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	<title>Virtueller Parteitag &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Virtueller Parteitag &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Pixel Parteitage: die Parteien öffnen sich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Virtueller Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Die Parteien haben das Netz entdeckt und zwar nicht mehr nur als Informationsinstrument oder Wahlkampfplattform,
sondern zur Organisation parteiinterner Prozesse.
<!--Hatte sich die SPD durch ihren virtuellen Ortsverein bereits frühzeitig einen Vorsprung erarbeitet und wähnt sich bereits auf dem Weg zur Netzwerkpartei [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,99300,00.html], nutzen mittlerweile alle Parteien interne Netzwerke und Foren zur Information, Kommunikation und Partizipation ihrer  Mitglieder.
-->
Im Rennen um das Prädikat der führenden &#34;Internet-Partei&#34; Deutschlands wird jetzt mit virtuellen Parteitagen die
nächste Runde eröffnet. Sie sollen neue Partizipationschancen für die Mitglieder und mehr Transparenz für die
beobachtende Öffentlichkeit bieten - und vor allem zeigen, wie offen die Parteien den Neuen Medien gegenüber stehen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Die Parteien haben das Netz entdeckt und zwar nicht mehr nur als Informationsinstrument oder Wahlkampfplattform,<br />
sondern zur Organisation parteiinterner Prozesse.<br />
<!--Hatte sich die SPD durch ihren virtuellen Ortsverein bereits frühzeitig einen Vorsprung erarbeitet und wähnt sich bereits auf dem Weg zur Netzwerkpartei [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,99300,00.html], nutzen mittlerweile alle Parteien interne Netzwerke und Foren zur Information, Kommunikation und Partizipation ihrer  Mitglieder.
--><br />
Im Rennen um das Prädikat der führenden &quot;Internet-Partei&quot; Deutschlands wird jetzt mit virtuellen Parteitagen die<br />
nächste Runde eröffnet. Sie sollen neue Partizipationschancen für die Mitglieder und mehr Transparenz für die<br />
beobachtende Öffentlichkeit bieten &#8211; und vor allem zeigen, wie offen die Parteien den Neuen Medien gegenüber stehen.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Den Anfang macht in diesen Tagen der als technisch innovativ bekannte Südwesten der Republik: Sowohl die CDU als<br />
auch die Grünen veranstalten in Baden-Württemberg ihre ersten so genannten &#8216;Internet-Parteitage&#8217;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dabei sind die beiden Parteitage nicht direkt miteinander zu vergleichen: Während die CDU bereits die vorbereitende<br />
Diskussion von vier Teilfragen des <a href="http://www.cdu.de/kongress/einladung-201100-page.htm">kleinen bildungspolitischen<br />
Parteitags</a> am 20. November in Stuttgart im Mitgliedernetz als &quot;Internet-Parteitag&quot; feiert, ziehen Bündnis90/Die Grünen<br />
in Baden-Württemberg gleich mit ihrem kompletten <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/">Landesparteitag</a> vom<br />
24.11. bis 3.12.2000 in den Cyberspace.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Vorfeld hatte die CDU eine Woche lang vier Fragen zu Studiengebühren, Abitur nach zwölf Jahren, Fremdsprachen-<br />
und islamischem Religionsunterricht, die sich eng an der Antragslage des Parteitags orientierten, zur Diskussion und<br />
Abstimmung in das Mitgliedernetz gestellt. Mit einem Abstimmungsergebnis von 57% zu 43% fand sich dort beispielsweise<br />
eine Mehrheit zugunsten der Einführung von <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/islamunterricht.doc">islamischem Religionsunterricht</a>.<br />
Damit folgte die Mehrheit den <a href="http://www.cdu.de/projekt21/indx_ltb.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leitsätzen</a>,<br />
die von der Bildungspolitischen Parteikommission unter dem Vorsitz von Annette Schavan<br />
erstellt und durch den Parteivorstand zur Beschlussfassung eingebracht worden waren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Beim Thema <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/studiengebuehren.doc">Studiengebühren</a> votierten jedoch 56% der virtuellen Vorkoster<br />
für ein gebührenfreies Erststudium innerhalb der Regelstudienzeit und widersetzen sich damit der Leitlinie von<br />
Kommission und Vorstand. Sie wollten zumindest zuerst prüfen, ob Gebühren unter der Voraussetzung der<br />
Sozialverträglichkeit zur Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre beitragen könnten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Es verwundert also kaum, wenn die stellvertretende CDU-Parteichefin und Bildungsexpertin Schavan das Projekt eines<br />
Internet-Parteitags als innovativ und richtungweisend, das Ergebnis aber als nicht repräsentativ qualifiziert. In<br />
der Tat liegt die Vermutung nahe, dass sich unter den rund 400 Teilnehmern der Diskussion und Abstimmung zumeist<br />
jüngere CDU Anhänger verbergen. Angesichts dieser geringen Teilnehmerzahlen liegt der CDU noch ein steiniger Weg<br />
zur führenden virtuellen Partei bevor &#8211; ungeachtet des apostrophierten &quot;Bildungsvorsprungs für Deutschland&quot; unter<br />
dem der reale Parteitag firmierte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/ergebnisse.doc">Ergebnisse</a> der Diskussion und Abstimmung im Netz<br />
wurde den 106 Delegierten in Stuttgart zwar nur zur Kenntnisnahme vorgelegt, stimmten aber in ihrem Votum<br />
weitestgehend mit den per Handzeichen eingeholten Beschlüssen überein. Und das sogar bei dem offenen Streitthema der<br />
Studiengebühren, weil sich zeigte, dass gegenwärtig weder die &quot;virtuelle&quot; noch die &quot;reale&quot; Partei gewillt ist, in<br />
diesem Punkt dem angestrebten Kurs des Vorstandes zu folgen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Bündnis-Grünen befinden sich hingegen auf der Überholspur der politischen Datenautobahn. Vom Zuhören, Mitreden,<br />
