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	<title>Wahl &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Wahl &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Datenbasierter Wahlkampf: Was ist drin?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thibaud Saint-Viteux]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 15:16:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Tür-zu-Tür-Wahlkämpfe gelten als effektives Mittel der Wahlwerbung: Wie nicht nur die Kampagnen vor der Präsidentschaftswahl in den USA zeigen, sondern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="document-page">
<div class="text-wrapper user-select-text">
<p class="text-wrapper user-select-text"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/LMP_Web-app_Berlin.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-150745" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/LMP_Web-app_Berlin-630x394.png" alt="lmp_web-app_berlin" width="630" height="394" /></a>Tür-zu-Tür-Wahlkämpfe gelten als effektives Mittel der Wahlwerbung: Wie nicht nur die Kampagnen vor der Präsidentschaftswahl in den USA zeigen, sondern auch immer mehr Wahlkämpfe in Frankreich und Deutschland. Doch wie effektiv sind solche Tür-zu-Tür-Wahlkämpfe, was bringen und was kosten sie?</p>
<p class="text-wrapper user-select-text">Im Interview erläutert Guillaume Liegey, CEO des Start-ups Liegey Muller Pons, wie seine Firma datengestützte Haustürwahlkämpfe organisiert und was man mit datenbasierten Kampagnen erreichen kann.</p>
<h3>Durch Daten an die richtige Haustür</h3>
<p><b>Herr Liegey, Ihre Firma LMP entwickelt datengestützte Haustürkampagnen. Wie funktioniert das?</b></p>
<p>Wir stellen Daten und die benötigte Technologie für einen datenbasierten Wahlkampf bereit. Dabei ermitteln wir zunächst, in welchen Wahlbezirken sich ein Tür-zu-Tür-Wahlkampf besonders lohnt und koordinieren die Arbeit der Freiwilligen dann per App. So können die Wahlkämpfer ihre Zeit und ihr Geld effizienter einsetzen.</p>
<p><b>Warum sind Daten für einen Tür-zu-Tür Wahlkampf wichtig? </b></p>
<p>Im Wahlkampf hat man immer zu wenig Zeit und Geld. Deswegen muss man zielgerichtet arbeiten, sowohl bei Facebook-Werbungen, auf Twitter, in persönlichen Treffen und eben auch beim Tür-zu-Tür Wahlkampf. Bei letzterem geht es darum, in die Wahlbezirke zu gehen, wo man am meisten bewirken kann, wo viele unentschlossene oder Nicht-Wähler zu finden sind. Dabei sind Roh-Daten alleine nichts wert. Die Kombination aus Daten, der Technologie und den Menschen ist das, was einen guten Wahlkampf auszeichnet.</p>
<h3 style="text-align: right;"><div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Guillaume-Liegey_Photo-536x800.jpg"><img decoding="async" class="  wp-image-150749 aligncenter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Guillaume-Liegey_Photo-536x800.jpg" alt="guillaume-liegey_photo-536x800" width="160" height="239" /></a><strong>Guillaume Liegey</strong>, Mitgründer und CEO von LMP, einem Unternehmen für Wahlkampagnen- und Daten-Technologie, ehemaliger Kampagnen-Leiter bei François Hollandes Präsidentschafts-Wahlkampf</div></div></h3>
<p><b>Welche Daten nutzen Sie?</b></p>
<p>Wir führen die frei verfügbaren demographische Daten, die Ergebnisse der letzten Wahlen und aktuelle Umfragen zusammen und erstellen anhand dieser Datenbank Prognosen für die einzelnen Wahlbezirke. So kommen wir zu einer Einschätzung, in welchen Wahlbezirken sich ein Tür-zu-Tür-Wahlkampf lohnt &#8211; und wo die Wahlkämpfer besser fernbleiben sollten.</p>
<p><b>Um welche Wählergruppen geht es im Haustürwahlkampf: um Nachbarschaften mit vielen Nichtwählern oder um Nachbarschaften mit vielen unentschlossenen Wählern?</b></p>
<p>Das hängt vom Kandidat, der Partei und dem Typ des Wahlkampfs ab. Wir erstellen beispielsweise die Prognose “In diesem Wahlbezirk gibt es 10% potenzielle Nichtwähler”. Oder “in jenem Wahlkreis gibt es viele Wähler, die sicher wählen, aber unentschlossen sind, wen sie wählen”. Und dann versuchen wir diese Personen zu überzeugen. Deswegen ist die Strategie, potenzielle Nichtwähler zu mobilisieren und unentschiedene Wähler zu überzeugen.</p>
<p><b>Die Wahlkämpfer haben also verschiedene Ansätze je nach Typ des Wahlkampfes und Typ des Wählers?</b></p>
<p>Genau. Im Training lernen sie durch Simulationen, wie sie mit verschiedenen Wählern sprechen. Es gibt drei Fälle. Wir versuchen jede Person, die wir treffen, einen Schritt höher auf der Leiter des Engagements zu bringen. Vom Nichtwähler zum Wähler, vom Wähler zum Unterstützer, und vom Unterstützer zum Freiwilligen.</p>
<p><b>Was für ein Training bekommen die Freiwilligen?</b></p>
<p>Das Training ist sehr ähnlich zu dem der Obama-Kampagne in 2008, wo ich als Freiwilliger mit dabei war. Wir haben beispielsweis and viele Türen im <i>Swing State</i> New Hampshire geklopft, dabei viel gelernt und diese Methode adaptiert. Der Training ist sehr praxisbezogen und hat zwei Dimensionen: die Simulation mit den unterschiedlichen Bürgern, und das Kommunikationstraining, bei dem die Freiwilligen lernen auf einer mehr persönlichen und weniger theoretischer Ebene zu sprechen. Bei jemandem der sich von der Politik verlassen fühlt, sollte man keine eine abstrakte Rede über Steuergerechtigkeit halten, sondern lieber eine persönliche Geschichte erzählen, die an den Bürger appelliert.</p>
<h3>&#8220;3-5 Prozent zusätzlich&#8221;</h3>
<p><b>In der letzten Zeit wurde viel darüber diskutiert, welchen Einfluss Datenauswertungen auf Wahlen haben. Wie effektiv ist denn die Nutzung von Daten, um wirklich zu einem Wahlsieg zu verhelfen?</b></p>
<p>Wir haben mittlerweile an über 200 Kampagnen gearbeitet, also haben wir natürlich schon Erfahrung darin gesammelt, wie wir den Effekt evaluieren können. Generell kann einem Kandidaten eine richtig gute Kampagne helfen, 3 bis 5 Prozent zusätzlich zu sammeln, aber nicht mehr. Der Einsatz lohnt vor allem bei Wahlen, wo die Kandidaten um die 5 Prozent auseinander liegen &#8211; das sind übrigens sehr viele Wahlen. Bei François Hollande haben wir zum Beispiel eine umfangreiche Auswertung des Effekts seiner Tür-zu-Tür Kampagne gemacht. Es gab 80.000 Helfer, die an 5 Millionen Türen geklopft und so 280.000 Stimmen gesammelt haben. Er hätte wahrscheinlich auch ohne diese Stimmen gewonnen, aber so hatte er eben einen größeren Abstand. Also jemand, der dir sagt “kauf das und du gewinnst die Wahl”, ist nicht seriös. Wenn er allerdings sagt “kauf das und du wirst eine bessere Kampagne haben”, dann stimmt das.</p>
<p><b>Wie teuer ist ein Tür-zu-Tür Wahlkampf?</b></p>
<p>Generell kosten unsere Technologie und Daten für eine Tür-zu-Tür Kampagne zwischen 5 &#8211; 10 Prozent des Kampagnen-Budgets. Für eine französische Präsidentschaftskampagne liegt das Budget bei etwa 20 Millionen, also kostet unsere Arbeit in diesem Falle zwischen ein und zwei Millionen Euro. Dabei bleibt zu bedenken, dass ein Tür-zu-Tür-Wahlkampf im Vergleich zu anderen Kampagnen sehr effektiv ist.</p>
<p><b>Wie schätzen Sie den Datenschutz in Frankreich ein?</b></p>
<p>Ähnlich hoch wie in Deutschland, da sind wir sehr stolz drauf. Besonders bei persönlichen Daten, wenn es darum geht herauszufinden, welche politischen Präferenzen die Bürger haben ist Deutschland ebenfalls sehr strikt. Außerdem kann man in Frankreich nicht einfach so Emails an Leute schicken, ohne dass diese vorher zugestimmt haben. Solche Regelungen gibt es auch in Spanien und Italien &#8211; die UK ist anders, dort gelten großzügigere Regeln, ähnlich wie in den USA.</p>
<p><b>Mit Emmanuel Macron haben sie die Bewegung &#8220;En Marche!&#8221; koordiniert. Was war dabei das Ziel?</b></p>
<p>Bei &#8220;En Marche!&#8221; gab es zwei Phasen. Unsere Firma hat Macron geholfen, seine Bewegung zu starten. Die zweite Phase ist der Wahlkampf für die Präsidentenwahl nächstes Jahr.</p>
<p>Macron hat bei null angefangen: Er hatte keine Mitglieder, keine Freiwilligen und keine Mandatsträger. Deswegen war sein erstes Ziel, mit den Bürgern zu sprechen und ihnen zuzuhören. Er wollte die Barrieren der traditionellen Politik brechen, und aus diesem Grund hat er eine Tür-zu-Tür Kampagne außerhalb des Wahlkampfs gestartet. Mit unserer Hilfe haben Macrons Freiwillige 25.000 Gespräche mit Bürgern geführt und an 200.000 Türen geklopft. 6.000 Menschen haben sich seitdem der Bewegung angeschlossen und Macron hat die Ergebnisse im September vorgestellt. Jetzt hat Macron seine Kandidatur für den Wahlkampf bekannt gegeben.</p>
<h3 style="text-align: right;"><div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/LMP_Mobile-app_1.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-150750  aligncenter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/LMP_Mobile-app_1-305x542.jpg" alt="lmp_mobile-app_1" width="185" height="329" /></a> App für die Wahlkämpfer  </div></div></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Welches Ziel will Macron bei der Wahl erreichen?</b></p>
<p>Macron will seine politische Stärke zeigen. Meiner Meinung nach ist es wirklich sein Ziel die Wahl jetzt zu gewinnen und nicht erst 2022. Dazu fängt er im Februar mit dem eigentlichen Präsidentschafts-Wahlkampf an. Ob er uns wieder engagieren wird, wissen wir noch nicht. Wir sind eine überparteiliche Firma, und unserer Ziel ist es, mit so vielen Parteien und Kandidaten wie möglich zu arbeiten, ausgenommen Rechtsextremisten und Populisten. Ich weiß noch nicht für wen, das diskutieren wir gerade, aber sehr wahrscheinlich für mehr als eine Partei.</p>
<p><b>Wird Ihre Firma auch bei der Bundestagswahl 2017 tätig?</b></p>
<p>Unsere Firma sitzt in Paris und London. Wir haben in über 10 europäischen Ländern schon bei verschiedenen Wahlkämpfen geholfen. Deutschland ist das nächste Ziel. Wir sind in Gesprächen und wollen bei der Bundestagswahl 2017 dabei sein.</p>
