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	<title>Virtuelles Rathaus &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Virtuelles Rathaus &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Electronic Government</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:43:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelles Rathaus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[E-Procurement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><b>Electronic Government</b></p><p><b>Neue Potentiale für einen modernen Staat. Ein Buch von Professor Birger P. Priddat und Stephan A. Jansen</b></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Electronic Government</strong><br />
<strong>Neue Potentiale für einen modernen Staat. Ein Buch von Professor Birger P. Priddat und Stephan A. Jansen</strong><br />
Stell Dir vor, es sind (Online-)Wahlen und keiner geht hin. Die Virtualisierung der Politik schreitet voran. Zunehmend läuft die politische Kommunikation auch über das Internet. Die Anforderungen an einen modernen Staat und seine Verwaltung in einem globalen Wettbewerb der politischen Systeme haben sich stark verändert. Weltweit entstehen Konzepte, die vor allem auf dem Einsatz der Informations-und Kommunikationstechnologien basieren. Nach eCommerce im Handel (B2C) und eBusiness zwischen Unternehmen (B2B) wird sich eGovernment (G2G/G2B/G2C) in den kommenden Jahren rasant entwickeln: die Digitalisierung des öffentlichen Sektors.<br />
Die Auswirkungen für das Verhältnis von Politik, Staat, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern sind heute erst in Ansätzen erkennbar.Was geschieht, wenn die Strukturen geschaffen sind, die uns den Eintritt in die eDemocracy ermöglichen? Was, wenn der Bürger zu jeder anstehenden Entscheidung sein Votum online abgeben darf? Und wenn der Bürger aber kein Interesse daran hat, seine Freizeit vor dem Bildschirm zu verbringen?<br />
&#8220;Digitale Politik (&#8230;) trägt zu einer Vitalität der repräsentativen Demokratie bei, aber sie umgeht auch weitgehend die Nichtinteressierten&#8221;.<br />
Worin liegen die Chancen des eGovernments? Die Argumentationsstruktur der beiden Autoren ist denkbar einfach. Die Analyse von eGovernment bewegt sich zwischen den beiden klassischen Polen, &#8220;Angebot und Nachfrage&#8221;. Als Dreingabe gibt es dann noch eDemocracy. Eine strikte Kunden- und Auftraggeberorientierung soll die Demokratisierung der Gesellschaft vorantreiben. Gerade diese Sichtweise macht dieses Buch so lesenswert. Effizienz, ein zentraler Begriff der Ökonomie, hilft hier immer wieder auf die Grundfrage zurückzukommen: Was bringt\&#8217;s? Dies verwundert nicht. Aus den Wirtschaftswissenschaften kommend, geht es den beiden Autoren immer um Kostenminimierung und Nutzenmaximierung und dies selbstverständlich für alle Seiten. Der Bürger soll vom Staat ein Maximum an Dienstleistung zu einem geringen Preis erhalten. Der Staat erwartet das gleiche wiederum von den Leistungen, die er sich hierfür auf dem Markt beschaffen muß. Für die Unternehmen ist der öffentliche Sektor schließlich ein immer größer werdender Markt, der bedient werden will. &#8220;Veranschaulichen wir uns das Volumen der Beschaffung der öffentlichen Hand, dann wird schnell offenbar, daß wir es hier mit einer bisher unbegreiflicherweise stark vernachlässigten Komponente des eGovernments zu tun haben, wo allein im europäischen Kontext EU-weite Ausschreibungen im Wert von einer Billion EURO erfolgen&#8221;<br />
Die Autoren stellen sich die Frage, welche Einsparmöglichkeiten eGovernment für den öffentlichen Sektor bietet. Sie fragen sich, ob eGovernment ein geeignetes Mittel für eine Modernisierung von Politik und Verwaltung sei und ob eGovernment auf eine Nutzenmaximierung für den Bürgers hinauslaufen könne.<br />
Die andere Seite ihres Ansatzes untersucht die Fragestellung, dernach mit Hilfe des eGovernments mehr Demokratie gewagen werden könne.<br />
&#8220;Die wahren Komplexitäten des Konzepts (des eGoverment) beginnen gerade erst sichtbar zu werden&#8221;<br />
Das Buch baut auf einem Diskussionspapier auf, das anläßlich des Berliner Gipfeltreffens von Bill Clinton, Gerhard Schröder und Lionel Jospin vorgestellt wurde.<br />
Das <a href="http://www.competencesite.de/ebusiness.nsf/fbfca92242324208c12569e4003b2580/f61955808e48db8cc1256a850040a7a3!OpenDocument&amp;Highlight=2,government">erste Kapitel des Buches</a> kann online unter heruntergeladen werden. Hier findet man einen guten Überblick darüber, worum es Priddat und Jansen geht.<br />
Virtuelle Rathäuser, eine neue Beschaffungspolitik der Verwaltungen und eDemocracy seien die drei wichtigsten Dimensionen des eGovernments. Die virtuellen Rathäuser sollen bedarfsgerecht entsprechend der Nachfrage zugeschnitten werden. Ein 24 Stundenservice wird selbstverständlich. Das Angebot der Rathäuser orientiert sich ebenfalls an der Nachfrage. Auch die Beschaffungspolitik der Verwaltungen wird marktwirtschaftlichen Prinzipien untergeordnet. &#8220;Marktnähere Verhandlungen mit der Wirtschaft&#8221; sollen eine deutliche Kostenreduktion ermöglichen. eDemocracy soll letztlich Anbieter und Nachfrager zusammenführen. Nicht die Politik alleine, nicht ein Beamtenapparat soll entscheiden, was für den Bürger gut und was schlecht für ihn sein soll. Der Bürger selbst soll mitbestimmen:<br />
&#8220;Etwa um den Verlauf einer Straße, die Größe eines Neubaus oder einen Tunnel vorab dreidimensional im Netz zu simulieren.&#8221;<br />
Die Haupttrends des eGovernments werden von Priddat und Jansen darin gesehen, daß Produktion und Konsumtion sich mehr und mehr verschränken werden (prosumerism). Prognostizierbar sei auch die Entwicklung zu einem &#8220;Ideal eines &#8220;zero gravity state&#8221;. Die Autoren nennen dies &#8220;intelligentes Outsourcing&#8221;, das nicht gleichbedeutend sei mit Privatisierung, &#8220;da die kommunikative Wertschöpfungssteuerung&#8221; bei der Politik verbleibt&#8221;. Die Einspareffekte, die sich hieraus ergäben, werden von Priddat/Jansen zwischen 25 und 75 Milliarden DM beziffert. Ein weiterer Trend soll den Bürger in die Entscheidungsfindung einbinden. Vorbild ist die &#8220;Agora&#8221; &#8211; &#8220;der politische Marktplatz der alten Athener&#8221;. &#8220;E-Democracy entwickelt sich dabei als Ersatz und komplementär zu den Parteien (&#8230;)&#8221; Die Parteien &#8220;können durch Formen der direct democracy &#8211; wie durch konkrete Projektbefragungen über Internet ersetzt werden.&#8221;<br />
Wird dem Bürger nicht nach all diesen schwerwiegenden Entscheidungen die Zeit etwas lang, die er am heimischen PC verbringen soll? Die Autoren bauen auf die Attraktivität der virtuellen Behördenauftritte. &#8220;(&#8230;) für die öffentlichen Institutionen kann das entstehende Gefühl &#8220;endlich ist auch der öffentliche Sektor sexy!&#8221; eine wohltuende Umkehr der Motivation für das zwingend notwendige Änderungsmanagement sein.&#8221; Insgesamt sehen die Autoren im eGovernment die Zukunft des Staates. &#8220;Die Chancen stehen gut, weil die derzeit bremsenden Aspekte der Internetnutzung für den privaten und professionellen Bereich &#8211; Transaktionssicherheit, Vertrauen, Standards, Rechtssicherheit, einfache Benutzbarkeit der Technologien etc. &#8211; genau die Themen sind, die die Politik umsetzen muß, damit sie selber das Internet nutzen kann.&#8221;<br />
Selbst wenn wir davon ausgehen, daß der mündige Bürger ein durch die Möglichkeiten des eGovernment gestärktes Interesse an einer Beteiligung am politischen Prozeß hat. Solange nicht jeder Bürger einen Internetzugang hat und damit die gleiche Chance hat, sich an der eDemocracy zu beteiligen &#8211; um vielleicht seinen Unwillen über das eGovernment zum Ausdruck zu bringen &#8211; solange gilt: &#8220;Digital divide &#8211; die Teilung der Gesellschaft in Netzaktive und Netzinaktive &#8211; ist kein Argument gegen die Extension von eDemocracy und eGovernment, da es sich um eine Ausweitung von politischen Informations, Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten handelt, die zu den anderen hinzutreten. Digital politics ist ein Aktivierungspotential, kein Ersatz für die bisherigen politischen Formen&#8221;<br />
Stell Dir vor es sind elektronische Wahlen, aber nicht jeder kann hin.</p>
<table width="204" border="0" cellspacing="0" cellpadding="6" align="left">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" bgcolor="#FFCC00" width="189"><strong>Buch-Info:</strong><br />
Stephan A. Jansen/Birger P. Priddat: Electronic Government. Neue Potenziale für einen modernen Staat. Klett-Cora,Stuttgart 2001.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Christian Ude</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_christian_ude-482/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_christian_ude-482/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Aug 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelles Rathaus]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Ude]]></category>
		<category><![CDATA[Münchnen]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<table border="0">
	<tbody>
		<tr valign="top">
			<th align="right">Moderator:</th>
			<td>Sehr geehrter Herr Dr. Ude, im Namen von TV1.DE und politik-digital 
