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	<title>Wähler &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Wähler &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Vom Wahltermin zur Politikverdrossenheit?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan C. Rode]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2013 15:04:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[        Ja, wo bleibt er denn? Die Rede ist ausnahmsweise mal nicht vom aktuellen Sommer, der in den vergangenen Wochen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/vom-wahltermin-zur-politikverdrossenheit/wahlspots_neu-2/" rel="attachment wp-att-131116"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone  wp-image-131116" title="wahlspots" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wahlspots_neu1.jpg" width="593" height="444" /></a>        Ja, wo bleibt er denn? Die Rede ist ausnahmsweise mal nicht vom aktuellen Sommer, der in den vergangenen Wochen und Monaten wieder ein bisschen an Reputation gewonnen hat. Gemeint ist vielmehr der Wahlkampf. Gerade in den Sommermonaten mussten politisch Interessierte schon mit der Lupe nach Aktivitäten der zur Wahl stehenden Parteien suchen, die über das Verteilen von Flyern und Kugelschreibern in Fußgängerzonen hinausgingen. Hat die thematische Lethargie vielleicht mit dem Wahltermin zu tun? Und fördert das am Ende nicht sogar die viel zitierte Politikverdrossenheit?<br />
Die Merkel-Jahre zeichnen sich insbesondere im Wahlkampf durch eine bleischwere Lethargie aus. Fast hat man den Eindruck, wer zuerst zuckt, hat schon verloren. Steinbrücks Kompetenzteam? Schon längst medial auseinandergenommen und schnell von anderen „wichtigen Themen“ wie der neuen englischen Thronfolge oder dem Veggieday abgelöst. Und die Steuerpläne der Grünen? Nach einer konzertierten Aktion in den Medien von einem Großteil der Deutschen rundweg abgelehnt, ohne überhaupt genauere Details zu kennen. Von daher ist die Strategie der Kanzlerin nachvollziehbar, auch ja keine Angriffsfläche zu bieten, zumal die CDU ihre Stammwähler auch besser bei Urnengängen zu motivieren weiß. Doch durch das immerwährende Stillhalten und Wegmoderieren nimmt unsere Demokratie mittelfristig großen Schaden.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/vom-wahltermin-zur-politikverdrossenheit/spot2jpg/" rel="attachment wp-att-131134"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-131134" title="Spot" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/SPot2jpg.jpg" width="176" height="117" /></a>&#8220;Licht aus, Spot an&#8221;, so heißt das Motto unserer Kolumnenreihe &#8220;Wahlspots&#8221;, in der ausgewählte Autoren ihren Fokus auf spannende Phänomene und Geschichten des aktuellen Bundestags-wahlkampfs richten. Wöchentlich erscheinen die Texte sowohl auf politik-digital.de als auch auf <a href="http://www.cicero.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">cicero.de</a>.</div></div> Wo sind sie eigentlich, die großen Diskussionen? Ostpolitik, Wiedervereinigung oder der Irak-Krieg – große Themen sucht man schon seit einigen Jahren vergeblich. Die von den Medien in Salami-Taktik vorangetriebene Affäre um das US-amerikanische Spähprogramm PRISM führte auch nicht zur erhofften Wahlkampfspannung. Was also tun, wenn wichtige Themen wie die Euro-Krise und Wohnraummangel im Vorfeld der Bundestagswahl keine Rolle spielen? Neben einer deutlich professionelleren Kommunikation könnte den Parteien auch ein dauerhaft veränderter Wahltermin helfen. 13 der bisher 17 Bundestagswahlen fanden im Herbst – also im September oder Oktober statt. Die Auswirkungen auf die Wahlbeteiligungen bei den anderen Terminen waren nur marginal, von daher ist das Argument nur hinreichend, aber noch nicht notwendig. Aber in unserer individualistischen, durchkommerzialisierten und medial dauerinszenierten Welt braucht es neue Impulse, um das Volk noch an die Urnen zu bringen und so etwas wie politische Kultur zu pflegen.<br />
