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	<title>Wählermobilisierung &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Wählermobilisierung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Drei Tage wach für Unentschlossene</title>
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		<dc:creator><![CDATA[lbuhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 13:10:23 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Wählermobilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Fragenangebot]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch Fragen offen? Die Grünen bieten ab Donnerstag (24. September 09), 18 Uhr, 72 Stunden durchgehend Entscheidungshilfe per Chat und Telefon für unentschlossene Wähler. Das ganze Geschehen wird über einen Livestream im Internet übertragen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch Fragen offen? Die Grünen bieten ab Donnerstag (24. September 09), 18 Uhr, 72 Stunden durchgehend Entscheidungshilfe per Chat und Telefon für unentschlossene Wähler. Das ganze Geschehen wird über einen Livestream im Internet übertragen.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Immer mehr Wähler entscheiden sich kurzfristig, wem sie am Wahltermin ihre Stimme geben wollen. Auf diesen Trend reagieren die Grünen mit der <a href="http://www.gruene.de/no_cache/einzelansicht/artikel/noch-fragen-wir-bleiben-drei-tage-wach.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dreitagewach-Aktion</a>, bei der noch Unentschlossene von Donnerstagabend bis zum Wahl-Sonntag, 18 Uhr, nonstop Fragen stellen können.
</p>
<p>
Etwa 200 Kandidaten, Abgeordnete, Unterstützer und Experten der Grünen sollen offen für Fragen und Anliegen sein. Die Chat- und Telefonaktion findet in der Bundesgeschäftsstelle der Partei statt und kann im Netz verfolgt werden.
</p>
<p>
Die Aktion ist kein Novum. Bereits vor der Europawahl brachten die Grünen ein Dreitagewach-Angebot für unentschlossene Wähler. Und das war laut Robert Heinrich, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei den Grünen, mit über 3.000 Fragen „ein Riesenerfolg“.
</p>
<p><center><br />
<object width="450" height="370"><embed src="http://www.grapheine.com/bombaytv/bt.swf?code=613da14c7b0db834192823dad7e57332" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="450" height="370"></embed></object><br />
</center></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Online Wähler-Mobilisierung in den USA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pbrauckmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 13:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wählermobilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahl 2008]]></category>
		<category><![CDATA[GoVote]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Menge Wahlberechtigte in den USA nehmen nicht an Wahlen teil, da sie schlicht nicht wissen, wie es geht. Das jedenfalls behauptet die Webseite <a href="http://govote.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GoVote</a> und stellt deswegen ein kleines Infotool zur Verfügung. Hier kann der Wähler seine Adresse eingeben und bekommt dann sämtliche lokale Informationen rund um Registrierung und Stimmabgabe.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Menge Wahlberechtigte in den USA nehmen nicht an Wahlen teil, da sie schlicht nicht wissen, wie es geht. Das jedenfalls behauptet die Webseite <a href="http://govote.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GoVote</a> und stellt deswegen ein kleines Infotool zur Verfügung. Hier kann der Wähler seine Adresse eingeben und bekommt dann sämtliche lokale Informationen rund um Registrierung und Stimmabgabe.<!--break--></p>
<p>
Die Informationen werden mittels <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdsourcing" target="_blank" rel="noopener noreferrer">crowdsourcing</a> gesammelt. Die Nutzer können so eigene Inhalte erstellen oder verändern: Fehlt zum Beispiel die eigene Stadt in der Auflistung, können die Bürger diese selbst hinzufügen.