			begruessen wir Sie ganz herzlich zu unserer heutigen digitalen 
			Diskussionsrunde.<br />
			</td>
		</tr>
		<tr valign="top">
			<th align="right">Moderator:</th>
			<td>Beginnen wir mit der ersten Frage]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Sehr geehrter Herr Dr. Ude, im Namen von TV1.DE und politik-digital<br />
			begruessen wir Sie ganz herzlich zu unserer heutigen digitalen<br />
			Diskussionsrunde.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Beginnen wir mit der ersten Frage
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">spaceboy:</th>
<td>Wie fühlt man sich als SPD-Bürgermeister in der CSU-Hochburg<br />
			Bayern?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Man fühlt sich traditionell gut, denn München ist eine<br />
			sozialdemokratische Hochburg&#8230;&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Alle meine Amtsvorgänger sind ebenfalls Sozialdemokraten. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hurry_up:</th>
<td>Welchen Stellenwert messen Sie dem Internet in der<br />
			Verwaltungslandschaft der Zukunft bei?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Einen riesigen Stellenwert, München ist vor Kurzem von Focus als<br />
			Internetstadt Nr. 1 ermittelt worden&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>wir machen erste Erfahrungen mit einem virtuellen Rathaus
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hajo:</th>
<td>Soll das neue Muenchen-Portal privat betrieben werden oder ganz in<br />
			oeffentlicher Hand bleiben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Das einzige Problem ist momentan noch die digitale Signatur, also die<br />
			Unterschrift für die Vorgänge im Computer
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Wir werden unser Münchner Portal www.muenchen.de in städtischer Hand<br />
			behalten, weil das von unschätzbarem Wert ist&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>zukünftig aber eine public private partnership gründen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">spaceboy:</th>
<td>Inwiefern wollen Sie sich als Oberbuergermeister dafuer einsetzen,<br />
			dass Muenchen im digitalen Bereich Kontakt zur deutschlandweiten Spitze<br />
			halten kann?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Mit allen MItteln, die wir überhaupt haben, beispielsweise:<br />
			elektronische INfosäulen für alle Gäste und Touristen der<br />
			Stadt..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>wir haben ein virtuelles Rathaus, in dem man bereits alle A n träge<br />
			und Formulare abrufen kann&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Zu 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Sämtliche ERkenntnisse der STatistiken werden wir optisch aufbereitet<br />
			im Internet ausstellen, bis 2002 werden wir sämtliche Arbeitsplätze der<br />
			Stadt ans Netz gebracht haben
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">cyborg:</th>
<td>Wie sieht es denn bei Ihnen in Muenchen mit Internetzugaengen in den<br />
			Schulen aus?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Sicherlich gibt es Nachholbedarf an den Schulen, aber alle<br />
			erforderlichen Beschlüsse sind bereits gefasst&#8230;&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>wir werden in wenigen Jahren in jedem Raum, bei jeder Lehrkraft einen<br />
			eigenen PC haben. An den beruflichen Sch ulen findet die Vernetzung<br />
			bereits jetzt in den S o mmerferien statt&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Für jeden einzelnen Schüler wird es allerdings keine Computer oder<br />
			Laptops geben
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">symLynX:</th>
<td>Herr Ude, die Bundesregierung hat heute die digitale Signatur<br />
			abgesegnet. Es kann losgehen! Wie bald können wir unsere Steuerbelege per<br />
			signierter Email einreichen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Die juristischen Fragen sind geklärt, das ist wahr. aber in der Praxis<br />
			ist es äußerst kompliziert&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>wir fangen probeweise in einigen Verwaltungsbereichen an, in denen<br />
			nicht allzu viel passieren kann. Das ganze werden wir im virtuellen<br />
			Rathaus einführen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">fadget:</th>
<td>Wie kommt es, dass man ausgerehnet in Bayern so viel Wert auf Internet<br />
			und High-Tech legt?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Der Spruch Laptop und Lederhose kommt von Roman Herzog&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>es war schon als Kompliment an Bayern gedacht. Es gibt zwischen<br />
			München und dem Staat Bayern (trotz unterschiedlicher politischer<br />
			Farben)&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>da eine Meinung: wir wollen eine Spitzensituation auf dem High-Tech<br />
			Markt und sind mit Sicherheit auf dem richtigen Weg.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">wasner:</th>
<td>werden die städt. krankenhäuser ebenfalls neue computer erhalten, denn<br />
			unsere im schwab.krhs. sind veraltet,gehen langsam und sind oft außer<br />
			betrieb.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Für Fadget: die Arbeitslosigkeit ist sehr gering und das ist doch ein<br />
			schönes Beispiel
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Vorab: alle anderen Geräte sind sehr modern. Die Beschwerde über die<br />
			Computer kann ich verstehen, aber leider ist es so, dass diese Geräte nach<br />
			wenigen Jahren veraltet sind&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>ich bin oft im schwabinger Krankenhaus &#8211; das ganze Krankenhaus wird<br />
			jetzt auf den neuesten Stand gebracht, aber wann genau die neuen C omputer<br />
			kommen, kann ich nicht genau sagen oder aus dem Ärmel schütteln.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">wasner:</th>
<td>wie wollen sie erreichen,dass auch die kinder der sozialschwachen<br />
			familien einen computer besitzen ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Das ist für mich einer der zentralen Punkte der<br />
			Informationsgesellschaft &#8211; wer nicht drin ist, bleibt draußen. Wer<br />
			keinen&#8230;..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Internet-zugang hat, wird in Zukunft schwer benachteiltigt sein. Ich<br />
			halte online-für-alle für eine zentrale gesellschaftliche<br />
			Anforderung&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Wir können helfen, in dem jedes Schulkind den Zugang zum Internet hat,<br />
			in Altenheimem kann man Schnupperkurse gebe&#8230;..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>da gerade gehbehinderte dadurch viel Vorteil haben werden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">BlueMagic:</th>
<td>Gibt es denn für die Gymnasien bereits Lehrpläne zum Einsatz neuer<br />
			Medien? Habe den Eindruck die Schulen/Lehrkräfte sind damit noch<br />
			überfordert!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Erste Feststellung: die Lehrpläne sind Sache der Bundesländer. Da ist<br />
			eine schlimme Schwerfällligkeit zu beobachten. &#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>2. FEststellung: man braucht Lehrer, die damit umgehen können &#8211; aber<br />
			an fast jeder Schule sind die Schüler besser&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Entweder man hält mit der Entwicklung Schritt, oder man fällt zurück &#8211;<br />
			da müssen die Lehrer nachlernen. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">dornroeschen:</th>
<td>Wie stehen Sie zur Meinungsfreiheit im Internet? Wo müssen Grenzen<br />
			gezogen werden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Für Bluemagic: es geht nicht an, dass wir einerseits überlastete und<br />
			anderereits arbeitslose Lehrer haben. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Die Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht &#8211; auch im Internet. Aber wenn<br />
			es Formen von Menschenhandel annimmt &#8211; pornografische Ringe betreiben &#8211;<br />
			widerwärtigster Sex mit Kindern ist, oder wenn es national&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>sozialistische Gewaltverherrlichung ist, dann müssen sämtliche<br />
			Schritte angewendet werden, um das zu unterbinden. DAs Internet ist kein<br />
			rechtsmittelfreier Raum. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>an dieser Stelle wird nachgehakt
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r564162:</th>
<td>Sind Sie für ein Verbot der rechtsradikalen Parteien?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Die Anforderungen an ein Verbot sind extrem hoch und sobald eine<br />
			Partei verboten ist, kann einen Nachfolgeorganisation gegründet<br />
			werden&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>darum reicht ein Verbot nie aus, um so ein Problem zu lösen. Bei der<br />
			NPD könnten die Vorraussetzungen erfüllt sein&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>wenn die ERkenntnisse der Polizei ausreichen, dann sollte man diesen<br />
			WEg gehen, aber man sollte der NPD keinen Triumph vor dem<br />
			Bundesverfassungsgericht gönnen oder ihn ihr gar verschaffen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">symLynX:</th>
