externen Vorträgen der Autoren, zum anderen über die Community, also<a href="https://netzpolitik.org/spenden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> spendenbasiert</a>. Allerdings reichen die Einnahmen über die zuerst genannten klassischen Finanzierungsmodelle nicht aus. Dementsprechend sind die Netzpolitik-Experten zusätzlich auf Spenden angewiesen, um sich unabhängig und angemessen mit ihren Themen auseinandersetzen zu können.<br />
2013 startete man aufgrund des systematisch unausgeglichenen Haushaltes eine <a href="https://netzpolitik.org/2013/was-wollen-wir-mit-mehr-finanzierung-schaffen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendenkampagne und -Debatte</a>  innerhalb der eigenen Community und legte im Zuge dessen auch <a href="https://netzpolitik.org/wp-upload/Infografik_netzpolitik_klein-725x1024.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die eigene Finanzierung</a> offen. Ziel sollte es unter anderem sein, die Leser davon zu überzeugen, so genannte Freiwilligen-Abonnements abzuschließen. Ein erstes positives <a href="https://netzpolitik.org/2014/unser-vermarktungsdilemma-teil-2-freiwillige-finanzierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fazit</a> zog netzpolitik.org-Gründer Markus Beckedahl  zu Beginn dieses Jahres: Seit dem Appell verfügt der Verein über relativ kontinuierliche Spendenzuflüsse von etwa 5.500 Euro monatlich und konnte dadurch sogar eine zusätzliche Halbtagsstelle finanzieren. Entsprechend ist und bleibt netzpolitik.org sehr stark auf die Spendenbereitschaft seiner Nutzer angewiesen.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: mittel<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>abgeordnetenwatch.de</strong>&#8220;]<br />
Ein etwas anderes Ziel verfolgt <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Abgeordnetenwatch.de</b></a>. Die Organisation will einen  „direkten Draht von Bürgerinnen und Bürgern zu den Abgeordneten und Kandidierenden“  herstellen. Auch darüber hinaus setzt sich die Organisation für öffentlichen Dialog, Transparenz und die Verbindlichkeit von Politik ein.<br />
Das organisationale Konzept  sticht in gewisser Weise aus dem Feld der politischen Netzorganisationen heraus. Abgeordnetenwatch.de versteht sich als Sozialunternehmen und verfügt über eine bei Sozialunternehmen immer beliebtere Hybridstruktur, sprich eine Doppelstruktur aus Verein und GmbH: Die GmbH übernimmt  als technischer Dienstleister Aufträge für den Verein und stellt sie diesem in Rechnung. Im Jahr 2013 betrug der Wert dieser Dienstleistungen 73.471 Euro. Weitere Einnahmequellen der GmbH sind Medienpartner und Dienstleistungen für Partnerprojekte im Ausland sowie Gebühren für erweiterte Profile, die Kandidaten im Vorfeld von Wahlen angeboten werden.  Die Basisprofile der gewählten Abgeordneten sind jedoch ausschließlich spendenfinanziert. Die GmbH erreichte auf diese Weise im Jahr 2013 Gesamteinnahmen in Höhe von 236.107 EUR. 24 Prozent davon machten Einnahmen aus Profilerweiterungen für Kandidaten aus.<br />
Der Verein finanziert sich über Förderbeiträge, Kleinspenden, Stiftungszuwendungen und Kooperationen und erreichte <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns/mehr/finanzierung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Jahr 2013</a> Einnahmen in Höhe von 368.393 EUR. Während die Zuwendungen von Stiftungen in den vergangenen Jahren leicht schwankten (und zuletzt sanken), ist die Zahl der Kleinspender stetig gestiegen und erreichte zuletzt einen Wert von 265.383 Euro (72 Prozent der Vereinseinnahmen).<br />
Seit 2013 existiert eine Stelle für Fundraising (neben sechs weiteren Festangestellten, den zwei Geschäftsführern und einer Vielzahl freier Mitarbeiter). Darüber hinaus bittet der Verein über den Newsletter und den Spenden-Button auf der Startseite um Zuwendungen. Zumindest 5 Prozent seiner Einnahmen konnte der Verein durch Kooperationszuschüsse zu Einzelprojekten decken.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: mittel<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Liquid Democracy</strong>&#8220;]<br />
An der Schnittstelle von Politik und BürgerInnen angesichts einer veränderten Kommunikationsinfrastruktur arbeitet auch der Verein <a href="https://liqd.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Liquid Democracy e.V.</b></a> Der Verein bemüht sich durch die Bereitstellung von Software und Knowhow darum, <a href="https://liqd.net/about/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">demokratische Partizipation und Teilhabe zu befördern</a>.<br />
Die Einnahmen und Ausgaben des Vereins sind entsprechend der Organisationsphilosophie sehr transparent und <a href="https://liqd.net/about/transparency/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online zugänglich</a>. Die Finanzierung teilt sich auch hier in unterschiedliche Geschäftsbereiche auf:  in den ideellen Bereich, den Zweckbetrieb sowie den steuerrechtlichen Geschäftsbereich. Die <a href="https://liqd.net/projekte/adhocracy-de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freie Software Adhocracy</a> konnte in den vergangenen Jahren konstant einen Mehrwert erzeugen (2011: ca. 1.000 Euro und 2012/2013 bereits über 5.000 Euro). Auch die Einnahmen aus Beratungsleistungen und Software- Anpassungen konnten entsprechende Gewinne generieren (etwa 6.000 Euro für 2013).<br />