</div>
</div>
<p><em>Das Interview führten Elena Klaas und Thibaud Saint-Viteux.<br />
</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bürger befragen Politiker zur Abgeordnetenhauswahl</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/buerger-befragen-politiker-zur-abgeordnetenhauswahl-149834/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2016 16:08:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[In Amerika tobt der Wahlkampf und um auch die letzten Wähler zu mobilisieren stellt sich Donald Trump einem „Ask Me [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unbenannt-11.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-149835 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unbenannt-11.jpg" alt="Logo Abgeordnetenwatch.de" width="640" height="280" /></a>In Amerika tobt der Wahlkampf und um auch die letzten Wähler zu mobilisieren stellt sich Donald Trump einem „Ask Me Anything“ (also einer digitalen Fragestunde) auf Reddit. In der Wahl um den Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus wird zwar nicht mit ganz so harten Bandagen gekämpft wie Übersee, Abgeordnetenwatch.de rüstet aber dennoch auf.</p>
<p>Am 18.09. wird das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Zusätzlich zum etablierten <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/berlin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fragetool</a>, bei dem man per Postleitzahl die Abgeordneten des entsprechenden Wahlkreises ermitteln und kontaktieren kann, stellt Abgeordnetenwatch.de nun auch die aktuellen <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/berlin/wahlprogramme" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlprogramme</a> der Parteien zur Verfügung. Um auch die tl;dr Wähler abzuholen, sind die Kernpunkte der Programme, je nach Wichtigkeit größer oder kleiner, neben den PDFs gelistet.</p>
<p>Der Frageservice des gemeinnützigen Vereins Parlamentwatch e.V. existiert bereits seit 2004 und bietet neben Landtagsabgeordneten auch die Möglichkeit Fragen an Abgeordneten aus Europaparlament und Bundestag zu schicken, egal ob Wahlperiode oder nicht. Von ca. 1,5 Millionen Besuchern in 2015 hinterließen etwas mehr als zehn Prozent eine Frage, von welchen im Schnitt 80,4% beantwortet wurden.</p>
<p>Nicht nur in dieser beeindruckenden Quote unterscheidet sich das Portal von Reddits AMAs, sondern auch in der Sachlichkeit der Fragen. So prüft ein Moderationsteam die Fragen vor Weiterleitung auf unangemessenen Inhalt wie Hetze, lässt aber auch keine Fragen zu Privatleben zu. Wer also auf der Suche nach Klatsch oder privaten Kochrezepten ist (wie bei Barack Obamas AMA in 2013), wird enttäuscht werden, ansonsten konnten die Berliner Abgeordneten allerdings bei der vergangenen Wahl 2011 mit der überdurchschnittlichen Antwortquote von 83% punkten.</p>
<p>Zuletzt hatte Abgeordnetenwatch Schlagzeilen mit ihrer gewonnenen Transparenzklage gegen den Bundestag gemacht. Dieser hatte sich zuerst geweigert die Namen der Interessenvertreter mit Hausausweisen zum Bundestag zu nennen, wurde dann aber richterlich dazu angehalten und veröffentlichte die Listen im November 2015.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://awatch.wavecdn.net/sites/abgeordnetenwatch.de/files/abgeordnetenwatch_logo_0.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Logo Abgeordnetenwatch.de</a>, <span class="licensetpl_attr">licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 4.0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
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		<title>Großbritannien nach der Wahl: Es wird finster</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/grossbritannien-nach-der-wahl-es-wird-finster-145594/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2015 13:26:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
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					<description><![CDATA[Der überraschende Ausgang der Unterhauswahl in Großbritannien hat auch außerhalb der Grenzen des Königreichs erhebliche Auswirkungen: nicht nur wegen der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="western" lang="en-GB"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/gchq_customers5.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145596" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/gchq_customers5.jpg" alt="gchq_customers" width="640" height="282" /></a><span lang="de-DE">Der überraschende Ausgang der Unterhauswahl in Großbritannien hat auch außerhalb der Grenzen des Königreichs erhebliche Auswirkungen: nicht nur wegen der wachsenden Euroskepsis im Königreich, sondern auch wegen der aggressiven Spionagepraktiken des britischen Geheimdienstes GCHQ. Diese will die neue Regierung nun mit größter Eile weiter ausdehnen. Ein Problem, das uns alle angeht.</span></p>
<p>Wir erinnern uns: Der britische Geheimdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) greift in großem Stil Kommunikationsdaten von Bürgern auf der ganzen Welt ab, indem er sie sich im Rahmen des <span style="color: #0563c1"><span style="text-decoration: underline"><a class="western" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tempora" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">Tempora-Programms</span></a></span></span><span lang="de-DE"> direkt von Unterseekabeln holt, den „</span><a href="https://www.taz.de/!118747/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">Schlagadern der weltweiten Kommunikation</span></span></a><span lang="de-DE">”</span><span lang="de-DE">. Großbritannien ist zugleich ein </span><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-06/gchq-tempora-internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">wichtiger Knotenpunkt im weltweiten Netz</span></span></a><span lang="de-DE"> und eines der Länder, in denen die von den Snowden-Enthüllungen ausgelöste Debatte zu Themen wie Massenüberwachung, Datenschutz und Bürgerrechten kaum stattfindet. Das liegt nicht zuletzt an der bisweilen aggressiven Blockierung durch die Regierung Cameron und – so viel scheint sicher – wird sich auch zukünftig nicht ändern. Im Gegenteil: Schlimmer geht, wie man sagt, immer. Denn nach fünf Jahren Koalition kann Camerons Tory-Partei mit 331 Sitzen im Unterhaus nun alleine regieren – für eine absolute Mehrheit hätten gar 323 Sitze gereicht. </span></p>
<h3 class="western"><span lang="de-DE">Wahlergebnis: Desaströs für den Datenschutz </span></h3>
<p class="western" lang="en-GB"><span lang="de-DE">Hier lässt sich nichts beschönigen. Nicht nur für die Themen Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung oder Massenüberwachung ist das Wahlergebnis ein Desaster. Die Kolumnistin Polly Toynbee nannte es bei einer Veranstaltung des </span><span lang="de-DE"><i>Guardian</i></span><span lang="de-DE"> am Abend nach der Wahl eine Katastrophe. Sie bezog sich dabei auf die angekündigten 12 Milliarden Pfund an Kürzungen von Sozialleistungen, die die Tories vor der Wahl angekündigt hatten. Diese werden, das hat die Politik der vergangenen fünf Jahre gezeigt, vor allem die Bedürftigsten treffen. </span></p>
<p class="western" lang="en-GB"><span lang="de-DE">Sieht man sich die bisherigen Entscheidungen der Regierung Cameron an, lassen sich ähnlich pessimistische Schlüsse für beinahe alle Bereiche der Tory-Politik ziehen. Hätte man bei liberaleren Koalitionsregierungen, wie Prognosen sie in Aussicht stellten, zumindest vorsichtig hoffen dürfen, dass eine Geheimdienstreform doch noch zum Thema wird, besteht dazu nun kein Anlass mehr. Nicht zuletzt </span><a href="http://politik-digital.de/zitat-des-monats-verschluesselte-kommunikation-koennen-wir-das-wirklich-wollen-ja" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">Camerons Forderung eines Verbots der verschlüsselten Kommunikation</span></span></a><span lang="de-DE"> infolge der Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Paris im Januar haben anschaulich gezeigt, wo die Tories beim Thema Massenüberwachung und Schutz der Privatsphäre stehen. Ein Blick ins Wahlprogramm und jüngste Ereignisse bestätigen den drohenden Super-GAU.</span></p>
<h3 class="western">Das <span lang="de-DE">„</span>Schnüffelgesetz<span lang="de-DE">”</span> kommt</h3>
<blockquote>
<p class="western" lang="en-GB">“We will keep up to date the ability of the police and security services to access communications data – the ‘who, where, when and how’ of a communication”,</p>
</blockquote>
<p class="western" lang="en-GB"><span lang="de-DE">hieß es im Wahlprogramm der Tories. Also: Polizei und Geheimdienste dürfen auch weiterhin fleißig Kommunikationsmetadaten sammeln. Aber viel unheimlicher ist die Erwähnung neuer Gesetze, die es den Geheimdiensten erleichtern sollen, „terroristische Anschläge zu verhindern, Kriminalität und Kindesmissbrauch zu beenden.“ Das Gesetz, um das es geht, wird nicht namentlich genannt, aber es dürfte sich eindeutig um die von Datenschützern gefürchtete Snoopers-Charter (dt. „Schnüffelgesetz“) handeln. </span></p>
