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	<title>Volker Beck &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Volker Beck &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#034;Wir haben verloren&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 17:48:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erstmals zwei Gäste im tagesschau-Videochat: Volker Beck, Grünen-MdB, und Thomas Ebermann, 1990 aus der Partei ausgetretener Mitbegründer, diskutierten am 30. Jahrestag der Grünen-Gründung live untereinander und mit den Nutzern von tagesschau.de und politik-digital.de. Ebermann hat &#34;seit 20 Jahren gute Gründe, nicht mehr bei den Grünen mitzumachen&#34;, Beck verteidigte den Wandel der Partei.<br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmals zwei Gäste im tagesschau-Videochat: Volker Beck, Grünen-MdB, und Thomas Ebermann, 1990 aus der Partei ausgetretener Mitbegründer, diskutierten am 30. Jahrestag der Grünen-Gründung live untereinander und mit den Nutzern von tagesschau.de und politik-digital.de. Ebermann hat &quot;seit 20 Jahren gute Gründe, nicht mehr bei den Grünen mitzumachen&quot;, Beck verteidigte den Wandel der Partei.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll540.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/BeckEbermann_Chat.jpg" alt="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll540.html" title="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll540.html" height="170" width="280" /></a>
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<div>
Wenn Sie den Videochat noch einmal sehen wollen, einfach auf das Bild klicken.
</div>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Volker Beck zu Schäuble und Zuwanderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<b><b>Volker Beck</b><!-- #EndEditable --> 
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->02.03.2004</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b><b>Volker Beck</b><!-- #EndEditable --><br />
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->02.03.2004</b><!--break--><b><!-- #EndEditable --><br />
</b><br />
<!-- #BeginEditable "chat" --> </p>
<p align="left">
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Liebe Politik-Interessierte, willkommen im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe<br />
tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
und wird unterstützt von tagesspiegel.de und von sueddeutsche.de.<br />
Zum Chat ist heute Volker Beck, Grünen-Bundestagsabgeordneter und<br />
Verhandlungsführer der Grünen beim Zuwanderungsgesetz, ins<br />
ARD-Hauptstadtstudio gekommen. Kann es losgehen?</span>
</p>
<p align="left">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/vbeck84x115.jpg" align="left" height="115" width="84" /><br />
<b>Volker Beck:</b> Ja
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Drei Dinge braucht der Grünen-Politiker: Erfolg<br />
beim Zuwanderungsgesetz, Erfolg im Super-Wahljahr und einen schönen<br />
Streit, mit dem sich die Opposition selbst beschädigt. Zuwanderungsgesetz<br />
ist noch offen, aber immerhin zerstreitet sich die Opposition über<br />
der Kandidaten-Frage bei der Bundespräsidentenwahl und bei der<br />
Hamburg-Wahl glänzten die Grünen schon mal. Da müsste<br />
es den Grünen doch eigentlich schon ziemlich gut gehen? Wächst<br />
der Einfluss der Grünen in der rot-grünen Koalition wieder?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Also unser Einfluss ist glaube ich seit der letzten<br />
Bundestagswahl gleich hoch und wir haben uns als stabiler Faktor in<br />
der Koalition erwiesen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zuerst zu Zuwanderung, Bundespräsidentenspektakel<br />
kommen wir gleich noch drauf:
</p>
<p>
<b>wasser:</b> Die Frage der &quot;Zuwanderung von Leistungsträgern<br />
ist für eine Stadt wie Hamburg und andere Großstädte<br />
von essenzieller Bedeutung&quot;, sagte Merkel. Ist das nicht auch ihre<br />
Position und wo ist der Dissens?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Der Dissens ist bei der Umsetzung. Wir wollen,<br />
dass in Deutschland, wie in mit uns konkurrierenden Ländern längst<br />
üblich, Spitzenkräfte das Angebot bekommen, auf Dauer in Deutschland<br />
Leben und Arbeiten zu können. Die Union will nur befristete Aufenthaltstitel<br />
anbieten. Damit sind wir unattraktiver als Länder wie beispielsweise<br />
die USA.