Interessant ist insbesondere der ideelle Bereich: Zuwendungen im Rahmen des <a href="http://policycompass.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Projekts „Policy Compass“</a> (158.656,10 Euro) und <a href="http://www.stark-gemacht.de/de/aktuelles/meldungen/4start/gruenes_licht_erste_runde.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Aktiv mitentscheiden</a> (10.200,32Euro) beliefen sich 2013 auf zusammen rund 169.500 Euro. An Spenden hat der Verein im selben Zeitraum etwa 4.000 Euro eingenommen. Mitgliederbeiträge beliefen sich auf ca. 2.400 Euro. Im Vorjahr waren die Spendeneinnahmen mit 8.000 Euro wesentlich höher und die Mitgliederbeiträge nur geringfügig geringer. Auch von 2011 auf 2012 war das Spendenaufkommen stark gesunken (um 14.000 Euro), während die Mitgliedsbeiträge zumindest etwas zunahmen (um ca. 550 Euro). Bis auf das Jahr 2013 verzeichnete der ideelle Bereich zumeist ein Defizit.<br />
Laut eigner Aussage sind die Spender bei Liquid Democracy vor allem Einzelpersonen, die lediglich über den Spendenaufruf auf der Homepage dazu motiviert werden. Darüber hinaus unternimmt der Verein keine Bemühungen und investiert entsprechend auch nicht in professionelles Fundraising. Die Abhängigkeit von Spenden muss  im Vergleich zum gut laufenden Zweck- und Geschäftsbetrieb dementsprechend als sehr gering eingeschätzt werden.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: gering<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: gering<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Transparency International Deutschland</strong>&#8220;]<br />
Schon etwas länger im Geschäft sind die Transparenzverfechter von <a href="http://www.transparency.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Transparency International Deutschland </b></a>. Seitz 1993 engagiert sich der gemeinnützige Verein gegen Korruption und Missbrauch.  Dazu will die Organisation <a href="http://www.transparency.de/UEber-uns.44.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach eigener Aussage</a> „Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Schaffung von Transparenz zusammenbringen“.<br />
Der Verein kann auf einen breiten und stetig wachsenden Mitgliederstamm setzen, wodurch Einnahmen zwischen 78.240 Euro (2011) und 87.040 Euro (2013) entstanden. Noch stärker fallen Mitgliedsbeiträge korporativer Mitglieder ins Gewicht, und zwar mit 110.900 Euro (2013). Die Spendeneinnahmen lagen im selben Zeitraum mit zwischen 40.331 Euro (2013) und maximal 72.895 Euro (2012) darunter und nahmen damit einen Anteil von lediglich 10-20 Prozent der Gesamteinnahmen ein. Davon sind wiederum 20-30 Prozent Kleinspender. Obgleich die Spenden nicht den maßgeblichen Teil der Finanzierung bei TI Deutschland ausmachen, stellen sie doch einen elementaren Bestandteil der Finanzstruktur dar.<br />
Die Spendenakquise richtet sich hier vor allem an Privatleute, aber es werden auch Unternehmen erreicht. In Fundraising wird allerdings nicht gezielt und direkt investiert, stattdessen wird <a href="http://www.transparency.de/Spende.1259.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">über die Website</a> sowie über ein alljährliches Mailing zu Weihnachten und über Spendenaufrufe in den Publikationen, im Newsletter und der Mitgliederzeitschrift um Spenden geworben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: mittel<br />
Mitgliederbeiträge: hoch<br />
Anteil der Großspender: hoch<br />
Anteil von Unternehmensspenden: mittel<br />
Akquise-Bemühung: mittel bis hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Wikimedia Deutschland</strong>&#8220;]<br />
Ein ähnlich etablierter Akteur ist <a href="http://wikimedia.de/wiki/Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Wikimedia Deutschland</b></a>. Der gemeinnützige Verein hat sich der Förderung freien Wissens verschrieben, arbeitet eng mit der Wikimedia Foundation zusammen und unterstützt vielzählige Projekte in diesem Bereich. Das wohl bekannteste ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online Enzyklopädie Wikipedia</a>. Wikimedia finanziert sich fast ausschließlich über Spenden (2012: 91,43 Prozent, 2013: 85,53 Prozent), zu einem geringen Teil auch durch Mitgliederbeiträge (2012: 4,3 Prozent, 2013: 8,52 Prozent) und im Schnitt nur zu etwa 5 Prozent über andere Erlöse. Im Fall von Wikimedia Deutschland sprechen wir tatsächlich von jährlichen <a href="http://wikimedia.de/images/a/a0/Wmde_jb_2013_RZ_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spendeneinnahmen</a> im Millionenbereich.<br />
Die Spenden stammen zum allergrößten Teil von „Klein- und Kleinstspendern“. Nach eigener Aussage belief sich die durchschnittliche Spende im Zuge der letzten Kampagne auf eine Höhe von 22 Euro. Nur selten erreichen die Organisation Spenden im vierstelligen Bereich. Eine Ausnahme bilden einzelne Projekte wie Wikidata, für die auch größere Zuschüsse von Stiftungen erlangt werden konnten. Andere Projekte werden über Drittmittel finanziert, beispielsweise die <a href="http://wikimedia.de/wiki/Bildungsprojekte/OERde13" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OER-Konferenz</a> (Open Educational Resources) , für die zudem verschiedene Sponsoren gewonnen werden konnten.<br />