</p>
<p>
Die parteiunabhängige Seite hat es sich zum Ziel gesetzt, ein lange bekanntes Problem in den USA anzugehen: Die Gleichgültigkeit vieler Bürger gegenüber der Stimmabgabe. Es ist jedoch zu erwarten, dass diese Wahl <a href="http://www.nzz.ch/hintergrund/dossiers/usa_vorwahlen_praesidentschaft/wahlverfahren/amerika_waehlt_1.645800.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;der Superlativen&quot;</a> mehr Stimmvolk anzieht, als die letzten Wahlen in den USA.</p>
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		<title>Italienwahl: Stimmungsbarometer Weblog</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-italien_wahlnachlese060426-shtml-2747/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ccampani]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Romano Prodi]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internet spielte für den knappen Wahlausgang in Italien eine entscheidendere Rolle als bisher angenommen. Die Foren einiger Zeitungen wurden zu Stimungsbarometern, die beiden politischen Lagern eine Plattform boten. Die Beteiligung an zahlreichen Blogs und über das Internet organisierte Aktionen zeigen, wie sehr die Italiener es verstanden, das Potenzial des Webs zu nutzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet spielte für den knappen Wahlausgang in Italien eine entscheidendere Rolle als bisher angenommen. Die Foren einiger Zeitungen wurden zu Stimungsbarometern, die beiden politischen Lagern eine Plattform boten. Die Beteiligung an zahlreichen Blogs und über das Internet organisierte Aktionen zeigen, wie sehr die Italiener es verstanden, das Potenzial des Webs zu nutzen.<!--break--></p>
<p>
                              <strong>Das Internet spielte für den knappen Wahlausgang in Italien eine entscheidendere Rolle als bisher angenommen. Die Foren einiger Zeitungen wurden zu Stimungsbarometern, die beiden politischen Lagern eine Plattform boten. Die Beteiligung an zahlreichen Blogs und über das Internet organisierte Aktionen zeigen, wie sehr die Italiener es verstanden, das Potenzial des Webs zu nutzen.</strong>
                            </p>
<p>Der äußerst knappe Sieg der Opposition und die Anschuldigungen des noch amtierenden Ministerpräsidenten Berlusconi wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der bei der Stimmenzählung bzw. Wahlbetrugs waren der „würdige“ Abschluss eines Wahlkampfes, der von<br />
                            <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Negative_campaigning" target="_blank" rel="noopener noreferrer">negative campaigning</a> und von der Person Berlusconis beherrscht wurde. Wenige Politiker haben sich im Wahlkampf des Internets professionell bedient, die größeren Parteien haben jedoch neben ihren<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/italien_campani_060404.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Websites</a> zusätzliche Online-Angebote geschaltet. Insgesamt<br />
                            <a href="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahlgro1.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <img decoding="async" height="75" alt='Berlusconi-Plakat: "Ich hole mir meine Haare zurück" ' src="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahl.jpg" width="186" align="right" vspace="10" border="0" /><br />
                            </a>hat das Web im Vergleich zu den Wahlen im Jahr 2001 eine bedeutendere Rolle gespielt. Beispiele dafür sind die Onlineangebote der zwei wichtigsten Tageszeitungen Italiens<br />
                            <a href="http://www.corriere.it/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Corriere della Sera&#8221;</a> und<br />
                            <a href="http://www.repubblica.it/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;La Repubblica&#8221;</a>. Beide Zeitungen haben zwar Romano Prodis Mitte-Links Bündnis offen unterstützt, für den bürgerlichen „Corriere della Sera“ keine Selbstverständlichkeit, gleichzeitig mit ihren Foren parteienunabhängige Diskussionsplattformen angeboten.</p>
<p>
                            <br />Das Forum<br />
