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	<title>Verwaltung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitale Verwaltung – warum Deutschland immer noch hinterherhängt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julian Kaldung]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2024 12:34:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><span class="TextRun SCXW157602469 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW157602469 BCX4">Es ist mittlerweile kein Geheimnis, dass Deutschland im Bereich der Digitalisierung zurückhängt. Spätestens seit der Corona-Pandemie ist vielen klar geworden, dass eine gut digitalisierte Verwaltung effizient Anliegen bewältigen und Bürger*innen wirklich unterstützen und nicht nur nerven könnte. </span></span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="NormalTextRun SCXW15605095 BCX4">Bereits 2017 hatte sich die Bundesregierung mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet einen breiten Katalog an öffentlichen Serviceangeboten online verfügbar zu machen. 575 Dienstleistungen sollten bis zum Jahresende 2022 digitalisiert werden. Über ein Jahr später sind aktuell nur 153 Serviceangebote bundesweit verfügbar. Bei dem derzeitigen Tempo wird es weitere 9 Jahre dauern, bis die Ziele des OZG erreicht sind. Im europäischen </span><span class="NormalTextRun CommentStart SCXW15605095 BCX4">Vergleich liegt Deutschland in der Digitalisierung von verschiedenen </span><span class="NormalTextRun CommentStart SCXW15605095 BCX4">Dienstleistungen für Bürger*innen </span><span class="NormalTextRun SCXW15605095 BCX4">im Mittelfeld auf Platz 13. Bei dem digitalen Angebot für Unternehmen schneidet Deutschland deutlich schlechter ab auf Platz 19.</span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW182051112 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">Grund für das Stagnieren der Digitalisierung der Verwaltungsdienste in Deutschland ist vor allem die </span></span><strong><span class="TextRun SCXW182051112 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">fehlende Priorisierung der angestrebten digitalen Transformation</span></span></strong><span class="TextRun SCXW182051112 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">. 2017 verpflichtete sich die damalige Bundesregierung im Koalitionsvertrag dazu, die Digitalisierung als eines der wichtigsten Ziele zu definieren und erklärte, an die Spitze Europas kommen zu wollen. Die aktuelle Bundesregierung versprach </span><span class="NormalTextRun AdvancedProofingIssueV2Themed SCXW182051112 BCX4">selbiges</span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4"> und wollte sich dabei besonders auf die Digitalisierung der Verwaltungsdienste fokussieren. Doch es kam leider anders. Das Scheitern der jetzigen Regierung an diesem Vorhaben wird allein darin deutlich</span><span class="NormalTextRun CommentStart SCXW182051112 BCX4">, dass zwischen 2018 und 2022 nur knapp die Hälfte der </span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">3,5</span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4"> Mrd.</span> <span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">Euro,</span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4"> die </span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">zur Verfügung </span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">standen</span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">, ausgeschöpft wurden. </span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">2023 gab das Innenministerium dann bekannt, dass die Gelder für die Umsetzung des </span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">OZGs um 99% für das Jahr 2024 gekürzt werden sollen, von 377 M</span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">io. </span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">Euro im Jahr 2023 zu nur 3,3 Mi</span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">o. </span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">Euro,</span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4"> die der Haushalt 202</span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">4 vorsieht. </span><span class="NormalTextRun SCXW182051112 BCX4">Das OZG soll sich erstmal mit Ausgaberesten finanzieren und bekomme keine neuen Mittel.</span></span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW240471592 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW240471592 BCX4">Ein weiterer Grund dafür, dass Deutschland im europäischen Vergleich weit zurückliegt, ist, dass es an einer </span></span><strong><span class="TextRun SCXW240471592 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW240471592 BCX4">zentralen Verantwortung </span></span></strong><span class="TextRun SCXW240471592 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW240471592 BCX4">beim Thema Digitalisierung</span></span> <span class="TextRun SCXW240471592 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW240471592 BCX4">fehlt. Obwohl der Bund mit dem OZG für ganz Deutschland das Verwaltungsserviceangebot digitalisieren wollte, ist jedes Bundesland bzw. jede Gemeinde selbst für die Umsetzung verantwortlich. Zudem ist auf Grund von verschiedenen Systemen in den Kommunen die Umsetzung von „Best Practice“, sprich der Nutzung der bewährtesten Lösungen für die verschiedenen Institutionen, nur schwer möglich. </span></span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW128028659 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW128028659 BCX4">Die nächste Baustelle der deutschen digitalen Infrastruktur ist die </span></span><strong><span class="TrackedChange SCXW128028659 BCX4"><span class="TextRun SCXW128028659 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW128028659 BCX4">Vernetzung der verschiedenen Dienstleistungen und Register</span></span></span></strong><span class="TextRun SCXW128028659 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW128028659 BCX4">. Notwendig wäre ein ähnliches System wie das in Estland bestehende X-Road. Die X-Road ist ein verschlüsseltes Netzwerk zur Datenübertragung, welches verschiedene Dienstleistungen miteinander </span><span class="NormalTextRun CommentStart SCXW128028659 BCX4">verknüpft.</span><span class="NormalTextRun SCXW128028659 BCX4"> So können z.B. </span><span class="NormalTextRun SCXW128028659 BCX4">Daten aus dem Bürgerkonto einfach und verschlüsselt von der Krankenkasse abgerufen werden und müssen nicht </span><span class="NormalTextRun SCXW128028659 BCX4">erneut eingetragen werden.</span> <span class="NormalTextRun SCXW128028659 BCX4">Ähnliche Vorhaben sind in Deutschland meist auf Grund von Datenschutzbedenken oder Brüchen bestehender Datenschutzgesetze gescheitert, was für viel Frustration bei Bürger*innen sorgt. </span></span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW253024208 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW253024208 BCX4">Lösungsansätze für die oben skizzierten Probleme gibt es mittlerweile zu genüge. Das im Februar 2024 verabschiedete Onlinezugangsgesetz 2.0 soll den Fortschritt der Digitalisierung deutlich beschleunigen. Durch das OZG 2.0, haben Bürger*innen ab 2028 das Recht auf digitale Verwaltungsleistungen, sofern diese digital umsetzbar sind. Das Gesetz soll Bund und Ländern Druck machen, da ab 2028,</span> <span class="NormalTextRun SCXW253024208 BCX4">Leistungen, die bis dahin nicht digitalisiert sein sollten, vor Gericht eingeklagt werden können.<br />
<span class="TextRun SCXW153872884 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW153872884 BCX4">Das OZG 2.0 soll </span><span class="NormalTextRun SCXW153872884 BCX4">des </span><span class="NormalTextRun ContextualSpellingAndGrammarErrorV2Themed SCXW153872884 BCX4">weiteren</span><span class="NormalTextRun SCXW153872884 BCX4"> die Nutzung der </span><span class="NormalTextRun SCXW153872884 BCX4">BundID</span><span class="NormalTextRun SCXW153872884 BCX4"> vereinfachen und somit für eine breitere Akzeptanz und Nutzung der Dienstleistung sorgen, in dem die Identifizierung mit dem </span><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2Themed SpellingErrorHighlight SCXW153872884 BCX4">ePersonalausweis</span><span class="NormalTextRun SCXW153872884 BCX4"> nur beim ersten </span><span class="NormalTextRun CommentStart SCXW153872884 BCX4">Login bei der </span><span class="NormalTextRun SCXW153872884 BCX4">BundID</span><span class="NormalTextRun SCXW153872884 BCX4"> n</span><span class="NormalTextRun SCXW153872884 BCX4">otwendig ist. Das Problem des OZG, wie des OZG 2.0 ist jedoch, dass lediglich beschlossen wird, dass digitale Dienstleistungen verfügbar sein sollen. Die bereits angesprochene fehlende Zentralisierung bzw. Vereinheitlichung von Dienstleistungen sorgt aber dafür, dass </span><span class="NormalTextRun CommentStart SCXW153872884 BCX4">Teile Deutschlands deutlich besser und weiter digitalisiert sind als andere</span><span class="NormalTextRun SCXW153872884 BCX4">. Pilotprojekte wie etwa E-Akte Bund zeigen, dass eine bundesweite Zusammenarbeit möglich und durchaus notwendig ist. Die Verantwortung bei den einzelnen Bundesländern zu lassen verlangsamt die flächendeckende Digitalisierung ungemein. </span></span><span class="EOP SCXW153872884 BCX4" data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span><br />