Da die Kleinspenderschaft eine so große Rolle spielt, steckt der Verein viele Ressourcen in das Fundraising. Ein Blick in das <a href="http://wikimedia.de/wiki/Mitarbeitende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitarbeiterregister</a> zeigt, dass hierfür 2,7 Vollzeitstellen, unterstützt von vier  Werkstudenten, angestellt sind. Wikimedia setzt auf gezielte Kampagnen, um Kleinspenden seiner Nutzer einzuwerben.<br />
Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen: hoch<br />
Mitgliederbeiträge: gering<br />
Anteil der Großspender: gering<br />
Anteil von Unternehmensspenden: gering<br />
Akquise-Bemühung: hoch<br />
[/expand]<br />
&nbsp;<br />
[expand title=&#8221;<strong>Open Knowledge Foundation</strong>&#8220;]<br />
Keine Antworten, aber dafür einen ausführlichen <a href="http://okfn.de/about/#Ttigkeitsberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tätigkeitsbericht in Netz</a> konnte zur <b>Open Knowledge Foundation </b>zur Rate gezogen werden. Die Daten-Aktivisten verfügen über eine prozentual geringe Mitgliederförderung (5.000 Euro), die nur 1,5 Prozent der Gesamteinnahmen 2013 ausmachte. Spenden fielen mit ca. 29.000 Euro zumindest zu 8,4 Prozent ins Gewicht. Den größten Anteil nehmen Zuschüsse zu gezielten Projekten wie <a href="http://ec.europa.eu/information_society/apps/projects/factsheet/index.cfm?project_ref=325091" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eCloud</a> oder <a href="http://www.big-project.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BIGData</a> ein, die insgesamt 250.000 Euro (72,1 Prozent) einbrachten. Dem stehen anderweitige geschäftliche Einnahmen von circa 62.500 Euro (18 Prozent) gegenüber. 2012 hingegen waren die Gesamteinnahmen noch wesentlich geringer  (etwa 130.000 Euro) Das ähnlich hohe Spendenaufkommen (29.000 Euro) trug in diesem Jahr zu immerhin über 20 Prozent dazu bei. Die OKFN funktioniert also, wie viele der aufgeführten Organisationen auch, durch eine Mischfinanzierung. Dabei wird versucht die Fixkosten möglichst zu minimieren und projektgebunden zu arbeiten.<br />
Spendenakquise betreibt die Open Knowledge Foundation über <a href="http://okfn.de/support/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihre Seite</a> und <a href="https://www.betterplace.org/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">betterplace.org</a>. Gleichzeitig wird sehr stark projektbezogen <a href="http://okfn.de/projects/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">um Beteiligungen geworben</a>. Für Fundraising existiert zudem eine halbe Stelle und es wird im <a href="http://okfn.de/wp-content/blogs.dir/21/files/2011/01/OKFDE-Taetigkeitsbericht-2012.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tätigkeitsbericht 2012</a> als Zielsetzung  im Rahmen diverser Projekte erwähnt<br />
[/expand]</p>
<hr />
<h3>Unterm Strich</h3>
<p>Wie eingangs angedeutet, weisen die Befunde auf eine Vielfalt an Organisations- und Finanzstrukturen hin. Dennoch haben wir im Folgenden versucht, ein wenig Ordnung in das netzpolitische und -aktive Feld zu bekommen. Zentral werden hierfür die bisherigen Kategorien sein: Spendenabhängigkeit, Spendenherkunft und Spendenakquise.<br />
Um dem Leser einen Überblick über die Organisationen zu verschaffen und die Ergebnisse der Recherche auch visuell aufbereiten zu können, haben wir versucht, die untersuchten Akteure (beschränkt auf ihre Vereinstätigkeiten) entlang bestimmter Kategorien grob einzuteilen.*<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graph_Spenden.png"><img decoding="async" class=" wp-image-140493  " alt="Eigene Darstellung" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Graph_Spenden.png" width="600" height="404" /></a><br />
<em>*Den Kategorien: Abhängigkeit von Spenden und Zuschüssen; Höhe der Mitgliederbeiträge; Anteil der Großspender; Anteil von Unternehmensspenden sowie Grad der Akquise-Bemühung wurde wurden die Werte gering, mittel oder hoch zugeordnet.</em><br />
Die <b>Abhängigkeit von Spenden</b> ist für die untersuchten Akteure allgemein sehr hoch. Viele Organisationen sind <i>nahezu vollständig</i> auf Spenden und Zuschüsse angewiesen, beispielsweise das Co:llaboratory, Wikimedia oder die Open Knowledge Foundation. Mit <i>geringen Einnahmen</i> können zumindest netzpolitik.org (über Werbung und Gastreden bzw. -Beiträge)  oder Digitalcourage (Online-Shop) zu ihrem Einnahmen beitragen.<br />
Speziell ist die Situation von Liquid Democracy und Abgeordnetenwatch, die ihre Vereinsstruktur jeweils um eine <i>geschäftstätige GmbH</i> erweitert haben. Diese Doppelstruktur macht sie jedoch nicht gänzlich unabhängig von Spenden. So finanziert sich die GmbH Parlamentenwatch z.B. vor allem über die Dienstleistungen gegenüber dem Verein. Bei Liquid Democracy hingegen erzeugt die GmbH durch externe Dienstleistungen erhebliche Zusatzeinnahmen.<br />
Eine weitere zentrale Möglichkeit, neben selbst generierten Einnahmen und sporadischen Spenden Einnahmen zu erhalten, sind <b>Mitgliedschaften. </b>Hier muss mit Blick auf die untersuchten Akteure allerdings unterschieden werden. Transparency International Deutschland kann beispielsweise auf einen klassischen Mitgliederstamm zurückgreifen, während andere Vereine wie die Digitale Gesellschaft oder netzpolitik.org eher durch Fördermitglieder im Sinne konstanter Spender unterstützt werden. Hier wäre zu überlegen, wie kleinere Vereine ihre Vereinsstrukturen weiter professionalisieren können im Hinblick auf Attraktivität und Akquise entsprechender Mitgliedschaften.<br />
