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	<title>Verhaltenskodex &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Verhaltenskodex &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Verhaltenskodex für Internetsicherheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Drescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 10:49:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ICANN]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="130" height="109" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/teaser_uno.png" />China, Russland, Tadschikistan und Usbekistan haben einen gemeinsamen Vorschlag für einen Internet-Verhaltenskodex bei den Vereinten Nationen eingereicht. Der Kodex ruft zu mehr internationaler Kooperation im Bereich Internet- und Informationssicherheit auf –  erklärt das Internet aber zugleich zum staatlichen Hoheitsgebiet.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="130" height="109" align="left" src="/wp-content/uploads/teaser_uno.png" />China, Russland, Tadschikistan und Usbekistan haben einen gemeinsamen Vorschlag für einen Internet-Verhaltenskodex bei den Vereinten Nationen eingereicht. Der Kodex ruft zu mehr internationaler Kooperation im Bereich Internet- und Informationssicherheit auf –  erklärt das Internet aber zugleich zum staatlichen Hoheitsgebiet.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Eingereicht wurde das Dokument mit dem Namen &quot;International code of conduct for information security&quot; (<a target="_blank" href="http://blog.internetgovernance.org/pdf/UN-infosec-code.pdf" rel="noopener noreferrer">PDF in Englisch</a>) bereits am 12. September beim Generalsekretär der Vereinten Nationen zur Vorlage in der 69. Sitzung der UNO-Generalversammlung vergangene Woche in New York. Der Kodex soll nach dem Prinzip der freiwilligen Selbstverpflichtung implementiert werden und steht allen Ländern offen. Ausgesprochenes Ziel der Initiative ist die Bewahrung internationaler Stabilität und Sicherheit angesichts zunehmender Internetkriminalität und der Bedrohung durch Cyberkriege. Der Kodex will teilnehmende Länder unter anderem dazu verpflichten, Informationen und Kommunikationstechnologien nicht für feindselige Aktivitäten zu nutzen und bei der Bekämpfung krimineller und terroristischer Aktivitäten im Internet zu kooperieren. &quot;China ist der Überzeugung, dass Informations- und Internetsicherheit ein Herausforderung sind, die alle betreffen und nur durch internationale Kooperation bewältigt werden kann&quot;, wird Jiang Yu, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, in der Tageszeitung China Daily <a target="_blank" href="http://www.chinadaily.com.cn/china/2011-09/13/content_13679089.htm" rel="noopener noreferrer">zitiert</a>.
</p>
<p>
Andernorts wird der Vorschlag mit weniger wohlwollenden Worten bedacht. Vor allem der Umstand, dass gerade die &quot;Internetfeinde&quot; <a target="_blank" href="http://en.rsf.org/internet-enemie-china,39741.html" rel="noopener noreferrer">China</a> und <a target="_blank" href="http://en.rsf.org/internet-enemie-uzbekistan,39765.html" rel="noopener noreferrer">Usbekistan</a> zu mehr internationaler Kooperation und der Achtung von &quot;Menschenrechten und fundamentalen Freiheiten&quot; aufrufen, <a target="_blank" href="http://www.uproxx.com/technology/2011/09/russia-china-others-propose-u-n-enforced-internet-code-of-conduct/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=russia-china-others-propose-u-n-enforced-internet-code-of-conduct" rel="noopener noreferrer">erntet Spott.</a>
</p>
<p>