</span></span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="TextRun SCXW62691215 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW62691215 BCX4">Die Regierung arbeitet bereits daran bis 2025 die wichtigsten Register, wie z.B. die Betriebsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, </span><span class="NormalTextRun CommentStart SCXW62691215 BCX4">zu digitalisieren. Dies ist die Grundvoraussetzung um das EU weite Ziel „</span><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2Themed SCXW62691215 BCX4">Once</span> <span class="NormalTextRun SpellingErrorV2Themed SCXW62691215 BCX4">Only</span><span class="NormalTextRun SCXW62691215 BCX4">“ umzusetzen. “</span><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2Themed SCXW62691215 BCX4">Once</span> <span class="NormalTextRun SpellingErrorV2Themed SCXW62691215 BCX4">Only</span><span class="NormalTextRun SCXW62691215 BCX4">” sieht vor, dass Daten nur einmal bei staatlichen Stellen gemeldet werden müssen. Aber auch die dafür benötigte bundesweite Vernetzung der Register wird aus Datenschutzgründen schwierig, weshalb das Ziel, bis 2025 die wichtigsten Register zu digitalisieren, schwer einzuhalten ist. </span></span><span class="TextRun SCXW62691215 BCX4" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="none"><span class="NormalTextRun SCXW62691215 BCX4">Das Einhalten von Regularien und Gesetzen zum Datenschutz spielt bei der Umsetzungsfähigkeit eine große Rolle, es bedarf an mehr Fachpersonal.</span></span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><span class="NormalTextRun SCXW22200659 BCX4">Der Ausblick in die digitale Zukunft Deutschlands sieht derzeit nicht gerade rosig aus.  Andauernd scheitern diverse Vorhaben an ähnlichen Problemen, gerade Datenschutzbedenken, die aus den verantwortlichen Behörden der einzelnen Bundesländer kommen, führen oft zu Frustration in Digitalisierungsprojekten. Man schiebt sich dann gerne die Schuld gegenseitig zu. Und es mangelt an Fachpersonal in den Ämtern bzw. finden sich immer weniger junge Menschen, die interessiert daran sind sich mit der wichtigen Arbeit, die die Verwaltungsdienste leisten, zu befassen. Fakt ist, es muss eine Lösung her und das möglich schnell. Das OZG 2.0 ist dafür ein guter Ansatz, um den Behörden Druck zu machen. Der wichtigste nächste Schritt ist aber der Ausbau der </span><span class="NormalTextRun SpellingErrorV2Themed SCXW22200659 BCX4">BundID</span><span class="NormalTextRun SCXW22200659 BCX4"> und dessen Portal, sodass Bürger*innen sich den Gang zum Amt ersparen können. Ebenfalls sollte zukünftig die Verknüpfung der verschiedenen Ämter und Registern mittels einer X-Road ähnlichen Struktur schnellstmöglich angestrebt werden. Es gibt also weiterhin viel zu tun über die nächsten Jahre, um den derzeitigen Zustand der Digitalisierung der Verwaltungsdienste wirklich zu verbessern.</span></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by: Photo by <a href="https://unsplash.com/@beatriz_perez?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Beatriz Pérez Moya</a> on <a href="https://unsplash.com/photos/a-stack-of-thick-folders-on-a-white-surface-XN4T2PVUUgk?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div>
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		<title>Digitale Verwaltung OZG 2.0 – Bleiente oder Schnellboot?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/events/digitale-verwaltung-ozg-2-0-bleiente-oder-schnellboot-164793/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2023 13:18:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Events]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-4"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>In unserer <strong>nächsten Ausgabe von „Nachgefragt!“</strong> <strong>am 15.06.2023 von 8:30 Uhr – 9:00</strong> <strong>Uhr</strong> sprechen wir mit</p>
<ul>
<li><strong>Nadine Schön</strong>, MdB CDU, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag</li>
<li><strong>Robin Mesarosch, </strong>MdB SPD</li>
</ul>
<p>über das <span class="TextRun SCXW103978457 BCX9" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW103978457 BCX9">Onlinezugangsgesetz OZG 2.0.</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das <strong>Onlinezugangsgesetz (OZG) war DAS Vorhaben</strong>, um die Verwaltungsmodernisierung in Deutschland voranzubringen. Das Ziel war es, <strong>Verwaltungsleistungen zu digitalisieren</strong>, damit Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen alle Verwaltungsleistungen von Bund, Ländern und Kommunen online erledigen können. Das sollte mit klarer gesetzlicher<strong> Fristsetzung bis zum 31. Dezember 2022</strong> heilsamen Druck entfalten.</p>
<p>Fünf Jahre wurden für die <strong>digitale Transformation</strong> veranschlagt. Doch nun sind nur 119 der insgesamt 575 im OZG definierten <strong>Modell-Verwaltungsverfahren</strong> online verfügbar. Auf Landesebene sieht es auch nicht besser aus – beispielsweise sollten in Niedersachsen 6913(!) Einzelleistungen digitalisiert werden, gerade mal <strong>333 sind es Ende 2022</strong> gewesen und damit unter 5%.</p>
<p>Das, was OZG nicht geschafft hat, soll nun <strong>OZG 2.0</strong> richten. Durch weitere Standardisierung, Verbesserung der Datenqualität und Schaffung einer einheitlichen zentralen Plattform soll mehr<strong> Schwung in die Digitalisierung</strong> der Verwaltung gebracht werden.</p>
<p><strong>Wie genau soll das gelingen? Wir fragen nach!</strong></p>
<p><a title="" href="https://events.basecamp.digital/nachgefragt_OZG_DigitaleVerwaltung" target="_blank" rel="noopener"><strong>Jetzt anmelden&gt;&gt;</strong></a></p>
<p>Wir freuen uns Sie sowohl direkt vor Ort in unserem schönen <strong>BASECAMP</strong> in Berlin-Mitte begrüßen zu dürfen als auch digital im <strong>BASECAMP ON AIR </strong>via Livestream.</p>
<p>Vor Ort laden wir Sie gern zu <strong>Kaffee und Croissant</strong> ein! Die Plätze sind limitiert. Es gilt das <strong>„First come – first served Prinzip“.</strong> Daher am besten gleich anmelden!</p>
<p>Mehr Informationen finden Sie <a href="https://www.basecamp.digital/event/basecamp-nachgefragt-digitale-verwaltung-ozg-2-0-bleiente-oder-schnellboot/">hier </a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div>
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			</item>
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		<title>Digitaltag am 16. Juni</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/events/digitaltag-2023-164722/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2023 08:42:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Digitaltag]]></category>
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					<description><![CDATA[Digitalisierung lebt vom Mitmachen! Deshalb können alle beim Digitaltag am 16. Juni dabei sein und an vielzähligen Aktionen teilnehmen — egal ob vor [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Digitalisierung lebt vom Mitmachen! Deshalb können alle beim <strong>Digitaltag am 16. Juni</strong> dabei sein und an vielzähligen Aktionen teilnehmen — egal ob vor Ort oder im virtuellen Raum.</p>
<p><a href="https://digitaltag.eu/aktionsuebersicht">Hier</a> findet ihr alle Verstanstaltungen und Aktivitäten zum Digitaltag auf einen Blick: Ob Coding-Workshop oder digitale Stadtralley, Diskussion zu Künstlicher Intelligenz oder Tag der offenen Tür. Aktionen könnt ihr ganz einfach nach Stichwörtern, Themen, Zielgruppen oder nach dem Umkreis filtern.</p>
<p><strong>Hinweis</strong>: Aktionen finden nicht nur am 16. Juni statt, sondern können auch im Zeitraum vom 10. bis 18. Juni angeboten werden. Mit der Filterfunktion könnt ihr einzelne Tage oder den gesamten Zeitraum auswählen.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Zukunftskongress Staat und Verwaltung 2019: eine Frage der Kultur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paulina Fried]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2019 15:11:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Best Practice]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwandel]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-5"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Vom 27.-29. Mai findet in Berlin der 7. Zukunftskongress Staat und Verwaltung statt. Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich, dass es sich dabei um eine Leitveranstaltung des Public Sectors für Digitalen Wandel handelt: 1.836 Teilnehmende, 350 Referierende und 93 ausstellende Organisationen kommen in diesen Tagen unter dem Motto „Deutschland und Europa erfolgreicher und lebenswerter machen!“ im bbc am Alexanderplatz zusammen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><a href="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Zukunftskongress_2019_by_politik-digital_CC-BY-SA_3-0.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-156126 size-full" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Zukunftskongress_2019_by_politik-digital_CC-BY-SA_3-0.jpg" alt="oznor_soft" width="640" height="209" /></a></p>
<p>Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft, richtete Wegweiser Media &amp; Conferences GmbH den diesjährigen Zukunftskongress aus. Die Schirmherrschaft übernahm das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Mit einer Keynote wandte sich der Bundesminister Horst Seehofer deshalb am zweiten Veranstaltungstag persönlich an das Publikum.</p>
<p>Neben zahlreichen Panels und Vorträgen, konnten sich die Teilnehmenden am Dienstag einen der zehn zeitgleich stattfindenden Best-Practice Dialogen anhören. „Eine Frage der Kultur: Digitalisierung der Arbeitswelt an praktischen Beispielen“ – so der Titel einer der Diskurse bei denen drei Vertretende aus der öffentlichen Verwaltung über ihre Erfahrungen berichteten.</p>
<h3></h3>
<h3>Wie wird das Märchen des Kulturwandels Realität?</h3>