<p class="western" lang="en-GB"><span lang="de-DE">Vorratsdatenspeicherung von E-Mail- und Telefonmetadaten für zwölf Monate gibt es in Großbritannien bereits. Die Snoopers-Charter würde diese Befugnisse noch ausdehnen: auf Webbrowsing-Historien und Social Media-Kommunikation, Voice Calls, Gaming- und Messenger-Services auf Mobiltelefonen. Damit hat es die neue Regierung nun sehr eilig. Nach der Wahl verging kein Tag, da kündigte die hastig wieder ernannte Innenministerin Teresa May an, </span><a href="http://www.independent.co.uk/life-style/gadgets-and-tech/news/snoopers-charter-set-to-return-to-law-as-theresa-may-suggests-conservative-majority-could-lead-to-huge-increase-in-surveillance-powers-10235578.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">das Gesetz nun erneut ins Parlament einzubringen</span></span></a><span lang="de-DE">. Man werde alles daran setzen, jetzt, da die Blockade durch den Koalitionspartner aufgehoben sei – die Liberal Democrats hatten sich dem Gesetz bisher in den Weg gestellt – es den Geheimdiensten zu ermöglichen, ihre exzellente Arbeit zum Schutz der Bürger fortzuführen. Dass dabei in großem Stile Bürgerrechte untergraben werden, blieb natürlich unerwähnt. </span><a href="http://www.theguardian.com/politics/2015/may/09/theresa-may-revive-snoopers-charter-lib-dem-brakes-off-privacy-election" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">Bürgerrechtler zeigen sich dementsprechend alarmiert</span></span></a><span lang="de-DE"> ob der „Unersättlichkeit“ der Regierung, wenn es um den Ausbau von Geheimdienstbefugnissen geht. </span></p>
<p class="western" lang="en-GB"><span lang="de-DE">Wundern tut der erneute Vorstoß hingegen nicht. Denn die Tories haben in der Vergangenheit die nachweislich illegalen Aktivitäten des GCHQ wiederholt verteidigt, dem Guardian für seine Snowden-Veröffentlichungen mit Strafverfolgung gedroht und, anstatt sich über ersthafte Reformen Gedanken zu machen, erst 2014 ein Gesetz durchgebracht, das Experten als </span><a href="http://www.theguardian.com/technology/2014/jul/15/academics-uk-data-law-surveillance-bill-rushed-parliament" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">Erweiterung bestehender Überwachungsbefugnisse ansehen</span></span></a><span lang="de-DE">. Nimmt man dazu das wiederholte „Versprechen“ der Tories, den Britischen Human Rights Act abzuschaffen, möchte man am liebsten gleich die Flucht von der Insel ergreifen. </span></p>
<p class="western" lang="en-GB"><span lang="de-DE">Denn dass sich eine Tory-Mehrheitsregierung mit Ambitionen, die europäische Menschenrechtskonvention zu verlassen, ernsthaft für die Rechte britischer Bürger unter Artikel 8 der europäischen Grundrechtscharta einsetzt, scheint utopisch – von den Rechten international vom GCHQ bespitzelter nicht-britischer Staatsbürger ganz zu schweigen. Ohne den vormals mäßigenden Einfluss der Liberal Democrats bremst niemand mehr die unheilvollen Ambitionen der Tories aus. Eine „</span><a href="http://www.theregister.co.uk/2015/04/15/lib_dem_manifesto_pushback_on_surveillance_and_ban_on_mosquito_devices/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">Digital Bill of Right</span><span style="text-decoration: underline"><span lang="de-DE">s</span></span></span></a><span lang="de-DE">“, wie sie sich im Wahlprogramm der Liberal Democrats findet, wird es nun ebenso wenig geben wie eine komplette Reform jener Überwachungsbefugnisse unter dem bestehenden „</span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Regulation_of_Investigatory_Powers_Act_2000" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">Regulation of Investigatory Powers Act</span></span></a><span lang="de-DE">“, die in der Vergangenheit bereits mehr als einmal missbraucht worden sind. Die Liberal Democrats haben nichts mehr zu melden – ihnen bleiben von vormals 59 Sitzen gerade noch acht. „The breaks are off“, sagte jüngst </span><span lang="de-DE"><i>Guardian</i></span><span lang="de-DE">-Journalist Jonathan Freedland: „Die Bremsen sind gelöst“. Endstation: Schnüffelgesetz. </span></p>
<h3 class="western"><span lang="de-DE">Hoffnungsschimmer Opposition?</span></h3>
<p class="western" lang="en-GB"><span lang="de-DE">Fraglich ist, ob die Opposition mäßigend eingreifen kann oder wird. Zu beachten ist hier, neben Labour als der zweitstärksten Kraft, vor allem die Scottish National Party (SNP). Diese gewann in Schottland 56 von 59 möglichen Sitzen und brach damit der Labour-Partei in ihrer einstigen Hochburg das Genick. Daher lohnt sich ein Blick ins Parteiprogramm zum Thema Überwachung. Dieses stellt die Datenschützer der </span><a href="https://www.openrightsgroup.org/blog/2015/surveillance-in-the-general-election-manifestos" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">Op</span><span lang="de-DE">en</span><span style="text-decoration: underline"><span lang="de-DE"> Rights Group relativ zufrieden</span></span></span></a><span lang="de-DE">, denn die SNP erteilt sowohl der Snoopers-Charter als auch anlassloser Massenüberwachung eine Absage [</span>UPDATE] <em>und hat bereits angekündigt, das <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/politics/SNP/11597756/SNP-planning-to-kill-off-Snoopers-Charter.html">Gesetz blockieren zu wollen</a>. Ob die Partei von Nicola Sturgeon damit Erfolg hat, hängt zum einen vom Rest der Opposition, vornehmlich Labour, und der Unterstützung ab, die der Gesetzesentwurf in den Reihen der Tories finden wird. Denn David Cameron ist nun mehr denn je auf den Zusammenhalt seiner Partei angewiesen. </em></p>
<p class="western" lang="en-GB"><span lang="de-DE"><del>Die Pläne der Labour-Partei sind dagegen eher schwammig.</del> Ein schmaler Hoffnungsschimmer also, auch wenn die Pläne der Labour-Partei zum Thema Datenschutz eher schwammig sind. Zwar sprach sich Labour-Vertreterin </span><a href="http://press.labour.org.uk/post/78448368189/the-challenges-of-a-digital-world-to-our-security" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">Yvette Cooper im März 2014</span></span></a><span lang="de-DE"> für eine gesellschaftliche Debatte zu den Themen Überwachung, Datensammlung und Datenschutz aus und kritisierte die amtierende Regierung für deren Unwillen, eine solche Debatte zuzulassen. Nicht zuletzt aufgrund der schwammigen Formulierungen im Parteiprogramm von Labour drücken die Bürgerrechtler der Open Rights Group aber zu Recht Bedauern darüber aus, dass die Partei sich nicht entschieden genug positioniert. <del>Alles in allem – und schon allein wegen der absoluten Mehrheit der Tories – gibt es also kaum Hoffnung auf entschlossene Gegenwehr.</del> </span>Ob die Entschlossenheit der Schotten die Unentschlossenheit Labours in der Frage ausgleichen wird, bleibt abzuwarten.<span lang="de-DE"><del></del><del><br />
</del></span></p>
<h3 class="western">Der Letzte macht das Licht aus!</h3>
<p class="western" lang="en-GB"><del><span lang="de-DE">Die Zukunft Großbritanniens sieht in der Tat so trostlos aus, dass sich manch einer überlegt, </span><a href="http://www.independent.co.uk/news/uk/how-to-leave-the-united-kingdom-10234980.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">einfach auszuwandern</span></span></a></del><span lang="de-DE"><del>. Hoffnung gibt es momentan wenig.</del>  [UPDATE] <em>Trotzdem sieht die Zukunft Großbritanniens so trostlos aus, dass sich manch einer überlegt, <a href="http://www.independent.co.uk/news/uk/how-to-leave-the-united-kingdom-10234980.html">einfach auszuwandern</a>. Auf Twitter trendete kürzlich der Hashtag #TakeUsWithYouScotland. Die Idee: die Grenze zwischen England und Schottland weiter südlich neu zu ziehen, damit die traditionell anti-konservativen nördlichen Regionen des Königreichs den Tories entkommen. Denn wirkliche Hoffnung gibt es momentan wenig.</em> Weder bei den ohnehin sozial Benachteiligten, die angesichts der angekündigten Kürzungen schlicht verzweifeln, noch bei denjenigen, die sich für Rechte wie Privatsphäre, Rede- und Pressefreiheit einsetzen. Im „</span><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/wahl-in-grossbritannien-cameron-regiert-das-disunited-kingdom-1.2470532" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE">Disunited Kingdom</span></span></a><span lang="de-DE">“ wird man Bürger- und Menschenrechte in den kommenden fünf Jahren vermutlich mit Klauen und Zähnen verteidigen müssen.</span></p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/rogersg/7944915940/in/photolist-d74LHj-n6eGEX-n5qtZH-kUYVK-6vxcVK-5ZXLU1-qFUYkq-n5q7rR-8KvTRq-9d6BtH-hc9AUL-6w2eBT-bYpBQq-pr8kjf-itioUS-pQWQrj-aatzii-ncM7e1-fVGBxX-ncM6b9-bfXiKX-fL3Sc3-rZkbHU-jNZmyK-dfwtg6-hHXq1z-pEQRJD-haipEy-pX5rjk-5UQ5Zm-2cZkc9-n5qtve-n5s5ub-n5rUeG-pWkEVw-bfXhxB-dofMxb-pr9LVg-bYpBM3-8XP5Tp-q8CFzm-owwXqx-ncM6WY-ncM3VX-i6QgZY-n6bk4t-ngsdja-nEX9ue-pueDPP-ojQNry">George Rex</a></p>
<div id="yui_3_16_0_1_1430750988796_724" class="view follow-view clear-float photo-attribution"></div>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>USA: Was bieten Bing und Google zu den Midterms-Wahlen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2014 10:15:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Vereinigten Staaten gelten als Musterland der politischen Online-Kommunikation. Im Mittelpunkt stehen die Kampagnen, mit denen um Stimmen geworben wird. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bing-Wahlen-640_280.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-142465" alt="Bing Wahlen 640_280" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Bing-Wahlen-640_280.jpg" width="640" height="280" /></a>Die Vereinigten Staaten gelten als Musterland der politischen Online-Kommunikation. Im Mittelpunkt stehen die Kampagnen, mit denen um Stimmen geworben wird. Anfang November wird dort bei den Midterm Elections gewählt. Dabei konkurrieren nicht nur die Kandidaten, sondern auch die Suchmaschinen um die Gunst der Wähler.<br />
Auch wenn es in Deutschland kaum wahrgenommen wird: In den USA wird in wenigen Wochen gewählt. Dabei stehen auf nationaler Ebene ein Drittel der Senatoren und das gesamte Repräsentantenhaus zur Wahl. Die Relevanz der sogenannten Halbzeitwahlen resultiert aus der Konstellation der Gewaltenteilung: Einem Präsidenten der Demokraten wird von republikanischen Mehrheiten im Kongress natürlich das Leben schwer gemacht (und umgekehrt). Die Bedeutung des Wahlausgangs für die jeweilige Präsidentschaft dürfte neben den Politprofis inzwischen auch den Zuschauern der Serie “House of Cards” geläufig sein. Hier bilden die Midterms den Hintergrund der zweiten Staffel und sorgen für Stress bei den Protagonisten im Weißen Haus. Im Mittelpunkt steht dort die Figur des von Kevin Spacey verkörperten Vizepräsidenten Frank Underwood. Die Position des Stellvertreters ist dramaturgisch klug gewählt. Nicht nur steht damit die Möglichkeit einer kurzfristigen Übernahme des Amtes im Raum, sondern bei einem Patt im Senat hat der Vizepräsident dort eine ausschlaggebende Stimme. Eine Konstruktion, die die Gewaltenteilung an einem Punkt des politischen Systems aufhebt und auch das Ergebnis der anstehenden Wahl sowohl in der nächsten Staffel der Serie als auch im wirklichen Leben sein könnte.<br />