Derzeit verhageln die Ferienzeit und die föderale Struktur der Bundesrepublik jeglichen konzertierten Wahlkampf. Kanzlerin und Kandidat mögen zwar durch die Landkreise und Städte ziehen und in der zweitgrößten Stadt des Landes die GAL in Hamburg über E-Bikes diskutieren – wirkliches Agenda Setting und Spin gehen anders. Ein nach hinten verschobener Termin – in den frühen November oder Mitte März – könnten jedoch die so dringend benötigte Luft für Belebung und Diskussionen bringen. Aktuell steuern wir (wieder mal) auf einen Wahlkampf light zu, der sich frühestens ab Mitte August voll entfalten wird – was allerdings auch der finanziellen Lage der meisten Parteien geschuldet sein dürfte. Aber um die immer größer werdende Gruppe der Nicht- und Wechselwähler anzusprechen, braucht es neben einem Wahltermin mit deutlich mehr Abstand zu den großen Ferien im Sommer auch entsprechender Ideen. Wenn Politiker aus der zweiten Reihe schon von einem „Big Data“-Wahlkampf à la Obama träumen, reicht ein „Mitmachen“ bei Twitter noch lange nicht aus, um eine Kampagne auch digital zu leben.<br />
Dafür sind echte Spezialisten (Storyteller, Storyarchitekten, Digitalos) gefragt, die im Verbund mit Spin Doctoren und gedienten Bild-Kämpen eine Kampagne auch über die durchschnittliche medial Aufmerksamkeitsschwelle von drei Tagen transportieren können (und zwar nicht nur auf den gelernten Kanälen Print, Radio und TV). SPD und Grüne versuchen gemeinsam zwar mit #bewegungjetzt, die sichere Siegerin Merkel auf den letzten Metern noch abzufangen, kommen ihrerseits Online aber nur auf kümmerliche 5.500 Unterstützer. Zwar lässt sich ein Badge für das Twitter- und Facebookprofil erstellen, doch einen Link, um weitere Unterstützer/innen über soziale Netzwerke anzusprechen, sucht man vergeblich. Vielleicht wird ja der Wahlkampf 2017 (oder doch früher?) ja endlich digital und vor allem transmedial. Spätestens dann müssen Politiker und Parteien wie Marken agieren und ihre Story auf allen Kanälen erzählen können. Vielleicht hilft dabei auch ein Wahltermin im Frühjahr oder in der Vorweihnachtszeit…<br />
<em>Jan C. Rode bloggt als <a href="http://www.der-medienlotse.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Medienlotse</a></em><br />
Bilder: m.p.3. via flickr, Rainer Sturm via pixelio.de<br />
<!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Warum George W. Bush jr. Präsident bleibt und John F. Kerry Präsident wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[
                            Laut US-Experte Prof. Filzmaier bestimmen vier Faktoren das Stimmverhalten der Bürger in den USA. Dazu zählen das Image von Bush und Kerry oder die Themen des Wahlkampfes.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                            <br />Laut US-Experte Prof. Filzmaier bestimmen vier Faktoren das Stimmverhalten der Bürger in den USA. Dazu zählen das Image von Bush und Kerry oder die Themen des Wahlkampfes.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Traditionell werden in der US-amerikanischen Politikwissenschaft vier Faktoren unterschieden, die das Stimmverhalten der Bürger in Präsidentschaftswahlen beeinflussen:</p>
<p>· Parteizugehörigkeit (party identification)<br />
                            <br />· Persönlichkeit und Image (candidate image)<br />
                            <br />· Themen (issues)<br />
                            <br />· Wahlkampfereignisse (campaign events)</p>
<p>Das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Partei &#8211; eine Mitgliedschaft im europäischen Verständnis existiert nicht &#8211; ergibt eine Pattsituation. Jeweils etwa ein Drittel der Wähler identifiziert sich im jahrzehntelangen Durchschnitt als republicans, democrats oder independents. Seit den sechziger und siebziger Jahren ist insbesondere eine starke Zunahme der letztgenannten Gruppe festzustellen. Trotzdem gibt es 2004 für beide Kandidaten weniger als sonst zu gewinnen, weil auch ein Grossteil der unabhängigen Wähler sich festgelegt hat und vielleicht nur 10 Prozent noch unentschlossen sind.</p>
<p>
                            <span class="fett">Rot oder blau?</span><br />
                            <br />Zu den entscheidenden Kandidateneigenschaften zählen vor allem Entscheidungsfreudigkeit und Stärke (decisiveness and strength), aber auch Aufrichtigkeit, Empathie, Artikulationsfähigkeit und Intelligenz. Zusätzlich muss wirtschafts- und außenpolitische Kompetenz vermittelt werden. Die strategische Planung der Kandidaten reicht diesbezüglich bis zu Details der Bekleidung, wo rote Krawatten Stärke und blaue Krawatten Empathie symbolisieren sollen.</p>
<p>Konsequenz des candidate image building ist die Präsentation im Wettbewerb stehender Persönlichkeitsbilder (competing personal stories) der Hauptkandidaten spätestens am Beginn eines Wahljahres. Oft ist damit zugleich die Herausgabe eines Buches – siehe John Kerrys A Call to Service &#8211; und von Videos zum beruflichen und privaten Vorleben als Lebensgeschichte verbunden.</p>