<p>Wie schafft man eine Kultur, die Beschäftigte motiviert, digitale Möglichkeiten für Arbeitsprozesse voll auszuschöpfen? Das will der Moderator Theodoros Moutsokapas (Management Consultant Cassini Consultant AG) eingangs von seinen Diskutanten wissen. Dr. Alexander Dietrich (Berufsmäßiger Stadtrat, Personal- und Organisationsreferent der Landeshauptstadt München), der als Vertreter der Kommunen auf der Bühne sitzt, erzählt von seiner großen Hoffnung in die Nachwuchskräfte. Gerade weil die jungen Menschen noch nicht die „Scheuklappen der Verwaltung“ aufhätten, und zudem höchst digitalaffin seien, müsse man ihre Potentiale nutzen. Dr. Helma Hagen (Referatsleiterin Organisation und E-Government, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen) berichtet vom Ziel ihres Ministeriums, bis 2020 komplett digital und papierfrei zu arbeiten. Wichtig sei es, die Mitarbeitenden bei diesem Vorhaben „mitzunehmen“, wie sie mehrfach betont. Doch was heißt das konkret? Gleich zu Beginn der Planung habe das Ministerium für seine Führungskräfte und interessierte Beschäftigte einen Zukunftskongress organisiert, bei dem diese – auch schon vorab und anonym – ihre Ängste, Sorgen aber auch Visionen kundtun konnten. Auf dieser Basis habe das Ministerium Ziele entwickelt, die es bis heute (eineinhalb Jahre später) abarbeite und immer wieder als Kompass nutze. Wenn ein neues Tool eingeführt wird, sei es zudem wichtig, die Nutzung den Mitarbeitenden schmackhaft zu machen. Es reiche nicht, ihnen das Tool lediglich zugänglich zu machen, damit sei der Prozess noch nicht beendet. Dr. Sven Egyedy (Chief Technology Officer im Auswärtigen Amt) weist auch auf die Schwierigkeiten hin, die der erwähnte Kulturwandel mit sich bringe, wenn er sagt: „Es prasseln sehr heterogene Erwartungen und Veränderungswünsche auf uns ein. Es ist schwierig wenn man versucht, das alles zu berücksichtigen.“</p>
<p>Wie wird der Kulturwandel in der Praxis umgesetzt? Muss sich die öffentliche Verwaltung dafür neu strukturieren? Während Egyedy neuen Strukturprinzipien wie der Matrixorganisation sehr kritisch gegenübersteht, weil er schlechte Erfahrungen mit ihr gemacht habe, sieht Dietrich die Sache differenzierter. Er glaubt zwar nicht, dass die Verwaltung komplett auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matrixorganisation" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Matrixorganisation</a> umstellen solle, das sei ihr fremd. Trotzdem müsse sie sich neuen Formen des Zusammenarbeitens öffnen. Sein Ziel für die Landeshauptstadt München sei, von der klassisch funktionalen Arbeitsweise zu einer prozessorientierten Organisation zu kommen.</p>
<p>Im letzten Teil der Diskussion fragt Moutsokapas danach, wer für Hagen, Dietrich und Egyedy Vorbilder seien, wenn es um den digitalen Wandel geht? Hagen kann die Frage klar beantworten: „Das größte Vorbild und der stärkste Förderer ist unser Minister Andreas Pinkwart. Er ist für die Digitalisierung zuständig und es kommt zu tollen Synergieeffekten.“ Und woher kommt die „Kraft des Wandels“, wie es der Moderator ausdrückt, in München? Dietrich bezieht dazu eindeutig Stellung: „Für mich ist die Digitalisierung absolute Chefsache. Natürlich brauchen wir auch willige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Aber grundsätzlich muss das nach dem Top-Down Prinzip funktionieren. Ohne dass wir an der Spitze von Organisationen das Thema Digitalisierung vorantreiben, geht es nicht.“ Im Auswärtigen Amt herrsche weitgehend Konsens über die hohe Relevanz des digitalen Wandels, so Egyedy. Nur so könnten die Diplomaten und Diplomatinnen sich auf die Kernaufgaben konzentrieren und friedliche Lösungen mit anderen Ländern finden.</p>
<p><strong>Bilder:</strong> politik-digital.de</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-5" data-row="script-row-unique-5" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-5"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-7"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-7" data-row="script-row-unique-7" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-7"));</script></div></div></div>
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		<title>Citizen Journey, Chatbots und E-Identifikation – E-Government in Deutschland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philip Matthiessen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2018 12:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Innenministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Citizen Journey]]></category>
		<category><![CDATA[Monitor E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-8"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Am 06. November stellte die Initiative D21 ihre Ergebnisse des E-Government Monitors im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat vor. Darüber hinaus hatten relevante Akteure des E-Government-Bereichs die Möglichkeit, ihre Konzepte vorzustellen.</p>
<h3>Ergebnisse des Monitors</h3>
<p>Bei der Betrachtung der Ergebnisse des Monitors ist zuerst einmal eine Definition des Begriffs E-Government notwendig. E-Government, das sind alle Leistungen der Behörden, die Bürger online nutzen können. Dazu gehören Information sowie Beratung und die Antragsstellung.</p>
<p><a href="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Abwanderung-NutzerInnen.jpg"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-155553 size-medium" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Abwanderung-NutzerInnen.jpg" alt="Abwanderung NutzerInnen" width="305" height="197" /></a></p>
<p align="JUSTIFY">Der Monitor zeigt einen rückläufigen Langzeittrend bei der E-Government-Nutzung in Deutschland. Zwar kennen viele die digitalen Services, nutzen sie aber nicht. Die zentralen Nutzungsbarrieren sind dabei das fehlende digitale Angebot des benötigten Services, die Kenntnis über den Service und die fehlende Durchgängigkeit. Prof. Dr. Helmut Krcmar von der fortiss GmbH, Mitherausgeber der Studie, betont deshalb die Notwendigkeit einer „Citizen Journey“ von der Information über die Beratung bis zum Abschluss der Dienstleistung. Andernfalls würden die NutzerInnen wie bisher vor allem den persönlichen Weg wählen, wie in der ersten Grafik zu erkennen, die die Abwanderung von den verschiedenen Kanälen zum persönlichen Kontakt aufzeigt.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><img decoding="async" class=" wp-image-155554 size-medium alignnone" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Schulbildung-305x377.jpg" alt="Schulbildung" width="305" height="377" /></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Weitere wichtige Erkenntnisse sind unter anderem, dass die Höhe des Bildungsniveaus mit häufigeren Nutzung digitaler Services korreliert und der Wunsch nach digitalen Verwaltungsabläufen überall vorhanden ist.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">¾ der Befragten könnten sich sogar die Nutzung digitaler Assistenten wie z.B. Chatbots in Zukunft vorstellen.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Chatbots.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-155555 size-medium" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Chatbots.jpg" alt="Chatbots" width="305" height="109" /></a></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Der Monitor ergab außerdem, dass sich die Bürger eine Statusabfrage, ähnlich wie bei Paketen im Online-Handel, wünschen. Dies würde mehr Transparenz erzeugen und Vertrauen schaffen. Wie wichtig Vertrauen für die öffentliche Verwaltung ist, zeigt die vierte Grafik, die sich auf Bedenken im Bereich Datenschutz konzentriert.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Datenschutz1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-155558 size-medium" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Datenschutz1.jpg" alt="Datenschutz" width="305" height="159" /></a></p>
<h3 style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Vergleich europäischer Nationen</h3>
<p>Auf der Veranstaltung hatten einige Vertreter europäischer Mitgliedsstaaten die Möglichkeit, den Stand ihres Landes im Bereich E-Government vorzustellen.</p>
<p>Die österreichische Verwaltung ist in vielen Bereich digital schon deutlich besser aufgestellt als die deutschen Kollegen. Vor kurzem starteten sie die Initiative „Mobil First“, die die mobile Nutzung der öffentlichen Dienstleistungen forciert. Dazu gehört z.B., dass die Identifikation übers Smartphone mit FACE-ID und Fingerabdruck schon jetzt eingesetzt wird und auch funktioniert. Das Tempo bei der Digitalisierung der Verwaltung in Österreich resultiert vor allem aus der deutlich geringeren Größe der Bevölkerung und des Verwaltungsapparates sowie der Differenzierung von Services in „Identifikation notwendig“ und „Identifikation nicht notwendig.“ Diese Differenzierung ermöglicht eine schnellere Digitalisierung der identifikationsfreien Services. Der österreichische Offizielle Roland Lediger unterstreicht außerdem die Potenziale der Künstlichen Intelligenz für die öffentliche Verwaltung.</p>
<p>Till Wirth leitet die Entwicklung der Bezahlungsplattformen der britischen Verwaltung und ist somit unmittelbar an der Entwicklung digitaler Services der Behörden beteiligt. Die Briten hatten jahrelang etliche Websites von den unterschiedlichsten Agencys und Behörden. Wichtigste Errungenschaft war daher die Entwicklung einer zentralen Website für alle staatlichen Behörden, Ministerien und Dienste mit der Domain GOV.UK, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Viele Services werden jetzt online und in einfacher Sprache angeboten. Außerdem sind alle ihre Servicewebsiten Open Source, so wollen die englischen Offiziellen durch Transparenz Vertrauen schaffen.</p>
<h3>Deutschland und E-Government</h3>
<p>Warum hängt die Bundesrepublik beim E-Government so stark hinterher? Dr. Sönke Schulz, Co-Vorsitzender des Nationalen E-Government Kompetenzzentrum, und Sabine Smentek, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, erkennen vor allem die vielen Rahmenbedingungen, die der Verwaltung ein Korsett anlegen, aber auch die politischen Zielkonflikte der Ressorts und Koalitionspartner als größte Probleme bei der Entwicklung.</p>
<p>Das Onlinezugangsgesetz (OZG) von 2017 verpflichtet nun Bund, Länder und Kommunen, bis 2022 alle Verwaltungsdienstleistungen online anzubieten. Der Geltungsbereich umfasst ca. 575 Leistungen mit Vollzug bei Bund und Ländern. Die OZG-Umsetzung basiert auf drei wesentlichen Prinzipien: zum einen der hohen Nutzerorientierung bei der Erstellung digitaler Lösungen, zum zweiten der schnellen und kostengünstigen Skalierung digitaler Leistungen unter Berücksichtigung länderspezifischer Gegebenheiten und zum dritten dem effizienten Betrieb und der einfachen Weiterentwicklung der Leistungen, so Ernst Bürger, Leiter der Unterabteilung DGII, Bundesministerium des Innern. Es müssten schnelle und vor allem kostengünstige Lösungen her, da die Daten aus anderen Ländern zeigten, dass die Nutzungszahlen der digitalisierten Leistungen häufig unter den Erwartungen bleiben.</p>