über das <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/wie/antragen.html">Antragstellen</a> bis zum<br />
<a href="http://www.virtueller-parteitag.de/wie/abstimmen.html">Abstimmen</a> gelten für den virtuellen Parteitag<br />
soweit wie möglich &quot;ganz analog sämtliche Regeln, Vorschriften und Vereinbarungen, die auch für den kleinen<br />
Parteitag (Landesausschuss) von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg gelten&quot;. Für Mitglieder, versteht sich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit der Ausrichtung des weltweit ersten ordentlichen Parteitages im Internet wollen Bündnis 90/Die Grünen einen<br />
Beitrag zur Diskussion um die Weiterentwicklung der Demokratie leisten. Dabei wollen sie nicht nur über die Chancen<br />
und Risiken der Neuen Medien reden, sondern diese auch erproben und im wahrsten Sinne des Wortes selbst erfahren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dies kommt beispielweise durch die Konzipierung einer sicheren Verfahrensweise durch die Trennung von Diskussion und<br />
Abstimmung auf zwei Servern zum Ausdruck. Die Vorteile liegen in den Augen der Grünen jedenfalls auf der Hand: &quot;Während<br />
auf einem regulären Parteitag die Diskussionen hintereinander stattfinden, werden die Themen auf dem virtuellen<br />
Parteitag gleichzeitig behandelt. Während ein regulärer Parteitag an einem Ort stattfindet, ist beim virtuellen<br />
Parteitag eine Teilnahme von jedem Ort der Erde möglich &#8211; Internetanschluss vorausgesetzt. Darüber hinaus gibt es<br />
keine Redezeitbegrenzung, kein Losverfahren bei der Auswahl der Redebeiträge &#8211; jede und jeder kann sooft mitreden<br />
wie er oder sie will.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Unter diesen Vorraussetzung werden auf die virtuelle Parteitagsregie noch ungeahnte Herausforderungen der Moderation<br />
und Strukturierung zukommen &#8211; ganz zu schweigen von den großen Fragen, ob die Technik und die digitalen Delegierten<br />
mitspielen. Jedenfalls wird man im Netz vor realen Farbbeuteln sicher sein &#8211; wie virtuelle Wurfgeschosse aussehen und<br />
was sie beim System-Administrator anrichten können, bleibt abzuwarten. Flecken auf dem Anzug werden es allerdings nicht<br />
sein.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Der erste virtuelle Parteitag weltweit!&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/virtueller-parteitag/der_erste_virtuelle_parteitag_weltweit-700/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Virtueller Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Mausch]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Der Südwesten marschiert voran: Der Landesverband Baden-Württemberg veranstaltet vom 24.
November bis zum 3. Dezember den ersten virtuellen Parteitag der Bündnisgrünen, womöglich
den ersten dieser Art überhaupt. politik-digital sprach mit dem verantwortlichen
Projektleiter Marc Mausch über die Hintergründe.</span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Der Südwesten marschiert voran: Der Landesverband Baden-Württemberg veranstaltet vom 24.<br />
November bis zum 3. Dezember den ersten virtuellen Parteitag der Bündnisgrünen, womöglich<br />
den ersten dieser Art überhaupt. politik-digital sprach mit dem verantwortlichen<br />
Projektleiter Marc Mausch über die Hintergründe.</span></span><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Ist der virtuelle Parteitag der Grünen eine deutsche Premiere?<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> Meines Wissen nach ist das der erste virtuelle Parteitag weltweit.<br />
Die Frage ist natürlich immer, was ist eine Premiere, für den virtuellen Parteitag gibt<br />
es ja keine festgelegte Definition. Es gab kürzlich eine Meldung, in der jemand anderes<br />
behauptete, den ersten virtuellen Parteitag durchzuführen, nämlich die CDU, die aber im<br />
wesentlichen nichts anderes gemacht hat, als ein Diskussionsforum zu veranstalten, welches<br />
nicht einmal öffentlich war. Nach dieser Definition veranstalten die Grünen schon seit vier<br />
Jahren virtuelle Parteitage. Diesmal haben wir gewählte Delegierte, wir haben eine<br />
Öffentlichkeit, wir haben eine Beschlussfassung, die rein elektronisch funktioniert &#8211;<br />
ich glaube das kann man schon einen virtuellen Parteitag nennen.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Gab es Vorbilder bei der Konzeption?<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> Da muss man klar zwischen der elektronischen Komponente und den<br />
demokratischen Inhalten einer solchen Veranstaltung unterscheiden: Die eigentliche Wahl,<br />
die wir hier durchführen, ist ja nur eine Elektrifizierung der klassischen Demokratie.<br />
Vorbilder sind in diesem Bereich die Versuche in Köln mit Wahlcomputern, Ideen kamen<br />
auch vom Internetbanking her.<br />
Bezüglich der inhaltlichen Ebene, also den Diskussionsforen und der Meinungsbildung kann<br />
man den Bereich des Telelearnings als Vorbild zitieren. Die eigentliche Herausforderung<br />
war, den virtuellen Universitätsbereich und die technischen Vorbilder auf die Demokratie<br />
anzuwenden und hierfür gab es kein Vorbild<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Die Grünen haben das Thema IT<br />
in letzter Zeit verstärkt behandelt: wie sah die innerparteiliche Bereitschaft aus,<br />
einen virtuellen Parteitag durchzuführen?<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> Die Grundstimmung war von Anfang an sehr positiv. Dann wurde das<br />
Thema mit dem grünen-eignen Skeptizismus behandelt und auf die Sicherheit und auf die<br />
tatsächlichen Partizipationselemente geprüft. Der Wille war aber in jedem Fall vorhanden.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie sieht es mit der Beteiligung aus?<br />