Trotz dieser Umstände ist die Wahlbeteiligung bei den Midterms noch geringer als bei den Präsidentschaftswahlen. Dies kann generell mit den Widrigkeiten des Wahlsystems in Verbindung gebracht werden: Es ist notwendig sich registrieren zu lassen um das Wahlrecht auszuüben. Und es muss kommuniziert werden, wer überhaupt mit welchen Postulaten für welche Ämter kandidiert. Eine Antwort auf diese Ausgangslage ist verstärkte Information, und in diesem Bereich haben sich auch die Suchmaschinenbetreiber mit Angeboten aufgestellt.</p>
<h3>OK Google, how do I vote?</h3>
<p>Bereits diese Überschrift aus dem <a href="http://googlepolitics.blogspot.de/2014/10/ok-google-how-do-i-vote.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Politics &amp; Elections Blog </a>der Marktbeherrscher aus Mountain View zeigt die Marschrichtung an: Es geht um die Suche auf mobilen Geräten. Mit der Ansage “OK Google” wird dort ein Sprachbefehl initialisiert, mit den in diesem Fall standortabhängige Informationen zu den im jeweiligen Bundesstaat geltenden Regelungen erfragt werden. Die Ausgabe erfolgt dann direkt in der Google-Suche-App. Auf einen eigenen Hub, der wahlspezifische Informationen aggregiert, wird verzichtet: Die Adresse “<a href="https://plus.google.com/+GooglePolitics/posts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">google.com/elections</a>” führt zu einem Profil des Anbieters in seinem eigenen sozialen Netzwerk Google+. Dort werden vor allem Infografiken, die interessante Konstellationen aus der Nutzung der Google-Suche visualisieren, geposted. Einen weiteren Anlaufpunkt gibt es auf der Google-Plattform <a href="https://www.youtube.com/Elections" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube</a>, wo die von Nutzern publizierten Clips in formal (z.B. Wahlspots) und thematisch (z.B. Einwanderungsreform) definierten Playlisten eingeordnet sowie die Video-Kanäle von Medienpartnern wie der New York Times präsentiert werden.</p>
<h3>Cutting the Clutter</h3>
<p>Unter diesem Claim stellt sich der Konkurrent <a href="http://blogs.bing.com/search/2014/10/13/bing-elections-your-one-stop-shop-for-comprehensive-election-information/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bing </a>als “One-Stop-Shop for Comprehensive Election Information” auf. Die Suche nach Inhalten, die mit den Wahlen assoziiert werden, soll dort in einer eigenen Spalte rechts von den eigentlichen Suchergebnissen einen standortspezifischen “Voter Guide” hervorbringen.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://vimeo.com/108263678" title="Introducing Bing&amp;rsquo;s Voter Guide" src="https://player.vimeo.com/video/108263678?width=840&#038;height=1000&#038;discover=1?dnt=1&amp;app_id=122963" width="840" height="473" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen" allowfullscreen></iframe><br />
<a href="http://vimeo.com/108263678" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Introducing Bing’s Voter Guide</a> from <a href="http://vimeo.com/teambing" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bing</a> on <a href="https://vimeo.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vimeo</a>.<br />
Neben statischen Inhalten akzentuieren die Ingenieure das Erbe des Vorgängers von Bing, der Microsoft-Suchmaschine Live Search. Interaktive Karten sollen den Zugriff auf aktuelle Umfrage-Ergebnisse ermöglichen und am Wahltag “exit polls” in Echtzeit liefern. Durch die Integration dieser Inhalte in den Voter Guide wird die Personalisierung der Wählerinformation noch weiter getrieben. Nutzern wird nicht nur der Weg zum nächsten Wahllokal gewiesen, sondern gleichzeitig auch vermittelt, ob es auf ihre Stimme überhaupt ankommt. Was, wenn ich bei der Suche nach dem Weg zur Urne direkt angezeigt bekomme, dass mein Favorit haushoch unterlegen ist? In diesem Fall könnte das Angebot sogar negative Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung haben und den Wahlakt nicht befördern, sondern die Unterstützer vermutlich unterlegener Kandidaten demotivieren. Ein derart weitgehendes Angebot, das Wähler noch in der Wahlkabine konsultieren können, wirft deshalb auch jenseits simpler Szenarien von algorithmischer Einflussnahme und digitaler Manipulation kritische Fragen auf.<br />
<em>Dies ist ein Crosspost von netzpiloten.de. Der Artikel ist zuerst <a href="http://www.netzpiloten.de/waehlerinformation-echtzeit-bieten-bing-und-google-zu-den-midterms/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort </a>erschienen.</em><br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/dskley/9537114392" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dennis Skley</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Das gute böse Internet &#8211; Digitale Presseschau 17/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 14:39:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zeynep Tufekci geht der Frage nach, ob das Internet gut oder schlecht sei – die Antwort ist die gleiche wie bei [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zeynep Tufekci geht der Frage nach, ob das Internet gut oder schlecht sei – die Antwort ist die gleiche wie bei den meisten Menschen auch: Beides stimmt! Bei der Frage, welche gesellschaftliche Bedeutung die Technik nach der „Stunde Null“ hat, kommen wir jedoch weder mit moralischen „Gut-Böse“-Diskussionen weiter, noch mit überbordender Melodramatik. Dies fordert Jaron Lanier in der Debatte darum, wie „evil“ Google ist. Noch nicht genug von der aktuellen Debatte um das Wesen des Internets? Dann lesen Sie bitte weiter.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=fklezgaf160" title="Europe, I love you? (DarkViktory/DoZaDeHas/Gretlproductions/SéanBurke/ValentinVerthé &amp; ComedyLab)" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/fklezgaf160?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Unser Video der Woche stammt von der jungen Politik-Plattform <a href="http://www.duhastdiemacht.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Du hast die Macht“</a> und beschäftigt sich mit Europa vor der EU-Wahl. Hat die EU irgendwas mit Liebe zu tun? „Europe, I love you?“ Interessant ist dabei die Idee, dem grassierenden Eurskeptizismus mit anderen medialen Mitteln – etwa ironischen Videos à la Monty Python – zu begegnen, was Miranda Neubauer in einem Artikel auf <a href="http://techpresident.com/news/wegov/24957/what-has-eu-ever-done-us-countering-euro-skepticism-viral-videos-and-monty-python" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Techpresident</a> ausführlicher beleuchtet.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/googles-datenmacht-wer-die-daten-hat-bestimmt-unser-schicksal-12907065-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google und der Datenschutz</a></h3>
<p>In die Debatte über Google der letzten Wochen ist nun auch Jaron Lanier eingestiegen: „Wir sollten aber auf Melodramatik verzichten.“ Trotzdem setzt er sich dezidiert mit den gesellschaftlichen Folgen von Unternehmen wie Google auseinander.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/campus/2014/03/nsa-ueberwachung-snowden/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet nach der „Stunde Null“</a></h3>
<p>Das Post-Snowden-Internet: Der Autor und Regisseur Kristo Šagor beschreibt, wie sich der private Umgang mit dem Internet seit den und durch die NSA-Enthüllungen verändert hat.</p>
<h3><a href="https://medium.com/p/1f59b4f0638a" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Ist das Internet gut oder schlecht? Ja“</a></h3>
<p>Ein Artikel von Zeynep Tufekci (<a href="https://medium.com/matter/76d9913c6011" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Englisches Original</a>) beschäftigt sich anhand mehrerer Beispiele mit der Frage, ob das Internet, im Kontext aktueller Entwicklungen als Protestmedium, gut oder schlecht ist.</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2014/04/25/die-zukunft-des-internets-nutzer-uebersehen-das-gewicht-ihrer-handlungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zukunft des Internets: Ist Online-Partizipation wichtig?</a></h3>
<p>Martin Weigert erklärt, dass Online-Partizipation und das Streben nach digitaler Autonomie ein immer wichtiger werdendes Thema ist, dessen Bedeutung aber noch nicht im kollektiven Bewusstsein verankert ist.</p>
<h3><a href="http://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2014/04/india-polls-powered-nifty-tech-2014417112114300515.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zukunft demokratischer Wahlen: Die elektronische Wundermaschine aus Indien</a></h3>
<p>In Indien kommen elektronische Wahlmaschinenzum Einsatz, welche als nicht manipulierbar angepriesen werden, sondern auch noch Bäume retten. Eine interessante Idee für die Zukunft der freien Wahl ohne Papier, doch wahrscheinlich kein Allheilmittel gegen Korruption oder andere Probleme der Demokratie.<br />
Co-Autor: Felix Idelberger &#8211; Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Aktion Mensch testet: Freie Wahl auch für Menschen mit Behinderung?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/aktion-mensch-testet-freie-wahl-auch-fuer-menschen-mit-behinderung-131876/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2013 15:50:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Leichte Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Raúl Krauthausen]]></category>