</p>
<p>
<b>chatter:</b> Die CDU hat bisher alle Entwürfe der Regierung<br />
zurückgewiesen. Die FDP ist im Prinzip für den aktuellen Entwurf,<br />
wird sich aber wohl erst einmal enthalten. Die PDS hat zuerst Zustimmung<br />
signalisiert, wird nun aber gegen den Gesetzentwurf stimmen, oder?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Was die PDS machen wird, ist völlig irrerelevant,<br />
weil es derzeit darauf ankommt, ob der Bundesrat zustimmen wird.
</p>
<p>
<b>Luise:</b> Hört die CDU nicht, was die Wirtschaft will? Arbeitskräfte?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Die CDU hat sich entschieden, im Bereich Ausländerpolitik<br />
gegen die Interessen der deutschen Wirtschaft und damit auch der Arbeitsplätze<br />
in Deutschland Politik zu machen.
</p>
<p>
<b>flr09:</b> Die Grünen konnten in Hamburg wieder Punkten: Woher<br />
sind die Stimmen gekommen?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Die Stimmen sind von den Jungwählern gekommen,<br />
von der SPD und von der FDP. Neu ist für die Grünen, dass<br />
sie neben der Umweltkompetenz und dem Thema Bürgerrechte erstmals<br />
auch für ihre Kompetenz beim Thema Bildungspolitik und soziale<br />
Gerechtigkeit Stimmen bekommen haben.
</p>
<p>
<b>agendaa:</b> Ist die Karriere von Schill endgültig vorbei?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Ich wünsche ihm einen schönen Urlaub<br />
in Südamerika!
</p>
<p>
<b>Karim:</b> Wann tritt das Zuwanderungsgesetz in Kraft, wenn es zu<br />
einem Kompromiss am 12 .März kommt?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Das könnte am 1.7.2004 oder 1.1.2005 sein.
</p>
<p>
<b>Bert:</b> Beer warf der Union erneut eine &quot;Abschottungspolitik&quot;<br />
vor. Warum?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Die Union will an keinem Punkt zu einer Neuformulierung<br />
der Regeln bei der Arbeitsmigration kommen. Sie lehnt ihre eigenen Konzepte<br />
zum Punkteverfahren von 2001 genauso ab, wie eine flexiblere Regelung<br />
für qualifizierte Zuwanderer oder ein attraktives Angebot mit einem<br />
Daueraufenthaltsstatus für Höchstqualifizierte. Damit würde<br />
praktisch alles beim Alten bleiben. Ein Zuwanderungsgesetz ohne Zuwanderung<br />
also.
</p>
<p>
<b>Hanne:</b> Sie sagen, in wichtigen Fragen wie der Arbeitsmigration<br />
seien keine Fortschritte erzielt worden. Ob ein Durchbruch gelinge,<br />
sei offen. Wo liegt der Knackpunkt?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Es geht darum, im Bereich der Arbeitsmigration<br />
zu flexibleren Regelungen für die deutsche Wirtschaft zu kommen.<br />
Außerdem wollen wir, dass im Flüchtlingsrecht europäische<br />
Standards, z.B. bei der nichtstaatlichen Verfolgung, endlich auch in<br />
Deutschland eingehalten werden und dass es an anderen Punkten keinen<br />
Rückschritt für Flüchtlinge gibt. Wir brauchen auch dringend<br />
eine Altfallregelung. Es macht keinen Sinn Flüchtlinge über<br />
Jahre hinweg von Monat zu Monat, von Halbjahr zu Halbjahr mit einer<br />
vorübergehenden Duldung auszustatten Irgendwann muss es mit diesen<br />
Kettenduldungen ein Ende haben und müssen diese Flüchtlinge<br />
die Chance für einen Neustart ins Leben in unserem Land erhalten.
</p>
<p>
<b>Petr:</b> Sind die EU-Standards höher als in Deutschland?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> In allen Mitgliedsstaaten der Europäischen<br />
Union ist es selbstverständlich, dass im Falle eines untergegangenen<br />
Staates, wie heute z.B. in Somalia oder früher in Afghanistan,<br />
nichtstaatliche Verfolgung anerkannt wird. Allein in Deutschland weicht<br />
die Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte hiervon ab, so dass uns vom<br />
Ausland hier eine Schutzlücke bei der Umsetzung der Genfer Flüchtlingskonvention<br />
bescheinigt wird.