In den offenen Foren kann ja jeder mithören, in den Diskussionsrunden können die<br />
Delegierten mit Passwort teilnehmen. Glauben Sie, dass diese Angebote wahrgenommen werden?<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> Im Vorfeld haben viele auch nicht-Parteimitglieder gesagt, dass<br />
sie auf jeden Fall mal reinschauen. Die Resonanz an der Basis war sehr positiv, die<br />
Ortsverbände waren geradezu begeistert, jetzt auch mal mitreden zu können.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sind denn bei den Grünen genügend<br />
Mitglieder mit einem Internetanschluss ausgerüstet?<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> Die Computerdurchdringung ist bei den Grünen traditionell hoch.<br />
Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Für viele war das aber auch ein Anlass, sich jetzt<br />
mit dem Medium auseinander zu setzten. Wir können allerdings nicht ganz ausschließen,<br />
dass das ein oder andere Mitglied außen vor bleibt. Bei den Delegierten haben wir<br />
vor allem darauf geachtet, dass sie sich für die Themen des Parteitags interessieren.<br />
Bei denjenigen, wo die Infrastruktur nicht vorhanden ist, schlagen wir dann die Brücke<br />
zur Technik: entweder es können Computer in den Kreisverbänden genutzt werden oder in<br />
Ausnahmefällen auch Computer geleased werden.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sie bringen also nicht nur den<br />
Parteitag online sondern auch die Grünen ans Netz. Wie sieht es mit dem rechtlichen<br />
Rahmen aus? Ist das System der Abstimmung wasserdicht?<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> Vom Sicherheitskonzept her haben wir eine ganz klare Trennung<br />
zwischen dem kritischen und dem weniger kritischen Teil gemacht, das hat auch<br />
finanzielle Gründe. Der kritische Teil ist derjenige, in dem die Abstimmung stattfindet.<br />
Dieser Bereich ist sicher. Der Teil, in dem diskutiert wird, ist nur formal gesichert,<br />
die Passwörter werden teilweise per email ausgegeben, die Verschlüsselung ist ziemlich<br />
niedrig. Sollte hier jemand den Parteitag &quot;knacken&quot; dann ist das so, als ob das<br />
Rednerpult gestürmt würde, also nicht richtig gefährlich. Wichtig ist: Wo die Position<br />
festgeklopft wird, haben wir Software genommen, die in weiten Teilen identisch ist<br />
mit den Sicherheitsmodulen, die es beim Internetbanking gibt. In diesem Bereich ist<br />
es zum Beispiel aus Sicherheitsgründen den Kreisverbänden nicht möglich, die Delegierten<br />
per email anzumelden. Also genau andersherum als früher: da wurde per email angemeldet<br />
und dann zum Parteitag gereist, heute erfolgt die Anmeldung  mit der Post und der<br />
Parteitag findet im Netz statt. Die Sicherheitsstufe ist vergleichbar mit der von<br />
Media@Komm, wir setzen aber keine Kartenlesegeräte ein, das wäre zu aufwendig. Auf<br />
den Punkt gebracht: Das Sicherheitsniveau bewegt sich zwischen Media@Komm und<br />
Internetbanking.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wird mit dem Parteitag ein Exempel<br />
statuiert? Werden die Grünen in Zukunft auch ihre Bundesparteitage ins Netz verlegen?<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> Wenn das so endet, wie es angefangen hat, dann wird es sicherlich<br />
weitere virtuelle Parteitage geben. Wir werden dann die Satzung ändern müssen. Es ist<br />
aber kein festgelegter Plan, zunächst wollen wir die Ergebnisse abwarten und sehen in<br />
welcher Form diese Art Parteitage die herkömmlichen ergänzen kann. Der Entscheidungsstau<br />
kann mit solchen Methoden verringert werden, mittelkritische Entscheidungen könnten<br />
zeitsparend auf virtuellen Parteitagen getroffen werden. Die Tools können darüber hinaus<br />
ja auch für Landes- oder Bundesarbeitsgemeinschaften angewandt werden.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Ist der Hintergrund Transparenz<br />
und Partizipation oder soll viel mehr das Medium Internet stärker als grünes Thema<br />
besetzt werden?<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> Es geht insgesamt darum, die Parteiarbeit effektiv zu formen.<br />
Es gibt im wesentlichen drei Aspekte: einmal den medialen Effekt, zum zweiten<br />
wird die Parteiarbeit effizienter, die Mitglieder können sich besser untereinander<br />
abstimmen wenn sie die Medienkompetenz besitzen. Der dritte Punkt ist der politische<br />
Aspekt. Internettechnik ist ja kein fachpolitisches Thema, sondern hat Auswirkungen<br />
auf alle Bereiche. Der virtuelle Parteitag ist daher auch ein didaktisches Mittel,<br />
damit unsere Parteimitglieder sich inhaltlich politisch mit dem Thema Internet<br />
beschäftigen. Gemeinsam mit den diversen Veranstaltungen der letzen Wochen zur<br />
Internettechnologie ergeben sich da Synergieeffekte. Die Partei hat einen Crashkurs<br />
in Computertechnologie absolviert und kann nun bis in die Ortsverbände hinein aus<br />
eigener Erfahrung heraus Politik über dieses Thema machen.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Ein Aspekt auf der Seite ist ja<br />
das Ziel, die grüne Politik transparent zu machen.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> Das ist auch eine wichtige Chance, die Transparenz von<br />
politischen Abläufen gehört aber von je her zum Profil der Grünen. Von daher war<br />
für uns die Nutzung der Technologie durch die Mitglieder der Hauptmotor. Die<br />
elektronische Bürgerdemokratie wollen wir zunächst innerparteilich testen, bevor<br />
wir sie im Parlament fordern.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wird es diese Forderung konkret geben?<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> Wir befinden uns hier in der Phase der Meinungsfindung. Dieser<br />
Parteitag ist auch mit ein Mittel, um das sachkundiger beurteilen zu können. Wir sind<br />
ja auch selber Forschungsobjekt in diesem speziellen Fall. Wichtig ist, das wir eine<br />