<p>Die konkrete Entwicklung digitaler Lösungen soll in einer bundesweiten Arbeitsteilung erfolgen. Dabei werden die zu digitalisierenden Leistungen in Themenfelder geordnet und einem Bundesministerium zugeordnet. Die Federführung wird dann von den einzelnen Bundesländern übernommen, die sich freiwillig auf eins der Themenfelder bewerben können. So übernimmt Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise das Themenfeld „Bauen und Wohnen“. In sogenannten Digitalisierungslaboren sollen dann die Lösungen erarbeitet werden. Dabei werden alle relevanten Stakeholder aus Bund, Ländern, und Kommunen, IT-Experten, Nutzer und Berater zusammengebracht. Die Labore arbeiten in interdisziplinären Teams und zeichnen sich durch intensive Nutzereinbindung aus. Ihr konkretes Vorgehen sieht wie folgt aus. Zuerst wird die Ist-Situation analysiert, indem alle relevanten Informationen, z.B. Antragsinhalte oder  Nutzermeinungen, recherchiert, und strukturiert zusammengefasst werden. Danach werden ein nutzerfreundlicher Zielprozess und ein Prototyp entwickelt. Abschließend werden die erforderlichen Rechtsänderungen identifiziert und die Umsetzung der Digitalisierung der Dienstleistung gestartet. So sollen alle Teams / Labore in ganz Deutschland vorgehen. Eine Anbindung der OZG-Labore an die IT-Szene soll zu einer effektiven und innovativen Vorgehensweise beitragen, so Bürger weiter.</p>
<p>Entscheidend für den langfristigen Erfolg der digitalisierten öffentlichen Verwaltung, da sind sich abschließend fast alle Redner einig, ist der Portalverbund, da nur mit Einheitlichkeit und Durchgängigkeit eine wirkliche „Citizen Journey“ mit hoher Nutzerfreundlichkeit erreicht werden kann.</p>
<p>Titelbild: Photo by <a href="https://unsplash.com/photos/vpR0oc4X8Mk?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Samuel Zeller</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<p>&nbsp;</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-8" data-row="script-row-unique-8" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-8"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-10"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-10" data-row="script-row-unique-10" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-10"));</script></div></div></div>
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		<title>„Endlich – Deutschland ist Spitze in Sachen Digitalisierung&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2018 14:59:35 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230;das wäre eine Überschrift, die ich mir in naher Zukunft wünschen würde. Leider sieht es nicht so aus, als würde [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fiber-optic-2749588_640.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-153920" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/steam-train-1849291_bx_hpgruesen_via_picabay_CC0_640x280-630x276.jpg" alt="steam train by hpgruesen via pixabay, CC0" width="630" height="276" /></a>&#8230;das wäre eine Überschrift, die ich mir in naher Zukunft wünschen würde. Leider sieht es nicht so aus, als würde dieser Wunsch bald in Erfüllung gehen. Der Glasfaserausbau ist auf Entwicklungslandniveau, ländliche Räume mit vielen Unternehmen werden durch langsame Übertragungsgeschwindigkeiten gequält und die öffentliche Verwaltung zeigt keinen Anzeichen von Veränderungsbereitschaft. Auf dem EU-Digitalisierungsindex rangiert Deutschland auf dem 20ten Platz für den Bereich „Öffentliche Dienste“. Von schlechten Rankings und Gutachten mal abgesehen, noch schlimmer ist, dass Deutschland den Wandel nicht begreift.</p>
<h3>Deutsche immer unzufriedener mit digitaler Verwaltung</h3>
<p>Dabei sind die Deutschen bei der Nutzung von digitalen Technologien ganz weit vorne. Durch die enorme Geschwindigkeit, in der sich die Technik und die digitalen Möglichkeiten weiterentwickeln, wird die Schwerfälligkeit der öffentlichen Verwaltung für die Nutzer immer spürbarer. So sind nach einer Umfrage des Normenkontrollrats nur 54 Prozent der Deutschen mit den angebotenen digitalen Dienstleistungen zufrieden, 2016 waren es noch 62 Prozent. Wenn wir in Sekundenschnelle Ferienwohnungen im Ausland mieten, Überweisungen tätigen oder Versicherungen abschließen, ist es natürlich schwer zu verstehen, warum man für die Anmeldung eines PKWs monatelang auf einen Termin warten und sich dafür einen halben Tag Urlaub nehmen muss.</p>
<h3>Reformbedarf in der Digitalpolitik</h3>
<p>Auch die digitalen Zielvorgaben der letzten Legislaturperiode sind in die Jahre gekommen. Die Förderung des Bundes bezieht sich weiterhin nur auf den mittelschnellen Breitbandausbau und nicht auf den Ausbau zukunftsfähiger Glasfasernetze. Nur mit dieser Technologie lässt sich die Cloud-Technologie ausweiten, die letztendlich immer unverzichtbarer wird. Laut einer Bitkom-Studie stieg der Anteil bei Unternehmen von 54 im Jahr 2016 auf heute 65 Prozent, Tendenz schnell steigend.</p>
<h3>Bald soll alles besser werden</h3>
<p>Eine Grundgesetzänderung gibt Hoffnung. Seit diesem Jahr gibt es eine Änderung des Datenschutzes und dadurch die Möglichkeit für ein bund- und länderübergreifendes Bürgerportal. Die legislativen Weichen sind also gestellt. Dennoch bleibt die Digitalisierung der Verwaltung eine Mammutaufgabe. Wer soll alles richten? Ähnlich wie die Bau- und Sanitärunternehmen in den boomenden Städten, sind auch Digitalisierungsdienstleister völlig überlastet. Sie können sich vor Aufträgen kaum retten. Bei 500 verschiedenen Verwaltungsdienstleistungen und kaum einer Verbesserung seit 2013 kann man sich ausmalen, wie lange wir noch warten müssen, bis wir uns lästige Behördengänge sparen können.</p>
<h3>Europa zieht vorbei</h3>
<p>Estland, Schweiz, Österreich und Dänemark sind die Vorreiter in Europa. Der reformierte Datenschutz ermöglicht in diesen Ländern vieles, was bei uns (noch) undenkbar ist. Und doch ist es nicht der einzige Grund für die gute digitale Performance der Verwaltungen. In diesen Ländern hat es nämlich Klick gemacht. Estland nannte sich Stolz E-Estland, während Angela Merkel das „Internet“ noch als Neuland bezeichnete. Wir können nur weiter hoffen, denn schließlich sprühten die Parteien in den Wahlprogrammen zur letzten Bundestagswahl vor Ideen in puncto digitaler Wandel. Jetzt brauchen wir nur noch eine handlungsfähige Regierung und einen Verantwortlichen für die Digitalisierung auf Bundesebene – wie wäre es mit einem Estländer?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild steam-train von hpgruesen via <a href="https://pixabay.com/de/dampfzug-dampflok-plandampf-fr%C3%BChzug-1849291/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, CC0 Creative Commons, bearbeitet.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Papierakte ist weg! Lang lebe die Papierakte!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jan 2018 10:02:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Dezember 2017 kann also auch das Freisinger Jobcenter verkünden, man habe jetzt von Papierakten auf die elektronische Aktenführung umgestellt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-153888" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DSC075731-630x381.jpg" alt="Smartphone by Jana Donat/politik-digital, CC-BY-SA 3.0" width="630" height="381" />Im Dezember 2017 kann also auch das Freisinger Jobcenter verkünden, man habe jetzt von Papierakten auf die elektronische Aktenführung umgestellt. Eine Nachricht, die ein fahles Licht auf die Digitalisierung der Verwaltung wirft. Das Problem stellt dabei nicht unmittelbar das Jobcenter in Freising dar, sondern der unzureichende Fortschritt der Digitalisierung in der Verwaltung im Allgemeinen.</p>
<p>Die Lebenswelten der Menschen im digitalen Zeitalter haben sich stark gewandelt. Friseur- und Arzttermine lassen sich im Netz buchen. Einkäufe verlagern sich immer mehr ins Internet und die sozialen Kontakte werden über digitale Plattformen gepflegt. Medien- und Bildungsangebote sind mannigfaltig im Internet zu finden. Sollte aber ein Verwaltungsanliegen anstehen, klopft das 20. Jahrhundert wieder an die Tür.</p>
<p>Dabei ist die unzureichende Digitalisierung am sichtbarsten für den Bürger, <a href="https://www.golem.de/news/eid-willkommen-in-der-egovernment-hoelle-1712-131794.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wenn sie ihn unmittelbar betrifft</a>. Die Studie der Initiative D21 „<a href="http://www.egovernment-monitor.de/fileadmin/uploads/Studien/eGovMon2017_RZ_FINAL_WEB_NEW.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eGovernance Monitor</a>“ macht dies deutlich. Demnach haben im Jahr 2017 weniger Menschen die digitalen Angebote der Verwaltungen genutzt und auch ihre Zufriedenheit mit den Angeboten lässt deutlich nach. Und das, obwohl die Digitalisierung der Verwaltung viel versprochen hatte: schnellere Behördenbearbeitungen, effizientere Behörden, einen bequemeren Umgang für die Bürger mit ihren Anliegen und auch die Serviceangebote sollten bürgerfreundlicher werden. Mit welchen Problemen kämpft die Verwaltung eigentlich, wenn es um die Digitalisierung der Arbeitsprozesse geht? Ist der Prozess der Digitalisierung der deutschen Behörden zu intellektuellen Küchenwitzen verkommen, oder handelt es sich dabei nur um ein Vorurteil?</p>
<h3>Das Problem mit der Usability</h3>
<p>Die E-Governance-Angebote werden nur von etwa 41% der Deutschen genutzt. Das liegt vor allem an der schlechten Auffindbarkeit von Angeboten und dem Zurückfallen in traditionelle Formen der Verwaltung während dem Prozess. „Wenn ich online eine Dienstleitung raussuche und am Ende des Tages wieder Ausdrucken und wieder auf die Seite der Behörde gehen muss, dann ist der Vorteil von online zu gering“, so Cornelia Gottbehüt, Government &amp; Public Sector Advisory Leader und Vorstandsmitglied der Initiative D21. Die Informationen zu Serviceangeboten sind dabei auf mehreren Unterseiten verteilt, so dass die Suche nach Informationen zum Zeitfresser werden kann. Intuitiv geht anders. Ein weiteres Problem liegt laut Cornelia Gottbehüt in der mangelnden Sicht- und Auffindbarkeit der Serviceangebote.</p>