                            <a href="http://www.corriere.it/solferino/severgnini/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Italians&#8221;</a>, das seit Jahren auf der Website der „Corriere della Sera“ betrieben wird, wurde während des Wahlkampfes zum wichtigen Stimmungsbarometer. Dem „spiritus rector“ von „Italians“, dem Publizisten Beppe Servegnini, ist eine Mischung zwischen moderiertem Forum und Blog gelungen, in dem er täglich (nebst einem kurzen Kommentar) 12 Leserbeiträge (von den bis zu 400, die jeden Tag das Forum erreichen) zu unterschiedlichen Themen veröffentlicht und oft beantwortet. Von Anfang März bis Mitte April verdrängte die Politik die anderen Themen in dem Forum. Befürworter beider Lager – viele aus dem Ausland – konnten hier ihre Meinungen artikulieren und die anderer Leser kommentieren. Obwohl auch hier fast nur mit heftiger Kritik am politischen Gegner argumentiert wurde, blieb dieses Forum dank der Moderation Severgninis quasi als virtuelle Insel des „Fair Play“ frei von gegenseitigen Beschimpfungen. Bei „Italians“ war die Berlusconi-kritische Einstellung der im Ausland lebenden Italiener schon früh zu bemerken. Ein Faktor, der die Wahl mitentschieden haben könnte.</p>
<p>
                              <strong>Web-Satire gegen negative campaigning</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahlgro4.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <img decoding="async" height="119" alt='Prodi-Plakat: "Ich in der Regierung? Nie!"' hspace="10" src="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahl4.jpg" width="78" align="left" border="0" /><br />
                            </a>Bereits Anfang März hatte die Internet-Redaktion der „La Repubblica“ die Leser dazu aufgefordert, Bilder zu „ihrem Wahlkampf“ zuzusenden. Die riesigen Wahlplakate, die die Strassen Italiens sechs Wochen lang beherrscht haben, sind schnell zur Zielscheibe der Websurfer geworden, die die Chance dazu genutzt haben, politische Satire zu betreiben.<br />
                            <a href="www.repubblica.it" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;La Repubblica&#8221;</a> veröffentlichte mehrere Hundert Fotos mit Wahlplakaten, die an wenig passenden Stellen (Klohäuschen oder Mülltonen) oder zufällig neben gewöhnlichen Werbeplakaten hingen, so dass deren politische Botschaft sich ins Gegenteil kehrte. Der Renner waren Bilder von Plakaten, die durch Graffiti modifiziert oder am PC retuschiert wurden. Es waren ein Plakat von Prodi zu sehen, der mit ausgestreckter Hand und beruhigender Mine sagt: „Keine Sorge, regieren w<br />
                            <a href="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahlgro3.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <img decoding="async" height="73" alt="Berlusconi-Plakat: Dich haben sie noch nicht gefasst" src="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahl3.jpg" width="133" align="right" vspace="10" border="0" /><br />
                            </a>erde ich nie“ sowie eins der vielen Riesenplakate von Berlusconi, der zufrieden ankündigt: „Dank unserer Regierung haben wir Polizisten in jedem Stadtviertel“, wobei eine anonyme Hand darunter schrieb: „dich aber haben sie noch nicht gefasst!“. Die getürkten Wahlplakate wurden munter heruntergeladen und versandt, quasi als Antwort auf die offiziellen Plakate, die auf den Parteienwebsites als Download zur Verfügung standen und als Reaktion der Bürger auf dem an positiven Inhalten armen Wahlkampf.</p>
<p>
                              <strong>Wählermobilisierung mit Blogs und „smart mobs“</strong>
                            </p>
<p>Das Potential des Webs für einen Wahlkampf zeigte sich am eindrucksvollsten am 4. und 5. April. Den Anlass lieferte Ministerpräsident Berlusconi am 4. April durch seine – in der TV-Nachrichtensendung von 13 Uhr übertragene &#8211; Behauptung, in Italien gebe es bestimmt nicht so viele „Dummköpfe“, die gegen das eigene Portemonnaie also für die Mitte-Links Koalition stimmen würden. Dabei benutzte er das Wort „coglioni“, einen<br />
                            <a href="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahlgro2.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <img decoding="async" height="100" alt="Berlusconis unfreiwillige Werbung für Haarpflege" hspace="10" src="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahl2.jpg" width="67" align="left" vspace="10" border="0" /><br />
                            </a>allgemein gebräuchlichen, deftigen Ausdruck für die männlichen Geschlechtsteile, der gleichzeitig „Dummkopf“ bedeutet. Eine solche öffentliche Wählerbeschimpfung hatte es noch nie gegeben und trotz oder vielmehr wegen der Beschwichtigungsversuche Berlusconis schlug die Empörung hohe Wellen. Diese schwappten rasch ins Web über. Einige Studenten eines von der Gesellschaft für Politikberatungsg<br />
