<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Virtueller Marktplatz Bayern &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/virtueller-marktplatz-bayern/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 May 2002 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Virtueller Marktplatz Bayern &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Bayern setzt auf elektronische Beschaffung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-weitere-bayern-shtml-2407/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-weitere-bayern-shtml-2407/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[wjacob]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Virtueller Marktplatz Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Dienstleistungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[E-Procurement]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Webangebot]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-weitere-bayern-shtml-2407/</guid>

					<description><![CDATA[
                      Wolfgang Jacob ist Geschäftsführer der VMB GmbH und stellt in diesem Artikel seinen virtuellen Marktplatz baynet.de vor]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Jacob ist Geschäftsführer der VMB GmbH und stellt in diesem Artikel seinen virtuellen Marktplatz baynet.de vor<!--break-->
                    </p>
<p>Als einer der deutschen Pioniere im E-Government setzt der Freistaat Bayern mit dem landesweiten Behördenportal &#8220;Virtueller Marktplatz Bayern&#8221; (VMB) einen Schritt auf dem Weg zum Dienstleistungsstaat. Denn elektronische Plattform erspart den Bürgern zwischen Alpenrand und Main mittlerweile viel Zeit und Lauferei.</p>
<p>Unter der einheitlichen Internetadresse<br />
                    <a href="http://www.baynet.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.baynet.de</a> bekommen die Bewohner des Freistaats &#8211; thematisch gegliedert &#8211; Hilfe in zahlreichen Situationen, von behördlichen Dienstleistungen über allgemeine Informationen bis hin zu kommerziellen Angeboten in der jeweiligen Region. Erklärtes Ziel des Projekts: Bürger, Behörden, Käufer, Verkäufer und Dienstleistungsunternehmen auf einer einzigen Plattform zusammenzubringen und Behörden und Unternehmen mit technologischen Lösungen zu unterstützen, um Dienstleistungs-, Einkaufs- und Verkaufsprozesse mit Hilfe des Internet einfacher und schneller zu gestalten. Zudem soll die Nutzung des Internet durch die Bürger, die Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung gezielt stimuliert werden und damit den Nutzen der neuen Technik für die Marktteilnehmer zu potenzieren. Betrieben wird diese Plattform von der VMB &#8211; Virtueller Marktplatz Bayern GmbH mit Sitz in Hallbergmoos, die vom Münchener IT-Dienstleister Siemens Business Services und der Walldorfer SAP AG zu diesem Zweck gegründet wurde.</p>
<p>Mit der Eröffnung des VMB hat Bayern auf dem Weg vom Verwaltungs- hin zum Dienstleistungsstaat einen wichtigen Schritt getan. Und zwar keineswegs zu früh: Denn laut Untersuchungen des US-Marktforschungsinstituts Forrester Research wird die Wandlung der staatlichen Aufgaben innerhalb der kommenden sechs Jahre rasant fortschreiten. Im Rahmen dieser Umstellung werden sich die Behörden zu Serviceorganisationen wandeln, die dem Bürger rund um die Uhr Leistungen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus können die Sachbearbeiter durch den Einsatz neuer Technologien von Routineaufgaben entlastet und bei den einzelnen Ämtern Kosten eingespart werden. Auch die Entwicklung einer positiven Eigendynamik und die fachliche Erweiterung, Beschleunigung und zeitliche Verkürzung von Prozessen und Arbeitsvorgängen sind Bestandteil dieses Wandels. Übergreifend wird diese neue Dimension in der Dienstleistung der öffentlichen Verwaltung im internationalen Sprachgebrauch als &#8220;one-stop-government&#8221; bezeichnet. So soll der Virtuelle Marktplatz Bayern nicht nur zur Verbesserung des Bürgerservice im Freistaat beitragen, sondern auch die verwaltungsinternen Abläufe beschleunigen. Zum Beispiel im Beschaffungsbereich. Mit einer integrierten E-Procurement-Lösung wollen die Verantwortlichen erhebliche Kosten einsparen.</p>