<p>Die Hoffnung, dass durch die Digitalisierung die Informationen schneller und gebündelter zu finden sind und sich Verfahren mit Behörden vereinfachen, haben viele längst verworfen.</p>
<p>Das „Once-Only“-Prinzip beispielsweise, welches in anderen Ländern wie der Schweiz und Österreich genutzt wird, sieht eine einmalige Weitergabe von Informationen des Bürgers an die Behörden vor. Danach werden diese Informationen intern und unter den Behörden, je nach Bedarf, weitergeleitet. Das erspart die meisten zeitintensiven Behördengänge. Dieses Verfahren kann allerdings nur mit transparenten Methoden der Verwaltung und der Einhaltung strenger Datenschutzbestimmungen als positiv betrachtet werden. Immerhin sagen laut Studie 1/3 der Deutschen, dass das „Once-Only“-Prinzip für sie zu einer modernen Verwaltung dazu gehört.</p>
<p>Die Deutschen sind in dieser Hinsicht weitaus skeptischer, was die Weitergabe von privaten Daten der Behörden untereinander angeht als andere europäische Länder. Das Sicherheitsbedenken steht der Digitalisierung an dieser Stelle zwar im Weg, ist aber aus datenschutzrechtlichen Gründen durchaus angebracht.</p>
<h3>Digitalisierung first, Sicherheit second?</h3>
<p>Bei der Sicherheit der Daten, die durch staatliche Stellen gespeichert werden, liegt ein zudem intransparentes Verhalten vor mit wem sie geteilt werden. Das Bekanntwerden des Dataminings der Geheimdienste hat zumindest nicht die Bereitschaft der Deutschen gefördert, personenbezogene Daten freiwillig unter den Behörden tauschen zu lassen. Aktuell sind laut dem Bericht der Initiative D21 nur 1/3 der Bundesbürger bereit im Rahmen des „Once-Only“-Prinzips, ihre Daten zum Austausch unter den Behörden freizugeben. Dabei ist für die anderen 2/3 vor allem der Datenschutz der Grund, sich gegen eine Weitergabe der Daten auszusprechen.</p>
<p>Der Datenschutz hat dabei mit den Verträgen von Lissabon den Status eines europäischen Grundrechtes bekommen. Das betont Maja Smoltczyk, die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in ihrem <a href="https://www.datenschutz.de/jahresbericht-2016-der-berliner-beauftragten-fuer-datenschutz-und-informationsfreiheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jahresbericht</a>. Somit wäre die einzige Möglichkeit diesen Aspekt der Digitalisierung effektiv und unter Berücksichtigung des Rechtes auf Datenschutz umzusetzen, dem Bürger transparent zu zeigen mit wem und wann seine Daten genutzt und eingesehen worden sind. Der Datenschutz spielt für die Bürger und die europäischen Institutionen eine zentrale Rolle und darf daher nicht zugunsten der überhasteten Digitalisierung geopfert werden.</p>
<p>Auch bei der in den Behörden und Kommunen eingesetzten Software gibt es Probleme hinsichtlich der Sicherheit. So hatte die Software „PC-Wahl“ bei der Bundestagswahl 2018 große Sicherheitsbedenken ausgelöst. <a href="https://media.ccc.de/v/34c3-9247-der_pc-wahl-hack" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Chaos Computer Club konnte nämlich nachweisen, wie einfach die Software zu hacken ist</a>. Schaden hätte so nicht entstehen können, so der Bundeswahlleiter Dieter Sarreither, da Veränderungen am Wahlergebnis spätestens im endgültigen Wahlergebnis aufgefallen wären. Des Weiteren würden nur vier von 396 Kommunen die Software einsetzen. Dennoch wirft auch dieser Vorfall ein schlechtes Licht auf die Art der Umsetzung der Digitalisierung der Verwaltung. So kommt es immer wieder zu Fällen, dass eine Software auf die verschiedenen Arbeitsbereiche angepasst werden muss und dabei die Sicherheit eine zweitrangige Rolle spielt. Dies liegt zweifelsfrei auch an der geringen Aufwendung der Mittel für Software mit einem hohen Sicherheitsanspruch.</p>
<h3>Der Plan der Digitalisierung der Verwaltung- error 404</h3>
<p>Das wohl größte Problem der Digitalisierung der Verwaltung hin zur E-Governance, liegt im Fehlen eines einheitlichen Konzeptes. Die deutsche Verwaltung ist schon seit je her bekannt für die wohlwollend formuliert „behutsame“ Anpassung bei Arbeitsprozessen an modern gewordene Standards. Dies war schon bei der Umstellung von einer inkrementellen Buchhaltung, zu einer modernen Buchhaltung mit einem Doppelhaushalt zu beobachten. In der deutschen Verwaltung werden beinahe alle föderalen Einheiten mehr oder weniger unabhängig voneinander digitalisiert. Besonders bei der Zusammenführung von Arbeitsprozessen, ist ein unterschiedlicher Standard aber hochgradig kontraproduktiv. Der Eindruck erhärtet sich zudem, dass die Digitalisierung einzelner Behörden oder Fachgruppen nur durch das Engagement einzelner Mitarbeiter vorangebracht wird.</p>
<p>Die Bertelsmann Stiftung hat im Mai 2017 einen Aktionsplan zur „<a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/Smart_Country/DigiTransVerw_2017_final.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transformation der Verwaltung</a>“ herausgegeben. In diesem lässt sich erkennen, wo eigentlich das Problem liegt, für das schnell Lösungen gefunden werden sollten.</p>
<h3>Schuld oder nicht Schuld, die Reform ist hier die Frage</h3>
<p>Die Kommunen und Behörden sind im Grunde nicht das Problem. Vielmehr fehlen strategische und verbindliche Vorgaben, an denen diese sich orientieren können. Diese hätten den Vorteil, zu einer Vereinheitlichung der Digitalisierung zu führen, <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/it-dienstleistungszentrum-vorerst-keine-digitale-vereinheitlichung-der-berliner-verwaltung/20794628.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">so dass nicht 396 Kommunen ebenso viele Konzepte zur Digitalisierung haben</a>. Besonders bei den Entscheidungsstrukturen- und mechanismen gelingt, trotz verstärktem Einsatz von IT-Maßnahmen, zu wenig. Zudem haben die Verwaltungen mit dem massiven Problem zu kämpfen, IT-Techniker und Experten anzuwerben, die für eine Digitalisierung von Arbeitsprozessen nötig sind. So gab die Berliner IT-Staatssekretärin Sabine Smentek in einem <a href="https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2017/06/interview-sabine-smentek-it-stellen-oeffentlicher-dienst-berlin-.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> im Juni 2017 mit dem RBB an, dass besonders im Bereich der IT-Sicherheit und bei bestimmten Systemadministratoren, adäquates Personal fehlt.</p>
<p>Obwohl sich auf allen bundesstaatlichen Ebenen viele Akteure für das Anliegen der Digitalisierung einsetzen, so fehlt es doch an einer einheitlichen bundestaatlichen Lösung. Hier wäre eine vom Bund vorgegebene Föderale IT Architektur genauso wichtig, wie die gesonderte Bereitstellung finanzieller Mittel zur Digitalisierung der gesamten Verwaltung, von der Bundespolizei, bis zum Freisinger Jobcenter.</p>
<p>In dieser Hinsicht gibt der Bund bei der Digitalisierung von Verwaltung und deren Leistungsfähigkeit seine Verantwortung gerne ab. Das Ergebnis sind dann Meldungen, wie die Umstellung von Papierakten auf die elektronische Aktenführung im Jahr 2017. Dabei finden viele Konferenzen zu dem Thema statt. Viele der Akteure sind im regen Austausch miteinander und haben gute, proaktive Ideen. Es fehlt aber die Bereitschaft des Bundes, sich mit der Digitalisierung auf ein breit angelegtes, durch juristische Rahmenbedingungen gesichertes sowie vor allem gut finanziertes Konzept zu einigen. Der Prozess und dessen Umsetzung könnten zudem von einem Ministerium für Digitalisierung überwacht und auf die Einhaltung vorher festgelegter Standards überprüft werden.</p>
<p>Welche Parteien auch letztendlich Regierungsverantwortung übernehmen sollten, alle sollten ein Interesse an einer zukunftsorientierten, leistungsfähigen und am Bürger orientierten digitalen Verwaltung haben. Eine moderne Verwaltung sollte mit der sich rasant verändernden Lebensrealität seiner Bürger mithalten können. Wenn dafür nicht so schnell wie möglich das Fundament gelegt wird, werden sich die Probleme in der Zukunft exponentiell anstauen und daran kann niemandem gelegen sein.</p>
<p>Titelbild: Smartphones by Jana Donat/politik-digital, CC-BY-SA 3.0</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>eGovernment-Monitor: Die digitale Verwaltung lässt auf sich warten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Mahler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Sep 2016 11:36:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Unübersichtliche Papierdschungel an Formularen oder lange Wartezeiten in Bürgerämtern: Die Bürokratie hat zweifellos großes Potential, Bürgern den letzten Nerv zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Buchhaltung-by-jackmac34-CC0-Public-Domain-via-pixabay.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-150326 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Buchhaltung-by-jackmac34-CC0-Public-Domain-via-pixabay.jpg" alt="buchhaltung-by-jackmac34-cc0-public-domain-via-pixabay" width="640" height="313" /></a>Unübersichtliche Papierdschungel an Formularen oder lange Wartezeiten in Bürgerämtern: Die Bürokratie hat zweifellos großes Potential, Bürgern den letzten Nerv zu rauben. Dabei könnte vieles schon jetzt ganz einfach sein. Staatliche Dienstleistungen sind immer öfter online bequem verfügbar. Doch der eGovernment-Monitor 2016 zeigt: Dieses Potential der Verwaltung bleibt in Deutschland noch bei weitem unausgeschöpft. Im Weg stehen etwa alte Nutzungsgewohnheiten und der Datenschutz.</p>