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		<category><![CDATA[Behindertenrechtskonvention]]></category>
		<category><![CDATA[Guildo Horn]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeder deutsche Bürger ab 18 Jahren darf wählen – aber nicht jeder kann, was er darf. Für Menschen mit Behinderungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/KrauthausenWaehlt.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-131879" alt="Wahllokal Tester Aktion Mensch" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/KrauthausenWaehlt.jpg" width="600" height="400" /></a><br />
Jeder deutsche Bürger ab 18 Jahren darf wählen – aber nicht jeder kann, was er darf. Für Menschen mit Behinderungen ist das Wählen eine mitunter nicht zu überwindende Hürde. Wie groß sie ausfällt? Die Aktion Mensch hat ein Expertenteam in Wahllokale fünf deutscher Städte geschickt, um nach Hindernissen zu suchen. Ergebnis: Mit einer Rollstuhlrampe ist es oft nicht getan.<br />
Auf einer Pressekonferenz der Aktion Mensch beschrieb Entertainer und Mit-Tester Guildo Horn treffend eine Erfahrung, die wohl jeder macht, der sich als Mensch ohne Behinderung mit dem Thema des barrierefreien Wählens befasst: „Man wird auf Sachen aufmerksam, an die man vorher gar nicht denkt.“ Dabei ist die Wahlteilnahme für eine große Gruppe von Bürgern deutlich schwieriger als für den Rest, d. h. ohne Hilfestellung nicht zu schaffen. Dazu zählen etwa Menschen, die Schwierigkeiten beim Gehen haben, die nicht gut sehen können oder denen die Aufnahme neuer Informationen schwer fällt. Ebenfalls vor Barrieren stehen Eltern mit Kinderwagen und Ältere.<br />
Welche Hürden das im Detail sind, wollte die Aktion Mensch mit ihrer fünftägigen Test-Tour durch fünf Großstädte aufzeigen und dem unterrepräsentierten Thema auf diese Weise etwas Öffentlichkeit verschaffen. Hierzu passend wurde ein kleines <a href="https://www.facebook.com/media/set/?set=vb.75159424764&amp;type=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videotagebuch </a>auf Facebook veröffentlicht. Dort ist u. a. zu sehen, wie Guildo Horn als Fahrer die Experten Petra Groß, <a href="http://politik-digital.de/raul-krauthausen-von-beruf-sozialheld/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Raúl Krauthausen</a> und Michael Wahl von Berlin über Kassel bis nach München chauffierte. Die drei Letztgenannten leben selbst mit Behinderungen.</p>
<h3>Die Qual der Wahl</h3>
<p>In Deutschland haben mehr als sieben Millionen Menschen eine Schwerbehinderung. Sie treffen im Wahllokal auf Barrieren – aber nicht nur da. Es beginnt schon in dem Moment, in dem sich die Betroffenen über Politikinhalte informieren. Sehbehinderte Menschen brauchen Informationen in Brailleschrift, Menschen mit Gehörproblemen sind oft auf Untertitel oder Gebärdensprachdolmetscher angewiesen. Hat jemand Lernprobleme, können Texte in sogenannter Leichter Sprache nützlich sein, aus kurzen Sätzen und einfachem Vokabular. Wirklich frei sind Informationen eben nur, sobald alle sie verstehen.<br />
Andreas Vega vom VbA Selbstbestimmt Leben e. V. sagte im Rahmen der Test-Aktion, dass kein Mensch mit Behinderung sich bei der Wahl verstecken soll, etwa durch Abstimmung per Post. Ein Online-Votum liefe dem Inklusionsgedanken genauso zuwider, wie Raúl Krauthausen auf Anfrage ausführte: „Gleich der Briefwahl sehe ich die Online-Wahl als eine Option, aber nicht als Lösung. Ich möchte nicht vorgeschrieben bekommen, wie ich wähle, nur weil ein Wahllokal nicht zugänglich ist. Für viele ist der Wahlgang ein Event mit Familie und Freunden. Onlinewähler wären auch hier wieder außen vor.&#8221;<br />
Manchem wird jedoch ausschließlich der Postweg bleiben, denn vor Ort warten zahlreiche Beschränkungen: Treppen statt Rampen, fehlende Orientierungsschilder und Blindenleitsysteme, keine Behindertentoiletten, ein nicht speziell geschultes Personal.<br />
Nicht zu unterschätzen ist auch die Diskriminierung, die Menschen mit Gehbehinderung empfinden, können sie ausschließlich durch eine Rampe am Hintereingang ins Gebäude gelangen.<br />
Im Praxistest stieß das Team der Aktion Mensch mehrmals auf die skizzierten Barrieren. In dem Kasseler Wahllokal z. B. könnten Rollstuhlfahrer und Blinde bereits im Fahrstuhl scheitern, dessen Knöpfe nur mit Anstrengung zu erreichen und ohne Blindenschrift ausgestattet seien. In Köln dagegen erlebte der Tester Krauthausen einen bewegenden Moment, als er zum ersten Mal in seinem Leben einen Zettel in die Wahlurne werfen konnte. Sie stand niedrig genug.<br />
Nicht jedes Wahllokal ist behindertengerecht eingerichtet, weswegen gegebenenfalls auf eine andere Räumlichkeit ausgewichen werden darf. Allerdings bemängelt die Aktion Mensch, dass auf den Wahlbenachrichtigungen detaillierte Informationen darüber fehlen, wie zugänglich das betreffende Wahllokal ist. Mittlerweile schreibt die Gesetzeslage eine Kennzeichnung vor, doch Sätze wie &#8220;Zugang für Rollstuhlfahrer mit Hilfsperson möglich&#8221; oder &#8220;Ihr Wahllokal ist auch für Menschen mit Gehbehinderung barrierefrei zugänglich&#8221; nützen nicht allen Menschen mit Behinderungen.<br />
Personen etwa, die Probleme beim Sehen haben, werden alleine deswegen einem hohen Hindernis ausgesetzt, weil sie die Wahlbenachrichtigung nicht lesen können und in den Lokalen bloß selten Wahlschablonen ausliegen. Sie müssen die Stimmzettelschablonen verwenden, die der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband kostenlos ausgibt. Oder sie müssen von ihrem Recht Gebrauch machen, sich durch eine Hilfsperson unterstützen zu lassen.<br />
Ob es nun um Informationen geht, um Schablonen oder um personelle Unterstützung, stets ist es am Betroffenen selbst, sich zu kümmern.<br />
Lernbehinderte Menschen aber haben laut Aktion Mensch nicht mal mit Eigeninitiative die Chance, Wahlbenachrichtigungen, Wahlzettel oder Briefwahlunterlagen in Leichter Sprache zu lesen, da solche Dokumente gar nicht existierten. Laut Testerin Petra Groß wäre schon viel getan, würden Bilder neben die Kandidatennamen auf den Wahlzettel gedruckt.<br />
Immerhin: Die im Bundestag vertretenden Parteien &#8211; nebst den Piraten &#8211; sind dem Wunsch nach mehr Verständlichkeit nachgekommen. Ihre Wahlprogramme liegen auch in Leichter Sprache vor.</p>
<h3>Wahl statt Kampf</h3>
<p>Nach Meinung von Raúl Krauthausen ermöglichte die Grundschule in der Kölner Everhardstraße das „mit Abstand barrierefreieste“ Wählen. Nach eigenen Angaben ist die Stadt bemüht, Menschen mit Behinderungen den Wahlakt zu erleichtern. 566 von 800 Wahllokalen seien bis zur kommenden Bundestagswahl rollstuhlgerecht (nicht behindertengerecht), 2009 seien es gerade mal 50 Prozent gewesen.<br />
Zudem würden am bevorstehenden Wahltag Piktogramme den Weg zur Kabine weisen und zwei Wahlbusse durch die Stadt fahren. Die kommen im Falle eines geschlossenen Wahllokals zum Einsatz und seien auf Menschen mit Behinderung ausgerichtet. Der Kölner Stadtdirektor Guido Kahlen sicherte außerdem zu, ausreichend Wahlschablonen zu organisieren – ebenfalls benötigte Hilfen wie etwa eine Audio-CD, auf der die Wahllisten zu hören sind, sollten die Betroffenen aber selbst und rechtzeitig beim zuständigen Blindenverband bestellen.<br />
Die Testergebnisse der Aktion Mensch unterscheiden sich von Stadt zu Stadt ein wenig. Insgesamt, so resümiert die Sozialorganisation, könne man nicht davon sprechen, dass die Wahl für Menschen mit Behinderung so frei ist wie für die anderen. In besonderem Maße seien es Bürger mit Lern- und Sehbehinderung, denen der Weg zur Wahlurne erschwert würde. Die Kritik wird durch eine repräsentative Umfrage untermauert, die Anfang 2013 stattfand und bei der nur zehn Prozent aller Befragten – mit und ohne Behinderung – angaben, dass ihr Wahllokal keine Barrieren habe.<br />
Als Anklage will die Aktion Mensch ihren Test jedoch nicht verstanden wissen. Im Vordergrund stünde die Empfehlung von Verbesserungen, die vier Punkte betrifft: barrierefreier Zugang, Beschilderung der Wahllokale bzw. Markierungen von Hindernissen, Wahlschablonen und Informationen in Leichter Sprache.</p>
<h3>Zu krank zum Wählen?</h3>
<p>In Deutschland ist denjenigen das Wählen untersagt, die vom Gericht dazu verpflichtet wurden, einen rechtlichen Betreuer zu haben, oder die nach einer bestimmten Anordnung in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind. Das gilt für Menschen mit sehr schweren geistigen Behinderungen oder ähnlich stark eingestuften psychischen Erkrankungen. So kommt zu den physischen sowie sprachlichen Schranken bei Wahlen noch eine rechtliche Grenze hinzu &#8211; die Vertreter der Behindertenrechtsbewegung heftig kritisieren.<br />
Aus dem Bundestag kommt ebenfalls Kritik an der Ausschlussregelung. SPD, Grüne und Linke bekennen sich vorbehaltlos zur Forderung, auch Menschen als Wähler zuzulassen, denen ein Betreuer in allen Angelegenheiten zur Seite gestellt wurde. Die CDU/CSU sagt, für sie sei ein „klares Bewusstsein“ Bedingung zur Wahlteilnahme, die FDP hat sich noch nicht eindeutig positioniert.<br />
Beistand bekommen die Kritiker vom Deutschen Institut für Menschenrechte, das die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention anmahnt und die deutsche Gesetzeslage für völkerrechts- und verfassungswidrig hält. Die Konvention der UN sieht vor, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt und umfassend am politischen Geschehen teilhaben dürfen. In Leichter Sprache heißt das: freie Wahl für alle.<br />