<p>In Bayern ist das Thema E-Procurement längst keine Neuheit mehr. Bereits 1998 wurde im Freistaat der erste Pilotversuch zur Online-Beschaffung von Toner für die Kopiergeräte der Landesbehörden gestartet, im Februar 2000 kam ein zweites Projekt im Bereich Papierbeschaffung für das Innen-, Finanz- und Landwirtschaftsministerium sowie für die Polizei und die Staatskanzlei hinzu. Mit der VOL/A-konformen Internet-Lösung für einen EU-Teilnahmewettbewerb mit nachfolgender beschränkter Ausschreibung konnte nach Angaben der Verantwortlichen durch die Bündelung der Einkaufsprozesse alleine bei den Einkaufskosten Einsparungen von 26 Prozent realisiert werden. Die Prozess- und Transaktionskosten wurden um rund 80 Prozent gesenkt.</p>
<p>Das immense Potenzial für das E-Procurement im Bereich der öffentlichen Verwaltungen ist jedoch durch die rechtlichen Besonderheiten in diesem Segment schwieriger zu realisieren. Denn im so genannten Adminstration-to-Business-Bereich (A2B) müssen anders als beim Business-to-Business (B2B) bei der öffentlichen Ausschreibung beispielsweise das Vergaberecht beachtet und im Internet entsprechend umgesetzt werden.</p>
<p>In Bayern soll die elektronische Beschaffung für die öffentliche Verwaltung künftig integraler Bestandteil der umfassenden VMB-Plattform werden. Der Freistaat will in Zukunft erhebliche Anteile der Beschaffung von nicht ausschreibungsrelevanten Materialien und Dienstleistungen über den VMB abwickeln. Dabei geht es allerdings nicht nur um den Einkauf eines Bürostuhls oder eines Wörterbuches, sondern die geplante Lösung erlaubt es künftig auch, komplexe Abläufe wie den Ausschreibungs- und Bieteprozess End-to-End-integriert mit einer Back-End-Lösung zu betreiben. Den notwendigen Investitionen in Hard- und Software durch die einzelne Verwaltung stehen längerfristig wesentlich geringere Prozesskosten gegenüber, wodurch ein relativ schneller Return of Investment möglich ist.</p>
<p>Neben den bayrischen Behörden soll auch der Mittelstand des Bundeslandes über den VMB einen günstigen und einfachen Zugang zu B2B-Lösungen und A2B-Anwendungen erhalten. Im A2B-Bereich ist auf der VMB-Plattform auch bereits eine E-Procurement-Lösung erprobt worden, die es den öffentlichen Verwaltungen ermöglicht, ihre Materialbeschaffung ins Netz zu verlagern. Dazu wurde zunächst die Beschaffung von Standardprodukten &#8211; das heißt vor allem von Bürobedarf, Toner und technischen Ausstattungsgegenständen &#8211; per elektronischem Katalog in einem sechsmonatigen Pilotprojekt erprobt, das im Januar 2002 beendet wurde. Zu den ersten Pilotanwendern gehörten unter anderem die bayerische Staatskanzlei, das Finanzministerium, die Bezirksfinanzdirektion München und das Landratsamt Pfaffenhofen. Diese Pilotphase war vor allen Dingen auch deshalb notwendig, um zu zeigen, an welchen Stellen noch Verbesserungen notwendig sind.</p>
<p>Es hat sich gezeigt, welche vielfältigen Vorteile E-Procurement-Lösungen für Beschaffer und Lieferanten haben. So konnten auf Seiten der öffentlichen Verwaltungen nicht nur die Bestellkosten gesenkt, sondern auch die bessere Vergleichbarkeit von Produktinformationen erreicht werden.</p>