Milton Mueller von der Syracuse Universität <a target="_blank" href="http://blog.internetgovernance.org/blog/_archives/2011/9/20/4903371.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+IGPBlog+%28IGP+Blog+Main%29" rel="noopener noreferrer">kritisert</a>, der Kodex wolle vor allem die Souveränität der Staaten über nationale Informations- und Kommunikationsräume schützen und bewahren. Hinter der Sprachregelung verberge sich die Bestrebung, &quot;das globale Internet in nationale Boxen zu stopfen&quot;, so <a target="_blank" href="http://www.internetgovernance.org/people-mueller.html" rel="noopener noreferrer">Milton Mueller</a>, der unter anderem die zivilgesellschaftliche Vertretung innerhalb der Internet-Verwaltung <a target="_blank" href="http://www.icann.org/" rel="noopener noreferrer">ICANN</a> koordiniert. Mueller sieht in dem Vorschlag sogar die Rechtfertigung für die Zensur internationaler Kommunikation impliziert verankert. So fordert der  Kodex die &quot;Einschränkung der Verbreitung von Informationen, die die politische, ökonomische und soziale Stabilität anderer Länder sowie deren spirituelle und kulturelle Lebensumstände unterminieren&quot;. Dieser Abschnitt würde es jedem Staat allzu leicht machen, die Zensur internationaler Informationsflüsse zu rechtfertigen, befürchtet Mueller. Zum Beispiel im Fall einer Mobilisierung gegen diktatorische Regimes auf Facebook. Eine tatsächliche Anwendung des Verhaltenskodex innerhalb der UNO hält Müller für unwahrscheinlich.  </p>
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		<title>Mehr Licht auf die Lobby</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 16:31:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenskodex]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Register]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf jeden der 785 gewählten Europaageordneten kommen - je nach Schätzung - etwa 20 Lobbyisten. Die EU-Kommission will seit dem 23. Juni 2008 mit einem <a href="https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/welcome.do?locale=de#de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freiwilligen Internetregister</a> mehr Öffentlichkeit in die Einflüsterungen auf schicken Empfängen und in teuren Restaurants von Brüssel und Straßburg bringen. Einen Tag nach Start der Online-Datenbank läuft die freiwillige Registrierung noch schleppend. Deutlich wird aber: Die Unternehmen und Interessenverbände lassen sich die Lobbyarbeit eine Stange Geld kosten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf jeden der 785 gewählten Europaageordneten kommen &#8211; je nach Schätzung &#8211; etwa 20 Lobbyisten. Die EU-Kommission will seit dem 23. Juni 2008 mit einem <a href="https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/welcome.do?locale=de#de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freiwilligen Internetregister</a> mehr Öffentlichkeit in die Einflüsterungen auf schicken Empfängen und in teuren Restaurants von Brüssel und Straßburg bringen. Einen Tag nach Start der Online-Datenbank läuft die freiwillige Registrierung noch schleppend. Deutlich wird aber: Die Unternehmen und Interessenverbände lassen sich die Lobbyarbeit eine Stange Geld kosten.<!--break--></p>
<p>
Knapp 50 der geschätzen 15.000 bis 20.000 EU-Interessenvertreter haben sich bis Veröffentlichung dieses Artikels angemeldet, von der Fluglinie <a href="http://www.airfrance.fr" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Air France</a> über das <a href="http://www.tiefkuehlkost.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Tiefkühlinstitut e.V.</a> und die <a href="http://www.foratom.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Atomlobby Foratom</a> bis hin zu den Korruptionsbekämpfern von <a href="http://www.transparency.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparency International</a>. Mit Eintragung in das Register erkennen die Lobbyisten einen <a href="https://webgate.ec.europa.eu/transparency/regrin/infos/codeofconduct.do" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kodex </a>an. Der besagt unter anderem, dass sie nicht undercover auftreten oder für die EU bereitgestellte Informationen nicht frisieren.
</p>
<p>
<b>Lobby ist teuer </b>
</p>
<p>
Kommt Air France nach eigenen Angaben mit 50.000 bis 100.000 Euro pro Jahr an direkten Kosten für die Lobbyarbeit bei der EU aus, investierten der Getränkekonzern Pernod Ricard bereits 460.000 Euro und der spanische Telekommunikationsanbieter Telefonica 950.000 Euro.