zeitliche Begrenzung haben und sich dadurch die Möglichkeit bietet, den Parteitag<br />
wissenschaftlich zu betreuen und aufzubereiten.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie viele Leute kommen zu einem<br />
normalen Parteitag?<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Marc Mausch:</b> 7000 Mitglieder haben rein theoretisch den Zugang. In der Regel<br />
kommen bei &quot;normalen&quot; Parteitagen außer den Delegierten zwischen 20 und 100 Mitglieder.<br />
Wir hoffen, dass es beim virtuellen Parteitag einige mehr sein werden.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Mausch, wir bedanken uns<br />
für das Gespräch.<br />
</span></span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Online-Parteitage sind mehr als Marketing&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/virtueller-parteitag/online_parteitage_sind_mehr_als_marketing-701/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Bieber]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Virtueller Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[Till Westermayer]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">
Nicht nur die Parteien, auch die Sozialwissenschaftler
variieren ihre Kommunikationsformen. Der politik-digital-Autor
Christoph Bieber, Politologe, diskutierte via eMail
mit dem Soziologen Till Westermayer über den Internet-Parteitag
der Bündnisgrünen im Ländle.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Nicht nur die Parteien, auch die Sozialwissenschaftler<br />
variieren ihre Kommunikationsformen. Der politik-digital-Autor<br />
Christoph Bieber, Politologe, diskutierte via eMail<br />
mit dem Soziologen Till Westermayer über den Internet-Parteitag<br />
der Bündnisgrünen im Ländle.</span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit der Durchführung eines &quot;Virtuellen Parteitags&quot; setzt der grüne<br />
Landesverband Baden-Württemberg ein deutliches Signal in Richtung Internet. Für gut zwei<br />
Wochen diskutieren die Delegierten mit den Mitgliedern auf der eigens eingerichteten<br />
Website <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/">www.virtueller-parteitag.de</a>, bevor<br />
es dann zur digitalen Abstimmung &#8211; auch dies eine Neuerung &#8211; kommen wird. Der Versuch,<br />
politisches Internet-Neuland zu erkunden, ruft nicht nur Politik und Medien auf den Plan,<br />
auch die Wissenschaft wirft ein interessiertes Auge auf die Vorgänge im Netz.<br />
politik-digital-Autor Christoph Bieber führte kurz vor dem Start des Online-Parteitags<br />
eine eMail-Korrespondenz mit <a href="http://www.westermayer.de/till">Till Westermayer</a>,<br />
der das politische Netzereignis ins Zentrum seiner wissenschaftlichen Abschlussarbeit<br />
gestellt hat.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie kommt man dazu, einen<br />
Virtuellen Parteitag zum Thema einer Magisterarbeit zu machen? Ruft das nicht Stirnrunzeln<br />
bei den Prüfern hervor?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Politik im Internet hat mich schon immer interessiert,<br />
und als ich dann die Möglichkeit gesehen habe, zu einem ganz konkreten, spannenden<br />
Politikprojekt im Netz meine Magisterarbeit zu schreiben, wusste ich: das ist es. Und<br />
meine Prüferin war nach einem ersten Gespräch auch gleich bereit, das Thema zu betreuen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wer nimmt denn die Prüfung ab und<br />
in welcher Disziplin ist es?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Ich schreibe meine Magisterarbeit im Studiengang<br />
Soziologie an der Uni Freiburg; betreut werde ich dabei von Prof. Nina Degele, die neben<br />
der allgemeinen Soziologie und der qualitativen Methodik in Freiburg auch für die Gender<br />
Studies zuständig ist.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie kann man eine solche<br />
Veranstaltung überhaupt wissenschaftlich begleiten?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Da gibt es ganz unterschiedliche Zugänge. Ich werde mir<br />
vor allem anschauen, wie die Nutzerinnen und Nutzer den virtuellen Parteitag im Vergleich<br />
zu einem echten Parteitag wahrnehmen, und wie sich das Medium Internet auf das Verhältnis<br />
zwischen &quot;Funktionären&quot; und &quot;Basis&quot; und auf das<br />
Geschlechterverhältnis auswirkt. Andere Projekte befassen sich stärker mit<br />
politikwissenschaftlichen Aspekten oder mit Besonderheiten der Kommunikationsformen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Art von &quot;Daten&quot;<br />
fällt denn dabei an? Nimmt man &#8211; quasi als Ethnologe &#8211; am Online-Geschehen teil und<br />
berichtet dann über die Eigenheiten des Netzereignisses?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Was ich<br />
mir vorstelle, ist eine Kombination aus der Erhebung von Fragebogendaten mit der genauen<br />
Beobachtung und Beschreibung des Parteitags. Dazu führe ich dann qualitative Interviews<br />
mit verschiedenen TeilnehmerInnen am Parteitag.</span></span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/westermayer.jpg" alt="Till Westermayer" border="1" height="135" hspace="0" vspace="0" width="106" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"> Till<br />
			Westermayer </span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sind Sie denn selbst auch<br />
teilnahmeberechtigt?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Da ich selbst Mitglied der grünen Partei bin, wäre ich<br />
prinzipiell teilnahmeberechtigt. Ich habe mir auch ein Passwort für den Schreibzugriff<br />
kommen lassen, weiss aber noch nicht, ob ich es nutzen werde, da ich den Parteitag ja<br />
diesmal weniger als Parteimitglied als vielmehr mit einem soziologischen Blick betrachten<br />
will. Deswegen werde ich auch nicht als Delegierter für meinen Kreisverband kandidieren.<br />