<td>Im Falle des &quot;Hamburger Sturm&quot;s wurde den Personen auch die Gründung<br />
			einer Nachfolgeorganisation verboten. Ist das bei der NPD<br />
			realisierbar?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Es ist prinziell natürlich möglich -a ber man sollte sich keine<br />
			Illusionen machen, wie weit das bundesweit möglich ist&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>in München gibt es gar keine NP
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Sorry: NPD &#8211; das Problem sind ausländerfeindliche<br />
			Organisationen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Themenwechsel:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">fadget:</th>
<td>Wie kommen sie eigentlich mit Edmund Stoiber klar?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Die Situation in München ist vergleichsweise positiv &#8211; keine<br />
			Wahlerfolge von rechtsradikalen Parteien, keine skinheadszene, keine<br />
			groben Übergriffe gegen Ausländer. &#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>trotzdem gibt es die Gefahr, dass ausländerfeindliche Tendenzen<br />
			überschwappen. Wir tun viel gegen Ausländerfeindlichkeit, beispielsweise<br />
			durch die Jugendarbeit..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Für Fadget; immer wenn es um die Belange um München geht &#8211; sehr<br />
			gut&#8230;..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>wir sind ungefähr gleichzeitig ins Amt gekommen und haben uns auf<br />
			einer guten Ebene gefunden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">al.hart:</th>
<td>Wie kommen Sie mit der Losaliste in München zurecht
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>es scheint gewisse Verzögerungen bei der Übertragung zu<br />
			geben
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Die Rosaliste: es ist eine Vereinigung der Schwulen und Lesbenszene<br />
			mit einem sehr renommierten STadtrat an der Spitze. Ich arbeite mit dieser<br />
			Liste sehr gut und erfolgreich zusammen&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>ich bin auch seit vielen Jahren Schirmherr des &quot;Christopher Street<br />
			DAy&quot;. In MÜnchen ist es kein Fernziel die Schwulen und Lesben zu<br />
			beteiligen &#8211; sondern längst Realiät
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">fadget:</th>
<td>Wie beurteilen sie die Situation der bayerischenSPD nachdem Renate<br />
			Schmitt aufgehört hat?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Für Fadget: ich bin auch gefragt worden, ob ich nicht an die Spitze<br />
			der bayer. SPD gehen will&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>es hat uns hart getroffen, weil sie unsere populärste Politikerin ist,<br />
			aber mit Franz Maget haben wir jetzt ein Team, das erfolgreich arbeiten<br />
			wird. NOch ist er nicht so bekannt, aber das wird schon<br />
			werden&#8230;..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Ich bin von der MÜnchner Bevölkerung zum OB gewählt worden, das ist<br />
			eine 80 STd. Woche, da kann man keinen Landesverband so nebenher<br />
			leiten&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>aber ich werde Franz Maget mit allen Kräften unterstützen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r945844:</th>
<td>Was muss die SPD in Bayern tun, um in der breiten Öffentlichkeit in<br />
			Bayern endlich einmal als politische Alternative zur CSU wahrgenommen zu<br />
			werden ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Das ist eine schwierige Frage, für die es kein einfaches Patentrezept<br />
			gibt, aber wir müssen als starkes Team auftreten, nicht als S ammelverband<br />
			von Solisten&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>wir müssen uns auf wenige Themen kon zentrieren, wir müssen mit der<br />
			Bundesregierung zusammenarbeiten, denn das ist unser größter Trumpf: ein<br />
			Teil &#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>der regierenden Sozialdemokratie zu sein und nicht ein Trupp von<br />
			Köpfen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Kommen wir mehr zu Ihnen persönlich
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">antigone:</th>
<td>Hallo Herr Ude! Wieso sind Sie nebenberuflich Kabarettist? verträgt<br />
			sich das mit dem Politikerdasein?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Nebenberuflich ist übertrieben &#8211; in Wahrheit sind es einige Abende p<br />
			ro Jahr &#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>es macht mir sehr viel spass, man kann Dampf ablassen und eine<br />
			kritische Distanz bewahren zum Politikbetrieb. Ich nehme vor<br />
			alle
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>sorry nochmal: vor allem mich selber auf den Arm.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">tomrob:</th>
<td>wann und wo kann man Sie denn live als Kabaretist<br />
			bewundern??
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Beispielsweise kann ich auf meine Bücher verweisen, in denen ich<br />
			natürlich versuche mich selber auf den Arm zu nehmen. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Außerdem kann ich manchmal auch das Wahlvolk auf die Schippe nehmen,<br />
			das manchmal nur nörgeln will und mir schon so manchen Abend fast<br />
			verdorben haben, weil sie nur nörgeln wollen und für sachliche Argumenten<br />
			gar kein O hr haben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>beachten Sie bitte tomrobs frage
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>bitte, bitte;-)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Für Tomrob: immer wieder mal im Schlachthof, ein großes Wirtshaus in<br />
			MÜnchen, oder im Wirtshaus am Hart, oder bei Autorenlesungen&#8230;so ca 10 x<br />
			im Jahr. &#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>ich kündigt es auch immer auf meiner HP an: www.christian-ude.de, da<br />
			sind immer die aktuellen Termine
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">jochen:</th>
<td>Wie stehen Sie als Kabarettist zu Kollegen wie Hans Söllner, die<br />
			teilweise heftige Aussagen vertreten?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Ich will keine Zensuren erteilen , schon gar nicht über Kollegen. Aber<br />
			meine Tonart ist eben anders, eher an Dieter Hildebrandt<br />
			geschult&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">antigone:</th>
<td>Wie finden Sie die Zeit, nebenbei noch Bücher zu schrieben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Ich habe Familie &#8211; ich habe eine Frau mit 6 Kindern geheiratet, so<br />
			dass ich die Bücher in den Ferien schreibe. &#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Ansonsten schreibe ich einzelne Kapitel mal a
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>gleich kommen wir zum fussball;-)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>m Wochenende.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Robert:</th>
<td>Wie sieht es aus mit dem Bau eines neuen Fußballstadions? Die WM 2006<br />
			sollte doch Grund genug für eine baldige Entscheidung sein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Also der aktuellste Stand ist, dass der STadtrat ist zum Umbau des<br />
			Olympiastadions bereit, das hat er schon vor Jahren beschlossen, Die Frage<br />
			ist nur&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>wie weit der Umbau geht und wie teuer er sein kann. Die billigste<br />
			Version kostet 140 Mio. Die weitest gehende Version würde das Stadion<br />
			vollkommen&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>umwandeln &#8211; würde aber von den Fussballvereinen bevorzugt werden.<br />
			Derzeit bemühen sich die Arvchitekten einen Entwurf bis Oktober<br />
			vorzulegen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">chris:</th>
<td>Ist es nicht beschämend, die Frage Olympiastadion so lange von der<br />
			Stadt aus hinauszuschieben, wo überall in der Republik neue nbzw. alte<br />
			Stadien renoviert werden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Die Frage sollte er dem FC Bayern stellen. Die Stadt war schon vor<br />
			Jahren zum Umbau bereit&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>doch dann hat der FC Bayern erst nicht zugestimmt und ist erst später<br />
			auf das Olympiastadion zurückgekommen. &#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Der Umbau des STadion kann nach der Leichtathlektik-meisterschaft<br />
			stattfinden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Und das ist nach dem Sommer 2002.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Kommen wir zum outing;-)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Robert:</th>
<td>Mit wem halten Sie es, dem FC Bayern oder den Löwen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Das ist kein Geheimnis: ich bin lebenszeit Mitglied und Aufsichtsrat<br />
			bei den Löwen &#8211; vielleicht ist das auch ein Grund , warum die Bayern-FAns<br />
			gerne auf mich schimpfen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>besonders nach den letzten beiden Lokal-Derbys
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">sebastian:</th>
<td>Freuen sie sich schon aufs anzapfen??