Gesondert davon zu sehen sind <b>Großspenden</b> von Stiftungen, die im netzpolitischen und -aktiven Bereich eine wichtige Rolle spielen. Während sich die durchschnittliche Spende bei vielen Vereinen deutlich unter 20 Euro bewegt (Wikimedia, Digitale Gesellschaft, Liquid Democracy), kann durch entsprechende Langzeitförderungen und Projektunterstützung größere Planungssicherheit hergestellt werden. Besonders angewiesen darauf scheinen jüngere Organisationen wie die Digitale Gesellschaft oder das Co:llaboratory. Aber auch etablierte Akteure wie Transparency International greifen auf entsprechende Zuschüsse zurück. Dabei wird in vielen Fällen auch gezielt um Projektbeteiligungen geworben (Big Brother Awards von Digitalcourage, EU Policy Compass von Liquid Democracy, BIG Data von Open Knowledge Foundation, Digitale Bürgersprechtsunde von politik-digital und andere).<br />
Gewichtige <b>Spenden von Unternehmen</b> finden sich hingegen kaum auf der netzpolitischen Landkarte. Nennenswerte Spenden seitens der Wirtschaft bestätigten uns lediglich das von Google anschubfinanzierte Co:llaboratory und Transparency International. Abgeordnetenwatch erhielt zumindest Zuwendungen von unternehmensnahen Institutionen wie der Robert Bosch-Stiftung oder der Vodafon-Stiftung.<br />
So vielfältig die Wege der Mittelbeschaffung, so unterschiedlich auch die ihrer <b>Akquise</b>: Bei dem an Kleinspender gerichteten Fundraising setzen die meisten Organisationen auf Hausarbeit. Vereine wie die Digitale Gesellschaft,  Liquid Democracy, Digitalcourage oder netzpolitik.org  verfügen jedoch <i>nicht über einzelne Stellen</i>, die sich konkret mit Strategien auseinandersetzen, sondern verteilen entsprechende Arbeiten über die bestehenden Stellen und Mitarbeiter. Überraschend  ist, dass auch Transparency International nach eigener Aussage keine Arbeitsstelle im Bereich Fundraising hat.<br />
Über <i>personelle Ressourcen</i> für Fundraising verfügen hingegen die Open Knowledge Foundation (0,5 Stelle), Abgeordnetenwatch (1 Stelle) und Wikimedia. Letztere Organisation sticht jedoch deutlich heraus, da sie eine ganze Abteilung damit betraut. Auch das CoLab ließ uns wissen, dass zwischen 40 und 50 Prozent der personellen Ressourcen in die Mittelbeschaffung eingehen.<br />
Hier bleibt jedoch zu bedenken, dass viele Organisationen, ob das CoLab, die Digitale Gesellschaft oder Abgeordnetenwatch, auch Arbeitszeit in die Stiftungsförderung und Anwerbung von Projektpartnern investieren.</p>
<h3>Fazit<b> </b></h3>
<p><b>Die Stiftungen müssen‘s richten: </b>Zusammenfassend lassen sich nur wenige verallgemeinerbare Aussagen treffen. Auffällig ist mit Sicherheit, wie bedeutsam Stiftungen sind,  insbesondere in Bereichen, in denen die breite Unterstützung aus der Bevölkerung fehlt. Das betrifft in erster Linie neuere und netzpolitische Organisationen. Etablierte Akteure wie Transparency oder Wikimedia hingegen, die einen durchaus anders gelagerten Fokus haben, stehen dem gegenüber. Auch zeigt sich, dass gerade Tätigkeitsfelder, die jenseits des klassischen Aktivismus oder der netzpolitischen Öffentlichkeitsarbeit liegen, imstande sind, durch ihre Expertise und ihr Know-how Einnahmen zu generieren.<br />
<b>Wenige Spenden, wenig Akquise: </b>Der auf der re:publica 14 von Sascha Lobo gescholtene Vogel hatte mit Sicherheit keine Lobby, bis die Umweltverbände auf ihn aufmerksam machten. Netzpolitik und Transparenz haben diese auch nur zum Teil. Gerade erstere steht unter dem Verdacht, für die breite Bevölkerung vollkommen unbedeutend zu sein. Entsprechend gering sind die Bemühungen der Organisationen, auch jenseits der eigenen Klientel um Unterstützung zu werben. Fundraising, so scheint es, entwickelt sich erst mit einem erhöhten Spendenaufkommen.<br />
<b>Konkrete Angebote schaffen: </b>Eine konkrete und im besten Falle auch regionale Vogelart zu retten, ist mit Sicherheit attraktiver, als sich mit 10 Euro für „den Artenschutz“ im Allgemeinen zu engagieren. Auch beim Aktivismus im und für das Internet sind einzelne Projekte und Kampagnen eine gute Möglichkeit, Zuschüsse und Förderungen zu generieren. Vor allem oben genannte Stiftungen, aber auch Unternehmen scheinen  durchaus mehr dazu bereit, Gelder bereitzustellen, wenn klare Ziele verfolgt werden und In- und Output transparent gemacht werden. Dementsprechend sollte darüber nachgedacht werden, weniger abstrakt die „Freiheit des Netzes“ zu bewerben, als um Unterstützung für konkrete Kampagnen oder Projekte zu werben.<br />
<strong>Siehe dazu auch den Kommentar <em><a href="http://politik-digital.de/koepfe-voll-kasse-leer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Köpfe voll &#8211; Kasse leer</a></em></strong><em> von <a href="http://politik-digital.de/user/swenzel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Steffen Wenzel</a><br />
</em><br />
<em>Abschließend will ich an dieser Stelle noch einmal allen Mitarbeitern und Vertretern der hier vorgestellten Organisationen vielmals dafür danken, dass sie trotz geringer Zeitreserven bereit waren, die notwendigen Informationen bereitzustellen und auf unsere Fragen zu antworten.</em><br />
Bild: <a href="http://pixabay.com/en/money-coins-donate-moneybox-cash-230265/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay/bohed</a><small> (<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a>) </small><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a><br />