Bild: Kolja Matzke / Aktion Mensch<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Nutzerfreundlichkeit und Design</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:59:32 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie gut finde ich das Wahlprogramm? Wie finde ich, für wen ich in meinem Wahlbezirk meine Stimme abgeben kann? Haben die Seiten einen Minimalstandard in Sachen Barrierefreiheit? Die Antworten zum Bereich Nutzerfreundlichkeit und Design im Berliner Online-Wahlkampf gibt es hier.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gut finde ich das Wahlprogramm? Wie finde ich, für wen ich in meinem Wahlbezirk meine Stimme abgeben kann? Haben die Seiten einen Minimalstandard in Sachen Barrierefreiheit? Die Antworten zum Bereich Nutzerfreundlichkeit und Design im Berliner Online-Wahlkampf gibt es hier.</p>
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In dieser Kategorie wurden sieben verschiedene Punkte getestet. Die ersten fünf befassten sich damit, wie schnell und einfach Dinge auf den Wahlkampfseiten zu finden sind. Dabei wurden sowohl die Zahl an Klicks, die man braucht, sowie die Zeit, die benötigt wird, um etwas Bestimmtes zu finden, bewertet. Dieser Test wurde mit mehreren Personen durchgeführt.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/1a_1.jpg" title="Wahlprogramm" alt="Wahlprogramm" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Die erste Frage lautete: Wie gut finde ich bis zum Wahlprogramm? Linke, Grüne, FDP und Piraten haben diese Aufgabe sehr gut gelöst. Mit ein oder zwei Klicks konnte man das Wahlprogramm durchschnittlich in einer Zeit von unter zehn Sekunden finden. Auch die CDU hat diesen Punkt auf ihrer Webseite ansprechend gelöst, man braucht allerdings ein wenig länger als bei den anderen Parteien. Die schlechteste Leistung erbrachte hierbei die Seite der SPD. Diese ist zwar an sich sehr übersichtlich, allerdings braucht sie vergleichsweise zu lange zum Laden.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/2a_0.jpg" title="Kurzwahlprogramm" alt="Kurzwahlprogramm" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Beim zweiten Punkt haben wir untersucht, wie gut sich die Kurzversion des Wahlprogramms finden lässt. Die beste Lösung kam hierbei von der FDP. Auch die Kurzversionen von CDU und Grünen waren schnell zu finden, allerdings gibt es diese nicht als einzelnes Dokument. Bei der CDU liegt diese lediglich am Anfang des eigentlichen Wahlprogramms als Einleitung vor und die Grünen bieten eine dem Kurzwahlprogramm ähnliche Aufzählung der Ecksteine des Parteiprogramms unter dem Menüpunkt Themen. Sowohl bei der Linken als auch bei der SPD erwies sich die Suche schon als langwieriger. Bei den Linken lag dies vor allem am nicht ganz so übersichtlichen Layout der Seite, bei der SPD wiederum an der langen Ladezeit. Ein großes Problem tat sich bei der Seite der Piratenpartei auf. Nur mit Hilfe des Links zur Kurzversion, den wir auf Anfrage von der Partei erhielten, war es uns möglich, besagten Punkt zu finden.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/3a_0.jpg" title="Spitzenkandidat" alt="Spitzenkandidat" align="middle" height="170" width="490" />
</div>
<p>
Zum Spitzenkandidaten findet man bei SPD, CDU, Grünen und FDP sehr schnell. Bei den Linken und der Piratenpartei erwies sich dies als schwierig. Die einzige Möglichkeit herauszufinden, um wen es sich dabei handelt, war der Blick auf den ersten Platz der Landesliste. Dieses Vorwissen kann aber nicht bei allen Bürgern vorausgesetzt werden.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/4a_0.jpg" title="Kandidaten" alt="Kandidaten" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Die FDP macht es den Nutzern am einfachsten, den Kandidaten für ihren Wahlbezirk zu finden. Auch bei der CDU geht dies relativ schnell, bei den Linken und den Grünen dauert dies noch ein bisschen länger, bewegte sich aber noch in einem akzeptablen Zeitrahmen. Die SPD verliert hier wieder wertvolle Punkte, da die Seite zu langsam lädt. Seinen Kandidaten bei den Piraten zu finden, dauert nicht länger, allerdings sind die Kandidatenlisten sehr unübersichtlich, beispielsweise führen mehrere Links zu Seiten ohne Inhalt.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/5a_0.jpg" title="Veranstaltungskalender" alt="Veranstaltungskalender" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Die Veranstaltungsübersichten waren bei allen Parteien schnell und einfach zu finden. Bei den Piraten dauerte es meistens ein wenig länger, da das Layout und Design der Seite die Suche für den Nutzer erschwerten.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/6a_0.jpg" title="Nutzerführung" alt="Nutzerführung" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Bei der Frage der Nutzerführung bewerteten wir: Wie einfach wird es dem Nutzer gemacht, zu jedem Zeitpunkt seines Seitenbesuchs zu wissen, in welchem Menüpunkt oder Teil der Seite er sich befindet? Und wie kann er wieder zum Startpunkt zurück gelangen? Die Grünen haben diese Aufgabe am besten gelöst. Auch die FDP bietet eine gute Nutzerführung. Einziger Kritikpunkt war hier, dass es keinen Link von der Seite des FDP-Landesverbandes zur Wahlkampfseite gab. Und andersherum konnte man den Link zur Landesverbandseite nur im Impressum der Wahlkampfseite finden. Mittelmäßige Lösungen boten die Parteien CDU und SPD. Bei ersterer ist der Button, um zurück zur Startseite des Wahlkampfportals zu gelangen, zu weit unten und zu klein. Außerdem erscheint die Navigationsleiste der Landesverbandseite im Gegensatz zum restlichen Seitenlayout zu unübersichtlich. Auch bei der SPD ist der Button, um zum Ausgangspunkt der Seite zu kommen, zu klein. Zudem ist die Benennung einiger Felder auf der Startseite verwirrend. So führen zwei Punkte, die beide „Berlin verstehen“ heißen, zu zwei unterschiedlichen Seiten. Außerdem gibt es keinen direkten Link von der Seite des Landesverbandes zurück zum Startportal. Die Orientierung auf der Seite der Linkspartei ist nicht gut gelöst. Kommt man auf die Seite, wird man automatisch zum zweiten Unterpunkt des dritten Menüpunktes geleitet („Wahl 2011“). Dieser ist als Ausgangspunkt nur sehr schwer wiederzufinden. Als ungenügend ist die Nutzerführung auf der Seite der Piratenpartei zu betrachten. Das Layout ist unübersichtlich, Felder scheinen auf den ersten Blick recht willkürlich angeordnet zu sein und für den Nutzer gibt es nicht einmal ein Suchfeld, um der Unübersichtlichkeit entgehen zu können. Von einer Partei, die sich vor allem mit dem Netz beschäftigt, hätte man hier durchaus mehr erwarten können.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/7a_0.jpg" title="Barrierefreiheit" alt="Barrierefreiheit" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Der letzte Punkt in der Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design war das Thema Barrierefreiheit. Wir wollen an dieser Stelle betonen, dass wir keinen vollständigen Test der Barrierefreiheit gemacht haben, sondern uns einzelne grundlegende Eckpfeiler heraussuchten. Keine der getesteten Seiten verdiente dabei das Prädikat „Sehr gut“. Die Grünen, die Linkspartei und die SPD bekamen von uns aber im Vergleich immerhin die Note „Gut“. Alle drei Parteien bieten ein Wahlprogramm in leichter Sprache. SPD und Linke haben dies zudem noch in fünf bzw. sieben verschiedenen Sprachen. Die SPD kann zudem durch einen stellenweise eingebauten Button, mit dem man die Schriftgröße verändern kann, punkten. Darüber hinaus gibt es auf der Seite des Landesverbandes die Möglichkeit, sich Kurzinformationen in verschiedenen Sprachen herunterzuladen. Die Linken betreiben die Seite „Berlin Europäisch“, die es in zehn verschiedenen Sprachen gibt. Für Menschen mit einer Farbsehschwäche werden Links zusätzlich unterstrichen dargestellt. Letzteres machen auch die Grünen, zudem bieten sie als einzige Partei durchgängig alternative Texte für Bilder und Symbole für Blinde, die sich Seiten vorlesen lassen. Grüne und Linke erhielten aber auch leichte Abzüge, da sie bei ihren Kontaktformularen sogenannte Captchas benutzen. Diese können für einige Nutzer unüberwindbare Hürden darstellen. Die Piratenpartei konnte damit punkten, dass sie als einzige Partei eine Vertonung ihres gesamten Wahlprogramms (Audioversion) anbietet. CDU und FDP hingegen haben weniger großen Wert auf das Thema Barrierefreiheit gelegt. Lediglich ein Button für die Veränderung der Schriftgröße ist bei der CDU zu finden. Positiv bei allen Parteien ist zu erwähnen, dass auf allen getesteten Seiten eine Navigation mittels Tabulatortaste möglich war, die für Menschen mit motorischen Schwächen wichtig ist. Auch als wir Farbsehschwächen simulierten, waren die Kontraste auf allen Seiten noch gut für den Nutzer erkennbar. So hielten sich alle Parteien daran, keine ablenkenden Muster hinter ihre Texte zu legen. Ein Punkt, den alle Parteien beim nächsten Mal in Betracht ziehen sollten, wären Lösungen in Gebärdensprache, da viele Stumme die deutsche Schriftsprache erst als zweite Sprache lernen.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/nutzer.jpg" title="Nutzerfreundlichkeit" alt="Nutzerfreundlichkeit" align="middle" height="180" width="490" />
</div>
<p>
In der Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design gingen Grüne und FDP  als Sieger hervor. Sie überzeugen mit klaren und übersichtlichen Strukturen, die es dem User ermöglichen, sich ohne Probleme auf der Seite zurechtzufinden. Im Mittelfeld befinden sich SPD, Linke und CDU mit immer noch recht guten Ergebnissen. Lediglich die Piratenpartei konnte in dieser Kategorie kaum Punkte erringen. Bei ihr gibt es einfach zu große Probleme in punkto Design und Layout. Dies hindert potentielle Wähler daran, einfach an Informationen zu gelangen.
</p>
<p>
<b>Hinweis: </b><a href="/gruene-punkten-online">Kommentare bitte beim Hauptartikel &quot;Grüne punkten online&quot; posten</a>!