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Die Stadionfrage wird von den Löwen-Fans ganz anders gesehen, denen<br />
			ist das gleichgültig, die würden gerne in das alte Stadion in Giesing<br />
			zurückkehren würden, aber das geht nicht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Für Sebastian: Ich werde zum 8. Mal anzapfen, und ich freue mich<br />
			unbandig auf die Wiesn &#8211; auch aufs A nzapfen, nachdem ich es mittlerweile<br />
			heraushabe&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>beim 1. Mal habe ich mich noch ein wenig deppert angestellt, jetzt<br />
			nicht mehr, jetzt ist es fast Routine.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Kommen wir zur letzten Frage:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r945844:</th>
<td>Wie denken Sie darüber, dass in der Landeshauptstadt München kaum ein<br />
			Schüler mehr bayerisch spricht oder versteht ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Ich finde es ausgesprochen schade, das ist aber kein Münchner Thema &#8211;<br />
			das ist in allen bayerischen Städten so. &#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>das liegt an jeder Familie, das die Kinder mehr Anglizismen kennen,<br />
			als bayerische Ausdrücke. Ich habe damals Bayerische Ausdrücke von den<br />
			Mitschülern gelernt&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>bei den heutigen Schülern habe ich den Eindruck,d ass sie Hochdeutsch<br />
			und Pseudoenglisch beherrschen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Herr Dr. Ude, im Namen von TV1.De und politik-digital danken Ihnen<br />
			fuer die interessante Diskussion und wir hoffen, dass es Ihnen Spaß<br />
			gemacht hat.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>NOch eine Sache: &#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>auswärtige Brauereien auf der Wiesn..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>der MÜnchner 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Stadtrat ist einstimmig der Meinung, dass nur einheimische Brauereien<br />
			auf der Wiwe
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>sorry: auf der Wiesn sein sollen. Das verärgert Auswärtige natürlich,a<br />
			ber würden wir nur einen auswärtigen Brauereibetrieb..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>hereinlassen, dann müssten wir alle hereinlassen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Ein schönes Schlusswort!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ChristianUde:</th>
<td>Ich fahre jetzt wieder vom Flughafen heim nach München, gute Nacht und<br />
			großen Dank an alle!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Das Transcript gibt es in den folgenden Tagen bei politik-digital<br />
			nachzulesen.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_christian_ude-482/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Interaktive Rathäuser in Deutschland</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/interaktive_rathaeuser_in_deutschland-600/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/interaktive_rathaeuser_in_deutschland-600/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[hkubicek]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 1998 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelles Rathaus]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wieviel digitalen Service bieten kommunale Verwaltungen?</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wieviel digitalen Service bieten kommunale Verwaltungen?</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Elektronische<br />
Verwaltungsdienstleistungen werden von Politikern gefordert und von<br />
Bürgern gewünscht. Mit der Verbreitung neuer Informationstechnologien<br />
(IT) soll damit eine neue und<br />
verbesserte Form der Bürger-Verwaltungs-Interaktionen erreicht werden.<br />
Die vorliegende Studie hat gezeigt, daß die kommunalen Verwaltungen in<br />
Deutschland zunehmend an der<br />
Entwicklung entsprechender Angebote arbeiten. Eine Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktionen konnte mit ihnen aber bisher so gut<br />
wie nicht erreicht werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Studie lag ein<br />
Interaktionsbegriff zugrunde, der zwischen verschiedenen, grundsätzlich<br />
aufeinander aufbauenden Stufen der Bürger-Verwaltungs-Interaktion<br />
unterschied. Über die<br />
erste Stufe A, dem Paar &quot;Lesen &#8211; Veröffentlichen von Informationen&quot;,<br />
hinaus boten nur 74 Kommunen Interaktionsmöglichkeiten auf höheren<br />
Stufen an. Zum Vergleich: In Deutschland<br />
gab es 1996 116 kreisfreie Städte sowie ca. 14.700 Gemeinden (ohne<br />
Stadtstaaten) (Naschold/Bogumil 1998: 112). Bei den untersuchten<br />
Angeboten wurden die Interaktionsformen B,<br />
&quot;Fragen &#8211; Antworten (via E-Mail)&quot;, C1, &quot;holen/beschaffen von Formularen<br />
&#8211; anbieten von Formularen&quot;, und C2, &quot;schreiben/unterschreiben &#8211;<br />
empfangen von Formularen&quot;, realisiert.<br />
Weitergehende Interaktionsformen, wie C3, &quot;bezahlen-verbuchen&quot;, C4,<br />
&quot;nachfragen/kontrollieren &#8211; verfolgen&quot; und C5, &quot;Leistung empfangen &#8211;<br />
Leistung erbringen&quot;, sind in den von uns<br />
untersuchten Angeboten nicht vollständig online realisiert worden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Unter den interaktiven Angeboten<br />
herrscht eine große Vielfalt und eine Tendenz zur Isolation. Fast immer<br />
handelt es sich um vereinzelte Angebote. In der Regel sind es nur<br />
wenige<br />
Behörden in einer Stadt, die ein interaktives (im Sinne von Stufe B und<br />
C) Angebot anbieten. Mal sind es die Entsorgungsbetriebe, mal die<br />
Volkshochschulen, mal die<br />
Einwohnermeldeämter. Dabei werden so gut wie nie alle Leistungen einer<br />
Behörde online angeboten, auch wenn sie in ihrer Form durchaus der<br />
jeweils angeboten Leistung entsprechen.<br />
Typisch sind aus dem Aufgabenbereich der Einwohnermeldeämter ein oder<br />
zwei Formulare &#8211; zumeist ein Antrag zu Lohnsteuerkartenanträgen oder<br />
der Antrag auf ein Führungszeugnis.<br />
Für den Bürger heißt dies, daß er keine stabile Erwartungshaltung<br />
gegenüber dem Online-Angebot von öffentlichen Verwaltungen aufbauen<br />
kann. Auch wenn er weiß, daß &quot;seine&quot; Stadt<br />
oder Gemeinde Online-Formulare bereithält &#8211; und dies ist bereits die<br />
Ausnahme -, kann er selten sicher sein, daß auch sein aktuelles<br />
Anliegen unterstützt wird. Geweckte Hoffnungen zu<br />
enttäuschen, kann schädlich sein. Dies ist zu bedenken, wenn Kommunen<br />
ihre Angebote bereits als &quot;virtuelle Rathäuser&quot; anpreisen, obwohl &quot;nur&quot;<br />
Vergnügungsanmeldungen,<br />
Standesamtformulare, Parkausweise oder Wein (!) bestellt werden können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Bewertung der Online-Angebote<br />
orientierte sich in der Untersuchung an zehn Kategorien: Breite und<br />
Tiefe des Angebotes; Transparenz; Suchmöglichkeiten;<br />
Benutzerfreundlichkeit;<br />
Elektronische Korrespondenz; Design und Aufbau der Formulare;<br />
Vertrauenswürdigkeit; Datensicherheit und Datenschutz; Technische<br />
Voraussetzungen für die Nutzung und<br />
Nutzungsvorteile. Für eine detaillierte Zusammenfassung der<br />
Erkenntnisse aus dieser Bewertung sei auf die entsprechenden Abschnitte<br />
in Kapitel 4 verwiesen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf der Interaktionsstufe A, die<br />
vorbereitenden Charakter für die weiterführenden Interaktionsstufen<br />
hat, sind die Quantität und Qualität der angebotenen Informationen<br />
entscheidend.<br />
Etwa gut die Hälfte der untersuchten Angebote bot Informationen aus<br />
allen Verwaltungsbereichen an. Bei den grundlegenden Informationen wie<br />
Öffnungszeiten, Adressen, usw. boten nur<br />