</p>
<p>
<b>losiop:</b> Wenn CDU-Chefin Angela Merkel weiter eine Lösung<br />
blockiere, würden die Grünen mit der SPD einen Weg finden<br />
müssen, wie man ohne die Union die Situation verbessern könne.<br />
Wie sieht der Weg aus?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Das Ausländerrecht ist grundsätzlich<br />
nach unserer Verfassung eine zustimmungsfreie Rechtsmaterie. Deshalb<br />
kann der Bund, wenn er an den bestehenden Verwaltungsverfahren nichts<br />
verändert oder wenn er die Verwaltungstätigkeit selbst übernimmt,<br />
das materielle Ausländerrecht auch zustimmungsfrei gestalten. Wir<br />
brauchen z.B. dringend eine wettbewerbsfreundliche Regelung für<br />
Höchstqualifizierte. Wenn diese mit der Union nicht zu erreichen<br />
ist, müssen wir der Wirtschaft mit einer zustimmungsfreien Lösung<br />
helfen. Sonst hat Deutschland als Standort für Innovationen und<br />
wissenschaftliche Höchstleistungen keine Chance.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die Grünen betonen immer wieder, man werde gemeinsam<br />
mit der SPD entscheiden. Am Ende dürfte der Kanzler das letzte<br />
Wort haben &#8211; und dessen Entscheidungen fallen nicht unbedingt nach grünen<br />
Kriterien. Was wollen Sie dem entgegenhalten &#8211; die Koalition werden<br />
Sie ja wohl nicht platzen lassen.
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Wir werden hier gemeinsam entscheiden und niemand<br />
wird hier in der Koalition einsame Entscheidungen fällen. Unsere<br />
Kriterien für eine Zustimmung sind ja auch völlig rational.<br />
Wir werden ein Gesetz machen. wenn es im Bereich der Arbeitsmarktmigration,<br />
im Flüchtlingsschutz und bei der Integration ein Fortschritt gegenüber<br />
dem geltenden Ausländergesetz darstellt. Ist es ein Rückschritt<br />
oder Stillstand, dann macht es keinen Sinn, ein Gesetz als Selbstzweck<br />
zu verabschieden.
</p>
<p>
<b>lemonMUCPARIS:</b> Wird eigentlich berücksichtigt, dass Zuwanderung<br />
nur Sinn macht, wenn man gleichzeitig im universitären Bereich<br />
massiv auf internationale Standards hinarbeitet? Bin gerade als Student<br />
im Ausland und weiß, wie wahnsinnig schwer Anerkennung von Abschlüssen,<br />
Examina etc. ist.
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> In diesen Bereichen der gegenseitigen Anerkennung<br />
von ausländischen Qualifikationen müssen wir unbürokratischer<br />
werden. Es kommt oftmals auch auf die tatsächlichen Fähigkeiten<br />
stärker an als auf formale Abschlüsse. Das zeigt das Beispiel<br />
<br />
Bill Gates eindrücklich.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herr Beck, Sie sagen vor allem bei den Hochqualifizierten<br />
sind die bisherigen Regelungen einen Bremse. Jedes Jahr verlassen Tausende<br />
junge deutsche hochqualifizierte Wissenschaftler die Bundesrepublik<br />
in Richtung USA. Ist das die Zuwanderungsdiskussion nicht eine Scheindebatte.<br />
Wäre nicht mit einer Verbesserung der Forschungslage viel mehr<br />
zu erreichen?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Also, es ist richtig, dass wir in der Forschungspolitik<br />
etwas für die Attraktivität Deutschlands tun müssen.<br />
Wir brauchen z.B. dringend einen Wissenschaftstarifvertrag, der auch<br />
außerhalb der Universität attraktive Arbeitsbedingungen sichert.<br />
In modernen, atmenden Gesellschaften ist es allerdings selbstverständlich,<br />
dass ein Teil der akademischen. Elite das Land zumindest zeitweise verlässt,<br />
um an anderen Standorten Erfahrungen und Kontakte zu sammeln. Nur wenn<br />
man dies nicht ausgleicht, indem man im Gegenzug ebenfalls höchstqualifizierte<br />
Akademiker ins Land holt, ist dies ein Problem. Wir leben in einer globalen<br />
Welt, in der Migration einen festen Stellenwert hat. Deutschland verlassen<br />
jedes Jahr im Durchschnitt 600.000 Menschen. Im Gegenzug kommen jährlich<br />
zw. 700.000 und 800.000 Menschen zu uns. Wir sind also ein Einwanderungs-<br />
und Auswanderungsland.