</p>
<p>
Hier geht es zu den Auswertungen mit ausführlichen Begründungen:
</p>
<li><a href="/gruene-punkten-online" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b></b></a><b><a href="/gruene-punkten-online" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Gesamtergebnis</b></a></b></li>
<p>
<b>Einzelauswertung der Parteien:</b></p>
<li><a href="/spd-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD</a></li>
<p></p>
<li><a href="/die-linke-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Linke</a></li>
<p></p>
<li><a href="/cdu-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU</a></li>
<p></p>
<li><a href="/buendnis-90die-gruenen-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bündnis 90/Die Grünen</a></li>
<p></p>
<li><a href="/fdp-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP</a></li>
<p></p>
<li><a href="/piratenpartei-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpartei</a></li>
<p>
<b>Einzelauswertung der Kategorien:</b></p>
<li><a href="/antwortverhalten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Service</a></li>
<p></p>
<li><a href="/soziale-medien-und-beteiligungsmoeglichkeiten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten</a></li>
<li><a href="/kriterien" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Kriterien</b></a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/soziale-medien-und-beteiligungsmoeglichkeiten-5395/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:59:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie nutzen die Parteien Soziale Medien? Wie kann ich mich als Bürger einbringen? Welche Partei hatte eine wirklich innovative Idee? Antworten zu der Frage, wie sich Bürger online in den Berliner Wahlkampf 2011 einbringen können, gibt es hier.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie nutzen die Parteien Soziale Medien? Wie kann ich mich als Bürger einbringen? Welche Partei hatte eine wirklich innovative Idee? Antworten zu der Frage, wie sich Bürger online in den Berliner Wahlkampf 2011 einbringen können, gibt es hier.</p>
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<!--break-->
</p>
<p>
In unserer letzten Kategorie geht es unter anderem um die Social Media-Auftritte der Parteien, die Nutzung von Web 2.0-Elementen und darum, wie innovativ die Parteien im Online-Wahlkampf sind und wie sehr sie auf die Bürger eingehen.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/10a_0.jpg" title="Facebook" alt="Facebook" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Zunächst haben wir uns die Facebook-Seiten der Landesverbände der Parteien angeschaut. Schnell wurde hier deutlich, dass eine gut gepflegte Fan-Seite im Berliner Wahlkampf zum Standard gehört. Aktuelle Neuigkeiten zur Partei, zu den Kandidaten und dem Wahlkampf werden gepostet. Wenn es zu wünschenswerten Diskussionen zwischen Nutzern oder zu Fragen einzelner User kommt, reagierten alle Parteien auf diese und versuchten sich produktiv einzubringen sowie zu antworten. Dafür erhielten alle Parteien die Note „Sehr gut“.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/11a_0.jpg" title="Twitter" alt="Twitter" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Bis auf die CDU haben alle Parteien einen Twitter-Account. Auch der Spitzenkandidat der CDU zwitschert nicht. Dies lässt im direkten Vergleich mit der Konkurrenz sehr zu wünschen übrig, so dass wir hierfür keinen Punkt vergeben konnten. Die genauen Zahlen sind auf dem Stand des 18.8.2011. Für die Bewertung war die Zahl der Tweets zunächst wichtiger als die der Follower. Vor allem ging es darum, erkenntlich zu machen, wie aktiv die Parteien auf diesem Kanal sind. Die Grünen liegen hier deutlich vorne und auch die Piratenpartei macht eine gute Figur. SPD und FDP befinden sich im Mittelfeld, während die Linkspartei deutlich zurückliegt.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/12a_0.jpg" title="YouTube" alt="YouTube" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Ein weiterer üblicher Kanal für den Wahlkampf der Berliner Parteien ist YouTube. Die genauen Zahlen sind hier vom 16.8.2011. Die Zahl der Uploads wurde hierbei wichtiger als die der Abonnenten bewertet. Die SPD fuhr hier einen deutlichen Sieg ein. CDU und Grüne befinden sich im oberen Mittelfeld, während die Linke schon deutlich weniger aktiv ist. FDP und Piraten scheinen ihren YouTube-Kanal kaum zu nutzen, allerdings können letztere noch mehr Abonnenten mit ihren Videos erreichen.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/13a.jpg" title="Blog" alt="Blog" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Die Hälfte der getesteten Parteien hat auch einen eigenen Wahlkampf-Blog. Ganz vorne bei Aktualität und Themenbreite sind die Grünen, so dass sie hierfür die volle Punktzahl erhielten. Das Blog der Linkspartei ist zwar auch sehr aktuell, allerdings konzentrieren sich die Beiträge lediglich auf Berichte von Wahlkampfveranstaltungen. Bei der Piratenpartei ist dies genau andersherum. Die behandelten Themengebiete sind breit gefächert, allerdings werden leider nur in längeren Zeitabständen neue Beiträge gepostet. Für beide Parteien gab es dafür aber immerhin noch die Note „Gut“. Allerdings muss man einräumen, dass sich Kommentare von Lesern bei allen Wahlkampf-Blogs auf einem Minimum halten. Gelungene Kommunikation sieht anders aus. Mit ein bisschen Suchen stießen wir auch auf einen alten Blog der FDP. Dieser scheint aber nicht mehr in Betrieb zu sein. Daher erhält die FDP genauso wie SPD und CDU, die gar keinen Blog haben, keine Punkte.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/14a_1.jpg" title="Bürgerbeteiligung" alt="Bürgerbeteiligung" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Den Punkt der Bürgerbeteiligung erachten wir als besonders wichtig. Ein innovativer und moderner Online-Wahlkampf muss den Nutzern Möglichkeiten geben, sich aktiv in das Geschehen einzubringen. Daher wird dieser Punkt doppelt gewichtet und die Parteien können bis zu 12 Punkte erhalten. Klarer Sieger sind die Grünen. Sie bieten den Bürgern die Möglichkeit, Aufgaben zu stellen. Das bedeutet: Wenn Bürger in Berlin auf ein Problem stoßen (z. B. in punkto Erneuerung von Spielplätzen oder der Schaffung von Radfahrwegen), können sie die Stelle auf einer interaktiven Karte von Berlin auf der Seite der Grünen markieren und ihr Anliegen darlegen. Fast immer erhalten die Bürger eine zeitnahe und ausführliche Antwort eines Kandidaten der Grünen. Dies ist neu und verdient daher die volle Punktzahl. Auch die Linke will die Bürger zur Diskussion anregen. So können User Fragen und Antworten an die Linkspartei auf deren Seite veröffentlichen. Dies erinnert stark an den Stil von abgeordnetenwatch.de, auf deren Seite Politiker Fragen von Bürgern beantworten. Auch die CDU verweist deutlich auf abgeordnetenwatch.de und zeigt damit, dass sie bereit ist, sich den Fragen der Bürger zu stellen. Zu erwähnen ist zudem, dass die CDU Bürgern die Möglichkeit gab, Vorschläge für das Wahlprogramm der Partei online einzureichen. Die Piratenpartei setzt auf Liquid-Feedback. Parteimitglieder können dabei aktiv in einem Forum diskutieren. Für Außenstehende besteht die Möglichkeit, sich als Gast einzuloggen und die Diskussionen mitzuverfolgen. Zudem haben sie ein eigenes Wiki, bei dem alle Bürger zur Beteiligung eingeladen sind. Die Tools von Linke, CDU und Piratenpartei schaffen Transparenz, Bürgernähe und fördern Initiativen des Austausches zwischen den Bürgern. Bei der SPD können Bürger sich auch einbringen, aber nur bei eher unwichtigen Dingen. So können Bürger selbst ein Plakat im Stil der SPD gestalten und in der Foto-Community Bilder von SPD-Veranstaltungen hochladen. Diese Optionen können aber nicht mit den partizipativen Möglichkeiten der anderen Parteien mithalten. Der klare Verlierer hier ist die FDP. Sie bietet dem Bürger keine nennenswerten Optionen sich aktiv einzubringen.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/15a_0.jpg" title="Zusatzpunkte" alt="Zusatzpunkte" align="middle" height="155" width="490" />
</div>
<p>
Kommen wir nun zum letzten Punkt unserer Testreihe. Die Parteien hatten hier noch einmal die Möglichkeit, durch innovative und moderne Elemente, die in keiner der vorhergegangenen Kategorien bewertet wurden, bis zu zehn Zusatzpunkte zu sammeln. Am besten gelang dies der CDU. Neben den auf ihrer Website einbezogenen interaktiven Elementen veröffentlicht sie auch ein Online-Magazin namens „Berliner Rundschau“ und verbindet durch einen Scan-Code auf ihren Plakaten erfolgreich Offline- und Online-Wahlkampf. Auch die Piratenpartei konnte gut mithalten. Neben Podcasts ist diese auch noch neben den üblichen Sozialen Medien auf flickr, Myspace, Digg und identi.ca aktiv. Auch die Grünen benutzen interaktive Elemente und schaffen durch ihre App für Smartphones sowie ihre „sprechenden Plakate“ eine Brücke zwischen Offline- und Online-Kampagne. Außerdem sind die Grünen auch auf flickr vertreten. SPD und Linke konnten durch interaktive Elemente und umfangreich beantwortete Wahlprüfsteine jeweils drei Punkte erlangen,  für die FDP reichte es nur zu einem Trostpunkt.
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/beteiligung.jpg" title="Beteiligungsmöglichkeiten" alt="Beteiligungsmöglichkeiten" align="middle" height="160" width="490" />
</div>
<p>
In der Kategorie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten gewinnen klar die Grünen. Sie haben die innovativsten Ideen und geben sich die größte Mühe, den Kontakt mit den Bürgern zu suchen. Auf einem guten zweiten Platz liegt die Piratenpartei, die ebenfalls interessante Ansätze gefunden hat. Im Mittelfeld befinden sich SPD, Linke und CDU. Alle Parteien zeigten im Vergleich sowohl Schwächen als auch Stärken in punkto Interaktivität. Abgeschlagen in diesem Feld ist nur die FDP. Potentiellen Wählern räumt der Online-Wahlkampf der Liberalen so gut wie keine Möglichkeiten ein, sich in Diskussionen einzubringen.
</p>
<p>
<b>Hinweis: </b><a href="/gruene-punkten-online">Kommentare bitte beim Hauptartikel &quot;Grüne punkten online&quot; posten</a>!