&nbsp;</p>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
</div>
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		<title>CDU vernetzt sich</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/cdu-vernetzt-sich-60801/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Bachmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 13:11:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[10 Who Are Changing Internet and Politics]]></category>
		<category><![CDATA[cnetz]]></category>
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					<description><![CDATA[Damit das Thema Netzpolitik endlich in der Mitte der Gesellschaft ankommt, hat die CDU seit vergangenem Donnerstag ihren eigenen digitalen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/cdu-vernetzt-sich/cnetzzzz-2/" rel="attachment wp-att-63657"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-63657" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cnetzzzz1-305x166.gif" alt="" width="305" height="166" /></a>Damit das Thema Netzpolitik endlich in der Mitte der Gesellschaft ankommt, hat die CDU seit vergangenem Donnerstag ihren eigenen digitalen Verein. Kann die Union mit „cnetz“ den Anschluss an die aktuellen netzpolitischen Debatten finden?</p>
<p>„Am vergangenen Donnerstag haben 59 Bürgerinnen und Bürger aus allen Bereichen unserer Gesellschaft einen Verein für eine bürgerliche Netzpolitik gegründet: das cnetz.“ Mit diesen Worten kündigt Peter Tauber in seinem Blog <a href="http://petertauber.wordpress.com/2012/04/03/das-cnetz-und-die-ersten-reaktionen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Schwarzer Peter“</a> die Gründung des netzpolitischen Thinktanks der CDU an, für den er die Funktion des Sprechers übernommen hat. Parteikollege Thomas Jarzombek wird ihn in dieser Aufgabe unterstützen. Die beiden Unionspolitiker, die ihre Partei in der Enquetekommission Internet und Digitale Gesellschaft vertreten, wollen in die bislang noch verstaubte CDU-Netzpolitik frischen Wind bringen. Spätestens nach dem erneuten Wahlerfolg der Piraten im Saarland weht auch ihnen mittlerweile eine starke Brise entgegen.</p>
<p>Nach der Gründung der <a href="http://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Gesellschaft</a> vor einem Jahr und dem SPD-Thinktank <a href="http://d-64.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">D64</a> im <a href="http://politik-digital.de/d-64-statement-gegen-vorratsdatenspeicherung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vergangenen Dezember</a>, standen die Unionspolitiker unter Zugzwang, sich endlich intensiver mit netzpolitischen Themen zu befassen. Die Gründung des Vereins kam zum jetzigen Zeitpunkt jedoch für den Vorstand offenbar fast genauso überraschend wie für die Öffentlichkeit. Peter Tauber entschuldigt die bisher fehlenden Inhalte in seinem Blog mit dem organisatorischen Aufwand, den die Entstehung eines Vereins mit sich bringe. Voraussichtlich will der Verein als erstes seine Positionen zu den Themen <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-04/c-netz-union" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzneutralität und Urheberrecht</a> formulieren.</p>
<h3>Netzpolitik mit christlichen Werten</h3>
<p>Hauptziel von <a href="http://c-netz.info/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">cnetz</a>  ist es, eine „bürgerliche und verantwortungsvolle Netzpolitik zu schaffen, die sich an christlichen Werten orientiert“. Die Freiheit im Internet müsse gewahrt werden und der Umgang im Netz von Respekt und Toleranz geprägt sein. Wie auch schon andere digitale Thinktanks will cnetz ein Bewusstsein für den gesellschaftlichen Wandel durch das Internet schaffen und die politische Bildung sowie den demokratischen Diskurs im Rahmen der Digitalisierung fördern. Neben der Öffentlichkeitsarbeit in Sachen CDU-Netzpolitik will der Verein auch netzpolitische Interessen gegenüber Entscheidungsträgern in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik vertreten.</p>
<p>Das Internet gebe Impulse für eine positive Entwicklung der Gesellschaft und fördere nicht nur eine Empörungs- und Verhinderungskultur, ist auf der Seite des Netzwerks zu lesen. Die Vereinsmitglieder werden zunächst auch Lobbyarbeit für das Thema Netzpolitik in den eigenen Reihen betreiben müssen, denn die oben formulierte Meinung teilen in ihrer Partei längst nicht alle. Ob ihnen die als sehr konservativ geltende und seit kurzem twitternde Erika Steinbach als Mitglied der Gesellschaft dabei behilflich sein kann? Zu den weiteren Gründungsmitgliedern gehören der CDU-Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier und die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär, die sich als eine der ersten ihrer Fraktion seit längerem für netzpolitische Themen stark macht.</p>
<p>Die Gründung des Vereins stieß in der Netzszene vielfach auf Belustigung, da die CDU bislang eher durch ihre &#8211; vorsichtig ausgedrückt &#8211; skeptische Haltung gegenüber netzpolitischen Themen aufgefallen war. Der Name cnetz erwecke auch nicht gerade den Eindruck eines fortschrittlicheren Denkens innerhalb der Partei, da er die Konnotation von etwas längst Vergangenem habe, war in mehreren Kommentaren zu lesen. Die Kritik bezieht sich auf das C-Netz der Telekom, das von 1985 bis 2000 als Mobilfunknetz in Betrieb war. Peter Tauber nimmt die Diskussionen im Netz mit Humor, denn das cnetz sei „a) lernbereit und b) zur Selbstkritik fähig“, schrieb er umgehend in seinem eigenen Blog.</p>