</p>
<p>
<b>lemonMUCPARIS:</b> Wie sieht es im nichtakademischen Bereich aus?<br />
Gibt es da nicht auch durchaus einige Gebiete wo mehr &quot;Gewürz&quot;<br />
gut täte, z.B. Kunst, aber auch Selbständige?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Aus diesem Grund sind wir für die Aufhebung<br />
des Anwerbestopps im Bereich der qualifizierten Tätigkeiten. Die<br />
Wirtschaft soll die Möglichkeit haben, in diesem Bereich Arbeitskräfte<br />
anzuwerben, wenn sie für einen Arbeitsplatz nachweislich weder<br />
einen Deutschen oder einen gleichgestellten EU-Ausländer gefunden<br />
hat.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Beim Anwerbestopp bleibt aber eben diese Bedingung:<br />
es muss niemand aus Deutschland oder der EU für den entsprechenden<br />
Arbeitsplatz geben. Eigentlich gibt&#8217;s das doch gar nicht &#8211; oder nur<br />
für Hochqualifizierte, oder?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Es gibt in vielen Bereichen offene Stellen, die<br />
im Einzelfall nicht durch einen deutschen Bewerber besetzt werden können.<br />
Oftmals fehlen bestimmte Qualifikationen oder die Menschen sind nicht<br />
bereit, von Rostock nach München umzuziehen, um die Arbeit dort<br />
zu tun, wo sie angeboten wird.
</p>
<p>
<b>Armenier:</b> Wer soll untersuchen, ob es keinen deutschen Qualifizierten<br />
gibt, etwa die BA?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Ja, das ist eine Aufgabe für die Bundesagentur<br />
für Arbeit.
</p>
<p>
<b>SiD:</b> Was halten Sie von der Idee in Deutschland ebenfalls Eliteuniversitäten<br />
zu gründen? Sollte man nicht vorhandene Unis unterstützen<br />
und somit dem mehr oder weniger letzten verbleibenden Rohstoff &quot;Wissen&quot;<br />
in Deutschland zu halten?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Ich find es richtig, zwischen den universitären<br />
Einrichtungen mehr Wettbewerb zu ermöglichen. Gute Leistung soll<br />
sich auch auszahlen. Allerdings halte ich nichts davon, ganze Universitäten<br />
gegen einander ins Rennen zu schicken. Für diesen Wettbewerb in<br />
den Disziplinen Forschung , Lehre und Nachwuchsbildung sollten einzelne<br />
Institute oder Fakultäten in Frage kommen.
</p>
<p>
<b>Nodus1978:</b> Die Unis sind nur die Spitze des Eisbergs! Der Unterrichtsausfall<br />
an normalen und berufsbildenden Schulen hat längst ein unerträgliches<br />
Maß angenommen! Dazu kommen überalterte Lehrpläne und<br />
Lehrkräfte die nicht reformfähig sind! Unten muss das bildungspolitische<br />
Umdenken beginnen. Schon im Kindergarten sollte über frühkindliche<br />
und kindgerechte Bildung nachgedacht werden. Dann kann man sich in 5<br />
Jahren noch mal Gedanken über Unis machen!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Sehen Sie das auch so?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Ich glaube nicht, dass wir 5 Jahre Zeit haben.<br />
Der Bund hat im Bereich Hochschulpolitik einen Teil der Verantwortung<br />
und die muss er wahrnehmen. Für die Schulpolitik sind die Länder<br />
zuständig und die müssen ihre Hausaufgaben ebenfalls machen.<br />
Wer mehr Geld in die Bildung investieren will, muss aber Schluss machen<br />
mit der albernen Debatte um weitere Steuersenkungen. Denn irgendwoher<br />
muss das Geld auch kommen.<br />
E.T.: Wie stehen Sie zur emotionalen Frage der Zuwanderung. Es gibt<br />
immer noch sehr viele Menschen in Deutschland die einfach Angst vor<br />
Ausländern haben. Begründet oder nicht, ist hierbei eigentlich<br />
egal. Das Gefühl einer Überfremdung ist meiner Meinung nach<br />
sehr stark.