Am Parteitag können übrigens alle baden-württembergischen Parteimitglieder<br />
&quot;redend&quot; teilnehmen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Das klingt nach dem bekannten<br />
Dilemma des Forschers, der seinen Gegenstand nicht beeinflussen darf, obwohl er vielleicht<br />
so manches besser weiß&#8230; Gibt es denn schon einschlägige methodische Vorarbeiten für<br />
derartige Untersuchungen oder betritt man damit komplettes Neuland?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Ganz ohne Riesen, auf deren Schultern man sich stellen<br />
kann, ist man ja nie &#8211; Neuland ist dieses Projekt insofern, als es bisher zwar schon<br />
einige (auch qualitative) Arbeiten dazu gibt, wie sich das Medium Internet auf<br />
beispielsweise das Gruppengefühl auswirkt, aber ich bisher kaum Arbeiten dazu gefunden<br />
habe, wie Parteimitglieder sich in ihrer Partei &#8216;fühlen&#8217;.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Bieten denn die herkömmlichen<br />
Ansätze der Parteienforschung da keine Anknüpfungspunkte? Ich denke da zum Beispiel an<br />
die Diskussion um die &quot;Krise der Mitgliederparteien&quot; oder die Debatte zum<br />
&quot;Verfall der innerparteilichen Demokratie&quot;. Dabei geht man von einer<br />
allmählichen Erlahmung der Aktivität der Parteimitglieder aus &#8211; die großen Parteien<br />
verzeichnen zwar noch respektable Mitgliederzahlen, aber die eigentliche Parteiarbeit<br />
verteilt sich auf immer weniger Schultern&#8230; sagt diese Entwicklung nicht auch etwas über<br />
die &quot;Befindlichkeit&quot; von Parteimitgliedern aus? Und: können Virtuelle<br />
Parteitage vor diesem Hintergrund tatsächlich zu mehr &quot;Mitmachen&quot; animieren?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Natürlich lassen solche Befunde einen zu bestimmten<br />
Vermutungen über die Befindlichkeit der Parteimitglieder kommen. Mir geht es aber nicht<br />
darum, vom Zustand der Institution Partei auf das Interesse der Mitglieder zu schließen,<br />
sondern anders herum mal genau hinzuschauen, wie Mitglieder sich in einer Partei<br />
aufgehoben fühlen, und wie &#8211; und warum &#8211; diese sich dort beteiligen und einbringen<br />
wollen. Ob der virtuelle Parteitag es schafft, hier zu mehr &quot;Mitmachen&quot; zu<br />
führen, bleibt abzuwarten &#8211; schön wäre es, und das ist wohl auch eines der Ziele. Aber<br />
ob es funktioniert, lässt sich erst nach dem Parteitag sagen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Gibt es andere<br />
Online-Veranstaltungen, die für einen &quot;Virtuellen Parteitag&quot; als Vorbilder<br />
fungieren können?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Der Virtuelle Parteitag der Grünen in Baden-Württemberg<br />
ist wohl das erste Projekt, bei dem ein Parteitag mit all seinen Eigenschaften &#8211; also mit<br />
gewählten Delegierten, mit einem Präsidium, mit (bindenden!) Abstimmungen &#8211; ins Netz<br />
transferiert wurde. Insofern gibt es bisher keine Erfahrungen mit Online-Parteitagen.<br />
Anders sieht es mit der Nutzung von Online-Konferenzen zur politischen Diskussion in einem<br />
eingeschränkten TeilnehmerInnenkreis aus. Strukturell recht ähnlich wie der Virtuelle<br />
Parteitag scheint mir hier Claudia Bremers <a href="http://www.bildung2001.de/">www.bildung2001.de</a><br />
zu sein, eine online stattfindende Konferenz zu Fragen der Zukunft der Bildung. Dazu und<br />
zu ähnlichen Konferenzen gibt es einiges an Material.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Bei solchen Online-Veranstaltungen<br />
entstehen zumeist auch völlig neue Anforderungen sowohl für die Teilnehmer wie auch für<br />
die Veranstalter. Das beginnt mit dem Aufstellen von Schreibregeln oder Hinweisen zum<br />
Diskussionsverhalten, bis zur &quot;richtigen&quot; Zusammenfassung und Moderation der<br />
Beiträge innerhalb einzelner Diskussionsstränge. Was sind aus Ihrer Sicht die<br />
wichtigsten Neuerungen, mit denen die Teilnehmer konfrontiert werden?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Das wichtigste ist vielleicht der größte Vor- und<br />
Nachteil des Internet im Vergleich zu einer realen Tagung: die Asynchronität. Auf einem<br />
realen Treffen kann ich entweder zum Arbeitskreis A oder zum Arbeitskreis B gehen, und<br />
wenn zehn Leute geredet haben, ist eine Stunde vorbei und keine Zeit mehr für weitere<br />
Redebeiträge. Im Netz kann ich &#8211; theoretisch &#8211; mir sowohl die Diskussion in mehreren<br />
Arbeitsgruppen parallel anschauen und mich daran beteiligen, als auch zeitunabhängig zu<br />
einer Diskussion beitragen. Dieses Potenzial führt leicht zu der Erwartung, anders als<br />
bei einem realen Treffen alles mitkriegen zu wollen. Das geht aber natürlich nicht &#8211; und<br />
führt dann zu Stress. Es kommt also drauf an, bewusster als bei einem bisherigen Treffen<br />
Informationen zu managen, zu entscheiden, was gelesen wird und was nicht, woran ich mich<br />
beteilige und woran nicht. Außerdem scheint Internetkommunikation &#8211; wohl durch die<br />
fehlende Rückkopplung zum Gegenüber &#8211; schnell zum Aufkochen von Emotionen zu führen,<br />
oder auch zum Breittreten von Mißverständnissen. Hier ist dann eine gute Moderation<br />
gefragt &#8211; die zugleich auch die Aufgabe hat, unbekannte, unsichtbare Menschen zum<br />
Mitdiskutieren anzuregen. Wer nicht mitdiskutiert, ist im Netz noch viel weniger als im<br />
realen Raum präsent. Allein dadurch schon ergibt sich eine neue Situation.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Inwiefern hält der <a href="http://www.sueddeutsche.de/aktuell/?section=politik&amp;myTM=full&amp;id=9%20%3E74406240.1%200817&amp;myTime=974468763">&quot;Virtuelle<br />
Parteitag&quot; der CDU</a> einem Vergleich mit dem grünen Projekt stand?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Ich hatte ja schon angedeutet, dass es sich beim<br />