                            <a href="http://www.runningonline.org/formazione_politica.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Running&#8221;</a> organisierten Masterstudiengangs in politischer Kommunikation richteten kurz vor 14 Uhr das Blog<br />
                            <a href="http://sonouncoglione.splinder.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sonouncoglione.splinder.com</a> ein. Wenige Stunden später wurden bereits 66.000 Visits gezählt. Als seine Autoren, die sich „Mr. Pol“ nannten, das Blog am Mittag des 5. April schlossen, war diese Zahl auf 238.000 gestiegen (mit einem Spitzenwert von ca. 200 Zugriffe pro Sekunde). In 24 Stunden hatte das Blog 5.580 Einträgen gesammelt. Dabei handelte es sich fast nur um Surfer, die sich wütend, hämisch und fröhlich dazu bekannten, „coglioni“ also „Dummköpfe“ zu sein. Aus dieser virtuellen Bewegung wurde am selben Abend ein kleiner<br />
                            <a href="http://www.smartmobs.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;smart mob&#8221;</a> bekennender „Dummköpfe“.Zwischen 19.00 und 20.00 Uhr trafen sich Hunderte auf den via Internet und Handy festgelegten Plätzen der größeren italienischen Städten, um sich mit Luftballons, Schildern und Trasparenten als „coglioni“ öffentlich zu bezeichnen. Die Fotos, die dabei geschossen wu<br />
                            <a href="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahlgro5.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <img decoding="async" height="146" alt='smart mob: "Ich bin ein Dummkopf"' hspace="10" src="/edemocracy/wahlkampf/images/italienwahl5.jpg" width="97" align="right" vspace="10" border="0" /><br />
                            </a>rden, wanderten wiederum ins Netz und steigerten die Viralität der Aktion. Diese wurde am selben Abend von der Internetplattform<br />
                            <a href="http://www.kataweb.it/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;kataweb&#8221;</a> aufgegriffen, die der Verlagsgruppe der Tageszeitung „La Repubblica“ und des Nachrichtenmagazins<br />
                            <a href="http://www.espressonline.it" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;L&#8217;Espresso&#8221;</a> gehört. Hier wurde ein Foto-Blog eröffnet mit dem Titel „Coglione o Orgoglione?“ (Dummkopf oder Stolzkopf). Die Surfer wurden dazu eingeladen, sich als „coglioni“ zu outen, entsprechende Selbstportraits zu veröffentlichen. Um 21 Uhr hatte der Blog 12.000 Unterschriften gesammelt, um Berlusconi aufzufordern, sich öffentlich für die Beleidigung zu entschuldigen. Die Fotos, viele davon mit dem Logo des Blogs, einem Smiley mit der Aufschrift „Coglione? No, Orgoglione”, versehen sind auf<br />
                            <a href="http://www.kataweb.it/articolo/1417657" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;kataweb&#8221;</a> noch zu sehen.</p>
<p>
                            <br />Die Folgen dieser beiden sehr kurzlebigen Blogs sieht man mit einer einfachen Suche in den italienischsprachigen Web: bei google.it ergibt die Suche „blog + coglione“ ca. 718.000 Einträge.<br />
                            </p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Westen nichts Neues? Congressional Campaigning in den USA 2002</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-concamp-shtml-2718/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pfilzmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorbild Amerika: Im Bundestagswahlkampf wurde viel über „Amerikanisierung“ gesprochen. Doch was passiert im Land der unbegrenzten Möglichkeiten im diesjährigen Kongresswahlkampf? Der Experte Prof. Filzmaier beantwortet die Fragen und wagt eine Wahlprognose trotz der knappen Ausgangssituation und schwierigen Rahmenbedingungen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vorbild Amerika: Im Bundestagswahlkampf wurde viel über „Amerikanisierung“ gesprochen. Doch was passiert im Land der unbegrenzten Möglichkeiten im diesjährigen Kongresswahlkampf? Der Experte Prof. Filzmaier beantwortet die Fragen und wagt eine Wahlprognose trotz der knappen Ausgangssituation und schwierigen Rahmenbedingungen.<!--break-->
                    </p>