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Hier geht es zu den Auswertungen mit ausführlichen Begründungen:
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<li><a href="/gruene-punkten-online" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b></b></a><b><a href="/gruene-punkten-online" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Gesamtergebnis</b></a></b></li>
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<b>Einzelauswertung der Parteien:</b></p>
<li><a href="/spd-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD</a></li>
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<li><a href="/die-linke-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Linke</a></li>
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<li><a href="/cdu-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU</a></li>
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<li><a href="/buendnis-90die-gruenen-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bündnis 90/Die Grünen</a></li>
<p></p>
<li><a href="/fdp-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP</a></li>
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<li><a href="/piratenpartei-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpartei</a></li>
<p>
<b>Einzelauswertung der Kategorien:</b></p>
<li><a href="/nutzerfreundlichkeit-und-design" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nutzerfreundlichkeit und Design</a></li>
<p></p>
<li><a href="/antwortverhalten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Service</a></li>
<li><a href="/kriterien" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Kriterien</b></a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>Service</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:59:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhauswahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Test]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie schnell antworten die Parteien auf die Fragen der Bürger? Wir haben das Antwortverhalten der Parteien im Berliner Online-Wahlkampf 2011 via E-Mail und Twitter getestet.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schnell antworten die Parteien auf die Fragen der Bürger? Wir haben das Antwortverhalten der Parteien im Berliner Online-Wahlkampf 2011 via E-Mail und Twitter getestet.</p>
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</p>
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In dieser Kategorie gibt es zwei Unterpunkte. Zum einen haben wir über einen privaten E-Mail-Account nach Auskunft zu Informationsveranstaltungen im Berliner Stadtteil Köpenick gefragt. Dieser wurde dabei vollkommen zufällig ausgewählt. Bei Twitter stellten wir unsere Anfrage ebenfalls über einen privaten Account. Darin baten wir um einen Link zum Kurzwahlprogramm der Parteien.
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/8a_0.jpg" title="E-Mail" alt="E-Mail" align="middle" height="175" width="490" />
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Alle Anfragen per E-Mail wurden um 10 Uhr morgens an einem Werktag losgeschickt. Von SPD, CDU, FDP und der Piratenpartei erhielten wir innerhalb von 24 Stunden eine zufriedenstellende Antwort. Wir erachteten den Zeitraum eines Tages als angemessenen Maßstab, um die Note „Sehr gut“ zu vergeben. Die Grünen brauchten anderthalb Tage, was ihnen dementsprechend weniger Punkte einbrachte. Für die Linkspartei gab es keine Punkte, da wir von dieser überhaupt keine Antwort erhielten.
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/9a_0.jpg" title="Twitter" alt="Twitter" align="middle" height="175" width="490" />
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Die Anfragen per Twitter wurden zu unterschiedlichen Zeiten gestellt, damit die Parteien nicht sehen konnten, dass wir dieselbe Anfrage an alle stellen. Wir haben auch hier darauf geachtet, dass dies zu normalen Arbeitszeiten (zwischen 10 und 17 Uhr) an Werktagen geschieht. SPD, Linke, Grüne und Piraten antworteten zum Teil innerhalb weniger Minuten und erhielten dafür die volle Punktzahl. Bei der FDP warteten wir auch nach drei Tagen noch auf eine Antwort, was für uns im Vergleich mit den anderen Parteien ein sehr ernüchterndes Ergebnis war. Die CDU Berlin ist die einzige Partei, die keinen Twitter-Account hat. Auch nach einem zwitschernden Spitzenkandidaten der CDU suchten wir vergeblich. Dafür gab es von uns null Punkte.
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/service.jpg" title="Service" alt="Service" align="middle" height="90" width="490" />
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In der Kategorie Service gewinnen SPD und Piratenpartei. Beide Parteien antworteten schnell und informativ auf unsere Anfragen. Bei den Grünen dauerte eine der Antworten leider etwas zu lange. Die Linke und die FDP reagierten auf jeweils eine unserer Fragen nicht und die CDU verliert wertvolle Punkte durch das Fehlen eines als üblich zu betrachtenden Twitter-Accounts. Daher teilen sich diese drei Parteien den letzten Platz.
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<b>Hinweis: </b><a href="/gruene-punkten-online">Kommentare bitte beim Hauptartikel &quot;Grüne punkten online&quot; posten</a>!
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Hier geht es zu den Auswertungen mit ausführlichen Begründungen:
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<li><a href="/gruene-punkten-online" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b></b></a><b><a href="/gruene-punkten-online" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Gesamtergebnis</b></a></b></li>
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<b>Einzelauswertung der Parteien:</b></p>
<li><a href="/spd-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD</a></li>
<p></p>
<li><a href="/die-linke-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Linke</a></li>
<p></p>
<li><a href="/cdu-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU</a></li>
<p></p>
<li><a href="/buendnis-90die-gruenen-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bündnis 90/Die Grünen</a></li>
<p></p>
<li><a href="/fdp-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP</a></li>
<p></p>
<li><a href="/piratenpartei-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpartei</a></li>
<p>
<b>Einzelauswertung der Kategorien:</b></p>
<li><a href="/nutzerfreundlichkeit-und-design" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nutzerfreundlichkeit und Design</a></li>
<p></p>
<li><a href="/soziale-medien-und-beteiligungsmoeglichkeiten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten</a></li>
<li><a href="/kriterien" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Kriterien</b></a></li>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/antwortverhalten-5398/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>CDU</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:59:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie gut schneidet die Berliner CDU in den Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design, Service sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten im Online-Wahlkampf 2011 ab?<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gut schneidet die Berliner CDU in den Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design, Service sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten im Online-Wahlkampf 2011 ab?</p>
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<a href="/wp-content/uploads/cdu-berlin.png" class="colorbox"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/CDU1__26_8__.jpg" title="Screenshot CDU" alt="Screenshot CDU" align="middle" height="276" width="416" /></a></p>
<p><i>Screenshot der Seite www.cduberlin.de</i>
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Die Berliner CDU, mit dem Spitzenkandidaten Frank Henkel, erreicht in unserem Online-Wahlkampf-Test einen Platz im Mittelfeld. Die Christdemokraten sind momentan eine der Oppositionsparteien zur rot-roten Regierung in der Hauptstadt. Die Partei zeigt fast durchgängig in allen Kategorien eine solide Leistung. Vor allem durch einen fehlenden Twitter-Account und mangelnde Barrierefreiheit verlor die CDU wertvolle Punkte.
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<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/cdua.jpg" title="CDU" alt="CDU" align="left" height="440" width="180" />Auf <a href="http://www.cduberlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.cduberlin.de</a> gelangt der Nutzer zunächst auf ein schlichtes und übersichtliches Startportal. Neben dem sehr prominent platzierten Foto des CDU-Spitzenkandidaten für Berlin gibt es dort einen Link zur Wahlkampfseite, die ganz auf ihren Spitzenkandidaten zugeschnitten ist, sowie einen Link zur Seite des Berliner Landesverbands.
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Die Struktur des Wahlkampfportals ist sehr klar gestaltet,  so dass der Auftritt bei den ersten fünf Fragen der Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design durchgehend hohe Wertungen erhält. Kleine Abzüge gibt es in der Nutzerführung, da die Navigation der Seite des Landesverbandes, vor allem im Kontrast zur sonst sehr guten Strukturierung, etwas unübersichtlich wirkt und die Aufteilung dem Nutzer nicht direkt ersichtlich erscheint. Außerdem könnte der Button, der zur Startseite führt, etwas größer und präsenter sein. Ein herausragendes Ergebnis in dieser Kategorie verhinderte die schlechte Barrierefreiheit der Seite. Wie bei allen anderen Parteien ist eine Navigation mit der Tabulatortaste möglich und die Seite ist für Menschen mit Farbsehschwächen gut lesbar. Neben diesen Punkten, die alle Parteien erfüllten, gab es zusätzlich lediglich einen Button für die Veränderung der Schriftgröße. Das ist im Vergleich zu den Bemühungen der restlichen Parteien deutlich zu wenig.
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Das Antwortverhalten per E-Mail war sehr gut und erhielt die volle Punktzahl. Leider verfügen weder die CDU Berlin noch ihr Spitzenkandidat Henkel über einen Twitter-Account. Dadurch war leider keine Anfrage möglich. Da es aber für die anderen Berliner Parteien selbstverständlich ist, aktiv auf dem Mikro-Blog zu zwitschern, vergaben wir hierfür null Punkte.
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Im Bereich Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten erbrachte die CDU eine durchschnittliche Leistung. Das, was sie machten, war qualitativ sehr gut. Leider wurden aber Twitter und ein eigener Blog dabei vollkommen vernachlässigt. Sowohl bei Facebook als auch bei YouTube sind die Christdemokraten aktiv und geben den Bürgern die Möglichkeit sich an ihre Politiker zu wenden, indem sie direkt auf abegordnetenwatch.de verweisen. Das Portal fördert Transparenz und Diskurs und kann daher nur begrüßt werden. Erwähnenswert ist, dass noch vor Beginn des Wahlkampfes Bürger die Möglichkeit hatten, online Vorschläge für die Gestaltung des CDU-Wahlprogramms abzugeben. Leider war es nicht möglich, nachzuvollziehen, welche Vorschläge diskutiert oder sogar in das Programm mit aufgenommen wurden. Acht Zusatzpunkte gab es für das Einbauen interaktiver Elemente, das Online-Magazin „Berliner Rundschau“ und den Scan-Code auf den Wahlplakaten, der eine erfolgreiche Brücke zwischen Offline- und Online-Kampagne darstellt.
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Unser Fazit der CDU-Seite ist daher: In den Bereichen Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten sowie Nutzerfreundlichkeit schneidet sie gut ab, beim Service jedoch nur befriedigend. Schlechte Barrierefreiheit und die Vernachlässigung von Twitter verhinderten, dass die Christdemokraten weiter vorne in unserem Ranking landeten. Daher kommt die CDU auf einen Platz im Mittelfeld, eng zusammen mit Piratenpartei, SPD und Linkspartei.
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<b>Hinweis: </b><a href="/gruene-punkten-online">Kommentare bitte beim Hauptartikel &quot;Grüne punkten online&quot; posten</a>!
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Hier geht es zu den Auswertungen mit ausführlichen Begründungen:
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<li><a href="/gruene-punkten-online" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b></b></a><b><a href="/gruene-punkten-online" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Gesamtergebnis</b></a></b></li>
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<b>Einzelauswertung der Parteien:</b></p>
<li><a href="/spd-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD</a></li>
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<li><a href="/die-linke-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Linke</a></li>
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<li><a href="/buendnis-90die-gruenen-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bündnis 90/Die Grünen</a></li>
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<li><a href="/fdp-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP</a></li>
<p></p>
<li><a href="/piratenpartei-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpartei</a></li>
<p>
<b>Einzelauswertung der Kategorien:</b></p>
<li><a href="/nutzerfreundlichkeit-und-design" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nutzerfreundlichkeit und Design</a></li>
<p></p>
<li><a href="/antwortverhalten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Service</a></li>
<p></p>
<li><a href="/soziale-medien-und-beteiligungsmoeglichkeiten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten</a></li>
<li><a href="/kriterien" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Kriterien</b></a></li>
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