<p>Quantensprung, Meilenstein, Revolution: Viele Superlative werden bemüht, wenn es um den digitalen Wandel der Gesellschaft geht. Das eigentlich Revolutionäre zeigt sich aber im Alltäglichen. Und tatsächlich ist die Nutzung von Online-Diensten in vielen Bereichen ganz normal geworden: Vom Online-Einkauf über die Google-Navigation bis zum Verschicken von Kurznachrichten. Die Nutzung von Informationen und Dienstleistungen staatlicher Behörden ist dagegen noch alles andere als selbstverständlich. Das zeigen die aktuellen Zahlen des am vergangenen Freitag vorgestellten <a href="http://www.egovernment-monitor.de/die-studie/2016.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eGovernment-Monitors 2016</a>; eine Studie der <a href="http://www.initiatived21.de/ueber/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a> und des „insitute for public information management“ (ipima).</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-Nutzungsquote-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150328" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-Nutzungsquote-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg" alt="e-government-monitor-2016-nutzungsquote-by-initiative-d21-cc-by-2-0-via-flickr" width="640" height="341" /></a></p>
<p>So haben im vergangenen Jahr gerade mal 45 Prozent der befragten Deutschen E-Government-Angebote in Anspruch genommen. Damit hinken die Deutschen den Schweizern und Österreichern um 20 beziehungsweise fast 30 Prozentpunkte hinterher. Am häufigsten wurden dabei noch Informationen zu Zuständigkeiten über die städtische Internetseite eingeholt (59 Prozent) oder aber Infos zu kommunalen Freizeitangeboten online nachgesehen (56 Prozent). Viele Funktionen sind den Nutzern aber unbekannt. Nur rund ein Viertel der Befragten wusste etwa von Möglichkeiten, online Anzeige erstatten oder Mängel wie kaputte Gehsteige melden zu können. Dabei würden 46 beziehungsweise 59 Prozent diese Funktionen durchaus gerne in Anspruch nehmen. Doch selbst wenn den Bürgern die Angebote bekannt sind, heißt das offenbar noch lange nicht, dass sie sie auch nutzen. So kannten zwar 70 Prozent der Befragten etwa die rein elektronische Steuererklärung. Ihre Steuererklärung auf diesem Weg bereits abgegeben hatten aber nur 36 Prozent.</p>
<h3>eGovernment wird beliebter, liegt aber noch nicht im Trend</h3>
<p>Unterm Strich stieg 2015 die Nutzung von eGovernment im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozentpunkte. „So richtig hebt die Trendkurve aber noch nicht ab“, konstatierte Malthe Wolf, Leiter des Future Research Centre Kantar TNS, bei der Vorstellung des eGovernment-Monitors. Schließlich sei der diesjährige Gesamtwert von 45 Prozent schon in den Jahren 2012 und 2014 gemessen worden. Und das, obwohl 78 Prozent der Bevölkerung im Internet unterwegs sind. Trotzdem: „Das Potential ist relativ hoch“, glaubt Wolf. Schließlich wollten grundsätzlich bei allen abgefragten eGovernment-Angeboten deutlich mehr Bürger diese künftig nutzen als bislang.</p>
<p>Doch was steht der stärkeren Nutzung noch im Weg? Professor Helmut Krcmar, Scientific Director bei ipima, wies auf die mangelnde Bekanntheit als zentrale Barriere hin: „Was die Leute nicht kennen, nutzen sie auch nicht.“ Hinzu komme eine „undurchschaubare Angebotsstruktur“, also dass Bürger im Internet gar nicht die eGovernment-Angebote finden, die sie suchen. Ob diese in Anspruch genommen werden, werde darüber hinaus immer noch vom Bildungsgrad mitbestimmt: So machten 72 Prozent der höher Gebildeten von staatlichen Online-Dienstleistungen Gebrauch, aber nur 41 Prozent der geringer Gebildeten.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-gesellschaftliche-Gruppen-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150329" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-gesellschaftliche-Gruppen-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg" alt="e-government-monitor-2016-gesellschaftliche-gruppen-by-initiative-d21-cc-by-2-0-via-flickr" width="640" height="263" /></a></p>
<p>Weitere Hindernisse zeigen sich aber auch mit Blick auf die technischen Voraussetzungen. So können bislang nur gut ein Sechstel der Befragten überhaupt etwas mit einem De-Mail-Konto anfangen, das im Geschäftsverkehr die Vorteile der herkömmlichen E-Mail mit der Verlässlichkeit und Vertraulichkeit eines Briefes verbinden soll. Ein Großteil weiß zwar von einem solchen Konto, sieht aber keinen Mehrwert darin. Und obwohl offenbar knapp jeder zweite Bürger einen neuen Personalausweis besitzt, haben nur 13 Prozent den „elektronischen Identitätsnachweis“ (eID-Funktion) darauf freigeschaltet. Mit dieser Funktion können sie sich online gegenüber den beteiligten Institutionen ausweisen, sofern sie ein entsprechendes Lesegerät besitzen. Allerdings haben ein solches Gerät auch nur vier Prozent der Befragten. Pikant: 42 Prozent sahen sich bei der Freischaltung des eID-Funktion durch die Behörden nicht ausreichend unterstützt, 16 Prozent gaben sogar an, ihnen sei von Mitarbeitern der Behörden davon abgeraten worden.</p>
<h3>Bürokratie leicht gemacht: ein bundesweites Verwaltungsportal soll für Durchblick sorgen</h3>
<p>Immerhin: Die Barrieren nehmen insgesamt ab. Das zeigt sich nicht nur am gestiegenen Bekanntheitsgrad der eGovernment-Angebote, sondern vor allem auch am deutlichen Rückgang von Datenschutz- und Datensicherheitsbedenken. In Deutschland sind diese im Vergleich zum Vorjahr um etwa die Hälfte (minus 32 Prozentpunkte) gesunken. Außerdem: Diejenigen, die das eGovernment-Angebot bereits nutzen, sind so zufrieden damit wie noch nie (62 Prozent). Eine gute Voraussetzung findet Helmut Krcmar, denn die Zufriedenheit sei ein „wesentliches Nutzungskriterium“.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-Barrieren-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150330" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/E-Government-Monitor-2016-Barrieren-by-Initiative-D21-CC-BY-2.0-via-flickr.jpg" alt="e-government-monitor-2016-barrieren-by-initiative-d21-cc-by-2-0-via-flickr" width="640" height="172" /></a></p>
<p>Deshalb müsse der Zugang zu den staatlichen Online-Dienstleistungen noch einfacher werden, meint Klaus Vitt, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik. „Die eGovernment-Angebote müssen aus Sicht der Nutzer und Unternehmen strukturiert sein“, betonte der Staatssekretär in einer Diskussion nach der Vorstellung des eGovernment-Monitors 2016. „Denn wenn man nicht nach drei Klicks findet, was man sucht, lässt man es bleiben.“ Bund, Länder und Kommunen planten deshalb einen Portal-Verbund: „Sodass es egal ist, wo der Bürger im Internet einsteigt. Er meldet sich einmal an und wird dorthin weitergeleitet, wo sein Anliegen bearbeitet wird.“ Das Momentum der Zusammenarbeit mit den Ländern zur Optimierung der Asyl-Verfahren müsse nun genutzt werden, um bundesweit auch ein vergleichbares Niveau an eGovernment-Angeboten zu erreichen.</p>
<p>Im Kleinen gibt es ein solches Portal bereits in Bayern. Dort profitieren aber nicht nur die Bürger davon. Auch den Kommunen werden wichtige Basisdienste, wie digitale Authentifizierung, der digitale Postkorb oder digitales Bezahlen, vom Land kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Anbieten von eGovernment-Diensten wird somit auch für kleine Gemeinden bezahlbar. Trotzdem können Nutzer noch nicht immer vollelektronisch mit Behörden kommunizieren, da teils nur PDF-Dokumente verfügbar sind. Carolin Stimmelmayr vom zuständigen bayerischen Finanzministerium stellte jedoch in Aussicht, dass bereits in einem Jahr ein Formular-Server ähnlich dem Elster-Verfahren bei der Steuererklärung im <a href="https://www.freistaat.bayern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bayern-Portal</a> zur Verfügung stehen könnte.</p>
<h3>Bis die Bürger die Verwaltung gar nicht mehr spüren</h3>
<p>Dass es bald auch bundesweit einen solchen Portal-Verbund geben soll, hält auch Johannes Ludewig, Vorsitzender des Nationalen Normenkontrollrats, für die richtige Antwort auf den Föderalismus: „So langsam gibt es ein Erwachen.“ Denn dass die Politik auf oberster Ebene aktiv die Initiative ergreife, sei der „springende Punkt“ für den Erfolg, so Ludewig. Bislang würde vieles an eGovernment-Angeboten völlig unkoordiniert in vielen verschiedenen Kommunen angefangen: „Jeder will die Welt neu erfinden.“ Doch genau das verzögere die Digitalisierung.</p>
<p>„Das Commitment auf politischer Ebene ist unbedingt notwendig!“, bestätigt auch Roland Ledinger. Er ist Bereichsleiter für Digitales und eGovernment im österreichischen Bundeskanzleramt und kann auf eine eGovernment-Nutzungsquote von 74 Prozent in seinem Land verweisen. Seit 2003 habe die Bundesregierung in Wien die Digitalisierung der Verwaltungsdienste forciert. Außerdem werde in der Alpenrepublik gezielt auf Anreizsysteme gesetzt, damit immer mehr Bürger eGovernment-Angebote in Anspruch nehmen: „Wenn man Nutzen schafft, holt man die Leute auch ab“, so Ledinger. So müssten etwa Jäger in Österreich für die regelmäßige Nachmeldung ihrer Waffen beim Händler 50 Euro je Stück bezahlen. Wickelten sie die Nachmeldung dagegen online ab, sei das für sie kostenlos. Ermäßigte Gebühren könnten also ein Stellhebel zu mehr eGovernment sein. Staatssekretär Vitt möchte gegebenenfalls aber nicht nur auf Anreize setzen, sondern auch die Bürger direkt in die Pflicht nehmen, indem etwa die eID-Funktion mit Erhalt des neuen Personalausweises sofort freigeschaltet wird.</p>
<p>Denn dass in eGovernment ganz neue Möglichkeiten stecken, darin waren sich die Experten einig. Staatssekretär Vitt hält es etwa für möglich, dass die Daten, die verschiedene staatliche Stellen vom Bürger haben, nur noch einmal zentral gespeichert werden. Der Österreicher Roland Ledinger führt die Vorteile davon so aus: Wenn Behörden über gebündelte Informationen, einschließlich der Konto-Nummer seiner Bürger, verfügten, könnten staatliche Leistungen ohne vorherige Beantragung einfach überwiesen werden. Oder bei einem Umzug könnte es genügen, wenn der Vermieter die Informationen, einschließlich einer möglichen Namensänderung, ein Mal weiterleitet: „Der Mieter müsste sich dann um nichts mehr kümmern.“ Und auch wenn es noch dauern werde, bis das alles soweit sei: „Es geht darum, dass die Bürger die Verwaltung gar nicht mehr spüren“, so Ledinger.</p>
<h3>eGovernment spart Geld und steigert die Lebensqualität</h3>
