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	<title>Verwertung &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Thank you for the music? Das Urheberrecht und das Internet</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Am Anfang war das Chaos. Das Internet entstand als unhierarchischer Raum, der sich dem
Zugriff von Regierungen und Behörden weitgehend entzog. Heute ist Deutschland &#34;drin&#34; und der
Mythos dahin. Deutlich wird dieser Wandel von der anarchisch strukturierten Spielwiese zum Raum
mit Regulierungsbedarf auch in der Diskussion um das Urheberrecht.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Am Anfang war das Chaos. Das Internet entstand als unhierarchischer Raum, der sich dem<br />
Zugriff von Regierungen und Behörden weitgehend entzog. Heute ist Deutschland &quot;drin&quot; und der<br />
Mythos dahin. Deutlich wird dieser Wandel von der anarchisch strukturierten Spielwiese zum Raum<br />
mit Regulierungsbedarf auch in der Diskussion um das Urheberrecht.</b></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Internet, wo jede Eingabe beziehungsweise Digitalisierung urheberrechtlich geschützter<br />
Werke wie Artikel, Bilder oder Musikstücke eine Vervielfältigung darstellt, sind die<br />
Urheber-rechte bislang nur schwer oder gar nicht zu schützen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Copy kills content?</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diesem Problem nahmen sich am 30. November 30 prominente Journalisten an. In einem an Kanzler<br />
Schröder gerichteten Appell artikulierten sie die Sorge ihrer zumeist weit weniger<br />
prominenten Kollegen und machten sich für einen besseren Schutz der Urheberrechte im<br />
Online-Zeitalter stark. Die Unterzeichnenden, darunter Ulrich Wickert, Erich Böhme und<br />
Sandra Maischberger, plädieren für einen gesetzlichen Anspruch auf Zahlung einer<br />
&quot;angemessenen Vergütung&quot; für jeden Fall der Nutzung von geistigem Eigentum, da<br />
speziell in den Verträgen der freiberuflich Tätigen sehr häufig die Rechte<br />
für online- und Internetnutzung nicht garantiert seien. Mit dieser Initiative rissen sie<br />
eine Problematik an, derer sich Content-Produzenten, Nutzer und Politik erst langsam<br />
bewußt werden. Letztere steht nach der Diskussion um die Erhebung von<br />
Rundfunkgebühren auf Computer erneut vor der Frage des adäquaten Umgangs mit den<br />
neuen Medien.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Fest steht: Geistiges Kapital sind in der neuen Ökonomie die Gegenstände von Wert. Sie<br />
sind Triebfeder des Internets und zugleich Objekt der Begierde. Somit ist der Schutz<br />
intellektuellen Eigentums zum einen essentiell für die kreativ Tätigen, deren<br />
Einkommen schon jetzt in drastischem Missverhältnis zu ihrer volkswirtschaftlichen<br />
Bedeutung steht. Zum anderen steht mit dieser Problematik auch die Entwicklung des Internets<br />
insgesamt auf dem Spiel.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die lex Abba</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dem geltenden Urheberrecht gemäß obliegen die Vervielfältigungsrechte immer<br />
dem Urheber oder der jeweiligen Verwertungsgesellschaft. Übertragbar sind nicht die<br />
Urheberrechte, sondern nur die Nutzungsrechte. Genau darum geht es beim immateriellen<br />
(kostenpflichtigen) Vertrieb von Musik, Filmen und Texten über das Internet: Für<br />
eine bestimmte Summe wird Nutzern das Recht eingeräumt, die Werke aus dem Internet zu<br />
laden. Das Prinzip des Urheberrechts ist das Bezahlen. Bezahlen, diese Erfahrung machen zur<br />
Zeit neben <a href="http://www.stephenking.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Stephen King </a>viele Anbieter<br />
von Inhalten im Netz, bezahlen steht den Nutzungsgewohnheiten im Netz diametral entgegen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Grenzenlos, schrankenlos, kostenlos &#8211; das entspricht schon eher der Philosophie des Internets.<br />
Spätestens seit der Diskussion um den kostenlosen Austausch von Musik im Internet, die<br />
mit der Bekanntgabe der &quot;strategischen Kooperation&quot; zwischen Bertelsmann und der<br />
Internet-Musiktauschbörse <a href="http://www.napster.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Napster </a>ihren<br />
Höhepunkt erreichte, dreht sich in der Urheberrechtsfrage alles um die Verbreitung von<br />
Musik über das Internet. Und darum, dass Nutzer der Musiktauschbörsen auch in<br />
Zukunft lieber nach der &quot;lex Abba&quot; verfahren und es bei einem freundlichen &quot;Thank you for the<br />
music, the joy you´ve given&quot; bewenden lassen, statt für die Nutzungsrechte zu zahlen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Feind im Haus</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Egal, ob man den Prognosen über die rasante Entwicklung des Online-Markts für Musik<br />
nun Glauben schenkt: Innovationsschübe wie das von Napster genutzte<br />
&quot;Peer-to-Peer&quot;-Verfahren &#8211; also der direkten Austausch zwischen verschiedenen Nutzern ohne<br />
zentralen Rechner &#8211; haben fundamentale Auswirkungen auf die Musikbranche, verändern<br />
Aufgaben und Mechanismen in der musikalischen Wertschöpfungskette. Wohlwissend, dass<br />
dies ihre Vertriebsorganisation und damit ihr gesamtes Marketingkonzept auf den Kopf stellen<br />
würde, beschwerte sich praktisch die gesamte Plattenindustrie darüber, dass die<br />
&quot;Musikpiraten&quot; von Napster und Co. ihr durch<br />
den unerlaubten Vertrieb von Musik über das Internet Schaden zugefügt hätten.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die Anfang November ergangenen Ankündigung des ambitionierten Medienmultis<br />
<a href="http://www.bertelsmann.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Bertelsmann</a>, künftig<br />
gemeinsam mit Napster eine kostenpflichtige Musik-Seite zu betreiben,<br />
steht für einen radikalen Wandel im Verhältnisses von Musikindustrie<br />
und Internet. Bertelsmann hat sich der Realität gestellt und sich<br />
dafür entschieden, wenn man den Gegner doch nicht besiegen kann,<br />
ihn wenigstens zu domestizieren. Was bleibt ist eine grundsätzliche<br />
Frage, für die das von der Plattenindustrie mit Prozessen überzogene<br />
Unternehmen Napster mit seinem von über 40 Millionen Netizens genutzten<br />
Angebot nur der Ausdruck war. Es geht darum, wie urheberrechtlich geschützte<br />
Werke vor unerlaubter Vervielfältigung geschützt werden können.<br />
Denn die Problematik trifft die Phonoindustrie nicht allein &#8211; File-Sharing<br />
beschränkt sich nicht auf Musikinhalte. Neue Komprimierungstechniken<br />
vorausgesetzt, kann jeder Inhalt, jede Idee kopiert werden. Langfristig<br />
lassen sich mittels Napster auch Filme oder E-Books über das Internet<br />
vertreiben. Ganze Branchen fürchten um ihre Existenz aufgrund der<br />
Aushöhlung der Urheberrechte. Das ist nicht zum ersten Mal so&#8230;<br />
</span></span></p>
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