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	<title>Viktor Mayer-Schönberger &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Viktor Mayer-Schönberger &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Die Utopie ist tot &#8211; lang lebe die Utopie! &#8211; Digitale Presseschau 8/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 16:06:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was in älterern filmischen und literarischen Darstellungen als Dystopie erschien, ist zum Teil heute Realität. Günter Hack diagnostiziert in der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was in älterern filmischen und literarischen Darstellungen als Dystopie erschien, ist zum Teil heute Realität. Günter Hack diagnostiziert in der FAZ das Ende der Utopien. Doch vielleicht hat gerade das Internet das Potential, sich selbst neu zu erschaffen und neue Utopien zu entwickeln. Das Neue – es ist heute dringend erforderlich! Und das nicht nur in utopischer Form, sondern auch in Form neuerer rechtlicher Rahmenbedingungen für den Datenschutz, aber auch in Form einer Änderung unserer Gewohnheiten. Da hilft es auch nichts, dass die Perspektive außerhalb der westlichen Hemisphäre ganz anders aussieht, wie uns Leena Simon von ihrer Reise aus Indien berichtet. Manchmal muss mit Traditionen auch gebrochen werden, um ein neues Leben zu ermöglichen.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=95jLTIGnZQE" title="Netzneutralität ist in Gefahr! Rette das Internet!" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/95jLTIGnZQE?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Das Video der Woche ist diesmal ein Video der Kampagne <a href="http://savetheinternet.eu/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Save the Internet.eu“</a>, das erklärt, warum Netzneutralität in der EU in Gefahr ist. Zudem werden Vorschläge für persönlichen Lobbyismus und Aktivismus gemacht &#8211; für die Zukunft eines offenen, freiheitlichen Internets.</p>
<h3><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/oxford-forscher-mayer-schoenberger-wir-geben-unsere-daten-zu-schnell-her-seite-all/9495354-all.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gehen wir zu leichtsinnig mit unseren Daten um?</a></h3>
<p>Seit einigen Wochen wird anhaltend die Warnung vor <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/technologischer-totalitarismus-warum-wir-jetzt-kaempfen-muessen-12786805.html)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„technologischem Totalitarismus“</a> von Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, diskutiert. Letzte Woche wiesen wir in der Digitalen Presseschau auf eine Antwort von Peter Schaar hin, der für mehr Datenschutz zur Sicherung der Grundrechte plädierte. Diese Woche gab Professor Viktor Mayer-Schönberger vom Internet Institute der Universität Oxford ein Interview, in dem er für mehr Verantwortung bei der Nutzung von Big Data plädiert. Für eine zeitgemäße Lösung der kritischen Probleme beim Umgang mit großen Datenmengen seien zwei Eckpfeiler notwendig: „Erstens, dass sich aus Daten Wert schöpfen lässt. Und zweitens, dass diese Wertschöpfung eben in einem rechtlichen Rahmen, der auch durchgesetzt wird, zu erfolgen hat – und zwar in klarer gesellschaftlicher Verantwortung, also nicht bloß zum Wohl der bestehenden Besitzstände, sondern vor allem auch zum Wohl der Menschen.“ Dafür sei eine „schlagkräftige und effektive Datenschutzbehörde“ unabdingbar.<br />
Zum<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/gespraech-mit-isabelle-falque-pierrotin-vor-den-netzgiganten-sind-wir-voellig-nackt-12808326.html?printPagedArticle=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> gleichen Thema</a> gab die Chefin der französischen Datenschutzbehörde Isabelle Falque-Pierrotin der FAZ ein Interview. Auch sie mahnt, dass wir unsere Daten nicht zu leichtfertig hergeben sollten, plädiert jedoch für einen verbindlichen Rechtsrahmen, in dem Daten international ausgetauscht werden können. Dazu müssen auch Unternehmen wie Facebook oder Google in die Pflicht genommen werden. Jedoch seien aber auch gesellschaftspolitische Initiativen notwendig.</p>
