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	<title>Virtual Reality &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Smart Cities &#8211; Teil 1: Rio de Janeiro</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Herrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jul 2018 09:50:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
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		<category><![CDATA[Data Crowdsourcing]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff „Smart City“ suggeriert westlichen Wohlstand und kostspielige Investitionen. Die App „Smart Favela“ zeigt, dass auch weniger wohlhabende Gebiete [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Rio.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-154889 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Rio.png" alt="Blick auf Rio de Janeiro, ASSY via Pixapay, CC0, bearbeitet. Manuchi via Pixabay, CC0, bearbeitet." width="640" height="350" /></a>Der Begriff „Smart City“ suggeriert westlichen Wohlstand und kostspielige Investitionen. Die App „Smart Favela“ zeigt, dass auch weniger wohlhabende Gebiete von neuen Technologien profitieren können. Eine interaktive, dreidimensionale Stadtkarte ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern in den Slums der brasilianischen Großstadt, aktiv und basisdemokratisch an der Entwicklung ihrer Stadt mitzuwirken.</p>
<p>Egal an welchen Ort der Welt wir reisen, der Kartendienst unseres Smartphones ermöglicht uns direkte Orientierung vor Ort, unabhängig von Landessprache oder Stadtkenntnissen. Dank Google Maps wissen wir immer, wo wir uns gerade befinden und wie lange der Supermarkt um die Ecke heute noch geöffnet hat. Auch Wirtschaft und Politik profitieren von den Kartendiensten privater Anbieter. Dass Großmächte wie Google und Co. noch nicht alle Ecken und Enden dieser Erde kartographiert haben, erscheint gerade deshalb aus europäischer Perspektive kaum vorstellbar. Der erste Artikel unserer Sommerreihe stellt daher ein Projekt aus Rio de Janeiro vor, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Stadtentwicklung mit Hilfe von interaktiven Kartendiensten zu demokratisieren. Das Projekt zeigt, wo Großkonzerne in Sachen Stadtplanung an ihre Grenzen stoßen und weshalb das Konzept „Smart City“ auch in weniger wohlhabenden Gebieten funktionieren kann.</p>
<h3>Nicht kartographierte Gebiete bleiben Niemandsland</h3>
<p>In Rio de Janeiro leben schätzungsweise 30% der Bevölkerung in sogenannten Favelas, den Slums der Stadt. Trotzdem wurden bis 2014 nur etwa 0,001% Prozent der Favelas kartographiert. Zahlreiche kleine Gassen, unentdeckte Abkürzungen und provisorische Unterkünfte prägen das Bild der Favelas als undurchdringbares Dickicht des Großstadtdschungels. Die soziale Spaltung der Bevölkerung Brasiliens macht sich demnach auch auf der Stadtkarte bemerkbar. Gebiete, die als schwarzer Fleck auf der Karte erscheinen, bleiben unsichtbar. Die fehlende Präsenz der Favelas auf den Karten steht dabei stellvertretend für das fehlende Bewusstsein über die Bedürfnisse ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Ein Gebiet, in dem weder Straßennamen, Kanalisation oder Orte der medizinischen Erstversorgung erfasst sind, bietet wenig Aufschluss darüber, wie die Situation der Menschen vor Ort verbessert werden kann. Dass ein Großteil der Bevölkerung in den Favelas mit dem eigenen Smartphone online ist, könnte jetzt genau das ändern. Denn auch wenn es an vielen grundlegenden Dingen wie Infrastruktur oder Wasserversorgung noch immer mangelt, das Smartphone zählt mittlerweile auch in den Slums zu den grundlegenden Helfern des Alltags.</p>
<h3>Stadtplanung als Virtual Reality Game</h3>
<p>Die Initiative „tá no mapa“ (zu Dt.: Es ist auf der Karte) versuchte bereits vor einigen Jahren, gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Favelas umfassende Karten der Regionen zu erstellen. Das französische Tech-Start-Up „toolz“ wagt sich mit der <a href="http://www.toolz.fr/uk/en_EN/projet_en.php?inc_smart_favela_en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">App „Smart Favela“</a> noch einen Schritt weiter. Mit Hilfe ihres Smartphones können die Bewohnerinnen und Bewohner der Favelas selbst aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitwirken. Die App bildet einen digitalen Avatar der Favela ab, der alle Details dreidimensional wiedergibt.</p>