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Das entscheidende ist, dass wir endlich das Thema<br />
Integration systematisch anpacken. Hier hat die Politik 30 Jahre lang<br />
die Sache schleifen lassen. Wir müssen dafür sorgen, im Interesse<br />
der Ausländer, aber auch im Interesse des innenpolitischen Friedens,<br />
dass alle Menschen, die zu uns kommen, die deutsche Sprache erlernen<br />
und Recht und Kultur unseres Landes verstehen. Das baut auch irrationale<br />
Ängste ab.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Ärger-Thema Bundespräsidentenwahl:
</p>
<p>
<b>Hagen:</b> Als Fischer wegen seiner Sponti-Vergangenheit aus dem<br />
Außenministerium geschossen werden sollte, veranstalteten Opposition<br />
und Medien einen ziemlichen Zirkus. Wie ist es zu erklären, dass<br />
es niemanden aufzuregen scheint, wenn uns jetzt mit Schäuble ein<br />
Mann, der das Parlament belogen hat und per eidesstattlicher Versicherung<br />
beteuerte, illegale Spenden angenommen zu haben &#8211; ein Lügner und<br />
Gesetzesbrecher also &#8211; als der &quot;beste&quot; denkbare Kandidat für<br />
das Präsidentenamt vorgeschlagen wird?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Ich finde Herr Schäuble ist aus vielen Gründen<br />
nicht der geeignete Kandidat: Er ist das Modell Griesgram für die<br />
schlechtgelaunte Republik. Wir brauchen einen Bundespräsidenten,<br />
oder besser noch eine Bundespräsidentin, die das Land zusammenführen<br />
kann. Also wir warten jetzt erst einmal auf einen Vorschlag der anderen<br />
Seite und dann werden wir uns dazu verhalten. Wir werden auf jeden Fall<br />
die Debatte nicht so führen, wo einzelne Namen wie auf dem Basar<br />
gehandelt werden und die FDP inzwischen schon Koppelgeschäfte ventiliert,<br />
nach dem Motto: Stimm Du für meinen Steuermodell, dann wähle<br />
ich auch deinen unmöglichen Kandidaten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Am Ende könnte auch der Kuhhandel herauskommen:<br />
Nicht der &quot;beste&quot;, sondern der &quot;zweitbeste&quot; Kompromisskandidat<br />
wird Präsident.
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Bei der jetzigen Opposition ist nicht auszuschließen,<br />
dass gute Kandidaten keine Chance haben.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Was wäre mit Töpfer, könnten Sie dem<br />
zustimmen?
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Töpfer ist auf jeden Fall ein Kandidat, der<br />
über die Lagergrenzen hinaus Akzeptanz findet.
</p>
<p>
<b>logger:</b> Süssmuth ist ein Name, den man sich ernsthaft überlegen<br />
sollte! Ich glaube, dass sie mehrheitsfähig über die Parteigrenzen<br />
hinweg wäre!
</p>
<p>
<b>Volker Beck:</b> Ich halte persönlich viel von Frau Süssmuth.<br />
Sie hat als Bundestagspräsidentin bewiesen, dass sie präsidiale<br />
Qualitäten hat.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Liebe User, vielen Dank für ihr Interesse, vielen<br />
Dank Herr Beck. Morgen Abend chatten wir um 23.00 Uhr mit Tom Buhrow,<br />
dem ARD-Korrespondenten in Washington über den Wahlkampf zwischen<br />
Kerry und Bush. Nach dem Super-Tuesday werden sich die Wahlkampffronten<br />
dort ein bisschen geklärt haben, Tom Buhrow beobachtet den Wahlkampf<br />
aus nächster Nähe und weiß sicher Interessantes zu berichten.<br />
Die Transkripte aller tacheles.02-Chats finden Sie auf den Seiten der<br />
Veranstalter. Einen schönen Tag wünscht das tacheles.02-Team!
</p>
<p><!-- #EndEditable --> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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