<h3><a href="https://digitalcourage.de/blog/2014/andere-laender-andere-ueberwachung-das-beispiel-indien" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Überwachung jenseits des Westens</a></h3>
<p>Vor dem Hintergrund hiesiger Diskussionen über Überwachung und Datenschutz präsentiert die Philosophin Leena Simon einen Blick jenseits von Eurozentrismus. Sie berichtet von ihren Erfahrungen einer dreiwöchigen Reise nach Indien: „Verglichen mit anderen Ländern leben wir in Deutschland im Datenschutzwunderland. Derweil wird allein in Indien ein Sechstel der Weltbevölkerung daran gewöhnt, dass Überwachung ganz normal und ein unvermeidbares Übel sei.“</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/literarische-utopien-wir-brauchen-eine-neue-science-fiction-12805052.html?printPagedArticle=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Ende der Geschichten</a></h3>
<p>Günter Hack nimmt uns mit auf eine Reise in die Dys- und Utopien der Geschichte der Science-Fiction und des Cyberpunks. Für heute stellt er eine gefährliche Stagnation dieses Genres fest. Leben wir bereits in einer Dystopie, bzw. sind wir am Ende der Utopien angelangt? „Diese Stagnation der Science-Fiction ist gefährlich, denn sie verhindert, dass die Technik-Erzählung über den Status quo hinaus geht: Man hätte es nicht mehr mit dem Ende der Geschichte zu tun, sondern mit dem Ende der Geschichten.“ Hack postuliert dagegen ein neues Feld der Utopie, das unsere „zerbrochene Kultur“ erneuere, also über das Bestehende hinausgehe.</p>
<h3><a href="http://www.netzpiloten.de/internet-der-dinge-die-black-box-in-unserem-zuhause/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Nutzen des Internets der Dinge</a></h3>
<p>Katharina Große von den Netzpiloten misst das Potential des sogenannten „Internet der Dinge“ aus und stellt fest, dass unser vernetzter Alltag zu einem großen Teil automatisch abläuft und dadurch von uns nicht kontrolliert werden kann. Sie fordert stattdessen die Transparenz darüber, welches Gerät welche Daten sammelt sowie ein Recht, das Sammeln von Daten durch Geräte abzulehnen.</p>
<h3><a href="http://www.cicero.de/salon/edward-snowden-verrat-ist-demokratien-nicht-legitim/57062" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verrat in Demokratien</a></h3>
<p>Zum Abschluss der Presseschau ein Text, indem das Wort „Internet“ nicht ein einziges Mal vorkommt – der also den engeren Themenkreis der Netzpolitik in die verschlungenen Pfade der Ideengeschichte verlässt. Führt Whistleblowing nicht zu mehr Transparenz und damit zu mehr Demokratie? Matthias Zimmer präsentiert uns eine spannende Untersuchung der demokratischen Legitimität des Verrats. „Ist Verrat in Demokratien legitim?“ Lesen Sie selbst!<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Der Staat wird zur Firma &#8211; Digitale Presseschau 47/2013</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2013 14:53:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[„Der Staat wird zur Firma, die Firma zum Staat“, schreibt Lukas Franke in seinem Bericht über das Einreiseverbot in die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Der Staat wird zur Firma, die Firma zum Staat“, schreibt Lukas Franke in seinem Bericht über das Einreiseverbot in die USA, das ihm die Homeland Security auferlegt hatte. In Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung verschwimmen die Grenzen zwischen den Nationalstaaten sowie zwischen Staaten und Konzernen. Im Recherche-Projekt „Geheimer Krieg“ legen JournalistInnen diese Verbindungen zwischen den Geheimdiensten verschiedener Länder und privaten Sicherheitsfirmen offen. Sollten wir also unsere Kommunikation verschlüsseln? Können sich schließlich nur privilegierte Männer Post-Privacy leisten? Wie kann das Große Datensammeln auch positiv genutzt und gegen Missbrauch geschützt werden? Und können wir uns sogar mit einer anonymen elektronischen Währung vom globalen Geldsystem emanzipieren? Ein paar Antworten zu diesen Fragen finden Sie diese Woche in der Digitalen Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=RdNa9yeN6Zg&amp;hd=1<b><br />