zehn Städte ausführlichere Informationen als übliche<br />
Telefonbucheinträge an. Auch die &quot;Was-erledige-ich-wo?&quot;-Listen sind<br />
längst nicht in allen Kommunen Standard. Vor diesem<br />
Hintergrund unterscheiden die Webseiten sich kaum von den<br />
Behördenübersichten in den Gelben Seiten. Berücksichtigt man die<br />
gelegentlich mangelnde Transparenz und<br />
Vertrauenswürdigkeit der Angebote, ist fraglich, ob die Online-Medien<br />
gegenüber den Printmedien nutzer-freundlicher gestaltet sind. Gute<br />
Suchmaschinen, der vorsichtige Einsatz von<br />
Frames, spezielle Ausfüllhilfen und die &quot;Link&quot;<br />
(Verbindungs)-Möglichkeiten des Hypertexts, sowie besondere Hilfetexte<br />
können die Benutzungsfreundlichkeit eines Online-Angebotes<br />
gegenüber schriftlichen oder telefonischen Alternativen der<br />
Anliegensverfolgung verbessern; was anhand von Beispielen aufzeigbar<br />
wäre. Leider gibt es ebensoviele Negativ-Beispiele, in<br />
denen sich eine gewisse Technikverspieltheit kontraproduktiv auswirkt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf der Interaktionsstufe B<br />
dominieren zentrale EMail-Adressen, die Anlaufstelle für<br />
unterschiedlichste Fragen, Anregungen und Kritik sind. Dabei bleiben<br />
zielgenaue Anfragen die<br />
Ausnahme. Die elektronische Erreichbarkeit innerhalb kommunaler<br />
Verwaltungen ist sehr unterschiedlich und damit für den Bürger<br />
schwierig nachzuvollziehen. Dazu kommen oft lange<br />
Antwortzeiten (länger als eine Woche). In solchen Fällen können<br />
Anliegen mit Telefon, Fax oder sogar &quot;Snail-Mail&quot; schneller und<br />
präziser verfolgt werden. Einige Kommunen teilten uns<br />
erst auf unsere Anfrage hin mit, daß bei ihnen Formulare auch per EMail<br />
bestellt werden können. Es stellt sich die Frage, warum darauf nicht<br />
auf den entsprechenden Informationsseiten<br />
hingewiesen wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Daß die Interaktionsstufe C nur<br />
im Bereich &quot;Formulare herunterladen &#8211; veröffentlichen&quot; und &quot;Online<br />
abschicken &#8211; empfangen&quot; angeboten wird, wurde bereits erwähnt. Eine<br />
vollständige<br />
Anliegensverfolgung inklusive ihres Abschlusses &quot;online&quot; ist nicht<br />
möglich. Dafür kann bei vergleichsweise weniger komplexen<br />
Bestellvorgängen (z.B. von Informationsmaterial u.ä.) oder<br />
Anmeldungen wenigstens die Antragstellung komplett online erfolgen &#8211;<br />
die Bestätigung der Anmeldung oder die Zusendung des<br />
Informationsmaterials erfolgt dann per Post. Fast alle<br />
Online-Angebote der Stufe C können alternativ auch schriftlich und<br />
telefonisch erledigt werden. Insofern ist es besonders ärgerlich, daß<br />
nur in Ausnahmehilfen gute Hilfestellungen,<br />
erläuternde Informationen o.ä. genutzt werden. Dadurch werden die<br />
spezifischen Vorteile des Online-Mediums verspielt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die C-Angebote demonstrieren<br />
ähnlich wie auf den anderen Interaktionsstufen in der Zusammenschau<br />
Vielfalt und im Einzelfall Isolation. Hinzu kommt eine große Varianz in<br />
der<br />
technischen Bereitstellung. HTML-Formulare unterschiedlichster<br />
Komplexität und mit verschiedensten Formen der Eingabeunterstützung<br />
stehen neben Dokumenten, die mal als<br />
HTML-Seite, mal als Word-Dokument, komprimiert oder als PDF-Dokument<br />
heruntergeladen werden können. Dies alles setzt eine gewisse<br />
Vertrautheit der Bürger mit typischer<br />
Browser-, Textverarbeitungs- und File-Transfer-Software voraus.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Inhaltlich lassen sich bei diesen<br />
Angeboten gewisse Schwerpunktsetzungen erkennen, die einer<br />
Stabilisierung der Nutzererwartung förderlich sind. Häufig sind<br />
Bestellmöglichkeiten von<br />
entweder touristischen oder wirtschaftsbezogenen<br />
Informationsbroschüren. Weitere Online-Formulare sind am ehesten bei<br />
Leistungen des Einwohnermeldeamtes bzw. der Bürgerämter,<br />
der Abfallentsorgung, der Kfz-Anmeldung oder den Bildungseinrichtungen<br />
zu vermuten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Von besonderer Bedeutung sind bei<br />
einigen Anliegen die Vorschriften zur Wahrung der<br />
Rechtsverbindlichkeit. Oft erklären die Kommunen mit ihnen die nur<br />
teilweise mögliche<br />
Online-Erledigung dieser Anliegen. Ummeldungen können nur vorbereitet,<br />
müssen aber beim Bürgeramt noch unterschrieben werden,<br />
Ausweisverlustanzeigen können ausgedruckt,<br />
müssen aber persönlich beim Einwohnermeldeamt abgegeben werden. Was bei<br />
einigen Kommunen heruntergeladen werden kann, ist bei anderen Kommunen<br />
bereits online abschickbar.<br />
Dies unterstreicht die Spielräume, die bei interaktiven<br />
Online-Angeboten vorhanden sind und nur von den wenigsten Kommunen<br />
genutzt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Fast widersprüchlich mutet es an,<br />
daß einerseits eine &quot;noch ungeklärte rechtliche Situation&quot; als<br />
Entschuldigung für unvollständige Angebote in Anspruch genommen wird,<br />
andererseits aber<br />
das Thema Datenschutz und Datensicherheit auf den Webseiten praktisch<br />
vernachlässigt wird. Technische Möglichkeiten wie SSL-Verbindungen oder<br />
die Vergabe von Pin-Nummern,<br />
die bei anderen, kommerziellen Electronic Commerce-Anwendungen wie z.B.<br />
Flugbuchungen längst benutzt werden, finden keinen Einsatz bei den<br />
Kommunen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die interaktiven Online-Angebote<br />
sind in Deutschland bisher nicht über das Stadium des Experimentierens<br />
hinausgekommen. Dies soll nicht die Leistung derjenigen schmälern, die<br />
die zur<br />
Zeit vorgefundenen Online-Angebote entwickelt und aufgebaut haben.<br />
Häufig scheinen jedoch einzelne Prestigeprojekte der Verwaltung zu<br />
reichen, um sich mit einem &quot;virtuellen Rathaus&quot;<br />
gegenüber der Öffentlichkeit zu profilieren. Es ist nur selten<br />
ersichtlich, ob und wie diese Angebote erweitert werden sollen. Eine<br />
langfristige Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktionen kann nur dann erreicht werden, wenn<br />
die bestehenden Angebote, die in einzelnen Ansätzen durchaus<br />
vielversprechend sind, in umfassendere,<br />
konsequent aus Sicht der Bürger entwickelte Konzepte eingebunden<br />
werden. Dazu ist eine Analyse und Konzentration auf diejenigen<br />
Qualitäten, die eine Online-Interaktion zwischen<br />
Bürgern und Verwaltung nützlich machen, notwendig.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Spezifische Vorteile der<br />
Online-Medien werden zu nachlässig oder nicht genutzt. Wenn der<br />
Informationsgehalt auf den Webseiten nicht über die einschlägigen<br />
Eintragungen in den<br />
Telefonbüchern hinausgeht, sind letztere für die meisten Bürger in der<br />
Regel schneller, einfacher und billiger zu benutzen. Spezifische<br />
Vorteile der Online-Präsentation, wie die<br />
Möglichkeiten der Stichwortsuche, die auf den Tag genaue Aktualität<br />
oder die Verknüpfung mit weiterführenden, erläuternden und erklärenden<br />
Informationen, können nur bei einer<br />
sorgfältigen Redaktion der Verwaltungsseiten gewährleistet werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Technische und rechtliche Hürden<br />
werden vorschnell als Entschuldigung für minderwertige Online-Angebote<br />
in Anspruch genommen. Eine Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion kann auch bei einzelnen<br />
Interaktionsstufen sinnvoll sein, wenn sie entsprechend in die<br />
Anliegensverfolgung eingebunden sind. Häufig zeigen auch<br />
Angebote in anderen Städten zu ähnlichen Problemlagen, daß mehr möglich<br />
ist als dem Bürger auf den jeweiligen Web-Seiten gezeigt wird. Ein<br />