<figure id="attachment_154891" aria-describedby="caption-attachment-154891" style="width: 305px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Favela-Screenshot.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-154891 size-medium" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smart-Favela-Screenshot-305x225.jpg" alt="Smart Favela Screenshot" width="305" height="225" /></a><figcaption id="caption-attachment-154891" class="wp-caption-text">Anwohnerinnen und Anwohner können direkt in der App über neue Investitionen abstimmen.</figcaption></figure>
<p>Doch die Gebiete sollen im Gegensatz zu vorangegangenen Projekten nicht vorrangig kartographiert, sondern mit Hilfe von „Smart Favela“ interaktiv gestaltbar werden. Stadtplanerinnen und Stadtplaner können zukünftige Investitionen innerhalb des 3D-Models problemlos visualisieren. Diese werden dann von der Bevölkerung in der App bewertet. Anwohnerinnen und Anwohner erhalten so die Möglichkeit, Anregungen oder Kritik zu üben oder selbst Vorschläge für neue Projekte einzureichen. Konzipiert ist die App in Anlehnung an ein Virtual Reality Game, in dem spielerisch ausprobiert werden kann, in welche Richtung sich eine Stadt effektiv entwickelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>„Smart Favela“ ermöglicht Teilhabe und Entscheidungsfreiheit</h3>
<p>Als die brasilianische Regierung vor wenigen Jahren in teure Seilbahnen investierte, die über die Favelas schwebten, zeigte sich die lokale Bevölkerung wenig beeindruckt. Der Vorwurf, lieber in prestigeträchtige Projekte zu investieren anstatt in die Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort, wurde laut. Auch ein Versuch des Anbieters Google Maps, die Favelas von Rio zu kartographieren, traf auf wenig Unterstützung in der Bevölkerung. Der Konzern hatte Straßen beispielsweise in Eigeninitiative benannt und sorgte so für erhebliche Missverständnisse. Im Gegensatz zu bisherigen Versuchen, Gebiete wie die brasilianischen Favelas zu kartographieren, bezieht die „Smart Favela App“ erstmals die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in den Gestaltungsprozess ihrer Heimat mit ein. Die Möglichkeit Vorschläge einzureichen schafft dabei ein besseres Bewusstsein für die Probleme der Anwohnerinnen und Anwohner. Zudem schafft die App, was bisher keinem der Großprojekte Rio de Janeiros gelang: Legitimation. Die Einbindung der Bevölkerung sorgt so auf simple Weise letztendlich auch für eine größere Akzeptanz der neuen Investitionen.</p>
<h3>Data Crowdsourcing als Zukunftsmodell?</h3>
<p>Viele Projekte, die die Städte von morgen intelligenter und digitaler machen sollen, stoßen schon heute auf erhebliche Finanzierungsprobleme. Die Währung, an der es mangelt, ist dabei nicht immer Geld, auch Daten sind knapp. Große Technikkonzerne verfügen sowohl über die finanziellen Mittel, als auch über zahlreiche Userdaten – beides erscheint unerlässlich, um Innovation zu schaffen. Der Ansatz des „Data Crowdsourcing“ erfreut sich deshalb nicht nur bei den Macherinnen und Macher der „Smart Favela“-App großer Beliebtheit. Dabei werden die Daten dort erhoben, wo sie entstehen: bei den Benutzerinnen und Benutzern einer Anwendung. Einfacher gesagt, unter „Data Crowdsourcing“ versteht man den Aufbau eines Datensatzes mit Hilfe einer großen Gruppe an Helferinnen und Helfern, die den Datensatz auf freiwilliger Basis nach eigenem Wissenstand optimieren und ergänzen.</p>