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			</item>
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		<title>D 64: Statement gegen Vorratsdatenspeicherung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/d-64-statement-gegen-vorratsdatenspeicherung-5932/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 14:38:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzugang]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Breitband-Internetzugang]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Think Tank]]></category>
		<category><![CDATA[SPD-Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Integration]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/D64-logo.png" align="left" height="112" width="250" />Mit dem in Gründung befindlichen Verein „D64“ hat sich ein prominent besetzter Thinktank für das digitale Zeitalter am Wochenende der Öffentlichkeit vorgestellt. politik-digital.de hat am Rande des SPD-Bundesparteitags mit dem Vorstandsvorsitzenden Mathias Richel über Gründungsmotive und Ziele gesprochen.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/D64-logo.png" alt="" width="250" height="112" align="left" />Mit dem in Gründung befindlichen Verein „D64“ hat sich ein prominent besetzter Thinktank für das digitale Zeitalter am Wochenende der Öffentlichkeit vorgestellt. politik-digital.de hat am Rande des SPD-Bundesparteitags mit dem Vorstandsvorsitzenden Mathias Richel über Gründungsmotive und Ziele gesprochen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Aufregung in den einschlägigen Foren und Timelines war groß, als im April 2011 anlässlich der jährlichen Konferenz re:publica der Verein <a href="http://digitalegesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Digitale Gesellschaft“</a> an den Start ging. Der Vorwurf damals: mangelnde Transparenz in einer Versammlung von „Berlin Mitte-Nerds“ und der Verdacht, es könne sich bei der Initiative, die maßgeblich von dem Berliner Netzaktivisten und Enqute-Sachverständigen Markus Beckedahl vorangetrieben worden war, um ein netzpolitisches „U-Boot der Grünen“ handeln, kam schnell auf. Mit all diesen Fragen sahen sich auch die Initiatoren des digitalen Thinktanks <a href="http://d-64.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;D64 &#8211; Zentrum für Digitalen Fortschritt&#8221;</a> konfrontiert, die die Gründung ihres Vereins am Vorabend des aktuellen SPD-Bundesparteitags in Berlin bekanntgegeben haben und damit &#8211; vermutlich mehr als ein willkommener Nebeneffekt &#8211; die Aufmerksamkeit der netzpolitischen Szene aus Offenbach am Main weglenkten, wo sich die Piratenpartei zeitgleich zu ihrem Bundesparteitag versammelt hatte. Dort spielte das Thema Netzpolitik hingegen bemerkenswerterweise nur eine marginale Rolle.</p>
<p>Ein weiterer elitärer Zirkel von Netzaktivisten oder etablierten Politikern sei der neue Verein, dessen Gründung seit einem Washington-Besuch des SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil vor bald anderthalb Jahren nach und nach Gestalt annahm, jedoch keinesfalls: „Wir laden jeden ein, dabeizusein“, so die Aufforderung des Vorstandsvorsitzenden Mathias Richel im Gespräch mit politik-digital.de. Trotz dieses Anspruchs habe es, so Richel auf Nachfrage, aber selbstverständlich auch Kritik am Zustandekommen sowie den Vorwurf der mangelnden Transparenz gegeben.<br />
Dem will man auch mit der Namenswahl entgegentreten, rekurriert doch die Zahlenkombination 64 auf die mit dem Modell C64 aus dem Hause Commodore aufgewachsene Generation.</p>
<p>Die Bekanntgabe der Gründung am Vorabend der SPD-Parteitagseröffnung war kein Zufall. Mit Persönlichkeiten wie dem „elektrischen Reporter“ Mario Sixutsoder der Journalistin Mercedes Bunz waren zwar auch Personen ohne Parteibuch an der Gründung beteiligt. Das Mitgliederverzeichnis auf der Homepage des Vereins liest sich derzeit dennoch wie ein „Who-is-Who“ netzpolitisch engagierter SozialdemokratInnen. Auf den etwaigen Vorwurf der parteipolitischen Nähe zur Sozialdemokratie reagiert man bei D64 jedoch äußerst offensiv: „Wir versuchen gar nicht erst, die Nähe zu leugnen“, so Mathias Richels Antwort. Im Übrigen sei man jedoch bestrebt, mit dem neuen Thinktank über das unmittelbare sozialdemokratische Umfeld und die innerhalb der Parteistrukturen bereits etablierten Arbeitskreise und Kommissionen hinauszuwirken. Bereits am ersten Tag nach Bekanntgabe der Gründung hätten dann auch „mehr Nicht-SPD-Mitglieder als Menschen mit Parteibuch“, insgesamt etwa 60 Personen, ihr Interesse an einer Mitarbeit an dem in Gründung befindlichen Verein bekundet.</p>
<p>Und auch hinsichtlich der Ziele des neuen Vereins, zu dessen Gründungsmitgliedern neben Mathias Richel und dem niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil der Hamburger Blogger Nico Lumma und SPD-Bundesvorstandsmitglied Björn Böhning gehören, sehe man sich nicht als eine direkte Konkurrenz zur Digitalen Gesellschaft. Habe man doch neben dem Themenfeld der Netzpolitik einen Fokus auf weitere, viel umfassendere gesellschaftlich relevante Fragen des digitalen Zeitalters. Richel nennt hier beispielhaft die Bereiche Bildung und Kultur im digitalen Zeitalter, mit denen sich der Verein zukünftig befassen werde. Man wolle neue politische Antworten finden, „die allen Bevölkerungsgruppen mehr Teilhabe am Web, besseren Zugang zum Wissen und den Arbeitschancen des Internet ermöglichen“, heißt es in der Pressemitteilung. Konkret beinhaltet dieses Ziel u.a. die Forderung nach einem Grundrecht auf Breitband-Internet für alle, so Richel.</p>