<p>Die US-amerikanischen Kongresswahlen 2002 sind gekennzeichnet durch eine sehr knappe Ausgangsituation der Mehrheitsverhältnisse im Repräsentantenhaus und Senat, und finden unter dramatischen Rahmenbedingungen &#8211; der „Showdown with Iraq“ ist in den Massenmedien zentrales Thema &#8211; statt. Nachdem aber im vergangenen Jahrzehnt in Europa beispielsweise talk show-politics und negative campaigning bestaunt wurden, gibt es 2002 in der Wahlkampfführung kaum Neuentwicklungen. Ist der diesjährige Kongresswahlkampf tatsächlich nur konventionelle Routinearbeit?</p>
<p>
                    <strong>Air Wars<br />
                    <br /></strong>Der Fernsehwahlkampf (air wars) ist in den USA unverändert dominant. Gestützt auf eine exzessive Meinungsforschung werden voraussichtlich über 600 Millionen US-Dollar nur für politische Werbung im Fernsehen ausgegeben. Im Vergleich zu Europa findet insbesondere eine professionellere Zielgruppenorientierung statt, d.h. aufgrund ausgesuchter Umfrageergebnisse werden sorgfältig ausgewählte Botschaften in TV-Spots an spezifische Wählergruppen überbracht. Für wahlkämpfende Politiker ergibt sich die Notwendigkeit, in immer kostenaufwendigerer Form zusätzliche Werbezeiten anzukaufen, um ihre Kandidatur zu vermitteln. Fernsehwahlkämpfe sind daher als &#8220;commercial battle&#8221; zu bezeichnen.</p>
<p>Durch offensivste Öffentlichkeitsarbeit wird gleichzeitig versucht, die redaktionellen Fernsehberichte zu steuern. Die thematische Akzentuierung wird der Logik der Produktion von Medieninhalten angepasst. Für das Fernsehen ist es notwendig, komplexe Inhalte auf in wenigen Sekunden vermittelbare &#8211; und den kurzfristigen Aufmerksamkeitsmustern eines Videoclips vergleichbare &#8211; Botschaften (sound bites) zu beschränken. Eine Negativfolge ist, dass Politik auf künstliche Sprachhülsen und permanente Wiederholungen von Schlagwörtern reduziert wird. Auch Zeitungen orientieren sich vermehrt an der Kampagnenberichterstattung und weniger an den Inhalten des Wahlkampfs, d.h. als horse race-journalism wird über &#8220;front runner&#8221; und „ferner liefen“ im Wahlkampf berichtet anstatt konkrete Politikthemen anzusprechen.</p>
<p>Bemerkenswert ist, dass die Ausnahmesituation des Kampfes gegen den Terror nach dem 11. September keine besondere Abnahme der Negativorientierung (negative campaigning) bewirkt. Die negative Wahlwerbung enthält im Extremfall keine Erwähnung des unterstützten Kandidaten in Textform und/oder Bildern, sondern bezieht sich ausschließlich auf scharfe Kritik am jeweiligen Gegenkandidaten. Zusätzlich zu den offiziellen Fernsehkampagnen der Kandidaten hat die institutionelle Werbung von Parteiorganisationen bzw. Interessengruppen weiter an Bedeutung gewonnen. Auch die direkte Platzierung von sogenannten issue advocacy ads durch einem Kandidaten verbundene Gruppen und Verbände zur Wählermobilisierung spielt mittlerweile eine bedeutsame Rolle.</p>
<p>
                    <strong>Wählermobilisierung</strong><br />
                    <br />Entscheidender Faktor für Wahlerfolge sind in den USA nicht große Stimmengewinne von der Gegenpartei, sondern &#8211; angesichts einer Wahlbeteiligung von nur knapp über 30 Prozent &#8211; die Mobilisierung von Parteisympathisanten (get-out-the-vote-drives/GOTV). Im Unterschied zum kapitalintensiven Fernsehwahlkampf stellen GOTVs arbeits- und zeitintensive Wählerkontakte dar (ground wars). Das Wahljahr 2002 ist durch eine Wiederkehr der grass roots-Mobilisierung gekennzeichnet.</p>
<p>Nachdem 1998 und 2000 die Demokraten diesbezüglich erfolgreicher waren, reagiert 2002 die Republikanische Partei mit einem &#8220;72 hour program&#8221;. Dieses beinhaltet den Versuch, die republikanische Überlegenheit im technologischen Bereich &#8211; computerisierte Wählerlisten für alle Wahlbezirke, Großrechner und phone banks für bis zu 40.000 automatische Anrufe in wenigen Stunden, Wählerregistrierungsdaten und aktuelle Hochrechnungen mit einem Warnsystem für besonders umkämpfte Sitze usw. &#8211; den einzelstaatlichen Parteien zur Verfügung zu stellen, und mit traditionellen ground war-Strategien des door-to-door canvassing bis zum Schluss des letzten Wahllokals zu verknüpfen.</p>
<p>
                    <strong>Online Campaigning<br />
                    <br /></strong>Nicht fortgesetzt hat sich 2002 ein starker Zuwachs der Bedeutung des online campaigning als Wahlkampfstrategie. Obwohl Website Builder, Instant Online Fundraiser und Campaign Management-Programme zum alltäglichen Produkt der Wahlkampfindustrie geworden sind, und von Politikberatungsfirmen sowie Software-Unternehmen verstärkt vertrieben werden, gibt es für das Internet als Wahlkampfinstrument kaum Innovationen.</p>