<p>Kai Whittaker, eGovernment-Experte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sieht in eGovernment jedenfalls „eine Riesenchance für die Modernisierung unseres Landes.“ Ähnlich wie Ledinger kann sich auch Whittaker vorstellen, dass etwa mit der Geburt eines Kindes ohne formale Antragstellung sofort das Elterngeld überwiesen wird und den Eltern sogar schon ein Vorschlag zur Kita-Anmeldung ihres Kindes gemacht wird. „Lebenssituationen-orientiert“ nennt er das. „Das einzige, was der Staat bei uns bislang macht, ist, dass er sofort eine Steuernummer vergibt“, kritisiert Whittaker. Für ihn ist Estland die Top-Benchmark für Europa: <a href="http://www.huffingtonpost.de/kai-whittaker/reise-digitale-zukunft_b_11237132.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Bundestagsabgeordnete hat sich die digitale Staatsverwaltung dort vor Ort genau angeschaut</a>. Sein Befund: Die Esten hätten nach 15 Jahren eGovernment nicht nur Verwaltungskosten und damit zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts eingespart, die Vorteile zeigten sich auch ganz konkret im Alltag. So sei das Land etwa komplett kartographiert und die Daten zu allen Grundstücken und ihren Besitzern digitalisiert. Auf diese Weise könnten diese bei drohendem Hochwasser zur Vorsorge direkt informiert werden. „Viele Dinge müssen dann im Nachhinein nicht mehr repariert werden. Das sorgt für eine höhere Lebensqualität“, so Whittaker.</p>
<p>Ein Hindernis für eine solche Online-Verwaltung ist jedoch hierzulande der Datenschutz. Auch wenn Whittaker glaubt, dass trotz der Vernetzung der Daten in Estland dort der Datenschutz viel eher gelingt als in der Bundesrepublik. Schließlich werde jeder Datensatz nur einmal zentral gespeichert. Die Daten daraus stünden den jeweiligen Behörden auch nur dann eingeschränkt zur Verfügung, wenn sie sie für die Erbringung einer Dienstleistung benötigen, mit der die Bürger sie beauftragt haben. Whittaker: „Wir können also den Bürger bevollmächtigen, wie und wann er seine Daten nutzt.“</p>
<p>Wie der eGovernment-Monitor zeigt, bleiben neben dem Datenschutz vorerst aber auch die Nutzungsgewohnheiten eine Barriere zur neuen digitalen Bürokratie. „Wenn ich es nicht gewohnt bin, nutze ich es nicht“, erklärt Cornelia Gottbehüt von der Unternehmensberatung Ernst &amp; Young die schleppende Digitalisierung der Verwaltungsdienste. Die Digitalisierung dürfe deshalb nicht erst bei der elektronischen Steuerklärung anfangen, sondern müsse stärker in den erlebten Alltag gebracht werden. Das betreffe etwa Online-Parkscheine oder die schnelle Info übers Internet, ob die Erzieherin des eigenen Kindes heute krank ist. Vermutlich wäre die digitale Revolution in der Verwaltung dann schon zur Hälfte geschafft.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/arbeitsmappe-banknoten-buchhaltung-1205044/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buchhaltung</a> von <a href="https://pixabay.com/de/arbeitsmappe-banknoten-buchhaltung-1205044/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jackmac34</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, licenced <a href="https://pixabay.com/de/arbeitsmappe-banknoten-buchhaltung-1205044/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Mit dem eigenen Smartphone in deutschen Amtsstuben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[René Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2015 15:42:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Verwaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine repräsentative Studie der Universität Siegen und der Universität Münster in Kooperation mit dem Nationalen E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ e.V.) untersuchte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/verwaltungIT.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146437" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/verwaltungIT.jpg" alt="verwaltungIT" width="640" height="280" /></a></strong>Eine repräsentative Studie der Universität Siegen und der Universität Münster in Kooperation mit dem Nationalen E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ e.V.) untersuchte das Nutzungsverhalten von konsumentenorientierten Technologien durch Mitarbeiter der Kommunalverwaltung am Arbeitsplatz und ermittelte, wie die öffentliche Verwaltung mit der Nutzung neuartiger Endgeräte und Anwendungen umgeht.</p>
<p>Das Zeitalter der Digitalisierung produziert eine Reihe an neuartigen, zumeist englischen Begriffen. Bring-Your-Own-Device (BYOD) oder IT-Consumerization (ITC) sind zwei mittlerweile oft diskutierte Beispiele. BYOD beschreibt das Phänomen, eigene private mobile Endgeräte an den Arbeitsplatz, in die Schule oder Universität mitzubringen und sie dort in sein jeweiliges Tätigkeitsfeld zu integrieren. Unternehmen und Organisationen versprechen sich dabei besonders ökonomische Vorteile, da der digitale Arbeitsplatz auf Eigenkosten des Arbeitnehmers mitgestaltet wird. Der Arbeitnehmer kann von praktischen Nutzen, Wahlfreiheit und eigenem technischen Kenntnisstand profitieren. ITC, also die Vermischung von privater und beruflicher Nutzung von mobilen Endgeräten, knüpft daran an. So wirken sich die omnipotente Digitalisierung und die Personalisierung von Smartphone, Tablet und Co. zunehmend sowohl auf private als auch auf berufliche Gewohnheiten aus.</p>
<p>Die Möglichkeit privater Nutzung von Unternehmens-IT ist eine weitere Strategie, die in der Verwaltungsrealität bereits vorkommt. Hier sprechen Experten von der „Company-Owned-Personally-Enabled“ (COPED).</p>
<h3>Digitaler Arbeitsplatz in der Kommunalverwaltung</h3>
<p>Die <a href="http://negz.org/sites/default/files/NEGZ_BYOD-in-Kommunen_2015_Niehaves-K%C3%B6ffer-Ortbach_FINAL.pdf">Studie</a> fand heraus, dass 27% der Befragten dienstlich bereitgestellte Geräte auch für private Verwendungszwecke nutzen. 23% geben an, auch dienstlich bereitgestellte Accounts (z.B. Email oder soziale Medien) zu verwenden. Allerdings können nicht alle Befragten auf die diversen Endgeräte zugreifen und sie privat nutzen.</p>
<p>Wie gestaltet sich die Regulierung in den kommunalen Verwaltungen? Hier herrscht scheinbar Unsicherheit, denn 45% der Verwaltungsmitarbeiter gaben an, dass keine Regulierung für die Nutzung privater Endgeräte getroffen wurde. Die Forscher erklären diesen mangelnden Regulierungswillen mit der technischen Komplexität und rechtlichen Bedenken. Die rechtlichen Überlegungen betreffen vor allem die Frage des Datenschutzes. Allerdings verbieten nur 36% der Vorgesetzten ihren Mitarbeitern die Nutzung. Häufiger wird die Verwendung privater Accounts für berufliche Zwecke verboten (48%). Die Nutzung von beruflich bereitgestellten Geräten und Accounts für private Zwecke ist nur bedingt stärker reguliert.</p>
<p>Zudem sind Reglements und IT-Richtlinien zum Umgang mit Konsumenten-IT auch eine Frage der Größe jeweiliger Verwaltungseinheiten. Kleinere Verwaltungen regulieren tendenziell weniger. Dies kann am größeren Vertrauen der Mitarbeiter untereinander liegen. Wenn Regeln durch Verwaltungsrichtlinien vorhanden sind, werden diese größtenteils auch eingehalten, so eine weitere Erkenntnis der Wissenschaftler. Dort wo die Erlaubnis zur Nutzung privater Endgeräte besteht, wird dies auch durch 68% der Beschäftigten angenommen. Dabei greift ein Verbot nicht immer, fast ein Drittel gaben an auch trotz Verbote seine eigenen Geräte zu benutzen. In unregulierten Verwaltungen besteht eine verhältnismäßig hohe Nutzungszahl. Das jeweilige Nutzungsverhalten variiert aber auch nach demographischen Gesichtspunkten. Während beispielsweise Männer verstärkt eigene Endgeräte benutzen, nimmt die Verwendung von privaten Geräten auch mit der IT-Kompetenz signifikant zu.</p>
<div>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/loop_oh/17564065765/in/photolist-sL5qQ6-9YvVsA-9YvUPf-9YvRHN-9YvV6f-9YsXxp-psnGkx-azMeYe-6tBDZe-7q3hyK-caBcAQ-fSbkRY-azMi3z-azPWYG-azMhMx-azPWAf-azPVT5-7q7daA-psnFZH-azPWjj-azPWTo-azPWFf-azPWuW-azMhok-azMhei-azPW9q-azMgZ6-azPVLj-azMgFR-azMgAK-azPVxu-azPVr5-azMgnT-azPVi1-azPVeh-azMg8x-azPV1U-azPUSG-azMfNi-azPUJq-azMfDB-azMfxc-azPUt7-azPUmQ-azPUhA-azPUcb-azPU5m-azPTS7-azMhJ6-9YsWs6">Rupert Ganzer </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></div>
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		<title>Verwaltungsausbildung: Digitalisierung? Fehlanzeige!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Langkabel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2015 08:29:28 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-11"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Deutschland steht vor einem tiefgreifenden digitalen Wandel, der alle Lebens- und Arbeitsbereiche erfasst. Während die Wirtschaft sich bereits sehr konkret mit der digitalen Transformation beschäftigt, hinkt die öffentliche Verwaltung mit ihren Strukturen noch deutlich hinterher. Hier ist Basisarbeit gefragt. Ein Kommentar von Thomas Langkabel.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die digitale Transformation verändert mit Industrie 4.0 die Produktionslandschaft und das neue, mobile Arbeiten revolutioniert die traditionelle Büroarbeit. Gesundheitswesen, Dienstleistungen, Handel, Bildung und Landwirtschaft: Die Transformation betrifft alle Wirtschaftssektoren. „Auch die Verwaltung steht vor der Herausforderung einer nutzerorientierten, effizienten und innovativen Digitalisierung“, heißt es im Regierungsprogramm der großen Koalition. Für ein funktionierendes Staatswesen ist die effiziente, moderne Verwaltung quasi das Betriebssystem des gesellschaftlichen Lebens und unverzichtbar für die Zukunft des Landes. Öffentliche Finanzen, Ordnung und Sicherheit, Katasterwesen, Bildung, Ver- und Entsorgung, Kultur, Gesundheit, Infrastrukturen und Verkehr: Die öffentliche Verwaltung hat in vielerlei Hinsicht eine fundamentale Bedeutung für das Gemeinwesen.</p>