Vergleich der Ummeldemöglichkeiten in<br />
Oldenburg, Mannheim, Vechta und Münster kann diese Zusammenhänge an<br />
einem praktischen Beispiel verdeutlichen (s. Kap 4.10.).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Online-Angebote werden nicht<br />
aus Bürgersicht, sondern zu sehr aus der Verwaltungsperspektive<br />
erstellt. Interne Organisationspläne beeinflussen den Aufbau der<br />
Webseiten. Das<br />
Ressortprinzip begünstigt Einzellösungen. Typisch ist z.B. die<br />
Online-Ummeldung bei den Stadtwerken, ohne daß diese mit einer<br />
Ummeldung beim Einwohnermeldeamt verknüpft wird.<br />
Aus Bürgersicht muß es aber darum gehen, die notwendigen Anliegen nach<br />
Lebenslagen, und nicht nach Ämtern, zu integrieren<br />
(&quot;one-stop-government&quot;).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine Verknüpfung der<br />
Online-Angebote mit anderen Maßnahmen zur Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion ist notwendig. Webseiten können das<br />
Prinzip der in immer mehr<br />
Städten verfolgten Einrichtungen von &quot;Bürgerämtern&quot; sinnvoll ergänzen.<br />
Einige der innovativsten Angebote fanden wir in Städten, in denen es<br />
solche Bürgerämter gibt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein Austausch über mögliche<br />
Lösungen wird unter den Städten und Gemeinden nur in Ausnahmefällen<br />
praktiziert. Das Rad wird an vielen Stellen neu erfunden. Dabei ließen<br />
sich schon<br />
aus denjenigen Angeboten, die bis heute realisiert worden sind,<br />
nützliche Anwendungen zusammenstellen, die eine Steigerung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion bedeuten würden. Im<br />
Falle eines Umzuges könnte der Bürger seine Wohnung, den Hund, Strom,<br />
Wasser und Mülltonne in einem Zug allein von seinem PC (und mit einem<br />
Gang zum Briefkasten) ummelden.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Online-Angebote bedürfen<br />
einer Organisation, die die Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten der<br />
Bürger ernst nimmt. Dazu sind verwaltungsinterne und<br />
verwaltungsübergreifende<br />
Kooperationen notwendig. Auch eine Reihe externer Faktoren sind zu<br />
berücksichtigen, wie insbesondere der Vernetzungsgrad und die<br />
Medienkompetenz der Bürger. Auf sie kann in<br />
dieser Studie nicht eingegangen werden. Statt dessen soll die<br />
vorliegende Erhebung dazu beitragen, Stärken und Schwächen der<br />
bestehenden Online-Angebote aufzuzeigen, und damit in<br />
einer relativ frühen Phase der Entwicklung Perspektiven eröffnen, wie<br />
&quot;virtuelle Rathäuser&quot; im Sinne einer Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion erfolgreich weiterentwickelt<br />
werden können.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Digitaler Spargel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/digitaler_spargel-944/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Fast alle Städte sind im Netz, aber längst nicht alle Angebote sind gleich gut. Aufmachung und Service
der virtuellen Rathäuser divergieren sogar oft erheblich. Dabei sagt die Größe einer Stadt noch nichts über die
Professionalität der Seite aus. Auf der digitalen Landkarte haben wir einige Favoriten angesteuert, die besonders
überzeugen:</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Fast alle Städte sind im Netz, aber längst nicht alle Angebote sind gleich gut. Aufmachung und Service<br />
der virtuellen Rathäuser divergieren sogar oft erheblich. Dabei sagt die Größe einer Stadt noch nichts über die<br />
Professionalität der Seite aus. Auf der digitalen Landkarte haben wir einige Favoriten angesteuert, die besonders<br />
überzeugen:</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fahrt beginnt in <a href="http://www.mannheim.de/">Mannheim</a>. Die Seite ist angenehm übersichtlich<br />
und bietet neben dem gängigen Mix aus Tourismus, Wirtschaft und Lokalnachrichten auch Extras wie die aktuelle<br />
<a href="http://www.mannheim.de/verkehr/index.html">Verkehrslage</a> zur Ferienzeit. Eine<br />
Mannheimer Besonderheit ist das <a href="http://ice.mannheim.de/">virtuelle Bürgerforum</a>, in dem<br />
gegenwärtig Pläne der Bahn diskutiert werden, Mannheim als ICE-Bahnhof stillzulegen. Besonders fit ist die<br />
Universitätsstadt in <a href="http://www.mannheim.de/internetrathaus/index.html">virtuellen Verwaltungsdingen</a>:<br />
Ausweisangelegenheiten, KFZ-Kennzeichenreservierung und sogar Ausleihverlängerungen bei der Stadtbibliothek<br />
sind online möglich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Weiter geht&#8217;s Richtung Nord-Westen, dort wartet im flachen <a href="http://www.muenster.de/">Münster</a>land ein erster Web-Höhepunkt.<br />
Die Münsteraner haben sich etwas ausgedacht, das nicht nur Einheimische und Touristen auf die Seite lockt: der<br />
von Lesern geschriebene <a href="http://www.muenster.de/">Fortsetzungsroman</a> hat eine über Deutschland<br />
verstreute Fangemeinde. Außergewöhnlich in der city-web Landschaft ist auch die Möglichkeit, den Standesamttermin<br />
online zu reservieren und die Trauung per Webcam übertragen zu lassen. Neben der Internet-Hochzeit und der<br />
Geschichte um die Studentin Ruth bietet die Site natürlich auch alle anderen Standards.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.bremen.de/">Hansestadt Bremen</a> hat gemeinsam mit Bremerhaven ein visuell<br />
ansprechendes Webangebot konzipiert, bei dem allerdings die Informationsbeschaffung ein wenig Surfen erfordert.<br />
Die Suche wird aber mit einem ausgereiften Formularangebot belohnt, zu dem auch <a href="http://www.bremen.de/themen.html"><br />
elektronische Steuererklärungen</a> gehören.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die nächste Etappe führt in den hohen Norden nach <a href="http://www.hamburg.de/">Hamburg</a>. Die Hafenstadt wird<br />
ihrem internationalen Anspruch mit Informationen in <a href="http://dibis.dufa.de/">10 Sprachen</a> gerecht.<br />
Dazu gesellen sich zahlreiche Links mit <a href="http://www.hamburg.de/StadtPol/botschaft/welcome.htm">Reiseinformationen</a>,<br />
Auskünfte zu den Konsulaten sowie eine eigene Rubrik <a href="http://www.hamburg.de/Behoerden/Auslaenderbeauftragter/welcome.htm">der Ausländerbehörde</a>.<br />
Downloads der <a href="http://www.hamburg.de/Dibis/form/">gängigen Formulare</a> runden das Angebot ab.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nicht nur größere und große Städte können anspruchsvollen Service im Netz bieten. Ein Schwenk von Hamburg<br />
nach Osten tief ins Brandenburgische zeigt, dass auch im Märkischen Sand ambitionierte Online-Verwaltung<br />
möglich ist. Die <a href="http://www.beelitz.de/">Spargelstadt Beelitz</a> vor den Toren Berlins<br />
zählt zwar nur rund 11.000 Einwohner, kann aber mit einem ansehnlichen Webangebot aufwarten. Auch wenn der<br />
Gang zum Amt in Beelitz nicht ganz so weit sein dürfte, können die Bürger sich zu Hause alle notwendigen<br />
<a href="http://www.potsdam-mittelmark.de/beelitz/index.html">Formulare</a> herunterladen. Die Spanne reicht<br />
von Abfallentsorgung bis Impfempfehlungen. Für Umzüge halten die Beelitzer unter der Rubrik &quot;Verwaltung/Service&quot;<br />
eine eigene Serviceseite bereit, die alle notwendigen Schritte und Termine auflistet. Auch hier finden sich gleich die<br />
passenden Formulare und eine Hilfe beim Ausfüllen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zur Spargelzeit lohnt allerdings auch ein ganz realer Ausflug nach Beelitz &#8230;<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Interaktive Rathäuser in Deutschland</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/interaktive_rathaeuser_in_deutschland_0-946/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hkubicek]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelles Rathaus]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wieviel