</p>
<p>
<b>Zuarbeit durch Lobbyisten</b>
</p>
<p>
Grundsätzlich hat die Europäische Union nichts gegen Lobbyisten. Schließlich erledigen die Interessenverterter oftmals wichtige Zuarbeiten und kennen sich in ihrem speziellen Bereich besser aus als die zuständigen Politiker oder Beamten. Problematisch wird es jedoch, wenn sich hinter scheinbar neutralen wissenschaftlichen Studien knallharte Interessen verstecken.
</p>
<p>
<b>Kritik</b>
</p>
<p>
Die Anti-Lobby-Lobby <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2008/06/schwaches-lobbyistenregister-der-eu-kommission/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lobbycontrol kritisiert</a>, dass das freiwillige Register keine Namen einzelner Lobbyisten enthält und es Schlupflöcher bei der Angabe der tatsächlichen Lobbykosten gibt. So könnten beispielsweise Interessenkonflikte zwischen Beratern der Kommission, die gleichzeitig für Lobbyorganisationen arbeiten, nicht aufgedeckt werden.</p>
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		<title>Transparenz für den Rüstungsexport</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/sicherheitsrisiko-internet/transparenz-fuer-den-ruestungsexport-3006/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sicherheitsrisiko Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Europapolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Rüstungsexport]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenskodex]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<b>(Artikel, 21. September 2006) Rüstungsexport ist nicht gleich Rüstungsexport. Auf der Webseite ruestungsexport.info kann man bequem nachlesen, welchen Ländern Deutschland keine Waffen liefern sollte. Die Bewertungskriterien richten sich nach einem Verhaltenskodex für EU-Mitgliedsstaaten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>(Artikel, 21. September 2006) Rüstungsexport ist nicht gleich Rüstungsexport. Auf der Webseite ruestungsexport.info kann man bequem nachlesen, welchen Ländern Deutschland keine Waffen liefern sollte. Die Bewertungskriterien richten sich nach einem Verhaltenskodex für EU-Mitgliedsstaaten.<!--break--><br />
</b></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Grün für „Waffenembargos“, gelb für „Good Governance“, rot für „internationale Konflikte“. So wird beispielsweise das Waffenexportprofil von Bangladesh beschrieben. Dabei steht rot für „problematisch“. Das<br />
<a href="http://www.bicc.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bonn International Center for Conversion</a> („BICC“) hat einen grauen Datenwust zu für die Bewertung einzelner Länder anhand offizieller EU-Kriterien zu Waffenexporten übersichtlich aufbereitet.</p>
<p>In seinem neuen Internet-Projekt<br />
<a href="http://www.ruestungsexport.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.ruestungsexport.info</a> hat das BICC Grunddaten zu Rüstung, Militär, Sicherheit, Menschenrechten und Regierungsführung von 170 Ländern zusammen gestellt, um so die Bewertung der deutschen Rüstungsexportpolitik zu ermöglichen.
</p>
<p>
Grundlage für die Zusammenstellung ist der 1998 von der Europäischen Union beschlossene<br />
<a href="http://www.ausfuhrkontrolle.info/bekanntmachungen/kwkg/eu-verhaltenskodex.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verhaltenskodex für Rüstungsexporte</a>. Dieser Kodex benennt acht Kriterien, die vom jeweiligen &quot;Endbestimmungsland&quot; der Exporte zu erfüllen sind. Darunter fallen neben der Achtung der Menschenrechte auch die innere und regionale Stabilität sowie das &quot;Verhalten des Käuferlandes gegenüber der internationalen Gemeinschaft&quot;.
</p>
<p>
Angelehnt an den EU-Kriterien hat das BICC sieben Kategorien &#8211; von &quot;Good Governance&quot; bis Waffenexportkontrolle &#8211; erstellt, und für jedes der 170 Länder Informationen in diesen Kategorien gesammelt. Dafür kooperierte das BICC unter anderem mit<br />
<a href="http://www.sipri.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stockholm International Peace Research Institute</a> (SIPRI), der<br />
<a href="http://www.worldbank.org/" target="_self" rel="noopener noreferrer">Weltbank</a>, den<br />
<a href="http://www.un.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vereinten Nationen</a> und<br />
<a href="http://www.transparency.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparency International</a>.