</b>Arte Tracks: NSA-Skandal. Wer sind die aktiven NSA-Gegner? Mit der League of Heros, Juli Zeh, Hauke Laging u. a.</p>
<h3><a href="http://www.boeckler.de/44711_44725.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Your status has changed</a></h3>
<p>Digitale Überwachung ist ein schwer zu verbildlichendes Phänomen. Es braucht keine ausgeschnittenen Löcher in Zeitungen mehr, damit der Akt der Überwachung für die Überwachten verdeckt bleibt. Auch die Folgen sind für die meisten Menschen schwer zu fassen, reichen aber mutmaßlich von der mehr oder minder bewussten Schere im Kopf bis zur Fremdsteuerung durch Konsum. In dem Magazin „Mitbestimmung“ der Hans-Böckler-Stiftung berichtet Lukas Franke, wie ihm die Einreise in die USA kurzfristig verweigert wurde. Er zeigt auf, dass für Menschen, die gegen bestehende Machtstrukturen arbeiten, die Folgen der Überwachung sehr schnell sehr konkret werden können.</p>
<h3><a href="http://www.carta.info/66997/muss-deutschland-den-fluchtling-edward-snowden-schutzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Asyl ist politische Frage</a></h3>
<p>Seit er im Juni anfing, die NSA systematisch bloßzulegen, bekommt Edward Snowden die Macht des Überwachungsapparates als Exilant in Russland zu spüren. Sein Aufenthalt dort sollte temporär bleiben. In Deutschland ist der politische Wille der Regierung zur Aufnahme Snwodens jedoch nicht vorhanden. Auf Carta legt Christoph Tometten die juristischen Grundlagen eines Asyls für den Whistleblower dar. Sein Fazit: Juristisch gesehen sei es möglich, Initiative und Entscheidung verblieben aber letztendlich bei der Exekutive. Damit sei es primär eine politische Frage und Tometten schließt mit der Aufforderung, diese im Sinne Snowdens aktiv mitzugestalten.</p>
<h3><a href="http://www.geheimerkrieg.de/#entry-5-5598-das-projekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unbeteiligte Komplizen</a></h3>
<p>Welche Rolle haben die Bundesregierung und deutsche Sicherheitsapparate im Überwachungskomplex? Deutschland gehört zwar nicht zu den „Five Eyes“, dem engsten Geheimdienstkreis um die USA. Aber die unfähige Opferrolle, wie sie auch im Aufschrei um die Abhörung von Angela Merkels Handy zum Ausdruck kommt, passt offensichtlich auch nicht: Seit eineinhalb Jahren recherchieren Journalisten der Süddeutschen Zeitung und des NDR zu US-Geheimdienststrukturen in Deutschland und ihren Verbindungen zum deutschen Geheimdienst und der Bundesregierung. Auch eine <a href="http://www.ndr.de/geheimer_krieg/geheimerkrieg215.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sondersitzung des Bundestags</a> soll sich in der nächsten Woche damit befassen. Auf einer eigenen Homepage, die sich noch im Beta-Studium befindet, präsentiert das Journalisten-Team ihre Ergebnisse: Deutschland ist aktiv und mitten drin im „Geheimen Krieg“.</p>
<h3><a href="http://www.netzpiloten.de/verschlusselung-opium-furs-volk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Suppe ein wenig versalzen</a></h3>
<p>Ist Verschlüsselung der Kommunikation eine Form des digitalen Widerstands angesichts omnipräsenter Überwachung? Oder ist sie Innenminister Friedrich als neoliberales Opium für das Volk dienlich? Auf netzpiloten.de geht Katharina Große dieser Frage systematisch und pragmatisch nach: Theoretisch komme die NSA an alle noch so gut verschlüsselten Informationen, jedoch könne Verschlüsselung den Aufwand soweit erhöhen, dass die NSA nicht mehr einfach alles abgreifen kann. Demnach könne Verschlüsselung einen Großteil der Kommunikation schützen. Dies gelte allerdings nicht für Personen, an denen die NSA sehr großes Interesse hat, wie z. B. Angela Merkel. Für sich findet die Autorin schlussendlich einen Kompromiss zwischen Aufwand und Widerstand: „Lieber eine etwas weniger sichere Verschlüsselung, als gar kein Widerstand“.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/viktor-mayer-schoenberger-ueber-big-data-daten-sammeln-ist-richtig-1.1817452" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Data als revolutionäre Chance</a></h3>