digitalen Service bieten kommunale Verwaltungen?</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die
vorliegende Studie hat gezeigt, daß die kommunalen Verwaltungen
in Deutschland zunehmend an der Entwicklung entsprechender Angebote
arbeiten.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wieviel<br />
digitalen Service bieten kommunale Verwaltungen?</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die<br />
vorliegende Studie hat gezeigt, daß die kommunalen Verwaltungen<br />
in Deutschland zunehmend an der Entwicklung entsprechender Angebote<br />
arbeiten.</span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wieviel digitalen Service bieten kommunale Verwaltungen?</b></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Elektronische<br />
Verwaltungsdienstleistungen werden von Politikern gefordert und von<br />
Bürgern gewünscht. Mit der Verbreitung neuer Informationstechnologien<br />
(IT) soll damit eine neue und<br />
verbesserte Form der Bürger-Verwaltungs-Interaktionen erreicht werden.<br />
Die vorliegende Studie hat gezeigt, daß die kommunalen Verwaltungen in<br />
Deutschland zunehmend an der<br />
Entwicklung entsprechender Angebote arbeiten. Eine Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktionen konnte mit ihnen aber bisher so gut<br />
wie nicht erreicht werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Studie lag ein<br />
Interaktionsbegriff zugrunde, der zwischen verschiedenen, grundsätzlich<br />
aufeinander aufbauenden Stufen der Bürger-Verwaltungs-Interaktion<br />
unterschied. Über die<br />
erste Stufe A, dem Paar &quot;Lesen &#8211; Veröffentlichen von Informationen&quot;,<br />
hinaus boten nur 74 Kommunen Interaktionsmöglichkeiten auf höheren<br />
Stufen an. Zum Vergleich: In Deutschland<br />
gab es 1996 116 kreisfreie Städte sowie ca. 14.700 Gemeinden (ohne<br />
Stadtstaaten) (Naschold/Bogumil 1998: 112). Bei den untersuchten<br />
Angeboten wurden die Interaktionsformen B,<br />
&quot;Fragen &#8211; Antworten (via E-Mail)&quot;, C1, &quot;holen/beschaffen von Formularen<br />
&#8211; anbieten von Formularen&quot;, und C2, &quot;schreiben/unterschreiben &#8211;<br />
empfangen von Formularen&quot;, realisiert.<br />
Weitergehende Interaktionsformen, wie C3, &quot;bezahlen-verbuchen&quot;, C4,<br />
&quot;nachfragen/kontrollieren &#8211; verfolgen&quot; und C5, &quot;Leistung empfangen &#8211;<br />
Leistung erbringen&quot;, sind in den von uns<br />
untersuchten Angeboten nicht vollständig online realisiert worden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Unter den interaktiven Angeboten<br />
herrscht eine große Vielfalt und eine Tendenz zur Isolation. Fast immer<br />
handelt es sich um vereinzelte Angebote. In der Regel sind es nur<br />
wenige<br />
Behörden in einer Stadt, die ein interaktives (im Sinne von Stufe B und<br />
C) Angebot anbieten. Mal sind es die Entsorgungsbetriebe, mal die<br />
Volkshochschulen, mal die<br />
Einwohnermeldeämter. Dabei werden so gut wie nie alle Leistungen einer<br />
Behörde online angeboten, auch wenn sie in ihrer Form durchaus der<br />
jeweils angeboten Leistung entsprechen.<br />
Typisch sind aus dem Aufgabenbereich der Einwohnermeldeämter ein oder<br />
zwei Formulare &#8211; zumeist ein Antrag zu Lohnsteuerkartenanträgen oder<br />
der Antrag auf ein Führungszeugnis.<br />
Für den Bürger heißt dies, daß er keine stabile Erwartungshaltung<br />
gegenüber dem Online-Angebot von öffentlichen Verwaltungen aufbauen<br />
kann. Auch wenn er weiß, daß &quot;seine&quot; Stadt<br />
oder Gemeinde Online-Formulare bereithält &#8211; und dies ist bereits die<br />
Ausnahme -, kann er selten sicher sein, daß auch sein aktuelles<br />
Anliegen unterstützt wird. Geweckte Hoffnungen zu<br />
enttäuschen, kann schädlich sein. Dies ist zu bedenken, wenn Kommunen<br />
ihre Angebote bereits als &quot;virtuelle Rathäuser&quot; anpreisen, obwohl &quot;nur&quot;<br />
Vergnügungsanmeldungen,<br />
Standesamtformulare, Parkausweise oder Wein (!) bestellt werden können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Bewertung der Online-Angebote<br />
orientierte sich in der Untersuchung an zehn Kategorien: Breite und<br />
Tiefe des Angebotes; Transparenz; Suchmöglichkeiten;<br />
Benutzerfreundlichkeit;<br />
Elektronische Korrespondenz; Design und Aufbau der Formulare;<br />
Vertrauenswürdigkeit; Datensicherheit und Datenschutz; Technische<br />
Voraussetzungen für die Nutzung und<br />
Nutzungsvorteile. Für eine detaillierte Zusammenfassung der<br />
Erkenntnisse aus dieser Bewertung sei auf die entsprechenden Abschnitte<br />
in Kapitel 4 verwiesen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf der Interaktionsstufe A, die<br />
vorbereitenden Charakter für die weiterführenden Interaktionsstufen<br />
hat, sind die Quantität und Qualität der angebotenen Informationen<br />
entscheidend.<br />
Etwa gut die Hälfte der untersuchten Angebote bot Informationen aus<br />
allen Verwaltungsbereichen an. Bei den grundlegenden Informationen wie<br />
Öffnungszeiten, Adressen, usw. boten nur<br />
zehn Städte ausführlichere Informationen als übliche<br />
Telefonbucheinträge an. Auch die &quot;Was-erledige-ich-wo?&quot;-Listen sind<br />
längst nicht in allen Kommunen Standard. Vor diesem<br />
Hintergrund unterscheiden die Webseiten sich kaum von den<br />
Behördenübersichten in den Gelben Seiten. Berücksichtigt man die<br />
gelegentlich mangelnde Transparenz und<br />
Vertrauenswürdigkeit der Angebote, ist fraglich, ob die Online-Medien<br />
gegenüber den Printmedien nutzer-freundlicher gestaltet sind. Gute<br />
Suchmaschinen, der vorsichtige Einsatz von<br />
Frames, spezielle Ausfüllhilfen und die &quot;Link&quot;<br />
(Verbindungs)-Möglichkeiten des Hypertexts, sowie besondere Hilfetexte<br />
können die Benutzungsfreundlichkeit eines Online-Angebotes<br />
gegenüber schriftlichen oder telefonischen Alternativen der<br />
Anliegensverfolgung verbessern; was anhand von Beispielen aufzeigbar<br />
wäre. Leider gibt es ebensoviele Negativ-Beispiele, in<br />
denen sich eine gewisse Technikverspieltheit kontraproduktiv auswirkt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf der Interaktionsstufe B<br />
dominieren zentrale EMail-Adressen, die Anlaufstelle für<br />
unterschiedlichste Fragen, Anregungen und Kritik sind. Dabei bleiben<br />
zielgenaue Anfragen die<br />
Ausnahme. Die elektronische Erreichbarkeit innerhalb kommunaler<br />
Verwaltungen ist sehr unterschiedlich und damit für den Bürger<br />
schwierig nachzuvollziehen. Dazu kommen oft lange<br />
Antwortzeiten (länger als eine Woche). In solchen Fällen können<br />
Anliegen mit Telefon, Fax oder sogar &quot;Snail-Mail&quot; schneller und<br />
präziser verfolgt werden. Einige Kommunen teilten uns<br />
erst auf unsere Anfrage hin mit, daß bei ihnen Formulare auch per EMail<br />
bestellt werden können. Es stellt sich die Frage, warum darauf nicht<br />
auf den entsprechenden Informationsseiten<br />
hingewiesen wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Daß die Interaktionsstufe C nur<br />
im Bereich &quot;Formulare herunterladen &#8211; veröffentlichen&quot; und &quot;Online<br />
abschicken &#8211; empfangen&quot; angeboten wird, wurde bereits erwähnt. Eine<br />
vollständige<br />
Anliegensverfolgung inklusive ihres Abschlusses &quot;online&quot; ist nicht<br />
möglich. Dafür kann bei vergleichsweise weniger komplexen<br />
Bestellvorgängen (z.B. von Informationsmaterial u.ä.) oder<br />
Anmeldungen wenigstens die Antragstellung komplett online erfolgen &#8211;<br />
die Bestätigung der Anmeldung oder die Zusendung des<br />
Informationsmaterials erfolgt dann per Post. Fast alle<br />
Online-Angebote der Stufe C können alternativ auch schriftlich und<br />
telefonisch erledigt werden. Insofern ist es besonders ärgerlich, daß<br />
nur in Ausnahmehilfen gute Hilfestellungen,<br />