</p>
<p>
Ergebnis ist eine umfassende Datenbank, die nach einem übersichtlichen Ampelsystem organisiert ist. Jedes Land bekommt für jede Kategorie eine kleine Ampel, die anzeigen soll, ob für Waffenexporte grünes Licht gegeben werden kann. Wie es sich für ein Forschungsinstitut gehört, hat das BICC umfassend aufgeschlüsselt, auf welchen<br />
<a href="http://www.bicc.de/ruestungsexport/pdf/misc/formulas.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berechnungen</a> die jeweiligen Bewertungen beruhen. So bekommt Thailand, der drittgrößte Abnehmer deutscher Waffenexporte, in den Kategorien „Menschenrechte“ und „Mitgliedschaft in Menschenrechtskonventionen“ eine rote Ampel.
</p>
<p>
Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Projekt bietet neben der Datenbank auch umfassende Länderporträts von sechzehn ausgewählten Empfängerländern deutscher Rüstungsexporte außerhalb der NATO. Die rund 30seitigen Berichte umfassen sowohl Datensätze und Grafiken als auch Ausschnitte aus NGO-Dokumenten und wissenschaftlichen Studien. Sie wurden im Frühjahr 2006 erstellt und sollen jährlich aktualisiert werden.
</p>
<p>
Laut Projekt-Koordinator Marc von Boemcken ist ruestungsexport.info ein weltweit einzigartiges Internet-Projekt. „Meines Wissens gibt es kein anderes Projekt, welches das Verhältnis aller Länder der Welt zu den Kriterien des EU Verhaltenskodex für Rüstungsexporte aufgrund von Datensätzen, die jedes Jahr aktualisiert, systematisch erfasst und bewertet werden.“ Während Michael Brzoska, ehemaliger Forschungsdirektor des BICC und inzwischen Direktor des Instituts für Sicherheit und Frieden an der Universität Hamburg (IFSH), die Datensammlung initiierte, hat von Boemcken die Projektleitung 2006 übernommen und seine eigene Idee einer Länderdatenbank umgesetzt. Gemeinsam mit nur einer wissenschaftlichen Hilfskraft stellte von Boemcken die Informationen zusammen, die technische Umsetzung übernahmen zwei studentische Hilfskräfte.
</p>
<p>
Aufbau und Design der Seite sind schlicht und übersichtlich gehalten. So wäre es auf der Seite der Länderportraits durchaus interessant zu erfahren, welches Land das größte Empfängerland deutscher Waffenexporte ist. Und unter &quot;allgemeine Informationen&quot; sind lediglich Rüstungsexportberichte herunterzuladen, wo aktuelle kurze Zusammenfassungen einen großen Zugewinn an Nutzerfreundlichkeit bedeuten würden. Auch sucht man vergeblich Informationen über die eigentlichen Akteure: die Unternehmen, die Waffen exportieren. Eine solche Auflistung gemäß des Prinzips des &quot;name and shame&quot; wäre jedoch viel zu aufwändig zu recherchieren, erklärt Projektkoordinator Boemcken. Deshalb beschränkt sich ruestungsexport.info auf das Verhältnis der Länder zu den EU-Kriterien. Es bleibt abzuwarten, inwieweit dadurch die Rüstungsexportpolitiken der Länder beeinflusst werden. Zumindest was die Rolle der Öffentlichkeit anbelangt, gibt von Boemcken eine zuversichtliche Zukunftsprognose ab: „Das Internet hat hier sicherlich ein großes Potenzial, um mehr Menschen für Rüstungsexportpolitik zu interessieren und relevante Informationen verfügbar zu machen.“<b><br />
</b></p>
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