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	<title>Verlage &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Wurmfortsätze sind in der Demokratie überflüssig – Digitale Presseschau 27/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2014 14:01:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Man sollte es so laut schreien, dass selbst die NSA es ohne Überwachungsapparate hört: „Endlich, endlich, der NSA-Ausschuss liefert mal [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man sollte es so laut schreien, dass selbst die NSA es ohne Überwachungsapparate hört: „Endlich, endlich, der NSA-Ausschuss liefert mal wieder spannende Neuigkeiten! Facebook dagegen macht in dieser Woche mit einer gruseligen Nachricht von sich reden. Aber auch schlechte PR ist PR! Die Verlage arbeiten sich weiter an Google ab und verteidigen unfaire Löhne mit der Pressefreiheit. Und zu guter Letzt: Haben Sie schon mal daran gedacht, Onlineaktivist zu werden? Weiterlesen ist die bessere Idee!<br />
https://www.youtube.com/watch?v=nA059zH0oAI<br />
Überrascht es, dass Facebook für eine Universitätsstudie die Startseite von zirka 700.000 Nutzern manipulierte? Nicht wirklich! Da die unfreiwillige Teilnahme auf englischsprachige Nutzer beschränkt blieb, sind wir hierzulande diesmal ungeschoren davon gekommen. Aber was, wenn wir auch bald Versuchskaninchen von Facebook werden? Wir sollten uns klarmachen, dass wir manipuliert werden – alles andere wäre naiv!</p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/internet-governance-das-maerchen-vom-multistakeholderismus-1406-107505.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Märchen vom Multistakeholderismus</a></h3>
<p>Während Facebook unsere Gehirne manipuliert, sitzen vorwiegend weiße alte Männer auf Podien und diskutieren über Internet Governance. Eine kritische Haltung gegenüber dem Multistakeholder-Modell beim Thema Internetregulierung nimmt Friedhelm Greis auf golem.de ein. In seinen Augen dürfen zwar fast alle mitmachen, aber weder macht das die Beteiligten egalitär, noch bewegen diese sich von der Stelle oder erzielen gar Ergebnisse. Zuckerberg und Co. lachen sich derweil ins Fäustchen!<br />
<em><a href="http://www.golem.de/news/internet-governance-das-maerchen-vom-multistakeholderismus-1406-107505.html">golem.de</a></em></p>
<h3><a href="https://netzpolitik.org/2014/zur-netzpolitischen-dimension-5-von-mindestloehnen-fuer-zeitungsboten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mindestlöhne für Zeitungsboten – Parteinahme von Verlagen</a></h3>
<p>Nichts zu lachen haben die Zeitungsboten, seit der Bundestag in letzter Minute beschlossen hat, sie vorerst vom Mindestlohn auszunehmen. Leonhard Dobusch zeigt auf netzpolitik.org die netzpolitische Dimension des Mindestlohns für Zeitungsboten auf. Der Konflikt zeige, dass die Zeitungsverlage nicht nur bei Themen wie Urheberrecht, Datenschutz und Tracking parteiisch sind. Erliegen die Journalisten dabei gar ihren eigenen wirtschaftlichen Interessen, anstatt ausgewogen zu berichten?<br />
<em><a href="https://netzpolitik.org/2014/zur-netzpolitischen-dimension-5-von-mindestloehnen-fuer-zeitungsboten/">netzpolitik.org</a></em></p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2014-06/vg-media-google-klage-leistungsschutzrecht-till-kreutzer/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Verleger wollen Google zwingen, für Verlinkungen zu zahlen</a></h3>
<p>Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR) veranschaulicht sehr gut, wie die Verlage zwischen den Stühlen ihrer wirtschaftlichen Interessen und dem Gebot ausgewogener Berichtserstattung sitzen. Das LSR stellt weltweit einen deutschen Sonderweg dar, dessen Sinn sehr zweifelhaft ist. In dem Beitrag „Eine Farce nähert sich ihrem Höhepunkt“ für Zeit Online stellt der Jurist Till Kreutzer sehr treffend fest, dass das Vorgehen der Verlage mit einer Kartellbeschwerde gegen Google absolut absurd ist.<br />
<em><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2014-06/vg-media-google-klage-leistungsschutzrecht-till-kreutzer/komplettansicht">Zeit.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/nsa-ausschuss-binney" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BND ist Wurmfortsatz der US-Geheimdienste</a></h3>
<p>Edward Snowden will nicht vor dem NSA-Ausschuss aussagen, andere hingegen schon: Die ehemaligen NSA-Mitarbeiter Drake und Binney haben es in dieser Woche getan. Kai Biermann fasst ihre Aussagen für Zeit Online zusammen. Sie dürften allen – auch den ignoranten – Parlamentariern vor Augen führen, dass der BND seit Jahren im Dienste der NSA agiert und derzeit faktisch nicht parlamentarisch kontrolliert wird. Das kann nicht im Sinne des deutschen Volkes sein.<br />
<em><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/nsa-ausschuss-binney">Zeit.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/piratenpartei-und-online-aktivismus-verbrannt-im-feuer-der-parteifreunde-1.2016745" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Aktivismus: Eine Einbahnstraße zum Burnout</a></h3>
<p>Ene, mene, muh, raus bist du! Nicht mal ein halbes Jahres hat der letzte Vorstand der Piratenpartei durchgehalten: Der erneute Rücktritt ist symbolisch für die harte Welt des Online-Aktivismus, von dem Hannah Beitzer für Süddeutsche.de berichtet. Das Netz kann ein ungeheuer bewegendes Medium sein, aber es fordert gleichfalls von Aktivisten, permanent zu reagieren, und ist erbarmungslos in seiner (persönlichen) Kritik. Ohne Schutz halten das weder Piratenpolitiker noch Online-Aktivisten lange aus und wenden sich oft schnell wieder ab.<br />