erläuternde Informationen o.ä. genutzt werden. Dadurch werden die<br />
spezifischen Vorteile des Online-Mediums verspielt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die C-Angebote demonstrieren<br />
ähnlich wie auf den anderen Interaktionsstufen in der Zusammenschau<br />
Vielfalt und im Einzelfall Isolation. Hinzu kommt eine große Varianz in<br />
der<br />
technischen Bereitstellung. HTML-Formulare unterschiedlichster<br />
Komplexität und mit verschiedensten Formen der Eingabeunterstützung<br />
stehen neben Dokumenten, die mal als<br />
HTML-Seite, mal als Word-Dokument, komprimiert oder als PDF-Dokument<br />
heruntergeladen werden können. Dies alles setzt eine gewisse<br />
Vertrautheit der Bürger mit typischer<br />
Browser-, Textverarbeitungs- und File-Transfer-Software voraus.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Inhaltlich lassen sich bei diesen<br />
Angeboten gewisse Schwerpunktsetzungen erkennen, die einer<br />
Stabilisierung der Nutzererwartung förderlich sind. Häufig sind<br />
Bestellmöglichkeiten von<br />
entweder touristischen oder wirtschaftsbezogenen<br />
Informationsbroschüren. Weitere Online-Formulare sind am ehesten bei<br />
Leistungen des Einwohnermeldeamtes bzw. der Bürgerämter,<br />
der Abfallentsorgung, der Kfz-Anmeldung oder den Bildungseinrichtungen<br />
zu vermuten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Von besonderer Bedeutung sind bei<br />
einigen Anliegen die Vorschriften zur Wahrung der<br />
Rechtsverbindlichkeit. Oft erklären die Kommunen mit ihnen die nur<br />
teilweise mögliche<br />
Online-Erledigung dieser Anliegen. Ummeldungen können nur vorbereitet,<br />
müssen aber beim Bürgeramt noch unterschrieben werden,<br />
Ausweisverlustanzeigen können ausgedruckt,<br />
müssen aber persönlich beim Einwohnermeldeamt abgegeben werden. Was bei<br />
einigen Kommunen heruntergeladen werden kann, ist bei anderen Kommunen<br />
bereits online abschickbar.<br />
Dies unterstreicht die Spielräume, die bei interaktiven<br />
Online-Angeboten vorhanden sind und nur von den wenigsten Kommunen<br />
genutzt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Fast widersprüchlich mutet es an,<br />
daß einerseits eine &quot;noch ungeklärte rechtliche Situation&quot; als<br />
Entschuldigung für unvollständige Angebote in Anspruch genommen wird,<br />
andererseits aber<br />
das Thema Datenschutz und Datensicherheit auf den Webseiten praktisch<br />
vernachlässigt wird. Technische Möglichkeiten wie SSL-Verbindungen oder<br />
die Vergabe von Pin-Nummern,<br />
die bei anderen, kommerziellen Electronic Commerce-Anwendungen wie z.B.<br />
Flugbuchungen längst benutzt werden, finden keinen Einsatz bei den<br />
Kommunen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die interaktiven Online-Angebote<br />
sind in Deutschland bisher nicht über das Stadium des Experimentierens<br />
hinausgekommen. Dies soll nicht die Leistung derjenigen schmälern, die<br />
die zur<br />
Zeit vorgefundenen Online-Angebote entwickelt und aufgebaut haben.<br />
Häufig scheinen jedoch einzelne Prestigeprojekte der Verwaltung zu<br />
reichen, um sich mit einem &quot;virtuellen Rathaus&quot;<br />
gegenüber der Öffentlichkeit zu profilieren. Es ist nur selten<br />
ersichtlich, ob und wie diese Angebote erweitert werden sollen. Eine<br />
langfristige Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktionen kann nur dann erreicht werden, wenn<br />
die bestehenden Angebote, die in einzelnen Ansätzen durchaus<br />
vielversprechend sind, in umfassendere,<br />
konsequent aus Sicht der Bürger entwickelte Konzepte eingebunden<br />
werden. Dazu ist eine Analyse und Konzentration auf diejenigen<br />
Qualitäten, die eine Online-Interaktion zwischen<br />
Bürgern und Verwaltung nützlich machen, notwendig.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Spezifische Vorteile der<br />
Online-Medien werden zu nachlässig oder nicht genutzt. Wenn der<br />
Informationsgehalt auf den Webseiten nicht über die einschlägigen<br />
Eintragungen in den<br />
Telefonbüchern hinausgeht, sind letztere für die meisten Bürger in der<br />
Regel schneller, einfacher und billiger zu benutzen. Spezifische<br />
Vorteile der Online-Präsentation, wie die<br />
Möglichkeiten der Stichwortsuche, die auf den Tag genaue Aktualität<br />
oder die Verknüpfung mit weiterführenden, erläuternden und erklärenden<br />
Informationen, können nur bei einer<br />
sorgfältigen Redaktion der Verwaltungsseiten gewährleistet werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Technische und rechtliche Hürden<br />
werden vorschnell als Entschuldigung für minderwertige Online-Angebote<br />
in Anspruch genommen. Eine Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion kann auch bei einzelnen<br />
Interaktionsstufen sinnvoll sein, wenn sie entsprechend in die<br />
Anliegensverfolgung eingebunden sind. Häufig zeigen auch<br />
Angebote in anderen Städten zu ähnlichen Problemlagen, daß mehr möglich<br />
ist als dem Bürger auf den jeweiligen Web-Seiten gezeigt wird. Ein<br />
Vergleich der Ummeldemöglichkeiten in<br />
Oldenburg, Mannheim, Vechta und Münster kann diese Zusammenhänge an<br />
einem praktischen Beispiel verdeutlichen (s. Kap 4.10.).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Online-Angebote werden nicht<br />
aus Bürgersicht, sondern zu sehr aus der Verwaltungsperspektive<br />
erstellt. Interne Organisationspläne beeinflussen den Aufbau der<br />
Webseiten. Das<br />
Ressortprinzip begünstigt Einzellösungen. Typisch ist z.B. die<br />
Online-Ummeldung bei den Stadtwerken, ohne daß diese mit einer<br />
Ummeldung beim Einwohnermeldeamt verknüpft wird.<br />
Aus Bürgersicht muß es aber darum gehen, die notwendigen Anliegen nach<br />
Lebenslagen, und nicht nach Ämtern, zu integrieren<br />
(&quot;one-stop-government&quot;).<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine Verknüpfung der<br />
Online-Angebote mit anderen Maßnahmen zur Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion ist notwendig. Webseiten können das<br />
Prinzip der in immer mehr<br />
Städten verfolgten Einrichtungen von &quot;Bürgerämtern&quot; sinnvoll ergänzen.<br />
Einige der innovativsten Angebote fanden wir in Städten, in denen es<br />
solche Bürgerämter gibt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein Austausch über mögliche<br />
Lösungen wird unter den Städten und Gemeinden nur in Ausnahmefällen<br />
praktiziert. Das Rad wird an vielen Stellen neu erfunden. Dabei ließen<br />
sich schon<br />
aus denjenigen Angeboten, die bis heute realisiert worden sind,<br />
nützliche Anwendungen zusammenstellen, die eine Steigerung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion bedeuten würden. Im<br />
Falle eines Umzuges könnte der Bürger seine Wohnung, den Hund, Strom,<br />
Wasser und Mülltonne in einem Zug allein von seinem PC (und mit einem<br />
Gang zum Briefkasten) ummelden.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Online-Angebote bedürfen<br />
einer Organisation, die die Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten der<br />
Bürger ernst nimmt. Dazu sind verwaltungsinterne und<br />
verwaltungsübergreifende<br />
Kooperationen notwendig. Auch eine Reihe externer Faktoren sind zu<br />
berücksichtigen, wie insbesondere der Vernetzungsgrad und die<br />
Medienkompetenz der Bürger. Auf sie kann in<br />
dieser Studie nicht eingegangen werden. Statt dessen soll die<br />
vorliegende Erhebung dazu beitragen, Stärken und Schwächen der<br />
bestehenden Online-Angebote aufzuzeigen, und damit in<br />
einer relativ frühen Phase der Entwicklung Perspektiven eröffnen, wie<br />
&quot;virtuelle Rathäuser&quot; im Sinne einer Verbesserung der<br />
Bürger-Verwaltungs-Interaktion erfolgreich weiterentwickelt<br />
werden können.</span></p>
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