<p>Big Data kann auch gut sein. Das ist die Grundaussage von Viktor Mayer-Schönberger, der vor kurzem auch ein <a href="http://politik-digital.de/buchrezension-big-data-mehr-als-grosse-datenmengen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch</a> zu dem revolutionären Potenzial des Großen Datensammelns geschrieben hat. Im Interview auf süddeutsche.de plädiert er, über NSA &amp; Co. nicht das Potenzial von Big Data zu vergessen, die Komplexität der Welt so akkurat wie noch nie darzustellen. Gerade im medizinischen Bereich gebe es viele Chancen einer positiven Anwendung. Allerdings sieht Mayer-Schönberger auch die Gefahren: Wenn auf Ursachen geschlossen und das Verhalten von Menschen vorhergesagt werde, dann führe das schnell zu Missbrauch.</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2013/11/19/bargeldlose-gesellschaft-das-ende-vom-geld-wie-wir-es-kennen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das bloße Geld</a></h3>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/bitcoins-virtuell-unkontrolliert-wertvoll-1.1822097" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bitcoins</a> sind immer verbreiteter und Kredikarten werden durch das neue Start-Up „Coin“ auf ihren rein elektronischen Charakter reduziert. Laut Martin Weigert steuern wir auf die bargeldlose Gesellschaft zu. Nachdem der Geldwert erst die Bindung zum Wert des Materials und dann zu den Goldreserven der USA verloren hat, sind Bitcoins nun unabhängig von Staaten und Banken digital schürfbar. Allerdings können sie auch Objekt massiver Spekulationen werden. Sind Bitcoins nicht eher <a href="http://www.neunetz.com/2013/11/19/volatilitat-von-bitcoin-zeigt-dass-es-naher-an-gold-als-an-anderen-wahrungen-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vergleichbar mit Gold</a> als mit Geld? Was bedeuten diese Entwicklungen für unser Verständnis von Geld? Und was bedeuten sie für unsere Anonymität?</p>
<h3><a href="http://sanczny.blogsport.eu/2013/11/21/das-postprivate-ist-politisch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Privileg Post-Privacy</a></h3>
<p>Das Konzept des Post-Privaten will emanzipative Antworten auf die Unkontrollierbarkeit von Daten im Internetzeitalter geben und so das Private politisieren. In einem Blog-Eintrag kritisiert Sanczny die Unreflektiertheit der meist männlichen und weißen Vertreter der Post-Privacy Bewegung. Durch deren privilegierte Positionen könnten sie erst das Private offenlegen und würden damit auch noch eine gesellschaftliche Normalisierung ihrer spezifischen Ansichten betreiben. Die Freiheit der Post-Privacy-Anhänger basiere daher darauf, dass die Privatsphäre der Anderen zu deren persönlichen, privaten Problem werde.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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			</item>
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		<title>Buchrezension: Big Data – Mehr als große Datenmengen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2013 16:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Mayer-Schönberger]]></category>
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					<description><![CDATA[„Big Data“ &#8211; Assoziationen zum globalen und ungezügelten Datensammeln verschiedenster Sicherheitsorgane sind bei diesem Schlagwort aktuell wohl naheliegend, wenn nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Data_RSS-flows.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-134288" alt="Data_RSS flows" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Data_RSS-flows.jpg" width="640" height="400" /></a>„Big Data“ &#8211; Assoziationen zum globalen und ungezügelten Datensammeln verschiedenster Sicherheitsorgane sind bei diesem Schlagwort aktuell wohl naheliegend, wenn nicht zwangsläufig. Soeben ist die deutschsprachige Übersetzung eines gleichnamigen Buches zur Geschichte dieses Phänomens erschienen. &#8220;Big Data. Die Revolution, die unser Leben verändern wird&#8221; klärt die Begrifflichkeit, zeigt die aktuell diskutierten Risiken und Chancen eines netzpolitischen „Kampfbegriffs“ auf und verdeutlicht, dass Big Data mehr ist als große Datenmengen.<br />