<p>Und wie geht es weiter? Bereits bis Ende des Jahres soll, so die Pläne der Initiatoren, die unmittelbare Gründungsphase mit den unausweichlichen vereinsrechtlichen Formalia abgeschlossen sein. Im kommenden Frühjahr dann wird sich der neue Verein mit seinen Mitgliedern zu einem Workshop treffen und Inhalte wie Strukturen vertiefend beraten. Eine erste netzpolitische Botschaft gab der Verein jedoch bereits am Wochenende seiner Gründung aus. Von den Delegierten des SPD-Bundesparteitags fordert Mathias Richel mit Blick auf einen bereits im Vorfeld des Parteitages äußerst kontrovers debattierten Antragstext „ein starkes Statement gegen die Vorratsdatenspeicherung“.</p>
<p>Der SPD-Parteitag selbst beschloss heute den netzpolitischen Leitantrag “Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in der digitalen Gesellschaft”, <a href="http://spd-netzpolitik.de/berlin/leitantrag-freiheit-gerechtigkeit-solidaritaet-digitalen-gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der hier zu finden ist</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ehrenamt 2.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Oct 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[E-Participation]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
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		<title>Digitaler Sportsgeist: Netzvereine bei der Arbeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mhartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Internetaktivist]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> E.D.V. - das
altehrwürdige Kürzel interpretieren eine Reihe
von Netzaktivisten längst als &#34;Eingetragene Digitale
Vereine&#34;. Sie zeigen damit, dass sich Bürgerengagement
schon lange nicht mehr auf die klassischen Vereinsarbeiten
beschränken muss. politik-digital stellt ausgewählte
&#34;Digitalvereine&#34; vor.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> E.D.V. &#8211; das<br />
altehrwürdige Kürzel interpretieren eine Reihe<br />
von Netzaktivisten längst als &quot;Eingetragene Digitale<br />
Vereine&quot;. Sie zeigen damit, dass sich Bürgerengagement<br />
schon lange nicht mehr auf die klassischen Vereinsarbeiten<br />
beschränken muss. politik-digital stellt ausgewählte<br />
&quot;Digitalvereine&quot; vor.</span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>E.D.V. &#8211; dieses altehrwürdige Kürzel interpretieren eine Reihe von<br />
Netzaktivisten längst als &quot;Eingetragene Digitale Vereine&quot;. Sie zeigen damit,<br />
dass sich Bürgerengagement schon lange nicht mehr auf die klassischen Vereinsarbeiten<br />
beschränken muss und liefern so einen ganz eigenen Beitrag zum <a href="http://www.iyv2001.org/" _base_target="_blank">Internationalen Jahr der Freiwilligen</a>.</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch nicht nur im Rahmen traditioneller Vereinsarbeit gibt es auf dem ganzen Globus<br />
gute Gründe, auf die geleistete Arbeit stolz zu sein. Gelegenheit, sich selbst ein wenig<br />
zu zelebrieren haben auch jene Bürgerinnen und Bürger, die sich in virtuellen Räumen um<br />
eine kritische Auseinandersetzung mit den kulturellen, sozialen und politischen Folgen des<br />
Einsatzes neuer Medientechnologien bemühen und dabei den Umgang mit den digitalen<br />
Kulturtechniken forcieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Tradition der &quot;Digital-e.V.´s&quot; reicht bereits bis ins Jahr 1987 zurück<br />
&#8211; damals gründete sich in Bielefeld der &quot;<a href="http://www.foebud.org/" _base_target="_blank">Verein zur<br />
Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs</a>&quot; (FoeBuD), der<br />
als Pionier des kritischen Umgangs mit der heranwachsenden Informationsgesellschaft gelten<br />
kann. Als eine Gemeinschaft von Technikern, Wissenschaftlern, Politikern, Umweltschützern<br />
und Künstlern halten die FoeBuDianer in der Präambel fest, &quot;sich<br />
grenzüberschreitend für Informationsfreiheit und ein neues Menschenrecht auf weltweite<br />
ungehinderte Kommunikation einzusetzen und mit den Auswirkungen von Technologien auf die<br />
Gesellschaft sowie das einzelne Lebewesen zu beschäftigen und das Wissen um diese<br />
Entwicklung zu fördern.&quot; </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben ihrem wenig spektakulären, dafür aber umso gehaltvolleren Auftritt im Netz hat<br />
der gemeinwohlorientierte Verein seine inhaltliche Basis in der monatlich in Bielefeld<br />
real stattfindenden Veranstaltungsreihe <a href="http://www.foebud.de/pd/pd109/index.html" _base_target="_blank">PUBLIC<br />
DOMAIN</a>, die sich mittlerweile zu einem <a style="text-decoration: none" href="http://nflpicks2014.com"><font color="black">nfl picks</font></a> bundesweiten Treffpunkt für alle Menschen<br />
entwickelt hat, die sich für das Spannungsfeld zwischen Zukunft und Gesellschaft, Technik<br />