<em><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/piratenpartei-und-online-aktivismus-verbrannt-im-feuer-der-parteifreunde-1.2016745">Sueddeutsche.de</a></em></p>
<p id="stcpDiv">Bild: Screenshot aus dem Video</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Leistungsschutzrecht als Bumerang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 13:40:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
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		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
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					<description><![CDATA[Das von der Koalition beschlossene Leistungsschutzrecht für Verlage wird zumindest Google nicht treffen und am Ende werden sich die Verlage [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/?attachment_id=12898" rel="attachment wp-att-12898"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-12898" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/R_K_by_Martina-Taylor_pixelio1-195x119.jpg" alt="" width="195" height="119" /></a>Das von der Koalition beschlossene Leistungsschutzrecht für Verlage wird zumindest Google nicht treffen und am Ende werden sich die Verlage ins eigene Fleisch schneiden. Ein Kommentar.</p>
<p>Nach drei Jahren haben sich die Lobbyisten der großen deutschen Verlage also durchgesetzt. Künftig sollen Google &amp; Co für ihre Newsaggregatoren bezahlen, wenn dort Inhalte von Verlagshäusern gezeigt bzw. angerissen werden. Dieser absurde Vorgang zeigt wieder einmal deutlich, wie wenig Wissen in den entsprechenden Gremien über die eigentliche Machtverteilung im Netz herrscht.</p>
<p>Um die Situation richtig zu erfassen, hätte man nur einen Blick über die Grenze zu unseren belgischen Nachbarn werfen müssen. Nachdem dort im vergangenen Jahr der Dachverband einiger Zeitungen gegen die unentgeltliche Listung von Inhalten bei Google geklagt und gewonnen hatte, wurden die beteiligten belgischen Zeitungsverlage nicht nur aus dem Newsangebot, sondern kurzfristig gleich auch aus dem kompletten Suchmaschinenindex von Google <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,774970,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">entfernt</a>. Eine kleine Machtprobe mit verheerender Wirkung, da sowohl der Suchindex, als auch das Newsangebot von Google für einen beträchtlichen Teil der Zugriffszahlen der Online-Angebote der Zeitungsverlage sorgen. Da das Geschäftsmodell fast aller deutschen Verlags-Websites zum größten Teil auf Online-Werbung basiert, kann man sich ausrechnen, welche Einbußen ein solcher Schritt für die jetzt jubelnden Verlage haben kann und vermutlich auch haben wird.</p>
<p>Schon jetzt ist abzusehen, dass aus diesem Grund nicht ein einziger Cent von Google oder Microsoft an die Verlage fließen wird, weil das Verlagsgeschäft im Internet auf Kooperation und nicht auf Konfrontation mit den dort Mächtigen angelegt sein muss. Der Suchmaschinenriese kann sich zurücklehnen, denn er wird genügend Newsanbieter finden, die freiwillig auf die „Leistungsschutzgebühr“ verzichten. Diese werden dadurch wiederum höhere Werbeeinahmen auf ihren Seiten erzielen.</p>
<p>Schwieriger wird es für andere kommerzielle Newsaggregatoren wie <a href="http://flipboard.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flipboard</a> oder <a href="http://www.pulse.me/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pulse </a>kommen, deren Geschäftsmodell vom neuen Leistungsschutzrecht in Deutschland bedroht ist. Hier bleibt abzuwarten, ob sich diese Anbieter einfach aus Deutschland zurückziehen oder doch mit den Verlagen kooperieren werden. Als innovationsfördernd  kann ein so definiertes Leistungsschutzrecht jedenfalls nicht bezeichnet werden.</p>
<p>Auch die Autoren der Inhalte werden nicht an den erhofften Einnahmen partizipieren, wie in der Ankündigung des neuen Leistungsschutzrechts behauptet wird. Wer sollte denn die Verlage davon abhalten, entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit ihren Mitarbeitern zu machen, dass sie genau auf diese Anteile verzichten bzw. diese bereits mit dem Gehalt oder Honorar abgegolten sind? Dieser Bestandteil des neuen Leistungsschutzrechtes zeigt deutlich, dass eine Novellierung des Urheberrechts unumgänglich ist, und dass solche Gesetze, die den Geist vergangener Zeiten atmen, keine Wirkung mehr entfalten können.</p>
<p>Es ist deswegen kein „gegen“ Google, Apple oder Facebook der alten Medien mehr möglich, ebenso war der <a href="http://meedia.de/internet/doepfner-beten-und-steve-jobs-danken/2010/04/08.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kniefall</a> von Matthias Döpfner vor Steve Jobs unnötig und übertrieben. Die großen Verlagshäuser werden auf ihrem Weg zu modernen Multimediaunternehmen nicht von den „Big Playern“ des Internet gerettet, noch werden sie sich über Gesetze oder Klagen eine bessere Position gegen diese verschaffen können.  Es ist an der Zeit anzuerkennen, dass sie das Ruder im Internet noch nie in der Hand hatten und es auch nie mehr in die Hand bekommen werden. Diese Einsicht könnte helfen, nur noch die Schlachten zu führen, die sie wirklich gewinnen können oder noch besser: gleich die Waffen niederzulegen und sich eine bessere Erlösstrategie zu überlegen.</p>
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