<p>Aber nicht nur die Verwaltung, auch die Lieferanten profitieren unmittelbar von der Beschaffung über das World Wide Web: Die Rationalisierung der Prozesse, eine Senkung der Vertriebskosten und die Präsenz auf dem Virtuellen Marktplatz Bayern als Anlaufpunkt auch für andere potenzielle Kunden sind nur einige der positiven Aspekte. Vor diesem Hintergrund ist es denn auch nicht verwunderlich, dass man beim VMB schon weitergehende Pläne schmiedet. So soll demnächst zusätzlich gemeinsam mit dem Freistaat ein elektronisches Vergabeportal initiiert werden und längerfristig ist auch ein ganzheitlicher Beschaffungsprozess auf Grundlage der webbasierten Lösung &#8220;SAP Business-to-Business Procurement&#8221; (BBP) geplant, die sich in vorhandene SAP R/3-Systeme einbinden lässt.</p>
<p>Der Freistaat Bayern verspricht sich von der Internet-Plattform aber auch konkrete Einsparungen bei der eigenen Beschaffung. So sollen durch E-Procurement von Verbrauchsgütern die Einkaufs- und Prozesskosten um mindestens zehn Prozent abnehmen. Richtig schlank wird die öffentliche Verwaltung aber erst werden, wenn auch die elektronische Unterschrift flächendeckend etabliert ist. Seit Anfang letzten Jahres vereinfacht das Signaturgesetz das Unterschreiben ohne Tinte. Künftig wird es deshalb auch im VMB eine digitale Signatur geben, die der eigenhändigen Unterschrift entspricht. Technisch möglich macht dies ein mit dem PC verbundenes Kartenlesegerät. Um rechtsgültig zu unterschreiben, muss der Bürger dann nicht mehr den Stift zücken, sondern seine Chipkarte in das Lesegerät einlegen und die geheime PIN eintippen. Wenn die Karte zugleich die Bezahlung besorgt, werden sich auch kostenpflichtige Behördenakte bequem am heimischen Bildschirm abwickeln lassen. Denkbar ist eine Belastung per Kreditkarte oder GeldKarte, die mit einem Guthaben versehen ist.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 10.05.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-weitere-bayern-shtml-2407/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Virtueller Marktplatz Bayern: Der Motor stottert</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/virtueller_marktplatz_bayern_der_motor_stottert-575/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/virtueller_marktplatz_bayern_der_motor_stottert-575/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jbuehl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Dec 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalportal]]></category>
		<category><![CDATA[Virtueller Marktplatz Bayern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/virtueller_marktplatz_bayern_der_motor_stottert-575/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>
(Start-)Schwierigkeiten eines Vorzeigeprojekts</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><br />
(Start-)Schwierigkeiten eines Vorzeigeprojekts</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Mit vier Wochen Verzögerung ging das Prestigeobjekt der bayerischen Staatsregierung am 11.<br />
Dezember 2000 online: Unter der Domain<a href="http://www.baynet.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> http://www.baynet.de</a> befindet sich der Virtuelle<br />
Marktplatz Bayern (VMB). E-Commerce, E-Government und Events sollen unter einem<br />
weiß-blauem Dach im Internet vereint werden: bayerische Identität auch im virtuellem Raum.<br />
Ursprünglich strebte die bayerische Regierung die Woche der in München stattfindenden<br />
Fachmesse Systems Anfang November 2000 zum Start an. Doch diesen medien- und<br />
publikumswirksamen Termin konnte die VMB Virtueller Marktplatz Bayern GmbH nicht einhalten.<br />
Das Unternehmen wurde vom Konsortium &quot;Siemens Business Services/SAP Markets Europa&quot;<br />
gegründet, um den VMB zu betreiben. Die beiden Software-Riesen hatten am 31. März 2000 nach<br />
einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag erhalten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Der VMB befindet sich zwar schon im Netz, aber weite Teile des anspruchsvollen Konzepts warten<br />
noch auf ihre virtuelle Verwirklichung. Sowohl die Optimierung für den „Netscape Navigator“ als auch<br />
die Seiten in englischer Sprache werden seit vier Wochen angekündigt, stehen aber immer noch<br />
aus. Ebenso sind die Rubriken &quot;Nachrichten&quot;, &quot;Informationen&quot; sowie &quot;Urlaub und Freizeit&quot; ohne<br />
Inhalte. Der 31. März 2001 gilt jetzt als Stichtag, an dem der VMB voll funktionsfähig sein soll. Ob<br />
diese Zeitvorgabe eingehalten werden kann, hängt nicht allein von der Marktplatz GmbH ab. Mit im<br />
Boot sitzen etwa hinsichtlich E-Government die Kommunen und Landkreise, bezüglich<br />
E-Commerce und E-Business die für den Betrieb der regionalen Marktplätze zuständigen<br />
sogenannten regionalen Vermarkter. Hinzu kommt die Vielzahl der bayerischen Unternehmen und ihre<br />
Bereitschaft, Internetauftritte oder Online-Shops mit dem VMB zu koordinieren. Sie alle müssen in<br />
eine Richtung rudern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Die Marktplatz GmbH kann diese Kooperationsproblematik nur notdürftig umschiffen. Am 25.<br />
August 2000 wurde beispielsweise eine Partnerschaft mit <a href="http://www.yellowmap.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Yellowmap</a><br />
geschlossen. Dadurch sind alle bei Yellowmap verzeichneten Unternehmen beim VMB zu finden.<br />
Ob aber die Kommunen, Landratsämter und Bezirksregierungen bereit und fähig sind, bis zum 31.<br />
März virtuelle Rathäuser und interaktive Online-Verwaltungen auszubauen oder überhaupt<br />
einzurichten, darf als sehr fragwürdig betrachtet werden. Gerade Internetauftritte für Kommunen<br />
schließt übrigens die Marktplatz GmbH aus ihrem Angebot aus. Andererseits hat man ein sehr<br />
hochgestecktes Ziel formuliert: die bayernweite Standardisierung von Online-Verfahren der<br />
Behörden. Gelänge dies, würde sicher auch der papierene Formulardschungel etwas gelichtet.<br />
(Über den Projektfortschritt berichtet die Marktplatz GmbH unter http://www.info.baynet.de.)<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    <b>Kritische Stimmen: Zu große Hast </b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Von Anfang an erhoben sich kritische Stimmen, die bayerische Regierung betreibe die<br />
Verwirklichung mit zu großer Hast. Die unnötige Eile könne auf Kosten der Qualität des Angebots<br />
gehen und damit die Etablierung und Vermarktung des Produkts erheblich behindern, wird<br />
argumentiert. Genau aus diesem Grund treibt die Landeshauptstadt München gemeinsam mit ihren<br />
Partnern, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer, das Portal München im<br />
Internet behutsam und schrittweise in drei Stufen der Realisierung entgegen. Mit dem Portal wird<br />
angestrebt, die gesamte Münchner Stadtgesellschaft im Netz abzubilden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Wie der Starttermin musste ebenso die Frist für die Benennung der regionalen Vermarkter<br />
verlängert werden. In der Kabinettsitzung der Staatsregierung am 5. September verschob man den<br />
Termin vom 30. September auf den 30. November 2000. Gleichzeitig wurden die heftig in die Kritik<br />
geratenen Konditionen für die regionalen Betreiber verändert. Zunächst wollte das Konsortium<br />
Vorauszahlungen und Gebühren nach der Einwohnerzahl des Landkreises oder der kreisfreien<br />
Stadt. Damit wäre das finanzielle Risiko einseitig vor allem zu Lasten der regionalen Betreiber<br />
gegangen. Jetzt soll es individuelle Verhandlungen geben. Dabei werden sich die Entgelte nach der<br />