<p>Allerdings hinkt die Verwaltung fast flächendeckend dem Stand der Technik und damit den Möglichkeiten der digitalen Transformation hinterher. So nimmt Deutschland im Ranking der europäischen Nationen im Bereich „Digital Public Services“ gerade einmal den 18. Platz in einem EU-weiten Index ein, den <a href="http://www.zeit.de/schlagworte/personen/guenther-oettinger/index">EU-Digitalkommissar Günther Oettinger</a> im Februar dieses Jahres in Brüssel vorgestellt hat. „Die schwache Verbreitung von E-Government-Lösungen mag ein Indikator dafür sein, dass die Verfügbarkeit und die Verwendung von Online-Diensten der Öffentlichen Hand verbessert werden könnte“, urteilt der Bericht.</p>
<h3>Leuchtturmprojekte glänzen per Definition nur punktuell</h3>
<p>Ganz am Anfang steht Deutschland aber auch nicht. Es existiert bereits – allerdings nur für den Bund – ein E-Government-Gesetz, aus dem einzelne Länder eigene Bestimmungen abgeleitet haben, zum Beispiel der Stadtstaat Hamburg mit seinem Transparenzgesetz. Es gibt einen IT-Rat, in dem die CIOs der Bundes-Ressorts arbeiten, und einen IT-Planungsrat für die CIOs von Bund und Ländern. In der Digitalen Agenda für Deutschland fordert die Bundesregierung unter anderem „die verbessernde Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern mit der Verwaltung“, lässt aber offen, was genau sie darunter versteht und wie sie das umzusetzen möchte.</p>
<p>Es gibt Leuchtturmprojekte, zum Beispiel aus Ulm: Hier hat die Stadt im vergangenen Jahr seine Bürger beim Projekt „Neues Leben in der Hindenburgkaserne“ über die bevorstehende Umwandlung zunächst breit informiert, um anschließend eine Diskussion über die Zukunft der bisher militärisch genutzten Anlage führen zu können, die Mitte 2015 von der Bundeswehr an die Stadt Ulm übergeben wird. Auch einige andere Städte und Gemeinden beschäftigen sich mit innovativen Digitalisierungsthemen.</p>
<p>Flächendeckend für die gesamte Republik muss man jedoch feststellen: Es geschieht zu wenig. Statt zu handeln, diskutieren die Verantwortlichen über schwierige Rahmenbedingungen und Umsetzungshürden. Gründe für den ausbleibenden Wandel gibt es viele: fehlende Haushaltsmittel, föderale Strukturen und mangelnde Bedarfsformulierungen von Bürgern und Unternehmen. Ein anderer, fundamentalerer Mangel aber ist wesentlich bedeutender: Für eine nachhaltige digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung fehlen schlicht die Grundlagen – allen voran bei der Ausbildung des Personals.</p>
<h3>Niemand versteht mehr vom Fliegen als ein Vogel</h3>
<p>Wer kennt die Verwaltung am besten? Wer versteht die tägliche Verwaltungspraxis auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene wirklich? Es sind diejenigen, die sich tagtäglich in komplexen Verwaltungsprozessen bewegen, die den „kleinen Dienstweg“ verstehen, die mit Bürgern und Unternehmen zusammenarbeiten, die das System am Laufen halten – die Verwaltungsmitarbeiter selber. „Nur mit den Mitarbeitern wird dieser Veränderungsprozess gelingen“, formuliert denn auch die Bundesregierung in ihrem Programm „Digitale Verwaltung 2020“. „Sie haben die Kompetenz, das Wissen und die Ideen, die Innovationen möglich zu machen.“</p>
<p>An dieser einfachen Wahrheit gemessen, ist es dann aber einfach zu wenig, was getan wird, um diesen Kompetenzträgern das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben. Die Hilfe ist mangelhaft, um die Chancen der Digitalisierung verstehen und aus der täglichen Praxis heraus Innovationspotenziale erkennen zu können. Es ist zu wenig, um E-, Open- oder Mobile-Government nicht nur als Add-On zur normalen Verwaltung zu sehen, sondern daraus gelebten Alltag zu machen und die Verwaltung digital neu zu denken.</p>
<h3>Der Generationenwechsel wird das Problem nicht lösen</h3>
<p>Mittelfristig wird es in den öffentlichen Verwaltungen unseres Landes einen Generationenwechsel geben, weil eine hohe Zahl von Mitarbeitern aller Verwaltungsebenen demnächst in den Ruhestand geht. Unterschiedliche Studien sprechen von 30 bis 50 Prozent in den kommenden fünf bis zehn Jahren. Wer aber nun glaubt, dass die Überwindung verwaltungsinterner Digitalisierungswiderstände ein demografisches Problem ist, irrt gleich doppelt.</p>
<p>Erstens wird die Verwaltung erhebliche Schwierigkeiten im „War of Talents“ haben. Schon heute leiden Unternehmen der freien Wirtschaft unter dem wachsendem Fachkräftemangel, viele Ausbildungsstellen bleiben auch dort inzwischen unbesetzt. Im Gegensatz zur Verwaltung kann die Privatwirtschaft prinzipiell aber deutlich leichtfüßiger darauf reagieren: mit höheren Gehältern, flexibleren Arbeitszeitmodellen sowie mobilen und attraktiven Arbeitsplätzen. Der Verwaltung bleiben die Anreize „Sicherheit“ und „Stabilität“, aber auch die verlieren mit fortschreitender Ausweitung befristeter Anstellungsverhältnisse in der Verwaltung langsam an Kraft.</p>
<h3>Auf dem Weg zur Verwaltungsausbildung 2.0?</h3>
<p>Zweitens, und hier liegt das größte Problem: Die Verwaltungsausbildung verschläft die Digitalisierung. Typischerweise findet die Ausbildung der Anwärter für den gehobenen Dienst in der öffentlichen Verwaltung für den Bund und die meisten Bundesländer in Deutschland in „Fachhochschulen für öffentliche Verwaltungen“ statt. Der Bologna-Prozess hat auch hier inzwischen zur Ausrichtung auf Bachelor- und Master-Studiengänge geführt.</p>
<p>In der Grundausbildung des Verwaltungsnachwuchses in Deutschland ist die Digitalisierung bislang nicht angekommen. Ein Studienplan für die „Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung“ der Verwaltungsfachhochschule eines Ost-Bundeslandes zum Beispiel weist unter der Studienfachgruppe „Verwaltungs- und Sozialwissenschaften“ Inhalte zur „Informations- und Kommunikationstechnik“ aus, die mit dem digitalen Wandel nicht mehr Schritt halten können. Dazu gehören Übungen zu „Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe“ von Daten, Exkurse zur Hardware (Zentraleinheit, Eingabegeräte, Ausgabegeräte) und zu „Programmiersprachen“. Nicht das, was man sich unter moderner IT vorstellt. Im gesamten Grundstudium sind dafür insgesamt 30 Stunden angesetzt. Das Internet lernt der Verwaltungsnachwuchs im Hauptstudium kennen. Dazu gehören Themen wie IT-Sicherheit und E-Government. Allerdings stehen auch hier nicht mehr als insgesamt 30 Stunden zur Verfügung, wobei auf das Thema E-Government ganze vier Stunden entfallen. Das ist angesichts der Komplexität der Aufgaben deutlich zu wenig.</p>
<p>Im Westen sieht es nicht besser aus: Eine „Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung“ bietet neben speziellen Bachelor-Studiengängen für den Polizeivollzugsdienst oder die Rentenversicherung auch zwei allgemeine Bachelor-Verwaltungsstudiengänge für den Kommunalen und den Staatlichen Verwaltungsdienst an, also für die Kommunal- und Landesebene. „Informationsverarbeitung“ mit Themen wie IT-Geschäftsprozessmanagement, IT-Projektmanagement und Anwendungssystementwicklung ist in dem einen Studiengang eine Wahlpflichtveranstaltung mit immerhin 48 Präsenzstunden – kann, muss aber nicht belegt werden. Der zweite Bachelor-Studiengang „Staatlicher Verwaltungsdienst – Allgemeine Verwaltung“ bietet Teilmodule zu Soziologie, Ethik, Psychologie und den Grundlagen der empirischen Sozialforschung. Bezüge zu aktuellen Themen der digitalen Transformation gibt es bei keinem dieser oder anderer Module.</p>
<h3>Digitalisierung findet in der Ausbildung praktisch nicht statt</h3>
<p>In den meisten Studien- und Ausbildungsgängen für den öffentlichen Verwaltungsnachwuchs finden die wirklich aktuellen und drängenden Fragestellungen der Digitalisierung also praktisch nicht statt: Abbau von Schriftformerfordernissen, Elektronische Aktenführung und Dokumentenmanagement, Kollaborationsplattformen, Elektronische Identitäten, eID des neuen Personalausweises, De-Mail, Umgang mit Sozialen Medien, Open Government, Open Data, Open Source, E-Partizipation, Transparenz, Cloud Computing, Big Data, Barrierefreiheit, IT und Cybersicherheit, BSI Angebote, Recht auf informationelle Selbstbestimmung, Normen-Screening zum Bürokratieabbau fehlen auf der Agenda. Dabei geht es hier nicht um den Aufbau von Umsetzungskompetenzen für IT-Fachleute, sondern um ein essenzielles technologisches Grundverständnis zur Entwicklung von Beurteilungs- und Innovationskompetenzen für alle Verwaltungsmitarbeiter.</p>
<p>Es reicht auch nicht, für solche Themen Fortbildungskurse anzubieten, die später gegebenenfalls Budget- oder Ausbildungszeitbeschränkungen zum Opfer fallen und zudem ein freiwilliges Grundinteresse voraussetzen. Solche Angebote dienen ausschließlich dazu, nach erfolgter Grundschulung auf dem Stand der Technik zu bleiben und das Wissen geeignet weiter zu entwickeln. Fehlt die Grundausbildung in modernem Informationsmanagement, haben solche Weiterbildungsangebote keine echte Basis.</p>
<h3>Offensive „Verwaltungsausbildung für die Digitale Gesellschaft“</h3>
<p>Wir können es uns nicht länger leisten, die Verwaltungsausbildung vorwiegend auf Verwaltungsrecht und die Vermittlung von Soft Skills zu beschränken und das „Digitale“ in Word- und Excel-Kursen zusammenzufassen. Denn es gibt keinen Verwaltungsbereich mehr, für den die Digitalisierung heute nicht relevant ist, für den sich daraus nicht Chancen für bessere Dienste, größere Erkenntnisse, höhere Effektivität und Effizienz bieten. Wahrnehmen lassen sich diese Chancen am besten aus der täglichen Verwaltung heraus. Die großen Themen der Digitalisierung gehören daher in die Grundausbildung einer jeden Verwaltungslaufbahn.</p>
<p>Denn das auf der diesjährigen CeBIT ausgerufene Digitale Wirtschaftswunder wird scheitern, wenn die Verwaltung nicht mithalten kann. Der Bund und die Länder müssen daher eine ehrliche Bestandsaufnahme zum digitalen Kompetenzaufbau in ihren jeweiligen Ausbildungsgängen vornehmen. Eine Offensive zur Verwaltungsausbildung für die Digitale Gesellschaft gehört auf die Tagesordnungen der Innenministerkonferenzen und des Bundestagsausschusses Digitale Agenda – nicht irgendwann, sondern jetzt.</p>
<p>Bild: <a href="https://pixabay.com/en/mark-marker-hand-gears-995567/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geralt CC0 via pixabay</a></p>
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