und Umwelt, Wissenschaft und Allgemeinwissen, Kunst und Kultur interessieren. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Medienwirksame Auftritte verzeichnet foebud alljährlich bei der Verleihung des<a href="http://www.bigbrotheraward.de/" _base_target="_blank"> Big Brother Award</a>, der mit dem gleichnamigen<br />
Real-Life-Format jedoch außer dem Namen und der Diskussion um die Auflösung der<br />
Privatsphäre nichts gemein hat. Der Preis wird seit 1998 jedes Jahr an Personen,<br />
Organisationen oder Konzerne vergeben, &quot;die in besonderer Weise und nachhaltig die<br />
Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen oder (persönliche) Daten Dritten zugänglich<br />
machen&quot;. Resultierend aus der Verleihung des Preises wird eine öffentliche<br />
Diskussion zum Thema Datenschutz und Privatsphäre angestrebt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum foebud-Spektrum gehört außerdem die <a href="http://www.foebud.de/bionic/bionic.html" _base_target="_blank">//BIONIC Mailbox</a>, die neben<br />
konventionellen Postfächern mitsamt ihren E-Mail- und Faxfunktionen auch sogenannte<br />
&quot;Bretter&quot; offeriert. Hier werden öffentliche Nachrichten im Stile einer<br />
überregionalen Tageszeitung mit vielen verschiedenen Rubriken wie Politik, Kultur,<br />
Wissenschaft, Regional- und Kleinanzeigenteil angeboten. Weltweit haben sich viele<br />
ähnliche Mailboxen zu Netzwerken zusammengeschlossen, in denen überregional und<br />
international Daten ausgetauscht werden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein weiterer ebenso digitaler wie eingetragener Verein ist der 1996 infolge einer<br />
Diskussion um die Kryptographie entstandene &quot;<a href="http://www.fitug.de/" _base_target="_blank">Förderverein<br />
Informationstechnik und Gesellschaft</a>&quot; (FITUG), der es sich nach seiner Satzung<br />
zur Aufgabe gemacht hat, die &quot;Integration der neuen Medien in die Gesellschaft, die<br />
Aufklärung über Techniken, Risiken und Gefahren dieser Medien, sowie die Wahrung der<br />
Menschenrechte und der Verbraucherschutz in Computernetzen&quot; zu initiieren und zu<br />
realisieren. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Vereinsarbeit soll die Förderung von Kultur, Bildung und Wissenschaft zum Ziel<br />
haben. Auf den Web-Seiten des FITUG gibt es neben inhaltlichen Aktualitäten zu<br />
Netzspezifischem und Diskussionsforen auch unterschiedliche <a href="http://www.fitug.de/netpol/index.html" _base_target="_blank">&quot;Netz und Politik&quot;</a>-Dossiers mit<br />
Nachrichten, Analysen und Überblicken zu Themen wie ICANN, Datenschutz, Meinungsfreiheit,<br />
Zensur und Kryptographie. Auch der Bildung in und mit dem Netz widmet sich der Verein mit<br />
einer Sammlung von Dokumentationen, die sich bemühen, Aufklärung zu leisten für den<br />
Umgang mit dem Internet, Zielgruppe sind dabei insbesondere unerfahrene Netzbürger. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als ein weiterer prominenter Digitalverein ist <a href="http://www.mikro.org/" _base_target="_blank">mikro</a><br />
zu nennen, eine Berliner Initiative zur Förderung von Medienkulturen. Der Verein<br />
unterhält eine offene, deutschsprachige Mailingliste namens rohrpost, die im Kontext der<br />
Integration und kritischen Auseinandersetzung mit Netzkulturen in existierenden<br />
Informationsgesellschaften nicht unerwähnt bleiben darf. Auf der Basis eines<br />
E-Mail-Forums schafft mikro mithilfe seiner Mailingliste eine Öffentlichkeit, in dem<br />
interessierte Bürger an den globalen Diskursen zur Medien- und Netzkultur partizipieren<br />
sollen. In die reale Öffentlichkeit der Berliner Republik tritt die Initiative seit<br />
Anfang 1998 jeden Monat mit ihren mikro.lounges im WMF Club in Berlin-Mitte. Gegenstand<br />
der Veranstaltungsreihe ist jeweils eine Kombination von Videopräsentationen, Vorträgen,<br />
Podiumsdiskussionen und DJ-Sets. Darüber hinaus zeichnete Mikro verantwortlich für die<br />
Organisation der vielbeachteten Konferenz <a href="http://www.mikro.org/Events/OS" _base_target="_blank">&quot;Wizards<br />
of OS &#8211; Offene Quellen und Freie Software&quot;</a> im Sommer 1999. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">mikro versteht sich als eine offene, unabhängige Plattform, die neben ihren<br />
realisierten Projekten vornehmlich als Initiator von kritischen inhaltlichen Diskursen um<br />
die kulturellen, sozialen und politischen Konsequenzen des Einsatzes neuer Medien und<br />
Technologien fungieren möchte. In ihren Netzwelten präsentiert sich die Berliner<br />
Initiative mit einem breiten Spektrum von Informationsofferten zu Themen der<br />
Medienkulturen. Mitsamt einem ausführlichen Pressearchiv und einer breiten Linkliste<br />
werden den Nutzern vorausblickend bis Dezember 2001eine Reihe von inhaltlich<br />
entsprechenden Veranstaltungen auf internationaler Ebene dargeboten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nach einem Blick auf eine kleine Auswahl digitaler Gemeinnützigkeiten lässt sich<br />
sagen, dass sowohl die inhaltliche, kritische wie auch technische Auseinandersetzung mit<br />
dem Netz der Netze ein gewichtiger Bestandteil der ehrenamtlichen Arbeitseinsätze im<br />
Datenraum geworden ist &#8211; ohne die freiwillige Vertiefung in die virtuellen Welten wäre<br />
das Internet heute um zahlreiche Angebote, Attraktionen und Anregungen ärmer.</span></p>
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