jeweiligen Region, ihren Besonderheiten und der vorhandenen IT-Infrastruktur richten. Für die<br />
Benennung der Vermarkter sind die 96 Landkreise und kreisfreien Städte zuständig. 45 von diesen<br />
haben mittlerweile einen Betreiber benannt. Die Marktplatz GmbH geht davon aus, dass es<br />
zwischen 35 und 40 Vermarkter geben wird, die dann ganz Bayern abdecken. Vertragsabschlüsse<br />
gibt es allerdings erst mit sieben Betreibern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Auch in der künstlichen Wortschöpfung der URL www.baynet.de wird ein Nachteil gesehen. Von ihr<br />
führe kein reibungsloser Bezug zu Bayern, seiner Wirtschaft und Politik. Während <a href="http://www.berlin.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Berlin</a><br />
oder <a href="http://www.hamburg.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Hamburg</a> ihre Domain für Inhalte außerhalb von<br />
Politik und Verwaltung öffnen, behält der <a href="http://www.bayern.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Freistaat</a> allein seinen<br />
Behörden vor. Die Marktplatz GmbH versucht jetzt, aus dieser Not eine Tugend zu machen und die<br />
Marke &quot;Baynet&quot; zu popularisieren. In der ersten Januarwoche 2001 wirbt sie in bayerischen<br />
Tageszeitungen nicht mit dem Begriff &quot;Virtueller Marktplatz Bayern&quot; sondern mit dem Produktnamen<br />
&quot;Baynet&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">  <b>  Steiniger Weg: Umsetzung eines anspruchsvollen Konzepts </b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Hinter dem VMB steht ein anspruchsvolles und interessantes Konzept. Aus dem heutigen Angebot<br />
lässt sich die künftige Struktur erkennen. Neben den Rubriken Nachrichten, Information sowie<br />
Urlaub und Freizeit wird auf drei Schwerpunkte gesetzt: Lebenslagen, Bürgerservice oder<br />
Behördenwegweiser, Marktplätze. Das Lebenslagenkonzept, das auch die Münchner als ein<br />
zentrales Element ihres Portals planen, beinhaltet eine Gliederung nach Lebenssituationen und<br />
-abschnitten wie &quot;Mobilität&quot;, &quot;Wohnung&quot;, &quot;Familie und Partnerschaft&quot; oder &quot;Kinder und Jugendliche&quot;.<br />
Der User soll so zu allem geleitet werden, was er in der entsprechenden Lage benötigt: von<br />
gesetzlichen Regelungen über notwendige Behördenkontakte bis hin zu kommerziellen Angeboten<br />
aus dem Segment der Marktplätze. Der Großteil der Lebenslagen und ihrer Untergliederungen ist<br />
derzeit noch in Arbeit. Unter &quot;Mobilität&quot; findet man etwa nur den Teil &quot;Rund ums Auto&quot;, unter<br />
&quot;Familie und Partnerschaft&quot; allein die &quot;Hochzeit&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Eng gekoppelt mit den Lebenslagen ist der Behördenwegweiser, weil der User direkt zur für ihn und<br />
sein Anliegen zuständigen Einheit geführt werden soll. Das bedeutet notwendig eine vielschichtige<br />
Regionalisierung im Hinblick auf die Kommunen, Verwaltungsgemeinschaften, Landkreise und<br />
Regierungsbezirke. Geleistet wird dies unter der aktuellen Version des VMB kaum. Zwar gibt es<br />
externe Links zu vielen Behörden und Kommunen, aber die Verknüpfung aus den Lebenslagen<br />
heraus und damit eine nutzerorientierte Angebotspalette bleibt der Zukunft vorbehalten. Heute findet<br />
man hier vor allem Verweise auf Einrichtungen des Freistaats und gesetzliche Regelungen.<br />
Dagegen ist man bei der bei Regionalisierung kommerzieller Angebote aus den Lebenslagen heraus<br />
schon einige Schritte weiter. Wer beispielsweise als Münchner eine Gastwirtschaft für seine<br />
Hochzeitsfeier sucht, der wird vor Ort fündig und bekommt zumindest einige Anschriften. Gleiches<br />
gilt für Freizeitaktivitäten und das Angebot an sozialer Betätigung für Kinder und Jugendliche.<br />