Terabytes, Petabytes, Exabytes &#8211; es sind nicht allein diese kaum noch vorstellbaren zahlenmäßigen Dimensionen, es ist zusätzlich der zeitliche Horizont, eine in dem Buch beschriebene immer schnellere Entwicklung, die dem Leser das Ausmaß des Umbruchs auf gut 250 Seiten immer wieder eindrucksvoll vor Augen führt.<br />
<figure id="attachment_134283" aria-describedby="caption-attachment-134283" style="width: 172px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Cover-Big-Data.-Die-Revolution.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-134283  " alt="Cover - Big Data. Die Revolution" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Cover-Big-Data.-Die-Revolution.jpg" width="172" height="NaN" /></a><figcaption id="caption-attachment-134283" class="wp-caption-text">Die Autoren:<br /><strong>Viktor Mayer-Schönberger</strong> (*1966) ist habilitierter Jurist am Oxford Internet Institute, gründete 1986 die Software-Firma Ikarus und ist beratend tätig für Regierungen, Unternehmen und internationale Organisationen.<br /><strong>Kenneth Cukier</strong> ist Data-Editor beim Economist und verfolgt seit 2010 die Entwicklungen im Bereich Big Data.</figcaption></figure><br />
Die Geschichte des Computers wird, so viel sei vorweggenommen, nicht nacherzählt. Gleichwohl werden, was gerade Fachfremden einen schnellen Einstieg ermöglichen mag, immer wieder historische Anknüpfungspunkte oder Alltagsbegebenheiten zur Erklärung herangezogen. Ausgehend von Entwicklungen in den Naturwissenschaften, der Astronomie und der Genforschung sind die Fragestellungen, entlang derer man Big Data verwerten kann, seit der Jahrtausendwende stetig fortentwickelt worden – und heutzutage mehr und mehr Grundlage für die Entscheidungen von Militär, Regierungsorganisationen und Privatwirtschaft. Neben der historischen Entwicklung sind es vor allem die Kapitel zwei und drei, in denen die Autoren Viktor Mayer-Schönberger und Kenneth Cukier darlegen, dass die Verwendung und Auswertung großer Datenmengen vor allem ein neues Paradigma der Analyse mit sich gebracht hat.</p>
<h3>„Drei große Umwälzungen“</h3>
<p>Analogien zum eingangs bereits erwähnten geheimdienstlichen Datensammeln sind, soviel wird bereits nach wenigen Seiten deutlich, unscharf, wenn nicht sogar irreführend.<br />
Neben dem Sammeln von extrem großen Datenbeständen umfasst das Phänomen Big Data nämlich vor allem die Analyse bereits bestehender großer Datenbestände – und die ist meist durch ein neues Erkenntnisinteresse motiviert. Von „drei großen Umwälzungen“, die durch Big Data hervorgerufen würden, schreiben die Autoren in diesem Zusammenhang. Dies sei zunächst die Analyse von sehr großen Datenmengen, bezogen auf ein Problem oder eine konkrete Fragestellung. Zudem sei es die Bereitschaft der Anwender, eine gewisse Unschärfe in der Analyse zu akzeptieren. Und drittens sei es der damit zusammenhängende „Respekt vor Korrelation“, statt einer permanenten Suche nach Kausalität bei der Analyse bestimmter Sachverhalte.</p>
<blockquote><p>„Big Data ist das, was man in großem, aber nicht in kleinem Maßstab tun kann, um neue Erkenntnisse zu gewinnen oder neue Werkzeuge zu schaffen, so dass sich Märkte, Organisationen, die Beziehungen zwischen Bürger und Staat und vieles mehr verändern.“</p></blockquote>
<p>Das in der englischsprachigen Originalausgabe unter demselben Titel publizierte Werk ist in zehn Kapitel gegliedert und am Ende mit zahlreichen weiterführenden Anmerkungen und Literaturhinweisen versehen. Die Lektüre zeigt vor allem: Die beiden renommierten IT-Experten Viktor Meyer-Schönberger und Kenneth Cukier vermeiden, auch wenn sie sich Wertungen nicht verschließen, vorschnelle Skandalisierungen oder Schlussfolgerungen. Gleichwohl wird eindrücklich vor einer „Diktatur der Daten“ gewarnt und skizziert, was passieren kann, wenn administrative oder ökonomische Entscheidungen nur noch die schiere Masse an Daten zur Grundlage haben.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Big Data ist für die beiden Autoren kein Phänomen der technischen Welt. Es ist ein Terminus, der unser zukünftiges Zusammenleben epochal zu prägen beginnt. Dies wird deutlich, wenn gegen Ende des Buches davon die Rede ist, dass „die Informationsgesellschaft dem Versprechen ihrer Bezeichnung endlich gerecht wird.“<br />