<p>Auch wenn „Data Crowdsourcing“ das Problem der Finanzierung zu schmälern weiß, so bleibt der Datenschutz der Benutzerinnen und Benutzer ein Problem. Unabhängig von der Quelle der Daten stellt sich die Frage, wie genau der digitale Avatar der Stadt beispielsweise privates Eigentum abbildet. Wie genau bildet die App meinen Hinterhof ab, wenn dieser an eine öffentliche Straße anschließt? Auch wenn sich mittlerweile andere Großstädte, wie beispielsweise Paris oder Bordeaux, interessiert an der „Smart Favela“ App zeigen, bleibt Datenschutz eine der zentralen Herausforderungen des Pilotprojektes. Das Prinzip des Data Crowdsourcing birgt trotzdem Zukunftspotential. Spätestens seit der Erfolgsgeschichte von Wikipedia steht außer Frage, dass Schwarmwissen in den unterschiedlichsten Kontexten gewinnbringend eingesetzt werden kann. Auch für die „Smart City“ bietet sich hier also eine Chance. Besonders da große Teile der Bevölkerung vielen neuen Entwicklungen in ihrem direkten Lebensumfeld noch immer skeptisch gegenüberstehen, bieten neue Formen des Feedbacks Chancen für einen verbesserten Austausch. Geplante Projekte könnten mit Hilfe von Virtual Reality beispielsweise erfahrbarer werden und auch Feedback könnte einfacher integriert werden. Hier bietet sich zumindest theoretisch die Chance, den Menschen mit Hilfe von Technik verstärkt in die Entwicklungen einzubinden, die sein direktes Lebensumfeld betreffen. Ob wirklich alle Bewohnerinnen und Bewohner offen wären, ein solches Angebot auch zu nutzen, ist dabei allerdings nicht gegeben.</p>
<p><em><strong>Teil 2 befasst sich mit einem <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-2-kopenhagen-154895/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digitalen Marktplatz für öffentliche und private Daten in Kopenhagen</a>. Die weiteren Stationen auf unserer Smart-City-Reise sind: <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-3-dubai-154901/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dubai</a>, <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-4-wien-154912/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wien</a> und <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-teil-5-santander-154917/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Satander</a>. Zum Übersichtsartikel geht es <a href="https://politik-digital.de/news/smart-cities-eine-reise-durch-die-stadte-von-morgen-154873/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</strong></em></p>
<hr />
<p>Titelbild: ASSY via <a href="https://pixabay.com/de/rio-de-janeiro-blick-auf-corcovado-1145762/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet. Manuchi via <a href="https://pixabay.com/de/hintergrund-zusammenfassung-linie-2462431/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p>Bild im Text: Screenshot toolz.fr</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Unsere Zukunft mit Virtual Reality</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Judith Alms]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2016 14:48:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Virtual Reality]]></category>
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					<description><![CDATA[Man kann sich einen Film anschauen, der einen fröhlich, traurig oder ängstlich stimmt. Die eigenen Probleme vergessen und in der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Virtual-Reality-CC-BY-2.0-flickr.com_.jpg" rel="attachment wp-att-126710"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148550 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Virtual-Reality-CC-BY-2.0-flickr.com_.jpg" alt="" width="640" height="280" /></a>Man kann sich einen Film anschauen, der einen fröhlich, traurig oder ängstlich stimmt. Die eigenen Probleme vergessen und in der Television versinken. Was ändert sich, wenn aus Television Telepräsenz wird? Was kann Virtual Reality bis heute und wie wird es möglicherweise weitergehen?</p>
<p>Plötzlich bist du in einem Dorf im Kongo. Du schaust dich um, siehst ein paar Kinder spielen. Neben dir stehen zwei Lehmhütten. Jemand kommt auf dich zu. Du hast ihn nur aus dem Augenwinkel gesehen. Er geht ganz dicht an dir vorbei und auf die Kinder zu. Sie sprechen miteinander. Erst jetzt siehst du das Maschinengewehr auf seinem Rücken. Niemand geht auf dich ein. Niemand sieht dich. Denn in Wirklichkeit bist du gar nicht da.</p>