<p>Zwar sind Web Sites der Kandidaten zur Selbstverständlichkeit geworden, jedoch unverändert selten in eine sinnvolle Media Mix-Strategie eingebunden. Eine solche Kombination der Nutzung des Internets und traditioneller Massenmedien (Fernsehen, Radio und Zeitungen) wäre jedoch das entscheidende Qualitätskriterium moderner Wahlkämpfe, die für sieben Tage in der Woche 24 Stunden täglich sich an parallelen news cycles orientieren müssen. Während zahlreiche Web Sites sogar relativ unprofessionell gestaltet waren, hat sich lediglich der Stellenwert von e-mails als einfacheres Wahlkampfmittel erhöht. Insbesondere ist die Verteilung von Wahlkampfinformationen an spezifische Zielgruppen, von Parteiaktivisten bis zu Journalisten, systematischer geworden.</p>
<p>Eine der wenigen Neuerungen stellt das<br />
                    <a href="http://www.gopteamleader.com%20">Projekt GOP Team Leader</a> der Republikanischen Partei dar. Dadurch sollen als elektronisierte Organisationsform der permanenten Kommunikation zwischen Partei und Wählern via Internet lokale Parteiaktivisten gefunden, und für einen koordinierten Wahlkampfeinsatz gewonnen werden. „Team Leader“ fungieren als Vermittler für von der Bundesparteileitung verteilte Wählerinformation (über Veranstaltungen, Kandidaten, Themen usw.) und leiten umgekehrt konkrete Anliegen der Wähler weiter. Das System ist pyramidenähnlich aufgebaut &#8211; es gibt beispielsweise zentrale „Team Leader“ auf der ersten und e-champions als besonders aktive Nutzer auf der zweiten Ebene -, und beruht auf Werbegeschenken o.ä. als Motivationsfaktor.</p>
<p>Der in Summe nichtsdestoweniger vergleichsweise geringe Stellenwert des online campaigning ergibt sich auch, weil führende Politikberater aufgrund des Nachweises früherer Erfolge traditionelle und konservative Kampagnen empfehlen, und vermutlich nur ein bevorstehender Generationswechsel der Berater eine Trendwende unterstützen kann. In diesem Zusammenhang ist auch die unverändert relativ geringe Bereitschaft für Geldinvestitionen in online campaigning zu sehen. Beispielsweise gibt das nationale Parteikomitee der Republikaner über eine Million US-Dollar für e-mail-Kampagnen aus, doch betragen die Gesamtausgaben aller Kandidaten für politische Fernsehwerbung mehr als das 600-fache. Vor allem aber zeigen die Daten, dass die politische Nutzung des Internets durch weniger als 10 Prozent der Wähler auf sehr niedrigem Niveau stagniert. Einflüsse auf das Wahlverhalten sind noch schwieriger festzustellen.</p>
<p>
                    <strong>Eine Wahlprognose zum Abschluss?<br />
                    <br /></strong>Nach derzeitigem Stand – Mitte Oktober 2002 – sind folgende Ergebnisse wahrscheinlich:</p>
<ul>
<li>Die Republikanische Partei wird ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus behalten, weil die nicht zuletzt aus Kostengründen erfolgende Fokussierung der Parteien auf wenige Schlüsselwahlkämpfe dazu führt, dass die Demokraten als Minderheitspartei trotz des knappen Sitzrückstandes einen unrealistisch hohen Prozentsatz der offenen Wettbewerbe gewinnen muss.</li>
<li>Die Mehrheitsverhältnisse im Senat sind &#8220;too close to call&#8221;, doch ist für die Demokratische Partei bestenfalls eine sehr knappe Mehrheit möglich.</li>
<li>Die Demokraten werden als Korrektur der republikanischen Sensationserfolge 1994 und 1996 Gouverneurssitze gewinnen, und dadurch die Mehrheit der Gouverneure stellen.</li>
</ul>
<p>Extreme Abweichungen von dieser Prognose sind, wenn überhaupt, eher zugunsten der Republikaner zu erwarten. In den verbleibenden Wochen des Wahlkampfs können allerdings viele unerwartete Dinge geschehen.</p>
<p>
                    <a href="http://polbil.uibk.ac.at/">Peter Filzmaier</a> ist Professor für Politikwissenschaft und Abteilungsleiter für Politische Bildung am Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) der<br />
                    <a href="http://www.uibk.ac.at/c/c4/c402/">Universität Innsbruck</a>.<br />
                    </p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
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<div class="tidy-2">Erschienen am 31.10.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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