Die gelungene Übersetzung sowie vor allem eine verständliche, entlang lebenspraktischer Beispiele orientierte Sprache machen das im Münchner Redline-Verlag erschienene Buch nicht nur für „Nerds“ und Cyber-Pessimisten zu einer anregenden Lektüre. Immer wieder wird durch anschauliche Bezüge auf die Geschichte die Digitalisierung in ein Verhältnis gesetzt, das das Phänomen „Big Data“ wenn schon nicht fassbar, so doch zumindest annähernd vorstellbar macht.<br />
<em>Viktor Mayer-Schöneberger, Kenneth Cukier: Big Data. Die Revolution, die unser Leben verändern wird, 304 Seiten, Redline Verlag, ISBN 978-3-86881-506-1, 24,99 €.</em><br />
&nbsp;<br />
Interview mit Viktor Mayer-Schöneberger auf Zeit Online: <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2013-11/big-data-mayer-schoenberger/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Big Data zeigt uns die Welt, wie sie wirklich ist&#8221;. (02.11.2013)</a><br />
Kenneth Cukier bei Talks at Google: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bYS_4CWu3y8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Data: A Revolution That Will Transform How We Live, Work, and Think. (05.03.2013)</a><br />
&nbsp;<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/samuel-huron/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Samuel Huron</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-ND 2.0</a>),<br />
Cover: (C) <a href="https://www.m-vg.de/redline/shop/article/3116-big-data/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Redline Verlag</a></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Erinnern vs. Vergessen im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simone Schiedchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 20:24:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[bpb]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Mayer-Schönberger]]></category>
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					<description><![CDATA[Erinnern online. Auschwitz bei Facebook, das Anne-Frank-Haus virtuell und ein Tweet aus dem
Holocaust Memorial Museum in Washington. Sieht so die neue Art des Erinnerns aus? politik-digital.de hat über das Thema Erinnern und Vergessen im Netz mit <a href="http://www.oii.ox.ac.uk/people/?id=174" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Viktor Mayer-Schönberger</a> und <a href="http://www.memorama.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erik Meyer</a> gesprochen.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnern online. Auschwitz bei Facebook, das Anne-Frank-Haus virtuell und ein Tweet aus dem<br />
Holocaust Memorial Museum in Washington. Sieht so die neue Art des Erinnerns aus? politik-digital.de hat über das Thema Erinnern und Vergessen im Netz mit <a href="http://www.oii.ox.ac.uk/people/?id=174" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Viktor Mayer-Schönberger</a> und <a href="http://www.memorama.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erik Meyer</a> gesprochen.</p>
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<a href="http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/153614/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/digitalmemory.png" width="194" align="left" height="206" /></a>In der vergangenen Woche fand in Berlin die internationale Konferenz „<a href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/EB66Q1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">httpast://digitalmemoryonthene</a>t“ statt, veranstaltet von der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek und 3sat Kulturzeit. Dazu waren Experten aus dem universitären, musealen und journalistischen Bereich eingeladen. Diskutiert wurde darüber, wie digitale Medien zunehmend Einfluss auf das historische Verständnis haben und somit neue Zugänge des Erinnerns und der Vermittlung von Geschichte ermöglichen.