<p>Die personal story von Präsident Bush präsentiert ihn als „born again christian“, der nach einer kritischen Lebensphase seinen Glauben und gesicherte Familienwerte (family values) wiederentdeckte. Letzteres ist vor allem in den wahlentscheidenden Südstaaten mit sehr konservativer Orientierung der „White Male Southeners“ als Schlüsselwählergruppe und als Basis eines religiösen Fundamentalismus (religious right) von zentraler Bedeutung. Hier punktet Bush gegen Kerry zu null, und John Edwards kann das trotz südstaatlicher Herkunft als Vizepräsidentschaftskandidat der Demokraten nicht ausgleichen.</p>
<p>
                            <span class="fett">Macher-Image</span><br />
                            <br />Zudem zeigt sich Bush als erfolgreicher Wirtschafts- und Sportsmann, obgleich beides für die Zeit vor seiner Gouverneurs- und Präsidentenzeit empirisch bedingt belegbar ist. Doch stellt seine Tätigkeit als früherer Präsident eines Major League-Baseball Teams immer noch einen wichtigen Punkt des Lebenslaufes dar. Insbesondere geht es aber darum, eine geschäftsähnliche Führung und Führungskraft im Weißen Haus im Stil eines Vorstandsvorsitzenden (CEO-style) zu signalisieren, und nicht etwa als politischer Moderator zu gelten.</p>
<p>
                            <span class="fett">Störungen</span><br />
                            <br />In Zusammenhang damit steht eine kurzfristig nachweisbar gelungene „Performance“ unter Druck nach dem 11. September 2001. Hinzu kommt Bushs Darstellung als Mann von Überzeugung, der &#8211; in der republikanischen Version im Gegensatz zu John Kerry – für klare und stete Positionen eintritt. Gestört wird das persönliche Drehbuch von George Bush durch mehrere intervenierende Variablen:</p>
<p>Eine schlechte Wirtschaftsbilanz, insbesondere durch Arbeitsplatzverluste bedingt, ein außenpolitisch auch in den USA zunehmend kritisch beurteilte Tätigkeit &#8211; Stichwort Irak-Krieg und die Folgen mit dem negativen Höhepunkt des Folterskandals -,<br />
                            <br />Zweifel an seiner Aufrichtigkeit &#8211; honesty gilt als für einen Präsidenten extrem wichtiger Imagefaktor &#8211; im Zusammenhang mit den Kriegsgründen und nicht gefundenen Massenvernichtungswaffen im Irak, das gegenüber dem Kriegsheld Kerry besonders schädliche Image eines privilegierten Opportunisten, dem es gelang, einen Kriegsdienst in Vietnam zu vermeiden (momentan Gegenstand einer Serie von negativen Werbespots des Kerry-Teams gegen Bush),<br />
                            <br />ein beschränktes Talent als Redner &#8211; Bush gilt als professionell und effektvoll in vorbereiteten Ansprachen, nicht aber bei spontanen Reaktionen -, und Zweifel an der persönlichen Intelligenz und seinem Allgemeinwissen.</p>
<p>
                            <span class="fett">Vietnamheld</span><br />
                            <br />John Kerry präsentiert sich seinerseits als Vietnam Hero, der dreimal verwundet wurde und mehrere Tapferkeitsmedaillen erhielt. Nicht zufällig versuchen Bush nahestehende Gruppen ihn diesbezüglich in einer Negativkampagne zu diskreditieren. Politisch verweist Kerry auf seine Erfahrung von 19 Jahren im US-Senat und davor in der einzelstaatlichen Regierung von Massachusetts, die allerdings aufgrund der liberalen Orientierung des Staates und seines früheren Gouverneurs Michael Dukakis – dieser scheiterte in den Präsidentschaftswahlen 1988 u.a. als Todesstrafengegner, Kerry arbeitete als sein Stellvertreter (Lieutenant Governor) – auch kontraproduktiv sein könnte. Ein kursierender Witz verweist darauf, dass er es schaffte, den deklariert liberalen Edward Kennedy als vergleichsweise konservativeren Senator aus Massachusetts erscheinen zu lassen.</p>
<p>Kerry nützt bereits seine Initialen „JFK“, um den Mythos der Erfolgsgeschichte von John F. Kennedy zu bemühen. Gleichzeitig zeigt er sich als dynamischer „outdoorsman“, der gerne und oft photographiert wird sowie riskante Trendsportarten betreibt. Gleichzeitig ist er &#8211; wie alle Präsidenten seit 1988 &#8211; Absolvent der Eliteuniversität Yale, zugleich aber als über Visionen verfügender Vordenker vermarktbar.</p>
<p>
                            <span class="fett">Inszenierung</span><br />
                            <br />Die Qualifikation als praxisferner Träumer ist aber ebenso ein Schwachpunkt wie seine, im Unterschied zum parteiinternen Vorwahlkonkurrenten (und jetzigem Vizepräsidentschaftspartner) John Edwards, trotz aller Photogenität mangelnde Fähigkeit zur Volksnähe . Ein Detail am Rande: Seit Umfragen und focus groups das nachwiesen, begann Kerry auf Veranstaltungen regelmäßig das Sakko auszuziehen, die Krawatte zu lockern und die Ärmel aufzukrempeln.</p>