Virtuellen Parteitag um ein Projekt handelt, bei dem ein Parteitag mit all seinen<br />
Eigenheiten ins Netz verschoben werden soll. Ob das im Detail immer richtig ist, wird sich<br />
zeigen &#8211; hier werde ich auch besonders drauf achten. Beim sogenannten Internet-Parteitag<br />
der CDU &#8211; der leider nur CDU-Mitgliedern zugänglich war &#8211; ging es nach den mir<br />
vorliegenden Informationen darum, in Diskussionen und Umfragen etwas über die Meinung der<br />
Mitglieder herauszufinden, um den real in Stuttgart tagenden Bildungsparteitag der CDU<br />
vorzubereiten. Das scheint mir dann doch etwas ganz anderes zu sein als der Versuch, einen<br />
kompletten Parteitag virtuell abzuhalten. Ob der reale Einfluss dieses Internet-Parteitags<br />
größer ist als der Einfluss anderer Meinungsumfragen, bleibt für mich eher fraglich.<br />
Umfragen und politische Diskussionen im Netz gibt es inzwischen ja doch recht häufig,<br />
etwa bei der Politik-Community <a href="http://www.dol2day.de/">dol2day</a>.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Der Virtuelle Parteitag knüpft<br />
zum einen an die &quot;Kultur&quot; der parteiinternen Diskussionsforen und im Falle der<br />
Grünen auch an das Vorläuferprojekt <a href="http://www.grundsatzdebatte.de/">www.grundsatzdebatte.de</a><br />
an. Sind Erfahrungen aus diesen Projekten in den Virtuellen Parteitag eingeflossen?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Bündnis 90/Die Grünen profilieren sich ja seit einiger<br />
Zeit dadurch, dass sie ausloten, wie das Internet für eine moderne Kommunikation zwischen<br />
Partei und BürgerIn und unter Parteimitgliedern genutzt werden kann.<br />
www.grundsatzdebatte.de würde ich momentan als einen netten Versuch beurteilen, der aber<br />
an technischen und organisatorischen Problemen krankt und nie richtig in Gang gekommen<br />
ist. Ich gehe davon aus, dass die OrganisatorInnen des Virtuellen Parteitags sich<br />
www.grundsatzdebatte.de genau angeschaut haben und auch daraus gelernt haben.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie würdest du denn die übliche<br />
Online-Berichterstattung von den &quot;realen Parteitagen&quot; beurteilen? Ist das eine<br />
reine &quot;Marketing-Masche&quot; oder haben Parteitage auch in den letzten Jahren nicht<br />
schon immer dazu beitragen wollen, die Partei &quot;in die Nähe&quot; des Internet zu<br />
rücken? Gibt es da vielleicht so eine Art &quot;Tradition&quot;?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Ich sehe hier schon eine gewisse Tradition. Auf der Seite<br />
der Information &#8211; zum Beispiel darüber, welche Anträge für einen Parteitag anstehen,<br />
was gerade beschlossen wurde, etc. &#8211; wird heute sehr viel besser als vor ein paar Jahren<br />
informiert. Damals musste ein &quot;einfaches&quot; Parteimitglied ins Parteibüro rennen,<br />
um herauszukriegen, welche Anträge vorliegen, und bekam wenn es um spannende Themen ging<br />
nur aus den Medien, und sonst überhaupt nicht mit, wie darüber diskutiert und<br />
entschieden wurde. Insofern sehe ich hier tatsächlich mehr als Marketing. Natürlich ist<br />
auch ein bisschen Marktschreierei dabei &#8211; die doch erhebliche Presseresonanz auf die erste<br />
Ankündigung des Virtuellen Parteitags weist z.B. darauf hin. Aber vielleicht verbindet<br />
sich hier der Wunsch, innovativ zu wirken, mit tatsächlichen Innovationen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Könnte sich diese Steigerung von<br />
Transparenz aber nicht auch negativ auswirken? Wird der Online-Zugriff auf solche<br />
Informationen zu innerparteilichen Diskussionen führen, die gar nicht mehr im Zaum zu<br />
halten sind?</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Westermayer: </b>Möglicherweise wird das von einigen als Gefahr gesehen.<br />
Wenn sich tatsächlich eine derartige Dynamik entwickelt, mag das zu einigem Wirbel in<br />
unserem politischen System führen. Ich persönlich denke aber, dass eine solche<br />
Entwicklung, die ja auch erst einmal noch eintreten muss, lediglich dazu führen würde,<br />
die Demokratie demokratischer zu machen. Und insofern wäre dies zu begrüßen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Ein schönes Schlusswort. Vielen<br />
Dank für die eMails.</span></span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Convention Circus I: Die Republikaner</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/convention_circus_i_die_republikaner-825/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/convention_circus_i_die_republikaner-825/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Bieber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Virtueller Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Philadelphia]]></category>
		<category><![CDATA[Republican National Convention]]></category>
		<category><![CDATA[republikanische Partei]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>In der Dramaturgie des Präsidentschaftswahlkampf spielen die
Nominierungsparteitage der Parteien eine wichtige Rolle. Als reale und mediale Massenereignisse versetzen Sie
weite Teile der Nation für eine Woche in eine Art politisches Fieber. Diesmal betreten auch neue Figuren die
hell erleuchtete Wahlkampf-Arena: die &#34;Dotcom-Delegierten&#34;.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>In der Dramaturgie des Präsidentschaftswahlkampf spielen die<br />
Nominierungsparteitage der Parteien eine wichtige Rolle. Als reale und mediale Massenereignisse versetzen Sie<br />
weite Teile der Nation für eine Woche in eine Art politisches Fieber. Diesmal betreten auch neue Figuren die<br />
hell erleuchtete Wahlkampf-Arena: die &quot;Dotcom-Delegierten&quot;.</b></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nach einer längeren Verschnaufpause kommt der US-Wahlkampf wieder auf Touren und mit von der Partie ist<br />