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Einigkeit herrschte auf der Berliner Konferenz darüber, dass das Internet vielfältige neue Zugangsweisen zu zeitpolitischen Themen im Unterricht schafft. Dr. Erik Meyer, Politikwissenschaftler an der Justus-Liebig-Universität Gießen, referierte zum Thema „Crowdsourced Memory“ im Rahmen der Session „Erinnerungskulturen online – Webseiten und Bildungsangebote im Internet“. Er sieht ein großes Potenzial für die politische Bildung, wenn „eine Verbindung von historischem Lernen und der Vermittlung von Medienkompetenz“ realisiert wird. Meyer äußerte sich weiter gegenüber politik-digital.de: „Das Internet als Gedächtnismedium weist die Möglichkeit auf, dass die Speicherung von Daten mit ihrer Verbreitung tendenziell zusammenfällt“. Eine Selektion von Beiträgen nach ihrer Relevanz falle somit weg. Weniger positiv sieht Viktor Mayer-Schönberger, Professor für Internet Governance und Regulierung am Oxford Internet Institute, den Nutzen des Internet für die Erinnerungskultur. Für ihn birgt das Netz neben den Chancen auch Gefahren, da es als Folge der De- und Rekontextualisierung von Inhalten durch Suchmaschinen und eine Anordnung unabhängig von der Zeit niemals neutral sei. Er verweist hier auf die <a href="http://de.inforapid.org/index.php5?search=Melvin%20Kranzberg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kranzbergschen Gesetze</a>.
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Notwendig ist in diesem Zusammenhang auch die Unterscheidung zwischen “privat“ und „öffentlich“: Bei der privaten Nutzung des Internet und der sozialen Medien stehe der Verbraucher selbst in der Verantwortung, zu entscheiden, was er veröffentlicht, so Meyer. Für alle anderen Daten, die von öffentlichem Interesse seien, sollte es jedoch eine Archivierungsmöglichkeit geben. Meyer weiterhin: „Vergessen werden doch alle die Daten, so könnte man argumentieren, die nicht aufgerufen werden&#8230;“, es stehe hier also nicht primär das Vergessen im Vordergrund, sondern der Aspekt der „Aufmerksamkeitsökonomie“. 
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Wie könnte eine Umsetzung des Vergessens im Internet aussehen?</b><br />
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Das Bundesministerium des Innern hat in der vergangenen Woche einen Ideenwettbewerb zum Thema &quot;<a href="http://www.vergessen-im-internet.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vergessen im Internet</a>&quot; ausgerufen, mit dem es Lösungen für die permanente Verfügbarkeit von Daten im Internet finden will. Viktor Mayer-Schönberger sieht darin einen Beleg dafür, dass die Problematik und die ernsthafte Auseinandersetzung in der Politik angekommen sind. Andere Beispiele für Initiativen, die das Phänomen des Vergessens im Netz thematisieren, sei etwa die Ankündigung der EU-Kommission, die EU-Datenschutzrichtlinie durch Aufnahme eines Rechts auf Vergessen zu ergänzen, sagte Mayer-Schönberger. „Wichtig ist, dass wir nicht die perfekte technische Lösung im Auge haben dürfen. Wenn es beispielsweise gelänge, Google und Facebook dafür zu gewinnen, dass Nutzerinnen und Nutzer auf ihren Webseiten und beim Posten auf Facebook ein Ablaufdatum eingeben könnten und Google und Facebook dieses respektieren würden“, so der Oxforder Professor, sei schon eine Menge gewonnen. Sogar die technische Infrastruktur dafür sei schon gegeben: „Für Webseiten gibt es bereits einen Ablaufdatums-Metatag von Google, den Google bloß ernst nehmen muss“, führt Mayer-Schönberger aus.
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<b>Fazit:</b><br />
Erinnern und vergessen gehörten schon immer zum Menschen und es wurden schon immer externe Speicher genutzt, wie Malerei und Schrift. Im digitalen Zeitalter wird das Internet zu diesem Speicher mit der Besonderheit, dass sich jeder einbringen kann und ein globaler Austausch ermöglicht wird. Die Aufgabe der Gesellschaft und jedes Einzelnen ist es, sich zu entscheiden, welche Form der Erinnerungskultur für ihn Gültigkeit haben soll.</p>
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