<p>In seiner Bilanz als Senator könnte Kerry der anhand von Statistiken des Abstimmungsverhaltens (voting records) nachweisbare Wechsel von Positionen bezüglich der zu vermittelnden Schlüsselkompetenz Entscheidungsklarheit und –freudigkeit zum Verhängnis werden (so stimmte er gegen den Ersten Golfkrieg und für den Zweiten Golfkrieg, um später den Militäreinsatz im Irak zu kritisieren). Angreifbar ist zudem seine privilegierte Stellung als mit einer Milliardärin verheiratet, denn wer ist als einfacher Mann glaubwürdig, wenn die Ehefrau in Geld schwimmt?<br />
                            </p>
<table class="normal tidy-3" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" border="0">
<tbody>
<tr class="fett" bgcolor="#003399">
<td align="middle" width="50%" bgcolor="#000066" height="19">George W. Bush<br />
                                  </td>
<td align="middle" width="50%" bgcolor="#000066">John F. Kerry</td>
</tr>
<tr bgcolor="#FF9900">
<td class="fett" align="middle" colspan="2" height="14">positiv</td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">born again christian/family values</td>
<td align="middle">Vietnam hero</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">business success</td>
<td align="middle">Yale</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">sports</td>
<td align="middle">outdoorsman</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">CEO style</td>
<td align="middle">Kennedy Esque-style</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">good performance under pressure</td>
<td align="middle">State Government and Senate service</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">man of conviction</td>
<td align="middle">visionary</td>
</tr>
<tr>
<td class="fett" align="middle" bgcolor="#FF9900" colspan="2">negative</td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">awkward speaking ability</td>
<td align="middle">aloof</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">negative record on economy and foreign policy</td>
<td align="middle">both sides of issues</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">concern about personal intelligence and honesty</td>
<td align="middle">child of privilegue</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                            <span class="klein">© Prof. P. Filzmaier</span></p>
<p>
                            <br />Gegenüber der zentralen Bedeutung des Kandidatenimages verblassen die restlichen Faktoren: Hinsichtlich der Themen entscheidet die Gewichtung, inwieweit die Wähler Außenpolitik, Innenpolitik oder Wirtschaft als am wichtigsten ansehen. Den Kandidaten wird je nach Themenbereich eine unterschiedliche Themenkompetenz zugeordnet, die beispielsweise für Bush gegenüber Kerry in der Außenpolitik positiv, in innenpolitischen und wirtschaftlichen Fragen aber negativ ist. Als vierter Bereich kam, mit einem weiteren Vorteil Kerrys, das Thema social issues hinzu.</p>
<p>
                            <span class="fett">Warten auf Fehler</span><br />
                            <br />Am unwichtigsten sind im Regelfall einzelne Veranstaltungen usw. im Wahlkampf, die nicht vorhersehbar sind und vor allem durch unerwartete Fehler eines Kandidaten an Bedeutung gewinnen. Das Spektrum reicht von Präsident Ford, der 1976 Polen in einer Fernsehdiskussion wiederholt, d.h. auch auf mehrmalige Nachfrage, als nicht zum Ostblock gehörendes Land bezeichnete, bis zu George Bush jr., der im März 2004 vor laufenden Kameras im Weißen Haus scherzhaft kichernd nach Massenvernichtungswaffensuchte. Einen wirklich ultimativen Fehler haben aber bisher weder Bush noch Kerry begangen. Wir werden also bis zum 2. November warten müssen, um das Wahlergebnis zu erfahren.</p>
<p>Der Autor Peter Filzmaier ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Klagenfurt und Autor des Buches Wahlkampf um das Weiße Haus: Präsidentschaftswahlen in den USA (Opladen, Leske&amp;Budrich 2001).</p>
<p>
                              <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wer_gewinnt001.shtml">Zum ersten Teil</a><br />
                              <br />
                              <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wer_gewinnt003.shtml">Zum dritten Teil</a></p>
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