erstmals auch eine Frau: <a href="http://www.jackiestrike.com/">Jackie Strike</a>. Sie ist eine der vielen<br />
virtuellen Anwärter und Anwärterinnen auf das amerikanische Präsidentschaftsamt, weist aber wohl als einzige<br />
eine enge Verbindung auf die andere Seite des Atlantiks auf: Massive Unterstützung erhält der energische<br />
Avatar von Peer-Arne Böttcher und Lars Hinrichs &#8211; zwei politik-digital-Machern der ersten Stunde, die den<br />
Online-Auftritt der digitalen Dame erfolgreich von Hamburg aus koordinieren.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit Blick auf die Dramaturgie des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs ist die gesteigerte<br />
Aufmerksamkeit für solche &quot;fake candicacies&quot; allerdings kein Zufall &#8211; nach der Hektik der Vorwahl-Tour mit dem<br />
Gipfelpunkt des <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/tuesday.shtml">&quot;Super Tuesday&quot;</a> beruhigt sich das Wahlkampfgeschehen. Die<br />
siegreichen Kandidaten der ersten großen Ausleserunde verringerten danach ihre öffentliche Sichtbarkeit und<br />
widmeten sich den Vorbereitungen für die nächste &quot;Bergetappe&quot; auf dem Weg ins Weiße Haus: die<br />
&quot;National Conventions&quot; der Parteien, die hochoffiziellen Nominierungsparteitage.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die hochgradig ritualisierten Veranstaltungen überbrücken dabei geschickt das mediale Sommerloch &#8211; zuerst<br />
sind die Republikaner an der Reihe, sie haben mit Philadelphia eine traditionsreiche Ostküstenmetropole zum<br />
Austragungsort ihrer Zusammenkunft gemacht. Online wie offline setzen die Republikaner alles daran, die Zeit<br />
vom 31. Juli bis zum 3. August für ein politisches Volksfest zu nutzen, als dessen Höhepunkt die formelle<br />
Kandidatenkür aus einer Fülle von Begleit-Events wie etwa dem <a href="http://www.philadelphia2000.org/public/default.asp">PoliticalFest</a><br />
herausragt.<br />
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/politicalfest.gif" alt="Politisches Volksfest in Philadelphia" align="right" /><br />
Unter <a href="http://www.gopconvention.com/">&quot;gopconvention.com&quot;</a> haben die Webmaster im Zeichen des<br />
Elefanten schon längst ein imposantes digitales Bühnenbild aufgebaut, das sich mit Beginn der Veranstaltungen<br />
schnell zum virtuellen Treffpunkt mausern wird. Mit einem ausgeklügelten System von Online-Reportagen,<br />
Webcasts oder Live-Chats für die zu Hause Gebliebenen sowie einer Fülle von Informationen maßgeschneidert<br />
für die aus dem ganzen Land anreisenden Delegierten wird die Convention-Site für einige Tage zum Nabel der<br />
republikanischen Politik.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/credential.gif" alt="Digitaler Besucherpass für dotcom-Delegierte" align="left" /><br />
Eines der zahlreichen Highlights der <i>Virtual Convention</i> ist der Service zur Online-Anmeldung als<br />
<i>Dotcom-Delegate</i>. Nach einer einfachen Registrierungsprozedur, in der Name, e-Mail-Adresse, Staat und<br />
Postleitzahl abgefragt werden, erhalten die interessierten Besucher eine freundliche Begrüßung: &quot;Die<br />
Dotcom-Delegierten-Erfahrung. Nehmen Sie Teil an der Begeisterung in Philadelphia, ohne Ihr Wohnzimmer<br />
zu verlassen!&quot; Auf die virtuellen Convention-Teilnehmer warten zahlreiche Überraschungen, wie ein <i>special floor<br />
pass</i> für das Backstage-Erlebnis, ausführliche Mitspracherechte, exklusive Einblicke in das digitale Medienzentrum<br />
&quot;Internet Alley&quot; sowie die bislang einmalige Chance, auf dem virtuellen <i>Welcome Banner</i> für George W. Bush<br />
zu unterzeichnen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Allerdings handelt es sich hierbei keineswegs um ein neues Experiment in Sachen E-Demokratie,<br />
sondern vielmehr um einen cleveren PR-Gag. Das Anmeldeverfahren erlaubt nämlich auch Nicht-Amerikanern den<br />
Zugang zum virtuellen Nominierungsparteitag &#8211; in der so genannten <i>International Delegation</i>. Zumindest im<br />
Vorfeld der Convention waren die &quot;Sonderrechte&quot; der digitalen Delegierten jedoch kaum mehr als nette Spielereien<br />
(<i>Test Your GOP IQ</i>) oder leicht gehobener Presseservice (<i>Behind the Podium</i>). Wie weit sich dieses Delegatiertenzentrum<br />
auf neues Terrain vorwagt, wird sich erst im Laufe der Convention zeigen &#8211; dann sollen die <i>Dotcom-Delegates</i> einerseits<br />
mehr über die Vor-Ort-Aktivitäten ihrer jeweiligen Heimatstaaten erfahren und Gelegenheit zum Meinungsaustausch<br />
über &quot;Inhalte und Personalfragen&quot; erhalten.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Vorfeld der Nominierungswoche haben die Republikaner jedenfalls überzeugend genutzt, um Ihre Medienkompetenz<br />
unter Beweis zu stellen. In einer Ansprache an die <i>Netizens</i> unterstreicht Jim Nicholson, der Vorsitzende der<br />
<i>Grand Old Party</i>, die hohe Bedeutung und Alltagstauglichkeit der Neuen Medien. Nicht allein deshalb ist die Website<br />
zur Convention bereits mehr als nur digitales Beiwerk zum analogen Jubelfest, sondern bereits ein erster Hinweis<br />
in Richtung Technologie- und Wirtschaftspolitik. Der Elefant, das Wappentier der Partei, will niemandem im<br />
Wege stehen. Der <i>New Economy</i> schon gar nicht.</span></span></p>
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		<title>Besucherrekord &#8211; Der virtuelle Parteitag der Grünen lockt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fstegers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Virtueller Parteitag]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Erfolgreiche Zwischenbilanz beim Virtuellen Parteitag der
baden-württembergischen Grünen: Die Delegierten haben die
Diskussionsplattform angenommen und diskutieren eifrig.