<p>Ich nehme die Brille ab und komme wieder in Berlin an. Ich sitze auf einem Stuhl auf einer Veranstaltung im <a href="http://www.basecamp.info/">Telefónica Basecamp</a> zu Virtual Reality (VR). Eine Viertelstunde später unterhalten sich vier Referenten auf einer Podiumsdiskussion über die Möglichkeiten, die diese Technik mit sich bringt. Unter ihnen ist Julia Leeb, die den Film gedreht hat, den ich mir gerade in 360° angeschaut habe.</p>
<h3>Virtual Reality heute</h3>
<p>Die Diskussion birgt für mich keine großen neuen Erkenntnisse. Virtual Reality ist nicht neu. Es gibt die Möglichkeit seit den 80er Jahren. Der Unterschied von damals zu heute besteht darin, dass die Technik heute erschwinglich geworden ist. Fast jeder besitzt ein Smartphone und viel mehr benötigt man gar nicht mehr um VR zu erleben. Eine Brille kann man sich für 3€ online kaufen. Die besseren Modelle sind natürlich teurer.</p>
<p>Während auf dem Podium weiter debattiert wird, drängt sich mir immer wieder die Frage auf, wie realistisch dieses Szenario ist. Wird sich VR dieses Mal wirklich durchsetzen? Werden wir tatsächlich in einigen Jahren alle allein in unseren Wohnungen sitzen und jeder schaut durch seine Brille, die Realität an, die er sich gerade wünscht?</p>
<p>Die Goldman Sachs Group scheint daran zu glauben. Sie haben vorausgesagt, dass der Markt für VR eines Tages genauso groß sein wird, wie der für Smartphones heute schon ist. Auch Mark Zuckerberg scheint daran zu glauben. Facebook kaufte nicht nur vor 2 Jahren das VR-Start-Up Oculus, sondern kooperiert nun auch mit Samsung, um die Technologie endlich in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Auch Julia Leeb glaubt daran.</p>
<h3>Welche wird die schöne neue VR-Welt?</h3>
<p>Eins ist sicher: Die Utopie von Zuckerberg ist gänzlich verschieden von dem Traum, den die junge Frau auf dem Podium vor Augen hat. Im einen geht es um Geld und Marktanteile, man denkt an die Möglichkeiten, die die Technologie bietet: Die Nutzer müssen sich ihre Filme, Serien und Computerspiele nicht mehr angucken. Sie könne mittendrin sein, es miterleben. Wenn man am Körper noch einige Sensoren anbringt, die beispielsweise die Herzfrequenz messen, können sogar die Gefühle des Nutzers den Verlauf mitbestimmen. Je personalisierter, desto besser. Je personalisierter, desto teurer.</p>
<p>Die Kriegsberichterstatterin Julia Leeb ist an gänzlich anderen, idealistischeren Dingen interessiert. Sie wünscht sich eine Welt, in der Vorurteile keinen Bestand mehr haben, eine Welt, in der durch VR jeder jederzeit überall sein kann. Wo „der Texaner auf dem Sofa sich umdreht und hinter sich eine wunderschöne Nordkoreanerin sieht, die in anlächelt.“ So kann man sich nicht mehr davor verstecken, dass „die anderen“ doch auch einfach nur Menschen sind. In ihrer Eröffnungsrede sagte Frau Leeb: „In einem Krieg braucht man immer Feindbilder. Ich habe den Feind gesucht. Immer wieder. Gefunden, habe ich ihn nie.“ Das ist die Erfahrung, die sie durch VR mit uns allen teilen möchte. Sie möchte uns emotional ansprechen, damit wir „wach“ werden und etwas gegen das Unrecht in der Welt tun.</p>
<p>Welche der beiden Wege eingeschlagen wird, ist schwer zu sagen. Bisher ist VR noch alles und nichts. Noch sind alle Thesen Spekulationen. Was und ob etwas davon wahr wird, werden wir in einigen Jahren sehen. Doch die Anfänge sind da. Schon heute kann man auf Youtube das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=mUosdCQsMkM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben eines Flüchtlingskindes</a> miterleben oder auf der Tragfläche eines Segelfliegers <a href="https://www.youtube.com/watch?v=5rp0t-Z5x8k" target="_blank" rel="noopener noreferrer">durch die Lüfte</a> gleiten.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/nanpalmero/16237219524" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nan Palermo</a> unter Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a></p>
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