Allerdings tauchen hier unter dem Motto &quot;Helfen macht Spaß&quot; auch nicht erwartbare Einträge auf:<br />
die &quot;Urlaubskasse des Bayerischen Baugewerbes e.V.&quot; und die &quot;Sozialrechtliche Vereinigung von<br />
Zementwerken in Bayern e.V.&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Der Behördenwegweiser als zweites Hauptelement bildet das Besondere und den<br />
Wettbewerbsvorteil des VMB. Durch die Koppelung von Lebenslagen, Behördenwegweiser und<br />
kommerziellen Angeboten bieten sich exklusive Vermarktungsmöglichkeiten für Unternehmen.<br />
Darüber hinaus verleiht die Präsenz von staatlichen und kommunalen Stellen dem VMB von vorne<br />
herein einen eher öffentlichen, nicht offensichtlich profitorientierten Charakter. Mit diesen Pfunden zu<br />
wuchern, bleibt anderen Anbietern von virtuellen Märkten verwehrt. Das ist auch der Kern der Kritik<br />
des &quot;Rechenzentrums Bayerischer Genossenschaftsbanken&quot; (RGB), einem Unternehmen der<br />
Raiffeisen- und Volksbanken. Das RGB betreibt mit <a href="http://www.myshop.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">My Shop</a> die größte<br />
virtuelle Verkaufsplattform für mittelständische Unternehmen in Bayern, die mittlerweile auch<br />
bundesweit expandiert. Die Software für &quot;My Shop&quot; ließ der Bayerischen Einzelhandelsverband mit<br />
finanzieller Unterstützung des Freistaats Bayern entwickeln. Später kaufte das RGB sie auf und<br />
baut sie seitdem aus. Obwohl die EU-Kommission das Gemeinschaftsunternehmen von Siemens<br />
und SAP genehmigt und das Bundeskartellamt keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken geäußert<br />
hat, dürfte die exklusive Public-Private-Partnership einen schalen Nachgeschmack verursachen und<br />
die Thematik auf der Tagesordnung halten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Der dritte Schwerpunkt des VMB sind die Marktplätze. Hierüber soll der gesamte VMB finanziert<br />
werden. Während die Marktplatz GmbH Hard- und Software zentral bereitstellt, basiert der Baustein<br />
Marktplätze wie bei &quot;My Shop&quot; auf Regionalisierung. Die regionalen Vermarkter sind für den Betrieb<br />
zuständig und finanzieren sich über Webauftritte und Online-Shops für Firmen sowie über Werbung.<br />
Für den Auftritt von bayerischen Unternehmen im Rahmen des VMB werden gestaffelte Angebote<br />
gemacht. Kostenlos ist der Eintrag ins Unternehmensverzeichnis. Bezahlt werden muss die<br />
Einbettung einer Firma in bis zu drei Lebenslagen. Diese kann allein oder in Zusammenhang mit<br />
einer Visitenkarte oder einem strukturierter Internetauftritt gewählt werden. Neben B2C-Marktplätzen<br />
sollen insbesondere für den Mittelstand und die Behörden geschlossene Marktplätze für B2B und<br />
A2B (Administration to Business) aufgebaut werden. Auch wenn dem normalen User der Einblick in<br />
das Geschehen auf diesen Märkten verwehrt bleibt: im Hinblick auf A2B wird man ihm immerhin die<br />
heutigen Nachfolger der ehemals königlich-bayerischen Hoflieferanten anzeigen.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">    Die Marktplätze sind zentral für das Gelingen des VMB. Von ihnen hängt es ab, ob sich die<br />
gesamte Unternehmung finanziell trägt. Dennoch sind sie bis jetzt der am wenigsten ausgebaute<br />
Teil des VMB. Wie sie sich entwickeln, ist heute nicht abzusehen. Bisher sind gerade sechs<br />
regionale Marktplätze online. Der Aufbau der Angebote steht erst am Anfang. Nur zwei Marktplätze<br />
bieten jeweils drei Online-Shops.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/virtueller_marktplatz_bayern_der_motor_stottert-575/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