Verbesserungsvorschläge wurden gleich umgesetzt. Die Stimmung ist
gut, nicht nur in der extra eingerichteten <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/content.php3?menuitem=0702" target="_new" rel="noopener noreferrer">Flüsterecke&#34;</a> rund um die
virtuelle Kaffemaschine.</b></span></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Erfolgreiche Zwischenbilanz beim Virtuellen Parteitag der<br />
baden-württembergischen Grünen: Die Delegierten haben die<br />
Diskussionsplattform angenommen und diskutieren eifrig.<br />
Verbesserungsvorschläge wurden gleich umgesetzt. Die Stimmung ist<br />
gut, nicht nur in der extra eingerichteten <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/content.php3?menuitem=0702" target="_new" rel="noopener noreferrer">Flüsterecke&quot;</a> rund um die<br />
virtuelle Kaffemaschine.</b></span></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum Start am Freitag verzeichnete der Server <a href="http://www.virtueller-parteitag.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
www.virtueller-parteitag.de</a> rund 7500 einzelne Besucher, seitdem sind<br />
es gut 3000 pro Tag. Die Hälfte davon sind richtige<br />
Arbeitssitzungen, bei denen mehrere Beiträge gelesen oder geschrieben<br />
werden&quot;, erklärt Grünen-Sprecherin Britta Kurz.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zunächst tummelten sich die Delegierten (und die ebenfalls<br />
schreibberechtigen übrigen Mitglieder des Landesverbandes) vor allem<br />
in der Flüsterecke. Zu den zu erwartenden Bekundungen im Stil von<br />
Ich bin auch drin&quot; und ich freue mich auf die virtuelle Diskussion&quot;<br />
gesellte sich schnell Parteitags-Gossip (Cem Özdemir hat sich schon<br />
eingeloggt&quot;) und Frotzeleien. Inzwischen gibt es jeden Tag einen<br />
ViP-Limerick von Präsidiumsmitglied Norwin Hiller. Vor allem aber<br />
werden in der Flüsterecke Vor- und Nachteile des Virtuellen<br />
Parteitags diskutiert.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Teilweise konnte das ebenfalls über das Ländle zwischen Lahr und<br />
Stuttgart verteilte Präsidium und die Technik-Abteilung Kritik und<br />
Anregungen bereits umsetzen. So gibt es inzwischen zu verschiedenen<br />
Änderungsanträgen und Diskussionssträngen Unterforen für die<br />
Diskussion. Neben den Anträgen zu den beiden geplanten Leithtemen<br />
Elektronische Bürgerdemokratie&quot; und Ladenschlussgesetz&quot; wurden eine<br />
Umsetzung für Resolutionen geschaffen: Die Delegierten wollten sich<br />
zu Tarifautonomie, BSE und Flughafenbau äußern. Trotzdem hätte die<br />
Plattform übersichtlicher strukturiert werden können, bemängeln<br />
insbesondere mit dem Medium erfahrene Delegierte wie Rolf Link. Da<br />
gibt es im Internet bessere Foren&quot;, meint Link, der sich auch bei den<br />
virtuellen Grünen der Politik-Simulation www.dol2day.de engagiert.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insgesamt sind die Stimmen der Delegierten über den noch bis Sonntag<br />
dauernden Virtuellen Parteitag durchweg positiv:<br />
Boris Palmer, Landtagskandidat in Tübingen, lobt die sachliche<br />
Diskussion: Auf Parteitagen werden meist nur fünf Prozent der<br />
Anträge wirklich gelesen. Hier habe ich mir bisher alle Anträge<br />
angeschaut.&quot; Der Delegierte Ives Veneday aus Konstanz freut sich,<br />
dass es statt einzelner Redebeiträge eine fortlaufende Diskussion<br />
gibt: Man geht in der Debatte aufeinander ein und kann Dinge<br />
klarstellen oder näher erläutern.&quot; Kurze Diskussionsbeiträge statt<br />
langer Grundsatz-Papiere sind gefragt. Das senke auch die<br />
Hemmschwelle, sich zu Wort zu melden, sagt der der 19jährige<br />
Delegierte Thorsten Deppner aus Freiburg. Andreas Kozlik aus Murr<br />
verkündet in einem der ersten Diskussionsbeiträge stolz: Meine erste<br />
Parteitagsrede nach 14 Jahren Mitgliedschaft bei den Grünen.&quot;<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insbesondere Frauen haben angemerkt, dass die Diskussion so für sie<br />
bequemer ist&quot;, hat die Delegierte Nicole Franke aus Tübingen<br />
beobachtet. Auch wenn die Mehrzahl der Beiträge trotz gleicher<br />
Geschlechteranteile weiterhin von Männern komme.<br />
Hier diskutieren nicht nur die Internet-Freaks&quot; , meint Carsten<br />
Labbert vom virtuellen Parteitagspräsidium. Zwar gäbe es viele junge<br />
Delegierte, aber das sei bei normalen Parteitagen nicht anders. Dafür<br />
erzählt er von einer berufstätigen Delegierten mit kleinen Kindern:<br />
Die hätte zu einem normalen Parteitag einfach nicht kommen können.&quot;<br />
Ausgegrenzt fühlt sich durch das digitale Verfahren offenbar niemand.<br />
Viele Delegierte sind stolz auf die hohe Internet-Verbreitung in der<br />
Partei. Die Kreisverbände stellen ihren Delegierten bei Bedarf die<br />
Netzanschlüsse in ihren Büros zur Verfügung. Mancherorts surfen die<br />
Delegierten öffentlich und laden zur Diskussion über das Experiment.<br />
</span></span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Tenor der Delegierten: Ein virtueller Parteitag kann nach Meinung der<br />
meisten ein reales Treffen nicht ersetzen, aber ergänzen. Einige<br />
schlugen bereits vor, die bestehende Plattform auch unabhängig von<br />
Parteitagen zur Programmdiskussion zu erhalten.</span></span></span></p>
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